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  Neue Horizonte - 2
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*Gozar*
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:08.05.18 19:00 IP: gespeichert Moderator melden


Hi HeMaDo

Wie gesagt, ich könnte mir Vorstellen, dass Rebecca hier noch die Welt erzittern lässt, weil jemand IHRER Mara zu nahe getreten ist!
Wenn sich das jemand mit meiner Sub erlauben würde, hätte er jedenfalls nichts mehr zu lachen! !!!!

Gruß Gozar

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Latex ist geil

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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:11.05.18 16:20 IP: gespeichert Moderator melden


Danke für die wieder sehr gelungene Fortsetzung.
Danke an alle Autoren fürs schreiben ihrer Geschichten

Gruß truckercd
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HeMaDo
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Kassel


Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Neue Horizonte - 2 Teil 57 Datum:12.05.18 01:46 IP: gespeichert Moderator melden


57


Mara war viel zu wütend um sich darüber zu wundern, daß die Haustür sich auch ohne ihr Comm einfach öffnen ließ. Anstatt nach oben zu gehen, setzte Mara sich in der Halle auf die Treppe und starrte zur Haustür. Sie versuchte, sich darüber klar zu werden, was eben passiert war.
Im Haus war alles still. Wahrscheinlich lagen Herrin Rebecca und Saphira schon in ihren Betten und schliefen tief und fest. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, daß sie das wohl auch besser machen sollte, immerhin war es schon weit nach Mitternacht. Zwar musste sie morgen nicht in den Laden, da Herrin Rebecca sie dort bis zum Ende der Woche abgemeldet hatte, doch Miss Isabella würde den Morgenlauf ganz sicher nicht ausfallen lassen.
Doch dann fiel ihr ein, daß sie morgen Früh ja normalerweise gar nicht hier wäre, sondern noch im Zentrum bei diesem bescheuerten Wettbewerb.
Sollte Miss Isabella den ruhig gewinnen, das war ihr gerade vollkommen egal. Was ihr nicht egal war, war dieser Erpressungsversuch. Wie konnte sie so etwas nur tun? Sie hatte aus den Unterhaltungen heraus gehört, daß diese Frau Lehrerin war und fragte sich, ob sie das auch mit ihren Schülerinnen machte. Sie müsste morgen wirklich ganz dringend zu Helen gehen und sie fragen, was sie nun machen sollte.
Doch jetzt sollte sie vielleicht wirklich ins Bett gehen. Zwar würde Herrin Rebecca sicher sehr erstaunt sein, daß sie schon hier wäre, aber sie würde sie sicher verstehen.

Allerdings fühlte sie sich noch gar nicht müde. Das Einzige, was sie im Moment fühlte, war Wut. Schlafen würde sie so ganz sicher nicht können. Sie stand auf und wanderte in der Halle hin und her. Jedes Mal wenn sie an der Tür zur Kellertreppe vorbei kam, war sie versucht, hinunter zu gehen. Doch Herrin Rebecca hatte ihr ausdrücklich verboten in den Fitnessraum zu gehen, ohne ihr Bescheid zu sagen.
Doch als sie das vierte Mal an der Tür vorbei kam, gab sie dem Impuls herunter zu gehen nach. Sie wusste, daß sie dafür bestraft werden würde, doch im Moment war ihr sogar das egal. Im Keller angekommen, ließ sie die Tunika fallen und ging zum Laufband.

Je länger sie lief, desto kräftiger und schneller wurden ihre Schritte und in jeden Schritt legte sie ihre ganze Wut über diese Frau und ihren Versuch, sie zu erpressen.

Hatte diese Frau damit nicht sogar Erfolg gehabt, hatte sie nicht genau das erreicht, was sie wollte? Mara lief immer schneller und die Anzeige sagte ihr, daß sie bereits in einem bedenklichen Leistungsbereich angekommen war. Diese Frau hatte erreicht, was sie wollte, als sie selbst einfach weg gegangen war. Genau das war es doch, was diese Frau erreichen wollte, entweder sie würde zu ihr ins Zimmer kommen oder den Wettbewerb verlieren. Und genau das würde jetzt eintreten. Diese Frau hatte vielleicht nicht das erreicht, was sie wollte aber ihr Erpressungsversuch war trotzdem erfolgreich gewesen.

Sie stieß einen lauten Schrei aus und lief etwas langsamer. Ihr Blick verengte sich und vor ihrem geistigen Auge formte sich das Bild dieser Frau.

Mara hörte nicht, daß die Glocke an der Haustür läutete und sie bekam auch nicht mit, daß mehrere Leute die Treppe herunter kamen, ebenso wenig wie sie mit bekam, daß diese den Raum betraten. Auch daß Herrin Rebecca sagte »Sie sollte eigentlich gar nicht hier unten sein, ohne daß ich Bescheid weiß«, bekam sie nicht mit. Sie sah nur, daß sich das Bild in ihrem Geist veränderte und die Gestalt das Gesicht von Frida annahm, die auf einmal vor ihr stand. Doch dann hörte sie die Stimme dieser Frau wie sie sagte »Mara, lass dir bitte...«

Weiter kam sie nicht denn Mara wollte vor Schreck mitten im Laufen anhalten und wurde von dem Band welches natürlich noch mit hohem Tempo weiter lief, mit Schwung nach hinten befördert um dann herunter zu fallen. Aus einem Reflex heraus nahm sie die Arme zurück und spürte, wie ihr linker Ellenbogen etwas weiches traf, während sie fiel. Sie schlug nicht so unsanft wie erwartet auf dem Boden, sondern fiel auf irgend etwas Weiches, was ihren Fall abfing. Sie vernahm einen lauten Schmerzenslaut als sie sich abrollte und mit dem Kopf irgend wo gegen stieß.

»Mara!«, hörte sie Herrin Rebeccas entsetzte Stimme.
Als sie nach oben schaute, sah sie Herrin Rebecca vor sich stehen, die sich entsetzt die Hand vor den Mund hielt. Neben ihr standen Miss Wilhelmina, Miss Isabella und Frida, die sie ebenfalls entsetzt ansahen.

»Meine Güte Wencke, ist alles in Ordnung mit dir?«, fragte Miss Wilhelmina und kam auf sie zu. Doch diese kümmerte sich nicht um sie, sondern um jemanden, der hinter ihr zu liegen schien, während Herrin Rebecca und Miss Isabella ebenfalls her kamen und ihr auf halfen.
Es dauerte einen langen Augenblick, bis Mara begriff, was hier los war. Sie sah diese Frau auf dem Boden liegen und im Gesicht bluten. Miss Wilhelmina war über die Frau gebeugt und versuchte, ihr auf zu helfen. Herrin Rebecca und Miss Isabella hielten Mara fest, halfen ihr ebenfalls auf die Beine und schienen ihren Kopf zu untersuchen.

Frida kam mit der Tunika zu ihr und half ihr, diese anzuziehen, dann brachten Herrin Rebecca und Frida sie aus dem Raum, nach oben in den kleinen Salon, wo sie sie auf das Sofa setzten. Kurz darauf klingelte es an der Tür und aus der Halle waren Stimmen zu hören. Durch das Fenster war das rote und blaue Blinken und Blitzen der Einsatzlichter eines Notfallfahrzeuges zu sehen.

»Was ist passiert«?, fragte Mara verwirrt und schaute zu Herrin Rebecca und Frida, die vor ihr standen.
»Du hast diese Frau umgeworfen und ihr deinen Ellenbogen aufs Brustbein gerammt. Und anscheinend hast du sie mit deinem Kopf auch noch im Gesicht getroffen«, sagte Frida mit einem leisen Kichern.
»Frida, bitte!«, sagte Herrin Rebecca, worauf hin diese versuchte ein ernstes Gesicht zu machen.
»Was?«, rief Mara aus. »Ich habe gar nicht bemerkt, daß sie hinter mir stand.«
»Du hast sie anscheinend ziemlich heftig getroffen. Sie sah ganz schön schlimm aus«, sagte Herrin Rebecca.
»Aber das wollte ich doch nicht«, sagte Mara leise.
»Verdient hat sie es aber«, sagte Frida.
Wieder sagte Herrin Rebecca: »Frida, bitte!«
Frida schaute zu Herrin Rebecca. »Wieso denn? Erst wollte sie, daß Mara noch zu ihr ins Zimmer kommt und dann hat sie sie erpresst. Da ist es doch nur gerecht, wenn Mara sie umwirft, auch wenn sie es gar nicht wollte.«
»Sie wollte was?«, rief Herrin Rebecca laut aus.
»Sie wollte, daß Mara zu ihr ins Zimmer kommt. Und ich glaube nicht, daß sie mit ihr Karten spielen wollte«, sagte Frida. »Das geschieht ihr vollkommen Recht.«
Herrin Rebecca schaute zu Mara. »Stimmt das? Wollte sie wirklich, daß du zu ihr ins Zimmer kommst?«
Mara nickte lediglich als Antwort.
»Na die kann was erleben! Wenn ich mit der fertig bin, dann kann sie nicht noch einmal aufstehen«, sagte Herrin Rebecca wütend und verließ den Salon.

»Der hast du’s aber gegeben. Die ist umgefallen wie ein Baum.« Frida grinste zufrieden, als sie dies sagte und mit passenden Bewegungen untermalte.
»Aber das wollte ich doch gar nicht«, sagte Mara betreten.

»Also ich muss schon sagen, du hast Wencke ganz schön zugesetzt«, sagte Miss Wilhelmina, die gerade herein kam. »Bleibt sitzen«, fügte sie hinzu, als Mara und Frida aufstehen wollten. »Frida, kennst du dich hier aus?«
Frida bejahte diese Frage, während Miss Wilhelmina sich in einen der Sessel setzte.
»Gut, dann geh bitte in die Küche und mach Tee für uns alle. Also für sechs Leute. Die Nachtruhe ist sowieso schon gestört, also können wir das auch gleich alles aufklären.«
»Ja Miss«, sagte Frida, stand auf, knickste und verließ den kleinen Salon.

Kurz darauf kam Herrin Rebecca herein, machte Mara ein Zeichen, sitzen zu bleiben und setzte sich neben sie. Als dann diese Frau herein kam, rutschte Mara etwas näher zu Herrin Rebecca. Die Frau hatte einen dicken Verband um den Kopf und auch unter ihrer Bluse, deren Knöpfe noch offen waren, blitzte ein Verband hervor. »Also du hast einen ganz schön harten Kopf, das muss man dir ja lassen«, sagte sie und setzte sich in einen Sessel.
Miss Isabella setzte sich auf die andere Seite neben Mara auf das Sofa und schaute vorwurfsvoll zu Miss Wilhelmina.
»Entschuldigung, das wollte ich doch gar nicht«, sagte Mara zum wiederholten Male. »Ich hab mich einfach erschreckt, als ich Sie gehört habe.«
»Ich mache dir da überhaupt keine Vorwürfe. Ich bin ja selbst Schuld«, sagte die Frau zu Maras erstaunen. Ihr rechtes Auge war geschwollen und rot und auch ihre Lippe war auf der rechten Seite dick geschwollen.

»Ich glaube, ich muss dir einiges Erklären«, sagte Miss Wilhelmina nun zu Mara. »Das ist im Grunde genommen alles meine Schuld.«
»Ich denke, es ist besser, wir warten noch auf Frida, sonst gibt es spätestens am Wochenende hier die wildesten Gerüchte«, warf Miss Isabella ein.
Die Anwesenden nickten und warteten, bis Frida mit dem Tee zurück kam, den sie allen servierte. Der Frau stellte sie die Tasse allerdings fest auf den Tisch, so daß diese bedenklich auf der Untertasse klapperte und etwas Tee heraus schwappte. Dies brachte ihr einen kritischen Blick ihrer Herrin ein.
Sie kniete sich neben Miss Isabella und schaute in die Runde.

»Also«, fing nun Miss Wilhelmina an »Da ist wohl einiges schief gegangen. Zuerst einmal: das alles war ein Test. Wärest du wirklich zu Miss Wencke ins Zimmer gegangen, es wäre nicht viel passiert, außer daß ihr vielleicht ein paar Runden Poker gespielt hättet. Es ging darum, zu sehen, wie du reagierst. Ehrlich gesagt, ich hätte es ahnen müssen, daß das etwas übertrieben war. Bestanden habt ihr diesen Test allerdings beide nicht. Die angemessene Reaktion wäre gewesen, mir Bescheid zu sagen. Denn sollte so etwas wirklich einmal vorkommen, hat eine Serva normalerweise nicht die Option einfach weg zu gehen, so wie du das getan hast oder wie du Isabella es tun wolltest. Ihr Beiden seid frei und könnt tun was ihr wollt, aber die meisten anderen Serva können das nicht.
Aber das ist im Moment nicht der Punkt. Dieser Test hat zu dem Wettbewerb gehört und ich muss nochmals zugeben, daß ich damit wohl etwas übertrieben habe. Das tut mir wirklich leid. Und auch, daß es soweit gekommen ist Wencke, tut mir leid.«
»Also ich finde schon, daß die Beiden den Test bestanden haben«, warf Miss Wencke ein. »Beide haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten gehandelt. Und da es nun mal die Möglichkeit gab, einfach zu gehen, finde ich das vollkommen legitim. Das Einzige, was nicht so glücklich gelaufen ist, ist daß Mara vielleicht Wilhelminas Antwort hätte abwarten sollen, aber angesichts der Situation finde ich es auch vollkommen verständlich, daß sie so reagiert hat und gegangen ist. Und alles was weiter passiert ist, ist eigentlich alleine meine eigene Schuld. Dich Mara, trifft daran keine Schuld.« Sie sprach zwar etwas undeutlich, aber dennoch konnte man sie gut verstehen. »Und ich möchte mich bei dir auch dafür entschuldigen, was passiert ist. Ich hätte wissen müssen, daß dieser Test übertrieben war und spätestens als ich Isabellas Reaktion gesehen habe, hätte ich ahnen können, daß du eben so reagierst wie sie.«
»Sie… Sie sind mir nicht böse deswegen?«, fragte Mara verdutzt.
»Nein, überhaupt nicht. Einerseits hätte ich dich wohl nicht so von hinten ansprechen sollen und andererseits hätte ich auch besser gar nicht hinter dir stehen sollen«, sagte Miss Wencke.

»Ich finde, wir sollten jetzt alle schlafen gehen und uns morgen noch einmal zusammen setzen«, sagte Miss Wilhelmina nachdem eine Weile lang niemand etwas gesagt hatte. »Wir haben alle etwas Schlaf nötig. Ich schlage vor, wir schlafen alle morgen früh aus und treffen uns gegen elf wieder hier. Dann können wir auch darüber reden, was uns so aufgefallen ist. Auch wenn der Wettbewerb ja jetzt abgebrochen ist, denke ich, daß er allen Beteiligten und damit meine ich nicht nur euch Beiden«, sie sah zu Isabella und Mara »einige neue Erkenntnisse bringen kann.«
Alle stimmten ihr zu und standen auf. Frida brachte noch das Geschirr in die Küche zurück und ging dann mit Miss Isabella nach Hause. Auch Miss Wilhelmina und Miss Wencke verabschiedeten sich und gingen.

Als Mara mit Herrin Rebecca alleine in der Halle stand, lehnte Mara sich bei ihrer Herrin an. »Können wir bitte in den Keller gehen?«, fragte sie leise.
Rebecca streichelte ihr über die Wange. »Nein, heute nicht. Erstens sollten wir jetzt beide ins Bett gehen um zumindest noch etwas zu schlafen und zweitens finde ich es ein wenig bedenklich, daß das für dich anscheinend der Weg ist, den du bevorzugt wählst, um Stress abzubauen. Aber darüber sollten wir später noch mal reden.«
»Ja, meine Herrin«, sagte Mara und ging mit ihr ins Schlafzimmer, wo sie sofort ins Bett gingen. Mara kuschelte sich bei Rebecca an und schlief fast sofort ein.

