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Jochen1979
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:06.03.17 06:52 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für die Antwort, freu mich auf jeden Fall schon auf eine Fortsetzung.
Werde mich in Geduld üben ;-)
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Agent_CA
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Beiträge: 12

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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:21.05.17 21:14 IP: gespeichert Moderator melden


@all: Hier also endlich die lange schon versprochene Fortsetzung meiner kleinen Geschichte. Ich hoffe, ich werde in nächster Zeit wieder etwas mehr Zeit zum Schreiben haben, aber versprechen kann ich nur eines: Ich werde diese Erzählung fortsetzen, egal wie langsam! Ich habe viel zu viel Freude daran, um darauf zu verzichten. Sachliche Kritik und sonstige Rückmeldungen sind wie immer willkommen, ich freue mich, wenn ich merke, dass jemand sich für meine Texte interessiert! Viel Spaß beim Lesen!

(Immer noch) Kapitel 1: Der Anreisetag (Teil 4)

Mariah hatte sich über sie gebeugt und lächelte sie warmherzig an. „Danke,“ brachte Mia leise hervor, während sie versuchte, zurückzulächeln. Warum sie das sagte, wusste sie nicht recht, aber es kam ihr passend vor. „Und, wie sitzt sie?“ wollte Mariah wissen. Mias Hand tastete nach unten und glitt über das vordere Bündchen auf das Polster, das sie vom Bauchnabel abwärts bedeckte. Besonders unterhalb des verstärkten Bereichs fühlte sich die Folie so sanft wie Seide an. Das Saugmaterial darunter war angenehm weich und das Vlies lag so bequem auf der Haut auf, dass sich die ganze Windel fast wie ein lebendiger Teil ihres Körpers anfühlte, als sie mit den Fingern über die Außenhaut strich. Das Gefühl war erstaunlich schön. Mia ließ ihre Hand tiefer gleiten, zwischen ihre Beine, die sie dabei langsam schloss. Das Saugkissen in ihrem Schritt gab dem Druck ihrer Schenkel viel besser nach, als sie es sich vorgestellt hatte. Es ließ sich ohne Kraftanstrengung zusammenpressen und wölbte sich zugleich weiter nach außen, sodass es problemlos ihrer veränderten Körperhaltung folgte. Erst kurz bevor ihre Knie einander berührt hätten, wurde es etwas fester und setzte ihr mehr Widerstand entgegen. Ganz schließen konnte sie die Beine also nicht, aber beim Laufen würde ihre Verpackung sie nicht sonderlich stören. Mit dem Daumen und dem kleinen Finger hatte Mia dabei links und rechts nach den Bündchen getastet, welche die Beugen neben ihrer Scham auskleideten. Sie hatten die Bewegung problemlos nachvollzogen und sich die ganze Zeit über eng an die Haut geschmiegt.

Nun legte Mia beide Hände vorne auf die Windel und ließ sie dann langsam links und rechts auf die Rückseite gleiten. Direkt seitlich spannten sich nur dünne Lagen Folie und Vlies über ihre Hüften. Sobald ihre Finger aber die Hinterbacken erreichten, bemerkte sie das Saugkissen, das offenbar wirklich ihren gesamten Po umschloss. Sie hob ihr Gesäß leicht an, betastete das Polster und schlug dann versuchsweise leicht mit den flachen Händen darauf. Selbst die leichteste Berührung war deutlich zu spüren, fast so, als könnte Mia mit der Windel selbst fühlen, nicht nur mit der Haut, die darunter lag. Und doch wirkte durch das Polster alles sanfter und zärtlicher als sonst, selbst die Schläge wurden zu einem angenehmen Klopfen.

Da sie ihre Neugier befriedigt hatte, legte Mia ihren gewindelten Po zurück auf den Bademantel und schaute wieder zu Mariah herüber. „Ich glaube, sie passt ganz gut,“ meinte sie. Tatsächlich kam ihr die Windel richtig bequem vor, und irgendwie fand sie das Gefühl, so dick eingepackt zu sein, sogar angenehm. Wäre da nur nicht… „Muss ich die Dinger eigentlich auch benutzen?“ Mia hatte sich Mühe gegeben, die Frage fast beiläufig klingen zu lassen. Ein leichtes Zittern in der Stimme hatte sich aber nicht unterdrücken lassen. Mariah sah ihr in die Augen und antwortete betont sanft, aber bestimmt. „Heute Nacht vielleicht noch nicht, aber früher oder später musst du das, Mäuschen. Guck mal, ich setze dich morgens und abends beim Windelwechsel immer auch aufs Töpfchen, und da darfst du dann Pipi machen und … naja, du weißt schon! Viele Mädchen warten mit ihrem großen Geschäft wohl möglichst bis dahin, und das darfst du natürlich auch. Aber pinkeln wirst du früher oder später auch zwischendurch mal müssen, und dann sollst du in die Windel machen.“

Mia dachte einen Moment über diese Worte nach. „Moment mal!“ rief sie entsetzt. „Heißt das, ich muss dann bis zum nächsten Morgen oder Abend mit einer nassen Windel herumlaufen?“ „So ein Unsinn,“ meinte Mariah überrascht. Sie klang amüsiert, aber auch ein wenig empört über diese Unterstellung, als sie fortfuhr. „Das heißt nur, dass du zwischendurch nicht aufs Töpfchen darfst. Aber deine Windeln wechsle ich dir natürlich auch zwischendurch. Du sollst dich bei mir doch wohlfühlen, Kleines. Und wenn du nass bist oder sonst etwas doof ist, dann darfst du mir jederzeit Bescheid sagen! Das gilt auch nachts, verstanden?“ Sie sah Mia dabei scharf an, die stumm nickte. Die Nachricht hatte sie etwas beruhigt. Aber würde sie sich dazu bringen können, ihre Erzieherin auch noch darauf hinzuweisen, wenn sie sich nass gemacht hatte? Sie wusste es nicht. Sich überhaupt einpinkeln zu müssen, schien ihr schon mehr als genug Überwindung zu erfordern.

