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  Das Reich der Megara (Neuauflage)
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prallbeutel Volljährigkeit geprüft
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Licentia poetica

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  Das Reich der Megara (Neuauflage) Datum:25.12.17 11:42 IP: gespeichert Moderator melden


Hier entsteht die Neuauflage meiner Geschichte "Das Reich der Megara". Sie wurde von mir überarbeitet und erweitert.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von prallbeutel am 25.12.17 um 11:45 geändert
Viele Grüße von prallbeutel
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prallbeutel Volljährigkeit geprüft
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Licentia poetica

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  RE: Das Reich der Megara (Neuauflage) Datum:26.12.17 15:11 IP: gespeichert Moderator melden


Copyright by prallbeutel



DAS REICH DER MEGARA



„Mir gelüstet nach einer Mahlzeit!
Diener, bring mir einen Kelch Rotwein und einen Jüngling -
den Rebsaft meine Kehle zu kühlen,
den Burschen meinen Appetit zu befriedigen.“

Megara



I.


Es war einmal...
... ein großes Reich auf einem sonnigen Kontinent, in dem gebot eine wunderschöne, aber zugleich grausame und machthungrige Königin. Nach ihrer pompösen Krönung verdoppelte sie die Steuern des nun gebeutelten Volkes und führte ein scharfes Regiment mit ihren willfährigen Schergen. Einige Jahre zuvor war ihr wackerer Gemahl, König Talos III., gestorben, doch von Gram war bei der Regentin keine Spur zu finden. Seit ihrer alleinigen Herrschaft vergnügte sich die Hoheit Megara mit diversen Jünglingen, die gerade erst das Mannesalter erreicht hatten. Seit zwölf Monden verbreitete sich durch Bänkelsänger und Herolde die frohe Kunde im Land, dass Megara offiziell nach einem Gemahl suchte, und hunderte junge Männer machten sich aus dem gesamten Reich auf den beschwerlichen Weg durch Steppen, Schluchten, Gebirge und Wüsten zum Schloss der Herrscherin, um voller Hoffnung um ihre Gunst zu buhlen.

Doch bisher war es niemandem geglückt, die hochnäsige Königin zufrieden zu stellen.
Von einigen Bewerbern hörte man anschließend nie wieder etwas. Die Monarchin ließ zwar durch einen königlichen Sprecher verkünden, dass die jungen Männer mit einem Sack voll Gold in ein fernes Gefilde gebracht würden und dort in Reichtum und Glück lebten, doch im einfachen Volke ging das Gerücht, die unholde Regentin Megara würde die Burschen im großen Kerker des Schlosses gefangen halten. Und mit dem Gerede hatte das Volk gar nicht so unrecht: Die Königin vertrat die Meinung, dass Mannsbilder, die mit ihr das Bett geteilt hatten, kein Recht mehr auf weitere Maiden hätten. So verschloss sie die armen Kreaturen in Keuschheitsgürteln und steckte sie in die unterirdischen und muffigen Verliese, die sich meilenweit in einem finsteren Labyrinth unter dem Schloss und weit darüber hinaus erstreckten und in denen die Fäulnis alles fraß.

Eines Tages hörte auch ein Bauernjunge namens Abas von dem Wunsch der Königin.
Da machte er sich, trunken vor Hoffnung, auf die lange und gefährliche Reise bis zum Schloss der Majestät. Nach vielen Wochen des Marsches kam er nach der Morgenröte an der Feste der Herrscherin an und stellte sich als Anwärter vor. Der Bauernjunge wurde bis zu Megara vorgelassen, nachdem er gemeinsam mit etwa 20 weiteren Jünglingen begutachtet und ausgewählt worden war. Anfangs hatte er mit über hundert anderen erwartungsvollen Männern stundenlang in einer schier endlosen Schlange gestanden, von denen die meisten Jünglinge zu ihrem Verdruss sofort wieder weggeschickt worden waren. Sie würden in der Gosse landen oder den mühevollen Rückweg in ihr Dorf antreten und mit der Schande leben müssen. Die Auswahlkriterien blieben dabei ein Geheimnis des Königshauses.

Nur 20 Jünglinge wurden in die Obhut der obersten Schlossverwalterin gelassen. Mit routinierten Bewegungen sah die groß gewachsene schlanke Dame in edlem Aufputz sich die Zähne und die Zungen der jungen Männer an, betrachtete ihre Muskeln und schließlich noch ihr Gemächt, was den Bewerbern rote Köpfe einbrachte. Dann sortierte sie mit kurzen herrischen Gesten ihrer langen schlanken Finger und nach Gutdünken 15 Personen als unwürdiges Gesindel aus, die von den Wachen mit Schimpf und Schande aus dem Palast gejagt wurden und in einer großen Jauchepfütze vor dem Torhaus landeten. So verdreckt mussten sie gebrandmarkt die Heimreise antreten, während die Wächter schadenfroh grölten und einigen der Erfolglosen stumpfe Pfeile in den Allerwertesten hinterher schossen, um ihre Demütigungen zu vervollkommnen.

Die fünf Auserwählten, zu denen auch der Bauernjunge Abas zählte, wurden gebadet, eingeseift, mit teuren Düften parfümiert und prächtig eingekleidet. Ihre Hoffnung darauf, letztlich der Erkorene zu sein, war zart und fein unter einem Berg aus Angst und Zweifeln vergraben. Die Verheißung auf ein neues Leben. Sie konnten es gar nicht erwarten, endlich die Regentin zu sehen. Und dann kam der große Augenblick: Sie wurden der göttlichen Herrscherin vorgestellt, die in ihrer Thronhalle saß. Hinter ihr hingen kostbare Gobelinstickereien, die die gesamte Wand einnahmen. Der Thron war großzügig mit Gold verkleidet. Auslandende Drachenschwingen bildeten die Rückenlehne. Sieben Stufen, eingefasst mit rotem Webteppich, führten zu ihren Füßen.

Die Jünglinge standen aufgeregt einige Schritt von der Throntreppe entfernt in einer Reihe aufgestellt auf dem kühlen Marmorboden, in den ein riesiger Drudenfuß mit geheimnisvollen Glyphen kunstfertig eingelassen war. Die Tyrannin schweifte nur flüchtig über die Ankömmlinge und zeigte lässig mit der mit vielen dicken Ringen geschmückten Hand auf den zweiten Interessenten von links, als suche sie sich auf dem Markt einen reifen Pfirsich aus dem Korb des Verkäufers aus. Es war ein junger Mann mit lockiger flachsblonder Haarpracht und strahlenden blauen Augen, die nun noch mehr glänzten. Nervös zupfte er mit seinen Zähnen an seiner feuchten Lippe. Sein Herz pochte ihm in der schmalen Brust, die sich vor Aufregung hob und senkte.

Die anderen Vier führte die Palastwache ab. Schwer gerüstete Männer, mit großen kräftigen Körpern und spitzen Lanzen oder scharfen Kurzschwertern bewaffnet, brachten das Quartett mit den hallenden Geräuschen ihrer klobigen Stiefel einen langen Gang entlang und dann tief hinab in die Kellergewölbe unter dem Herrscherhaus. Den Burschen dünkte bereits ein gar grässliches Menetekel: Kerker, Agonie, Richtblock oder was auch immer das grausame Schicksal für sie gesponnen hatte. Abas zitterte vor schwärender Furcht. Die dunkle Umgebung, die nur durch blakende Fackeln an der Wand schwach erleuchtet wurde, das laute schrille Klimpern und Klacken der Rüstungen der Wächter, und die hallenden Geräusche der Schritte, machten ihm Angst. Beinahe überkam ihn vor Aufregung eine Woge der Übelkeit. Doch noch mehr Sorge bereitete ihm die Entscheidung der Königin, die einen anderen Burschen bevorzugt hatte. Was würde nun mit ihm selbst geschehen?

Eine schwere mit Eisen beschlagene Tür wurde kreischend entriegelt, dann trat die Gruppe in einen weiteren Korridor, in dem links und rechts mehrere Zellen hinter dicken Metallgittern lagen. Das Gerücht war also wahr! Abas lief ein eiskalter Schauder den Rücken hinunter. Er würde als keusch gehaltener Sklave enden? Und bevor er weiter denken konnte, öffnete ein Soldat die erste Zelle und schubste Abas hinein. Der Jüngling fiel auf den mit Stroh bedeckten Steinboden und drehte sich um, als der Mann bereits die Gittertür klirrend verschloss. Gegenüber warf er den zweiten Burschen in eine Zelle, und auch die beiden Letzten endeten in weiteren Kerkerräumen. Als die Wächter wortlos den Korridor verließen, waren ihre Schritte hinter der schweren Tür nicht mehr zu vernehmen. Die dicke Pforte schluckte alle Geräusche. Es hing ein eklig süßer Gerüch von überreifem Obst in der Luft. Woher er stammte, konnte der Gefangene nicht ahnen. Abas sah sich in seiner kärglichen Zelle argwöhnisch um: Eine kleine harte Pritsche aus altem Holz bot ihm einen spartanischen Schlafplatz. Sonst enthielt der Raum nichts außer losem Stroh.

Auf der anderen Seite der Zelle war ein kleines Fenster. Vielleicht war Fenster nicht der richtige Ausdruck für die etwa zwei Ellen hohe und handbreite große Schießscharte, aus der in zwei Mann Höhe eine dünne Lanze aus Sonnenstrahl hereinstach, dem einzigen Licht für diesen traurigen Ort. Resignierend sank Abas auf die Pritsche und haderte mit seinem Los. Zu allem Überfluss quietschte eine Ratte in einer der dunklen Ecken - das einzige Geschöpf, das ihm hier noch Aufmerksamkeit zollte. Abas schleuderte seinen Stiefel in Richtung des Nagers, um ihm den Garaus zu machen, doch flitzte der pelzige Vierbeiner zu flink davon, um von dem ledernen Geschoss getroffen zu werden. Der Blick des Gefangenen wurde von einem verbeutelten Zinkkübel angezogen, den er beinahe getroffen hatte. Vermutlich war er für seine Notdurft gedacht.

Einige Etagen über dem düsteren und kargen Kerker feierte die Königin in feinerem Interieur unbeschwert ein rauschendes Fest. An ihrer Seite saß der neu eingekleidete Jüngling mit den goldenen Locken und blauen Augen, berauscht vom schweren Wein, den er zum ersten Mal in seinem jungen Leben genossen hatte. Zwei beeindruckende Buketts aus blutroten Rosen und weißen Lilien, verziert mit weißen Perlen, rahmten die Herrscherin und ihr neues Spielzeug ein. Zahlreiche Diener schleppten große Tabletts mit allerlei Köstlichkeiten heran. Gebratene Fleischsorten türmten sich zu Gemüse und Obst, trefflich Gebackenem, Kelche voller karmesinfarbenem Rotwein wurden geschwenkt und geleert, Spieße mit exotischen Leckereien reichten die Lakaien durch die Reihen. Die Tafel war überfrachtet mit Delikatessen und Labsal. Musiker flöteten und zupften auf ihren Instrumenten, und Feierlaunige tanzten die Pavane in der Mitte des großen Prunksaals und präsentierten dabei ihre kostbaren Roben aus Samt und Seide im mit kunstvollen Mosaiken besetzten Salon.

Das Bankett wurde ausgelassener, die Stimmung der angetrunkenen Edelleute und Mitglieder des Herrscherhauses unbefangener. Ein Hofnarr trat auf und gab artistische Einlagen zum Besten. Dabei ging so manches gewollt schief, und schon hatte er zahlreiche Lacher auf seiner Seite. Der Hofnarr stolperte in eine Schüssel mit einer zähflüssigen Süßspeise und fiel zappelnd mindestens ein halbes Dutzend Mal auf seinen Allerwertesten, wobei seine kleinen Glöckchen, die an seine Kleidung und seine Haube genäht waren, wild bimmelten. Ein feister Edelmann in moosgrünem Samtornat verschluckte sich würgend an einem saftigen Fleischspieß, als er über die Schmerzenslaute des Spaßmachers dröhnend lachte. Sein Nachbar hatte nun noch einen zweiten Grund, um amüsiert zu prusten, und schlug dem Hustenden freundschaftlich auf den Rücken.