-

»Du hast Recht Rebecca. Ja, ich hätte das vorher mit dir absprechen sollen. Und ja, dieser Test war wahrscheinlich wirklich etwas übertrieben. Ich kann mich nur zum Wiederholten Male bei dir Rebecca und vor allem bei dir, Mara dafür entschuldigen, was passiert ist«, sagte Miss Wilhelmina, nachdem Rebecca einen langen Monolog darüber gehalten hatte, wie wenig sie von diesem Test hielt und dabei Miss Wilhelmina immer wider Vorwürfe gemacht hatte. Aber auch Isabella hatte sie große Vorwürfe gemacht, daß sie ihr nichts von diesem Test erzählt hatte, nachdem der Wettbewerb für sie geendet hatte und Miss Wencke war dabei ebenfalls nicht all zu gut weg gekommen, daß sie dabei überhaupt mit gemacht hatte.
»Was ist? Hast du denn gar nichts dazu zu sagen?«, wandte Rebecca sich an Isabella.

Isabella war erstaunlich ruhig geblieben als Rebecca ihrem Unmut Luft gemacht hatte. »Doch, das habe ich Rebecca. Aber es wird dir nicht gefallen. Ja, du hast einerseits vollkommen Recht damit, daß Miss Wilhelmina und ich dir hätten sagen sollen, was auf Mara zukommen wird. Aber ich kann dir nicht zustimmen, daß dieser Test generell so schlecht ist. Dabei denke ich jetzt nicht nur an Mara sondern auch an alle anderen Schülerinnen. Dieser Test hat mir gezeigt, was so alles auf eine Serva zukommen kann und was in der Schule nur unzureichend angesprochen wird. Daß die meisten Herrschaften mehr wollen, das dürfte jeder Schülerin bewusst sein. Aber was ist denn in einem Fall wie diesem, wenn ein Gast sowas will und auch vor Erpressung nicht zurück schreckt? Was soll denn eine Serva dann machen? Nicht jede hat so eine Herrin wie Mara, Larissa und hoffentlich auch Frida, die so gut auf sie aufpasst. Vielleicht sollte man die Frauen wirklich schon in der Schule mit so etwas konfrontieren. Schaden kann es jedenfalls nicht.«

Eine ganze Weile herrschte Schweigen, bis Miss Wilhelmina sagte: »Ich glaube, darüber sollten wir tatsächlich mal nachdenken. Aber nicht jetzt und nicht hier.«
»Was sagst du eigentlich dazu? Du hast dazu bis jetzt noch gar nichts gesagt«, wandte Miss Isabella sich nun an Mara.
Diese wurde ob der Aufmerksamkeit, die alle nun auf sie richteten rot und schaute die Anderen verlegen an.
»Ich weiß nicht«, begann sie. »ich war wirklich wütend. Und daß ich Sie umgeworfen und verletzt habe, das tut mir leid«, wandte sie sich an Miss Wencke. »Aber vielleicht wäre es wirklich nicht schlecht gewesen, wenn so etwas in der Schule angesprochen worden wäre. Ich wusste erst gar nicht, was ich machen sollte. Und was ist denn, wenn die Herrschaft nichts macht? Was passiert denn dann?«

Wieder herrschte eine kurze Stille, die von Miss Wilhelmina unterbrochen wurde. »Ich verstehe, was du meinst. Wir sollten uns tatsächlich mal zusammen setzen und darüber sprechen, was man in der Schule machen kann.«
»Ich denke, dieses Thema ist damit erledigt. Für mich steht jedenfalls fest, daß ich für so etwas nicht noch einmal meine Zustimmung geben werde, ohne genau zu wissen, was passieren wird«, schloss Rebecca ab und die Anderen nickten zustimmend.

»Gut, es ist balde Mittag. Ich würde vorschlagen, daß wir alle ins Zentrum gehen und etwas essen. Die Küche dort soll ja einmalig sein. Angeblich kann man dort bestellen, was man will.« Auch hier kam nur zustimmendes Nicken.
Lediglich Herr Schäfer, der einzige Mann unter den Anwesenden räusperte sich und hob die Hand. »Entschuldigung, wenn es um das Thema Serva und deren Ausbildung geht, kann ich vielleicht nicht viel mitreden. Aber ich hätte dennoch eine Bitte.«
Die Frauen sahen den Mann fragend an und Rebecca forderte ihn mit einem Nicken auf, fortzufahren.
»Als Koch esse ich selbst lieber einfache Gerichte, aber gestern habe ich ein ausgezeichnetes Steak essen dürfen. Es war auf den Punkt gegart und hervorragend gewürzt. Auch die Kartoffeln waren ausgezeichnet.« Daß er Isabellas Essen offenbar nicht all zu gut gefunden hatte, verschwieg er höflicherweise. »Mich würde es daher brennend interessieren, wie Sie das Herrentoast zubereiten«, wandte er sich an Mara.

Mara schaute ihn ehrlich verwundert an. »Herrentoast?«, fragte sie.
»Für heute Mittag stand Herrentoast auf dem Programm. Es sollte eine klare Suppe mit Eierstich geben und ein Dessert mit Apfel.«, erklärte Miss Wilhelmina.
Mara nickte verstehend. »Wenn Herrin Rebecca nichts dagegen hat, kann ich das machen«, sagte sie und schaute zu Rebecca.
»Meinetwegen. Vielleicht sollte Isabella ja mal zuschauen, damit sie auch was lernt«, sagte Rebecca, die sich wieder etwas beruhigt hatte und schaute mit einem Grinsen zu Isabella.
»Lass mal gut sein. Das werde ich sowieso wieder vergessen«, sagte Isabella. »Frida, du kannst Mara in der Küche helfen.«
»Ja Herrin«, sagte Frida, die bisher neben Isabella gekniet hatte. Sie stand auf und knickste, dann folgte sie Mara in die Küche und auch Larissa folgte den Beiden ohne Aufforderung um zu helfen.

Die Drei schauten sich kurz an und begannen zu lachen. »Wie in der Schule«, sagte Larissa.
»Dazu fehlt aber noch Mandy«, sagte Frida.
»Die ist aber leider nicht hier. Also müssen wir das alleine machen«, sagte Mara. Sie nahm einen Zettel und schrieb sich einige Stichpunkte auf. Nebenbei tippte sie eine Bestellung auf einem Pad ein.
»Was soll es denn als Nachtisch geben?«, wollte Larissa wissen.
»Ich dachte an Apfelrosen. Die gehen schnell und sind trotzdem lecker.«
»Die müssen aber auch gebacken werden«, wandte Frida ein.
»Wir haben ja zwei Öfen. Aber zuerst müssen wir die Suppe machen. Frida, machst du bitte den Eierstich? Und Larissa, kannst du den Tisch decken?«
Die Beiden nickten und Larissa ging gleich ins Esszimmer, wo sie begann, den Tisch zu decken.

Frida schaute grinsend zu Mara. »Der Wettbewerb ist doch vorbei. Dann können wir hier doch mal so richtig angeben.«
Mara schaute nachdenklich zu Frida und nickte dann langsam. »Du hast Recht«, sagte sie und kramte in einer Schublade herum, bis sie gefunden hatte, wonach sie suchte. »Dann fang du mal damit an.« Sie gab Frida die flachen Pralinenformen. Diese nickte verstehend und holte Eier aus dem Kühlschrank. Sie schlug sechs Eier in eine Schüssel, gab Milch und Salz dazu und rieb etwas Muskat mit hinein. Dann verrührte sie alles und ließ sich von Mara eine große Auflaufform geben in die sie etwas Wasser hinein gab. Diese stellte sie auf den Herd, so daß sie über mehreren Platten stand und schaltete diesen an.
Die Eierstichmasse gab sie in die Pralinenformen und holte getrocknetes Basilikum aus dem Gewürzregal.
»Warte«, sagte Mara, nahm ihr das Basilikum ab und reichte ihr den Behälter mit der getrockneten Minze.
»Was wird das denn?«, wollte Frida wissen.
»Es soll doch was mit Apfel geben. Also können wir auch in jeden Gang etwas mit Apfel machen«, erklärte Mara, während sie eine Zwiebel, einen Apfel und weitere Zutaten holte, die sie in kleine Stücke Schnitt. Als sie damit fertig war, gab sie zuerst die Zwiebeln in den Topf und dünstete diese an. Danach gab sie nach und nach den Apfel und die restlichen Zutaten in den Topf. Als das Gemüse an geschwitzt war, goss sie alles mit Wasser auf. Den Topf ließ sie auf dem Herd stehen und ließ die Suppe vor sich hin köcheln. Nun schälte sie vier große Äpfel und schnitt diese in Scheiben.

Aus dem Transportschacht holte sie die Kiste mit den bestellten Zutaten und legte den Blätterteig sogleich auf der Arbeitsplatte aus.
Frida hatte während dessen die Formen mit der Eierstichmasse gründlich mit Folie abgedeckt und in die Auflaufform gegeben. Nun gab sie die Apfelscheiben, die Mara geschnitten hatte, in einen großen Topf mit Wasser und Mara gab eine ordentliche Menge Zitronensaft hinzu.

Mara ging ins Esszimmer zu Larissa und half dieser den Tisch zu decken. Da Herrin Rebecca nichts gegenteiliges gesagt hatte, deckten sie den Tisch für acht Personen. So mussten sie und Frida eben zwischendurch aufstehen um zu servieren, aber das war ja nichts ungewöhnliches. Wäre Saphira hier gewesen, hätte diese servieren können, aber gerade heute hatte Herrin Rebecca ihr frei gegeben, damit sie sich mit einigen Bekannten treffen konnte, die hier auf dem Gelände wohnten.

Während Larissa weiter deckte, ging Mara noch einmal in die Küche. Kurz darauf kam sie mit einigen Schnittblumen und mehreren Stängeln Minze zurück, die sie als Dekoration auf dem Tisch auslegte. Außerdem holte sie aus einem Schrank mehrere grüne Äpfel aus Keramik, die sie ebenfalls auf dem Tisch verteilte.

»Was hältst du von Cidre?«, fragte Frida, die gerade herein kam.
»Ich glaube, das wäre etwas übertrieben. Den sollten wir höchstens nach dem Essen servieren«, wandte Mara ein.
Sie ging zusammen mit Frida zurück in die Küche und nahm die Suppe vom Herd. Die Apfelscheiben hatte Frida bereits aus dem Wasser geholt und in eine Schüssel gegeben.

Mara gab Frida eine Schale mit Champignons die diese putzte und in dünne Scheiben schnitt.
Sie selbst schnitt den Blätterteig in Streifen, legte die Apfelscheiben auf diese und bestrich alles mit Aprikosengelee. Dann faltete sie die Blätterteigstreifen um und rollte diese zusammen, so daß die Apfelscheiben wie Rosen oben heraus ragten. Diese Rosen legte sie in zwei Muffinformen, die sie vorher mit Butter bestrichen und mit Paniermehl bestäubt hatte, damit nichts anbacken konnte.
Die Formen stellte sie erst einmal bei Seite.

Nun machte Mara sich an den Hauptgang, während Frida die Suppe durch ein Tuch in eine Terrine laufen ließ. Mara briet dünne Schweinefilets an und gab, als sie das Fleisch aus der Pfanne genommen hatte, die Pilze in die Pfanne.

Als alles soweit fertig war, bereitete sie eine Béchamelsoße zu. Während dessen toastete Frida die Toastscheiben und bestrich sie mit Butter. Mara nahm die restlichen Apfelscheiben, schnitt sie in schmale Streifen und legte sie zusammen mit den Champignons auf das Brot. Auf jedes Toast gab sie eine Scheibe Fleisch und auf dieses dann die Soße und streute geriebenen Käse oben auf.

Sie gab die fertigen Toasts in den Ofen und gab dann die herz-, stern-, kreis- und tropfenförmigen Eierstichstücke in die beiden Suppenterrinen hinein, die sie und Larissa auf den Tisch brachten.

Sie vergewisserte sich, daß alles soweit fertig war und ging in den Salon um zum Essen zu rufen.
Erst nachdem sich alle gesetzt hatten, nahmen auch Mara, und Frida Platz. Larissa hatte sich bereit erklärt, die Getränke zu servieren und fragte alle nach ihren Wünschen. Als endlich alle Gläser gefüllt waren, setzte sich auch Larissa.
Die Suppe schien allen gut zu schmecken, wie Mara erleichtert feststellte. Sie hatte einen leichten Apfelgeschmack, der aber nicht zu stark war, wie sie fand.

Nachdem die Suppe gegessen war, gingen Mara und Frida in die Küche um die Apfelrosen in den Ofen zu stellen und das Toast zu holen, welches sie auf silbernen Platten, die sie vorher im Ofen vorgewärmt hatten, auf den Tisch brachten.

Nach dem Toast brachten Mara und Frida auch die Apfelrosen auf den Tisch und Larissa servierte jedem ein Glas Cidre.

»Also wenn wir die Teile unbeachtet lassen, die Mara nicht mitgemacht hat, ist sie für mich ganz klar die Gewinnerin dieses Wettbewerbes«, sagte Miss Wencke, nachdem der Tisch abgeräumt war. »Der Tisch sah beide male fast perfekt aus und die Zimmer waren sehr schön hergerichtet.«
»Dem kann ich mich nur anschließen. Und das Essen war einfach köstlich, auch wenn die Kombination der Suppe und des Toasts mit dem Apfel etwas ungewöhnlich war«, sagte Herr Schäfer. »Aber die Idee mit Äpfeln als durchgängigem Thema war meiner Meinung nach sehr gut.«

Alle schauten nun zu Miss Wilhelmina und erwarteten eine Entscheidung von ihr.
»Ich fand es ein wenig unangemessen, daß ihr am Tisch gesessen und nebenbei serviert habt. So etwas kann man im familiären oder im Freundeskreis machen aber nicht, wenn es gilt, Gäste zu bewirten. Aber ansonsten kann ich mich Wencke und Herrn Schäfer nur anschließen«, sagte sie.
»Wäre Saphira hier gewesen, hätte sie servieren können. Aber dann hätte ich trotzdem noch aufstehen müssen um alles rechtzeitig aus dem Ofen zu holen«, erklärte Mara.
»Wo ist sie eigentlich?«, wollte Miss Wilhelmina wissen.
»Sie besucht eine alte Bekannte, die hier auf dem Gelände wohnt«, erklärte Rebecca.
»Schade. Ich hätte mich gerne mit ihr unterhalten«, sagte Miss Wilhelmina.
»Sie kommt heute Nachmittag zurück. Wenn Sie so lange warten, werden Sie sie sicher treffen.«

Isabella war bei diesem Thema etwas zurückhaltend und schwieg lieber. Nachdem Rebecca geendet hatte, stand sie auf und ging zu Mara. Diese stand ebenfalls auf und Isabella reichte ihr die Hand. »Auch wenn der Wettbewerb ja wohl abgebrochen worden ist, herzlichen Glückwunsch. Du warst einfach besser als ich«, sagte sie und reichte Mara die Hand.
»Vielen Dank Miss«, erwiderte Mara und knickste höflich.