Mariah fuhr in versöhnlicherem Tonfall und mit einem Lächeln fort: „Sonst muss ich halt hin und wieder selbst nachsehen, ob du gewickelt werden musst.“ Sie zwinkerte dabei, doch Mia war sich nicht ganz sicher, ob dies wirklich nur ein Scherz gewesen war. „Wie auch immer,“ wechselte Mariah nun das Thema, „ich denke, wir sollten dir langsam die Haare machen! Sonst sind die anderen wirklich alle fertig mit dem Essen, bevor wir dich vom Wickeltisch haben.“ Mit diesen Worten richtete sie Mia auf, löste das Handtuch, das sie im Badezimmer um die lange, schwarze Mähne des Mädchens geschlungen hatte, und begann, mit einer Bürste aus einem der Regale zuerst die Spitzen zu bürsten und dann nach und nach sich bis zum Scheitel vorzuarbeiten. Mia hatte schon immer sehr gesundes, gerades und glattes Haar gehabt, sodass Mariah schnell vorankam. Weil diese außerdem die Haare oberhalb der Bürste immer gut festhielt, ziepte es nicht im Geringsten. Erst nachdem sie den ganzen Haarschopf einmal gründlich ausgebürstet hatte, nahm sie einen Föhn zur Hand, um die geringe Feuchtigkeit zu trocknen, die nach der langen Zeit unter dem Handtuch noch im Haar verblieben war. Zuletzt bürstete sie die Haare ein zweites Mal durch und fasste sie mit einem Zopfgummi zu einem einfachen Pferdeschωanz zusammen.

„So,“ meinte Mariah, „dann wollen wir dich mal in deinen Schlafi stecken!“ Mit diesen Worten öffnete sie eine Schranktür am Fußende des Wickeltischs und holte ein gefaltetes rosa Stoffbündel hervor. Mia richtete sich ein Wenig auf. „Bekomme ich gar keinen BH?“, fragte sie. „Ich glaube, das ist nicht nötig,“ meinte Mariah. „Nach dem Essen geht es eh bald ins Bett, und da brauchst du bestimmt keinen, oder?“ „Naja,“ gab Mia zu, „eigentlich schon. Aber ich habe bisher auch immer nur in Unterwäsche geschlafen.“ Mariah lächelte. „Dann wirst du feststellen, wie bequem es ist, stattdessen einfach einen flauschigen Schlafanzug zu tragen!“ Mit diesen Worten entfaltete sie das Bündel in ihren Händen und ließ es lang herunterhängen. Es stellte sich als Einteiler mit langen Ärmeln heraus, dessen Beine in Füßlinge überging. Mia war diesmal nicht einmal mehr entsetzt, eigentlich hatte sie so etwas schon erwartet. „Das ist ein Strampelanzug“, sagte sie mit trockenem Humor. Mariah grinste entschuldigend. „Ja,“ gestand sie ein, „das kann man so nennen. Aber ich dachte, dir ist es bestimmt lieber, wenn wir von Schlafanzug sprechen.“

Mia beäugte den rosafarbenen Overall kritisch. Er wirkte nicht unförmig, sondern schien recht enganliegend geschnitten zu sein und war sogar ein wenig tailliert. Lediglich der Schritt war eine Kleinigkeit tiefer angesetzt, und vielleicht war dort auch etwas mehr Platz zwischen den beiden Beinansätzen gelassen worden, als es bei einem normalen Schlafanzug sinnvoll gewesen wäre. Die Ärmel und die Füßlinge waren farblich abgesetzt, rot mit weißen Punkten. Der Rest war rosa, aber mit Wölkchen, Zauberstäben, Feen und ähnlichen Motiven in Weiß und Rot verziert. Über der linken Brust fand sich wieder die kleine Biene mit Mias Namen in Lavendel. Das Kleidungsstück besaß keinen Kragen, stattdessen war der Halsausschnitt schlicht rund und ebenso wie die Öffnungen für die Hände mit schmalen roten Bändern verstärkt. „‚Schlafanzug‘ bedeutet aber doch,“ begann Mia vorsichtig, „dass ich das Ding nicht den ganzen Tag lang tragen muss, oder?“ „Genau,“ versicherte Mariah erleichtert. „Das ist wirklich nur zum Schlafen. Tagsüber bekommst du andere Sachen an, Kleider, Hosen und so.“ Mia merkte ihrer Erzieherin an, wie froh sie war, ihr etwas Beruhigendes antworten zu können. Vielleicht hatte Mariah schon mit einer weiteren langen Diskussion gerechnet. „Die werden natürlich zum größten Teil auch ziemlich kindlich wirken, das muss dir schon irgendwie klar sein. Immerhin bist du genau dafür hier,“ meinte sie fast entschuldigend. „Aber wenigstens musst du nicht dauernd im Strampler herumlaufen. Übrigens musst es auch nicht immer Rosa sein, wenn du das nicht magst“ fügte sie noch hinzu. „Du kannst all solche Dinge einfach ansprechen, okay? Und bei den Farben und Mustern können wir uns fast alles aussuchen.“ Mia nickte. Eigentlich fand sie das Rosa gar nicht so schrecklich. „Okay,“ sagte sie mit einem schelmischen Lächeln. „Ziehst du mich dann vielleicht mal an? Ich habe langsam nämlich echt Hunger“.

Lachend half Mariah ihr in die Hosenbeine. Der Stoff, eine Art dünnerer Frottee, fühlte sich angenehm auf ihrer Haut an, weich und griffig zugleich. Als Mia in die Ärmel schlüpfte, die ihr hingehalten wurden, stellte sie fest, dass er auch ein wenig elastisch war. Bereitwillig drehte sie sich auf den Bauch, als Mariah sie dazu aufforderte, indem sie ihr unter die rechte Hüfte und Schulter griff und diese leicht anhob. Ihre Erzieherin war ein ganze Stück größer und kräftiger als sie, aber es wäre ihr wohl dennoch schwer gefallen, Mia ohne deren Mithilfe umzudrehen. Diese spürte nun, wie der Stoff über ihrem dick gewindelten Po zurechtgezogen und dann der Reißverschluss geschlossen wurde, der ungefähr auf der Höhe ihrer Taille begann und bis zum Halsausschnitt verlief. Das obere Ende wurde dann mit einer kleinen Lasche abgedeckt, die mithilfe eines flachen Druckknopfs verschlossen wurde. Zum Schluss griff Mariah noch in eine Schublade des Schranks und zog Mia ein Paar dicke Laufsocken über die Füßlinge, die wie diese kräftig rot und mit weißen Punkten verziert waren. „Unglaublich, aber wahr,“ grinste sie nun, „wir sind fertig! Komm, sehen wir zu, dass du endlich was zu essen bekommst!“

