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Neuschreiber63
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:04.12.23 18:58 IP: gespeichert Moderator melden



Danke für Eure Kommentare.


@Martin: Für die „Fans“ von Caro vielleicht etwas beruhigend, auch wenn sie noch nicht über den Berg ist. Herr Al Lawati freut sich dagegen wie von RWT gestern richtig vermutet vermutlich nicht so.


@Zwerglein: So würde man vermutlich vor einem deutschen Gericht argumentieren. Verminderte Schuldfähigkeit, Affekt, Unwissenheit, kulturelle Unterschiede, schwere Kindheit, jugendlicher Leichtsinn etc. …

Aber ob so etwas einen absolutistischen Herrscher interessiert? Momentan können wir, also Caro, nur rätseln, wie der Herrscher so tickt. Viel haben wir ja noch nicht über ihn erfahren. Aber Caro hat ja demnächst Gelegenheit, ihn ein ganzes Wochenende lang kennenzulernen…


Zitat
Einerseits wird der Emir dafür sorgen wollen, dass Caro zukünftig ein rechtloses und bedingungslos gehorchendes Hausmädchen bleibt, das keine Menschen ‚‘mit Rechte‘ dort jemals wieder verärgern wird.


@RWT: Was ich noch sagen wollte:

Das ist ja ein zentrales, wenn nicht das zentrale Thema dieser Geschichte: Caros Kampf zwischen dem Gehorsam, welcher von ihr gefordert und mit harten Strafen auch durchgesetzt wird, und ihrem Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen und trotz allem sie selbst zu bleiben.

(Im Gegensatz dazu habe ich dann die scheinbar willenlos und absolut gehorsamen Südasiatinnen gesetzt, wobei ich weiß, dass ich diesen mit diesem Stereotyp Unrecht tue - das musste in der Realität wohl auch schon so mancher deutsche Mann erfahren, der meinte, sich mit einer Thailänderin oder Philippinin ein willenloses Spielzeug ins Haus zu holen, das dann aber spätestens nach ein paar Monaten in Deutschland auf einmal seinen eigenen Kopf entwickelt hat und sich dann hat scheiden lassen…) - aber das geht jetzt doch off-topic, auch wenn ich diese Thematik hier ab und zu andeute.

Jedenfalls kommt dieses zentrale Thema wenig überraschend in den letzten Kapiteln beim Emir nochmals, soviel sei verraten. Ich glaube aber eher nicht, dass es dem Emir in zwei Tagen gelingen wird, Caros Willen soweit zu brechen, dass diese für den Rest ihrer Zeit in Al Kharsun (wie lange diese auch dauern wird, das weiß ich auch nicht…) ein willenloses Hausmädchen wird. Dafür bräuchte es dann wahrscheinlich wieder Methoden, die nicht zu meiner sanften Liebeskomödie passen würden…




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Neuschreiber63
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  Studentin unter Kontrolle Datum:05.12.23 19:25 IP: gespeichert Moderator melden


Noch ein Geschenk und das Ende einer Freundschaft (Donnerstag, 1. November, Teil 2)


Trotz diesen neuen Muts tat ich mich heute immer noch sehr schwer, dem Stoff in Internationalem Management zu folgen. Die Gedanken daran, was mich am Wochenende erwartete, waren doch deutlich stärker als meine Konzentration auf den Stoff.
Dabei würden wir mit Sicherheit auch über den neuen Stoff wieder eine Klausur schreiben.
Aber wenn es mir vergönnt war, nächste Woche wieder hier zu sein, müsste ich den Stoff halt nachlernen, das wäre definitiv das kleinere Übel als drei oder mehr Monate in der Villa des Grauens.

Ich durfte zumindest hoffen, dass es im Palast des Emirs keinen Folterkeller gab und die Bestrafung beim Herrscher milder ausfallen würde als bei dem perversen Geschäftsmann. Wirklich wissen konnte ich es nicht, aber nach dem Dekret heute Morgen und dem, was mir Ahmeds Eltern und der Professor erzählt hatten, konnte ich mir zumindest berechtigte Hoffnungen darauf machen. Wobei es eigentlich fast egal war, wie hart die Strafe ausfallen würde, die zwei Tage würde, musste ich irgendwie überstehen. Viel wichtiger war doch, dass ich am Sonntag in mein bisheriges Leben zurückkehren konnte und aus meiner Bestrafung kein Schrecken ohne Ende werden würde. Genau dies hatte mir bis heute Morgen noch gedroht.

Aber dafür musste ich erst dem Emir beweisen, dass ich gewillt war, mich an die Sitten und Gesetzte des Emirats zu halten. Was ich ja zumindest meistens auch tat, wenn auch zugegebenermaßen teilweise nur widerwillig. Aber eine andere Wahl blieb mir in aller Regel eh nicht, das hatte mir Ahmed ja schon oft, eigentlich seit dem ersten Tag in Al Kharsun, klar gemacht.

Nun musste ich den Emir also davon überzeugen, dass ich ein braves und gehorsames Hausmädchen war. Nicht nur meistens, sondern immer, mal abgesehen von letztem Freitag. (Außer vielleicht wenn niemand hinsah. Jedenfalls kein Emir und kein perverser Geschäftsmann.)

Wenn mir dies gelang, würde mich der Emir wahrscheinlich begnadigen und zu den Khorsanis zurückkehren lassen. Das waren in der Tat schöne Aussichten.



So war diese Vorlesung ein ständiger Kampf zwischen meinen Bemühungen, mich auf den Unterricht zu konzentrieren, und meinen Gedanken, die mehr um das anstehende Belehrungs-Wochenende und meine Chancen auf Begnadigung als um Internationales Management kreisten. Ich würde sagen, der Kampf ging ungefähr 50-50 aus, das war schon deutlich mehr als in den letzten drei Tagen.

In der Pause wollten meine Freundinnen nochmals genau wissen, was in dem Dekret stand und was mich denn am Wochenende erwartete. Letzteres wusste ich aber selbst nicht. Ich war ja noch nie beim Emir, weder bei diesem noch bei irgendeinem anderen. Und ehrlich gesagt hätte ich auch gut darauf verzichten können. Vor allem, wenn der Grund des Besuchs der war, dass ich nochmals „belehrt“ werden sollte. Sinn und Zweck des Wochenendes war es wohl, dass ich nie mehr einen „ehrenwerten Bürger“ (was für ein Hohn!) beleidigen oder anderweitig gegen die Sitten dieses Landes verstoßen würde. Allzu positiv hörte sich das jedenfalls nicht an. So spekulierte ich mit den anderen ein wenig, was mich erwarten könnte.

Es war offensichtlich, dass mich meine Freundinnen aufbauen wollten und so zeichneten sie ein offensichtlich viel zu positives Bild von dem Wochenende.



Vielleicht gäbe es beim Emir ja einen Film über die Historie und die Sitten dieses Landes, welchen ich mir ansehen sollte. Vielleicht hatte der Emir ja einen großen Kinosaal. Eventuell gab es dort sogar Popcorn oder Chips. Und Apfelschorle oder Cola. Hauptsache keine Cocktails. Und wenn dieser Belehrungsfilm dann vorbei war, könnte ich vielleicht gleich sitzen bleiben und mir dort danach noch die Verfilmung irgendeiner furchtbar kitschigen und unsinnigen Liebesgeschichte ansehen.

Oder ich könnte mit dem Emir ja über die kulturellen Unterschiede zwischen Al Kharsun und Europa reden. Bei dieser Gelegenheit könnte ich dem Emir gleich etwas über Frauenrechte erzählen. Oder um eine Spende für die Universität bitten, damit diese endlich einen Lift einbauen konnte.

Oder ich dürfe an den zwei Tagen die Grundschule von Al Kharsun besuchen und zusammen mit den Kindern der Einheimischen das arabische ABC erlernen. Vielleicht hatte mich der Emir ja deswegen zu sich berufen, weil er fürs Wochenende eine Babysitterin für seine Enkel brauchte. Vielleicht könnte ich mir ja diesen Film über die Historie von Al Kharsun gemeinsam mit den Enkeln des Emirs ansehen, dann hätten wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die anschließende Liebesgeschichte wäre aber vielleicht nicht ganz jugendfrei, also sollte ich die Kinder dann wohl besser vorher ins Bett schicken. Nicht dass aus den Enkeln des Emirs noch solche Machos würden wie der Rest seiner männlichen Untertanen.



Das war natürlich alles totaler Unsinn, aber zumindest schafften es meine Freundinnen, dass ich zum ersten Mal seit fast einer Woche wieder ein Lächeln auf den Lippen hatte.

Eigentlich hätte ich ja gedacht, dass nur Männer sich so einen Unsinn ausdenken konnten, aber auch meine Freundinnen kamen heute auf jede Menge „Schmarrn“. Und das ganz ohne dass sie vorher Hakaans Bar geleert hätten.

Nach der Pause ging dann der Kampf zwischen meinen Bemühungen und den Gedanken in meinem Kopf weiter. Vermutlich endete auch dieser Kampf wieder unentschieden. Immerhin.



Die Mittagspause verbrachte ich wie am Donnerstag inzwischen üblich mit meinen neuen Freundinnen an der Uni. Ob ich auch heute wieder in einen unsichtbaren Käfig eingesperrt war, wusste ich nicht. Ahmed hatte nichts gesagt und ich ihn auch nicht gefragt. Vermutlich war dem auch heute so. Aber im Grunde war das auch egal, auch heute hätte ich nicht gewusst, wo ich hätte hinlaufen sollen. Zugegebenermaßen hatte ich auch nicht viel Hoffnung, in der Innenstadt von Al Kharsun einen Schlosser zu finden, der im Untergrund arbeitete. Auch heute blieb mir wohl nichts anderes übrig, als „Klein-Ahmed“ bis zum Abend mit mir herumzutragen.

Allerdings war es heute aber nicht ganz so heiß wie sonst, es blies ein frischer Nordwind. Daher gingen wir nach dem Mittagessen noch eine Runde durch den Park spazieren. Zusammen mit Klein-Ahmed, Klein-Hakaan, Klein-Abdul, Klein-Hadi und Klein-Rami. Das Folterwerkzeug in mir erregte mich dabei zwar etwas, blieb sonst aber stumm.
Anscheinend war der Spaziergang noch innerhalb des mir erlaubten Radius. Mehr als 300 Meter dürften es auch nicht gewesen sein, die wir uns von unserem Gebäude entfernten. Tatsächlich sahen wir heute auch ein paar einheimische Studentinnen und Studenten, ins Gespräch kamen wir mit diesen jedoch nicht. Vermutlich wussten diese auch auf den ersten Blick, dass wir Hausmädchen waren, auch wenn wir unsere Halsbänder und unsere peinliche Unterwäsche wie üblich gut verdeckt hatten.
Zumindest bekamen wir vom ein oder anderen Studenten und der ein oder anderen Studentin einen freundlichen Gruß zugeworfen. Da unsere Männer auch nicht hier waren, bekamen wir auch keine Elektroschocks in unseren Heiligtümern, wenn wir die Grüße erwiderten und den Jungs dabei ins Gesicht sahen.

