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private_lock Volljährigkeit geprüft
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Braunschweig


Jedes Schloss ist ein Meta-Konsens!

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  RE: Vorstellung Datum:24.04.18 18:47 IP: gespeichert Moderator melden


@Mona

Die MonaLisa ist unersetzbar, aber Du ... na, das kannste Dir doch denken OK, der musste jetzt sein!

Bei Ersetzbarkeit habe ich gerade zwei Szenarien im Kopf:

  1. Er hat morgen einen Autounfall, Du bist Witwe, kassierst 'ne hübsche Lebensversicherung plus Rente ... was nun? Wars das? Nie wieder Sex, nie wieder Kribbeln im Bauch, nur noch warten, dass der Tod Dich erlöst, weil die lieben Nachbarn sich sonst das Maul zerreißen? Aber zumindest wärest Du elegant aus der Fetisch-Nummer rausgekommen und hättest diese Sorge nicht mehr. Oder sollte er für Dich womöglich doch gar nicht so unersetzbar sein?

  2. Ihr sitzt zusammen im Eiscafe, die vollbusige Bedienung flirtet mit Deinem Kerl und er gibt Ihr auch noch ein Trinkgeld. Zuhause hängt der Haussegen schief und Du ziehst ihn tagelang auf, er solle sich doch noch ein Eis bestellen. Er hat wirklich nix falsch gemacht, aber in Deinem Kopf schwirren üble Minderwertigkeitskomplexe herum, dergestalt, dass Du Dir für ihn schon mal eine Zukunft ohne Dich ausmalst und ihm sogar schon eine neue Partnerin vorschlägst. Darin manifestiert sich Dein eigener Glaube, nicht gut genug zu sein und besser heute als morgen ersetzt zu werden.


Ja, ich sollte nicht noch mehr mit dem Feuer spielen, denn bei all den Spekulationen über Dich, über Euch, könnte ich unwissentlich einen Treffer landen und Dich verletzen. Ist wirklich nicht böse gemeint. Also bereit? Einen hab ich noch:

Wenn ich Deine Fragen als "Hadern mit der Beziehung" interpretiere, dann gibt es traditionell zwei Gelegenheiten: Kurz vor der Hochzeit, wenn alles bereit steht und man plötzlich seine "Freiheit" entschwinden sieht, oder in den Wechseljahren, wenn die Kinder endlich aus dem Haus sind und man sich fragt, ob das jetzt schon alles war?

Eine Beziehung besteht aus Geben und Nehmen. Seine Forderungen liegen auf dem Tisch. Er gibt damit ein klares Bekenntnis zu Dir und zu Euch ab, sagt aber auch, dass er "Wünsche" oder besser Bedürfnisse hat, für deren Lösung er sich ausdrücklich Deine Hilfe erhofft. Gut, nicht weiter verwunderlich, als seine Partnerin bist Du die logische erste Wahl. Aber man sollte ruhig erwähnen, dass das nicht selbstverständlich ist, denn die Verlockungen käuflicher Liebe als Ventil oder ein Seitensprung wäre ebenso denkbar. In dem Lichte kannst Du sogar ein ganz kleines bisschen dankbar sein, dass es "nur" ein harmloser Fetisch ist. Ja, das macht Dir jetzt erst mal etwas Aufwand, aber sobald er seine regelmäßige Versorgung hat, wird sich ein Modus-Operandi finden, mit dem beide leben können.

Das was Dir gerade das Kopfzerbrechen bereitet, scheint zu sein, Dir über Deine eigenen Wünsche klar zu werden?!? Die Option: "Weiter so wie bisher ... war doch alles super!" hat er Dir aktiv verweigert, gerade weil ihm darin der Fetisch-Anteil fehlt. Aber es ist auch ein wichtiger Schritt in Eurer Beziehung, dass er sich Dir damit anvertraut hat und Dich eben ausdrücklich nicht durch eine andere ersetzt hat.

Es ist ein bisschen wie die Frage zu Weihnachten: Was soll er Dir schenken? Du sagst: Ich brauch nix, ich hab schon alles ... und folgerichtig liegt dann unter dem Baum für Dich nur ein mageres Kärtchen mit einem "Gutschein für 1 x ...", dass Du selbst ausfüllen sollst. Spätestens, wenn Du in Deinem Nachtisch eine eigene Ecke für eine Sammlung solcher Kärtchen hast, weißt Du, dass mit Dir nix mehr los ist.

Ja, es soll da draußen Träumer mit einer romantischen Vorstellung von der Liebe geben, wo der Prinz per Gedankenlesen seiner Angebeteten alle Wünsche von den Augen abliest, noch bevor sie sie selber überhaupt gedacht hat. Er muss am besten in die Zukunft sehen können, um jegliche Fehlentwicklung aus allen Möglichkeiten auszuschließen. Diese Mädchen fallen in der Regel aus allen Wolken, wenn ihr Traumprinz feststellt, dass andere Mädels für weniger süßholzraspeln die Beine breit machen. Spätestens vor dem Scheidungsrichter beginnt dann das Feilschen darum, wer von was wie viel zu kriegen hat oder hätte. Dabei hätte man einfach mal vorher über die Verteilung von was auch immer verhandeln sollen und es hätte nicht so weit kommen müssen.

Ihr verhandelt noch ... gut so! Das ist eine Chance, um die Dich viele beneiden werden. Endlich mal eigene Wünsche und Vorstellungen durchsetzen können. Was für ein kleiner Preis, dafür mal ein bisschen die Domina zu spielen? Aber es gibt eben auch Menschen ohne eigene Wünsche und Vorstellung, die zu lange zurückstecken mussten, weil immer irgendetwas vor ging, seien es die Kinder oder die Kariere des Gatten oder die quengelnde kleine Schwester oder der Typ, der sich an der Supermarkt-Kasse vordrängelt. Die sagen dann "ja ja" und schlucken ihren Ärger runter und ducken sich weg ... nennt man meist "devot". Wenn Du dazu gehörst, dann hier die News des Tages, Dein Mann gehört auch dazu, zumindest in sexueller Hinsicht. Vielleicht kommt bei Euren Verhandlungen raus, dass ihr switcht und jeder mal eine Zeit devot sein darf. Vielleicht kommt auch die Erkenntnis, dass ihr Euch gemeinsam einem anderen Meister/-in/Paar unterwerfen wollt ... whatever floats your boat.

LG
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PS Manchmal wird hier im Board über Computer-Software als Domina-Ersatz diskutiert. Aber der "Dom-aus-der-Dose" fehlt es entschieden an Durchsetzungskraft, selbst wenn man auf Zeit den Zahlencode zur Keuschheit in Geiselhaft der Maschine übergibt. Wenn das Spiel langweilig wird, kann man immer den Stecker ziehen bzw. den Safe oder den KG knacken. Gegenüber der Maschine hast Du einige entscheidende Vorteile: Einen eigenen Intellekt mit eigenem Willen, eine Persönlichkeit, Empathie, aber auch ein Gedächtnis mit Bewertung, um sich über starre Regeln hinwegzusetzen und angemessen reagieren zu können, verpackt in einem Körper, der eigentlich waffenscheinpflichtig sein müsste!


PPS @Moira

Ich habe es mir mal für die Philo-Ecke geschnappt ... da sehen es dann hoffentlich mehr Leute. Zumindest wird es nicht so schnell unter anderen Themen begraben
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Mike Orca
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  RE: Vorstellung Datum:24.04.18 20:00 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Aber fühlen sich eure Partnerinnen da nicht auch oft mehr als austauschbare Erfüllungsgehilfinnen für eure blumigen Drehbücher? So kommt mir das jedenfalls manchmal vor. Klar, ich kann ihn keusch halten, dann werde ich dafür angehimmelt. Aber ist das nicht etwas verdreht, in dieser Verehrung MICH als Ziel der Verehrung zu sehen, wenn ich vielleicht jede andere Dominanzmaschine ersetzbar wäre....?

Hallo Mona,
ich kann natürlich nur von mir sprechen, aber meine Frau wäre für mich durch keine andere dominante Dame zu ersetzen. Mal abgesehen davon, dass ich sowieso monogam lebe - auch schon in den vielen Ehejahren vor dem Keuschheitsgürtel-Kauf: Ich habe bisher noch bei keiner anderen Frau das Bedürfnis gespürt, mich ihr in irgendeiner Weise zu unterwerfen. Weibliche Subs haben da eine wesentlich größere Anziehungskraft, wenigstens in der Phantasie - real kann und soll ja nichts laufen.
Vielleicht noch ein kleiner Denkanstoß: Wenn eine Frau sicherstellt, dass ein Mann sexuelle Befriedigung ausschließlich mit ihr und durch sie erleben kann (in welcher Form auch immer), dann wird diese Frau für ihn automatisch noch sehr viel interessanter und wichtiger als eine "normale" Partnerin. Und zwar nicht nur als Rollenspielerin und Wunscherfüllerin, sondern als ganze Person, denn es gibt ja nur noch diese eine Person für ihn, alle anderen Frauen sind dauerhaft unerreichbar und weden damit uninteressant(er).

