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Neuschreiber63
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  RE: Verfluchte Magier! Datum:05.02.26 22:32 IP: gespeichert Moderator melden


Funde ich auch, auch wenn mir ein bisschen der Kopf schwirrt angesichts von so vielen Gottheiten
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DarkO
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Nürnberg




Beiträge: 232

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  RE: Verfluchte Magier! Datum:31.03.26 17:45 IP: gespeichert Moderator melden


Liebe Leser,

wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe: Aufgrund von beruflichen und familiären Gründen bin ich in der letzten Zeit nur wenig zum Schreiben gekommen. Tut mir leid, wenn ihr deshalb länger auf eine Fortsetzung warten musstet. Aber hier ist sie. Also, viel Spaß beim Lesen!




Rotfels – Zweite Fortsetzung

Doros Wissens nach befand sich der größte und berühmteste Achagor-Tempel in Lurgesmund, der Hauptstadt des Reiches. Dort würde man ihr mit Sicherheit helfen können. Gleichzeitig bestand bei einem Besuch in einem Tempel des Achagor im Gegensatz zu dieser Akademie oben auf dem Hügel nicht das Risiko, dass man ihr etwas Schlimmes antat oder für noch nicht erbrachte Dienste utopische Geldbeträge von ihr einforderte.

Sie hatte einen Entschluss gefasst. Ihr Problem war jetzt nur: Wie kam sie in ihrer gegenwärtigen Aufmachung dorthin?

Plötzlich formte sich in ihrem Mund wieder der Holzpflock. „Gronkch!“ Erschrocken fragte sie sich, ob es sein konnte, dass dieser zwischendurch noch länger geworden war, seit sie ihn vorhin aus ihrem Mund entfernt hatte. Wieder riss sie das runde Holz aus seiner Halterung und warf es in dieselbe Richtung wie zuvor.

Anschließend überlegte sie weiter. Wären ihre Beine nicht gefesselt und verfügte sie über geeignetes Schuhwerk, würde sie die Strecke nach Lurgesmund zu Fuß in schätzungsweise eineinhalb Wochen zurücklegen. Mit den Holzpantoffeln und den Eisen an Händen und Füßen bräuchte sie unterwegs mehrere Pausen. Dadurch wäre sie locker mindestens doppelt so lange unterwegs.

Reiten wäre theoretisch auch eine Möglichkeit. Auf einem Pferd käme sie deutlich schnell vorwärts. Eventuell könnte sie hier in Rotfels sogar günstig eines erwerben. Jedoch befürchtete sie, dass der Inhalt ihres Geldbeutels noch nicht einmal für den Kauf eines altersschwachen Maultiers ausreichte. Wieder blickte sie betrübt zu Boden. Dabei stach ihr die kurze Kette zwischen ihren Unterschenkeln ins Auge. So gefesselt würde sie allenfalls seitlich auf dem Rücken eines Pferdes sitzen können. Der Plan, auf diese Art eine so weite Strecke zu reisen, erschien ihr alles andere als angenehm.

Sie musste weiter nachdenken. Früher hatte sie sich hin und wieder als Beschützerin für Fuhrleute verdingt, wenn sie eine weitere Strecke zurücklegen wollte. Das war in ihrem gefesselten Zustand wahrlich undenkbar.

Dann kam Doro noch eine Alternative in den Sinn: Eine Reise per Postkutsche. Diese waren schnell, komfortabel und sicher. Zudem käme sie dieses Transportmittel wesentlich günstiger, als der Erwerb und die anschließende Verpflegung eines Reittiers. Natürlich hatte aber auch diese Variante einen Nachteil, nämlich die anderen Mitreisenden, die sie aufgrund des vielen Stahls an ihrem Körper zweifellos die gesamte Fahrt über anstarren würden. Aber wie sollte sie diesen Leuten das verübeln. An deren Stelle würde es ihr selbst wohl auch schwerfallen, ihren Blick abzuwenden. Ihr blieb nichts Anderes übrig, als dieses vergleichsweise geringe Übel in Kauf zu nehmen. Jetzt musste sie nur noch hoffen, dass die paar wenigen Münzen, die sich noch in ihrem Geldbeutel befanden, für die Fahrt bis nach Lurgesmund ausreichten.