Allerdings hatte ich bei den Jungs noch mehr als bei den Mädels das Gefühl, dass diese sich überwinden mussten, selbst uns zu grüßen. Vielleicht war das in der Kultur hier eher unüblich, fremde Mädchen anzusprechen. Oder sie wussten, dass wir schon jemand anderem „gehörten“. Oder sie wussten, dass wir eh verschlossen waren und sie deshalb mit uns nichts anfangen konnten. Das war ein doch ziemlich peinlicher Gedanke, aber letztlich war es ja genau so. Noch peinlicher war der Gedanke, dass die anderen Student*innen (keine Ahnung, ob man in Al Kharsun genderte, bisher hatte ich hier jedenfalls noch niemanden getroffen, der dies tat, aber von Gleichberechtigung konnte man in diesem seltsamen Emirat ja auch in anderen Angelegenheiten kaum sprechen…) sich denken konnten, dass wir nicht nur verschlossen, sondern auch „entsprechend“ ausgefüllt waren. Ein bisschen rot wurde ich doch bei diesem Gedanken.

Eigentlich war das aber auch egal, ich hätte Ahmed so oder so nicht eintauschen wollen. Wie Theresa dachte, wusste ich allerdings nicht. Aber auch sie hatte keine Wahlmöglichkeit, selbst wenn sie sich eine solche gewünscht hätte.

Viel zu lernen gab es auch heute nicht und wenn hätte ich auch keine Lust gehabt, daher setzten wir uns noch auf eine der Bänke unterhalb der Delphinstatue, wo eine Palme etwas Schatten spendete. Zum Glück waren meine Nerven nach der guten Nachricht heute Morgen etwas stabiler als gestern. Gestern und vorgestern hätte ich nicht hier sitzen können, ich hätte einen Nervenzusammenbruch erlitten.

Aber heute war es ok. Tuuli und Louise erzählten, dass sie auch schon einen Ausflug zu den Delphinen gemacht hätten und schwärmten von dem Erlebnis. Auch ich erzählte in aller Kürze, dass ich schon zweimal diese wunderschönen Tiere gesehen hatte. Unsere vielen Tränen unter der Palme und meine Befürchtungen, dass dieser Ausflug Ahmeds Abschiedsgeschenk für mich gewesen war, sparte ich mir aber. Hanna wurde etwas neidisch, ich glaube, ihr hätte ein solcher Ausflug auch gefallen. Vielleicht könnte ich Hakaan irgendwann einen Hinweis geben, dass Hanna (ebenso wie mir) eine Delphinsafari lieber wäre als ein Wüstencamping. Heute war es dann Theresa, die etwas schweigsam war. Vermutlich war ihr Verhältnis zu Abdul in den letzten Wochen doch zu schlecht gewesen, als dass dieser sie mit auf einen Bootsausflug genommen hätte. Wahrscheinlich hatte Theresa in den letzten Wochen auch mehr an eine Flucht als an eine Delphinsafari gedacht.


So war unsere Lerngruppe heute mehr eine Träumgruppe, aber das war heute auch egal.


Die für heute eigentlich geplanten Überlegungen, wie ich Ahmed eifersüchtig machen könnte, fielen dagegen aus, denn wegen möglicher zwei Tage beim Emir hätte Ahmed sicher nicht das System zum Einsturz gebracht. Vor allem in Anbetracht der Aussicht, dass er am Sonntagabend wieder ein gehorsames Hausmädchen und keine gleichberechtigte Freundin haben würde. Nach dem Belehrungswochenende vielleicht sogar ein noch gehorsameres als zuvor.

Theresas war natürlich nicht so begeistert, dass wir diesen Plan erstmal begraben mussten. Aber sie nahm sich fest vor, dass sie an der Möglichkeit festhalten würde, dass vielleicht irgendwann mal jemand der Einwohner von Al Kharsun nach Muscat fahren würde, um dort von den Unsitten hier zu berichten. Sie musste nur noch jemanden finden, der ihr den Gefallen tat.



Auch an diesem Nachmittag machten wir wieder eine Gruppenarbeit. Ich will nicht sagen, dass ich wieder ganz so ein Totalausfall wie gestern war, die Konzentrationslücken vom Anfang der Woche (soweit man überhaupt noch von „Lücken“ reden konnte) machten sich jedoch bemerkbar. Aber wiederum schienen meine Kommilitoninnen Verständnis zu haben. Auch unser Professor war diese Woche irgendwie sehr nachsichtig mit mir, obwohl ich diese Woche wohl mal wieder die unkonzentrierteste und schwächste Studentin in seinem Kurs war.

Vielleicht war dies auch der Grund, warum ich für die heutige Gruppenarbeit dann zusammen mit unserer besten Studentin – Tuuli – in eine Gruppe eingeteilt wurde. Der Professor benote diese Arbeit dann heute auch.

Was soll ich sagen, die 14 Punkte, die wir alle vier bekamen, waren völlig unverdient – jedenfalls für mich. Andererseits war mir nach den schlimmen vergangenen Tagen jede kleine Freude recht, sei sie verdient oder unverdient. Vermutlich konnte ich mit dieser Note dann auch mein Versagen in der Klausur letzte Woche ein wenig ausgleichen. Diese hatten wir noch nicht rausbekommen, nächste Woche „versprach“ der Professor. Für mich wäre es aber vermutlich besser gewesen, wenn Dr. Al Balushi diese ebenso wie ein Politiker in meiner Heimat diese einfach irgendwo verloren hätte und die Noten danach ausgewürfelt hätte.

Jedenfalls hatte der Professor heute wieder Geschenke an die schwächeren Studentinnen verteilt, auch die anderen beiden Gruppen bekamen mit jeweils 12 Punkten eine gute Bewertung. Tuuli freute sich ebenfalls für mich, wenn auch ihr schelmisches Grinsen verriet, dass sie auch wusste, woher die 14 Punkte gekommen waren. Aber ihre Freude für mich war trotzdem ehrlich, das war doch schön.



So war meine Stimmung am Ende dieses Unitags deutlich besser als beim Aufstehen heute Morgen. Irgendwie hatte ich doch neuen Mut gefasst, die Hoffnung, sie war wieder lebendig.


Das galt anscheinend auch für Ahmed, auch er schien wieder optimistischer als gestern in die Zukunft zu blicken. Entsprechend war auch unser Spaziergang hinauf zur Bank auf der Klippe etwas weniger melancholisch als gestern.

Wenn ich hier oben saß, hatte ich mich ja meist gefragt, wie meine Zukunft nächstes Jahr aussehen würde. Heute fragte ich mich eher, was mich am Wochenende erwarten würde. Vor allem, ob der Emir mich am Sonntag begnadigen würde. Und wie meine Zukunft nächste Woche aussehen würde, weiter zu planen wäre aktuell vermessen gewesen.

Dass blaue Meer wollte mir aber weder das eine oder das andere sagen. Mein Schutzengel hatte mich vielleicht doch nicht im Stich gelassen, aber er konnte mir nichts zuflüstern. Und Ahmed konnte selbst nicht wissen, was mich am Wochenende erwarten würde. Soweit er konnte, war er mein Beschützer gewesen. Aber diesen Kampf am Wochenende musste ich alleine führen und gewinnen.
Momentan hatte ich jedenfalls nur einen Wunsch: Nächste Woche wieder mit Ahmed hier zu sitzen, das wäre schön.


Wir saßen eine Weile so da, dann fragte ich Ahmed, ob denn morgen wieder ein Treffen mit Herrn Al Lawati anstehen würde. Schließlich war morgen schon wieder Freitag.

Bei diesem Gedanken bekam ich wieder Angst und konnte ein leichtes Zittern nicht verhindern. Ein paar Tränen füllten meine Augen, als ich an den schrecklichen Freitag letzte Woche zurückdachte.

Ahmed bemerkte meine Angst, nahm mich in den Arm und gab mir einen Kuss:

„Nein, Caro, alles wird gut.

Letzte Woche war das letzte gemeinsame Abendessen mit Herrn Al Lawati.

Meine Eltern und ich waren auch schockiert, wie dieser Dich und Katleen behandelt hat. Ich habe Dir ja schon früher erzählt, dass es meinen Eltern nicht gefällt, wie Hausmädchen hier in Al Kharsun behandelt werden. Aber so eine Demütigung, wie Du und Katleen sie letzten Freitag erfahren musstet, haben sie wohl auch noch nie miterlebt. Und dass mir es nicht gefallen hat, wie Herr Al Lawati meine große Liebe behandelt hat, versteht sich vermutlich von selbst.

Meine Eltern nahmen es bereits persönlich, dass Herr Al Lawati Dich vor zwei Wochen eintauschen wollte. Und dass er dann letzte Woche gegen alle guten Sitten der Gastfreundschaft verstoßen, Dich so gedemütigt und Dir diese Falle gestellt hat, war ein schlimmer Affront auch gegen uns. Und dass er Dich dann mit Hilfe des Emirs mir – uns – wegnehmen wollte, hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht.

Vielleicht hat Herr Al Lawati inzwischen auch verstanden, dass ich Dich niemals hergeben werde, nicht für all sein Geld, nicht gegen alle anderen Mädchen auf dieser Welt. Vielleicht kam er deswegen auf diese miese Nummer.

Wir haben uns mit ihm ausgesprochen und vereinbart, dass wir Geschäftspartner bleiben.

Aber unsere Freundschaft ist beendet.
Vielleicht hat Herr Al Lawati auch eingesehen, dass er es letzten Freitag übertrieben hat.

