Restriktive Foren
Das Forum für Keuschheitsgürtel, Fetisch & Bondage

HomeRegistrierenHilfeLogout


Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Restriktive Foren Willkommen Gast


Live Diskutieren, auch das ist möglich, hier ist unser Chatraum

  Restriktive Foren
  Stories über Herren (Moderatoren: SteveN)
  Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung
Thema löschen Druckversion des Themas
Antwort schreiben Bei Antworten benachrichtigen
 Autor Eintrag
Katrin-DorisVolljährigkeit geprüft
Story Writer

Magdeburger Umfeld


Lebe dein Leben bevor es zu spät ist !

Beiträge: 327

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:06.02.13 13:26 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Alfred,

du setzt hier meine Lieblingsgeschichte Klasse fort und es macht Spaß sie zu lesen.

Übrigens vertrete ich die Meinung, das Teenagerprobleme nicht immer nur Probleme von Teenagern sein müssen oder sind, aus mehreren Gründen.

Denn da gibt es ja auch noch Eltern, die sich damit beschäftigen müssen oder Singles, die so etwas manchmal auch erleben, egal welchen Alters...

Liebe Grüße
Katrin
"Der Urlaub" / " Das Spiel des Lebens" /"Bestellt und Geliefert"/"Eine Fahrt ins Blaue"/ "Eine Wette und ihre Folgen.."/" Die Forschungsreise "
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
GummimikeVolljährigkeit geprüft
Sklave

Lehrte


Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

Beiträge: 3374

Geschlecht:
User ist offline
Gummimikey  
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:18.02.13 22:10 IP: gespeichert Moderator melden


Da hat Christoph/Claudia der Grossen Schwester geholfen in Sachen Liebe.
Das er so cool auf den Spruch reagiert hat find ich Klasse.
Die Sache mit der Batgirl Geheimidentität scheint zu helfen.

Don´t Dream it! BE IT!!!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
AbrahamVolljährigkeit geprüft
Sklave/KG-Träger





Beiträge: 23

User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:16.03.13 19:22 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo DevoterDiener,

bitte bitte schreib weiter Claudia/Christof hat es verdient.

LG Abraham
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
ev_1
Fachmann





Beiträge: 40

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:14.04.13 21:25 IP: gespeichert Moderator melden


Schade, dass es wohl doch nicht weiter geht...

Viele Grüße - ev_1
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
DevoterDiener
Story-Writer





Beiträge: 210

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:22.04.13 08:33 IP: gespeichert Moderator melden


Es geht weiter.....

Es ist Angelika auch anzusehen das sie weiß was Lukas zu Christoph gesagt hat, sie kommt mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach Hause und platzt gleich mit einer Neuigkeit raus, „Mama, Lukas und ich gehen am Sonntag ins Kino. Ich darf doch, ja? Oh bitte bitte! Mama.“ Renate überlegt, eigentlich sollte am Sonntag die Sache mit ihrem Vater über die Bühne gehen. Aber da weder sie noch Dietrich genau wissen wie das ablaufen soll, passt es ihr ganz gut in den Kram. Angelika sieht dass der skeptische Gesichtsausdruck einem zustimmenden weicht. Sie fällt ihrer Mutter um den Hals, „Danke Mama.“ „Papa muss aber auch damit einverstanden sein.“ „Ich frage ihn sobald er von der Arbeit kommt.“ „Mach das, aber überfalle ihn nicht gleich damit wenn er zur Tür reinkommt!“
Die drei essen zusammen Mittag, dann kommt die obligatorische Frage nach den Hausaufgaben. Claudia versucht zu handeln, fragt ob sie die Hausaufgaben über das Wochenendeverteilen kann. Renate bleibt jedoch hart und Claudia geht muffelig nach oben, Angelika kann nichts aus ihrer guten Laune herausbringen, sie geht ohne zu murren nach oben um die Schularbeiten zu machen.
Renate überlegt indes wieder mal wie sie es anstellen sollen das ihr Vater Claudia akzeptiert, aber wieder fällt ihr nichts ein. Vielleicht bringt die Zeit ja eine Lösung. Sie lächelt bitter, zu lange darf es natürlich auch nicht dauern, nicht das Claudia aus ihrem Kleid raus gewachsen ist.
Eine Lösung lässt nicht lange auf sie warten, eine Lösung mit der auch Claudia sehr zufrieden ist. sie darf am Sonntag wenn sie zum Tiergartenfahren ihr neues Kleid anziehen.
Tiergarten?

Ganz einfach, als klar ist das Angelika mit Lukas am Sonntag ins Kino darf, fragt Claudia gleich was mit ihr sei, das sie dann am Sonntag ja ganz alleine ist. Wir sind doch auch noch da, meint ihre Mutter, Du bist ja gar nicht alleine. Renate weiß natürlich was Claudia meint und fragt sie was Jasmin denn am Sonntag macht. Nach einem Anruf weiß Claudia das ihre Freundin eigentlich mit den Eltern in den Zoo fahren wollte, das wäre aber in Wasser gefallen, das Auto würde streiken.
Dietrich ruft nun selber dort an. Er hatte so eine Ahnung, die sich nun auch bestätigt, Bei den Boekhoff’s fehlt das Geld. Das Auto ist nicht kaputt, der Tank ist leer und das bei den hohen Preisen. Der Liter kostet ja schon fast 1,40 DM, dazu kommt auch noch der Eintritt. Es ist Jasmins Vater anzuhören wie niedergeschlagen er ist. Dietrich überlegt wie er helfen kann und berät sich mit Renate, auch sie möchte helfen, kann sich aber vorstellen das es für die Eltern von Jasmin nicht einfach ist die Hilfe anzunehmen. Nicht nachdem sie Jasmin schon neue Kleider gekauft haben.
Immer nur Probleme, da ist die Sache mit Claudias Opa, nun das mit Margot und Hermann, Jasmins Eltern. Renates Gedanken beschäftigen sich damit, erst mit jeder Sache einzeln. Sie sieht Claudia an, stellt sich vor wie sie in dem neuen Kleid vor ihr steht. Wie bei einem Puzzle fügen sich alle Teile ein, warum nicht zwei Fliegen, wieder sieht sie Claudia an und denkt an das Kleid. Es sind sogar drei Fliegen auf einem Schlag erledigen.
Sie teilt Dietrich ihre Überlegungen mit. Ihr Mann meint das es klappen könnte. Wichtig wäre aber das Claudia sich es auch zutraut. Wir können sie ja fragen, meint Renate. Sie ruft ihre Tochter zu sich und erklärt ihr was sie vorhaben.

Claudia soll mit Jasmin und deren Eltern zum Zoo fahren. Sie selber werden Claudias Großeltern abholen und mit denen zum Tiergarten fahren wo sich alle treffen. Dort wird Renates Vater auf Claudia treffen.
„Traust Du Dir das zu?“ Wird Claudia gefragt.
„Ja, warum nicht?“
Claudias Vater meint das sie nicht genau wissen wie ihr Opa reagieren wird.
„Ihr seid ja alle bei mir.“
„Ja, das sind wir“, sagt ihre Mutter, „Ich glaube auch nicht das er, nun ja, das er böse wird. Es kann nur sein das er dich nicht bei sich haben will.“
"Darf ich Sonntag das neue Kleid anziehen?"
"Natürlich, wir haben es ja extra dafür gekauft"
Claudia lächelt, "Ich werde Opa bestimmt gefallen, ich werde auch ganz nett zu ihm sein"
Sie mag ihren Opa, hat schon oft in seiner Werkstatt gespielt. Sie überlegt was sie denken würde wenn er sie nicht sehen möchte, es würde sie sicher traurig machen. Claudia glaubt aber nicht daran das ihr Opa so sein wird, er mag sie doch auch.
Woran Claudia nicht denkt ist die Veränderung die sie erfahren hat, sie fühlt sich einfach als Mädchen und hat auch das Gefühl immer eins gewesen zu sein.

Der Freitag klingt langsam aus. Jasmins Eltern sind noch von Dietrich angerufen worden. Auch ihnen wurde erklärt was am Sonntag im Tierpark ablaufen soll und das sie dafür gebraucht werden. Jasmins Vater meinte das sie gerne helfen würden, aber ihnen fehlte das Geld.
Renate hatte am Hörer mitgehört und meinte das er sich darum keine Gedanken machen sollte, Es ging ja darum Claudia zu helfen und es ist dann ja selbstverständlich das sie als ihre Eltern dafür die Kosten übernehmen.
Der Vater von Jasmin war zwar aber immer noch nicht damit einverstanden, er war aber Realist genug das Angebot anzunehmen.

Am Samstag beim Frühstück sagt Dietrich das er gleich mit dem Auto zum Tankstelle fahren wolle um einen Ölwechsel zu machen und den Wagen danach noch durch die Waschstraße scheuchen möchte. Der Wagen hat es nötig, meint er noch.
„Darf ich mitkommen?“ fragt Claudia.
Dietrich schaut seine Tochter verwundert an, „Wenn Du möchtest, natürlich. Du kannst aber nicht so mitkommen.“
Claudia schiebt ihre Unterlippe vor und lächelt dann, „Und wenn ich mich verkleide?“
„Dann ist es ok. Aber ich warne Dich, es wird sicher langweilig. Ist nichts für Mädchen.“ Die letzte Bemerkung konnte er sich einfach nicht verkneifen.
Claudia bläst die Backen auf, „Püh, ich bin kein Mädchen, ich bin das Batgirl, für mich wird das nicht langweilig.“

Das wird es auch nicht. Claudia hat sich nach dem Frühstück schnell umgezogen, als Junge verkleidet. Sie konnte es aber nicht lassen sich ganz dezent zu schminken und sich die Haare nicht ganz jungengerecht zu frisieren.
Ihrem Vater fällt das gar nicht auf. Renate dagegen wohl, sie will Claudia erst wieder nach oben schicken, wird aber von Ihrem Mann davon abgehalten, es ist doch nur ein ganz bisschen.
„Ich habe es doch nicht mal bemerkt.“
„Männer schauen ja auch nicht so genau hin“, meint sie lässt dann aber fünfe gerade sein und Claudia ihren Willen.

