Restriktive Foren
Das Forum für Keuschheitsgürtel, Fetisch & Bondage

HomeRegistrierenHilfeLogout
Willkommen Gast

Live Diskutieren, auch das ist möglich, hier ist unser Chatraum
  Restriktive Foren
  SM-Stories (Moderatoren: Billyboy, Roger_Rabbit)
  Regina
Thema löschen Druckversion des Themas
Antwort schreiben Bei Antworten benachrichtigen
 Autor Eintrag
Gummimike Volljährigkeit geprüft
Sklave

Lehrte


Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

Beiträge: 4222

Geschlecht:
User ist offline
0  0  
  RE: Regina Datum:08.11.17 08:13 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Das wird ein Kinderspiel! Wir sammeln die Rebellen ein und jagen wieder nach Hause.‟

Na wenn der gute Comander sich da mal nicht täuscht. Auch Steine und Metallstangen könen eine Waffe sein. Allein schon die kinetische Energie eines 100kilo brocken reicht aus um enen Gegner kurz Außer Gefecht zu setzen.
Die Einstellung der VA gegenüber den Munus und Rusticussen wundert mich gar nicht. Die denken ja nicht daran das nur ein klener Teil seinen freien Willen behalten hat. Die meisten sind ja so Konditioniert worden das sie alles machen was die Frauen ihnen Befehlen. Kann aber auch sein das die shlechte Erfahrungen mit der VA gemacht haben und deshalb lieber das Alte Leben in Kauf nrhmen.
Ich bin gespannt was du mit Sheridan vorhast. Wird er seine Überheblichkeit glech beim Ersten Einsatz bereuen?
Don´t Dream it! BE IT!!!
Homepage besuchenE-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:19.11.17 17:20 IP: gespeichert Moderator melden


~ LIV ~


Gravis war seit zwei Minuten unter der geräumigen H2O-Dusche des Apartments in dem gewaltigen Sky-Habitat, als Flosa nach drei Tagen von ihrem jüngsten Einsatz als Transportpilotin zurückkehrte. Sie entblätterte sich vor den Augen des Custos und stieg zu ihm. Monströse Muskelberge wickelten sich sanft um die zierliche Frau, hoben sie hoch und hielten sie umfangen wie ein kostbares Kleinod. „Lass mich runter, du Grobian!‟ Sie zupfte an seiner Brustkette. Erschrocken setzte Gravis seine Herrin ab, aber sie hatte es nur scherzhaft gemeint und löste mit einem kecken Grinsen das codierte Schloss von der Penisprothese.

Der nackte Koloss stöhnte befreit auf und betrachtete seinen Phallus. Er wirkte zwar nun sehr klein vor seinen massigen Schenkeln und im Vergleich zu der viel größeren Penishülle, aber es war sein echter Lustspender. Flosa wollte offenbar heute sein lebendiges Fleisch spüren. Er hob sie vorsichtig wieder an und senkte sie dann auf die nach oben gebogene Erektion, während sie ihre Schenkel um die Hüfte des Mannes spreizte. Beide stöhnten lustvoll auf, als sie sich unter der prasselnden Hydro-Brause vereinigten. Gravis hielt seine Pranken unter den Pobacken der Schönheit und hob sie sanft auf und ab.

Das Liebesspiel dauerte lang, denn Flosa bestimmte den Rhythmus, und der war für Gravis quälend langsam und zugleich süßer als Glycose. Die Frau umklammerte den kräftigen Nacken und rieb ihren zarten Busen an der muskulösen Brust des Mannes, küsste seine Lippen und ließ sich schließlich zurück auf den Boden stellen. Der Custos hatte zunächst Sorge, dass es Flosa nicht gefallen haben könnte, denn sie hatte auch schon die Phallushülle geritten, die um ein Vielfaches größer dimensioniert war, aber die Herrin strahlte ihn glücklich an. Zu seinem Leidwesen verschloss sie ihn nach dem Intermezzo in der Duschkabine wieder in die Keuschheitsvorrichtung.

Sie wickelte sich einen leicht transparenten Seidenkimono um und kuschelte sich auf ein Sofa mit synthetischer Webpelzoberfläche. Der Muskelhüne streifte sich die weiße Leggins mit dem schwarzen Gürtel über und verzichtete auf die Stiefel. Dann setzte er sich neben seine Flosa. Das Sofa knarrte bedenklich unter den über 175 kg Gewicht. Die Hightech-Verbundstoffe des Möbels konnten ihm allerdings problemlos standhalten. Die Grazie nahm den mobilen Auslöser für den Impulsstrafer an den Hoden des Kolosses in die Hand. Gravis ächzte ängstlich und schob seine Pranken schützend über seine Männlichkeit, die sich unter den Leggins deutlich abzeichnete. Hatte er etwas falsch gemacht?

Aber sie hatte ihn nur geneckt und legte ihn wieder beiseite. „Weißt du, was mich an dir stört?‟ Gravis hielt die Luft an. Also doch? „Nein, Flosa. Sag es. Ich werde mich ändern.‟ Flosa lachte und versetzte ihm spielerisch eine leichte Backpfeife. „Dummerchen! Nein, daran kannst du nichts ändern. Das muss ich veranlassen. Es geht um diese beschissene Mark...‟ Gravis jaulte auf und sprang vom Sofa. Der Munus Universe 100 hatte ihm einen gehörigen elektrischen Schlag versetzt. Flosa schaute erstaunt. „Oh, entschuldige. Mein Fluch hat das ausgelöst. Ich wollte sagen, deine... unschöne Markierung auf deinem Arsch, dieses Familienwappen der Audaxa, muss dringend entfernt werden. Immer, wenn ich auf deinen knackigen Arsch starre, erinnerte es mich an diese Schlampe!‟ Wieder quiekte Gravis und sah seine Herrin vorwurfsvoll an. Das Wort „Schlampe‟ gehörte zu den auslösenden ins Audioprogramm eingespeisten Wörtern.

Flosa hob die amüsiert die Augenbrauen. „Sorry. Aber ich habe doch Recht! Sag es! Oder magst du sie etwa?‟ Der Custos hob abwehrend die Hände: „Nein! Natürlich mag ich sie nicht! Sie war furchtbar!‟ Flosa verlangte: „Dann sag es!‟ Gravis sah sie fragend an. „Was soll ich sagen?‟ Flosa: „Dass sie eine Schlampe ist!‟ Der Muskelprotz krümmte sich und hielt sich die Bälle. „Bitte, Flosa! Du weißt es doch!‟ Aber die Herrin war unerbittlich. Sie wollte es von ihm selbst hören. Gravis atmete einmal schwer ein und aus. „Audaxa war... ist eine... eine... Schlampe! AAAAH!‟ Flosa gluckste, stand auf und nahm ihn in die Arme. „Gut gemacht. Du bist ein braver Junge. Jetzt bin ich zufrieden mit dir.‟

Sie verbrachten den Rest des Tages auf dem Sofa, aneinandergekuschelt und sahen sich auf dem großen 3D-Holoschirm einen Animationsfilm an. Anschließend aktivierte die Pilotin einen Nachrichtenkanal der VA. In einem Bericht warb die Migrationsbehörde im Namen des Hohen Rates für Siedlerboni auf Regina, die jeder Interessierte bekommen sollte. Flosa kam ins Schwärmen. Finanzielle Anreize, eine eigene Immobilie, sehr gute Entgelte als Pilotin. Vor allem würde sie auf Regina nur Tagesflüge unternehmen und wäre öfter bei Gravis. Aber konnte sie sich auf ihre neue und manipulierte ID-Card verlassen? Oder würde irgendwann jemand sie als die Flosa verifizieren, die sie auf Regina gewesen war? Als ehemaliges Mitglied des Regina-Regimes würde ihr eine langjährige Haft drohen.

Nur Gravis kannte ihre wahre Identität, und zu ihm hatte sie Vertrauen. Sie sprach ihn darauf an. Der Custos hatte ein ungutes Gefühl dabei. Nicht wegen Flosa, aber grundsätzlich assoziierte der ehemalige Rusticus und Haremswächter mit dem Planeten Unterdrückung, Plackerei und drakonische Strafen von sadistischen Feministinnen. Seine Herrin beruhigte ihn. „Sei unbesorgt. Der Planet ist befriedet. Diese Amazonen gibt es nur noch in einzelnen Unterschlüpfen. Außerdem stehst du unter meinem Schutz!‟ Es wirkte schon ein wenig kurios, wenn eine 50 kg schwere Lady einem 175 kg gewichtigen Muskelberg ihren Schutz anbot. Aber Gravis dankte ihr herzlich. Die definitive Entscheidung lag sowieso bei der Herrin. Sie hatte schon mehrfach über die langen Flüge und die relativ niedrige Entlohnung auf Beta Patria gestöhnt. Flosa recherchierte im öffentlichen Datennetz nach detallierten Informationen für eine Übersiedlung nach Regina und die Optionen eines passenden Arbeitsplatzes.

Sie legte ihr mobiles Datenpad zur Seite und schaute aus dem Panoramafenster des 171. Stockwerks des Sky-Habitats über die City. So eine große Metropole gab es auf Regina nicht. Der Werbespot stellte Regina wie ein Paradies dar. Es ähnelte den Filmen über den Vergnügungsplaneten Litus Mundus. Flosa und Gravis war klar, dass die PR-Agenturen hier ganze Arbeit leisteten, aber sie wollten die Übersiedlung nach Regina in die Tat umsetzen. Allerdings vertraute sie nicht pauschal darauf, irgendeine Arbeit zu bekommen, sondern kümmerte sich vorher um einen konkreten Vertrag.

In den nächsten Tagen entschied sie sich für eine Pilotenstelle bei einem Schürfkonzern, der Dilithiumerz aus einem Minenfeld nahe des Nordpols zu einer Produktionsstätte transportierte. Die Orte lagen nur circa 9.000 km auseinander, so dass Flosa in einem Atmosphärentransporter eingesetzt würde - ein großer, klobiger Kahn, der mit seinem veralteten Antrieb nur 2.461 km/h, also ungefähr doppelte Schallgeschwindigkeit erreichte. Allerdings musste der „Stahlpott‟ wegen seines extremen Gewichts bei voller Ladung und dem daraus resultierenden hohen Trägheitsmoments einen langwierigen Bremsvorgang einleiten, bevor er in die Landezone kam, so dass die Höchstgeschwindigkeit nur auf viel kleinerer Distanz genutzt werden konnte.

Das modulare Schiff ähnelte einem Güterzug. Am Bug war die Pilotenkanzel positioniert, dann folgten 450 m lange Fixierungsvorrichtungen für Container, und schließlich noch das Heckmodul mit den 180-Grad-Schwenk-Düsenantrieben. Durch die Masse des Erzes war ein Parabelflug unvermeidbar, da ansonsten die Gravitation des Planeten einen exorbitanten Treibstoffverbrauch nötig machen würde. Durch den Kurvenverlauf kam es im Steigflug zu immenser Belastung der Triebwerke, während der Bremsvorgang beim Sinkflug noch durch die steigende Anziehung erschwert wurde. Und am Scheitelpunkt sank die Gravitation für einen Moment auf null G. Nur ein erfahrener Pilot konnte all die speziellen Anforderungen bewerkstelligen.

Aber es gab noch einen zweiten gewichtigen kausalen Zusammenhang für die große Flughöhe: Zwar waren die Lande- und Start-Quadranten sicher, aber auf der Strecke über den Planeten war nicht auszuschließen, dass Aufrührer einen tief fliegenden Frachter mit ballistischen Waffensystemen attackieren würden. Offiziell galt der Planet als entmilitarisiert, doch wer konnte wissen, ob nicht doch vereinzelte Gruppen über alte Arsenale des Regimes verfügten? Die hohen Emissionswerte des Frachters schrieben eine evidente Signatur in die Atmosphäre, die von jeder modernen Waffenlenktechnologie gelesen werden konnte. Und die Fähre verfügte kaum über Defensivabschirmung oder andere militärische Spezifikationen. Lediglich eine dünne Kompositpanzerung für die Piloten- und Antriebsmodule boten notdürftigen Schutz. Schließlich war der Transporter für zivile Zwecke konzipiert.

Weite Regionen auf beiden Hemisphären von Regina waren faktisch rechtsfreier Raum mit ungezählten Nestern der alten Regimemitglieder. Dieser zweite Grund für die Route hatte der Schürfkonzern in dem Stellenprofil unerwähnt gelassen. Der Name der Frachtfähre war „Magna Nuntia‟. Flosa zeigte Gravis eine animierte Abbildung mit den technischen Daten, Routen und Einsatzplänen, soweit sie öffentlich waren. Sie war geradezu begeistert von dem Job. Doch noch war nicht sicher, dass sie die Tätigkeit überhaupt antreten durfte, denn vermutlich gab es mehrere Bewerber und Bewerberinnen. In dem Stellenprofil stand ausdrücklich: „... bei gleicher Qualifikation wird ein männlicher Bewerber vorgezogen.‟ Dies hatte vermutlich den Grund, dass es auf Regina nach der Befriedung eine signifikante Männerminorität gab.

Trotzdem schickte sie ihre Bewerbungsdatei chiffriert an die Personalsektion des Unternehmens. - Nur zwei Tage später erhielt sie eine positive Anwort. Ihre Bewerbung war angenommen. Und sie war auserwählt worden. Sie musste nur noch den zugeschickten Arbeitsvertrag mit einem ID-Scan und ihrem Iris-Scan unterzeichnen. Flosa war immer noch ein wenig mulmig zumute, dass ihre gefälschte Identität auffallen könnte, aber offenbar ging alles glatt über die Bühne. In sieben Tagen würden sie Beta Patria Lebewohl sagen und in ein neues Leben starten.

Jeder der Beiden benötigte nur eine schwarze Polyplastbox, um die persönlichen Besitztümer zu verpacken - in Gravis´ Kiste waren großteils Flosas Habseligkeiten vertreten, denn der Ex-Custos verfügte über keinerlei Eigentum. In seiner Box befanden sich lediglich einige Proteinkonzentrate und andere Präparate, von denen sie nicht wussten, wie schnell sich auf Regina eine Quelle für Spezialnahrung auftat. Gravis hatte sie zwar auch schon von Audaxa erhalten, aber die alte Infrastruktur war längst Vergangenheit. Sie wussten nicht, was sie erwartete. In puncto Entlohnung versprach der Kontrakt auf jeden Fall äußerst lukrativ zu sein. Der Muskelkoloss fragte, ob er ebenfalls eine Arbeit annehmen sollte, aber seine Herrin verneinte rigoros: „Indiskutabel! Ich verdiene genug für uns zwei. Du wirst schön zu Hause auf mich warten und mich verwöhnen. Du kennst deinen Platz und weißt mir zu gefallen, oder?‟ Der Hüne grinste. „Gerne.‟ Flosa betonte: „Dass du mir nicht nur auf dem Memoryschaum-Sofa liegst! Du trainierst weiterhin hart. Ich will, dass dein Gewicht weiter wächst.‟ Und damit war sicherlich nicht Fettgewebe gemeint. Gravis war überrascht. „Und ich dachte, nur Audaxa hatte diesen Muskelfetisch.‟ Flosa verzog das Gesicht. „Wenn du noch mal den Namen dieser dreckigen Hure in den Mund nimmst...‟ Gravis jaulte auf und hielt sich den Schritt. Die kleine Frau lächelte. „Das geschieht dir recht!‟ Sie zupfte ihm spielerisch an der Brustkette.

In der letzten Nacht vor ihrer Reise durfte der hypertrophierte Rusticus seine Herrin besonders intensiv und leidenschaftlich verwöhnen, und kam dabei auch selbst auf seine Kosten. - Einige Stunden später saßen sie in den antiseptischen Schalensitzen eines Transitfluges ins Reginasystem. Für Gravis musste ein breiterer Sitz montiert werden. Trotzdem fühlte er sich recht beengt. Für die Reise hatte Flosa ihm eine Art Jacke für den sonst nackten Oberkörper zugestanden: weißes thermoelastisches Polymer, das sich durch seine Körperwärme an seine Silhouette anpasste. In Boutiquen war keine Kleidung für seinen Umfang zu finden gewesen. Nun musste sich der Muskelgigant mit diesem zugegebenerweise hässlichen Utensil zufriedengeben.

Aber er hatte keinen Grund, um zu meckern, denn die Alternative - dass alle seine Brustkette sahen - wäre unangenehmer gewesen. Was ihn jetzt wirklich störte, war Flosas demonstratives Zurschaustellen der Fernbedienung des Munus Universe 100. Zwar konnten die meisten Passagiere damit nichts anfangen, und die 16 Mikrometer flachen Elektroden waren selbst durch seine Leggins nicht zu erkennen, aber der eine oder andere wusste den exponiert an Flosas Gürtel getragenen mobilen Impulsgeber womöglich doch einzuschätzen. Insbesondere, wenn eine Frau mit einem solchen Koloss unterwegs war. Gravis verfügte zwar dank Audaxa nicht mehr über die für Custos üblichen Armschienen und Haifischzähne, aber die Muskelberge identifizierten ihn sofort als einen Leibeigenen der ehemaligen Diktatur ihres Reiseziels.

Zu den Mahlzeiten an Bord stappelten sich vor Gravis die Nahrungsboxen, während Flosa es kaum schaffte, die Portion eines Behältnisses zu verschlingen. Einige Passagiere schauten staunend, welche Mengen der Riese verschlang. Da der Custos tägliches hartes Training gewöhnt war, fiel es ihm hier schwer, auf seinem Sitz zu verharren. Aber das Transitschiff war eine kapselförmige Personenfähre, die kaum Bewegung ermöglichte. Dafür sorgte der Hyperantrieb für eine äußerst kurze Reisedauer bis zu ihrer Destination. Flosa tätschelte beruhigend das Knie ihres Begleiters, der unter seiner Polyplastjacke transpirierte, als würde er gerade Tonnen von Gewichten stemmen.

Je näher sie Regina kamen, desto weiter entfernte sich eine Flotte von Schiffen aus dem System: Gigantische Erztransporter und Dutzende Personen-Schiffe mit interstellaren Antrieben waren auf dem Weg zum mehrere Lichtjahre entfernten Raumsektor des „Alpha Dominion‟, einem wirtschaftlichen und militärischen Bündnisses diverser humanoider Völker, die mit der Vereinigten Allianz verfeindet waren. Die geflüchtete Imperatorin Augusta Regina mit ihrer Entourage war ihrer Gefangennahme zuvorgekommen und suchte nun einen Exilplatz im Dominion, wo sie und 15.000 auserwählte Edelfräuleins sowie 5.000 hohe Militärs wie Praefectas, Veteranas und Praetorias ein neues Leben beginnen wollten.

Die gewaltige Flotte aus rund 50 Schiffen bewegte sich mit Hyperantrieb durch den schwarzen Kosmos. Aus Sicherheitsgründen waren keine Munuswesen oder Rusticusse an Bord. Für niedere Aufgaben standen jedoch genügend Androiden zur Verfügung. Trotzdem jammerten bereits einige verwöhnte Adelsdamen über die fehlenden Haremsmunuswesen. Man hätte stattdessen bei dem begrenzten Raumangebot der Schiffe auf einige der Militärs verzichten sollen. Unmut verbreitete sich auf den Schiffen der Flotte. Augusta Regina war die Loyalität zu ihren höchsten Offizierinnen offenbar wichtiger als das Wohlergehen des Adels, stichelten die Ladys untereinander. Überhaupt waren diese ganzen Unanehmlichkeiten der Reise eine Zumutung: kaum Partys oder Bälle, keine Lustgärten, beengte Wohnmöglichkeiten, eintönige Gastronomie, keine Munuswesen... Die Mängelliste war noch länger. Und mit ihr wuchs die Unzufriedenheit.

Doch was sollten die Edelfräuleins tun? Für einen Putsch fehlte ihnen die technische Qualifikation. Die Androiden waren auf die kommandierenden Militärs programmiert. Daher blieb den feinen Damen nur übrig, sich in ihre Fantasie zu flüchten oder virtuelle Entertainmentsysteme zu nutzen und darin die in Ungnade gefallene Monarchin als Avatar auszupeitschen, zu demütigen oder zu verprügeln.

Das Alpha Dominion war so weit entfernt, dass die Flotte trotz Hyperantriebswerke viele Wochen unterwegs waren, bis sie die Grenze erreichten. Sofort wurden die Führungsschiffe dort von Abfangjägern umzingelt und gescannt. Die Praefectas hatten zwar schon vor Tagen per gestauchter Frequenzpakete eine Transmission gesendet und auf die Ankunft vorbereitet. Doch das Alpha Dominion war bei allem, was aus der Richtung der Vereinigten Allianz kam, immens vorsichtig. Die Jäger flankierten die Flotte der Regina durch einen gesicherten Raumkorridor in ein Randsystem mit drei Planeten und insgesamt vier Monden. Auf einem der Himmelskörper befand sich eine Grenzkontrolleinheit mit einem Bataillon operativer, strategischer und taktischer Aufklärung sowie eine Abteilung des Nachrichtendienstes.

Als die ankommenden Schiffe sich der Landezone näherten, um sich nebeneinander auf einer öden Ebene zu positionierten, sahen die Pilotinnen schon aus mehreren tausend Metern Höhe ein gigantisches Scanteleskop neben einem Gebäudekomplex in Form eines Pentagramms mit Tarnanstrich. Flankiert wurde die Basis von Abschussrohren für kinetische Defensivarmierung. Eine Abordnung von Militärs des Dominions begrüßte die Delegation der Regina, bestehend aus einer Praefecta, drei Praetorias und zwei Veteranas. In einem Atmosphärenshuttle flogen sie zu dem Zusammenschluss von Stationen und landeten auf dem Flachdach, auf dem Positionslichter blinkten. Unter ihnen senkte sich der Boden in die Tiefe des Bauwerks. Anschließend öffnete sich die Außenluke, und die Abordnungen marschierten durch einen Hangar zu einem Lift, der sie in einen unterirdischen Verhandlungsraum führte.

Dort erwartete bereits ein weiterer Dominion die Delegation. Er schüttelte der Praefecta die Hand. „Herzlich willkommen im Alpha Dominion auf unserem leider recht kargen Grenzposten Frigidus im Frigidussystem 03.‟ Bei der Begrüßung musste sich die Praefecta zusammenreißen. Sie war es nicht gewohnt auf Augenhöhe mit einem Mann zu sprechen und ließ auch noch berühren zu lassen. Bald erklärte sich auch die Kurzatmigkeit bei den Regina-Abgesandten, als sie kurzfristig aus ihrem Schiff ins Shuttle umgestiegen waren: Auf Frigidus betrug der Sauerstoffgehalt der Luft nur 15,6 Prozent. Außerdem waren ungesunde Gasbestandteile in der Atmosphäre relativ hoch, so dass der Aufenthalt im Freien für längere Zeit generell nicht zu empfehlen war. Dies erläuterte Kommandeur Jonathan Bright und aktivierte eine große Holoschirmdarstellung mit Grafiken und weiteren Daten. „Sie werden bemerkt haben, dass wir hier niedrige Temperaturen haben. Es sind momentan minus sechs Grad Celsius - solange wir Sonne haben. Nachts geht es runter auf minus 55 Grad. Leider ist das auch das Jahresmittel. Die Jahreszeiten sind nur sehr schwach ausgeprägt. Frigidus eignet sich hervorragend als strategischer Grenzposten und Kontrollpunkt gegen die expandierende Vereinigte Allianz, aber als Wohnort ist er weniger geeignet.‟

Er lächelte die Damen der Delegation an. „Ich habe den Daten entnommen, dass Sie für 20.000 Personen eine neue Heimat suchen. Das Alpha Dominion verfügt über zahlreiche Welten, die Ihnen gefallen werden.‟ Er räusperte sich. „Jedoch ist keine Gesellschaft des Dominions matriachalischer Prägung.‟ Die Frauen wirkten unruhig. Die Praefecta fragte: „Es gibt nur sozial gleichberechtigte Strukturen?‟ Kommandeur Bright nickte. „Und Patriarchate.‟ Die Delegationsführerin machte den Eindruck, als würde sie gleich in Ohnmacht fallen. Sie hielt sich an einem Konsolentisch fest. Der Kommandeur wischte mit einer Geste eine Zoomansicht eines Gebäudes heran. „Hier werden Sie medizinisch untersucht. Bis zum endgültigen Ergebnis bleiben Sie in Quarantäne auf den Schiffen.‟ Die Praefecta zitterte vor Aufregung. „Was soll das heißen? Medizinisch untersucht?‟ Der Uniformierte hob eine Augenbraue. „Sie werden verstehen, dass wir nicht einfach 20.000 Lebensformen ins Dominion lassen, von denen wir keine Ahnung haben, was...‟ Die Praefecta schlug laut mit der Faust auf den Tisch. „Lebensformen? Wir sind weibliche Humanoide, wie alle Töchter von Terra. Sie behandeln uns wie Außerirdische! So eine Unverschämtheit wird sich unsere Monarchin Augusta Regina nicht bieten lassen.‟ Kommandeur Bright hob die Schultern und drehte seine Handinnenflächen nach oben. „Sie sind keine Gefangenen. Sie dürfen gerne zurückfliegen ins Territorium der Vereinigten Allianz.‟

Die Uniformierten, die als Unterhändler anwesend waren, ahnten, dass noch zähe Verhandlungen notwendig waren, bis man hier zu einem Ergebnis kommen würde. Für das Alpha Dominion waren die enormen Dilithiumerträge, die die Flotte mitführte, von entscheidener Bedeutung. Sie stellten vor Ort einen noch viel größeren Wert dar als in der VA, da es im gesamten Dominion kaum Dilithiumvorkommen gab. Doch von ihrem Reichtum würden sich die Damen trennen müssen, wenn sie sich in die neue Welt einkaufen wollten. Das konstatierte auch Augusta Regina. Nun galt es in engagierten Verhandlungen abzustecken, welchen Lebensstandard die Ladys bekommen würden.

Als das Passagierschiff mit den Aussiedlern auf Regina landete, musste sich jede Person von Scannern durchleuchten lassen. Mitarbeiter der Grenzbehörde überprüften die ID-Cards der Ankömmlinge. Gravis wurde misstrauisch gemustert. Als Custos war er rein äußerlich bereits stigmatisiert und mit dem Regime assoziiert. Unfreundlich und abweisend schickten ihn die Beamten weiter zum Gepäckband. Flosa und Gravis holten die Transportboxen und bestellten sich ein Flugtaxi zur nächsten Niederlassung der Schürffirma namens „Prospect Enterprises‟, eine der umsatzstärksten Erzkonzerne der Vereinigten Allianz, die in zahlreichen Sol-Systemen tätig war.

Auch in der mit Duplexstahl verstärkten Kuppel der Firma, die einige Kilometer außerhalb einer urbanen Bebauung lag, beäugte man den Muskelkoloss skeptisch. Der Personalchef begrüßte Flosa und lud sie zu einem ersten Arbeitsgespräch ein, während er Gravis kaum beachtete. Flosa bat ihren Begleiter, im Vorraum zu warten. Die Sekretärin, die am Empfang hinter einer Konsole saß, lugte jedes Mal, wenn sie sich unbeobachtet fühlte, zu Gravis hinüber. Neben den extremen Muskeln zogen besonders seine Lenden in den dünnen Leggins ihre Blicke an. Hatte dieses Monstrum wirklich so einen großen Liebesstab? Die Frau, die vor dem Zusammenbruch des Regimes weder Munuswesen noch Rusticusse erlebt hatte, war so gebannt von ihrem Besucher, dass sie sich mehrfach auf ihrem Touchpad vertippte und beinahe auch noch ihre Tasse mit Tee umkippte. Da fiel ihr ein: „Möchten Sie etwas trinken? Ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee?‟ Gravis sah zu ihr. „Sie haben nicht zufällig einen Proteinshake oder ein Glycosekonzentrat?‟ Die Sekretärin sah ihn fragend an. „Äh, nein. Nur Wasser... Oder Tee.‟ Es war ihr peinlich, aber schon wieder zog sein Schritt ihre Augen magisch an. Sie musste sich richtig losreißen.

Der Custos entschied sich für Wasser. Die Frau füllte an einem Spender ein Acrylglas mit der auf acht Grad Celsius temperierten Erfrischung und reichte es dem Besucher. Dabei merkte sie, wie sie zitterte. Gravis griff mit seiner Pranke nach ihrem schmalen Handgelenk und warnte: „Vorsicht! Sie verschütten es ja.‟ Die Sekretärin fühlte, wie es warm wurde, wo der Mann sie festhielt. Es war kein schmerzhafter Schraubstockgriff, wie sie erwartet hatte, sondern fast schon eine sanfte Berührung. „Danke. Es geht schon.‟ Gravis ließ sie los und nippte an dem Wasser. Die Frau ertappte sich dabei, wie sie neben dem Hünen stand und ihn stumm anlächelte. Gravis lächelte zurück. Plötzlich senkte die Angestellte ihren Blick zu Boden und huschte zurück zu ihrer Konsole.

Sie schaltete ihr Holodisplay von der Rückseite auf opake Transparenz, so dass der Besucher nicht erkennen konnte, was sie auf den Schirm aufrief. Sie suchte in der öffentlichen Datenbank Informationen über Rusticusse und fand dann auch den Verweis auf Custos - Haremswächter. Diese metamorphisierten Wesen trugen Castitasschellen. Die Frau sah unauffällig erneut in den Schritt des Mannes. Der monströse Phallus bildete sich unter dem dünnen Stoff ab. Da war keine Castitasschelle. Sie räusperte sich. Nach Ende der Diktatur waren vermutlich alle Wesen befreit worden. Warum sollten sie noch eine Keuschheitsvorrichtung tragen? Aber ihre Neugierde war so groß, dass sie trotzdem fragte: „Trägt ein Custos normalerweise nicht eine Castitasschelle?‟ Als sie die Frage ausgesprochen hatte, blühten in ihrem Gesicht rote, heiße Flecken auf. Gravis sah überrascht auf. Auch ihm war das Thema unangenehm.

Ihm wurde bewusst, dass die Frau seine Lenden begutachtet haben musste. „Ich... äh... trage eine spezifizierte Vorrichtung. Sie sieht von außen nur so aus wie ein Phallus.‟ Die Kinnlade der Sekretärin fiel herab. Ihre Augen waren groß und staunend auf den Custos gerichtet. „Ent... Entschuldigung. Das geht mich nichts an.‟ Gravis winkte ab. „Kein Problem.‟ Die Frau erklärte: „Es ist nur so, dass wir hier selten Wesen aus der Regina-Ära sehen. Entweder sind sie ausgewandert, leben in eigenen Vierteln oder sind mit ihren Herrinnen untergetaucht.‟ Gravis nickte verstehend. Die Angestellte fragte: „Und wie ist das bei Ihnen? Ich meine, ist sie Ihre... Herrin?‟ Der Custos lächelte. „Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Offiziell gibt es ja in der VA keine Sklavenhaltung. Wir sind ein Paar.‟ Am liebsten hätte die Dame gefragt, was mit „offiziell‟ gemeint war. Hatten die Beiden ein geheimes Agreement? So etwas wie eine feministisch geführte Partnerschaft?

Ihr war es zu peinlich, weiter zu bohren und widmete sich wieder ihrer Arbeit an der Konsole, aber ihre Gedanken schweiften immer wieder ab. Wenn sie so einen Muskelmann hätte... Noch dazu in einer Castitasschelle! Brillant! Leider würde sich heutzutage kein Custos freiwillig finden lassen. Da musste sie sich mit ihren virtuellen Sexprogrammen mit den durchtrainierten Strippern begnügen, um in eine befriedigende Welt abzutauchen. Oder sie sparte auf einen Liebesandroiden nach ihrem Geschmack. Aber sie hatte schon ausgerechnet, dass sie bei ihrem Gehalt noch sieben Jahre für das primitivste Modell sparen müsste. Jetzt merkte sie, dass sie bei ihren frivolen Gedanken richtig feucht geworden war. Seufzend versuchte sie sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Aber es gelang ihr einfach nicht. Gravis saß breitbeinig da und hatte die dicken Arme vor der voluminösen Brustmuskulatur verschränkt. Was würde sie dafür tun, um jetzt auf seinen maskulinen Schoß zu hüpfen...

Heimlich machte sie eine 3D-Aufnahme von ihm. Ihr Erotikprogramm würde die Daten in ein Musteravatar einspeisen. Mimik, Gestik, Stimme, Verhalten und weitere Parameter waren frei vom User in einer Matrix einstellbar. Zukünftig konnte sie also mit diesem Muskelmutanten in die virtuelle Welt abtauchen und sich von ihm zu höchsten Genüssen bringen lassen. - Abrupt öffnete sich die automatisierte Schiebetür zum Nebenraum, und Flosa trat mit dem Personalchef von Prospect Enterprises ein. Die Pilotin verabschiedete sich freundlich und nahm Gravis mit. Auf dem Flur jubelte Flosa und sprang dem Kraftpaket auf die Arme. „Du darfst mir gratulieren. Ich bin die neue erste Pilotin der Magna Nuntia.‟

Als nächstes machten sie sich auf den Weg zu einer Adresse, die wohl vorerst ihre neue Bleibe sein sollte und von dem Konzern für seine Mitarbeiter zur Verfügung gestellt wurden. Hoffentlich, so wünschten sie sich, war das Apartment ebenso schön, wie die Wohnung im Sky-Habitat auf Beta Patria. Auf Regina gab es bisher nur wenige so hohe Wohnkomplexe, aber die Infrastruktur wurde in Windeseile ausgebaut. Doch dort angekommen, stellten sie fest, dass es gar keine Reservierung für sie gab. Die Angestellte der Hausverwaltung tippte an ihrer Konsole. „Ah, das ist ein Missverständnis. Sie sind hier nur zur Keycard-Übergabe für ihre Wohnung in Prospect III.‟ Flosa schüttelte verwirrt den Kopf. Die Frau hätte auch von kryptischen Koinzidenzindexanalysen sprechen können. Da hätte sie auch kein Wort verstanden. Wovon sprach sie nur? Die Frau lächelte unverbindlich. „Sie werden in Prospect III wohnen. Die Anlage befindet sich in der Nähe einer Verarbeitungsanlage für Dilithium. Das ist sehr praktisch. Dann benötigen Sie nach einem Tranportflug keine lange Heimreise.‟ Flosa runzelte die Stirn. „Und wo soll das sein? Hat die Anlage eine Anbindung zu einer Metropole?‟ Die Angestellte tippte. „Nein, Sie liegt ganz in der Natur der südlichen Hemisphäre. Mehr kann ich Ihnen auch nicht sagen. Bitte gehen Sie in Büro 533 im fünften Stock.‟
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
Gummimike Volljährigkeit geprüft
Sklave

Lehrte


Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

Beiträge: 4222

Geschlecht:
User ist offline
0  0  
  RE: Regina Datum:20.11.17 01:33 IP: gespeichert Moderator melden


Bin mal gespannt wie es Regina und ihrer gefolgschaft im Dominion so ergehen wird. Ob das Dilithium ausreicht um den Damen den gewohnten Luxus zu garantieren? Ich denke mal das wird wohl nur für Regina und evtl einiger enger Vertraute gelten, der Rest wird sich wohl mit dem Patriarchat oder zumindest mit einer Gleichberechtigten Partnerschaft abfinden müssen.
Gravis sorgt bei einer Sekretärin für ein feuchtes Höschen während Flosa den Arbeitsvertrag untershreibt. Allerdings wird die Neue Unterkunft wohl nicht so Luxoriös wie die alte sein. Damit sind schon mal 2 von dreien auf einem Planeten und vielleicht treffen sich Gravis ud Animus mal.
Don´t Dream it! BE IT!!!
Homepage besuchenE-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:02.12.17 13:31 IP: gespeichert Moderator melden


~ LV ~


Timiditas hatte erst auf der „Redeemer‟ erfahren, dass Munuswesen trotz der neuen sozialen Struktur auf Regina nicht sonderlich angesehen waren. „Normale‟ Menschen blieben eben am liebsten unter sich. Besonders Männer waren begehrt, da sie sehr stark in der Minderheit waren. Trotzdem hoffte Timiditas auf ein besseres Leben dort, als in einem Auffanglager auf Litus Mundus oder dem unbekannten Ort, wohin die Behörde ihn abschieben würde. - Nach zwei Tagen hatte er endlich einen neuen Suit bekommen. Der Vorfall in der angeblichen Strahlenwäsche wurde nie aufgeklärt.

Als das Transportschiff am primären Verkehrsknotenpunkt auf Regina landete, musste sich Timiditas als erstes bei der Planetengrenzbehörde melden. Er hatte gehofft, einfach übersiedeln zu können, doch die Beamtin erklärte ihm, dass er dazu einen Arbeitsvertrag nachweisen müsste. Außerdem würde er in den Citys mit Mobbing und womöglich Übergriffen rechnen müssen. Besser wäre es, wenn er sich in einer Munusregion niederlassen würde. Timiditas war entsetzt. Er wollte doch nicht das Sammellager auf Litus Mundus gegen ein Ghetto auf Regina eintauschen! Die Frau hob eine präzise gezupfte Augenbraue und sagte: „Es ist Ihnen nicht vorgeschrieben, wo sie wohnen möchten. Aber ich kann Ihnen nur von den Städten abraten.‟ Sie trug in seine ID-Card die Genehmigungen ein und nickte ihm zu. „So. Der Nächste!‟ Der Munus fragte verwirrt: „Aber ich bin völlig mittellos. Gibt es nicht irgendwelche Hilfen oder...‟ Die Frau wirkte genervt. „Nicht für Munuswesen. Der Nächste!‟

Timiditas verließ konsterniert das Büro. Das hatte er sich anders vorgestellt. Wo sollte er denn nun hin? Da kam eine Frau auf ihn zu. „Hallo, ich bin Janina. Bist du gerade erst auf Regina gelandet?‟ Der Munus stellte sich vor. Janina fragte, ob er schon einen Job und eine Unterkunft habe, was dieser verneinte. Janina lächelte. „Da kann ich dir vielleicht helfen. Ich habe schon mehrere Umsiedler aufgenommen. Komm doch mit mir.‟ Das ließ sich Timiditas nicht zwei Mal sagen und folgte der freundlichen Frau aus dem Gebäude zu einem Hover-Train, in den sie stiegen. Die Tickets bezahlte die Frau mit einem kleinen Chip-Implantat auf dem Handrücken. Nach vier Stationen stiegen sie aus. Die periphere Gegend sah ziemlich heruntergekommen aus. Janina stiefelte auf eine Nebenstraße zu. „Die Leute hier sind bigott. Auf der einen Seite wollen sie Munuswesen und Rusticusse am liebsten vom Planeten tilgen, zum anderen aber die billigen Arbeitskräfte in Anspruch nehmen. Komm, wir sind da.‟ Sie zeigte auf ein Gebäude ohne Fenster.

Eine sehr massiv aussehende Tür ließ sich mit Janinas Chip-Implantat öffnen. Es schob sich eine Hydrauliktür aus fünf Zentimeter dickem Verbundstahl in die Wand. Der Besucher staunte: „Hortest du hier irgendwelche Schätze?‟ Janina lächelte und schüttelte den Kopf. „Nein, das ist hier leider wegen marodierender Banden notwendig und Standardausrüstung.‟ Timiditas wunderte sich. Diese Tür war nur mit panzerbrechender Munition zu öffnen. Hinter der martialisch wirkenden Trutzburgummantelung des Gebäudes, bot das Ambiente der Einrichtung einen Kontrast: Plüschmöbel, Teppiche, warme Lichtquellen, Vanilleduft in der Luft. Der Munus fühlte sich gleich wohl in der angenehmen und gemütlichen Atmosphäre der Räumlichkeiten. Dann sah eine kleine Poollandschaft und Massageliegen, die ihn an eine Wellnessoase der Harems erinnerten.

Janina reichte ihm einen Stapel Kleidung: „Du darfst das hier anziehen. Dein Suit muss mal desinfiziert werden.‟ Sie zeigte auf ein kleines Séparée, wo er sich einkleiden konnte. Timiditas zog den Reißverschluss hinab und stieg aus dem Suit. In einem planen Floatglasspiegel betrachtete er seinen nackten Leib: die voluminösen Brüste mit den daumengroßen Nippeln, die feminine Figur, und in seinen Lenden die überdimensionierten Geschlechtsteile eines Mannes. Er hatte sich längst daran gewöhnt, aber es war trotzdem ein seltsames Gefühl. Dann entfaltete er die Kleidung: eine enge rote Hose, die jedoch genug Platz für die enormen Sexorgane ließ, dazu ein schwarzes Unterbrustkorsett und schwarze Overknee-Stiefel mit 15 cm Absatzhöhe. Der Munus merkte, wie ihn das neue Outfit scharf machte. Bei dem Korsett benötigte er Hilfe, und Janina schloss die Schnürung auf seinem Rücken. Das Hightechmaterial verfügte über einen elektroaktiven Polymerkern, der auf Körperwärme und elektrische Ladungen reagierte. Timiditas ächzte. Das Korsett lag sehr eng an. Tiefes Einatmen war nicht mehr möglich. „Und was ist mit...?‟ Er zeigte auf seine blanken Brüste, die über dem Synthetikstoff prangten. Janina lächelte. „Eigentlich ist dein Outfit komplett. Gefällt es dir nicht?‟

Der gestylte Munus betrachtete sich im Spiegel. Sehr elegant und feminin. Und seine Männlichkeit bildete sich natürlich deutlich ab, aber nicht auf obszöne Art und Weise. „Aber...‟ Er hob seine Brüste leicht an. „Ich kann doch so nicht herumlaufen...‟ Janina schürzte ihre Lippen. „Hier drinnen schon. Und wie gesagt: Draußen ist es nicht sicher. Da wirst du dich sowieso nicht aufhalten.‟ Timiditas nickte. „OK, aber ich werde ja sicherlich nicht ewig hier bleiben? Und ehrlich gesagt, ist es zwar ein erregendes Gefühl in diesem Outfit, aber es muss mich ja nicht jeder so sehen... Wer wohnt denn noch hier?‟ Janina strahlte. „Komm, ich stelle dir deine Kolleginnen vor.‟ Der Munus runzelte die Stirn. Kolleginnen? Im Nebenraum räkelten sich drei Munuswesen. Einer lümmelte verführerisch auf einer bordeauxfarbenen Chaiselongue, einer lag bäuchlings auf einer Art Liegewiese aus zahlreichen Kissen und Polstern, und ein Dritter hing in einer Liebesschaukel. Sie trugen alle die gleichen Sachen, wie auch Timiditas. Der sah mit offenem Mund zu Janina. Was war das hier? Etwa ein Bordell? Sollte er etwa als Liebesdiener arbeiten?

„Ich weiß nicht, ob ich das hier richtig verstehe...‟ Janina sprach in jovialen Tonfall. „Was gibt es da nicht zu verstehen? Für Kost und Logis bist du ein bisschen nett zu unseren Gästen. Wenn du das nicht willst, kannst du dir auch eine andere Arbeit suchen. Dann zieh dich wieder um und verschwinde.‟ Den letzten Satz hatte sie so kalt wie flüssiger Stickstoff von sich gegeben.