Mia erhob sich auf alle viere und krabbelte rückwärts, bis sie das Ende des Wickeltischs erreicht hatte. Sie kletterte die kleine Leiter herunter und spürte dabei auch durch ihre dicke Verpackung, wie sie am Po von Mariah abgestützt wurde. Diese nahm nun die Einwegtücher und den Bademantel von der Wickelauflage und brachte beides ins Badezimmer. Kurz darauf kam sie mit der Urinprobe in dem kleinen Plastikbecher zurück. Mia ließ sich von ihr an die Hand nehmen und zur Eingangstür führen. Sie stellte dabei fest, wie bequem ihre Garderobe war. Der Strampelanzug passte ihr perfekt, weder spannte er noch hing er irgendwo herab. Sein dicker Stoff war nicht nur kuschelig warm, sondern sorgte auch dafür, dass sie sich auch ohne BH nicht nackt fühlte. Auch die Windel hatte sich so gut zwischen ihren Schenkeln eingepasst, dass Mia nicht breitbeiniger gehen musste als sonst. Sie war jedoch nicht nur viel größer als ein normaler Slip, sondern saß auch ganz anders, oben und an den Bündchen etwas enger, dafür im Schritt um einiges weiter. Mia spürte die ganze Zeit über, wie sich das Polster sanft an ihren Hintern schmiegte und das Vlies sie bei jeder Bewegung leicht streichelte. Das war nicht einmal unangenehm, aber doch so ungewohnt, dass es sie permanent an ihre Verpackung erinnerte. Während Mariah ihren Schlüssel hervorholte und die Tür aufschloss, blickte sie an sich herunter. Ihr Einteiler lag auch im Schritt eng an und ließ die Konturen ihres Windelhöschens so deutlich hervortreten, dass jeder Mensch sie mit einem Blick erkennen müsste.

Vorsichtig lugte sie hinter ihrer Erzieherin hervor, als diese die Tür zum Flur öffnete. Zum Glück war der Gang leer. Sie spürte, wie ihre Hand gegriffen wurde und ließ sich in den Flur hineinziehen. Als Mariah sich umdrehte, um die Tür zu schließen, fiel ihr Blick auf Mias Gesicht. „Meine Güte, du bist ja ganz rot geworden,“ rief sie überrascht. „Schämst du dich etwa so sehr?“ „Naja,“ brachte Mia hervor, „nicht vor dir… aber ich habe Angst, dass ich lächerlich aussehe. Und ich will nicht, dass sich jemand über mich lustig macht!“ Das klang trotziger, als es klingen sollte, aber vielleicht lagen am Ende des langen Tages auch einfach ihre Nerven blank. Mariah zog die Tür ins Schloss und griff Mia dann an beiden Schultern. „Jetzt hör mal zu, Kleines,“ begann sie eindringlich. „Ja, du siehst niedlich aus, auch irgendwie kindlich, aber keinesfalls lächerlich. Eher so, dass ich dich direkt in den Arm nehmen möchte, wenn ich dich sehe. Sogar wenn du so bockig bist wie jetzt. Und ich lass’ auch nicht zu, dass hier irgendwer gemein zu dir ist!“ Mia schob sich langsam näher und ließ sich nun tatsächlich in den Arm nehmen. „Versprochen?“, fragte sie. „Versprochen,“ versicherte Mariah, während sie Mia an sich drückte.

Die Umarmung tat gut und Mia erwiderte sie, obwohl Mariah ihr dabei mit der rechten Hand leicht den gewindelten Po tätschelte. Ihre Erzieherin meinte es ja gut mit ihr, und wenn die Windeln denn dazu gehörten, dann wollte sie versuchen, sich so wenig wie möglich daran zu stören. Also ließ sie sich nach einigen Augenblicken wieder brav von Mariah an die Hand nehmen und den Gang entlang führen. „Übrigens,“ meinte diese als Letztes noch zum Thema, „sitzen hier alle mit uns im gleichen Boot. Entweder, sie sind genauso angezogen wie du, oder sie sind aus denselben Gründen hier wie ich.“

Sie begegneten tatsächlich niemandem auf dem Gang, und Mia konnte sich ein wenig entspannen. Auf einem kleinem Tisch stellte Mariah den Plastikbecher ab und tippte schnell eine kurze Zahlenfolge in das Tastenfeld darüber, vermutlich, um einen Haushaltsroboter zu rufen, der die Probe ins Labor bringen würde. Erst als sie um ein paar Ecken gebogen waren und sich nun einer offenstehenden Doppeltür näherten, hörten sie von fern leise Stimmen und das Klappern von Geschirr. Mia zögerte einen Moment im Gehen, aber Mariah drückte ihre Hand fester und fragte nur leise: „Bereit?“ „Bereit,“ bestätigte Mia und erwiderte den Druck, während sie sich darauf konzentrierte, mit sicheren Schritten vorwärts zu gehen. Die Geräusche wurden langsam lauter, als sie sich der Tür näherten und schließlich hindurchtraten.

Sie standen auf einem weiteren Flur, der nach links und rechts führte. Die Poster und Bilder, die in den anderen Gängen hingen, fehlten hier, ebenso die himmelblaue Bemalung. Die Wände waren hier stattdessen strahlend weiß gestrichen. Geradeaus, gegenüber der Doppeltür, in der Längsseite des Flurs war eine große Durchreiche von fast fünf Metern breite in der Wand ausgespart, und dadurch konnte man in eine blitzende und blinkende Großküche schauen. Sie war offenbar auf vollautomatischen Betrieb ausgelegt, denn es war kein Küchenpersonal sichtbar, stattdessen bewegten sich mehrere zylinderförmige Serviceroboter zwischen den verschiedenen Geräten.

