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Squeezer
Sklavenhalter

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  124/66 Datum:20.11.22 12:17 IP: gespeichert Moderator melden


Mein Name ist 124/66. Und ich bin Sklave. Dies wird meine Geschichte.

Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen, irgendwo im Hessischen. Ganz normal und konservativ.

Alles begann irgendwann in den Siebzigern als das ZDF die ungewöhnliche Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck ausstrahlte. In einer der sechs Folgen entkommt er der Festungshaft, wird gefasst und eingekerkert: Ihm wird eine eiserne Halsschelle umgelegt, die mit einem glühenden Bolzen verschlossen wird und angekettet. Ich weiß nicht warum, aber fortan gingen mir diese Szenen nicht mehr aus dem Kopf.

Heimlich schlich ich des nachts in die Küche, wo meine Mutter ein Schweissgerät für Gefriertüten hatte. Aus den Plastikschläuchen bastelte ich mir T-Shirts und Hosen, die ich nachts trug. Ich kaufte mir einen knallorangen Regenoverall aus überwiegend Gummi und missbrauchte ihn als Schlafanzug. Später einen Neopren-Longjohn. Hach, liess es sich darin herrlich schwitzen!

Ich liebte die kurzen Satin-Sporthosen von Adidas und trug sie unter der Jeans. Ich wusste nicht warum ich auf die Dinger so stand, aber später las ich dass es viele andere gab, die genau diese Hosen heimlich im Bett trugen so wie ich, als einzige Bekleidung eines "Sklaven", die ersten sexuellen Erfahrungen. Damals gabs ja kein Internet - wo hatte ich solche Phantasien her? Ich weiss es bis heute nicht.

Ich las den Sonnenvogel von Wilbour Smith, ich beschaffte mir Neuneinhalb Wochen und die Geschichte der O aus Österreich, die in Deutschland damals auf dem Index standen. In meinem Bücherschrank standen sie falsch herum im Regal; musste ja nicht jeder wissen was ich da für "Schätze" hatte. Später die legendären Filme auf VHS-Videokassetten. Ich las In Sklavenketten auf Gor, und obwohl ich hetero bin stellte ich mir vor, ich wäre in der Rolle der Protagonistinnen: gefangen, Sklavin, angekettet, gebranntmarkt, hörig, obzessiv, submissiv. Roots, eine damals sehr erfolgreiche Fernsehserie über die Verschleppung und Versklavung der afrikanischen Ureinwohner nach Amerika, machte mich trotz vieler Ketten, Schläge, Schweiss und nackter Haut nicht an.

Ich kaufte mir einen signalroten Rucksack und stellte mir vor, ich müsse ihn für alle sichtbar als Strafe (wofür auch immer) tragen - heute wird Signalfarbe von jedem LKW-Fahrer und in zig-anderen Berufen getragen.

Ich fand in einem Quellekatalog einen Jeansoverall, mich störte nicht dass er eigentlich für Frauen war, er sah einfach klasse aus, stonewashed, mit weissen Seitenstreifen und einem quer über dem rechten Knie. Es war flauschig-weicher Jeansstoff, ich trug ihn bis er buchstäblich auseinander fiel. Schweren Herzens musste ich ihn entsorgen, seitdem habe ich nie wieder so einen gesehen, echt schade. Überhaupt: auf Overalls und Latzhosen stehe ich bis heute.

Von meinem ersten Azubi-Gehalt kaufte ich mir eine Lederjeans, geschnürt, dazu Biker-Stiefel. Irgendwann ärgerte ich mich dass ich die nie anziehen konnte, ich war ja kein Biker, bins bis heute nicht. Und in unserer Kleinstadt wäre es schnell rum gewesen wenn ich damit durch die Strassen gewandert wäre. Also ging ich damit abends spazieren, mich reizte der Thrill vielleicht doch von einem Bekannten oder Kunden gesehen zu werden. Aber niemand sah mich und ich schwitzte fürchterlich in der Hose, aber es war geil, hmmm...

