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Stamm-Gast
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 Nur keusch gehalten fühle ich mich wohl.
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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:29.09.26 15:12 IP: gespeichert
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Hallo ZdBdLa
Ich finde die Stützstrümpfe eigentlich noch nicht restriktiv genug. Ich finde es sollten auf jeden Fall Kompressionsstrümpfe oder Strumpfhosen sein. Die spüren die jungen Damen wirklich permanent. Zu schwach und stramm, kann da zwischen Kompressionsklassen (1-4) angepasst werden. Wenn es sehr stramm und auch einschränkend sein soll gibt es zu den normalen rundgestrickten Strümpfen/Strumpfhosern auch noch die flachgestrickten, die wesentlich restriktiver sind. Diese haben dann hinten auch eine durchgehende sichtbare Naht, die dem ganzen dann auch noch etwas den strengen Stil verleihen. Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit, die jungen Damen bei Vergehen etwas zu bestrafen. Anderen über die Naht zu zeigen wer wieder mal was ausgefressen hat.
Vielleicht ist das eine Idee für spätere Folgen. Natürlich nur wenn es dir gefällt und rein passt.
Herr von Gernekeusch Ziemlich verrückt. Aber wer ist das genau genommen nicht...
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Stamm-Gast
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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:29.09.26 17:03 IP: gespeichert
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@kurtbauer:| Zitat | | Gefallen mir diese Bekleidungsregeln, das trägt eindeutig zur Vereinheitlichung und Disziplinierung der jungen Damen bei, Schuluniformen finde ich eh sehr sinnvoll, da fallen soziale Unterschiede nicht so auf |
Angesichts der Höhe des Schulgeldes und der Tatsache, dass sich Direktorin ihre Schülerinnen aussucht, glaube ich kaum, dass soziale Unterschiede ein Thema im Internat sind.
@Gernekeusch247:
Die Strümpfe haben selbstverständlich eine Kompressionsfunktion. Dies musste Natascha bereits erfahren, als sie die Internatsuniform ihren Eltern vorführen musste (vgl. Kapitel 3):
| Zitat | Bevor ich was sagen konnte, erklärte mir Frau Gruber: „Die Strümpfe haben eine Kompressionsfunktion, da gewöhnt man sich schnell dran. Genau das ist es, was Dir nun so unangenehm vorkommt.“ Ich dachte nur an die armen Internatsschülerinnen, die diese Dinger immer tragen müssen. Damals wusste ich noch nicht, dass ich wenige Wochen später auch zu den Internatsschülerinnen gehören sollte.
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Stamm-Gast
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 Nur keusch gehalten fühle ich mich wohl.
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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:29.09.26 22:17 IP: gespeichert
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Hallo
War jetzt nur, weil da "Stütz" steht. Und das ist definitiv ein riesiger Unterschied zu "Kompression"
Nichts für ungut. Ist eh deine Geschichte. Und ich finde sie ganz gut.
Herr von Gernekeusch.
PS: Vielleicht sollte sich mein Sklave auch mal wie ein Schulmädchen fühlen  Ziemlich verrückt. Aber wer ist das genau genommen nicht...
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Stamm-Gast
 

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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:30.09.26 07:08 IP: gespeichert
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Das mit der Schuluniform habe ich auf alle Schulen bezogen, klar, an Nataschas Schule wird es kaum soziale Unterschiede geben, die benötigen einfach eine spezielle Erziehung
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Stamm-Gast
   Deutschland

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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:04.10.26 00:24 IP: gespeichert
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Kapitel 14: Die Kleidervorschriften (Teil 2)
Weiter wurde in den Kleidervorschriften ausgeführt, dass es eine allgemeine Sportbekleidung, eine Badebekleidung sowie eine spezielle Zimmerbekleidung gibt.
Unter allgemeiner Sportbekleidung hatte ich mir Shorts und eine Art T-Shirt sowie normale Turnschuhe vorgestellt. Auch hielt ich es für möglich, dass ich eventuell einen Rock, wie er beispielsweise im Tennis oder Hockey zum Einsatz kommt, tragen muss.
War die Internatsuniform nach meiner Beurteilung schon altmodisch, so war altmodisch für die Sportbekleidung gar kein Ausdruck.
Diese bestand entweder aus einem langen Kleid und Schnürstiefel oder aus einem Ballettanzug mit Ballettschlappen. Das Kleid behinderte einem beim Sport deutlich und die Schuhe waren vollkommen ungeeignet. Hinzu kam, dass ich im Hinblick auf das Ballett absolut talentfrei war.
Bei der Badebekleidung war es nicht besser – ganz im Gegenteil. Ich hatte zuvor ausschließlich Bikinis getragen. Im Schwimmunterricht einen Sportbikini und im Freibad einen Bikini zum Binden. Gerechnet hatte ich mit einem Badeanzug, wahrscheinlich mit Beinansatz. Die Badebekleidung bestand jedoch aus einem Badekleid. Auch dieses behinderte mich sehr stark beim Schwimmen.
Sport- und Badekleid erinnerten mich an jene Bekleidung, die ich einmal im Museum und auf Bildern aus dem 19. Jahrhundert gesehen hatte. Hinzu kam, dass diese für ihren Zweck – nämlich dem Sport treiben – im Internat hochtrabend mit 'Leibesübungen' bezeichnet und dem Schwimmen vollkommen ungeeignet waren.
Schwimmunterricht fand übrigens in einem unbeheizten Außenbecken und die Leibesübungen im Sommer im Park und im Winter im Ballsaal des Internats statt. Allerdings war der Ballsaal im Winter nicht beheizt und somit a... kalt. Zudem durfte ich meist während des Sports das Korsett nicht ablegen. Frau Diekmann war der Meinung, dass es für unsere körperliche Fitness von Vorteil ist. Auch mussten wir im Sommer regelmäßig auf dem Luganer See rudern und dies ebenfalls in der vollkommen ungeeigneten Sport-Kleidung.
Schülerinnen, die sich durch ein vorbildliches Betragen – sprich totale Unterwürfigkeit – und entsprechende schulischen Leistungen hervorgetan hatten, konnte es gestattet werden, anstatt der Internatsuniform auf ihrem Zimmer die sogenannte spezielle Zimmerbekleidung zu tragen. Dabei war es strengstens verboten, diese außerhalb der eigenen Räume anzuziehen.
Diese stellte eine kleine Erleichterung zur normalen Internatsuniform dar. Diese bestand anstatt des Rocks und der Bluse aus einer Stoffhose und einem Pullover. Auf dem Pullover war das Internatswappen aufgestickt. Sehr angenehm war, wenn einem gestattete wurde, auf das Korsett zu verzichten. Dies kam allerdings im Internat äußerst selten vor. Ich selbst kam nur einmal in den Genuss dieser Erleichterung.
Selbstverständlich gab es im Internat eine spezielle Nachtwäsche. Diese bestand aus einer Strumpfhose - natürlich – wie auch die normale Tageskleidung mit Kompressionsfunktion in unterschiedlicher Stärke - einem langärmeligen Rollkragenbody, der unter der Strumpfhose getragen wurde sowie einem Hosenkorselett mit verstärkter Bauch- und Rückenbereich. Die Strumpfhose, der Body und Hosenkorselett waren alle weiß und normalerweise aus Baumwolle. Die Hochsommerversion war aus einem leichten Baumwollgemisch und die Wintersachen waren gefüttert bzw. aus Wolle. Auch konnte angeordnet werden, dass auch nachts anstatt des Hosenkorselett das Korsett zu tragen ist.