Damit stand ihr Entschluss fest. Als Nächstes galt es in Erfahrung zu bringen, wann und wo in diesem Ort die nächste Postkutsche in Richtung Hauptstadt abfuhr. Sie erhob sich, klopfte den Dreck von der Hose, zog sich die Kapuze so weit es ging ins Gesicht und verließ die schmale Gasse, um sich auf die Suche nach der Poststation zu machen.

Sie bemühte sich, sich so leise und unauffällig wie möglich zu bewegen. Ihr Glück war, dass in dieser größeren Stadt viele Leute, die auf den Straßen unterwegs waren, den Eindruck vermittelten, mit sich selbst beschäftigt zu sein. Andere wandten ihren Blick in eine andere Richtung, sobald sie sie sahen. Zuversichtlich schritt Dorothea durch verschiedene Gassen, bis…

„Uäh-gronkch!“ Auf einmal steckte wieder ein dicker Holzstab in ihrem Mund Sie unterdrückte den aufkommenden Würgereiz, befühlte seine Struktur mit ihrer Zunge. Damit war klar: Es handelte sich hierbei nicht um dasselbe Stück Holz, welches sie vorhin in der kleinen Gasse von sich geschleudert hatte, sondern um ein neues, anderes. Wieder war der neue Pflock ein Stück länger als der vorherige.

In ihr kam ein Verdacht auf: Immer, wenn sie dieses widerliche Holzstück aus ihrem Mund herauszog, blieben ihr anschließend nur ein paar Minuten, um dieses wieder dorthin zurückzustecken. Tat sie das nicht, müsste sie daraufhin mit einem noch unangenehmeren Modell zurechtkommen.

Sie lief zurück in die Gasse, wo sie die letzten beiden Holzpflöcke weggeworfen hatte, hob diese auf und hielt sie prüfend aneinander. Tatsächlich, der eine war einen Finger länger als der andere. Dann zog sie den Pflock in ihrem Mund heraus und verglich die Länge mit den beiden anderen. Offenbar wuchs das Holz jedes Mal um exakt einen Finger.

Schockiert versuchte sie, sich den kürzesten der drei Holzstäbe in den Mund zu schieben. Aber sobald sie diesen losließ, glitt er heraus und fiel zu Boden. Der mittellange ebenso.

Notgedrungen musste sie den längsten der drei Stäbe wieder in den Ring in ihrem Mund einsetzen. Wenigstens blieb dieser danach stecken.



Kurze Zeit später betrat Dorothea einen Gemischtwarenladen. Der Verkäufer war gerade dabei, für einen anderen Kunden ein Stück Käse von einem großen Laib abzuschneiden und nahm von ihr daher keine Notiz. Sie stöberte durch die Regale. In einer mit Holzschwertern, Strohpuppen, Lederbällen und anderem Kinderspielzeug gefüllten Truhe fand sie schließlich eine kleine Schiefertafel mit einem dünnen Rahmen aus Holz. An ihrer Oberseite besaß sie einen Griff und an einer daran befestigten Schnur hing ein Stück Kreide. Das war genau das, wonach sie gesucht hatte.

Sie schrieb „GELUBDE AN TOGRACH“ auf die Tafel, lief damit zum Verkäufer und legte sie auf den Tresen, während der Käufer des Käsestücks soeben das Geschäft verließ.

Der Verkäufer musterte Doro argwöhnisch, vor allem ihre Eisen. Zumindest so lange, bis er die Worte auf der Tafel gelesen hatte. Umgehend verwandelte sich seine Mine in ein freundliches Lächeln. Er erklärte ihr, dass er für sie einen Sonderpreis machte, wo sie sich doch offensichtlich freiwillig die Fähigkeit zu sprechen genommen hatte, und nannte den entsprechenden Betrag.