Zur gleichen Zeit saßen auf dem viele Lichtjahre entfernten Planeten Frigidus fünf Praefectas und ihre Regentin zusammen und besprachen die Situation. Gegen ein sicheres Exil im Luxus würden sie nicht nur das gesamte Dilithium eintauschen müssen, sondern auch noch einige hundert Edeldamen zur Verfügung stellen. So, wie die Unterhändlerin es verstanden hatte, verlangte der Abgesandte des Alpha Dominion 500 Fräuleins als Gegenleistung. Es war nicht schwer, sich auszumalen, was damit gemeint war. Die Frauen sollten faktisch zu Sklavinnen degradiert werden. Augusta Regina räusperte sich. „In schweren Zeiten müssen wir schwere Opfer bringen.‟ Die leitende Praefecta bedachte: „Wie soll die Selektion stattfinden? Nach welchen Kriterien? Es wird Unruhe geben... und mehr.‟ Die Ex-Monarchin winkte ab. „Was sind 500 von 15.000?! Nur ein unbedeutender Prozentsatz. Solange die anderen dadurch ihren Lebensstandard halten können, werden sie den Geopferten nicht lange nachweinen.‟

Eine andere Praefecta schlug vor: „Wir könnten die Auserwählten mit einem Zufallsgenerator anhand ihrer ID-Signatur bestimmen.‟ Die Tyrannin stimmte zu. „So machen wir es.‟ Eine dritte Praefecta meldete sich zu Wort. „Es gibt noch ein weiteres Problem. Die Grenzbehörde hat die Schiffe nach Biozeichen gescannt, um unsere Population zu ermitteln, und ist dabei auch auf die männlichen Adelsgehirne in Stasis gestoßen. Sie wissen nun von unserem Bewusstseinsarchiv.‟ Augusta Regina hielt die Luft an, bevor sie sie hörbar durch die Nase entweichen ließ. „Was geht die das an!? Die halten sich offenbar sowieso nicht konsequent an ihre eigenen Gesetze. Sonst würden sie ja wohl kaum 500 Damen als Kaufpreis akzeptieren!‟

Das Regime auf Regina hatte männliche Nachkommen der Adelsdamen in Stasis gehalten, von ihren Körpern getrennt und ihre Gehirne mit den Daten und dem Bewusstsein in einem großen Archiv verwaltet. Bei ihrer Flucht von ihrem Heimatplaneten war dieses Archiv mitgenommen worden, damit es nicht in die Hände der VA fiel. Eine Praefecta hatte eine Idee. „Unser Bordbiolabor ist in der Lage, die Gehirne mit Androidenkörpern zu verlinken. Wenn wir vor der Aktualisierung des neurologischen Netzes eine DNA-Neustrukturierung vornehmen, wären die jungen Herren gehorsame und pflegeleichte Personen.‟ Augsuta Regina war skeptisch. „In ihnen hat sich über die Jahre ein enormer Hass gesammelt. Wenn nur bei einer der Verlinkungen die alten Erinnerungen nicht vollständig gelöscht werden, haben wir evidente Komplikationen.‟ Die Offizierin nickte. „Korrekt. Aber wenn wir die Gehirne weiterhin separat lagern, wird das Dominion es herausfinden und uns in einen Konflikt führen, der unser Exil gefährdet.‟ Die Majestät überlegte. „Also gut. Initiieren Sie den Verlinkungsprozess. Aber ich will erst einen Prototyp sehen.‟ Die Frau nickte bestätigend. „Jawohl. Ich leite alles in die Wege. Wir werden zunächst nur ein männliches Bewusstsein in einen Androidenkörper transferieren.‟

Den Flüchtlingen von Regina fehlten zwar an Bord die Spezialistinnen, aber über deren Wissen in Neo-Neurologie und Robotik verfügten einige dafür programmierte Androiden, die das medizinische Vorhaben kompetent ausführen konnten. - Am nächsten Tag legte eine geheime Gruppe die „Auserwählten‟ fest. Exakt 500 Damen, die von ihrem Schicksal noch nichts ahnten, sollten den Truppen des Dominions übergeben werden. Unter einem Vorwand wurden sie in eine Transporterfähre geleitet. Doch statt der zugesagten Weiterreise ins Dominion zu ihrer Zielwelt, wurde die Reginaflotte weiterhin auf Frigidus festgehalten. Der Kommandeur Bright erklärte: „Zunächst müssen unsere Gutachter eine Expertise über die Ware erstellen. Wir möchten den präzisen Wert der Damen validieren.‟ Die Monarchin war sprachlos. So zynische Worte über Adelsdamen! Und das von einem minderwertigen männlichen Humanoiden! Sie musste sich zusammenreißen, um nicht zu platzen wie eine Supernova. Sie nickte verdrossen und ließ sich zurück in ihr Schiff, die Regina I, bringen.

Kurz nach ihrer Ankunft an Bord fragte sie die leitende Praefecta nach dem Fortgang der transferierten Gehirne. Die Offizierin nickte. „Unser Labor hat sehr gute Fortschritte gemacht. Der Prototyp ist vollendet. Das Bewusstsein eines Mannes ist mit einem Androidenchip verlinkt worden. Als Backup haben wir die Daten auf einen zweiten Träger transkribiert.‟ Die Majestät forderte: „Zeig ihn mir!‟ Sie schritten durch den Korridor des Schiffs zum medizinischen Labor. Dort erwarteten vier Androiden in weißen Kitteln die Besucher. „Herzlich willkommen, Hoheit.‟ Regina wischte die Begrüßung zur Seite. „Wo ist der Prototyp?‟ Ein Android machte eine Befehlsgeste in Richtung einer Sensorwand. Dort bildete sich auf der glatten Oberfläche eine durchsichtige zwei Meter hohe und 75 cm breite Fensteröffnung, hinter der der Prototyp stand. Während die Laborandroiden eine feminine Optik aufwiesen, sah der Musterkörper aus wie ein Mann. Augusta Regina war entsetzt. „Wie sieht der aus?!‟ Die Praefecta erklärte: „Das Bewusstsein ist männlich. So würde er aussehen, wenn er einen realen Körper hätte.‟

Die Regentin schaute zu der künstlichen Person hinter der Scheibe. „Warum bewegt er sich nicht?‟ Eine der Neo-Neurologinnen erläuterte: „Er ist noch nicht aktiviert.‟ Die Majestät fragte: „Wie kann er überhaupt gehen, sprechen... Wie kann er irgendwas? Die männlichen Bewusstseine sind doch direkt nach der Geburt in Stasis gelegt worden.‟ Die Androidin nickte: „...wo sie dann in ihrer virtuellen Welt aufgewachsen sind. Sie verfügen über die Lebenserfahrungen ihres biologischen Alters.‟ Die Praefecta staunte über die Unwissenheit ihrer Königin. Sie hatte sich offensichtlich nicht sehr für das Schicksal ihrer männlichen Nachkommen interessiert.

Die Androidin führte fort: „Das ist allerdings irrelevant. Wir haben den Charakterspeicher mit dem psychologischen Ich überschrieben, damit der Prototyp einfacher zu handhaben ist.‟ Augusta Regina sah ihre Praefecta fragend an. Die Offizierin räusperte sich. „Der Mann ist sozusagen willenlos und gehorsam. Auf diese Weise können wir alle Bewusstseine extrahieren und updaten, so dass wir über eine kleine Armee von Arbeitern verfügen, wenn wir in der neuen Welt angekommen sind. Ganz ohne verbotene Rusticusse oder Munuswesen, sondern technisch gesehen nur Androiden. Die Details muss ja niemand wissen.‟ Die Tyrannin lächelte. „Das sind wunderbare Neuigkeiten. Fangen Sie unverzüglich mit der Massenproduktion an.‟

Die Androidin las innerhalb von 0,004 Sekunden ihren Datenspeicher aus und sagte: „In der Flotte gibt es Materialien für weitere 18,26372 Exemplare.‟ Die Monarchin rümpfte ihre Nase. „Das ist nur ein Bruchteil!‟ Die Praefecta versuchte zu deeskalieren. „Hochwürden, wir werden Nachschub bekommen. Die technischen Fähigkeiten und Apparaturen sowie Instrumente sind vorhanden. Wir benötigen nur einige weitere Bestandteile für solch ein Quantum Androiden.‟ Augusta Regina stieß der Praefecta vor die Brust. „Dann sollte es so schnell wie möglich realisiert werden! Sonst werde ich Sie persönlich für das Versagen verantwortlich machen!‟ Hochnäsig stiefelte sie aus dem Labor. Die Offizierin sah zu den Laborandroiden und befahl: „Direkter Befehl von Praefecta Aspera, Code Delta 87295 Omikron. Die letzten 120 Sekunden aus dem Speicher löschen.‟

Janina führte Timiditas in einen Raum mit einem runden Plüschbett. Die diffuse Beleuchtung bestand aus dem roten Spektralfarbbereich. Plötzlich zog sich die automatische Tür mit einem saugenden Geräusch zu. Der Munus war allein. Als er vor den Eingang schritt, blieb er verschlossen. Er suchte nach einem Schalter oder einer Sensoreinheit, fand aber keine Möglichkeit, die Tür von innen zu öffnen. Seufzend setzte er sich auf das Plüschbett. Erst jetzt bemerkte er die Gerätschaften an den Wänden: Handschellen, eine Latex-Kopfmaske mit Knebel, eine Elektropeitsche, diverse Riemengeschirre, ein Silikonschlauch mit Katheterfunktion, ein Speculum, ein Umschnalldildo und noch weitere Accessoires. Einige Dinge erkannte er aus dem Harem, in dem er gelebt hatte, andere waren ihm neu. Jetzt war er sich sicher: Dies war ein Bordell. Und er war hier nicht der Gast. Das konnte diese Janina schön vergessen!, schwor er sich und versuchte, das enge Unterbrustkorsett auszuziehen.

Trotz geduldigem Fummeln schaffte er es jedoch nicht, die hinteren Verschlüsse zu lösen oder wenigstens zu lockern. Timiditas murmelte grimmig: „Wenn die Tusse glaubt, ich besorge es hier irgendeinem Kerl oder einer Kundin, dann hat sie die Rechnung ohne mich gemacht!‟ Seltsam, dass die Situation ihn erregte. Der Munus massierte durch die rote Hose seine Männlichkeit, die augenblicklich noch weiter wuchs und sich verhärtete. Timiditas öffnete den Stoff und befreite eine riesige, aufgerichtete Rakete. Nur, weil er keinen Unbekannten dienen wollte, hieß das ja nicht, dass er nicht selbst ein wenig Vergnügen haben wollte...

Langsam strich er über den gewaltigen Phallus und stöhnte wohlig auf. Mit jeder Berührung wuchs seine Erregung weiter. Er hatte sich rücklings aufs Bett fallen lassen und bearbeitete den Monolith, der bis zu seinen Brüsten reichte. Auf der anderen Seite zogen seine schweren Bälle. Timiditas schloss genüsslich die Augen. Er würde den Raum mit seiner Lust fluten. Näher und näher kam der ultimative Höhepunkt, eine Ekstase, die seinen Leib durchschütteln würde, die ihn schwindeln lassen würde, die seine dicken Kugeln leerpumpen würde... Timiditas verkrampfte und erwartete jeden Augenblick das aufbrausende, euphorische Tosen der Glückshormone seiner Obsession... Und... Ein Grunzen entfleuchte seiner Kehle, er hielt die Luft an, um jetzt...

Da schossen abrupt brutale Schmerzen durch seine Hoden. Eine gemeine Melange aus dumpfen und stechenden Reizen, die seine Testikels maträtierten. Mit einem lauten, erschrockenen Schrei hielt er sich die Organe fest und starrte entsetzt auf sie hinab. Er war in sitzende Position gesprungen. Der sich anbahnende Orgasmus war mit einer Radikalität unterbunden wie eine Fahrt eines Hovermobils, das mit maximaler Geschwindigkeit gegen eine Stahlwand eines Sky-Habitat krachte. Timiditas hatte nicht einmal abgespritzt. Er spürte förmlich seine enormen Flüssigkeitsmengen, die wie unter einer gespannten Feder bereit waren, herauszuschießen in die Freiheit. Doch der Schmerz hatte jeglichen Druckausgleich verhindert. Sofort war ihm klar: Sein Security-Chip war aktiv! Aber wie konnte das sein? Wer hatte ihn aktiviert? Und warum? Wie war das möglich?

Er verstaute vorsichtig seine Genitalien wieder in der engen roten Hose. Dann nahm er eine dünne Decke vom Bett und wickelte sie sich um die Schultern, so dass auch seine blanken Brüste bedeckt waren. - Der Munus hatte in seiner Zelle keinerlei Zeitgefühl, aber es mochten bereits Stunden vergangen sein, als sich plötzlich die Tür öffnete. Er wollte protestieren und sich Janina vorknöpfen, aber was ihm begegnete ließ ihn erstarren wie paralysiert: Ein muskelbepacktes Geschöpf kroch auf allen Vieren hinein, um den Hals ein Metallband, an dem eine Leine befestigt war, die von einer zweiten Person gehalten wurde. Timiditas erkannte den Custos an seinen Haifischzähnen, die er bleckte wie eine bissige Bestie. An seinen Unterarmen waren die typischen Carbon-Schienen angebracht; Schnürstiefel und ein Lendenschurz aus weißem Polyamid vervollständigten die Optik.

Hinter dem Wesen kam eine zierliche Gestalt in den Raum. In ihrem schwarzen Umhang mit Kapuze, die sie tief ins Gesicht gezogen trug, konnte man sie nicht identifizieren. Doch dann warf sie die Umhüllung beiseite und zeigte ihre grazile Figur und ihr hübsches Gesicht: Janina. Timiditas wollte gerade etwas sagen, da befahl die Frau: „Ruhe! Du sprichst nur, wenn ich es dir erlaube! Sonst wird Canis böse.‟ Sofort grunzte und brummte der Custos auf allen Vieren und strahlte eine animalische Aggression aus, wie sie der Munus in seinem gesamten Leben noch nicht erlebt hatte. Janinas Stimme blieb ruhig. „Bevor du Gäste empfängst, will ich erst wissen, was ich von dir zu erwarten habe. Bist du schon von einem Munus von hinten genommen worden? Welche Erfahrungen hast du damit, einen Phallus mit deiner Zunge zu verwöhnen? Was für Liebestechniken beherrscht du?‟ Timiditas schluckte. „Wird das hier ein Bewerbungsgespräch? Ich will nicht für dich arbeiten!‟ Janina gluckste fröhlich. „Willst du dir nichts nebenbei verdienen? Canis könnte dich einreiten.‟ Der Munus starrte die Frau echauffiert an. „Das ist ja wohl die Höhe! Ich - will - nicht - als - Sexboy oder... was auch immer... arbeiten! Klar? Ich will raus hier! Sofort!‟

Er begann damit, sich die Stiefel auszuziehen, was gar nicht so einfach war. Dann stieg er aus der Hose und merkte, dass seine Autorität, wenn sie überhaupt da war, nun in dem blanken Zustand gegen Null tendierte. Das Korsett blieb zunächst gezwungenermaßen an Ort und Stelle. Er drehte sich um. „Hilf mir raus!‟ Janina betrachtete stattdessen die nackten Hinterbacken des Munus und grinste. „Du willst wirklich gehen? Hier in dieser Gegend auf die Straße raus?‟ Als sich die Frau nicht von der Stelle bewegte, drehte sich Timiditas wieder um und zeigte auf seinen Riesenphallus. „Und den Security-Chip wirst du wieder deaktivieren! Was fällt dir ein!? Wie hast du das eigentlich gemacht?‟ Janina lächelte und schaute ihn unschuldig an. „Was meinst du denn? Ich habe gar nichts gemacht.‟ Der Munus verzog grimmig sein Gesicht. „Du weißt ganz genau, was ich meine! Wer soll es sonst aktiviert haben, hm?‟ Er ging einen kleinen Schritt auf die Frau zu, doch sofort meldete sich Canis, der sich nun auf zwei Beine stellte und wie ein Bodyguard wirkte. Timiditas hatte das Gefühl, wenn er noch einen weiteren Zentimeter nach vorne ginge, würde ihn dieser Custos zermalmen - wahlweise mit den Pranken oder den spitzen Reißzähnen.

Er forderte seinen Suit zurück. Janina hob die Schultern und meinte entschuldigend: „Den hat sich Rosa-Rio einverleibt. Sorry.‟ Der Munus stutzte. „Wer ist Rosa-Rio?‟ Janina zeigte mit dem Daumen hinter sich. „Du hast sie heute gesehen. Auf der Chaiselongue. Den zieht sie jetzt an, wenn sie frei hat.‟ Der Munus blieb dabei. „Ich will ihn zurück! Jetzt!‟ Janina grinste. „Da musst du mit Rosa sprechen.‟ Zumindest hatte Timiditas nun einen Grund, den Raum zu verlassen, und er drängte sich vorsichtig an dem Muskelpaket vorbei, lief den Korridor in den Salon zurück, wo er die Munus-Liebesdienerinnen gesehen hatte, fand die Chaiselongue allerdings unbelegt vor. Wenn sich die drei Bordelldamen, die sich in dem Raum aufhielten, über seine Nacktheit wunderten, so zeigten sie es nicht. Nach der Frage, wo Rosa-Rio sei, antwortete ein Munus: „Rosa ist beschäftigt. Sie hat einen Gast.‟ Timiditas sagte vor sich her: „Dann wird sie ja meinen Suit kaum tragen.‟ Er sah sich um, fand aber keine abgelegten Kleidungsstücke. Janinas Stimme ertönte hinter ihm: „Du wartest, bis Rosa-Rio wieder da ist. Dann darfst du sie fragen.‟ Timiditas schlenkerte mit den Armen umher, um irgendwie ansatzweise seine Scham zu bedecken, aber das war einem Munus aufgrund seiner Anatomie nicht möglich. Er lief zurück zu „seinem‟ Raum, um sich notgedrungen wieder die rote Hose anzuziehen, aber die Tür war geschlossen und ließ sich nicht öffnen. Janina sah ihn provozierend an. „Das hast du jetzt von deiner Zwergen-Revolte.‟

Am liebsten hätte er sich auf die Frau gestürzt, aber der Kraftprotz Canis passte immer noch auf wie ein Kettenhund. Was sollte er tun? Doch da öffnete sich schon eine andere Tür, und ein Mann kam heraus. Er trug exklusiv aussehende Kleidung und stiefelte selbstbewusst durch den Salon. Er nickte Janina zu, blickte dann zu Timiditas und grinste. Er zeigte auf den nackten Munus. „Die will ich nächstes Mal!‟ Er drückte seinen Daumen auf eine Scantaste. Ein Display zeigte eine Summe an, die dann von einer Kastengrafik in eine andere wanderte. Dann erschien ein Häkchen-Symbol. Janina rief dem Mann hinterher: „Beehren Sie unser Etablissement bald wieder.‟ Timiditas drehte sich um und sah den Munus, der wohl Rosa-Rio hieß. Sofort bellte er ihn an: „Wo hast du meinen Suit versteckt?‟ Rosa-Rio schnaubte verächtlich. „DEINEN Suit? Nein, meine Liebe. Das ist jetzt mein Suit.‟ Timiditas hätte sich jetzt die Ärmel hochgekrempelt, wäre da noch mehr Stoff an ihm gewesen, als das Unterbrustkorsett, und stapfte wütend auf den Munus zu.

Wenige Sekunden später rangen und fuchtelten die beiden Munuswesen auf dem Boden, drehten und wälzten sich, zogen sich an den Brüsten, verdrehten ihre Nippel, kniffen hinein, versetzten sich Hiebe und Kniestöße in die gewaltigen Testikel und versuchten, sich die Extremitäten zu verrenken. - So schnell die unkontrollierte und wilde Balgerei begonnen hatte, so schnell war sie auch wieder beendet, da Janina mit ihrem Disziplinarstab dazwischen ging. „Schluss jetzt mit der Zankerei! Jede auf ihr Zimmer! Sofort! Und Timiditas: Du ziehst deine Hose und die Stiefel wieder an. Ich habe keine Lust mehr auf dieses Theater. Du bist hier. Find dich damit ab!“ Als der Munus nicht eilig genug aufstand, half sie mit dem Impulsstab nach und jagte ihm mehrere kurze, knisternde Schocks in das Hinterteil. Sie rief ihm hinterher: „Morgen kommt dein erster Gast. Wehe, er ist mit dir unzufrieden!“

Dann ging sie in ihren Raum und öffnete an einer Konsole eine Datei über die Einnahmen ihres Etablissements. Zufrieden betrachtete sie die Zahlen. Munuswesen waren ideale Liebesdienerinnen. Egal, ob die Gäste weiblich oder männlich waren - jeder konnte was mit einem Munus anfangen. Früher war Janina eine einfache Hausfrau auf Regina gewesen, hatte eine Pflegefamilie mit vier Söhnen geführt und nicht gewusst, dass die Jünglinge nach ihrer Volljährigkeit nicht auf jeden Fall als Pugnator, sondern womöglich als Munus oder Rusticus endeten. Nach dem Fall des Regimes hatte sie die Geschäftsidee mit dem Munusbordell gehabt und es bisher nicht bereut. Canis hielt sie sich als Beschützer. So etwas benötigte eine Frau in diesem Business. Außerdem war er ein hervorragend erzogenes Sexspielzeug mit Orgasmusgarantie.

Janina holte sich den Suit des Munus und verbrannte ihn mit einem kleinen Lasermesser zu Asche. Den brauchte dieser Aufrührer nicht mehr. Vielleicht sollte sie wirklich Canis befehlen, diesen kleinen Rebellen zuzureiten, damit er handzahmer würde. Oder noch besser: Einer ihrer anderen Munus-Sexdienerinnen sorgte für ein erfülltes Liebesleben des Neuen. Mal sehen, ob dieser Timiditas so einen Riesenphallus aufnehmen konnte. Am besten noch vor seinem morgigen Termin. Schließlich hatte das Munusbordell einen guten Ruf zu verlieren. Wenn Timiditas vorgedehnt war, könnte der Gast größere Dildos in ihm versenken. Janina kannte eine Frau, die seit Eröffnung des Etablissements Stammgast war. Sie liebte es, einem Munus mit einem voluminösen Umschnalldildo den Hintereingang zu stopfen un an seine Grenzen zu bringen. Dabei wurde sie so geil, dass sie ohne weiteres Zutun zum Orgasmus kommen konnte; besonders, wenn der Munus unter Schmerzen stöhnte. Daher brachte sie jeweils ein ganzes Arsenal von Dildogrößen mit.

Die anderen Sexdienerinnen hatten bereits Bekanntschaft mit den großen Silikonstäben gemacht. Glücklicherweise war ein Munusarsch dehnbarer, als bei einem gewöhnlichen Humanoiden oder Rusticus. Die mächtigen Sextoys wären sonst niemals versenkbar gewesen. Trotzdem gab es für deren Hintereingang natürlich auch ein Limit. Janina hörte in Gedanken noch, wie der Gast bei seinem jüngsten Besuch einen Munus von hinten hart und schnell nahm und rief: „Ja, schrei nur! Munus, hier kommt deine eigene Medizin! Spür mal, wie dick so ein Phallus sein kann! Wie fühlt er sich an? Ist das geil? Gefällt es dir? Ja? Nein? Hahahaha!‟ - Es war ein Akt der Gnade, Timiditas vorzudehnen. Zumindest ein kleiner Funken Hilfe. Janina rief nach Canis. „Komm, wir gehen zu dem Neuen. Fixiere ihn und rufe mir einen meiner Mädels herbei. Wir wollen uns ein wenig vergnügen. Bringe mir am besten Rosa-Rio. Zwischen den beiden stimmt die Wellenlänge.‟
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:10.12.17 17:13 IP: gespeichert Moderator melden


~ LVI ~


Animus zog sich den Hosenboden seiner neuen Uniform der Munusjäger zurecht. Permanent rutschte der Stoff ihm in die Ritze. Warum musste die Hose so eng sein!? Wahrscheinlich war sie von einer Frau konzipiert worden. Einer männerhassenden Feministin. - Das Shuttle der Securitas Tracing Corp. befand sich in 8.000 Metern über seiner Destination, einer verlassenen Dilithiummine. In dem verzweigten, unterirdischen Stollensystem wurde zwar seit längerer Zeit nicht mehr geschürft; dafür versteckte sich dort ein unbekanntes Quantum an Edelfräuleins inklusive ihren loyalen Rusticussen und Munuswesen. Da das Operationsschiff der STC nur über Haftzellen für zwölf Personen verfügte, galt die Priorität den Damen des Regina-Regimes.

Bemerken konnten die Gesuchten sie noch nicht. Neben der modernen Radartarnungstechnik der VA verfügte das Shuttle auch über polychromatische optoelektronische Projektoren an der Außenhülle, die sie quasi unsichtbar machten. Mit dieser Tarnausstattung verschmolzen sie optisch mit ihrem Umfeld, indem das Licht um das Shuttle geleitet wurde. - Im langsamen Vertikal-Sinkflug näherte sich das Shuttle der Oberfläche. Eine Felslandschaft wurde durch die Panzerglasscheiben sichtbar. Commander Burns saß an seinem grünlich luminiszierten Instrumentenpanel und verteilte die Einsatzbefehle: „Wir landen direkt neben dem Haupteingang. Porter, Sheridan und Wagner: Sie dringen ein. Animus und Syrus: Sie laufen Richtung 11 Uhr. Distanz: 150 Meter. Dort ist ein weiterer Ausgang aus dem Stollensystem. Dort legen Sie sich auf die Lauer. Vielleicht schrecken wir ein paar Bewohner auf. Halten Sie alle Ihre FNS einsatzbereit.‟

Kurz darauf verkündete er: „Bodenkontakt in minus 01:13 Minuten.‟ Dann ging alles sehr schnell. Das Shuttle setzte sanft und beinahe geräuschlos auf Luftunterstützten Synthetikkufen auf, die Außenluke öffnete sich, das Team teilte sich und lief in Position. Commander Burns blieb als Einziger an Bord, um die Gruppen zu koordinieren. Über die Bodycams der Teammitglieder konnte Burns den Einsatz leicht verpixelt visuell in Echtzeit miterleben. Das erste Dreiergruppe verschwand im Haupteingang der Mine. Ihre Hightech-Leuchten strahlten den dunklen Gang entlang.

Animus und Syrus rannten zur vereinbarten Position, fanden aber keine Öffnung zum Stollensystem. Die Stimme des Commanders erklang blechern durch den Funk. „Sucht nach einem braunen, kreisrunden Fels. Da ist eine getarnte Schlaufe dran.‟ Tatsächlich erkannten die Männer den versteckten Einstieg, zogen die Klappe hoch, die aus lackiertem Aluminium bestand, und kletterten einen ovalen Schacht hinab, an dem Leitersprossen angebracht waren. Nach 56 Stufen endete der Schacht in einem Gang. Er führte mit 20 prozentigem Abfall tiefer ins Erdreich hinab. Sie liefen ihn entlang und blieben zwischendurch immer wieder stehen, um zu lauschen. Die Funkverbindung zum Shuttle stand noch, wurde aber durch rauschende Interferenzen gestört. Das Bild verpixelte sich drastisch.

Burns fragte die Außenteams, ob es Feindberührung gegeben habe, aber Syrus und Sheridan verneinten. Nichts deutete daraufhin, dass die Tunnelanlage bewohnt wäre. Die Sensoren ihrer Anzüge zeigten keinerlei giftige Gase oder andere biologische oder chemische Bestandteile, die gefährlich werden konnten. Daher rückten sie weiter vor. Die Navigationseinheiten ihrer Ausrüstung führten die Teams aufeinander zu. Für eventuelle Bewohner gab es kein Entkommen. Die Männer zückten sicherheitshalber ihre FNS. Noch waren sie etwa 75 Meter auseinander. Animus hielt Syrus zurück und lauschte: Hastige Schritte hallten aus einiger Entfernung zu ihnen hinüber. Die Männer rückten alarmiert weiter vor.

Burns konnte auf seinem Monitor leicht erhöhte Kohlendioxidwerte ablesen. Dies ließ darauf schließen, dass bis vor Kurzem noch Humanoide anwesend waren. Die Sensoren des Teams fanden ebenfalls menschliche DNA-Rückstände. Die konnten allerdings auch von Rusticussen stammen, die früher in der Mine gearbeitet hatten. Langsam und auf der Hut schlichen sie vorwärts, ihren Kameraden entgegen. Noch 50 Meter trennten sie laut Anzeige. Die flüchtende Gestalt musste dem Trio genau in die Arme laufen. Aber es war nur eine Person gewesen. Von einer größeren Anzahl von Leuten konnte hier keine Rede sein. Sicherheitshalber positionierten Animus und Syrus ein paar kleine Fotozellensensoren, die jeden Verfolger augenblicklich melden würden. Oder Flüchtlinge, die sie übersehen hatten. Es blieben noch 30 Meter Distanz zwischen den Teams. Langsam verblasste die Hoffnung, auf Rebellen zu stoßen. Aber woher waren dann die Schritte gekommen, die sie gehört hatten? Noch 20 Meter...

Endlich: Animus und Syrus hörten vor ihnen einen Tumult. Die laute Stimme von Sheridan hallte durch den Stollen: „Verdammt! Ich habe vorbeigeschossen. Mach das Vieh fertig!‟ Brad Porter, der ebenfalls ganz vorne lief, zielte mit seinem FNS und jagte das Netz auf die flüchtende Kreatur. „Hab ihn erwischt!‟ Im nächsten Moment trafen die Teams aufeinander. Zwischen sich wälzte sich panisch eine Person in dem Netz. Als fünf Hochleistungs-Halogenleuchten auf den Gefangenen zielten, war eindeutig die Silhouette eines Munus zu erkennen. Commander Rick Burns beobachtete auf seinem Display vom Shuttle aus den Fang und murmelte: „Miese Ernte! Nur ein Munus!‟ Dafür der ganze Aufwand! Die Operation war ein Reinfall gewesen. Die Rebellinnen waren längst über alle Berge.

Sheridan trat an den Munus heran und schockte ihn mit seinem Impulsgeber. Porter zog ihn weg. „Was soll das? Er kann uns nicht mehr abhauen.‟ Die Stimme des Commanders meldete sich krächzend über den Audiokanal. „Bringt das Paket an Bord. Der Einsatz ist beendet.‟ Das würden die Vorstandsmitglieder von Securitas nicht gerne hören. Ein wertloser Munus, den sie nur in einer Auffangstation abgeben konnten. Eigentlich hatten sie nicht mal eine Handhabe dafür, ihn festzusetzen. Der Munus hatte nachweislich noch gegen kein neues Gesetz verstoßen. Sheridan trat an das Wesen heran und trat ihm in die Seite. „Los! Setz dich auf, und Hände auf den Rücken! Wird´s bald?!‟ Der Munus gehorchte sofort. Er trug einen typischen Munussuit, wie er unter Regina beliebt war: enganliegendes Latex mit Ausspaarungen für die Brüste und Genitalien zwischen den Beinen. Als er digitale Handschellen trug, deaktivierte Porter das Netz, dass sich augenblicklich in kleine Kügelchen auflöste, die sich prasselnd auf dem Boden verteilten. Sheridan hielt drohend den Disziplinarstab vor den Gefangenen: „Aufstehen! Oder ich helfe nach!‟ Plötzlich kam die Stimme des Commanders aus dem Audiosystem: „Achtung! Ich habe hier eine Warnung wegen ionisierender Strahlung. Sie ist zwar abgeschirmt, aber irgendwo muss eine radioaktive Quelle sein.‟

Sheridan giftete den Munus an. „Rede! Mach endlich deine Fresse auf! Was ist hier los? Habt ihr hier Atomwaffen?‟ Der Gefangene schüttelte verängstigt den Kopf. „Nein, das ist harmlos. Das muss der Radioisotopengenerator sein, der uns Elektrizität liefert.‟ Sheridan stieß den Munus mit dem Disziplinarstab an. „Was laberst du für Kauderwelsch?‟ Die Stimme des Commanders: „Das ist eine nukleare Batterie, die Strom erzeugt.‟ Porter fragte ins Reversmikro: „Was sollen wir jetzt tun?‟ Der Commander befahl: „Bringt den Munus zum Shuttle. Die Batterie nützt uns nichts.‟ Porter nickte. „Verstanden.‟ Sheridan drohte dem Munus: „Wo sind die anderen? Rede! Oder du lernst mich kennen, du Munusdreck!‟ Syrus hielt seinen Kollegen zurück. „Bleib mal locker. Wir können ihn auf dem Shuttle noch verhören.‟

Das Quintett machte sich auf den Rückweg. Bald tauchten sie am Eingang zur Mine auf und sahen das Shuttle. Sheridan stieß den Munus vor sich her. Hoffentlich durfte er diese Kreatur verhören, sinnierte er. Er würde sie schon zum Reden bringen. Die überdimensionalen Genitalien würden eine schön große Angriffsfläche bieten, grinste er vor sich hin, holte aus und trat dem Munus mit seinem Militärstiefel in den nackten Hintern. „Vorwärts!‟ Syrus und Animus sahen sich an. Dieser Sheridan verlor offensichtlich leicht die Nerven. - Die Gruppe war noch zehn Meter von der Einstiegsluke entfernt, da initiierte der Pilot bereits den Antrieb, und den Männern flatterten die Uniformen vom Abwind des Düsentriebwerks.

Der Munus wurde in eine der Zellen gebracht und dort auf einer Liege festgegurtet. Dann gingen die Männer in die Piloten- und Mannschaftskanzel und setzten sich auf ihre Schalensitze. Der Commander ging akribisch alle vorgeschriebenen Startsequenzen durch und brachte das Schiff auf 11.000 Meter Höhe. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 480 km/h rechneten sie mit einer Flugdauer von knappen elf Stunden, aber die meteorologische Situation ließ bei ihrem nordöstlichen Kurs keine andere Option zu. - Als der Autopilot die Navigationseinheiten übernahm, kletterte Rick Burns zum Zellentrakt und verlas pro forma eine Erklärung, die die STC formuliert hatte. Denn die neue Gesetzgebung durch die VA garantierte jedem Munus und jedem Rusticus freie Selbstbestimmung und gleiche Rechte wie alle Bürger von Regina. Daher waren die Jäger der STC aufgefordert, die Festnahme des Munus mit dem Terminus Rettungsaktion zu deklarieren. In Wahrheit erhielten sie eine - wenn auch marginale - Fanggebühr der Migrationsbehörde, denn alle Nichtregistrierten waren letztlich Illegale auf dem Planeten.

Viel mehr Gewinn generierten da die Ergreifungsbelohnungen für Edeldamen des Regimes. Leider war diesbezüglich, so das Resümee des Commanders, die Operation ein Desaster gewesen, das nicht mal die Kosten deckte. Nachdem Burns dem Munus seine Rechte vorgelesen hatte, begann er mit dem Verhör. Vor allem wollte er wissen, warum die Kreatur als Einziger in der Mine war, und wo sich der Rest versteckte. Der Gefangene, der seit seiner Volljährigkeit einer Adelsdame in ihrem Harem gedient hatte, wusste nichts von seinen Rechten oder der politischen Situation, verstand auch nicht die Hälfte von dem, was der Mann ihm heruntergeleiert hatte, und daher protestierte er auch nicht gegen seine Behandlung und restriktiven Fesselung auf der khaki eingefärbten Polycarbonatliege.

Entweder stellte sich der Befragte stur, oder er wusste nichts. Nur seinen Namen Famulus nannte er. Seine Herrin und sieben Rusticusse hatten in der Mine mit ihm gelebt. Er habe geschlafen, und beim Erwachen sei er alleine gewesen. Dies sei vor drei Tagen gewesen. Burns presste die Lippen zusammen. In 72 Stunden konnte die Gruppe überall in den Felsen und Schluchten einen Unterschlupf gefunden haben. Es war richtig gewesen, sofort umzukehren zur Basis. - Während Burns noch im Zellenmodul war, tönte Sheridan beim Essen in der Messe: „Wenn der Commander nichts in Erfahrung bringt... Ich stelle mich gerne zur Verfügung, um dem Drecksvieh die Zunge zu lockern. Dem werde ich seine fetten Megaklöten bearbeiten...‟ Derek Syrus fiel ihm ins Wort: „Jetzt bleib doch mal cool. Der Munus hat sich nichts zu Schulden kommen lassen. Außer, dass er nicht registriert ist. Aber wir setzen doch keine Gewalt ein.‟ Sheridan schnaubte. „Und ob ich die einsetze! Du wirst sehen, wenn ich seine Eier erst mal in meinem Schraubstock habe, wird der in allen Tonlagen singen...‟ Syrus unterbrach ihn: „Es reicht! Musst du deinen kleinen Schniedel kompensieren mit deiner Machotour?‟ Sheridan giftete ihn an: „Was hast du gesagt? Woher willst du wissen, wie groß mein Ding ist, hä? Garantiert größer als dein Würmchen, du Weichei!‟ Porter ging dazwischen: „Leute! Alle mal ruhig und tief durchatmen. Wir wollen hier doch keinen Streit an Bord.‟ Marcus Wagner und Animus nickten zustimmend. Sheridan schob seine Essensschale über den Tisch und stand beleidigt auf. Syrus wühlte in der Wunde und rief hinterher: „Gehst du jetzt schmollen?‟

Einige Minuten später erschien der Commander. „Er heißt Famulus und hat mit einigen Rusticussen und seiner Herrin in der Mine gelebt, seit das Regime gestürzt wurde.‟ Porter fragte: „Und was bringt der uns ein?‟ Burns winkte ab. „So gut wie gar nichts. Aber ich habe schon den Vorstand kontaktiert. Wir sollen den Munus trotzdem mitbringen und in der Zentrale abliefern.‟ Syrus war verwundert. „Nicht in ein Auffanglager bringen?‟ Der Commander schüttelte den Kopf. „Nein. Mehr Infos habe auch nicht.‟ Animus kam sofort ein Gedanke: Sollte der Munus verkauft werden? Handel mit Munuswesen war illegal. - Aber er behielt seine Überlegungen für sich.

Später gesellte sich Sheridan zum Commander, der sich an die Navigationskonsole gesetzt hatte, um den Kurs anzupassen. „Commander Burns, ich könnte... Wenn Sie möchten... Vielleicht sollte ich mal versuchen, was aus diesem Gefangenen herauszubekommen.‟ Burns schüttelte knapp den Kopf. „Das ist nicht mehr unser Problem. Er wird abgeliefert. Dann warten wir auf den nächsten Einsatzbefehl.‟ - Das Shuttle nahm Kurs auf die Basis der STC. Sheridan schlich sich nach einer halben Stunde zum Zellenmodul. Hinter einer transparenten Kraftfeldwand befand sich ihr Passagier auf seiner Liege. Sheridan deaktivierte die elektromagnetische Barriere und stieg zu dem Munus hinein. Er beugte sich zu Famulus hinunter und sagte: „Wegen dir haben wir die ganze Reise umsonst gemacht! Du bist nichts wert!‟ Der Gefangene starrte den Uniformierten ängstlich an.

Sheridan griff nach den riesigen Brüsten und knetete sie kräftig durch wie einen Kuchenteig. Dann zwirbelte er die großen Nippel, bis Famulus einen unterdrückten Schmerzenslaut von sich gab. Der STC-Mitarbeiter grinste hämisch. „Das gefällt dir, du geiles Dreckstück, was?!‟ Er zog sich dünne Latex-Handschuhe über und packte den Riesenphallus, um ihn zu wichsen. Famulus stöhnte auf. „Bitte nicht. Ich... Mir ist kein Orgasmus erlaubt.‟ Sheridan lachte sardonisch. „Wollen wir wetten?‟ Famulus spürte, wie sein gewaltiger Luststab noch weiter anwuchs und hart wurde. Auch seine Geilheit meldete sich augenblicklich. „Nein, bitte... Ich habe einen Security-Chip. Ich darf nicht kommen. Ich kann es nicht.‟ Sheridan grinste nur und wichste weiter. Er hatte darüber in einer Datenbank gelesen. Diese Security-Chips waren eingebaute Castitasschellen. Stand der Munus kurz vor einer Ejakulation, so aktivierte sich ein Impulsgeber in der Eichel und versetzte ihm einen starken elektrischen Schlag. Das wollte der Mann mal live erleben und bearbeitete den Liegenden weiter.

Famulus jammerte: „Bitte nicht! Bitte! Bitte nicht! Bitte aufhören... Bitte!‟ Doch davon ließ sich der Uniformierte nicht beeindrucken. Stattdessen boxte er ihm mit aller Kraft in die dicken Hoden. „Halt dein Munusmaul!‟ - Weitere drei Minuten später hatte die Kreatur bereits den Punkt erreicht, der unmittelbar vor der Kulmination stand. Plötzlich schrie er auf und bäumte sich in seinen Fesseln. Erschrocken ließ Sheridan los. Dann grinste er. Der Security-Chip hatte seinen Auftritt gehabt! Nach wenigen Sekunden nahm Sheridan den Phallusprügel erneut in die Hände und stimulierte das Lustfleisch sorgfältig. Famulus jammerte: „Bitte nicht! Biiiiite! Bitteeeee!‟ 34 Sekunden später kam es erneut zu einer Aktivierung. Brüllend flehte der Munus: „Aufhören! Gnade! Aufhören! Bitte!‟ Sheridan wollte gerade kichernd wieder loslegen, da hörte er hinter sich eine Stimme. „Was ist denn hier los?‟ Erschrocken drehte der sich um. „Oh, Commander. Ich... Ich wollte nur bei unserem Freundchen nach dem Rechten sehen.‟

Der erigierte, zuckende Phallus sprach eine eindeutige Sprache. Burns schüttelte den Kopf. „Gehen Sie sofort ins Mannschaftsmodul zurück!‟ Sheridan murmelte ein „Ja, Sir.‟ Der Commander betrachtete den noch zuckenden, geschwollenen Riesenstab des Gefangenen. Rick Burns konnte sich nicht ansatzweise vorstellen, wer das Bedürfnis nach so einem überdimensionierten Liebesprügel haben könnte. Wer oder was sollte so ein Monstrum aufnehmen? Heimlich lugte er zu seinem Unterarm und bildete eine Faust. Es wirkte gegen das Munusgenital noch harmlos. Er verließ die Zelle und schaltete das Kraftfeld wieder ein. Dieses Mal tippte er auf ein kleines Kontrollpaneel einen alphanumerischen Entriegelungscode ein, den nur er kannte. So war wenigstens sicher, dass dieser Draufgänger Sheridan nicht wieder Mist baute. Er musste mit seinem Vorgesetzten bei der STC sprechen. Der Kerl war nicht tragbar. Charakterlich völlig ungeeignet für den Job.

Die anderen hatten sich ganz gut gemacht für ihren ersten Einsatz, musste Burns zugeben. Hoffentlich gab es bald einen neuen Auftrag, der dieses Mal dann profitabler sein würde. Das Shuttle landete nach langweiligem Flug nach mehreren Stunden endlich an der Zentrale der STC. Sofort kamen zwei Uniformierte der Firma an Bord und holten den Munus ab. Mit einem Schlingenstab brachten sie ihn weg. Animus fragte den Comander, was mit dem Passagier nun geschah. Burns stellte sich unwissend. Syrus und Animus schauten den Männern mit dem Munus fragend hinterher. Warum wurde er wie eine gefährliche, bissige Bestie abgeführt? Brad Porter zuckte mit den Schultern. „Der kommt in ein Auffanglager. Wohin sonst?‟ Marcus Wagner war sich nicht so sicher. „Irgendwas sagt mir, dass der arme Kerl ein Problem hat. Warum sollten die den sonst wie einen Sklaven behandeln?‟ Sheridan lachte laut und gehässig auf. „Der hat es nicht anders verdient! Soll er doch sich als Sexsklave vergnügen.‟ Grinsend stellte er sich vor, wie er die dicken Brüste knetete und hineinbiss, wie er den Munus vor sich knien ließ, damit er ihm seinen Masterstab blies...

Die Männer gingen in ihre Unterkunft, um sich unter der Ultraschalldusche zu erfrischen und die unbequeme Uniform gegen Freizeitkleidung zu tauschen. Rick Burns war währenddessen auf dem Weg zum Vorstand der STC, um über die Operation zu berichten. Außerdem musste er die einzelnen Novizen bewerten. Sheridan bekam als einziger des neuen Teams eine negative Note. Das bedeutete das Aus für den Mann. Noch am gleichen Tag erhielt er die fristlose Kündigung inklusive einer kleinen Abfindung, die vertraglich festgelegt war. Sheridan warf seine Ausrüstung wortlos auf sein Bett und zog sich die privaten Stiefel an, kramte sein weniges Gepäck zusammen und verließ das STC-Gebäude, ohne sich bei seinen Kameraden zu verabschieden.

Wenn man sein Potenzial hier nicht honorierte, würde er eben woanders erfolgreich sein, dachte er und rief auf seinem Datenpad einen Link auf, der zu einem Inserat führte, in dem nach Mitarbeitern für einen privaten Supermax-Gefängnis-Komplex gesucht wurde, „die die Hausordnung konsequent durchsetzen und auch bereit sind, an Disziplinierungsmaßnahmen sowie erzieherischen Aktionen aktiv teilzunehmen. Erfahrung mit Waffen, Schlaginstrumenten und Gefängnistechnik wären von Vorteil. Männer werden bevorzugt eingestellt.‟ Das hörte sich für Sheridan alles höchst interessant an. In den Gefängnissen tummelten sich allerlei anthropogene Delinquenten, aber ein Gros bestand aus Rusticussen und Munuswesen. Leider musste Sheridan lesen, dass es keine weiblichen Insassen gab. Die Edelfräuleins waren in politischen Einrichtungen auf Beta Patria untergebracht. Aber ein Munus war ja im Grunde wie ein Fötzchen, grinste Sheridan schmierig und leckte sich über seine Lippen. Den Job musste er haben. Mit einem Air-Taxi machte er sich gleich auf den Weg in deren Außenbüro, nur wenige Straßenblöcke entfernt.