PS Nichts gegen eine Niederrheinische Kuhwiese im Novemberregen: Dat is Heimat ...
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Ihr_joe Volljährigkeit geprüft
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Die Welt ist eine Bühne. Nur... das Stück ist schlecht besetzt. Oscar Wilde

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  RE: Vorstellung Datum:24.04.18 22:33 IP: gespeichert Moderator melden


@ Mike Orca
@ Monadom
Zitat

Vielleicht noch ein kleiner Denkanstoß: Wenn eine Frau sicherstellt, dass ein Mann sexuelle Befriedigung ausschließlich mit ihr und durch sie erleben kann (in welcher Form auch immer), dann wird diese Frau für ihn automatisch noch sehr viel interessanter und wichtiger als eine \"normale\" Partnerin. Und zwar nicht nur als Rollenspielerin und Wunscherfüllerin, sondern als ganze Person, denn es gibt ja nur noch diese eine Person für ihn, alle anderen Frauen sind dauerhaft unerreichbar und weden damit uninteressant(er).


Meine Herrin wurde nicht wichtiger oder interessanter, als sie mir den KG geschenkt und angelegt hat. Aber es war ein tolles Erlebnis, eigentlich hätte es den KG nicht gebraucht. Ich trage auch nicht ständig einen. Das tut aber, so SIE es befiehlt, meiner Keuschheit keinen Abbruch. Manchmal trage ich so ein Ding nur, weil es ihr an mir gefällt.
Ab und an trage ich einen weil der Aua macht.

Was will ich damit schreiben, es kommt nicht auf den KG an, sondern auf die, die das Ganze kontrolliert, die den Partner kennt. Weiß welche Knöpfe sie drücken muss, dass sie ihn selbst im besten Voll-KG glücklich machen kann.

Wunscherfüllerin, warum nicht, wenn es auch Deine Wünsche sind. private_lock nennt es Bedürfnisse, ich halte es nach wie vor für Wünsche, von denen Du bei Leibe nicht alle erfüllen musst.

An sich sollst Du Dir Deine Wünsche erfüllen, je mehr sie zu denen Deines Partners passen um so besser.

Ja aber auch Dominanz und Sadismus sind nicht wirklich erlernbar, Du kannst die Techniken vielleicht erlernen, aber nicht die Freude, die Du dabei empfindest oder empfinden solltest. Wie schön es sein kann gemein zu sein...
Deswegen mit Domina spielen, wirst Du Dir keinen Gefallen tun. Da bin ich anderer Ansicht als private_lock, oder er hat es nicht wörtlich gemeint.
Harmlos ist auch relativ, es ist immer die eigene Denkweise...

Es ist wichtig, das zu sein, was man ist. Das gilt genau so für Deinen Partner. Aber das, was man sich vorstellt, hat bei vielen nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Was Du selbst bist, hat Du schon herausgefunden, das Beispiel an der Kasse oder Bedientheke ist gut, meine Frau ist da recht rigoros, meist darf sich der Drängler hinten anstellen. Wehe die Kassiererin würde ihn vorziehen wollen.

Danke fürs lesen
Ihr_joe





[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Ihr_joe am 24.04.18 um 22:34 geändert
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Monadom
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  RE: Vorstellung Datum:26.04.18 16:35 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,
zunächst vielen Dank für eure tollen Beiträge. Ich hätte nicht gedacht, dass sich schon aus meiner Vorstellung heraus hier eine so interessante Diskussion entwickelt, nun sogar in der "Philosophie-Ecke"....
Ich kann viele eurer Gedanken nachvollziehen, an allem ist etwas dran. Ich glaube, viele - ob dom-, sub- oder sonstwie veranlagt - finden sich, wenn sie Glück haben, in Partnerschaften wieder, in welchen dann sofort, früher oder später lang gehegte Wünsche, Fantasien und Träume zum Vorschein kommen, welche vom Durchchnittlichen, Normalen abweichen. Übel ist es ja wohl besonders für alle, die so speziell veranlagt sind und suchen, dass eine Partnerschaft nur schwer realisierbar ist. Das stelle ich mir schon schwierig vor, festzustellen, dass man auch bei engagiertem Suchen mit seiner speziellen Wunschkonstellation alleine bleibt oder ansonsten gute Beziehungen an diesen Themen hier scheitern.
In der Partnerschaft lebend solch spezielle Veranlagungen und Wünsche für beide erfüllend zu leben ist sicher oft nicht einfach. Logisch wird es um so schwieriger, je differenzierter und unflexibler die Vorstellungen sind. Und bei Dom-/Sub-Beziehungen kommt ja hinzu, dass die Rollen- und Inhaltserwartungen so seltsam verschränkt und widersprüchlich zu sein scheinen, dass ein gemeinsames Erkennen und Ausleben selbst bei Bereitschaft und Offenheit für das Spezielle besonders schwierig ist. Hinzu kommt dann noch die hormonell (oder transmitter-?) bedingte Schwankungsbreite der Wünsche und Befindlichkeiten. Es wundert nicht, dass sich auch die Wissenschaft bisher nicht nachvollziehbar und einigermaßen einleuchtend zu Zustandekommen und Verlauf von Dominanz/Submissivität/Fetischentstehung äußert. "Irgendetwas in der Kindheit".... ja, aber was? und bei jedem anders?
Auf den ersten Blick sieht es ja recht einfach aus. Die Domse soll dominieren, Subbi liest Wünsche aus den Augen ab, bügelt, staubsaugt, putzt, pariert brav, bekommt seine Aufgaben, erduldet gelegentlich Strafen, das Ganze garniert mit viel aus den Augen abgelesenem Sex für die Domina und unter Verschluss gehaltener Dauergeilheit mit gelegentlich erlaubten Eruptionen für den Sub.... wenns denn so einfach wäre...? Wenns denn so einfach wäre, gäbe es wohl nicht so engagiert betriebene Foren wie dieses
Ich glaube, es ist eben nicht so einfach, weil diese Spezialitäten sehr leicht (oder fast immer?) zu Schwierigkeiten, zu enormem Abstimmungs- und Anpassungsbedarf in Partnerschaften führen. Weil es bei durchschnittlicheren Sexualwünschen leichter zusammen passt, ohne viel reden, ohne komplexe Foren, ohne verkopfte Regieanweisungen, nur von Gefühlen intuitiv geleitet passts halt - besonders in der Sexualität - zusammen. Dass da wenig dominant oder subveranlagte Partner denken: "holla, wie bitte?" ist sehr verständlich. Und dann kommen die Erklärungen des Ganzen, die Theorien, Fantasien, Wünsche, all das - noch dazu nicht erprobt, sondern überwiegend aus der Vorstellung "so könnte es sein, wenns gaaanz schön wäre".... und es entstehen Gespräche über Themen, die man nie für bedeutsam gehalten hätte. Für die man nie Bedarf sah. Man erkennt einen Gesprächsbedarf beim Partner, der unerschöpflich zu sein scheint, will dem gerecht werden und sieht sich mit der Bereitschaft und Absicht des Partners konfrontiert, nicht überfordert werden zu sollen.
Einfach genähert denkt man: naja, kann und will ich mal dominant sein? Ist ja ein Spiel, warum nicht versuchen. Und erkennt: ja, so schwierig ist das ja nicht, man hat sich schließlich gern, möchte dem andern gönnen und bieten, was ihn glücklich macht. Von Dominanz hat jeder eine Vorstellung. Die ersten Befehle gelingen leicht, gespielte Strenge. Er freut sich, das Spiel ist eröffnet. Aber man erkennt: der Mensch, der da dominiert werden möchte, ist nicht allein dadurch zufrieden, dass über ihm das Zepter geschwungen wird. Hinter dem äußerlich recht simpel erscheinenden Dominiertwerdenwollen steckt ein wohl schier unendliches Geflecht bewusster und unbewusster Erfahrungen und Erlebnisse, Seelenprogrammierungen, deren oberflächich zu Tage tretendes Wünschen nach Dominanz nur ein kleiner Ausschnitt des zwischenmenschlichen Austausbedarfs ist. Ich glaube, selbst der Dauerdominanz anstrebende Sub ist ein ganz sensibler differenzierter Wünscher und Sucher. Und sitzt er in seinem erstrebten Dauerdominanz-Pseudogefängnis, dann hat er trotzdem seine Fantasien, wie es nach SEINEM Drehbuch weitergehen sollte, damit er irgendwann und irgendwie zu seiner sexuellen Befriedigung kommt. Und tritt dies nicht irgendwann ein, so wird doch wohl auch die subtilste Dauerkeuschheit langweilig. Ich glaube, die dem erwarteten Devoten oder dem Fetisch geschuldete Aufmerksamkeit, diese mehr oder weniger umfangreiche Ausgestaltung an ein: "so ungefähr sollte es sein, dann ist es schön" wird leicht zu einer Bedrängung der Spontanität des zwischenmenschlichen Miteinander. Dom/Sub/Fetisch sind kompliziert.
wir geben uns dem Prozess hin, versuchen, das Sexualspezielle nicht überhandnehmen zu lassen. Reden immer mal wieder darüber, aber nicht ständig. Und warten ab, wohin uns unsere Erfahrungen führen. Mit schönen, gelegentlich lächerlichen oder witzigen Situationen, mit Rückschlägen und Unangenehmem, mit Austausch zu dem, was war und was werden könnte. Eine spannende Reise. Und wir lesen hier und da mal und besonders interessiert, was in Foren wie diesem ausgetauscht wird. Dafür vielen Dank
auf bald...
Mona
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Mike Orca
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  RE: Vorstellung Datum:26.04.18 22:17 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Ich glaube, es ist eben nicht so einfach, weil diese Spezialitäten sehr leicht (oder fast immer?) zu Schwierigkeiten, zu enormem Abstimmungs- und Anpassungsbedarf in Partnerschaften führen. Weil es bei durchschnittlicheren Sexualwünschen leichter zusammen passt, ohne viel reden, ohne komplexe Foren, ohne verkopfte Regieanweisungen, nur von Gefühlen intuitiv geleitet passts halt - besonders in der Sexualität - zusammen.
Mein Eindruck: Bei Paaren mit durchschnittlicheren Sexualwünschen, die nicht viel reden, ist die Gefahr sehr groß, dass "es" nach wenigen gemeinsamen Jahren eben nicht mehr passt und man - von Gefühlen geleitet - in einem fremden Bett landet. Paare mit erhöhtem Abstimmungsbedarf, die viele lange Gespräche führen müssen, um einen gemeinsamen Weg zu finden, haben einen großen Vorteil: Sie reden miteinander!