Mariah trat an die Durchreiche heran und warf kurz einen Blick auf ein Touchdisplay, das in die Theke hier eingelassen war. „Hm, magst du gebratenes Gemüse?“, fragte sie, ohne den Blick vom Bildschirm zu heben. „Ja, gern!“, antwortete Mia hastig. Sie hatte den ganzen Tag über kaum etwas gegessen. Vor Aufregung hatte sie bisher zwar kaum gespürt, wie hungrig sie war, aber nun ließ ihr schon der Gedanke an Essen das Wasser im Munde zusammenlaufen. „Prima,“ meinte ihre Erzieherin und gab ihre Wahl über das Touchscreen ein, „dann essen wir beiden heute Abend das Gleiche.“

Mia war froh über diese Nachricht. Sie hatte schon halb befürchtet, man würde ihr Babynahrung vorsetzen. Jetzt sah sie zufrieden zu, wie einer der hüfthohen Zylinder sich in Bewegung setzte und in kurzem Abstand zwei annähernd identische Tabletts herbeiholte, die er nebeneinander auf der Theke abstellte. Nur ein Unterschied fiel Mia ins Auge: Auf dem rechten Tablett stand ein Glas Wasser an der Stelle, an der sich auf dem linken ein überdimensionierter Trinklernbecher mit großen Henkeln, aufgeschraubtem Mundstück und bunten Safarimotiven befand. Darin schwappte ein durchsichtiges Getränk von bräunlicher Farbe, offenbar eine Art warmer Tee, denn über dem Flüssigkeitsspiegel schlug sich Feuchtigkeit an der Innenseite des Bechers nieder. Mit diesem kleinen Unterschied in der Behandlung, dachte Mia, würde sie leben können. Neben dem Getränk stand jeweils ein großer Teller mit gegrillten Auberginenscheiben, Zucchini, Paprika und etwa, was wie große Bratkartoffeln aussah. In der Mitte standen zwei Dips, einer weiß, einer grünlich, und am Rande lagen mehrere dicke Scheiben Baguette. Eine Schüssel mit einer rosafarbenen Nachspeise komplettierte das Menü.

Mariah hatte sich das rechte Tablett genommen, Mia griff nach dem linken und folge ihr dann nach links in den Korridor. Sie bogen nach rechts ab in einen Gang, der wieder etwas wohnlicher wirkte, das Licht war gedimmt und die Wände bis etwa zur Schulterhöhe mit braunem Holz getäfelt, darüber terrakottafarben gestrichen. Vor der nächsten Abzweigung zur Linken hing ein Schild mit der mittlerweile fast schon vertrauten Biene von der Decke. Mia ging um die Ecke, stieß einen kurzen, spitzen Schrei aus und ließ vor Schreck fast ihr Tablett fallen. Um ein Haar wäre sie mit einer anderen jungen Frau zusammengestoßen, die gerade im Begriff gewesen war, mit ziemlicher Geschwindigkeit um die Kurve zu rennen, nun aber nach links auswich und unsanft gegen die Wand des Korridors prallte, aus dem Mia gerade abgebogen war. „Claudia, was soll der Quatsch denn?“ Eine andere Frau kam dem Mädchen hinterhergelaufen, die bei der kleinen Kollision das Gleichgewicht verloren hatte und rückwärts auf ihren Hintern geplumpst war. Mit einem leisen „Aua“ im nörgelnden Tonfall ließ sie sich nun von der zweiten wieder auf die Beine helfen, und Mia hatte Gelegenheit, die beiden zu betrachten.

Das Mädchen, das sie beinahe über den Haufen gerannt hatte, steckte wie sie selbst in einem Strampelanzug, allerdings cremefarben und mit grünen Dinosauriern bedruckt. Durch den enganliegenden Stoff waren ihre Körperformen gut zu erkennen, sie war schlank und doch athletisch. Sie hatte sich leicht vorgebeugt, um sich das Knie zu reiben, und doch zeichnete sich unter dem Frottee in ihrem Schritt deutlich ein dickes Polster ab. Auch sie war also gewindelt. Sie guckte eher unglücklich, und dennoch fand Mia ihr helles, mit Sommersprossen übersätes Gesicht recht hübsch. Es war allerdings etwas kantiger als bei den meisten Frauen. „Hast du dir weh getan, Kleines?“, wollte die Frau wissen, die ihr zu Hilfe gekommen war. Mia erkannte sie wieder, es war Denise, eine der beiden Erzieherinnen aus ihrer Gruppe, die sie vorhin im Bad kennengelernt hatte. Anstatt zu antworten, machte die Gefragte eine unwillige Geste mit dem Kopf und schleuderte so ihren rotblonden, geflochtenen Zopf wieder nach hinten. Dann richtete sie sich vollständig auf. Sie war ein Stück größer als Mia, fast so groß wie Denise neben ihr. Auch die gelbe Biene auf ihrer Brust war nun deutlich zu erkennen, unter der in grünen Buchstaben „CLAUDIA“ stand. Einen Augenblick lang arbeite es in ihrem Gesicht, als würde sie mit sich ringen, ob sie jetzt jammern oder doch lieber bockig sein wollte.

Stattdessen siegte die Neugierde. „Ist schon gut, danke“ meinte sie beiläufig und wandte sich anschließend Mia zu. „Hi du,“ brachte sie etwas verlegen hervor, „ich bin Claudia“. Auch Mia stellte sich kurz vor. Caudia schien ihre Schüchternheit schnell abzulegen. „Tut mir leid, dass ich dich fast umgerannt hätte,“ fügte sie mit entschuldigendem Lächeln hinzu. Dabei begann sie ziemlich unverholen, Mia zu mustern. „Aber schön, dass du endlich da bist! Wo kommst du eigentlich her?“ wollte sie wissen. Eine Antwort bekam sie nicht, denn jetzt wurde es Denise zu bunt. „Claudia, meinst du nicht, du solltest die beiden jetzt essen lassen?“ Es klang nicht wirklich wie eine Frage und Claudia schien es auch nicht so aufgefasst zu haben. Sie drehte sich mit einem halblauten „och man…“ zu der Erzieherin um. Diese hatte einen Schritt auf sie zugetan und blickte ihr nun ohne weiteren Kommentar direkt ins Gesicht. Bevor eine von beiden nachgeben konnte, mischte sich Mariah ein. „Was hältst du davon: Wir gehen jetzt wirklich direkt essen, und dann bleibt nachher bestimmt noch genug Zeit vorm Schlafengehen, dass du Mia etwas kennenlernen kannst!“ „Okay!“ rief Claudia fröhlich und griff Denises Hand. „Komm, Denise, dann gehen wir schon einmal auf die Gruppe! Guten Appetit euch beide!“ Mit diesen Worten zog sie die andere Frau geradezu in den Korridor hinein. Diese rollte nur noch kurz die Augen, wünschte Mia und Mariah einen guten Appetit und verschwand mit ihrem Schützling im Gang.

