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  Die Schwesternschaft
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Matze23
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  Die Schwesternschaft Datum:02.01.26 08:34 IP: gespeichert Moderator melden


„Die Schwesternschaft“ ist eine ruhige Geschichte; ohne Gewalt und (fast) ohne Sex. Und sie braucht etwas, bis sie richtig in Fahrt kommt. Also ein wenig Geduld und viel Spaß beim Lesen!

Grüße, Matze






Sisterhood of Holy Abstinence
Die Schwesternschaft der Heiligen Abstinenz


1.
Ich war ganz unten angekommen.

Vor ein paar Monaten hatte mich meine Firma rausgeworfen. Um Personalkosten zu sparen, hieß es. Doch was wollten sie bei meinem mickrigen Gehalt schon sparen? Hätten sie einen dieser überbezahlten Vorstände entlassen, hätten sie von dem Geld zwanzig Leute wie mich beschäftigen können. Aber eine fette Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus.

Und damit nicht genug; wenig später warf mich auch noch meine Freundin aus der gemeinsamen Wohnung. Mit einem arbeits- und mittellosen Loser wie mir wollte sie nicht länger zusammen sein. Später sah ich sie mal mit einem dieser schmierigen Typen: Sportwagen, das Gehirn gleichmäßig auf die beiden Oberarme verteilt, und eine dicke Beule im Schritt. Vermutlich verdiente der sein üppiges Geld mit irgendwelchen zwielichtigen Geschäften, aber das konnte mir jetzt auch egal sein. Was jedoch viel mehr weh tat: sie schien inzwischen wieder auf ‚echte‘ Kerle zu stehen. Dabei war sie es doch gerade, die mich darin bestärkt hatte, zu mir zu stehen, mich zu outen und mit der Hormontherapie anzufangen.

Um nicht auf der Straße zu sitzen, hatte ich ein Zimmer in einem dieser billigen Monteurhotels gemietet. Für den gebotenen Standard war das total überteuert, aber wie sollte ich, ohne Job, ohne Adresse, eine bezahlbare Wohnung finden? Noch dazu in der heutigen Zeit, wo selbst winzige Wohnklos mit Gold aufgewogen wurden? Dabei war ich in dem Hotel ständig auf der Hut, da es gerade für Menschen wie mich dort nicht ganz ungefährlich war. Frauen waren in solchen Etablissements eher selten und wurden häufig bedrängt. Und Frauen, die noch nicht mal ‚richtige‘ Frauen waren, mussten auch noch Spott und Verachtung über sich ergehen lassen. Zum Glück hatte ich mich inzwischen zu einer optisch durchaus attraktiven Frau entwickelt, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich ‚entdeckt‘ würde, relativ gering war, solange mir keiner an die Wäsche ging.

Meine finanzielle Lage war nicht gerade rosig, auch wenn ich noch Arbeitslosengeld bekam, das mir einigermaßen über die Runden half. Es deckte gerade meine Zimmermiete und ein bescheidenes Mittagessen. Aus der Zeit vor dem Rauswurf hatte ich noch genügend ordentliche Kleidung, so dass ich wenigstens nicht wie eine Obdachlose herumlaufen musste, auch wenn ich mir in diesem Umfeld ein wenig zu sexy vorkam. Ich schminkte mich sicherheitshalber nicht und band meine langen Haare meist zu einem Knoten zusammen, um nicht zu attraktiv zu wirken; doch alle meine Röcke waren recht kurz und die mir in den letzten Jahren durch die Hormone gewachsene Oberweite konnte ich nur schwer verbergen. Doch für andere Klamotten fehlte mir das Geld.

Wenigstens sponsorte mir das Amt eine Monatskarte. Fast täglich schickte mich die Jobagentur zu irgendwelchen Bewerbungsgesprächen. Aber wer brauchte eine wie mich? Gut, ich hatte sogar studiert; hatte eine Bachelor, aber in Biologie. Hand aufs Herz, wer braucht eine Biologin B.Sc.? Hätte ich einen Doktor, gäbe es zumindest eine winzige Chance auf einen Job. Aber nur mit einem Bachelor? Und dann die herablassenden Blicke und bohrenden Fragen, warum in meiner Bewerbung ‚Simone‘ stand und ich im eleganten Rock und Bluse vor ihnen saß, wo doch in meinen Zeugnissen ‚Simon‘ stand? So tourte ich durch die Firmen der Region. Für die einen Jobs war ich überqualifiziert, für den Bau mit meiner schmächtigen Statur und natürlich als Frau zu schwächlich, für Bürojobs zu unerfahren, und so weiter. Es fand sich immer eine gute Ausrede, um mich wieder wegzuschicken.

Ich hatte es so satt… Ständig holte mich meine Vergangenheit ein. Für die einen war ich kein Mann mehr und für die anderen keine richtige Frau; je nach dem, aus welcher Sichtweise man für sich die größeren Vorteile schlagen konnte. Dabei war ich so glücklich, als Sandra, meine damalige Freundin, meine seelischen Nöte erkannte, meine Schmerzen und Dysphorie richtig deutete und mich ermutigte, endlich zu mir zu stehen. Ach wenn es damals hart war, mein Umfeld mit meinem neuen Äußeren vor den Kopf zu stoßen, war es dennoch eine der glücklichsten Phasen in meinem Leben.

Sandra stand an meiner Seite und beriet mich, als ich mir eine neue, durchgehend weibliche Garderobe zulegte. Ebenso, als ich die ersten Hormone nahm, meine Brüste langsam wuchsen und meine Stimmung Achterbahn fuhr. Als ich die schmerzhaften Prozeduren der dauerhaften Haarentfernung am Körper über mich ergehen ließ. Stets war sie bei mir. Bis nach meiner Kündigung, da war auf einmal alles vorbei. War alles nur Fassade und sie stand nur auf mein bisschen Geld? Oder wurde es ihr langsam peinlich mit mir und sie suchte nur einen Vorwand? Wollte sie ihren Freundinnen gegenüber nicht wie eine Lesbe dastehen? Letztendlich spielte es keine Rolle mehr. Ich stand jetzt hier. Alleine, ohne Freunde, ohne Job, ohne Partnerin, ohne vernünftiges Geld.

Das mit dem ALG wäre in ein paar Monaten auch Geschichte, und dann könnte ich noch hartzen und auf eine heruntergekommene Sozialwohnung vom Amt oder auf einem Platz im Obdachlosenheim hoffen. Was für eine Perspektive!

Das Highlight meiner traurigen Tage war immer das Mittagessen. Ein paar Straßen weiter gab es eine Suppenküche für Bedürftige. Das Essen war einfach, aber fast immer gut, und das Personal war sehr freundlich. Es schien ein Orden oder so etwas zu sein; an der Türe hatte ich ein kleines Schild mit ‚Sisterhood of Holy Abstinence‘ gesehen. Schwesternschaft der heiligen Abstinenz? War das eine Gemeinschaft von Alkoholgegnerinnen? Oder ehemaligen Trinkerinnen? Dazu würde passen, dass ich noch nie irgendwelchen Alkohol in diesen Räumlichkeiten gesehen hatte und es den meist alkoholkranken Gästen strikt verboten war, welchen mitzubringen.

Mittlerweile kannte ich einige der Frauen vom Sehen; die meisten waren etwas jünger, vielleicht in ihren mittleren Zwanzigern bis frühen Dreißigern, also etwa in meinem Alter. Sie trugen keine einheitliche Tracht, aber einfache, etwas altbackene Blusen, selbstgestrickte Pullunder oder Jacken sowie bodenlange, schlichte Faltenröcke in dunklen Farben. Vermutlich war diese Schwesternschaft Stammkunde in einem Second-Hand-Laden.

Jeden Tag warf ich fünf Euro in die Spendenbox, schließlich wollte ich nicht schmarotzen. Und noch konnte ich es mir leisten. Es war schließlich, neben dem bescheiden Frühstück im Hotel, meine einzige Mahlzeit des Tages. Und ebenfalls jeden Tag gönnte ich mir den Luxus einer Tasse Filterkaffee für 50 Cent als Nachtisch. Dazu blätterte ich in der Tageszeitung, die dort auslag, überflog die Nachrichten und studierte ausgiebig die Stellenanzeigen. Und erneut wurde keine Biologin gesucht…

* * *

Ich war so in mein Studium der Anzeigen vertieft, dass ich gar nicht bemerkt hatte, dass sich jemand an meinen Tisch gesetzt hatte.
„Hallo, ich bin Schwester Petra.“
Ich blickte auf. Mir gegenüber saß eine dieser jungen Schwestern, die ich vom Sehen her kannte.
„Und wer bist du?“ fragte sie mit einem freundlichen Lächeln.
„Ich… ich bin Simone.“
„Hallo Simone. Das ist ein schöner Name.“
„Äh… hallo, ja, finde ich auch.“ Ich war etwas verwirrt. Noch nie hatte ich gesehen, dass sich eine der Schwestern zu jemandem setzte. Sie waren immer freundlich und höflich, hielten aber stets eine professionelle Distanz.
„Du… ich darf doch ‚du‘ sagen?… du kommst jetzt schon seit Wochen hierher zum Essen.“
„Ja… ich habe nicht viel Geld. Und hier ist das Essen gut, es ist warm und ihr seid immer nett zu den Gästen.“

Sie lächelte mich an. „Das freut mich zu hören.“ Ihr Blick wurde wieder etwas ernster. „Du siehst nicht wie eine Obdachlose aus. Was ist dir passiert?“
Sie war der erste Mensch, der sich bislang überhaupt nach meinen Lebensumständen erkundigt hatte. Sollte ich ihr mein Herz ausschütten? Oder lieber etwas knapper bleiben? Ich entschied mich für letzteres.