Erst spät am Abend zog sich Despotin Megara mit ihrem Bettgefährten zurück, um ihrer Leidenschaft zu frönen. Die Gesellschaft würde noch bis ins Morgengrauen feiern, und so mancher Geck würde mit hämmerndem Schädel in einer Lache aus was auch immer erwachen. War erst die Majestät nicht mehr da, fehlte auch bald der letzte Rest Anstand. Natürlich würde dies auch so mancher junge Adelsmann nutzen, um der einen oder anderen Maid unter das Kleid zu fassen. Bei solchen Festen hatte es schon kopulierende Leiber neben angefressenen Spanferkeln und verschüttetem Wein gegeben.

Begleitet von zwei hünenhaften und kahlgeschorenen Leibwächtern in kurzen Beinkleidern und bis auf ein Ledergeschirr freien Oberkörpern, schritten die Beiden in ein prächtiges Schlafgemach. So eine pompöse Ausstattung hatte der Jüngling in seinem Leben noch nie gesehen, obwohl seine Familie zu den reichsten in seiner (fernen) Heimat gehörte. Die Leibgarde schloss von außen die zweiflügelige Eichentür, die mit Intarsien überfrachtet war. Dort würden sie den Durchlass notfalls mit ihrem Leben verteidigen. Mit verschränkten muskulösen Armen standen sie breitbeinig wie ein Bollwerk dort, um Megaras Refugium zu beschützen.

Das schwere Bettgestell war offensichtlich aus purem Gold oder zumindest damit überzogen. Die vielen künstlerischen Verzierungen mussten eine aufwändige Arbeit gewesen sein. Über dem Bett hing wie ein künstlicher Himmel ein kostbares Seidentuch mit einem Blütenmuster. Der Boden des Gemachs bestand aus luxuriösem Marmor. Die hohe Decke war mit Stuck veredelt, und an den Wänden hingen große Gobelins, auf denen detaillierte Schlachtenszenen abgebildet waren: Berittene Soldaten der Megara kämpften in prunkvollen Rüstungen gegen ein angsteinflößendes Trollmonster mit einer gigantischen Keule. Auf einem anderen Wandteppich waren zwei Armeen zu sehen, die auf- und ineinander stürmten und zahllose Lanzen und Schwerter schwangen.

Als der Jüngling auf das königliche Geheiß hin, zu ihr ins Bett zu schlüpfen, sich zur ihr legte, überraschte ihn der weiche Schlafplatz. Er fühlte sich wie auf Wolken gebettet. Es war unbeschreiblich. Nie im Leben hatte er ähnliches erlebt. Und was er in den nächsten Minuten und Stunden erfahren würde, das war für ihn auch unbekanntes Terrain. Die mondäne Megara führte den verzückten Jüngling in die Kunst der Liebe ein. Gemach entblößte sich die Majestät von einem kostbaren Seidenkleid, das mit einer schmalen Pelzumrandung verbrämt war. Dann folgte das nächste edle Gewand. Immer mehr bloße und makellose, alabasterfarbene Haut konnte der junge stierende Mann erkennen und spürte das Feuer in seinen Lenden, wie es wuchs und loderte. Oh, wie wundervoll! Was für Gefühle konnte die Königin erzeugen! Nur durch ihren sublimen und imposanten Anblick! Ein wildes Kribbeln durchschoss seinen Leib vom Haupt bis zum Zeh. Diese edle Majestät - was für ein Antlitz! Auch so etwas hatte der Jüngling weiland noch nie erblickt.

Das Liebesspiel war überwältigend für den jungen Mann, raubte ihm alle Sinne. Zwar hatte er schon in seiner Heimat im Stroh das Bett mit einer Magd geteilt, aber die Königin verzauberte den Jüngling auf eine Weise, die er nicht für möglich gehalten hätte. Sein Feuer brannte lichterloh wie nie. Und welch frivole Spiele die kühne Regentin kannte! Es war der schönste und aufregendste Abend seines Lebens, in dem seine Lust ausbrach wie glühende Lava aus einem Vulkan. Entspannt und befriedigt, glücklich und noch voller Eindrücke schlief er auf den weichen seidenen Kissen ein und träumte von einer süßen und strahlenden Zukunft als Gemahl der Königin und vielen weiteren himmlischen Nächten wie dieser.

Am nächsten Morgen wurde Abas unsanft von lauten und durchdringenden Schlägen gegen das Gitter geweckt: Mürrische Wächter prügelten mit ihren Hellebarden gegen die Zellenwände und rissen so die vier Jünglinge grob aus dem Schlaf. Durch das kleine Fenster hörte Abas von Weitem einen Hahn krähen. Die unrasierten Wächter sprachen kein Wort mit den Gefangenen. Sie transportierten sie unduldsam zurück zu dem Kellergang, den sie gestern gekommen waren. Ein Schmied erwartete die vier Burschen. Der massige, bärtige Mann trug eine dicke schmutzige Lederschürze und hatte mehrere dicke Ketten über die breiten Schultern geworfen. Seine Haut war von Brandnarben übersät. Nacheinander wurden die Gefangenen nun mit rostigen Fußketten verbunden. Die Wächter trieben die nun klirrende Gruppe eine Steintreppe empor in einen Innenhof des Palastes. Der Schmied marschierte hinterher. Hier war nichts schön oder dekorativ. Der Hof schien zum Gesindebereich zu gehören. Als Abas einmal beinahe stolperte, erhielt er von einem der Wächter mit einer kurzen Lederpeitsche einen kräftig knallenden Hieb über den Rücken, der wie Feuer brannte.

Der Marsch endete in einem düsteren Gewölberaum, der sich als Schmiede zu erkennen gab. Mehrere knisternde Feuer brannten in schwarzen Öfen, deren kurpferne Essen aufs Dach führten. Schürhaken und diverse Eisen steckten teilweise in den Flammen und der glosenden orangefarbenen Glut, die durch einen großen ledernen Balg am Leben erhalten wurde, den ein rußgeschwärzter Jüngling in Lumpen bediente. Das Feuer malte tanzende Schatten an das Gemäuer, und die Scheite knackten laut, als wollten sie auf sich aufmerksam machen. Die Luft war stickig, heiß, schmeckte nach Ruß und Talg. Der Rauch kratzte in den Kehlen. In der Mitte des Raumes stand ein gewaltiger Amboss.

Der stattliche Mann, der den Burschen die Ketten umgelegt hatte, erschien wieder und brachte einen schweren Korb mit. Abas sah die seltsam geformten metallenen Gegenstände darin, konnte sich aber keinen Reim darauf machen. Doch schon bald wurde ihm klar, was dies zu bedeuten hatte: Einer seiner Mitbewerber wurde von einem schmierigen Wächter zum Schmied gestoßen. Dann kamen zwei weitere Soldaten und rissen dem Jüngling die Kleider hinab, bis er splitternackt da stand und sich verschämt den Schritt hielt. Aber auch das ließen die Wächter in ihren schmutzigen Waffenröcken nicht zu, denn sie bogen ihm grob die dünnen Arme auf den Rücken.

Jetzt kam der bärenstarke und aufgeschossene Schmied mit seiner derben Lederschürze herbei und nahm einen Gegenstand aus dem Korb. Dann griff er nach einer langen schwarzen Zange, deren Ende zuvor in einem der Feuer gelegen hatte. Der schwarzbärtige und zugleich kahlköpfige Hüne legte eine Metallkonstruktion um die Hüften des Jünglings. Abas konnte nur staunend zu sehen, wie der klobige Mann mit dem geschorenen Schädel das Metall passend zurechtbog und zusammenschmiedete. So geschickt, wie er damit umging, blieb der Bursche unverletzt, obwohl der grobschlächtige Riese mit glühender Zange und einem schweren Hammer hantierte. Immer, wenn er auf dem Amboss auf ein Stück Metall schlug, um es anzupassen, erzitterte die Wasseroberfläche in einem Zuber, der sich an den Amboss schmiegte, und Abas konnte sein verzerrtes Spiegelbild in der schmutzigen Brühe sehen.

Bald war auch Abas an der Reihe und erhielt von dem Kraftmenschen den eisernen Schmuck, nachdem ihm die Wachen mit Gewalt die Kleider vom Leib gezerrt hatten. Das Material war sengend heiß auf seiner Haut, aber es hinterließ außer einer harmlosen Rötung keine sichtbaren Spuren, obwohl er hätte schwören können, den beißenden Geruch von versengtem Fleisch gerochen zu haben. Abas schämte sich für seinen weibischen Schrei, den er vor Schreck hervorgestoßen hatte, als sich die Hitze auf seine Männlichkeit gelegt hatte. Er starrte auf seine Lenden. War das ein Keuschheitsgürtel für Männer? Es war ein beklemmendes Gefühl, als sei sein ganzer Leib, sein Stolz, sein ganzes Wesen in einen engen Käfig gesperrt. Peinlich berührt von seiner Schmach, hielt er die Hände vor die Scham und suchte, sich zu bedecken.

Aber nicht nur Abas und seine drei Gefährten erlebten einen albtraumhaften Morgen.
Auch der Blondschopf wachte in Ketten auf. Verwirrt und erschrocken zerrte er an den Fesseln, die aber keinen Deut nachließen. Seine aufgerissenen Augen zeugten von glosender Furcht. Der Jüngling lag nackt in einem anderen Bett und war an Armen und Beinen am gusseisernen Gestell gefesselt. Und dann erschrak er gleich noch einmal: Um seine Hüften trug er eine Art Verschluss! Auch er hatte von den Gerüchten gehört, dass die Imperatorin junge Männer einkerkerte, die ihr die Aufwartung gemacht hatten, doch diesen nie Glauben geschenkt. Aber er war doch der Auserwählte gewesen! Er hatte mit Königin Megara das Bett geteilt! Und was war das nur, das seine Männlichkeit umspannte? Sollte es tatsächlich wahr sein? Hielt sich die hoheitliche Regentin keusch gehaltene Sklaven?

Während die vier neuen Gefangenen der Monarchin Haferschleim aus verkratzten Holzschüsseln von den Wachen durch die Gitter geschoben bekamen, um danach kräftig genug für die Arbeit zu sein, erschien Königin Megara bei dem Blondschopf, der sie irritiert ansah. Megara lachte lauthals, dass es nur so schallte in der großen mit Marmor ausgekleideten Halle. Dann kam sie ganz nah an den Jüngling und flüsterte ihm glucksend grausame Worte ins Ohr. „Nein!“ jaulte er. „Bitte! Habt Gnade, Euer Majestät!“
Megara lachte fast hysterisch und stolzierte in einem imposanten Seidengewand, das bis über den Boden schleifte, in einen anderen Salon, um dort zu speisen, gönnte dem Blondschopf jedoch keines Blickes mehr. Sie suhlte sich stattdessen in ihrem süßen Hass und genoss den sonnigen Tag.

Bei ihrer üppigen Mahlzeit stopfte sie sich die delikaten Leckerbissen nur so in den Mund und spie einiges davon angewidert aus. „Was hat sich der Koch dabei gedacht?“ schimpfte sie und machte grießgrämig ihrer Leibgarde ein hektisches Zeichen. Der rabenschwarze Hauptmann gab einen kurzen zackigen Befehl an einen der vierschrötigen Palastwächter, der sofort mit seinem gezückten, perlmuttfarbenen Dolch in die Küche eilte, um dem frevelhaften Koch habhaft zu werden. Wäre der Palast nicht so kolossal groß gewesen, hätte die Königin das verzweifelte Flehen und die gellenden Schreie des Kochs gehört, die durch die Küchenräume hallten.

Kurz nach dem Morgenmahl zog sich Megara in ein weiteres Gemach zurück, wo der Hauptmann der Leibgarde bald mit gebeugtem Haupt und unterwürfig erschien, eine kleine Schatulle aus Walnussholz in der Hand. Megara befahl barsch: „Stell es dort hin!“ Sie zeigte mit herrischer Geste auf einen niedrigen Tisch aus Bronze. Der Gardist senkte sein Haupt noch tiefer, stellte das Kistchen vorsichtig ab und verschwand rückwärts und mit zahlreichen Verbeugungen, wobei er sich mit seinem schlohweißen, geflochtenen Bart in den kunstfertig geschaffenen Fibeln aus Silber an seinem Umhang verhedderte. Megara hob den Deckel des Kästchens an und späte hinein. „Guuuut“, schnurrte sie und aalte sich in ihrer Zufriedenheit. „Vortrefflich! Der Koch wird seine Lektion gelernt haben.“ Sie klappte das Kästchen zu und stellte es ab. Sein kleines Opfer würde seine Kochkunst nicht schmälern.