Neben dem Korsett empfand ich vor allem die Strümpfe bzw. Strumpfhosen als sehr unangenehm. Ich hatte, bevor ich ins Internat kam, nur äußerst selten – nämlich im Winter bei eisigen Temperaturen Strumpfhosen oder halterlose Strümpfe getragen. Ich mochte es einfach nicht; wobei ich mir der Wirkung auf das andere Geschlecht, wenn ich halterlose Strümpfe unter einem Mini oder normalen Rock trug, durchaus bewusst war. In Internat empfand ich es als barbarisch, wenn ich im Hochsommer bei Temperaturen von 25 Grad und mehr eine Strumpfhose tragen musste. War das Tragen tagsüber bereits unangenehm, so war es nachts die absolute Hölle. Hinzu wirkte sich aus, dass die sowohl die Strümpfe als auch die Strumpfhosen neben der Kompressionsfunktion in unterschiedlicher Stärke auch noch deutlich zu warm waren. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie unangenehm es war beispielsweise im Korsett und der eng anliegenden Strumpfhose und dann noch in einer Art Schlafsack und unter einer zusätzlichen Decke schlafen zu müssen und dies bei lauen Sommernächten, wo sich die Luft selbst in der Schweiz nicht richtig abkühlte.
Zusätzlich musste ich noch ein Bettjäckchen mit Kapuze aus Baumwolle oder Wolle, optional eine Hose sowie eine weiße, eng anliegend Haube aus gestärkter Leinenstoff tragen.
Bei entsprechend gutem Betragen konnte mir im Hochsommer erlaubt werden, einen Body ohne Rollkragen und mit kurzen Ärmeln und ein Baumwollschlafanzug zu tragen. Auch bestand die Möglichkeit, das Bettjäckchen und die Haube wegzulassen weggelassen. Diese Vergünstigung wird Internatszöglingen nur äußerst selten gewährt, mir nur einmal.
Schlafen musste ich in einer Art Ganzkörperschlafsack, welcher jenen Schlafsäcken nachempfunden ist, wie er bei kleinen Kindern Anwendung findet. Er wird am Rücken geschlossen. Die Arme und der Hals bleiben frei. Anschließend werde ich mit einer Bettdecke zugedeckt.
In Abhängigkeit von der Jahreszeit und den Temperaturen kommen Schlafsäcke in unterschiedlicher Dicke zum Einsatz. Dieser waren aus Baumwolle, Wolle oder einem Flanell.
Normalerweise verhindert der Schlafsack nicht, dass ich das Bett verlasse. Trotzdem ist es mir nicht gestattet, vor dem Weckruf ohne Erlaubnis das Bett zu verlassen. Wenn es unbedingt nötig sein sollte, das Bett vor dem Weckruf zu verlassen, habe ich über den beleuchteten Klingelknopf neben meinem Bett um Hilfe zu ersuchen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass der Schlafsack gegen das Öffnen durch mich gesichert wird und ich gegebenenfalls noch zusätzlich im Bett fixiert werde. Auch konnte der Schlafsack meinem Benehmen angepasst werden. So habe ich teilweise im Hochsommer in einem Wollschlafsack geschlafen bzw. es wenigstens versucht.
Dies war für mich eine große Umstellung, da ich daheim im Sommer mit einem Slip und in einem Negligé unter einer dünnen Decke und im Winter in einem Schlafanzug unter einer etwas dickeren Winterdecke geschlafen habe.
Generell war es so, dass ich mir jede etwaig gewährte Erleichterung täglich neu verdienen musste. Die Gewährung wurde mir jedoch nur einmal mitgeteilt. Wenn diese mir gegenüber nicht widerrufen wurde, konnte ich davon ausgehen, dass diese noch Bestand hat.
Auch war exakt geregelt, wie oft ich meine Kleidung zu wechseln habe. Die Unterwäsche sowie die Strümpfe, die Bluse, die Handschuhe sowie die Haube musste ich täglich wechseln. Bei den übrigen Kleidungstücke wurde dies durch Aushang bekannt gegeben. Sollte meine Kleidung derart verdreckt oder verschwitzt sein, dass ich es für notwendig halte, diese zu wechseln, so habe ich hierfür die Genehmigung der für mich zuständigen Erzieherin einzuholen.
Dreckige Wäsche ist in einem speziellen Behälter im Zimmer zu sammeln. Einmal wöchentlich (der konkrete Termin variierte bei den Zimmern, bei mir war es Mittwoch) musste die Dreckwäsche in einen Stoffbeutel gepackt und vor unserer Zimmertür platziert werden. An darauffolgenden Tag erhielten wir die Wäsche zurück. Alle Kleidungsstücke waren zwar gleich – abgesehen von der Konfektionsgröße - in ihnen war jedoch ein Aufnäher angebracht, sodass sie der jeweiligen Schülerin zugeordnet werden konnten.
Der Wechsel der Kleidung hatte in aller Regel unter Aufsicht eine Lehrkraft zu erfolgen. Internatszöglingen, die sich bewährt haben, konnte es gestattet werden, sich ohne Anwesenheit einer Lehrkraft umzuziehen. Diese Vergünstigung wird nur Zöglingen gewährt, die sich dies durch beanstandungsfreies Verhalten und die geforderten schulischen Leistungen es sich verdient haben.
Für besondere Anlässe, wie den Kirchgang am Sonntag, aber auch als Bestrafung oder Gehorsams- oder Demutsübung konnte meine Kleidung nach den Anweisungen meiner Erzieherin und/oder der Rektorin, der gnädigen Frau Rektorin Diekmann, jederzeit entsprechend verändert werden. In jedem Fall war es mir strengstens verboten, meine Kleidung ohne Erlaubnis zu verändern – speziell, wenn es den Zweck hat, mir Erleichterung oder Abkühlung zu verschaffen. Verstöße werden mit einer erheblichen Verschärfung der Bekleidung und/oder weiteren Maßnahmen geahndet.
Als ich die Kleiderordnung bis hierin durchgelesen hatte, war ich vollkommen bedient. Ich dachte, dass es gar nicht schlimmer kommen kann. Doch ich wurde eines Besseren belehrt.
Zur Erziehung als Internatszögling gehört auch das tägliche Tragen eines Korsetts mit eingearbeiteten, festen Stäben nach viktorianischem Vorbild. Dies wusste ich bereits und ich steckte ja bereits seit einigen Stunden in diesem fürchterlichen Ding.