„Nun, ich habe meinen Job verloren und finde keinen neuen. Und dazu hat mich meine Lebensgefährtin rausgeworfen. Jetzt lebe ich von Arbeitslosengeld und wohne in einem schäbigen Hotel.“
„Oh, da klingt nicht gut. Aber immerhin musst du nicht unter der Brücke schlafen.“
„Ja, bis jetzt. Aber in ein paar Monaten läuft die Stütze aus. Und dann muss ich sehen, wie es weitergeht.“

Schwester Petra machte Anstalten aufzustehen. „Ich muss in der Küche weitermachen. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Stellensuche. Wir sehen uns sicher noch.“
Ich bedankte mich für ihre Wünsche und las in der Zeitung weiter. Es fiel mir allerdings schwer, mich zu konzentrieren. Es war das erste Mal seit langem, dass ich ein persönliches Gespräch hatte, auch wenn es nur kurz und oberflächlich war. Schließlich trank ich den letzten Schluck des mittlerweile kalt gewordenen Kaffees aus, legte die Zeitung zurück und ging.

* * *

Am nächsten Tag freute ich mich noch mehr als sonst auf das Mittagessen. Schon beim Schlangestehen bemerkte ich, dass Schwester Petra heute nicht da war; stattdessen hatten zwei andere Schwestern Dienst. Irgendwie war ich ein wenig enttäuscht, aber was hatte ich erwartet? Nun, in meiner Situation ist man über jedes Bisschen an persönlicher Zuwendung dankbar, aber ich musste es nehmen, wie es kam. So aß ich wieder in Stille, gönnte mir den Kaffee und las dabei die Zeitung.

Erst am dritten Tag sah ich Schwester Petra wieder an der Essensausgabe. Sie begrüßte mich sogar persönlich.
„Hallo Simone, geht es dir gut?“
„Hallo, Schwester Petra. Na ja, es geht. Halt so wie immer.“
„Na, das klingt ja zumindest nicht ganz katastrophal. Ich wünsche dir einen guten Appetit. Und noch einen erfolgreichen Tag!“
„Danke!“
Damit war das Gespräch leider auch schon beendet. Aber immerhin besser als nichts.

So ging das über die Wochen. Etwa alle drei bis vier Tage war Schwester Petra da. Jedes Mal begrüßte sie mich freundlich und mit Namen, fragte mich nach meinem Befinden oder ob ich schon Erfolg bei der Stellensuche hatte. Und so auch heute wieder. Und doch war es anders.

Als ich bei meinem Kaffee saß, kam Schwester Petra mit einer Tasse Kaffee in der Hand zu mir.
„Hallo Simone.“
„Hallo Schwester Petra.“
„Sag einfach ‚Petra‘ zu mir. Das ‚Schwester‘ klingt so förmlich.“
„Gerne, wie du möchtest.“

„Sag mal, Simone, was hast du eigentlich gemacht, bevor du arbeitslos wurdest?“
„Ich habe Biologie studiert, aber in meinem Fachgebiet nichts gefunden. Und so habe ich genommen, was ich gerade fand. Mein letzter Job war so ein schlecht bezahlter Bürojob. Eigentlich eher das Mädchen für alles. Akten sortieren, Kaffee für die hohen Herren kochen, der offiziellen Sekretärin den lästigen Kleinkram abnehmen, und so.“
„Klingt nicht sehr spannend.“
„War es auch nicht. Aber ich hatte wenigstens ein festes Einkommen, wenn auch wenig. Und ich musste nicht Taxi fahren.“

Petra musste grinsen. „Ich kann deinen Frust verstehen. Weißt du was? Ich halte mal die Ohren offen, vielleicht erfahre ich ja was. Kennst du dich mit Buchhaltung aus? Oder Schreibmaschine? Das würde deine Chancen erhöhen.“
„Tippen kann ich. Und Buchhaltung… Na ja, Biologen brauchen so etwas eher nicht. Aber das kann man sicher lernen.“
„Prima! Dann wünsche ich dir noch viel Erfolg und einen schönen Tag.“
„Danke, ich dir auch, Petra.“
Beim Aufstehen legte sie noch ihre Hand auf meine Schulter, drückte sie kurz, und schon war sie wieder verschwunden.

Das Gespräch hatte mich nachdenklich gemacht. Vielleicht müsste ich mehr an mir arbeiten, statt den Kopf in den Sand zu stecken. Nun, mit Zahlen jonglieren war jetzt nicht meine Leidenschaft, aber immerhin hatte ich Mathe bis zum Abi. Und mal sehen, ob es irgendwelche Selbststudien im Internet gab. Wenigstens hatte ich WLAN im Hotel und konnte somit ins Internet.

Ein paar Tage später kam Petra nach dem Essen wieder zu mir an den Tisch.
„Na, wie sieht’s aus?“, wollte Petra von mir wissen.
„Ich habe angefangen, mir selbst Buchhaltung beizubringen“, berichtete ich ihr stolz. „Danke für deinen Tipp!“
„Gerne.“ Petra strahlte. „Aber ich bin aus einem anderen Grund hier. Hast du heute Abend schon was vor?“
„Heute Abend? Willst du mit mir ausgehen?“

Petra lachte laut auf. „Nein! So etwas wie Ausgehen machen wir Schwestern nicht. Aber ich habe meinen Mitschwestern von dir erzählt. Sie würden gerne mit dir reden.“
„Mit mir?“
„Klar. Und, kannst du?“
„Natürlich!“
„Prima, dann komme heute Abend um 18 Uhr zu dieser Adresse.“ Petra schob mir eine Visitenkarte zu. „Sei pünktlich!“





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MrSteel69
Story-Writer

überall dort wo es eine Internetverbindung gibt




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  RE: Die Schwesternschaft Datum:02.01.26 09:59 IP: gespeichert Moderator melden


Moin Matze und noch ein gutes neues Jahr,

schöner Schreibstil. Liest sich gut. Bin gespannt, wie es weitergeht.

VG
MrSteel

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Glatzkopf
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Backnang




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  RE: Die Schwesternschaft Datum:02.01.26 12:57 IP: gespeichert Moderator melden


Auch ich bin gespannt,wie es weiter geht.
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goya
Stamm-Gast





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  RE: Die Schwesternschaft Datum:02.01.26 18:11 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Matze23,

vielen Dank.

Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzungen...

Liebe Grüße

goya
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Matze23
Story-Writer





Beiträge: 459

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  RE: Die Schwesternschaft Datum:03.01.26 07:07 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für eure Kommentare!

Dann will ich euch nicht zu lange auf die Folter spannen.

Grüße, Matze





2.
Punkt sechs Uhr stand ich vor der genannten Adresse. Eine Schwester öffnete mir, die ich vom Sehen her aus der Suppenküche kannte. Sie war mir aufgefallen, da sie deutlich älter war als die anderen mir dort bekannten Frauen.
„Ich bin Mutter Renate“, stellte sie sich vor. „Kommen sie herein.“
„Danke! Schwester Petra hat mich immer geduzt.“
Mutter Renate lächelte mich an. „Gut, wenn sie es wünschen, dann mache ich das auch. Also, Simone, bitte hier lang.“

Sie führte mich in einen Raum, in dem sich eine Tischreihe und ein Einzeltisch gegenüber standen.
An der Tischreihe saß Petra und lächelte mich an. Neben ihr saßen drei weitere Schwestern, die ich alle vom Sehen her kannte.

„Setz dich bitte“, forderte mich Mutter Renate auf und wies auf den Einzeltisch. „Das hier sind die Schwestern Michaela, Claudia und Beate. Schwester Petra kennst du ja schon.“ Sie setzte sich auf den freien Platz in der Mitte. „Ich bin die Priorin, also die Leiterin unseres kleinen Konvents, und meine Mitschwestern hier sind der Schwesternrat.“

Alle fünf schauten mich interessiert an und ich fühlte mich ein wenig unwohl.
„Du brauchst keine Angst haben, das ist kein Verhör.“ Mutter Renate lächelte mich an. „Es ist nur so: du bist uns als ungewöhnlicher Mittagsgast in unserer Suppenküche aufgefallen. Du bist gepflegt, nicht obdachlos, und bezahlst jeden Tag dein Essen. Das ist hier absolut selten. Wir würden gerne mehr über dich erfahren.“ Sie sah mich sehr direkt an. „Kannst du ein bisschen über dein Leben erzählen? Und wie es dazu kam, dass du bei uns essen musst?“

Erst fiel es mir schwer, mich zu öffnen, aber alle fünf strahlten eine unglaubliche Wärme aus, die meine innere Mauer schmelzen ließ. So begann ich zu erzählen. Von meinen Studium, das ich aus reinem Interesse, ohne berufliche Ambitionen, absolvierte, der schwierigen Jobsuche, dem Hilfsjob, um überhaupt etwas zu haben, der Kündigung und meiner treulosen Ex. Und natürlich von meinen sehr knappen finanziellen Möglichkeiten, die mich zur Suppenküche der Schwesternschaft gebracht hatten.