Bevor ich einschlief stellte ich mir vor, ich würde auf einer Galleere an den Füssen, den Händen und am Hals angekettet; ich würde als Sklave eine tote Prinzessin in eine Pyramide tragen, den Sarg auf unseren Schultern, die Hälse in die Trage unentrinnbar geklemmt und hinter uns rutschen die tonnenschweren Fallsteine in ihre unverrückbare Position. In meiner Fantasie war ich ein zum Tod verurteilter Häftling, der im Todestrakt seine letzte Stunde durchlebt.

Ich rubbelte auf dem Bauch liegend an der Madratze bis ich endlich kam - herrlich! Ich erzählte niemandem davon, warum auch. Ich brauchte keine Freundin, wozu? Es ging ja auch so. Ich fragte mich nur ob ich mit all dem wohl alleine wäre - heute weiss ich die Antwort.

Ich schlief ein mit den Händen über dem Kopf, mit virtuell breit gespannten Beinen, als wäre ich gefesselt worden. Ich kaufte mir eine Reiseschlafmaske und stellte mir vor, so quasi blind gemacht worden zu sein. Und dann malte ich Körperschemen und zeichnete Lederriemen ein, die erogenen Linien entlang, Harnesse. Es gab damals nur 3 Fernsehprogramme und kein Internet - wo kamen diese Phantasien bloß her? Heute kann man diese Sachen in jedem Fetisch-Shop, hilfsweise auch bei Amazon kaufen.

Mein Arsenal wurde immer umfangreicher: Im Baumarkt kaufte ich mir einfache Rohrschellen für Hals, Arm- und Fußgelenke, eine Kollektion Vorhängeschlösser und Ketten jeglicher Länge, ich kaufte Ösen, Karabiner und Besenstiele und bastelte daraus Spreizstangen; Gummifäden, die zu kleinen Peitschen montiert wurden, ich kaufte mir Bretter und Kreisbohrer in Hand-, Fußgelenk- und Halsweite und bastelte mir erste Schandbretter. Ich bastele mir diese Dinge heute noch gern selbst, denn sie sind meist stabiler als die gekauften und allemal billiger. Planen und basteln ist bereits der halbe Spaß. Ich kaufte mir Gummi-Dichtungsringe und litt höllische Qualen, als sie sich bei nächtlicher Erektion nicht wesentlich dehnten - keine Spur von Lust, es war zum Abgewöhnen. Und ich überlegte mir, wie wohl Keuschheitsgürtel für Männer aussehen müssten um praktikabel getragen zu werden: an ersten Bastelversuchen scheiterte ich kläglich.

Irgendwie führte ich eine Art Doppelleben, ein konservatives tagsüber und ein herrlich aufregendes Nachts. Und manchmal auch auf Reisen das ein oder andere Sichtbare, es kannte mich da ja keiner. Ich erinnere mich dass ich auf dem Flughafen einen Cappucino trank, mit Lederfesseln und Halsring, und dass mich ein Typ ansprach, wo man denn diese Dinger bekommen könne. Ich hab ihm welche geschickt.

Ich liebe es bis heute die Gesichter zu sehen, die mich immer wieder anstarrten; die ins Gesicht geschriebene Frage: ist das nun Schmuck oder ist der Kerl pervers? Ich empfand mich gar nicht als pervers, heute weiss ich, es gibt viele die so denken und fühlen wie ich und die sich nicht trauen, ihre Phantasien zu leben. Ach, wie schade ist das, daß Submissive und Dominante nicht zueinander finden weil sie sich nicht trauen, ihre Prägungen auszuleben. Wieviel Umsatz wird mit SM-Equipment gemacht für Leute, die alleine sind, so gern einen passenden Partner hätten, aber eben sich kein Coming-Out trauen, wieviel verpasste Lebenschancen, wieviel unerfüllte Phantasien gibts da und das alles in einer Zeit voller Möglichkeiten!

Hab ich dich bis hierhin gelangweilt? Hab noch n bißchen Geduld mit mir, ich komm schon noch zum spannenden Teil. Aber ich möchte dass Du verstehst wie ich geworden bin was ich nun bin, ok?