Auch gut möglich, dass er selbst Angst bekommen hat, dass er wirklich eines Tages eingesperrt wird für das, was er hier treibt. Er wäre nicht der erste, der für seine früheren Taten büßen würde, wenn sich die Zeiten ändern. Und unsere Kultur hier in Al Kharsun wird irgendwann untergehen, vielleicht in einem, in fünf oder zehn Jahren. Ewig werden wir unsere Kultur nicht vor der Welt verstecken können und dann wird der internationale Druck sicherlich dazu führen, dass wir unsere Hausmädchen-Regeln anpassen oder ganz aufgeben müssen. Auch ist unser Emir schon über 70 Jahre alt und wer weiß, was nach ihm kommt. Vielleicht wird ein neuer Emir alle Hausmädchen-Regeln von einem Tag auf den anderen abschaffen. Und vielleicht werden dann auch die schlimmsten Exzesse dieser Zeit aufgearbeitet werden. Ich weiß nicht genau, was für Vermittlungen von Hausmädchen Herr Al Lawati macht, aber ganz legal ist das wohl selbst nach unseren heutigen Gesetzen nicht.
Vielleicht wollte Dich Herr Al Lawati auch deswegen zu sich holen und mundtot machen.“


Mir lief es eiskalt den Rücken hinunter. In diesem Falle wäre es für Herrn Al Lawati vermutlich sogar noch besser gewesen, mich nach ein paar Wochen bei ihm im Jemen – oder ganz - verschwinden zu lassen, tragischer Unfall oder so. Beim Segelausflug vom Boot gefallen und ertrunken, kann man nichts machen…

„Jedenfalls haben meine Eltern Herrn Al Lawati klipp und klar gesagt, dass sie Dich als Teil der Familie ansehen und es daher auf keinen Fall akzeptieren werden, dass er sich an Dir vergreift. Das hat ihm sicher nicht gefallen, aber irgendwie hat er es vermutlich doch akzeptiert, gerade nachdem sich dann sogar der Emir auf unsere Seite geschlagen und Dir eine zweite Chance gegeben hat. Sich gegen den Emir zu stellen, wäre sogar für Herrn Al Lawati gefährlich.

Jedenfalls ist die Freundschaft zwischen uns beendet. Es wird keine weiteren Treffen geben, jedenfalls keine privaten. Vielleicht wirst Du Herrn Al Lawati nie wiedersehen.“


Auch wenn es mir leidtat, dass wegen mir diese Freundschaft zerstört worden war, so ich doch froh, dass ich dieses perverse Monster nie mehr wiedersehen musste.

Irgendwie müsste ich es schaffen, dieses Wochenende zu überstehen und dann würde nächste Woche vielleicht vieles leichter werden.



Das Abendessen war dann auch von einer seltsamen Stimmung geprägt. Ahmeds Eltern waren weiterhin optimistisch und fühlten sich in ihrem bisherigen Optimismus bestätigt.

Ich war dagegen ziemlich nervös. Ja, es hatte ein kleines Wunder gegeben. Eine Wunderlampe hatte ich nicht gefunden, aber aus welchem Grund auch immer hatte ich noch eine Chance bekommen. Allerdings eben auch nur eine Chance, ein Freispruch oder eine Begnadigung war dies noch nicht.

Fest stand momentan nur, dass ich übermorgen das Hausmädchen des Emirs werden würde, dass ich am Sonntag wieder hier wäre, war aktuell nur eine Möglichkeit.

Ahmeds Stimmung war wohl irgendwo dazwischen, er war nicht so optimistisch wie seine Eltern, aber auch nicht ganz so nervös wie ich. Kein Wunder, er musste ja auch zu keinem Belehrungs- und Erziehungswochenende zum Emir.

Jedenfalls taten Khalif und Sharifa so, als ob es völlig selbstverständlich wäre, dass ich am Sonntag wieder hier säße und wir halt nur den Samstag ausfallen lassen müssten, so als wäre ich einfach übers Wochenende beim Campen in der Wüste, bei einem Ausflug nach Muscat oder sonst wo.
Wobei ich zugegebenermaßen auch nicht hätte versprechen wollen, ob ich nach einem Ausflug nach Muscat am Sonntag nochmals hierher zurückgekommen wäre.

Wie dem auch sei, es tat mir dennoch gut, dass Ahmeds Eltern mir Mut zusprachen. Und dass sie wegen mir die Freundschaft zu ihrem wichtigsten Geschäftspartner beendet hatten, war wohl auch nicht ganz selbstverständlich.

Dagegen waren die 14 unverdienten Punkte, zu denen mich Ahmed und seine Familie heute wieder beglückwünschten, völlig nebensächlich. Ich hatte auch nichts davon erzählt, eigentlich war mir diese Note ziemlich peinlich. Aber Ahmed hatte wohl mal wieder eine Meldung von der Uni bekommen. Irgendwie war auch das peinlich.

So ließ ich mir heute nochmals das Abendessen schmecken. Dabei vergaß ich dann auch die möglichen Fettpölsterchen unter meinem Keuschheitsgürtel. Diese waren heute wirklich nicht so wichtig. Außerdem hatte ich diese Woche wohl doch ein paar Kilo abgenommen, die Sorgen um meine Zukunft waren an mir nicht spurlos vorübergegangen. Da war es vielleicht sogar gut, wenn ich wieder etwas zu Kräften kam. Von Fettpölsterchen war ich jedenfalls momentan weit entfernt.


Auch heute Abend konnte mein Held jedenfalls wieder nachsehen, was sich so alles unter meinem Keuschheitsgürtel befand. Fettpölsterchen fand er wohl keine, aber vermutlich gefiel ihm das, was er dort sonst so vorfand, auch heute gar nicht so schlecht… So nutzten wir auch diesen vorletzten Abend, an dem ich noch sein Hausmädchen war…



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MartinII
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Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:06.12.23 09:53 IP: gespeichert Moderator melden


Wieder eine wunderschöne Fortsetzung - auch ein bisschen romantisch, finde ich.
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Zwerglein Volljährigkeit geprüft
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:06.12.23 10:48 IP: gespeichert Moderator melden


Die Gemüter haben sich leicht beruhigt.
Warten wir jetzt das Erziehungswochenende ab.

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Gruß vom zwerglein
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Stamm-Gast

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Alles was im Einvernehmen passiert , ist Normal

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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:06.12.23 11:27 IP: gespeichert Moderator melden


Ein wenig Kaotisch aber wer burkas mag
solte hir rein schauen

Geschichten von den Schleiern

https://talesoftheveils.wordpress.com/
95 % der Literatur sind Kopfkino selbst die Bibel denn keiner der Schreiber war dabei

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Neuschreiber63
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:06.12.23 19:29 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für Eure Kommentare. Freut mich, wenn diese Geschichte trotz der beiden tollen Adventskalender immer noch Anklang findet.


@Martin:

Danke schön.

Du wirst doch nicht noch zum Freund von romantisch-kitschigen Liebesgeschichten werden??

Allerdings kann man Ahmeds Aussage

„Vielleicht hat Herr Al Lawati inzwischen auch verstanden, dass ich Dich niemals hergeben werde“

aus Caros Sicht nicht nur romantisch, sondern auch bedrohlich deuten… Das klingt jedenfalls nicht so, als ob sich ihr größter Wunsch, ihre Heimat wiederzusehen, bald erfüllen würde…

Aber keine Ahnung, ob Caro diese Nuance in ihrer Verliebtheit auf der Klippe überhaupt registriert hat…

Falls Du wirklich Deine Vorliebe für romantisch-kitschige Liebesgeschichten entdeckt hättest, habe ich noch eine gute Nachricht für Dich:
Morgen kommt jedenfalls nochmals ein romantisch-kitschiges Kapitel „fürs Herz“.
Dann geht’s ab Samstag zum Finale der Fortsetzung zum Emir…



@ Zwerglein:

Jepp, Caro ist auch etwas nervös, was sie beim Emir erwartet…


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MrSteel69
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:06.12.23 20:16 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Vielen Dank für Eure Kommentare. Freut mich, wenn diese Geschichte trotz der beiden tollen Adventskalender immer noch Anklang findet.


Das liegt vermutlich daran, dass es sich hier um eine sehr schöne Geschichte handelt und du einen guten Schreibstil hast, welcher sich angenehm lesen lässt. Auch wenn ich die eher härtere Gangart bevorzuge, hat mich deine Geschichte seltsamerweise gefesselt. Oh weh... ich werde doch nicht eine romantische Ader haben

Auf jeden Fall auch mal Danke für deine Mühe und die investierte Zeit.
Meine aktuellen Geschichten:
Die Sklavenfabrik
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SM-Stammtisch mit Folgen
Der etwas andere Adventskalender
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:06.12.23 20:48 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat

Das liegt vermutlich daran, dass es sich hier um eine sehr schöne Geschichte handelt und du einen guten Schreibstil hast, welcher sich angenehm lesen lässt.


Oh, ein Lob aus berufenem Mund, vielen Dank. Auch wenn Dir das ja schon sehr viele geschrieben haben, kann ich das nur zurückgeben, es gibt nur ganz, ganz wenige hier, die so einen fesselnden und hervorragenden Schreibstil wie Du haben. Man fühlt sich fast, als ob man selbst in der Bahn nach Frankfurt-Downtown sitzt!

Zitat

Oh weh... ich werde doch nicht eine romantische Ader haben


Das tut mir leid...

Zitat

Auf jeden Fall auch mal Danke für deine Mühe und die investierte Zeit.


Da brauche ich Dir vermutlich nichts zu erzählen. Aber irgendwie macht es auch Spaß, ist (fast?) so etwas wie eine Sucht...
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  Studentin unter Kontrolle Datum:07.12.23 20:53 IP: gespeichert Moderator melden


Der letzte Tag bei den Khorsanis? (Freitag, 2. November)


Ich erwachte an diesem Morgen schon sehr früh, die Sonne ging gerade über dem Ozean auf.

Eigentlich ein wunderbarer Anblick, den ich irgendwie bisher meistens verschlafen hatte. In den ersten vier Wochen wäre es mir auch gar nicht möglich gewesen, diesen zu betrachten, war ich doch jede Nacht an diesem Bett angekettet gewesen.
Aber seit 2 ½ Wochen war ich das ja nicht mehr, so auch heute nicht. Weit konnte ich mit meinem Sklavinnenhalsband auch nicht gehen, aber bis zum Salon reichte meine Freiheit doch. So stand ich müde, aber doch wach auf und setzte mich auf einen der Sessel im Erker des Salons und betrachtete den Sonnenaufgang. Er war wunderschön.

Das Meer war allerdings wie mein Gemüt – aufgewühlt. Ein kräftiger Nordwind brauste heute den Ozean auf und die Wellen brandeten gegen die Küste unter mir. Ein paar dunkle Wolken zogen von der Küste her aufs Meer hinaus. Unter diesen kämpften sich die ersten Sonnenstrahlen des Tages über den Horizont.

Heute hätten wir vermutlich keine Bootstour machen brauchen, es wäre für das Boot und die Mannschaft vielleicht die letzte gewesen. Mindestens wäre mir speiübel geworden.

Aber ich hatte Ahmed gestern eh nicht mehr gefragt, ob er sich den heutigen Tag nicht freinehmen wollte.