„Und da gibt es noch etwas, über das ich nicht gerne rede.“
Mutter Renate lächelte nur und sah mich freundlich an. „Sprich es aus, das befreit.“
„Ich sehe aus wie eine Frau, ich fühle mich und lebe auch so, aber biologisch gesehen bin ich ein Mann“, meinte ich mit leiser Stimme, und ich war mir sicher, dass ich im Gesicht puterrot war. „Ich nehme schon seit einigen Jahren Hormone, aber für die abschließenden Operationen hat bislang nie das Geld gereicht.“
„Oh.“ Diesmal verschlug es sogar Mutter Renate die Sprache.

Es dauerte einen Moment, bis sie sich wieder gefasst hatte. „Danke, dass du so offen bist. Ich denke, es erleichtert auch, wenn man darüber spricht.“ Sie machte eine längere Pause. „Wir wollten dir ursprünglich eine neue Chance in unserer kleinen Gemeinschaft anbieten. Aber wir sind eine reine Frauengemeinschaft, und viele unserer Mitschwestern sind hier, gerade weil sie traumatische Erlebnisse mit Männern hatten.“

Erneut sah sie mich nachdenklich an. Sämtlicher Mut wich aus mir. Selbst hier, in dieser Gemeinschaft freundlicher, offener Frauen holte mich meine verdammte Vergangenheit ein. Mein Leben war jetzt wirklich am Ende.

Doch Mutter Renate stand nicht auf, um das Gespräch zu beenden. Stattdessen sah sie mich nachdenklich an. „Wir möchten dir auf jeden Fall helfen, allerdings haben wir keine Erfahrung mit Frauen, die früher mal Männer waren. Deshalb müssen wir uns nochmal untereinander beraten, wie wir dir helfen können, ohne Unruhe in unsere Gemeinschaft zu tragen. Daher möchte ich das Gespräch jetzt beenden. Aber könntest du morgen Abend um die gleiche Zeit wieder zu uns kommen? Ich denke, dass wir bis dahin eine Idee haben.“

Mein Herz pochte wie wild. Gab es doch noch eine Chance für mich? „Natürlich komme ich!“, platzte es förmlich aus mir heraus. „Gerne!“
„Gut, dann sehen wir uns morgen“, lächelte mich Mutter Renate an.

* * *

Der nächste Tag war die Hölle für mich. Beim Mittagessen war ich irgendwie froh, dass weder Petra noch sonst eine Schwester aus der gestrigen Runde Dienst hatte, sonst hätte ich sie vermutlich mit Fragen überhäuft. Und das vollkommen sinnlose Gespräch bei der Arbeitsagentur am Vormittag hatte mich nur genervt. Klar, die gute Frau dort machte auch nur ihren Job, aber eigentlich tat sie schlicht nichts für mich als nur mir Konsequenzen anzudrohen, wenn ich mich nicht fleißig genug bewerben würde.

Schließlich stand ich mit zitternden Knien vor der Türe und drückte die Klingel. Eine mir unbekannte Schwester öffnete, wusste aber gleich, wer ich war, bat mich hinein und führte mich wieder in diesen mir bereits bekannten Raum.

Wie am Tage zuvor saßen Mutter Renate sowie die vier Schwestern des Schwesternrates an dem langen Tisch und lächelten mir zu, als ich mich an den einzelnen Tisch gegenüber setzte. Zittrig zupfte ich den in ihren Augen vermutlich viel zu kurzen Rock zurecht und sah sie nervös an.

„Willkommen, Simone“, fing Mutter Renate an. „Hoffentlich hattest du einen schönen Tag?“
„Nicht wirklich“, gab ich offen zu. „Ich bin ziemlich angespannt. Schließlich geht es hier um meine Zukunft.“
Mutter Renate lächelte freundlich. „Nun, wir sind hier keine Jury oder Gericht, die über dein Schicksal urteilt, sondern nur eine Schwesternschaft, die Frauen in Not und Bedrängnis eine neue Chance anbieten möchte. Und da du ebenfalls in Not bist und dich selbst als Frau siehst, möchten wir dich nicht abweisen.“

Die Worte klangen beruhigend, doch ich wartete auf das große ‚Aber‘.
„Doch zuvor möchte ich dir noch ein paar Fragen stellen.“
„Okay?“
„Hast du Erfahrung mit Pflanzen und Garten?“
„Eher akademischer Art, vom Studium her.“
„Und mit sozialen Tätigkeiten?“
„Ich war früher mal Leiter bei den Pfadfindern. Aber seither nicht mehr.“
„Könntest du dir auch Aufgaben vorstellen, die nicht deinem Spezialgebiet entsprächen?“
„Wenn es nicht gerade Akten nach Alphabet sortieren ist, warum nicht? Neue Herausforderungen halten jung.“

Mutter Renate sah zu ihren Mitschwestern und alle nickten leicht. Dann sah sie zu mir und lächelte mich an.
„Simone, wir haben lange und ausführlich zusammen diskutiert, auch mit den anderen Schwestern, die nicht im Rat sind. Und wir waren uns weitgehend einig. Daher möchten dir ein Angebot machen.“
Ich sah sie etwas verwirrt und ungläubig an. „Ein Angebot?“

„Ja. Wir möchten dich fragen, ob du für uns arbeiten möchtest. Wir suchen ständig nach Verstärkung, nach Frauen, die uns bei allen Aufgaben helfen. In der Verwaltung und Buchhaltung, in der Suppenküche und eventuell auch in unserem kleinen Wirtschaftsgarten. Wir sind einfach viel zu wenige für die zahlreichen Aufgaben, da könnten wir weitere helfende Hände wie dich gut gebrauchen. Allerdings können wir nicht viel bezahlen, aber wir würden dir freie Kost und Logis bieten. Was hältst du davon?“

„Das klingt nach einem besseren Leben als meinem bisherigen. Ganz spontan sage ich ‚ja‘.“
„Allerdings muss ich doch auch eine Einschränkung benennen. Da du keine biologische Frau bist, können wir dich nicht in unseren Konvent aufnehmen und du wirst getrennt von den anderen Frauen wohnen. Ebenso werden einige Bereiche für dich unzugänglich bleiben. Könntest du das akzeptieren?“
„Ich bin nicht davon ausgegangen, eine Schwester zu werden. Das klingt alles in Ordnung für mich.“

Mutter Renate stand auf und ging auf mich zu und schüttelte mir die Hand. „Herzlich willkommen in unserer kleinen Familie.“
„Danke, Mutter Renate.“
„Hast du schon was gegessen?“
„Nein.“ Wann hatte ich das letzte Mal überhaupt etwas zu Abend gegessen? Es musste schon Monate her sein.
„Dann komm!“

Wir verließen diesen kleinen Saal und gingen einen Gang entlang, von dem vereinzelte Flure abgingen, alle durch Holztüren mit Milchglasfenstern abgetrennt.
„Hier rechts ist der Gästeflügel, dort wirst du dein Zimmer haben. Links ist der Hauswirtschaftsbereich mit Wäscherei, Näherei und ein paar kleinen Werkstätten. Und wir befinden uns gerade im Gemeinschaftsbereich, in dem du dich auch aufhalten darfst. Hier sind die Küche, der Essbereich und unser Gemeinschaftszimmer, auch Wohnzimmer genannt.“
Vor einer Türe blieben wir stehen. „Hier ist unser Esszimmer, wo wir gleich essen werden. Und dahinten, am Ende des Flures, die Eichentüre, siehst du sie? Dort beginnt der Schlafbereich der Schwestern. Dieser Bereich ist für dich tabu, unter allen Umständen. Verstanden?“ Mutter Renate sah mich mit durchdringendem Blick an.
„Ja, verstanden. Ich werde diese Schwelle niemals überschreiten.“
„Sehr schön! Dann lass uns jetzt was essen.“

Im Esszimmer warteten bereits eine Reihe weitere Schwestern, die mir Mutter Renate kurz vorstellte. Alle waren irgendwie ähnlich angezogen, mit ihren altmodischen Blusen und den langen Röcken aus schwerem Stoff. Ich war die Einzige mit etwas modischeren Klamotten und fühlte mich in diesem Moment ein wenig wie ein Fremdkörper.