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Squeezer
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  RE: 124/66 Datum:20.11.22 12:19 IP: gespeichert Moderator melden


Also: neuer Lebensabschnitt: Ich zog in die grosse Stadt um zu studieren, bekam den ersten Computer, einen INTEL 80286 mit 20MB Festplatte, 1MB Speicher (Bill Gates sagte damals: 640k ought to be enough...), einem 5 1/4 Zoll Floppylaufwerk, DOS 3.1, einem bernsteinfarbenen Monitor, dazu einen neun-Nadel-Drucker von Epson: ich war der King im Studentenwohnheim! Ich wartete die Rechner meiner Kommilitonen und verlangte dafür immer ein Abendessen als Bezahlung: Das Geschäft florierte. Später machte ich einen Beruf daraus.

Ich kaufte mir ein 2400-baud-Modem und entdeckte ein Mailboxnetz namens Fido, in das ich mich jeden Abend einwählte, lud dort reichlich vorhandene Software runter, verschickte weltweit sogenannte net-mails und entdeckte Newsgroups: Was für eine Offenbarung! Und Oh Wunder: Die Erotika.Ger. Nächtelang las ich die Diskussionen und Geschichten: Ich war mit meinen Phantasien keineswegs allein! Ich las Sabine Munderbachs Abenteuer und entdeckte, daß ihre Phantasien nicht weit von meinen entfernt waren, ich schrieb eigene Texte und setzte sie in die Newsgroups, ein kritisches Lesepublikum lobte, aber schalt mich auch oft wenn ich allzu weitläufig ausholte - damals war die Weiterleitung von Daten teuer und jedes überflüssige Wort wurde ungern gesehen. Kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Kennst du noch Crosspoint? Ein tolles mail-Programm für DOS mit Newgroupsreader: man lud sich alle aktuellen Artikel runter, trennte die teure Telefonverbindung und las stundenlang offline. Hach, was waren das für Zeiten...

Die erste feste Freundin, der erste Sex. Immer in der Angst dass etwas schief gehen könnte. Ich liess vorsichtig meine Vorlieben anklingen, sie hatte kein Interesse. Schweren Herzens wollte ich "Normal" werden, ich versenkte mein geheimes Leben in einen grossen Müllcontainer und fühlte mich erleichtert: mein zweites Leben hatte ganz schön Raum in meinem ersten eingenommen. Aber dann trennte ich mich von ihr, ich war noch nicht bereit für Kinder, Haus bauen, Apfelbäumchen pflanzen, alt werden.

Ich entdeckte nicht weit eine Lederfabrik wo man Gürtelleder in jeder Breite und Qualität bestellen konnte. Ich kaufte Nieten, Schnallen, Schlösser, Ketten und realisierte die Träume meiner Kindheit. Und ich machte eine Entdeckung: Meine Phantasien verschwanden nicht nur temporär mit dem Orgasmus; Geschichten verschwanden dauerhaft aus meinen Kopf sobald ich sie eingetippt hatte. Und Ideen für Ledercreationen ebenso sobald sie realisiert waren, das ist heute noch so. So begann ich wieder zu schreiben. Und zu basteln.

Ich schrieb anonym. Eines Tages sehe ich dass jemand meine Texte in ein Buch gequetscht hat und damit Geld verdient. So eine Frechheit! Ich kann nicht beweisen dass diese Texte von mir stammen. Ich hab überlegt, ihn in einer meiner Geschichten leiden zu lassen, aber das befriedigt mich nicht, das tut ihm real nicht weh. So möge er in der Dschhenna schmoren!