Bei der Tankstelle fällt Claudia nicht auf, höchstens dadurch das sie viele Fragen stellt als der Ölwechsel gemacht wird. Sie lässt sich von dem Tankwart alles erklären, er zeigt ihr auch die ganzen Teile die zu einem Motor dazu gehören. Es macht ihm sichtlich Spaß diesem Jungen die Technik nahezubringen.
Claudias Vater hat sich das ganze verwundert angesehen, auf dem Weg zur Waschstraße fragt er darum ob sie gerne Autoschlosser werden möchte.
Claudia schüttelt den Kopf. „Nein. Ich möchte lieber das machen was dieser Friseur gesagt hat.“ Sie liegt ihre Stirn in Falten, „Bruns heißt der glaube ich, der meinte doch das ich Frisöse und Vi.. Vi…“
Dietrich überlegt, „Ich weiß was Du meinst, komme aber nicht darauf wie man das nennt. Das möchtest Du also gerne machen?“
„Ja alles was mit Haaren und Schminke zutun hat finde ich toll.“
„Aber auch was mit Autos zu tun hat?“
„Ja, aber nicht so, ich habe einfach nur Interesse daran.“
Sie unterhalten sich noch über dieses und jenes, man könnte es fast als Vater und Sohn Gespräch sehen wenn Claudia nicht immer wieder weibliche Themen einbringen würde. Auch Dietrich fällt das auf. Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht, es sitzt definitiv ein Mädchen neben ihm. Sie erreichen die Waschstraße, bei der Durchfahrt schweigen sie. Claudia bewundert die Technik und das Zusammenspiel der sich drehenden Bürsten.
Erst als sie zu dem Trockengebläse kommen wird das Schweigen unterbrochen. Claudias Vater zeigt auf die Lichtschranke und erklärt ihr die Funktion. Auch an dieser Technik hat Claudia großes Interesse.
Dietrich schaut seine Tochter an, „Du bist wirklich ein besonderes Mädchen.“
Claudia lächelt, „Ja, das bin ich“, sagt sie zu ihrem Papa und kuschelt sich an ihn.

Nach dem sie aus der Waschstraße rausgefahren sind betätigt Dietrich ein paarmal die Bremse. Claudia will natürlich gleich wissen warum er das macht.
„Die Bremsscheiben müssen trockenbremst werden.“
„Aha, warum?“
„Äh“, Dietrich überlegt, versucht sich Erinnerung zu holen was er noch über die Bremsen am Auto weiß und versucht es Claudia zu erklären.
Claudia stellt weitere Fragen und ihre Schlussfolgerungen lassen erkennen das sie alles versteht was ihr Vater Ihr erläutert.
Dietrich ist stolz auf seine besonders Tochter.

Zu Hause angekommen werden sie schon sehnlichst erwartet, Renate muss noch einkaufen und die Geschäfte machen doch schon um zwei Uhr zu, heute ist ja kein langer Samstag.
Claudia und Ihr Vater können so umdrehen und wieder ins Auto steigen, Renate und Angelika kommen hinterher.
Im Kaufhaus kann Dietrich eine andere Claudia erleben, war sie im Auto an der Technik interessiert ist sie hier wieder ganz das Mädchen. Angelika und ihre als Junge verkleidetet Schwester bleiben bei der Schminke hängen. Claudia probiert verschiedene Sachen an Angelika aus und geht dann mit ihr weiter zu den Modeartikeln. Auch hier wird wieder viel mit Angelika angestellt, es ist Claudia aber anzusehen das sie selber gerne etwas anprobieren würde. Sie bleibt aber ihrer Rolle treu, fühlt sich wieder als Batgirl das nicht auffallen darf.

Richtig wohl fühlt sich Claudia aber erst zu Hause. Sie ist gleich nach oben auf ihr Zimmer gestürmt und hat sich umgezogen, auch ihre Haare sind richtig auf Mädchen frisiert und von dezent geschminkt kann keine Rede mehr sein.
Renate spricht Sie darauf an, redet von einer Kriegsbemalung und das Claudia so bestimmt nicht zum Tierpark fahren wird.
„Ich weiß Mama, aber ich brauche das nun einfach, musste mich den ganzen Tag verstellen, jetzt kann ich wieder ich sein.“
Renate lacht und nimmt ihre Tochter kurz in den Arm, „Ja das kannst Du.“

Claudia und Angelika nutzen den Rest des Tages dazu für Angelika das richtige Outfit für den morgigen Kinobesuch zusammenzustellen. Claudia wird als Beraterin von ihrer älteren Schwester ausgenutzt und lässt das auch gerne zu. Nicht nur bei der Auswahl der Kleidung sondern auch beim frisieren ist Angelika froh das sie Claudia an ihrer Seite hat und nicht Christoph.
Angelika denkt ab und an schon nochmal daran das sie ja eigentlich einen Bruder hat, aber auch bei ihr verblasst das langsam. Claudia manifestiert sich in ihrer Erinnerung immer mehr. Situationen wo sie rückblickend noch sich und Christoph gesehen hat verändern sich, sie sieht sich nun mit einer Schwester, mit Claudia.
„Du hilfst mir morgen aber noch beim Schminken bevor Du weggehst“, fragt Angelika.
„Klar helfe ich dir“, sagt Claudia.
„Du kannst das einfach viel besser als ich“, Angelika sieht ihre Schwester an und seufzt, „und Du bist auch viel hübscher als ich.“
„Quatsch mit Soße!“
„Nein wirklich“
Claudia lässt es dabei bewenden.
Die Mädchen gehen am frühen Abend nach unten zu den Eltern wo Renate fast die Hände über den Kopf schlägt. Claudia hat bei Angelikas Make up mal wieder alle Register gezogen. Den Schminkstil von Angelika wird man Jahre später als Gothik bezeichnen, heutzutage ist das noch eine Ungeheuerlichkeit und so nimmt es einen nicht wunder das die beiden nach oben geschickt werden um ihr Aussehen zu entschärfen.

Sie kommen wie zwei Klosterschülerinnen wieder runter, Angelika sogar mit geflochtenen Zöpfen. Claudia hat einen knielangen braunen Rock an und Ihre Schwester einen ebenso langen Jeansrock. Ganz geziert kommen sie ins Wohnzimmer und setzen sich so hin als hätten sie ein Lienal verschluckt. Renate betrachtet die beiden, wie wandlungsfähig Mädchen doch sind, so ganz anders als Jungs. Claudias Rock fällt ihr ins Auge, das Muster kommt ihr irgendwie bekannt vor.
„Ist das nicht meine gute Tischdecke?“
Claudia lächelt verschmitzt. Renate kann nur mit dem Kopf schütteln. Dieses Mädchen!

„Claudia, hast Du Deine Sachen zusammen, hast Du alles was Du brauchst?“
„Ja Mama“
„Gut, dann gehe raus zu Papa, er wartet schon.“
Claudia, wieder als Junge verkleidet steigt zu ihrem Vater ins Auto und wird zu Jasmin gebracht, dort wird sie sich umziehen und mit den Boekhoffs zum Zoo fahren. Dietrich bringt sie nach oben, reicht Hermann einen Umschlag mit einem Fünfzig-Markschein und bedankt sich nochmal bei Ihm und seiner Frau das sie ihnen helfen. Dietrich sieht die Dankbarkeit in Ihren Augen und verabschiedet sich schnell damit Sie nicht den verräterischen Glanz in seine Augen sehen können. An der Tür hat er sich wieder im Griff, „Wir treffen uns dann um zwei beim Eingang zum Zoo“, sagt er beim rausgehen und geht die Treppe runter.

„Du hast alles dabei?“ wird Claudia von Jasmins Mutter gefragt. Fast will sie Ja Mama sagen, irgendwie sind Mütter wohl alle gleich. „Ja habe ich.“
„Fein, dann kannst Du Dich schon umziehen gehen.“
Claudia geht mit ihren Sachen zu Jasmin ins Zimmer.
„Macht sie sich fertig?“ fragt Herman Boekhoff seine Frau.
„Ja sie ist bei Jasmin, zieht sich dort um. Ich ziehe mir auch schnell andere Sachen an. Was ist denn mit Dir? Willst Du Dich nicht umziehen.“
„Ich bin doch scho…“, Hermann verstummt als er den Blick seiner Frau sieht, „Ist ja gut, ich habe verstanden.“
Herman seufzt, warum müssen Frauen nur immer so einen Aufstand machen wenn sie mit der Familie ausgehen, er war doch schon ordentlich angezogen. Alles was er anhat ist sauber und vor allen Dingen es ist bequem. Aber gut, Margot sieht das eben anders, also raus aus den herrlich bequemen Klamotten und rein in den Sonntagsstaat.

Bei den Lorenz ist auch Hektik angesagt. Renates Eltern sind gestern schon angerufen worden und haben auch zugesagt das sie gerne mit in den Zoo kommen wollen. Sie haben gerade angerufen, besser gesagt Renates Vater hat angerufen, meinte das sie nun soweit wären und abgeholt werden könnten. Dietrich seufzt, Renates Vater ist ganz in Ordnung, er ist nur sehr ungeduldig. Es kann gut sein das er noch zweimal anruft und fragt wann Dietrich und Renate denn endlich losfahren. Angelika muss auch noch weggebracht werden. Sie wird bei einer Freundin auf Lukas warten und diese Freundin wird auch mit ins Kino gehen. Angelika war davon nicht sehr erbaut, es wurde ihr aber die Alternativen gelassen, entweder mit Freundin und Lukas ins Kino oder gar nicht. Die Mutter der Freundin wird die drei auch zum Kino hinbringen und später wieder abholen. Auch das ist etwas was Angelika nicht passt. Renate hat da jedoch auch nicht mit sich handeln lassen.

Schließlich ist alles geschafft, Dietrich und Renate sitzen im Auto und fahren zu den Eltern. Angelika wurde abgeliefert. Ihr wurde nochmal eingeschärft das Sie aufpassen soll wenn dieser Lukas seine Hände im Kino nicht bei sich behalten kann.
„Du knallst ihm eine und geht aus dem Kino raus, hast Du verstanden.“
„Ja Mama, das sagst Du mir schon zum vierten oder fünften Mal.“
„Das kann man einem Mädchen nicht oft genug sagen Angelika.“
Angelika verdreht die Augen, „Ja Mama, Müsst ihr nicht weiter?“
Renate kann sich nur schwer von Angelika losreißen, es ist eben das erste Mal das sie mit einem Jungen ausgeht. Das ist der erste Schritt das sie flügge werden, welche Mutter denkt schon gerne daran das die Kinder aus dem Haus gehen.

Renates Eltern wissen das Angelika nicht mit in den Zoo geht und das Christoph bei jemand anderen mitfährt, sie wundern sich also nicht darüber das Dietrich und Renate alleine kommen. Sie stehen aber schon fertig angezogen in der Tür als das Auto auf den Hof fährt. Renate kann sich vorstellen das Ihre Eltern schon seit einer Stunde auf dem Sprung sind, sie macht darum nicht gerne eine Zeit aus wann sie dorthin kommt. Jetzt geht es aber nicht anders, es muss ein Zeitplan eingehalten werden.
Die Fahrt geht weiter, Renate unterhält sich mit ihrer Mutter mit der sie zusammen auf der Rückbank sitzt. Noch so ein Zug von ihrem Vater, er würde nie von sich aus hinten im Auto sitzen, er hat eben so seine Marotten, er ist ja sonst ein ganz liebevoller Ehemann und war Renate immer ein ebensolcher Vater.
Hoffentlich geht alles gut, Renate schaut ihre Mutter an, diese ist in den Plan von Renate eingeweiht worden und sieht nun die Stumme Frage in den Augen ihrer Tochter. Sie nimmt ihre Hand und drückt sie leicht, Renate ist dankbar darüber.
Na ja, wenn alles in die Hose geht dann fahren wir eben gleich wieder heim, nur ändern an der Sache mit Claudia wird das nicht. Das hat sie auch ihrer Mutter klar gemacht, wir ziehen das durch. Mit ihrem Vater oder ohne.