Aufgrund meiner Körpermasse wird für mich ein individuelles Maß der Taillenweite festgelegt, welches es durch konsequentes Korsetttraining zu erreichen gilt. Zu diesem Zweck werde ich einmal pro Woche in einer Lektion Korsetttraining unterwiesen. Hierbei wird auch das Nachziehen des Korsetts stattfinden. In einem vorgegebenen Rhythmus wird das Korsett um 1 cm enger geschlossen. Solange bei mir dieses spezielle Training andauert, werde ich ab dem Ende der Trainingseinheit das Korsett während 24 Stunden nicht mehr ausziehen dürfen, danach während weiteren 24 Stunden nur am Morgen und am Abend während maximal 15 Minuten für die Körperpflege. Generell gilt eine Korsetttragdauer von mindestens 12 Stunden täglich ohne Unterbrechung. Wird diese Zeit unterschritten, sei es durch Eigenverschulden oder durch andere Umstände, muss die Tragzeit durch Tragen des Korsetts während der Nacht, nachgeholt werden. Im Bedarfsfall kann diese Maßnahme über mehrere Tage oder gar Wochen aufrecht erhalten bleiben, insbesondere dann, wenn an einer verminderten Tragdauer Eigenverschulden beteiligt ist. Grundsätzlich darf ich auf das Tragen des Korsetts in der Nacht verzichten. Es wird durch eine passende Miederwäsche (Hosenkorselett und Miederhose) ersetzt. Zu Übungszwecken oder als besondere Maßnahmen kann mir das Tragen des Korsetts während der Nacht aber jederzeit angeordnet werden. Außerdem können am Korsett jederzeit passende Veränderungen vorgenommen werden. Es wurde selbstverständlich darauf hingewiesen, dass ich sämtliche Änderungen, sei es in der Tragedauer oder in der Ausführung des Korsetts, ohne jeglichen Unwillen anzunehmen habe, auch wenn mir der Sinn oder die Notwendigkeit der Maßnahmen nicht klar ist, oder ich sie für ungerecht oder unangemessen halte.
Abschließend wurde noch ausgeführt, dass ich alle Anwesenden bitte, mich in meinem Bestreben zu unterstützen, da ich meine Regeln und Vorschriften von nun an nach bestem Wissen und Gewissen befolgen möchte.
Im Nachsatz wurde ausgeführt, dass ich diese Regeln in Schönschrift fünfmal abschreiben werde. Dies beinhaltet, dass ich sämtliche Regeln in mein Regelbuch übertragen werde, um diese als gelesen zu bestätigen. Ergänzende Anweisungen werden von mir ebenfalls in diesem Buch erfasst, welches ich in meinem Zimmer aufbewahren werde. Ich werde Gelegenheit erhalten, zu den Anweisungen Fragen zu stellen, wenn ich mir nicht sicher bin, wie sie zu verstehen sind. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt keine Fragen stelle, so gelten die Regeln als verstanden, und ein Verstoß wird nach dem Ermessen meiner Erzieherin geahndet.
[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von ZdBdLa am 09.10.26 um 11:11 geändert
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Stamm-Gast
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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:09.10.26 11:12 IP: gespeichert
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Kapitel 15: Die weiteren Stunden im Internat
Mir wurde schwindlig bei diesen umfassenden Regeln. Das konnte doch nicht deren Ernst sein, schoss es mir durch den Kopf. Diese Kleidung, diese alberne Knickserei, das unterwürfige Gehabe! Nein! Das mache ich nicht mit! Nicht mit mir! Die können mich mal doppelt genäht und kreuzweise. Auch die Forderung betreffend die Schulleistungen schien mir alles andere als machbar. Ich war zwar keine schlechte Schülerin, doch diese Noten brachte ich zweifellos nicht hin. Und überhaupt, so heiß wie gekocht wird, wird nicht gegessen, sagt mein Vater immer. Also wird es nicht so wild sein. Auch dachte ich nicht im Traum daran, die Regeln abzuschreiben – schon gar nicht fünfmal.
So erhob ich mich und inspizierte mein neues Reich eingehend. Es bestand aus dem Flur, dem Bad und insgesamt drei Räumen. Dem Ankleideraum, dem Studier- oder Arbeitszimmer mit den beiden Schreibtischen und dem Salon bzw. Schlafzimmer mit den beiden Betten.
Ich war gerade im sogenannten Studier- oder Arbeitszimmer. Das Zimmer war nicht besonders groß und wurde von den beiden Schreibtischen fast vollständig ausgefüllt. Wenn man am Pult saß, kehrte man dem Fenster den Rücken zu.
Eine zusätzliche Lampe über jedem Pult sorgte dort für die nötige Beleuchtung. Neben den beiden Schreibtischen, dem Stehpult und den beiden Hockern gab es noch zwei Bücherregale, wovon eines leer war, im anderen befanden sich wohl die Bücher von Katharina. Alle standen fein säuberlich in Reih und Glied. Alles war peinlich sauber, kein Stäubchen weit und breit. Der Blick aus dem Fenster gab eine herrliche Aussicht auf die Weinberge der Region und den Lugano See preis. Ich öffnete das Fenster, lehnte mich hinaus und sog die herrliche Luft ein. Eigentlich einen Jammer, dass die Schreibtische nicht gegen das Fenster gerichtet standen, dachte ich mir noch, schloss das Fenster wieder und ging in den Raum durch den Salon zum Flur. Dort öffnete ich die Tür zum Ankleidezimmer.
Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es so viele unterschiedliche Kleidungstücke gibt, wie in der Kleiderordnung aufgeführt wurden. Daher öffnete ich wahllos einen Schrank. Dieser war leer. Der Nächste war verschlossen. Genau die Hälfte der Schränke, die ich öffnen konnte, waren leer. Diese waren wohl für meine Sachen bestimmt, dachte ich so bei mir.
Die andere Hälfte der Schränke enthielt eine Menge Kleidungstücke, wobei die Farben schwarz, weiß und grau dominierten und ich vereinzelt auch dunkelblau und dunkelrot erkennen konnte. Ich ging davon aus, dass es sich hierbei um Katharinas Kleiderarsenal handelte. Merkwürdig war jedoch, dass ein Viertel der Schränke verschlossen war.
Im Ankleideraum standen neben den Schränken, die perfekt in die Wände integriert und sehr aufwendig mit Ornamenten verziert waren, ein Tisch und ein Trapez, welches mit jenen vergleichbar war, welches ich vom Ankleiden her kannte.
Aus Neugierde ging ich wieder auf den Gang hinaus. Ich wusste zwar, dass mir dies nicht gestattet war, aber das war mir in diesem Augenblick so etwas von egal. Ich blickte links und rechts den Gang entlang. Eine Türe an die andere. Wohl die Zimmer der anderen Mädchen, dachte ich so bei mir. An jeder Tür waren die Namen der Bewohnerinnen vermerkt. Auch mein Name stand bereits an der Tür zu meinem neuen Reich. Gegenüber von mir eine weiße Wand. Weiter den Flur entlang eine Türe aus Glas. Ich trat auf den Flur hinaus und sah mich um. Neben jeder Tür bemerkte ich ein längliches Metallkästchen, das sich aber nicht öffnen lies. „He, du!“ Ich fuhr zusammen, hatte ich mich doch unbeobachtet geglaubt. Ich blickte mich in Richtung der Stimme um und stand einer die Nonne gegenüber, die ich schon bei meinem ersten Besuch kennen gelernt hatte. Ich sah in ihre zornig funkelnden Augen, die gepaart mit einem Kasernenhofton, welcher jeden gestandenen Soldaten an die Wand pusten würde. „Was suchst du hier auf dem Flur?! Hä, los was ist der Grund, dass du dich hier aufhältst!?“ Ich antwortete nicht sogleich, musste mich erst fassen. „Los, raus mit der Sprache!!“ „Ich, äh… Verzeihung Sie haben sich mir noch nicht vorgestellt, daher weiß ich leider nicht wie ich sie ansprechen soll.“ Super, wie mir das Gesülze gelang, freute ich mich und gewann wieder Oberwasser. So schnell ließ ich mich von der doch nicht in die Pfanne hauen. Wo kämen wir denn da hin. Mein Gegenüber schnappte nach Luft. „Aha, vorlaut sind wir auch noch. Du bist wohl die Neue, wie?“ „Ja genau. Volltreffer! Sie erlauben. Natascha vom Hohemstein.“ Ich legte meinen Kopf leicht schief, hob den Rock seitlich weg und knickste. „Na, das kann ja heiter werden mit Dir. Da kommt wohl ein ganz schönes Stück Arbeit auf uns zu“, murmelte die Nonne. „Ich bin die Schwester Oberin. Merke Dir das gefälligst.“ Ich musste mir noch eine längere Standpauke anhören und wurde dann angewiesen wieder auf mein Zimmer zu gehen, was ich auch für ratsam hielt, denn mit diesem Drachen war nicht gut Kirschen essen.