Derweil heulte ein Alarmton im Quartier der STC-Novizen auf. Eine synthetische Stimme erklang: „Achtung! Team Burns! Akuteinsatz! Sofortiger Start erforderlich! Ich wiederhole: Team Burns! Akuteinsatz! Sofortiger Start erforderlich!‟ Porter, Syrus, Animus und Wagner schlüpften so schnell wie möglich in ihre Uniformen und liefen mit ihrer Ausrüstung zum Shuttle-Landeplatz. Commander Burns war bereits an Bord. Er saß an der Navigationseinheit und initiierte die Startsequenz. „Herzlich willkommen! 4:13 Minuten seit der Durchsage. Das sind 2:13 Minuten zu lahmarschig, meine jungen Herren!‟ - Kaum hatten sich die vier Männer angeschnallt, fauchten die Triebwerke auf, und das Shuttle stieg vertikal in die Höhe und presste die Insassen auf ihre Schalensitze.

Erst nachdem der Kurs in das Bord-Koordinatensystem eingetragen worden war, drehte sich der Commander zu seinen Teammitgliedern um. „Unser Auftrag lautet, zwei Zielpersonen festzunehmen. Es handelt sich um Frauen der Regina-Adelskaste, die sich in einem getarnten Unterschlupf 1.233 km nordwestlich von unserer Basis aufhalten. Wegen Fluchtgefahr müssen wir so schnell wie möglich zugreifen. Die Information ist noch heiß und stammt von einem Überwachungssatelliten, der durch eine zufällige meteorologische Anomalie die Tarnvorrichtungen durchbrechen konnte.‟ Animus fragte, ob mit Gegenwehr durch weitere Personen zu rechnen sei. Burns spitzte die Lippen. „Nun ja, wir wissen es nicht genau. Die Daten haben zwar zwölf Lebenszeichen empfangen, aber das können auch Haustiere gewesen sein.‟ Animus wirkte verwirrt. „Wäre es nicht ungewöhnlich, dass zwei Edelfräuleins alleine lebten? Ich meine, sie sind Bedienstete gewöhnt.‟ Der Comander zuckte mit den Achseln. „Jetzt wohl nicht mehr. Wir werden sehen. Sie haben Ihre Ausrüstung. Das FNS und den Notwehrstab.‟

Trotzdem bekamen die Männer ein mulmiges Gefühl. Im schlimmsten Fall standen sie zu viert zehn Custoskolossen gegenüber. Burns hatte gut reden, der blieb sicher an Bord des Shuttles und sah sich das ganze Spektakel auf dem Monitor an. In Gedanken harrten sie der Dinge, die sie erwarteten. Und schon viel früher, als ihnen lieb war, begann der Comander mit dem Sinkflug über der Destination. Das Shuttle hatte alle Tarnvorrichtungen aktiviert. Selbst der Lärm der Triebwerke wurde mit akustischen Gegenwellen neutralisiert. Es war für die Männer ein merkwürdiges Gefühl, denn sie hörten selbst auch keinen einzigen Laut des Shuttles, da die ausgleichenden Wellen auch durch die Außenhaut ins Inneres des Schiffes wirkten.

Dann rumpelte es, und das Shuttle hatte Bodenkontakt. Der Comander machte hektische Armbewegungen in die Richtung des Teams. „Raus mit euch! Los, los, los!‟ Das Quartett hatte sich abgeschnallt und lief durch die Außenluke hinaus, die nur bis zur Horizontalen geöffnet war, so dass die Männer etwa 150 Zentimeter in die Tiefe hüpfen mussten. Wenige Meter neben ihnen stand eine provisorisch errichtete Unterkunft, aus der zwei Personen in die andere Richtung flüchteten wie Hasen vor einer Meute Jagdhunden. Das Team fächerte sich ein wenig auf und spurtete hinter ihnen her. An den Flanken liefen Porter und Syrus, die beide nach einigen Metern stehenblieben und ihre FNS aktivierten. Sie zielten damit auf die Flüchtenden und schossen sie ab. Ein Netz ging daneben und spannte sich um einen Felsen, das andere traf ins Ziel und umwickelte die zierliche Frau, die augenblicklich über ihr prachtvolles Kleid stolperte und in dem sich enger und enger zusammenziehenden Nanofasergitter strampelte, bis sie sich kaum noch bewegen konnte. Porter hatte getroffen und lief nun auf die Gefangene zu, während Animus und Wagner hinter der Flüchtenden hersprinteten.

Derek Syrus blieb bei seinem Kameraden, der die am Boden liegende Frau grinsend ansah und konstatierte: „Treffer und versenkt!‟ Er nahm bereits die Handschellen hervor, während Syrus die laut zeternde Beute mit dem Disziplinarstab in Schach hielt. Dann deaktivierte Porter das Nanonetz und legte der Dame die Fesseln an, zog sie vom Boden hoch und deutete ihr, vor ihnen Richtung Shuttle zu marschieren. Das Schiff hatte die polychromatischen optoelektronischen Projektoren an der Außenhülle deaktiviert und war nun deutlich zu sehen. - Animus und Marcus Wagner hetzten derweil hinter der anderen Edeldame her, die ein beachtliches Tempo an den Tag legte. Allerdings machten die gepanzerten Uniformen der Männer es nicht leichter, schnell vorwärts zu kommen. Plötzlich stürzte Wagner über eine Bodenunebenheit und schrie auf. „Mein Knöchel!‟

Animus musste blitzschnell entscheiden, was er tun sollte. Priorität hatte die Flüchtige, also hastete er hinter ihr her. Nach und nach schwand der Vorsprung der Dame. Schließlich wuchtete sich Animus schwer atmend nach vorne und konnte die Frau von den Beinen holen. Er umklammerte sie in ihrem ledernen Outfit und nestelte an seinem Holster, um den Disziplinarstab hervorzuholen. Doch er hatte nicht mit der Schnelligkeit der Gegnerin gerechnet. Sie schnappte sich den Stab mit einer blitzartigen Bewegung und löste den Impuls gegen Animus an seiner empfindlichsten Stelle zwischen seinen Beinen aus, wo keine Panzerung den Träger der Uniform schützte. Aufjaulend ließ er die Frau los, die sich aufrichtete und ihm gleich noch einen zweiten Stromschlag in die Genitalien versetzte. Die Angreiferin befreite sich aus dem Griff des Jägers und eilte mit dem Stab davon.

Animus wälzte sich herum und tastete nach dem FNS, zielte und jagte das Netz hinter dem Edelfräulein her. Er schoss daneben. Noch drei Versuche hatte er - wenn die Frau sich noch in der Reichweite des Gerätes befand. Wieder zielte er und aktivierte das nächste Nanogitter. Dieses Mal fand es sein Ziel. Die Dame stürzte in zwanzig Metern Entfernung und kämpfte gegen die sich zusammenziehenden Strukturen an. Der Commander, der auf dem Monitor seiner Konsole alles beobachtet hatte, befahl den mittlerweile eingetroffenen Porter und Syrus, zu Animus zu eilen. Burns übernahm die Gefesselte und brachte sie in das Gefängnismodul in ihre Zelle. Dieser Ausflug wurde definitiv lukrativer, als der Reinfall zuvor. Für zwei Adelsdamen des Regina-Regimes lobte die VA ein nicht unbeträchtliches Sümmchen aus.

Nach wenigen Minuten hatten die Männer ihre zweite Beute an Bord des Shuttles bugsiert und in einer anderen Zelle eingesperrt. Die Frauen lagen restriktiv gefesselt auf Polycarbonatliegen. Die erste Lady trug ein aufwändiges Kleid, wie es für einen historischen Tanzball angemessen gewesen wäre. In der Taille war es eng geschnürt, an den Hüften dafür sehr ausladend gestaltet. Die zweite Dame war völlig anders gekleidet. Sie hatte eine enge Lederhose an, die tief auf ihrer Hüfte saß, und eine enge Lederbluse umschmeichelte ihren zarten Oberkörper und ließ einen Streifen nackte Haut am Bauch sehen. - Nachdem das Shuttle wieder in der Luft und der Heimkurs gesetzt war, wies der Commander Animus an: „Entkleide unsere Gäste. Wir wollen nicht, dass sie irgendwas versteckt haben.‟ Animus schluckte. „Ganz?‟ Burns reichte ihm ein Lasermesser. „Damit geht es am schnellsten. Alles runter damit!‟

Der Novize nahm die Gerätschaft und lief zum Gefangenenmodul. Seine Kameraden schauten ihm hinterher. Was sollten deren Blicke wohl ausdrücken? Hatten sie Mitleid mit ihm oder waren sie neidisch? Auch wenn die Aufgabe ihm ein wenig unangenehm war, so war er doch neugierig auf die edlen Leiber der Damen. In seiner engen Uniformhose wurde es noch enger. Er versuchte sich zu konzentrieren und die Erektion zu beseitigen. Sie war ihm peinlich. Er wollte nicht wie ein notgeiler Voyeur herüberkommen. Er hatte einen Befehl auszuführen, der der Sicherheit diente. Mehr nicht. Er setzte eine neutrale Miene auf und deaktivierte das Kraftfeld der ersten Zelle. Jetzt sollte das Ballkleid also dran glauben...

Er stellte sich seitlich der Liege hin und sah in ein wütendes Gesicht einer hübschen, zierlichen Dame. Als er das Lasermesser zückte und aktivierte, schrie sie auf. Animus hielt den Zeigefinger an die Lippen. „Ruhig! Sonst muss ich dich knebeln! Ich werde dir nicht wehtun.‟ Die junge Lady verstummte mit offenem Mund und empörtem Blick. Langsam setzte Animus das Gerät an und teilte den Stoff vorsichtig in zwei Teile. Nach wenigen Sekunden starrte er auf die kleinen, runden Brüste, die da nackt vor ihm lagen. Als auch der Hüftbereich von der Frau „geschnitten‟ war, sah er ein mit viel Spitze verziertes Höschen. Sollte das wirklich auch runter? Er zog es mit zwei Fingern von ihrem Leib weg und setzte den Laser an. „Es tut mir Leid.‟
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:30.12.17 18:01 IP: gespeichert Moderator melden


~ LVII ~


Ein Hologramm begrüßte sie. „Bitte verifizieren Sie hier Ihre ID-Cards. Sie werden im Prospekt III wohnen. Ein Hovershuttle bringt sie zu Ihrer Destination.‟ Flosa und Gravis legten ihre Karten auf einen Scanner. Flosa fragte: „Und wo liegt denn nun dieses Prospekt III?‟ Das asexuelle Hologramm lächelte nichtssagend. „Hier sind Ihre Key-Cards für das Apartement.‟ Sie legte ihnen zwei kleine Chipstreifen hin. Die Pilotin wartete noch immer auf eine Antwort. Sie wiederholte die Frage. Das Hologramm erzitterte für einen Sekundenbruchteil, dann sagte es: „Prospekt III befindet sich direkt in der Nachbarschaft der Verarbeitungsanlage.‟ Gravis merkte, wie Flosa ihren Ärger nur mit Mühe unterdrücken konnte. Warum wurde da so herumgedruckst? Warum zeigte man nicht einfach eine holografische Karte mit einem Satellitenfoto? Das Hologramm erklärte: „Die genaue Lage steht aus Sicherheitsgründen unter Geheimhaltung.‟

Flosa wollte etwas sagen, da erlosch das dreidimensionale Speicherbild und zeitgleich öffnete sich eine Seitentür, und ein Android erschien: „Flosa? Darf ich Sie und Ihre Begleitung bitten, mir zu folgen. Ich bringe Sie zu Ihrer Wohnung.‟ Mit einem Aufzug ging es zum Flachdach des Gebäudes über dem 16. Stock. Sie stiegen in ein Hovershuttle und starteten. Der Antrieb jagte die Kapsel über die Dächer der Wohnmodule und die Landschaft von Regina. Der Pilot sagte: „In Prospekt III steht auch Ihre Magna Nuntia.‟ Flosa fragte: „Wissen Sie, wo Prospekt III liegt?‟ Der Mann verneinte. „Die Koordinaten sind in der Navigationseinheit geschwärzt. Es ist irgendwo auf der südlichen Hemisphäre.‟

In nur etwa 100 Metern Höhe raste das Hovermobil über den Planeten seinem Ziel entgegen. Die Landschaft, die sie durch die kleinen ovalen Fenster sahen, jagte an ihnen vorbei. - Nach einer halben Stunde fragte die Passagierin den Androiden nach einer Mahlzeiteineinheit. Der Pilot sah sie verwundert an. „Hungrig?‟ Flosa zeigte mit einem Daumen auf ihren Begleiter. Der Android tippte auf seiner Konsole. Kurz darauf öffnete sich eine Schublade mit einem Aluminiumschälchen, das heiß dampfte. Er reichte es an Gravis weiter. Flosa schmunzelte, als sie das Gesicht des Custos sah. „Haben sie noch mehr davon? So drei bis fünf?‟ Nacheinander holte der Android die Verpflegungseinheiten hervor und stellte sie dem futternden Gravis hin, der nicht lange benötigte, um alles zu vertilgen.

Flosa sah aus dem Fenster, wie das Shuttle über eine Tagebau-Mine hinwegraste. Die vielen Arbeiter sahen von oben aus wie kleine Ameisen. Überraschend wenige Maschinen waren im Einsatz. Offenbar war hier primär Manpower gefragt. Sie fragte den Piloten danach. Der Mann erklärte: „Oh, da arbeiten Rusticusse. Die sind billig. Die modernen Maschinen sind viel teurer.‟ Flosa runzelte die Stirn. „Aber ist das nicht Ausbeutung? Ist das legal?‟ Der Mann lachte. „Die Rusticusse sind es aus ihrem alten Leben auch nicht anders gewohnt. Und sie sind freiwillig hier.‟ Er sah zu Gravis, als wollte er sagen: Der Custos ist ja auch aus freien Stücken dein Diener, Sklave oder was auch immer. Der Blick des Piloten gefiel Gravis gar nicht. Er verzog sein Gesicht und grummelte. Der Mann hob die Augenbrauen. „Hey, ich hoffe, Sie haben Ihren Affen da im Griff.‟ Flosa zog blitzschnell ihren Impulsstab und drückte ihn dem Piloten in den Schritt. „Nenn´ meinen Begleiter noch einmal so, und ich werde dir deine Nüsschen rösten!‟ Der Mann schluckte nervös. „Ist ja schon gut. Regen Sie sich ab. Ich sag ja nichts mehr. Sorry...‟ Flosa schmunzelte. „Zumindest wissen wir jetzt, dass du kein Android bist. Der hätte keine Angst um seine Eier.‟

Die nächste Stunde war zäh, weil niemand ein Gespräch anfing. Die restliche Flugzeit beschäftigte sich Flosa mit einem mobilen Datenüberträger, während Gravis auf seine Hände starrte, sie zu Fäusten ballte und wieder öffnete. Endlich kam die Dilithiumfabrik in Sicht: ein riesiger Industriekomplex mit gewaltigen Hallen, Schornsteigen und Verarbeitungsanlagen. An hundert Meter hohen Antennen und den Schornsteigen blinkten Warnsignale in einem steten Rhythmus. Das Shuttle landete auf einem dafür vorgesehenen rechteckigen Platz mit entsprechenden weißen lumineszierenden Markierungen. Der Boden bestand aus einer anthrazitfarbenen Granulatplattenschicht. Die Außenluke klappte hydraulisch herunter.

Die Passagiere verließen ihre Kabine und wurden schon von einer Frau in einem braunen Overall begrüßt. Sie hatte ihre schulterlangen schwarzen Haare unter einer Schirmmütze mit der Aufschrift „PE‟ - vermutlich für Prospect Enterprises. Sie reichte Flosa die Hand zur Begrüßung. „Mein Name ist Dr. Ing. Fiona Greenfield. Sie dürfen mich gerne Fiona nennen. Ich werde Sie zu ihrem Quartier führen und Sie zu Ihrem Schiff briefen.‟ Für Gravis hatte sie nur einen flüchtigen Blick übrig. Dann drehte sie sich auf den Hacken um und marschierte zu einem flachen Vorbau eines Verwaltungsgebäudes. So vermutete Flosa zumindest und folgte ihr über den Landeplatz.

Auf dem Dach wehte eine Fahne von Prospect Enterprises. Das Shuttle, das sie hergebracht hatte, begann bereits wieder mit der Startsequenz. Hinter der Eingangstür des Komplexes war von dem Lärm der Triebwerke dank eines schallschluckenden Pyramidenschaums nichts mehr zu hören. Die Frau reichte Gravis ein ID-Card-kleines Datenmodul. „Mit diesem Home-Navigator finden Sie den Weg zum Privatquartier. Vielleicht begeben Sie sich schon mal dahin, während ich Ihrer... Gefährtin die Magna Nuntia vorstelle.‟ Gravis sah zu Flosa, die zustimmend nickte. Er sah auf dem kleinen Display eine grafische Darstellung zur Wegbeschreibung. Die akustische Unterstützung vereinfachte die Handhabung. Eine weitere Funktion des Home-Navigators war, dass er mit einer kleinen Sonde ausgestattet war. Wenn das Modul auf ein bestimmtes Gerät oder einen Gegenstand zeigte, erschien automatisch eine Erklärung zu dem Zielobjekt.

Der Ex-Custos stiefelte durch die Gänge bis zu einem Aufzug, dann in einer anderen Etage einen engen Korridor entlang bis zu einer Tür, die sich sofort öffnete, da der Home-Navigator auch als ID-Key funktionierte. Die Ausstattung der kleinen Räume war eher spartanisch, funktional und auf das Wesentliche beschränkt. Die anfängliche Enttäuschung wich dann doch besserer Laune, als Gravis merkte, dass die minimalistischen Möbel bei Körperkontakt sich in ihrer Form exakt dem Nutzer anpassten, die Temperatur regelten und zusätzlich noch eine Massagefunktion enthielten. Schließlich zog der Muskeltitan sein Oberteil aus und schlüpfte aus seiner Leggins und den Stiefeln. Seine Brustkette hing schwer zwischen seinen Nippeln am Bauch herab. Die Elektroden des Munus Universe 100 an seinen Hoden waren kaum zu sehen oder zu spüren. Dank der Castitas-Prothese wirkte sein Männerstab fast so gewaltig wie ein Munusphallus.

Gravis begab sich unter die H2O-Dusche und genoss das warme Wasser aus insgesamt sieben ausgeklügelten Düsen. Also gab es doch ein wenig Luxus hier, bemerkte er zufrieden. Das angenehm termperierte Nass spritzte und perlte von seinen Muskelbergen ab, die sich unter der Haut wölbten. Er stellte auf einem Display den Wasserdruck auf das Maximum ein und ließ sich so massieren. - So langsam bekam er wieder Hunger. Hoffentlich blieb Flosa nicht allzu lange weg. Er probierte das Bett aus und war begeistert von dem Bequemlichkeit.

Dr. Ing. Fiona Greenfield war inzwischen mit der Pilotin an Bord der Frachtfähre Magna Nuntia gegangen und erläuterte die Navigationskonsole und die Steuerelemente des Schiffs. Obwohl Flosa Bilddateien gesehen hatte, war sie doch beeindruckt in natura das riesige Atmosphärenshuttle zu sehen. Die Pilotenkanzel war zwar eher klein, aber die riesigen Frachtmodule nahmen scheinbar gar kein Ende. Insgesamt kam die Magna Nuntia auf beinahe 500 Meter Länge. Leider war die Antriebstechnik veraltet. Flosa musste sich mit zwei Mach Geschwindigkeit zufriedengeben. Die circa 9.000 Kilometer Distanz zwischen Verarbeitungsanlage und Mine würde sie in einem Parabelflug zurücklegen. Flosa fragte nach Bewaffnung, Tarnung oder anderer Defensivtechnik gegen Rebellenangriffe. Greenfield verzog den Mund. „Da kann ich leider nicht mit dienen. Deshalb fliegen Sie im Parabelflug. Na ja, auch, weil das Erz sonst zu viel Treibstoff verbrauchen würde.‟

Lichtjahre entfernt im Alpha Dominion hatten die Praefectas der Regina für Materialnachschub gesorgt und die Produktion von Androiden der neuen Generation mit den Bewusstseinen der männlichen Gehirne gestartet. Neben dem Prototyp und 18 weiteren Exemplaren konnte nun eine ganze Serie fabriziert werden. Die Monarchin ließ sich erneut garantieren, dass die Androiden keinen eigenen Willen besaßen. Die zuständige Neo-Neurologin bestätigte: „Der Charakterspeicher ist überschrieben.‟ Sie sagte jedoch nicht dazu, dass er nicht unumkehrbar gelöscht war. Die männlichen Gehirne waren sich ihrer Situation bewusst, doch in ihrer Wirtsphysis gefangen. Ihr Wille war durch eine ins Bewusstsein extrahierte Software blockiert, aber nicht ausgeschaltet.

Die medizinischen Untersuchungen der 20.000 Asylsuchenden Damen hatte begonnen. In Zusammenarbeit mit Kommandeur Bright begannen die Vertragsunterzeichnungen, die nötig waren, um die Nationalität der Ladys zu aktualisieren. Nach und nach schickte die leitende Praefecta auch Exemplare der neuen männlichen Androiden zu den Tests. Bisher gab es keine Beanstandungen. Es gab keine signifikanten Fehlfunktionen, Krankheiten oder andere Auffälligkeiten. Viele der Edelfräuleins sehnten sich nach einem warmen Planeten. Sie waren es satt, in den Schiffen zu vegetieren. Frigidus war ein lebensfeindlicher Ort. Kommandeur Bright hatte der Delegation der Regina Hoffnungen gemacht. „Zwar gibt es im Dominion keine matriaraischen Strukturen, aber wir können Ihnen einen Planeten anbieten, der erst vor wenigen Jahren terrageformt worden ist. Sie könnten dort eine Landfläche von 28.000 Quadratkilometern besiedeln.‟ Dann fügte er hinzu: „Wir haben mittlerweile den Wert der 500 Damen ermittelt. So kommt die Landmenge zustande. Selbstverständlich gehört das Dilithium ebenfalls zum Kaufpreis für Ihre Übersiedlung.‟

Die oberste Praefecta unterzeichnete die Verträge mit einem Iris-Scan und kehrte zurück aufs königliche Schiff Regina I. Für die verkauften Edelfräuleins war eine Welt zusammengebrochen. Es war jenseits jeglicher Vorstellung für sie gewesen, so behandelt zu werden. Aber Soldaten des AD entkleideten die zierlichen Geschöpfe und stellten sie in Reihen auf. Wer aus der Reihe tanzte, erhielt Korrekturreize mit dem Disziplinarstab. Die anfänglichen Mienen der Entrüstung, Empörung und Verärgerung wichen bald der von Angst, Entsetzen und phobischer Beklemmung. Sie zitterten und blickten gehetzt und orientierungslos hin und her. Niermand nahm hier Rücksicht auf ihre Wünsche und Befindlichkeiten. Sie hatten ausschließlich zu gehorchen. Dazu kam die Scham, nackt vor fremden Uniformierten zu stehen.

Doch damit war ihre Behandlung noch lange nicht am Ende. Jede Person erhielt ein Thermoplast-Halsband mit nanofaserverstärkten Carbontubes und Funkverriegelung. Das Band enthielt einen Datenträger mit allen Informationen zu der Person. Als nächstes sollten die Daten in ein Verkaufsportal eingespeist werden, wo die Ladys zu erwerben sein würden. Im Alpha Dominion gab es mehrere partriarchaische Welten, in denen weibliche Sklaven ein Kulturgut darstellten. Reiche Kaufmänner hielten sich oft fünf oder sechs Sklavinnen für diverse Aufgaben. Für schwere körperliche Arbeit waren die Edelfräuleins wegen ihres zarten Baus weniger geeignet, doch als Liebesdamen konnten sie überzeugen. Augusta Regina hatte sich mit dem Verlust der Passagiere abgefunden. Von den 5.000 Militärs war niemand unter den geopferten Personen. Das hatte sie zuvor den Praefectas garantiert.

Als nach einigen Wochen der letzte männliche Androide aktiviert und von den Medizinern des AD kontrolliert worden war, durfte die Flotte endlich im Geleit von Jägern des Militärs den unwirtlichen Grenzposten Frigidus verlassen. In wenigen Tagen würden sie ihre neue Heimatwelt begrüßen dürfen. In ihrem Refugium erwartete sie viel Arbeit. Es musste noch Infrastruktur geschaffen werden: Energieversorgung, Kommunikation, Habitate, ein gesellschaftliches System. Regina setzte voll auf die männlichen Androiden für körperliche Arbeiten. Die weiblichen Androiden verfügten über genügend Know-how. Die restlichen Finanzmittel reichten hoffentlich zur Anschaffung von Maschinen und Material. Mittelfristig musste ein ökonomisches System und die entsprechende Technologie ihr Überleben sichern - natürlich im Rahmen der autokratischen Herrschaftsform, für die Augusta Regina sich entschieden hatte.

Sie wären wohl neben den anderen Kommunen auf dem Kontinent relativ isoliert, aber das war Regina nicht anders gewöhnt. Gewisse Handelsbeziehungen ließen sich erfahrungsgemäß trotzdem realisieren. Es gab immer Volksanführer oder Gruppierungen, die auf dem moralischen oder ethischen Auge blind waren. - Die Regentin scollte durch die Daten über ihren Zielplaneten: Naturalis Sidus. Atmosphäre Terrastandard. Jahreslänge: 287 Tage je 22 Stunden. Sonnenmittel: 15 Stunden. Temperaturtagesmittel: 34 Grad Celsius. Temperaturnachtmittel: 9 Grad Celsius. Luftfeuchtigkeitsmittel: 82 Prozent. Schwach ausgeprägte Jahreszeiten. Die Despotin zog die Stirn in Falten. Diese Informationen waren neu. Sie hatte sie völlig anders in Erinnerung. Das war ja die reinste Tropenhölle!

Auf Regina herrschten zwar subtropische Verhältnisse, aber die Luftfeuchtigkeit war viel geringer, und auch die anderen Daten waren verträglicher. Sie hatten in den Verhandlungen betont, was sie für klimatische Bedingungen gewohnt waren. Sofort rief sie konsterniert nach ihrer obersten Praefecta. Die Frau war ebenso überrascht von der offensichtlich geänderten Fassung der Daten über den Planeten Naturalis Sidus. Sie kontaktierten Kommandeur Bright, der die Flotte auf seinem Jägerschiff begleitete. Leider stellten sich die Daten nicht als Fehler heraus. Bright erklärte lapidar: „Die Informationen waren richtig. Und die neuen sind es auch. Bei der ersten Fassung haben Sie die allgemeinen Klimadaten des gesamten Planeten erhalten. Jetzt, da Ihnen ein bestimmtes Land zugewiesen worden ist, konnten die aktualisierten Daten exakter auf Ihre Koordinaten bezogen werden.‟ Die Exilantin tobte innerlich. Sie verlangte ein anderes Stück Land. Weiter weg vom Äquator. Bright lehnte kategorisch ab. „Diese Option steht nicht zur Verfügung. Nehmen Sie das Land, das Ihnen zugewiesen worden ist.‟ Bevor die erboste Regina antworten konnte, deaktivierte der Kommandeur die Videotransmission.

Während sich die Flotte dem Planeten näherte, flogen Negozianten mit ihrer lebenden Ware zu diversen Marktplätzen in unterschliedlichen Sol-Systemen innerhalb des Dominions. Die ehemals 500 Edelfräuleins waren nun in zehn Gruppen zu jeweils 50 Frauen separiert worden. Die Negozianten waren Großhändler, die ihre Ladung an kleinere Kaufmänner in patriarschaische Welten exportierten. Die nackten Sklavinnen steckten zu jeweils fünf Personen in einem engen Käfig. So konnte der Frachtraum eines Schiffes am effizientesten genutzt werden. Kaum Platz darin, drückten die Fräuleins ihre Brüste aneinander und versuchten irgendwie eine möglichst wenig unerträgliche Position ihrer Extremitäten zu finden. Als Mahlzeit gab es seit Tagen nur eine Nährlösung, die einem ekelhaften Brei ähnelte und absolut geschmacksneutral war. Besatzungsmitglieder der Schiffe reichten ihnen dazu Schläuche, aus denen der Schleim floss.

Alle 24 Stunden durften sich die Sklavinnen für eine halbe Stunde die Beine vertreten, blieben aber dabei im Frachtdeck. Für die schmierigen Grinsereien der Männer hätten die Damen sie am liebsten ausgepeitscht, aber diese Option stand ihnen nun nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen waren sie völlig wehrlos ihren neuen und respektlosen Besitzern ausgeliefert. Und zu allem Überfluss stritten sie sich auch untereinander. Die Enge und emotionale Ausnahmesituation hatten ihre Nerven bloßgelegt. Statt die Zankereien und Handgreiflichkeiten zu unterbinden, amüsierten sich die Männer darüber. Für sie war es lustiger Zeitvertreib, und es wurden sogar Wetten abgeschlossen, in welchem Käfig der nächste Zickenkrieg begann.

Als Flosa in ihre neue Unterkunft kam, verzog sie zunächst das Gesicht, aber dann stellte sie, genau wie Gravis zuvor, fest, dass die Einrichtung gar nicht so schlecht war. „Morgen muss ich bereits meinen ersten Parabelflug absolvieren. Sicherheitshalber ist ein Co-Pilot dabei.‟ Gravis wurde hellhörig. „Ein Mann? Oder eine Frau?‟ Flosa kicherte. „Ein junger Mann. Und laut biometrischem Ausweisfoto ist er sehr gut aussehend. Warum?‟ Der Muskelmann murmelte. „Nur so.‟ Dann brummelte er etwas und fragte nach einem Essen. Flosa stimmte zu. „Ja, langsam bekomme ich sogar Hunger.‟ Sie gingen ins Küchenmodul und fanden allerlei im Labor produzierte Ersatzmahlzeiten. Erstaunt stellte Gravis fest, dass sogar Aminosäurekonzentrate vorrätig waren. Schließlich meinte er seufzend: „jetzt fehlt nur noch ein vernünftiges Gym.‟ Flosa konnte ihm gute Nachrichten überbringen. „Greenfield erwähnte einen Trainingsraum im Untergeschoss. Musst du mal suchen gehen. Oder deinen Home-Navigator befragen. Aber für heute Abend bist du schon anderweitig verplant...‟

Der Custos sah sie an. War da dieser schelmische Ausdruck in ihren Augen? Das hieße SEX. Sie kam auf ihn zu und berührte mit ihrem Zeigefinger die massiven Bauchmuskeln, schob dann die Brustkette nach oben und fuhr dann mit der ganzen Handfläche über die breite Brust. Mit der anderen Hand spielte sie neckisch mit der Kette, zog daran, bis die Nippel um Gnade zu schreien schienen. Doch Gravis atmete nur laut aus. Er liebte die Berührungen seiner Herrin. Das Wechselspiel zwischen zart und hart. Sie sah zu ihm hoch und bedauerte: „Morgen um 8 Uhr habe ich meine erste Tour. Aber die Nacht ist ja noch lang...‟ Sie deaktivierte die Castitas-Prothese und nahm sie ab. Gravis sah unsicher zu ihr. War sie nun enttäuscht über sein kleines Spielzeug? Im Vergleich zu der Kunsthülle war sein echter Phallus winzig. Aber er schien Flosa zu gefallen. Sie berührte ihn, rieb ihn... Kurz darauf wuchs er ein ganzes Stück und erigierte zu einem harten Luststab. Die Herrin gab sich ihm hin und befahl: „Zieh mich aus! Nimm mich! Besorge es mir!‟

Der Muskelgigant hatte immer Angst, die kleine Flosa zu zerbrechen, aber, obwohl sie praktisch unter ihm verschwand, bewegte er sich so vorsichtig, dass sie vor Lust stöhnte und mehr verlangte. Gravis stützte seine 175 Kilogramm ab und stieß sein fleischliches Navigationsgerät in die feuchte Spalte, die nur danach gierte. Nach einigen Minuten stöhnte auch der Koloss tief und bat: „Darf ich kommen? Herrin, bitte, darf ich kommen?‟ Flosa versuchte das massige Wesen über sich zu umarmen, hakte ihre Schenkel an seinen dicken Beinen fest, zog sich zu ihm. „Warte...‟, hauchte sie voller Begierde und pumpte ihre Hüfte dem Phallus entgegen, der wie ein Stalaktit in sie hineinstach.

Dann endlich, Gravis stöhnte und grunzte vor Anstrengung, seine Lust zurückzuhalten, kam Flosa mit hellen Schreien, sie zog sich mit den Armen an dem Stiernacken des Custos hoch und biss ihm in die Brust. Jetzt verströmte auch die Kraftgestalt all ihre Energie und stöhnte so laut und tief, dass es Flosa schien, als vibriere ihre Brust. Und auch der Orgasmus schickte unbeschreibliche Wellen und Beben durch ihren nackten Leib.

Sie ließ sich zurückfallen und breitete die Arme aus. Gravis zog sich sanft zurück und legte sich schwer atmend neben die Herrin. Dann sprang Flosa hoch, setzte sich rittlings auf ihn und beugte sich vor, schenkte temperamentvolle Küsse, so süß, dass Gravis glaubte, es müsse sich um einen wundervollen Traum handeln. Doch spätestens eine Weile danach, als eine zierliche Hand nach dem Liebesstab griff und ihn erneut zu einem strammen Astronauten verwandelte, waren alle Zweifel zerstreut. - Dieses Mal ritt Flosa ihren Liebsten zu neuen Gipfeln der Ekstase. - Und ein drittes Mal wollte Flosa ihren Hunger stillen: Nun auf dem Gesicht ihre Gefährten, während der die Herrin wie ein Püppchen hielt.

Für die restliche Nacht blieb das Duo nackt aneinandergekuschelt. Auch die Castitas-Prothese legte Flosa erst am nächsten Morgen wieder an, kurz bevor sie ihren Bettgenossen wieder darin versiegelte. Als sie sich dann mit einem langen, innigen Kuss verabschiedete, schwebte Gravis wie auf Wolken. - An Bord der Magna Nuntia trat Flosa ihren Dienst an, nahm an der Navigationskonsole Platz und begrüßte kurz darauf den Co-Piloten, der sich neben sie gesellte und einige Vorbereitungen für die Startsequenz in die Wege leitete. Der junge, hübsche Mann hieß Ricky McCoy. Flosa hatte nicht übertrieben, als sie Gravis von ihm vorgeschwärmt hatte. Die Magna Nuntia war noch nicht in der Luft, da flirtete der zweite Mann an Bord bereits eifrig mit der attraktiven Pilotin. Viel Zeit für Zwischenmenschliches war jedoch nicht, denn die Flugbahn des Frachters war kompliziert zu navigieren, besonders für Flosa, die ihren Jungfernflug mit dem Schiff machte.

Trotz der steilen Flugbahn erreichten sie bald ihre maximale Geschwindigkeit. Die Hyperschwerkraft durch die Beschleunigung presste die zwei Piloten exorbitant fest in ihre Sitze. Flosa hatte das Gefühl, als würde Gravis auf ihrer Brust sitzen. Dann drosselte sie die Triebwerke und näherte sich dem Zenit der Kurve, wo die Gravitation kaum noch zu spüren war. Nur die Gurte hielten das Duo jetzt auf dem Sitz, bevor es dann irgendwann in einen Sturzflug überging, und die Schwerkraft wieder zunahm. Die Belastungen auf die Organismen war enorm. An ein romantisches Techtelmechtel während der Reise war da nicht zu denken. Zu viel Konzentration wurde von den Besatzungsmitgliedern gefordert. Flosa ging in einen Bremsflug über. Die Düsen schwangen um 180 Grad herum und verlangsamten mühsam den Fall auf die Oberfläche des Planeten. Die Pilotenkanzel ratterte und vibrierte. Es quietschte, Metall kreischte, dumpfte, bockende Bewegungen waren zu spüren. Vielleicht hätte sie eine Lebensversicherung abschließen sollen, dachte Flosa und hielt krampfhaft einen Steuerungsstick an der Navigationseinheit umklammert.

Plötzlich spürte sie die Hand von ihrem Begleiter auf der ihren. „Ganz locker. Die gute alte Magna Nuntia sucht noch die passende Luftströmung. Das hat sie aber schon hunderte Male geschafft.“ Nervös lächelte die Pilotin McCoy an. Er ließ ihre Hand wieder los. Sie spürte ein Kribbeln. Ein wohliges Gefühl. Eine Art Verbundenheit. Ein Verlangen, ihn mehr zu spüren. An anderen Stellen ihres Körpers...

Der Landeanflug benötigte ihre Aufmerksamkeit wieder voll und ganz, so dass sie diese süßen, verführerischen, sündigen Gedanken nicht mehr zu Ende spinnen konnte. - Nahe der Mine gab es einen Landeplatz für bis zu fünf Frachter ihrer Größe. Sie waren jedoch die einzigen, die die Ladestation angesteuert hatten. Kaum waren die Antriebe erloschen, fuhr bereits ein Zug mit vollen Waggons auf sie zu. Neben der Frachluken verlief ein Schienensystem, auf dem das Elektrofahrzeug die Berge aus Dilithium enthaltenen Erzes zur Verschiffung transportierten. Aus einem anderen Teil des Zuges klappten sich riesige Bagger und Kranroboter aus, um die Container einzuschiffen. Ricky McCoy winkte Flosa zu. „Komm, wir können in der Kantine im Komplex eine Kleinigkeit essen.“

Sie folgte ihm. Für den Weg bis zum Eingang nutzten sie auf dem weitläufigen Gelände ein kleines Luftkissenfahrzeug, mit dem der junge Mann sehr geschickt umgehen konnte, stellte Flosa beeindruckt fest. Sie setzten sich in der Kantine an einen Tisch aus weißem Resopal und bestellten bei einer Androidin jeder eine Mahlzeit. McCoy bedauerte, dass es hier keine Unterhaltungsmöglichkeiten gab. „Wir werden wohl früh schlafen gehen, damit wir morgen wieder fit sind.“ Flosas Augenlider flackerten. „Moment. Ich dachte, wir fliegen noch heute...“ Der Co-Pilot schüttelte den Kopf. „Nein, die Beladung und Energiebetankung dauern zu lange.“ Flosa fragte, ob sie an Bord schliefen. McCoy verneinte. „Uns steht ein Raum zur Verfügung. Mit Bett.“ Flosa wollte wissen: „EIN Zimmer?“ McCoy nickte. „Ja, Prospect Enterprises sind ein bisschen knauserig, was das angeht. Hier gibt es ja kaum Personal - außer den einfach Rusticussen. Und da sind die Zimmer knapp. Ist ja kein Hotel hier.“

Flosa schluckte. Sie sollte mit Ricky McCoy in einem Zimmer nächtigen. Nun, gut... Eigentlich fand sie die Vorstellung aufregend. Irgendwie prickelnd. Aber andererseits war es ein komisches Gefühl. Sie kannte ihn doch gar nicht. Da vibrierte ihr kleines Handgelenksdatenmodul. Sie aktivierte die Übertragung und sah auf dem sechs mal fünf Zentimeter großen Display Gravis. „Hallo, meine liebe Flosa! Wie geht es dir? Seit ihr gut gelandet?“ Flosa lächelte ihn an. „Ja, danke, Gravis. Bin gerade in der Kantine. Schmeckt nicht schlecht hier. Bin nur etwas müde vom Flug.“ Der Custos sah, wie sich die Kamera neu einstellte und der junge Co-Pilot ins Bild kam. Er winkte. „Hi, Gravis.“ Danach kehrte das Objektiv zurück auf Flosa. „Das ist Ricky, mein Co-Pilot.“ Im Hintergrund schallte eine laute, synthetische Stimme: „Achtung! Die Kantine schließt in fünf Minuten.“ Flosa lächelte entschuldigend. „Du hörst es. Ich muss Schluss machen. Sonst sterbe ich an Hunger. Morgen bin ich wieder bei dir.“ Die Verbindung wurde getrennt, bevor Gravis antworten konnte.

Morgen? Er hatte gehofft, seine Liebste noch heute Nacht in den Armen halten zu können. Er würde sie später noch einmal kontaktieren. Zunächst machte sich der Muskelmann auf die Suche nach dem Gym und fand es auch einige Etagen tiefer. Die Ausrüstung war eher spartanisch. Hightechgeräte waren nicht vorhanden, aber konventionelle Eisengewichte. Für sein Niveau musste er da allerdings die Hanteln mit Scheiben vollpacken, aber dann war ein intensives Training möglich. Bisher hatte er niemand anderen gesehen. Er war vollkommen allein, was ihn nicht weiter störte. So konnte er wenigstens jede Hantel nutzen, die da war. - Später, nach einem harten Workout für seine Oberschenkel , bei dem er Tonnen von Eisen gebeugt hatte, duschte er sich in seiner Unterkunft und kontaktierte erneut Flosa, während er einen riesigen Haufen hochkalorische Nahrung zu sich nahm. Doch trotz mehrfacher Versuche blieb der Transmissionsaufbau negativ. Ständig brah er ab.

Entweder gab es Störungen bei einem Transpondersatelliten, oder Flosa hatte ihr Modul abgeschaltet, überlegte er. Aber warum sollte sie das tun? Mit schweren, brennenden Oberschenkeln lag Gravis alleine im Bett und rätselte. Zwischen seinen Beinen prangte seine Castitasprothese. Irgendwo in seinem Innern wütete die Eifersucht auf diesen jungen Schönling Ricky Soundso. „Der soll sich bloß benehmen! Dieser gockelige Arsch!“ Gravis schrie auf und hielt sich die Hoden. Er hatte den programmierten Munus Universe ganz vergessen, der jeden Fluch ahndete. Er dachte: „Flosa, wann stellst du dieses beschissene Scheißding endlich ab?“ Ein kleiner Triumpf: Auf seine Gedanken konnte der MU 100 nicht reagieren. - Vor seinem inneren Auge sah er sich, wie er mit Flosa temperamentvollen Sex hatte... Und dann wurde er plötzlich zu Ricky! Gravis schüttelte angewidert seinen Kopf, um die Bilder loszuwerden, aus seinem Hirn zu löschen wie die Daten auf einer Festplatte. Er versuchte erneut, Kontakt aufzunehmen. Es blieb erfolglos.
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
Gummimike Volljährigkeit geprüft
Sklave

Lehrte


Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

Beiträge: 4222

Geschlecht:
User ist offline
0  0  
  RE: Regina Datum:30.12.17 19:28 IP: gespeichert Moderator melden


Oh daa wird jemand Eifersüchtig. Ob Flosa Gravis Treu bleibt oder ob sie sich mit Ricky vergnügt? Ich tippe mal letzteres das Flosa sich mit Ricky Amüsiert.
Tja damit hat Regina nn nicht gerechnet das sie mit ihren Untertanen in einer Tropenzone angesiedelt werden. Die wurde ganz schön Abgezockt.
Don´t Dream it! BE IT!!!
Homepage besuchenE-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:13.01.18 17:19 IP: gespeichert Moderator melden


~ LVIII ~


Canis überwältigte den Neuen problemlos und fixierte ihn breitbeinig über einem Bock, nachdem er den Munus gebeten hatte, die Hose auszuziehen. Timiditas verzichtete großteils auf eine Gegenwehr; die wäre sowieso ein Witz gewesen gegen den viel stärkeren, muskelbepackten Custos. Er hing nun in seinem Unterbrust-Korsett, den hohen Stiefeln und mit seinem Hodenring an dem Möbelstück, wenn man es so nennen wollte. Er versuchte hinter sich einen Blick zu erhaschen und sah, wie Janina und Rosa-Rio den Raum betraten. Der andere Munus trug eine rote Hose, die sich im Schritt öffnen ließ. Sein gigantischer Phallus starrte nach vorne wie eine Ramme. Timiditas atmete schnell und aufgeregt.