Mit der ansteigenden Sonne nahm die Sommerhitze weiter zu, und selbst in den kühlen Räumen des Palastes verlangte Megara nach zwei Sklaven, die ihr mit großen Palmwedeln frische Luft zufächelten, während sie sich dem Müßiggang widmete. Unter dem Schloss schufteten derweil hunderte junge Männer in dem tiefen Silber-Bergwerk, das sich über viele Meilen erstreckte. In langen Schlangen aus aneinander geketteten Kreaturen marschierten die Arbeiter die endlosen Gänge entlang und schleppten schwere Körbe Gestein oder schlugen auf das Ende des Stollens ein, um ihn zu erweitern. Unter ihnen war auch Abas. Sein erster Tag im Bergwerk war die Hölle. Sein gesamter Körper war schwarz vom Dreck, seine Knochen und Muskeln schmerzten enorm, und das Atmen fiel ihm sichtlich schwer wegen der stickigen Luft und dem permanenten Staub, der sich überall ausbreitete.

Sollte das seine Zukunft sein? Halb bewusstlos vor Erschöpfung wurde er am Ende eines langen Arbeitstages in sein Quartier gebracht. An einem länglichen Trog konnte er sich mit Leidensgenossen säubern, und eine Schale Wasser löschte nur halb den Durst. Auch die karge Mahlzeit, bestehend aus undefinierbarem graubraunem Brei, reichte nicht aus, den Hunger zu stillen. Und alles, was er den ganzen Tag über von den Wachen gehört hatte, waren Beschimpfungen wie „Faulpelze! Wollt ihr hier Maulaffen feilhalten? Ich werde euch fürwahr Beine machen!“

Erst am zweiten Tag fand er Gelegenheit heimlich mit einem anderen Jüngling zu sprechen, was eigentlich bei Strafe verboten war. Der Junge hieß Skiron und war schon seit langer Zeit hier. Wie lange, das wusste er nicht mehr. Er ging stets gebückt und hustete ständig. Abas fragte auch nach den Hüftgürteln, die alle trugen. „Das sind Keuschheitsgürtel“, erklärte Skiron flüsternd. „Megara, die alte Hexe, hat allen Arbeitern solche Schlösser angelegt, damit sie nicht Hand an sich legen. Nur Mitglieder des Königshauses dürfen das.“ Abas sah Skiron mit großen Augen an. „Gibt es einen Weg, um aus diesem Martyrium zu entkommen?“ Er hing an den Lippen des Kameraden. Skiron nickte grimmig: „Ja.“ Abas war ganz Ohr. Skiron sah ihm mit leerem Blick direkt in die Augen. Abas spürte, wie sich die Worte des Leidensgenossen in sein Gehör brannten wie orangefarben lodernde Schmiedeeisen: „Als Reisender ins Totenreich!“

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  RE: Das Reich der Megara (Neuauflage) Datum:29.12.17 00:29 IP: gespeichert Moderator melden


So das ist also die Neuauflage. Allzuviel hast du ja nicht geändert aber de Text gestrafft und Teilweise besser beschrieben.
Gefällt mir.
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  RE: Das Reich der Megara (Neuauflage) Datum:01.01.18 13:11 IP: gespeichert Moderator melden


Festbankette gab es an jedem Abend im Palast. Doch heute war fürwahr besonderer Tag: Der feiste Kronprinz Talos IV. feierte sein 18. Wiegenfest. Der fette und verwöhnte Jüngling hatte neben einem exquisiten und opulenten Festmahl sieben Jungfrauen geschenkt bekommen, an denen er sich laben sollte. Das einfache Volk munkelte, Talos sei seiner Manneskraft beraubt, aber niemand wagte diese schändliche Vermutung öffentlich auszusprechen. Das Gerücht war über dunkle Kanäle aus dem Palast gedrungen und bis in die Stadt und über das Land gespült worden. Angeblich hatten Gesinde oder Wächter im Herrscherhaus im Verborgenen Beobachtungen oder gar selbst Erfahrungen gemacht.

Talos galt als verzogener Prahlhans, feister Geck und genusssüchtiger Egomane. Nur seine Hybris war aufgeblähter als sein Wanst. Trotzdem nahm er nur selten Mätressen in sein Gemach. An diesem Wiegenfeste verließ Talos, sehr zum Unmut seiner Mutter, die Feierlichkeiten früh und zog sich zurück, obwohl sich das nicht geziemte. Seine goldgewirkte Tunika spannte über dem gewaltigen Wanst. An seinen dicken Füßen steckten goldfarbene Pantinen. Mit einem schwappenden Rotweinkelch wankte er durch die Gänge, gestützt von zwei Gardisten der königlichen Leibgarde, denen der Schweiß im Gesicht hinunterlief. „Finger weg, ihr Nichtsnutze!“ grölte Talos grantig mit schwerer Zunge und wäre beinahe auf den Boden geplumpst, hätten die Männer ihn nicht blitzschnell aufgefangen.

In seinem privaten Gemach angekommen, ließ er sich schwerfällig auf einen prunkvollen Diwan aus rotem Samt fallen, wurde einer goldenen Schüssel ansichtig und begann, Lebküchlein und kandierte Früchte daraus zu naschen, dann eine weitere Schale mit Apfel-Rosinen-Pudding zu vertilgen und schließlich noch Mandeln mit Honig in seinen Schlund zu stopfen, obwohl er sich bereits an der Festtafel für mindestens drei Personen gütlich getan hatte. Aber einem kulinarischen Genuss war sein adliger Gaumen niemals abhold. Bescheidenheit war ihm verpönt; sie war eine Zier für den einfachen Mob.

Als seine Mutter Megara ihm die sieben Jungfrauen in sein Gemach schickte, sah er gelangweilt zu, wie die knapp bekleideten Schönheiten auf dem glänzenden Marmorboden, in dem edle Intarsien aus Silber und Gold eingearbeitet waren, einen kunstvollen Bauchtanz aufführten. In hauchdünne Seide gewandet bewegten sie sich schlangenhaft und erotisch in einer lustvollen Choreografie. Ein Harfen- und ein Flötenmusikant begleiteten die Gruppe mit heiteren Melodien. Er ließ die stimulierende Darbietung gähnend über sich ergehen, ohne, dass es ihn irgendwie scherte. Statt ihr Beifall zu zollen, spie er auf den Boden und bohrte nach Essenresten zwischen seinen Zähnen und schnippte die Fundstücke durch den Raum.

Nach einer Weile schickte er sie kurzerhand wieder weg wie lästige Bittsteller. Den Hauptmann der Leibgarde winkte er heran und flüsterte ihm ins Ohr: „Verlustiere dich mit deinen Kameraden mit den Weibsstücken.“ Ein schmieriges Grinsen konnte der Hauptmann kaum unterdrücken. „Wie Eure ehrenwerte Hoheit befehlen.“ Er salutierte ehrergiebig ob des großzügigen Präsentes und verschwand unter mehreren tiefen Verbeugungen, als versuchte er mit seiner Nase den Bauchnabel unter seinem genieteten Lederwams zu berühren, das bei der Bewegung knarrte wie eine alte Holzkutsche. Der Uniformierte wählte sechs glückliche Wächter aus und verteilte die sieben unbefleckten Honigtöpfe an die scharfen Schwerter, die sich bereits in Vorfreude gen Himmel hoben.

Der königliche Fettwanst klingelte mit einem kleinen Glöckchen, und beflissen erschien ein schwarz gewandeter Mann - sein persönlicher Diener -, der besonderes Vertrauen genoss. „Bring mir… du weißt schon. Ich will mich amüsieren!“ Der Leibdiener nickte ergeben. Sprechen konnte er nicht, denn er war stumm. Dafür hatte das Königshaus vor Jahren gesorgt. So konnte er kein Geheimnis ausplaudern. Der Prinz wollte keine Zeit mehr mit langweiligen Weibsstücken vertändeln. Bald schritt das Faktotum seines Herrn in Begleitung von zwei Leibgardisten durch die Kellergewölbe des Palastes und löste die Ketten des Blondschopfs, den Megara verstoßen hatte. Das jüngste Spielzeug der Monarchin sollte - wie alle anderen Jünglinge zuvor - ein Leben in den Minen erwarten. Doch Prinz Talos hatte zunächst anderes mit dem jungen Mann vor.

An einer Stelle im Palast, an der um diese späte Stunde niemand mehr verweilte, ließen die Gardisten den Leibdiener mit seiner Begleitung alleine. Die Gerüsteten hatten ihre Aufgabe erfüllt und kehrten in die Wachstube zurück, wo ein herzhafter Braten und so mancher Kelch Gerstensaft auf sie warteten. Als Nachspeise warteten einige Mägde darauf, ihnen den Abend zu versüßen, während draußen der Vollmond das Mauerwerk der Feste beschien. Der Diener zückte seinen gebogenen Dolch und deutete dem Blondschopf an voranzugehen. Die klirrenden Fußketten machten jeden Fluchtversuch sinnlos. Der güldene Bursche trippelte, so schnell er konnte, vor dem Dienstboten her, während er an seinem Gesäß die Spitze des Dolches spürte, die ihn zur Eile antrieb.

Einige Momente später erreichten die Beiden ungesehen die Gemächer des Prinzen.
Fett thronte er auf dem Diwan und leckte sich die dicken kurzen Finger ab, an denen pompöse Ringe prangten. Der Herrscherspross zeigte vor sich auf den Boden. Der Diener drückte den Blondschopf vor. „Auf die Knie, du Unwürdiger!“ ranzte Talos ihn an, und der Diener drückte ihm schmerzhaft die Dolchspitze in den Rücken. „Wie nennt man dich?“ fragte Talos den vermutlich gleichaltrigen Jüngling. „Ich heiße Euros.“ Talos lachte dreckig und verschluckte sich fast an den Resten einer karamellisierten Mandel, die er noch im Mund kaute. „Nein“, sagte er lauernd, „ab jetzt heißt du Sch****zmaul!“ Euros sah ihn schockiert und unverständig an.

Talos riss seinen Umhang theatralisch zur Seite, und Euros wäre beinahe zurückgezuckt, als er sah, dass der Prinz unter seinem Umhang vollständig nackt war. Nur dicke goldene Ketten mit Edelsteinen verliefen über seiner fetten und hängende Brust. Ein umfangreicher Wanst wölbte sich prall in alle Richtungen, und fast verdeckt von der gemästeten Schwarte und den stämmigen kurzen Beinen schaute ein Penis hervor, der steif und dick aus einer wilden Schambehaarung hervorstach wie ein gedrungener Pilz aus einem Kräuterbett.

Der Scherge des Prinzen packte den jungen Mann im Genick und drückte sein Gesicht in seines Herren Schoß. Aufstöhnend wusste der Jüngling nicht, wie ihm geschah, doch schon bald hatte er Talos erigierten Luststab tief im Schlund. Der dicke, kurze Phallus wuchs in die Luft und erinnerte an eine gedrungene Möhre. „Saug daran und leck schön“, forderte Talos mit weibischer Stimme, die ihm eigen war, wenn er erregt war. Er ergötzte sich an der Ungemach von Sch****zmaul und grunzte genießerisch. Der Diener sorgte dafür, dass der Lustsklave seine Aufgabe zu Talos Zufriedenheit ausführte.

Nach nur wenigen Momenten ächzte der fette Königssohn und stöhnte, kicherte und atmete schwer. Eine lauwarme Flüssigkeit schoss Euros zwischen die Lippen, die er überrascht schluckte. Talos lachte über den Gesichtsausdruck seines neuen Spielzeuges: eine Mischung aus völliger Bestürzung und Ekel. „Bring Sch****zmaul weg und sorge gut für ihn“, lachte Talos mit piepsiger Stimme und einem wölfischen Grinsen, wobei seine langen, gelblichen Zähne zwischen den teigigen Lippen auftauchten. Der Diener katzbuckelte vor seinem Gebieter, zog den Jüngling auf die Beine und führte ihn hinaus. Euros Fußfesseln rasselten laut, und doch hörten die beiden das Gekicher des Herrschersohnes noch auf dem langen Gang aus schwerem Marmor.