Dann trat Nele in mein Leben, die Unschuld vom Lande. Na, denke ich mir, mal sehen wie sie reagiert und lasse "versehentlich" einen ziemlich eindeutigen Leder-Halsring herumliegen. Ich muß heute noch grinsen wenn ich daran denke wie sie fast eine Stunde lang immer wieder hinguckt, aber nicht zu fragen wagt. Endlich kann sie es nicht mehr halten:
"Was ist das denn?"
"Etwas was Du Dich nicht zu tragen traust."
Naja, ums kurz zu machen: Es dauert nicht lang, da kniet sie vor mir und ich lege ihr den Halsring um. Ich erkläre ihr die Regeln die gelten wenn sie ihn trägt, zB. dass sie nicht mehr auf Stühlen oder ähnlichem, sondern nur noch auf dem Boden sitzen darf. Und dass sie ihn niemals selbst ausziehen darf, sondern ich das mache. Das sie tut was ich sage. Und so weiter. Es dauert nicht lange, da zieht sie bei mir ein. Ich habe endlich jemanden der meine Ledergürtelkombis trägt. Und als ich eines Tages in einem Schaufenster kniehohe Schnürstiefel sehe frage ich, ob sie sowas wohl anziehen würde. Ich hatte ein Iihh-bah!! erwartet. Aber was soll ich sagen: Sie grinst und nickt. Stille Wasser sind bekanntlich tief. Da habe ich ihr von meinem kleinen Studi-Salär die sauteuren Stiefel und einen passenden Mini gekauft - sah das geil aus!!

Das ging so einige Zeit, ich hatte den besten Sex meines Lebens, wir hatten viel Spaß miteinander, im realen und im Phantasie-Leben. Es fehlte nicht viel und wir hätten uns der lokalen BDSM-Community angeschlossen. Aber dann erklärte sie mir eines Tages, sie wolle ausziehen, auf eigenen Beinen stehen, die Welt entdecken. Ok, sagte ich, dann geh, aber dann geh ganz. So war auch diese Episode vorbei. War eine echt schöne Zeit mit Dir, danke Nele dafür. Wenn Du dies hier liest melde Dich mal, ich wüsste gern was aus Dir geworden ist, ob Du das Glück gefunden hast das Du gesucht hast.

Du siehst, die wahren Doms sind in Wirklichkeit subs mit zuviel Phantasie. So ist das nunmal.

Tja, und dann war mein Studium vorbei. Und wie es weiter geht, erzähle ich Dir nach der nächsten Maus...


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Squeezer
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  RE: 124/66 Datum:20.11.22 12:21 IP: gespeichert Moderator melden


Ich hatte einen üblen Tag hinter mir. Die Blödmänner in den verglasten Türmen konnten einfach nicht verstehen dass sie Geld in die Hand nehmen mussten um ihre Hard- und Software ausreichend zu schützen. Ich hatte sie angeranzt, ich ärgerte mich deswegen über mich selbst. Ich hatte die Selbstbeherrschung, die Contenance verloren. Das war menschlich, aber unprofessionell. Diese Idioten! Musste es denn erst zum Daten-GAU kommen?

Immer noch wütend, enttäuscht, desillusioniert steige ich in den IC und suche mir ein freies Abteil. Ich will allein s.... - aber was war das denn? Ich gehe vier Schritte rückwärts, dann schiebe ich die Tür auf: darf ich mich zu Ihnen setzen? Na klar, sagt die junge Dame, die am Fenster sitzt und ihre Stiefel auf dem Rücken eines fast nackten Oberkörpers abgelegt hat. Da kniet ein Mann auf allen Vieren vor ihr auf dem Boden zwischen den Sitzreihen und sie benutzt ihn als Fußablage - mir schwillt es in der Hose, kannst Du das nachvollziehen?

Ich mache es mir auf dem Gang-Platz gemütlich, kann aber einfach nicht ignorieren was da am Fensterplatz zu sehen ist: Ein Mädchen, ich würd sagen, sie darf alleine Autofahren, nicht besonders angezogen, die sich königlich amüsiert weil ich mich nicht getraue, ein Gespräch anzufangen. Ich weiss einfach nicht wie... Ein Typ, halbnackt, barfuss, kurze Satinsporthose wie auch ich sie als Jugendlicher getragen habe, einen Ring aus Edelstahl um den Hals mit einer kurzen Führkette, kniet zwischen den Sitzreihen und das offenbar schon des Längeren. In meinem Kopf geht alles durcheinander, der Zug setzt sich in Bewegung, immer wieder wandert mein Blick zu dem Mädchen und dem Typen zu ihren Füßen.