Eher aus Verlegenheit änderte ich meine Strategie. Ich wies darauf hin, dass unsere erste Begegnung – sagen wir einmal – nicht optimal verlaufen sei und bat um Verzeihung. Dann erläuterte ich, dass ich gerade die Internatsregeln gelesen habe und dabei die Pflicht entdeckt habe, mein Zimmer regelmäßig zu putzen. Dann fügte ich hinzu: „Frau Gruber hat mir den Auftrag gegeben, meinen Schreibtisch entsprechend den Vorgaben einzuräumen und ich wollte diesen vorher noch einmal durchwischen. Ich weiß, dass das Putzzeug irgendwo auch dem Gang sein soll. Können Sie mir bitte helfen?“ und knickste, wie es von mir erwartet wurde. Weiter führte ich aus: „Ich weiß, dass Sie mein Vergehen melden müssen. Ich bitte Sie lediglich - gnädige Schwester Oberin - mir die Möglichkeit zu eröffnen, vorher Frau Gruber und Frau Diekmann selbst zu informieren und diesen meine Beweggründe zu erläutern.“ Anschließend knickste ich erneut. Die Stimmung der Nonne besserte sich augenblicklich. Sie zeigte mir, wo das Putzzeug aufbewahrt wird. Anschließend begleitete sie mich in mein Zimmer. Auch sie stellte fest, dass von mir die Notwendigkeit einer Reinigung meines Schreibtisches zutreffend erkannt wurde und verschwand.
Ich war erleichtert und setzte meine Erkundungstour fort. Die dritte Türe, welche vom Flur abging, war geschlossen. Sie ließ sich aber ohne Weiteres öffnen und ich stand im Bad. Dusche, Badewanne, zwei Waschbecken und zwei separate Toiletten. Auch hier alles blitzblank, kein noch so kleiner Wasserfleck war zu sehen. Das Fenster war aus diesem gebrochenen Glas, wie es für Bäder üblich war.
Ich ging ins Schlafzimmer mit seinen zwei Betten. Die Fenster waren am Fußende, Türe am Kopfende. Auch hier waren die Fenster geschlossen, obwohl draußen herrliches Sommerwetter herrschte. Die Luft in dem Raum war eher warm und stickig. Ich beschloss hier mal kräftig durchzulüften, denn sowohl hier als auch im Zimmer mit den Schreibtischen war die Luft unerträglich warm und muffig. So öffnete ich in beiden Räumen die Fenster.
Als Katharina in Begleitung von Frau Gruber und einer weiteren Angestellten wieder zurückkehrte, hatte ich die Fenster wieder geschlossen und saß am Schreibtisch und schrieb - mehr aus Langeweile - die Regeln ein erstes Mal in ein die Kladde mit der goldenen Aufschrift „REGELBUCH“. Die enge und warme Kleidung machte mir immer mehr zu schaffen und das Korsett wurde mit jeder Minute mehr zur Qual. Ich versuchte irgendetwas von der Kleidung zu öffnen, um mich endlich aus diesem engen, starren Panzer befreien zu können. Doch mit den Handschuhen bekam ich die Knöpfe, mit welchen die Weste am Rock befestigt war, nicht auf und auch die kleinen Knöpfe an den Blusenmanschetten ließen sich nicht so ohne weiteres öffnen, damit ich mir hätte die Ärmel hochkrempeln können. Auch machte sich meine Blase langsam bemerkbar.
Ich blickte den beiden Eintretenden erfreut entgegen. Sofort bemerkte ich, dass Katharina geweint hatte und ziemlich geschafft war. Ich meinerseits machte keinerlei Anstalten mich zu erheben und meine Erzieherin wie gefordert zu grüßen. Es dauerte dann auch keine Minute und ich wurde von Frau Gruber mit strenger Stimme zurechtgewiesen. In der Folge durfte ich das ganze Spielchen fünfmal üben. Sprich Frau Gruber verließ unsere Räume und trat wieder ein, ich musste sie dann, wie in den Regeln vorgeschrieben war, begrüßen. Erst als ich mich einigermaßen zügig vom Stuhl erhob, knickste und die vorgeschriebene Körperhaltung einnahm, ließ sie von mir ab. „Ich hoffe, dass das in Zukunft ohne jegliche Aufforderung klappt, sonst sehe ich mich gezwungen, Dich mit einer weiteren Maßnahme wieder auf den rechten Weg der Tugend zu bringen. Dabei zeigte sie mir den Elektroschocker und fragte mich mit strenger Stimme, ob sie mir mit Elektroschocks auf die Sprünge zu helfen soll. Das Selbe gilt für das unerlaubte Öffnen von Fenstern, sowie der Aufenthalt im Flur. Haben wir uns verstanden?!“ Ich hielt es für ratsam mit einem „Ja, Frau Gruber, danke“, zu antworten und wie vorgeschrieben zu knicksen. Verdammt, wie hatte die bemerkt, dass ich die Fenster geöffnet hatte? Mir war das ein Rätsel. Das mit dem Flur hatte sie wohl von Schwester Carola erfahren, die sich dafür entschuldigt hatte, dass sie mich melden muss. Oder war es doch die Schwester Oberin.
Katharina hatte sich unter Fräulein Carolas Aufsicht, die in der Zwischenzeit den Raum betreten hatte, erleichtern dürfen und auch ich durfte endlich mal austreten.
Als ich aus dem Bad zurückkam standen auf dem Tisch im sogenannten Ankleideraum mehrere große Wäschekörbe, verschiedene Schachteln sowie mehrere Kleiderstangen mit diversen Kleidungsstücken auf Bügeln. Auch in den Wäschekörben und Schachteln waren diverse Wäsche- und Kleidungsstücke sowie Schuhe und vieles andere mehr.
Katharina sagte zu mir: „Du hast sicher schon mitbekommen, dass hier im Internat so ziemlich alles ganz genau geregelt ist.“ Dann erklärte sie mir, wie wir die Wäsche einzuräumen haben. Es war ganz genau vorgegeben, welches Kleidungsstück wo zu sein hat und auch die Art und Weise war festgelegt. So mussten beispielsweise die Bügel alle gleich ausgerichtet werden und den gleichen Abstand zueinander haben. Ich muss wohl ziemlich entgeistert geschaut haben. So erklärte mir Katharina erneut, dass ich am besten, den ganzen Schwachsinn, der hier von uns verlangt wird, einfach ohne Nachzudenken mitmachen sollte.