Die ersten Hinweisschilder sind zu sehen. Renates Vater zeigt darauf und liest vor was dort drauf steht, als hätten Sie sie nicht gesehen oder könnten nicht lesen. Renate ist aufgeregt, es zerrt an ihren Nerven.
Hier müssen sie runter von der Straße, fahren durch eine schattige Allee zu den Parkplätzen, nur einfache Grünflächen ohne Markierung.
Dietrich findet einen Platz der nicht ganz so weit vom Eingang entfernt liegt. Obwohl die Fahrt nur knapp zwanzig Minuten gedauert hat folgt das übliche Recken und Strecken nach dem Aussteigen.

Es machen sich alle auf den Weg. Renate schaut auf ihre Uhr, die Zeit passt, die anderen warten am Eingang, Claudia wartet am Eingang. Sie schaut kurz zur Seite zu ihren Vater, wie wird er reagieren? Der Eingang ist nun zu sehen, verschiedene Gruppen stehen davor eine davon besteht aus Jasmins Eltern, Jasmin und Claudia. Erkennen kann Renate sie schon.
Sie gehen weiter, kommen dem Eingang näher. Es ist nun klar erkennbar wer dort wartet, auch für Renates Vater.
Er bleibt stehen und sieht seine Frau vorwurfvoll an, „Du hast davon gewusst?“
Hannelore nickt, „Ja, das habe ich.“ Sie sieht ihren Mann offen an, „Gerhard, Du sollst Claudia einfach nur mal kennenlernen. Bitte…“

Minutenlang passiert nichts, Fremde Menschen gehen an den beiden Gruppen vorbei die knapp zehn Meter auseinanderstehen, streben zum Eingang hin. Claudia hat gesehen das Ihr Opa sie erkannt hat, aber sie hat auch gesehen das er nun nicht näher kommt. Sie schaut zu ihren Eltern hin, zu Jasmins Eltern und zu Jasmin.
„Geh zu Ihm hin.“ Claudia hört die leise Stimme von Jasmins Mutter hinter sich. Sie zögert aber noch, traut sich nicht. Sie schaut erneut Jasmin an, „Kommst Du mit?“ fragt sie Sie leise. Jasmin antwortet nicht, nimmt stattdessen Claudias Hand und geht langsam mit ihrer Freundin los.

Claudias Eltern beobachten das atemlos, wie wird Renates Papa darauf reagieren? Renates Mutter sieht verwundert die beiden Mädchen an die auf sie zukommen. Renate hat ihr wohl beschrieben wie Claudia als Mädchen aussieht, das Sie aber so natürlich daherkommt, damit hat sie nicht gerechnet. Hannelore hat sich einen Jungen in einem Kleid vorgestellt und nicht das was sie nun sieht, ein Mädchen, genau gesagt zwei Mädchen, Jasmin ist ja auch dabei.

Die beiden Freundinnen erreichen die Erwachsenen, Renate lächelt Jasmin zu, sagt leise „Danke“ zu Ihr. Jasmin lächelt zurück und stellt sich zu Renate hin. Claudia steht nun alleine vor Ihren Großeltern, nähert sich Ihrer Oma und umarmt sie, „Hallo Oma“. Hannelore drückt ihre neue Enkelin kurz und gibt sie frei.
Jetzt wendet sich Claudia ihrem Opa zu, schaut ihn an, „Hallo Opa“, sagt sie leise. Sie versucht aber nicht ihn zu umarmen sondern hält ihm Ihre Hand hin.
Gerhard kämpft mich sich, es ist ihm anzusehen. Es ist auch zu sehen das er sich einen Ruck gibt und Claudia die Hand reicht. Die beiden schütteln sich die Hände und Claudia macht wieder einen kleinen Knicks. Schon Jasmins Mutter war darüber entzückt als Sie Claudia das erste Mal gesehen hatte und der Knicks verfehlt auch hier seine Wirkung nicht. Gerhard lächelt Claudia an.

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
GummimikeVolljährigkeit geprüft
Sklave

Lehrte


Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

Beiträge: 3374

Geschlecht:
User ist offline
Gummimikey  
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:22.04.13 09:40 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Herman seufzt, warum müssen Frauen nur immer so einen Aufstand machen wenn sie mit der Familie ausgehen, er war doch schon ordentlich angezogen. Alles was er anhat ist sauber und vor allen Dingen es ist bequem.

Ja genau immer so einen Umstand machen.
Tolle Fortsetzung die Zeigt wie Wandlungsfähig Cristoph als Claudia ist.
Wie es scheint hat Claudia den Opa um den Fingger Gewickelt.
Don´t Dream it! BE IT!!!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
drachenwindVolljährigkeit geprüft
Story-Writer

Berlin


Leben und leben lassen

Beiträge: 1245

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:22.04.13 16:38 IP: gespeichert Moderator melden


Endlich wieder eine schöne Fortsetzung nach sooooo langer Zeit.......
Na mit dem Opa scheint es ja gut zu gehen nur wie lange hält
Claudia dieses hin und her noch aus ohne einen Knacks zu kriegen?
Batghirl ist auf die Dauer doch keine Lösung, irgend wann wird sie
garantiert was durcheinander bringen und zur falschen Zeit am falschen
Ort Claudia sein. Was dann?



Achte das Leben!
Urteile erst, wenn du genug weißt und vor allem sei Tolerant!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
heniu
Erfahrener

Herne




Beiträge: 66

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:22.04.13 17:15 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Devoter Diener,

schön das die Geschichte mit Claudia weitergeht.
Ja es scheint so, dass sie ihren Opa dazu bringt sie zu akzeptieren. Aber ich stimme Drachenwind zu, wird sie diesen ständigen Wechsel zwischen Junge und Mädchen sein verkraften? Bestimmt wird sie in einer falschen Situation als Mädchen reagieren. Dann bin ich gespannt wie ihr Umfeld damit umgeht.
Bitte schreibe weiter und lass uns nicht wieder so lange auf eine Fortsetzung warten.

LG

heniu
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
DevoterDiener
Story-Writer





Beiträge: 210

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:25.04.13 12:22 IP: gespeichert Moderator melden


Ich bedanke mich bei allen Lesern.

Es wird noch etwas Dauern bis Claudia richtig geoutet wird, Ihr Weg hat doch gerade erst begonnen, Sie war erst vor 4 Tagen bei Frau Doktor Wübben...


Claudia sieht das Lächeln ihres Opas, lässt seine Hand los und will auch ihn umarmen so wie die Oma. Aber dagegen sperrt sich Gerhard, er wirkt hilflos und irritiert. Renate erkennt die Nöte ihres Vaters, er hat es verkraftet das es eine Claudia gibt, hat aber noch Berührungsängste.
„Claudia, komm wir wollen jetzt in den Zoo.“
„Okay“, Claudia macht eine kleine Pirouette zu Jasmin hin, streckt ihre Hand aus – und schon eilen die Mädchen in Richtung zum Eingang.
Beide Großeltern schütteln den Kopf, Renate und Dietrich sehen sich an und lächeln. Sie haben die Klippe umschifft.

Der Zoo ist gut besucht. Wie die anderen schlendert die kleine Gruppe langsam an den Gehegen vorbei. Die großen Tiere werden bewundert, die wilden bestaunt und die quirligen kleinen Geschöpfe werden belächelt, besonders eine Gruppe Erdmännchen haben es Claudia und Jasmin angetan. Immer wieder versuchen Sie sie zu locken und auf sich aufmerksam zu machen. Die übrigen spazieren langsam weiter.

Claudia starrt gebannt auf eins der possierlichen Tierchen als sie eine Stimme hinter sich hört die leise ihren Namen sagt.
Ihre Nackenhaare stellen sich auf, sie kennt diese Stimme. Wolfgang!
Wolfgang steht hinter ihr, Claudia dreht sich um und schaut den Jungen an. Sie will etwas sagen, aber kein Ton kommt über ihre Lippen, sie kann ihn nur ansehen.
Wolfgang kommt einen Schritt näher und nimmt ihre Hände in seine. Die Berührung geht ihr durch und durch.

Eine Gruppe Erwachsener kommt langsam näher, Claudia erkennt die Eltern von Wolfgang. Diese sehen gar nicht erfreut darüber aus das die beiden sich hier getroffen haben. Machen können sie im Moment nichts dagegen, zumal auch die Familie von Claudia sich umgedreht hat und nun langsam zu den beiden zurückkommt.
Für Claudia und Wolfgang ist es ohne Belang das sie nicht alleine sind, immer noch halten sie sich bei den Händen, immer noch sehen sie sich an.

Notgedrungen machen sich die Erwachsenen bekannt, stellen sich einander vor, dann entsteht eine peinliche Stille. Der Unmut von Wolfgangs Eltern ist fast greifbar. Auch die beiden spüren ihn, ihr Treffen steht unter keinem guten Stern.
Schließlich bricht der Vater von Wolfgang das Schweigen, sagt das sie weiter wollen. Er zeigt auf ein paar Personen weiter hinten, scheinbar auch Familie.
Wolfgang nickt, macht aber keine Anstalten Claudia loszulassen. Sein Vater will etwas sagen, scheinbar ist er leicht erregbar. Seine Frau stupst ihn an. Er sammelt sich etwas.
„Fünf Minuten Wolfgang, wir warten da bei Deinem Bruder!“ sagt er mit einer Stimme die nicht Gutes verheißt sollte Wolfgang auch nur eine Sekunde länger bei Claudia bleiben.
„Hast Du mich verstanden!“
„Ja“, sagt Wolfgang während er Claudia ansieht.

Langsam entfernen sich die Eltern von den beiden, auch Claudias Familie rückt ein Stück ab.
„Ich habe jeden Tag an Dich gedacht“, sagt Wolfgang
„Ich auch an Dich“, erwidert Claudia.
Wieder sehen sie sich an, ertrinken in ihren Augen. Unendlich langsam nähern sich die beiden, bis sie dicht voreinander stehen und sich dann wie beim Tanzen in den Arm nehmen.
Ein zorniger Ausruf ist zu hören. Wolfgangs Vater, Wolfgang selber zuckt nicht mal zusammen dabei. Er ist seinem Mädchen nahe, das ist alles was für ihn zählt.
Die beiden sagen nichts, tun nichts, sie halten sich nur fest als wollten sie sich nie wieder loslassen.