Und wenn das Gerede mal zu viel wird, überfordert und nervt: "Halt jetzt den Mund, sonst gibt es einen Knebel und den Rohrstock" - die dominante Rolle hat durchaus Vorzüge, wenn sie entsprechend gestaltet wird.
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Ihr_joe Volljährigkeit geprüft
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  RE: Vorstellung Datum:27.04.18 00:21 IP: gespeichert Moderator melden


@ Mike Orca
Zitat

Und wenn das Gerede mal zu viel wird, überfordert und nervt: \"Halt jetzt den Mund, sonst gibt es einen Knebel und den Rohrstock\" - die dominante Rolle hat durchaus Vorzüge, wenn sie entsprechend gestaltet wird.


Lach, eigentlich dann gerade nicht, niemals wenn man auf den anderen sauer oder genervt ist! Später vielleicht dafür, aber mit dem, was Mann oder Frau mit einem Rohrstock anrichten kann, niemals unübrtlegt und in dem Fall immer im falschen Moment zuhauen, das hat nichts mit Dominanz zu tun.

Nur noch mal zur Erklärung, wenn man wütend ist, kann man sich nicht kontrollieren, deshalb ist es in dem Fall nicht angebracht, auf den/die Sub unkontrolliert zu schlagen, was in dem Fall eben leicht passieren kann. Insbesondere, weil er sich normalerweise nicht wehren wird.

Man kann durchaus für so was bestrafen, aber eben dann, wenn man selber unter Kontrolle hat, also ausgeglichen ist.

Danke fürs Lesen
Ihr_joe






[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Ihr_joe am 27.04.18 um 00:22 geändert
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  RE: Vorstellung Datum:27.04.18 17:24 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,
ja, das Miteinanderreden ist sicher in jeder Beziehung wichtig und nicht nur in Bezug auf Sexualität. Der Hinweis, man könne doch die Dominanz einsetzen, wenn’s auf der dominanten Seite nicht passt, ... dies bliebe m.E. eher an der Oberfläche eines ernsthafteren Problems. Gerade daran zeigt sich doch, dass das Dom/Sub-Verhalten spielerisch ist, aber für die Probleme des Alltags in der Regel nicht brauchbar.
Toleranz, Mitgefühl, Bereitschaft, aufeinander zu- und einzugehen, so oft hört man diese Bedarfe heraus in den Beiträgen. Aber auch: ich will es endlich so und auf die von mir geträumte Weise. Und wenn endlich die Welt und alle in ihr wohnenden Menschen ausreichend tolerant und verständnisvoll wären, dann dürfte es doch kein Problem sein, vom Partner empathisch und hingebungsvoll zu erhalten, wonach der Sub so dürstet.
Und es gibt eine Philosophieecke im Forum... ein wenig frage ich mich, warum gerade Philosophie-Ecke? Geht es wirklich ums Weltbild hier? Die Subs und Keuschgehaltenen dürsten nach einer toleranten Welt, die Verständnis für die Besonderheit des Submissiven, Fetischistischen hat. Gäbe die das Weltbild der in Frage kommenden Partnerinnen und Partner prägende Philosophie genügend Spielraum und Verständnis her, dann müssten die Submissiven und Fetischisten nicht so suchen nach einer erfüllenden Partnerschaft...? Ich fühle mich auf der philosophischen Aspekteseite des Submissiven, Dominanten und Fetischistischen nicht sonderlich günstig platziert, wenn ich mich als Partnerin eines Dominanzsuchenden finde.
Und schlage deshalb vor, diese Seite eher „Psychologieecke“ zu nennen (natürlich lasst alles wie es ist, dies soll keine Fundamentalkritik sein, sondern lockeres Nachdenken). Liegt das Besondere des hier Diskutierten nicht viel mehr im Bereich besonderer psychischer Konstellationen als in Fragen zum Weltbild und zur Weltsicht? Klar, philosophieren können und dürfen wir alle - und tun es ja auch. Die Psychologie des Dominanten/Submissiven/Fetischistischen zu ergründen und zu verstehen, da schrecken wir eher ehrfürchtig zurück, um uns nicht fachfremd zu weit aus dem Fenster zu hängen...(?) dabei hätten es die Psychologen doch verdient, von uns herausfordernd gefragt zu werden: was ist das, woher kommt das, was da so seltsam in uns daherkommt, warum macht es doch immerhin so viel Austausch nötig, dass Foren wie diese entstehen. Es ist doch jede Menge Psychologie im Spiel, wenn jemand genießt und anstrebt, vom Partner mit dem Rohrstock „lustvoll“ versorgt zu werden, im Fetischgewand ausgestellt zu werden, monatelang keusch gehalten zu werden.
Ich weiß auch nicht, ob es uns in unserer Partnerschaft weiterhelfen wird, wenn wir besser verstehen, was dahintersteckt, wenn wir solche und nicht andere Rollenspiele versuchen und weiterentwickeln. Aber ich bin mir fast sicher, in der Vita von so manchem Dom/Sub-Veranlagten gab es ganz gehörige (Problem?-)konstellationen, Schamsituationen, Katastrophen, welche unter Sexualisierung des Nichtaushaltbaren vernarbt im Unterbewusstsein lebenslänglich nachwirken. Und eine Art Überlebthaben feiert so mancher hier in lebenslänglicher Zelebrierung des durch Sexualisierung dosierbar und aushaltbar gemachten Schmerzerlebnisses...?
Mir als Hinzugezogene, neu Eingebundene, mit begrenzter Dominanzbereitschaft Versehene fällt es jedenfalls schwer, dieses herbeigesehnte Verhalten als mit Auswahlmöglichkeiten versehene Regieanweisung annehmen zu sollen. Tolerant sein, von Liebe getragen die Wunschvorstellungen wenigstens so weit es für mich interessant und lebbar ist verwirklichen helfen... mir scheint, das könnte ein wenig kurz gesprungen sein? Ich kann mir vorstellen, dass es mir leichter fallen würde, liebevoll dominant zu sein, wenn ich erkennen könnte, was da in seiner Vergangenheit an Unverheiltem war. Welche Sehnsüchte da in meinem Partner wohl seit vielen Jahren so unbefriedigend gelebt wurden, dass daraus der sexualisierte Wunsch nach Bestrafung, Keuschhaltung, lustvoller Beschämung entstand. Ich bin mir fast sicher, dass diese Empfindungen wichtig sind, dass dort irgendwo Narben liegen, dass die Sexualität nur Oberfläche ist, dass das Rollenspiel nett ist und Befriedigung verschafft, dass darunter aber interessante hochdifferenziette Psychokonstellation schlummert, an deren Auswirkung bei vielen hier „nur“ die sexualisierte Lebbarmachung besprochen und diskutiert wird. Klar, man kann sagen: ich hab’s halt und gut ist’s. Ich such mir meine Nische, ein Domchen, das passt und gut ist. Aber ich bin mir sicher, bei vielen hier passt da oft nur ganz wenig und statt passender Partnerschaft ist da nur lähmende träumende Einsamkeit. Welche vielleicht genau an der Stelle des Verständnisses für Hintergründe und Beweggründe erleichtert und aufgeschlossen und lebbarer gemacht werden könnte. Das eine ist Verstehen, das andere Empfinden, beides darf (und sollte vielleicht?) in unseren Partnerschaften angemessen zum Ausdruck gebracht werden. Wie schlimm, wenn vielleicht der eine oder andere Sub in Wirklichkeit rauschende Nähe und enge Liebe ersehnt, wenn er für einen kurzen sexuellen Höhepunkt seine „50 mit der Gerte“ gegönnt bekommt und seine Seele ansonsten dürstend bleibt.
Die Psychologie hat uns wohl wenig zu bieten, soweit sich mir dies erschließt. Wenn man nicht leidet besteht kein Therapiebedarf. Leidet man, gibts verhaltenstherapeutische Korrekturstunden mit dem Ziel, dass das Leben wieder passt. Gut, wenn’s dann wieder passt, soll es ja recht sein. Aber von einer Erklärung für das gezeigte Wünschen und Wollen bleibt auch dies weit entfernt. Und die Psychoanalyse brachte meines Wissens bisher auch wenig Verwertbares zu diesen auffälligen Seelenzuständen zustande. Vielleicht täusche ich mich aber auch. Würde mich interessieren, ob es zu diesem Themenkomplex hier Wissenswertes auszutauschen gibt. Ich staune jedenfalls, wenn ich hier im Forum so rumlese, dass das Dahinter so wenig diskutiert und ausgetauscht wird.
Und vielleicht ist ja tatsächlich zu konstatieren: ja, dahinter ist auch nicht viel Wesentliches. Da ist Submissivität, Fetisch, Dominanz, suchen wir jemand, der uns in die Schelle zwingt, den Rohrstock schwingt und nach Regieanweisung dosierte Beschämung liefert und gut ist.
Oder ist es doch anders und man könnte verstehen, was da in einem Menschen passiert ist, dessen Sexualziel Dominiert- und Beschämtwerden ist?
Freue mich auf Austausch, wem was dazu einfällt....
Grüße
Mona
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Mike Orca
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  RE: Vorstellung Datum:27.04.18 19:26 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Mona,
ich habe gerade leider keine Zeit für eine ausführliche Antwort, daher nur einige spontane Gedanken:

- ich habe in meinem Leben bisher sieben oder acht Menschen getroffen, die Psychologie studiert haben (nicht alle mit Abschluss). Fünf davon kenne ich aus der Latexszene bzw. habe ich schon in Catsuit, Korsett und High Heels gesehen. Reichlich viel Zufall, wie ich finde.

- die Grundannahme, dass es für Submissivität, Fetisch, Dominanz usw. irgendwelche Traumata oder sonstige negative Ursachen geben muss, halte ich für (wenigstens) zweifelhaft. Latex und ähnliche Materialien fand ich schon im Kindergartenalter sehr interessant - die Optik und das Gefühl auf der Haut sind bei mir positiv besetzt, solange ich zurück denken kann. Auch dem Thema Keuschheitsgürtel bin ich als Jugendlicher ohne negative Vorerlebnisse begegnet - und war praktisch sofort fasziniert.

- ich finde zwar Vieles aus der Fetisch- und BDSM-Ecke interessant und teilweise sexuell erregend, aber was ist daran seltsamer als alle anderen persönlichen Eigenheiten und Geschmäcker? Bei Zwerghuhnzüchetern, Topglappenhäklerinnen, Briefmarkensammlern und Kakteenzüchterinnen fragt sich doch auch niemand, welche schrecklichen Erfahrungen dadurch verarbeitet werden, oder?

So, jetzt muss ich leider schließen - mehr später.

Viele Grüße, Mike Orca
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  RE: Vorstellung Datum:27.04.18 20:49 IP: gespeichert Moderator melden


@ Monadom,

ich kann nur von mir schreiben.

Ich bin gerne so, wie ich bin, gut ich bin seit ich weiß masochistisch veranlagt. Könnte ich wählen ich würde nicht tauschen wollen.

Auch wenn es unverständlich erscheint können sich Sadisten und Masochisten trotzdem verlieben.

Zitat

Die Psychologie des Dominanten/Submissiven/Fetischistischen zu ergründen und zu verstehen, da schrecken wir eher ehrfürchtig zurück, um uns nicht fachfremd zu weit aus dem Fenster zu hängen...(?) dabei hätten es die Psychologen doch verdient, von uns herausfordernd gefragt zu werden: was ist das, woher kommt das, was da so seltsam in uns daherkommt, warum macht es doch immerhin so viel Austausch nötig, dass Foren wie diese entstehen. Es ist doch jede Menge Psychologie im Spiel, wenn jemand genießt und anstrebt, vom Partner mit dem Rohrstock „lustvoll“ versorgt zu werden, im Fetischgewand ausgestellt zu werden, monatelang keusch gehalten zu werden.


Was ist das, woher kommt das, was da so seltsam in uns daherkommt? Warum seltsam es ist keine Krankheit, von der in irgendeiner Form rund 20 % bis 25 % der Menschheit betroffen sind! Es sind nur Neigungen die Menschen haben, es ist nicht behandelbar.

Ich denke du magst da etwas überinterpretieren:

Zitat

Aber ich bin mir fast sicher, in der Vita von so manchem Dom/Sub-Veranlagten gab es ganz gehörige (Problem?-)konstellationen, Schamsituationen, Katastrophen, welche unter Sexualisierung des Nichtaushaltbaren vernarbt im Unterbewusstsein lebenslänglich nachwirken. Und eine Art Überlebthaben feiert so mancher hier in lebenslänglicher Zelebrierung des durch Sexualisierung dosierbar und aushaltbar gemachten Schmerzerlebnisses...?


Nein! Früher ging man davon aus, dass durch Schläge in der Kindheit so was heraufbeschwört wurde, bei genauerer Hinterfragung hat sich dann später herausgestellt, das die Neigung schon vorhanden war, aber durch Hiebe in der Pubertät eben erst zum Vorschein kam (englische Internate).

Später dann wurde festgestellt, dass ohne die (falsche Erziehung) die Zahl der so veranlagten nicht weniger wurde und auch in Ländern mit liberaler Erziehung der gleiche Prozentsatz erreicht wird.
In Ländern wo so was nicht geduldet ist, wird es im geheimen ausgelebt.

Ich habe mir schon immer "starke" Frauen ausgesucht. Zwischen 14 und 16 war mangels Wissen und Erfahrung die ersten Partnerinnen normal, was mir aber auch schon damals wenig gebracht hat.

Nun ich bin jetzt so gut wie 63, wenn ich

Zitat

wenn er für einen kurzen sexuellen Höhepunkt seine „50 mit der Gerte“ gegönnt bekommt und seine Seele ansonsten dürstend bleibt.

Es ist kein kurzer sexueller Höhepunkt, wenn mich meine Herrin liebevoll behandelt, sind das nach der Behandlung Tage, die ich glücklich bin, meine Seele dürstet nach nichts, denn Liebe bekommt sie auch.

Zitat

Welche Sehnsüchte da in meinem Partner wohl seit vielen Jahren so unbefriedigend gelebt wurden, dass daraus der sexualisierte Wunsch nach Bestrafung, Keuschhaltung, lustvoller Beschämung entstand


Ich wusste es schon in meiner Jugend, hätte ich es in mich hinein gefressen und nie erwähnt, wäre ich ob der unerfüllten Sehnsüchte vermutlich krank geworden oder hätte mir einen passenden Partner gesucht. So geschah es aber zu Beginn, wenigstens da haben wir alles richtig gemacht. Wenn man zu der Zeit noch nichts davon wusste, wie wirklich man tickt, dann kommt das Problem sich dem Partner zu offenbaren, der einem eben nicht als Sub sondern als aktiven Partner kennt.

Viele machen dann den Fehler, stellen eine genau Wunschliste auf, von dem was sie sich vorstellen, damit überfordern sie dann den aktuellen Lebensgefährten. Andererseits ist es in meinen Augen auch nicht möglich auf Dauer dominant zu spielen, wenn man es nicht ist, genau so wie umgekehrt.

Nach dem was Du geschrieben hast schließe ich,dass Du eben nicht dominant veranlagt bist und damit letztendlich wenig anfangen kannst. Ich hoffe mich zu täuschen, aber dazu passt Dein Text nicht.

Danke fürs lesen
Ihr_joe

PS:

Zitat Wikipedia:Wikipedia

Zu den Ursachen und der Entstehung des Sadomasochismus gibt es verschiedene Theorien, wobei diese in der Regel auf die jeweilige Ausprägung des Sadismus oder des Masochismus beziehen und sich keine allgemeingültige Ursache für die Entstehung sadomasochistischer Vorlieben finden lässt.



[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Ihr_joe am 28.04.18 um 18:38 geändert
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  RE: Vorstellung Datum:27.04.18 22:45 IP: gespeichert Moderator melden


N'Abend Mona!

Zitat
mir scheint, das könnte ein wenig kurz gesprungen sein?


Richtig ... solange Du von seinem Drehbuch ferngesteuert wirst, ist er es letztlich, der über die Intensität des Spieles entscheidet und somit tritt bei ihm kein echter Kontrollverlust ein. Es fühlt sich für ihn an, als würde er ein Kasperle-Theater aufführen und dabei Deine Rolle gleich mit spielen. Interessant wird es erst, wenn Du selbst improvisierst und es zu unterschiedlichen Auffassungen kommt, so dass Du Dich entgegen seiner momentanen Laune über seine Regie-Anweisungen hinwegsetzt.