Ich hoffte inständig, dass ich diese Chance, die der Emir mir nochmals zugestanden hatte, nutzen würde und nächste Woche wieder alles so war wie vor meinem Besuch in der Villa des Grauens. Und wer weiß, vielleicht würde Ahmed dann nochmals mit mir zu der Schildkrötenbucht fahren und dann würden wir nicht mehr so viele Tränen vergießen. Jedenfalls keine Tränen der Trauer. Das wäre schön…


So weit waren wir noch lange nicht. Stattdessen wühlten mich meine Gedanken auf, was mich morgen und übermorgen erwartete. Dass der Emir ein guter Bekannter von Herrn Al Lawati war und seit 25 Jahren diesen Quasi-Sklaven-Status von ausländischen Frauen beschützte, war kein gutes Vorzeichen. Auch die „alten Traditionen“ würden mir bei diesem älteren Herren sicher nicht erspart bleiben. Allerdings müsste ich mich an diese wohl nicht nur für ein paar Stunden halten wie bei den schrecklichen Geschäftsessen mit Herrn Al Lawati, sondern für ein ganzes Wochenende. Das konnte ja heiter werden.

Andererseits, etwas Güte schien der Emir doch zu haben, sonst hätte er die Strafe nicht abgemildert. Vielleicht hatte unser Professor doch recht gehabt, dass der Herrscher nicht so schlimm wäre?

Morgen würde ich es erfahren.

So saß ich eine ganze Weile im Erker des Salons, betrachtete das Meer und die aufgehende Sonne und dachte über das mir bevorstehende Wochenende nach.


Es war noch nicht ganz 7 Uhr, der Wecker hatte noch nicht geklingelt, aber auf einmal kam auch Ahmed herein und setzte sich neben mich. Allzu lang saßen wir aber nicht nebeneinander, dann hob mich Ahmed hoch, setzte mich auf seinen Schoß und legte seinen Arm um mich.

Einen kurzen Moment musste ich daran denken, dass auch Katleen vor einer Woche so auf dem Schoß ihres Peinigers gesessen hatte. Aber das hier war anders. Ich genoss Ahmeds Nähe und es war offensichtlich, dass ich nicht hier war, um gedemütigt zu werden.

Dann blickten wir gemeinsam schweigend aus dem Fenster hinaus auf den weiten Ozean.

Sonderlich bequem war meine Position nicht, dennoch genoss ich nochmals Ahmeds Nähe und er meine.

Halt Dich an mir fest…

Trotz dieser unbequemen Position saßen wir sicher fast eine Stunde so da. Dann war es dann aber doch Zeit, sich fertigzumachen. Für ein Schaumbad reichte die Zeit heute nicht mehr, eine kurze Dusche musste reichen.

Danach hatte Ahmed leider wie üblich auch schon wieder mein chinesisches Monster in der Hand. Ohne weitere Widerrede ließ ich mich auch heute darin einschließen. Wie bereits gestern wollte ich den Morgen nicht noch durch Diskussionen (welche mir als Hausmädchen eh nicht zustanden) belasten.
Heute war eh der vorerst letzte Tag, was hätte ich da noch protestieren sollen? Abgesehen davon, dass dieser Protest natürlich auch heute erfolglos gewesen wäre.

Allem Anschein nach war dies für Ahmed heute auch wieder mehr lästige Routine denn Vergnügen. Vermutlich konnte er aber auch gar nicht aus seiner Haut, auch wenn er mich noch so liebte.

Meine Gedanken waren beim Frühstück immer noch so aufgewühlt, dass ich nicht mal an die Peinlichkeit dachte, dass ich wieder als einzige mit Sklavinnenhalsband und Keuschheitsgürtel hier am Tisch saß.

Viel wichtiger war es doch, ob ich am Montag früh wieder hier sitzen würde, egal wie.


Das gleiche galt für die Uni. Eigentlich war es hoch-peinlich mit Halsband, Keuschheitsgürtel und Dildo hier in diesem seltsamen Masterstudiengang zu sitzen. Dennoch wünschte ich mir momentan kaum etwas mehr, als auch nächstes Montag wieder so hier zu sitzen.

Der gleichen Meinung war auch Hanna. Sie gab sich zwar auch heute Morgen wieder fröhlich, aber auch ihr war eine gewisse Anspannung anzusehen. Die Vorstellung, dass sie ab Montag allein an diesem Tisch sitzen müsste, gefiel ihr vermutlich auch nicht. Wie ich umgekehrt sie auch sehr vermisst hätte, wenn sie aus welchem Grund auch immer einfach von heute auf morgen aus meinem Leben verschwunden wäre.

Wir hatten doch noch so viel gemeinsam vor. Vor allem wollten wir gemeinsam dieses Studium bestehen und dann ihren nächsten Geburtstag gemeinsam in der Hohen Tatra feiern. Dazu wäre es sicherlich hilfreich, wenn ich dieses Belehrungswochenende überstehen würde und nächsten Montag wieder hier sitzen würde. Selbst wenn ich dann jede Menge Stoff nachzuholen hätte, den ich diese Woche verpasst hatte.

Damit meine Lücken nicht noch größer wurden, versuchte ich mich heute nochmals auf das Studium zu konzentrieren. Es ging wieder um Personalführung, zumindest hatte dies ein bisschen etwas mit meinem Bachelorstudium zu tun. Auch wenn es nach wie vor so war, dass ich hier nur geführt wurde statt zu führen.

Zugegebenermaßen konnte ich aber auch heute meine Gedanken an den morgigen Tag nicht ausblenden, so dass ich durchaus ein wenig konzentrierter war als gestern, aber von hundert Prozent Aufmerksamkeit war ich doch weit entfernt.


In der Pause begegnete ich auch wieder Halida und Melita. Etwas seltsam war mir zu Mute. Am Dienstag hatte es noch so ausgesehen, als ob wir bald Kolleginnen wären. Heute hatte ich wieder berechtigte Hoffnungen, dass dies nicht passieren würde. Nicht, dass ich die beiden nicht sympathisch fand, aber weiterhin wollte ich nicht, dass Ahmed sich weitere Hausmädchen neben mir zulegte. Und umgekehrt wollte ich natürlich auch nicht ein weiteres Hausmädchen von Herrn Al Lawati werden. Wenn meine Hoffnung wahr würde und ich Herrn Al Lawati wirklich nie mehr wiedersehen müsste, wäre es tatsächlich so, dass ich die beiden nur noch hier an der Uni treffen würde. Das wäre schön, zumindest für mich.

All dies erzählte ich den beiden aber nicht.
Irgendwie hatte ich aber doch das Gefühl, dass sich die beiden für mich interessierten, denn sie unterhielten sich ab und zu mit meinen Mitstudentinnen, wenn mich nicht alles täuschte, auch über mich. Es hätte mich nicht gewundert, wenn die beiden über Umwege doch meine ganze Leidensgeschichte der vergangenen Woche erfahren hätten.

Al Kharsun war klein, das galt auch für diese Uni, zumindest für diesen Teil. Was in anderen Gebäuden so vor sich ging, wusste ich tatsächlich auch nach fünf Wochen noch nicht. Ahmed hatte mir ja strengstens verboten, das ganz linke Gebäude zu besuchen und auch ich hatte bisher immer noch keinen Grund dafür gesehen, dorthin zu gehen, selbst wenn ich es gedurft hätte. Das gleiche galt auch für das Gebäude der Studentinnen. Sicherlich wäre es auch interessant gewesen, sich mal mit den einheimischen Studentinnen zu unterhalten. Letzten Endes war es aber sicher einfacher, mit den ausländischen Studentinnen ins Gespräch zu kommen, befanden wir uns doch alle in der gleichen misslichen Situation. So war es dann gestern auch bei ein paar freundlichen Grüßen geblieben.


Nach einer weiteren Vorlesung über Personalführung war es Zeit für die Mittagspause, die letzte für diese Woche. Hoffentlich nicht die letzte für immer.

Zumindest war diese wieder etwas angenehmer als die letzten beiden, welche wir zu viert verbracht hatten.

Ahmed und Hakaan machten heute keine dummen Kommentare über Wüstencampings oder 14-Stunden-Wettbewerbe. Vermutlich war selbst Hakaan klar, dass dies immer noch nicht der richtige Zeitpunkt für blöde Witze war. Wobei, hoffentlich waren das letzte Woche nur blöde Witze gewesen. Auch waren Ahmed und ich heute nicht ganz so betreten schweigsam wie beim letzten Mal. Auch konnte ich heute wieder ein wenig etwas essen und ließ nicht alles stehen so wie bei den letzten beiden Malen.
Ich glaube, wir versuchten alle vier so tun, als wäre dies eine ganz normale Mittagspause. Und nicht unsere vielleicht letzte gemeinsame.
Am Wochenende würde sich zeigen, ob ich am Montag wieder dabei sein könnte oder ob Ahmed, Hakaan und Hanna dann zu dritt hier sitzen würden.

Alle vier waren wir jedoch schlechte Schauspieler und so gelang uns das Theaterstück „Eine ganz normale Mittagspause“ auch nicht besonders gut. Insbesondere Ahmed und ich waren in dieser Hinsicht ein Debakel, denn so sehr wir auch versuchten, Normalität zu mimen, es gelang uns nicht.

Zu sehr beschäftigte uns der Gedanke, ob dies unser letztes gemeinsames Mittagessen war. Unseren Tränen gewährten wir keinen Raum, aber von Unbeschwertheit waren wir auch weit entfernt.

Wir waren halt doch – leider – keine Delphine, wie ich mal wieder feststellte, als wir durch den Park zurück zur Uni gingen.



Delphine mussten vermutlich auch nie eine Klausur über Personalführung schreiben, im Gegensatz zu mir. Daher versuchte ich mich diesen letzten Nachmittag auch nochmals zu konzentrieren. Auch wenn es – vielleicht – mein letzter Nachmittag an der Uni werden sollte. Zum Abschluss der Woche hatte der Professor nochmals eine Fallstudie für uns, dabei ging es um die Führung eines gemischten Teams aus den verschiedenen Generationen. So etwas in der Art hatten wir tatsächlich auch schon mal in Hannover durchgenommen. Dennoch war ich froh, dass mich der Professor wieder in eine Gruppe mit Tuuli einteilte. Zum einen hatte Tuuli warum auch immer auch von diesem Thema relativ viel Ahnung, zum zweiten fiel es so nicht so auf, dass ich vom Beginn der Woche praktisch gar nichts mitbekommen hatte (auch wenn dies sowieso jeder wusste) und zum dritten gab mir Tuulis unverbesserlicher Kampfgeist auch nochmals Mut für das anstehende Wochenende.

Tuulis Kampfgeist würde ich morgen und übermorgen sicherlich auch gut gebrauchen können und tatsächlich hatte sie es auch in den letzten Tagen nicht versäumt, mich aufzumuntern und mir Mut zuzusprechen, selbst als alles verloren schien.
Ob das Zufall war, dass ich wieder mit Tuuli in einer Gruppe gelandet war? Oder hatte mich der Professor absichtlich wieder zusammen mit ihr in eine Gruppe eingeteilt?