Als Mia sich wieder umgedreht hatte, sah sie, dass der Gang in einigen Metern vor einer Glastür endete, die in einen weiteren Garten hineinführte. Links war ein Durchgang mit schweren, dunkelroten Vorhängen verhangen, rechts dagegen führten nach gut zwei Metern mehrere Stufen in ein Zimmer, das leicht erhöht lag. Sie folgte Mariah in diesen Raum, der als ein gemütliches Speisezimmer eingerichtet war. Die linke Wand war fast vollständig verglast und gab den Blick auf die Büsche und Bäume im Innenhof frei, die um diese Uhrzeit allerdings im Dunklen lagen. Die Stirnseite wurde von Küchenschränke aus dunklem, geschnitztem Holz eingenommen, und zur rechten stand eine Sitzgruppe aus einer gepolsterten Bank und zwei Stühlen um einen Esstisch herum. Was aber Mias Blick sofort fesselte, waren die Möbel in der Mitte des Raumes. An einem weiteren Tisch standen vier überdimensionale Hochstühle in den Farben der Gruppenmitglieder.

Jedenfalls vermutete Mia, dass alle Farben vorhanden waren, denn sehen konnte sie nur drei. Ihr eigener stand vorne rechts, der orange links daneben und diesem gegenüber war der grüne Stuhl auf der anderen Seite des Tisches zu sehen. Der blaue wurde dagegen von einer Frau verdeckt, die sich mit dem Rücken zum Eingang gedreht hatte und offenbar dabei war, jemanden im Hochstuhl vor sich zu füttern. „Hey Jana,“ rief Mariah ihr zu. „Seid ihr noch am Essen?“ Jana antwortete, ohne den Blick von dem Mädchen vor sich im Stuhl abzuwenden: „Ja, aber wir sind gleich fertig. Schön, dass ihr es noch geschafft habt.“ Sie war recht breit, vielleicht an der Grenze zum Übergewicht. Allerdings hatte sie offenbar das Glück, an den richtigen Stellen anzusetzen. So wirkte sie weiblich, sehr kurvig, und ihr Hintern kam durch ihren prall gespannten, knappen Lederrock sehr vorteilhaft zur Geltung. Dazu trug sie eine Strumpfhose, hohe Stiefel und eine weiße Bluse, über die nach hinten ihr dunkelbraunes, langes Haar herunterfiel. Da sie außerdem recht groß war und fast direkt vor dem Hochstuhl stand, konnte Mia kaum etwas von dem erkennen, was dort vor sich ging. Dennoch war sie wie vom Donner gerührt stehen geblieben und beobachtete Jana mit einer Mischung aus Faszination und Entsetzen. Erst als Mariah neben sie getreten war und ihr ins Ohr flüsterte, konnte sie sich von dem Anblick losreißen. „Keine Sorge, Kleines, du wirst nicht gefüttert!“ Nach einer Sekunde fügte sie noch „solange du selbst essen möchtest“ hinzu.

Mia nickte dankbar. Ja, sie wollte selbst essen, und das würde sich auch nicht ändern! Es war schon schlimm genug, dass sie dafür in einen Kinderstuhl gesetzt würde. Dennoch ließ sie sich zu der Sitzgruppe herüberführen und stellte wie Mariah ihr Tablett auf den Tisch, auf dem bereits ein weiteres stand. Nur beiläufig nahm sie dabei zur Kenntnis, dass das Mädchen, das von Jana gefüttert wurde, eine Augenbinde trug. Mariah drehte sich nun zu dem massiv gebauten Holzstuhl um, dessen Farbe klar erkennen ließ, dass er für Mia bestimmt war. Seine vier Stuhlbeine waren im unteren Bereich schräg nach vorne bzw. hinten ausgestellt, um eine größere Standfläche zu bilden. Zwischen den vorderen Zweien war auf Kniehöhe ein Fußbrett montiert. Dahinter erhob sich im selben Winkel wie die vorderen beiden Stuhlbeine eine Fläche, die etwa dort, wo sich Mias Hüfte befand, nach hinten zur Sitzfläche umgebogen war. Die hinteren beiden Stützen waren ab dieser Höhe leicht nach hinten gestellt und endeten etwa auf Schulterniveau. Sie waren oben sorgfältig abgerundet und hielten die Rückenlehne, die ebenfalls leicht nach hinten geneigt und in der Mitte etwas nach außen gebogen war. Links und rechts führten Armlehnen nach vorne, die jeweils von sechs Gitterstäben gehalten wurden. Auf dem vorderen Teil dieser Armstützen lag ein nierenförmiger Tisch auf, von dem aus ein breites, gepolstertes Band nach unten führte. Es diente offenbar dazu, die Beine zu trennen und dafür zu sorgen, dass man nicht nach vorne aus dem Stuhl gleiten konnte. Es war in die Stuhlfläche eingehakt, und in dem Kissen, das den Sitz und die Rückenlehne bedeckte, war für diesen Gurt extra eine Lücke ausgespart. Das Polster war mit dem abwaschbaren Material in Blütenoptik bezogen, das Mia bereits von ihrer Wickelauflage kannte.

Mariah hob das kleine Tischchen etwas an und löste es damit aus der Arretierung. Dann zog sie es nach vorne. Erst als sie es ganz von der Auflagefläche auf den Armlehne genommen hatte und nach unten führte, konnte sie auch die Verankerung des Schrittgurts aushaken und das Tischchen beiseite legen. „So, dann steig mal auf,“ forderte sie Mia auf.