Das Essen selbst lief in Stille ab. Jeder Handgriff schien tausendfach eingeübt. Plötzlich war der Tisch gedeckt, alle saßen auf ihren wohl angestammten Plätzen und Mutter Renate wies mir mit einer Geste einen Platz zu. Ich hatte tausend Fragen, aber diese Stille ließ auch mich verstummen. So aß ich das bescheidene, aber doch schmackhafte und sättigende Mahl. Als alle Teller geleert waren, wandte sich Mutter Renate an mich.
„Hat es dir geschmeckt, Simone?“
„Danke, Mutter Renate, das war mein bestes Abendessen seit Monaten.“ Es war nicht mal gelogen, denn es war ja auch das erste überhaupt.

„Das freut mich, Simone“, meinte Mutter Renate. „Ich möchte dich jetzt zu einem Vier-Augen-Gespräch in mein Büro einladen. Ich denke, du hast eine Menge Fragen an uns.“
„Natürlich.“
„Dann komm.“

Kurz darauf saß ich auf einem Stuhl an einem übervollen Schreibtisch, dahinter Mutter Renate. Schwester Petra war ebenfalls mitgekommen und saß mit etwas Abstand neben mir. Sie blickte mich fast unentwegt an und lächelte dabei.
„Das hier ist alles neu für dich“, fing Mutter Renate an, „ebenso für uns Schwestern. Damit es nicht wie ein Verhör aussehen soll, habe ich Petra mit dazu gebeten, da du sie bereits am besten von uns allen kennst. Und jetzt möchte ich dir ermöglichen, deine Fragen loszuwerden. Trau dich.“


Ich dachte einen Moment nach, welche für mich die wichtigste Frage wäre. „Seid ihr ein katholischer Orden?“
„Nein“, antwortete Mutter Renate, „wir sind eine freie Schwesternschaft, aber sicher einem kirchlichen Orden ähnlich. Wir bieten Frauen eine neue Lebensperspektive. Unser Ziel ist es dabei, sich um andere, besonders um Bedürftige zu kümmern. Aber im Gegensatz zu kirchlichen Orden haben wir humanistische Ideale, keinen Gott im Mittelpunkt.“
„Und warum habt ihr einen englischen Namen?“
„Wir sind der Ableger einer amerikanischen Schwesternschaft.“
„Wie war das? ‚Sisterhood of Holy Abstinence‘? Schwesternschaft ist klar, ihr seid nur Frauen. Aber was hat es mit der ‚heiligen Abstinenz‘ auf sich?“

„Nun, das ist schon eine sehr direkte Frage. Ich will es mal so beantworten: unsere Lebensaufgabe ist der Dienst am Anderen. Dem ordnen wir alles andere unter und unterwerfen uns bestimmten Regeln; ähnlich den Gelübden, die man in einem Kloster ablegen muss. Und ‚Abstinence‘ würde ich eher mit ‚Enthaltsamkeit‘ übersetzen.“
„Und deshalb habt ihr keine Dates?“ Es platzte so aus mir heraus, obwohl ich es eigentlich nicht sagen wollte. Petra wurde sichtbar rot, doch Mutter Renate klärte die Situation mit einem Lächeln.
„Genau. Deshalb leben wir als schwesterliche Gemeinschaft, ohne Partnerschaften oder gar Männern.“

Ich lief selbst rot an. „Entschuldigt. Ich wollte euch nicht zu nahe treten.“
„Kein Problem.“ Mutter Renate lächelte immer noch. „Hast du noch mehr Fragen?“

„Warum sind all die Frauen hier? Sie sprachen von einer neuen Lebensperspektive.“
„Das hast du gut beobachtet. Nun, die Gründe sind verschieden. Aber allen ist gemeinsam, dass sie mit dem Leben ‚da draußen‘, nicht mehr zurecht kamen. Das konnte häusliche Gewalt, Missbrauch, Perspektivlosigkeit, Angst und so weiter sein. Häufig hat es mit sehr schlimmen Erfahrungen mit Männern zu tun. Wir bieten hier einen geschützten Rahmen, in dem sie wieder ein normales Leben in unserer kleinen Gemeinschaft führen können. Deshalb war ich auch so vorsichtig mit deiner Vergangenheit als Mann.“

„Ich möchte kein Mann mehr sein. Ich bin Simone, aber alle Welt reduziert mich auf meinen Status als ‚Transfrau‘. Ich möchte einfach nur in Frieden als Frau leben.“
„Deshalb haben wir dich nicht abgewiesen. Und ich bin überzeugt, dass du deinen Weg finden wirst. Wir begleiten dich dabei, wenn du es möchtest. Hast du noch mehr Fragen?“

„Nein, ich bin im Moment von Eindrücken überflutet.“
„Gut, das wird sich alles richten. Wenn du Fragen hast, kannst du jede Schwester fragen. Aber jetzt zeige ich dir erstmal die restlichen Räume und wenn du möchtest, kannst du gleich morgen anfangen. Kläre ab, wann du das Hotel verlassen kannst, und dann treffen wir uns morgen früh um neun in der Suppenküche zum Vorbereiten.“

* * *

Währenddessen, einige hundert Kilometer entfernt.

Sie wachte auf. Wo war sie? Der Raum war weiß, und ein ständiges Piepen irritierte sie. Sie versuchte sich zu bewegen, aber irgend etwas schien sie daran zu hindern.
„Sie ist aufgewacht“, hörte sie eine entfernte Stimme, und schon kamen zwei Frauen in weißer Kleidung zu ihr und beugten sich über sie.
„Wo… wo bin ich?“ Ihre Stimme klang schwach.

„Sie sind in Sicherheit“, antwortete eine der Frauen. „Sie sind im Kreiskrankenhaus.“
„Was ist passiert?“
„Sie wissen es nicht mehr?“
„Nein… ich…“
„Sie dürfen sich jetzt nicht aufregen. Ich gebe Ihnen ein Schlafmittel, dann können Sie sich weiter erholen.“
„Erholen? Wovon?“

Eine der Frauen in Weiß hantierte irgend etwas an einem der Schläuche, die über ihr hingen, und sie versank wieder in der Dunkelheit.






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goya
Stamm-Gast





Beiträge: 275

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  RE: Die Schwesternschaft Datum:03.01.26 09:01 IP: gespeichert Moderator melden


Gutem Morgen Matze23,

vielen Dank für die tolle Fortsetzung...

Ich bin sehr gespannt, wie es mit unserer Protagonistin weitergeht...

Du entwickelt dich noch zum Meister der Cliffhanger...

Liebe Grüße

goya
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Glatzkopf
Stamm-Gast

Backnang




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  RE: Die Schwesternschaft Datum:03.01.26 10:07 IP: gespeichert Moderator melden


Nach dieser Folge bin ich noch gespannter , wie es weiter geht.
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MartinII
Sklavenhalter

Norddeutschland


Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

Beiträge: 846

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  RE: Die Schwesternschaft Datum:03.01.26 16:04 IP: gespeichert Moderator melden


Weiter so - Danke
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Matze23
Story-Writer





Beiträge: 459

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  RE: Die Schwesternschaft Datum:04.01.26 07:33 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für eure Kommentare!

Ohne Cliffhanger wären Geschichten doch langweilig

Grüße, Matze





3.
Am nächsten Morgen stand ich um neun Uhr vor der Suppenküche. Ich hatte mich für ein eher zurückhaltenderes Äußeres entscheiden und trug neben einem schlichten Pulli den längsten Rock, den ich besaß, der zumindest meine Knie bedeckte. Meine wenigen restlichen Habseligkeiten hatte ich in zwei Koffern bei mir. Alles Größere, was ich noch besaß, wie Möbel und einen Fernseher, lagerten bereits in einem Mietlagerhaus. Vielleicht müsste ich die Sachen mal verkaufen, denn vermutlich würde ich sie so schnell nicht mehr brauchen.

Petra öffnete mir und umarmte mich zaghaft, aber freundlich zur Begrüßung. Eine etwas rundlichere Schwester, die auch beim Rat dabei war, stand bereits in der Küche und umarmte mich ebenfalls. „Ich bin Beate. Mit ‚Schwester‘ reden wir uns nur in Anwesenheit von Gästen an. Aber du gehörst ja jetzt zur Familie, also bitte nur ‚Beate‘. Willkommen, Simone!“
„Danke, Beate.“

Ich stellte meine Koffer in einen Flur und bekam sofort eine Schürze und ein Messer in die Hand gedrückt. „Kannst du kochen?“, fragte mich Beate.
„Ein bisschen. Aber ich bin aus der Übung.“
„Kein Problem, das schaffen wir. Kannst du das Suppengemüse hier in kleine Würfel zerlegen?“
Und schon war ich voll eingebunden. In Gemeinschaft mit den beiden Frauen machten selbst so einfache Arbeiten Spaß. Warum hatte ich mich nur so in dieser Firma mit bescheuerten Chefs gequält?

Die Beiden waren ziemlich neugierig. Insbesondere Petra wollte alles über meine Ex wissen. Was sie für ein Mensch war, warum sie mich rauswarf, wer ihr jetziger Freund war. Und natürlich, wie es dazu kam, dass ich jetzt als Frau vor ihnen stand, wobei sie doch ziemlich diskret blieben. Aber was hatte ich zu verlieren? Die beiden waren nett und so erzählte ich fast alles; nur allzu intime Details sparte ich aus.