»Ich denke, damit ist es entschieden, Mara ist die bessere Serva von euch beiden«, sagte Miss Wilhelmina grinsend. »Ich werde Emylia Bescheid geben, dann kann sie sich darum kümmern, die Wettgewinne auszuzahlen.«

- - -

»Soll ich euch Beide lieber alleine lassen?«, fragte Claudia. Sie saß auf dem Sofa und hatte einen Fuß auf dem Knie liegen, während sie eine Flasche Bier in der Hand hielt und die Sarai und Yanna beobachtete, wie sie sich immer wieder bedeutungsvolle Blicke zu warfen.
»Ich finde es schön, daß wir uns endlich mal wieder sehen. Bleib bitte«, sagte Yanna. Die Sarai oder besser Saphira, ihre ehemalige Herrin nickte ebenfalls zustimmend.
»Meinetwegen«, sagte Claudia. Sie winkte Yanna mit der leeren Bierflasche und stellte sie auf den Boden vor sich. »Du solltest wirklich mal ins Lager fahren und dir passende Möbel besorgen. Sieht ja schlimm aus mit drei Verschiedenen Sesseln und dieser Couch«, sagte sie, als Yanna mit einer neuen Flasche aus der Küchenecke zurück kam.
»Und wo von bitte soll ich das bezahlen? Ich komme doch im Moment gerade noch so über die Runden und bis ich mein erstes Geld bekomme, muss ich sowieso noch ziemlich sparsam leben«, wandte Yanna ein.
»Ähm, hat dir das niemand erklärt?«, fragte Claudia erstaunt. »Solange du nicht gerade Trüffel oder Filet erwartest, kannst du in der Kantine und in den Servicepunkten essen, was du willst. Zumindest die Menüs sind kostenlos. Und wenn du denen im Lager erklärst, daß du im Moment kein Geld hast, es gibt irgendwo im Bergwerk ein riesiges Lager voll mit gebrauchten Möbeln, da hast du nahezu freie Auswahl und die bringen dir sogar alles bis nach oben und bauen es auf. Die Einzige Bedingung ist, daß du sie wieder abholen lässt, wenn du dir selbst etwas neues kaufst«, erklärte sie, öffnete die Flasche und trank einen großen Schluck.
»Danke, das werd ich mal versuchen«, sagte Yanna. Obwohl sie es früher gewesen war, die Claudia Anweisungen erteilt hatte, hatte sie gerade das Gefühl, ihr eher untergeordnet zu sein. Ihre Haltung und wie sie sprach, ihre ganze Art forderte das gerade zu heraus.
Yanna versuchte, dieses Gefühl abzuschütteln und warf einen Blick zu Saphira. Den neuen Namen, den ihre ehemalige Herrin nun trug, hatte sie ohne zu zögern akzeptiert, ebenso wie sie es akzeptiert hatte, daß diese nun nicht mehr ihre Herrin und sie nicht mehr ihre Sklavin war.
Saphira erwiderte den Blick, den Yanna ihr zu warf mit einem eher schüchternen Lächeln.
’Was passiert hier gerade?’, fragte sich Yanna. Die schon fast unterwürfige Haltung Saphiras ihr aber auch Claudia gegenüber war ihr bereits aufgefallen, als sie sich im Zentrum getroffen hatten, wo sie sich zum Essen verabredet hatten. Den Mut, sie darauf anzusprechen, gerade jetzt wo Claudia in der Nähe war, hatte sie allerdings nicht.

Der Blick, den die Beiden austauschten, die Gedanken die Yanna durch den Kopf schossen, all das dauerte nur wenige Sekunden. Es blieb die leise Ahnung, daß gerade irgend etwas passiert war. Irgend etwas hatte sich geändert. Saphira lächelte noch immer etwas schüchtern. War da gerade irgend etwas aufgekommen? Etwas vollkommen neues? Yanna schauderte leicht. War das etwas neues oder war das schon immer da gewesen? Aus irgend einem Grund hatte sie gerade das Bedürfnis, Saphira in die Arme zu nehmen, so wie diese es früher immer bei ihr getan hatte, wenn sie sich mal wieder Sorgen machte oder unter Stress gestanden hatte.

»Hey, sprichst du nicht mehr mit uns?« fragte Claudia und riss Yanna damit aus ihren Gedanken.
Claudia und Saphira waren noch am Lachen über das, worüber sie sich gerade unterhalten hatten.
»Entschuldigt bitte, ich habe nachgedacht«, sagte Yanna etwas verlegen. Sie hatte tatsächlich nicht mitbekommen, worum es gerade ging.
»Ich habe dich gefragt, ob du Saphira zu ihrer Herrin zurück bringen kannst. Sie darf nämlich nicht alleine hier herum laufen und ich habe heute Spätschicht.« Wieder lachten die Beiden herzhaft.
»Was ist denn so lustig daran?«, wollte Yanna wissen.
»Wenn ich früher irgend wo hin gehen wollte, hast du auch immer auf mich aufgepasst. Da hat sich anscheinend nichts geändert.« Saphira kicherte, als sie das sagte.

»Wann musst du denn zurück sein?«, fragte Yanna, nachdem Claudia gegangen war.
»In etwa zwei Stunden. Aber wenn du mich los werden willst, kannst du mich auch gleich zurück bringen«, antwortete Saphira.
»Warum sollte ich dich los werden wollen?«, fragte Yanna erstaunt. Es dauerte einen Moment, bis sie merkte, daß Saphira nur einen Scherz gemacht hatte.
»Ich weiß nicht. Vielleicht ist es dir ja unangenehm, mit mir alleine zu sein.«
»Nein, im Gegenteil. Ich bin froh, dich wieder zu sehen«, sagt Yanna. Sie schaute Saphira an, ließ sich von ihrem Sessel auf den Boden gleiten und ging vor Saphira auf die Knie.
»Nein!«, rief Saphira aus. »Bitte, tu das nicht. Ich bin nicht mehr deine Herrin und du nicht mehr meine Sklavin.« Sie rutschte ebenfalls von ihrem Sessel und kniete nun Yanna gegenüber. »Bitte Yanna, wenn hier jemand knien muss, dann bin ich das. Ich habe viel zu lange in einer Rolle gelebt, die mir nicht zustand. Jetzt ist es an der Zeit, daß ich meine Zeit als Serva verbringe, damit ich irgendwann wieder frei sein kann. Und damit meine ich, richtig frei. Die Sarai war nie frei aber ich möchte das Alles hinter mir lassen. Ich bin aus dem Schatten den ich mir selbst geschaffen habe heraus getreten und muss meine Strafe für das was ich getan habe, nicht nur als Sarai sondern auch für das, was ich getan habe, bevor ich in die Schule gekommen bin akzeptieren.«

Yanna hob den Kopf und sah Saphiras entschlossenen Blick. »Dann ist tatsächlich alles vorbei?«, fragte sie.
»Ja, das was ich getan habe ist vorbei. Ich akzeptiere meine Strafe und muss damit leben.«
Yanna schluckte. »Alles?«, fragte sie.
Saphira schaute sie an und lächelte. »Nein. Nicht alles. Aber es wird nicht mehr so sein, wie es einmal war.« Sie rutschte so weit nach vorne bis ihre Knie die Yannas berührten, kreuzte die Hände und legte sie in Yannas Schoß. »Und wenn du mir all die kleinen und auch die großen Gemeinheiten, die ich dir angetan habe zurückzahlen möchtest, dann werde ich das akzeptieren.« Sie schloss die Augen und hob den Kopf ein wenig an.

-

»Es ist schade, daß du diesen Gürtel trägst.« Yanna hob den Kopf und fuhr mit der Hand über Saphiras Rücken.
»Nein. Es ist gut so. Reicht es nicht, wenn ich dir all das, was ich früher von dir verlangt habe, zurück gebe?« Sie hob den Kopf von Yannas Brust und fuhr ihr mit dem Zeigefinger über den nackten Bauch.
Yanna kicherte und fasste Saphiras Handgelenk. »Das kitzelt«, sagte sie.
»Eben hast du aber ganz anders reagiert«, sagte Saphira lächelnd. Sie beugte den Kopf etwas, öffnete die Lippen und knabberte an Yannas Brustwarze, was dieser wieder ein Kichern entlockte.
»Ich hatte schon Angst, daß wir das nie wieder tun könnten«, sagte Saphira.
Yanna ließ den Kopf auf die Lehne des Sofas zurück sinken und streichelte Saphiras Kopf. »Es war anders als früher.«
»Ja. Und so wie früher wird es nie wieder sein. Aber es war schön«, sagte Saphira leise.
»Du hattest doch überhaupt nichts davon«, sagte Yanna zweifelnd.
»Meinst du?« Saphira richtete sich auf und schaute Yanna in die Augen. »Selbst wenn ich nie wieder aus diesem Gürtel heraus käme, es würde mir nichts ausmachen. Ich würde es trotzdem genauso genießen wie früher. Vielleicht sogar noch viel mehr.«

Saphira stand auf und ging ins Bad. Als sie zurück kam, hob sie ihre Tunika auf und zog sie wieder an. Sie strich sie glatt und schloss den Gürtel. »Ich fürchte, es ist Zeit. Bringst du mich bitte nach Hause?«
Yanna nickte nur, stand auf und zog sich ebenfalls wieder an. Zusammen gingen sie zum Haltepunkt der Magnetbahn und fuhren zu Herrin Rebeccas Haus.

»Wird sie dich dafür bestrafen?«, fragte Yanna, als sie vor der Haustür standen.
»Warum sollte sie denn? Ich bin ihre Serva und nicht ihre Sklavin«, sagte Saphira.
Nachdem sie an dem altmodischen Glockenzug gezogen hatte, erklang ein Läuten wie von einem Gong im Haus und es dauerte nicht lange, bis eine junge Frau die Tür öffnete. Diese hatte lange, rote Locken und trug eine Tunika, wie Saphira auch. Sofort ließ Yanna verlegen Saphiras Hand los. »Ich bringe Saphira zurück«, sagte sie und musste sich bemühen, ihre Stimme unter Kontrolle zu halten.
»Vielen Dank«, sagte die Frau lächelnd und hielt Saphira die Tür auf. Diese knickste vor der Frau und ging ins Haus. Als sie in der Tür war, drehte sie sich noch einmal um und lächelte Yanna zu, bevor sie diese hinter sich schloss.

Yanna blieb noch einige Sekunden vor der Tür stehen und wandte sich dann zum Gehen. Auf dem Weg zum Haltepunkt ließ sie die vergangenen zwei Stunden noch einmal Revue passieren. Ja, es war anders gewesen.

Die Sarai hätte sie früher zu sich gerufen und ihr Kleid ausgezogen. Sie hätte Yanna vor sich knien lassen, ihre Haare gefasst und ihren Kopf unsanft an diesen zwischen ihre Beine gezogen. Meist sogar vor den anderen Dienerinnen, mitten in dem großen Thronsaal. Geküsst hatten sie sich nur selten und wenn, dann nur wenn niemand sonst in der Nähe war. Aber auch bei den wenigen Gelegenheiten bei denen sie wirklich alleine gewesen waren und das war selten genug, war sie immer ein wenig unnahbar gewesen. Aber heute war es ganz anders gewesen. Saphira war mindestens genauso hingebungsvoll gewesen, wie sie selbst es früher war. Aber die Gefühle waren die selben. Es war schön gewesen, ihre Nähe zu spüren.

Yanna fuhr mit der Bahn bis zum Haltepunkt in der Nähe des Wohnblockes in dem ihre kleine Wohnung lag. Dort angekommen, legte sie sich ins Bett und dachte noch lange über die vergangenen Stunden nach, bevor sie endlich einschlief.

- - -

Zwei Wochen später fuhren Rebecca und Isabella zusammen mit Mara, Maja und Frida nach Straßburg wo sie auf Miss Wilhelminas Geburtstag eingeladen waren.
»Ich hätte nicht gedacht, daß ich so schnell noch mal hier her komme«, sagte Mara und schaute auf das Tor.
Das letzte mal war sie mit Herrin Julia durch dieses Tor gegangen und einer ungewissen Zukunft entgegen gefahren. Im Nachhinein war sie froh, daß alles so gekommen war, wie es jetzt war.
»Ich auch nicht«, meinte Frida. »Und als ich das letzte Mal Tordienst hatte, musste ich mich auch noch mit deiner Schwester herumschlagen. Du glaubst gar nicht, wie schwer das war, dir nichts zu verraten.«
»Also wenn ihr genug in Nostalgie gebadet habt, dann lasst uns endlich rein gehen. Es sei denn, ihr habt dieses Tor noch nicht oft genug gesehen.« Isabella grinste, als sie das sagte.
»Wollen wir nicht noch auf Emylia warten?«, fragte Rebecca.
»Na, das kann aber dauern. Sie hatte wohl noch etwas zu tun«, meinte Isabella.
»Na, dann lasst uns mal rein gehen.« Rebecca deutete Mara, die Koffer zu nehmen und ihr zu folgen.

»Guten Tag, was kann ich für Sie tun?«, fragte die Schülerin, die gerade Tordienst hatte, als sie vor ihnen geknickst hatte.
»Wir wollen zu Miss Wilhelmina«, sagte Rebecca. »Sie weiß, das wir kommen.«
»Bitte, folgen Sie mir.« Die Schülerin schien ein wenig eingeschüchtert zu sein. Sie ging in Richtung des Verwaltungsgebäudes und die Fünf folgten ihr.
»Eigentlich braucht uns ja niemand den Weg zu zeigen, den kennen wir ja gut genug«, meinte Frida kichernd.
»Ja, gerade du Frau Schneiderin«, sagte Isabella lachend, worauf hin Frida ihr einen schmollenden Blick zu warf.

Sie gingen durch den langen Flur in dem sich Miss Wilhelminas Büro befand und die Schülerin klopfte zaghaft an die Tür.
»Miss, hier sind einige Leute, die zu ihnen wollen«, sagte sie, nachdem Miss Wilhelmina von drinnen »Herein« gerufen und sie die Tür geöffnet hatte.
»Dann herein mit ihnen«, sagte Miss Wilhelmina und alle betraten das Büro. Zuletzt trat Maja ein und schloss die Tür hinter sich. Die Koffer hatten Mara und Frida auf dem Flur abgestellt.
Miss Wilhelmina begrüßte alle mit Handschlag und alle gratulierten ihr zum Geburtstag.
Die Herrinnen und Miss Wilhelmina nahmen an dem runden Tisch Platz während Frida, Mara und Maja daneben knieten und sie unterhielten sich eine Weile, bis Miss Wilhelmina sagte: »Ich denke, ihr solltet erst Mal in eure Zimmer gehen und euch frisch machen. Wenn Emylia hier ist, können wir dann anfangen.« Dann schaute sie zu Frida und Mara. »Oder wollt ihr im Schlafsaal übernachten. In der Gruppe vier sind ein paar Betten frei.«
»Ich denke, das ist eine gute Idee. Dann kommen die Beiden gar nicht erst auf die Idee, daß es normal ist, sich bedienen zu lassen«, meinte Isabella grinsend.
Mara schaute etwas zweifelnd zu Rebecca, doch als diese ihr zu nickte, stimmte sie dem zu, während Frida und Maja gar nicht erst gefragt wurden.
»Es sind nur vier Nächte«, sagte Rebecca zu Mara, nahm ihre Hand und streichelte diese sanft.
»Wenn du das so möchtest Herrin schlafe ich im Schlafsaal«, sagte Mara etwa verunsichert.
»Mara, es hat einen guten Grund, daß ihr Drei nicht bei euren Herrinnen in den Gästezimmern schlafen solltet«, mischte Miss Wilhelmina sich ein. »Morgen Abend können wir noch mal darüber reden, aber wenigstens heute würde ich euch doch bitten, im Schlafsaal zu übernachten. Und morgen werdet ihr auch den Grund erfahren.«
»Dann ist das also nicht einfach nur ein Besuch zu Ihrem Geburtstag?«, wollte Maja wissen.
Miss Wilhelmina lachte. »Nun, ich habe Euch alle zu meinem Geburtstag eingeladen und übermorgen werden wir auch Essen gehen. Aber ein klein Wenig mehr steckt doch dahinter.«
»Ich verstehe«, sagte Maja. Sie hob eine Augenbraue und schaute Isabella fragend an. Diese nickte lediglich und Maja nickte verstehend. »Wenn es nur ein paar Nächte sind, werden wir es sicher überleben, nicht bei unseren geliebten Herrinnen sein zu können«, sagte sie.
Rebecca und Isabella schauten sie erst stirnrunzelnd an und lachten dann. »So schlimm wird es schon nicht werden«, sagte Rebecca grinsend und auch Mara musste nun lachen.
»Wir sehen uns spätestens beim Abendessen«, fügte Isabella noch hinzu.