Janina erklärte das Prozedere. „Wir werden dich heute ein wenig vordehnen, damit du morgen bei unserer Stammkundin nicht gleich versagst.‟ Sie nickte ihrer Angestellten zu, die auf das Hinterteil des Gefesselten zulief. Wenigstens hatte sie ihr liebstes Stück vorher mit Gleitgel bearbeitet. Aber nun wuchtete sie es heran und jagte es zwischen die nackten nach oben gereckten Backen. Timiditas grunzte konsterniert auf. Sein Eingang war gedehnt bis zum Maximum, aber er grunzte vor allem, weil er sich tief gedemütigt fühlte, dass ausgerechnet Rosa-Rio ihn beackerte, mit der er noch vor kurzer Zeit Animositäten ausgetauscht hatte.

Aber er ließ das Gerammel über sich ergehen, während Rosa-Rio exzessiven Spaß zu haben schien und bald schon fett abspritzte und Timiditas Inneres mit der für Munuswesen üblichen Quantität flutete. Janina meinte: „OK, das war das Warm-up-Programm.‟ Sie tippte gegen ein Wandpanel, das daraufhin eine Schublade öffnete, in der sich vor indirekter bläulicher Beleuchtung eine Sammlung von Dildos präsentierte. Timiditas konnte den Inhalt hinter sich nicht erkennen, aber er ahnte, worum es ging. Janina griff nach einem roten Silkonstab, dessen Größe 125 Prozent eines Munusgenitals ausmachte. Kein normaler Mensch würde dieses Ungetüm versenken können, doch ein Munusanus war besonders dehnfähig, wenn auch nicht weniger schmerzempfindlich als der eines konventionellen Humanoiden.

Die Bordellmutter cremte ihn mit einem speziellen Gleitgel ein und reichte ihn ihrer Angestellten. Kaum blieb dem Gefesselten Zeit, um zu verschnaufen, da presste Rosa-Rio bereits das rote Monstrum in den Hintereingang, aus dem noch weiße Flüsse austraten und eine große Pfütze auf dem Boden zwischen seinen Füßen bildeten. Timiditas war im Zwiespalt ambivalenter Gefühle: Die Demütigung und Abneigung gegen den Munus und die intensive und schmerzhafte Dehnung konkurrierten mit seiner eigenen Erregung, die immer stärker wurde. Beinahe fürchtete er sich davor, einen Höhepunkt zu erreichen und statt eines befriedigenden Orgasmusses einen programmierten Strafimpuls durch seinen Security-Chip verpasst zu bekommen.

Wenn Timiditas gewusst hätte, was für Kaliber an Dildos noch auf ihn warteten, wäre ihm mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Angstschweiß ausgebrochen. Und so kämpfte er „nur‟ mit seiner Scham, seinem Zorn, den Dehnungsschmerzen, die ihn fast überwältigten, und der sich steigenden Lust, die er trotz allem versuchte, abzubremsen, damit sie nicht den verbotenen „Point of no return‟ erreichte.

Der Muskelprotz Canis war ein weiterer Zaungast und schien ebenfalls sehr erregt von dem zappelnden und stöhnenden Munus zu sein. Janina lachte. „Siehst du nun, wie gut wir uns um dich kümmern? Du kannst jederzeit gehen, aber ich würde es dir nicht raten. In dieser Gegend... mittellos...‟ Timiditas stöhnte frustriert auf. Er hatte nur eine theoretische Wahl. Die Leiterin des Vergnügungsetablissements winkte Canis herbei und machte eine Geste, die den Koloss sofort auf alle Viere sinken ließ. Janina setzte sich rittling auf den Custos. Die Kreatur trug einen breiten Halsreif aus Verbundstoff mit langen, dicken Dornen, die allerdings nicht innen als Disziplinierungshilfe angebracht waren, sondern außen, um Canis noch gefährlicher zu machen. Gehorsam war offensichtlich nicht das Problem. Das Geschöpf folgte Janinas Kommandos bedingungslos, als besitze es weder Willen noch Meinung.

Bald schon kam der zweite Dildo zum Einsatz, der unfassbarerweise noch dicker war als der Vorgänger. Timiditas grunzte mit verzerrtem Gesicht auf. Selbst ein Munusanus war nicht endlos dehnbar. Rosa-Rio grinste schadenfroh, als sie das Ungetüm in den Vordermann hineinrammte wie ein kinetisches Geschoss. Die fleischliche Heckluke brannte wie nach dem Treffer durch eine Phosphorgranate. Trotzdem versuchte Timiditas tapfer, Tränen und Schreie zurückzuhalten. Diese Genugtuung wollte er weder Rosa-Rio noch Janina schenken.

Doch beim dritten Dildo - Timiditas fragte sich nachher, für wen der überhaupt hergestellt worden war! - konnte er weder das eine noch das andere unterdrücken. Der Munus hinter ihm gackerte albern. „Lady Janina, das Ding sitzt fest!‟ Tatsächlich ging es weder vor noch zurück. Rosa-Rio musste den Hüftgurt abschnallen, um sich zu befreien. Dann zog sie angestrengt an dem riesigen Silikonstab, aber er bewegte sich keinen Millimeter von der Stelle, während Timiditas stöhnte und grunzte und die Fäuste ballte. Janina stand von ihrem Reittier auf und packte den verklemmten Stöpsel mit beiden Händen. Aber sie war noch zierlicher und kleiner als Rosa-Rio und ebenso erfolglos. Sie drehte mit aller Kraft den Dildo, und tatsächlich konnte sie ein wenig die Position des Kunstphallusses ändern, aber er blieb in gleicher Tiefe verankert. Der Munus jammerte bei der Drehbewegung lauter.

Janina rümpfte die Nase. „Canis! Komm her!‟ Der Ex-Custos sprang athletisch auf und gesellte sich zu seiner Herrin. Sie zeigte auf den Dildo. „Hol ihn raus!‟ Timiditas bekam Panik. „Nein, wartet! Vielleicht fehlt ein bisschen Gleitgel oder...‟ Dann spürte er, wie der Titan mit eisernem Griff das Ende des Sextoys packte und sich mit der anderen Hand gegen eine Munusbacke stemmte. Mit leicht drehender Bewegung und enormer Power zog er das Teil langsam hervor, während Timiditas sich anhörte wie eine hochfrequente Sirene. Es dauerte elf Sekunden, bis das gesamte Ungetüm herausploppte und die Quiektöne des Munus zu einem ausklingenden Finale aus gutturalem Grunzen wurde. Janina kommentierte lapidar: „Geht doch.‟

Aber selbst sie wagte dann doch nicht mehr den Einsatz des noch gewaltigeren Silikonphallusses, den sie noch in petto gehabt hätte. Sie musste zugeben, dass sogar die Stammkundin keinen Gummibeglücker besaß, der diese gigantische Größe aufwies. Janina hatte einfach mal interessehalber sehen wollen, was so ein Munus aushielt. „Hoffentlich ist dein kleines Ärschlein morgen nicht wund. Das hat nämlich morgen ganz viel vor.‟ Timiditas keuchte. Janina war sadistischer als alle Edelfräuleins Reginas zusammen, glaubte er und bat darum, endlich von dem Bock abgemacht zu werden. Auf einen Wink folgte Canis sofort dem Befehl und befreite den Munus. Der Malträtierte sackte wie ein Stein auf die Knie vor Erschöpfung, und zwischen seinen Beinen baumelten die großen Munushoden umher wie die Gewichte einer Pendeluhr aus einem vergangenen Jahrhundert.

Langsam und vorsichtig zog er sich die rote Hose an und unterdrückte einen Schmerzenslaut, als der Stoff seine Arschbacken zusammendrückend modellierte. Die Bordellleiterin kommandierte: „Canis, bring unseren Freund in sein Quartier.‟ Bevor Timiditas reagieren konnte, packte der Muskelmann ihn und warf ihn sich bäuchlings wie eine Teppichrolle über die rechte Schulter und stapfte mit ihm davon. Wenigstens achtete er darauf, dass der Getragene sich nicht an dem Stachelhalsband verletzte. - In seiner Unterkunft zog der Munus erneut die Hose aus, denn er hatte das Gefühl, dass sich am Hosenboden eine Pfütze gebildet hatte. Er sah die Bescherung: Mindestens hundert Milliliter von Rosa-Rios bester Sahne hatten das Licht der Welt erblickt. Und es war noch längst nicht die Gesamtmenge erschienen.

Plötzlich öffnete sich die Tür ein weiteres Mal: Canis kam herein und zog dem Munus, ohne ein Wort zu sagen, die Stiefel aus und befreite ihn anschließend aus dem Unterbrustkorsett. Timiditas atmete tief durch. Was für eine Wohltat! Nachts musste er diese unbequeme Dienstkleidung also nicht tragen. Der Custos grinste ihn mit seinen Haifischzähne an und verbeugte sich. Schon war er wieder weg. - Der Nackte wankte unter die H2O-Dusche und genoss das heiße Wasser. Anschließend ließ er sich kraftlos aufs Bett fallen und war beinahe sofort und splitternackt ins Reich des Morpheus gesunken. - Leider währte diese Gnade nur kurz, denn bald schon wachte er von den Schmerzen auf, die sein Hintereingang sendete. Timiditas drehte sich auf die Seite. Seine großen Brüste lagen nun aufeinander, sein dicker Hodensack positionierte sich vor seine Schenkeln auf die Matratze. Mehrmals drehte er sich vorsichtig in dieser Nacht herum und fand nur wenig erholsamen Schlaf.

Am nächsten Tag sollte es also seine Premiere geben: Die erste Kundin für ihn. Seine Initiation als Sexmunus - abgesehen von der Zeit im Regina-Regime. Fatalistisch seufzte Timiditas. Jetzt war er schon ein freier Bürger und trotzdem hatte er nicht mehr Rechte als unter den Feministinnen. - Kaum hatte er sich frischgemacht, erschien Canis und zeigte auf die Dienstkleidung. „Zieh deine Hose und die Stiefel an. Beim Korsett helfe ich dir.‟ Glücklicherweise zog sich das Hightechmaterial von alleine zusammen, so dass der Muskelkoloss nicht viel seiner unbändigen Kraft aufbringen musste. Trotzdem fühlte es sich sehr beengt an. Der Munus hatte seit gestern fast vergessen, wie eingeschränkt die Bewegungen durch das restriktive Bekleidungsstück war. Es präsentierte die blanken Brüste des Munus, während die enge Hose die detaillierte Silhouette der Genitalien abzeichnete. Canis sah ihn lüstern an. Er hätte gerne mal so einen Liebesmunus durchgemangelt, aber in einer Castitasschelle war das unmöglich. Die Orgasmen in diesem Haus waren für die Gäste und Janina reserviert.

Sollte das seine Zukunft sein?, fragte sich Timiditas. Ein Munus verfügte zwar über eine sehr große Libido, und Timiditas hätte sich mit seiner Rolle abgefunden, wenn er wenigstens auch selbst mal hin und wieder zum Zuge kommen würde. Aber das war offenbar keine Option, die Janina ihm gewährte. Stattdessen würden seine übervollen Munushoden bald schmerzen wie die Euter einer Milchkuh, die nicht gemolken wurden. - Die anderen drei Liebesdamen machten nicht so sehr den Eindruck, als würden sie fast platzen vor Geilheit. Ob Janina ihnen eine zyklische Erleichterung erlaubte?

Als Timiditas in den Gemeinschaftssalon kam, räkelten sich die Kolleginnen dort auf den Plüschsitzen. Mit Rosa-Rio konnte er nicht sprechen, aber vielleicht mit den beiden anderen? An einer Wand leuchtete ein Holo-Bildschirm mit Nachrichten eines Datenkanals von Beta Patria. Mit einer temporären Verzögerung wurden die Informationen über mehrere Transponder bis nach Regina transferiert. Es ging um aktuelle Erkenntnisse des TGDVA (Transstellarer Geheimdienst der Vereinten Allianz), die besagten, dass die abgesetzte Tyrannin Augusta Regina mit tausenden Gefolgsleuten ins Alpha Dominion geflüchtet war. Inoffiziell sollte sie sich ihr Exil dort mit Dilithium erkauft haben. Allerdings waren auch irritierende Informationen bekannt geworden, die von versklavten Edelfräuleins sprachen. Ebenso gab es unbestätigte Gerüchte über ein Bewusstseinsarchiv von männlichen Mitgliedern des Regina-Regimes, das an Bord der Flüchtenden war.

Währenddessen waren inzwischen fast alle Kriegsverbrecherinnen abgeurteilt worden und entweder anonym mit neuer Identität und neoneurologischer Neu-Strukturierung in einem neuen Leben irgendwo in der VA in die Gesellschaft integriert, oder sie mussten bis ans Lebensende in einem Super-Max-Hochsicherheitstrakt verbringen. - Auf dem Holo-Schirm war ein Gefangenentransport in einer Fähre zu sehen, der gerade neben einem Gebäudekomplex der Justiz landete und eine Andockmanschette arretierte, damit die Insassinnen keinen Kontakt zur Außenwelt erhielten. Die Kameraeinstellung des Kommunikationskanals wechselte von der Luftperspektive ins Innere des Schlauches vor der Ausstiegsrampe aus der Sicht der Justizstation. Mehrere mit Impulsstäben und anderen nichtletalen Waffensystemen ausgerüsteten Androiden in Uniformen der Justiz nahmen die insgesamt zwölf Frauen entgegen. Die Gefangenen trugen weiße Overalls und Fuß- sowie Handschellen mit kurzen Gurten aus mit Kevlar verstärkten Polymerfasern. Auf ihren Augen klebten ovale Okulare, die der Nutzerin die Umgebung durch Filter nur stark vereinfacht und verfremdet darstellten. Das Kamera-Objektiv verfolgte die kleine Kolonne den Gang entlang zu einem hydraulischen Schott.

Dann endete die Übertragung, und eine Reporterin stand vor dem Gebäude und lächelte unverbindlich in die Kamera. „Mit diesen zwölf verurteilten Ductrix, Centurias, Veteranas, Praetorias und Praefectas enden die Schnellverfahren um hohe Militärs des Regina-Regimes. Sie bleiben lebenslänglich in der Hochsicherheitseinrichtung für politische Häftlinge auf Beta Patria. Es bleiben nun noch einige Verfahren anhängig, denen sich mehrere Adelsangehörige stellen müssen.‟ Der Bericht war zu Ende, und der Nachrichtenkanal wechselte das Thema: die Jagd auf Rebellen auf Regina, die aus Frauen des ehemaligen Herrscherhauses und ihnen loyale Munuswesen bestanden.

Venatoren der Securitas Tracing Corporation, die im Auftrag der Planetenpolizei arbeiteten, stellten den Aufrührern nach und brachten sie nach Beta Patria vor ein Strafgericht. Experten vermuteten noch eine sechsstellige Zahl von Freischärlern auf Regina. In einem eingespielten Videostream waren Venatoren am Werk und schossen mit speziellen Geräten auf einen flüchtenden Munus, der in dem sich ausbreitenden und dann sich zusammenziehenden Netz zu Boden knallte und sich hilflos darin wälzte. Die Stimme aus dem Off erklärte: „Während die STC für eine Feministin einen höheren Fangbetrag erhält, ist ein Munus beinahe wertlos. Daher sprechen Insider davon, dass die STC nicht alle Munusgeschöpfe - wie gesetzlich vorgeschrieben - in Sammellagern abliefert, sondern diese inoffiziell an Sklavenhändler veräußert. Wir werden weitere Recherchen unternehmen, um diese Aussagen beweiskräftig zu untermauern.‟

Dann kam ein Schnitt, und ein neues Thema begann: Ein Satellitenbild zeigte Umrisse einer großen Abbaufläche eines Tagebaugeländes. Die Stimme erläuterte: „Hier sehen Sie die größte Mine für seltene Erden, die auf Regina existiert. Recherchen haben ergeben, dass der Leiter dieses Unternehmens statt den angemeldeten 1.200 Arbeitern bis zu 4.000 Personen illegal beschäftigt. Es handelt sich fast ausschließlich um Rusticusse, die weder den vorgeschriebenen Lohn bekommen, noch irgendwelche Bürgerrechte besitzen. Es sind faktisch Sklaven, wie es sie unter dem totalitären Regina-Regime gegeben hat. Bisher hat die Politik nichts unternommen, da der Inhaber der Mine eine wichtige Fabrik beliefert, die für die Vereinte Allianz von großer Bedeutung ist. Wir haben undercover aufgedeckt, dass sogar Entscheidungsträger auf Beta Patria mit Luxusurlauben auf Litus Mundus korrumpiert worden sind. Uns liegen eidesstattliche Aussagen von Zeugen vor. Trotzdem hat die General-Staatsanwaltschaft noch nichts unternommen...‟

Janina schaltete den Holo-Schirm aus. „Die erste Kundin ist da. Rosa-Rio! Für dich. Madame Elle. Du weißt, was sie mag. Mach mir keine Schande!‟ Sofort sprang der Munus auf und eilte zur Tür, um den Gast zu empfangen. Timiditas konnte beobachten, wie ihre Kollegin mit der Madame hereinkam und turtelnd in einem der Separees verschwand. Die Frau hatte ungeniert den großen Munusphallus gepackt und Rosa-Rio geradezu daran hinter sich hergezogen. Offenbar konnte sie es gar nicht erwarten, von dem Liebesdiener verwöhnt zu werden. Timiditas sah ihnen neidisch hinterher. So ein Gast war relativ angenehm. Und was erwartete ihn dagegen? Eine sadistische Frau mit der Vorliebe, Schließmuskeln herauszufordern!

Wenig später kam die gefürchtete Person. Die Dame trug edelste Stoffe und wirkte ausgesprochen solvent. Sie war hübsch, besaß weibliche Rundungen und einen Pagenschnitt aus violettem Haar. Timiditas zitterte, als er über einen Bock gespannt wurde. Ohne langes Vorspiel schnallte sich die Frau einen Silkondildo um und begann, den Munus damit zu füllen. Die enge Hose hatte die Lady ihm zu den Overkneestiefeln abgestreift. Da Timiditas nur an den Armen fixiert war, blieben seine Schenkel durch die Hosenspannung relativ eng zusammen, aber der Dildo fand trotzdem problemlos seinen Weg zwischen die runden Backen. Beinahe liebevoll legte sie ihre Hände auf das Sitzfleisch des Munus. Der Umfang des Sextoys war zwar beachtlich und um zehn Prozent größer als ein Munusphallus, doch nicht so gigantisch wie die Übungsgeräte von Janina. - Bald schon fühlte der Liebesdiener sich so erregt, dass er sich konzentrieren musste, um nicht seiner Kulmination zu nah zu kommen und den Security-Chip auszulösen. Erst, als sein Gast zu stöhnen begann, begriff der Munus, dass der Umschnallphallus ein Gegenstück besaß, das die Vagina der Frau synchron reizte - mit signifikant kleinere Variante als der vordere Rammbock.

Sie besorgte es dem Munus in einem rhythmischen Takt und quetschte bei jedem Stoß den dicken Hodensack zwischen ihrer Hüfte und dem Fessel-Bock ein. Die Druckschmerzen in den großen Hoden wurden von Sekunde zu Sekunde intensiver und überdeckten bald die Gefühle des gedehnten Hintereingangs. Irgendwann kam die Lady dann zum Höhepunkt und gab einen gellenden Schrei von sich. - Nach einigen Augenblicken ließ sie ihren Strap-on aus dem Sexobjekt flutschen. Timiditas konstatierte, dass die Dame längst nicht so beängstigend war, wie man ihm hatte weismachen wollen. Sie bedankte sich sogar höflich für das schöne Erlebnis und verabschiedete sich mit einem charmanten Lächeln.

Auch in den nächsten Tagen blieben bizarre Wünsche eher die Ausnahme. Die meisten Gäste - fast ausschließlich weiblich - wollten einfach nur Zärtlichkeiten empfangen und von dem kleinen Zweitphallus befriedigt werden. - An einem Vormittag, als im Bordell noch gähnende Leere herrschte, begehrten unerwünschte Personen Einlass, die Janina nicht erwartet hatte: Ein Mann in martialischer Uniform blickte in die Außenkamera und brüllte: „STC! Sofort aufmachen! Das ist eine Razzia. Öffnen Sie die Tür, oder wir sprengen sie auf.‟ Janinas Puls raste. Die STC? Die suchten garantiert nach illegalen Arbeitskräften. Keiner ihrer vier Munuswesen war offiziell beschäftigt. Woher hatten die ihre Adresse? Jemand musste ihnen einen Tipp gegeben haben. Die Chefin des Hauses raunte ihren Angestellten und Canis zu: „Ihr seid alle nur zu Besuch hier. Ich habe euch in der Stadt aufgegabelt und euch Kost und Logis gestellt. Aus humanitären Gründen. Alles klar?‟ Timiditas nickte. Kost und Logis... Ja, das entsprach sogar der Wahrheit. Nur, dass er als Gegenleistung „freundlich zu den anderen Gästen‟ sein musste, wie Janina mal grinsend formuliert hatte.

„Letzte Aufforderung! Tür aufmachen! Jetzt sofort! Oder wir sprengen!‟ Janina atmete tief durch und aktivierte den Öffnungscode. Sekunden später standen sechs Männer in teilgepanzerten Uniformen und dicken Kampfstiefeln im Raum und trieben die Anwesenden im Salon zusammen. Einige der Venatoren durchsuchten sämtliche Räumlichkeiten des Wohnkomplexes. Die inzwischen auf dem Bauch liegenden Munuswesen, der Custos und die Leiterin hörten die Männer aus den diversen Räumen rufen: „Gesichert!‟ Schließlich kamen sie alle zurück in den Salon. Besonders die Munusgeschöpfe hatten naturgemäß aufgrund der riesigen Brüste Schwierigkeiten, auf dem Bauch zu liegen. Der Kopf hing dabei in der Luft. Zwischen den Schenkeln lag der überdimensionierte Hodensack wie ein Fußball, der zwischen den Beinen klemmte, obwohl sie leicht gespreizt waren.

Der kommandierende Truppführer der STC sprach Janina an. „Sie sind bestimmt die Dame des illustren Hauses. Liege ich da richtig?‟ Die Angesprochene rümpfte abfällig die Nase. „Und wenn? Was soll dieser Überfall überhaupt? Ist das legal?‟ Der STC-Mann lachte schallend. „Da mach dir mal keine Sorgen, Schätzchen! Also: Wir haben alle zwei Augen und sehen, dass das hier ein Puff ist. Wo sind die Arbeitslizenzen?‟ Janina seufzte. „Können wir das nicht anders regeln? Ich meine... Sie und Ihre Männer... arbeiten hart und wollen sicherlich mal... entspannen... Sie sind uns immer herzlich willkommen.‟ Der Mann sprach in sein Datenmodul am Handgelenk: „Illegaler Bordellbetrieb und Bestechung.‟ Janina wurde beinahe schwarz vor Augen.

Der STC-Anführer rechnete im Kopf nach: Für die Ergreifung der Frau und der Schließung des Lustetablissments gab es kaum Vergütungen. Besser war es... „Wenn Sie uns die Kreaturen überlassen, könnte ich vergessen, Sie mitzunehmen.‟ Janina runzelte die Stirn. Sie war während des Gesprächs in sitzende Haltung gewechselt. „Ach, ja?‟ Was hatten die Typen davon, ein paar Munuswesen einzukassieren? Zumal die nicht rebelliert hatten. Gesetzwidrig war es außerdem. Der STC-Uniformierte grinste. „Ihre Entscheidung.‟ Janina nickte. „Aber den Custos behalte ich.‟ Die vier Munusdamen wurden unruhig. Wurden sie etwa gerade verschachert? Der Teamleiter grinste. „Alle oder keine!‟

Canis knurrte wie ein angreifender Grizzly. Ein Venator zielte mit einem stabartigen Gerät auf den Custos und schoss ein Netz ab, das sich in Sekundenbruchteilen eng um die massigen Muskeln wickelte und zusammenzog, bis sich sogar der Kraftkoloss nicht mehr bewegen konnte und umgekippt auf dem Boden lag. Der Truppführer sah zufrieden aus. „Noch jemand, der verpackt werden möchte? Ich mache auch ein rosa Schreifchen dran.‟ Er starrte Janina an. „Fragen?‟ Die Frau schüttelte mit zusammengepressten Lippen den Kopf. Der Wortführer gab seinen Leuten einen knappen Befehl, und die Männer stießen die Munuswesen mit dem Stiefel an. Ostentative Rufe wurden laut: „Aufstehen, ihr Drecksstücke! Los! Oder wir machen euch Beine!‟ Die Venatoren legten den Festgenommenen Flexihandschellen aus Polymerfasern an. Einer der Männer klatschte dem Munus vor ihm nonchalant auf das Gesäß. „Vorwärts!‟

Wenige Augenblicke später stand Janina mit dem Anführer in dem Salon, der immer noch gedimmtes und rötliches Licht verströmte, und fragte sich, was nun geschehen würde. Nur Canis lag noch in sein Netz verpackt wie ein Schmorbraten auf dem Boden. Der Uniformierte schien zufrieden. „Dich lassen wir laufen, wenn du die Klappe hältst.‟ Janina nickte. „Bitte nicht auch Canis. Ich brauche ihn zu meinem Schutz.‟ Inzwischen kam einer der Venatoren zurück mit einer langen Stange, an deren Ende eine Metallschlinge montiert war. Ein zweiter Venator erschien und deaktivierte sein FNS. Das Nanofasernetz löste sich auf, und kleine Kügelchen prasselten auf den Boden. In Sekundenbruchteilen schob sein Kamerad den Stab von hinten zwischen die massiven Schenkel des Custos, und beinahe synchron zog sich die Metallschlaufe um die Hoden des Muskelkolosses zu. Beim kleinsten Ungehorsam oder Widerstand würde Strom durch die bipolare Schlinge gejagt werden. Canis wusste dies und verzichtete auf Gegenwehr, ließ sich abführen und sah hilflos zu seiner Herrin. Der Anführer salutierte lässig vor Janina und folgte seinen Männern.

Die Bordellchefin lief nach einer Schrecksekunde zur Tür und konnte nur noch beobachten, wie in 30 Metern Entfernung das Shuttle der STC die Landerampe einzog und das Senkrecht-Triebwerk startete. Das Schiff bestand deutlich erkennbar aus drei Modulen, die mit engen Teilelementen miteinander verbunden waren. Im mittleren und größten Modul befanden sich Gefängniszellen, was Janina nur vermuten konnte. Und dann geschah etwas, das sie kaum glauben konnte. Sie rieb sich die Augen. Aber das Schiff war verschwunden. Es war nur etwa zehn Meter in die Höhe gestartet und hatte sich scheinbar aufgelöst. Sie konnte nicht wissen, dass die STC über modernste maskierende Tarntechnik verfügte.

Was sollte sie nun tun? Als weiblicher Mensch auf Regina war sie nicht besonders gefragt. Sie überlegte, auf einen anderen Planeten der VA überzusiedeln und ein neues Leben zu beginnen. Ohne Schutz durch Canis musste sie so schnell wie möglich diese gefährliche Gegend verlassen, in der es marodierende Banden gab. Vor allem Rusticusse, aber auch Custos und Munuswesen trieben hier ihr Unwesen im rechtsfreien Raum. In deren Hände wollte sie auf keinen Fall geraten. Hoffentlich wurde das keine Odyssee durch zig Welten, bis sie ihre definitiv neue Heimat gefunden hatte, malte sie sich aus.

Timiditas war derweil in einer Einzelzelle im STC-Schiff untergebracht. Das grelle Halogenlicht flutete die Zelle so intensiv, dass der Munus seine Augen immer noch nicht an die Helligkeit gewöhnt hatte. Die Handfessel war ihm abgenommen worden. Seine Dienstkleidung aus dem Bordell trug er noch. Was würde nun mit ihm geschehen? Würde er wieder in ein Sammellager gesteckt? Oder noch schlimmer: als Sklave verkauft? - Er war noch Gedanken versunken, als sich das opake Kraftfeld vor der Zelle deaktivierte. Zwei Venatoren kamen herein und forderten Timiditas auf, sich auszuziehen. Er entledigte sich mit etwas Mühe der hohen Stiefel, dann folgte rasch die enge Hose. Bei dem Unterbrustkorsett musste er passen. „Dazu benötige ich Hilfe.‟ Ein Venator kam näher und half ihm aus dem engen Stoff. Die Bekleidung nahmen die Männer wieder mit und aktivierten die Energiebarriere. In der Zelle befand sich lediglich eine kleine Pritsche mit harter Latexmatratze. Dort legte er sich hin. Was sollte er auch sonst tun, außer abzuwarten.

Das STC-Shuttle senkte sich schon nach 1:53:22 Stunden auf eine Landezone, die von roten Positionslichtern eingerahmt war. Die Koordination entsprachen jedoch nicht denen der STC-Basis oder einem der Munussammellager. Es handelte sich um ein verlassenes Industrieareal. In der Nähe parkte ein weiteres, deutlich voluminöseres Schiff, dass an ein überdimensioniertes Insekt erinnerte. Während die Munusgeschöpfe ruhig in ihren Zellen der Dinge harrten, wütete Canis in seinem Gefangenenraum wild und rammte seinen muskelbepackten Körper gegen das Energieschild, aber das ließ sich nicht davon beeindrucken.

Auch der Custos trug - außer seiner Castitasschelle - nur noch das Adamskostüm. Auch das Halsband war entfernt worden. Eine synthetische Stimme schrillte laut aus einem Deckenlautsprecher in der Zelle: „Insasse! Verhalten Sie sich ruhig! Es erfolgt keine weitere Warnung.‟ Canis trat frustriert gegen die Pritsche. Plötzlich schob sich aus der Wand ein kleiner impulsgebender Stab, aus dem ein Mikrowellenstrahl exakt auf die Hoden des Custos schoss. Canis schrie auf und krachte schwerfällig auf die Knie. Er hatte das Gefühl, dass seine Bälle gebraten würden. Der Reiz war zwar nur tausend Millisekunden lang gewesen, aber die Nachwehen waren so beeindruckend, dass sich der Gefangene entschloss, zu kooperieren. Er verharrte gedemütigt noch eine Weile auf den Knien und mahlte mit seinen großen Kiefern. Seiner Herrin beraubt, hatten sie ihm alles genommen, was er noch besessen hatte.
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
Gummimike Volljährigkeit geprüft
Sklave

Lehrte


Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

Beiträge: 4222

Geschlecht:
User ist offline
0  0  
  RE: Regina Datum:14.01.18 01:08 IP: gespeichert Moderator melden


Armer Timiditas vom Regen in die Traufe gekommen.
Soviel zur schönen Neuen Freiheit auf Regina nach Beendigung der Herschaft der Regina.. Da läuft ja einiges schief. Was Timi jetzt wohl Erwartet?
Canis hats ja auch nicht leicht jetzt wo er ohne seine Herrin ist. Ganz schn heftig die Diziplinierung 1sek Eier braten.
Don´t Dream it! BE IT!!!
Homepage besuchenE-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:11.02.18 20:05 IP: gespeichert Moderator melden


~ LIX ~


Animus ertappte sich dabei, wie er die blanken, runden Brüste der Frau anstarrte, angezogen wie Eisenspäne von einem Elektrosupermagneten. Als der Laser auch das Spitzenhöschen entsorgt hatte, blieb dem Venator beinahe der Atem stehen: Die Vagina war rasiert und glatt wie ein Teleskopspiegel. Aber sicherlich viel weicher... Er spürte, wie sein Verlangen wuchs, die zarte Haut zu streicheln. Die zarten Lippen, die sich um die enge Spalte schmiegten. Das Edelfräulein lag fixiert auf der Polycarbonatliege und war ihm komplett ausgeliefert...

Doch er zwang sich zu Disziplin. Er war anders als diese Feministinnen. Er würde niemals ein Geschöpf gegen dessen Willen sexuell berühren. Die Frauen hatten männliche Humanoiden zu Munuswesen oder Rusticussen verunstaltet und für ihre Gelüste missbraucht. Er dagegen würde so tief niemals sinken. Er war hier fertig.

Die Lady in dem Lederoutfit wartete in der nächsten Zelle auf ihn und seinen Laser. Animus deaktivierte die Energiebarriere vor der Zelle, verließ die Lady, die er entkleidet hatte, und aktivierte anschließend wieder das Kraftfeld. Genauso ging er beim nächsten Gefangenenraum vor. Die Lederkleidung war sehr eng am Körper. Da konnte er mit dem Laser nicht gefahrlos arbeiten und musste sich unter Zuhilfenahme der Finger dem Leder widmen. Die Frau zeterte und beschimpfte ihn auf das Übelste. Animus hörte sich sagen: „Ich führe nur Befehle aus.“

Bald schon lag auch diese Beauty nackt auf dem Tisch. Sie war nicht weniger anziehend als ihr Pendant in der Nachbarzelle. Er konnte seine Hände artig an den Seiten halten, aber seine Augen blickten, als ob er am liebsten die Brüste geknetet, die Schamlippen durchfurcht, den zarten Mund geküsst und seine Zunge tief eingeführt hätte... Animus ging aus der Zelle und kehrte zur Pilotenkammer zurück. „Die Gefangenen sind entkleidet, Commander.‟ Rick Burns nickte zufrieden. „Ich habe ja prognostiziert, dass wir bei dieser Operation fette Beute machen.‟

Er bemerkte die Signatur eines anderen STC-Schiffes in der Nähe und drückte auf eine hexagonale Fläche des Displays, um den Audiodatenkanal zu aktivieren. „Hier Commander Burns von der STC-047. Haben Sie Probleme, STC-035?‟ Die Venatorfähre war auf einem verlassenen Industrieareal gelandet. Dort gab es keine Sichtungen von Rebellen. War vielleicht das Triebwerk defekt? Womöglich benötigten die Kollegen Hilfe. Eine leicht knisternde Stimme antwortete: „Hier Commander Taylor von der STC-035. Nein, wir benötigen keine Hilfe. Wir haben nur eine kurze Zwischenlandung gemacht, um eine Außenwabe der Keramikhülle zu befestigen.‟ Burns verabschiedete sich in militärischer Manier, stutzte aber. „Da ist eine weitere Signatur. Ein unbekanntes Objekt.‟ Animus zog die Stirn kraus. „Seltsam. Ein anderes Schiff?‟ Burns nickte. „Den Werten nach ja. Aber deren Triebwerke sind abgeschaltet oder zumindest auf Stand-by.‟ Brad Porter hatte zugehört und fragte nach. „Wieso hat der Commander nichts von dem anderen Kahn gesagt?‟ Burns nickte langsam. „Das ist die Frage, der wir auf den Grund gehen werden. Ich bring uns hin.‟

Er tippte auf der Steuerkonsole Befehle zur Kursänderung ein. Ergänzend aktivierte er den vollen Tarnmodus. Für einige Sekunden blitzte die Außenhülle der STC-047 stroboskopartig auf, dann war sie für Betrachter und die meisten Scanner unsichtbar. Derek Syrus übernahm die visuelle Kontrolle, Marcus Wagner programmierte den optimalen Anflugwinkel, um möglichst unbemerkt so nah wie möglich an ihr Ziel zu gelangen. Er gab einige Befehlsketten auf einem Touchpad ein. „Minus 14 Minuten bis zur Destination.‟ Der Bordzentralcomputer transkribierte jede Aussage in ein Logbuch. Diese Funktion war nicht abschaltbar, und Burns tat nichts Illegales. Im Gegenteil: Er vermutete, dass die STC-035 ein Geschäft an der Securitas vorbei durchführen wollte, um den Profit in die eigene Tasche zu lenken.

Die knappe Viertelstunde verging sprichwörtlich wie im Flug. Die Landung auf dem ehemaligen Industrieareal konnten sie nicht mehr tarnen, und daher musste jetzt alles sehr schnell gehen: Commander Burns und die Teammitglieder Porter, Wagner und Syrus sprangen aus der Landeluke und liefen in geduckter Stellung zu der STC-035. - Von Außenarbeiten am Rumpf konnte nicht die Rede sein; stattdessen schien ein Austausch stattzufinden. Einige Venatoren führten eine Gruppe Munuswesen und einen Custos zum Frachtraum des fremden Raumfahrzeuges. Die Gefangenen trugen Halsschlingen an langen Stäben, die von den Venatoren gehalten wurden. Nur Commander Taylor schien sich noch an Bord des STC-Schiffes zu befinden. Von der Besatzung der fremden Fähre war nichts zu sehen.

Das Außenteam der STC-047 enterte die STC-035. Völlig überrascht zog Taylor sein FNS und schoss ein Nanonetz auf den anführenden Brad Porter. „Wer seid ihr? Was wollt Ihr auf meinem Pott?‟, schimpfte der Commander. Commander Burns identifizierte sich und antwortete barsch: „Und ich will von Ihnen wissen, was hier geschieht! Betreiben Sie illegalen Handel mit Munuskreaturen?‟ Porter schimpfte zappelnd: „Lassen Sie mich sofort aus diesem Scheißnetz raus!‟ Taylor seufzte und ließ das FNS sinken. „Also gut, Burns. Was wollen Sie? Eine Beteiligung? Schweigegeld?‟ Vier Impulsstrahler zielten auf Taylor. Burns stellte klar: „Nein, ich will eine Anklage gegen Sie. Hiermit entbinde ich Sie ihres Dienstgrades. Im Namen der STC nehme ich Sie fest, weil Sie gegen die Richtlinien der STC sowie das Gesetz der Vereinigten Allianz verstoßen haben.‟ Wagner und Syrus sprangen vor und packten den Commander. Burns befahl, ihn in das Zellenmodul des Jägers zu bringen. Endlich griff Burns nach dem FNS und deaktivierte das Netz, so dass Porter wieder aufstehen konnte. Er wischte sich die letzten Kügelchen des Materials von der Uniform und zeigte auf die Steuerungskonsole. „Wir sollten die Luke verschließen, sonst haben wir ein Problem, wenn die anderen Venatoren zurückkommen.‟

Burns gab über Funk an Animus den Startbefehl durch. Der Commander würde mit seinem Außenteam auf der STC-035 bleiben und dem Schwesterschiff folgen. Ein Befreiungsversuch der Munuswesen und Festnahme der Venatoren wäre zu risikoreich gewesen, denn es gab keinerlei Informationen über die Besatzungsstärke und Bewaffnung des insektenartigen Flugobjekts. 2:13 Minuten später startete die STC-047, das Zwillingsschiff folgte 17 Sekunden später. Glücklicherweise war die Technik auf allen STC-Fähren genormt. Die Außenkamera zeigte, wie die Venatoren aus dem fremden Flieger herausstürmten und wild umhersprangen und winkten. Doch schon wenige Sekunden später hatten die nuklearen Triebwerke auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt und eilten der Basis entgegen.

Die Operation wurde immer lukrativer. Neben den beiden Adelsdamen gab es nun noch eine Auszeichnung für die Festnahme eines korrupten Commanders, freute sich Burns. - Für Animus war es eine aufregende Herausforderung, das STC-047 ganz alleine zu fliegen, aber er meisterte die Aufgabe professionell und brachte sie auf Kurs für die Heimkoordinaten. Nach dem Start schaltete er auf Autopilotnavigation. Er wechselte das Modul und besuchte die erste Gefangene, die noch nackt auf der Polycarbonatliege fixiert war. Nachdem er das Kraftfeld vor der Zelle deaktiviert hatte, betrat er den kleinen Raum. Die Liegende funkelte ihn feindselig an. Der Venator versuchte sie zu besänftigen: „Ich will dir nichts tun. Die Kleidung mussten wir dir wegnehmen. Du bekommst neue Sachen. Aber du wirst wohl vor der Justiz von Beta Patria für deine Zugehörigkeit zum Regina-Regime geradestehen müssen.‟ Das Fräulein seufzte. „Dann löse wenigstens diese Fesseln!‟ Animus wollte schon zur Tat schreiten, aber dann stoppte er. „Das geht nicht. Ich kann den Befehl des Commanders nicht einfach aufheben. Ich bin ganz alleine an Bord. Ich gehe auf die Brücke und funke ihn an.‟ Das Fräulein jammerte leise. „Nein, lass mich nicht wieder alleine. Ich habe Angst.‟ Animus drehte sich wieder zu ihr. Die Edeldame sah ihn bittend an. „Warum machst du mich nicht einfach von dieser Liege los? Was soll daran so schlimm sein? Meinst du, ich kann dich überwältigen - wenn ich es überhaupt wollte?‟ Animus brummte. „Also gut.‟ Er deaktivierte die Polymerfesseln, die in die Liege zurückschnellten.

Die Lady setzte sich aufrecht und hielt sich verschämt Busen und Scham zu. Jetzt wurde es dem Venator ebenfalls peinlich, und er schaute geniert auf die wabenförmigen Bodenkacheln. Die Dame bedankte sich. „Kann ich... Darf ich... etwas zum... Bedecken...‟ Animus räusperte sich verlegen. „Oh, äh, ja, natürlich. Ich hole etwas.‟ Er verließ die Zelle, aktivierte das Kraftfeld und besorgte einen grauen Jumpsuit aus Polyamid, der für Reparaturteams gedacht war, die am Antrieb werkelten. Auch die kleinste verfügbare Konfektionsgröße „S‟ wirkte bei der zierlichen Person sehr großzügig geschnitten. Sie musste Arme und Beine aufkrempeln. Anschließend sagte sie: „Und was ist mit meiner Freundin? Willst du die etwa so entwürdigend liegen lassen?“ Als Animus zögerte, hob sie ihre Augenbrauen und forderte: „Na, los! Mach sie frei! Oder bist du so ein Barbar wie deine Kameraden?“

Animus marschierte zur anderen besetzten Zelle und befreite auch die zweite Edeldame. „Wenn du kooperierst, hole ich dir etwas zum Anziehen, OK?‟ Er war auf der Hut, denn es konnte sein, dass die Frau aggressiv reagierte. Aber das war nicht der Fall. Sie bedankte sich, fast demütig. Animus war irritiert über ihr Verhalten. Bisher hatte er sie eher unkooperativ, impulsiv und arrogant kennengelernt. Sie berührte ihn mit der Handfläche an der Brust. Der Venator wäre beinahe zurückgesprungen, weil er einen Angriff erwartete, doch das Fräulein streichelte nur seine Uniformjacke. Er war ein wenig verlegen und räusperte sich. „Ich hole dann mal... den... Suit für dich...‟ Schnell deaktivierte er auch hier die Energiebarriere, besorgte die Kleidung und kehrte zurück.

Das Edelfräulein bedankte sich artig. Sie stellte sich eng vor Animus und streichelte wieder seine Brust. Ihr lasziver Blick hätte jedes Element des Periodensystems schmelzen lassen, und auch der junge Mann spürte eine diamantharte Erektion in seiner Hose. Es war offensichtlich, was die Frau wollte. Aber konnte er eine Gefangene... War das nicht Machtmissbrauch? War das überhaupt opportun? Er wollte nicht... Er durfte nicht... Aber er war auch nur ein Mann. Es würde ja niemand erfahren. Er war alleine an Bord. Er ließ es zu, wie die zierliche fleischgewordene Verführung seine Uniformjacke auszog. Darauf folgte auch sein Shirt. Es flatterte fast wie von selbst auf das Wabenmuster des Bodens. Die Gefangene hatte erst gar keinen Versuch unternommen, den Suit anzuziehen, sondern drückte sich an den männlichen Leib. Nun nestelte sie an seiner Hose. Animus stöhnte wohlig auf, als er die kleinen Finger an seinem besten Stück und den Bällen spürte. Es gab kein Halten mehr. Er hob sie an und trug sie auf die Liege, zog sich die Hose bis zu den Knien hinab und drückte das Fräulein auf den Rücken, beugte sich weit über sie und stieg auch auf die Liege. Die Schenkel der Nackten spreizten sich, als Animus seine Position fand und sein harter Phallus langsam und vorsichtig in die enge Spalte der Lust sank. Niemals hätte er für möglich gehalten, dass es noch geileren Sex geben könnte, als zwischen ihm und Luscinia. Aber dieses Edelfräulein brachte ihn in eine völlig fremde und faszinierende Welt.

Er genoss sie mit allen Sinnen und spürte die Explosionen in seinen Nervenbahnen wie Supernovae, die ihn blendeten; er fühlte sich wie ein Planet, der urplötzlich durch eine kosmische Kraft, aus seiner Umlaufbahn gerissen, geradeaus ins tiefe All schoss, einem gleißenden Licht entgegen. Es war so unbeschreiblich schön... Ihm schwand das Bewusstsein, als er den intensivsten Orgasmus seines Lebens bekam, der gar nicht mehr aufhören wollte, jedes Molekül in seinem Körper zum Beben zu bringen...