Nebenbei bekam ich immer wieder Kniffe gezeigt, wie ich das eine oder andere einfacher und effizienter erledigen konnte. Und sogar bei der Essensausgabe durfte ich zum ersten Mal auf der anderen Seite der Theke stehen und den mir wohlbekannten Gestalten den Teller füllen, die hungrig in der Schlange standen.

Schließlich waren alle versorgt und wir drei zogen uns in die Küche zurück, um selbst zu essen. Die restlichen Schwestern stießen nach und nach zu uns dazu und so aßen wir wieder in großer Runde und in Stille.

Wieder brach Mutter Renate die Stille. „Und, Simone? Wie war der erste Arbeitsvormittag?“
„Es hat Spaß gemacht“, antwortete ich ehrlich. „Es war schöner als jeder Tag vorher in diesem komischen Büro.“
„Das freut mich. Ich habe deine Koffer gesehen. Dein Zimmer ist bereit, da kannst du heute Abend einziehen.“
„Danke!“ Ich freute mich wirklich, mein beschissenes, bisheriges Leben hinter mir zu lassen.

„Darf ich noch eine Frage stellen?“
„Natürlich. Wenn es zu persönlich wird, lasse ich es dich wissen.“
Mutter Renate lächelte mich wieder an.
„Renate, Michaela, Beate, Petra… das sind alles eher ältere Namen, die in den 60er Jahren beliebt waren. Ist das Zufall?“
„Nein“, lachte Mutter Renate, „das sind alles angenommene Namen. Wir haben unser altes Leben hinter uns gelassen und damit auch unsere Geburtsnamen. Wie wir früher hießen, ist unwichtig. Heute sind wir Renate, Beate und so weiter.“
„Alles klar.“ Ich musste lächeln. „Aber ich finde diese Namen trotzdem schön.“
„Danke, das freut uns.“
Und mir wurde in diesem Moment so richtig bewusst, dass ich ja ebenfalls einen angenommenen Namen trug, um mein früheres Leben als Mann hinter mir zu lassen...

* * *

Petra brachte mich auf mein neues Zimmer. Es war eigentlich noch karger eingerichtet als mein bisheriges Hotelzimmer. Bett, Stuhl, Tisch, Schrank, alles schmucklos. Noch nicht mal ein eigenes Bad war vorhanden, nur ein Waschbecken an der Wand. Das gemeinschaftliche Gästebad befand sich auf dem Flur schräg gegenüber. Aber es war sauber und ordentlich, es gab keine Gefahr vor Ungeziefer und die Hausherrinnen waren deutlich netter als mein bisheriger Hotelwirt.

„Dann richte dich mal häuslich ein“, meinte Petra, bevor sie sich mit einer kurzen, aber innigen Umarmung verabschiedete. „Ich schaue später noch mal nach dir.“
Ich räumte meinen Schrank ein und schaltete meinen alten Laptop ein. Das Zimmer hatte einen weiteren Nachteil: es gab kein WLAN. Also würde ich einen Teil meines kargen Lohnes (von dem ich noch nicht mal wusste, wie hoch er eigentlich sein würde), für einen Mobilfunkvertrag investieren müssen. Aber egal, es würde sich eine Lösung finden. Vielleicht würde ich auch gar kein WLAN mehr brauchen, da ich ja jetzt einen Job und ein Dach über dem Kopf hatte. So legte ich mich auf mein Bett und döste ein wenig.

Ich schreckte auf, als es an der Türe klopfte. Wo war ich eigentlich? Richtig, in dieser Schwestern-Community. Also rief ich „Ja, bitte?“
„Hier ist Petra. Darf ich reinkommen?“
„Natürlich!“
Ich stand vom Bett auf und da stand Petra auch schon vor mir.
„Na, schon gut am Einleben?“
„Ja, es ist schön. Etwas karg, aber wenigstens ein richtiges Dach über dem Kopf.“
„Unsere Zimmer sind genauso. Wir haben es uns nur mit Bildern und ein bisschen Deko wohnlicher gemacht. Vielleicht darf ich es dir ja irgendwann mal zeigen.“
„Na ja, bei euch darf ich ja nicht rein. Aber Bilder sind eine gute Idee. Aber sag mal, gibt es hier eigentlich WLAN?“
„WLAN haben und benötigen wir hier nicht. Aber im Wohnzimmer gibt es einen PC mit Internet. Wenn du welches brauchst, kannst du dorthin gehen.“
„Das ist ja schon mal was.“
„Schön, dass es dir gut geht. Ich gehe dann mal Abendessen vorbereiten. Du kannst gleich nachkommen, wenn der Gong ertönt.“
Wieder umarmte sie mich kurz und verschwand.

* * *

Das Leben war wirklich so, wie ich mir das Leben im Kloster vorstellte. Ziemlich früh ertönte ein Gong im Flur und kurz darauf gab es ein gemeinsames Frühstück in Stille. Dann hatte jeder Zeit für die Körperpflege, bis es zur Arbeit ging. Es gab einen detaillierten Plan, wer wann was zu tun hatte. Mittlerweile war ich wie die Schwestern fest eingeplant; mal in der Suppenküche, mal in der Hauswirtschaft (nur Waschen durfte ich nicht, weil Wäsche doch zu persönlich war), mal im Garten, mal im Büro, mal beim Einkaufen.

Dann gemeinsames Mittagessen in der Suppenküche, am Nachmittag wieder Arbeit. Nach dem Abendessen hatte jeder ‚Freizeit‘. Wir konnten im Wohnzimmer fernsehen, spielen, Musik machen oder auch alleine auf dem Zimmer lesen. Mir fiel dabei auf, dass keine Schwester ein Smartphone besaß. Wer ins Internet wollte, konnte dazu diesen schon etwas betagten Rechner in einer Ecke benutzen.

Was mich verblüffte, war die Harmonie. Eigentlich dachte ich, dass ein derart enges Zusammenleben von so vielen Frauen eigentlich zu Zickenkrieg führen musste. Aber jeder sich andeutende Konflikt wurden sofort kurz und offen ausgesprochen und eine Lösung vereinbart. Und mittlerweile wurde sogar ich dabei mit einbezogen und nach meiner Meinung dazu befragt, obwohl ich ja kein Mitglied ihrer Schwesternschaft war.

Jede musste auch jede Arbeit machen. Am Schönsten fand ich dabei die Arbeit in der Suppenküche. Dort waren wir immer mindestens zu zweit, häufig auch zu dritt. Neben dem Kochen und Aufräumen mussten wir die Gäste versorgen und ständig war etwas los; teilweise wurde es sogar stressig und hektisch. Aber immer herrschte eine gute Stimmung, und so gingen auch die anstrengendsten Phasen mit Spaß und guter Laune vorbei.

Am ätzendsten war dagegen der Bürodienst. Man war, bis auf die Essenszeiten, den ganzen Tag alleine in einem kleinen, staubigen Büro mit bescheidener, veralteter Technik. Darüber hinaus erinnerte mich dieser Dienst immer an meinen letzten Job. Briefe öffnen, vorsortieren, einfache Anfragen und Mails gleich selbst beantworten, manchmal auch Rechnungen prüfen und Abrechnungen am PC machen. Nicht jede konnte das, und so blieben spezielle Aufgaben auch gerne mal für den Dienst am nächsten Tag liegen.

Ebenso dazu gehörte der Telefondienst. Es kamen nicht viele Anrufe, aber fast immer waren die Anrufer irritiert, wenn ich mich mit meiner doch noch etwas tieferen Stimme mit „Schwesternschaft, Simone am Apparat“ meldete. Doch das waren nur seltene Episoden.

Ich fühlte mich so wohl wie schon lange nicht mehr in meinem Leben. Alle waren freundlich und nett zu mir; bis auf Petra, die immer ein bisschen freundlicher und netter als alle anderen war. Wenn keiner hinsah, bekam ich immer ein Küsschen oder sie strich wie zufällig an mir vorbei, ohne allerdings etwas zu sagen oder Andeutungen zu machen. Mochte sie mich einfach nur? Oder wollte sie gar etwas von mir, was natürlich in dieser Gemeinschaft äußerst problematisch wäre?

Eine Antwort darauf bekam ich einige Tage später in der Suppenküche. Ich war im Vorratslager am Einräumen, und so musste ich unbeabsichtigt ein Gespräch zwischen Michaela und Beate in der eigentlichen Küche mithören.
„Ist dir das mit Petra aufgefallen?“
„Was meinst du?“
„Na, dass sie förmlich an Simone klebt.“
„Ach so! Stimmt. Ich glaube, die steht voll auf sie.“
„Das denke ich auch. Aber lass nur ja Renate nichts davon mitbekommen.“
„Besser nicht. Das gäbe Ärger.“

Ich hatte genug gehört. Wie zufällig kam ich dazu und das Gespräch verstummte.