Miss Wilhelmina ging zu ihrem Schreibtisch und holte ein Comm hervor. Sie tippte etwas darauf herum, hielt es sich ans Ohr und sagte dann: »Schick mir doch bitte mal eine deiner Schülerinnen her. Ihr habt die nächsten Tage ein paar Gäste.«
Die Antwort darauf war nicht zu hören. Aber kurz darauf klopfte es und eine Schülerin trat ein.
»Ah, Mona. Das sind Maja, Frida und Mara. Sie werden ein paar Nächte bei euch im Schlafsaal übernachten. Bitte zeig ihnen den Schlafsaal und die Betten«, sagte Miss Wilhelmina und deutete auf die Drei.
»Ja Miss«, sagte die Schülerin und ging zur Tür. Mara knickste, als sie das Büro verließen und Frida und Maja taten es ihr gleich.
Sie folgten der Schülerin über den Hof ins Hauptgebäude. Mitten auf dem Hof blieb Mara stehen und schaute zu dem Podest mit den beiden Pfosten hinauf. Ein leichter Schauer lief ihr über den Rücken als sie daran zurück dachte wie sie hier wegen Miss Vitórias Bildern, die sie herunter geworfen hatte, das erste Mal stand.
»Was ist denn?«, rief Frida ihr zu, die mit den Anderen schon weiter gegangen war. »Rebecca wird dich ganz bestimmt nicht da anbinden. Im Gegensatz zu dir hat sie wahrscheinlich nicht gerade die besten Erinnerungen daran.«
Mara schaute verärgert zu Frida und folgte den Anderen ins Hauptgebäude.
Sie gingen den Gang im Erdgeschoss entlang in einen der Schlafsäle.
»Dann herzlich willkommen«, sagte die Schülerin und zeigte auf die letzten drei Betten. »Da könnt ihr euch breit machen. Muss ich euch noch alles zeigen?«
»Danke. Wir kennen uns hier aus«, sagte Frida grinsend.
»Schade. Dann muss ich doch noch vor dem Mittagessen zurück zum Bügeln«, sagte Mona etwas enttäuscht.
»He, Moment mal. Ich bin in Hamburg zur Schule gegangen. Ich kenne mich doch hier gar nicht aus«, sagte Maja empört zu Frida.
»Du warst doch viel...« Weiter kam Frida nicht denn Maja hatte sie mit dem Ellenbogen in die Seite gestupst, so daß sie sofort schwieg.
»Würdest du mir bitte alles zeigen? Ich bin sicher Miss Henrietta, ähm, ich meine natürlich eure Hauswirtschaftslehrerin wird verstehen, daß du mir erst mal alles zeigen musst«, sagte Maja und zwinkerte Mona zu.
Diese grinste und deutete dann auf die Schränke. »Da könnt ihr eure Sachen rein packen. Der Waschraum ist da vorne und...«
»Komm, lass den quatsch. Meine Herrin war hier Lehrerin. Ich kenne die Schule glaube ich besser als jede von Euch. Helf uns schnell beim Einräumen und dann kannst du uns den Garten, ähm, zeigen«, sagte Maja lachend.
Mona schaute sie kurz an. »Danke«, sagte sie und half den Dreien, ihre Sachen in die Schränke zu packen. Nun wurde Mara klar, warum sie die Sachen, die sie in der Schule bekommen hatte, mit nehmen sollte. Doch auch ein langes Kleid wanderte in den Schrank, welches Mona bewundernd ansah.
»Das ist ein schönes Kleid. Hast du das von deiner Herrin bekommen?«, fragte sie.
»Ja, so ungefähr schon. Wir sind übermorgen von Miss Wilhelmina zum Essen eingeladen worden. Da kann ich doch nicht in der Tunika mit gehen«, sagte Mara.
Mona schaute etwas verträumt das Kleid an und hängte es in den Schrank. »Da würde ich auch gerne mit gehen. Aber eure Herrinnen werden sicher andere Schülerinnen auswählen. So ein schönes Kleid habe ich noch nie getragen.«
»Was meinst du mit auswählen?«, wollte Mara wissen.
»Wie? Sag nur, du weißt das nicht?«, mischte Maja sich ein. »Miss Wilhelmina lädt jedes Jahr auf ihrem Geburtstag jemanden zum Essen ein. Jeder Gast bringt eine Begleitung mit und wählt außerdem eine Schülerin aus, die zum Essen mit kommt. Und danach geht es ins Theater, die Oper oder auf ein Konzert. Also nicht sowas wie letzten Monat bei uns sondern klassische Musik oder so«, erklärte Maja.
»Nein, das hab ich nicht gewusst«, musste Mara zugeben und auch Frida wusste davon nichts.
»Na, jetzt wisst ihr es ja«, meinte Maja. »Mona, du könntest uns jetzt den Garten zeigen.«

Die Drei folgten Mona aus dem Hauptgebäude heraus in den Garten, der trotz des schon recht kalten Wetters wie immer sehr schön aussah. Einige der hohen Ziergräser und einige Sonnenblumen, welche in der Mitte des Gartens in einem erhöhten Beet standen blühten noch und sogar der Rosenstock in seinem runden Beet trug noch einige Blüten.
Mara ging auf diesen zu und aus reiner Gewohnheit knickste sie vor diesem.
»Ihr kennt die Geschichte von diesem Rosenbusch?«, fragte Mona, worauf hin die Drei nickten. »Ich finde diese Rosen wunderschön. Wenn ich Zeit habe, dann putze ich sie immer aus. Ich frage mich dann immer, ob es Sarah nicht doch geschafft hat, aus dem Fluss zu kommen«, sagte sie verträumt.
»Ja, das habe ich mich auch immer gefragt«, sagte Mara.
Maja deutete auf ein viereckiges Stück vor dem Nebengebäude und ging darauf zu. »Das sieht ziemlich frisch aus«, meinte sie und fragte Mona, ob sie wusste, was es damit auf sich hat.

»Sag mal, spinnst du eigentlich?«, fragte Frida Mara, die noch immer vor dem Rosenbusch stand. »Du weißt genau, wo sie jetzt ist. Und wenn Herrin Isabella sieht, daß ich hier stehe, dann bringt sie es fertig und lässt mich die nächsten Tage im Keller verbringen. Und dazu habe ich nicht die geringste Lust.«
»Ja, du hast Recht. Irgend wie ist es komisch, jetzt zu wissen, wie es weiter gegangen ist. Aber die Blumen sind trotzdem schön. Vielleicht sollte ich ihr einen Ableger mit bringen«, meinte Mara. »Sie hat diese Blumen ja geliebt. Bestimmt würde sie sich darüber freuen.« Sie ging weiter zu der Bank, die in einiger Entfernung von dem Busch stand, so daß man diesen gut sehen konnte. »Ich habe Herrin Rebecca das erste Mal gesehen, als sie sich einen Ableger von dem Busch geholt hat. Ich habe mit Larissa hier gesessen und sie hatte überall Gipsverbände und brauchte Krücken um zu laufen.«
Frida, die sich neben Mara gesetzt hatte, schaute Mara verwundert an. »Ich wusste gar nicht, daß du so romantisch sein kannst.«
Mara zuckte mit den Schultern und grinste verlegen.

»Es ist gleich Zeit zum Mittagessen«, sagte Mona, die mit Maja gerade herüber kam. »Ich muss zurück in den Schlafsaal.«
Die Drei folgten ihr und kurz darauf kamen auch die anderen Schülerinnen in den Schlafsaal. Doch statt in den Speisesaal zu gehen, stellten sich die Schülerinnen nach dem Waschen vor ihre Betten. Etwas verwundert schauten sich die Drei das an, stellten sich dann aber ebenfalls vor ihre Betten.
Mara, die das achte Bett gewählt hatte, damit Frida und Maja nebeneinander schlafen konnten, schaute nach links und traute ihren Augen nicht. Die Frau, die neben ihr stand und gerade aus schaute, war Astrid, die Bibliothekarin bei der sie sich, als sie noch bei Herrin Julia gewesen war, ein Buch ausgeliehen hatte und die danach wegen eines angeblichen Diebstahles verhaftet worden war. Doch diese beachtete sie nicht sondern schaute weiterhin gerade aus. Auch die anderen Schülerinnen schauten stur gerade aus, standen gerade und hatten die Hände hinter dem Rücken. Also stellte auch Mara sich genau so hin.

Es dauerte nicht lange, da öffnete sich die Tür. »Dann wollen wir doch mal sehen, ob ihr endlich mal alle halbwegs ordentlich ausseht.«
Mara musste schlucken, als sie diese Stimme mit dem starken Akzent hörte. Auch ohne hin zu sehen, wusste sie, daß dies Miss Vitória war, die da gerade die erste Schülerin äußerst gründlich inspizierte.
Sie ließ sich von jeder Schülerin die Hände zeigen, betrachtete genauestens die Tuniken und ließ die Schülerinnen diese sogar öffnen.

»Astrid, geh dich kämmen, deine Haare sehen mal wieder furchtbar aus«, sagte sie als sie diese inspiziert hatte und trat zu Mara. »Soso, Gäste, mal sehen, wie eure Herrschaften es mit der Sauberkeit halten.« Sie schaute sich Maras Hände gründlich an, hatte aber keinen Grund zur Beanstandung.
»Wie geht’s deinem Rücken?«, fragte sie leise, als sie Mara umrundete.
»Gut Miss, danke der Nachfrage«, sagte Mara mit einem verlegenen Grinsen. Auch sie musste die Tunika öffnen und Miss Vitória schaute recht erstaunt, als sie Maras Gürtel erblickte. »Oh meu Deus, was hast du angestellt, daß man dich so bestraft?«
»Nichts Miss«, sagte Mara. Sie hatte das Gefühl, hier eine Erklärung geben zu müssen. Also fügte sie leise, so daß nur Miss Vitória es hören konnte hinzu: »Ich trage ihn freiwillig. Er erinnert mich immer an meine Herrin.« Ein Lächeln konnte sie, als sie dies sagte, nicht unterdrücken.
»Ich verstehe«, sagte Miss Vitória und ging nun zu Frida. Auch diese inspizierte sie genau, hatte aber genau so wenig zu beanstanden wie bei Mara. Dann ging sie zu Maja.

»Hallo Vitória«, sagte diese und streckte die Hände vor.
»Hallo Maja, schön dich wieder zu sehen. Dann ist Isabella auch hier?«
»Ja Miss«, sagte Maja lächelnd.
Auch Maja inspizierte sie sehr genau, hatte aber keinen Grund zur Beanstandung.

»Gut, das hat ja endlich mal wieder funktioniert. Also könnt ihr heute Abend wieder ohne Inspektion zum Essen gehen. Aber ich warne euch: sollte so etwas noch einmal vorkommen, können die betreffenden Schülerinnen die nächsten Tage draußen im Garten essen. Wer wie ein Schwein zum Essen kommt, kann auch ganz genau so essen. Die Jenigen, die das betrifft, wissen schon wer gemeint ist.« Sie sprach diese Drohung sehr energisch aus, ohne jedoch einzelne Schülerinnen an zu sehen. »Und jetzt ab mit Euch zum Essen.«

Die Schülerinnen gingen langsam aus dem Schlafsaal heraus. Maja, Frida und Mara folgten Miss Vitória.
»Was hat es denn mit dieser Inspektion auf sich?«, wollte Maja wissen.
Miss Vitória lachte. »Zwei meiner Schülerinnen haben es eine Zeit lang mit der Hygiene nicht so genau genommen und die Anderen haben sich über sie beschwert. Aber ich hoffe ja, daß sie jetzt auf dem richtigen Weg sind. Und wenn nicht, im Garten ist eine schöne freie Fläche. Einen Zaun darum und etwas Wasser und man hat einen schönen Schweinepferch in dem sie sich suhlen können. Und wenn das nicht hilft, dann weiß ich auch nicht weiter.«
»Ich verstehe. Diese Idee hätte glatt von Herrin Isabella kommen können«, sagte Maja ebenfalls lachend.

Im Speisesaal stellten die Drei sich an der Essensausgabe an. Zur Auswahl standen heute Nudeln mit Gulasch und ein undefinierbarer Eintopf.
»Schau mal den Eintopf. Der sieht lecker aus«, sagte Frida zu Mara, die hinter ihr ging.
»Ich würde den besser nicht essen«, sagte die Schülerin, die vor Frida stand. »Ihr habt ja keine Ahnung, was da drinne ist.«
Ohne sich absprechen zu müssen, nahmen sowohl Frida als auch Mara eine große Portion des Eintopfes. Vor allem Mara wusste ja nur zu genau, woraus er wirklich bestand.
»Doch, wissen wir«, sagte Frida. »Ich finde ihn sehr lecker.«
Mara sagte nichts, machte jedoch leise, so daß nur diese Schülerin es mit bekam »Wuff!«, worauf hin diese sie entsetzt an schaute und Mara und Frida in leises Gekicher ausbrachen.

Nachdem sie endlich zu Essen hatten, schaute Mara sich im Saal um. Sie hätte sich gerne zu Astrid gesetzt, doch der Tisch, an dem diese saß, war bereits voll besetzt.
Am Lehrertisch winkte ihnen jemand zu und deutete auf eine Reihe freier Plätze dort.
»Was macht ihr denn hier?«, fragte Chris erstaunt, als sie sich gesetzt hatten.
»Wir wollten mal sehen, wie du dich so als Lehrerin machst«, erwiderte Mara grinsend.
»Wirklich?«, fragte Chris, die das nicht ganz zu glauben schien.
»Nein, eigentlich sind wir hier, weil Miss Wilhelmina drei ihrer Schülerinnen eingeladen hat Und zufällig sind zwei dieser Schülerinnen eben unsere Herrinnen«, erklärte Frida.
»Schade. Aber es ist trotzdem schön, euch zu sehen. Kommt doch nach dem Abendessen in mein Zimmer, dann können wir uns unterhalten«, bot Chris an. Dieses Angebot nahmen Mara und Frida gerne an, während Maja zu Klara gehen wollte um diese zu besuchen.

Während des Essens unterhielten sie sich miteinander und Chris wollte wissen, was sie bis zum Abendessen machen wollten.
Maja ging nach dem Essen sofort in die Stadt, um Klara zu besuchen. Frida und Mara wussten nicht, wie sie diese Zeit verbringen sollten. Früher hätten beide es genossen, einige Stunden frei zu haben, einfach in ihren Betten zu liegen und nichts zu tun. Doch heute würde ihnen ganz sicher eher langweilig werden.
»Warum geht ihr nicht mit meiner Gruppe mit?«, schlug Miss Vitória vor. »Nach dem Mittagessen ist Kochunterricht, also nichts all zu schlimmes.«
Sowohl Mara als auch Frida nahmen diesen Vorschlag gerne an.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 16.05.18 um 18:10 geändert
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:12.05.18 08:11 IP: gespeichert Moderator melden


»Na die kann was erleben! Wenn ich mit der fertig bin, dann kann sie nicht noch einmal aufstehen«, sagte Herrin Rebecca wütend und verließ den Salon.