Doro bezahlte. Sie wollte sich schon zum Gehen wenden, da kam ihr eine Idee. Sie kritzelte „Wo Poststation?“ auf die Rückseite der Tafel.

Nachdem der Kaufmann ihr den Weg beschrieben hatte, verließ sie zufrieden den Laden.



Dorothea musste die halbe Stadt durchqueren, um ihr Ziel zu erreichen. Das Laufen mit der kurzen schweren Kette zwischen ihren Fußgelenken war mühsam. Ungefähr auf halber Strecke brauchte sie eine Pause.

Vor einer Hauswand erblickte sie einen Stein, auf den sie sich setzte. Ihre Tafel legte sie daneben auf den Boden. Erschöpft beugte sie ihren Oberkörper nach vorne, stützte ihre Ellbogen auf den Knien ab, schloss die Augen und atmete mehrmals tief ein und aus.

Kurz darauf hörte sie vor sich ein Klimpern. Verwundert öffnete sie die Augen und entdeckte auf dem Boden vor ihren Füßen ein paar Kupfermünzen. Ein Mann stand vor ihr und lächelte sie einen kurzen Moment lang an. Dann ging er wortlos weiter.

„Das ist interessant“, dachte Doro und entschied, ein Bisschen länger sitzen zu bleiben.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde fühlte sie sich sehr gut ausgeruht und war nebenbei um zusammengerechnet fast viereinhalb Silbertaler reicher geworden.

Mit einem stummen Kopfnicken bedankte sie sich bei den heiligen Sieben, verstaute die Münzen in ihrem Geldbeutel und stand auf. Anschließend setzte sie ihren Weg zur Poststation fort.

Als sie einmal das Gefühl hatte, sie wäre an einer Kreuzung falsch abgebogen, zeigte sie einer Frau, die gerade dabei war, einen Strohkorb auf einen Wagen zu laden, die Tafel. Zuerst die Seite mit der Aufschrift „GELUBDE AN TOGRACH“, dann die andere – „Wo Poststation?“

Die Frau bekundete ausführlich ihre Bewunderung für Doros Bereitschaft, für ihr Gelübde derlei Einschränkungen in Kauf zu nehmen und erklärte ihr ausführlich den Weg.

Bei der Post angekommen fand Dorothea mithilfe ihrer Schreibtafel schnell heraus, dass die nächste Kutsche nach Lurgesmund bereits am darauffolgenden Morgen abfuhr. Die Reise würde in Etwa vier Tage dauern, mit Zwischenstopps in drei Städten, die auf dem Weg lagen. Wenn sie mitfahren wollte, sollte sie sich spätestens eine Stunde nach Sonnenaufgang im Hof der Station einfinden und den Fahrpreis in Höhe von neun Silbertalern, wenn möglich passend, dabeihaben, wobei die Kosten für die Übernachtungen bereits darin enthalten waren. Für Gepäckstücke würden zusätzlich je nach Größe fünf Kupfer- bis zwei Silbertaler Transportgebühr anfallen.

Doro bedankte sich für die Auskunft. Vor der Poststation zählte sie die Münzen in ihrem Beutel. Für die Fahrt reichten diese zwar aus, aber sie brauchte ja auch noch Geld, um sich unterwegs etwas zu essen leisten zu können. Außerdem war ihre Kriegsaxt inzwischen zwar wieder fest geworden, jedoch war sie komplett stumpf. Sie müsste sie wohl mehrere Stunden mit ihrem Wetzstein bearbeiten, bevor die Waffe wieder im Kampf einsetzbar war. Obwohl Reisen per Postkutsche als sicher galt, würde sie sich wohler fühlen, wenn sie sich im Notfall verteidigen konnte. Es schien ihr angebracht, die Axt von einem Schmied schärfen zu lassen, was dieser bestimmt nicht ohne Bezahlung tun würde.