„Wolfgang!“, das laute Organ seine Vaters.
„Du musst gehen“, sagt Claudia ganz leise.
„Ich will nicht.“
„Bitte Wolfgang.“
Mit einer Mischung aus Trauer und Erleichterung spürt Claudia das Wolfgang nickt.
Ganz sachte lösen sie sich, gehen auseinander. Wolfgang bewegt sich langsam in Richtung seiner Eltern, Claudia schaut ihm hinterher, Tränen sammeln sich in ihren Augen.
Nach ein paar Schritten dreht sich Wolfgang um und läuft zu Claudia zurück. Wieder stehen sie voreinander, fassen sich bei den Händen. Ohne zu wissen warum schließt Claudia ihre Augen und spürt gleich daraus Wolfgangs Lippen die sich auf Ihre legen. Einen kurzen Moment bleiben sie zusammen, dann ist er weg. Claudia hat noch kurz das Gefühl als wäre ihr Wolfgang noch ganz nah bei ihr, doch als sie ihre Augen öffnet ist er schon ein paar Schritte entfernt und dreht sich gerade zu ihr um, winkt ihr zu. Claudia winkt zurück. Sie verfolgt Wolfgang die ganze Zeit mit den Augen, erst als er mit seiner Familie um eine Ecke verschwindet kann sie ihren Blick abwenden.

Claudia fühlt sich einsam und verloren. Sie dreht sich zu ihrer Familie und Freunden um die taktvoll ein Stück abseits steht und nun langsam auf sie zu kommen. Jasmin sieht ihre Freundin voller Bewunderung an. Sie hat zwar die Briefe gelesen die Claudia von Wolfgang bekam, aber ihn zu sehen, zu sehen wie Claudia von ihrem Freund geküsst wird, das ist was ganz anderes.
Renate ahnt wie es nun in ihrer Tochter aussehen muss, Sie nimmt sie in ihre Arme und Claudia ist froh darüber, kuschelt sich an ihre Mutter und schaut sie dann aus strahlenden Augen an. Renate muss an das Denken was Margot, Jasmins Mutter gesagt hatte, das Claudia vielleicht verliebt sei. Nun weiß sie es, aber hat diese Liebe eine Zukunft?

Sie setzen ihre Runde durch den Tiergarten fort. Am Anfang ist Claudia nicht bei der Sache, ein verträumter Zug liegt auf ihren Lippen, aber es ist auch Trauer in ihren Augen zu lesen. Erst nach und nach ist sie wieder im hier und jetzt, Sie genießt die Blicke von Jasmin und unterhält sich mit ihr über Wolfgang, kann so die Begegnung verarbeiten.

Noch jemand muss dieses Zusammentreffen verarbeiten. Auf der einen Seite ist das Wolfgang. Im werden Vorhaltungen gemacht, dabei kann er doch gar nichts dafür das er Claudia hier getroffen hat. Auch Wolfgangs Bruder muss darunter leiden, immer wieder hört er den Spruch, „… oder willst Du so enden wie Karsten?“
Er kann es bald nicht mehr hören. Gut er hat einen Fehler gemacht, nein keinen Fehler. Karsten schaut liebevoll zu seiner Verlobten und ihrem gemeinsamen Kind. Er hat einfach nicht aufgepasst, im wahrsten Sinnen des Wortes. Aber einen Fehler kann man das nicht nennen, sein Sohn ist kein Fehler und Karsten weiß genau, so wie sein Vater wird er niemals sein! Er schaut zu Wolfgang, seinem Bruder, sieht das trotzige Gesicht.
Richtig so, denkt er, lass Dir Deine Freundin nicht ausreden, aber pass besser auf als ich. Karsten lächelt.

Der andere ist Renates Vater. Er hat akzeptiert das sein Enkel ein Kleid trägt uns sich wie ein Mädchen benimmt.
Das was sich dann aber zwischen Wolfgang und - es ist für ihn immer noch schwer an Claudia zu denken wenn er seinen Enkel meint. Also die Szene die sich zwischen diesem Wolfgang und Claudia abgespielte, hat ihn zurückgeworfen. Er sieht in Claudia immer noch seinen Enkel, dadurch stellt sich die Begegnung anders dar. Für ihn waren es zwei Jungs die sich dort getroffen haben und das ist etwas das er nicht gutheißen kann, wo er enorme Schwierigkeiten mit hat.

Gerhard unterhält darüber mit seinem Schwiegersohn. Die beiden haben sich etwa zurückfallen lassen und besprechen das Ganze. Dietrich versucht ihm das zu erklären. Es ja nicht geplant das Claudia mit diesem Jungen zusammenkommt und das Wolfgang in Claudia ein Mädchen sieht. Natürlich müssen sie als Eltern etwas tun, es Wolfgang irgendwie beibringen. Froh sind sie darüber das Wolfgang Vater gegen die Beziehung zu sein scheint, es gäbe sonst noch mehr Probleme. Obwohl Wolfgang das sicher anders sieht, meint er noch mit einem Lächeln.

Gerhard kann darüber nicht lachen, für ihn ist das sehr ernst. Dietrich schaut ihn an, bemerkt sein ernstes Gesicht.
„Claudia denkt und fühlt wie ein Mädchen“, sagt er zu seinem Schwiegervater.
„Es ist aber in Wirklichkeit Christoph, ein Junge.“
„Man kann es so nicht sehen… Aber selbst wenn Christoph sich für Jungs interessiert, was ist dabei?“
„Es ist nicht richtig!“
Dietrich will etwas sagen, lässt es aber bleiben.
„Weißt Du,“ sagt Gerhard, „Ich bin in einer anderen Zeit aufgewachsen, ich kann da nicht so locker mit umgehen. Du musst Dir doch auch Deine Gedanken machen was mit Christoph nicht stimmt.“

„Christoph ist mein Sohn und ich liebe ihn, wenn er nun lieber ein Mädchen ist werde ich ihn oder sie genauso lieben. Er ist doch nicht krank. Auch die Psychologin sagt ja das so etwas vorkommt, das sich jemand fühlt als wäre er im falschen Körper.“
„Meinst Du nicht das das nur, nun das es wieder weggeht?“
„Nein, dazu… Schau sie Dir doch an, das ist kein Junge.“
Gerhard wiegt seinen Kopf hin und her.
„Die Sache mit dem Wolfgang stört dich sehr, nicht wahr?“
Gerhard nickt, „Ja, das mit dem Kleid, das er sich so anzieht…“ er spricht nicht weiter. Dietrich vermutet das sein Schwiegervater das Ganze noch verarbeiten muss.
„Also kannst Du damit umgehen das Claudia Kleider trägt, aber nicht das sie sich für Jungs interessiert.“

Während Dietrich das sagt macht es bei ihm „Klick“.
„Du magst keine Schwule, ist es das?“ Dietrich schaut Gerhard finster an.
„Ich, Ich… Ich kann das nicht verstehen, es ist nicht richtig.“
„Warum nicht?“
Gerhard schüttelt den Kopf, „Ich weiß nicht.“
Dietrich überlegt, „Ist Dir mal was Passiert?“ Er weiß das Gerhard im Krieg war und auch einige Jahre in Gefangenschaft, vielleicht ist da ja was vorgefallen.

„Nein, mir ist nichts passiert. Aber…“, Gerhard schaut sich nach einer Sitzgelegenheit um. „Lass und mal dahin gehen.“ Er zeigt auf eine Bank. Die beiden setzen sich. Dietrich winkt Seiner Frau zu die sich gerade zu ihm umsieht. Er bedeutet ihr das sie nachkommen. Er schaut nun seinen Schwiegervater neugierig an.
„Ich war damals 15 oder so….“, beginnt Gerhard zu erzählen.
In der Straße in der er aufwuchs gab es einen Kurzwarenhändler, dort konnte man aber auch Hosen und Jacken kaufen. Es gab das Gerücht das der Inhaber ein warmer Bruder sein sollte und das er auch kleine Jungs anfassen würde. Gerhard selber war schon dem Laden gewesen, es ist aber nicht geschehen.

Eines Tages gab es einen Aufruhr vor dem Geschäft, die Polizei war da und hat den Mann aus dem Laden geholt, er wurde förmlich raus geprügelt. Genauso wurde mit einem zweiten Mann verfahren der sich auch dort im Laden aufhielt.
Die Polizisten haben die beiden als Schwule Säue beschimpft, auch Passanten die sich das ansahen, haben den Männern Schimpfwörtern zugerufen. Das Gerücht war also wahr, er war ein warmer Bruder und der andere Mann sein Freund.
Gerhard konnte nicht verstehen das die Männer geschlagen wurden. Einer der beiden riss sich los und wollte zum anderen hin laufen. Er wurde niedergeschlagen. Gerhard konnte sich daran genau erinnern, genau beschreiben wie mit einem Gummiknüppel dem Mann seitlich an den Kopf geschlagen wurde. Der Schlag ist mit einer solchen Wucht geführt worden das ein Teil des Ohres abriss. Der Mann heulte auf und sackte zusammen.

Gerhard bekommt auch heute noch eine Gänsehaut wenn er an der Ohr denkt. Es war ein Teil der Ohrmuschel, sie flog in seine Richtung und landete auf dem Gehweg. Gerhard sah nur noch wie auf beide Männer eingeschlagen wurde und ist dann weg gerannt. Er wollte nie etwas mit solchen Männern zu tun haben, nicht nachdem er gesehen was mit ihnen geschieht.
Er beendet seine Erzählung, „Ich weiß nicht was aus den beiden geworden ist, es wurde nicht darüber geredet.“
Dietrich vermutet das sie in ein KZ gekommen sind, oder das sie vorher schon von den Nazis ermordet wurden.
Er versteht seien Schwiegervater nun besser.

Anmerkung des Autors.

Viele Homosexuelle Männer wurden von den Nationalsozialisten ermordet oder in ein Konzentrationslager gesteckt. Sie wurden durch ein Rosa Dreieck gekennzeichnet und mussten schwerste Misshandlungen über sich ergehen lassen.

Ich möchte zur Toleranz aufrufen.

Ich habe mit erschrecken von den Demos in Frankreich gegen die Homo-Ehe gehört.

Wir sind alles Menschen, wir sollten einander respektieren und achten


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DevoterDiener am 25.04.13 um 13:18 geändert
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
drachenwindVolljährigkeit geprüft
Story-Writer

Berlin


Leben und leben lassen

Beiträge: 1245

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:25.04.13 13:05 IP: gespeichert Moderator melden


Huuuuu! Tenieliebe!
Geht sie weiter? Und Opa? Kommt er klar mit seiner Enkelin?
Also ran an die Tasten und weiter schreiben.

Achte das Leben!
Urteile erst, wenn du genug weißt und vor allem sei Tolerant!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
DevoterDiener
Story-Writer





Beiträge: 210

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:25.04.13 14:25 IP: gespeichert Moderator melden


Ich möchte es nicht einfach so stehen lassen...

Meine Anmerkung habe ich eingetragen nachdem Drachenwind seinen Kommentar geschrieben hat. Ich nehme an das er sie auch kommentiert hätte wenn er sie schon hätte lesen können.