Schön war es auf jeden Fall, so den letzten gemeinsamen Nachmittag der Woche – oder meines gesamten Studiums? – so zu beschließen.

Nach dem Ende der Vorlesung verabschiedeten sich Hanna und die anderen Studentinnen von mir und wünschten mir viel Kraft und Erfolg für das anstehende Wochenende beim Emir.

Angeblich hätten sie aber auch keinen Zweifel, dass ich dieses schaffen würde.

So verabschiedeten sich Hanna, Tuuli und die anderen dann auch mit einem „See you next monday“ von mir. Das wäre wirklich schön und so brachte auch ich irgendwie ein „yes, see you next monday“ heraus.

Meine Sanduhr war fast abgelaufen, aber vielleicht würde irgendein guter Geist diese am Sonntagabend wieder umdrehen.



Unten am Eingang wartete wieder Ahmed auf mich. Er fuhr jedoch nicht direkt nach Hause. Stattdessen nahm Ahmed die Straße Richtung Süden, Richtung Al Hasuk. Wo er mich wohl hinbringen würde? Nach Muscat sicher nicht, das war die falsche Richtung. In den Jemen hoffentlich auch nicht, da hätte ich mich schon sehr schwer in ihm täuschen müssen, wenn er mich heute, an unserem – vorerst? – letzten gemeinsamen Abend noch verkaufen würde.

Verhindern hätte ich es aber wohl auch nicht können.

So schlimm kam es dann auch nicht, denn ein paar Kilometer hinterm Stadtrand von Al Kharsun bog Ahmed links auf einen kleinen Weg ein, der zum Meer hinunterführte.

In einer kleinen Bucht lagen ein paar vereinsamte Fischerboote am Strand, sonst war dieser Ort menschenleer. Ein paar wenige Palmen standen auch hier herum, ansonsten war die Bucht ziemlich kahl, Sand, Steine und einige Felsen am Rand der Bucht, viel mehr gab es hier nicht. Der Platz war bei weitem nicht so idyllisch wie die Buchten, die wir mit dem Boot angesteuert hatten, aber irgendwie auch schön. Außerdem wäre ich Ahmed heute Abend vermutlich überall hingefolgt, mit einem der Fischerboote auf die unruhige See hinaus, zum Campen in die Wüste, zur Not auch in den Jemen, wenn er mir versprochen hätte, mich dort an keinen Warlord zu verkaufen, wahrscheinlich bis ans Ende der Welt.

Wir kletterten auf einen der Felsen, die am Rande der Bucht standen. Das Klettern mit Klein-Ahmed in meinem Heiligtum war natürlich unangenehm, aber das konnte ich für die paar Minuten ignorieren. Oben angekommen setzen wir uns nebeneinander und Ahmed legte seinen Arm um mich.

Halt Dich an mir fest…

Es blies immer noch ein kalter Nordwind und das Meer war immer noch aufgewühlt. Mir war etwas kalt, aber die Gedanken an unser Liebe wärmten mich. Außerdem hatte Ahmed noch eine Jacke mitgebracht und legte diese über mich. Wir betrachteten die Wellen unter und den weiten Ozean vor uns, während die Sonne hinter unserem Rücken unterging.

Was für ein schöner Moment.

So saßen wir eine ganze Weile auf dem Felsen und schwiegen. Eigentlich hätte es tausend Dinge gegeben, über die ich mit Ahmed an unserem letzten gemeinsamen Abend hätte reden können. Und noch tausend andere Dinge, über die ich hätte nachdenken können, vor allem natürlich das kommende Wochenende und wie es nächste Woche für mich weiterging.

Aber ich wollte nicht reden und auch nicht nachdenken, stattdessen saß ich einfach da und genoss den Moment.

Den Moment, der hoffentlich nicht der letzte mit Ahmed sein würde.

…Das kann nicht alles schon gewesen sein… Ich glaub an uns und unsere Zeit…

Ich weiß nicht, was Ahmed in diesem Moment dachte, er sagte auch nichts. Gut möglich, dass auch er einfach den Moment genoss und hoffte, dass er mich am Sonntag wiedersehen würde.



So dauerte es doch ziemlich lange, bis wir uns von diesem Platz losreißen konnten und wieder nach Hause fuhren, es war schon lange dunkel geworden.

„Zuhause“ – also bei den Khorsanis, meinem Wohnort in den letzten 7 Wochen und hoffentlich auch der nächsten 8 Monate – wartete bereits Ahmeds Familie mit dem Abendessen auf uns, obwohl es bereits ziemlich spät geworden war. Anscheinend wollten auch Ahmeds Eltern dieses – hoffentlich nicht letzte – Abendmahl gemeinsam mit mir verbringen.

Auch ich freute mich, nochmals mit meinen Beschützern dieses letzte Abendessen einnehmen zu können. Keine Ahnung, ob der Einsatz von Ahmeds Eltern beim Emir einen Einfluss darauf gehabt hatte, dass dieser seine Meinung nochmals geändert hatte. Es war aber durchaus wahrscheinlich, dass dies einer der Gründe war, warum ich morgen nicht in die Villa des Grauens musste und mir vielleicht ein Lebensende im Jemen oder als Fischfutter erspart blieb.

Sharifa hatte mal wieder ausgezeichnet gekocht und anders als zuvor wollte ich diesen letzten Abend dann doch nicht nur schweigend beenden.

Sie machte mir nochmals Mut, dass ich es schaffen würde, den Emir in den nächsten zwei Tagen davon zu überzeugen, dass er mir zurecht eine zweite Chance gegeben hatte. Und dann würden wir übermorgen auch wieder zusammen hier sitzen. Sie würde sich schon darauf freuen.

Dem stimmten auch Khalif, Ahmed und Kharim zu. Ein paar Tränen der Rührung liefen mir über die Wangen.


Auch wenn ich vor lauter Emotionen kaum Hunger hatte, ließ ich mir dennoch nochmals das Abendessen schmecken. Sharifa hatte eine omanische Fischsuppe gekocht, diese war wirklich ausgezeichnet.

Vermutlich schmeckte mir das Abendessen auch deswegen so gut, weil an diesem Freitagabend kein Al Lawati bei uns am Tisch saß. Hoffentlich würde dies wie von Ahmed angekündigt auch so bleiben.



Es wurde so spät, dass wir nach dem Abendessen heute nicht mehr zum Pavillon hinaufgingen. Aber geträumt hatten wir vorher eh schon, von daher war das auch nicht so schlimm. Und hoffentlich könnten wir das am Sonntag dann nachholen. Falls mich der Emir gehen ließ.

Stattdessen gab es noch eine letzte Kuschelrunde, auf diese wollten wir dann doch nicht verzichten, auch wenn es schon spät war. Dafür musste mich Ahmed natürlich zuerst aus meinem Keuschheitsgürtel befreien, alles andere überließ ich gerne „experimentierfreudigeren“ Frauen. Man hätte auch sagen können, dass ich noch nicht so gut erzogen war, dass ich „alles“ für Ahmed gemacht hätte. Mit einem Schaudern dachte ich daran, dass Herr Al Lawati dies vermutlich geändert hätte und ich womöglich nach ein paar Wochen bei ihm auch „alles“ für dieses perverse Monster gemacht hätte, allerdings bestimmt nicht freiwillig.

Aber Ahmed war in dieser Hinsicht zum Glück auch sehr konservativ. Auf verschlossene Prinzen wollte mein Freund heute auch nicht warten, auch auf Schlüssel-suchen hatte er wenig Lust, dafür war es schon zu spät und die uns verbleibende Zeit wäre dafür dann doch zu kostbar gewesen.

So war es dann auch wenig verwunderlich, dass kurze Zeit später wieder ein Schlüssel im Schloss meines Keuschheitsgürtels steckte und mein Heiligtum wieder eine andere „Aufgabe“ bekam als nur einen Kontrolldildo mit Energie zu versorgen…
Diese „Aufgabe“ war mir dann doch deutlich lieber…

Ob dies das letzte Mal gewesen war, dass ich Ahmeds „Original“ in mir spürte…?


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MartinII
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Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:08.12.23 15:45 IP: gespeichert Moderator melden


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@Martin:

Danke schön.

Du wirst doch nicht noch zum Freund von romantisch-kitschigen Liebesgeschichten werden??



Ich bin offenbar gerade auf Weg dahin...
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Neuschreiber63
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:08.12.23 19:13 IP: gespeichert Moderator melden


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Ich bin offenbar gerade auf Weg dahin...


ganz schlechtes timing - die romantische Liebesgeschichte macht erst mal Pause und ich werde mich in den nächsten Kapiteln wieder an einem anderen Erzählstil versuchen...
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Neuschreiber63
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  Studentin unter Kontrolle Datum:09.12.23 15:18 IP: gespeichert Moderator melden


Das Wochenende beim Emir, Teil 1: Der Möchte-Gern-Pascha (Samstag, 3. November)


An diesem Samstag mussten wir früh aufstehen, denn schon um 8 Uhr musste ich für mein Belehrungs- und Erziehungswochenende beim Emir antreten. Zu spät sollten wir dort wohl nicht aufkreuzen, dies hätte üble Folgen haben können.

Dass ich sehr nervös war, erklärt sich vermutlich von selbst. Insbesondere der Passus, dass ich zu Ahmed zurückkehren durfte, wenn ich die Sitten und Gesetze zur Zufriedenheit des Emirs erlernt hätte, bereite mir doch etwas Angst.

Was wenn, der Emir nicht zufrieden war? Müsste ich dann länger bei ihm bleiben? Falls ja, wie lange? Oder würde mich der Emir dann vielleicht doch an Herrn Al Lawati zur weiteren Erziehung abgeben?

Dies alles war zwar in meinen Augen eher unwahrscheinlich, denn ich hatte mir fest vorgenommen, an diesen zwei Tagen, das unterwürfigste und gehorsamste Hausmädchen zu sein, das Al Kharsun je gesehen hatte. Auch wenn ich dafür öfters über meinen eigenen Schatten springen musste. Aber wirklich sicher war ich mir auch nicht, auf jeden Fall musste ich für meine Zukunft kämpfen, immer und ganz besonders an diesem Wochenende.


Zunächst verwöhnte mich Ahmed aber noch mit ein paar Streicheleinheiten und Guten-Morgen-Küssen. Hoffentlich waren dies nicht die letzten gewesen…

Dann wechselte Ahmed mein Halsband und ich nahm noch eine wirklich kurze Dusche und machte mich fertig. Mein peinliches Halsband verdeckte ich wie üblich mit einem blickdichten Schal. Auch heute Morgen war ich der Meinung, dass es schon schlimm genug war, dass ich dieses tragen musste. Da musste ich dieses nicht noch der ganzen Welt präsentieren, auch nicht Ahmed und dessen Familie, obwohl diese mein Halsband ja bereits zur Genüge kannten.
Trotzdem wünschte ich mir kaum etwas mehr als dieses demütigende Zeichen meines Quasi-Sklavinnenstatus endlich los zu werden. Aber auch heute machte Ahmed keinerlei Anstalten, mir dieses zu ersparen und eine Diskussion war bekanntlich zwecklos.