* * *

Am Tag darauf hatte ich mit Petra und einer weiteren Schwester namens Sabine Küchendienst. Jedes mal, wenn Sabine aus der Küche ging und wir alleine waren, berührte sie mich wie zufällig. Oder sie nahm meine Hand, um mir zu zeigen, wie man ein Messer besser hielt, um blind schneiden zu können. In einem unbeobachteten Moment bedankte ich mich mit einem flüchtigen Kuss und sie ließ es geschehen. Oder wurde sie sogar ein wenig rot?

Petra war irgendwie faszinierend; ganz anders als meine Ex. Einfühlsam, interessiert, in den wenigen, flüchtigen Momenten zärtlich, und immer offen und mir zugewandt. Und obwohl sie ungeschminkt war und ihre körperlichen Vorzüge unter weiter, altmodischer Kleidung verbarg, fand ich sie äußerst attraktiv. Sie gefiel mir immer mehr, und ich musste langsam aufpassen, dass ich ihr nicht zu nahe kam. Oder war ich etwa schon in sie verliebt?


* * *


Zwei Männer betraten das Krankenzimmer und traten zu der Frau, die fast bewegungsunfähig in ihrem Bett lag.
„Guten Tag. Sind Sie Frau Wehnert?“
„Ja, warum?“
Wir sind die Kommissare Reinke und Schwadert von der Kriminalpolizei. Dürfen wir ihnen ein paar Fragen stellen?“
„Kriminalpolizei? Was soll das? Was ist mit mir passiert? Warum liege ich hier?“

„Keine Sorge, Frau Wehnert, wir tun ihnen nichts.“ Kommissar Reinke öffnete seine Mappe und nahm ein Foto heraus.

„Kennen Sie diesen Mann?“
„Klar, das ist mein Freund Felix. Was ist mit ihm?“
„Und der hier?“
„Das ist sein Bruder Phillip. Jetzt sagen Sie schon, was ist los?“
„Und der hier?“
„Ein Kumpel von Felix, Justin. Bitte sagen Sie mir endlich, was hier los ist!“

„An was können sie sich noch erinnern, bevor sie hier im Krankenhaus aufgewacht sind?“

Sie sah die Herren mit großen Augen an. „Wir… wir waren im Club und haben gechillt und was getrunken, wie fast jedes Wochenende. Mehr nicht.“
„Ist das alles?“
„Ja, warum? Was ist mit Felix?“
„Felix sitzt in Untersuchungshaft. Wir befürchten, dass das was mit Ihnen zu tun hat. Vielen Dank, Frau Wehnert, Sie haben uns sehr geholfen. Auf Wiedersehen.“
„Was? Was hat das mit mir zu tun? Warten sie doch bitte...“







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Gutverpackt
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  RE: Die Schwesternschaft Datum:04.01.26 09:48 IP: gespeichert Moderator melden


Eine spannende Geschichte.
Bin sehr gespannt, wie diese auseinander liegenden Fäden zusammen kommen
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Hasenzwerg
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Für meine Häsin ,tue ich alles

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  RE: Die Schwesternschaft Datum:04.01.26 10:06 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Matze23

Eine feine Geschichte die mir wieder sehr gefällt, vielen Dank dafür.

Nun beginnt sich da gerade etwas spannendes zwischen Simone und Petra anzubahnen.

Bin daher schon sehr neugierig ,wie sich das in der Schwestern-Gemeinschaft entwickeln wird .


Liebe Grüße verschlossener Hasenzwerg
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Matze23
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  RE: Die Schwesternschaft Datum:05.01.26 08:19 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für eure Kommentare!

Ich hoffe, ich kann die Neugier etwas befriedigen. Das kommende Kapitel ist etwas kürzer, aber dafür um so wichtiger!

Grüße, Matze






4.
Diesmal hatte ich keine Lust auf Fernsehen oder Spieleabend, und so zog ich mich nach dem Abendessen zurück. Ich hatte mir schon meinen geblümten Schlafanzug angezogen, als es an der Türe klopfte.
„Ja, bitte?“
„Ich bin‘s, Petra. Darf ich reinkommen?“
„Ja, klar.“
Petra öffnete die Türe.

„Sorry, ich bin schon im Schlafanzug.“
„Macht nichts. Du warst so schnell verschwunden, da wollte ich nachsehen, ob es dir gut geht.“
Ich sah sie nachdenklich an. „Du sorgst dich um mich. Richtig?“
„Ja, schon.“
„Mehr, als es die Regeln eurer Schwesternschaft erlauben?“

Petra wurde sichtlich rot. Sie senkte den Kopf. „Ja, schon ein wenig.“
„Darf ich dich was fragen?“
„Kommt darauf an.“
„Warum dürft ihr keinen Freund oder keine Freundin haben?“

Jetzt wurde sie erst richtig rot.
„Entschuldige, ich wollte dich nicht in Verlegenheit bringen.“
„Nein, nein. Irgendwann musst du es eh erfahren. Dann lieber von mir, als von Renate oder so.“
„Was muss ich erfahren?“
Ihr Rot wurde immer intensiver. „Na, das mit der ‚Holy Abstinence‘. Verrätst du mich auch nicht?“
„Warum sollte ich? Ich lebe mit euch. Und fühle mich zuhause bei euch.“

„Darf… darf ich mich setzen?“
„Na, klar.“ Ich rutsche auf dem Bett zur Seite und sie setzte sich neben mich.

„Nun…“ Sie wusste wohl nicht so recht, wie sie anfangen sollte. „Also, weißt du, jede der Schwestern hier hat im früheren Leben Schlimmes erlebt oder durchgemacht. Meist hatte es etwas mit familiärer Gewalt oder Übles mit Männern zu tun. Und in der Schwesternschaft haben wir Zuflucht gefunden. Wir haben alle Verbindungen zum früheren Leben abgebrochen und neue Namen bekommen. Und wir haben ein Gelübde abgelegt. Wir haben versprochen, dass wir, solange wir in dieser Gemeinschaft leben, enthaltsam bleiben wollen. Und dass uns das ‚heilig‘ sein soll, also etwas Besonderes, Verehrungswürdiges.“

„Ich habt versprochen, enthaltsam zu leben? Also keine Liebesbeziehung? Und erst recht keinen Sex?“
„Das ist jetzt sehr grob zusammengefasst, aber ja, so ist es.“
„Aber ihr seid Frauen in der Blüte eures Lebens. Wie haltet ihr das aus? Ihr habt doch dauernd mit anderen Menschen zu tun. Ist das nicht schwierig? Dürft ihr euch wenigstens selbst…?“

„Du bist sehr direkt! Aber ja, so in etwa ist es. Einige der Schwestern sind froh darüber, nichts mehr mit Männern zu tun zu haben. Du merkst ja selbst, wer dir eher aus dem Weg geht, auch wenn du dich selbst als Frau siehst. Und was deine letzte Frage anbelangt: nein, wir dürfen uns nicht selbst...“ Sie griff nach meiner Hand und hielt sie fest.

Einen Moment saßen wir stumm und Händchen haltend nebeneinander, bis ich die Stille brach.
„Fällt es dir schwer, so zu leben?“, unterbrach ich die Stille.
„Früher nicht, aber im Moment schon.“
„‘Im Moment‘? Seit ich hier bin?“
„Nein, seit du zum Essen in die Suppenküche gekommen bist. Irgendwie hast du mich sofort in deinen Bann gezogen.“
„Und du hast also eingefädelt, dass ich hier wohnen kann?“
„Ja, ich wollte dich nicht auf der Straße landen sehen. Und… weißt du… ich mag dich, auch wenn ich es eigentlich nicht darf. Und als du erzählt hast, dass deine Ex dich rausgeworfen hat, wusste ich, dass du auf Frauen stehst. Ab da konnte ich nur noch an dich denken…“

„Auch jetzt noch, wo du doch weißt, dass ich früher ein Mann war?“
„Ein ‚früher‘ interessiert hier im Konvent meist nicht. Nur ein ‚jetzt‘ oder die Zukunft. Fast Jede hier hat ein schlimmes ‚Früher‘ hinter sich, das sie möglichst vergessen möchte. Und jetzt gerade sitzt eine, ähh, wunderschöne, interessante und geheimnisvolle Frau neben mir, die mich in ihren Bann zieht.“ Ich merkte, wie ihr die Worte schwer fielen.

„Hmmm… ich mag dich auch, Petra. Aber ich will euch weder verlassen müssen noch dich in Schwierigkeiten bringen.“ Oh Gott, wo sollte das noch hinführen? „Darfst du eigentlich hier bei mir sein?“

„Ich weiß nicht, ob ich es darf. Zumindest ist es mir nicht verboten. Aber ein bisschen gefährlich ist es schon.“
„Gefährlich, dass ich dich vergewaltigen könnte? Da bräuchtest du keine Sorgen haben. Die Hormone sorgen dafür, dass ich nicht mehr als Mann agieren kann.“
„Nein, das nicht... Aber dass mich meine Gefühle an meinem Gelübde zweifeln lassen. Das wäre mein Ende in der Schwesternschaft. Und das will ich nicht. Das hier ist meine Familie, mein Zuhause.“

„Wieso hast du keine Angst, dass wir nicht doch irgend eine Form von Sex miteinander haben? Das würde ja keiner merken.“
Petra wurde erneut rot. „Darf… darf ich dir was zeigen? Du darfst aber mit absolut niemandem darüber sprechen. Versprichst du mir das?“
„Ich schweige wie ein Grab. Versprochen.“ Mit einer Geste zog ich den Reißverschluss über meinen Lippen zu.