Zitat
was da in seiner Vergangenheit an Unverheiltem war.


Schwierig bis unmöglich. Erinnerungen sind trügerisch und verblassen mit der Zeit. Selbst wenn man ein Video von seinem Leben hätte, wie soll man darin die entscheidenden Momente finden? Zurück bleibt ein Bauchgefühl darüber, was ihm gut tut. Es ist ähnlich unbegründet / unergründlich wie eine Vorliebe für eine Farbe oder ein Geschmack. Rational vielleicht nicht greifbar, statistisch aber sehr wohl: Vor die Wahl gestellt, lieber A oder B wird sich eine signifikante Tendenz ergeben.

Zitat
wird leicht zu einer Bedrängung der Spontanität des zwischenmenschlichen Miteinander. Dom/Sub/Fetisch sind kompliziert.


Ja, ich bin mir dessen bewusst. Ein KG z.B. behindert den spontanen Sex im Fahrstuhl. Das ist vielleicht in dem Moment von beiden so nicht gewollt, aber eine notwendige Einschränkung, um in anderen Belangen seine Wirkung entfalten zu können. Der zumindest zeitweilige Verzicht des Trägers auf eigene Orgasmen ist der Preis, der gezahlt werden muss, quasi der nötige Einsatz für den Jackpot.

Andererseits geht es darum, sich gezielt Spielregeln aufzuerlegen, um dann innerhalb der Spielmechanik trotzdem zu gewinnen. Beim Mensch-Ärgere-Dich-nicht würde der Reiz des Spieles völlig verloren gehen, wenn sich z.B. ein Spieler die gerade benötigte Augenzahl beliebig aussuchen dürfte. Das Spiel verliert seinen Reiz, wenn man schummelt.

Man sollte nun aber nicht glauben, dass der KG-Träger grundsätzlich Verzicht übt. Vielmehr wird der eigentliche sexuelle Akt durch eine Ersatz-Fetisch-Handlung kompensiert. Anstatt 5 Minuten lustigem Steckspiel gibt es vielleicht ein Wochenende lang sexuelle aufgeheizte Höchstspannung. Dieser Zustand wäre ohne KG vermutlich für die meisten kaum auszuhalten. Man gibt sich allzu leicht seinen Trieben hin und rammelt wie die Karnickel ... zumindest in jüngeren Jahren. Mit einem gesetzten Alter wandelt es sich in das Durchleben einer mehrere Tage anhaltenden Dauergeilheit, bei der der KG mich vor mir selbst schützt.

Ein wie ich finde wesentlicher Reiz des Fetisch geht von der Ambivalenz aus, dass ich entweder beide zur Wahl stehenden Möglichkeiten reizvoll finde oder beider gleichermaßen abschreckend sind. Und gerade, wenn ich mir der Situation bewusst werden und sich insgeheim eine Tendenz für eine Richtung herausbildet, wird es durchkreuzt, weil Ihre Entscheidung anders lautet. Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden.

BDSMler bringen dass dann auf die Formel: "Liebe darf das!"

LG
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Mike Orca
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  RE: Vorstellung Datum:28.04.18 16:32 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Ich kann mir vorstellen, dass es mir leichter fallen würde, liebevoll dominant zu sein, wenn ich erkennen könnte, was da in seiner Vergangenheit an Unverheiltem war. [...] Ich staune jedenfalls, wenn ich hier im Forum so rumlese, dass das Dahinter so wenig diskutiert und ausgetauscht wird. Und vielleicht ist ja tatsächlich zu konstatieren: ja, dahinter ist auch nicht viel Wesentliches.
Hallo Mona,
ich habe mir jetzt noch einmal den Punkt rausgepickt, der mir besonders wichtig erscheint: "Normal" veranlagte Menschen - meine Frau gehört genauso dazu wie Du - haben keine Chance, intuitiv zu fühlen, was einen Menschen mit BDSM- oder Fetisch-Neigungen an einem Bild, einem Text, einer Idee so fasziniert und erregt. Das führt einerseits leicht zu der Einschätzung "der ist seltsam veranlagt, um nicht zu sagen pervers" und andererseits - wenn Offenheit und Toleranz vorhanden sind - zum Wunsch, verstehen zu wollen was im Kopf des Partners läuft (oder falsch läuft).
Aus meiner Sicht ist dagegen nur festzustellen: Ich bin seltsam veranlagt, um nicht zu sagen pervers und das wird sich auch nicht ändern (lassen), ohne die Persönlichkeit zu zerstören - nicht von mir, nicht von ihr, nicht von eienm Psychologen oder Psychater. Es reicht völlig aus, dass meine Frau diese Tatsache akzeptiert, genauso wie ich das weithegende Fehlen entprechender Veranlagungen bei ihr akzeptieren muss. Eine Suche nach tiefer liegenden Ursachen / Gründe, warum ich bin, wie ich bin und sie ist, wie sie ist, könnte man versuchen, aber wahrscheinlich würden weder Psychologen noch Philosophen etwas finden. Und selbst wenn: Was würde das helfen?

Zum Schluss noch eine Erfahrung von mir, vielleicht als Tipp für Dich: Seit sich meine Frau auf das Abenteuer eingelassen hat, gemeinsam mit mir andere seltsame Perverse kennen zu lernen (Stammtische, Partys etc.), hat sie erlebt, dass ich bei weitem nicht der Einzige oder der "Schlimmste" bin und dass in der "Szene" sehr viele nette und interessante Menschen unterwegs sind - auch wenn die teilweise noch seltsamer erscheinen als ich. Unserer Partnerschaft hat das ziemlich gut getan, finde ich.

Viele Grüße, Mike Orca
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Monadom
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  RE: Vorstellung Datum:29.04.18 23:59 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,
Danke für die tollen und ausführlichen Antworten. Der gedankliche Ausflug in die möglicherweise tiefen Hintergründe der Spezialitäten ergab sich für mich ganz logisch im Rahmen der Beschäftigung mit dem, was mich da in den letzen Jahren zunehmend berührte. Man kann diesem Aspekt folgen, vertieft nachstellen, welche Besonderheiten im Entstehen eine Rolle spielten. Möglich, dass es sehr individuelle Hintergründe gibt, möglich aber auch, dass es zB in der Kindheit (und da denke ich an eine Zeit vor den erinnerbaren Erlebnissen) durchaus vergleichbare Konstellationen gab, die verursachend beteiligt waren. Ich finde diese Gedanken unabhängig von einem „Nutzen“ für die Beziehung einfach hochinteressant.
Ich habe mit meinem Partner abgesprochen, dass er seine Fantasien aufschreibt. Aus dem so Verfassten ist ihm und mir schon viel deutlich geworden. Ich bin erstaunt, welche Gefühle bei ihm eine Rolle spielen, wenn zB devote Fantasien des Beschämtwerdenwollens in seinen Geschichten zum Ausdruck kommen. Und ich kann nur sagen, die Auslebung, das Erleben der von mir angebotenen Dominanzrolle ist für ihn und für mich nur die Oberfläche einer sehr tiefreichenden und differenzierten emotionalen Bedürftigkeit auf seiner Seite. Das ist viel mehr als Regieanweisung und Rollenerfüllung durch mich. Ja, ich kann unabhängig von seinen Erwartungen und Wünschen „das Zepter übernehmen“ und ihm die Rolle des Empfangenden zuteilen, sicher ein reizvolles Spiel für ihn, sicher auch besonders für eine „naturveranlagte“ Domina. Ich glaube, bevor wir unsere Beziehung auf diese Weise gestalten ist noch viel gegenseitiges Verstehen sinnvoll, viel Austausch von Wünschen und Grenzen auf beiden Seiten. Ich könnte mir vorstellen, dass es leicht zu einem recht starren Prozedere kommen kann, wenn mit zu wenig gegenseitiger Bereitschaft zur Weiterentwicklung und zum Austausch von Empfindungen der weitere Weg gestaltet wird. Die Vorstellung einer monatelangen Dauerkeuschhaltung, wie sie hier von manchen wohl angestrebt wird, ist in diesem Zusammenhang für mich wenig nachempfindbar. Was muss in euch an emotionalen Purzelbäumen stattfinden, wenn da so starr und unnachgiebig die Schelle verschlossen bleibt und aussichtslose Disziplinierung der einzige emotionale Höhepunkt ist, der aufgrund konsequenter Dominanz erhaltbar ist? Das ist doch wenig „Spiel“ und viel „Statik“, oder?
Die Beschreibungen, die ich von ihm erhalte, zeigen eine viel vielschichtigere Wunsch- und Gefühlswelt, als es die reine „Unterwerfung“ oder „Dominierung“ erwarten lassen würde. Sich von diesen Gefühlen und Wünschen inspiriert einer fantasievollen Auslebbarkeit zuzuwenden, sich nach den „gelebten Versuchen“ und seien sie noch so unvollständig auszutauschen, scheint mir eine sehr wache und sensible Art von Beziehungsentwicklung. Und es erlaubt, sich gegenseitig abzustimmen, Grenzen festzustellen. Aber dies ist schon viel „Beziehungsarbeit“, besonders für mich als nicht naturveranlagt. Und manchmal mag ich mich auch nicht damit beschäftigen, dann sag ich ihm das auch und damit kann er dann ganz gut umgehen.
Es ist ein Prozess mit vielgestaltigem Verlauf, vielen guten und schlechten Versuchen, lustigen und frustrierenden Begebenheiten, Rückschlägen und schönen Erlebnissen, unsere Offenheit ist größer geworden. Es ist eine gute Entwicklung. Und nicht ausschließlich im Bereich tiefenpsychologischer Theoriebeschäftigung, aber auch nicht nur mit gedruckten Regieanweisungen. Ich glaube, sowohl offener Autausch der tiefen, speziellen Empfindungen ist sinnvoll, als auch das gelegentliche offene Probieren eines So und Nichtandersagierens. Beim Lesen im Forum kommt für mich aber in vielen Beiträgen viel „ich will’s so, irgendwer gebe es mir also endlich“ rüber. Und damit allein ist besonders für Nichteingeweihte und Nichtnaturveranlagte ein Zugang und Zueinanderkommen recht schwierig. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass besonders für Hinzukommende, Nichteingeweihte, Nichtnaturveranlagte etwas mehr Hintergrundoffenheit und „Hintergrundempfinden“ weiterführender sein könnte, als der Austausch von Regieanweisungen (um es etwas überzeichnet auszudrücken). Was suchen und empfinden die Subs in der Dominanz, im Fetisch, im Hingehaltenwerden.
Viele Grüße
Mona
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  RE: Vorstellung Datum:30.04.18 09:46 IP: gespeichert Moderator melden