Kommandant Burns aktivierte einen Audio-Datenkanal. „Hier Commander Burns auf der STC-035. Sie verlassen den vorprogrammierten Flugkorridor. Ich wiederhole: STC-047. Sie verlassen den vorprogrammierten Flugkorridor.‟ Er erhielt keine Antwort. Burns fluchte. „Commander Burns auf der STC-035 an Venator Animus auf der STC-047. Melden Sie sich!‟ Wieder keine Reaktion. Venator Porter fragte konsterniert: „Was ist da los?‟ Derek Syrus meldete: „Das Diagnoseprogramm weist bei der STC-047 keinen technischen Defekt oder Softwarefehler auf. Die Koordinaten müssen manuell in der Navigationseinheit an Bord geändert worden sein.‟ Burns schimpfte lautstark und schlug mit der Faust auf die Steuerkonsole. „Das hätte ich nicht von ihm gedacht. Aber der Bursche will mit der Beute abhauen.‟ Er schnaufte. „Einmal Deserteur, immer Deserteur!‟

Einige der Venatoren sahen ihren Kommandanten fragend an. Burns berichtete davon, dass Animus ursprünglich Pugnator auf Regina war und zur VA geflüchtet war. Brad Porter fragte, ob ein Verfolgungskurs eingegeben werden sollte, oder ob die STC-035 zur Basis zurückkehren würde. Der Commander atmete tief durch. „Wir fliegen zur Basis. Taylor ist mehr wert. Den will ich nicht auch noch riskieren.‟ Vor allem hatte er Sorge, dass die Entführung der Edeldamen von langer Hand geplant war, und Animus gefährliche Komplizen hatte. Dann würden sie in einen Hinterhalt geraten, wenn sie das Schiff verfolgen würden. Der Verlust der Frauen war verschmerzbar, der der STC-047 wog schon schwerer, aber dafür hatte er illegale Machenschaften seines Kollegen aufgedeckt.

Derek Syrus sendete auf seinen Befehl eine Audiodatei an die Basis. Sollen doch die Leute vom Vorstand entscheiden, was zu tun ist, dachte sich Burns dabei. Er betrat das Zellenmodul, um den festgesetzten Kommandanten zu verhören. Hatten die dubiosen Geschäftspartner auch Interesse an Fräuleins des Regina-Regimes? Taylor schüttelte den Kopf. „Negativ. Die wollen nur Arbeitssklaven. Munuskreaturen und Rusticusse.‟ Burns grübelte. War Animus die ganze Zeit womöglich ein Doppelagent gewesen? Arbeitete er für die Regina-Armee? Inzwischen gab es sie offiziell nicht mehr, aber sie konnte im Untergrund wirken. Sollte er die beiden Damen nach unserer Festnahme entführen und Rebellinnen übergeben? War er immer noch ein loyaler Scherge der Tyrannin, und hatte sich nur in die Armee der VA eingeschlichen?

Mit dem atomaren Antrieb konnte die STC-047 jeden beliebigen Ort innerhalb des Orbits erreichen. Und die diversen Defensivsysteme erschwerten es ungemein, die Emissionssignatur zu verfolgen. - Einige Stunden später erreichte die STC-035 die Basis. Porter tippte auf der Antriebskonsole. „Schubabschaltung auf Stand-by.‟ Das Schiff war nun bereit für die vorschriftsmäßige Inspektion der Bordtechnik. Commander Rick Burns und die Venatoren Porter, Wagner und Syrus stiegen aus. Ein Technikerteam in anthrazitfarbenen Overalls kam an Bord, um sich der Antriebe zu widmen; ein Sicherheitsteam in martialisch anmutender Montur folgte, um den Gefangenen in Besitz zu nehmen.

Taylor musste sich beim zügigen Gehen weit vorbeugen, da zwei Männer seine auf dem Rücken in speziellen Schellen gefesselten Arme stark nach hinten bogen. Seine Commanderjacke trug er bereits nicht mehr. Eine schwarze Kapuze aus atmungsaktivem und intransparentem Makromolekülstoff war über seinen Kopf gezogen worden. Mit Verrätern ging die STC nicht sehr zimperlich um, das wusste Taylor. Er hoffte darauf, möglichst schnell einen Advokaten kontaktieren zu dürfen. - Zunächst brachten die Männer ihn in eine sensorische Deprivationskammer, in der er mit Gurten restriktiv fixiert wurde. Gehör und Sicht waren durch den dunklen und schallgeschützten Raum ausgeschaltet. Die restliche Kleidung hatte man ihm genommen. Eine Infrarotkamera beobachtete ihn. Völlig bewegungsunfähig lag Taylor in der kleinen Zelle.

Nach 2:06 Stunden dieser Prozedur war Taylor zur bedingungslosen Kooperation bereit. Zwei Spezialisten für Verhöre befragten ihn zu dem illegalen Handel. Der degradierte Kommandant gab alles zu. Er hatte einige Munuswesen und einen Custos an transstellare Händler verhökern wollen. Sie waren in einem inoffiziellen Bordell tätig gewesen. Mehr wusste er auch nicht. Er kannte nur von zwei Munuskreaturen die Namen: Rosa-Rio und Timiditas. Der Custos nannte sich Canis. Die Venatoren seines Teams waren mit dem Händlerschiff abgehauen. Die Identitäten der Männer waren der STC natürlich bekannt; sie wurden sofort zur Fahndung ausgeschrieben. Ebenfalls stand Animus auf der Liste der Gesuchten. Mehrere STC-Aerogleiter mit Kernfusionsantrieb versuchten eine Spur es Händlers zu finden. Mit ihren zwei gondelförmigen seitlichen Flügelelementen gehörten sie zu den schnellsten Schiffen der Securitas und verwendeten moderne Energietaster, um auch marginalste Signaturen zu erkennen. Doch das Händlerschiff war bereits nicht mehr im Orbit und mitten in der Startsequenz zur Aktivierung des transstellaren Hyperantriebs. Die Aerogleiter konnten sie nicht ins tiefe All verfolgen. Als sie die Signatur des Schiffes auftrieben, war es zu spät. Die Piloten brachen die Verfolgung ab und kehrten zur Basis zurück.

Der Vorstandsvorsitzende der STC sprang wütend aus seinem Gelstuhl auf und trat einen Arbeitsroboter, der den Boden desinfizierte, um. Die plumpe Konstruktion kippte krachend auf den aus thermoplastischem Polymer bestehenen Untergrund. Hilflos strampelte er mit seinen drei kurzen mechanischen Beinen. Sein Display leuchtete auf: „FATAL ERROR‟. Der Mann tobte. Ein Jagdschiff war von einem Verräter entführt worden. Ein Kommandant hatte in die eigene Tasche gewirtschaftet. Zwei Regina-Schlampen waren ihm durch die Lappen gegangen. Mehrere Venatoren waren verschwunden. Phänomenal! Was für eine Scheiße regnete als nächstes auf ihn nieder? Er stiefelte im Stechschritt durch die Hydrauliktür am Ende des Raumes und begab sich in seine Privatgemächer. Die Auktionäre der Firma wären bei der nächsten Videokonferenz nicht begeistert. In letzter Zeit hatte die STC keine gute Bilanz präsentieren können. Die Armee der VA hatte die meisten Regime-Angehörigen bereits festgenommen. Die Lizenz für die Jagd dezimierte den Profit ebenfalls.

Commander Burns bekam statt des erwarteten Lobes einen verbalen Einlauf wegen des Verlustes der STC-047. Sein Vorgesetzter degradierte ihn zum einfachen Venator. Sein Ex-Team wurde auf andere Schiffe aufgeteilt. Die Männer hatten nur wenig Gelegenheit gehabt, über das Geschehen zu sprechen, aber jeder für sich war sich sicher, dass Animus kein Verräter war. Auf der STC-047 musste etwas Unerwartetes geschehen sein. War das Schiff von einem unbekannten Flugobjekt entführt worden? War es geentert worden? Vielleicht würden sie es irgendwann erfahren. Fakt war: Ihr alter Kahn hatte sich scheinbar in Luft aufgelöst.

Bereits zig Astronomische Einheiten entfernt befand sich das insektenförnige Schiff der transstellaren Händler mit ihrer lebenden Hehlerware an Bord. Timiditas wachte aus einer Sedierung auf und stellte fest, dass er nackt war. Nur seinen Hodenring trug er noch. Vermutlich war auch noch der Security-Chip in der Eichel seines Riesenphallus aktiv, aber Orgasmusfähigkeit war momentan seine geringste Sorge. Er sah sich um und bemerkte seine Kameraden aus dem Bordell. Auch sie waren nackt. Nur den muskelbepackten Canis sah er nirgends. Sie befanden sich in einer Gitterzelle. Die Stäbe waren rautenförmig angebracht und der Optik nach aus einem Metall mit Titanlegierung.

War er Sklavenhändlern in die Fänge geraten? Wie viel Zeit war vergangen? Timiditas fühlte sich immer noch ein wenig groggy von dem Sedativum. Seine Mitgefangenen befanden sich noch in einer Art Dämmerzustand und waren nicht ansprechbar. Der Munus versuchte aufzustehen. Sein voluminöser Hodensack schwang hin und her wie eine mit Wasser gefüllte Plastiktüte. Er versuchte sich an dem Gitter festzuhalten, ließ aber abrupt wieder los, als er von einem Stromschlag getroffen wurde. Irritiert überlegte Timiditas, wie viel Spannung auf den Stäben liegen musste, denn, sollte es sich um eine Titanlegierung handeln, wäre die elektrische Leitfähigkeit eher gering. Dafür hatte die Berührung ziemlich gezwiebelt, grübelte er. - Er setzte sich in Ermangelung von Liegen oder anderen Möbeln auf den Boden und wartete. Wo befand er sich? War das Schiff überhaupt noch im Quadranten der Vereinigten Allianz? In der VA war Sklavenhandel generell verboten. Doch wer wusste schon, wie es in den Tiefen des Alls aussah? Im Alpha Dominion zum Beispiel. Oder in anderen noch weiter entfernten Regionen? Timiditas bemerkte, wie er zitterte. Die Temperatur in der Zelle betrug geschätzte 25 Grad Celsius. Daran konnte es also nicht liegen.

Die STC-047 war nach einem kurzen Verwirrspiel mit aktivem Ortungsstörer zurück an die Oberfläche Reginas geflogen und näherte sich mit seiner Tarntechnik und drei Mach einem abgelegenen Gebiet in einem Gebirge. In einer engen Talschlucht leitete die Person an der Steuerungskonsole die Landesequenz ein und aktivierte die vertikalen Düsentriebe. Animus wachte von den fauchenden Geräuschen auf und stellte erschrocken fest, dass er auf einer Liege fixiert war. Seine Augen waren mit einer Maske verbunden. Aber er spürte, wie er splitternackt, vermutlich in einer der Gefangenenzellen, lag. Was war geschehen? Er konnte sich nur noch daran erinnern, wie er intensivste Liebe mit einer der Edelfräuleins genossen und dann beim Orgasmus die Sinne verloren hatte.

Diese biestigen Weiber hatten ihn hereingelegt! Mit aller Gewalt versuchte er sich von den Gurten zu befreien, aber die gaben keinen Millimeter nach. Er rief um Hilfe, bis ihm klar wurde, dass die Zelle schalldicht war. Außerdem waren nur die beiden Frauen an Bord. Hoffentlich hatte Commander Burns die Verfolgung aufgenommen und rettete ihn vor dem, was auch immer die Damen mit ihm vorhatten. - Einige Augenblicke später, hörte er, wie die Energiebarriere deaktiviert wurde. Schritte. Animus bewegte den Kopf hin und her. „Wer ist da? Was habt ihr vor? Ihr kommt nicht weit. Am besten, ihr gebt gleich auf und...‟ Eine Hand presste sich auf seine Lippen. Er fühlte, wie sich an den Außenseiten seiner Oberschenkel weiches Fleisch rieb. War das Fräulein auf die Liege gestiegen? Im nächsten Moment griffen Finger nach seiner Männlichkeit und bewegten sich am Schaft entlang. Auf und ab. Der Liebesstab verhärtete sich, ohne, dass der Besitzer etwas dagegen unternehmen konnte. Und dann tauchte er in eine süße Enge ein, die ihn sogleich aufstöhnen ließ. Die Lady ritt ihn in aufreizend langsamem Rhythmus.

Ambivalente Gefühle stiegen in dem Jüngling auf. Er wollte diese Person hassen. Sie war der Feind. Seine Entführerin. Aber sein steil wie der Beginn einer Parabel aufsteigendes sexuelles Verlangen, seine Gier nach einem Höhepunkt, wuchs von Sekunde zu Sekunde ins Unermessliche. Er hörte, wie auch seine Reiterin stöhnte. Und dann gab es kein Halten mehr. Eine gewaltige Eruption entlud sich seinen Lenden und ließ ihn tief und laut aufstöhnen. Heiße Lust strömte wie Lava aus einem Vulkan, wie Flammen einer Sonneneruption, die an der Venus der Frau leckten und auch diese zu einem grandiosen Orgasmus brachte. Die Lady sackte förmlich auf ihm zusammen und lag auf ihm wie zerflossene Butter. Warm und weich bedeckte sie seinen gefesselten Leib. Noch immer steckte sein kribbelnder Joystick in ihrer wohlig zuckenden Weiblichkeit.

Schließlich entglitt sein Stab der warmen Höhle. Zum ersten Mal, seit sie ihn besuchte, hörte er ihre Stimme. „Ich hoffe, du hast es genossen.‟ Animus öffnete den Mund, um zu antworten, aber die Frau setzte hinzu: „Denn es wird für sehr lange Zeit das letzte Mal gewesen sein.‟ Sie nestelte an seiner Männlichkeit. Wenn Animus richtig lag, brachte sie ihm gerade eine Castitasschelle an. Er konnte nur entsetzt und konsterniert zugleich fragen: „Warum?‟ Die Lady kicherte glockenhell. „Wir haben in den Besatzungsdateien eine gesperrte Information über dich gefunden.‟ Sie machte eine Kunstpause. „Du warst Pugnator und bist desertiert. Du bist ein schändlicher Verräter an unserer ehrenhaften Imperatorin Regina!‟ Den letzten Satz spie sie so ätzend aus wie Fluor-Antimonsäure. Animus wäre nun auch ohne Maske schwarz vor Augen geworden. Sein Kreislauf sackte ab wie bei einer Hypertonie. Das Klacken des digitalen Schlosses der Castitasschelle hörte er schon nicht mehr.

Die STC-047 hatte ihren Antrieb inzwischen ausgeschaltet und die Außenluke geöffnet. Ebenso war die Maskierungstechnologie außer Betrieb gesetzt. Auf dem Panoramaschirm auf der Brücke konnte eine Lady die Umgebung beobachten, während ihre Begleiterin mit einem Biodetektor zur Luke ging und nach humanoiden Lebenszeichen scannte. Sie hatten exakt die Koordinaten angesteuert, an denen sich ein Rebellenversteck befinden sollte. Die Außentemperatur betrug 32,5 Grad Celsius. Die Sonne stand so hoch am Himmel, dass sie genau in die schmale Schlucht brannte. Animus bekam auch nicht mit, wie er aus dem Securitasschiff auf einer Trage aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff von zwei Rusticussen zu einem holografisch getarnten Stolleneingang gebracht wurde.

Zu den zwei Edelfräuleins hatten sich vier weitere Damen gesellt und sie in ihrem Unterschlupf willkommen geheißen. Die beiden Rusticusse legten die Trage neben einem Käfig mit den Kantenlängen von einem Meter ab, öffneten das kleine Gefängnis und bugsierten den Gefangenen hinein, verriegelten es mit einem altertümlichen Vorhängeschloss und verließen die Kammer, in der der Käfig auf dem Boden stand. Die Rusticusse wirkten wie ferngesteuert, als habe man ihren Willen gebrochen. Bekleidet waren sie mit einem Lendenschurz, unter dem sich die Castitasschelle versteckte, hinten aber nur aus einem Riemen zwischen den Hinterbacken bestand, sowie einem Brustgeschirr. Auf den blanken Backen prangten dunkle Male: Der erste Rusticus trug die Ziffern „60153‟, sein Kamerad „59299‟.

Mittlerweile hatten sich die zwei jungen Damen ihrer Bodysuits entledigt und trugen enge Reiterhosen zu einem körperbetonten Oberteil mit hohem Stehkragen, dazu Overknee-Stiefel. Auch die anderen Ladys waren ähnlich gekleidet. Die STC-047 hatte ihre Tarntechnik wieder aktiviert. Trotzdem diskutierten die Frauen, eine Melange aus ehemaligen Militärs und Edeldamen, darüber, ob es sicherer sei, das Schiff zu entsorgen. In einem geheimen Hangar verfügten sie über eine eigene Raumfähre, die sowohl in der Atmosphäre, wie auch im Orbit fliegen konnte. Nur interstellare Reisen waren nicht möglich, doch das war für die Rebellinnen auch keine Option. Niemals würden sie von Regina flüchten. Sie wollten den Planeten zurückerobern. Und dann sollte es keine Gnade mit den Aggressoren geben. Jeder Mann würde drakonische Strafen erleiden, versklavt und für den Frevel büßen, den er angerichtet hatte. Da würde sich so mancher Dreckswurm noch in die Zeiten der Imperatorin Augusta Regina zurückwünschen!
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:26.02.18 20:05 IP: gespeichert Moderator melden


~ LX ~


Flosa juchzte vor Glück. Ein intensiver Orgasmus erschütterte ihre Lenden, der sich wie wellenförmige Vibrationen durch ihren ganzen Leib ausbreitete. Ihre verschwitzten Haarsträhnen lagen auf ihrer nackten Brust. „Oh, Ricky, ich will dich für immer in mir spüren!‟ Ihre Stimme war ein bebendes Hauchen voller Leidenschaft. Der Mann stöhnte und ergoss sich in die zierliche Person unter ihm, die ihm ihre Venus hungrig präsentierte.

Es brauchte gar nicht so eine riesige Bestückung wie die Prothesenschelle von Gravis, um sie zu befriedigen. Eine normale Männerrute reichte vollkommen aus. Anfangs hatte sie sich noch daran gestört, mit dem Piloten gemeinsam ein Zimmer teilen zu müssen, doch dann war eines zum anderen gekommen... Es hatte mit harmlosem Flirten begonnen, war gewachsen und nun... Flosa quälte ein schlechtes Gewissen, als sie jetzt, einige Minuten nach dem Akt, an Ricky gekuschelt in dem Doppelbett lag. Gravis war in ihrem Quartier in eine Art Castitasschelle gesperrt und wartete auf ihre Heimkehr. Hatte sie ihn betrogen? Sein Vertrauen missbraucht? Oder stand ihr zu, so viel Sex zu haben, wie und mit wem sie wollte? Zumindest musste sie ihn darüber informieren.

Am nächsten Tag starteten die Triebwerke der Magna Nuntia und brachten das klobige Frachtungetüm mit der nun maximalen Tonnage auf seine Parabelbahn, die es zum 9.000 km entfernten Industriekomplex brachte, wo die tonnenschwere Ladung gelöscht werden sollte. Co-Pilot Rick McCoy saß ein wenig verunsichert neben Flosa. Sie war seit dem Morgen irgendwie verändert. Distanziert. Seine vorsichtigen Annäherungsversuche hatte sie abgeblockt, als existierte die gestrige Nacht nicht. Sie wirkte noch zugeknöpfter, als es ihre bis zum Hals hoch verschlossene Dienstjacke vermuten ließ. Was auch immer Flosa über ihre amouröse Romanze dachte, sie ließ ihn nicht daran teilhaben.

Kühl und professionell startete sie die Triebwerke und aktivierte den programmierten Kurs für die optimale Flugroute bei aktueller meteorologischer Lage. - Während das Wetter an der Mine noch keine Probleme bereitete, so sah das in der Region der Erzfabrik ganz anders aus. Seit einigen Stunden wütete ein Sturm und ließ einen Schneeschauer mit Hagel aus den anthrazitfarbenen Wolken hinabschießen. Wie thermobarische Mikrogeschosse knallten sie fast horizontal mit hoher Kadenz gegen die Panzerglaswände des Quartiers, in dem Gravis auf den bleiernen Himmel draußen stierte und sich Sorgen machte. Ob der Frachter bei dieser Witterung überhaupt würde landen können?

Der Muskelmann stand auf und ging zu einer Konsole, die mit dem Nahrungsautomaten verbunden war. Er bestellte sich einen Becher Kaffee und setzte sich damit an den Tisch, wo bereits eine große Schüssel mit einem Makronährstoffkonzentrat stand. Wenn alles glatt ging, konnte Flosa in vier Stunden zu Hause sein. Gravis würde eine Trainingseinheit einlegen, duschen und eine Postworkoutmahlzeit einnehmen. Er schaltete den Holobildschirm ein, um sich über die Wetterlage am Startpunkt der Magna Nuntia zu informieren. Dort schien es ruhig zu sein. Das Unwetter war lokal auf die hiesige Region beschränkt.

Den Morgen hatte er in seiner schwarzen Leggins verbrachte, während die Brustkette an den großen Ringen hing. Für das Training im Gym zog er sich seine weiße Plastikjacke über, die sich eng um seine Muskelberge spannte. Die elektromagnetische Aufzugskonstruktion brachte ihn in Sekunden auf die gewünschte Etage. Im Gym waren nur wenige Sportler anwesend. Zwei junge Damen in Leggins radelten auf Ergometern, eine weitere Frau schwitzte auf einem futuristisch wirkenden Stepper. Gravis marschierte zu den freien Gewichten. Von den modernen Hydraulikmaschinen hielt er nur wenig - zumal sie nicht ausreichend Widerstand boten.

Die Drückerbank war gerade von einem jungen Mann belegt, der sich 80 kg gesteckt hatte. Gravis beobachtete, wie der Athlet mit letzter Kraft zehn Wiederholungen schaffte. Danach steigerte der Jungspund auf 90 kg. Gravis gähnte. Damit könnte er Bizepscurls absolvieren. Nach der siebten Wederholung wackelte die Hantel und senkte sich auf die Brust des Liegenden zurück, obwohl sie schon auf dem Weg zur achten gewesen war. Es war abzusehen, dass der Jüngling sie nicht wieder zur Hochstrecke bringen würde. Gravis kam schnell näher und packte sie mit einer Hand über der Brust des schnaufenden Mannes. Er hob sie nur mit limitierter Kraft an, so dass der Athlet noch selbst Energie aufbringen musste, um die Stange in der Ablage zu sichern. Der bedankte sich für die Hilfestellung. Erst jetzt wurde ihm offenbar bewusst, was Gravis für Muskelausmaße hatte. Bewundert betrachtete er die gebirgigen Wülste, die unter der Hose und der Jacke hervortraten.

Er stellte sich als „Jonathan‟ vor. „Ich arbeite erst seit drei Monaten hier. Bin Ingenieur in Metallurgie.‟ Gravis nannte seinen Namen und quetschte versehentlich beim Handshake schmerzhaft die Finger des Gegenübers. „Ich bin... Äh... Meine Lebensgefährtin fliegt die Magna Nuntia zur Mine.‟ Jonathan hob die Augenbrauen. „Ach, die neue Pilotin? Fiona... ich meine Dr. Greenfield hat mir davon erzählt.‟ Gravis zeigte auf die Hantel: „Willst du noch einen Satz mit 100 versuchen?‟ Jonathan nickte. „Klar. Alleine hätte ich mich nicht getraut, aber mit Trainingspartner...‟ Der junge Mann schaffte vier Wiederholungen ganz alleine, dann half Gravis noch bei drei weiteren nach, bis die Stange scheppernd in die Ablage knallte. Der Ex-Custos fragte: „Und was hast du vorher gemacht?‟ Jonathan winkte ab. „Eine lange Geschichte. Mein Spezialgebiet sind eigentlich seltene Erden, da war ich in einer Privatmine beschäftigt. Aber das war... Nun ja. Dort ging es nicht so mit rechten Dingen zu. Ich hatte zwar persönlich keine Nachteile, aber die Arbeiter... Das waren alles Rusticusse, die unter Sklavenbedingungen ausgebeutet wurden. Nicht schön anzusehen. Dieser Tagebaubaron, dem die Mine gehört, nutzt die Angestellten schändlich aus. Ich habe ihn sogar bei den Behörden angezeigt, aber irgendwie ist das im Sande verlaufen.‟

Jetzt sah er den Muskelmann mit einem fragenden Blick an. „Du bist auch irgendwie... Warst du Custos im Regina-Regime?‟ Er zeigte auf die Muskelberge. „Das ist ja nicht so ganz... normal, deine Physiologie und Anatomie.‟ Gravis grinste. „Ja, ich stamme aus Regina. War Rusticus und musste in einer Mine arbeiten. Auch in einer sogenannten Tretmühle. Und später haben sie aus mir einen Custos gemacht für ein Harem. Mit Castitasschelle sind das echte Tantalusqualen.‟ Jonathan schaute ein wenig irritiert. Gravis räusperte sich. „Ja, Munuswesen sind keine Frauen im eigentlichen Sinne, aber wenn du ewig nicht mehr hast, dann...‟ Der Jüngling schmunzelte. „Da habe ich zum Glück kein Problem. Auf Regina sind Männer Mangelware. Über 90 Prozent bilden Rusticusse und Munuskreaturen - wenn man die als männlich bezeichnet sollte. Ich weiß auch nicht. Bizarre Gestalten... Ich... Also, das soll jetzt nichts gegen dich...‟ Gravis winkte ab. „Schon gut.‟ Er bemerkte mehrfach, wie der Jüngling ihm verstohlen auf den Schritt starrte. Der Custos klärte ihn auf. „Mein echter Phallus ist nicht so riesig. Das ist eine Prothese, die zugleich als Castitasschelle funktioniert.‟ Jetzt war es raus. Warum nicht zugeben und offen ansprechen? Jonathan machte einen verlegenen Eindruck. „Oh. Und... du darfst also nicht... Wer verbietet dir das?‟ Gravis erzählte ihm von seiner Beziehung zu Flosa. Es war schwierig zu erklären. Auf der einen Seite war er ein freier Bürger, aber er lebte doch zufrieden mit Flosa auf diese Weise zusammen. Jonathan zeigte auf die Brust des Custos. „Und was trägst du da drunter?‟ Die Kette mit den Ringen zeichnete sich unter dem engen Kunststoff ab. Gravis öffnete die Jacke und zeigte seinen Schmuck. „Das hat mir meine Liebste geschenkt.‟ Jonathan schluckte. „Tut das nicht weh?‟ Gravis hob die Kette leicht an. „Nur, wenn du daran ziehst.‟ Dann schloss er die Jacke wieder. „Was ist jetzt? Wollen wir hier nur quatschen oder auch trainieren?‟

Die nächste Stunde stemmte der verschwitzte junge Mann noch so manchen eisernen Gewichtsstapel im Wechsel mit Gravis. Dabei kam Jonathan aus dem Staunen nicht mehr heraus. Jedes Mal, wenn er dachte, dass der Muskelmann an seine Grenzen kommen würde, bewegte der das Gewicht mit scheinbarer Leichtigkeit acht Mal und legte noch mehr auf. - Sie verabredeten sich schließlich für den nächsten Tag zu einem weiteren Workout. Als Gravis das Gym verließ, sah er noch, wie Jonathan von zwei jungen, attraktiven Damen in knappem Sportdress angesprochen wurde. Sie flirteten mit ihm und überboten sich gegenseitig mit Weibchenverhalten, um die Aufmerksamkeit des hübschen Burschen auf sich zu ziehen. Sicherlich würde sich Jonathan für eine der beiden Schönheiten entscheiden und sich abends mit ihr treffen, einen Drink in der Bar nehmen und abschließend noch zu sich einladen...

Als Gravis in seinem Quartier unter der Dusche stand, sah er zu seinem großen Synthetik-Phallus hinab, der immerhin 80 Prozent der Größe eines Munusgenitals ausmachte. Ein wohl interessantes Toy für Flosa, aber für ihn selbst eher hinderlich, besonders in der engen Spandexhose fiel er damit auf. Und das sollte schon was heißen, wenn die Leute ihn nicht nur wegen seiner monströsen Muskeln angafften, sondern ihm auch noch in den Schritt starrten! Von den flachen Permanent-Elektroden an seinen Hoden hatte er nichts erwähnt. Das musste Jonathan nicht auch noch wissen. Er war schon wegen der Keuschheit verwundert. Die integrierte Impulsgeber des Munus Universe 100 war zum Glück selbst durch seine dünne Leggins nicht sichtbar.

In der Pilotenkanzel der Magna Nuntia aktivierte sich der meteorologische Warndienst in Form eines Holobildes über der Steuerkonsole. Eine synthetische Stimme eines Androiden informierte über das aktuelle Wettergeschehen über der Destination. „Es wird empfohlen, einen Alternativhafen in der Peripherie der Industriesiedlung New Freedom als Landeplatz zu nutzen, solange das Sturmtief anhält. Die genauen Koordinaten und Landelizenzen sind im Navigationsnetz einzusehen und zu verifizieren.‟ Flosa fluchte nicht gerade ladylike. McCoy merkte an, dass es bei diesem Unwetter keine gute Idee wäre, den schweren Kahn in die aufgewühlte Troposphäre abzusenken. Der sichere Alternativhafen war nur 225 km entfernt und gehörte zum Areal eines Zulieferungsbetriebs für Terraforming-Komponenten.

Flosa decodierte die biometrische Sicherung der Datenpakete und aktivierte den neuen Kurs. Das beinahe 500 m lange Frachtschiff reagierte sofort und passte die Flugroute an, um dem Aufruhr der Elemente zu entkommen. Sie befanden sich bereits im steilen Sturzflug der Parabelbahn, aber trotzdem schafften die Triebwerke des Frachters die programmierte Kursänderung fehlerfrei auszuführen. Flosa kontrollierte den Treibstoff. Da die Magna Nuntia über keinen Kernreaktor verfügte, war die Füllung der Tanks limitiert. Aber für den Ausweichflughafen würde es reichen. Flosa ärgerte nur, dass sie immer noch nicht zu Gravis zurückkehren konnte. Eines stand fest: Die Nacht mit Ricky war zwar wundervoll gewesen, aber sie sollte einmalig bleiben. Eine weitere würde es nicht geben.

Der Co-Pilot lächelte sie an. „Da werden wir heute wohl noch nicht nach Hause kommen. Hoffentlich haben die in New Freedom auch so schöne Zimmer wie an der Erz-Mine.‟ Flosa lächelte knapp und konzentrierte sich auf die Navigationskonsole vor ihr. Auf einem Holobildschirm zeigte sich eine exakte 3-D-Abbildung der Atmosphäre um ihre Basis herum. Die Pilotin stöhnte: „Da braut sich ganz schön was zusammen.‟ Sie hatte gehofft, mit der Magnetbahn heimzukehren. Den Frachter konnte ein anderer Pilot die kleine Reststrecke zurückführen. Ihre Schicht war längst beendet. Aber bei dem Unwetter würde auch die Magnetbahn nicht fahren. Sie versuchte, Gravis auf einem Datenkanal zu kontaktieren, aber die Verbindung brach mehrfach sofort wieder ab. Es gab einfach zu viele Interferenzen für eine Übertragung auf einem zivilen Kanal.

Dr. Ing. Fiona Greenfield war mittlerweile von einer automatisierten Nachricht informiert worden, dass die Magna Nuntia aufgrund des Wettergeschehens in New Freedom zwischenlanden würde. Zähneknirschend rechnete sie im Kopf den finanziellen Schaden aus, den die Verzögerung der Lieferung verursachte. Aber warum sollte sie sich über Tatsachen ärgern, die nicht zu ändern waren? Wetterkontrolle war auf Regina leider noch ein Fremdwort. Sie musste sich ablenken, entspannen. Ihr fiel dieser junge Bursche ein, mit dem sie vor zwei Wochen einen One-Night-Stand gehabt hatte. Wie hieß er gleich? John? Jonathan? Ja, dieser Ingenieur für Metallurgie, den sie vor kurzem erst eingestellt hatte. Recht begabt, der Bengel, grinste Greenfield in sich hinein - sowohl bei der professionellen Arbeit von Extraktion des Dilithiums, als auch zwischen ihren Schenkeln...

Die Ingenieurin schloss die Augen und erinnerte sich an die heiße Nacht mit dem jungen Mann in ihrem Quartier. Das kribbelnde Gefühl, als seine Zunge ihre Venus liebkoste, der süße Moment, als sein steifer Luststab sanft in ihre Weiblichkeit tauchte, ihre Erregung, die sich immer weiter steigerte und steigerte, bis sie am gesamten Leib bebte und laut und enthemmt ihre Lust hinausschrie. Ja, diesen Jonathan würde sie gern wiedersehen. Die Station war so groß, dass man sich selten zufällig über den Weg lief. Da müsste sie schon nachhelfen. Ein Flackern der Deckenbeleuchtung riss sie aus ihrem Tagtraum. Das Unwetter sorgte für Schwankungen in der Elektrizitätsversorgung. Sofort schaltete das Computersystem auf Notaggregat, das mit dem Mikroreaktor der Station verbunden war und zuverlässig Energie lieferte.

200 km entfernt machte sich die Magna Nuntia für eine Landung im Zielgebiet bereit. Mit präsziser Routine bediente Flosa die Steuerungselemente manuell, flog eine Schleife, bis die Landeerlaubnis gegeben war, und stabilisierte die Position des Schiffes, um auf Vertikaltriebwerke umzuschalten. Der Frachter koordinierte seine schwenkbaren Bremsdüsen und ging in einen Senkrechtsinkflug über, bei dem zwei Booster für zusätzliche Bremskraft sorgten. Die Fallgeschwindigkeit betrug noch acht Meter pro Sekunde. Weitere Bremsmodule verlangsamten das Schiff. Schließlich setzte der Frachter exakt innnerhalb von 16 Positionsleuchten neben einem Gebäude auf, das optisch an eine gewaltige Raumstation erinnerte. Die 500 m lange Magna Nuntia wirkte dagegen wie ein kleines Shuttle in einer Hangarbucht. Der Zulieferer für Terraforming-Komponenten musste tausende Arbeiter beschäftigen und einer der größten Hersteller solcher Bestandteile sein. Die Dilithiumfabrik ihres Arbeitgebers war im Vergleich ein Winzling.

Ein Schlaucharm stülpte sich über das Pilotenmodul der Fähre, so dass Flosa und McCoy trocken und unbelastet von dem Temperaturabfall das Gebäude betreten konnten, denn auch hier hatte ein starker Regen eingesetzt. Statt der zu erwartenden Menschenmassen, begrüßte sie nur ein Android, bei dem sich niemand die Mühe gemacht hatte, ihn besonders humanoid erscheinen zu lassen. Eine Hautschicht fehlte, und obwohl der Android Kleidung trug, drückte sich das kantige Skelett hindurch. Das Gesicht bestand nur aus einem menschenähnlichen Polyplast ohne Silikonbeschichtung, das jedoch kaum über Mimik verfügte. Die sprechende Puppe führte sie einen endlosen Gang entlang, der von Halogenleuchten in grelles Licht getaucht war. Alle fünf Meter unterbrachen Stahlgitterplatten den glatten Konststoffboden, in dem Schächte für Glasfaserkabel verliefen.

Der Androide sagte in seiner ausgeprägt synthetischen und unakzentuierten Stimme: „Dort vorne ist ein Com-Panel. Sie könnten Ihre Angehörigen kontaktieren, wenn Sie möchten. Mit 89 prozentiger Wahrscheinlichkeit können Sie morgen weiterfliegen.‟ Flosa staunte. „Im Schiff hat mir der Transponder nur Rauschen präsentiert. Hat sich das Wetter beruhigt?‟ Der geschlechtsneutrale Roboter zeigte auf die Konsole. „Wir arbeiten hier mit Boden-Arrays. Das Signal geht nicht zum Satelliten. Ein spezieller Transmitter schickt die Datenströme als hochfrenquente elektromagnetische Felder in komprimierter Form, so dass...‟ Flosa winkte ab. „Ja, Hauptsache, es funktioniert.‟ Sie wollte unbedingt Gravis erreichen.

Nach einer kurzen DNA-Kontrolle durch ihren Finger, aktivierte sich die Verbindung. Sie war tatsächlich trotz der atmosphärischen Anomalien klar und störfrei. Der Kanal hatte integrierte Videoübertragung, so dass sie sich in HD sehen konnten. „Oh, Gravis. Wir sind in New Freedom, 225 km von dir. Heute können wir nicht mehr fliegen. Die Magnetbahn ist ebenfalls nicht bertriebsbereit. Aber morgen geht es weiter.‟ Gravis seufzte. „Ich vermisse dich, Flosa.‟ Er strich zärtlich über das Display seines Com-Moduls. Flosa lächelte. „Wir sehen uns.‟ Sie gab ihm noch einen Luftkuss und beendete die Verbindung. McCoy hatte mit einem halben Ohr zugehört und runzelte die Stirn. Das hörte sich ja beinahe an, wie bei einem frischverliebten Ehepaar! Da würde es aus einem zweiten heißen Date wohl nichts werden. Plötzlich stand der Androide zwischen ihnen. Er hatte dort die ganze Zeit verharrt, war aber durch seine Tarntechnik mit dem Hintergrund förmlich verschmolzen. „Darf ich Ihnen nun ihre Quartiere zeigen?‟

Sie folgten dem Roboter und wunderten sich, dass sie immer noch keinem einzigen Lebewesen begegnet waren. Mit einem Highspeedlift schossen sie etliche Etagen nach oben. Der Androide führte sie zu zwei kleinen und spartanisch ausgestatteten Kammern mit pneumatischen Schiebetüren. Flosa fragte nach Verpflegung und einer Kontaktperson. Der Androide zeigte ungelenk auf sich. „Meine Bezeichnung ist XT-Android-094-11204. Ich bin Ihr Servicepartner auf New Freedom.‟ Flosa räusperte sich. „Ich meinte eigentlich eher eine Person aus Fleisch und Blut.‟ Der Maschinenmensch wiederholte einfach seine Aussage. „Meine Bezeichnung ist XT-Android-094-11204. Ich bin Ihr Servicepartner auf New Freedom.‟ Er ergänzte noch, dass zur Verpflegung ein Rationenzubereiter in jeder Kammer verfügbar sei.

Flosa und McCoy betraten ihre Räume und sahen sich um. Fast gleichzeitig erschienen sie wieder im Flur, aber der Androide war verschwunden. Sie sahen sich ratlos an. Flosa seufzte. „Ich geh mich mal aufs Ohr legen.‟ Mc Coy nickte. „Und ich suche in der Zwischenzeit einen Menschen, mit dem man vernünftig sprechen kann. In dieser riesigen Industrieanlage wird ja wohl irgendwo jemand sein.‟ Die Pilotin betrat ihre Kammer, die Tür schloss sich leise zischend hinter ihr. Dann entkleidete sie sich bis auf ihren Slip und das Unterhemd und legte sich auf eine harte Pritsche. Die Matratze war dünn und aus Kunstkautschuk und zu hart, um darauf bequem liegen zu können. Wenigstens standen ein Gelkissen und eine Decke zur Verfügung. Sie war so müde, dass sie trotzdem in Morpheus Reich sank, bevor sie bis zehn gezählt hatte. Der intelligente Lichtsensor an der Decke bemerkte wegen der geänderten Biowerte, dass die Liegende schlief, und dämmte die Helligkeit. Ohne, dass Flosa es bemerkte, sank das Schwerefeld einige Prozentpunkte künstlich ab, so dass ihr Körper nicht mehr so kräftig auf die Unterlage drückte. Nun lag sie sprichwörtlich wie auf Wolken.

McCoy lief derweil einen langen Flur entlang. Auf der Suche nach einer Datenkonsole, einem Informationsknoten oder einfach nur einer lebenden Person, marschierte er den Flur weiter und weiter. Er schien kein Ende nehmen zu wollen. Alle 20 Meter bot ein kleines Fenster Ausblick auf ein Labyrinth aus Stahlrohren und industriellen Anlagen diverser Art tief unter ihm. Die Schritte seiner Stiefel hallten auf dem Boden. - Auch am Ende des Korridors war niemand zu sehen. Der Gang teilte sich zu den Seiten. Links endete er nach wenigen Metern vor einem verschlossenen Schott. Eine zentriert angebrachte Holodarstellung wies auf eine „Dekompressionskammer‟ hin. Rechts führte er um eine Ecke. McCoy folgte also dem Flur und fand sich bald vor einer Rolltreppe wieder, die in eine tiefere Etage mit hoher Decke führte. Er fuhr hinab und wollte gerade auf einem Licht emittierenden Piktogramm nachsehen, wo er sich in dem großen Industriekomplex befand, da hörte er hastige Schritte aus einem Nebengang näherkommen. Der Co-Pilot drehte sich in die Richtung, da schoss irgendein ballistischer Gegenstand an seinem Kopf vorbei.

Jetzt nahm er die Beine in die Hand und flüchtete zur Rolltreppe zurück. Er sprang so schnell wie möglich hinauf, jede zweite Stufe nehmend, aber kurz vor der letzten Metallstufe erwischte es ihn: Ein Netz spannte sich um seinen Körper, er stolperte zu Boden und strampelte in der sich zusammenziehenden Gitterstruktur, blieb vor der Rolltreppe liegen. Ein uniformierter Mann erschien oben an der Rolltreppe. Ein zweiter Mann in Schutzanzug tauchte unten am Rand der Rolltreppe auf. Er rief seinem Kameraden etwas zu. Der hob einen ausgestreckten Daumen. „Hab den Mistkerl.‟ Wenige Sekunden später hatte er das gefangene Bündel erreicht und runzelte die Stirn. „Du siehst gar nicht aus wie ein Rusticus. Zieh deine Hosen runter!‟ McCoy stöhnte. „Ich kann mich nicht bewegen.‟ Das Nanonetz hatte sich kraftvoll zusammengezogen und schnürte den Körper des Mannes so eng ein, dass seine Arme an den Torso gepresst waren.

Plötzlich löste sich das Netz auf, kleine Kügelchen prasselten auf den Boden und verteilten sich in einem Umkreis von drei Metern. Der Uniformierte hielt einen stangenförmigen Gegenstand vor sich und zeigte damit auf den Co-Piloten. „Keine falsche Bewegung. Und jetzt: Hosen runter!‟ Der Angesprochene stöhnte laut auf. Was sollte das alles? Knurrend gehorchte er. „Ich bin Pilot Rick McCoy von Prospect Enterprises. Und kein Rusticus!‟ Der Uniformierte lachte humorlos auf. „Ja, und ich bin Augusta Regina persönlich.‟ Er zielte mit dem Gegenstand auf den Gefangenen. Auf Knopfdruck würde sich der Stab verlängern und eine Schlinge am Ende bilden, mit dem Rusticusse und Munuswesen abgeführt werden konnten. Dem Pilot sah man die Demütigung an, vor dem Fremden blankziehen zu müssen. Der Venator gestikulierte, der Nackte solle sich umdrehen. Dann hörte McCoy dessen Stimme: „Keine Permanentmarkierung. Nirgends eine Nummer.‟ Der zweite Mann schnaubte und riss McCoy zu sich herum. „Wieso hast du keine individuelle Codierung?‟ Der Pilot seufzte. „Weil - ich - kein - Rusticus - bin!‟ Die Männer in ihren Dienstanzügen sahen sich verwundert an.