Der DevoteDiener

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
GummimikeVolljährigkeit geprüft
Sklave

Lehrte


Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

Beiträge: 3374

Geschlecht:
User ist offline
Gummimikey  
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:25.04.13 15:27 IP: gespeichert Moderator melden


Leider ist ein Grossteil der Menschen noch nicht so weit es zu Akzeptieren das auch Homosexuelle Menschen Heiraten wollen, geschweige denn das Homosexuallität Akzeptiert wird.
Schöne Fortsetzung jetzt kann man den Opa auch besser Verstehen denn solche Erlebnisse Prägen Natürlich.
Was hast du denn geplant mit Wolfgang und Claudia?
Wenigstens kann Wolfgang das Missgeschick seines Bruders mit Claudia nicht Passieren.
Ich finde die 1.Liebe ist zwar schön sollte aber nicht Überbewertet werden. Wär natürlich schön wenn die beiden Freunde bleiben würden wenn Wolfgang Claudias kleines Geheimniss kennt.
Don´t Dream it! BE IT!!!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
drachenwindVolljährigkeit geprüft
Story-Writer

Berlin


Leben und leben lassen

Beiträge: 1245

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:25.04.13 18:36 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Ich möchte es nicht einfach so stehen lassen...

Meine Anmerkung habe ich eingetragen nachdem Drachenwind seinen Kommentar geschrieben hat. Ich nehme an das er sie auch kommentiert hätte wenn er sie schon hätte lesen können.

Der DevoteDiener


Stimmt! Ich war wohl zu fix!

Ich kann Mike nur zustimmen. Zwar nehmen viele Menschen/Politiker das kleine Wörtchen
Toleranz großmundig in ihr Sprechorgan und posaunen es raus aber sie ignorieren dabei den
wichtigsten Teil, nämlich seine Bedeutung.

Es ist manchmal sehr erschreckend, was man so von dem Umgang mit Andersdenkender erfährt.
Auch in unserem Land wird die so genannte katholische Moralvorstellung über die Familie raus
posaunt und die volle Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit in meinen
Augen sehr fadenscheinigen Gründen verhindert.
Wann lernen die Menschen endlich aus der Geschichte?

Für mich ist ein Mensch ein Mensch, egal was er denkt, tut oder sagt, solgange er dabei Mensch bleibt!

Achte das Leben!
Urteile erst, wenn du genug weißt und vor allem sei Tolerant!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
DevoterDiener
Story-Writer





Beiträge: 210

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:01.05.13 00:50 IP: gespeichert Moderator melden


Der Rundgang durch den Zoo wird fortgesetzt, Claudia ist allerdings nicht mehr bei der Sache. Sie schaut sich die Augen aus ob Sie Wolfgang nicht nochmal sieht. Jasmin versucht immer wieder sie abzulenken, doch es gelingt nicht.
Erst beim Picknick, im Zoo gibt es extra Rasenflächen dafür, erst dort taut Claudia wieder auf und ist ansprechbar. Jasmin zeigt ihr wie sie aus Gänseblümchen eine Blumenkrone machen kann. Jasmin und Claudia setzen sich den fertigen Kopfschmuck auch auf und sehen wie alle jungen Mädchen überaus reizvoll damit aus.

Nach dem Picknick macht sich Aufbruchsstimmung breit. Alles wird zusammen geräumt und eingepackt. Es gibt lange Gesichter bei den Mädchen, vor allen dann als davon gesprochen wird das morgen Montag ist und die Schule ruft. Sie fügen sich, es nützt eben nichts.
Die Heimfahrt wird in der gleichen Gruppierung angetreten wie auch die Hinfahrt, Claudia fährt also bei Jasmins Eltern mit. Sie muss sich ja wieder umziehen, wieder zu einem Jungen werden. Es fällt ihr allerdings immer schwerer.

Jasmins Vater bringt sie schnell mit dem Auto nach Hause, dort flitzt Claudia gleich nach oben und kommt wieder richtig angezogen runter. Renates Eltern sind auch noch dort. Können Claudia in ihrer Normalen Kleidung erleben, normal ist natürlich Rock und Bluse bei ihr. Claudia bleibt aber nur kurz unten bei den erwachsenen, es zieht sie wieder nach oben zu Angelika. Sie möchte unbedingt wissen was im Kino gelaufen ist mit Lukas.

Für Angelika war dieser Sonntag enttäuschend. Claudia hat sie ja extra fein gemacht und sie hat ihre Anziehsachen mit Bedacht ausgewählt. Lukas hat es aber nicht bemerkt, es vielleicht bemerkt, gesagt darüber hat er jedenfalls nicht.
Im Kino hat er später zwar Angelikas Hand gehalten aber nicht versucht sie zu küssen. Angelika musste bei der Hälfte des Films zum Klo, sie hat sich aber nicht getraut, hatte sich vorgestellt das sie dann gerade den Augenblick verpasst.
„Hättest Du Dich denn küssen lassen?“, fragt Claudia.
Angelika nickt.
„Bist Du denn schon mal geküsst worden?“
Angelika schüttelt mit dem Kopf und seufzt, „Nein, noch nie.“

Sie schaut Claudia an, „Du hast mich doch mal gefragt wie das küssen geht, ich wollte damals nicht das es so aussieht als…“, wider seufzt sie.
„Wolfgang war heute auch im Zoo“, meint Claudia um das Thema zu wechseln
„Und?“, Angelika ist mal wieder die Neugierde in Person, da wird sogar das Debakel mit Lukas zur Nebensache.

Doch als sie Claudia nach Strich und Faden ausgequetscht hat, ist das was sie heute mit Lukas erlebt hat doppelt so schlimm. Die beiden haben sich wieder geküsst, so wie Claudia es geschildert hat, sogar gegen den Willen seiner Eltern. Wenn Lukas doch auch so wäre. Angelika ist in diesem Moment unglaublich neidisch auf Claudia. Sie ist zwar ihr Schwester, aber dennoch, sie findet es einfach ungerecht. Claudia ist doch jünger wie sie!

Was die beiden nicht wissen, auch unten bei den Eltern ist Wolfgang das Thema. Renates Eltern fragen wie es denn weiter gehen soll mit den beiden. Es ist Renates Mutter die fragt, für ihren Vater ist das immer noch eine Sache mit der er zu kämpfen hat. Das kann er nicht so einfach schlucken. Es sitzt einfach zu tief in ihm drin, er verabscheut es nicht und er kann damit leben das es solche Männer gibt. Wenn das aber in der eigenen Familie passiert ist das etwas anderes.

Claudias Eltern müssen zugeben das die Sache mit diesem Wolfgang geklärt werden muss und das möglichst schnell. Renate bekommt einen traurigen Gesichtsausdruck dabei, es wird schwer werden für Claudia. Sie überlegen gemeinsam was sie machen können und kommen zu einer Lösung. Allerdings brauchen sie dafür die Hilfe von Jasmins Vater, Dietrich glaubt aber das er ihnen diesen Dienst erweisen wird. Nun muss das Ganze nur noch Claudia beigebracht werden, eine schwere Aufgabe. Renate möchte es ihrer Tochter lieber alleine sagen. Wenn sie es schafft sogar heute Abend noch.

Es wird noch zu Abend gegessen, Renate schaut immer wieder unauffällig zu Claudia hin, sieht wie fröhlich sie ist. Sie möchte ihrer Tochter nicht weh tun, aber es führt kein Weg daran vorbei. Das mit Wolfgang muss aufgeklärt werden.
Nach dem Abendbrot bringt Dietrich seine Schwiegereltern nach Hause, Angelika verzieht sich nach oben und Claudia hilft ihrer Mutter den Tisch abzuräumen. Als sie danach auch nach oben möchte wird sie von Renate zurückgehalten, soll sich mit ihr ins Wohnzimmer setzen.

Claudia schaut ihre Mama neugierig an, sie hat neben ihr auf dem Sofa platz genommen.
„Wir müssen über Wolfgang reden,“ sagt Renate ernst.
„Ist er nicht toll….“, Claudia beginnt zu strahlen, macht es Renate damit noch schwerer.
„Das mit Wolfgang…. Claudia, er muss die Wahrheit wissen, er muss wissen was mit Dir los ist.“
„Ja“, sagt Claudia leise. Renate sieht das sie nicht versteht was das bedeutet.

Renate schaut ihre Tochter an, „Claudia, es kann sein das er dann nichts mehr mit Dir zu tun haben will.“
„Aber… Nein Mama, das will ich nicht. Ich möchte doch… Oh Mama, nein“ Claudia will aufspringen und weglaufen. Renate hält sie zurück.
„Er muss es wissen! Wenn Du ihn magst, Claudia er lebt mit einer Lüge. Wolfgang wird betrogen und je länger das so geht umso schlimmer wird das Claudia. Bitte verstehe das.“

Claudia schüttelt heftig den Kopf, „Nein, nein, nein!“, sie beginnt zu weinen. „Bitte Mama, er darf es nicht erfahren. Bitte nicht! Bitte!“ Sie versucht sich loszureißen, Renate hält sie aber immer noch fest. „Du magst ihn doch! Ist es dann richtig das er belogen wird, das Du ihn belügst, das wir ihn betrügen. Du würdest mit seinen Gefühlen spielen! Das willst Du doch nicht.“

Claudia wehrt sich nicht mehr gegen ihre Mutter, sie sitzt einfach da und weint sich die Augen aus. Angelika kommt von oben, sie hat die Geräusche gehört und ist neugierig geworden, lauert durch den Türspalt.
„Es muss sein, mein Schatz“, sanft streicht Renate über Claudias Haare.
Claudia weint. Sie beruhigt sich auch nicht. Für sie ist eine Welt zusammengebrochen. Angelika ist leise in Wohnzimmer gekommen, nimmt ihre Schwester nun auch in den Arm. Gerade war sie noch neidisch, doch nun ist sie voller Mitleid. Voller Sympathie weint sie sogar mit und Renate hat jetzt zwei verheulte Mädchen dort sitzen.

Nach einiger Zeit kommt Dietrich wieder, er sieht das Elend auf dem Sofa und weiß das Renate mit Claudia gesprochen hat. Renate ist froh das ihr Mann wieder da ist. Claudias Reaktion hat sie sehr mitgenommen. Ihre Tochter muss wirklich sehr viel für diesen Jungen empfinden. Sie hat ihn schon mal verloren und heute wieder. Kein Wunder das sie so reagiert. Zum wiederholten mal denkt Renate daran das sie, wenn das alles geahnt hätten, gar nicht mit dieser Verkleidungsaktion begonnen hätten.

Gemeinsam versuchen sie nun Ihre Tochter zu beruhigen. Reden mit ihr über die Probleme die entstehen könnten wenn Wolfgang nicht über Claudia bescheid weiß. Zuletzt zeigt Claudia Einsicht, begreift das dieser Schritt getan werden muss. Leichter ums Herz wird ihr davon aber nicht. Claudia ist immer noch am Boden zerstört.