Diesen Satz hatte ich irgendwie erwartet

Die Blessuren die Miss Wencke davongetragen hat wären bei mir allerdings nicht auf Maras sondern auf Rebeccas Konto gegangen.

Wie dem auch sein.
Du hast uns mal wieder eine Weiterführung gezeigt mit der wohl niemand gerechnet hätte. Noch dazu der Aspekt mit der eventuell anstehenden Lehrplanänderung!

Respekt!

Toll geschrieben, lustig, kurzweilig und ansprechend.
Kurz..."KLASSE"

Trotzdem eine winzigwinzigkleine Kritik....
So gerne wie ich deine Rezepte nachkoche, (ok wohl ehr meine Frau), sie sollten nicht die Überhand gewinnen in deiner superschönen Geschichte.
Aber so wie ich dich kenne, wirst du sowieso die nächsten Fortsetzungen wieder, mit gepfefferter Erotik würzen.

Wunschgedanken von mir....
Wann taucht eigentlich Sunrise mal wieder auf?

Ich warte voller Spannung auf den nächsten Teil!
Bis dahin
Gruß Gozar
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:16.05.18 18:17 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

So gerne wie ich deine Rezepte nachkoche, (ok wohl ehr meine Frau), sie sollten nicht die Überhand gewinnen in deiner superschönen Geschichte. Aber so wie ich dich kenne, wirst du sowieso die nächsten Fortsetzungen wieder, mit gepfefferter Erotik würzen.

Genau wie ich mich bei den Beschreibungen eindeutiger Szenen etwas zurück halten muss um nicht auf einmal im Ü18-Bereich zu landen, ergehe ich mich in anderen Dingen in den Details. Das gehört für mich einfach dazu.
Aber keine Sorge, die Erotik wird trotzdem nicht zu kurz kommen. Aber es gibt einfach auch Teile, in denen sie einfach nicht vorkommt. Und hier einfach irgend wo etwas einzubauen, was nicht her gehört, kommt mir zu gekünstelt vor.



Zitat

Wunschgedanken von mir....
Wann taucht eigentlich Sunrise mal wieder auf?

Ich fürchte, das wird erst einmal eine ganze Weile auf sich warten lassen. Im Moment ist sowieso nicht das passende Wetter. In der Geschichte ist aktuell November. Aber es wird ja auch irgend wann wieder Frühling.

Obwohl... Zu Silvester könnten Rebecca und Mara ja noch mal zu Julia fahren um dort auf die Silvesterparty zu gehen...



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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:16.05.18 22:31 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo HeMaDo, zunächst DANKE für diese tolle Geschichte. Da scheint ja noch einiges an Potential vorhanden zu sein (Gott sei Dank) ,
Schön wäre es, wenn es auch auf Fähenberg weitergeht (aber nur keinen Streß).
Viele Grüße
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:16.05.18 23:13 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat

Schön wäre es, wenn es auch auf Fähenberg weitergeht (aber nur keinen Streß).

Ja, das fände ich selbst auch schön. Aber aus irgend einem Grund fehlt mir im Moment der Bezug zu der Geschichte. Ich habe da noch viele Ideen aber jedes Mal, wenn ich versuche die Geschichte weiter zu schreiben, kommt nur etwas bei heraus, was mir überhaupt nicht gefällt.

Aber dafür geht es bei dieser Geschichte hier heute schon weiter, da ich bis Anfang nächster Woche nicht zu Hause bin und nicht einmal weiß, ob ich einen Internetzugang haben werde.


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  RE: Neue Horizonte - 2 Teil 58 Datum:16.05.18 23:14 IP: gespeichert Moderator melden


58


»Wen haben wir denn da?«, rief Miss Lorena freudig und kam zu Mara und Frida, die neben der Tür stehen geblieben waren. »Das ist aber schön, daß ihr hier seid. Es kommt viel zu selten vor, daß ehemalige Schülerinnen uns besuchen.«
»Hallo Miss Lorena«, sagten die beiden und knicksten. »Schön, Sie wieder zu sehen.«
»Wie lange bleibt ihr denn?«, fragte Miss Lorena.
»Ich glaube, bis zum Wochenende«, sagte Frida.
»Na da freue ich mich aber. Aber ich nehme nicht an, daß ihr her gekommen seid, um noch etwas zu lernen.«
»Also ich könnte sicher noch einiges lernen«, gab Frida zu. »Aber Mara braucht das wahrscheinlich gar nicht mehr.«
»Ach ja, richtig. Ich habe davon gehört. Dieser Herr Schäfer war ja anscheinend begeistert von deinen Kochkünsten«, wandte Miss Lorena sich an Mara.
Dieser war das ziemlich unangenehm, auf einmal so im Mittelpunkt zu stehen. Doch Miss Lorena wandte sich schon den Schülerinnen zu. »Ihr solltet euch alle ein Beispiel an Mara hier nehmen. Sie hat letztens etwas gekocht, von dem sogar ein Spitzenkoch begeistert war.«
Die Schülerinnen schauten nun mehr oder weniger interessiert zu Mara, die ein wenig rot wurde ob der ungewohnten Aufmerksamkeit, die ihr nun entgegengebracht wurde.
»Das hab ich doch alles bei Ihnen gelernt Miss.«, sagte Mara bescheiden.

Frida begann zu grinsen. Kichernd sagte sie »Miss Lorena war aber nicht dabei, als du das gemacht hast. Und ich hab dir auch nicht helfen können.« Sie schien es lustig zu finden, Mara noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken um selbst dafür in den Hintergrund treten zu können.
Und Miss Lorena machte das Ganze noch schlimmer als sie sagte: »Wir haben ganz zufällig ein paar schöne Filetstücke und einige andere Zutaten hier. Vielleicht möchte Mara euch ja zeigen, wie man ein Filetsteak zubereitet. Und dabei kann sie euch ja vielleicht auch noch erzählen, welche Beilagen man am Besten dazu macht.«
Mara wollte ablehnen, doch die Schülerinnen schauten nun gespannt zu ihr. Anscheinend war es doch nicht ganz so zufällig, daß Miss Lorena ausgerechnet heute diese Zutaten da hatte, die sie nun auf dem großen Arbeitstisch in der Mitte der Schulküche ausbreitete.
Sie straffte sich und willigte schließlich ein. Viel falsch machen konnte sie ja nicht, da Miss Lorena auch noch da war und etwas dazu erklären konnte.

Gute drei Stunden später hatten jede Schülerin, Miss Lorena und auch Mara und Frida zwei Teller mit Steak, Fächerkartoffeln und überbackenem Blumenkohl mitsamt Sauce und Kräuterbutter vor sich stehen. Die mit Kräuterbutter gebacken Kartoffeln, waren mit einigen Zweigen Rosmarin verziert und die meisten Teller schön angerichtet.
Miss Lorena ging zu jeder Schülerin und schnitt das Fleisch auf. Bis auf wenige Ausnahmen hatten alle es geschafft, den gewünschten Garpunkt zu erreichen. Diese Ausnahmen veranlassten Miss Lorena dazu, noch einige Erklärungen dazu zu geben, wie man genau den Garpunkt erreichte, den man haben wollte. Auf den zweiten Teller jeder Schülerin steckte sie bunte Fähnchen in das Fleisch welche den tatsächlichen Zustand des Steaks beschrieben. Außerdem schrieb sie auf die Fähnchen die Nummer der Schülerin. Diese Teller ließ sie in die Kantine bringen, damit die Lehrerinnen diese beim Abendessen bewerten konnten.
»So, das hat ja bei allen gut geklappt. Dann wünsche ich Euch guten Appetit«, sagte Miss Lorena.
Sie setzte sich und begann zu essen, nachdem auch die Schülerinnen Platz genommen hatten.

»Also von mir aus kannst du öfter mal her kommen«, sagte Astrid, die sich neben Mara gesetzt hatte. »So was tolles bekommen wir sonst nicht zu essen.«
»So schlecht ist das Essen hier doch gar nicht«, sagte Mara.
»Nein, schlecht ist es nicht. Aber wann bekommt eine Schülerin denn schon mal Steak zu essen? Und später als Serva bekommt man sowas doch wohl auch eher selten.«
Auch wenn sie selbst ziemlich oft Essen bekam, welches sich wohl ein normaler Mensch kaum regelmäßig leisten konnte, stimmte es schon, daß eine Serva im Normalfall wenn überhaupt, wohl nur höchst selten ein richtiges Steak bekommen würde. Also nickte sie lediglich.
»Aber ich weiß immer noch nicht, was es mit diesem komischen Eintopf auf sich hat, den es heute mal wieder gegeben hat. Und es sind immer die Schülerinnen, die gerade eine Woche Gartenarbeit gemacht haben, die sagen, man soll die Finger von dem Zeug lassen.« Astrid schaute Mara fragend an. Allerdings hatte wohl Miss Lorena die Unterhaltung mit bekommen. Sie schaute zu Mara und legte den Finger auf die Lippen.
»Ich glaube, das wirst du auch noch erfahren. Aber ich mag den Eintopf«, sagte Mara vorsichtig, um nichts zu verraten.
Miss Lorena nickte zustimmend. Dann sagte sie: »Wenn ihr fertig seid mit Essen, könnt ihr gehen. Nur ihr«, sie deutete auf die zwei Schülerinnen, die ihr Steak nicht auf den Punkt gegart hatten »bleibt hier und räumt noch auf.« Die Beiden stöhnten leise auf.
»Ach ja, Frida, dich möchte ich bitten, auch noch hier zu bleiben und mit zu helfen. Ich habe noch etwas für dich«, sagte Miss Wilhelmina geheimnisvoll. Frida schaute sie fragend an, doch anscheinend war von ihr gerade keine Antwort zu erwarten, also nickte Frida lediglich.

-

Nachdem sie die Küche verlassen hatten, gingen alle in den Schlafsaal. Abendessen wollte heute keine der Schülerinnen mehr und auch Mara war von dem, was sie eben gegessen hatten satt geworden. Außerdem war das Steak viel zu gut gewesen, als daß sie es durch das Essen der Schulkantine hätte überdecken wollen. Also schrieb sie Herrin Rebecca eine kurze Nachricht, daß sie zum Abendessen nicht in die Kantine kommen würde.
Herrin Rebecca wünschte ihr viel Spaß und bat sie, Chris zu grüßen. Mara fragte sich zwar, woher sie wusste, daß sie nachher zusammen mit Frida zu Chris wollte, doch machte sie sich nicht all zu viele Gedanken darüber.

»Sag mal, was ist denn eigentlich passiert, daß du an der Schule bist?«, fragte sie Astrid als sie im Schlafsaal auf Maras Bett saßen.
Astrid seufzte kurz und begann zu erzählen: »An dem Tag nachdem du in der Bibliothek gewesen bist, kamen auf einmal jede Menge Polizisten und ein seltsamer Mann in mein Büro gestürmt und haben alles auf den Kopf gestellt. Der Mann hat mich immer wieder gefragt, wo ich den Folianten hätte. Ich wusste ja nicht mal, wovon der geredet hat. Der einzige Foliant, von dem ich überhaupt wusste, ist der von dem du mir damals erzählt hast. Aber den konnten sie ja kaum meinen. Der, den sie gesucht haben, soll schon vor ein paar Jahren gestohlen worden sein. Sie haben mich immer wieder gefragt, wo ich vor drei Jahren gewesen bin. Aber meine Güte, weißt du denn so genau, wo du vor drei Jahren gewesen bist?«
Mara hob den Kopf. »Ja, das kann ich dir ziemlich genau sagen.«
»Echt? Also ich wüsste nicht mal, wo ich vor einem Jahr gewesen bin, geschweige denn, vor drei Jahren«, sagte Astrid erstaunt.
»So schwer ist das nicht«, sagte Mara. »Vor drei Jahren war ich hier in der Schule.«
Astrid schaute sie an und lachte. »Na gut, sowas lässt sich ja auch leicht merken. Aber ein so wasserfestes Alibi hatte ich leider nicht. Die haben mich dann einfach mit genommen und ziemlich lange verhört. Ich konnte noch nicht mal einen Anwalt anrufen. Als sie gemerkt haben, daß ich ihnen nichts zu diesem Folianten sagen konnte, haben sie mich zu einem Richter gebracht. Der hat mich dann zu zehn Jahren verurteilt. Und als er gefragt hat, ob ich lieber ins Gefängnis oder in die Schule gehen wollte, da hatte ich kaum Zeit zum Überlegen. Aber irgendwie hab ich mich da an dich erinnert und hab gesagt, daß ich lieber in die Schule gehen wollte. Irgendwie hat der Richter ein wenig enttäuscht ausgesehen, als ich das gesagt habe. Ich hatte das Gefühl, daß er es lieber gesehen hätte, wenn ich ins Gefängnis gegangen wäre. Und am nächsten Tag hat man mich hier her gebracht.«

»Weswegen bist du denn eigentlich verurteilt worden? Das klingt doch alles ziemlich komisch«, hakte Mara nach.
»Angeblich, weil ich diesen Folianten gestohlen haben soll. Aber gefunden haben sie ihn bei mir ganz sicher nicht.«
»Was soll das denn für ein Foliant gewesen sein?«, hakte Mara nach.
»Das weiß ich doch nicht. Aber er muss ja unheimlich wichtig sein, wenn darum so viel Aufhebens gemacht wird. Bei all dem Aufwand, den da anscheinen irgend jemand betreibt um ihn zurück zu bekommen, würde ich wirklich gerne mal einen Blick hinein werfen«, sagte Astrid.
»Das ist wirklich sehr komisch«, sagte Mara. »Wenn du möchtest, dann spreche ich mal mit meinem Vater, er ist Anwalt. Vielleicht kann er ja dafür sorgen, daß du wieder frei kommst. Bei mir haben seine Kollegen das auch geschafft.«
»Du, das ist überhaupt nicht nötig. Das Komischste kommt ja noch. Vor zwei Monaten ist dieser seltsame Mann hier her gekommen und hat mir ein Aufhebungsurteil gebracht. Er hat er mir sogar schriftlich gegeben, daß ich ziemlich viel Geld als Entschädigung dafür bekomme, daß man mich fälschlicherweise verurteilt hat. Ich habe das mal nachgerechnet. Das ist mehr, als ich in fünf Jahren verdient hätte. Er hat mir auch noch zugesagt, daß ich meine alte Stelle wieder haben kann und sogar meine Wohnung bekomme ich wieder und alles Andere, was mir gehört auch. Miss Wilhelmina hat mir dann den Vorschlag gemacht, daß ich die Schule trotzdem abschließe. Und als dieser Mann mir dann versichert hat, daß alles was er gesagt hat, dann trotzdem noch gilt, habe ich zugesagt.«
»Das klingt wirklich ziemlich seltsam. Aber ich glaube, ich wäre sofort hier weg, wenn ich gekonnt hätte«, sagte Mara nachdenklich.
»Wer weiß denn, wofür das mal gut ist? Und außerdem habe ich im Moment auch gar keinen Grund, zurück zu gehen.« nun schien ein Schatten über Astrids Gesicht zu huschen und sie schien etwas traurig, als sie weiter sprach. »Hagen ist sowieso weg. Ich habe ihm geschrieben, nachdem dieser Mann hier war. Er hat fast ein Jahr auf mich gewartet ohne etwas von mir gehört zu haben. Wie hätte ich ihm denn auch sagen können, was passiert ist? Aber er hat jetzt eine andere Freundin und er wird balde Vater.«

»Das tut mir leid«, sagte Mara.
Astrid seufzte. »Ach was soll’s? Ändern kann ich das nun nicht mehr. Aber wahrscheinlich wird es schwer, wieder einen Mann zu finden. Die hübscheste bin ich nun mal nicht. Und bei der Auswahl wird sich wohl kaum einer für mich interessieren.«
»Na ja, es gibt ja auch noch Frauen«, sagte Mara. »Wenn du so viel Geld hast, dann kannst du doch auch selbst eine Serva kaufen«
Astrid sah Mara etwas erstaunt an. »Mit einer Frau? Also ich weiß nicht. Könntest du das denn?«
Mara kicherte. »Also ich kenne viele die das können und die finden es nicht schlecht. Larissa, eine meiner Mitschülerinnen ist bei einer Frau und sie verstehen sich sehr gut. Und Vivian und Vera haben dieses Jahr geheiratet. Miss Isabella und Maja sind verheiratet und Frida, ich hab zwar noch nicht herausgefunden wie, aber irgendwie gehört sie auch zu den Beiden. Da gibt es noch ganz viele. Trish und Lucy, Veronica und Ingrid, Frau Kroll und Dana, und Herrin Rebecca und ich und sogar Saphira scheint irgend was mit dieser Yanna zu haben.«
»So viele? Das hätte ich nie gedacht. Kennst du überhaupt Paare mit einem Mann und einer Frau?«, fragte Astrid und grinste frech.
»Ja, mein Papa und Melissa zum Beispiel.«
»Nur die Beiden?«, fragte Astrid mit einem leicht sarkastischen Unterton.
»Na ja, wir wohnen auf dem Gelände das zu der Fabrik von Frau Kroll gehört. Und da gibt es nur ganz wenige Männer.«
»Klingt für mich ziemlich komisch. Und ich weiß nicht, ob ich das könnte. Ich meine, wahrscheinlich würde mir da was fehlen.« Astrid schaute sich kurz um. »Du weißt schon, was nur Männer haben.«

Mara musste lachen, als Astrid das sagte. »Ich habe zwar keinen Vergleich aber da gibt es doch genug Alternativen.«
»Alternativen?«, fragte Astrid etwas erstaunt.
»Na ja, aus Plastik zum Beispiel.«
»Also ich weiß nicht, ob das einen Mann wirklich ersetzen kann«, sagte Astrid skeptisch.
»Das weiß ich auch nicht. Aber ich hab auch keinen Vergleich«, sagte Mara schulterzuckend. Diese Frage stellte sich ihr auch gar nicht. Sie war so wie es war glücklich und wollte auch gar nichts anderes.