Er übergab den Jüngling einem anderen Mann, der mit einer weinroten Tunika gekleidet war. „Ich heiße Xeno und werde dich nun in dein neues Heim bringen. Wenn du dich von Wert zeigst, kannst du dir das Wohlwollen der Majestät verdienen. Doch ich warne dich: Sollte Talos mit dir unzufrieden sein, so gnade dir die Todesgöttin.“ Euros verstand kein Wort. Was sollte mit ihm geschehen? Und was hatte der Prinz mit ihm gemacht? Das war ja Liebe unter Männern gewesen! Der Jüngling war völlig verwirrt. Auf jeden Fall hatte es ihm überhaupt nicht gefallen. Besonders, weil Talos so unansehnlich war: dieses gewaltige Doppelkinn, das ihn an einen Pelikan erinnerte; der riesige Wanst, der beinahe seine Oberschenkel bedeckte; die hängenden Brüste, die ihn an den Busen einer stillenden Magd erinnerten; die fettigen Haare und der Mund mit den fleischigen Lippen, den gelben, langen Zähnen, dem ausströmenden Geruch eines Hammels...

Xeno brachte den Lustsklaven in eine luxuriös eingerichtete Kammer, in der er auch baden und sich umkleiden durfte. Es gab einen prunkvollen Diwan, mit feinster Seide bespannt und mehreren flauschigen Kissen bedeckt, einen güldenen Tisch, kunstfertig verzierte Vitrinen, bauchige Sessel und einen gepolsterten Fußhocker. Von der Decke flackerte der Schein eines Kronleuchters, der mit zwölf Bienenwachskerzen bestückt war und den Raum mit bernsteinfarbenem Licht durchzog. Auf einer Anrichte stand eine Schüssel aus braunem Steingut und eine dazugehörige Kanne mit frischem Wasser. Endlich konnte er sich das Gefühl des Unflats aus seinem Mund spülen. Euros wollte kein Sklave sein. Er erkundete das Gemach. Die schwere Tür war von außen verriegelt. Ein Fenster führte in einen Innenhof, doch es war mit schwarzem Schmiedeeisen rautenförmig vergittert. Ohne Erlaubnis kam er hier nicht raus.

Am nächsten Morgen wurde ein armer Bauer vor die Tyrannin geführt. Die Herrscherin trug einen edlen Brokatmantel und Geschmeide aus Gold und Juwelen, der Mann eiserne Ketten an Händen und Füßen, einen zerrissenen Umhang und Lumpen am Leib. Einen Schlappen hatte er von seinem linken Fuß verloren, als ihn die Wachen auf dem Weg zu Megara grob gestoßen hatten. Die zwei Soldaten, die ihn vor die Herrscherin geworfen hatten, standen in ihren Stulpenstiefeln und Lederröcken stramm. Ein auf Hochglanz polierter ziselierter Brustharnisch schmückte die Männer, die ihre Gewandung voller Stolz trugen. Megara saß auf ihrem pompösen Thron und sah einen edel gekleideten Mann fragend an, der auf auf ein Knie sank. „Euer Majestät! Dieser nichtsnutzige Lump will die Steuer nicht zahlen. Wir haben bereits seinen Hof abgebrannt und sein Vieh geschlachtet, aber die Schuld ist nicht gesühnt“, berichtete der Mann in servilem Tonfall. Seine Augen waren zum Marmorboden niedergeschlagen. „Hast du dich vergewissert, dass der Wurm keine Münzen versteckt hat?“ fragte Megara lauernd. Der königliche Beamte antwortete demütig: „Selbstverständlich, Euer Majestät! Wir haben sein Weib vor seinen Augen... verhört.“

Der Bauer schluchzte laut auf. Vor seinem inneren Auge sah er seine entehrte Gemahlin, wie sie den grobschlächtigen Soldaten ausgeliefert war… Sofort erhielt er einen groben Schlag in den Rücken, und ein Wächter fauchte ihn an: „Schweig still!“ Die Monarchin schürzte die Lippen. „Reißt dem Gezücht die stinkenden Lumpen runter. Ich will mich selbst überzeugen!“ befahl sie fordernd. „Sofort, Majestät“, antwortete der Mann speichelleckerisch, der der Geheimgarde der Königin angehörte und Tribute sowie Steuern bei der Bevölkerung eintrieb. Er wies die Wachen unwirsch an, den Befehl auszuführen, die dem Bauern augenblicklich die letzten Kleiderfetzen vom Leib rissen.

Splitternackt stand der arme Mann nun gebeugt vor der Majestät und schämte sich seiner Hüllenlosigkeit. Sein Leib wirkte jünger, sehniger und ansehnlicher, als durch die Lumpen vermutet. Ein spöttischer Zug ging über die grausamen Züge der Regentin.
Der Geheimgardist fragte: „Was soll mit dem Sünder geschehen, Eure Majestät? Sollen wir ihn zu dem anderen Abschaum werfen, auf dass sich der Henker um ihn kümmere? Oder soll er die Gnade eines Sündermals empfangen?“ Megaras Mundwinkel deuteten ein Lächeln an. Doch in ihrer Stimme war so wenig Wärme wie im Geräusch einer Stahlklinge, die über einen Wetzstein schabt. „Nein! Er hat doch vielleicht etwas, was er mir geben kann…“ Der Gardist sah seine Regentin fragend an. Was konnte der Bauer besitzen? Seine restliche Habe hatten längst die Wachen unter sich verteilt. „Bringt mir meinen Leibdiener“, befahl Megara barsch, und eine unauffällige Gestalt, die im dunklen Hintergrund gestanden hatte, eilte beflissen los.

Kurz darauf war die Majestät mit ihrem Leibdiener alleine. „Wascht und kleidet den Bauerntölpel. Dann bringt ihn in mein Schlafgemach.“ Der Leibdiener verbeugte sich huldvoll und entfernte sich rückwärts mit mehreren devoten Verneigungen. Doch vor dem Treffen mit ihrer neuen Gesellschaft hatte Megara noch eine Aufgabe zu erledigen. Sie stolzierte gemach einen Gang entlang und betrat einen Raum, vor dem zwei Wachen postiert waren, die zackig grüßten und die zweiflügelige Tür für ihre Herrscherin öffneten. Megara schlenderte an einer Wand entlang, an der Dutzende Peitschen und andere Schlaginstrumente hingen. Sanft strich sie an den Gerätschaften mit den Fingern einer Hand entlang und wählte dann eine kunstvoll geflochtene Nilpferdpeitsche. Damit stieg sie eine breite Marmortreppe in ein Untergeschoss des Palastes. Wieder salutierte eine Wache in einem kleinen Schildhaus, das in die großen Blöcke der Mauer wie ein Alkoven eingebettet war, vor ihr und begleitete sie mit einer leicht blakenden Fackel eine weitere Steintreppe hinab in die Katakomben unter dem Schloss, die breit verzweigt angelegt waren und auch eine Verbindung zu der Silbermine hatte.

Megaras Ziel war das Peingewölbe für faule Arbeitssklaven. Die Regentin betrat einen unterirdischen Raum, der einer grob geschlagenen Höhle glich, und in dem nur ein fahles Licht der Fackeln die Steinwände erleuchtete. Mehrere Soldaten in Kettenhemden oder Lederrüstung waren anwesend, die stramm standen oder sich tief verbeugten – je nachdem welche Funktion sie ausübten. Megara wurde vom Leiter des Bestrafungskommandos ehrergiebig begrüßt. Dann zeigte der Mann auf eine Reihe in weiße Baumwollbahnen eingewickelte Sklaven, die eng nebeneinander auf dem Rücken lagen. Kleine Schlitze zum Atmen waren gelassen. Ansonsten war fast der komplette Körper von Kopf bis Fuß verbunden – bis auf das nackte Geschlecht! Für jemanden, der diese Ahndung von fehlender Arbeitsleistung bisher nie gesehen hatte, mag sie sonderlich bis bizarr erscheinen. Doch für Megara war dies ein wöchentliches Ruitual und gehörte zu ihrem genehmen Zeitvertreib. Eine Wonne zur Kurzweile, die sie kurz nach dem Tod ihres Gemahls eingeführt hatte.

Die mumifizierte Reihe bestand aus zehn Delinquenten. „Es möge beginnen“, befahl Megara knapp und beobachtete, wie eine gewaltige Holzapparatur in den Raum gerollt wurde. Die Eisenräder quietschten, und die Soldaten ächzten unter dem wahrhaft gewaltigen Gewicht. Über der stabilen Holzkonstruktion brannte ein Feuer auf einer massiven Eisenplatte. Darüber wiederum hing eine bauchige kupferne Wanne.

Jetzt schwenkten Helfer mehrere kleine Rohre, die mit der Wanne verbunden waren, über die Delinquenten: zehn Stück – also für jeden Sklaven ein Rohr. Ein Soldat meldete: „Es ist soweit.“ Megara nickte zufrieden und trat noch einen Schritt näher, um alles genau überblicken zu können. Der Soldat drehte ein Rädchen an der Konstruktion, das sämtliche zehn Ventile an den Röhrchen öffnete. Die Flüssigkeit aus der Wanne strömte durch die Wege zu den Sklaven und ergoss sich heiß über deren Männlichkeit. Trotz der Baumwollbahnen über ihren Gesichtern, gellten die hellen Schreie durch das Gemäuer, und gleichzeitig war das ausgelassene Lachen der belustigten Majestät zu vernehmen. Die Mumien wackelten und zappelten in ihrer restriktiven Fesselung, als wollten sie einen einstudierten Tanz aufführen.

In Kürze waren zehn Gemächte bedeckt mit elfenbeinfarbendem Wachs. Aus den Röhren tropfte der Rest, dann war die Wanne leer. Megara befahl: „Bringt den faulsten unter ihnen zum Strafpflock.“ Dann strich sie mit einer Hand über ihre Leder-Peitsche und spürte dabei ein wohliges Gefühl. Sie betrat einen Nebenraum, der exklusiv und prunkvoll eingerichtet war und gar nicht zu dem Kerkerraum passen wollte. Hier widmete sich Megara einem ausgiebigen Bad, das nach kostbaren Aromen duftete. Völlig entkleidet stieg der königliche Leib die mit einem Mosaik verzierte Treppe in das Becken und genoss das erfrischende Wasser. Ihre prallen Brüste streckte sie nach vorne, und dann schwamm sie ein wenig im Becken und planschte herum. Die langen Haare waren auf dem Kopf zu einem beeindruckenden Turm aufgedreht, damit sie nicht von der Nässe besudelt wurden.

Im ganzen Reich herrschte massive Wasserknappheit, doch hier im Palast der Herrscherin gab es zwei große Brunnen, die nur der königlichen Familie zur Verfügung standen.
Wäre Megara nicht so verschwenderisch mit dem kühlen Element umgegangen, hätte sie damit einen ganzen Landstrich versorgen können. Doch ihr gewaltiger Lustgarten musste bei den hohen Temperaturen mehrfach am Tage begossen werden: der Zierrasen, die Beete mit bunten Blumen, die Klettergewächse... Und auch die insgesamt vier Schwimmbecken im Schloss sollten sauber sein, so dass das Wasser nach Gebrauch stets ausgetauscht wurde. Alleine dafür benötigten die Angestellten einen beachtlichen Teil des gesamten Vorkommens. Davon hätten sich Dutzende Familien versorgen können, die stattdessen mit trockenen Kehlen darbten. Aber war es nicht nur angemessen, wenn ein so kostbares Gut der edelsten Dame und Allmächtigen des Reiches zustand? Warum es für niederes Gewürm verschwenden? Wäre das nicht verantwortungslos gewesen?

Während Megara sich und ihre Gedanken im Bad treiben ließ, hätte ein stiller Beobachter bemerkt, wie die Tyrannin leise zu stöhnen begann und ihre Augen schloss, wie sie verkrampfte und schließlich laut stöhnend und dann genießerisch seufzend zum Rand des Beckens schlenderte, um aus den Fluten zu steigen, ein verklärtes Lächeln im Gesicht, noch trunken vom ekstatischen Hochgefühl. Im Anschluss zog sich Megara ihre kostbaren Gewänder über und band einen samtenen Umhang mit einer goldenen Brosche vor ihrer Brust zusammen.

Ihr nächstes Ziel war der Strafpflock: Ein dicker Holzstamm mit etwa einer Elle Durchmesser. Ein Sklave, der sein Soll nicht erfüllt hatte, war bis auf ein paar Baumwollbahnen über seine Hüfte nackt und umarmte den Stamm breitbeinig. Füße und Hände waren mit dicken Ketten auf der anderen Seite fixiert.

Megara ließ wieder die Peitsche liebevoll durch ihre Hand gleiten, wie man vielleicht einem Kind übers Haar streichelte, und schwang gekonnt den Lederriemen durch die Luft. Bald knallte der erste Hieb auf dem Rücken des Mannes, der dumpf aufgrunzte, als der höllische Schmerz auf seinem Fleisch explodierte. Dann zischte der Riemen erneut. Und wieder. Und wieder. Die Geißel hungerte nach mehr. Megara arbeitete sich den Rücken hinab und hinterließ ein furchtbares Muster, das ihre Lust nährte.