Rules must be obeyed.

Den Keuschheitsgürtel legte mir Ahmed aber nicht an.

Im ersten Moment freute ich darüber, aber mir war schnell klar, warum. Bereits um 8 Uhr wäre ich nicht mehr sein Hausmädchen, sondern das des Emirs. Einmal mehr wunderte ich mich über diesen seltsamen „Hausmädchen“-Status. Offiziell war ich keine Sklavin und gehörte dem Emir nicht. Andererseits konnte dieser mit mir (fast) alles tun und lassen, was er wollte. Irgendwie gehörte ich ihm also doch. Jedenfalls müsste ich ab 8 Uhr die Befehle des Emirs befolgen, während Ahmed mir nichts mehr zu sagen hatte. Ob der Emir seine Hausmädchen wohl auf ähnliche Weise wie Ahmed kontrollierte?

Ich würde es bald erfahren.

Ein bisschen Zeit hatten wir noch und so nahmen wir noch ein kurzes Frühstück zu uns. Hoffentlich war dieses nicht das letzte gemeinsame gewesen.

Das kann nicht alles schon gewesen sein…

Wir packten auch eine kleine Tasche mit einem Pyjama, Waschzeug und ein paar Wechselklamotten. Tatsächlich aber nur für einen Tag, alles andere wollten wir uns gar nicht vorstellen. Danach brachte mich Ahmed zum Palast des Emirs, wo wir auch pünktlich um 10 Minuten vor 8 ankamen.


Eigentlich handelte es sich eher um ein „Palästchen“. Al Kharsun und das Emirat waren ja doch recht klein, daher fiel auch der Palast deutlich kleiner aus als die Paläste, die ich bisher in Amsterdam, Kopenhagen oder Potsdam gesehen hatte.

Es handelte sich um ein dreistöckiges Gebäude im arabischen Stil, etwas außerhalb der Innenstadt von Al Kharsun. Umgeben war der Palast von einem hübschen Garten, in dem Rosen, Hibisken, Palmen und allerlei andere Pflanzen blühten. Ein paar Schlossteiche und Statuen sorgten für ein hübsches Ambiente. Insgesamt ein doch schöner Ort, hier konnte man es als Emir wohl aushalten. Vermutlich unnötig zu sagen, dass ich trotzdem die Bank unter dem Pavillon zu gerne gegen den Palast eingetauscht hätte. Selbst die karge Bucht von gestern Abend wäre mir lieber gewesen.

Aber heute Abend würde es keinen Sonnenuntergang mit Blick auf das Meer geben, wenn alles gut ging, morgen wieder.
Hoffentlich.

Wir parkten den Wagen auf dem Parkplatz vor dem Palast und gingen durch den Park zum Eingang.
Dieser kurze Spaziergang ohne Dildo in mir war irgendwie schon fast ungewohnt, aber doch angenehm. Allerdings hatte ich auch das dumpfe Gefühl, dass dies leider kein Dauerzustand sein würde.

Theoretisch hätte ich jetzt versuchen können, davonzulaufen. Weder ein Elektroschock noch eine GPS-Ortung hätten mich daran gehindert. Nur, wohin? In eine Kirche, um dort Kirchenasyl zu beantragen? Gab es hier wohl nicht. In ein Frauenhaus oder zu einer NGO, die sich um den Schutz von Hausmädchen kümmerte? Hatte ich hier auch noch nicht gesehen. Zu einer deutschen oder europäischen Botschaft? Eine solche gab es in Al Kharsun auch nicht. Mich hinter einer Hecke verstecken hätte wohl auch wenig gebracht, a) gab es hier keine Hecken, b) hätte ich von dort auch irgendwann wieder rauskommen müssen. Vermutlich gab es in ganz Al Kharsun keinen einzigen Ort, an dem ich meinem Schicksal hätte entkommen können. Außerdem konnte Ahmed bestimmt schneller laufen als ich, auch wenn wir noch nie ein Wettrennen gemacht hatten. Und was dann passiert wäre, wenn ich dieses Wettrennen verloren hätte, wollte ich mir auch nicht ausmalen. Mindestens hätte er wohl das nächste Mal eine Kette für mein Halsband mitgenommen.

Bei dem Gedanken hatte ich wieder eine schreckliche Stimme im Ohr:
Und praktisch ist dieses auch noch, so kann ich Dich jederzeit irgendwo anketten, damit Du nicht auf die Idee kommst, davonzulaufen, oder Dich an die Leine nehmen, damit Du mir auch brav folgst. Toll, nicht wahr?

Abgesehen von einer peinlichen Abfrage trug ich das Sklavinnenhalsband unter meinem Schal seit 2 ½ Wochen nur noch spazieren. Ich hatte aber auch keine Zweifel, dass Ahmed dieses wieder benutzen würde, wenn ich auf die Idee kommen würde, ihm nicht mehr freiwillig zu folgen. Ich war und blieb seine Gefangene, auch wenn es an diesem Morgen zumindest für den Außenstehenden nicht den Anschein hatte.

Und meine Begnadigung am Sonntag hätte ich mir vermutlich auch abschminken können, wenn ich versucht hätte, dem Erziehungswochenende durch einen Fluchtversuch zu entgehen.

In Summe wäre ein Fluchtversuch also wohl nicht nur aussichtslos gewesen, sondern hätte meine Bemühungen, nächste Woche wieder ein halbwegs normales Leben (soweit man als Hausmädchen davon hier sprechen konnte…) zunichtegemacht. Daher verwarf ich diesen Gedanken auch schnell wieder, fügte mich wie so oft zuvor in mein Schicksal und folgte Ahmed, ohne dass es einer materiellen Kette bedurft hätte.


Ahmed war wieder schweigsam und nachdenklich. Er schien ein wenig traurig zu sein. Nicht so traurig wie letztes Wochenende, aber bei weitem nicht so gut gelaunt wie früher. Vermutlich fand er es auch nicht schön, dass wir uns für fast zwei Tage nicht sehen konnte. Oder hatte er sogar Angst, dass ich morgen Abend nicht aus dem Palast entlassen werden würde? Möglich wäre dies sicherlich. Ich versuchte jedoch, nicht zu viele Gedanken an diesen worst-case zu verschwenden. Ich würde es schaffen, dem Emir zu zeigen, dass ich ein sittsames Hausmädchen war. Wenn ich kein perverses Monster so wie Herrn Al Lawati sah, musste ich mich auch gar nicht so viel zu verstellen, ich war ja bereits „gut erzogen“ wie ich mir in besseren Zeiten bereits eingestehen musste.

Dennoch vermisste ich Ahmed schon jetzt, während wir die wenigen Meter zum Tor des Palastes gingen.



Ahmed klingelte und kurz darauf öffnete uns – an ihrem Halsband unschwer zu erkennen – ein südasiatisches Hausmädchen die Tür und bat uns herein. Ahmed stellte sich vor und teilte dem Hausmädchen mit, dass er hier sei, um mich für das Wochenende dem Emir zu übergeben.

Ich war doch etwas gespannt, ob ich nun diesen Emir zu Gesicht bekam, von dem ich schon einiges gehört hatte.

Das Hausmädchen verschwand und kurz darauf kam ein junger Mann zu uns. Er mochte knapp 30 Jahre alt sein. Er war nicht besonders groß, kaum größer als ich, und recht schlank. Er war nicht direkt hässlich, aber besonders attraktiv war dieser junge Mann auch nicht. Das war vermutlich nicht der Emir.

Der junge Mann stellte sich Ahmed als Aariz vor und begrüßte ihn mit einem Handschlag. Von mir schien er zunächst keine Notiz zu nehmen, dann ließ er sich aber doch zu einem „Guten Morgen“, natürlich ohne Handschlag, hinreißen.

Aariz fragte Ahmed noch, ob er noch irgendwelche Herrschaftsutensilien an seinem Hausmädchen hätte, diese solle er nun entfernen. Den Keuschheitsgürtel hatte mir Ahmed heute Morgen ja erspart, aber ich trug noch sein Halsband, wenn auch unter meinem Schal verdeckt. Wie geheißen nahm mir Ahmed zuerst den Schal aus und dann mein Halsband ab. Meine kleine Tasche gab er Aariz.
Auch mein Halsband nahm Aariz an sich und sagte zu Ahmed, dass er mir dieses morgen wieder anlegen würde, sofern ich entlassen werden würde. Nicht dass sein Hausmädchen morgen nach der Entlassung ohne Halsband herumlaufen würde.

Das wäre wirklich schlimm, wenn ich mal für eine kurze Zeit kein Halsband tragen würde.

So ein Idiot.

Meinen Schal wollte Aariz dagegen nicht haben, mit einem kleinen Grinsen meinte er zu Ahmed, dass wir so etwas hier nicht bräuchten, hier im Palast wäre es warm genug. Etwas sehnsüchtig sah ich meinem Schal nach, als Ahmed diesen einsteckte.

Immerhin war ich nicht nur meinen Schal, sondern auch das demütigende Halsband los, das fühlte sich gar nicht so schlecht an. Allerdings würde dies vermutlich nicht allzu lange so bleiben.

Dann teilte Aariz Ahmed mit, dass soweit alles klar sei und er nun gehen könne. Soweit sich sein Hausmädchen gut benehmen würde, könne er es morgen um 18 Uhr wieder abholen. So ganz sicher sei dies aber noch nicht.

Ahmed sah etwas traurig drein und gab mir dann noch einen langen Abschiedskuss. Hoffentlich würde es morgen Abend einen Wiedersehenskuss geben.
Dann verabschiedete sich Ahmed und ging. Ich war alleine mit diesem seltsamen jungen Mann.