@Mona

Das klingt ja wirklich positiv von Dir und vielversprechend für Deinen Mann

Zitat
etwas mehr Hintergrundoffenheit und „Hintergrundempfinden“ weiterführender sein könnte, als der Austausch von Regieanweisungen


Bemerkst Du selbst Deinen Fortschritt? Angefangen hattest Du mit der Frage nach "Erfahrungen". Aber der Sinn kann nicht darin bestehen, die Erfahrungen von anderen nachzuspielen. Das ist dann ein fremdes Drehbuch. Und Dir ist schon aufgefallen, dass Du mit seinem Drehbuch mehr als genug zu kämpfen hast. Das Problem an Drehbüchern ist, dass sie Regieanweisungen enthalten, die in diesem Falle entgegen des herbei gewünschten Machtgefälles von unten nach oben gegeben werden: Topping-from-the-bottom. Wie soll frau denn dominant sein, wenn sie ständig vom sub kritisiert wird?

Es kam die Überreaktion in die andere Richtung: "Ich muss ihn verstehen und alles wissen, was da tiefenpsychologisch jemals in ihm vorging." Das mag wissenschaftlich hoch interessant sein, bringt Dich aber nicht wirklich weiter. Ein Autoschrauber mag alles über den Motor wissen, aber das macht ihn nicht zu einem guten Rennfahrer. Du bräuchtest einzig einen Leitfaden für Dummies mit dem praktikablen Einmaleins der Keuschhaltung für den Alltag.

Zitat
Die Vorstellung einer monatelangen Dauerkeuschhaltung, wie sie hier von manchen wohl angestrebt wird, ist in diesem Zusammenhang für mich wenig nachempfindbar.


In der Tat kann der Verschluss selbst auf Dauer etwas öde werden. Drum sei zum einen erwähnt: "Die Sonne scheint für den KG-Träger nicht weniger warm!" Soll heißen das Leben hat mehr zu bieten als sexuelle Befriedigung. So kann man sich auf Arbeit oder auf Hobbies konzentrieren, weil in der Hose zwangsweise Flaute herrscht.

Aber wenn wir ehrlich sind, ist der KG eigentlich ein Trichter, um die Aufmerksamkeit der Lady auf sein Anhängsel zu konzentrieren Naja, zumindest konzentriert es seine eigene Aufmerksamkeit in dieser Weise, weil der KG im Alltag ständig präsent ist und so bei jedem Ziepen, bei jedem Hinsetzen, bei jedem Aufstehen, bei praktisch allen Bewegungen zumindest das Potential hat, sich bemerkbar zu machen und ihn immer wieder an seine Verschlossenheit zu erinnern. Deswegen sollte man es besser "Geilhaltung" denn Keuschhaltung nennen, denn das ist genau das, was passiert: Er wird beständig auf einem sexualisierten Level gehalten. Der KG ist mithin vornehmlich für die Zeit sinnvoll, da er nicht mit Dir zusammen sein kann: Auch aus der Ferne spürt er ständig Deine Kontrolle und Gegenwart, als würdest Du ihn eigenhändig bei der Stange halten, immer und durchgehend!

Gut, der Effekt nutzt sich mit der Zeit etwas ab, so wie man irgendwann auch eine Armbanduhr nicht mehr spürt. Aber es besteht immer die Möglichkeit, zum Beispiel auf einen Voll-KG mit seiner Sperrigkeit zu wechseln und somit einen stärkeren Reiz zu erhalten

Zitat
Das ist doch wenig „Spiel“ und viel „Statik“, oder?


Intuitiv dürfte aber hoffentlich klar sein, dass es nicht um den statischen Zustand geht, denn dann würde es ausreichen, sich ein Schließfach in der Bank zu mieten und den Schlüssel auf x Jahre abzugeben? NEIN!

Bereits die Versuche mit sogenannten "Zeitsafes", also Boxen mit einer Zeitschaltuhr, die vor Ablauf der geforderten Zeit nicht zu öffnen sind, zeigen, dass es nicht ausreicht, abzuschließen und den Schlüssel wegzuschmeißen.

Ja es gibt einige Fantasien, die sich um Dauerverschluss für die Ewigkeit drehen. Als Fantasie völlig OK! Da werden dann Nieten eingesetzt oder gerne auch Klebstoff in das Schlüsselloch geschmiert, so dass ein "normales" Öffnen nicht mehr möglich ist. Beschrieben wird ausführlichst, wie der "letzte" Einschluss zelebriert wird, von der öden Langeweile danach ist keine Rede mehr. Praktisch macht es aber die Spiel-Dynamik kaputt, denn eine Schlüsselhalterin ohne Schlüssel ist per Definition einfach nur eine Dahergelaufene unter den 3,5 Mrd. anderen Frauen auf diesem Planeten. Ohne Schlüssel fehlt ihr die Macht einen Aufschluss zu genehmigen. Ihr einziger magerer Vorteil gegenüber der Nachbarin ist, dass sie um seinen Verschluss weiß, jedenfalls solange er sich ausreichend schämt es weiteren Leuten auf die Nase zu binden.

Sie kann damit drohen den Schlüssel wegzuwerfen, aber es ist so, als würde ein König mit seiner Krone nach den Dienstboten werfen: Das geht genau ein einziges Mal! Folgerichtig lernt Sub, wenn der ach so ewig verschlossene KG nach ein bis zwei Wochen wegen einem medizinischen "Notfall" geöffnet werden muss:

  1. wie einfach das vermeintlich hoch sichere Gerät geknackt werden kann (wird vom KG-Träger sonst gerne verdrängt) und
  2. es gibt eine ernüchternde Erkenntnis über die Dauer von "ewig". Nach der zweiten oder dritten "Ewigkeit" kann man schon einen Durchschnitt bilden


Was ist denn die Kernaussage eines Schlüssels? Hier wird immer auf dem Aspekt herumgeritten, dass es denjenigen ohne Schlüssel draußen hält. Aber statt einer mechanisch anspruchsvollen Tür, die dann immer noch ein Schwachpunkt für Einbrecher darstellt, könnte man viel einfacher den Eingang zumauern. Kein Zugang ohne Abbrucharbeiten! Ach wie? Das ist unpraktisch? Richtig: Der Schlüssel erlaubt der einzigen Berechtigten den Zugriff, bequem und schnell!

Ein Auto wird nicht weniger gefahren, weil es ein Zündschloss hat. Die Autoschlüssel sollen lediglich sicherstellen, dass das Auto noch auf dem Hof steht, wenn ich es spontan benutzen möchte. Drum will ja auch jeder ein eigenes, obwohl es dann ständig nur im Weg rumparkt. Anstatt sich eines mit dem Rest der Welt zu teilen, dass dann aber just in dem Moment, wo ich es jetzt mal brauche gerade vom Nachbarn ausgefahren wird, sichert der Schlüssel den exklusiven Zugriff. Der KG soll also unterstreichen: "Nein, ich gehe nicht fremd! Ohne Deine Erlaubnis bekomme ich nicht einmal eine Erektion!" - Du bist die einzige Berechtigte unter den Milliarden anderen Frauen. Nebenbei werden die anderen Frauen und sogar er selbst aktiv draußen gehalten. Du bist die große Ausnahme, sein Idol, die Fleischgewordene einzig wahre Göttin mit dem Schlüssel, neben der er keine weitere Göttin haben soll.