Die Schreie des Mannes wurden unter dem beißenden Leder immer lauter und erbärmlicher, dann schließlich erschöpfter und kraftloser und leiser. In der Folge peitschte sie den Lendenschurz des Mannes hinunter und zauberte zielgenau eine Verzierung auf das blanke noch jungfräuliche Gesäß, als wollte sie die Signatur eines Künstlers an ihrem Werk anbringen. Längst winselte der Sklave um Gnade, aber Megara schien dadurch nur zu kraftvolleren Schlägen motiviert zu werden. Erst als ihr Arm lahm zu werden dräute, warf sie die Peitsche einer Wache vor die Füße und sagte: „Lasst ihn noch eine Weile mein Geschenk genießen. Anschließend zurück mit der Made in die Mine.“ Die Kreatur sollte nicht länger als nötig mit ihrer Anwesenheit den Palast beschmutzen.

Megara war nun bereit für ihr neuestes Spielzeug. Sie steuerte ihr Schlafgemach an und war neugierig, was sie dort erwartete. In Vorfreude zeichneten sich ihre Brustwarzen straff und hart unter dem edlen Stoff ab, der ihren königlichen Leib umschmeichelte. Der Bauerntölpel würde ein herrlicher Spaß werden. Wenn sie ihn aus seinen neuen Kleidern blätterte, würde ihm vielleicht frösteln. Glühende Kohlen könnten ihn wärmen... Er hatte schon Hof und Weib und Hab verloren, aber er hatte doch noch so vieles zu schenken: seine Würde, seine Schreie, seine Hoffnungen, sein Flehen, sein Leben...
Viele Grüße von prallbeutel
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+++ Die gemeine Miriam +++ Ralfs neues Leben +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Die Erben +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
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+++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Das Abschiedspräsent +++

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  RE: Das Reich der Megara (Neuauflage) Datum:01.01.18 18:19 IP: gespeichert Moderator melden


Was für ein Aas diese Megara. Allerdings hat sie durchaus kreative Einfälle zur Folterung der Sklaven.
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  RE: Das Reich der Megara (Neuauflage) Datum:07.01.18 12:03 IP: gespeichert Moderator melden


Am nächsten Tag ließ sich der fette Prinz Talos mit seiner goldenen Sänfte über die Felder tragen. Er wollte die neuesten Sklaven begutachten. „Erleuchte mich! Arbeiten sie fleißig, Atropos?“ fragte er seinen Begleiter, der die Oberaufsicht über die Feldarbeit hatte. „Sehr wohl, Majestät“, antwortete Atropos in seinem harten Lederharnisch, „die Sklaven erreichen ihr Soll.“ Talos wedelte gelangweilt mit seinen dicken, beringten Fingern vor seinem Gesicht herum: „Ach was! Macht dem Gewürm Beine! Ich will, dass es nicht so faul auf der Haut liegen.“ Atropos verneigte sich demütig und gab einem Wächter die entsprechenden Kommandos. Daraufhin setzten sich mehrere Soldaten sofort in Bewegung und trieben die Arbeiter ambitioniert zu größter Eile an.

Als ein Sklave dabei stolperte und mit der ganzen Länge nach in den Dreck fiel, zog ein narbengesichtiger Wächter seine Rute und hieb auf den Liegenden ein, bis der humpelnd aufsprang und wieder weiterschuftete. Talos lachte meckernd über das Ungeschick. Dann verschluckte er sich und räusperte sich hustend. „Damit der Sklave nicht wieder hinfällt, soll er ab heute nur noch kriechen. Habt Ihr das verstanden?“ Atropos befleißigte sich, dem Prinzen schnell zu antworten. Wächter fixierten daraufhin an dem Sklaven perfide Ketten, die ihn in eine kriechende Stellung zwangen.

Atropos wagte den vorsichtigen Einwand: „Bedenkt Majestät, der Sklave wird so sein Soll nicht erfüllen können.“ Talos warf seinem Untertan eine Dattel von seiner goldenen Obstschale an die Stirn und erwiderte verdrießlich: „Dummkopf! Dann wird er dafür eben bestraft.“ Wieder lachte Talos meckernd und winkte lässig aus dem Handgelenk, auf dass die Sänfte weiter getragen wurde, die greinenden Laute eines Sklaven hinter sich lassend.

Die Männer, die die Griffe hielten, ächzten leise und marschierten stampfend unter dem beachtlichen Gewicht der Sänfte und des Herrschersohnes vorwärts. Abas und sein neuer Freund wurden heute mit zahlreichen anderen Sklaven, die alle mit Eisenketten aneinander gebunden waren, auf die Felder gebracht. Da das Sprechen streng verboten war, flüsterte Abas leise Skiron zu: „Warum arbeiten wir heute nicht in der Mine?“ Skiron wartete ab, bis ein Wächter weitergegangen war, dann antwortete er leise: „Ab und zu tauschen sie die Arbeiter aus. Aber freu´ dich nicht zu früh: Auf den Feldern bist du den ganzen Tag der brutalen Sonne ausgesetzt. Und die Feldknechte haben ein bestimmtes Soll zu erfüllen. Wer das nicht schafft wird von Megara hart bestraft und…“ „Ruhe da, oder es setzt Hiebe“, brüllte ein bulliger Wächter von hinten, der nur deshalb nicht gleich zugeschlagen hatte, weil er zu bequem war, zu den beiden Übeltätern zu laufen. Er gehörte zu den Wachen, die nicht ritten, sondern neben der Sklavenkolonne herliefen, mit langen Peitschen bewehrt, um für das geforderte Tempo der Gruppe zu sorgen und sie in Reih und Glied auf dem staubigen Weg zu halten.

Die Kolonne wurde unter der brütendheißen Sonne auf ein Feld geführt, wo endlose Reihen von Baumwollpflanzen standen. Die Aufgabe der Sklaven war es, die Baumwolle zu pflücken und große Weidenkörbe damit zu füllen. Noch stand das Tagesgestirn tief, denn es war früher Vormittag. Trotzdem herrschten schon kaum zu ertragende Temperaturen. Gegen Mittag würden die Sklaven nach Wasser schreien. Skiron wusste: Die Aufpasser würden den Leibeigenen nur wenige Schlucke gewähren, die lediglich verhinderten, dass die Sklaven vor Erschöpfung und quälendem Durst umkippten.

Bis zum Abend stand ihnen die reinste Hölle bevor. Dagegen war die Schufterei in der Mine noch ein Kinderspiel gewesen. Aber Skiron wollte seinem neuen Freund Abas nicht zu sehr Angst und Bange machen. Er würde es noch früh genug erfahren. Der Tag sollte kein Deut weniger schlimm werden, als befürchtet. Die Wärter tranken ständig aus ihren Wasserschläuchen – peitschen war ja so anstrengend. Und die Arbeiter erhielten aus einer verbeulten Metalltasse winzige Portionen, in die einige der besonders rauen Gesellen zuvor spuckten. Abas war am Ende seiner Kräfte, als es endlich auf den Rückweg in die Festung ging. Jeder Muskel, jeder Knochen in seinem Leib schmerzte höllisch. Mit letzter Mannhaftigkeit stolperte Abas in seine schmutzige Zelle und fiel auf dem mit Stroh bedeckten Boden nieder. Um sich auf die Pritsche zu legen, dazu fühlte er sich zu verzehrt.

Auch in den folgenden Tagen änderte sich nichts an den unbilligen Umständen. Die drakonische Plackerei auf den Feldern laugte ihn völlig aus. Doch versuchte er stets, sein Soll zu erfüllen. Denn mehrmals hatte er gesehen, wie die Wärter die Schwachen, die einfach nicht mehr konnten, prügelten, bis diese entweder wieder an die Arbeit gingen oder abtransportiert wurden. Skiron hatte nur den Kopf geschüttelt, als Abas ihn gefragt hatte, wo diese armen Kreaturen hingebracht würden. Gab es ein Lazarett für diese armen Geschöpfe? Aber die vielen aufgehängten Käfige vor der Festung mit den Skeletten darin sprachen Bände darüber, wie sich Autokratin Megara ungewünschter Untertanen entledigte.

Nach fast zwei Wochen hatte sich Abas mit der aufreibenden Feldarbeit abgefunden. Sein Körper war kräftiger geworden, wiewohl die spärlichen Mahlzeiten nur wenig nahrhaft waren. Doch statt abzumagern und zu zerbrechen, führte die Tagesroutine und seine Willensstärke dazu, dass seine Muskeln wuchsen, sein Körper sehnig und athletischer und seine Hände härter wurden.

Bald schon gehörte Abas zu den stärksten Sklaven und erhielt kaum noch Schläge der Wächter, denn er erfüllte sein Soll zuverlässig. Trotzdem litt er voller Mitleid unter den Qualen, die seine Gefährten erdulden mussten. Die perfiden Strafen der Aufpasser waren vielfältig und die Kreativität ihres Sadismus schien kaum Grenzen zu kennen. Einen Arbeiter hatten sie sogar in ein Geflecht von Ketten gesperrt, so dass er nur kriechend zu der auszehrenden Plackerei kommen konnte und so auch schuften musste.

Jeden Tag erhielt diese traurige Figur vor dem Abend von mehreren Wächtern eine Abreibung, weil er auf allen Vieren nicht schnell genug gewesen war. Dazu stellten sich die Männer mit ihren Prügelstöcken und Peitschen in zwei gegenüberstehenden Reihen auf, durch die der Arme kriechen musste. Bei diesem Spießrutenlauf krabbelte der Mann trotz seiner wunden Hände und Knie so schnell wie ein Wiesel und brüllte vor Angst und Schmerz. Später dann brabbelte er in einem Monolog davon, dass er am nächsten Tag mehr leisten würde. Seine Augen waren aufgerissen, sein krummer Körper wiegte sich hin und her. Abas dauerte der Sklave und konnte dem grausamen Geschehen nicht zusehen und drehte den Kopf jedes Mal weg.

Doch nach mehreren Tagen - der Sklave war immer schwächer geworden und würde wohl spätestens Morgen abtransportiert werden – fiel Abas auf, dass ein Wärter nur mimte, als schlüge er zu. Hatte er da einen Wohltäter gefunden? Konnte das möglich sein? Ein bisschen Menschlichkeit unter diesen mitleidlosen Bestien? Diesen brutalen Monstern? Frönte der Mann einem hehren Ziele? So gut er konnte, beobachtete Abas seit diesem Augenblick diesen Wachmann, einen klein gewachsenen, fast zierlichen Burschen, der nie seinen Helm abnahm und dazu noch einen Seidenschal vor dem Gesicht trug, der ihn vor dem feinen Sand schützte, der besonders bei Westwind über die Felder jagte. Der Wachmann gehörte zu einer Spezialeinheit, was Abas durch das rote Wappen auf dem Gewand erkannte. Solche Uniformen hatte er unter den Kerkerwächtern gesehen.

Und der Bauernjunge sollte recht behalten: Am Abend erkannte er den kleinen Mann wieder, wie er mit anderen seiner Einheit vor Abas Zelle patrouillierte. Später am Abend, die Wachen hatten sich zurückgezogen, wurde die schwere beschlagene Tür zum Zellentrakt erneut geöffnet. Abas glaubte seinen Augen nicht: Der kleine Wachmann kam alleine und schloss Abas Gitter auf. Mit gezücktem Schwert deutete er an, Abas möge keinen Laut von sich geben und vorangehen. Er gehorchte wortlos und spürte pieksend die scharfe Schwertspitze in seinem nackten Rücken. Seine Fußketten klirrten und schabten auf dem rauen Steinboden.

Der Weg führte einen Gang entlang, dann zweigten die Beiden in einen kleineren Flur ab und verschwanden hinter einer Tür in einem kleinen dunklen Raum, der völlig leer zu sein schien. Doch dann hörte Abas hinter sich das entzündende Geräusch einer Fackel, die die Umgebung erleuchtete. Er wagte es, sich umzudrehen, doch sofort drohte der Wächter mit eigentümlicher Stimme: „Leg dich auf die Liege da! Und die Hände über den Kopf!“ Abas gehorchte. Er trug immer noch Fuß- und Handketten, die weit genug waren, dass er damit auf den Feldern arbeiten konnte. Der Wächter hakte die Hand- und Fußketten mit Schlössern an der Liege fest, so dass Abas nun mit den Händen oberhalb seines Kopfes und ausgestreckten Beinen hilflos da lag. Sollte er bestraft werden? Wofür?