So machte ich mich zusammen mit Katharina daran die Wäsche ordentlich und nach einem genauen Schema in die Schränke stapeln. Zunächst erkundigte ich mich sicherheitshalber bei ihr, ob ich mit ihr plaudern durfte. Katharina erklärte mir, dass wir uns gerne, wenn wir allein sind unterhalten können. Einzig während der Nachtruhe seien Unterhaltung strengstens verboten. Da sie manchmal aber nicht reden wolle, weil sie beispielsweise lernen müsse, bat sie mich, sie wie die Erwachsenen zuerst anzusprechen. Ich müsse dabei aber nicht die sonst übliche Körperhaltung einnehmen. Wenn sie mit mir nicht reden möchte, würde sie mir dies mitteilen und im Gegensatz zu den Erzieherinnen nicht einfach schweigen.
Während wir die Wäsche in meine Schränke verstauten erfuhr ich, dass Katharina nur gerade ein Jahr älter war als ich und schon vor einigen Jahren ins Internat gekommen war. Leider hatte sie im Sommer die Versetzung nicht geschafft, so dass sie die Klasse wiederholen muss. Dies bedeutet, dass sie jetzt noch ein Jahr länger im Internat bleiben, da feststeht, dass sie bis zur bestandenen Matura im Internat leben müsse. Ihre Eltern waren früh bei einer Bergtour ums Leben gekommen und Katharina anschließend in der Obhut ihrer kinderlosen Tante. Dass sie später vom Gymnasium ins Internat übersiedeln würde, war im Vornherein beschlossene Sache und kein Diskussionspunkt. Ihre Eltern hatten ihr ein kleines Vermögen hinterlassen. Dieses hatte sich aber ihre Tante für ihre Betreuung unter den Nagel gerissen und der Rest würde für das Schulgeld verbraucht werden. Dies würde bedeuten, sodass sie nach ihrer Matura vollkommen mittellos sein werde.
Ich bot ihr an, nach der Matura nach Bayern zu kommen und dort in unserem Familienunternehmen eine Ausbildung zu machen oder zu arbeiten. „Kannst Du das einfach so zusagen?“, fragte sie ungläubig. „Selbstverständlich, meine Eltern haben mir vor ein paar Wochen erst 24,9 % der Anteile überschrieben. Da kann ich wohl eine Auszubildende einstellen.“ Ich erklärte ihr, dass wir allein an unserem Stammsitz in Bayern zwischenzeitlich mehrere Standort hätten und dort über 10.000 Arbeitnehmer beschäftigen würden. „Zwischenzeitlich sind wir mit Abstand der größte Arbeitgeber vor Ort.“, fügte ich hinzu. Irgendwie tat mir Katharina leid. So erzählte ich, dass wir auch Stipendien für erfolgversprechende Studenten vergeben würden. „Wohnen kannst Du entweder bei uns. Die Villa meiner Eltern ist sowieso viel zu groß für uns drei oder in einer Wohnung von uns. Ich wies darauf hin, dass meine Eltern auf Anraten ihres Steuerberaters einige Mehrfamilienhäuser für mich erstellen ließen und die über 200 qm große Einliegerwohnung, in die nach den Vorstellungen meiner Eltern, meine Urgroßmutter hätte einziehen sollen, seit Jahre leer steht.
Im Allgemeinen hatte ich sowieso öfters den Eindruck, dass meine Eltern nur nach der Pfeife ihres Steuerberaters tanzen würden – aber das ist eine andere Geschichte.
Katharina fragte mich, ob ich dort nicht einzuziehen gedenke. Ich erklärte ihr, dass meine Räume so gestaltet wurden, dass man diese von den Räumlichkeiten meiner Eltern ohne großen Auffand abtrennen kann. Dann fügte ich hinzu: „Ich weiß sowieso nicht, ob ich jemals wieder mit meinen Eltern unter einem Dach leben kann, nachdem, was sie mir angetan haben.“ Dann erzählte ich Katharina meine Geschichte.
Wir verstanden uns prima und ich achtete gar nicht genau, was ich da in meinen Schrank schichtete. Allmählich fiel mir auf, dass Katharina sich irgendwie sehr steif bewegte. Es schien ihr große Mühe zu bereiten, die Wäsche in die oberen Schrankfächer zu schichten, denn irgendwie konnte sie ihre Arme nicht richtig nach oben strecken und auch das Bücken war für sie enorm mühsam. Ab und zu hielt Katharina inne, um sich kurz Erholung zu gönnen. Die Arbeit schien sie ziemlich zu schaffen und ihr Gesicht war rot und schweißnass. Verstohlen wischte sie sich den Schweiß von der Stirn und leckte sich, offenbar durstig, über die Lippen. Ein- oder zweimal blickte Katharina prüfend um sich und versuchte vergeblich unter den Schal, der noch immer satt um ihren Hals gewickelt war, zu greifen, um den engen Blusenkragen etwas zu lüften. Einmal stemmte sie beide Hände in die Hüften und versuchte sich zu strecken. Wieder glaubte ich ein komisches Geräusch zu hören, das sich nach einem gieren oder knarren anhörte, ähnlich dem Geräusch von neuen Lederschuhen. Auf meine Frage was los sei, wich sie aus. „Es geht schon“, keuchte sie leicht außer Atem. Schließlich schlug ich ihr vor, die oberen und unteren Schrankfächer zu übernehmen. Katharina konnte mir die entsprechenden Sachen reichen und ansonsten die Mitte übernehmen. Zwar fiel mir das Bücken mit dem Korsett auch nicht leicht, doch ich kniete mich einfach hin, während Katharina mir die Sachen reichte. Ich versuchte etwas mehr über die Regeln und die Kleidung in Erfahrung zu bringen und begann Katharina mit Fragen zu löchern. Doch wieder wich sie aus. „Man gewöhnt sich halt dran“ oder „Das kann man halt nicht ändern“, waren ihre Standardsätze.
[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von ZdBdLa am 19.10.26 um 21:17 geändert
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Stamm-Gast
 

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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:09.10.26 13:29 IP: gespeichert
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Das arme Mädchen Katharina, völlig gebrochen von den Heimregeln, ohne Eltern und von der Tante übervorteilt. Ob da Natascha wirklich helfen kann?
Kaum vorstellbar
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Einsteiger
 niedersachsen
 Die Kunst, ein Mensch zu sein
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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:09.10.26 14:07 IP: gespeichert
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Sehr schön, es geht weiter... Man ist ja richtig gierig, zu erfahren, wie es weitergeht.. Nutze deine zeit
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Erfahrener

 Das Leben ist zu kurz für irgendwann
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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:10.10.26 06:04 IP: gespeichert
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Hab schon am Anfang durch die langatmige Einleitung die Lust am weiterlesen verloren
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Stamm-Gast
   Deutschland

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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:10.10.26 21:23 IP: gespeichert
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@Stiefelliebhaber: | Zitat | | Hab schon am Anfang durch die langatmige Einleitung die Lust am weiterlesen verloren |
Von der Geschichte gibt es eine Ur-Version (weitgehend auch von mir), die nicht so umfangreich ist. Ich habe in der Einleitung zu dieser Version klipp und klar geschrieben, dass die Geschichte gegenüber der ursprünglichen Version deutlich langatmig geworden ist. Du wusstest also, was auf Dich zukommt.
Es steht Dir vollkommen frei, meine Geschichte zu lesen oder nicht. Bitte respektive, dass es meine Geschichte ist und denke auch daran, dass das Schreiben ein nicht zu unterschätzende Aufwand ist.
Zumindest freut es mich, dass es andere gibt, denen die Geschichte gefällt.
@kurtbauer: Natascha wird sicherlich einen Weg finden, Katharina zu helfen.