Allerdings ein Wort der Warnung: Im Falle eines echten außerehelichen Ausfluges würde ich nicht zum KG raten. Der KG ist ein Paar-Sex-Spielzeug, dass auf einer ansonsten funktionierenden Beziehung das I-Tüpfelchen setzen kann. Aber wenn die Beziehung gerade aus anderen Gründen stockt, verkraftet sie den erhöhten Abstimmungs- und Lernbedarf nicht, der mit dem KG einher geht. Es ist also kein Heilmittel für verlorenes Vertrauen, sondern Ausdruck für ein besonderes Maß an Vertrauen. Hier nicht Ursache und Wirkung vertauschen!

Auch von daher soll und darf der Schlüssel nicht am Schlüsselbrett verrosten, sondern er ist für den Einsatz bestimmt. Das muss nicht zwingend in einem Aufschluss münden. Allein das Aufblitzen in ihrem Dekolletee kann bereits Wunder wirken. Die ideale Ergänzung zum KG ist T&D also Tease & Denial zu deutsch etwa "Locken und verweigern". Die Schlüsselhalterin soll sich ausdrücklich nicht darauf zurückziehen, dass sie jetzt endlich Ruhe vor ihm hat, sondern soll ihn aktiv damit Necken, dass er ja gerade nicht kann. Das kann so weit gehen, dass sie ihn aufs Bett fesselt und eine volle BDSM-Session abzieht und dabei "vergisst", das kleine Schlüsselchen zu benutzen, obwohl er den Einsatz sehnlichst herbei wünscht. Und selbst wenn sie ihn aufschließt und nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, hat er keinen Anspruch auf ein Happy-End. Es obliegt allein ihr, ob sie ihn nicht unverrichteter Dinge wieder wegschließt und auf das nächste Mal vertröstet.

Der wesentliche Reiz des KG liegt also in dem Spannungszustand: "Wird es heute soweit sein, oder muss ich noch länger warten?" Das Warten ist also kein Selbstzweck, sondern der nötige Preis, um als Kontrastprogramm dem dann folgenden Aufschluss seine Leuchtturm-artige Höhe über das platte Land zu verleihen. Auch hier eine Warnung: Es werden Erwartungen an den vermeintlich bevorstehenden Orgasmus geschürt. Doch gerade von Männern im fortgeschrittenen Alter heißt es, dass er nicht mehr sofort auf Fingerschnippen steht. Folglich können Erwartungen auch zu groß sein und sich dann negativ auswirken.

Außerdem sei erwähnt, dass vielen der erste Orgasmus nicht reicht, um von dem Level wieder runter zu kommen. Es dürfen auch gerne mal ein paar mehr sein (solange er eben noch kann). Andererseits ist es wiederum ihre Entscheidung, ob nach einem genug ist und das Spiel mit dem KG sofort wieder aufgenommen wird. Auch das ein Punkt, den viele nicht-veranlagte Schlüsselhalterinnen unterschätzen: Mit dem Aufschluss ist das Spiel nicht vorbei! Der Aufschluss endet mit dem erneuten Einschluss!

Abschließend möchte ich festhalten, dass der wesentliche Reiz des KG in dem Zustandswechsel von verschlossen nach offen UND ebenso von offen nach verschlossen liegt. Das statische Aushalten eines der beiden Möglichkeiten ist nur das Anlaufnehmen für den nächsten Zustandswechsel. Dabei sollte die SH sich möglichst bedeckt halten, wann es denn so weit sein könnte, denn es gibt einen zusätzlichen Bonus, wenn der Wechsel überraschend kommt und er wirklich jederzeit damit rechnen muss bzw. sich eben gar nicht ausrechnen kann, wann es denn so weit ist, weil zwischen jetzt sofort und in einem Monat wirklich alles möglich ist und bereits vorgekommen ist, weil es von der SH bewusst so eingerichtet wurde und wieder werden wird.

LG
private_lock

PS: Auch wenn ich hier schon ziemlich lange schreibe und damit hoffentlich weiß, worüber ich schreibe, erhebe ich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Es ist naturgemäß sehr von meinen eigenen Erfahrungen, Wünschen und Fetisch-Vorstellungen geprägt, die nicht von anderen KG-Trägern geteilt werden müssen, so dass diejenigen für sich andere Schlüsse ziehen könnten.
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  RE: Vorstellung Datum:30.04.18 15:11 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat

PS: Auch wenn ich hier schon ziemlich lange schreibe und damit hoffentlich weiß, worüber ich schreibe, erhebe ich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Es ist naturgemäß sehr von meinen eigenen Erfahrungen, Wünschen und Fetisch-Vorstellungen geprägt, die nicht von anderen KG-Trägern geteilt werden müssen, so dass diejenigen für sich andere Schlüsse ziehen könnten.

Also für mich bringst Du es hervorragend und sehr deutlich auf den Punkt, lieber private_lock! In allen Deinen Beiträgen zu diesem (und vielen anderen Themen). Unter anderem deswegen habe ich auch sehr meiner Lady ans Herz gelegt, dieses Thema zu lesen. Ich glaube nämlich oder eher ich sehe und fühle, dass sie in etwa die selben Probleme hat, wie Monadom. Übrigens, liebe Monadom, vielen Dank für dieses wichtige Thema, dass Du hier gestartet hast. Vor allem, weil es mal von einer Frau ausging. Es ist auch für uns Männer absolut nicht unwichtig, wie Frauen bezüglich dieser Problematik denken und ticken.
Okay, am wichtigsten ist, wie die eigene Frau tickt. Aber es fühlt sich hier in diesem Falle relativ gleich an.



Man muss sich zusammensetzen, ehe man sich auseinandersetzt.
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  RE: Vorstellung Datum:01.05.18 00:06 IP: gespeichert Moderator melden


@ private_lock

Hui, Top geschrieben, auch Dein Postskriptum!

@ Monadom,
Ich finde den Weg, den Du, den Ihr gehen wollt toll. Alles was private_lock geschrieben hat stimmt bei vielen der Träger.
Du hast Dir seine Wünsche, Neigungen aufschreiben lassen.
Alles was Dir daran gefällt kannst Du irgendwann wahr werden lassen. Zumindest probieren.
Für die meisten ist Tease and Denial relativ einfach, das Erregen kennst Du ja schon und das Verweigern, so schwer ist das nicht!
Übrigens ist es auch toll, für ihn (wie für Dich), wenn Du sowas auch mal bei seinem Aufschluss machst. In dem Fall wird er nicht von dem Ergebnis enttäuscht sein! Natürlich nicht jedes Mal!

Lass Dir aber von Deinem Verschlossenen einfach einen Bericht schreiben, nur für Dich, bitte nicht hier. Es muss nicht täglich sein, wie er sich fühlt, wen Du das oder jenes machst. Ihr müsst auch nicht täglich darüber reden. Er muss ehrlich sein, nichts für Dich schön schreiben, das muss er unbedingt einhalten. Etwa zwei Tage nach einem nennen wir es einmal glücklichen Ereignis für ihn, solltet ihr darüber sprechen.
Am Anfang mag das etwas verkrampft sein, vielleicht ist ihm etwas besonders wichtig, bei allen Dingen die Du gerne machst und die ihm auch gefallen haben, kannst Du ruhig fragen was ihm noch besser gefallen hätte anhand seiner Berichte.
Ach ja, er soll in normalen Sätzen schreiben und nicht in Kurzform, Fehler falls er welche macht, sind egal, solange es gut lesbar ist.
Du moderierst also und mach es nicht zu lange, einfach nur um ihn noch besser zu kennen.

So viel zu euch!

Bitte denke daran, dass Du auch eigene Bedürfnisse hast, die sollen und dürfen nicht zu kurz kommen!

Danke fürs lesen
Ihr_joe

PS: Ich finde es toll, was Du für ihn machst, vielleicht und das hoffe ich für euch beide, kannst Du genau so wie er damit glücklich werden.
Ja, Liebe vermag so viel!
Toleranz beginnt dort, wo das eigene Weltbild aufhört. (Amandra Kamandara)

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Moira
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  RE: Vorstellung Datum:01.05.18 14:35 IP: gespeichert Moderator melden


wie schonmal geäußert, ist dieser einer der besten hier jemals gelesenen Threads und endlich ist er auch auf dem richtigen "prominenten" Board

- danke allen daran Mitwirkenden ...

♥lichst ~ Moira
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  RE: Vorstellung Datum:02.05.18 11:39 IP: gespeichert Moderator melden


Ich denke genauso, und bin froh das DU liebe Mona diesen grandiosen Thread der dieses Forum weit voran bringt gestartet hast, und natürlich alle die sich hier geäußert haben mit ihren großartigen Kommentaren, vielen, vielen Dank euch allen!!!

LG
Leia
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TomTomTom Volljährigkeit geprüft
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  RE: Vorstellung Datum:02.05.18 12:01 IP: gespeichert Moderator melden


Ich finde es interessant, dass viele Frauen eher später im Leben und dann meist auch noch durch den Partner "angestupst" zum BDSM finden. Ich dachte früher, dass man seine Vorlieben recht schnell herausfindet. Welchen Typ Mann/Frau man toll findet und eben, worüber man fantasiert und was einen erregt.