Er hatte immer sein Soll erfüllt. War es sadistische Willkür? Hatte er sich in dem Menschen geirrt? Abas wollte protestieren, doch schon fühlte er das blitzende Schwert an seiner Kehle. „Keinen Mucks, oder du bist tot!“ Der junge Sklave schluckte nervös und versuchte auf das Schwert unterhalb seines Kinns zu starren. Er fühlte die Spitze und wusste, dass die Schneiden der Schwerter so scharf waren, dass ein Recke sich damit problemlos rasieren konnte.

Doch was machte der Wärter nun? Er legte den Waffenrock ab und knöpfte sich das Wams auf. Dann löste er den Gürtel seiner Pluderhose. Abas wurde heiß. Er war in die Fänge eines… eines….. Ihm fehlte das Wort. Doch hatte er schon von verbotenen Ritualen zwischen Männern gehört, die…. Es war nicht auszusprechen! Es war Frevel! Abas betete zu den Göttern. Nein! Es durfte nicht geschehen! Lieber würde er für immerdar und bis in alle Ewigkeit als Feldsklave schuften, als Opfer dieser schändlichen Sünde zu werden!

Zur gleichen Zeit einige Etagen höher vergnügte sich der fette Kronprinz Talos mit seinem Blondschopf Euros. „Los, Sch****zmaul, hüh-hott! Lauf, vorwärts!“ Der dicke Sohn der Herrscherin hatte sich auf den zierlichen blonden Jüngling gesetzt und ließ sich durch die Gemächer reiten. Lachend und mit einer kleinen Gerte bewaffnet, trieb er den nach Atem schnaufenden und unter der schweren Last zitternden Euros über den harten, kalten Marmorboden. Talos war nur mit einer kurzen Tunika bekleidet, und seine gewaltigen Hüften und Hinterbacken drückten nackt auf Euros Rücken. „Los, Sch****zmaul! Vorwärts!“ Talos kicherte und hielt Euros blonde Locken als Zügel in den kurzen dicken Fingern, die durch die überdimensionierten und mit Edelsteinen besetzten Goldringe noch plumper und wurstiger wirkten.

Bald brach Euros unter dem enormen Gewicht des Prinzen zusammen, aber Talos stand wütend auf und schlug wild mit der Gerte auf den splitternackten Sklaven, der lediglich einen Keuschheitsgürtel trug. Sein Reittierchen umklammerte seine Unterschenkel und schützte sich in der Embriostellung. „Wirst du wohl aufstehen, du fauler Hund! Dir werde ich es zeigen, unter Prinz Talos wegzuknicken und ein Nickerchen einzulegen!“, schalt er sein Pony. Als die Gerte zubiss, zappelte Euros hilflos auf dem Boden und änderte verzweifelt seine Position, um dem Schlaginstrument auszuweichen, aber er hatte keine Chance. Erst als Talos sich verausgabt hatte, und besonders der kleine Po des Jünglings rot vor Striemen war, die bereits anschwollen, begnügte sich der Adelsspross mit der Bestrafung und zerrte den Kopf seines Untertans zwischen seine Beine. „Los, Sch****zmaul! Zeige mir, was du vergangene Woche gelernt hast!“ Als Euros devot und fatalistisch seinen Mund öffnete und Talos kurzen und stark behaarten erigierten Penis aufnahm, kicherte der Prinz hell auf, wie es seine Art war, wenn er erregt war.

Abas zitterte vor Angst. Der Wachmann hatte seine Pluderhose ausgezogen. Was für Beine der Mann hatte! Kein einzige Haar war zu sehen. Die Haut war zart, wie die einer Dame. Dann lüftete der Wärter endlich den Seidenschal. Abas sperrte vor Überraschung den Mund weit auf. Der Mann sah aus wie… ein Weib. Als er/sie sein/ihr Hemd ausgezogen hatte, war Abas sich sicher: Er hatte es mit einer jungen Lady zu tun. Die kleinen, runden und festen Brüste bewiesen es endgültig. „Guck nicht so, als hättest du einen Geist gesehen!“ schalt die Frau, die nun näher an die Liege trat. „Ich heiße Leda.“
Jetzt war die Stimme plötzlich eine Oktave höher als zuvor und hatte vermutlich ihre natürliche Klangfarbe bekommen.

„Du…du bist eine Frau“, stammelte Abas. Leda lachte leise. „Ja. Hast du das auch schon gemerkt? Auch Frauen dürfen als Wachen arbeiten. Warum auch nicht?“ Abas konnte nur staunen. Aber was wollte die junge Frau von ihm? Seine Miene schien die Frage deutlich auszudrücken, denn Leda kicherte: „Was glaubst du wohl? Ein hübscher Bursche wie du?“ Abas blieb der Atem weg. Dann bewegte sich das holde Weib gemach zu ihm und strich ihm zärtlich durch das Haar. Abas wusste nicht, wie ihm geschah.

Schon lag Leda bei ihm und liebkoste den durchtrainierten Körper des Jünglings. Abas genoss die Berührungen, spürte plötzlich einen Kuss, als sich ihre Zungen vereinten. „Du bist wunderschön“, hauchte Abas seiner Leda entgegen. Ein famoses Feuer entflammte in seinen Lenden, so heiß, wie er es noch nie in seinem Leben erlebt hatte. Doch dann erinnerte er sich an den Keuschheitsgürtel. „Wir können uns nicht lieben“, sagte Abas niedergeschlagen. Leda fragte: „Du meinst, weil eine Wächterin keinen Sklaven lieben darf?“ Abas schüttelte den Kopf. „Nein. Schau doch. Ich habe wie alle Sklaven einen Panzer um meine Männlichkeit.“

Abas fürchtete schon, Leda wüsste nicht, dass er sein Gemächt benötigte, um Liebe zu machen. Aber Leda stieg von Abas ab und hielt plötzlich einen Schlüssel in der Hand. „Ich bin Kerkerwächterin. Daher habe ich hier für alles Schlüssel.“ Mit diesen Worten kniete sie neben ihm nieder und steckte den gezackten Metallstift in den Keuschheitsgürtel und drehte das Schloss: Es sprang auf, und Abas Penis drückte den Gürtel ungeduldig zur Seite, denn Ledas Blöße hatte ihn stark erregt.

Ein Lächeln stahl sich in Ledas Gesicht. Sie stieg wieder auf den Burschen und setzte sich rittlings auf ihn, beugte sich vor und küsste ihn ganz ungeniert. Dem jungen Mann wurde blümerant. War er im Paradies der Götter? Diese junge Lady saß entblößt auf seiner Männlichkeit, und… Jetzt griff Leda nach seinem Lustspender und ließ ihn in ihre… Wie nannte man die Weiblichkeit in ihrem warmen Schoß? Abas stöhnte auf und verkrampfte, spürte die Hitze und das feuchte, zarte und enge Fleisch der Venus. Es war so wunderschön! Leda bewegte ihre Hüften und stöhnte ebenfalls auf. Abas Luststab bewegte sich in ihr und bereitete beiden größtes Vergnügen.

So ging es weiter und weiter, und das Paar näherte sich einem ekstatischen Finale. Abas atmete schwer, seine Hände ruhten auf den Seiten der Wärterin, nach und nach rutschten sie weiter zu den herrlichen Pobacken, die sich auf und ab bewegten und lustvoll spannten. Und dann wurde Abas ganz sonderbar: Er musste einen Schrei unterdrücken und hielt die Luft an, als er Leda tief in ihre schönen Augen starrte. Ein kräftiges Gefühl durchströmte ihn, ein Widerspruch eines süßen Mahlstroms gleich, und er goss seinen Samen in die Frucht des Weibes. Leda machte ein leises Geräusch, das sich anhörte, als habe sie Schmerzen, und Abas sah erschrocken zu ihr, doch Leda lächelte mit offenem Mund und küsste ihn erneut. Leidenschaftlich. Sie vereinten ihre Zungen begierig und voller Temperament.

Erst nach einer Weile, in denen sie sich liebkost und geküsst hatten, löste sich Leda von dem Gefesselten und brachte den Keuschheitsgürtel wieder an. „Das hier brauche ich wohl nicht, oder?“ fragte sie und zeigte auf ihr bedrohliches Schwert. Abas schüttelte den Kopf und zog sich bereitwillig seine wenigen Kleider an. Die Enge im Keuschheitsgürtel war so sehr anders, als die wohltuende Weiblichkeit von Leda. Sein Mannesgefängnis war kalt und ließ sein bestes Stück einsam und traurig zurück. Leda rüstete sich in ihre Uniform und brachte ihren heimlichen Liebhaber zurück in seine Zelle. Ein letzter eher flüchtiger Kuss, dann schloss die Wärterin die Tür seines neuen Heims. Abas spürte noch immer die Nachwehen seiner befreiten Manneskraft, doch umso brutaler war der Gegensatz in seinem Zuchtgürtel.

Im Palast vergnügten sich die selbstherrliche Herrscherin und ihre Entourage bei einem „Arena-Abend“. Im Westflügel des Schlosses lag ein großer Saal, der wie ein antikes Theater oder ein römischer Zirkus gebaut war. Königin Megara saß in einer prunkvollen und mit Obsidian verkleideten Loge und eröffnete zu dieser späten Stunde die heutigen Sklavenkämpfe. Hierzu mussten ausgewählte Sklaven antreten, die entweder das Pech hatten, gut gebaut zu sein und für Megara daher einen Augenschmaus bedeuteten, oder den Wächtern negativ aufgefallen waren. Der Potentatin waren gewöhnliche Zweikämpfe schon seit geraumer Zeit langweilig geworden. Deshalb mussten sich die Soldaten immer wieder etwas Neues einfallen lassen.

Besonders amüsant fand das Königshaus, wenn mehrere schwache Sklaven gegen einen besonders starken und großen Kämpfer antraten. Üblich waren scharfe Waffen wie Schwerter, Äxte, Beile, Dreizacke, Lanzen und Dolche; gegen blutrünstige Spektakel hatte Megara nichts einzuwenden, aber unterhaltsamer fand sie es, wenn die Athleten mit Öl eingerieben wurden und auf einem flachen Becken mit weiterem Öl nur mit ihren nackten Leibern kämpften. Sieger war, wer den Gegner für mindestens zehn Herzschläge auf den Rücken zwang. Regeln gab es ansonsten keine.

Da die Kämpfe am Abend bei Dunkelheit veranstaltet wurden, erhellten Dutzende blakende Fackeln an den Wänden den Saal. Die Flammen beleuchteten Megaras grausames Gesicht in einer Weise, die es in eine diabolische Fratze verwandelte. Aber auf diese Details achtete niemand. Die Zuschauer feierten die Kämpfer und schlossen Wetten über den Ausgang ab. Reichlich Wein floss aus bronzenen Kelchen die Kehlen hinab.

Bald wurden die ersten drei Geschöpfe in die Arena geführt. Wächter mit härenen Umhängen pieksten die Kämpfer mit ihren geschärften Hellebarden in die Allerwertesten und trieben sie so vorwärts. Sie waren splitternackt, was die weiblichen Zuschauerinnen in ihren pelzverbrämten Seidenkleidern begeistert pfeifen und jubilieren ließ. Auch Prinz Talos Schweinsäuglein leuchteten, als er von einem Gemächt zum anderen blickte.

Und dann erschien der Gegner: Ein muskulöser Mann, der mindestens einen Kopf größer und deutlich breiter und kräftiger war als seine drei Konkurrenten, die ob der kraftstrotzenden Erscheinung ein jämmerliches Bild abgaben. Ein Raunen ging durch die Sitze, denn die feinen Damen des königlichen Hofes hatten so einen gut gebauten Mann niemals zuvor gesehen. Und insgeheim starrten sie auch auf das gewaltige Gemächt des Riesen und spürten, wie es eine wohlige Wärme und ein Prickeln in einigen ihrer Körperregionen verursachte.