Zudem ging sie davon aus, dass man von ihr im Achagor-Tempel eine kleine Spende erwartete, bevor man ihr helfen würde. Also brauchte sie dringend noch ein paar Kupfermünzen mehr. Doch wie sollte sie an diese kommen? Stehlen kam auf keinen Fall infrage. Sie war keine Diebin! – Streng genommen war sie auch keine Bettlerin, aber da sie auf dem Rückweg zu ihrer Herberge ohnehin irgendwo einige Minuten verschnaufen müssen, kämen währenddessen mit etwas Glück nebenbei erneut ein paar Geldstücke zusammen.

Abermals schienen die Götter ihr hold zu sein. Während sie unterwegs zu ihrer Unterkunft auf einer Treppenstufe sitzend eine kurze Rast einlegte, sammelten sich etliche Kupferlinge vor ihr auf dem Boden. Sie schickte ein kurzes stilles Gebet an die Sieben und lief weiter.

Mit ihrer stumpfen Waffe am Gürtel und der Schreibtafel in der Hand ging Dorothea am späteren Nachmittag erneut zu dem Schmied, den sie bereits am Morgen aufgesucht hatte.

Dieser starrte sie einen Moment lang mit großen Augen und offenem Mund an, dann schüttelte er den Kopf. „Lugosch zum Gruße. So, wie Ihr ausseht, habt Ihr wohl nicht die Art Hilfe gefunden, die Ihr gesucht hattet.“ Er lachte.“ Ich nehme wohl an, dass Euer neuer Eisenschmuck ebenfalls magischen Ursprungs ist. Also fürchte ich, dass ich Euch auch davon nicht zu befreien vermag. Aber das hättet Ihr Euch eigentlich denken können.

Doro gab ein mürrisches Grunzen von sich, löste ihre Axt vom Gürtel und streckte dem Mann die Waffe hin.

Der Schmied begutachtete die Kriegsaxt kurz, dann sah Doro fragend an.

Um dem Schmied ihr Anliegen mitzuteilen, kritzelte sie „scharf machen bitte?“ auf ihre Schreibtafel.

„Ah ja. Wird erledigt. Wartet einen Moment“, erwiderte der Mann freundlich und machte sich ans Werk. Kurz darauf gab er Dorothea die Waffe zurück.

Nachdem sie sich mit einem knappen Kopfnicken dafür bedankt und die Axt wieder an ihrem Gürtel befestigt hatte, erkundigte sich Doro mit einer entsprechenden Handgeste, wie viel sie dem Schmied für seine Arbeit schuldete.

Daraufhin sagte dieser freundlich: „Ach, dafür müsst Ihr nichts bezahlen. Aber wenn Ihr so eine gute Waffe besitzt, dann braucht ihr doch mit Sicherheit auch eine ordentliche Rüstung. Also erwarte ich von Euch, dass Ihr zu mir kommt, damit ich Euch mit einer solchen ausstatten kann. Natürlich, sobald Ihr es irgendwie geschafft habt, Euch von den Eisenfesseln zu befreien.“

Doro schrieb „Versprochen!“ auf ihre Tafel, bedankte sich stumm und ging zufrieden zurück zu der Taverne, in der sie sich einquartiert hatte. Ihr Magen knurrte und sie freute sich auf eine Schale Eintopf. Das würde sie wohl auch trotz des Rings in ihrem Mund essen können. Wenn sie es lange genug drin einweichte, ginge dazu auch ein Stückchen Brot.

Später am Abend saß Dorothea satt und zufrieden auf dem Bett in ihrem Zimmer in der Herberge und dachte nach. In den zurückliegenden Stunden war zum Glück alles nach Plan verlaufen. Wenn sie an die Münzen dachte, die die Leute ihr gespendet hatte, sogar mehr als das. Genaugenommen hatte sie in der letzten Zeit nur selten Rückschläge verkraften müssen. Abgesehen von den unheilvollen Begegnungen mit diesen verfluchten Magiern natürlich. Alleine die Götter wussten, warum sie diese fürchterlichen Erfahrungen hatte machen müssen. Aber seit ihrem Besuch bei Friedlieb Fadenschein schienen die heiligen Sieben ihrer tatsächlich gewogen zu sein. Immerhin befanden sich in ihrem Beutel jetzt genügend Münzen, sodass sie in der Lage war, dem Achagor-Tempel in Lurgesmund eine ordentliche Summe zu spenden.