Ich selbst habe nie versucht, eine Partnerin zu beeinflussen. Zum einen soll es ihr gefallen und zum anderen besteht dann schnell die Gefahr des "Topping from the Bottom", bei dem die Top zur Dienstleisterin des Bottoms wird. Ein schrecklicher Gedanke für mich.

Wenn es bei euch allerdings funktioniert, dann beglückwünsche ich euch, denn letztlich kommt es nur darauf an.

Schöne Grüße

Tom

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von TomTomTom am 02.05.18 um 12:05 geändert
Besonderes Faible für Frauen, die einen bis zur Erschöpfung antreiben.
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Monadom
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  RE: Vorstellung Datum:09.05.18 01:00 IP: gespeichert Moderator melden


Lieber Privat lock, llieber Tom,
Zitat: „Du bräuchtest einzig einen Leitfaden für Dummies mit dem praktikablen Einmaleins der Keuschhaltung für den Alltag.“ ... ja, das mag sein, eine Anleitung, Bedienungsanleitung. Er schreibt ja viel auf und es hilft mir, zu verstehen, wie er denkt und empfindet. Das Thema Keuschhaltung ist auch von Bedeutung in seinen Fantasien. Er hat mehrere „Käfig“-Modelle zur Auswahl. Wir setzten sie auch bereits ein. 4Tage war die längste Tragedauer, unterbrochen von ihm selbst durchgeführten „Reinigungsaufschlüssen“... teilweise abgebrochen wegen wundgescheuerter Haut oder wegen Schwellungen der Haut, die teilweise auch übel aussahen. Er schrieb ehrlich auf, dass ihm auch mit Käfig der Orgasmus gelang, er versuchte es aus Neugierde. Es gelinge ihn sowohl durch Nippelstimulation als auch durch Einführung eines Prostatastimulators. Selbst ein einfacher Vibrator, an den Käfig gehalten reicht offensichtlich bereits aus....?! Ich finde toll, dass er so ehrlich ist und es so offen zugibt. Aber wir haben uns auch vorgenommen, ehrlich zueinander zu sein und Bedeutsames auszutauschen. Es ist gar nicht so einfach, da einen passenden Weg zu finden, eine simple Bedienungsanleitung zur Keuschhaltung scheint mir da wohl nicht zwangsläufig zielführend. Wenn es allein mit Käfig so wenig auszuschließen ist, frage ich mich, was soll dann ein Käfig - auch wenn so ein ultraangepasstes Teuerteil ist - überhaupt, wenn schon anderweitige Stimulation einen Orgasmus ermöglicht. Ist das bei euch genauso?
Er sagt, er schaffe es, oft sehr lange selbstgewählt mit Disziplin keusch zu bleiben. Dass er dann aber gelegentlich masturbiert, wenn er heimlich seine Gummisachen anzieht und es dadurch zu sehr großer sexueller Spannung kommt, sodass er dann doch die Disziplin verliert und es geschehen lässt. Seitdem wir offen über diese Dinge sprechen, habe ich mehr und mehr Verständnis und Verstehen für seine sexuellen Wünsche und Bedürfnisse. Aber nun kommt es: es geht nach wie vor um Themen wie Keuschheit, dominiert- und beschämt werden, der Wunsch nach Strafe wird angeführt. Strafe für nicht erlaubte Selbstbefriedigung. Und es kommt zum Ausdruck, dass sich immer wieder, wohl am besten ständig das Karussell der sexuellen Beschäftigung drehen soll. Darauf angeordnet die Spielzeuge seiner Fantasien, Gummisachen usw. ich soll immer wieder im Alltag dominantes Verhalten zeigen, ihm Aufgaben stellen, ihm sagen, was er anziehen muss usw. Freilich zeigt er großes Interesse an mir, er beschreibt aufregende sexuelle Gespanntheit, wenn er sich artig seine Orgasmen verweigert, er ist zärtlich und zuvorkommend. Das ist schon angenehm zu erleben. Aber ist meine „Belohnung“ wirklich MEINE Belohnung oder das Ergebnis der Dankbarbeit, dass ich seinen Erwartungen entspreche, ihm ein dauererregtes Szenario zu ermöglichen, welches in „normalen“ Beziehungen in dieser Form äußerst ungewöhnlich wäre - ständig im Käfigbereich stimuliert zu sein, ist das mit einem nicht fetisch- oder dom/sub-geprägten Verhältnis denn auch Inhalt und Ziel von Sexualerleben? Ich frage mich manchmal, ob ich so anders bin, wenn ich nach sexuellem Erleben erst mal wieder ganz normal durchs Leben gehe und nicht ständig drüber nachdenke, durch welche Verhaltensweise meines Partners ich denn nun eine sexuelle Dauererregung erreichen und fortsetzen kann. Dazu noch unter Nutzung von Keuschheitswerkzeugen, die offensichtlich gar nicht wirken? Ist da nicht auch eine ganz schöne Portion „schön wärs“ im Spiel, wenn hier so engagiert von erfüllender Keuschhaltung und Kontrolle durch die dominante Partnerin geträumt wird?
Ich schließe nicht aus, dass das Auf und Ab und Hin und Her im Umgang mit den sexuellen Reizen, das eigentliche „Spielen“ miteinander besonders für die dazu bereite dominante Seite der mögliche Weg zu einigermaßen erfüllender Umsetzung ist. Und manchmal hat er oder sie oder im Idealfall beide eben Lust und die Bereitschaft, zu spielen und manchmal nicht. Da ist eine Bedienungsanleitung für Keuschheit vielleicht ein recht starres Arrangement, welches besonders für die nicht naturveranlagte Domina eher als Zwangskorsett und Regieanweisung wahrgenommen wird. Ich gebe zu, manchmal mag ich es einfach nicht hören und dann ist es auch mal wieder ok, mich mit seinen Wünschen und Erwartungen zu beschäftigen und ein erneutes Spiel zu machen. Und dann macht es auch manchmal Freude, wenn es nicht so stringent und regiermäßig rüberkommt, was wir miteinander anstellen.
Wäre interessant, wenn sich hier auch mal die eine oder andere nicht so ganz naturveranlagte Partnerin äußern würde, wie sie mit den Wünschen ihres Subbis umgeht und was sie dabei empfindet, wie Sexualität gelebt wird in solchen nicht so ganz reinen DomSubBeziehungen. Aber solche Partnerinnen werden wohl wenig Interesse haben, sich hier auszutauschen, oder. Ich würde mich jedenfalls über Kommentare auch von dieser Seite sehr freuen. Und wer weiß, vielleicht würden wir alle davon profitieren.
Viele Grüße
Mona


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Ihr_joe Volljährigkeit geprüft
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  RE: Vorstellung Datum:10.05.18 23:56 IP: gespeichert Moderator melden


Ja, so wie es aussieht, meldet sich keine nicht dominante Partnerin, obwohl es einige davon hier gibt.

Nein, er provoziert mit seinem Verhalten eine Strafe herauf. Sicherer KG, auch mit noch soviel Aufwand, irgend ein Weg findet sich immer.

Wenn Du willst, hat er eben keusch zu sein, mit oder ohne KG. Und dauernd 24/7 etwas zu spielen, was Du nicht bist, ist eben nicht zielführend. Auch eine dominante Dame, hat nicht immer Lust, vor allem nicht sein Wunscherfüller zu sein.

Eine Bedienungsanleitung für KHs gibt es nicht wirklich. Eine Krux an der Geschichte ist schon mal, Du müsstest wollen, dass er keusch ist und bleibt.

Dabei ist es egal ob verschlossen oder nicht! Himmel, was stellt er an, dass er so schnell wund wird, versucht er sich in dem Ding zu befriedigen? Versucht er aus Neugierde auszubrechen und verschlossen wieder einzubrechen?

Was mich wundert, stimmt das eigentlich, die meisten haben Probleme mit einem Prostatastimmulator, weil man eigentlich kaum fühlen kann, wann der an der richtigen Stelle sitzt. (Ich bin mir nicht sicher, ob einige der Dinge nicht etwas übertrieben sind um eine Strafe zu provozieren.)
Ach ja, das ganze Stimulieren ist eigentlich Deine Sache, aber eben zu Deinen Bedingungen.

Egal, es gibt hier einige Mitleser, deren Damen nich dominant sind, mögen die doch ihre bessere Hälfte ansprechen, damit sie sich bei Dir per PN melden oder sogar hier schreiben.

Ihr_joe

Ach einen kleinen Tipp vielleicht: Frag ihn das nächste mal doch: „Schaffst du es bis zum (Dein Wunschtermin) keusch zu bleiben? Wenn er ja sagt muss er sich daran halten, sonst versagt er ja in seinen Augen.

Und wenn er eine Schelle trägt, sei so taff und schließe sie selber ab und auf. Mach deutlich, dass du keine Versuche willst.



Toleranz beginnt dort, wo das eigene Weltbild aufhört. (Amandra Kamandara)

Storys: Mein Schatz ... eine Fm Geschichte ohne KG
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