Angelika kümmert sich rührend um sie, sie spendet ihr Trost. Es ist auch Angelika die Claudia dazu bringt nach oben ins Bett zu gehen. Claudia will aber nicht alleine schlafen, nicht heute, nicht jetzt. Also gehen die Schwestern zusammen in Angelikas Bett. An Schlaf ist für beide aber nicht zu denken, immer wieder wird Claudia wach und braucht Trost.

Unten im Wohnzimmer sitzen die Eltern noch zusammen, der Kummer den sie Claudia bereitet haben lässt sie zusammenrücken. Sie müssen sich gegenseitig immer wieder sagen das sie das richtige getan haben.
Dietrich wird jetzt noch bei Jasmins Vater anrufen, es ist noch nicht zu spät dazu, er sollte noch auf sein.

Hermann, der Vater von Jasmin, muss den Boten spielen. Er soll morgen zu der Schule fahren die von Wolfgang besucht wird, dort auf ihn warten und ihm einen Brief übergeben. Gesehen haben die beiden sich heute im Zoo, sie sollten einander erkennen.
Briefe bekommt Wolfgang sonst über einen anderen Weg, doch dieses Schreiben ist zu heikel dafür.

Renate sitzt schon am Tisch und überlegt wie sie das am besten Formulieren kann. Es wird auch für Wolfgang nicht leicht zu verdauen sein. Immer wieder beginnt sie zu schreiben, liest es durch und streicht einzelne Wörter durch. Dietrich kommt zu ihr, Hermann hat zugesagt, er wird ihnen helfen.

Beide grübeln nun wie man Wolfgang die Situation am besten klarmachen kann. Gegen 24 Uhr geht Dietrich ins Bett, es nützt nichts, er muss morgen zur Arbeit. Um zwei Uhr in der Nacht ist Renate endlich zufrieden. Sie hat den Brief fertig und geht nun auch leise zu Bett. Als sie an Angelikas Zimmertür vorbeikommt, hört sie leise Stimmen. Die beiden sind immer noch wach! Sie will schon reingehen und für Ruhe sorgen, doch sie lässt es. Claudia weint schon wieder. Renate seufzt, Liebeskummer kann so weh tun.

Die Nacht ist den Mädchen am nächsten Morgen anzusehen, sie sehen total übermüdet aus ihren Augen. Renate entscheidet spontan das beide die Schule Schule sein lassen und im Bett bleiben können. Sie sagt Claudia auch nichts von dem Brief an Wolfgang. Es muss sich zeigen wie er reagiert.

Renate liest sich das Schreiben noch mal durch, findet aber nichts was sie noch ändern müsste. Sie faltet das Blatt und gibt es in einen Umschlag, den sie sorgfältig zuklebt. Für Wolfgang, schreibt sie auf das Kuvert, darunter kommt mit großen Buchstaben Privat.

Punkt zehn Uhr kommt der Vater von Jasmin um den Brief abzuholen. Renate schaut ihm noch hinterher als er wegfährt. Die Würfel sind gefallen, es liegt nun nicht mehr in unsere Hand was geschieht. Sie hofft nur das Wolfgang versteht was sie ihm geschrieben hat.

Das hofft Hermann auch, er ist zwar nur der Briefträger und weiß nur am Rande worum es geht, aber auch ihm geht das nahe. Claudia ist die beste Freundin seiner Tochter und ihre Eltern sind zu richtigen Freunden geworden. Obwohl es nicht passend ist freut sich Hermann das er helfen kann. Na ja im Moment weniger, er findet den Weg nicht und muss sich durchfragen. Hermann überlegt das es toll wäre wenn es einen Stadtplan für alle Städte gebe. Er hält wieder am Straßenrand und fragt einen Passanten nach dem Weg.
Hermann hat Glück, der alte Herr den er nach dem Weg gefragt hat, meinte das er auch in die Richtung müsste. So bekommt Hermann einen Beifahrer der ihm den Weg genau zeigen kann.

Bei der Schule ist alles Ruhig, der Schulhof ist verwaist, die Schüler in den Klassen. Hermann hofft das er Wolfgang findet wenn die Kinder zur Pause raus kommen. Vielleicht ist Wolfgang heute gar nicht in der Schule. Er schüttelt den Kopf, das bringt nichts. „Einfach abwarten“, sagt er zu sich selber. Mehr kann er auch nicht tun.

Es ist Wolfgang der ihn findet, Wolfgang hat Hermann erkannt als er am Zaun stand und ist neugierig nähergekommen. Genauso neugierig schaut Wolfgang ihn auch an.
„Hallo Wolfgang“, sagt Hermann, „Ich habe hier einen Brief für Dich, er ist von Claudias Eltern.“
Er gibt dem Jungen den Umschlag, der nimmt ihn vorsichtig entgegen und schaut fragend zurück.
Hermann sieht ihn ernst an, „Bitte lese ihn in ganz Ruhe durch und gebe ihn nicht weiter, es ist wirklich wichtig, hörst Du!“

Wolfgang nickt, „Mache ich. Bitte grüßen Sie Claudia von mir.“
„Das werde ich machen, sie wird sich darüber sehr freuen.“ Hermann lächelt kurz, wird dann wieder ernst, „Denke an den Brief Wolfgang und das was ich Dir gesagt habe.“
Wieder nickt Wolfgang und Hermann verabschiedet sich vom Ihm. Als er sich ins Auto setzt kann er sehen das Wolfgang den Brief immer noch in Händen hält, ihn aber nicht öffnet. Gut so, denkt Hermann, das wird hart für Dich sein. Es ist besser wenn Du alleine bist wenn du ihn liest.

Ein verwirrter Wolfgang bleibt auf dem Schulhof zurück. Er stopft den Brief in seine Hosentasche, besinnt sich dann aber anders. Er holt den Umschlag noch mal heraus, faltet ihn ordentlich ob schiebt ihn tief in seine Tasche. Einen kurzen Moment hat er überlegt ihn zu öffnen, er hat es aber nicht getan. Die Schulklingel zeigt das Ende der Pause an, Wolfgang strebt mit den anderen ins Gebäude.

Während des Unterrichtes muss er immer wieder an den Brief denken, kann sich kaum auf den Lehrer konzentrieren. Wolfgang ist ungeheuer erleichtert als es endlich zum Schulschluss bimmelt. Schnell und nachlässig packt er seine Sachen in die Schultasche um macht sich auf den Weg nach Hause.

Seine Mutter wartet schon mit dem essen auf ihn, zum Glück isst sein Vater heute nicht zu Hause. Die Standpauke die er ihm gestern gehalten hat reicht ihm heute noch. Was hat er denn schon großartig gemacht!
„Papa muss durcharbeiten, es ist Ware angeliefert worden.“ Sein Vater arbeite in einem Laden für Landwirtschaftsgüter, manchmal hilft Wolfgang dort auch aus.
Seine Mutter sieht ihn an, „Ich soll dich von Papa fragen ob Du ihm nachher helfen willst, aber Du musst sicher noch Schularbeiten machen.“
„Ja, ich habe eine ganze Menge auf.“ Wolfgang grinst, seine Mutter ist ganz in Ordnung, meistens.
Mach dem Essen hat er endlich Zeit. Wolfgang verschwindet nach oben in sein Zimmer und schließt sogar die Tür ab. Sein Bruder und sogar seine Schwägerin haben die Angewohnheit einfach bei ihm reinzuplatzen. Wolfgang holt den Umschlag aus seiner Tasche und setzt sich auf sein Bett. Sorgfältig glättet er das Kuvert und öffnet es vorsichtig und holt den eigentlichen Brief heraus.

Er faltet ihn auseinander und beginnt zu lesen.



Hallo Wolfgang

Wie Du an der Schrift siehst ist dieser Brief nicht von Claudia sondern von mir, ihrer Mutter. Du hast Dich bestimmt gewundert warum Du ihn auf so ungewöhnlich Art und Weise bekommen hast. Ich musste, besser wir die Eltern, mussten sicher sein das nur Du dieses Schreiben zu lesen bekommst.

Wolfgang, wir würden Dir diesen Schock gerne ersparen, es geht aber nicht. Claudia ist ein Junge!

Claudia empfindet sich selber aber als Mädchen, als Mädchen hat sie Dich kennengelernt als sie mit Christine auf diesem Spielplatz war. Sie war auch auf der Feier ein Mädchen. Du hast mit einem Mädchen getanzt!

Wir haben nicht damit gerechnet das Claudia mehr als einen Jungen in Dir sieht. Als wir nach der Feier erfahren haben das Deine Eltern nicht damit einverstanden sind das Du eine Freundin hast waren wir sehr erleichtert darüber. Es hat uns aber auch leid getan das ihr darunter gelitten habt. Claudia hat sehr um Dich geweint.

Wir dachten das dieses Thema damit zu Ende war. Das war es aber nicht, es kam ein Brief von Dir. Claudia hat sich darüber sehr gefreut. Wir auch, und doch hatten wir kein gutes Gefühl dabei. Nicht wegen Dir Wolfgang sondern wegen dieser Situation.

Gestern habt ihr euch wiedergesehen. Wolfgang, wenn wir gewusst hätten das Du auch dort bist, wir wären nicht in den Zoo gefahren. Wieder nicht wegen Dir, bitte denke das nicht. Ich weiß das es sehr schwer für Dich sein wird das Ganze zu verstehen. Auch diesen Brief, ich wünschte ich hätte ihn nicht schreiben müssen. Du musst es aber wissen Wolfgang, wissen was mit Claudia los ist.

Es wissen nur sehr wenige über Claudia Bescheid. Der Mann der Dir den Brief gegeben hat ist der Vater von Claudias Freundin. Er, seine Frau und Jasmin, das ist ihre Tochter. Sie kennen das Geheimnis, sonst niemand. Auch Christine nicht, oder deren Eltern noch die Gäste auf der Feier. Für alle dort ist Claudia ein Mädchen gewesen. Verstehst Du das? Das Geheimnis wird gewahrt bleiben. Auch wir werden mit niemanden darüber reden. Das versprechen wir Dir.

Es tut mir unendlich leid das ich Dir diese Zeilen schreiben musste, ich weiß das dich das sehr durcheinander bringen wird. Vielleicht hilft es ja wenn Du versuchst Claudia nur als Mädchen in Erinnerung zu halten.

Renate Lorenz.


Wolfgang lässt das Blatt sinken, mit allem hat er gerechnet. Aber nicht damit!
Er starrt ins Leere, er spürt nicht das Tränen seine Wange hinab laufen. Voller Scham muss er daran denken das er eine Jungen geküsst hat. Aus der Scham wird Wut. Wolfgang knüllt das Papier zusammen und schmeißt es in einer Ecke. Es hält ihn nicht auf Bett er springt auf und steht mit geballten Fäusten in seinem Zimmer. Am liebsten würde er alles von den Wänden reißen und die Möbel zerschlagen. Er fühlt sich so gedemütigt und er ist so voller Wut das ihm wieder die Tränen kommen. Er schluchzt laut und gequält auf und lässt seinen Gefühlen freien Lauf.