»Ihr habt ja ein tolles Thema drauf.« Frida war gerade mit den beiden anderen Schülerinnen herein gekommen. »Und das wo Maja und ich heute Nacht nicht mal zu Herrin Isabella können.« Sie hielt Mara eine große Plastiktüte unter die Nase, auf der das Bild eines Hundes aufgedruckt war.
»Wo sind die denn her?«, fragte Mara kritisch und schaute in die offene Tüte.
»Das war das, was Miss Lorena noch für mich hatte. Das ist nur eine neue Verpackung und es gibt nur noch eine Form. Aber sonst sind es die Selben, die es früher gegeben hat«, erklärte Frida und steckte sich unter den entsetzten Blicken von Astrid und einigen anderen Schülerinnen eine Hand voll der kleinen Stückchen in Knochenform in den Mund.
Mara sah die entsetzten Blicke und griff ebenfalls in die Tüte. Sie steckte sich einige der Stückchen in den Mund und begann zu kauen.
»Ich weiß nicht, genauso geschmacklos wie früher«, sagte sie mit vollem Mund. Irgendwie fand sie es ziemlich lustig, was die Anderen für Gesichter machten.
»Auch mal probieren?« Frida hielt die Tüte den Anderen hin. Doch die winkten nur mit teils entsetzten, teils angeekelten Gesichtern ab. »Macht nichts, bleibt mehr für mich«, sagte Frida, setzte sich auf ihr Bett und begann zu lesen.

»Wir sollten nach dem Abendessen noch zu Chris«, erinnerte Mara sie.
»Dann sollten wir uns mal umziehen und gehen. Das Abendessen ist gleich zu Ende. Und viel Zeit wird sie ja nicht haben, sie muss ja auch wieder zu ihrer Gruppe.« Frida legte ihr Pad bei Seite und stellte die Tüte mit den Getreidestückchen auf den Schrank, so daß jeder deutlich sehen konnte, um was es sich vorgeblich handelte.

»Wer ist denn Chris?«, fragte Astrid, während Mara und Frida andere Tuniken anzogen. Dabei schaute sie auffällig zu Mara die nun fast nackt vor ihrem Schrank stand und nur noch ihren Keuschheitsgürtel trug.
»Eine unserer Mitschülerinnen«, erklärte Frida knapp und ging zur Tür.
»Sie will Lehrerin werden«, fügte Mara dieser Erklärung hinzu. »Bis nachher«, sagte sie und folgte Frida.

-

»Hübsch hast du’s hier«, sagte Mara, als sie Chris’ Zimmer betraten. Wie in wohl allen Zimmern von Lehrerinnen gab es ein Bett, einen Nachttisch, einen einfachen Tisch und einen Stuhl sowie einen Kleiderschrank der sich nur in der Größe von dem der Schülerinnen unterschied. Ansonsten gab es nichts in diesem Zimmer, was darauf hinwies, daß es überhaupt bewohnt war. Es gab keine Bilder an der Wand, wie damals in Miss Isabellas Zimmer und auch keine Gegenstände, die auf die Bewohnerin hindeuteten.
Chris hatte die Ironie in Maras Worten bemerkt und sagte: »Ja ja, Hübsch ist der kleine Bruder von Hässlich. Viel hab ich ja nun mal nicht. Aber wozu auch? Ich weiß ja nicht mal, ob ich hier bleibe, wenn ich Lehrerin bin. Ich hab es eben nicht so gut wie du. Dein Vater hat zwar ganze Arbeit geleistet und ich bin jetzt theoretisch frei aber durch den Vertrag den ich als Lehrerin unterschrieben habe, bin ich es doch irgend wie nicht. Ich muss mindestens vier Gruppen unterrichten. Das sind acht Jahre in denen ich an jede andere Schule geschickt werden kann. Eigentlich hab ich mir ja gedacht, daß ich es als Lehrerin besser haben werde, aber das ist wohl ganz schön nach hinten los gegangen. Du und Larissa, ihr seid frei und könnt eigentlich machen, was ihr wollt. Und Lena eben so. Ich kann aber nicht einfach so hier weg. Da haben die den Vertrag schon ziemlich wasserdicht ausgearbeitet. Als ich noch nicht frei war, war mir das ja relativ egal aber jetzt...« Sie beendete den Satz nicht sondern seufzte leise.

Sowohl Mara als auch Frida schauten sie etwas betreten an. So hatten sie das noch gar nicht gesehen. Immerhin waren sie beide ja freiwillig bei ihren Herrinnen.
Und daß sie freiwillig auf ihre Freiheit verzichtet hatte, wollte Mara Chris im Moment besser nicht erzählen, selbst wenn Herrin Rebecca das so gar nicht angenommen hatte.
»Hast du denn mal mit Miss Wilhelmina gesprochen, ob sie den Vertrag nicht ändern kann?«, wollte Frida wissen.
»Ja, habe ich. Aber der Vertrag kommt nicht von ihr sondern vom Amt. Und die wollen sich natürlich absichern, falls doch mal zufällig jemand ungerechtfertigt verurteilt worden ist. Und die vom Amt bestehen natürlich darauf, daß dieser Vertrag auch eingehalten wird«, erklärte Chris.
»Aber was soll’s?«, fragte sie nach einer kurzen Pause in die Stille. »Vielleicht ist es besser so. Wer weiß, was aus mir werden würde, wenn ich nicht hier bleiben müsste? Besser als vorher würde das vermutlich nicht werden.«

Mara bemerkte, daß dieses Thema Chris etwas betrübte. »Wie geht es eigentlich Lena?«, fragte Mara, um dieses zu wechseln.
Sofort hellte Chris Miene sich auf. »Der geht es wohl ganz gut. Der Typ, der sie gekauft hat, ist anscheinend mit ihr nicht zurecht gekommen und hat sie schon ein paar Wochen später weiter verkauft. Die Frau bei der sie jetzt ist, ist schon über 90 und mit der versteht sie sich anscheinend glänzend und will bei ihr bleiben. Anscheinend hat sie ziemlich viele Freiheiten und muss nicht mal all zu viel tun.«
»Das klingt gut. Und die Anderen? Hast du von denen was gehört?«
»Nein, leider nicht. Aber Miss Isabella soll ja Kim und Georgia getroffen haben.«
Frida nickte darauf hin. »Ich wäre ja zu gerne mit geflogen. Aber anscheinend geht es den Beiden ganz gut. Und immerhin sind sie ja zusammen.«

Die Drei unterhielten sich noch eine ganze Weile, bis Chris schließlich zurück zu ihrer Gruppe musste, da sie als angehende Lehrerin ebenso wie ihre Schülerinnen im Schlafsaal schlafen und pünktlich ins Bett gehen musste.

- - -

Mit einem leisen Zischen fuhr die Peitsche, von Herrin Rebecca geführt, durch die Luft und traf Maras Rücken mit einem lauten Klatschen, gefolgt von dem Johlen der anderen Schülerinnen.
Nun erst realisierte Mara, daß wirklich die ganze Schule, inklusive der Lehrerinnen vor ihr standen und sie regelrecht begafften. Sie zuckte zusammen und wartete auf den Schmerz, der aber nicht kam. Sie schaute an sich herab und sah, daß sie vollkommen nackt war.
Ihre Arme und Beine waren mit Lederriemen an die beiden Stangen gefesselt so daß sie aufgespannt stehen musste und sich kaum rühren konnte.
Der nächste Schlag machte sich wieder durch ein leises Zischen bemerkbar, dem ein lautes Klatschen folgte, als das Leder ihren nackten Rücken traf. Und wieder johlten die Schülerinnen kollektiv und einige lachten sogar, als ihr ein lautes Stöhnen entfuhr.

»Komm! Komm! Komm!«, riefen sie im Chor und buhten enttäuscht, als auch der nächste Schlag es nicht schaffte, trotz ihrer Erregung einen Höhepunkt bei ihr auszulösen.

Sie wusste, daß sie es nie schaffen würde, zu kommen, solange sie noch so klar denken konnte wie in diesem Moment. Und mit jedem Schlag steigerte sich ihre Erregung immer weiter, ohne daß sie die erhoffte Erlösung fand.
Wie viele Schläge sie bereits hatte einstecken müssen, wusste sie nicht, doch es mussten sehr viele sein, denn ihr Rücken fühlte sich an als würde tausend Nadeln in ihm stecken.
Sie schloss die Augen und wartete den nächsten Schlag ab. Dabei versuchte sie, sich fallen zu lassen, was ihr aber nicht gelingen wollte. Statt dessen schienen ihre Gedanken immer klarer zu werden.

In immer schnellerer Folge traf die Peitsche ihren Rücken bis sie schließlich in einen Dämmerzustand fiel, durch den sie alles nur noch wie durch Watte wahrnahm.
Die Stimmen wurden immer leiser bis nur noch ein leises Murmeln übrig blieb, welches in ihr Bewusstsein drang. Dieses Murmeln manifestierte sich zu einem bekannten Geräusch. Immer klarer wurde dieses bis es zu einem leisen, regelmäßigen Stöhnen wurde.
Sie öffnete die Augen und sah zuerst nichts, bis die Umgebung langsam Gestalt annahm. Sie war im Schlafsaal. War das vielleicht ein Traum? Wieso war sie auf einmal wieder in der Schule? Doch langsam dämmerte ihr, daß sie ja tatsächlich in der Schule war. Im Schein der Notleuchte über der Tür erkannte sie die Schränke vor sich und die Betten neben ihrem.

Das Alles war nur ein ziemlich konfuser Traum gewesen. Doch drang die Tatsache in ihr Bewusstsein, daß das Gefühl von Nadeln im Rücken genauso real war, wie das regelmäßige Stöhnen. Sie versuchte, zu ergründen, woher beides kam und stützte sich mit den Ellenbogen ab um sich aufzurichten. Sofort verschwand das Gefühl in ihrem Rücken. Sie drehte sich etwas zur Seite und befühlte die Matratze auf der sie lag. Tatsächlich ragte dort das Ende einer Feder aus dem Betttuch heraus. Anscheinend war die Matratze kaputt, so daß sich diese Feder durch den Stoff gedrückt und sich bei jeder Bewegung bemerkbar gemacht hatte. Sie legte sich etwas zur Seite, so daß sie nicht mehr auf der kaputten Feder liegen musste.

Das Stöhnen, welches sie noch immer hörte, kam von rechts. Sie schaute dort hin und bemerkte in Majas Bett eine Bewegung. Ein paar Beine und ein nacktes Hinterteil schauten am Fußende des Bettes unter der Decke hervor und sie bemerkte eindeutige Bewegungen, etwa in der Mitte des Bettes.
Majas Kurzhaarfrisur konnte sie deutlich auf dem Kissen erkennen, dann mussten diese Füße und der zugegebenermaßen recht ansehnliche Hintern wohl Frida gehören.
Majas Hände, zumindest die linke Hand konnte sie sehen, ragten unter der Decke hervor und krallten sich in die Matratze, während sie ihren Kopf immer schneller von einer zur anderen Seite warf. Musste das denn unbedingt hier und jetzt sein? Und bekamen die Anderen das denn nicht mit oder war das den Beiden egal?

Nun erst merkte sie, daß ihre eigenen Hände auf ihren Brüsten lagen und diese fest massierten.
Sie schloss die Augen und ließ eine Hand langsam nach unten wandern. Kurz bevor diese an ihrem Ziel angekommen war, spürte sie das Metall ihres Gürtels und ein enttäuschtes Stöhnen verließ ihre Lippen. So konnte sie stundenlang weiter machen, ohne auch nur ansatzweise in die Nähe einer möglichen Erlösung kommen zu können. Frustriert nahm sie die Hände über die Decke und schloss die Augen, um wieder zu schlafen. Doch die Geräusche aus dem Nachbarbett ließen sie nicht zur Ruhe kommen und ohne ihr eigenes Zutun gingen ihre Hände wieder unter der Decke auf Wanderschaft, nur um kurz darauf wieder von unnachgiebigem Stahl aufgehalten zu werden.

Sie wünschte sich, nun bei Herrin Rebecca zu sein, damit diese ihr den Gürtel aufschließen und sie erlösen würde.
’Du brauchst nur Bescheid zu sagen und ich mache dir den Gürtel auf’, waren Herrin Rebeccas Worte gewesen. Sie bräuchte nur kurz eine Nachricht auf dem Comm zu tippen und ihre Herrin würde den Gürtel über ihr Comm öffnen. Zwar zog sie es vor, wenn diese den Schlüssel nahm, sie aufschloss und ihr den Gürtel ab nahm, das fühlte sich einfach viel besser an, aber im Moment wäre sie schon zufrieden damit, das Schrittband öffnen zu können.
Sie hob ihren Arm und schaute auf ihr Comm. Es zeigte, daß es gerade halb zwei Uhr Nachts war. Sie war sich zwar sicher, daß Herrin Rebecca nicht böse sein würde, wenn sie sie jetzt deswegen weckte doch jetzt würde sie ganz bestimmt schon schlafen und um diese Zeit wollte sie sie auf keinen Fall aus dem Schlaf holen.
Also drehte sie sich auf die Seite und legte die Hände wieder auf die Decke.