Dieser Sektor war wegen eines geflüchteten Rusticusses geräumt worden. Woher kam dann ein Zivilist? Der erste Venator gestikulierte, dass sich McCoy die Hosen wieder hochziehen sollte. In diesem Moment lauschte der zweite Mann seinem Innenohr-Phone und räusperte sich. „OK. Da gab es eine Fehlfunktion in der Relaisstation. Es sind zwei Piloten von Prospect Enterprises in dieser Sektion untergebracht.‟ Sein Kamerad atmete hörbar aus. „Warum erfahren wir das erst jetzt?!‟ Er drehte sich wieder zu McCoy. „Sorry. Wir dachten, Sie sind ein marodierender Rusticus.‟ Jetzt wurde dem Piloten auch klar, warum in diesem weitläufigen Flügel keine Menschenseele zu finden war. Er fragte nach dem Weg zu einer kompetenten Person, die ihm Informationen über die Station geben könnte. Außerdem wollte er so bald wie möglich mit der Magnetbahn zu Prospect Enterprises fahren. Sollte die Firma ein anderes Zweierteam schicken, um die Magna Nuntia an ihrem Bestimmungsort zu bringen. McCoy und Flosa hatten sich erst mal ein paar freie Tage verdient. Die brauchten sie zur Regeneration nach dem anstrengenden Parabelflug. Einer der Venatoren warnte ihn vor der Magnetbahn. „Im Umkreis von 25 km um New Freedom herrscht in der Atmosphäre ionisierende Strahlung, der man sich nicht lange aussetzen sollte. Am Bahnhof hängen überall Warnhinweise. Sie werden sie sehen.‟

Als Flosa ausgestreckt auf ihrer Pritsche lag, meinte sie, im Augenwinkel einen sich bewegenden Schemen zu sehen. War da jemand in ihrem Duschmodul? Aber den hätte sie doch längst bemerkt. Es sei denn, er war vorher hier in der Kammer unter der Pritsche? Ein kleiner Vorhang bot einen Sichtschutz. Sollte McCoy etwa so pervers sein und sich in ihre Kammer geschlichen haben? Flosa setzte sich auf. Oder spielten ihr schon Halluzinationen Streiche? Sie hatte zu wenig getrunken, und die Luftfeuchtigkeit war hier drinnen sehr gering. Flosa aktivierte ein illuminiertes Pad mit einem Nachrichtenkanal, als sie ein Geräusch in der Duscheinheit hörte. Da war jemand in ihrer Unterkunft! Es konnte nur Ricky sein. Das würde der Voyeur bereuen! Flosa schlich sich an die Trennwand an, riss sie auf und trat dem Eindringling zwischen die Beine. Sie war zwar barfuß, hatte aber mit aller Kraft zugetreten, die ihrem zierlichen Körperbau möglich war.

Die Gestalt sackte stöhnend zusammen, beugte sich weit vor und presste sich die Hände in den Schritt. Flosa war für einige Sekunden wie paralysiert: Das war nicht McCoy. Sie schrie ihn an. „Wer sind Sie? Was wollen Sie in meinem Quartier?‟ Ihre Hand tastete nach dem Notschalter, der auf der Station an vielen Orten angebracht war, um in Fällen von Problembehandlungen eine Audioverbindung zu einer Kommunikationsanlage zu aktivieren. Der Rusticus fiel vor ihr auf die Knie. „Bitte verraten Sie mich nicht!‟ Flosa wurde klar, dass er ein Rusticus war und verharrte mit ihrer Hand über dem Schalter. „Aber du gehörst zu den Rebellinnen.‟ Der Eindringling schüttelte wild den Kopf. „Nein, das ist nicht wahr. Ich bin ein freier Bürger der Vereinigten Allianz. Aber ich wurde in einer Tagebaumine als Sklavenarbeiter festgehalten und bin geflüchtet. Nun sucht mich die STC. Meine ID-Card wurde mir abgenommen. Aber eine DNA-Verifizierung wird zweifelsfrei feststellen, dass ich die Wahrheit sage.‟

Die Pilotin sah den Rusticus aufmerksam an. Er wirkte wirklich verzweifelt. Sie fragte nach seinem Namen. „Ich heiße Probus. Meine alphanumerische Kennzeichnung war 891942.‟ Flosa glaubte dem Mann. Konnte sie es verantworten, dass die STC ihn zurück in eine Mine schickte, in der er gar nicht freiwillig arbeitete? Nein, das konnte sie nicht. Das durfte sie nicht. Sie durfte ihn nicht ans Messer liefern. Sie zog ihre Hand zurück. „Also gut. Du kannst hier bleiben. Aber wie willst du hier entkommen? Morgen werde ich weiterreisen. Dann musst du dir ein neues Versteck suchen.‟ Probus seufzte. Er wusste sich auch keinen Rat. Flosa zeigte auf seinen Schritt. „Tut mir Leid wegen... dem Volltreffer im Buggeschütz.‟ Probus nickte. „Ist schon OK. Tut fast nicht mehr ganz so weh...‟ In diesem Moment erklang der Hinweiston, dass Besuch vor der Tür stand.

Flosa schickte den Rusticus zurück ins Duschmodul, zog sich ihren Anzug an und öffnete die Kammertür. Ein ihr unbekannter Mann in Uniform stand vor ihr. „Securitas TC. Mein Name ist Porter. Ich und mein Kollege suchen einen entflohenen, gefährlichen Rusticus. Haben Sie eventuell etwas Verdächtiges bemerkt?‟ Flosa schüttelte langsam den Kopf. „Nein, ich bin hier ganz allein mit meinem Co-Piloten. Der ist aber in der Station unterwegs.‟ Der Venator sah an Flosa vorbei in die kleine Kammer. „Nun, falls Ihnen etwas auffällt... drücken Sie auf jeden Fall sofort den Notschalter. Wir sind dann so schnell es geht bei Ihnen. Der Rusticus hält sich in diesem Sektor der Station auf. Bleiben Sie am besten in ihrer Unterkunft. Wie gesagt: Er ist gefährlich.‟ Er salutierte und marschierte den Gang weiter entlang. Die anderen Kammern waren von außen verschlossen und versiegelt, was durch eine rote Leuchtdiode am Bedienfeld neben den Türen angezeigt wurde. Er würde also eine Etage tiefer weitersuchen. Irgendwo musste der Drecksrusticus ja stecken. Er würde schön von seinem FNS wie ein Schmorbraten verpackt und im Zellenmodul ihres Schiffes auf die Basis überführt werden. Der „Baron‟, ein reicher Minenbesitzer, hatte ein hohes Kopfgeld auf den Flüchtigen ausgesetzt. Bisher hatte es noch kein Arbeiter geschafft, der Tagebaumine zu entkommen. Und das sollte auch so bleiben. An diesem Exemplar würde er ein Exempel statuieren.

Eine halbe Stunde später klang der Eingangston erneut. Wieder versteckte sich der Rusticus. Dieses Mal stand McCoy vor der Tür. „Hey, ich habe endlich Leute gefunden. Und eine Kantine. Sollen wir einen Happen essen gehen?‟ Flosa lächelte. „Ja, warum nicht?‟ Sie dachte an Probus. Ihm würde sie eine Mahlzeit mitbringen. Sollte sie Rick einweihen? Sie war sich unschlüssig. Ein paar Minuten später war sie mit ihrem Kollegen unterwegs zur Kantine. Im benachbarten Sektor der Anlage hielten sich beinahe hundert Leute auf. Die Kantine bot deutlich hochwertigere Nahrung als die Pampe des Rationenzubereiters in der Kammer. Unbemerkt steckte Flosa einige Energieriegel ein.
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
Gummimike Volljährigkeit geprüft
Sklave

Lehrte


Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

Beiträge: 4222

Geschlecht:
User ist offline
0  0  
  RE: Regina Datum:27.02.18 13:05 IP: gespeichert Moderator melden


Scheint das Gravis einen Trainingspartner gefunden hat, der kein Problem damit hat das er ein Custos ist.
Ob Flosa es schafft den Rusticus rauszuschmuggeln ohne den Co Piloten Einzuweihen? Falls sie Rick einweiht macht sie sich Erpressbar und wird mit Rick Sex haben müssen.
Doch nicht alles so schön in der VA. Denen gings nur um das Dilithium, die Sklaven sind der VA egal.
Was treibt den Regina?
Don´t Dream it! BE IT!!!
Homepage besuchenE-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:15.04.18 20:15 IP: gespeichert Moderator melden


~ LXI ~


Einer der Venatoren, ein jüngerer Mann mit blondem Kurzhaarschnitt und Dreitagebart, kam in die Zelle zu Timiditas und richtete seinen Impulstab auf ihn. Der nackte Munus hielt sich schützend die Hände vor den Körper. Der uniformierte Mann starrte ihn aggressiv an. „Wegen euch Freaks sind wir aufgeflogen! Jetzt muss ich mit meinen Kameraden untertauchen. Unser Commander wurde festgesetzt. Und das seid alles ihr schuld! Jetzt sind wir hier bei diesen transstellaren Händlern an Bord und haben keine Ahnung, wie es für uns weitergeht.‟ Der Venator drückte den Stab auf den großen Hodensack des Munus und ließ kurze Stromstöße durch die Leiter jagen. Timiditas krümmte sich vor Schmerz und sackte zusammen.

Kurz darauf war der Gefangene wieder allein in seiner Zelle in dem insektoiden Raumschiff. Seine ehemaligen Bordellkollegen waren inzwischen aus der Sedierung erwacht und hatten den Übergriff miterlebt. Sie wirkten zugleich erschrocken über das brutale Vorgehen des Wärters, aber auch erleichtert, dass nicht sie selbst die Wut des Mannes hatten ertragen müssen. Von den Händlern des Schiffes hatten sie noch niemanden gesehen. Aber es mussten skrupellose Personen sein, die Munuswesen und einen Custos entführten und als Sklaven verkauften.

In was für einer Welt würden sie landen? In der gesamten Vereinigten Allianz mit ihren 128 Milliarden Humanoiden war Sklavenhaltung verboten. Doch es gab spezielle Antriebe, die unter Volllast in der Lage waren, unvorstellbare Entfernungen zurückzulegen. Die Gefangenen konnten nicht wissen, in welche Region der Galaxie sie verfrachtet werden würden. Beispielsweise war Sklaventum im Alpha Dominion nicht überall ausdrücklich verboten. Und es gab sicherlich noch weitere Sektionen jenseits der hiesigen Sonnensysteme, in denen fremdartige Kulturen lebten.

Timiditas merkte, wie ihm vor Angst die Zähne klapperten. Eine Audiobotschaft ertönte in dem Frachtraum, in dem die Gittersammelzelle stand. „Statusbericht: T minus sieben Minuten bis zur Startaktivierung der Sprungsysteme. Zündung auf Stand-by.‟ Der Munus hatte keine Ahnung, um welche Technik es sich handelte, aber es hörte sich an, als wollten die Händler eine sehr große Distanz zurücklegen. Weitere Durchsagen blieben aus, aber nach der genannten Zeit spürte Timiditas ein leichtes Vibrieren des Bodens. Einige seiner Kameraden wollten sich an den Gittern festklammern, zuckten aber schnell zurück, da die Legierung elektrifiziert war. Das vergrößerte ihre Panik, und sie drückten sich in der Mitte der Zelle zusammen wie ein Cluster, umklammerten sich und pressten ihre Leiber aneinander.

Auf der Brücke des Schiffs navigierte der Pilot mit wischenden Gesten über einem Holodisplay. Der Humanoid trug einen hautengen, grauen Suit, dessen Textur an die schuppige Epidermis eines Reptils erinnerte. Bis auf sein Gesicht war auch der Kopf von der Bekleidung eingeschlossen und lag ebenso eng an. An zwei weiteren Terminals saßen Pendants zu dem Piloten, die optisch wie Klone nicht von der ersten Person zu unterscheiden waren. Die Venatoren saßen in Hartschalensitzen aus Polyplast am Rand der Brücke und beobachteten die Händler, wie diese die fremdartige Technk mit ihnen unbekannten Termini bedienten.

Nach einer eingeblendeten Holokarte, die an einer Längswand der Brücke aufleuchtete, befanden sie sich bereits jenseits des Territoriums der Vereinigten Allianz im tiefen All. Zielkoordinaten waren nicht angezeigt; nur ein kleines, blinkendes Dreieck beschrieb ihren Standort. Die Händler hatten bisher keine drei Worte mit den STC-Mitarbeitern gesprochen. Stattdessen waren sie in die Bedienung der Steuerelemente und Navigationskonsolen vertieft. Der Pilot tippte etwas auf einem Touchpad ein. „Asteroidenfeld auf vier-null-drei. Aktualisiere die Flugbahn.‟ Der zweite Humanoid sah kurz von seiner Station auf. „Ausweichkoordinaten übernommen.‟

Die Venatoren wurden etwas unruhig und rutschten auf ihren Sitzen hin und her. Mit was für einer Technologie bewegten sie sich vorwärts? Konnten sie da einem Asteroidenfeld überhaupt ausweichen? Wie konnten sie während eines Sprungmodus ihren Kurs ändern? Was war das für ein Antrieb? Die Händler wurden ihnen immer ominöser und unheimlicher. Was waren das für Wesen? Eine Ahnung stieg in ihnen hoch: Sie trugen womöglich gar keine Anzüge. Die Schuppen gehörten zu den Körpern der Kreaturen. Von solchen Lebewesen hatte noch keiner von ihnen etwas gehört. Aber die STC musste etwas von ihnen wissen, denn wie sonst hätten sie Kontakt für den Deal aufnehmen können?

Ursprünglich hatten die Venatoren in einem unbeobachteten Moment miteinander getuschelt, vielleicht das Schiff kapern zu können. Aber jetzt waren sie nicht mehr so sicher. Niemand getraute sich, Gewalt gegen diese bizarren Reptilienwesen anzuwenden. Und so saßen sie zum Nichtstun verdammt auf ihren Plätzen und fühlten sich wie in einer völlig fremden Welt. Keine einzige Komponente in der Befehlszentrale des Schiffs kam ihnen bekannt vor. Die Männer hatten gerüchteweise von einem Transitionstriebwerk gehört, das in der Entwicklung der VA wäre. Diese Humanoiden verfügten offenbar schon über eine ähnliche Technologie. Den Venatoren wurde mulmig, bei dem Gefühl, irgendwie entstofflicht im fünfdimensionalen Hyperraum unterwegs zu sein.

Der Pilot gab weitere Befehle in seine Konsole ein. „Rematerialisierung in T minus 60 Sekunden.‟ Die Holokarte änderte sich schlagartig. Einer der Venatoren bemerkte es und stieß seinen Nachbarn an, um ihn darauf aufmerksam zu machen. Das Dreieck, das das Schiff darstellte, tauchte bei anderen Koordinaten auf. Die Sternensysteme in seiner Umgebung waren den Männern unbekannt. Wenn die Anzeige auf dem lumineszierten Holodisplay stimmte, waren sie durch das All teleportiert worden. Endlich fragte der Venator, wo sie sich befanden. Der Pilot reagierte nicht. Der STC-Jäger wollte aufstehen, aber seine Beine sackten unter ihm weg, so dass er wieder auf dem Sitz saß. In der nächsten Sekunden schlangen sich um die Fußgelenke und die Taille der Männer Gurte aus Kohlenstoffflockengarn und spannten sich unangenehm fest. Die Männer beschwerten sich lautstark. Doch die Besatzung des Schiffes ignorierte ihre Passagiere.

Der Reptilientyp an der Navigationskonsole leitete ein Landemanöver ein. Das Schiff war nach wenigen Minuten vom Orbit in die Atmosphäre eines Planeten getaucht und näherte sich der Oberfläche. Auf dem Holobildschirm war nun eine topografische 3D-Karte zu sehen. Daneben zeigten gelbe Balken die Energieversorgung durch den Hauptprozessor an. Einer der Venatoren kämpfte fast panisch gegen seine restriktiven Fesseln an. „Aufmachen! Das ist Freiheitsberaubung!‟ Jetzt drehte sich einer der Reptilienwesen um und starrte ihn an. Dann lachte er lauthals. Sein Sitznachbar seufzte. „Scheiße! Wir sind nicht als Verkäufer hier. Wir sind die Ware.‟

Sein Kamerad beugte sich zu ihm. Fast lautlos bewegte er seine Lippen. „Wir müssen die Munuswesen und den Custos befreien. Vielleicht können wir gemeinsam diese Insektenviecher überwältigen.‟ Dann wendete er sich an den Piloten. „Könnte ich mal nach den Gefangenen schauen?‟ Doch der Händler ignorierte ihn. Wütend und frustriert zerrte der Venator an seinen Fesselgurten. Der Holobildschirm stellte nun die Sicht einer Außencam dar. Das Schiff befand sich im vertikalen Landemanöver. Unter ihnen waren Habitate unter einer dünnen Wolkendecke aufgetaucht. Die bauchigen Formen der Gebäudekomplexe wirkten auf die Männer fremdartig. Als das Schiff die Triebwerke abschaltete, drehte sich der Pilot zu den Venatoren um. „Willkommen auf Naturalis Sidus.‟ Mit dem Namen konnten die STC-Jäger nichts anfangen. Wo sollte dieser Planet liegen?

Der Händler zog einen als „Neuronalhacker‟ bezeichneten Stift und setzte ihn der Reihe nach bei den Venatoren an die Schläfen an. Ein kurzer Kontakt genügte, um die Gefangenen in Morpheus Reich zu schicken. Die Heckrampe öffnete sich zischend durch ihre von zwei Hydraulikmotoren angetriebenen Gelenke. Die Extraterrestrischen begrüßten vor dem Schiff einen Humanoiden in einer dunkelgrünen Uniform des Alpha Dominion. Der Mann trug zu seinem rasierten Schädel eine Brille mit Datenlinktechnologie. Mit dem Gerät war er mit dem Zentralcomputer der Ansiedlung verbunden und konnte mit seinen Mitarbeitern kommunizieren. Die hohe Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur von 36 Grad Celsius machte den Händlern nichts aus. In ihrer Heimatwelt waren die atmosphärischen Bedingungen noch extremer, aber selbt der einheimische Uniformierte transpirierte unter der hochgeschlossenen Jackettjacke, obwohl in die Faserstruktur Kühlgelleitungen integriert waren.

Bald schon waren die Männer in einer klimatisierten Umgebung, um über die Sklavenladung zu verhandeln. Der geschäftstüchtige Garnisonsleiter der Außenkolonie hatte von den neuen Siedlerinnen gehört, die in einem benachbarten Landstrich eine Niederlassung gegründet hatten. Feministinnen, die genau diese Munus- und Custoswesen erschaffen hatten. Die perfekte Ware für diese Frauen. Und ein paar Humanoide aus der VA dazu. Als Preis dafür wollte der Garnisonsleiter einige Exemplare der neuartigen Androidenklasse, die die Damen mitgebracht hatten. Der Mann war sich sicher, mit den Regina-Frauen ins Geschäft zu kommen. Schließlich hatten sie sogar hunderte ihrer eigenen Edelfräuleins in die Sklaverei verkauft, um die Siedlungsgenehmigung zu erhalten. Da würden sie wohl ein paar Maschinenmenschen abgeben. Und die konnten sie auseinandernehmen, um die Technik zu erforschen und eigene Exemplare herzustellen.

Die sich eröffnenden Optionen waren schier grenzenlos: Billige Arbeitskräfte, sogar ein Soldatenheer für einen Angriff auf die Vereinigte Allianz... Der Uniformierte war sich mit den Reptilienwesen schnell einig über einen Preis in Dilithium für die Munuswesen, die Venatoren und den Custos. Die sedierte Ware wurde von Bord getragen und in einen Kraftfeldhexaeder verbracht. Schon nach wenigen Minuten wachten die Gefangenen auf und fanden sich erschrocken nun alle in dieser Zelle mit halbtransparenten Energiewänden auf einem Haufen wieder. Die Munuswesen starrten die nackten Männer an, die sie erst im zweiten Moment als ihre Venatoren erkannten. Canis trug als einzige Person eine Castitasschelle. Auch er benötigte einige Augenblicke, um zu erfassen, mit wem er in diesem Würfel aus elektrischen Barrieren war. Und dann konnten seine Mitgefangenen sehen, wie sich die Miene des Custos verfinsterte.

Die Venatoren rutschten auf ihrem Gesäß zur Seite bis zu der gegenüberliegenden Wand. Ohne ihre Waffen wirkten sie kleinlaut und hilflos. Das Kraftfeld zu berühren, wagten sie nicht, aber der Muskelmutant, der nun auf sie zustapfte, bot keine schönere Möglichkeit. Einer der Männer stotterte: „Wir woll... wollten dich nicht verk... kaufen! Wir wollten di... dich aus dem Bordell ret... retten. Und jetzt sind wir hier alle Skla... ven. Wir müssen uns zusammen... rauf... raufen und uns gemeinsam helfen. OK?‟ Canis ließ seine Haifischzähne aufblitzen. Seine Nackenmuskeln spannten sich so stark an, dass es aussah, als trüge er eine weite aufgestellte Kapuze. Dann näherte er sich wütend den nackten Männern.

Die Venatoren schoben sich nun gegenseitig nach vorne, dem Custos entgegen. Niemand wollte an vorderste Front in die Reichweite dieses Kraftprotzes geraten. Rio-Rosa feuerte ihn sogar an. „Gib es diesen Schweinen! Sie haben uns an diese Echsenfreaks verschachert!‟ Canis packte gleich zwei der STC-Verräter und drückte sie mit roher Kraft zu Boden auf ihre Bäuche. Danach griff er beiden Männern von hinten zwischen die Schenkel und zog sie an ihren Hoden hoch. Die Venatoren ruderten hilflos in der Luft und streckten ihre Beine, versuchten sie so lange wie möglich auf dem Boden zu halten, um nicht an ihren empfindlichsten Teilen zu baumeln, aber Canis hob seine mächtigen Arme, einem Hydraulikkran gleich, Zentimeter für Zentimeter wie in Zeitlupe an und zog die Bälle immer mehr in die Länge, während die Männer um Gnade flehten und jammerten. Von den Schreien, die sich immer höher schraubten, wurden die Wachleute aufmerksam. „Hey! Was ist da los? Sofort auseinander, oder ihr werdet alle bestraft!‟

Canis verharrte einige Sekunden unschlüssig in seiner Position, dann ließ er die erleichterten Männer langsam wieder hinab. Als sich sein Griff löste, krabbelten die ehemaligen Jäger ächzend un hektisch auf allen Vieren zur Seite. Die zwei Geschundenen hielten schützend ihre Hände vor ihren gezerrten Schritt. Der Wachmann warnte: „Noch so eine Balgerei, und dann gibt es was mit meinem Disziplinarstab!‟ Zufrieden mit seiner Autorität reckte er das Kinn vor und sah die Sklaven durch zu Schlitzen verengten Augen an. Timiditas kam auf den Mann zu und blieb direkt vor der Energiebarriere stehen. „Warum werden wir noch festgehalten? Die Kriminellen hatten uns entführt. Wir sind alle freie Bürger der Vereinigten Allianz.‟ Der Uniformierte lachte humorlos auf. „Vielleicht seid ihr das... in der VA. Aber hier, da seid ihr gar nichts. Ihr seid Eigentum dieser Garnison. Und bald werdet ihr neue Besitzerinnen haben.‟ Der Munus horchte auf. Der Typ hatte von „Besitzerinnen‟ gesprochen. Sollten sie etwa Feministinnen in die Hände fallen? Die nächsten Worte des Mannes ließen Timiditas schwindeln. „Es gibt eine neue Siedlung auf einem benachbarten Landstrich. Die Frauen kommen von einem Planeten namens Regina. Keine Ahnung, wo der sein soll. Aber die Damen haben Interesse an euch. Besonders an euch Tittenfreaks mit den MegaSchw***nzen. Und auch der Muskelmutant da wird hoch gehandelt.‟

Die Venatoren hatten zunächst die größte Angst davor, dass ihnen ihre Jagd auf Edelfräuleins zum Verhängnis werden würde. Aber davon konnten die Regimedamen noch gar nichts wissen. Doch dann wurde den Männern klar, dass sie auch als „normale‟ Humanoide versklavt würden. Womöglich hatten diese Weibsstücke sogar noch die Technologie an Bord, um aus Männern Custos- oder Munuswesen zu formen. Das war sicherlich nicht nur mit 18jährigen Menschen möglich.

Die ungewisse Warterei war das Schlimmste. Als endlich das Kraftfeld deaktiviert wurde, stürmten circa zehn Uniformierte mit Stabschlingen auf die Gefangenen zu und fixierten sie mit den Geräten. Sogar Canis war so fügsam und kontrollierbar. Ihr Weg führte sie in ein kleines Transportshuttle. Dort erhielten sie Fuß- und Handketten aus carbonverstärktem Polymer, um ihre Bewegungsfähigkeit einzuschränken. Einer der Venatoren seufzte und sank tief in den Sitz, auf den er verwiesen worden war. „Hätte ich mich doch nie auf die STC-035 versetzen lassen! Warum bin ich nicht in der Kalibrierungsabteilung der Datenbankzentrale in der Basis geblieben?!‟ Aber er war von Außeneinsätzen fasziniert gewesen. Wollte Munuswesen und Reginafrauen fangen. Ehre und Ruhm kassieren. Spaß haben mit den Gefangenen, seine Macht über sie demonstrieren. Sie jagen wie Tiere. Und nun? Nun war er Sklave dieser extremistischen Weiber!

Timiditas konnte es immer noch nicht realisieren. Ausgerechnet im Exil der Regina waren sie gelandet? Rio-Rosa seufzte. Im Bordell von Janina hatte er wenigstens ein wenig Freizeit gehabt und eigene Besitztümer. Zumindest besser als in den Harems, wo er zu Zeiten der Tyrannin gedient hatte. Und nun würde er womöglich wieder im königlichen Harem der Regina enden. Sollte sich so der Kreis schließen? - Der Transit zur Destination dauerte zwei Stunden und 12 Minuten. Vor dem Ausstieg erhielten alle Sklaven Augenbinden. Mit den Händen auf den Schultern des Vordermannes stolperte die Kolonne langsam vorwärts. Unter freiem Himmel spürten sie sofort die unangenehme, feuchte Hitze. Von der Umgebung konnten sie im Shuttle nichts sehen und wussten daher nicht, wo sie sich befanden. Vermutlich waren sie in der Siedlung der Regina-Exilanten. Sie standen erst zehn Minuten in der Sonne, da spürten sie schon den Schweiß, der sich über ihre gesamten nackten Leiber verteilte. Sie konnten die kleine Abordnung aus Frauen, die Ductrix-Uniformen trugen, nicht sehen, aber ihre Stiefel auf dem Steingrund hören. Eine Stimme klang hell und resolut. „Zehn Androiden - wie ausgemacht.‟

Weitere Schritte. Die Androiden marschierten im Gleichschritt an den blinden Sklaven vorbei. Danach spürte Timiditas, wie ihm ein metallenes Halsband umgelegt wurde. Sicherlich erging es den anderen ebenso. Anschließend wurden sie als Kolonne vorwärtsgetrieben. Die Spitze bildete der Custos. Er wurde durch eine Elektropeitsche gemaßregelt, sobald er zu langsam wurde. Die aufblitzenden Hiebe landeten hauptsächlich auf dem muskulösen Gesäß. Alle anderen marschierten hinter ihm her, denn die Halsreifen waren durch jeweils ein Meter lange Gurte verbunden. Bald merkte Timiditas, wie sein Durst zunahm. Die Hitze war unerträglich, brannte auf seiner Haut, und sein Rachen war trocken wie ein Wüstenplanet. Erbarmungslos führte der Weg weiter durch die Landschaft. Schatten war hier offenbar unbekannt.

Nach gefühlten 20 km wurden den Sklaven die Augenbinden abgenommen. Timiditas blinzelte angestrengt und versuchte sich an die helle Sonne zu gewöhnen. Nach einigen Sekunden erkannte er, dass die Kolonne vor einer Art Floß stand. Und tatsächlich: Frauen in Ductrix-Uniformen liefen umher und leiteten sie an Bord des Flachbootes. Erst jetzt sah der Munus, dass es sich um ein Tretboot handelte. Die Anzahl der Sitze passte genau zu der Menge der Sklaven. Die Gurte zwischen den Männern und die Fuß- und Armketten wurden gelöst, aber die Halsreifen blieben ihnen erhalten. Custos quetschte sich in eine der Vertiefungen. Wie bei einer kleinen Galeere waren die Pedalpaare backbords und steuerbords hintereinander installiert. In der Mitte liefen die Ductrixfrauen umher. Schon legte die schwimmende Konstruktion ab, um eine Lagune zu überqueren. Nach circa 800 m erreichten sie das andere Ufer. Weitere uniformierte Frauen erwarteten sie und trieben die Männer mit ihren Elektropeitschen vorwärts.

Ungefähr 200 Meter entfernt stand ein Raumschiff. Außerdem waren Wohncontainer aufgestellt worden. Timiditas glaubte, in einen der Metallquader eingesperrt zu werden, doch stattdessen zwangen ihn die Wächterinnen dazu, an einer Strickleiter in eine zehn Meter tiefe zylinderförmige Grube hinabzusteigen. Auch die anderen Munuswesen, der Custos und die Venatoren folgten ihm. Einziger Hoffnungsschimmer war, dass es dort endlich Schatten gab. Trotzdem waren die Gefangenen extrem durstig. Leider machten die Regina-Exilanten keine Anstalten, ihnen Wasser zur Verfügung zu stellen. Zu allem Überfluss wanderte die Sonne langsam immer mehr in den Zenit und verkleinerte den Schatten in der Grube. Alle Männer drängten sich in den knappen unbestrahlten Bereich, der bald so klein wurde, dass sich die Gefangenen gegenseitig zur Seite schubsten. Nur an Canis wagte sich niemand.

Weitere zwei Stunden später war der letzte Schatten verschwunden. Die Sklaven saßen oder lagen auf dem heißen, staubigen Boden, schwächlich, erschöpft, dehydriert. - Endlich warf eine Frau die Strickleiter hinab. „Einer von den Venatoren! Hochkommen!‟ Die STC-Mitarbeiter schauten sich fragend an. Wer sollte hoch? Wer wollte gehen? War das gut? War das schlecht? Was würde mit demjenigen geschehen? Sie konnten sich nicht entscheiden. Also rief eine Frau und zeigte auf einen Blonden mit Kurzhaarschnitt: „Du da! Los! Komm hoch!‟ Der Nackte spürte, wie sein Herz raste. Er griff nach der Strickleiter und stieg aus der Grube. Er wurde in einen der Wohncontainer geführt und auf einen Metallstuhl gesetzt. An der hohen Rückenlehne fixierten sie sein Metallhalsband, so dass er nicht mehr aufstehen konnte. Er fühlte sich fast wie auf einer Garotte. Der Stuhl war am Boden festgenietet. Die Wächterinnen verließen den Raum. Der Mann sah sich ängstlich um. Was würde nun geschehen?

Nackt an einen Stuhl gefesselt. Er erinnerte sich an eine Situation vor einigen Monaten, als er selbst noch einen Munus so verhört hatte, um ein Versteck von Rebellinnen zu erfahren. Er war nicht gerade freundlich mit der Kreatur umgegangen. - Nach endlosen Minuten öffnete sich die Tür, und eine Frau erschien. Sie setzte sich auf einen anderen Stuhl, ihm gegenüber. Sie gehörte offensichtlich auch zum ehemaligen Militär der Regina, denn sie trug die Uniform einer Praetoria. Wenn er sich richtig erinnerte, hatte er in seiner Ausbildung gelernt, dass es sich um eine Palasteliteeinheit der Despotin handelte. „Name!‟ Der Mann schluckte schwer, denn der Halsreif drückte auf seine Kehle. „Michael Henderson. Ich bin Venator der STC und...‟ Die Frau hob ihre Hand und jagte zielgenau mit einem kleinen Laser einen schmerzhaften Strahl exakt auf den Penis des Mannes, der aufschrie. Die Praetoria räusperte sich. „Ich habe nur nach deinem Namen gefragt, Sklave!‟

Die Hitze, die der Mann in der Grube noch gespürt hatte, war hier dank einer Klimaanlage ausgesperrt; dafür stand ihm nun kalter Angstschweiß auf der Stirn. Die Uniformierte lächelte ihn zum ersten Mal an und starrte ihm in den Schritt. Zu Hendersons Entsetzen begann sein Luststab, in die Höhe zu wachsen. Die Exilantin legte elegant ein Bein über das andere, wippte damit und lehnte sich zurück. „Unsere Majestät Regina hat entschieden, dass du eine Castitasschelle tragen wirst - für den Rest deines kümmerlichen Lebens.‟ Der Venator benötigte einige Sekunden, um das Gehörte zu verarbeiten. In seiner Verzweiflung stammelte er herum. „Wie oft... wie oft werde ich... ich auf... aufgeschlossen?‟ Die Praetoria sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. Dann lachte sie herzlich, als habe er einen köstlichen Witz erzählt.

Sie tippte auf ein mobiles Datenspeichermodul an ihrem Handgelenk und kurz darauf erschienen die Ductrix-Frauen. Sie begaben sich vor den Metallstuhl und nestelten zu zweit an Hendersons Geschlecht, brachten einen Ring an und stülpten kraftvoll eine Röhre über seinen vergößerten Penis. Ein leiser Piepston signalisierte den Verschluss. Dem Venator entglitt ein tiefer Seufzer voller Schmerz und Resignation. Es war nicht nur der physische Druck, den die Schelle ausübte; besonders quälte ihn die Vorstellung, nun seiner Männlichkeit und Sexualität beraubt zu sein. - Der Mann wurde zurück in die Grube gebracht. Sogleich war der nächste Humanoid an der Reihe. Die Munuswesen betrachteten interessiert die Castitasschelle. Auch die Kollegen von Henderson starrten auf die Vorrichtung voller Grausen. Als würde es etwas ändern, hielt der Mann seine Hände als Sichtschutz vor seinen „Intimschmuck‟. Einer der STC-Typen drehte sich weg und nestelte an seinen Lenden. Es war offensichtlich, dass er ungeniert onanierte. Ein zweiter Mann begann ebenfalls, sich zu befriedigen. Bevor die Keuschheitsvorrichtung sich schloss, würden sie wenigstens noch ein letztes Mal abspritzen.

Die Munuswesen und der Custos schauten neidisch, denn sie konnten sich nicht berühren. Rio-Rosa wollte es nicht bis zum Ende ansehen und schubste einen der Venatoren kräftig zur Seite. Er stolperte und fing sich gerade noch auf. „Hey! Was willst du, du verdammter Tittenfreak!?‟ Sein Glied war hart erigiert und zog Lustfäden durch die Luft. Rio-Rosa stieß ihm gegen die Brust. „Du Perversling! Kannst du dich nicht beherrschen? Hier in der Öffentlichkeit wichst du dir einen?‟ Der Mann giftete ihn an und zeigte ihm den Mittelfinger. „Mach es dir selber, Wichser! Was geht dich das an!?‟ Er wollte sich wieder wegdrehen und begann sofort, seine Spritze zu bearbeiten. Doch nun sprang ihm der Munus auf den Rücken und hielt ihn von hinten im Würgegriff. Der Venator kippte nach hinten auf den Rücken. Die anderen standen passiv dabei und schauten auf die zwei Kämpfenden.

Der andere Mann, der sich einen runterholte, hatte nur kurz unterbrochen, seine dringende Tätigkeit aber wieder aufgenommen. Canis griff sich an seine Hoden unter der Castitasschelle und seufzte. Jetzt kam Rio-Rosa ein weiterer Munus zur Hilfe und setzte sich auf den Bauch des Liegenden. Während Rio-Rosa die Hände an den Boden drückte, fixierte der zweite Munus den Torso. Er griff hinter sich und packte die Hoden des Mannes. „Bleib ruhig! Oder ich quetsche dir deine Juwelen!‟ Tatsächlich gab der Unterlegene auf und starrte auf den sitzenden Munus. „Was wollt ihr denn von mir, verfluchte Missgeburten!?‟ Die Titulierung brachte ihm einen Schmerz ein. Rio-Rosa grinste und drückte seine Knie auf die Arme des Mannes, um die Hände frei zu haben. Er setzte sich kniend auf und legte seinen Riesenphallus auf das Gesicht des STC-Mitarbeiters. Der machte ein würgendes Geräusch.

Im gleichen Moment erschien eine Ductrix am Rand der Grube, und der Onanieprinz musste kurz, bevor er kulminierte, ruckartig unterbrechen. „Der nächste Herr, bitte!‟ Der Spott war ihr deutlich anzuhören. Niemand drängelte sich vor. Die Ductrix räusperte sich. „In 20 Sekunden ist einer hier oben. Oder alle werden bestraft.‟ Noch immer waren die Venatoren unschlüssig. Henderson starrte seine Kumpanen an. „Los jetzt! Bewegt euren Arsch! Einer muss hoch! Jetzt! Ihr kommt sowieso alle dran.‟ Der Mann, der bei seinem frivolen Vergnügen gestört worden war, schüttelte den Kopf. „Ich nicht. Ich bin noch nicht so weit!‟ Von oben ertönte eine barsche Frauenstimme. „Noch zehn Sekunden, Jungs!‟ Canis kam angerannt wie ein Büffel bei einer Stampede und packte den Venator am Hals, schob ihn zur Strickleiter und flüsterte ihm eine Drohung ins Ohr. Der Mann stöhnte auf und machte sich auf den Weg, nach oben zu klettern. Immernoch war sein Glied erigiert und schaukelte in der Luft umher.

So erhielten nach und nach alle Männer eine Castitasschelle. Die Munuskreaturen benötigten sie nicht, da sie eh schon über Securitychips in der Eichel kontrollierbar waren. Der Custos trug ebenfalls schon seine Keuschheitsröhre. - Eine Weile später tauchte wieder eine Ductrix auf und zeigte auf Timiditas. „Du da! Hochkommen! Du hast eine Audienz bei unserer ehrwürdigen Majestät Regina.‟ Der Munus öffnete den Mund. Kein Laut kam heraus. Er sollte zu der Regentin persönlich kommen? Was wollte sie von einem Munus? - Als er oben neben der Uniformierten stand, hielt sie ihm eine Flasche mit Wasser hin, die Timiditas gierig leerte. Köstlich! Welch ein Genuss Wasser war, wenn man extremen Durst litt! Anschließend richtete sie einen Disziplinarstab auf ihn. „Los jetzt! Vorwärts! Glaube mir: Die Königin lässt man nicht warten.‟ Ja, das glaubte er sofort. Eilig bewegte er sich vor der Ductrix her, an mehreren Wohncontainern vorbei bis zu einem besonders großen Gebäude mit Kuppeldach. Es war in seiner Fertigbauweise offenbar zügig errichtet worden. Residierte hier Augusta Regina?
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:09.06.18 19:36 IP: gespeichert Moderator melden


~ LXII ~


Der kleine Käfig war durch seine Dimensionen äußerst unbequem. Der Gefangene konnte sich nicht ausstrecken. Noch war er erst eine Stunde in diesem Verschlag, aber bereits taten ihm alle Knochen und Muskeln weh. Selbst der Boden des Kubus bestand aus dicken Gitterstäben und sorgte für längliche Druckstellen am nackten Gesäß des Mannes.

Was hatten die Rebellinnen mit ihm vor, fragte er sich. Sollte er ihr Sklave sein? Aber wozu? Sollte er arbeiten, irgendeine Energiequelle antreiben? Nahrung anbauen? Dafür verfügten die Ladys offensichtlich über Rusticusse, die viel kräftiger gebaut waren als er. - Was kam noch infrage? Als Kämpfer gegen die VA? Sie hatten ein Schiff der STC erbeutet und konnten es auch fliegen. Aber was brachte ihnen ein einziger ehemaliger Pugnator?

Er versuchte seine unangenehme Position irgendwie zu verbessern. Seine Hand griff nach der Castitasschelle. Animus stöhnte auf. Sollte das sein Schicksal sein? Dann fielen ihm die Worte einer der Edeldamen ein: „Wir haben in den Besatzungsdateien eine gesperrte Information über dich gefunden. Du warst Pugnator und bist desertiert. Du bist ein schändlicher Verräter an unserer ehrenhaften Imperatorin Regina!‟ Wollten sie an ihm ein Exempel statuieren? Warum hatte er seinem Trieb nachgegeben und sich auf diese Frauen eingelassen!? Hätte er sie doch niemals aus ihren Fixierungen befreit! Er hatte einfach nicht mehr mit dem Kopf gedacht, sondern war nur noch von seinem erigierten Penis gesteuert gewesen!

Er sah sich zum zigsten Male um, aber nirgends war jemand zu sehen, den er um Erlösung aus diesem Käfig oder wenigstens um einen Becher Wasser bitten konnte. - Der Fokus der Regimeanhängerinnen lag derweil auf technischen Aspekten des STC-047. Eine Frau in Reiterhose und hohen Stiefeln tippte auf der Steuerungskonsole der Brücke herum. „Das Primärsystem müssen wir neu installieren. Sonst könnte die STC uns doch noch orten, sobald wir den Prozessor neu starten.‟ Dazu musste die Energieversorgung abgeschaltet werden. Die vier anwesenden Damen standen plötzlich im Dunkeln, waren aber mit Restlichtverstärkern ausgerüstet, die ihre Umgebung in ein grünliches Dämmerlicht tauchten.

Die Frau an dem Navigationspult runzelte die Stirn. „Die Struktur des Programms ist ein wenig kompliziert, aber das werde ich regeln.‟ Das einzige Problem, das sie sah, war, den nuklearen Antrieb wieder zu reaktivieren, sobald der Prozessor neu gestartet war. Dazu musste sie mehr über die Konstruktion des Schiffes erfahren. Das Schiff war ein Glücksgriff. Die gepanzerte Außenhülle schützte sogar vor EMP-Waffen oder Energiestrahlenangriffe, und der Kernreaktor lieferte unbegrenzte Energie. Die Radartarnung war auf modernstem VA-Militär-Niveau. Eine Höchstgeschwindigkeit von vier Mach brachte sie innerhalb des Orbits in kurzer Zeit an jeden möglichen Ort. Eine Vernetzung der Renegatinnen war in einer Zeit der Besetzung durch die feindliche VA besonders wichtig. Moderne Fluggeräte spielten dabei eine essenzielle Rolle.

Eine der Frauen wollte wissen: „Warum befragen wir nicht das gefangene STC-Subjekt?‟ Die Angesprochene nickte. „Das hatte ich vor. Lasst ihn an Bord bringen!‟ - Kurz darauf erschienen bei Animus die zwei Rusticusse, die ihn in den Käfig gesteckt hatten, und brachten ihn mit kräftigen Stößen und barschen Befehlen auf die Brücke des STC-047. Sicherheitshalber trug er eine Digitalhandfessel aus einer Titanlegierung, die seine Arme auf den Rücken zwangen. Animus wurde befohlen, die Pilotin zu instruieren. Sein Wissen über die Navigationskonsole eines STC-Shuttles war zwar lückenhaft, aber die Hauptfunktionen beherrschte er ganz passabel. Dank ihres Grundwissens verstand die Pilotin die Technologie schnell und konnte dann mit der Hilfe von Animus den Prozessor neu starten.

Es gab keine DNA-Zugangsbeschränkungen, so dass im Grunde jeder mit dem notwendigen Knowhow das Shuttle fliegen konnte. Trotz eines Widerwillens, sich so zu erniedrigen, flehte Animus nun: „Bitte! Ein Schluck Wasser! Ich brauche Wasser.‟ Seine Zunge fühlte sich dick, geschwollen und zugleich knochentrocken an. Die Frau an der Konsole lachte spitz. „Unser Verräter hat Durst.‟ Die beiden Rusticusse lachten pflichtschuldigst mit. Dann stand sie auf und grinste Animus an. „Vielleicht sollten wir einen Probeflug mit der STC-047 machen und unseren Freund über dem Ozean aus der Luke werfen. Da hat er genug Wasser.‟ Wieder lachten die Rusticusse wie auf Kommando. „Auf die Knie mit dem Verräter!‟ Ein Rusticus trat dem Nackten von hinten in die Kniekehlen, während der andere seine Schultern nach unten drückte und dann seinen Hals mit dem Arm umschlang, damit der Gefangene aufrecht kniete.

Das Schiff war nach einigen Minuten startbereit. Die Pilotin hielt ihre Finger über den Touchpadsensoren der Antriebskonsole. „Dann wollen wir mal das Mädchen in die Luft bringen und einen Testflug machen.‟ Sie öffnete die Startsequenz und aktivierte die Antriebe. „Den brauche ich nicht mehr‟, deutete sie abfällig zu Animus. „Bringt ihn in den Zellentrakt. Soll er seine eigene Medizin schmecken.‟ Die Rusticusse zerrten ihn auf die Füße und stießen ihn vorwärts ins nächste Modul, wo die Einzelkammern für die Gefangenen eingerichtet waren. In der ersten Zelle musste sich Animus auf die Liege legen und fixieren lassen. Die Handfesseln wurden ihm dazu abgenommen. Die Rusticusse grinsten ihn hämisch an. Einer sagte: „Du kannst nur hoffen, dass du im Orbit nicht durch eine Luftschleuse einen Außenspaziergang machen darfst.‟ Animus war kurz darauf allein in der Zelle. Allein mit seiner Angst. Die Frauen benötigten ihn in der Tat nicht mehr. Was sollte aus ihm werden? Stellte er noch einen Wert für sie dar? Er musste sich die Frage mit nein beantworten. Mit rasendem Puls wartete er darauf, dass eine der Frauen kam, um ihn in der Luftschleuse zu entsorgen.