Dieser sprach mich sodann auch an:
„Guten Morgen Caroline, ich bin Aariz, aber für Dich einfach „Sir“. Ich der Neffe des Emirs und habe hier im Palast die äußerst wichtige Aufgabe, mich um die Hausmädchen des Emirs zu kümmern.
Dies beinhaltet auch, diese zu erziehen, falls diese sich noch nicht an unsere Gesetze und Sitten hier in Al Kharsun halten wollen oder ihnen diese noch unbekannt sind. Soweit ich mitbekommen habe, bist auch Du deswegen hier.“

Ich überlegte kurz, ob ich diesem Schnösel nun etwas sagen sollte, dass es eigentlich ein Witz war, dass ich erzogen werden sollte und nicht dieser perverse Geschäftsmann, der seine Hausmädchen schlimmer als Tiere behandelte. Oder dass er sich nicht so aufplustern sollte, er war auch kein höherwertigerer Mensch als ich. Und dass er sich sein „Sir“ irgendwo hinstecken könnte. Dorthin, wo es immer dunkel war. Aber dies ließ ich lieber, ich war hier, um zwei Tage ein braves Hausmädchen zu sein und danach begnadigt zu werden. Also biss ich mir auf die Zunge und antwortete nur kurz: „Yes, Sir.“
Dieser eingebildete Schnösel war mir schon jetzt unsympathisch.

„Ok, Caroline, ich sehe schon, Du bist nicht nur ein hübsches, sondern auch ein kluges Mädchen und lernst schnell. Wie Du weißt, bist Du bis morgen Abend das Hausmädchen des Emirs. Daher ist dieser nun auch für Deine Überwachung zuständig. Auch hier im Palast wollen wir nicht, dass unsere Hausmädchen irgendwelche Dummheiten machen.
Aus diesem Grund haben wir für Dich, wie auch für alle anderen Hausmädchen hier, ein Halsband und einen Keuschheitsgürtel vorbereitet. Ich glaube, das Prozedere kennst Du schon.“

Ich hatte schon befürchtet, dass es darauf wieder hinauslaufen würde. In der Tat zog Aariz ein Halsband hervor. Dieses war aus vergoldetem Stahl und hatte wie meine bisherigen vorne und hinten einen Ring angebracht. An den Seiten war jeweils ein Emblem mit einer Krone eingraviert, vermutlich das Emblem des Emirs.

Ohne lange zu Zögern legte Aariz mir dieses um den Hals und verschloss dieses. Damit war meine kurze Zeit ohne Halsband auch schon wieder beendet und der Druck an meinem Hals erinnerte mich nun wieder permanent daran, dass ich ein rechtloses Hausmädchen war. Nun allerdings des Emirs. Aber dies sollte wohl noch nicht alles sein.

„Ok, Caroline, jetzt zieh Dich aus, damit wir Dich mit Deiner Dienstkleidung einkleiden können. Deine bisherigen Sachen kannst Du mir geben.“

Mir war es sehr unangenehm, mich vor diesem Schnösel auszuziehen. Es war damals, am Tag nach meiner Ankunft, schon peinlich genug gewesen, mich vor Ahmed auszuziehen. Aber der Strip vor diesem Fremden war noch deutlich unangenehmer. Allerdings war mir wiederum klar, dass eine Widerrede für meine Begnadigung wohl wenig förderlich war und so tat ich wie geheißen. Ich wusste ja auch bereits, warum ich mich ausziehen musste. Das machte den Strip nicht angenehmer.

Aariz schien es jedoch zu gefallen, wie ich mich vor ihm ausziehen musste und danach nackt vor ihm stand. Er musterte für einen Moment meinen sicherlich nicht ganz hässlichen Körper und zog auch kurz darauf einen Keuschheitsgürtel aus einer Kiste.

Dessen Design erinnerte mich doch stark an meinen bisherigen, ich hätte vermutet, dass dieser vom gleichen chinesischen Produzenten kam. Halb Al Kharsun schien dort Kunde zu sein. Vorne am Hüftband war wie bei meinem Halsband das Emblem des Emirs mit einer Krone eingraviert. Vermutlich hätte niemand in ganz Al Kharsun gewagt, diesen Keuschheitsgürtel auch nur anzufassen, geschweige denn zu öffnen. Ich schaute mir den Gürtel einen Moment genauer an und erschrak dann.

Dass auch der neue Keuschheitsgürtel einen Kontrolldildo haben würde, war mir fast klar, aber das Ding, das diesen Keuschheitsgürtel zierte, war riesig, deutlich größer als der Dildo, den ich bisher tragen musste. Das konnte nicht Aariz‘ Ernst sein, dass er mir dieses Ding anlegen wollte.

Aariz hatte offensichtlich meinen Schrecken bemerkt und meinte mit einem Grinsen:
„Ganz schön groß nicht? Ich muss zugegeben, ich habe mich bei der Bestellung nicht ganz an die Originalmaße gehalten, sondern die Werte noch um 25% erhöht. Du und die anderen Hausmädchen hier dient ja jetzt dem Emir, dem wichtigsten Mann von Al Kharsun. Da ist es schon angebracht, dass Ihr das auch jederzeit fühlt, was für einem großartigen Mann Ihr dient.“

So ein perverses A…, Entschuldigung, ich sollte mich beherrschen, ich wollte ja zwei Tage ein braves Hausmädchen sein, um morgen Abend begnadigt zu werden. Außerdem hatte mich meine Unbeherrschtheit erst in diese missliche Lage gebracht.

So sagte ich nichts und ließ mir ohne Widerrede dieses Monster anlegen. Es war aber doch sehr unangenehm, wie dieser riesige Dildo mich ausfüllte. So ein großes Ding hatte ich noch nie in meinem Heiligtum gehabt, weder als Dildo noch „in echt“. Insgesamt saß der Gürtel auch nicht ganz so gut wie der Keuschheitsgürtel, den ich für Ahmed tragen musste. Das Ding, das ich jetzt um meine Hüften tragen musste, war wohl eine Standardgröße, während Ahmed für mich wohl eine Spezialanfertigung hatte anfertigen lassen. Aber auch dieses chinesische Monster erfüllte seinen Zweck ohne Zweifel.

Auch das „Klick“, das bedeutete, dass der Dildo nun fest in mir saß und ich diesen nicht mehr entfernen konnte, hörte sich doch sehr bekannt an. Auf dieses hätte ich auch gut verzichten können.

Aariz wedelte noch kurz mit dem Schlüssel vor meiner Nase herum und grinste:
„Fühlt sich gut an, nicht wahr?
Leider hatte ich ja noch nie das Vergnügen, so ein Ding zu tragen, aber ich bin mir sicher, dass es Euch Mädels gefällt. Jedenfalls sieht es immer so aus, wenn ich den Hausmädchen meines Onkels den Keuschheitsgürtel wieder abnehme und den Dildo genauer betrachte.“

Ich konnte mir vorstellen, was er meinte. Auch wenn es zutiefst demütigend war, so ein Ding tragen zu müssen, so blieb die ständige Erregung doch oft nicht ganz „folgenlos“. Das konnte man wohl auch an dem Dildo ablesen. Jedenfalls, wenn man so pervers war und das Ding, das ein Hausmädchen zuvor getragen hatte, dann genauer unter die Lupe nahm.

„Übrigens, keine Sorge, der Dildo ist zwar groß, aber dank des Spezialkunststoffs aus China ist dieser so flexibel, dass dieser Dich auch bei Deinen Bewegungen nicht verletzt. Du kannst auch diese xxl-Version problemlos den ganzen Tag tragen. Auch die ganze Woche oder den ganzen Monat.
Wer weiß, vielleicht gefällt es Dir bei uns ja so gut, dass Du noch ein bisschen länger bleiben willst? Ich glaube, mein Onkel hätte auch nichts dagegen, noch so ein hübsches blondes Hausmädchen in Dienst zu nehmen. Und ich hätte auch nichts dagegen, Europäerinnen haben wir hier im Palast eher selten.
Oder vielleicht kommt mein Onkel ja doch zu dem Schluss, dass Deine Sittentreue und Dein Gehorsam noch zu wünschen übriglassen, so dass wir Deinen Aufenthalt hier noch ein wenig verlängern müssen. Ich könnte es gerne übernehmen, Deine Erziehung noch ein bisschen zu verbessern. Ein paar Wochen wirken da manchmal Wunder. Vielleicht hätte sogar Dein bisheriger Hausherr nichts dagegen, wenn wir noch ein bisschen an Deinem Gehorsam arbeiten, damit Du das nächste Mal nicht wieder seine Befehle verweigerst? Vielleicht rufe ich ihn heute Nachmittag mal an und schlage ihm dies vor.“

Etwas blass wurde ich doch bei diesen Worten.

Länger hier zu bleiben war das allerletzte, was ich wollte. Eigentlich wollte ich jetzt schon weg von hier, dieser arrogante Kerl war mir zutiefst unsympathisch. Aber wenn der Emir so entscheiden würde, könnte ich auch nichts dagegen tun. Hoffentlich bluffte dieser Schnösel-Sir nur. Allerdings fiel mir dabei ein, dass ich auch aus den Pokerspielen mit Ahmed meist nur als zweiter Sieger hervorgegangen war.

Aariz fuhr dann fort:
„Also wie gesagt, Du kannst mit dem Keuschheitsgürtel alles machen, sitzen, stehen, knien, gehen, ohne dass Dich der Dildo verletzten würde. Wir könnten sogar eine Gymnastikstunde machen, das wäre bestimmt spaßig. Allerdings weiß ich noch nicht, ob wir dafür Zeit haben werden. Schließlich werde ich Dir noch viel beibringen müssen, damit Du als sittsames und gehorsames Hausmädchen morgen – oder gegebenenfalls in ein paar Wochen - unseren Palast wieder verlässt.
Spüren wirst Du den Dildo aber natürlich schon, das ist ja auch Sinn der Sache.
Ich wünsche auf jeden Fall viel Spaß mit Deinem neuen Begleiter.
Und denk dran, natürlich kann Dich auch Dein neuer Begleiter bestrafen, wenn Du auf irgendwelche dummen Gedanken kommen solltest. Also denk besser gar nicht erst daran.“

Aariz grinste übers ganze Gesicht, wedelte nochmals kurz mit dem Schlüssel vor meiner Nase herum und hängte sich diesen dann an einer Silberkette um seinen Hals, so dass ich diesen gut sehen konnte. Dazu pfiff er noch fröhlich ein Lied.

Ich war dagegen schon wieder etwas blass geworden. Dass ich mit dem riesigen Ding in mir keine Gymnastikstunde machen wollte, erklärt sich vermutlich von selbst. Und seine erneute Andeutung, dass ich vielleicht doch ein paar Wochen hierbleiben müsste, machte mir auch ein bisschen Angst.

Trotzdem überwog aber wohl doch meine Wut auf diesen kleinen Möchte-Gern-Pascha. Am liebsten wäre ich ihm jetzt an die Gurgel gegangen, aber das wäre mir wohl schlecht bekommen. Vielleicht wäre mir das sogar einen Elektroschock wert gewesen, aber ich war mir nicht sicher, ob es für meine Begnadigung förderlich gewesen wäre, wenn ich versucht hätte, den Neffen des Emirs zu erwürgen. Vermutlich eher nicht. Also ließ ich dies lieber.


Was danach kam, war leider auch vorhersehbar.