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Einsteiger

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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:12.10.26 19:12 IP: gespeichert
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Ich lese auch gerne mit, ich kenne sogar noch die aller erste Version aus einem Forum "Anständige Kleidung für junge Frauen und Mädchen"
Die Neufassung gefällt mir, und ich finde, es gut, dass es einleitende Informationen gibt, immer nur Geschichten, wo es "gleich zur Sache" - sprich dem Fetisch geht, werden doch auf die Dauer langweilig.
Finde es daher nett, dass du dir die Mühe machst, dem Ganzen einen neuen Rahmen zu geben. Auch die neuen Ideen gefallen mir ganz gut.
Ich hätte natürlich, wie vermutlich jeder Leser, auch Wünsche oder Vorschläge. Aber wie du geschrieben hast, es ist DEINE Arbeit, und daher gilt, man hat zwei Möglichkeiten zur Auswahl.
"Take it or leave it".
Mach bitte weiter, ich bin schon gespannt darauf, wie sich die Verweigerungen bei DIR in der Gechichte auswirken werden. Ob die junge Damen wohl auch bald, wie ihre Zimmerkollegin, in einer weiteren SH stecken und einen dicken Pullover unter dem Blazer tragen wird. Oder sogar den Schal dazu, wenn sie glaubt, das Abschreiben der Regeln sei nur eine "optionale Freizeitbschäftigung"?
Schöne Grüße und lass dich von Kritik nicht entmutigen, es gibt nur wenige, die selber schreiben, und sich damit das Recht verdienen würden, auch mal Kritik zu üben.
Mr. George
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Stamm-Gast
   Deutschland

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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:15.10.26 08:11 IP: gespeichert
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@Mr. Georg: Vielen Dank für die aufmunternden Worte.
Ich hatte mich bewusst entschieden, mich von den anderen Geschichten im Forum abzugrenzen.
Ich wollte nicht nur BDSM-Erfahrungen aneinander reihen, sondern auch die Folgen für die Opfer beschreiben. Hierfür ist es erforderlich, auch denen Leben vor den Ereignissen zu beschreiben.
Nebenbei habe ich versprochen, die Geschichte zu Ende zu schreiben. Deine Befürchtung, dass ich aufhören werde, ist somit unbegründet.
Die Ur-Version kenne ich selbst nicht und ich habe diese auch mit Google nicht gefunden. Vielleicht kannst Du mir diese zur Verfügung stellen bzw. mir schreiben, wo ich sie finde.
Du - und auch alle anderen Leser - können gerne spekulieren, wie die Geschicht weiter geht und auch eigene Vorschläge unterbreiten. Allerdings steht die Struktur der Geschichte bereits in der Weise, dass ich festgelegt habe, was in welchem Kapitel passieren wird. Die meisten der über 150 sind sogar bereits fertig geschrieben.
Ich werde versuchen, sämtliche Anregungen zu berücksichtigen. Gleichzeitig bitte um Verständnis, falls dies nicht möglich sein sollte.
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RE: Das Mädchenpensionat 2.0
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Datum:19.10.26 21:15 IP: gespeichert
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Kapitel 16: Das Abendessen – Teil 1
Wir waren mit dem Einräumen fast fertig, als plötzlich eine schrille Glocke ertönte. Ich sah Katharina fragend an. „Essensglocke“, erklärte sie mir und wir beeilten uns, noch die letzten Sachen einzuräumen, als auch schon Frau Gruber eintrat. Mit kritischem Blick musterte sie unser Werk und schien mit dem Ergebnis zumindest vorerst zufrieden zu sein. „Gut, im Detail werde ich eure Arbeit später begutachten. Nun kommt zum Essen.“ Wieder im Erdgeschoss betrat ich mit Katharina einen großen Saal. Einige andere Mädchen waren schon anwesend und standen hinter ihren Stühlen. Obwohl sich der Saal rasch füllte, hätte man wohl eine Stecknadel zu Boden fallen hören können, so leise traten die anderen Mädchen ein. Alle waren sie so gekleidet wie ich und keine sagte auch nur einen Ton, nicht einmal einen Blickkontakt konnte ich erkennen. Zwei Mädchen traten schweigend an unseren Tisch. Ich raunte ihnen ein leises „Hallo“ zu. Sofort schallte Frau Grubers Stimme durch den Saal. „Natascha, das Schweigegebot gilt auch für Dich!“ „Verdammt! Hat die eigentlich ihre Augen und Ohren überall?“ „Natascha! Quittiere meine Anweisung und halte deinen Kopf gesenkt. Die Hände gehören auf den Rücken!“ Ich seufzte in mich hinein und quittierte vorschriftsmäßig.
Ich hatte die Hände auf die Rückenlehne des Stuhles parkiert und mir gerade überlegt was das Ganze soll. Die Rückenlehnen der Stühle waren sehr schmal und hoch. Über die gesamte Kante der Lehne waren in regelmäßigen Abständen eher stabile, längliche Metallösen angebracht. Ich zermarterte mir gerade den Kopf über den möglichen Sinn dieser Art von Lehnen, als die Stimme von Frau Gruber mich aus meinen Überlegungen riss.
Alle standen sie nun hinter ihren Stühlen und warteten auf die Anweisung sich setzen zu dürfen. Doch weder Frau Gruber noch die zweite anwesende Erzieherin machten Anstalten, diese Aufforderung auszusprechen. Da und dort trat ein Mädchen von einem Fuß auf den anderen oder seufze leise. Hin und wieder hob sich für Sekunden ein Kopf einige Zentimeter in die Höhe. Den beiden Erzieherinnen entging kein noch so leises Seufzen oder vorsichtiges sich neu positionieren. Sofort wurde das fehlbare Mädchen scharf getadelt und darauf aufmerksam gemacht, dass es angehalten sei, sich während der Wartezeit still und gehorsam zu halten. Einer gewissen Barbara, welche am Tisch neben uns stand wurde sogar angedroht, auf die Mahlzeit verzichten zu müssen, wenn sie es noch einmal wage, eine unpassende Bemerkung von sich zu geben oder sich anderweitig unwillig zu zeigen.
Die Zeit, in der wir wie Bleisoldaten regungslos hinter unseren Stühlen standen, wollte nicht enden. Ich registrierte mit einem vorsichtigen Blick auf die Wanduhr über dem Eingang, dass inzwischen schon fast zehn Minuten verstrichen waren und noch immer sprach niemand die von Allen ersehnte Aufforderung aus.
Plötzlich öffneten sich die Saaltüren und Frau Diekmann trat ein. Sofort machten alle Mädchen, welche mit dem Rücken zu mir standen, also in die gleiche Richtung wie ich, auf dem Absatz kehrt. Sie standen nun mit dem Rücken zu den Tischen und blickten in Richtung des Tisches, wo Frau Gruber, die zweite Erzieherin sowie ein Dienstmädchen standen. „Guten Abend, gnädige Frau Rektorin Diekmann“, schallte es im Chor und die Mädchen knicksten nahezu synchron. Alle, außer einer und die war ich. Katharina hatte mich noch rechtzeitig geschubst und mir zugeraunt, ich solle mich wie sie umdrehen. So stand ich zwar richtig, doch ich war so perplex über den Auftritt der Rektorin, dass ich alles andere vergaß. Frau Diekmann grüßte die beiden Erzieherinnen, nicht aber das Dienstmädchen, welches etwas hinter den Erzieherinnen stand und dieselbe Haltung eingenommen hatte wie wir. Wieder ärgerte ich mich, dass die Rektorin es offensichtlich unter ihrer Würde fand, den Gruß von uns Schülerinnen sowie des Dienstmädchens zu erwidern.