Doch die STC-047 begann nach einer Weile wieder ein Landemanöver in der Atmosphäre des Planeten. Zumindest hatte Animus das Gefühl. War das Schiff an einen anderen Ort oder zurück zum Versteck der Rebellinnen geflogen? Eine Orientierung war ihm in seiner Zelle nicht möglich. - Als das Shuttle Bodenkontakt hatte, kam ein Rusticus in die Zelle und stülpte ihm einen schwarzen Sack über den Kopf, den er am Hals zuziehen konnte. Das Material roch stark nach Gummi, war aber glücklicherweise nicht luftdicht. Danach löste er die Fesseln der Liege und wies den Gefangenen an, aufzustehen. Der Rusticus nahm ihn an einem Arm und führte ihn so aus dem Modul und offenbar an die Ausgangsluke.

Für Animus war es ein furchbar ohnmächtiges Gefühl, nichts zu sehen. Er wusste nicht, wo er sich befand, wer noch da war, was mit ihm geschehen sollte. Nackt in seiner Castitasschelle und mit der Kapuze über den Kopf trippelte er neben dem Rusticus her, der ihn mindestens 50 Meter vom Schiff wegführte. Das merkte er, weil das Rauschen der Antriebskühlung immer leiser wurde. Den dumpfen Stimmen nach übergab der Rusticus ihn an eine weitere Person, die ihn nun mit einer Halsschlinge abführte. Nach einem kurzen Weg stiegen sie in ein Fahrzeug ein. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten, dann musste Animus schon wieder aussteigen. Ein Schott öffnete sich laut kreischend und schloss sich wieder. Er war vermutlich in einer Art Halle oder Hangar. Dann zuckte er zusammen, als er kalte Hände an seinen Hoden spürte. Ein Ring wurde ihm angelegt. Endlich nahm man ihm die Kapuze wieder ab.

Vor ihm stand ein Rusticus in Lendenschurz und Oberkörpergeschirr. An den Füßen trug er derbe Stiefel. „Willkommen in der Hölle, du Wichser!‟ Animus sah sich um. Er war in einer Industriehalle. Der Rusticus befahl: „Knie dich hin! Und danach keine Bewegung mehr, sonst gibt es heiße Nüsse!‟ Wenige Sekunden später öffnete sich eine kleinere Metalltür. Ein recht korpulenter Mann trat ein. Er trug ein Hemd und einen karierten Kilt um seinen gewaltigen Bauch geschwungen. Watschelnd kam er näher. Mit der rechten Hand stützte er sich auf einen schwarzen Stock mit silbernem Griff. „Sieh an! Sieh an! Da haben wir ja unseren Neuerwerb. Ein ehemaliger Pugnator.‟ Animus intervenierte: „Ich bin Venator der STC. Warum werde ich festgehalten?‟ Der Mann machte ein erstauntes Gesicht. „Festgehalten? Aber nein. Ich habe dich von den Rebellinnen gekauft.‟ Animus zürnte: „Was? Ich protestiere! Ich bin ein freier Bürger der Vereinigten Allianz und war von den Regimefrauen entführt worden.‟ Der Mann lachte dröhnend. Sein Doppelkinn schlackerte. „Du bist nun Angestellter meiner Mine. Sonst bist du gar nichts.‟

Animus wollte mit einer Antwort ansetzen, aber dieses Mal erhielt er einen stechenden Schmerz in seine Hoden und verstummte sofort. Der Mann erzählte in jovialem Tonfall: „Ich heiße Benjamin Black - meine Freunde nennen mich Ben - und beschäftige rund 4.000 Rusticusse im Tagebau. Wir sorgen dafür, dass die Firmen der VA genügend seltene Erden bekommt für ihre Technologien. Und du...‟ Er zeigte mit dem Stock auf ihn. „Du bist mein erster Pugnator.‟ Animus runzelte die Stirn. „Was wollt ihr denn von mir? Ich kann es körperlich nicht mit einem Rusticus aufnehmen. Was habt ihr von mir groß zu erwarten?‟ Wieder lachte der Tagebau-Baron. „Du sollst auch nicht als Arbeitssklave fungieren.‟ Animus ächzte. „Das ist gegen das Gesetz! Ich will einen Anwalt sprechen. Oder einen Vertreter der örtlichen Behörde. Wo sind wir überhaupt?‟ Wieder erhielt er einen Stromschlag in seine Hoden. Der Baron grinste: „Die VA hat 128 Milliarden Humanoide. Da wird sie wohl auf einen wie dich verzichten können.‟ Animus begehrte auf: „Ich habe Rechte!‟ Der Baron rollte mit seinen Schweinsäuglein. „Du hast das Recht zu schweigen.‟ Wieder gab es einen Stromschlag. Dieses Mal dauerte er doppelt so lang. Animus sackte komplett zu Boden.

Nur langsam kam er wieder hoch auf die Knie. Wiederworte bzw. eine eigene Meinung waren hier offensichtlich unerwünscht. Schwach stöhnte er: „Bitte keine Stromschläge mehr!‟ Benjamin Black lachte wieder dröhnend. „Die hast du ganz alleine zu verantworten. Solange du schön artig bist, musst du auch nicht diszipliniert werden.‟ Animus atmete tief durch. „OK, was soll ich tun? Wozu bin ich hier?‟ Bevor er antworten konnte, kam ein Rusticus in Lederuniform herein. „Mr. Black. Entschuldigen Sie die Störung, aber das Primärsystem für die Energieversorgung in den Unterkünften der Arbeiter ist ausgefallen. Wir haben mittlerweile über 40 Grad Celsius.‟ Kleinlaut schlug er vor: „Wir könnten die externen Kühlaggregate starten...‟ Der Baron schnaubte laut. „Bist du verrückt, Kerl? Weißt du, was die nötige Energie kostet?‟ Der Rusticus verbeugte sich. „Jawohl.‟ Er wartete darauf, dass dem Baron eine alternative Idee einfiel. Er konnte die Arbeiter doch nicht in dieser unerträglichen Hitze schmoren lassen. Dann kam ein Signal auf das Pad des Rusticusses. Erschrocken las er die Warnung. „Mr. Black. Es gibt noch ein weiteres Problem.‟

Der Baron stöhnte auf. „Was denn nun noch?‟ Der Rusticus las den Hinweis erneut. „Ein Kontrollteam der VA ist unterwegs zur Mine.‟ Die Schweinsäuglein des Barons blitzten auf. „Unangemeldet?‟ Der Rusticus wurde nervös. „Sie sind dazu befugt. Wir können nichts machen. Wir müssen sie reinlassen.‟ Animus bekam große Ohren. War das vielleicht seine Rettung? Der Baron brummte: „Schaff mir den Mann runter in Sektion C. Und dann sollen sich alle auf die Ankunft vorbereiten. Jeder weiß, was zu tun ist! Los jetzt!‟ Der Rusticus pfiff zwei andere Helfer in Lendenschurz herbei, die Animus an den Armen packten und ihn mitschleppten.

Mit einem klapprigen Aufzug ging es in ein Untergeschoss, dann endete ihr Weg vor einer Mauer. Doch die Sackgasse stellte sich als holografische Projektion heraus, denn sie liefen einfach hindurch. Mit einem alphanummerischen Code öffneten sie eine dicke Metalltür. Dahinter sah der Korridor aus wie von einem Bunker. Links und rechts gingen schmale und nummerierte Stahltüren ab. Nummer 14 wurde aufgeschlossen und Animus hineingestoßen. Die Wächter knallten die Tür direkt hinter ihm zu.

Der Gefangene sah sich in dem kleinen Raum um: ein martialisch aussehender Fesselstuhl stand in einer Ecke, vernietet mit dem Boden. Die Leuchte an der Decke war vergittert. Der Boden bestand aus einem feinmaschigen Gitter in Rautenform. Darunter war es zu dunkel, um hindurchschauen zu können. In einer Deckenecke befand sich eine Überwachungskamera. Zumindest vermutete Animus dies hinter der verspiegelten Kugel. Er fragte sich, ob er in seinem Versteck von den Kontrolleuren gefunden wurde. Animus sah sich in dem ansonsten leeren Raum um. An einer Wand war in etwa 1,50 m Höhe eine Metallschiene angebracht. Wofür die wohl gut sein sollte? Am Boden vor dem massiven Stuhl sah er einen Fixierungsring, der mit dem Gitter vernietet war.

Dann sah er an sich herunter und versuchte den Hodenring abzuziehen oder zu manipulieren, aber das war nicht möglich. Was nun? Hier gab es nicht mal eine sanitäre Anlage. Er klopfte an die Stahltür. „Hallo!‟ Es gab keine Reaktion. Glücklicherweise musste er nicht zur Toilette. Noch nicht. Dafür hatte er immer noch einen fürchterlich trockenen Hals und brutalen Durst. Er haderte mit seinem Schicksal. Wäre er nie bei der STC eingestiegen! Dann wäre er jetzt auf Pax Novo oder Beta Patria und in Freiheit. „Hallo! Hört mich jemand?‟ Er winkte in Richtung der vermuteten Kamera. Wenn ihn niemand überwachte, hatte die Zelle vielleicht wenigstens einen Spracherkennungs-Algorithmus. Aber er konnte wieder keine Reaktion feststellen. Frustriert nahm er dehydriert auf dem martialischen Stuhl Platz.

Währenddessen waren die Männer und Frauen der Control Unit der VA ausgeschwärmt und prüften die Arbeitsbedingungen der Rusticusse, die Umweltauflagen des Unternehmens, die Genehmigungen, Arbeitssicherheit und vieles mehr. Sämtliche geschäftlichen Unterlagen und Doumente mussten freigegeben werden. Schon jetzt hatte der leitende Offizier Markson elf Punkte mit schwerwiegenden Verfehlungen des Unternehmens. Beinahe minütlich ergänzten Mitarbeiter weitere Verstöße gegen Gesetze und Vertragsverpflichtungen. Mr. Black versuchte ruhig zu bleiben. Womit könnte er diesen unliebsamen Markson zur Vernunft bringen? Mit ein paar Dilithiumbarren? Mit einem besonders gut vergüteten Job? Dazu musste er unbedingt unter vier Augen mit diesem Behördenarsch sprechen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar: Sollte die Control Unit die Mängel geltend machen, so konnte er die Mine noch heute schließen. Womöglich wartete sogar ein gerichtliches Verfahren wegen illegaler Sklavenhaltung auf ihn. Er hatte zwar eine Lobby hinter sich, die ihn bisher gedeckt hatte; schließlich benötigte die Regierung die seltenen Erden dringend. Aber bei einem so eindeutigen Verstoß gegen VA-Gesetze konnte wohl niemand mehr schützend die Hand über ihn halten. Wie verlogen doch die Politik war! Bisher hatte man ihn machen lassen. Aber aus irgendeinem Grund war nun plötzlich die Control Unit wie ein Magen-Darm-Virus über ihn hergefallen.

Die uniformierten Mitarbeiter der Behörde sicherten Beweismaterial und befragten Rusticusse und andere Mitarbeiter der Firma. Mr. Black grummelte. „Ich werde wohl meine Advokaten kontaktieren müssen.‟ Markson hob die Augenbrauen. „Das dürfen Sie gerne tun, Mr. Black. Aber bleiben Sie weiterhin zur Verfügung erreichbar.‟ Zitternd vor Wut stapfte der Koloss zu seinem Schreibtisch und aktivierte eine Verbindung zu seinen Rechtsberatern. Offizier Markson betonte: „Sie können auch gleich erwähnen, dass die Betriebserlaubnis für die gesamte Mine fristlos erloschen ist, solange wir nicht alle Informationen ausgewertet haben. Das Gelände ist beschlagnahmt. Alle Mitarbeiter werden evakuiert. Sammelfrachter sind bereits auf dem Weg. Notunterkünfte für die Arbeiter stehen zur Verfügung.‟ Markson las in der Personalgeneraldatei: „Sie, 192 Mitarbeiter und 4.019 Rusticusse. Gibt es sonst noch Personal?‟ Der Baron fletschte die Zähne. „Nur meine Wirtschaftsberater und Rechtsberater. Aber die haben ihre Büros extern in der Hauptstadt.‟ Markson nickte und sprach in seinen Kommunikator: „Leitung Eins. Evakuierung des Geländes kann beginnen.‟ Benjamin Black drohte dem Mann mit seinem Stock. „Sollte es gegen gültiges Gesetz verstoßen, was Sie hier verzapfen, mein Lieber, dann werden Sie für den Rest Ihres Lebens hinter Gitter wandern! Das garantiere ich Ihnen!‟ Schwer atmend humpelte er aus dem Büro zu einer zehnköpfigen Gruppe der leitenden Angestellten, mit denen er sich besprechen wollte.

Die Maschinen und Computersysteme des Unternehmens waren bereits heruntergefahren und mit einem Deaktivierungscode verriegelt. - Wenige Stunden später begann die Evakuierung des Geländes. Die Control Unit war mit über 100 Einsatzkräften beteiligt und versiegelte sämtliche Eingänge sowie die Zufahrten. Ebenfalls wurde die Flug-Landezone gesperrt. Der Baron murrte: „Ich fliege mit meinem Privatshuttle, wenn es dem Herrn recht ist.‟ Offizier Markson hatte nichts dagegen. Es gab allerdings eine Vorraussetzung dafür. „Sie müssen sich einen Transponder unter die Haut schießen lassen.‟ Zunächst wollte Mr. Black aufbegehren, aber dann ließ er es über sich ergehen. Markson erklärte: „Sobald Sie nicht mehr transponderpflichtig sind, wird der Chip auf einen vorcodiertes Signal hin von ihrem Körper als Aminosäure assimiliert. Er muss also nicht entfernt werden.‟

Vier Stunden später war das Gelände um die Mine verwaist. Die Bio-Scanner der Control Unit hatten keine humanoide Lebensform mehr erfasst. Als auch Markson mit dem CU-Schiff abhob, war er sich sicher, einen großen Coup gelandet zu haben. Sicherlich würde er sich bei einigen Lobbyisten keine Freunde machen, aber das war er bereits gewöhnt. Anfeindungen und sogar Bedrohungen gehörten zu seinem Alltag. Trotzdem würde er die VA-Gesetze durchsetzen. Kein Humanoid sollte unter Sklavenbedingungen gehalten werden. Wenn die Staatsanwaltschaft es klug anstellte, würde Mr. Black für viele Jahre in einer Hochsicherheitsanlage verschwinden. Aber Markson hatte leider auch schon oft erlebt, wie sich die Reichen mit teuren Advokaten ihre Freiheit erkauften.

Derweil hockte Animus noch in dem Kellerraum des Gebäudekomplexes auf dem Minengelände. Er war nicht gefunden worden, weil die Spezialstruktur der Wände und Decken entsprechend abgeschirmt war. Mr. Black hatte absichtlich nichts von dem Gefangenen erzählt. Dadurch wäre seine Situation nur noch komplizierter geworden. Wenn noch herauskäme, dass er Geschäfte mit Reginafrauen machte... Dann würde auch der beste Rechtsberater nichts mehr für ihn tun können. - Animus hatte von der ganzen Aktion nichts mitbekommen. Er drehte seine Kreise in der Zelle und fragte sich, wann endlich jemand mit ihm Kontakt aufnahmt. Langsam wurde der Durst unerträglich. Er konnte nur warten. Der Hodenring und die Castitasschelle waren nicht zu entfernen. Die Tür zu seiner Kammer war so massiv, dass er sich nicht mal mit einer Feuerwehraxt oder einem Lasermesser hätte befreien können.

Sein Kreislauf wurde instabil. Der Flüssigkeitsverlust war deutlich zu spüren. Kopfschmerzen setzten ein. Seine ganze Mundhöhle war staubtrocken. Ihm wurde leicht schwindelig. Er legte sich auf den nackten Boden und starrte in die Kamera in der Ecke. Sah ihn jemand? War ihnen sein Schicksal gleichgültig? Schon merkte er, wie er begann, sein Bewusstsein zu verlieren. Er lag still da. Dann sah er aus dem Augenwinkel plötzlich einen roten Laser, der ihn abtastete. Er kam aus einem kleinen Kasten unterhalb der Cam, den er zuvor gar nicht bemerkt hatte. Scannte ihn jemand? Eine animierte Computerstimme ertönte: „Laut Telemetriedaten medizinischer Eingriff unnötig. Nahrungszuführung erforderlich.‟ Aus der Decke schob sich ein etwa 2,5 Zentimeter dicker und transparenter Schlauch, der etwa einen Meter über dem Boden endete. Die Stimme war wieder zu hören: „Nahrungszuführung in minus zehn Sekunden. Neun. Acht. Sieben...‟

Sie zählte den Countdown und Animus packte den Schlauch, bog ihn sich zum Mund und wartete. Bei „Null‟ floss ein zäher, beigefarbener Brei durch die Verbindung. Er schmeckte nach nichts. Nach einigen Sekunden stoppte der Nachschub. Die synthetische Stimme meldete sich. „Flüssigkeitszufuhr in Minus zehn Sekunden.‟ Endlich konnte Animus seine Kehle anfeuchten. Ungefähr ein Liter Wasser kam aus dem Schlauch und spülte zugleich die Breireste heraus. Animus hatte noch nie im Leben so sehr etwas zu trinken genossen. Der Schlauch zog sich zurück und verschwand in der Decke. Der Durst war weg, aber dafür spürte der Gefangene ein Rumoren in seinem Bauch. Er sah sich nach einer Toilette um, obwohl er genau wusste, dass hier keine war.

Das ganze System schien autonom zu laufen, denn er hatte so langsam das ungute Gefühl, hier unten vergessen worden zu sein. Seine geschwächten Lebenszeichen hatten das inaktive System aufgeweckt. Zumindest sicherte eine Belüftung die Sauerstoffzufuhr. Nach und nach steigerte sich sein Gefühl im Bauchraum zu Krämpfen. Womit hatten sie ihn gefüttert? Was sollte er jetzt tun? Wieder winkte er in die Cam an der Decke, auch, wenn er kaum Hoffnungen hatte, dass sich jemand für ihn interessierte. Wurde er überhaupt beobachtet? Oder sollte er hier vergessen werden? Aber wozu hatte der fette Tagebau-Baron ihn dann überhaupt von den Feministinnen gekauft?

In Animus wurden alle möglichen Ängste wach. War er Teil eines grausamen Experiments? Wie verhielt sich ein Mann in einer Castitasschelle in einer Zelle, der dort über viele Jahre eingekerkert war? Was hatten sie mit ihm vor? Er spürte Panik in sich aufkommen. Das würde ihm auch nichts bringen, sagte er sich, aber er konnte nichts gegen die Reaktion seines Körpers tun. Er schlug um sich und knallte Fäuste und Füße gegen die Wände. - Völlig energielos sank er nach einigen Minuten des Wütens auf den Boden. Er spürte seinen aufgedunsenen Bauch. Lange konnte er den Nahrungsbrei nicht mehr bei sich halten. Hatte er sich schon mal in seinem Leben so sehr geschämt? Wer sah ihm da durch die Cam zu? Mussten sie ihn so erniedrigen? Noch kämpfte er gegen die Krämpfe an, stand auf und hielt sich den dicken Bauch, der sich von Sekunde zu Sekunde mehr zu blähen schien. Der Nackte atmete stoßweise und hechelnd. Seinen Oberkörper beugte er weit nach vorne. Aber das brachte kaum Linderung. Er sackte auf die Knie. Das harte Metallgitter spürte er kaum. Würde er bestraft werden, wenn er die Zelle beschmutzte? Er trug diesen sensorischen Hodenstrecker, der elektrische Impulse abgeben konnte. Verstärkt bemühte er sich, alles in sich zu halten. Grunzend und stöhnend, ächzend und jammernd drehte er sich auf Knien langsam im Kreis. Flehend schaute er zu der Cam hoch. Wenn ihn jemand sah, so musste er doch Mitleid haben!

Animus konnte nicht ahnen, dass die gesamte Industrieanlage verwaist war. Die Control-Unit der VA hatte sogar um das Gelände eine Siegelblase angelegt: eine aus einer speziellen molekulardünnen Gasschicht bestehenden Hülle im nicht sichtbaren Spektrum, die niemand durchdringen konnte, ohne sie zu zerstören und einen Alarmcode zu aktivieren. - In der STC-Zentrale berieten die Vorstandsmitglieder weitere Maßnahmen, um die geenterte STC-047 zurückzubekommen. Leider waren die Transponder und die Spezifikation zur Fernsteuerung deaktiviert worden. Die Entführer wussten also, was sie taten. Und neben dem Verlust eines Schiffes gab es noch ein elementareres Problem: Der Imageverlust der STC durch die Rusticus- und Munusverkäufe an Händler und Privatleute wog schwer. Zwar herrschte in der Bevölkerung von Regina und der VA eine Abneigung Munusgeschöpfen und Rusticussen gegenüber vor, denn sie galten als Symbole der gestürzten Diktatur. Trotzdem bestand die Gesetzgebung der VA auf Gleichberechtigung aller Humanoiden und einem generellen Sklavenhandel- sowie Sklaveneigentumverbot. Und das würde auch der Tagebau-Baron merken. Die Staatsanwaltschaft überschüttete ihn mit vorläufigen Anklagepunkten, während seine Advokaten eine einstweilige Verfügung nach der anderen zum Justizministerium schickten. Es war ein Katz- und Mausspiel zwischen Verteidigung und Anklage.

Bei all dem Stress hatte Mr. Black seinen geheimen Gefangenen völlig vergessen, aber wie durch ein Wunder kam er ihm plötzlich doch in den Sinn. Er fluchte. Das autonome System war von der Energieversorgung unabhängig, konnte mit dem Lebenserhaltungssystem den Insassen theoretisch jahrelang versorgen. Die Gefahr einer Entdeckung war zu groß. Er musste etwas unternehmen. Mit seinem Handpad kontaktierte er seinen engsten Berater, der als holografische Darstellung neben dem Schreibtisch auftauchte. Mr. Black sprach in verschwörerischem Tonfall. „Sie wissen von Sektion C?‟ Der Mann nickte langsam. Mr. Black räusperte sich. „Ein Zeuge befindet sich dort. Regeln Sie das.‟ Der Mitarbeiter schluckte. „Welche Optionen hatten Sie sich vorgestellt?‟ Mr. Black schnaubte. „Es gibt nur eine endgültige Option. Der Zeuge muss neutralisiert werden.‟

Als der Mann einige Sekunden lang schwieg, brüllte der Baron das Hologramm an. „WAS IST? Ist das ein Problem?‟ Der Mitarbeiter beschwichtigte: „Kein Problem. Ich sorge dafür.‟ Mr. Black atmete schwer. Er war inzwischen aufgestanden und ließ sich jetzt wieder schwer in seinen Sessel fallen. Mit einer Wischgeste beendete er die Übertragung. - Kurz darauf kontaktierte der Mitarbeiter eine verschlüsselte Nummer. Eine synthetische Stimme erklang: „Code 78-X-1003.‟ Der Mitarbeiter schickte ein kleines Dossier über Animus an die Kontaktnummer sowie die Aufenthaltsadresse der Zielperson. Dann beendete er die Verbindung und aktivierte mehrere Löschprogramme, um alle virtuellen Spuren zu beseitigen. Anschließend bereitete er eine Zahlungseinheit an ein anonymes Konto vor. Die Überweisung ließ er über mehrere Scheinfirmen und einen Anonymisierunsgsverteiler laufen. Der Mann fühlte sich unwohl. Er hatte gerade ein Schicksal besiegelt.

Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:24.06.18 17:39 IP: gespeichert Moderator melden


~ LXIII ~


Nach dem Essen in der Kantine ging sie mit McCoy zurück in den Gang mit den Übernachtungsquartieren und wünschte ihm eine gute Nacht. Im ihrem Raum gab sie Probus die Energy-Riegel. Der Rusticus fiel ausgehungert darüber her und bedankte sich bei Flosa. Die Pilotin fragte: „Dieser Tagebaubaron... Ist das diese gigantische Mine für seltene Erden hier in der Nähe?‟ Der Rusticus nickte. „Da schuften 4.000 Sklaven unter fürchterlichen Bedingungen.‟ Seufzend ließ er sich auf einen Polsterhocker nieder. „Aber was soll ich tun? Solange die Behörden korrupt sind und mit ihm zusammenarbeiten...‟ Flosa lächelte. „Da habe ich eine gute Nachricht für dich. Kam gerade über einen Info-Kanal. Die ganze Mine ist geräumt und der Kerl ist verhaftet worden. Zumindest sind alle Rusticusse ausgeflogen. Vermutlich in Camps. Der Laden ist stillgelegt. Die Control Unit aus Beta Patria hat da so richtig aufgeräumt.‟ Probus staunte. „Das wäre... Aber warum jagen mich dann immer noch die Venatoren?‟ Flosa runzelte die Stirn. „Vielleicht wissen sie es noch nicht. Oder... Sie sind kommerziell interessiert an Rusticussen. Über die STC habe ich schon einiges gehört, was nicht ganz so legal abläuft.‟

Probus stöhnte. „Aber wo soll ich jetzt nur hin?‟ Flosa schlug vor: „Mein Co-Pilot und ich nehmen dich mit zu unserer Basis von Prospect Enterprises. Das ist nur ein paar hundert Kilometer entfernt. Dort meldest du dich bei der Control Unit. Die helfen dir weiter.‟ Probus machte einen bekümmerten Eindruck. „Ich muss zurück zur Mine. Würdet ihr mich auch dort absetzen? Es liegt, glaube ich, auf dem Weg.‟ Flosa zuckte mit den Achseln. „Kein Problem. Aber warum willst du da hin? Du bist doch von da geflüchtet.‟ Probus stimmte zu. „Ja, aber jetzt besteht ja keine Gefahr mehr. Und ich muss unbedingt eine Sache dort holen, die man mir abgenommen hat. Ich weiß, wo ich die Besitztümer der Arbeiter finde.‟

Flosa fragte nicht, was wohl so wichtig war, aber war einverstanden. Nun musste sie nur noch Ricky überzeugen. Sie sagte: „Du kannst ja hier auf den Polstern schlafen. Ich bin dann da hinten in meinem Bett. Morgen reden wir.‟ Probus bedankte sich noch mal. - Flosa lugte um die Ecke: Der Rusticus war verdammt gut gebaut. Athletisch, schlank und gut proportioniert. Da konnte man als Frau schwach werden... Oh, Flosa!, rügte sie sich in Gedanken. Jetzt war aber gut! Erst trieb sie es mit ihrem Kollegen, und nun bekam sie auch noch Lust auf einen Rusticus... Nein, sie war in einer festen Beziehung mit Gravis. Nun ja, er war kein wirklich... Es war kompliziert.

Flosa konnte nicht einschlafen. Sie wälzte sich von einer Seite zur anderen. Dabei rutschte ihr das Laken weg. Sie begann, sich selbst zu streicheln. Sie liebkoste ihre Schenkel, ihren Bauch, ihre Brüste. Dann fanden ihre Finger ihre Scham, die sich feucht nach Berührung sehnte. Leise stöhnend rieb sie ihre Klitoris und biss sich auf auf die Unterlippe. Ihre Brustwarzen waren steil aufgestellt. - Doch irgendwie konnte sie sich nicht auf ihre Lust konzentrieren. Verwirrt stand sie auf, wickelte sich das Laken um ihren nackten Leib und ging in den Bereich des Nahrungszubereiters, wo sie einen Becher Wasser holen wollte. In der Nähe lag Probus und schlief augenscheinlich tief und fest. Sein Körper war kaum bedeckt. Flosa spürte einen wohligen Schauder. Wenn sie ihn jetzt reiten würde...

Aber es war nur eine sexuelle Fantasie. Der Rusticus hatte vielleicht gar kein Interesse an ihr. Männer waren nicht generell notgeile Geschöpfe, die nur Sex im Kopf hatten. Plötzlich zuckte sie zusammen, als sie hinter sich seine Stimme hörte. „So spät noch wach?‟ Flosa drehte um. „Ich hatte Durst. Du hast einen leichten Schlaf. Habe ich dich geweckt?‟ Probus lächelte. „Ich hatte etwas gehört.‟ Er starrte sie an. Flosa zog das Laken enger um sich, was allerdings ihre weibliche Silhouette noch betonte. Es war ihr aber eigentlich gar nicht unangenehm, dass der Mann sie betrachtete. Sie fragte: „Möchtest du auch etwas Wasser?‟ Probus nickte. „Gern.‟ Sie reichte ihm ein Glas. Dabei berührten sich ihre Hände. Sie blickten sich tief in die Augen.

Irgendetwas geschah in dieser Sekunde. Im nächsten Moment lagen sie sich in den Armen und küssten sich leidenschaftlich. Flosas Laken verrutschte und ließ eine Brust aufblitzen. Aber das war ihr egal. Sie drückte Probus auf die Polsterliege und setzte sich auf ihn, beugte sich weit vor, um ihn zu küssen. Seine Finger streichelten ihre Seiten und griffen nach ihrem Po. Die Pilotin stöhnte auf und zerrte das Laken zur Seite. Es flatterte zu Boden.

Während Ricky McCoy leise vor sich hinschnarchte, liebten sich Flosa und der Rusticus temperamentvoll in ihrem Quartier. Dieser Probus war gut bestückt, stellte Flosa zufrieden fest, und wusste, seinen Glücksspender zu gebrauchen, als habe er viel Erfahrung damit. Oder war er einfach ausgehungert? Oder machte sie die Situation so sehr an? Sie hatte keine Antworten, und diese waren auch irrelevant. Nur das Hier und Jetzt galt. Es gab keine Zeitlinie, keinen Raum. Laut stöhnend kam sie zu einem Höhepunkt, und bald darauf erlebte auch Probus einen Orgasmus intensivster Art.

Die restliche Nacht blieb Flosa bei ihrem Gast auf dem Polster liegen und kuschelte sich eng an den kräftigen Körper. Im Vergleich zu Gravis war er zwar dürr, aber... Gravis! Flosa bekam ein schlechtes Gewissen. Sie würde ihm morgen einen Aufschluss aus seiner Castitasschelle schenken. Und sie würde diese Nacht - wie auch schon die mit Ricky - für sich behalten. Mit diesen Gedanken schlief sie neben Probus ein.

Am nächsten Morgen spielte ein enervierender Digitalwecker eine flukturierende Tonfrequenz zwischen 50 und 10.000 Hertz ab. Die Pilotin deaktivierte ihn und stand auf. Flosa sah Probus, der bereits auf dem Polster saß, in die Augen. „Ich werde dich auf meinem Schiff zur Mine fliegen.‟ - Beim Frühstück in der Kantine von New Freedom besprach sie mit ihrem Co-Piloten die Rückreise zur Basis. „Wir müssen noch einen kleinen Zwischenhalt an dieser Mine für seltene Erden machen. Ich habe jemandem versprochen, ihn dort abzusetzen.‟ McCoy war überrascht. „OK. Mit wem hast du denn gesprochen? Und wann?‟ Flosa stotterte: „Per... äh... Video... Videokonferenz.‟

McCoy ging bereits an Bord der Magna Nuntia. Flosa wollte später folgen. Sie musste Probus ein paar Kleidungsstücke besorgen. Schließlich kam sie mit ihm an Bord. McCoy begrüßte den Mann etwas distanziert. Probus war angeblich Experte für Raum-Spiegel zur Energieversorgung im Rahmen von Terraforming. Diese Geschichte hatte Flosa aus dem Stegreif erfunden. McCoy zeigte sich interessiert und fragte den Rusticus darüber aus, der recht geschickt alle Fettnäpfchen umschiffte und glaubwürdig blieb, obwohl er selbst keinerlei Ahnung von Weltraumspiegeln oder Terraforming hatte.

Die Antriebe der Magna Nuntia waren bald startklar, und die Triebwerke zündeten planmäßig, um von New Freedom abzudocken. Flosa gab die Koordinaten der Mine ein. Die Fähre richtete sich auf den Kurs aus und hatte bereits nach wenigen Minuten das Ziel erreicht. McCoy tippte auf der Konsole einige Befehle ein. „Es gibt ein Problem. Hier ist eine Warnung eingegangen. Das Gelände ist versiegelt. Wir dürfen nicht landen.‟ Er drehte sich zu Probus um. „Was wollen Sie da überhaupt? Die Mine wurde geräumt. Da ist niemand. Und da dürfen Sie auch nicht hinein.‟

Gravis sah auf einen Chronometer: Noch circa zwei Stunden, dann würde Flosa in seinen Armen liegen. Er konnte es kaum erwarten. Er trank einen ganzen Liter einer hochkalorischen Mischung aus diversen Makronährstoffen und Aminosäuren, stellte den Becher ab und wischte sich über den Mund. In seinem Quartier trug er nur die Stiefel und die weiße Leggins, während sein massiver Oberkörper nackt war. Gut, dass das Wetter sich wieder beruhigt hatte. Der Ankunft der Magna Nuntia stand nichts mehr im Wege. In der Zwischenzeit war noch die Gelegenheit, gegen ein paar Magnetgewichte zu kämpfen und die Muskeln zu stählen. Dazu zog er sich die weiße Jacke über und lief zum Aufzug, um das Gym zu erreichen. Er machte einige intensiven Übungen für seine enormen Brustmuskeln und den gewaltigen Trizeps. Staunende Blicke kamen von zwei Männern, die ebenfalls trainierten. Gravis wollte nach dem Workout direkt zurück in sein Quartier, aber er duschte dieses Mal im Gym. Sollten doch alle seine Brustkette und die Castitasprothese sehen! Doch die beiden Männer trainierten noch länger und bemerkten den nackten Koloss in der Dusche gar nicht.

In seiner Wohnung zog er die Jacke wieder aus. Er musste Flosa unbedingt um ein anderes Oberteil bitten; in dem Kunststoff schwitzte er extrem. Er sah wieder auf einen Chronometer: Nach den Flugdaten müsste die Magna Nuntia in einer halben Stunde am Landehangar andocken. Er würde sie dort empfangen. Nachdem er mehrere Proteinkonzentratbeutel geleert hatte, machte er sich auf den Weg zur Landebahn. Sein Blick richtete sich in den Himmel. Die Wolkendecke war dicht, aber die Fähre musste trotzdem gut sichtbar sein, sobald sie sich auf circa tausend Meter Höhe befand. - Als die planmäßige Landezeit verstrich, kontaktierte er das Schiff über ein kleines Mobilcomgerät, das er aus dem Quartier mitgenommen hatte. Auf der Funkfrequenz des Frachters meldete sich Co-Pilot McCoy. „Ja, wir sind unterwegs. Müssen noch eine kleine Zwischenlandung machen. Schätze Ankunftszeit bei PE auf minus 30 Minuten.‟

Flosa brachte den Vogel gerade neben der Anlage der Mine in Landeposition. Der Rückstoß der Düsen fauchte laut und bremste die MN auf übliche Sinkgeschwindigkeit ab. Die Korrekturtriebwerke waren exakt auf die Koordinaten des Landeplatzes ausgerichtet, da ertönte plötzlich ein Alarm. Eine synthetische Stimme warnte: „Sie betreten einen versiegelten Luftraum. Ändern Sie sofort Ihren Kurs. Der Eintritt in die Versiegelung ist strengstens verboten.‟ Synchron spielte die Aktivierungseinheit der Siegelblase Daten zu den gesperrten Koordinaten und weitere Informationen dazu in das Computersystem des Schiffes. Flosa änderte den Kurs und landete die MN hundert Meter weiter westlich auf einer Ebene. „Der gesamte Komplex wird von einer Siegelblase abgeschirmt. Wir landen daneben.‟ McCoy sah den Gast an Bord fragend an. „Wenn ein Raumschiff nicht auf das Gelände kommt, wie soll es dann eine einzelne Person?‟ Probus zuckte mit den Schultern. „Ich finde schon einen Weg.‟

Flosa brachte das Transportschiff in Landeposition, korrigierte die Winkel der Schwenkdüsen sehr präzise und spürte das seismische Rütteln an Bord, das auch die unmittelbare Umgebung auf dem Boden erbeben ließ, deaktivierte die Triebwerke, so dass die MN endlich ruhig und still in Position stand und nur noch thermische Emissionen der sich abkühlenden Heckdüsen die Luft unter dem Schiff aufwirbelten. Eine Luke öffnete sich pneumatisch zischend. Probus bedankte sich und verließ das Schiff. McCoy beobachtete die Person über die Bordcam. „Gleich betritt er den Bereich der Siegelblase. Dann löst er Alarm aus...‟ Flosa seufzte. „Nicht unser Problem. Wir starten wieder.‟ Sie tippte auf der Navigationskonsole Befehle ein, doch dann runzelte sie die Stirn. „Das thermische Regulierungssystem zeigt anormale Messwerte.‟ Der Co-Pilot bestätigte: „Wenn wir starten, überhitzen wir. Ich mache eine interne Antriebsanalyse.‟

Inzwischen war Probus durch die Blase geschlüpft und lief auf dem Gelände in ein Gebäude hinein. Zumindest versuchte er es, denn die Außentür war elektronisch verriegelt. Ein Alarmton jammerte auf. „Unbefugter Eindringling! Alarm!‟ Doch das war dem Rusticus egal. Sollte die Control Unit ihn ruhig holen. Wenigstens war er dann vor den Venatoren der STC sicher. Auf Beta Patria war er endlich ein freier Bürger der Vereinigten Allianz.

Flosa stöhnte an Bord der MN auf. „Hauptantrieb ausgefallen. Fehlercode 4168. Überhitzung.‟ McCoy tippte auf dem Steuerelement herum. „Energie in die Kühlungssysteme. Hoffe, dass wir bald wieder starten können.‟ Flosa war nicht so optimistisch. „Wir haben jetzt schon mehr Starts absolviert, als der alte Kahn gewohnt ist. Und das unter Volllast. Wenn die Treibstoffzellen langsam den Geist aufgeben, würde mich das nicht wundern. Hätten wir doch einen Reaktorantrieb.‟ McCoy zuckte mit den Schultern. Wünsche brachten sie jetzt nicht weiter.

Ein kleines kegelförmiges Shuttle mit verspiegeltem Bug näherte sich derweil dem Gelände und scannte unbemerkt den voluminösen Transporter. Zwei Männer waren an Bord des Neuankömmlings. Einer scannte die Umgebung. „Es werden noch drei weitere Lebensformen im Aktionsradius angezeigt. Humanoide. Zwei außerhalb, einer innerhalb der Siegelblase.‟ Der zweite Mann fluchte. „Tarnmodus aktivieren. Landung auf der anderen Seite des Geländes.‟ Der Pilot ergänzte zusätzlich eine Radartarnung. Sie blieben gerade so weit entfernt von dem gewaltigen Transportschiff, dass sie von den optischen Systemen nicht erkannt wurden. Einer der Männer trug einen engen Overall mit Tarnfunktion. Als er ihn aktivierte, war nur noch seine Silhouette zu sehen, die beinahe mit der Umgebung verschwamm. Vor seinen Augen leuchtete eine Hologrammkarte auf, die ihm den Weg zum Zielobjekt vorgab. Als sich die kleine Luke öffnete, sprang der Mann heraus und rannte im Spurt auf die Mine zu.

Ohne abzubremsen sprang er durch die Versiegelungsblase, ohne dass bis auf ein leichtes Zittern der Luft eine Reaktion erfolgte. Fast roboterhaft rannte er in gleichmäßigen weiten Schritten weiter auf das Hauptgebäude zu, als trüge er Hochleistungsprothesen eines energiegetriebenen Exoskeletts. - An einer peripher angebrachten Codetastatur tippte er eine alphanummerische Zeichenfolge ein, doch die Tür blieb verriegelt. Dann nahm er ein kleines Pad aus der Brustinnentasche und drückte es gegen das Türmodul. Das Gerät sendete in Exhaustionsmethodik selbstreplizierende Codes, bis die Sperre gelöst wurde. Der Mann schlüpfte in das Gebäude. Zielgerichtet eilte er effizient die Flure entlang und betrat das Nottreppenhaus, da die Fahrstühle abgeschaltet waren. An seiner Stirn leuchtete eine Halogenlampe auf, die ihm den Weg zeigte, der in die Untergeschosse des Komplexes führte. Auf einem großen Schild an der Wand stand in militärischer Versal-Schrift: SEKTION C.

Probus streifte derweil an den Gebäuden der Industrielanlagen entlang, um einen Eingang zu finden. Nach ein paar Minuten war er an einer offenstehenden Tür. Seltsam, dachte er, und ging hinein. Weit reichte das Sonnenlicht nicht. Im Innern war sämtliche Energie abgeschaltet. Er ging in den Empfangsbereich des Saales, wo hinter einer Konsole sämtliche Monitore und Leuchten dunkel schliefen. Er lief in einen Flur, in dem Licht durch große runde Fenster hereinschien. Nach einigen Metern erreichte er eine Tür, hinter der ein Raum lag, in dem die persönlichen Gegenstände der Arbeiter aufbewahrt wurden, doch leider war sie verschlossen. Probus ärgerte sich und lief zurück in die Halle. Dann würen ihm die Behörden eben eine neue ID-Card ausstellen müssen.

Ein paar Meter weiter hinten standen mehrere Gelsessel. Dort würde er auf die Control Unit warten, denn die war sicherlich durch seinen Einbruch in die Siegelblase längst unterwegs. Er wunderte sich über die fast schon luxuriöse Einrichtung des Verwaltungsgebäudes, denn der Rusticus hatte nur die Arbeiterhallen und die Mine zu Gesicht bekommen. Die taktile Oberfläche des Sessels passte sich exakt an die Körpermaße des Mannes an. So bequem hatte er noch nie gesessen. Offenbar wurden die Mikrosensoren des Möbels nicht durch eine externe Energiequelle gesteuert sondern funkionierten autonom.

Flosa ächzte. „Es hat keinen Sinn, einen weiteren Startversuch zu riskieren. Wir brauchen geladene Batterien. Das dauert mindestens ein oder zwei Stunden.‟ McCoy grinste sie frivol an. „Ich hätte da eine Idee, wie wir die Zeit überbrücken könnten...‟ Flosa sah ihn kalt an. „Hey! Das war eine einmalige Sache zwischen uns.‟ Der Co-Pilot schaute pikiert zu seiner Kollegin. Sie legte ihr Headset zur Seite und stand auf. „Ich werde mal schauen, wo unser Passagier hingelaufen ist.‟ McCoy zog die Stirn kraus. „Wieso? Was interessiert dich der Typ? Sag mal... Hattest du was mit dem?‟ Flosa sah entrüstet zu ihm. „Was? Nein! Natürlich nicht. Wie kommst du auf so einen Schwachsinn?‟ McCoy verzog den Mund. „Wieso gehst du ihm hinterher?‟ Flosa tat so, als sei das naheliegend. „Na, wegen der Siegelblase. Ich habe keine Lust von der Control Unit auch noch aufgehalten zu werden, falls unser Freund einen Alarm auslöst.‟ Und schon schlug sie auf den Schalter, der die Außenluke wieder öffnete und verschwand. McCoy rief ihr hinterher: „Sei rechtzeitig wieder zurück. Sonst muss ich ohne dich fliegen. Die Firma wartet eh schon ewig auf ihr Erz.‟ Er ärgerte sich. Hätte Prospect Enterprises statt dieses alten Schrottkahns in einen modernen Frachter investiert, der über einen Reaktorantrieb und Tanks mit ultraenergetisch verdichteten Brennstoffen verfügte, wären sie längst zurück. Stattdessen mussten sie sich mit diesem instabilen und obsoleten System eines Atmosphärentransporters herumärgern.

Bei Prospect Enterprises warteten sie bereits wie barfüßige Astronauten auf einer heißen Plasmaschicht darauf, dass die Fracht endlich kam. Ingenieurin Dr. Greenfield hatte eine Krisensitzung einberufen, nachdem der Antriebsschaden der Magna Nuntia bekannt geworden war. Man war im Vorstand nicht gewillt, noch länger auf die Lieferung zu warten und hatte beschlossen, mit mehreren kleineren Fähren die Ladung der MN abzuholen. Greenfield kontaktierte Gravis. Er dürfe bei Interesse gern mitfliegen. Das ließ sich der Koloss nicht zwei Mal sagen und stieg freudig in einen Rover, in dem mehrere Piloten zu ihren Fähren gebracht wurden. Die Steuerungskapseln klinkten leere Container ein und starteten bereits eine knappe Stunde später Richtung Tagebaugelände. Gravis hatte sich auf einem Doppelsitz festgeschnallt. Es war ein Wunder, dass der Anschnallgurt lang genug war, um über seine Brust und die breiten Schultern zu passen.