„Gut.“ Petra ließ meine Hand los und griff nach ihrem Rock. Sie zog ihn immer weiter hoch, bis ich ihre Unterwäsche erkennen konnte. Sie hatte einen etwas altmodischen, weißen Schlüpfer mit kurzem Bein an. Aber irgendetwas war merkwürdig. Petra griff sich an die Unterhose und zog sie leicht herunter. Darunter glänzte es metallisch.
„Was ist das?“ Ich starrte ungläubig in ihren Schritt.
„Das ist ein Keuschheitsgürtel. Ich kann ihn nicht abnehmen. Also können wir auch nicht miteinander schlafen.“

„Wer verpasst dir so ein Ding?“
„Die Schwesternschaft. Es ist eine Aufnahmebedingung, so einen Gürtel dauernd zu tragen. Zum Schutz vor anderen, bösen Menschen. Aber auch, um zu keinem Augenblick in fleischliche Versuchung zu geraten. Noch nicht mal mit den eigenen Fingern.“
„Aber… Wer hat die Schlüssel dazu?“
„Siehst du hier?“ Sie zeigte auf zwei Schlösser vor ihrem Unterbauch. „Zwei Schwestern haben je einen Schlüssel. Wir müssen also zu dritt sein, um den Gürtel zum Beispiel zum Reinigen zu öffnen. So ist ausgeschlossen, dass zwei Schwestern gemeinsame Sache machen, oder ähnliches.“

„Ist das nicht Schikane?“
„Nein, eigentlich nicht. Wir wollen es ja. Jede Schwester ist freiwillig hier und hat um den Gürtel gebeten. Wir wollen die Gewalt, den Missbrauch oder was auch immer hinter uns lassen und uns ganz dem hilfsbedürftigen Menschen hingeben. Und dieser Gürtel soll uns dabei unterstützen. Und irgendwann vergisst man diese fleischlichen Bedürfnisse und der Gürtel wird wie ein Teil des Körpers. Nur manchmal will der Geist nicht so, wie es das Gelübde vorschreibt. Wenn zum Beispiel eine attraktive Simone jeden Tag zum Essen kommt.“

Sie ließ den Rock wieder fallen und lehnte sich an mich. „Ich weiß nicht, was ich machen soll.“
„Ich weiß es auch nicht. Und ich glaube, mit Renate darüber zu reden, wäre keine gute Idee.“
„Nur ja nicht! Das darf niemand wissen.“
„Beate und Michaela wissen es aber bereits. Oder ahnen es zumindest.“
„Dann weiß es Renate sicher auch. Aber warum sagt sie nichts?“
“Ich kann es dir nicht sagen.“

Sie hatte mittlerweile den Kopf auf meine Schulter gelegt. „Ich glaube, es ist besser, wenn ich jetzt gehe.“
„Ich glaube auch. Auch wenn ich dich jetzt gerne in den Arm genommen hätte.“
„Vielleicht ein anderes Mal. Gute Nacht, Simone.“
Zum Abschied gab sie mir einen Kuss auf die Wange, nur war er diesmal deutlicher als bislang üblich. Dann stand sie auf und ging, ohne sich noch einmal umzudrehen, wortlos aus meinem Zimmer.

* * *


„Sie können jetzt aufstehen, Frau Wehnert. Zeit für die Gehübungen.“
Sonja Wehnert erhob sich mühsam aus dem Bett. Immerhin war sie aus der Intensiv draußen und auf der Normalstation, auch wenn ihre Beine noch in einem Gips steckten. Hier war es nicht mehr ganz so einsam, da sie wenigstens zwei andere Frauen zum Reden auf dem Zimmer hatte.
„Und wie geht es beim Wasserlassen?“
„Es tut immer noch weh.“
„Das wird wieder. Immerhin ist der Katheter jetzt draußen.“
„Was ist eigentlich passiert?“

„Das weiß ich leider nicht. Aber sie haben schwere Verletzungen im Genitalbereich sowie Brüche an den Rippen und am Bein. Vielleicht kann Ihnen die Polizei mehr dazu sagen.“




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Matze23
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  RE: Die Schwesternschaft Datum:06.01.26 07:22 IP: gespeichert Moderator melden



5.
Die nächsten Tage hielt Petra fast krampfhaft Distanz. Keine Berührungen mehr, keine Umarmungen, und selbst meinen Blicken wich sie aus. Aber ich spürte, wie sie sich damit quälte.

Was sollte ich nur tun? Es gab ja keine ‚gute‘ Lösung. Entweder machte ich unsere Liebe öffentlich, und dann würden wir beide aus der Schwesternschaft fliegen. Oder ich müsste gehen, um Petra von ihren Qualen zu erlösen. Zumindest oberflächlich, denn sie würde mir sicher noch eine Weile nachtrauern. Oder sich die generelle Frage stellen, ob die Schwesternschaft für sie noch der richtige Ort war. Das Ergebnis wäre wieder das gleiche.

Ich war nicht nur ratlos, sondern fühlte mich immer mehr hilflos. Auch für mich war diese Schwesternschaft mittlerweile so etwas wie ein Zuhause geworden, wo ich mich angenommen fühlte, wo ich eine Aufgabe hatte und anderen helfen konnte. Wo ich mich zum ersten Mal als Frau fühlen konnte und auch von fast allen als solche respektiert wurde. Wäre ich eine ‚echte‘ Frau, hätte ich vielleicht sogar um Aufnahme gebeten, selbst um den Preis ewiger Enthaltsamkeit. Aber so war ich nur Gast, noch dazu mit dem ‚falschen‘ Chromosomensatz. Selbst wenn Petra mich vergessen würde, wie lange würde es dauern, bis die nächste der Schwestern sich in mich verlieben würde?

So zog ich mich ebenfalls etwas zurück und mied vor allem das Wohnzimmer; einen Ort, wo die Frauen einen etwas ungezwungeneren Umgang miteinander hatten und es zu vielen zwar harmlosen, aber doch körperlichen Kontakten kam.

Und dann passierte, was wir beide fürchteten.
„Simone, kann ich dich mal unter vier Augen sprechen?“ Mutter Renate sprach mich direkt an, als wir nach dem Frühstück aufgestanden waren.
„Natürlich. Jetzt gleich?“
„Ja. Wir gehen in den Gruppenraum.“
Sie ging voran in diesen Raum, den ich von meinem ‚Vorstellungsgespräch‘ kannte. Die Tische standen immer noch unverändert und sie zeigte auf den freien Stuhl an dem einzeln stehenden Tisch, auf dem ich damals bereits saß. Renate schnappte sich einen anderen Stuhl und setzte sich mir genau gegenüber.

„Simone, ich muss mich mit dir unterhalten.“
Ich nickte nur.
„Ich bin sehr zufrieden mit dir“, fing sie an. „Du hast dich sehr gut in unsere Gemeinschaft integriert. Du respektierst meine Mitschwestern, hältst die notwendige Distanz, bedrängst oder belästigst niemanden und arbeitest mehr als gut. Es war kein Fehler, dich in unsere Mitte zu holen.“
Ich nickte wieder und atmete leicht auf. War das alles?

„Allerdings macht mir Petra Sorgen.“ Sie sah mich direkt an. „Ich habe den Eindruck, dass sie mehr für dich empfindet als nur schwesterliche Verbundenheit.“
Ich wollte nicht lügen; das würde alles nur noch schlimmer machen. Also nickte ich. „Ja, das stimmt. Sie hat mir ihre Zuneigung gestanden. Ich mag sie auch, aber ich möchte nicht, dass die Gemeinschaft darunter leidet oder ich Petra in Konflikt mit ihrem Gelübde bringe.“

„Du weißt von unseren Gelübden?“
„Ja. Petra hat sie mir, zumindest in groben Zügen, erläutert.“
„Und du weißt auch von den Konsequenzen, wenn diese Gelübde gebrochen werden?“
„Wissen vielleicht nicht, aber ich ahne es. Ich, oder sogar wir beide müssten die Gemeinschaft verlassen.“
„Ja, das siehst du richtig. Aber das wäre genau das, was ich auf keinen Fall möchte. Ihr seid beide wichtige Glieder unserer Gemeinschaft. Nun, es ist leider so, dass unsere Gefühle uns manchmal zu Dingen drängen, die der Verstand eigentlich nicht will. Aber wir können sie nicht vollständig ignorieren. Tun wir es trotzdem, werden wir krank.“

Mutter Renate machte eine längere Pause und ich sah sie fragend an. „Was bedeutet das jetzt für uns?“
„Ich habe lange drüber nachgedacht. Unsere Gelübde verbieten es uns nicht, glücklich zu sein. Sie verlangen nur, dass wir unsere Triebe im Zaum halten, unsere Kraft auf unsere Mitmenschen lenken und in Enthaltsamkeit und Gehorsam leben.“