Ich weiß nicht wie man ein Gespräch anfangen soll. Mir hats buchstäblich die Sprache verschlagen. Wie fange ich am besten a... Das ist 39/72, sagt sie plötzlich und unterbricht damit das peinliche Schweigen, und ich bin Nastassja, Lady Nastassja um genau zu sein. Er ist mein Montagssklave. Schon seit Jahren, sagt sie. Er hat immer meine Hausaufgaben erledigt. Und mir meine Sachen hinterher getragen. Und mein Zimmer aufgeräumt, sagt sie. Er ist immer Montags dran. Ich habe fünf Sklaven, jeden Tag einen anderen. Montags bis freitags. Meine Sklaven bedienen mich. Sie waschen und kochen, sie kaufen ein und sie verdienen das notwendige Kleingeld. Es geht meinen Sklaven nicht schlecht, oder? Der nackte Typ schüttelt den Kopf. Offenbar darf er nicht sprechen.

Ich weiss gar nicht wie ich mich verhalten soll. Soll ich jetzt schreiend davon rennen? Angewidert die Nase rümpfen? Oder soll ich einfach kommen lassen was passiert?

Soll ich weiter erzählen? fragt sie und ich nicke natürlich. Also gut, ich habe ein kleines Häuschen geerbt und umgebaut. In meinem Keller gibt es sieben Käfige, in denen meine Sklaven schlafen. Einer ist immer der Sklave des Tages, so wie heute eben 39. Er heisst 39, das ist die Registriernummer der Organization of Special Gentlemen in New York. Die OSG registriert moderne Sklaven und schützt sie. 72 ist sein Geburtsjahr. Die anderen arbeiten gerade. Jeder hat mindestens zwei Jobs, die sollen sich ja nicht langweilen. Sklaven dürfen kein Eigentum haben. Was sie verdienen müssen sie abgeben und wenn sie neu sind müssen sie alles verkaufen was ihnen gehört, damit sie quasi ganz nackt in ihr neues Leben starten können.

Aber, aber, stottere ich (ich stottere sonst nie!), du hast gesagt, du hättest 7 Käfige, aber nur 5 Sklaven?

Bitte Duz mich nicht, ich bin Lady Nastassja für dich, ok?

Ja, Lady Nastassja, höre ich mich sagen, Entschuldigung...

Aber zurück zu den Käfigen: Und? Was bedeutet das??

Dass Sie noch zwei freie haben.

Sehr gut, lobt sie, Du bist ein Schnellmerker, hm? Ich hab schon in der Schule meine Mitschüler dominiert. Mit drei Freundinnen hatten wir eine kleine Gang aufgemacht, die Amazonenbande, und jede hatte ihren Buddy der uns das Leben vereinfachte. Ich hab jetzt halt ein paar mehr davon.

Das heisst Ihre Sklaven, Lady Nastassja, leben ganz und gar bei Ihnen?

Kluges Kerlchen, ja, das ist so. Morgens nach der Fütterung verlassen sie das Haus und kommen abends spät wieder, werden gefüttert und dann gehts ab in die Box. 6 Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr. Die sollen ordentlich schaffen. Und wie gesagt ihr 7. Tag gehört mir. Und sie mir eben auch, solange bis ich sie verkaufe.

Du verkaufst Sklaven?, Äh, Sie verkaufen Sklaven??

Natürlich! Wenn es einen neuen gibt muß ja eine Box frei gemacht werden, und mehr als sieben möchte ich auch gar nicht haben, das reicht mir. Ich muß die Kerle ja auch erziehen und in Schuß halten, das ist nicht immer ein Prinzessinnen-Job, das kann ich dir sagen! Ich bin Kerkermeisterin für sieben ungezogene Sklaven, die wollen dressiert sein, sonst gibts keinen ordentlichen Preis dafür. Bei der OSG gibts immer Interessenten für ordentlich abgerichtete Sklaven, einmal im Jahr gibts sogar eine Versteigerung, da kann man gutes Geld verdienen wenn man eben gutes Material verkauft. Und du bist gutes Material, 39, hm? Soll ich dich verkaufen? Nein? Na, mal sehen. Eines Tages wird auch deine Stunde kommen.