Diese drehte sich um und kletterte mit dem Rücken voran auf das Fußbrett. Dann setzte sie sich vorsichtig auf die wasserdichte Folie der Sitzfläche. Sie hatte erwartet, dass diese sich kalt und fremd anfühlen würde, aber durch den dicken Frotteestoff ihres Stramplers merkte sie nichts davon und mit dem dicken Saugkissen ihrer Windel zusammen war auch das Polster sehr bequem. Mariah nahm nun die kleine Tischplatte wieder zur Hand und fädelte den Schrittriemen in die dafür vorgesehen Aussparung im Hochstuhl ein. Dann schob sie den Tisch nach hinten, bis er fast Mias Bauch berührte und einrastete. Die wiederum legte ihre Unterarme auf die Fläche und sah sich in ihrer neuen Position um. Ihre Augen befanden sich fast auf derselben Höhe wie Mariahs, auch wenn ihre Füße nun fast einen halben Meter über der Erde schwebten. Wegen des Schrittgurts musste sie etwas breitbeinig sitzen, aber das war mit ihrer Verpackung sowieso am angenehmsten. Mit dem breiten Band zwischen den Knien, den Lehnen auf allen anderen Seiten und dem Tischchen über ihren Oberschenkeln würde sie sich nicht ohne Weiteres aus ihrem Stühlchen befreien können. Allerdings fühlte sie sich eher gesichert als eingeschränkt. Sie hatte keine Höhenangst, aber so hoch zu sitzen war ungewohnt, und es war ein beruhigendes Gefühl, nicht herunterfallen zu können.

„So“, Mariah nickte zufrieden und stellte den Teller, die Schüssel und den Becher vor Mia auf den kleinen Tisch. „Ich glaube, dann kannst du loslegen. Guten Appetit, Kleines!“ sagte sie und strich ihrem Mädchen dabei zärtlich über die Haare. Dann machte sie sich daran, ihr eigenes Tablett wieder aufzunehmen. Mia schaute auf ihr Abendessen herab. „Hast du nicht vielleicht etwas vergessen?“ fragte sie leicht amüsiert. Mariah drehte sich um und sah sich die kleine Zusammenstellung an. Dann wanderte ihr Blick höher. „Stimmt,“ meinte sie mit einem schelmischen Grinsen. „Da fehlt noch was!“ Mit diesen Worten ging sie zum Schrank am anderen Ende des Raumes und begann, kurz etwas in den diversen Klappen zu suchen. Was auch immer sie herausgeholt hatte, sie hielt es hinter ihrem Rücken verborgen, als sie wiederkam. Sie zwinkerte Mia fast schon entschuldigend zu, als sie an ihrem Stuhl vorbeiging, sich hinter sie stellte und ihr kurz darauf ein überdimensioniertes Lätzchen von hinten umlegte. Während ihre Erzieherin in ihrem Nacken die beiden Enden mit einem Klettverschluss zusammenfügte, besah sich Mia das seltsame Kleidungsstück. Es bestand aus dem hier allgegenwärtigen Frottee, war rosa und mit stilisierten Früchten bestickt.

Sie kam sich etwas veralbert vor, aber nicht auf bösartige Weise. Eigentlich fand sie den Einfall sogar ganz witzig. Dennoch fügte sie mit einem gespielt genervten Tonfall „ich meinte eigentlich das Besteck“ hinzu. Mariah legte ihr von hinten die Hände auf die Schulter und sagte sanft, aber bestimmt: „Besteck bekommst du nicht. Wenn du selbst isst, dann musst du schon die Finger benutzten. Probier doch mal aus, das ist bestimmt nicht schlimm!“ Richtig begeistert war sie von diesem Gedanken nicht, aber dennoch griff Mia sich ein Stück gebratene Zucchini, tauchte es vorsichtig in den weißen Dip und biss davon ab. Es war noch etwas warm und dünn mit Mehl paniert, und mit der leicht gepfefferten Jogurtsoße zusammen schmeckte es ausgezeichnet. Mia musste zugeben, dass es eigentlich kein Problem war, so zu essen. Das Grillgemüse war eigentlich sowieso Fingerfood. Sie fühlte sich zwar ein wenig bevormundet, aber sie war auch so hungrig und erschöpft, dass sie beschloss, keinen Ärger wegen so einer Kleinigkeit zu machen. Mariah wartete noch einen kurzen Augenblick ab, dann nahm sie sich endlich ihr eigenes Tablett und ging damit zu der anderen Sitzgruppe an der Wand herüber. Mia wünschte ihr auch kurz guten Appetit, dann richtete sie ihren Blick wieder nach vorne. Während sie nun aß, sah sie fasziniert Jana zu, die weiterhin das Mädchen im Hochstuhl gegenüber fütterte.

Gerade hatte sie das letzte Stück gebratene Aubergine mit der Gabel aufgenommen und näherte sich damit vorsichtig dem Mund ihres Schützlings. Von deren Gesichtszügen war wegen der breiten, schwarzen Augenbinde nicht sehr viel zu erkennen. Dennoch wirkte sie nicht unglücklich, sondern eher entspannt und zugleich aufmerksam. Die beiden schienen ein eingespieltes Team zu sein, denn noch bevor der Happen ihre Lippen berührte, öffnete sie den Mund und schloss ihn grazil um die Zinken. Jana zog die Gabel wieder heraus und legte sie auf den nun leeren Teller.

Wortlos drehte sie sich um, um den Teller auf das Tablett zu stellen, und Mia konnte einen genaueren Blick auf die Frau erheischen, die gefüttert wurde. Auch sie trug einen Strampelanzug, der mit einem bunten Gewimmel niedlicher Monster bedruckt war, die aus einem japanischen Computerspiel stammten. Sie hatte das gleiche Lätzchen wie Mia um, und zusammen mit dem kleinen Tischchen verdeckte es große Teile ihres Körpers. Erst als ihr Blick tiefer wanderte, fiel Mia daher auf, dass dieses Mädchen noch stärker in ihrem Sitz gesichert war als sie selbst. Breite, dick gepolstere, weiße Manschetten spannten sich um ihre Fußgelenke und hielten diese auf dem Trittbrett fest. Mia sah nun genauer hin, während sie sich gedankenverloren ein Stück Brot mit dem würzigen grünen Dip in den Mund steckte. Sie bemerkte, dass auch die Handgelenke mit ähnlichen Fesseln links und rechts auf der Tischplatte befestigt waren. Ein breiter Gurt aus demselben Material spannte sich um den Bauch, und von diesem aus schienen Riemen nach oben über die Schultern zu verlaufen, die aber größtenteils unter dem Lätzchen verborgen waren.