„Gehorsam?“
„Hat dir Petra das nicht erzählt? Jede Schwester gelobt absolute Gehorsamkeit der Priorin gegenüber. Das bin ich. Aber meine Schwestern sind nicht dadurch nicht meine Untertanen, sondern eher meine Kinder, die ich leiten und beschützen muss. Und so suche ich nach einer Lösung, die uns allen weiter ein glückliches und harmonisches Zusammenleben ermöglicht.“

„Ich verstehe nicht.“
„Warte ab. Ich glaube, ich habe eine Lösung gefunden.“
Ich sah sie fragend an.
„Ich würde eine Möglichkeit sehen, wenn du dich freiwillig unseren Regeln unterwirfst, obwohl du biologisch ein Mann bist und daher kein vollwertiges Mitglied unserer Schwesternschaft werden kannst.“

Mein Blick wurde immer fragender.
„Nun, du gelobst mir und meinen Schwestern, dass du für die Zeit, die du mit uns zusammen lebst, mir Gehorsam leistest und in absoluter Enthaltsamkeit leben willst, also quasi die gleichen Gelübde ablegst. Dann würde ich erlauben, dass du mit Petra zusammen sein darfst. Allerdings dürft ihr die anderen Schwestern nicht von ihrem Weg abbringen. Aber ihr müsstet euch nicht mehr verstecken und verstellen.“

„Und das würde für mich bedeuten?“
„Weißt du von unseren Keuschheitsgürteln?“
„Ja, Petra hat mir davon erzählt.“
„Gut. Du würdest ebenfalls einen Gürtel tragen. Ständig, Tag und Nacht, und nur ich hätte einen Schlüssel. Dann könntest du auch mit Petra zusammen sein, ohne dass einer von euch seine Gelübde brechen müsste.“
„Dürften wir uns küssen?“
„Unsere Regeln verbieten das nicht. Auch körperliche Nähe ist nicht verboten. Im Gegenteil, Nähe macht glücklich und hilft uns bei unserer Arbeit. Nur die sexuelle Befriedigung ist tabu, da sie den Blick nur auf das Ego lenkt. Und sexueller Klimax macht selbstsüchtig, träge und hindert uns an unserem Dienst.“

In meinem Kopf tobte es. Renate zeigte mir gerade einen Weg auf, mit Petra zusammen sein zu können. Allerdings zu einem hohen Preis: nie mehr sexuelle Befriedigung, keine erotischen Berührungen. Permanent in einem stählernen Gürtel eingesperrt. Würde ich das aushalten? Immerhin gab es eine Hintertüre: das ‚Gelübde‘ galt nur, solange ich hier wohnte. Würde ich ausziehen, wäre ich wieder frei.

Andererseits wollte ich mit Petra zusammen sein, ohne mich verstecken zu müssen. Und ich wollte ebenso, dass sie wieder glücklich ist. Dafür würde ich alles tun, sogar auf meine Befriedigung verzichten. Das war mir Petra wert. So fiel meine Entscheidung überraschend schnell.

„Ja, ich werde es tun. Ich werde mich den Regeln unterwerfen und zukünftig enthaltsam leben.“
Renate stand auf und ging um den Tisch herum. Ich stand ebenfalls auf und plötzlich nahm mich Renate in den Arm. „Ich bin so glücklich, dass du dazu bereit bist. Petra leidet sehr. Und ich mit ihr.“

Sie hielt mich eine Weile fest an sich gedrückt. Schließlich löste sie sich von mir.
„Und wie geht es jetzt weiter?“, wollte ich wissen.
„Ich schicke dich zu einem Schmied, der alle unsere Gürtel gemacht hat. Er wird dich vermessen und dir einen Gürtel fertigen. Wenn der Gürtel fertig ist, wirst du vor der gesamten Schwesternschaft deine Gelübde ablegen, und dann darfst du mit Petra zusammen sein.“
„Und wie lange wird das dauern?“
„Ich weiß es noch nicht, aber ich rechne mit etwa vier Wochen. So, und jetzt setz dich bitte noch mal.“

Mutter Renate ging zur Türe. „Petra, du kannst jetzt reinkommen.“
Verängstigt betrat Petra den Raum. „Simone? Du strahlst ja! Hat dich Renate nicht rausgeworfen?“
„Nein, ich…“
Mutter Renate machte eine eindeutige Handbewegung und ich verstummte.
„Komm erst mal rein und setz dich zu uns.“

Petra nahm sich einen Stuhl und setzte sich neben mich. Renate sah uns abwechselnd an. „Ihr Beide leidet“, fing sie an, „und das ist nicht gut. Weder für euch noch für unsere Gemeinschaft. Ich möchte, dass ihr beide glücklich seid, im Rahmen der Regeln, die wir uns als Schwesternschaft auferlegt haben.“

Jetzt wandte sie sich zu Petra. „Simone hat sich zu einem wichtigen Schritt und zu einem großen Opfer entschlossen. Sie hat sich bereit erklärt, unsere Gelübde abzulegen. Sie wird geloben, enthaltsam zu leben und deshalb ebenfalls zukünftig einen Keuschheitsgürtel tragen. Unter diesen Umständen bin ich bereit, eure Beziehung zu erlauben.“

Petra setzte zu einem Freudenausbruch an, doch Mutter Regina unterbrach sie sofort. „Wärt ihr beide auch bereit, dafür ein weiteres Opfer zu bringen?“
„Ja, Mutter Regina, jederzeit!“ Wir antworteten fast unisono.
„Gut. Dann werdet ihr ab Simones Gelübde die Brustschalen tragen; so lange, wie ihr zusammen seid.“

„Die Brustschalen?“ Ich blickte fragend zu Petra.
„Ja, das ist so eine Art BH, nur aus Metall“, erklärte mir Petra. „Wir mögen ihn alle nicht, weil er so unbequem ist, und…“ Sie verstummte und wurde gleichzeitig rot.
„Und weil er die letzte Möglichkeit nimmt, sich über die Brüste zu stimulieren.“ ergänzte Mutter Regina sachlich.
„Ja, genau“, bestätigte Petra, fast flüsternd, mit hochrotem Kopf.

„Petra, bist du bereit, dieses Opfer, auch gegenüber deinen Schwestern, zu bringen?“
„Ich bin bereit.“ Ihre Stimme klang dabei eher ängstlich als freudig.
„Du auch, Simone?“
Ich hatte keine Vorstellung davon, was das für mich bedeuten würde. Aber ich wollte Petra, und daher antworte ich ebenfalls mit „Ja, ich bin es.“

„Gut.“ Mutter Regina lächelte uns beide an. „Dann erlaube ich euch ab dem Gelübde, dass ihr beide zusammen seid. Ich werde euch auch erlauben, euch gegenseitig auf dem Zimmern zu besuchen und dort zu verweilen. Ihr dürft eure Liebe offen zeigen, nur müsst ihr alles unterlassen, was die Schwestern provozieren könnte. Sonst müsste ich euch die Privilegien wieder entziehen.“

So langsam begann bei Petra die Freude die Ängste zu verdrängen und sie fing an zu strahlen.
„Darf ich Simone umarmen?“
„Du darfst. Ein letztes Mal bis zum Gelübde.“

* * *


„Guten Morgen, Frau Wehnert.“
„Guten Morgen, Herr Kommissar.“
„Wie geht es ihnen heute?“
„Es wird langsam wieder. Aber ich weiß immer noch nicht, was mit mir passiert ist.“
„Ich kann es ihnen leider auch nicht so genau sagen, wir sind noch am Ermitteln.“ Kommissar Schwadert sah sie ernst an. „Aber soweit wir mittlerweile die Zusammenhänge erkennen, sieht es nicht gut aus. Sagen Sie, Frau Wehnert, ist ihnen das schon öfters passiert, dass sie Verletzungen hatten, ohne sich zu erinnern, warum?“

Sonja dachte einen Moment nach. „Ja, schon… Mein Freund meinte immer, mir wäre wohl vom Alkohol schwindlig geworden und ich wäre gestürzt.“
„Ja, so etwas vermuten wir auch. Bei ihrer ärztlichen Untersuchung sind eine Reihe von älteren, unbehandelten Verletzungen festgestellt worden.“
„Und was hat das mit meinen derzeitigen Verletzungen zu tun? Und mit meinem Freund?“
„Ich hoffe, dass ich Ihnen in Kürze Genaueres dazu sagen kann.“
„Danke, Herr Kommissar.“
„Keine Ursache. Weiterhin gute Besserung!“





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  RE: Die Schwesternschaft Datum:07.01.26 11:24 IP: gespeichert Moderator melden



SEhr gut geschrieben. Ich freue mich schon jetzt auf den Nächsten Abschnitt.Vielen Dank.
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  RE: Die Schwesternschaft Datum:07.01.26 16:59 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank für diese tolle Geschichte. Ich freue mich über jedes neue Kapitel und bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
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