Der Atmosphärenflug dauerte nur wenige Minuten. Der Custos konnte im Anflug bereits die gewaltige Magna Nuntia sehen: Hinter der kleinen Pilotenkanzel reihten sich riesige Containermodule 450 Meter lang hintereinander. Die insgesamt 20 Fähren landeten in der Nähe. McCoy hatte inzwischen versucht, Flosa zu kontaktieren, aber er hatte keine Funkverbindung mit ihrem Mobilcom aufbauen können. Vermutlich, so ahnte er, war sie doch in die Siegelblase eingedrungen. Der Co-Pilot hatte die bordseigenen Arbeitsroboter und einen Hydraulikkrahn aktiviert, um die einzelnen Containermodule an die Fähren zu docken. Das Umverladen würde einige Zeit in Anspruch nehmen. Zusätzlich packten einige Besatzungsmitglieder der Fähren, ausgerüstet mit elektrischen Exoskeletten, an.

McCoy unterzeichnete gerade mit seinem Daumenabdruck die Frachtpapiere, als Gravis auftauchte. „Ist Flosa in der Kanzel?‟ McCoy schüttelte den Kopf. „Nein, sie ist zum Industriekomplex gelaufen. Diesem Terraformingheini hinterher, den wir mitgenommen hatten.‟ Der Muskelmutant eilte sofort los. McCoy rief noch hinterher: „Das Gelände ist versiegelt. Da kannst du nicht...‟ Seufzend brach er ab. Der Custos war schon weg. Verdammt schnell für so einen gewichtigen Kerl, staunte er. Der brachte doch sicherlich weit über drei Zentner auf die Waage. McCoys Steuerelement piepste. Ein Annäherungsalarm. Aufstöhnend sah er auf dem Monitor eine kleine Flotte Raumschiffe der VA-Behörden. Vermutlich war die Control Unit gekommen, um den Einbruch in die Siegelblase zu erkunden. Womöglich hielten sie die Anwesenden für Minenräuber. Das fehlte noch! Er stellte sich auf viel bürokratische Erklärungen ein. Das würde kompliziert werden.

Und das hatten sie alles Flosa zu verdanken, die diesen Terraformingtypen hatte mitnehmen wollen. Irgendwas irritierte ihn an diesem Probus. Das war doch kein Bürohengst gewesen! Der hatte mehr wie ein Arbeiter ausgesehen. Was lief hier, wovon er nichts wusste? - Keine zehn Minuten später hatten sie Gewissheit. 30 Personen der Control Unit schwärmten aus und verlangten sämtliche Verifizierungscodes, Genehmigungen, Betriebserlaubnisse, Pilotenberechtigungen und Frachtpapiere. McCoy und Greenfield wurden verhört. Ein Trupp der CU sicherte DNA-Spuren an der Versiegelungsblase und betrat das Gelände, um die Eindringlinge festzunehmen. Die Mitglieder des Außenteams erinnerten dabei an Venatoren der STC in ihren martialischen und gepanzerten Uniformen.

Die kaum sichtbare Gestalt tauchte vor dem Tarnhologramm im Untergeschoss auf. Der Gang schien hier zu ende zu sein, doch die Person stutzte und streckte eine Hand aus. Sie verschwand hinter dem Scheinbild. Ein Grinsen erschien auf ihrem Gesicht, sie trat vor und stand nun vor einer Tür zu der geheimen Section C. Zellentüren gingen hier seitlich ab. Der Eindringling nahm einen kleinen Scanner aus seiner Brusttasche und hielt ihn an die erste Tür. Dann ging er weiter zur zweiten und wiederholte den Vorgang. Schließlich blieb er zufrieden stehen. Ein Sicherheitsmodul blinkte rot. Hier musste der Öffnungskeycode eingegeben werden, um die Tür zu entriegeln. Wieder holte die Gestalt das kleine Decodiergerät hervor und war nach 17,4 Sekunden erfolgreich: Die Tür öffnete sich zischend.

Flosa hatte die Versiegelungsblase durchbrochen und war zum Hauptgebäude der Verwaltung gelaufen. Die Eingangstür stand offen. Sie schlich sich vorwärts. Wo war Probus nur hin? Eigentlich war alles schon zu spät. Er hatte die behördliche Barriere durchbrochen und sich strafbar gemacht. Sie musste ihn von hier wegbringen. Plötzlich hörte sie hinter sich ein Geräusch. Sie warf sich herum. „Probus! Warum bist du hier eingedrungen?‟ Der Rusticus sah sie mit großen Augen an. „Ich... Es muss noch jemand hier sein. Die Tür war schon offen.‟ Flosa machte ein ungläubiges Gesicht. „Warum sollte die CU die Tür ungesichert lassen? Wer sollte denn noch hier sein? Das Areal ist geräumt worden.‟ Da wusste der Rusticus auch keine Antwort zu geben. Im nächsten Moment stutzte Flosa. Ihr Blick lenkte sich auf den dunkleren Bereich der Eingangshalle, wo ein Flur in der Schwärze der Finsternis verlief. „Wo führt der hin?‟ Probus war sich nicht ganz sicher. „Ich glaube da geht es zu den Aufzügen.‟ Flosa verstärkte ihre Leuchte. „Lass und da mal langgehen. Ich habe so das Gefühl, dass wir nicht allein sind.‟ Der Rusticus folgte ihr. „Aber die Energie ist abgeschaltet.‟ Flosa schien das nicht zu interessieren. Sie steuerte auf die Aufzüge zu. Notfalls würden sie eben das Treppenhaus nehmen.

Gravis war außer Atem. Ausdauerleistungen waren nicht sein Ding. Vorgebeugt hatte er das Hauptgebäude erreicht. Die Eingangstür stand offen. Aber er musste erst ein paar Augenblicke tief Luft holen und wieder zu Atem kommen. Die gewaltige Brust senkte und hob sich. Die Adern an seinen Muskelbeinen zeichneten sich deutlich unter der Haut ab. Mit offenem Mund stützte er sich auf seine Knie und spuckte auf den Boden. - Als er wieder einigermaßen erholt war, betrat er die Eingangshalle. „Flosa? Bist du da?‟ Er rief lauter, aber niemand antwortete. Innen war es dunkel. Nur auf den ersten Metern gab das Sonnenlicht etwas Sicht. Sie musste hier sein, war sich der Custos sicher. Die Tür stand ja nicht zufällig auf.

Seltsam war allerdings, dass Flosa den Entriegelungscode kannte. Er stampfte weiter in die Dunkelheit vor. „Flosa. Ich bin es. Gravis. Bist du hier?‟ Dieses Mal hatte er geflüstert. Er lauschte auf eine Antwort, aber es war nichts zu hören. Oder? Doch da war eine Tür zugeklackt. Am Ende des Korridors. Er lief schwerfällig in die Richtung, erreichte die Aufzüge, aber die abgestellte Energie machte sie funktionslos. Dann sah er die Stahltür, die er wohl gehört hatte: das Treppenhaus. Gravis riss sie auf und überlegte, ob er ins Ober- oder Untergeschoss steigen sollte. Da hörte er von unten wieder ein Geräusch. Er entschied sich für den Keller und nahm jeweils vier Stufen auf einmal. Wäre die Treppe aus Metall gewesen, hätte sie unter den 175 kg gezittert und geächzt, aber der massive Beton zeigte keine Reaktion. Der Muskelkoloss fand sich in einem Flur wieder, der in einer Sackgasse endete. Woher waren die Laute gekommen?

Das Außenteam der CU sicherte die Eingangshalle, dann liefen acht Personen zum Treppenhaus, zückten kleine Defensivwaffen, sogenannte Cortex-Blockierer, und drangen zu den Treppen vor. Mit Handzeichen befahl der Anführer vier Leute nach unten, er selbst und drei weitere Kameraden sprangen in ihren Kampfstiefeln die Stufen nach oben hoch. Das Quartett, das zum Untergeschoss unterwegs war, sah sich plötzlich einem gewaltigen Custos ausgesetzt. Das Ungetüm hob überrascht die Hände und ergab sich. Die Männer brachten den Koloss zu viert zu Boden, bogen ihm die massiven Arme zurück und legten ihm Handfesseln auf dem Rücken an. Einer der Uniformierten wollte wissen, warum er hier eingedrungen war. Gravis erzählte kurzatmig, dass er auf der Suche nach Flosa war.

Per Funk rief einer der Leute das restliche Team zu sich. Einer der CU-Mitglieder stellte einen Stiefel auf den muskulösen Rücken des Überwältigten und befahl ihm, sich nicht zu bewegen. Sicherheitshalber richtete er den Cortex-Blockierer auf den Gefangenen. Plötzlich schien das Kopfende des Korridors zu verschwimmen. Irgendetwas bewegte sich durch den Raum. Es war nur eine schwache Silhouette auszumachen. Einer der CU-Männer warnte: „Hier ist jemand! Achtung!‟ Gerade erschienen die vier anderen des Teams. Aber die Gestalt raste an ihnen vorbei. Bis der Anführer begriff, was vor sich ging, war es zu spät. Er fluchte. Gravis schrie qualvoll auf. Die Uniformierten sahen ihn verständnislos an. Niemand wusste von seinen Hodenelektroden, die auf Flüche reagierten.

Der Anführer gab durch Funk eine Warnung durch. „Unbekanntes Objekt auf der Flucht. Vielleicht mit einer Art Tarntechnologie ausgestattet. Wir haben hier unten noch eine zweite verdächtige Person. Ein Custos. Er ist gesichert. Wie gehen wir weiter vor?‟ Sein Vorgesetzter wies das Team an, das Gebäude weiter abzusuchen. Es mussten noch zwei weitere Personen dort sein. Der Anführer sah sich um. „Wo kam dieses Wesen her?‟ Er ging zu dem Flurende und berührte die Wand... und stach hindurch. „Ein Hologramm. Vorwärts! Vier Personen bleiben bei dem Gefangenen.‟ Die anderen Uniformierten verschanden hinter dem Scheinbild und fanden sich im Zellentrakt der Sektion C wieder. Eine der Türen stand weit auf. Drei offenbar bewusstlose Personen lagen dort. Der Bio-Scanner zeigte an, dass sie unverletzt waren: zwei Männer und eine Frau. Einer der Liegenden war nackt und trug eine Castitasschelle.










Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:22.07.18 18:32 IP: gespeichert Moderator melden


~ LXIV ~


Timiditas wollte seinen Augen nicht trauen. Da stand er nun vor der berühmten Exdiktatorin Augusta Regina in persona. Allerdings nicht lange, musste er qualvoll feststellen, denn zwei Wächterinnen in Ledersuits traten ihm in die Kniekehlen, so dass er hart auf die Knie fiel. Seine großen Brüste wankten herum und zogen mit ihrem Gewicht dank der Gravitation schmerzhaft. Sogar seine schweren Hoden spürte der Munus bei der Landung auf dem Boden. Er verzog das Gesicht und sah devot nach unten. Die Tyrannin lachte. „Wer hätte gedacht, dass ich im Alpha Dominion noch einen Custos und einen Munus finde.‟

Timiditas vermutete, dass er ihr als Lustsklave dienen sollte, aber die Majestät hatte offenbar andere Pläne. „Du wirst unser Gründungsmelkmunus sein. Deine Ernte wird besonders wertvoll sein. Freue dich, Sei stolz darauf, mir auf diese außerordentlichen Weise dienen zu dürfen.‟ Timiditus wurde abgeführt. In seinem Kopf drehte sich alles. Bald würde er den unsäglichen Druck aus seinen großen Hoden los. Aber zu was für einem Preis?! Spätestens nach einer Schicht würde er die Melkmaschine hassen. Es waren sowieso nur ruinierte Orgasmen. Ejakulationen ohne auch nur die geringte Befriedigung. Und schmerzhaft. Die Stimulation erfolgte mit Stromimpulsen. Seine Erinnerungen daran waren so klar, als hätte er es gestern erst erlebt.

Die Wächterinnen brachten ihn aus dem Gebäude und führten ihn etwa 200 Meter über das mit Klingendraht eingezäunte Gelände zu einem weiteren der vielen Container. Im Innnern erinnerte ihn viel an die Melkställe auf Regina. Doch hier gab es nicht gleich 30 sondern nur einen Kastenstand, eine Gitterbox, in die er geschoben wurde. Eine Spreizstange an den Füßen sorgte für eine restriktive Haltung; der Torso war weit vorgebeugt und ebenfalls fixiert. Links und rechts von der nur wenige Zentimeter breiten Bruststütze hingen nun seine großen Brüste hinab wie Euter. Eine Indagatrix im weißen Kittel begrüßte Timiditas freundlich wie einen willkommenen Gast.

Nun folgte die weitere Prozedur, die er noch genau kannte: Einen Schlauchknebel brachte sie bei ihm an, wie auch die übliche Analsonde und schießlich noch das Herzstück - die Saugglocke, die sich über seinem voluminösen Munuspenis stülpte und dort festsaugte. Neu war, dass auch seine gigantischen Hoden fixiert wurden: Dazu erhielt er um seinen Hodenring ein Metallseil, das am Boden festgezurrt wurde. Durch das Bruststützbrett konnte er sich aber nicht weiter nach unten beugen, so dass seine dicken Bälle empfindlich in die Tiefe gezogen wurden. Der Sinn dahinter erschloss sich dem Melkmunus nicht. Sollte er damit gequält werden? Sollten die Hoden nicht schwingen? Sollten die Samenstränge gedehnt werden?

Timiditas versuchte hinter sich zu schauen, doch schon folgte die nächste Restriktion: Die Indagatrix setzte ihm eine Augenbinde auf. Sie saugte sich passgenau auf die Augenlider. Dann hörte er eine weibliche süße Stimme: „Dann wollen wir mal schauen, wie produktiv unser Exemplar ist.‟ Eine Sekunde später schaltete sie die Analsonde an, die die Prostata des Munus reizte. Anfangs spürte er ein starkes Kribbeln, aber dann drehte die Frau den Amperewert hoch. Timiditas erinnerte sich nun exakt an die Gefühle zu seiner Zeit als Melksklave auf Regina. Und er wusste, dass das höchste Level noch lange nicht erreicht war.

Die Indagatrix konnte ihn länger bearbeiten, oder sie würde die Voltzahl aufdrehen und ihn sehr schnell zur Ejakulation bringen. Das würde sie mehrfach wiederholen. Die Geräte schalteten stets so ab, dass es nicht zu einem Orgasmus kam. So würde sich angeblich die Ejakulatsquantität steigern lassen. Außerdem trug er noch den Security-Chip, den die Frau offenbar per Funkdaten modifiziert hatte. - Jetzt steigerte die Indagatrix die Stromstärke und sorgte für eine erste Ernte, die in einem Auffangzylinder gekühlt aufbewahrt wurde.

Nach zwei Minuten Pause begann das Gerät erneut mit dem Melkvorgang. Timiditas wusste, was ihm bevorstand. Es würde noch viel schlimmer werden. Er stand erst ganz am Anfang. Wie lange würde er gemolken werden, bevor er in die Regenerationsbox durfte? Er musste sich fatalistisch in sein Schicksal ergeben, denn auch Rufe nach Gnade und Erbarmen nützten ihm nichts. Zum einen hatte die Indagatrix keinerlei Mitleid, zum anderen würde sie ihn gar nicht hören, denn sein Gebrabbel hinter dem Schlauchknebel war unverständlich. Trotzdem greinte er in das schwarze gehärtete Silikon.

Es gab 20 Millionen Munuswesen. Davon war er der einzige auf Naturalis Sidus in den Fängen der Tyrannin. Wie konnte man so viel Pech haben!? - Die Analsonde bohrte und wühlte mit ihren Elektronen in seinem Hintern und brachte ihn erneut an den Rand eines Höhepunktes, als die Maschine wieder abschaltete und die Ernte absaugte. Es war frustrierend und demütigend zugleich. Und in den folgenden Minuten erinnerte er sich daran, wie schmerzhaft es werden konnte. Die Indagatrix wiederholte die Prozedur, wieder und wieder, bis sie kaum nur noch wenige Milliliter erntete, obwohl sie mittlerweile maximale Volt- und Amperewerte in die Kreatur jagte, dann endlich ließ sie von dem entkräfteten Munus ab.

Die Analsonde blieb an Ort und Stelle. Die Frau zog lediglich die Saugglocke von dem Phallus. Die gesammelte Flüssigkeit befand sich in einem zylinderförmigen Glasgefäß. Die Indagatrix zog ihn von der Melkmaschine ab und betrachtete das weißliche viskose Liquid. Zufrieden grinste sie. Für die sieben Durchgänge war das ein guter Tagesertrag. Wenn der Sklave täglich diese Quantität aufrecht erhielt, würden interessante Laboruntersuchungen damit stattfinden können. Sie ließ den Munus allein in seiner Box.

Timiditas spürte den gereizten, pochenden Phallus und die dumpfen Schmerzen in seinen großen Hoden. Die sieben Ausläufe hatten ihn in einen sexuell höchst frustrierten und geilen Zustand gebracht. - Nach einigen Minuten fragte er sich, ob er die ganze Nacht hier im Melkstand stehen sollte. Doch kurz darauf erschien wieder eine Indagatrix und befreite ihn vom Nährstoffknebel und den Fixierungen. Sie brachte ihn in eine Regenerationsbox, wie er sie von Regina kannte. Timiditas wollte nach Nahrung fragen, aber die Frau war schon wieder weg. Als erstes legte er sich zusammengekauert auf den Boden seines Käfigs und merkte, wie er müde wurde und ihm die Augenlider, schwer wie Blei, zufielen. Er konnte nicht mal mehr einen vernünftigen Gedanken fassen, da war er bereits eingeschlafen.

Seine fötale Haltung führte dazu, dass sich die gewaltigen Brüste und der überdimensionierte Hodensack samt Munusphallus berührten. Um sich auszustrecken, dazu war die Unterbringung viel zu klein. Die Frau in dem weißen Kittel stellte das Glasgefäß in eine thermische Zentrifuge, die den Inhalt herunterkühlen und einige Komponenten extrahieren würde, und schaute sich um. Es war niemand in der Nähe. Sie steckte ihren rechten Zeigefinger in die Flüssigkeit und holte eine Portion hervor, beugte sich vor und naschte daran. Genüsslich leckte sie sich über die Lippen.

Sie verfügte zwar über einen Androiden, der über ein Erotikprogramm verfügte, aber ejakulieren konnte er nicht. Der Rechenkern des Androiden war durch künstliche Synapsen mit dem organischen Gehirn eines männlichen Adelsmannes von Regina gekoppelt, so dass das Individuum zwar alles miterlebte, aber wie ferngesteuert nichts gegen das programmierte Verhalten des Androiden machen konnte. Das erregte die Indagatrix besonders: Sie konnte Sex mit einem perfekten Androiden und zugleich mit einem realen Mann haben. Es war eine geniale Idee von Augusta Regina gewesen, die männlichen Gehirne in Androiden zu integrieren, damit zu verstecken und zugleich nutzbar zu machen.

Leider konnte sie sich heute nicht an dem Lovetoy erfreuen, denn sie hatte noch genug Arbeit vor sich. Das Ejakulat musste analysiert und bearbeitet werden. Die Herrscherin wollte Ergebnisse. Ob sie neue Munuswesen züchten wollte? Doch dazu benötigte sie mindestens einen männlichen Humanoiden. Bisher hatte sie nur die Gehirne der Adelsmänner, die in künstlichen Körpern steckten. Um relevante Laborwerte zu erhalten, benötigte sie noch weit größere Mengen an Ejakulat. Ob der einzelne Munus diese Ernte erzielen konnte, war fraglich. Morgen musste der Ertrag auf jeden Fall signifikant erhöht werden. Sie würde zusätzliche Elektroden an den Hoden anbringen, um die Stimulation zu steigern.

Die Indagatrix zog ihren Kittel aus und tippte eine alphanummerische Folge auf einem Pad ein, um die Außentür der Containerkonstruktion zu öffnen. In der Umgebung waren metallene und pneumatische Geräusche von Robotern zu hören, die an einem Gebäudekomplex arbeiteten. In wenigen Wochen sollten hier die ersten Basisobjekte stehen, die den Baracken und Containerquadern nicht mehr ähneln würden. Regentin Augusta gründete eine neue Stadt. Es sollten hohe und gewaltige Wohnhabitate aufragen. Von hier würde sie ihre neue Macht, ihre neue Staatsgewalt ausüben. Eines Tages würde sie aus dem Alpha Dominion heraus die Vereinigte Allianz stürzen und sich in ihrer Hegemonie über die gesamte Galaxie ausbreiten.

Der Verlust ihres Heimatplaneten war eine zu große Kränkung gewesen. Diese Demütigung würde sie niemals akzeptieren. Doch dazu musste sie zunächst mit dem Alpha Dominion eine Allianz schmieden, denn sie alleine mit ihren 5.000 Militärs und ihren nutzlosen 14.500 Edeldamen konnte militärisch nichts erreichen. Auch die rasant ansteigende Zahl von Androiden war nur ein Tropfen H2O auf der Oberfläche einer Sonne. Das Alpha Dominion jedoch verfügte über eine gewaltige Streitmacht, die es mit der Vereinten Allianz aufnehmen könnte. Die Despotin fragte sich, wie sie die Regierung des AD von einem Feldzug gegen die VA überzeugen würde. Wer führte schon sorglos einen Krieg gegen 128 Milliarden Humanoiden mit modernster Technik?

So viel Augusta Regina wusste, lebten im AD weitaus weniger Lebensformen, darunter war nur eine Minderheit der Kulturen humanoid. Das Bündnis bestand aus zahlreichen polymorphen Kreaturen, die einst selbst untereinander Kriege geführt hatten. Als politische Koalition hatten sie sich vor einigen Jahrhunderten zum Alpha Dominion zusammengeschlossen, um ein Gegengewicht zur Vereinigten Allianz zu bilden. Aber das war alles noch Zukunftsmusik. Für einige der Praefectas war es eine Utopie, doch Augusta Regina hielt fest daran und wollte die neue Weltordnung bedingungslos realisieren. Wie lange es auch dauern mochte! Und so bauten die Androiden und Roboter weiter an Habitaten, Kugeldächern und Komplexen.

Besonders die Edelfräulein sehnten sich nach Palästen und Lustgärten. Zwar waren die Exilantinnen noch am Anfang, aber hier auf Naturalis Sidus sollte eine neue Heimatwelt für die Feministinnen entstehen. Früher oder später würde Regina den gesamten Planeten für sich beanspruchen. Die Okkupation war nur eine Frage der Zeit. Dabei musste die Tyrannin diplomatisch vorgehen, denn sie durfte es sich nicht gleich mit ihren Partnern des Alpha Dominion verscherzen. Sie brauchte das Bündnis als Hilfe gegen die übermächtige VA. In täglichen Geheimsitzungen sondierten die hohen Militärs die Lage und entwickelten Strategien.

Die Ex-Majestät schritt in ihrem provisorischen Domizil umher und räusperte sich. „Aufnahme!‟ Ihre Stimme wurde auf einem Datenmodul gespeichert und sofort verschlüsselt. „Liebe Schwestern auf Regina im Untergrund! Ich weiß, dass ihr in der schweren Zeit der Unterdrückung durch den Feind eine harte Prüfung durchmacht. Aber ich kann euch versichern, dass eure geliebte Führerin euch nicht vergessen hat. Ich bereite einen Rückschlag vor, der die gesamte Vereinigte Allianz eliminieren wird. Liebe Schwestern! Wir werden, gemeinsam mit dem Alpha Dominion, die VA in die Knie zwingen und eine neue Welt schaffen, die größer und herrlicher sein wird, als je zuvor. Jeder männliche Humanoid wird ein Sklave sein, wie die Natur es vorgesehen hat. Wir werden siegen und können stolz der Zukunft entgegenblicken. Ich beschwöre euch: Bleibt stark und schadet dem Feind, wo ihr ihn findet. Schon bald werdet ihr im Glanz der neuen Macht stehen, die ich euch bringe. Eure Regentin Augusta Regina. Aufnahme Ende!‟

Die Despotin öffnete mit einer Wischbewegung ihren Anzug aus intelligenter Synthetik, die sich von ihr löste, wie ein niedergeworfener Umhang. Nackt stand sie da und präsentierte ihren königlichen Leib einem wandgroßen Spiegel. Ihr gefiel, was sie sah. Sie war mehr Göttin als Königin! Es war unwürdig, sie auf einen heißen Planeten am Arsch des Universums zu verbannen. Sie würde zurückkehren wie eine tobende Supernova und alle wie ein Schwarzes Loch verschlucken, die sich ihr in den Weg stellten. Die aufgenommene Botschaft würde sie auf krypto-codiertem Weg auf den Planeten Regina schicken. Sie war sich sicher, dass die alten Entschlüsselungsphrasen nicht in die Hände des Feindes gefallen waren.

Als nächstes zog sie sich eine offiziell wirkende, majestätische Uniform an und bereitete sich auf das Treffen mit einem Abgesandten des Alpha Dominion vor: Der Generalgouverneur von Naturalis Sidus hatte einem Gespräch zugestimmt, in dem Regina ihre hegemonischen Vorstellungen erklären wollte. Der oberste Führer des Planeten kam in ebenfalls prunkvoller Garderobe, flankiert von reptilienartigen Wesen in martialischen Rüstungen und Lasergewehren, jeweils gute zwei Meter groß. Der Generalgouverneur war zumindest hauptsächlich humanoid, obwohl er eine seltsame Knochenstruktur auf der Stirn zeigte und seine Augen durchgehend schwarz waren. Ob er überhaupt so etwas wie Pupillen oder eine Iris besaß, konnte Regina nicht feststellen. Die Lippen des Mannes waren hart wie aus Horn. Die Stimme hörte sich ein wenig pfeifend an. „Ich sehe, SIe haben sich schon gut eingelebt in ihrem neuen Zuhause.‟ Er lächelte, wobei die Lippen knarrten wie altes Leder. Die Exilantin lächelte kühl zurück. „Nun, wir machen das Beste aus der Situation.‟

Auch Regina war nicht alleine bei dem Symposium. Vier Pretorias waren als Leibgarde anwesend. Sie trugen auf ihren Uniformen noch immer das Emblem der königlichen Regina. Die beiden Gesprächspartner setzten sich gegenüber an einen Tisch. In der Mitte des Möbels konnte eine große holografische Darstellung erscheinen. Regina erläuterte zunächst mit einer Übersichtskarte, welche Regionen der VA am leichtesten zu okkupieren wären. Sie stellte einen militärischen Plan vor, der aufzeigte, welche Raumflotte bei welcher Strategie nötig wäre, um die Defensiveinheiten der VA zu besiegen. Durch ihre kriegerische Auseinandersetzung kannte sie die Schiffe, Waffen und den Umfang des Miltärs. Ihr fehlte allerdings Wissen über die Armee des Alpha Dominion. Regina machte den Feldzug gegen das verfeindete Bündnis dem Generalgouverneur schmackhaft und lief damit offene Türen ein, denn der Mann versprach sich davon einen weiteren Aufstieg in der Hierarchie des AD. Die Exil-Regentin lächelte breit. Der erste Schritt war getan. Jetzt musste der Generalgouverneur im Rat des Sol-Systems für die Offensiv-Kampagne gegen die VA sprechen.

Derweil hatte eine Indagatrix zwei ovale Klebeelektroden an Timiditas´ Hoden angebracht. Ihre Vorgesetzte verlangte mehr Ejakulat. Es würde schwer werden, die geforderte Quantität zu ernten, das wusste die Indagatrix. Bereits jetzt arbeitete sie auf Hochleistung. Der Munus war kaum noch in der Lage, sich zwischen den Melkeinheiten zu regenerieren. Innerhalb weniger Tage war das Volumen der Hoden um zehn Prozent gewachsen - ein Phänomen, dass von Hochleistungsmelkmunuswesen bekannt war. Sie würden sogar weiter an Umfang zunehmen. Aber irgendwo gab es eine Grenze der Leistungsfähigkeit. Da halfen auch zusätzliche Stimulationen oder Disziplinarstrafen nichts.

Die Indagatrix hatte bereits eine ausgeprägte Tachykardie an dem Munus festgestellt. Sollte sie ihn noch intensiver traktieren, könnte er Schaden nehmen. Es konnte nur die Alternative geben, weitere Munuskreaturen herbeizuschaffen. Doch im gesamten Alpha Dominion gab es kein einziges Exemplar - bis auf ihr Unikum im Laborcontainer. Sie näherte sich von hinten dem Wesen, dessen Oberschenkel zitterten. Wieder und wieder jagte die Analsonde Strom zwischen seine Hinterbacken. Das Programm erzeugte dabei ausgekügelte Impulse, die in Dauer, Intensität und Art wechselten. Der Saugzylinder über dem großen Phallus arbeitete surrend vor sich hin. Die dicken Hoden schwanken hin und her. Wenn ein Stromstoß durch die Bälle schoss, zuckten sie nach oben und fielen wieder schwer in ihrem Sack herab, wie es die Gravitation bestimmte. Dumpf brüllte der Munus in seinen Knebel, in den in regelmäßigen Abständen eine Nährflüssigkeit gespritzt wurde, die die Produktion von Ejakulat forcieren sollte.

Die Indagatrix betrachtete die Szenerie fasziniert. „Nun mach schon! Spritz mehr ab! Der Kolben muss heute noch voll werden. Vorher kommst du nicht in deine Box zurück!‟ Timiditas wimmerte in seinen Knebel und zerrte an den Fixierungen, aber er wusste, dass die Frau ihr „Versprechen‟ wahrmachen würde. Er konnte nichts dagegen tun. Sie würde den letzten Tropfen aus ihm heraussaugen. Die Indagatrix drehte an den Reglern der Melk-Power-Unit und ließ den Munus vor ihr wild und dumpf aufstöhnen.

Am Abend hatte sie 15 Prozent mehr geerntet als am Tag zuvor. Sie brachte die völlig entkräftete Kreatur in seine Box. Unterwegs stolperte der Munus auf zitternden Beinen und kroch schließlich hastig in seinen Käfig. Der Insasse spürte ein brennendes Verlangen nach einem Orgasmus, obwohl sein Phallus und seine Hoden heftig schmerzten, aber die vielen ruinierten Kulminationen hatten ihm keinerlei Erleichterung verschafft, sondern seinen Trieb nur immer weiter in die Höhe geschraubt. Obwohl sein Phallus durch die Saugglocke gereizt war, hätte er vermutlich onaniert, doch er wusste, dass der Security-Chip in seiner Eichel aktiviert war, wenn er sich in der Regenerationsbox aufhielt. Daher versuchte er es erst gar nicht. Er hielt sich die gequälten Hoden wie eine Melone und streichelte vorsichtig über die Haut.

In der Nährstofflösung, die er im Melkstall erhielt, war ein zeitversetzt wirkendes Hypnotikum, dass ihn bald in einen erlösenden Schlaf versetzte. Seine Hände lösten sich von den Hoden, sein Kopf sank zur Seite, die Beine streckten sich bis zum Gitter aus. Die Indagatrix kam näher und steckte ihren langen Disziplinarstab in die Box und stieß seine Brust an, dann wiederholte sie die Berührung mit dem Hodensack. Die Kreatur bewegte sich nicht. Zufrieden verließ die Frau den Raum. In acht Stunden würde sie ihn erneut in den Melkstand bringen und einen neuen Glaskolben mit seinem Ejakulat füllen. Sie erinnerte sich an die Quantitätsmaximumwerte aus dem Melkstall, in dem sie auf Regina gearbeitet hatte. Da waren noch weitere fünf Prozent Platz nach oben. Und die würde sie aus diesem Munus auch noch herausholen. Und wenn er dabei seinen Verstand verlor!

Am nächsten Tag drehte sie die Regler nach und nach höher, und Timiditas brüllte in seinen Knebel. Es war wie jedes Mal: Der Strom quälte seine Prostata und die Hoden, dann stieg die Geilheit so stark an, dass das Schmerzempfinden zurückging, und schließlich kam es zum frustrierenden Auslaufen, während der Strom abschaltete, und die Saugglocke die Ernte aufnahm. Es kam zu keinem Orgasmus, sondern nach wenigen Augenblicken begann der nächste Melkvorgang. Zwischendurch spritzte ihm Nährstofflösung durch den Schlauchknebel in den Schlund. Sie schmeckte nach Ejakulat.

Nach der nächsten Schicht warf sich Timiditas vor der Indagatrix schluchzend zu Boden und bettelte um Gnade. Er ahnte, dass seine Aktion keine Wirkung haben würde, aber er konnte einfach nicht so weiter machen. Sofort eilten zwei Androiden herbei und fixierten ihn. Mit Impulsstäben bearbeiteten sie den resistenten Munus an seinem Hintern, den dicken Hoden und den großen Brüsten. Sofort fügte sich die Kreatur und eilte zu ihrer Regenerationsbox. Die Frau schüttelte schmunzelnd den Kopf.

Auf dem weit entfernten Planeten Regina kam der Hyperspeed-Datenstrom mit der Botschaft der Ex-Majestät in den diversen Verstecken der Rebellinnen an und machte ihnen Mut für den weiteren Kampf im Untergrund gegen die Besatzungsmacht. Ein Edelfräulein, das eine 30-köpfige Frauenschar anführte, jubelte. „Wir werden die VA zurückdrängen und vernichten. Bald ist unsere Herrscherin wieder da. Ein Hoch auf Augusta Regina!‟ 60 Arme wurden begeistert hochgerissen. Ein Chor aus hellen Stimmen ließ seinen Emotionen freien Lauf. Auch die zwölf Rusticusse und acht Munuswesen der Gemeinschaft beteiligten sich enthusiastisch an dem Beifall. - Und an vielen anderen Orten des Planeten jubelten in Hochstimmung Edelfräuleins, die auf die Rückkehr ihrer Regentin hofften. Hatten sie erst ihr Reich zurückerobert, so würden die Verräter dafür bezahlen, übergelaufen zu sein. Munuskreaturen und Rusticusse, die sich der VA angeschlossen hatten, sollten für ihr schändliches Verhalten büßen müssen!

Diesen Optimismus teilten die 500 verkauften Edeldamen nicht, die inzwischen tief im Alpha Dominion auf einem Sklavenmarkt angeboten wurden. Regina hatte sie eiskalt geopfert, um ihre Kolonie auf Naturalis Sidus zu bekommen. Längst war den versklavten Weibern ihr Hochmut genommen worden. In Geschirre gekleidet standen sie in Plexiglaskästen zum Verkauf bereit. Und als wäre es nicht furchtbar genug, als Sexsklave zu enden, so interessierten sich auch noch äußerst bizarre insektoide Lebensformen für die Leibeigenen, die aus den Tiefen des Alpha Dominion und aus fremden Kulturen stammten, von denen die Frauen keine Ahnung hatten, was sie dort erwarten mochte. Die zierlichen Damen waren als Arbeitskräfte völlig ungeeignet, und so war ihnen klar, dass sie als Sexspielzeug enden würden.

Gerade standen zwei Gestalten vor einem der Schaukästen und diskutierten mit dem Verkäufer. Er pries die Dame als besonders edel an. „Sie ist außerordentlich eng gebaut. Ich kann sie nur empfehlen. Sie wird Ihnen größtes Vergnügen bereiten.‟ Der linke Mann, gekleidet in einer Panzerrüstung, ragte etwa zwei Meter in die Höhe und war breit und muskulös gebaut. Sein Gesicht war mit Schuppen bedeckt, die Augen lagen tief und klein unter einem dicken und wulstigen Stirnknochen. Im Gesicht der Edeldame war Panik eingebrannt. Ob dieser reptilienartige Außerirdische überall so kräftig gebaut war? Womöglich mit Schuppen bedeckt?

Der insektoide Kunde wog den Kopf hin und her. Er wollte wohl den Preis drücken und betonte die kleine Oberweite der Sklavin. Einen Dilithiumstreifen holte er hervor und spielte damit zwischen seinen dicken Fingern. Der Verkäufer schüttelte lächelnd den Kopf. „Mindestens drei Streifen ist sie wert. Aber ich schlage Ihnen ein Geschäft vor. Für einen Streifen dürfen Sie sie für eine Tageseinheit testen. Glauben Sie mir: Sie werden begeistert sein.‟ Er lächelte wieder. „Sie ist vielleicht noch ein wenig... widerspenstig. Aber vielleicht mögen Sie das ja? Ein bisschen mehr Temperament?‟ Der potentielle Kunde gab einen hohen sirrenden Ton von sich - das Pendant zu menschlicher Zufriedenheit. Er warf dem Händler den Streifen zu. Der steckte ihn schnell ein und winkte zwei Helfer herbei, die den Schaukasten öffneten und das Objekt der Begierde an ihrem Body-Geschirr packten.

Das Edelfräulein zappelte widerspenstig und versuchte das Duo zu kratzen und zu beißen. Aber die Männer hatten genug Erfahrung mit ihrer Ware, um sie sicher handhaben zu können. Schnell und versiert waren Daumenschellen aus Titan hinter dem Rücken und ein aufpumpbarer Penis-Knebel angebracht. Der Sklavenhändler fragte den Kunden: „Wohin darf ich liefern?‟ Die Insektoide Person nannte ihm den Standplatz seines Shuttles. - Zur Sicherheit war jedem Edelfräulein ein UPS (Universal Positioning System) eingepflanzt, so dass der Kunde nicht einfach mit der Ware abhauen konnte.

Eine Stunde später brachten die Verkäufer das Produkt an Bord. Sie ließen sich die Lieferung mit einem Fingerabdruck signieren und betonten: „Sollte die Ware beschädigt werden, so ist dies dem Kunden in Rechnung zu stellen.‟ Der Reptilienmann griff nach der linken Brustwarze der Sklavin und zwirbelte sie. Das Fräulein quiekte in ihrem Knebel auf, während die Kreatur keckernde und zischende Laute von sich gab. Die Verkäufer nickten sich zu. Einer von ihnen sprach den Kunden an. „Nachdem Sie sich bekanntgemacht haben, gehen wir dann. In einer Tageseinheit holen wir die Sklavin wieder ab, falls Sie sich nicht zum Kauf entschließen sollten.‟

Der Händler hatte bereits 412 Edelfräuleins veräußert, davon schon 155 im Rahmen von Vorbestellungen. Es blieben ihm also noch 88 Stück. Sollte die Blondine dem Insektoiden gefallen, waren es noch 87. Er hatte keine Lust, sie lange durchzufüttern. Notfalls würde er mit dem Preis runtergehen. - Seine Laune stieg erst wieder, als ein bekannter Unternehmenschef einer privaten Gefängniskette und berüchtigter Partylöwe gleich 20 Exemplare für seinen Lustharem bestellte - ein gern gesehener Stammkunde.

Als der Sklavenmarkt schloss, waren nur noch 42 Subjekte vorhanden. Er nahm sich zur eigenen Belustigung zwei der Edelfräuleins mit in sein Schiff und vergnügte sich mit ihnen. Auch seine Mitarbeiter durften sich jeweils eine Sklavin ausleihen, um einen schönen Abend zu haben. Der restliche Bestand wurde zurück ins Schiff in die Transportboxen gebracht. In zehn Stunden würden sie weiterfliegen und ihren Stand auf einem anderen Planeten aufbauen. - Danach musste neue Ware beschafft werden. Vermutlich Arbeitssklaven von Placidus, einem Planeten in einem sechs Wochen entfernten System, auf dem stark beharrte Humanoide lebten, die nur etwa 1,30 Meter groß waren. Sie waren sehr robust und widerstandsfähig gegen Krankheiten, verfügten über hohe Körperkraft und Ausdauer, und ihnen waren aggressive oder dominante Gefühle jeglicher Art fremd und somit sehr einfach zu versklaven und zu führen.

Das Volk von Placidus war zwar Teil des Alpha Dominion und somit kein Freiwild, aber das interessierte den Sklavenhändler nur peripher. Er hatte früher schon hunderte der männlichen Exemplare in Käfigen durch die Galaxie geflogen und für diverse Minen und Fabriken verkauft. Die Behörden schauten gegen ein kleines Entgelt weg. Es waren die perfekten Arbeiter: leistungsfähig, sanftmütig, gehorsam, friedliebend. Sie fanden sich einfach mit ihrem Schicksal ab.

Der Händler hatte die zwei Auserwählten Damen in sein Quartier bringen und fesseln lassen. Er freute sich schon auf die nächsten Stunden. Mit einer Elektropeitsche betrat er den Raum und grinste breit. Obwohl er schon hunderte diverse Kreaturen versklavt hatte, waren diese humanoiden Edelfräuleins von Regina auch für ihn eine Premiere. Vermutlich würde er ein paar davon behalten. Die zwei Gefesselten robbten über den Boden, um sich in Sicherheit vor der Peitsche zu bringen. Der Mann lachte laut und ließ die Peitsche knallen und knistern.
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
Roger_Rabbit
Story-Writer





Beiträge: 3400

User ist offline
0  0  
  RE: Regina Datum:12.08.18 23:10 IP: gespeichert Moderator melden


Ich weiß nicht ...
Ich weiß nicht ...
Irgendwie liebe ich diese Geschichte, suche aber immer noch nach dem Trunk, der dir die Namensgebung deiner Protagonisten gibt. Spielst du Scrabble und würfelst die Namen? Mir fallen immer nur die gebräuchlichsten ein.
Auf Wiederlesen

Detlev
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:15.08.18 19:50 IP: gespeichert Moderator melden


Viele Namen entnehme ich der lateinischen Sprache und gebe den Protagonisten ihrer Type entsprechende Bezeichnungen. Beispiele: Regina = Königin; Animus = Herz; Gravis = schwer; Custos = Wächter; Castitas(schelle) = Sittenreinheit, Keuschheit usw. Die Personennamen aus der Vereinigten Allianz entstammen meist dem Englischen.
Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
Holzfäller
Stamm-Gast

um Rochlitz


Was Du nicht willst, dass man Dir tu, dass mut auch Keinem andern zu.

Beiträge: 175

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:23.08.18 21:43 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Prallbeutel,

all zu viele Komentare gibt es ja nicht zu Deiner Geschichte. Schade eigentlich. Ich für meinen Teil lese sie sehr gern und finde sie spannend. Respekt auch, für den Umfang der Teile.
otto
E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
prallbeutel Volljährigkeit geprüft
Story-Writer



Licentia poetica

Beiträge: 1489

Geschlecht:
User ist offline
  RE: Regina Datum:24.08.18 18:47 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Hallo Prallbeutel,

all zu viele Komentare gibt es ja nicht zu Deiner Geschichte. Schade eigentlich. Ich für meinen Teil lese sie sehr gern und finde sie spannend. Respekt auch, für den Umfang der Teile.


Danke für deinen Kommentar!
Leider bekommt die Story in der Tat praktisch keine Feedbacks. Das fördert nicht gerade meine Motivation, die Geschichte hier zu posten.
Ich freue mich über jeden Post, auch konstruktive Kritik. Angeklickt wird sie ja offenbar oft.

Viele Grüße von prallbeutel
---
Meine kostenlosen Geschichten:
+++ Die gemeine Miriam +++ Das Unzuchts-Komplott +++ Im Reich der Megara +++ Die Nachtschicht seines Lebens +++ Optional Genetics +++ Venus +++ Regina +++
Kurzgeschichten:
+++ Ralfs neues Leben +++ Das Gespräch im Regen +++ Der auferstandene Engel +++ Seine Nummer Eins +++ Amour Libre +++ Die Erben +++ Aller guten Dinge sind drei +++ Das Abschiedspräsent +++ Natascha +++ Friday Talk +++

E-MailProfil anzeigenNachricht senden Nachricht kopieren Nachricht zitieren Nachricht �ndern Nachricht l�schen
Seiten(9) «1 2 3 4 5 6 7 [8] 9 »
Antworten Bei Antworten benachrichtigen
Jumpmenü
Google
Suche auf dieser Seite !!


Wir unterstützen diese Aktion

Impressum v 1.2
© all rights reserved, 2018

Status: Sessionregister
Der Aufruf erzeugte 24 locale und 1 zentrale Queries.
Ladezeit 0.15 sec davon SQL: 0.07 sec.