Schon erhob sich auch Jana wieder und griff nach dem Nachtisch. Bevor sie Mias Sichtfeld wieder blockierte, fiel ihr noch ein weiteres Detail ins Auge. Neben der kleinen Schüssel mit dem Nachtisch stand für das Mädchen nicht wie bei ihr ein Trinklernbecher, sondern ein Nuckelfläschchen von vergleichbarer Größe. Es war noch so gut wie voll. Und während Jana den Quark noch einmal umrührte, realisierte Mia, wie durstig sie selbst war. Sie griff nach ihrem Becher, hielt aber mitten in der Bewegung inne und besah sich ihre Hände. Die glänzten bereits von dem Bratfett und hatten auch schon den einen oder anderen Spritzer von den beiden Soßen abbekommen. So wollte sie den Becher nicht anfassen, aber eine Serviette suchte sie auf ihrem Tisch vergebens.

Nach kurzem Überlegen kam ihr eine Idee. „Ich habe es mir ja nicht ausgesucht, mit den Fingern zu essen,“ dachte sie trotzig. „Außerdem,“ sie besah sich ihr Lätzchen, „scheint Mariah ohnehin zu glauben, dass ich mich vollschmieren werde!“ Unauffällig sah sie zu ihrer Erzieherin herüber. Die hatte sie offenbar für den Moment aus den Augen verloren und war mit ihrem eigenen Essen beschäftigt. Mia nutzte den Moment, um sich verstohlen die Finger an der Außenseite des Lätzchens abzuwischen. Zufrieden mit ihrem kleinen Triumph, griff sie sich den Trinkbecher, schob sich den kleinen Schnabel in den Mund und nahm ein paar kräftige Schluck. Der Geschmack des gesüßten Pfefferminztees war ungewohnt, aber angenehm, und sie war froh, endlich etwas zu trinken.

Ihr gegenüber sah sie, wie Jana mit erstaunlichem Tempo die Frau im Hochstuhl mit der klebrigen Nachspeise fütterte, ohne ihr den Mund zu verschmieren oder gar zu kleckern. Als sie fertig war, stellte sie auch das Schälchen und ebenso die Nuckelflasche zurück auf das Tablett und begann, die Fesselgurte am Hochstuhl zu lösen. Sie entriegelte dazu mit einem Magnetschlüssel die Zapfen, die durch die Gurte gesteckt waren, und zog diese heraus. Zuerst befreite sie so die Hand- und Fußgelenke, dann rastete sie das kleine Tischchen aus und nahm es ab. Sie befreite ihr Mädchen von dem Lätzchen und löste die Schulterriemen. Nun wurde die kleine Biene mit dem Namenszug sichtbar, der bei ihr in himmelblau gehalten war. „INIS“ las Mia neugierig, bevor Jana ihr wieder die Sicht versperrte. Sie löste als Letztes den Bauchgurt und die beiden großen Manschetten um die Oberschenkel, die erst sichtbar waren, seitdem sie die Tischplatte weggelegt hatte. Die Augen ließ sie verbunden.

Jana hatte kein Wort dabei gesprochen, berührte nun aber Inis an der linke Schulter, woraufhin sich diese sofort erhob. Sie blieb einen kurzen Moment so stehen und wartete. Sie war gut eine Handbreit kleiner als ihre Erzieherin, die gerade die Babyflasche und das Lätzchen wieder an sich nahm, dabei etwas schlanker, aber dennoch füllig. Wie Jana hatte sie weiche, fließende Rundungen. Ihr Haar war pechschwarz, glatt und offenbar sehr dick. Es glänzte schön im gedämmten Licht des Raumes. Von ihrem Gesicht war wegen der breiten Augenbinde kaum mehr als die runde Form und die zierliche Nase zu erkennen. Nun ließ sie sich von Jana mit sicheren und eleganten Bewegungen an der Schulter um den Tisch herumführen. Ein leichtes Lächeln schien dabei um ihre Lippen zu spielen. Wusste sie, dass sie beobachtet wurde, und genoss die Vorstellung?

Als die beiden aus ihrem Sichtfeld verschwunden waren, wandte Mia sich wieder ihrem Essen zu. Sie wischte mit dem letzten Stück Brot die Dipschüsseln aus und steckte es sich in den Mund. Jetzt war nur noch der Nachtisch übrig. Hungrig war sie nicht mehr, aber der kühle Quark mit seiner roten, fruchtigen Farbe sah köstlich aus. Nur wie sollte sie ihn essen, ohne Löffel? „Mariah,“ begann sie, um Hilfe zu fragen. Erst als diese aufsah, fiel Mia wieder ein, dass sie ihre Erzieherin lieber nicht zu sich rufen sollte. Diese würde sofort die Flecken auf ihrem Lätzchen entdecken, an dem sie sich die Finger abgeputzt hatte. Bestimmt würde sie Ärger dafür bekommen. Plötzlich hätte sich Mia für diesen dummen Einfall verfluchen können. Jetzt starrte sie die dunkelhäutige Frau, die für ihre Erziehung verantwortlich war, mit großen Augen an und wusste nicht, was sie sagen sollte. „Was ist denn, Kleines?“ Beunruhigt stand Mariah auf und eilte zu ihr herüber. Mia hatte genau das erreicht, was sie hatte verhindern wollen. Aber bevor sie in Panik verfallen konnte, stand ihre Aufpasserin schon vor ihr.