Langsam wurde auch Majas Stöhnen immer lauter und ein kaum unterdrücktes Aufstöhnen verriet ihr, daß diese endlich geschafft hatte, was ihr verwehrt blieb. In diesem Moment bereute sie es, diesen Gürtel zu tragen. Doch andererseits wollte sie sich auch selbst die Blöße nicht geben, ihn deswegen abzulegen. Nein, sie würde ihn weiterhin tragen und nur Herrin Rebecca sollte die Möglichkeit haben ihn öffnen zu können. So gehörte sie ganz ihrer Herrin und diese hatte sie bisher noch nie enttäuscht. In diesem Moment fühlte sie, obwohl sie gar nicht bei ihr war, eine ungeheure Nähe zu ihrer Herrin und ein warmes Gefühl durchfuhr sie. Dieses hatte aber mit Sex so gar nichts zu tun. Oder vielleicht doch? Wirklich unerfüllte Lust hatte sie noch nie aushalten müssen. Selbst als sie noch in der Schule war, hatte sie es die wenigen Male bei denen sie wirklich stark erregt war, irgend wie geschafft, sich zeitnah Erleichterung zu verschaffen. Doch das hier war anders. Nur Rebecca wäre jetzt in der Lage, dafür zu sorgen, daß sie ihrer Lust nachgeben könnte. In diesem Moment fühlte sie sich ihr ausgeliefert. Nein, Ausgeliefert war nicht das passende Wort dafür.

Zwar fiel ihr nicht ein, wie man es passender nennen könnte, doch alleine die Tatsache, daß es alleine in der Hand ihrer Herrin lag, sie zu erlösen fühlte sich so unendlich gut an.
Lächelnd schlief sie, nachdem nebenan endlich Ruhe eingekehrt war, ein.

- - -

Der Gong zum Wecken tönte durch den Schlafsaal. Ein wenig verschlafen aber mit einem verträumten Lächeln im Gesicht wühlte Mara sich aus ihrer Decke, und ging in den Waschraum. Die nebeneinander stehenden Toiletten ohne Privatsphäre hatte sie nicht vermisst und so war es ihr etwas unangenehm, als Mona herein kam und sich zwei Plätze weiter neben sie setzte.

Als sie wieder zurück kam, zog sie das Nachthemd aus und legte es in den Schrank. Sie holte ihre Sportsachen, zog diese an und stellte sich, so wie sie es in Erinnerung hatte, vor ihr Bett.

Miss Vitória kam herein und ging, ohne ein Wort zu sagen, schnurstracks an den Betten vorbei bis sie vor Majas Bett stehen blieb und die decke herunter zog.
»So hatte ich mir das ungefähr vorgestellt«, sagte sie. »Tut mir ja leid, euch zu stören, aber eure Herrin hat ausdrücklich gesagt, ihr Beiden sollt mit laufen«, rief sie so laut, daß Maja und Frida aufwachten. »Los, raus aus den Federn und Frida, nimm deine Finger da raus.«
Wie auf Kommando drehten sich die Köpfe der anderen Schülerinnen nach rechts und alle schauten zu den Beiden. Aber vermutlich waren Mara und vielleicht noch Astrid die Einzigen, die das Bild welches sich hier bot, tatsächlich sehen konnten.
Langsam standen die Beiden auf und gingen müde zu ihren Schränken. Mara konnte sehen, daß Frida Maja einen anzüglichen Blick zu warf und sich demonstrativ die Finger ableckte, bevor sie ohne sich besonders zu beeilen, ihre Sportsachen anzog.

Der Morgenlauf führte nicht wie früher durch den Park sondern durch die Straßen eines ruhigen Wohngebietes mit vielen Einfamilienhäusern. Jede Lehrerin hatte eine eigene Route, die sie morgens lief, damit nicht im Extremfalle 80 Schülerinnen auf einem Haufen durch die Stadt liefen. Auf der Wiese einer kleinen Parkanlage gab es dann den üblichen Frühsport und das Üben der Haltungen, bevor es in einem zügigen Lauftempo zurück zur Schule ging.

Wieder im Schlafsaal gingen Mara, Frida und Maja zuerst in den Waschraum, wo sie sich ausgiebig duschten. Nach und nach kamen die anderen Schülerinnen herein.
»Was ist das denn hier?«, fragte eine Schülerin, deren Namen Mara nicht kannte und hob Maras Gürtel in die Luft, den sie auf einer der Bänke abgelegt hatte.
Eine andere Schülerin kicherte. »Sieht aus, wie eine Unterhose. Wem gehört die denn?«
Mara spülte sich den Schaum vom Körper und verließ die Dusche. Sie legte sich ein Handtuch über die Schultern und ging zu den Beiden Schülerinnen. »Das ist meiner. Darf ich den bitte wieder haben? Ich habe morgens nur zehn Minuten in denen ich den ablegen darf.« Sie nahm den Gürtel den verdutzten Schülerinnen aus der Hand, ging damit zu einem Waschbecken, reinigte ihn gründlich und trocknete ihn ab. Ebenso gründlich trocknete sie sich selbst ab und puderte sich ein, um jeden Rest Feuchtigkeit los zu werden. Dann legte sie sich das Taillenband an, welches mit einem leisen Klicken des Schlosses einrastete und schließlich das Schrittband. Sie prüfte, ob der Gürtel richtig saß und korrigierte dessen Position ein wenig.

»Du hast dieses Teil den ganzen Tag an?«, fragte Mona, die hinzu gekommen war.
Mara bejahte dies und Mona fragte nur: »Warum?«
Die anderen Schülerinnen standen nun um sie herum und schienen ebenfalls auf eine Antwort von Mara zu warten.
»Der Gürtel zeigt mir, daß ich ihr gehöre und daß sie es ist, die über mich bestimmt.« Ein wenig verträumt fuhr sie über das Metall des Taillenbandes.
»Und es macht dir überhaupt nichts aus? Ich meine, damit bist du ihr doch vollkommen ausgeliefert.«
»Nein, das macht mir gar nichts aus«, sagte Mara lächelnd.

Die folgende Unterhaltung die andauerte, bis sie zum Frühstück gingen, drehte sich hauptsächlich um Maras Keuschheitsgürtel. Doch Mara beendete diese Unterhaltung, indem sie sich mit ihrem Essen neben Herrin Rebecca setzte.
»Guten morgen mein Schatz. Hast du gut geschlafen?«, wollte Rebecca wissen.
»Ich habe ganz komisches Zeug geträumt. Und dann haben Maja und Frida auch noch im Bett neben mir miteinander geschlafen.«
»Klingt ja nach einer kurzen Nacht«, meinte Rebecca, worauf hin Mara nur verträumt nickte.

Während des Frühstückes bemerkte Rebecca bereits, daß Mara heute sehr still war und immer wieder mit einem tiefgründigen Lächeln zu ihr sah.
Nach dem Frühstück fuhren Rebecca und Mara in die Stadt, wo sie ein wenig bummelten. Auch hier bemerkte Rebecca immer wieder Maras fast verträumten Blick.

Nachdem sie ein wenig durch die Stadt geschlendert waren und sich das ein oder andere Schaufenster betrachtet hatten, setzten sie sich, obwohl es schon recht kühl war, auf eine der Bänke vor dem Münster. Nicht wegen der Kälte, sondern um ihre Nähe zu spüren, lehnte Mara sich eng an Rebecca und vergrub ihren Kopf zwischen Rebeccas Kopf und Schulter. Sie schloss die Augen und genoss diese Nähe, während Rebecca ihre Hand in Maras Nacken legte und sie dort streichelte.

»Sag mal, was ist denn heute los mit dir?«, fragte Rebecca, nachdem sie eine Weile so da gesessen hatten. »Ist alles in Ordnung?«
Mara nickte nur ganz leicht und machte »mhmm«
»Du bist auf einmal so anhänglich. Ist irgend etwas gewesen?«
Mara schüttelte den Kopf und machte »mmh mmh«
Rebecca war Maras Verhalten nicht ganz geheuer. »Hat das vielleicht was mit dem Traum zu tun? Vielleicht irgend etwas, was du mal erleben möchtest?«, riet Rebecca ins Blaue hinein.
»Nein, lieber nicht«, sagte Mara, ohne den Kopf hoch zu nehmen und rutschte noch ein Stück Näher zu Rebecca.
»Also irgendwie bist du heute ziemlich anschmiegsam. Jetzt erzähl doch mal, was los ist mit dir.«

Mara seufzte kurz und begann zu erzählen. Von dem Traum, den sie ganz bestimmt nicht so erleben wollte, daß sie von Majas und Fridas Liebesspiel aufgewacht war bis hin zu ihrem vergeblichen Versuch, sich Erleichterung zu verschaffen und den seltsamen Gefühlen, die die Unmöglichkeit, dies letztendlich zu tun ausgelöst hatte.

Es war nicht das erste Mal, daß Rebecca nicht ganz verstand, was in Mara vor ging. Doch anscheinend schien sie ihren Zustand zu genießen und insgeheim fragte Rebecca sich, wie weit das wohl gehen würde.
Aus einer Eingebung heraus nahm sie ihre rechte Hand und schob sie zwischen zwei Knöpfen von Maras Mantel hindurch, unter ihre Tunika und streichelte sanft Maras Brust. Ohne den Mantel hätte sie so etwas in der Öffentlichkeit nie getan, doch der Mantel und der weite Ärmel ihrer eigenen Jacke verhinderten zuverlässig, daß ein zufälliger Beobachter etwas davon mitbekommen würde. Daß sie richtig lag, verriet ihr ein leises Brummen und Maras versuch, noch näher zu rücken, was aber so gut wie unmöglich war.
Als sie ihre Hand wieder aus Maras Mantel zog, drückte Mara sich ihr entgegen und versuchte, diese Berührung zu halten, was Rebecca ein Lächeln entlockte. Gab es hier eine ganz neue Seite von Mara, die es zu entdecken galt?

»Komm, wir gehen zurück zur Schule. Bis zum Mittagessen ist noch Zeit. Wir könnten uns in meinem Zimmer noch eine Stunde ins Bett legen«, sagte Rebecca.
Maras Kopfschütteln verriet ihr, daß sie offensichtlich richtig lag mit ihrer Vermutung.
»Hmm«, machte Rebecca. »Aber es wird langsam etwas frisch. Dann lass uns mal da vorne in diese Boutique gehen. Da habe ich vorhin ein paar nette Teile gesehen.« Zwar hatte Rebecca im Gegensatz zu vielen anderen Frauen kein besonders ausgeprägtes Bedürfnis nach der neuesten Mode, doch das Halblange Abendkleid aus roter Seide mit den weinroten Pailletten, welches sie in dem Schaufenster gesehen hatte, hatte es ihr angetan. Es würde Mara ganz sicher ausgezeichnet stehen und für das morgige Essen und den anschließenden Theaterbesuch wäre es sicher bestens geeignet.
Außerdem hatte sie dort ein schönes Korsett gesehen, welches ihr gut gefiel und sie gerne einmal anprobieren würde.

Mara löste sich nur widerstrebend von Rebecca. Diese nahm Mara an der Hand und so gingen sie in die Boutique. Sofort als sie den Laden betraten, kamen zwei Verkäuferinnen herbei geeilt und verbeugten sich höflich.
»Herzlich willkommen. Was können wir für Sie tun?«, fragte eine der Beiden.
»Das rote Kleid im Schaufenster. Habend Sie das auch in ihrer Größe?«, fragte Rebecca und deutete auf Mara.
Nun war Mara hellwach. Sie drehte sich zum Schaufenster um und betrachtete den Traum aus Seide, Chiffon und Pailletten. Es hatte einen sehr engen schnitt und einen hochgeschlossenen Kragen der ihr bis zum Halsband reichen würde. Es hatte lange Ärmel und reichte der Schaufensterpuppe nur bis zur Mitte der Unterschenkel.
Sie blicke an sich herab und hob kurz den Saum ihrer Tunika hoch um sich ihre doch sehr muskulösen Waden zu betrachten. Sie fragte sich, ob es so gut wäre, diese so offen zu präsentieren.
Das hellrote, fast Rosa Kleid war an den Seiten mit weinroten Pailletten verziert die die Brüste bedeckten. Und von der Taille abwärts gab es zwei Lagen roten Chiffon der etwas weiter ausladend war als das eigentliche Kleid und bis zum Boden reichte. Aber viel bedeckte dieser Chiffon nicht sondern betonte eher noch den sichtbaren Teil der Beine.

Noch ehe sie etwas sagen konnte, hatte einer der Verkäuferinnen ihren ID-Chip gescannt um Zugriff auf Maras Maße zu bekommen und war dann im Hinteren Bereich des Ladens verschwunden.
»Aber das geht doch nicht Herrin«, sagte Mara zögernd.
»Wieso denn nicht? Gefällt es dir etwa nicht?«, fragte Rebecca verwundert.
»Es ist traumhaft. Aber ich habe doch ein Kleid mit genommen. Und wann soll ich so ein tolles Kleid denn anziehen?«, wandte Mara ein.
Rebecca schaute sie ernst an. »Morgen zum Beispiel. Im Theater macht sich das bestimmt gut. Und außerdem ist in ein paar Wochen der Silvesterball. Da hast du auch noch nichts zum Anziehen.«
Mara kannte diesen Tonfall, der keinen Widerspruch zuließ und nickte nur.

»Wenn Sie mir bitte folgen würden?«, sagte sie Verkäuferin, die mit einem edel aussehenden, flachen Karton unterm Arm zurück gekommen war, zu Mara und deutete zur Seite des Ladens, wo sie mit ihr in eine geräumige Umkleidekabine ging.

»Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten, solange ihre Serva das Kleid anprobiert?«, fragte die andere Verkäuferin, als sie mit Rebecca alleine war.
»Danke, aber ich würde gerne mal dieses Korsett anprobieren welches Sie im Schaufenster haben. Das schwarze mit dem Bolerooberteil«, sagte Rebecca.
Die Verkäuferin musterte Rebecca eingehend. »Ich fürchte, das was wir in Ihrer Größe da haben, dürfte bei Ihnen nicht viel helfen. Solche Korsetts verkaufen wir eher als Accessoire. Eine viel schlankere Taille werden Sie dadurch kaum bekommen.«
»Das macht in diesem Fall nichts. Wir gehen morgen essen. Und ich habe gehört, daß die Küche ausgezeichnet sein soll. Da ist ein etwas weniger strenges Korsett sicher eine gute Wahl«, sagte Rebecca. »Und wenn Sie auch ein passendes Kleid haben, irgend was in violett oder in dunkelgrün, würde ich das auch gerne anprobieren.«
Die Verkäuferin überlegte kurz, dann scannte sie Rebeccas ID-Chip. »Einen Moment bitte«, sagte sie und verschwand, wie zuvor ihre Kollegin im hinteren Teil des Ladens. Sie kam kurz darauf mit einem flachen Karton und einem in Seidenpapier verpackten Korsett wieder.
Rebecca folgte ihr zu der zweiten Umkleidekabine.

Mara verließ die Kabine und ging auf den großen Spiegel zu, der sich an einer Säule mitten im Laden befand. Das Kleid fühlte sich herrlich an und sah auch wirklich toll aus, fand sie.
»Sie sollten vielleicht doch einen BH anziehen«, sagte die Verkäuferin und deutete auf Maras Brust. Dort konnte man ihre Brustwarzen ziemlich deutlich durch den doch recht dünnen Stoff gut erkennen.
»Keinen BH«, ertönte Rebeccas Stimme eher belustigt aus der zweiten Umkleide. Mara zuckte verlegen grinsend mit den Schultern und betrachtete sich eingehend im Spiegel. Ihre Nippel standen tatsächlich steif und fest ab und stachen fast durch den Stoff. Und das Gefühl des Stoffes auf der nackten Haut sorgte dafür, daß sich dieser Zustand wohl auch kaum ändern würde. Aber zum Glück war dieser Bereich mit einigen Pailletten bedeckt so daß man dies nur sehen konnte, wenn man sehr genau hin schaute.
»Ich habe aber keine passenden Schuhe dazu«, sagte Mara etwas lauter, so daß Rebecca sie hören musste.
Diese steckte den Kopf zwischen den Vorhängen der Kabine heraus und musterte sie kurz.
»Das sieht toll aus. Das nehmen wir«, sagte sie.
Mara trat vor die Kabine damit Rebecca sie genauer betrachten konnte. Sie drehte sich einmal und stellte sich dann gerade vor Rebecca.
»Ich finde, das steht dir prima«, sagte diese und wandte sich dann an die Verkäuferin. »Haben Sie zufällig auch ein Paar Schuhe die dazu passen?«
»Ich denke, da lässt sich etwas finden«, sagte die Verkäuferin und deutete Mara, ihr zu folgen.
Mara musste mehrere Paar Schuhe anprobieren. Alle Schuhe die größere Absätze als acht Zentimeter hatten, sortierte sie gleich aus, da Rebecca eben diese Höhe für sich selbst bevorzugte und Mara nicht größer wirken wollte, als ihre Herrin.
Es dauerte nicht lange, da hatte sie ein Paar Stiefeletten in der selben Farbe wie die Pailletten des Kleides gefunden, die mit sieben Zentimeter großen Absätzen genau richtig waren.