Er steht einfach in seinem Zimmer und weint. Auch dafür schämt er sich. Wolfgang setzt sich langsam wieder auf das Bett und schlägt die Hände vors Gesicht. Eine ganz weile bleibt er einfach nur so sitzen.
Er bleibt den ganzen Tag auf seinem Zimmer, es stört ihn auch niemand. Zum Abendbrot wird er runter gerufen und sitzt schweigen am Tisch, isst mechanisch und geht wieder nach oben.

Er sucht den Brief den er fortgeschmissen hat, will ihn zerreißen, macht es aber doch nicht. Er glättet ihn und liest ihn erneut. Wieder fühlt er diese Scham. Wolfgang überlegt was er mit dem Schreiben machen soll, die anderen Briefe bewahrt er in seinem Schrank in einem Winterpullover auf. Das will er hier mit aber nicht machen. Aus irgendeinem Grund will er ihn aber auch nicht vernichten. Er hatte kurz daran gedacht ihn zu verbrennen, das aber gleich wieder verworfen. Schließlich versteckt er ihn hinter einer Urkunde die im letzten Jahr bei den Bundesjungendspielen bekommen hat. Dort erscheint es ihm sicher genug zu sein.

Ihm fällt ein das er seine Hausaufgaben gar nicht gemacht hat, er pfeift darauf. Er will im Moment nichts wissen, nichts hören und nichts tun. Er liegt einfach auf dem Bett und beobachtet die Zeiger der Uhr. Von unten hört er den Fernseher, die Titelmusik von Vegas, er hat bis jetzt keine Folge verpasst, heute ist es ihm egal.

Wolfgang schließt seine Augen, er möchte ganz weit weg sein, ganz alleine. Er legt sich auf sein Bett, starrt nun die Wand an.
„Wolfgang“, die leise Stimme seiner Mutter, er antwortet nicht, hofft das sie geht. Das tut sie aber nicht, sie kommt ins Zimmer und setzt sich bei ihm hin. Sie legt sanft eine Hand auf seine Schulter, „Was ist denn los?“, wieder ihre leise Stimme.

Wolfgangs Mutter hat ihrem Sohn angesehen das etwas nicht stimmt als er unter bei Tisch saß. Auch das er nicht runter kam als die Serie lief die er immer so gerne schaut, war für sie ein Zeichen das etwa los ist. „Geht es um das Mädchen von gestern“, fragt sie mit dem unfehlbaren Instinkt einer Mutter.

„Papa will doch nur das Beste für Dich. Schau mal Du bist noch so jung….“
Wolfgang kann nicht anders, er schluchzt auf, versucht es aber zu unterdrücken. Seine Muter hat das natürlich mitbekommen, ach Wolfgang, denkt sie.
„Du magst sie, Du magst dieses Mädchen?“
Sie ist kein Mädchen, denkt Wolfgang. Sie ist kein Mädchen. Kein Mädchen! Fast hätte er es laut gesagt.

Wolfgangs Mutter streicht nochmal über seine Schulter. „Du möchtest alleine sein?“
Ihr Sohn nickt, „Gut“, sagt sie sanft, „ich gehe wieder runter. Wolfgang du weiß das du über alles mit mir reden kannst?“
„Ja Mama“, presst Wolfgang mühsam hervor. Darüber aber nicht, denkt er dabei.
Er bleibt alleine in seinem Zimmer. Nun kann er Stimmen von unten hören, das tiefe Organ seines Vaters und den hellen Tenor seiner Mutter, vielleicht reden sie über ihn. Vielleicht reden sie auch über dieses Mädchen, das kein Mädchen ist. Irgendwann schläft Wolfgang ein. Angezogen liegt er auf seinem Bett. Er wälzt sich herum, deckt sich fahrig über und sinkt wieder in den Tiefschlaf.

Auch Claudia wälzt sich im Bett herum, auch für sie ist dies ein verlorener Tag, ein Tag den man im Kalender streichen sollte. Sie brauchte heute nicht in die Schule, Angelika auch nicht. Mit Claudia wäre auch nichts anzufangen gewesen, ganz leise hatte sie ihre Mutter gefragt ob Wolfgang schon Bescheid wisse. Es war gegen Mittag, Hermann hatte schon angerufen und mitgeteilt das alles erledigt sei. Renate hatte nur genickt auf diese Frage und Claudia biss sich auf die Lippen, ihre Tränen konnte sie so aber nicht unterdrücken.

Claudia wollte den ganzen Tag nicht essen, ist sehr früh auf ihr Zimmer gegangen und hat genau wie Wolfgang einfach nur auf ihrem Bett gesessen. Später ist sie dann auch wie Wolfgang eingeschlafen.

Der nächste Tag ist für beide ebenso schlimm wie der gestrige, Wolfgang und auch Claudia stehen einfach neben sich, es ist nicht rechtes mit ihnen anzufangen. Der Unterricht geht an beide vorbei. Wolfgang bekommt einen Eintrag ins Klassenbuch, er hat zum dritten Mal seine Hausaufgaben nicht gemacht. Es ist ihm egal. Claudia bekommt zwar keinen Eintrag, ihr Verhalten fällt aber auf, nicht mal Jasmin kommt zu ihr durch. Auf fragen reagiert sie wenn überhaupt nur einsilbig.

Zu Hause ist es nicht anders. Beiden Müttern, Claudias und auch Wolfgangs Mutter blutet das Herz. Bei Wolfgangs Mutter kommt noch hinzu das sie nicht einmal weiß was überhaupt mit ihrem Jungen los ist. Das macht alles für sie noch schwerer, zumal Wolfgang nicht darüber redet.

Am Nachmittag klingelt bei den Lorenz das Telefon, Renate geht an den Apparat, „Lorenz.“ Es kommt keine Antwort, „Hallo? Ist da jemand?“ Stille.
„Bist Du das Wolfgang?“, fragt sie aus einer Eingebung heraus.
„Ich….“ Stille.
Renate wartet ab, als gar nichts kommt fragt sie, „Bist du noch da?“ Natürlich ist er noch da, sie hört seinen Atem ja. Ihre Taktik geht auf.
„Ja, ich bin noch da.“, hört sie leise aus dem Hörer. Dann wieder Stille.

Renate will schon erneut fragen, da fragt Wolfgang ganz leise „Ist das wirklich wahr?“
„ja, es ist wahr“, bestätigt Renate, „Du verstehst das wir Dir das sagen mussten?“, fügt sie noch an.
Ein klägliches Ja, ist zu hören.
Wieder stille, „Möchtest Du mit Ihr reden?“
„Nein, ich… ich kann nicht.“ Ein schniefen ist zu hören, dann Geräusche die Renate veranlassen ihre Hand am Hörer zu verkrampfen. Oh Gott denkt sie, er weint.

„Du magst Sie“, fragt Renate leise. Sie bekommt keine Antwort, sie weiß was das bedeutet.
„Sie ist aber kein Mädchen“, sagt Wolfgang ebenso leise.
„Claudia denkt und fühlt aber wie ein Mädchen.“ Sagt Renate sanft
„Ja, das tut sie.“ Wolfgang wirkt etwas gefasster.
Beide Schweigen einen Moment, „Was soll denn nun werden?“, fragt Wolfgang. Renate muss etwas lächeln. So fragt man nur wenn man an einer Zukunft glaubt.
„Ihr werdet darüber hinweg kommen.“, sagt sie jedoch ausweichend, „Das habe ich auch zu Claudia gesagt.“
„Hat sie geweint?“ fragt Wolfgang wieder ganz leise.
„Ja sehr sogar.“

Renate hört Kleingeld klimpern, Wolfgang ist scheinbar in einer Telefonzelle. Sie hört aber nicht nur das Geld, sie kann auch hören das bei Wolfgang wieder die Tränen fließen. Er muss sie wirklich mögen, denkt sie dabei. Es ist selten das ein Junge solche Gefühle zeigt und das auch noch öffentlich. Vielleicht steht aber die Telefonzelle etwa geschützt, überlegt sie weiter. Es ist aber dennoch bemerkenswert.

„Ich muss gleich auflegen“, sagt Wolfgang.
„Ja. Wolfgang, du kannst jederzeit hier anrufen wenn du reden möchtest.“
„Danke. Ich … ich möchte… könnten sie…“
„Soll ich Claudia von Dir grüßen?“ Sie hört ein ersticktes ja von Wolfgang.
„Sie wird sich sehr darüber freuen Wolfgang.“
„Danke, das Geld ist gleich alle.“ Hört sie ihn noch sagen, dann ist die Verbindung tot.

Renate sieht eine Bewegung und schaut nach oben. Claudia steht auf dem Treppenabsatz, sie presst ihrer Faust auf ihre Lippen. Man kann aber sehen das sie lächelt und gleichzeitig weint.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DevoterDiener am 02.05.13 um 07:09 geändert
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
drachenwindVolljährigkeit geprüft
Story-Writer

Berlin


Leben und leben lassen

Beiträge: 1245

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:01.05.13 01:22 IP: gespeichert Moderator melden


Eine sehr gefühlvolle Fortsetzung mit viel Herzschmerz.
Nun stellt sich die Frage, ob Wolfgang mit dem Outing
klar kommt oder geht es ihnen wie den zwei Königskinder?
Bin schon neugierig, wie es weiter geht.


Achte das Leben!
Urteile erst, wenn du genug weißt und vor allem sei Tolerant!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
GummimikeVolljährigkeit geprüft
Sklave

Lehrte


Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

Beiträge: 3374

Geschlecht:
User ist offline
Gummimikey  
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:01.05.13 22:08 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

Für Wolfgang, schreibt sie auf das Kuvert, darunter kommt mit großen Buchstaben .

Was kommt denn darunter??
Zu schade das Lukas sich nicht getraut hat Angelka zu küssen. Vielleicht sollte Christoph mal den Liebesboten spielen und Lukas einen kleinen Tipp geben damit Angelika auch endlich mal geküsst wird.
Bin mal gespannt ob Wolfgang mit seiner Mutter über Claudia spricht und wie die Reagiert.

Don´t Dream it! BE IT!!!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
ev_1
Fachmann





Beiträge: 40

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:02.05.13 11:15 IP: gespeichert Moderator melden


Ooh. Das ist ja ganz großes Kino...