Ich kann den Blick kaum von den beiden lösen, meine Gedanken fahren Karousell: da sitzt mir eine einfache junge Frau gegenüber und redet über eine mir fremde und doch irgendwie vertraute Phantasiewelt, ihr zu Füßen kniet ein junger Mann, halbnackt in einem öffentlichen Zug, ihre Stiefel auf seinem Rücken, um seinen Hals einen Ring aus Edelstahl mit einer kurzen Kette - ich mag kaum glauben was ich da sehe. Bin ich bei der versteckten Kamera? Bindet mir das Mädchen da gerade einen Riesenbären auf? Oder stimmt das alles was sie mir da erzählt?

Oh, Mannheim, sagt sie, wir müssen gleich umsteigen. Hast du eine Visitenkarte?

Ich habe tatsächlich eine, fast automatisch reiche ihr meine rüber. Gut, sagt sie, ich ruf dich in den nächsten Tagen mal an, dann kannst du dir meine Welt ja mal angucken wenn du magst, ok? Und ich nicke. Sie zieht ihren Sklaven am Hals hoch, zu ganzer fast nackter Gestalt ausgeklappt stellt er sich als grosser und stämmiger Typ dar, mühelos wuchtet er einen schweren Koffer aus der Gepäckablage, dann folgt er ihr auf den Gang, Tschüss, sagt sie, bis dietage, dann sind die beiden aus meinem Gesichtsfeld verschwunden.

Und ich? Ich bin mit meinen Gedanken allein: Ist das wirklich wahr oder hab ich das geträumt? Kann das stimmen? Kann das funktionieren? Sklave sein? Für immer? Alles was man hat verkaufen? Alles abgeben? Dieser Frau dienen? Selber vielleicht sogar verkauft werden? Könnte ich mir das vorstellen? Ganz in echt? Und würde sie mich überhaupt nehmen? Immerhin hat sie jetzt meine Nummer. Ich hab nichts von ihr. Ob sie sich wohl meldet? Und was mach ich dann? Ich bin völlig durcheinander...

Ich machs kurz: zwei Monate später stehe ich mit einer kleinen Kiste vor ihrer Haustür, darin alles was von meinem ersten Leben übrig geblieben ist. Ich habe keine Wohnung, kein Auto, kein Zuhause mehr, mein Konto ist aufgelöst, ich hab nur noch das was ich gerade anhabe: einen einfachen Jogginganzug, den ich von ihr bekommen habe, quer über die Brust steht das Wort "Sklave" und hinten ihre Telefonnummer. Unter der Hose trage ich eine Sportshorts. Und ich bin barfuß.

Und mein Name ist seitdem 124/66...


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kedo
Sklave



sklave von Gillian (aka Yaguar)

Beiträge: 1607

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  RE: 124/66 Datum:04.12.22 08:22 IP: gespeichert Moderator melden


so könnte eine geschichte enden.
doch eigentlich beginnt 124/66s doch erst jetzt.
ich würde mich jedenfalls freuen seinen werdegang weiter verfolgen zu können.
gute geschichte.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von kedo am 21.12.22 um 06:29 geändert
beste grüße, kedo

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"der kopf ist rund, damit das denken die richtung ändern kann" francis picabia
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Fohlen
Stamm-Gast

Duisburg


Scherz beiseite, das Leben ist ernst genug

Beiträge: 341

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  RE: 124/66 Datum:20.12.22 20:58 IP: gespeichert Moderator melden


tolle Geschichte, könnte meine eigene sein. Bitte weiterschreiben! Bin gespannt wie sich die Sache entwickelt.
Fohlen
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