»Ich denke, das ist Ihnen wirklich noch etwas zu weit«, hörte Mara die Stimme der anderen Verkäuferin aus der Kabine in der Rebecca sich befand.
»Also ich finde, es passt. Es muss mich ja gar nicht so sehr einschnüren. So habe ich noch genug Platz und es sieht prima aus.« Das war Herrin Rebeccas Stimme.
Kurz darauf kamen die Beiden aus der Kabine heraus und Rebecca betrachtete sich eingehend im Spiegel. Sie trug ein Pencilkleid mit langen Ärmeln in einem dunklen Violett und darüber ein Korsett aus schwarzem Samt mit einem barocken Webmuster, welches mit Leder an den Kanten abgenäht war. Um die Taille lag ein doppelter Gürtel aus schwarzem Leder lose auf. Dieser war, wie auch die Lederränder in regelmäßigen Abständen mit silbernen Nieten verziert. Das Oberteil des Korsetts, welches über ihren Schultern hing, sah aus wie ein knapper Bolero, der über dem Busen mit einem Lederriemen mit silberner Schnalle geschlossen war. An diesem Oberteil befand sich ein schmaler Stehkragen der eng um ihren Hals lag und vorne ebenfalls mit einer silbernen Schnalle geschlossen war.

Rebecca betrachtete zuerst Mara sehr gründlich und schaute dann sich selbst im Spiegel eingehend an. Sie schaute sich kurz um und ging dann zu einem Regal in dem sich diverse Handtaschen befanden. Sie winkte Mara zu sich und hielt mehrere davon an Maras Kleid. Als sie eine in der passenden Farbe gefunden hatte, einem Weinrot, welches dem der Pailletten an Maras Kleid gleich, drückte sie ihr diese in die Hand.
»Eine Handtasche?«, fragte Mara erstaunt.
»Soll ich als deine Herrin etwa alles mit mir herum tragen?«, fragte Rebecca streng. »Zu diesem Korsett gibt es zwar noch eine kleine Gürteltasche aber wie sieht das denn im Theater aus wenn ich mit so etwas herum laufe?« So daß die Verkäuferinnen es nicht sehen konnten, zwinkerte sie Mara kurz zu. Diese knickste und sagte »Ja, meine Herrin.«

»Gut. Genauso nehmen wir das. Aber die Gürteltasche hätte ich trotzdem gerne dazu«, sagte Rebecca zu den beiden Verkäuferinnen. Dann ging sie in die Umkleide und deutete auch Mara, sich wieder umzuziehen.

Es dauerte eine Weile, bei Rebecca etwas länger als bei Mara, bis sie die Umkleiden wieder verließen.
Mara war schon darauf gefasst, die ganzen Schachteln bis zur Schule zurück tragen zu müssen. Doch Rebecca holte eine Karte aus ihrer Hosentasche und schrieb die Adresse der Schule auf deren Rückseite. Diese Karte reichte sie einer der Verkäuferinnen.
»Sie liefern die Sachen bitte heute noch zur Schule«, sagte sie in einem Tonfall, der keinen Widerspruch zuließ. Anscheinend wurde die Verkäuferin, die nun hinter dem Kassentresen stand nicht all zu oft mit einem solchen Ansinnen konfrontiert. Sie schaute etwas verwirrt zu Rebecca. »Entschuldigung, aber normalerweise liefern wir nicht«, sagte sie ob Rebeccas Tonfall etwas eingeschüchtert.
»Setzten Sie es einfach mit auf die Rechnung«, sagte Rebecca.
»Aber...«, setzte die Frau an doch ihre Kollegin schüttelte leicht den Kopf und sie schluckte den Rest dessen, was sie sagen wollte herunter. »Wie Sie wünschen«, sagte sie statt dessen und tippte einen Betrag ein, den Mara für ziemlich unverschämt für diesen kurzen Weg hielt, den sie selbst in nicht einmal zwanzig Minuten zu Fuß zurücklegen konnte, ohne sich hetzen zu müssen.
Als die Frau dann nacheinander die Preise für die einzelnen Kleidungsstücke eintippte, musste sie schlucken. Doch Rebecca holte ihre Kreditkarte hervor und beglich den Betrag ohne mit der Wimper zu zucken.

»Herrin, das geht doch nicht. Das ist doch alles viel zu teuer«, sagte Mara, nachdem sie die Boutique verlassen hatten und weiter gingen.
»Du siehst doch, daß es geht«, erwiderte Rebecca.
»Aber so viel für ein Kleid für mich. Das ist doch viel zu teuer«, wandte Mara ein.
Mitten auf dem Gehweg blieb Rebecca stehen, fasste Mara energisch an den Schultern und sagte ernst: »Du hast gesehen, daß es geht. Du hast gesehen, wie viel ich alleine mit der Destille jeden Monat verdiene. Sollte der Gewinn dort geringer werden, habe ich nicht die geringsten Probleme damit, meinen Anteil entsprechend zu verkleinern. Aber das wird wohl nicht passieren, denn es gibt schon Pläne, diese zu erweitern um den Umsatz und damit auch den Gewinn weiter zu steigern. Und solange ich das Geld habe ist mir, gerade für dich mein Schatz, nichts zu teuer. Auch wenn du es bevorzugst die Tuniken zu tragen, was ich voll und ganz verstehen kann, solltest du doch ruhig noch mehr Kleider im Schrank haben.« Sie holte einmal tief Luft. »Auch wenn du dich selbst nur als einfache Serva siehst, für mich bist du viel viel mehr als nur das. Und wenn ich für dich dieses Geld ausgeben will, dann nicht um dich wie eine Anziehpuppe dauernd neu einzukleiden, sondern weil ich denke, daß du es verdient hast und viel wichtiger noch, weil du es mir einfach wert bist. Ich weiß besser als viele andere Menschen, daß man das, was wichtig im Leben ist, nicht für Geld kaufen kann, aber wenn ich dir damit eine Freude machen kann, dann ist es mir das einfach wert.«

Mara schaute Rebecca lange schweigend an. Mit feuchten Augen sagte sie dann »Vielen Dank meine Herrin.« Sie trat einen Schritt vor und umarmte Rebecca fest.
Diese legte ihre Arme um Mara und erwiderte die Umarmung.
»So, wenn du dich wieder beruhigt hast, dann sollten wir langsam wieder zurück gehen. In einer Stunde gibt es Mittagessen«.
Noch fest an Rebecca gelehnt, nickte Mara und löste dann die Umarmung. Zusammen gingen sie weiter in Richtung Schule. Vor einem Juweliergeschäft blieb Rebecca noch einmal stehen und betrachtete sich eingehend den im Schaufenster ausgestellten Schmuck. Auch Maras Interesse galt nun dem Schmuck der dort im Schaufenster glänzte. Doch nach einer Weile setzten sie ihren Weg fort und gingen zurück zur Schule, wo sie sogleich in den Speisesaal gingen um etwas zu Mittag zu essen.

-

Am Nachmittag waren alle zum Kaffee bei Miss Wilhelmina eingeladen. Frida und Mara kamen sich dort vor, wie während einer Übungsstunde während ihrer Schulzeit. Es ging sehr förmlich und steif zu und die Beiden und Maja mussten sich genau so verhalten, wie sie es in der Schule gelernt hatten, wozu auch gehörte, daß sie sich meldeten, wenn sie etwas sagen wollten. Das Einzige, was zu Maras und Fridas Erleichterung beitrug, war die Tatsache, daß drei Schülerinnen sie bedienten und sie das somit nicht übernehmen mussten. Lediglich Maja schien sich nicht daran zu stören. Offenbar hatte sie solche Kaffeenachmittage bereits des Öfteren mit gemacht.

»Nun mal etwas wegen morgen. Wie ihr wisst, soll jeder Gast eine Schülerin einladen. Wisst ihr denn schon, wen ihr einladen wollt?«, fragte Miss Wilhelmina.
Rebecca, Isabella und Emylia sahen sich etwas ratlos an.
»Als meine Begleitung werde ich übrigens Christina mit nehmen. Sie ist ja momentan die Einzige, die hier die Ausbildung zur Lehrerin macht«, erklärte Miss Wilhelmina, Während die Anderen noch etwas ratlos schauten, hob Mara die Hand und schaute Rebecca fragend an.
Mit einem »Ja Mara.« erlaubte Rebecca ihr, zu sprechen.
»Wir könnten Mona einladen. Als sie beim Auspacken mein Abendkleid gesehen hat, hat sie gesagt, daß sie so etwas noch nie getragen hatte. Ich denke, da wäre es nett, wenn sie mal die Gelegenheit dazu bekommen würde.«
»Daß sie so etwas noch nie getragen hat, kann ich mir gut vorstellen«, sagte Miss Wilhelmina nachdenklich. »Sie kommt aus sehr einfachen Verhältnissen und mit zwölf ist sie dann in ein Heim gekommen. Sie hat seit dem in diesem Heim gelebt und ist kurz nach ihrem achtzehnten Geburtstag hier her gekommen. Ich denke aber, daß sie sich zu benehmen weiß. Sie gehört zu der Sorte Schülerinnen, die alles, was sie an Wissen bekommt, regelrecht in sich aufsaugt und auch in der Lage ist, es umzusetzen und es zu beherzigen.«
Rebecca schaute zuerst Miss Wilhelmina und dann Mara an. »Gut, dann laden wir Mona ein«, beschloss sie.

»Wir laden Annika ein«, sagte Emylia. »Sie hat übrigens gestern Abend nicht so reagiert, wie Sie sich das gedacht haben Miss.«
Miss Wilhelmina schaute sie fragend an. »Wie hat sie denn reagiert?«
»Nun, anscheinend hat sie sich über unsere ähm, Einladung, sogar gefreut. Sie ist dann tatsächlich kurz nach zehn zu uns gekommen«, sagte Emylia mit einem leichten Grinsen im Gesicht, während Dana vor sich hin kicherte.
»Emylia!«, sagte Miss Wilhelmina empört. »Ihr habt das doch hoffentlich nicht ausgenutzt.«
»Wir waren ziemlich sprachlos, als sie rein gekommen ist. Sie hat sich sofort ausgezogen und wollte zu uns ins Bett kommen«, setze Dana Emylias Ausführungen fort.
»Ihr habt sie doch hoffentlich wieder weg geschickt«, sagte Miss Wilhelmina verdutzt.
»Nein. Aber wir haben ihr gesagt, sie soll sich gefälligst wieder anziehen. Und dann haben wir uns ziemlich lange unterhalten. Eigentlich hat sie ja am meisten geredet. Sie hat uns glaube ich, ihre komplette Lebensgeschichte erzählt. Gut, am Ende lag sie dann doch noch bei uns im Bett«, fuhr nun Emylia fort«, was ihr einen sehr verärgerten Blick von Miss Wilhelmina und auch von Isabella und Rebecca einbrachte.
»Was hätten wir denn machen sollen? So wie es ihr ging, konnten wir sie doch nicht um vier Uhr Nachts in den Schlafsaal zurück schicken. Wir haben ja fast eine halbe Stunde gebraucht, sie soweit zu beruhigen daß sie nicht mehr Rotz und Wasser geheult hat. Ich glaube, sie hat es einfach mal gebraucht, sich alles von der Seele zu reden und in den Arm genommen zu werden«, erklärte Emylia. »Ich glaube, wenn sie in einem Jahr versteigert wird, werden wir auf jeden Fall mit bieten.«
Nun wurde Miss Wilhelminas Ausdruck etwas milder. »Emylia, du überraschst mich immer wieder. Ich vermute, es wäre für sie nicht das schlechteste, was passieren kann. Aber darüber sollten wir morgen Vormittag auf jeden Fall noch mal unter vier, oder besser sechs Augen reden.« Miss Wilhelmina schaute nun zu Dana die zustimmend nickte.

»Gut, dann wäre das auch geklärt. Isabella?« Miss Wilhelmina schaute zu Isabella und Maja.
Isabella zuckte mit den Schultern. »Diese Dagmar lade ich auf jeden Fall nicht ein. Sie war ziemlich ungehalten über unsere Einladung. Und ich glaube, wenn Miss Noell sie heute Morgen nicht beruhigt und ihr alles erklärt hätte, hätte sie uns wahrscheinlich beim Frühstück die Augen ausgekratzt. Aber vermutlich würde sie eine Einladung zum Essen von uns sowieso nicht annehmen.«
»Ja, so ungefähr habe ich sie eingeschätzt. Auch wenn ich eher erwartet hätte, daß sie sich besser unter Kontrolle hat. Aber wen wollt ihr denn nun einladen?«
Isabella und Maja schauten nun zu Frida.
»Wie wäre es mit Sylvie? Sie ist anscheinend ganz in Ordnung«, meinte Frida achselzuckend.
»Gut, dann Sylivie«, sagte Miss Wilhelmina. »Ich werde die Einladungen schreiben und sie den Dreien heute noch überbringen lassen. Sie sollen sich dann im Kleiderfundus etwas passendes aussuchen, damit sie angemessen gekleidet sind.«




[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 22.05.18 um 20:32 geändert
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:21.05.18 12:00 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo MeDaDo
wieder sehr schön und einfüllsam geschrieben.
Bitte weiter so.
Ich habe aber eine Frage.
mir ist die zeitliche Übersicht verloren gegangen.
Du hast geschrieben, die Geschichte deckt ungefähr einen Zeitraum von 2 Jahren plus X ab.
Wir sind jetzt im November des 1sten Jahres ?

mfg
DF
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  RE: Neue Horizonte - 2 Datum:21.05.18 12:15 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat

mir ist die zeitliche Übersicht verloren gegangen.
Du hast geschrieben, die Geschichte deckt ungefähr einen Zeitraum von 2 Jahren plus X ab.
Wir sind jetzt im November des 1sten Jahres ?


Genaugenommen sind wir jetzt sogar schon im Dezember 2421.(Genauer gesagt hat Miss Wilhelmina am 7. Dezember Geburtstag und das Essen soll am 9. Dezember stattfinden.)
Aber nicht des ersten Jahres sondern schon im zweiten Jahr nach der Schule.
Als Anhaltspunkt: Mara und die Anderen sind Mitte Oktober 2420 versteigert worden.

Die Geschichte endet ungefähr im März oder April 2423 (plus X), also mit dem Ende der Schule von Kira und Kati, da die Beiden die letzten offenen Handlungsfäden bilden werden.

Einen genauen Zeitplan für die kommenden Ereignisse habe ich zwar noch nicht, aber all zu viele werden es nicht mehr werden, daher werden die zeitlichen Lücken von nun an etwas größer werden.

HeMaDo




[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 21.05.18 um 20:15 geändert
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