Aariz zog eine Fernbedienung hervor und überprüfte die Funktionen des Keuschheitsgürtels. Zunächst die Batteriefunktion, wovon ich noch nicht viel mitbekam. Dann jedoch die Vibrationsfunktion, was angesichts des Umfangs des Dildos in mir nicht gerade angenehm war. Ich hoffte, dass er darauf verzichten würde, aber nein, Aariz prüfte auch die Schockfunktion des Dildos. Der Schmerz ließ mich kurz wimmern.

„Tut mir leid, Caroline, ich muss den Gürtel testen.“

Aariz‘ fieses Grinsen zeigte aber, dass ihm dies überhaupt nicht leidtat, im Gegenteil. Hätte ich ihn doch vorher erwürgt.

Zum Schluss musste ich noch feststellen, dass auch dieser Keuschheitsgürtel eine Schließfunktion für das Poloch hatte. Aariz betätigte diese auch und meinte, dass es keinen Grund gäbe, dieses momentan offen zu lassen. Wenn ich aufs Klo müsste, müsste ich dies halt sagen. Wenn ich brav wäre, würde er dieses heute Nacht wieder öffnen.

Das war mir sehr unangenehm und ich hasste diesen Schnösel, äh… ich meine natürlich diesen „Sir“… noch mehr als zuvor. Aber zum einen konnte ich eh nichts machen und zum anderen wollte und musste ich weiterhin die Beherrschung behalten und ein braves Hausmädchen sein. An diesem eingebildeten Möchte-Gern-Emir sollte meine Begnadigung jedenfalls nicht scheitern.

Aariz begutachtete nochmals meinen verschlossenen Unterleib. Dies schien im richtig Freude zu bereiten, so ein Perversling. Dabei war ich noch nicht mal sein Hausmädchen, sondern das seines Onkels. Er war zufrieden und gab mir sodann einen BH und ein Dienstmädchenkostüm, das knapp über die Knie reichte. Auch auf dem Dienstmädchenkostüm prangte groß das Emblem des Emirs, so dass jeder Außenstehende sofort erkennen konnte, wessen Dienstmädchen ich nunmehr war. Dieses Kostüm sollte ich anziehen. Einen Slip, den ich über den Keuschheitsgürtel ziehen konnte, bekam ich dagegen nicht. Ich mochte aus bekannten Gründen keine Dienstmädchenkostüme, aber auch dies musste ich heute wohl oder übel über mich ergehen lassen. Einen Schal bekam ich ebenfalls nicht, ich musste wohl oder übel jedem in den nächsten zwei Tagen das vergoldete Halsband des Emirs präsentieren.
Dies war mir sehr unangenehm, aber war auch nicht anders zu erwarten gewesen.

Aariz begutachtete mich nochmals von oben bis unten und war offensichtlich zufrieden. Dieser perverse Schnösel ließ es sich auch nicht nehmen, nochmals mein Kleid hochzuheben und nochmals den Sitz des Keuschheitsgürtels zu prüfen. Ganz besonders schien ihn zu interessieren, ob man von dem Kontrolldildo noch etwas sehen konnte. Das war wohl wenn überhaupt nicht mehr viel, denn das riesige Ding steckte ja in mir drin. Trotzdem blickte er von vorne und von hinten zwischen meine Beine und versuchte zu kontrollieren, ob das Ding auch wirklich an seinem Platz war. Dass ich deutlich fühlen konnte, wie das Ding mich ausfüllte, interessierte ihn natürlich nicht, er wolle das angeblich selbst prüfen. Was für eine Demütigung. Aber mir blieb nichts anderes übrig, als diese über mich ergehen zu lassen.

Eigentlich wäre der Moment, in dem er sich vor mich kniete, um meinen Keuschheitsgürtel und den Dildo nochmals zu betrachten, perfekt gewesen, um ihm an die Gurgel zu gehen. Aber zum Glück hatte ich mich wiederum – immer noch - im Griff.

Vermutlich wusste Aariz auch, dass er heute und morgen alles mit mir machen konnte und ich ihm keine Widerrede leisten würde. Dies nutzte er gnadenlos aus.

Ich überlegte kurz, ob ich es vielleicht wie einen Unfall aussehen lassen könnte, wenn ich ihn doch noch erwürgt hätte. Aber so weit entwickelt waren meine kriminellen Fähigkeiten dann doch nicht. Ich war ja ein braves Hausmädchen, zumindest meistens, und keine Serienmörderin…

Nachdem Aariz mich über und unter dem Kleid genug begutachtet hatte, holte er zu meiner Überraschung eine Kette hervor und klinkte diese an meinem Halsband ein.

Wofür fragte ich mich aber schon, weglaufen konnte ich mit dem Keuschheitsgürtel und dem Monster in mir sowieso nicht. Und falls ich es doch versucht hätte, wäre ich nicht weit gekommen. Ein paar Elektroschocks in meinem Heiligtum hätten mich vermutlich sehr schnell davon überzeugt, dass dies keine gute Idee war. Es konnte eigentlich nur einen Grund für diese Demütigung geben: Aariz, diesem Möchte-Gern-Pascha, gefiel es, seine Macht auszunutzen und mich zu erniedrigen. Vermutlich gab ihm dies irgendeine Art von Befriedigung.

Der junge Mann sollte dringend mal einen Psychotherapeuten aufsuchen.

Dann führte er mich an der Kette durch einen langen Flur. Sein Gang war nicht gerade langsam, so dass ich etwas Probleme hatte, Schritt zu halten. Dass mich jeder Schritt einerseits erregte und mir andererseits schwerfiel, muss ich vermutlich nicht betonen.

Vor einer massiven Tür aus Tropenholz hielt Aariz an und klopfte.

Dann wandte er sich nochmals kurz zu mir und meinte mit einem fiesen Grinsen:
„Der Emir erwartet Dich und ich glaube, er hat dem unartigen Hausmädchen einiges zu sagen.“

Bei diesen Worten bekam ich doch etwas Angst vor dem, was mich dort drinnen erwartete…



[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Neuschreiber63 am 10.12.23 um 14:17 geändert
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windelfohlen
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:09.12.23 15:50 IP: gespeichert Moderator melden


Schöne Fortsetzung

JA da muss jetzt unsere liebe Caro durch, die Gedanken von Caro sind Top.

Glaube der Hauptteil der erziehung wird sein Caro zu demütigen, damit sie austickt und Neffe und Onkel einen Grund haben Caro lange zu behalten.
Wünsche der Caro viel kraft die beiden Tage und soll immer dran denken das es schlimmer hätte sein können.
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Erika2
Freak





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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:10.12.23 09:40 IP: gespeichert Moderator melden


Vom Regen in die Traufe? Bin schon auf den Unterricht beim Emir gespannt.

Liebe Grüße

Erika
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Zwerglein Volljährigkeit geprüft
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:10.12.23 14:08 IP: gespeichert Moderator melden


Bin gespannt was der Emir ihr zu sagen hat.
Vieleicht ist hier auch der Freund des Emirs,Herr Al Lawati anwesend?
Was jedoch eine riesige Überraschung wäre.
Dann könnte sich unsere Studentin wahrscheinlich nicht unter Kontrolle halten.
Na gut. warten wir es ab.
-----
Gruß vom zwerglein

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Zwerglein am 10.12.23 um 14:08 geändert
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MartinII
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Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:10.12.23 16:01 IP: gespeichert Moderator melden


Ich bin weiter gespannt...
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Cilenz
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:10.12.23 16:58 IP: gespeichert Moderator melden


Mal gespannt wie der Emir ist.

Aber ich würdes feiern, wenn sie es schafft den Neffen und den Emir gegeneinander auszuspielen
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Neuschreiber63
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Deutschland




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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:10.12.23 18:31 IP: gespeichert Moderator melden


Wow, so viele Kommentare, vielen Dank. J


@Erika:

Das wäre wirklich blöd für unsere Caro, wenn sie Herrn Al Lawati entkommen wäre, nur um beim Emir jetzt das gleiche Schicksal zu erleiden. So eine grausame Geschichte kann sich (außer vielleicht MrSteel) doch kein Mensch ausdenken. Oder etwa doch?


@Zwerglein:

Das wäre wirklich eine Überraschung, wenn wir Herrn Al Lawati nochmals sehen würden…

Caro geht fest davon aus, dass sie diesen niemehr sehen wird. Aber wir wissen ja, dass sie sich schon oft getäuscht hat, das erste Mal, als sie dachte, sie würde am 26. September aus ihrem Keuschheitsgürtel befreit werden, aber auch als sie zu Unrecht befürchtete, dass Ahmed sie verkaufen würde oder sie ins Gefängnis müsste. Wer weiß, vielleicht täuscht sie sich ja noch öfters…

Jedenfalls wird es in den verbleibenden Kapiteln noch ein paar kleine Überraschungen geben, so viel sei verraten…

Aber morgen werde ich erst mal erzählen, was der Emir zu Caro zu sagen hat…


@Cilenz

Das halte ich für eher unwahrscheinlich, die Familie gilt in Arabien (meines Wissens) sehr viel. Von daher glaube ich auch nicht, dass es der Emir Caro verzeihen würde, wenn sie seinen Neffen doch noch erwürgen würde…

Hat Dir übrigens „Dein“ Eifersuchtskapitel gefallen? Habe ich auf Deine Anregung hin noch eingefügt. Danke für die Idee. Das Kollabieren des Systems muss aber noch etwas warten…


@Erika, Zwerglein, MartinII, Cilenz:

Tja, da geht es Euch wohl genau wie Caro, die ist auch gespannt, was sie in diesem Saal erwartet… Wie früher schon geschrieben wäre es nahezu perfekt, wenn der/die/das Leserin/*_in Caros Gefühle halbwegs nachvollziehen kann…
Morgen werdet Ihr es erfahren

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SCHWESTER ANNIKA
Stamm-Gast

Austria


alles bleibt besser

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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:10.12.23 20:37 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo, na da kommt ja noch so einiges auf Caro zu. Bin schon sehr gespannt, was sich der Emir für sie ausgedacht hat.
Und ich glaube auch, dass es Caro auch noch mit diesen Al Lawati zu tun bekommen wird.
Mal sehen...

Gruß Schwester Annika
gerne trage ich eine Krankenschwestern-Diensttracht
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Windelmeister
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  RE: Studentin unter Kontrolle Datum:11.12.23 08:40 IP: gespeichert Moderator melden


Ich glaub das wird ein hartes Wochenende für Caro. Ich hoffe sie hat genug Kraft und Durchhaltevermögen. Caro bleib stark und lasse dich nicht zu irgendwelchen Aussetzern hinreißen. Denn das weißt du genau so gut wie wir hätte wohl schwere Konsequenzen für dich
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