VG!
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
ev_1
Fachmann





Beiträge: 40

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:11.06.13 21:14 IP: gespeichert Moderator melden


Das mit dem großen Kino war nicht böse gemeint. Deine Geschichte ist genauso schön, wie die des "Dänischen Mädchens"

Viele Grüße - ev_1
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
AbrahamVolljährigkeit geprüft
Sklave/KG-Träger





Beiträge: 23

User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:25.06.13 16:37 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo DevoterDiener,
bitte schreib die Geschichte weiter
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
DevoterDiener
Story-Writer





Beiträge: 210

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Metamorphose und der Versuch einer Fortsetzung Datum:18.07.13 18:16 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen, nach langer Zeit mal wieder etwas von Claudia und Christoph. Ich will sehen das ich hier noch etwas mehr Zeit mit verbringen kann.


„War das Wolfgang?“, fragt sie zaghaft. Renate nickt, „Ja mein Engel.“
„Was hat er gesagt? Wird er mich… Mag er mich noch?“
Renate nimmt ihre Tochter in den Arm, „Er braucht Zeit, es ist nicht einfach für ihn.“
Claudia nickt tapfer, kann aber nicht verhindern dass sich wieder Tränen in ihren Augen bilden, „Ach Mama, ich will gar nicht weinen.“
Renate sieht ihre Tochter an, „Er hat auch geweint, Claudia.“
„Wirklich? Um mich?“
„Ja, um dich. Aber er braucht Zeit.“

„Warum tut es so weh, Mama? Warum muss er auch weinen?“
„Es ist die Liebe, Claudia. Sie kann sehr schön sein aber auch sehr weh tun.“
„Liebe? Liebt Wolfgang mich, liebe ich ihn?“
„Vielleicht Claudia, ihr seid noch sehr jung, aber ihr empfindet viel füreinander. Ihr müsst euch Zeit geben, Wolfgang wird viel Zeit brauchen.“
„Ob ich ihm schreiben soll?“
„Nein Claudia, lass ihn den ersten Schritt machen. Wolfgang muss sich über vieles klar werden, lass ihm Zeit.“

„Es ist so schwer Mama, ich möchte so gerne…“
„Bitte Claudia, es ist besser so für euch beide. Wenn Du ihm schreibst würde er sich vielleicht bedrängt fühlen. Er braucht Zeit, Claudia. Du auch! Du hast bald wieder einen Termin bei dieser Psychologin und du musst dich darauf konzentrieren dass du draußen nicht auffällst. Für viele bist du immer noch Christoph, die können nicht in dich rein sehen. Die sehen deine Probleme nicht.“

Claudia seufzt. Christoph? Nein, sie fühlt sich nicht mehr als Christoph. Wenn sie als Mädchen geboren wäre…
„Warum bin ich nicht als Mädchen geboren worden Mama?“
Renate lächelt, „Weil du als ganz süßer kleiner Junge auf die Welt gekommen bist.“
„Jetzt würde ich lieber ein Mädchen sein!“
„Ich weiß mein Schatz, aber das geht nicht von heute auf morgen.“
Wieder seufzt Claudia.

„Du musst Geduld haben. Schau mal, wir haben doch schon viel erreicht. Der Rektor an Deiner Schule weiß Bescheid, Oma und Opa wissen Bescheid.“
„Und Wolfgang weiß Bescheid“, sagt Claudia mit trauriger Stimme.
„Ja er weiß auch Bescheid. Wir schaffen das!“
Claudia sieht ihre Mutter zweifelnd an, im Moment kommt ihr alles nur grau in grau vor.
„Komm, wasch dein Gesicht und mache dich hübsch, das bringt dich auf andere Gedanken. Okay? Du musst nach vorne schauen Claudia, Morgen ist ein neuer Tag wer weiß was er dir bringt.“

Renate hatte recht, nachdem Claudia im Bad war, setzt sie sich in ihrem Zimmer vor den Spiegel und beginnt sich zu schminken. Sie vertieft sich darin und vergisst für eine Weile ihre Sorgen. Später unterhält sie sich noch mit Angelika, hört sich an was Angelika über Lukas zu erzählen hat. Sie ist so enttäuscht von ihm. Auch wenn es andere Gründe hat, aber sie fühlt zurückgesetzt von Lukas, so als wäre es ihm peinlich wenn man ihn mit ihr sehen würde. Claudia fragt ihre Schwester, ob sie denn schon mit Lukas gesprochen hat, deswegen. Ja, hat sie, aber das was er sagte kommt ihr irgendwie komisch vor. Warum will er nicht das andere sehen dass er mit ihr zusammen ist?

Claudia denkt kurz an Wolfgang, der ist ganz anders. Nur flüchtig hat sie an ihn gedacht, doch sofort füllen sich ihre Augen mit Tränen. Angelika sieht es, kann sich denken was los ist und versucht Claudia abzulenken. Sie holt ein Buch über Exotische Pflanzen und zeigt Claudia wie viele verschiedene Arten es dort gibt. Angelika ist von Blumen und Pflanzen fasziniert. Claudia kann sich dafür überhaupt nicht begeistern, ist Angelika jetzt aber sehr dankbar für die Ablenkung.

Erst später im Bett denkt Claudia wieder an Wolfgang und vergießt dabei Tränen. Ihre Mutter hört es, als sie selber zu Bett geht und es bricht ihr fast das Herz, nur helfen kann sie Claudia nicht.

Auch für Wolfgang ist der Tag grau in grau. Nach dem Telefonat mit Claudias Mutter fühlte er sich ein wenig besser. Was ihn besonders bewegte war die Aussage, das Claudia sehr geweint hatte. Während Wolfgang nach Hause geht sieht er Claudias Gesicht vor sich, wie mag sie aussehen wenn sie weint. Er stellt es sich so bildlich vor das auch ihm wieder das Wasser in die Augen kommt. Wolfgang schüttelt den Kopf, was ist nur los mit ihm?

Als er ins Haus kommt wird er von seiner Mutter angesprochen. Wolfgang wäre es am liebsten gewesen wenn er einfach so in sein Zimmer verschwinden könnte.
„Du warst telefonieren?“ fragt sie ihn, wieder mit dem sicheren Instinkt einer Mutter. Wolfgang ist das fast etwas unheimlich. Er nickt aber nur, er will nicht darüber reden.

„Du magst sie sehr, nicht wahr?“ Wolfgangs Mutter will ihn nicht so einfach ziehen lassen.
Er schaut sie an, er weiß nicht was er sagen soll. Claudia ist kein Mädchen, sie ist ein Junge und doch… Wolfgang fühlt etwas in sich, er kann es nicht beschreiben. Es ist so wie gerade auf dem Weg nach Hause, er fühlt wie sich Tränen in seien Augenwinkeln sammeln. Er will nicht weinen, nicht vor seiner Mutter. Die sieht aber schon wie es um ihren Sohn steht und nimmt ihn in die Arme. Wolfgang kann seine Tränen nun nicht mehr zurückhalten.

Nach einer Weile hat Wolfgang sich beruhigt, er fühlt sich noch nicht besser, aber der innere Druck ist weg. Er kann jedoch nicht mit seiner Mutter sprechen, er weiß nicht wie, es ist so verworren. Seine Gefühle sind verworren.
„Ich werde Papa nichts davon sagen. Er meint das du viel zu jung bist um etwas ernstes mit einem Mädchen anzufangen.“
Wolfgangs Mutter lacht leise auf, „Dein Vater vergisst ganz dass er selber auch mal jung war.“

Beide schweigen einen Moment und hängen ihren Gedanken nach. Irmgard, Wolfgangs Mutter muss an die Worte ihres Mannes denken, Etwas ernstes mit einem Mädchen anfangen, so hatte er sich ausgedrückt. Sie hatte es damit abgetan das das was da zwischen ihrem Sohn und dieser Claudia ablief nur eine Liebelei war. Doch nun muss sie ihre Meinung ändern, es scheint doch mehr zu sein zwischen den beiden.

„Ihr schreibt euch? Ich habe die Briefe in deinem Schrank gesehen.“ Unterbricht Irmgard das Schweigen.
Wolfgang schaut sie alarmiert an.
„Ich habe sie nicht gelesen! Ich habe auch nicht geschnüffelt. Sie sind mir entgegen gefallen als ich deinen Schrank aufgeräumt habe.“
Wolfgang wird von seiner Mutter bei den Händen gefasst, „Briefe sind privat, weder dein Vater noch ich würde sie gegen deinen Willen lesen. Das Verspreche ich dir!“

„Ja“, sagt Wolfgang nach kurzem Zögern, „die Briefe sind von Claudia.“
Endlich! Denkt Irmgard, endlich redet er.
„Ich habe mich gewundert das dort kein Absender und keine Adresse drauf ist, wie hast du sie bekommen?“
Wolfgang erklärt ihr wie er an die Briefe gekommen ist, dass Claudia an Christine schreibt und die ihm die Briefe in der Schule gibt.

„Hattet ihr keine Angst das Christine die Briefe vorsichtig aufmacht und liest?“
„Nein, außerdem stand nichts Besonderes drin.“
„Ich hatte mich gestern noch mit Papa unterhalten, wenn sie will kann sie die Briefe auch direkt zu Dir schicken. Dein Vater möchte nur nicht das du dich ständig mit ihr triffst. Du musst ihn verstehen, er möchte nicht das du den gleichen Fehler machst wie dein Bruder.“

Wolfgang wird rot, er mag diese Themen nicht. Sein Vater hält ihm das auch immer vor, predigt immer dass er ja ein Kondom benutzen solle, sich nicht auf das Mädchen verlassen sollte. Außerdem hatte noch nicht daran gedacht mit Claudia zu… Natürlich er mag sie, aber… Wolfgang wird bewusst was er dachte, ja er mag sie, er mag Claudia. Aber sie ist kein Mädchen, darum sollte er auch nicht solche Gedanken haben.
Er schließt die Augen, wieder ist alles so verworren.

Seine Mutter sieht das es in ihrem Sohn arbeitet, wieso können Männer nur so schwer über Gefühle sprechen denkt sie dabei. Ich würde ihm so gerne helfen.
„Du möchtest alleine sein?“
„Ja“, sagt Wolfgang.
Er dreht sich um und will aus dem Zimmer gehen, dreht sich aber noch mal um und drängt sich an seine Mutter, „Ich habe dich lieb, Mama“
„Ich dich auch mein Schatz.“
Irmgard schaut ihm hinterher und hat einen Kloß im Hals, ihr Sohn ist auf der Schwelle vom Jungen zum Mann und jetzt gerade war er ihr kleiner Jungen gewesen. Diese Momente wird es nicht mehr so oft geben.


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DevoterDiener am 18.07.13 um 22:06 geändert
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht ändern Nachricht löschen
Seiten(8) «1 2 3 4 5 6 [7] 8 »
Antworten Bei Antworten benachrichtigen
Jumpmenü
Google
Suche auf dieser Seite !!

Wir unterstützen diese Aktion

Powered by Forennet.org v 1.2
© all rights reserved, 2014

Status: Sessionregister
Der Aufruf erzeugte 23 locale und 1 zentrale Queries.
Ladezeit 0.43 sec davon SQL: 0.37 sec.