„Ist alles okay mit dir?“ „Ja…“ stammelte Mia, senkte den Blick und spürte, wie ihre Ohren und Wangen zu glühen begannen. Mariah ging ein wenig in die Hocke und geriet so wieder in ihr Sichtfeld. „Sieht doch so aus, als hätte es dir geschmeckt“, meinte sie zufrieden. „Und jetzt weißt du nicht, wie du den Quark essen sollst?“ Noch während Mia vorsichtig lächelte und nickte, wurde ihre rechte Hand gegriffen. „Oh, warte, die ist ja noch ganz fettig,“ hörte sie ihre Erzieherin sagen, während diese ihre Rechte anhob und dann genauso am Lätzchen abwischte, wie Mia es selbst getan hatte. „So, und jetzt tauchen wir einfach zwei Finger in den Quark und lecken die dann ab, okay?“ Widerstandslos ließ Mia ihre Hand zur Schüssel führen, sie sah zu, wie ihr Zeige- und Mittelfinger in die cremige Masse eintauchte und öffnete fast automatisch die Lippen, als Mariah ihr die benetzten Finger in den Mund steckte. „Na, was ist denn,“ fragte ihre Erzieherin nun in neckendem Ton. „Kannst du das nun selbst, oder willst du etwa doch noch gefüttert werden?“

Damit riss sie Mia aus ihrer Passivität. „Schon gut, ich kann das,“ versicherte sie und beeilte sich, selbst weiterzuessen. „Aber so schmiere ich mich doch bestimmt total voll!“ „Das ist der Vorteil in deiner Situation,“ erwiderte Mariah mit breitem Grinsen. „Du darfst dich einferkeln, wenn dir danach ist!“ „Ist ja auch nicht so,“ fügte sie noch schelmisch lächelnd hinzu, „dass dein Lätzchen nicht ohnehin gewaschen werden müsste.“

Sie holte nun ihre eigene Nachspeise herüber und aß diese im Stehen, während sie Mia beobachtete. Diese stellte fest, dass sich die klebrige Masse mit den Fingern erstaunlich gut aufnehmen ließ, und sogar die vereinzelten Kirschen ließen sich so greifen. Als sie den Nachtisch beendet hatte, griff sie mit der noch einigermaßen sauberen Linken nach ihrem Becher und trank den restlichen, mittlerweile lauwarmen Tee. Dann sah sie hilfesuchend zu Mariah herüber. Diese stellte ihre eigene, ebenfalls leere Schüssel auf dem Tisch ab, holte ein kleines Paket von der Ablage unter der Tischplatte hervor und zog zwei Feuchttücher heraus. Ganz nonchalant begann sie, Mias Mund und Hände damit abzuwischen. Die Tücher legte sie, ebenso wie Mias Geschirr, auf das Tablett und befreite anschließend ihren Schützling aus dem Hochstuhl.
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HeMaDo
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:22.05.17 19:56 IP: gespeichert Moderator melden


Ich bin ganz ehrlich, normalerweise lese ich Geschichten über Windeln eigentlich nicht.

Aber als diese hier auftauchte und ich mal kurz rein gelesen habe, musste ich sie doch von Anfang an lesen. Ich finde sie sehr einfühlsam geschrieben, wenn auch durch die etwas langen Beschreibungen ein wenig langatmig. Aber die Lust am Lesen ist mir dadurch nicht vergangen, das ist etwas womit ich kein großes Problem habe.

Was mich nach dem lesen der vier Teile brennend interessiert, wie hat sich die gute Mia da nur rein geritten?. Aber irgend wie hat es ja den Anschein als ob auch die Betreuerinnen nicht ganz freiwillig dabei sind.

Ich kann nur sagen, bitte lass uns nicht zu lange auf den nächsten Teil warten. Mich interessiert brennend wie es weiter geht.

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Jochen1979
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:24.05.17 18:32 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für die Fortsetzung, du führst einen sehr interessanten Stil in dem (noch) viel im Dunkeln liegt. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
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Toree
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:08.11.17 17:20 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Agent_CA

nach fast einem halben Jahr frage ich mal nach, wann wir den naechsten Teil dieser tollen Geschichte lesen duerfen.

LG

Toree
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HeMaDo
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:08.11.17 20:52 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

nach fast einem halben Jahr frage ich mal nach, wann wir den naechsten Teil dieser tollen Geschichte lesen duerfen.


Dem kann ich mich nur anschließen.

HeMaDo

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Agent_CA
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:12.11.17 22:48 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMaDo, Jochen 1979 und Toree!

Zunächst einmal lieben Danke für die freundlichen Worte und die kleine Erinnerung!

Seit ein paar Wochen sitze ich Abends wieder öfters an der Geschichte und arbeite an der Fortsetzung. Das ging leider nicht immer so schnell, wie ich gehofft hatte, vor allem weil mir eine bestimmte Szene enorm schwer gefallen ist und immer noch fällt. Ganz allmählich habe ich aber das Gefühl, dass sie sich in die richtige Richtung entwickelt. In der restlichen Zeit habe ich den Hintergrund und die Charaktere, die noch ins Spiel kommen werden, genauer ausgearbeitet. Es geht also voran.

Jedenfalls ist es schön zu wissen, dass ihr an meiner Geschichte Freude habt und weiterlesen wollt! Es macht mich sogar ein wenig stolz, einen Leser zu haben, der sich sonst weniger für das Windelthema interessiert. Ich möchte schließlich nicht nur eine Fetischfantasie schreiben, sondern eine richtige Erzählung – eine Erzählung allerdings, die gleichzeitig erotisch sein soll und in der gewisse Fetische eine große Rolle spielen. Ob mir das gelingt, steht natürlich auf einem anderen Blatt!

Jedenfalls ist weder Mia noch Mariah ohne triftigen Grund im Institut. Dass Mia den Aufenthalt anstelle einer Strafe gewählt hat, wurde ja schon verraten. Allerdings ist es vielleicht weniger wichtig, was genau sie getan hat. Zentral ist – soviel kann ich preisgeben – wer sie ist und wie die Gesellschaft beschaffen ist, in der sie lebt… und dasselbe gilt auch für Mariah!

Ich hoffe, dass das alles in den zukünftigen Teilen nach und nach deutlicher werden wird!

Euch jedenfalls noch einmal vielen Dank für Euer Interesse und Eure Geduld!
Agent_CA
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HeMaDo
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:13.11.17 00:30 IP: gespeichert Moderator melden


Es freut mich, daß es hier weiter gehen wird.
Du hast einen sehr einfühlsamen Schreibstil, der mir gut gefällt.


Zitat

Allerdings ist es vielleicht weniger wichtig, was genau sie getan hat. Zentral ist – soviel kann ich preisgeben – wer sie ist und wie die Gesellschaft beschaffen ist, in der sie lebt… und dasselbe gilt auch für Mariah!


Du schaffst es mit wenigen Worten mich sehr neugierig zu machen.
Diese Aussage wirft mehr Fragen auf und lässt das Kopfkino auf Hochtouren laufen.

Ohne drängeln zu wollen, aber bitte lass uns nicht all zu lange auf eine Fortsetzung warten.

HeMaDo

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