„Wir haben auf dich gewartet, wie Du siehst. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob alle ihr Abendessen verdient haben“, informierte Karin Gruber ihre Chefin. „Gut, Karin. Die Entscheidung überlasse ich Dir. Wie ist es mir der Neuen gegangen? Es war schon schwer genug, dass sie unsere neue Novizin wird. Ihre Eltern konnten wir problemlos überzeugen, aber die Kleine hat sich vehement gewehrt.“ „Sie hat sich heute weiterhin gewehrt, aber wir konnten sie mit ein wenig Nachdruck dann doch überzeugen, zu kooperieren. Nun, von perfekt ist sie allerdings noch meilenweit entfernt. Ob Ansätze vorhanden sind, sich zu fügen, ist im Moment noch schwer zu sagen. Aber sie hat ihre Regeln ja auch erst wenige Stunden. Über die Details können wir uns ja dann heute Abend noch unterhalten.“ „Ist recht“, antwortete die Diekmann in freundlich kollegialem Tonfall. Mir dagegen treib es das Blut in den Kopf. Sie redeten von mir, kein Zweifel! Die „Neue“ oder die „Kleine“, wie abschätzig das klang. Ob Ansätze sich fügen, vorhanden wären… ICH werde mich nicht fügen. NIEMALS! ICH werde keine dieser idiotischen Marionetten, die sich noch für ihr eigenes Todesurteil bedanken würden. Mein Kampfgeist bekam wieder neue Nahrung – auch wenn mir der Magen knurrte und schon fast schmerzte es, weil er so leer war. Ich überlegte, ob ich Frau Diekmann darauf hinwiesen soll, dass ich Natascha vom Hohemstein und nicht die 'Neue' oder die 'Kleine' bin, entschied mich aber dagegen. Erstens hatte ich Hunger und zweitens wollte ich meine Situation nicht noch weiter verschlimmern.
„Zöglinge!“, rief die Diekmann nun plötzlich mit dem Organ eines Feldwebels in den Saal. Die Mädchen erstarrten definitiv zu Salzsäulen und ihre Köpfe senkten sich um eine Nuance tiefer. „Wir haben heute einen neuen Zögling unter uns. Es ist Natascha vom Hohemstein und sie teilt mit Katharina das Zimmer.
Dann führte Frau Diekmann weiter aus: „Sie ist eine Prinzessin und ihr vollständiger Name ist: Natascha, Emilia, Natalie vom Hohemstein und zu Sternenberg, ihre königliche Hoheit „- es folgten die Prinzessin, Erbprinzessin, Erbgräfin, Baronesse und edles Fräulein jeweils in Kombination mit irgendwelchen Gebilden, die es seit 1919 schon nicht mehr gibt.“
Ich schrie „Stopp, ich bin keine königliche Hoheit“ so laut ich es in dem Korsett konnte. Daraufhin maßregelte mich Frau Gruber, da ich Frau Diekmann ersten unterbrochen hatte und dies zweitens ohne Spracherlaubnis getan hatte. Sie wies darauf hin, dass ich nun eine empfindliche Strafe zu erwarten habe. Ich entschuldigte und erläuterte, dass die Bezeichnung 'Königliche Hoheit' nur für regierende Monarchen Verwendung finden würde. Meine richtige Bezeichnung lautet „Hochwohlgeboren“. Ich wies darauf hin, dass ich große Probleme mit dem Deutschen Adelsverein und anderen Adeligen bekommen würde, wenn ich mich so anreden lasse.
Frau Diekmann ging auf meine Ausführungen nicht weitere ein und führte fort: „Ihr wisst, was ich von euch erwarte!“ „Ja, gnädige Frau Rektorin Diekmann!“, schallte es im Chor und ich konnte mir im letzten Moment ein Verdrehen der Augen unterdrücken. Die Diekmann machte eine längere Pause und ließ den Blick über die wartenden Mädchen schweifen. Hätte einer jetzt vor Hunger der Magen geknurrt, es wäre so laut gewesen, als ob ein Flugzeug über unsere Köpfe hinweg gestartet wäre. „Nun denn. Setzen!“ Na endlich, mir knurrte schon längst der Magen und ich zog ungeduldig und erleichtert zugleich den Stuhl nach hinten um mich zu setzten. Doch das Mistding hatte es in sich. Mit einem lauten Quietschen bewegte sich der Stuhl nach hinten. Ich erschrak, aufgrund der Lautstärke selbst und murmelte eine Entschuldigung. „Natascha! Aufstehen!“ Wieder der Feldwebel! Ich erhob mich, musste den Stuhl leise wieder an seinen Ort zurückstellen und dann wieder hinter dem Stuhl Aufstellung nehmen. Es folgte eine Standpauke von Frau Diekmann und schließlich durfte ich mich wieder setzen. Ohne lautes Quietschen des bösen Stuhles. Hätte in dieser Bude etwas mehr Aktion geherrscht, wäre das Geräusch gar nicht aufgefallen. Aber so wurde jedes noch so leise Geräusch zu Lärm.
Dann musste ich mir zu allem Überfluss noch einen Vortrag anhören, welches Glück ich habe, dass meine Eltern mir eine so gute Ausbildung in einem derart luxuriösen Internat ermöglichen. Ausführlich erklärte Frau Diekmann die Grundlagen meiner zukünftigen Ausbildung und die Säulen des Internatskonzeptes.
Sie erläuterte mir, dass ich im Internat die beste Ausbildung bekommen werde, die ich mir vorstellen kann.
„Unsere Unterrichtskonzepte entsprechen den neusten Stand der Leere und meine Lehrkräfte sind Hand verlesen und haben ausnahmslos nur die besten Referenzen.“ Sie erklärte, dass mein Lernplan individuell für mich entsprechend meiner Lernziele und meines Bildungsstandes zusammengestellt wird. Dabei kommt eine Kombination von unterschiedlichen Lernmethoden zum Einsatz. Diese reichen von Frontalunterricht – wobei die Klassenstärke dabei maximal zehn Schülerinnen beträgt, über Projektarbeiten und Gruppenarbeiten und ähnliche Formate bis zum individuellen Lernen und eigenständigen Arbeiten.
Frau Diekmann führte aus, dass sich der Unterricht nicht nur auf die klassischen Schulfächer wie Deutsch, Mathe, Englisch, die Naturwissenschaften und so weiter beschränken würde. Vielmehr stehen auch die Kompetenzen, die ich als spätere Leiterin unseres Familienunternehmens benötigt, die aber an den staatlichen Schulen nicht vermittelt werden, ebenfalls auf dem Lehrplan. „Ich meine Durchsetzungskraft, Willensstärke aber auch vorbildliches Benehmen und standesgemäßes Auftreten. Dabei legen wir in unserem Institut nicht nur großen Wert auf hervorragende Schulleistungen, sondern auch auf die Erziehung zu einer jungen Dame. Wir erreichen dies einerseits durch eine einheitliche Internatsuniform andererseits auch durch ein durchdachtes Regelwerk, welches genauso strikte einzuhalten ist, wie unsere Hausordnung.
Ich hatte – wie gesagt – eine großen Hunger und wollte eigentlich nur mit den Essen beginnen.