Der Prinz grinste dümmlich, als er den massigen Penis und die voluminösen Hoden sah, aber dann verfinsterte sich sein Blick, als er daran dachte, wie klein doch sein eigenes Gemächt gegen das des Adonis war. Sollten die drei Anderen den Gorilla niedermachen! Ihn entmannen und auf den Prahlhans speien! Unbewusst knüllte und drehte er am Tüll seines Gewandes, als wolle er ein armes Geschöpf garottieren. Pikiert schob er seine Unterlippe nach vorne wie ein beleidigtes Kind und sah zu seiner Mutter, die mit einem Zeichen den Kampf eröffnen würde. Dem stolzen Sieger winkten eine bevorzugte Behandlung und vielleicht sogar die Freiheit. Der Verlierer wurde öffentlich bestraft. Auch das war ein Teil der Arenakämpfe, auf den sich viele der Anwesenden bereits freuten. Megara hob ihre rechte Hand und ließ den Arm wieder fallen – das Zeichen, dass der Kampf beginnen sollte. Ihr Perlmuttarmband blitzte dabei im Licht der Fackeln auf. Sofort stürzten sich die drei Sklaven auf den Riesen.
Viele Grüße von prallbeutel
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+++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Das Abschiedspräsent +++

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  RE: Das Reich der Megara (Neuauflage) Datum:12.01.18 19:00 IP: gespeichert Moderator melden


Aber selbst der gemeinsame Schwung reichte nicht aus, um den Gladiator zu fällen. Als prallten sie gegen eine Wand, kamen sie vor dem Riesen zum Halten und klatschten in den öligen Unrat des Kampfpfuhls. Der Recke packte zwei von ihnen am Nacken und zwang sie mit ihren Köpfen bis auf den Boden in die Ölpfütze. Dann gab er den einen wieder frei und presste dafür den anderen mit aller Kraft auf den Rücken und stieg auf den zu Boden gerungenen mit seinen fast drei Zentnern Gewicht hinauf, um ihm den Garaus zu machen. Während die beiden übrigen verzweifelt versuchten, den Riesen nach hinten auf den Rücken zu zwingen, blieb der Gigant aufrecht sitzen, bis der Kampfrichter den Sklaven erlöste. Allerdings war der Mann damit ausgeschieden und erwartete ein dunkles Schicksal.

Jetzt wurde es noch schwieriger für die beiden verbliebenen Sklaven, gegen den Fels von einem Koloss zu bestehen. Ein Sklave lenkte den Hünen ab, während der andere von hinten auf den Gegner sprang und seinen Unterarm fest um dessen Hals schraubte und ihn würgte. Der Riese wedelte mit den Armen und wäre beinahe nach hinten umgekippt. Er versuchte den kleineren Sklaven abzuschütteln, aber der krallte sich fest und nahm dem Goliath nach und nach die Luft zum Atmen. Der Sklave hing an dem Gegner wie ein Bullenbeißer. Der andere Sklave rammte den Konkurrenten nun von vorne und prallte mit seiner Schulter genau in das gewaltige Gemächt. Jetzt endlich sank der Muskelprotz aufbrüllend auf die Knie. Jubel brandete aus den Zuschauerreihen auf. Die Damen des Königshauses klatschten aufgeregt in ihre Händchen. Was für ein Spektakel! So einen Giganten hatten sie schon lange nicht mehr in der Arena gehabt.

Der Kleine, der den Riesen gefällt hatte, setzte direkt nach: Mit einem kräftigen Ellbogenstoß in das Gemächt des Mannes sorgte er für einen weiteren Schmerzensruf.
Inzwischen war der Kopf des Goliath rot angelaufen, denn noch immer hatte er den anderen Gegner an seinem Hals hängen. Eine Halsader stand vor Anstrengung prall hervor. Da packte er mit seinen Pranken über seinen Kopf nach hinten und riss den Sklaven mit unglaublicher Kraft über sich und wirbelte ihn mehrere Schritte weit durch die Luft wie ein Säckchen Ähren.

Endlich hatte er sich von dem Plagegeist befreit. Der Sklave klatschte in das fußtiefe Öl, dass es nur so spritzte. Der Hüne schnappte sich nun den anderen Gegner, der zwei Mal sein Gemächt malträtiert hatte und zwang ihn auf den Boden. Jetzt kam die Gelegenheit für seine Revanche: Mit einer Pranke hielt er den Mann an der Kehle auf dem Boden, mit der anderen Faust hieb er dem Liegenden in dessen Juwelen. Ein schriller Schrei entfuhr dem Sklaven, was bei den Damen auf den Rängen ein jubilierendes Kichern auslöste. Der Gepeinigte drehte sich mit angezogenen Beinen auf die Seite. Aber der Riese riss ihn zurück auf den Rücken und warf sich mit seinen drei Zentnern auf sein Opfer.

Nach zehn Wimpernschlägen war es auch für diesen Unglücklichen vorbei. Er wurde von vier Wachen unter dem Jubel der Zuschauer aus der Arena geschleift. Jetzt blieb nur noch ein Gegner für den Koloss übrig. Vorsichtig umkreisten sich die Beiden wie zwei konkurrierende Raubkatzen. Schneller, als man es ihm zugetraut hätte, sprang der Riese nach vorne und umschlang seinen Konkurrenten mit einer Umarmung wie ein Bär, der seine Beute zerquetschen will. Er hätte die Kraft gehabt, Rippen bersten zu lassen...

Doch seine ganze Kraft nützte ihm nichts, denn das Öl machte die Körper der Kämpfenden glitschig, so dass der Sklave dem Griff, der ihn ins Todesreich geführt hätte, entkommen konnte. Schnell krabbelte der Sklave durch die Beine des massigen Gegners, und noch bevor dem Muskelmann klar wurde, was da gerade geschehen war, explodierte erneut ein Treffer in seinem Gemächt. Erschrocken brüllte der Riese auf und sank erneut in die Knie. Der Gigant erholte sich jedoch schnell und sprang wütend auf, drehte sich zu dem anderen um und sprang erneut auf ihn zu. Allerdings war der Sklave zu flink, sich fangen zu lassen und wich dem Großen immer wieder aus.

Die Fräuleins in ihren Seidenkleidern und Brokatumhängen auf den Rängen gaben aufgeregte Schreckensrufe von sich, als der Koloss den Kleinen beinahe erwischte. Das Lager spaltete sich: Die einen gönnten dem Riesen einen Erfolg, die anderen hatten Mitleid mit dem Sklaven. Die Gebieterin Megara verfolgte das Katz-und-Maus-Spiel und nippte nebenbei an ihrem goldenen Kelch mit dem schweren Rotwein.

Aber dann fiel der Sklave auf eine Finte des Riesen ein und wurde an einem Arm gepackt. Jetzt gab es kein Entkommen mehr. Der Mann zerrte wie verrückt an seinem Arm, doch der Riese zerquetschte ihm fast das Handgelenk. Elle und Speiche knackten verdächtig. Er zog seine Beute zu sich heran und schleuderte ihn mit grober Gewalt auf den Rücken. Er setzte sich auf sein Opfer und wartete die zehn Herzschläge ab. Der Sklave unter ihm zappelte mit letzter Kraft, aber den Giganten konnte er nicht abschütteln.

Nun wurde auch der dritte Sklave weggebracht. Der Sieger wendete sich zur Königsloge, kniete sich in den Staub und verbeugte sich tief. Megara verkündete: „Du sollst drei Jungfrauen erhalten, Kämpfer. Du hast sie dir verdient.“ Der Hofstaat und das weitere Publikum ließen einen aufbrausenden Applaus ertönen. Der Gladiator dankte Megara für ihre Gnade mit noch tieferen Verbeugungen, so dass sein Gesicht den Boden berührte.

Doch damit war der Arena-Abend noch nicht beendet. Eigentlich ging es gerade erst los. Die drei Verlierer wurden von armierten Wachen in die Arena zurück gebracht und nebeneinander mit ausgebreiteten Armen und Beinen auf dem Boden mit Pflöcken festgebunden, so dass sie wie drei große X aussahen. Dann kam der Scharfrichter: Ein schwarz gewandeter Mann mit einem blitzenden Silberdolch bewaffnet. Auf seinem Umhang prangte ein großer silberfarbener Greif. Er verbeugte sich demütig vor seiner Herrscherin und schritt dann zu dem ersten der Männer. Der Scherge kniete zu dem Sklaven hinab und zog seine scharfe Damast-Klinge. Dann griff er um den Hodensack des Verlierers und sah fragend ins Publikum.

Dutzende Daumen richteten sich an den ausgestreckten Armen nach unten: Keine Gnade sollte es für den Sklaven geben. Die letzte Entscheidung hatte die Majestät. Auch sie gab das erbarmungslose Zeichen. Der Sklave plärrte und zerrte an den Fesseln. Aber er konnte nur entsetzt zusehen, wie der Häscher seinen Dolch senkte und an den Hodensack des Sklaven ansetzte. Der Jubel des Publikums wurde so laut, dass die Angstschreie des Sklaven darin versanken. Prinz Talos reckte seinen Hals und grinste breit. Sein Mund öffnete sich vor lauter Erwartungshaltung. Vor Aufregung lief ihm ein kleiner Speichelfaden über das Doppelkinn.

Abas lag auf seiner Pritsche. Er konnte nicht schlafen. Was für eine Begegnung hatte er in dieser Nacht erlebt! Ihm war schon bang gewesen, alles nur geträumt zu haben, aber als kurz darauf zwei Wachen in dem Zellentrakt patrouillierten, und er Leda erkannte, die ihm ein Äuglein zuzwinkerte, da durchströmte ihn ein Wohlgefühl, wie er es bisher nicht gekannt hatte. Eine warme Kraft wogte durch seinen Bauch. Der Jüngling hatte sich verliebt.

Am nächsten Tag musste Abas wieder auf den Feldern schuften, aber er ertrug sein Schicksal mannhaft. Er dachte die ganze Zeit an Leda: ihre wunderschönen Augen, ihre zarte Haut, ihre heißen Lippen, ihre knackigen warmen Brüste, den flachen Bauch, die geschwungenen Hüften und die köstliche Weiblichkeit ihres Körpers. Am Nachmittag gehörte Leda zu seinen Wachen. In einem unbeobachteten Moment steckte Leda ihm sogar einen Brocken Brot zu.

So vergingen die nächsten Tage. Als Abschlussritual am Abend wurde die arme Kreatur in den Ketten wieder von den Wachen gepeitscht: Der Sklave, der vor Talos Augen gestolpert war, und deshalb sein künftiges Leben kriechend verbringen musste.
Am nächsten Tag fehlte der Sklave in den Reihen der Arbeiter. Abas fragte Skiron nach dem Mann. „Ich habe gehört, dass er sein Leben ausgehaucht hat“, bekundete der Kamerad und sah Abas traurig an. Abas war sprachlos. Für den Rest des Tages war er tief in Gedanken versunken. Er musste von diesem fürchterlichen Ort flüchten. Und die wunderbare Leda würde er mitnehmen. Gemeinsam würden sie ein neues Leben in Freiheit beginnen, weit weg von Megaras Schergen.

Des Nachts hatte Leda wieder die Möglichkeit gehabt, sich zu ihrem Abas zu schleichen. Sie riskierte damit Kopf und Kragen, aber ihr Geliebter war die Gefahr wert. Die Herzen der beiden jungen Leute schlugen wie eines. Dieses Mal verzichtete die Wärterin auf die Fesseln und legte ihre Waffe zur Seite. Sie vertraute Abas voll und ganz. Der Jüngling sah das Schwert in Reichweite liegen, und einen kurzen Augenblick liebäugelte er damit, die Situation zu nutzen, um aus dem Palast zu entkommen.

Aber das konnte er Leda nicht antun. Er fragte zwischen zwei leidenschaftlichen Küssen: „Warum flüchten wir nicht gemeinsam von hier?“ Leda schüttelte den Kopf: „Wir würden nicht weit kommen. Die Soldaten der Megara würden uns geschwind aufspüren.“ Das gab Abas einen Stich ins Herz, doch noch wollte er seine Hoffnungen nicht aufgeben, die gerade erst wie ein zartes Blümlein auf karger Erde gewachsen waren. Leda strich ihm tröstend über das Haupt. „Gräme dich nicht, Geliebter.“

Während das junge Paar im Kerker seiner Leidenschaft frönte, vergnügte sich Prinz Talos mit dem Blondschopf Euros auf seine bizarre Art. Der fettleibige Königssohn spielte den Arenakampf nach, der vor einigen Tagen stattgefunden hatte. Er wickelte seinen Arm von hinten um Euros, drückte ihm die Luft ab und erzählte aufgeregt: „Und so hat er ihn gepackt, und dann….“ Eine Gruppe Gesinde musste zuschauen und Interesse heucheln. Prinz Talos spielte auch die schmerzhaften Körpertreffer nach. Selbstverständlich war er bei der Demonstration immer der aktive Part. Euros dagegen musste ständig einstecken.
Er japste stöhnend auf, als ihn eine fette Faust mit all den Ringen genau in seiner Männlichkeit traf. Prinz Talos kicherte hell und gluckste vor sich hin. „Und dann ging es so weiter…“ Noch eine ganze Weile erhielt Euros Knuffe, Boxhiebe, Tritte und Backpfeifen, so dass ihm bald der ganze Leib schmerzte.