Einem inneren Impuls folgend rutschte Doro vom Bett herunter, senkte ihre Knie langsam auf den Boden und legte ihre Hände mit den Handflächen nach oben auf ihren Oberschenkeln ab. Diese Bewegungen wurden begleitet vom leisen Klirren und Scheppern ihrer Fesseln. An diese Geräusche hatte sich Doro inzwischen tatsächlich bereits gewöhnt. Doch in diesem Augenblick nahm sie sie bewusst war, spürte den leichten Druck der Eisenschellen an ihren Armen und Beinen, sowie den sanften Zug der Ketten, die diese verbanden. Das Metall an ihren Händen und Füßen, ebenso wie der Eisenkäfig auf ihrem Kopf, waren ein Teil ihres Körpers geworden, ebenso wie der Keuschheitsgürtel und die stählernen Schalen, die ihre Brüste umgaben. Mit ihrer Zunge betastete sie den Holzpflock in ihrem Mund.

Sie atmete tief ein. So tief, dass die feste Umklammerung des Stahls an ihrem Oberkörper schmerzte, und schloss die Augen. Dann ließ sie die Luft langsam wieder aus ihrer Lunge entweichen und fing an zu beten. – Sie vermochte zwar nicht, die Worte mit den Lippen zu formen, aber sie war überzeugt, dass die heiligen Sieben sie trotzdem deutlich vernehmen würden:



Ihr Sieben, die ihr alles seht, was ist – nicht nur, was gesagt wird, erhöret mein stummes Gebet!

Achagor, Herr des Lichts. Was mit mir getan wurde, das war nicht gerecht und keinesfalls rechtens. Dennoch ertrage ich es. – Nicht aus Zwang allein, sondern im Wissen darum. Wenn deine Ordnung noch gilt, dann richte darüber.

Tograch, der du über die Stille und das sichere Ende von allem wachst, erhöre, was ich nicht aussprechen kann. Ich habe es angenommen. Nicht als Bürde, sondern als Schwur. Solange dies hier an mir ist, bleibe ich gebunden, an mein Wort. Und es wird erst fallen, wenn auch der fällt, der es mir anlegte. – Seine Seele sei dein.

Nemorah, die du weißt, was verborgen ist. Lass nicht zu, dass falsches Wissen bestehen bleibt. Zeige all denen, die sehen können, was hier gewirkt wurde.

Xortam, Herr über das Wetter und den Krieg, verleihe mir sicheren Stand, wenn ich schwanke. Nicht nur im Kampf, sondern auch dann, wenn mir das Durchhalten schwerfällt.

Lugosch, der du Eisen formst und im Feuer prüfst, sieh dieses Werk an mir. Es wurde weder aus deiner Hand geboren, noch nach deinen Regeln geschmiedet. Erkenne den Fehler darin und hilf mir zu richten, was verdorben wurde.

Fribora, Hüterin des Lebens und der Liebe, bewahre in mir, was fühlt und nicht zerbrechen soll. Halte in mir, was noch ganz ist.

Gorena, du kennst alle Wege und wachst über die Reisenden. Lenke meine Schritte durch das fremde Land, das vor mir liegt. – Lass mich den Ort erreichen, an dem dies alles endet. Und halte das von mir fern, was mich davon abzubringen droht.

Ihr gütigen Sieben, ich bitte euch nicht um Erleichterung, sondern um Recht. Und um die Kraft, meine Fesseln bis zum Ende zu tragen.




Es folgten noch drei tiefe Atemzüge, bevor sie sich erhob, um gleich darauf zwischen die Felle auf ihrem Bett zu kriechen.

--Fortsetzung folgt--

DarkO
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