Auch meine Mitschülerinnen – oder soll ich besser Mitleidensgenossinnen sagen - ließen sich nichts anmerken. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass auch diese Hunger hatten und das Ende des Vortrages von Frau Diekmann herbeisehnten. Aber weit gefehlt - die Direktorin machte keine Anstalten, ihre Ausführungen zu einem Ende zu bringen. Dabei wiederholten sich ihre Ausführungen mehrfach.
Meine Eltern hätten entschieden, dass ich fortan diese Schule besuchen soll, damit ich die hervorragende Ausbildung bekomme, die sie soeben beschrieben hätte.
Unser Regelwerk hast Du bereits ausgehändigt bekommen. Dieses bildet die Grundlage für das Zusammenleben hier im Pensionat.
Die bedeutet, dass Du Dein Verhalten fortan an diesem ausrichten wirst. Für Dich gelten die gleichen Regelungen, wie für alle anderen Zöglingen. Du wirst Dich in Deinem Verhalten dem Internat würdig erweisen. Dies beinhaltet insbesondere Disziplin, Demut und absolute Unterordnung von Dir.“ Dann erklärte mir Frau Diekmann, dass eine der tragenden Säulen des Internats der unbedingte Gehorsam gegenüber den Lehrkräften und sonstigen Erwachsenen – beispielsweise Deinen Eltern, wenn mich diese besuchen kommen, ist. „Für die Zöglingen, die hier aus der Reihe tanzen, haben wir die Möglichkeit, diese durch entsprechende und bewährte Maßnahmen auf den Weg der Tugend zu bringen. Bisher haben wir es geschafft, dass sich jede Schülerin an die Regeln hält. Das wird bei Dir nicht anders sein. Die Frage ist nur, ob Du Dich sofort anpassen wirst oder ob wir Dich durch einige Maßnahmen, die für Dich teilweise sehr unangenehm sind, hiervon überzeugen müssen. Es ist letztendlich Deine Entscheidung. Wie Du bereits mitbekommen hast, besteht bei uns die Pflicht zum Tragen einer angemessenen Schuluniform. Diese soll Erhabenheit ausstrahlen und den Zusammenhalt unter Euch Schülerinnen stärken und ein Schaulaufen verhindern.“, erläuterte Frau Diekmann. „Es handelt sich um eine anständige Kleidung, die nicht von neumodischen Trends und so Nebensächlichkeiten wie dem Wetter beeinflusst wird.“
Wo bin Du hier hier nur gelandet, dachte ich so bei mir. Zum Glück kommen Deine Eltern bald und dann kannst Du diesen Horrorladen verlassen. Jedoch wusste ich beim besten Willen nicht, wie ich die Zeit bis dahin überstehen soll. Wie haben es die armen Schülerinnen, wie Katharina, nur geschafft, diesen ganzen Schwachsinn teilweise über Jahre auszuhalten? Dann dachte ich wie an die Direktorin. Für mich stand fest, dass diese mich einmal kreuzweise kann und ich mich auf keinen Fall anpassen und unterordnen werde, komme, was wolle. Leider war ich seinerzeit noch nicht so routiniert darin, meine Gedanken zu verbergen, sodass diese von Frau Diekmann wahrgenommen wurden.
So meinte sie: „Du denkst nach. Dass ist gut. Wenn Du überlegt, Dich anpassen, sind es die richtigen Gedanken. Solltest Du aber der Ansicht sein, dass die Regelungen hier für Dich nicht gelten und Du Dich nicht unterordnen musst, dann glaube mit, so ziemlich jeder Deiner Mitschülerinnen hatte zu Beginn ihres Aufenthaltes bei uns, die gleichen Gedanken. Wie Du siehst, sind alle zu dem Ergebnis gelang, dass es für sie besser ist, sich von uns zu einer Dame von Welt ausbilden zu lassen. Es ist – wie gesagt - letztendlich Deine Entscheidung.“
Abschließend erläuterte die Direktorin noch, dass die Beschäftigung mit Gott und dem Glauben sehr wichtig für unsere Entwicklung ist und daher ebenfalls im Internat einen hohen Stellenwert einnehmen würde.
Meine Mitschülerinnen waren offensichtlich bereits an derartige Vorträge gewöhnt und hatten bereits Routine, diese ohne eine Regung über sich ergehen zu lassen. Anders war es bei mir. Weiter hatte ich einen Riesenhunger und wollte nur noch mit dem Essen beginnen. So konnte ich das eine oder andere Rollen meiner Augen nicht unterdrücken. Dies wurde von Frau Diekmann selbstverständlich sofort bemerkt und ich wurde gemaßregelt, dass ich derartig wichtige Informationen nicht mit Unmutsbekundungen zu quittieren habe.
Ich war froh, als es uns dann endlich gestattet wurde, mit dem Essen zu beginnen. Es gab einen einfachen Reisauflauf. Es wunderte mich schon, dass uns ein derart einfaches und schlichtes Essen vorgesetzt und noch nicht einmal serviert wurde. Ich selbst hatte mich in den letzten Jahren regelmäßig mit Freundinnen in der Villa meiner Eltern zu Back- und Kochpartys getroffen und muss sagen, dass Das Essen sehr einfach und gar nicht gut zubereitet war. Diese Einschätzung behielt ich aber besser für mich.
Während der Mahlzeit ging Frau Gruber auf leisen Sohlen durch die Tischreihen und spähte mit Adleraugen auf die Mädchenschar. Offensichtlich fand sie alles zu ihrer Zufriedenheit vor und entschied sich nun mich unter die Lupe zu nehmen. Ätsch, ohne mich! Ich achtete peinlich genau auf die richtige Armhaltung und die anderen Dinge, die man beim Essen so zu beachten hat. Seit einiger Zeit hatten wir regelmäßig Gäste zum Essen zuhause oder ich begleitete meine Eltern in das eine oder andere Restaurant – teilweise privat teilweise mit Geschäftspartner meiner Eltern. Ich wusste, wie wichtig es meinen Eltern war, dass ich ordentliche Tischmanieren hatte.
Was mich allerdings schon etwas verwundet hat, war, dass wir mit Traubensaft, der mit Wasser verdünnt war, angestoßen haben und so getan haben, als wäre es Wein. Damals wusste ich noch nicht, dass es uns einerseits verboten war, Alkohol zu uns zu nehmen, wir uns auf der anderen Seiten im Internat entsprechend den gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu verhalten hatten.
So gab es bei mir erst einmal, nichts zu bemängeln, auch wenn die Gruber fast die gesamte Mahlzeit hindurch mich im Visier hatte. Einzig gegen den Schluss gab es doch noch eine Möglichkeit zur Kritik. Ich hatte Hunger und lud mir eine Portion Reisauflauf, von der ich glaubte, sie problemlos verdrücken zu können, auf den Teller. Doch nach etwa der Hälfte stellte sich unerwartet ein Völlegefühl ein und der letzte Viertel musste ich stehen lassen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich aufgrund des verdammten Korsetts, eine für mich übliche Portion nicht aufessen könnte. Die Enge des Korsetts drückte offensichtlich den Magen derart zusammen, dass nicht mehr so viel Platz hatte wie sonst. Doch schaffte ich es, Frau Gruber zuvorzukommen und sie auf mein Versehen hinzuweisen, mich zu entschuldigen und Besserung zu geloben. Auch knickste ich, wie es von mir erwartet wurde. So blieb es bei einem scharfen Tadel.
Das nächste Kapitel „Das Abendessen (Teil 2)“ werde ich voraussichtlich am nächsten Wochenende veröffentlichen.
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