Die Nacht brachte auch nach der Präsentation des Kampfes nichts Gutes für den Blondschopf, denn Talos war durch die Hiebe in Euros Gemächt stark erregt und beugte den Sklaven über eine Truhe, um ihn von hinten zu nehmen. „Bitte nicht, Herr…“, flehte Euros, aber Talos rammte grunzend seinen Luststab, der hart und gierig vor Erwartung hervorstand, zwischen die engen Backen des Liebesdieners. Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis der dicke Prinz seine Lust verströmte und stöhnend und sich weit übergebeugt auf Euros legte wie ein Seeelefant, der jemanden erdrücken wollte.

Als Talos wieder zu Atem gekommen war, zog er sich zurück und befahl Euros, in seiner Position zu verharren. Dann rief Talos nach Xeno, seinem Leibdiener. „Bring die Peitsche mit! Der Sklave muss für seine Unverschämtheit bestraft werden, mit den Rücken zuzudrehen!“ Xeno verbeugte sich und kam bald mit dem Gewünschten zurück. Talos machte es sich auf einem pompösen Diwan gemütlich, nahm ein paar Trauben und gab lässig wedelnd das Zeichen, Xeno möge mit der Bestrafung beginnen. „Zwei Dutzend reichen fürs erste“, stellte der Prinz wichtigtuerisch fest.

Xeno holte weit aus. Der kräftige Mann knallte das Schlaginstrument auf das zarte Sitzfleisch des Jünglings. Euros bäumte sich vor Schmerz auf, getraute sich aber nicht, seine Position zu ändern. Talos fläzte auf den Seidenkissen des Möbels, futterte Weintrauben und kicherte. Der Leibdiener schlug mit aller Kraft gnadenlos zu, denn er wusste, was geschah, wenn der Prinz nicht zufrieden sein sollte.

Als er die 24 Hiebe endlich ausgeführt hatte, verbeugte er sich vor Talos demütig und wartete auf weitere Befehle. „Verschwinde jetzt!“ sagte der Prinz und erhob sich ächzend von dem Diwan. Amüsiert betrachtete er den geschundenen Po des Blondschopfs. Vorsichtig strich Talos über die dick anschwellenden Striemen und leckte sich genüsslich über die Lippen. Euros wimmerte kaum hörbar und zuckte ängstlich bei jeder Berührung zusammen. In einer hektischen Bewegung warf Talos seine Tunika von sich und griff nach seinem erigierten Penis, der nur mit seiner Spitze aus dem dichten krausen Schamhaar herauslugte. Er steckte ihn erneut in Euros und rammelte wie wild drauf los.
Nach wenigen hektischen Augenblicken spritzte er ab und ließ sich nackt, wie er war, auf den Diwan fallen.

Schwer atmend sagte er: „Steh auf!“ Euros erhob sich und sah seinen Herrn mit Tränen in den Augen an. Der Prinz rümpfte die Nase und wedelte mit seiner Hand. „Warte in meinem Schlafgemach. Und bade vorher!“ Talos griff nach einer Weintraube. Vielleicht würde er am morgigen Tage mal durch die Kerker wandeln und sich ein neues Spielzeug suchen. Etwas Frisches. Etwas Aufregendes. Der Blondschopf wurde langsam langweilig…

Am nächsten Tag war draußen die Sonne kaum aufgegangen, da wurden einige Sklaven ausgesondert und in einer Halle des Kerkers gesammelt. Abas und Skiron gehörten dazu.
„Warum müssen wir nicht auf die Felder?“ raunte Abas seinem Freund zu. Der hob unwissend die Schultern. Bald schritt ein Mann in edlem Zwirn die Reihen der Sklaven ab. Er gehörte nicht zu den Wachen oder Soldaten. Vielleicht war es ein Vertrauter oder gar ein Mitglied der Herrscherfamilie? Auf seiner Brust war kunstvoll ein heraldischer Mantikor gestickt.

Der Mann gab knappe Anweisungen und wählte mehrere Arbeiter aus, die von den Wachen abgeführt wurden. Letztlich blieben nur noch zehn Männer übrig. Darunter auch Abas und Skiron. Soldaten führten sie in einen Teil der Kerker, den sie bisher noch nicht gesehen hatten. Hier war alles etwas sauberer, aber trotzdem spartanisch eingerichtet. Die Wachen brachten Fleisch, Brot und andere Speisen. Dazu gab es unbegrenzte Mengen frisches Wasser. Abas freute sich. Hatte Leda das für ihn organisiert? Und dann sah er sie auch in den Reihen der Wachen stehen. Aber sie machte ein eher betrübtes Gesicht. Warum? Es ging ihm doch nun viel besser. Und offenbar wurden die Auserwählten nicht auf die Felder oder in die Mine geschickt. Der einzige Nachteil war, dass sich nun Leda nicht mehr zu ihm schleichen konnte.

Am Nachmittag erschienen mehrere Soldaten. Sie befreiten die Sklaven sogar von ihren Ketten. Danach erklärte einer der Soldaten den Männern mit feierlicher Stimme, was die Schicksalsgöttin für sie geschrieben hatte. Abas und die anderen waren als Kämpfer für die regelmäßig abgehaltenen Arena-Abende der Königin erkoren worden. Nun würden sie in Ringkampftechniken ausgebildet werden. Tag für Tag trainierten sie gnadenlos und unbarmherzig. Abas erwies sich als sehr talentierter Kämpfer und ge gehörte bald zu den besten Gladiatoren. Seine präzise Technik und sein athletischer Körper brachte ihm dabei viele Vorteile. Die Übungsstunden machten Abas sogar Spaß, denn die Ausbilder waren zwar hart, aber gerecht. Abas vermisste fürwahr keine Geißel oder die Schufterei auf den Feldern. Nur Leda fehlte seinem Herzen sehr. Nicht einmal sehen durfte er sie mehr. Denn Leda war als Wächterin auf den Feldern und im Kerkertrakt der Arbeitssklaven eingeteilt.

Abas gehörte zu den stärksten und geschicktesten Kämpfern, und wurde nur selten besiegt. Die Lehrmeister stellten ihn sogar manchmal vor die Aufgabe mit zwei Gegnern gleichzeitig fertig zu werden. Und selbst das gelang dem gewandten Burschen. Doch eine Woche später begegnete er Kreios, dem riesenhaftesten Menschen, den Abas jemals gesehen hatte. Der Muskelberg war groß wie ein Gigant und breit wie eine Kutsche. Der Anblick des finsteren Gesellen war bereits Furcht einflößend. Zu allem Überfluss verlief eine lange Narbe von seinem linken Auge quer über sein Gesicht bis zum rechten Mundwinkel.

Aber damit nicht genug: Der Mentor zeigte auf Abas und meinte: „Das ist mein bester Neuling. Ihr zwei werdet miteinander ringen.“ Damit blickte er auffordernd auf den Koloss. Abas sah ungläubig von dem Lehrmeister zu Kreios und zurück. Das konnte nicht sein Ernst sein! Gegen dieses Ungetüm sollte er kämpfen? Da würde ja kein Knochen heil bleiben. Doch der Mann hatte es wohl ernst gemeint. Er schickte die beiden Recken kurzerhand in die Übungsarena und gab das Startsignal. Die anderen Gladiatoren scharrten sich neugierig in einem engen Kreis um den runden Platz. Skiron war bleich geworden. Sein Freund würde das nicht überstehen!

Skirons Befürchtungen wurden scheinbar wahr: Kreios wirbelte Abas durch die Luft, ließ ihn hart auf den Boden landen wie einen Wassersack, immer wieder, er schleuderte ihn einer Bola gleich durch die Arena, verdrehte ihm schmerzhaft die Glieder und nahm ihm im Schwitzkasten jeden Atem. Überraschenderweise verletzte sich Abas nicht, denn er rollte sich immer geschickt ab oder konnte sich aus den steinharten Griffen winden. Bis auf ein paar blaue Flecken und einer brutalen Landung auf seinem Steißbein blieb er heil.
Mit der Zeit konnte er Kreios sogar etwas Paroli bieten, aber es war auch Glück dabei. Eigentlich war er dem Riesen hoffnungslos unterlegen. Doch er verfügte über mehr Ausdauer als der Berserker und ließ sich nicht unterkriegen.

In den nächsten Tagen wuchs sein Ansehen in der Gruppe, und Abas fühlte sich sehr wohl. Aber er spürte auch immer stärker, wie sehr ihm Leda fehlte. Natürlich spielte auch eine Rolle dabei, dass sie den Schlüssel zu seinen Keuschheitsgürtel besaß.
Nachdem Abas unvergessliche Liebesnächte erlebt hatte, wollte er sie nicht mehr missen. Gemach aber deutlich bemerkte er, wie sich ein unangenehmer Druck in seiner Männlichkeit steigerte, besonders, wenn er an die ekstatischen Erfahrungen dachte, die ihm diese Venus bescherrt hatte. Aber er bekam keine Chance, sich Leda zu nähern, sie nur zu sehen. Seine frustrierte Männlichkeit machte ihn im Arenakampf nur stärker, aber eine wahre Befriedigung wollte sich nicht einstellen.

Potentatin Megara trug einen hohen gesteiften Samtkragen mit Perlmuttverschlüssen und stolzierte durch ihre prunkvollen Gemächer. Sie setzte sich ein mit Diamanten bestücktes Diadem auf und begutachtete sich selbstgefällig in einem mannshohen Spiegel. Sie war auf dem Weg zur neuen Auswahl Jünglinge, die glaubten, sie würden würdig sein, um als ihr Gemahl das Reich regieren und ihr einen Thronerben schenken zu können. Sie betrat kurz darauf eine Halle, in der ein Dutzend Männer eine Reihe bildete. Gelangweilt sortierte sie bis auf zwei Jünglinge mit lästig wedelnden Bewegungen alle aus.

Anschließend ließ sie sich auf einem protzigen Diwan nieder. Ein Barde sang und spielte auf einer Harfe für sie, bis sie ihn genervt wegschickte. Zwei Diener fächerten Megara mit großen Palmblättern frische kühle Luft zu, während sie die beiden verbliebenen Burschen betrachtete. Die jungen Männer standen erwartungsvoll vor der Hoheit und warteten darauf, angesprochen zu werden. Doch Megara ließ sich Zeit. Sie schnippte mit den Fingern und ließ sich von einem herbeieilenden Diener Wein einschenken. Die zwei Mannsbilder stand in einigen Metern Entfernung da wie Marmorsäulen und wagten es nicht, sich zu bewegen.

Der fettleibige Prinz besuchte derweil das Ausbildungslager der Gladiatoren, und beobachtete zwei Schwertkämpfer, die mit Holzwaffen einander umkreisten, bis plötzlich einer der beiden einen Ausfall machte und angriff. Der Gegner wehrte geschickt ab und drehte sich, wirbelte seine Waffe herum und hieb dem Anderen damit sengend auf den Rücken, so dass der Besiegte in den Staub stolperte. Prinz Talos lachte laut meckernd über den Sturz des Unglücklichen.

Der Waffenmeister wurde der Anwesenheit des Thronfolgers erst jetzt gewahr, sah erschrocken zu der Majestät und verneigte sich tief. Alle anderen Kämpfer fielen in den Staub und knieten nieder. „Gebt mir ein Schwert. Ich werde auch kämpfen.“ Die Worte des dicken Prinzen hingen bleischwer in der Luft. Der Schrecken des Lehrmeisters steigerte sich noch. Talos und kämpfen? Dieser ungelenke Dickwanst? „Aber Majestät! Die Sklaven sind es nicht würdig gegen Eure hohe…“ Talos unterbrach ihn: „Schweig still! Du gibst mir Widerworte?“ Der Kampfmentor schüttelte erschrocken den Kopf und verlangte hektisch nach einem Schwert für die Majestät. Er übergab Talos eine Waffe, von der er hoffte, der Prinz könne sie wenigstens heben.
Viele Grüße von prallbeutel
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