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DarkO
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Nürnberg




Beiträge: 260

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User ist online
  Das Halsband (mit KI-Unterstützung) Datum:07.08.26 00:22 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo liebe Leser!

Ja, ich fange schon wieder eine neue Geschichte an, auch wenn hier noch vier unvollendete Werke von mir vor sich hin dümpeln. Leider kam die Idee zu dieser Geschichte spontan über mich und ich wollte sie unbedingt gleich hier einstellen. - Denn falls jetzt jemand sagt, dass so eine Halsband-Geschichte hier im Forum bereits existiert, oder das Thema nicht passt, dann lass ich es.

Hinweis: Bei der Erstellung dieses Textes verwende ich zur Unterstützung und zur Beratung ChatGPT.




Kapitel 1 – Das Paket

Wer auch immer diese Aufzeichnungen eines Tages lesen wird – ich möchte meinen Namen hier lieber nicht nennen. Man hat mir bereits genug genommen. Wenigstens dieser eine Teil meiner Persönlichkeit soll weiterhin mir allein gehören.

Vielleicht halten Sie das für übertrieben. Vielleicht denken Sie sogar, ich sei paranoid. Vor einigen Monaten hätte ich wahrscheinlich genauso gedacht.

Damals war ich eine völlig normale Frau mit einem völlig normalen Leben. Ich ging zur Arbeit, traf mich mit Freunden, ärgerte mich über die Unpünktlichkeit der Bahn, vergaß gelegentlich den Einkauf und freute mich auf das Wochenende. Nichts deutete darauf hin, dass sich mein Leben innerhalb weniger Minuten für immer verändern würde.

Wenn ich heute darüber nachdenke, frage ich mich manchmal, ob ich das Paket überhaupt hätte annehmen sollen.

Natürlich ist das völliger Unsinn. Wieso denn nicht? Ich konnte ja nicht wissen, was sich darin befand.

Ich schreibe diese Zeilen nicht, um Mitleid zu erregen. Wenn überhaupt, dann in der Hoffnung, dass jemand die Fehler erkennt, die ich gemacht habe. Vielleicht verhindert das irgendwann, dass sich dieselbe Geschichte noch einmal wiederholt.

Dabei begann alles so unspektakulär, dass ich mich heute manchmal frage, warum ich nicht schon damals misstrauisch geworden bin. Die ehrliche Antwort lautet: Weil es keinen vernünftigen Grund dafür gab.



Es war ein ganz gewöhnlicher Samstagvormittag, als es an der Wohnungstür klingelte. Vor der Tür stand ein DHL-Zusteller mit einem Paket unter dem Arm. Es war etwa so groß wie ein Schuhkarton. Ich wunderte mich, denn ich hatte in letzter Zeit überhaupt nichts bestellt. Trotzdem nahm ich es entgegen. Mein Name und meine Anschrift waren korrekt aufgedruckt. Also unterschrieb ich und trug den Karton in die Küche.

Dort drehte ich das Paket prüfend in den Händen und betrachtete das Versandetikett noch einmal genauer. Dabei fiel mir etwas Seltsames auf: Unter ‚Empfänger‘ stand mein Name. Unter ‚Absender‘ ebenfalls.

Damals vermutete ich einen Fehler. Ich dachte: „Da hat anscheinend jemand beim Erstellen des Versandlabels versehentlich beide Felder identisch ausgefüllt.“ – Irgendwie seltsam war es trotzdem.

Ich schüttelte den Karton leicht. Irgendetwas darin bewegte sich, allerdings nur wenig. Es klang nach etwas Schwerem, das sorgfältig verpackt worden war.

Neugier ist eine erstaunlich mächtige Eigenschaft.

Ein paar Sekunden später durchschnitt ich das Paketband mit einem Küchenmesser und klappte die Laschen auseinander.

Ganz oben lag ein einzelnes Blatt Papier.

Darunter befand sich, sauber in schwarzen Schaumstoff eingelassen, ein breites Halsband aus gebürstetem Edelstahl.

Ich legte das Schreiben beiseite und nahm das Halsband aus seiner Schaumstoffeinlage.

Es fühlte sich überraschend schwer an. Der gebürstete Edelstahl war makellos verarbeitet und sämtliche Kanten sauber verrundet. Nichts daran wirkte billig oder dekorativ. Vielmehr erinnerte mich das Halsband an ein präzise gefertigtes technisches Bauteil, das zufällig in Form eines Schmuckstücks hergestellt worden war.

Auf der Innenseite verlief eine weiche schwarze Polsterung über die gesamte Länge. Sie fühlte sich sehr angenehm an und gab unter leichtem Druck kaum merklich nach.

Das Halsband war geöffnet. Hinten in der Mitte befand sich eine fein gearbeitete Gelenkverbindung, deren mehrere ineinandergreifende Zinken sich beim Schließen vollständig ineinanderfügten. Die einzelnen Elemente waren so präzise gefertigt, dass die Verbindung im geschlossenen Zustand komplett unsichtbar wurde.

Ich führte die beiden vorderen Enden vorsichtig zusammen. Mit einem leisen, satten Geräusch rastete der Verschluss ein: Klack.

Neugierig zog ich die beiden Enden wieder auseinander. Nach kurzem Widerstand sprang es auf.

Ich probierte es noch einmal. Klack. Und gleich ein weiteres Mal. Klack.

Immer schlossen die beiden Hälften sauber bündig miteinander ab und ließen sich anschließend mit etwas Kraft wieder voneinander lösen. Offenbar sorgte ein Magnetverschluss dafür, dass das Halsband sicher zusammengehalten wurde, ohne dabei kompliziert zu wirken.

Ich musste unwillkürlich lächeln. „Nicht schlecht“, dachte ich. Die gesamte Konstruktion war wirklich erstaunlich elegant gelöst.

Ich legte das Halsband zurück in den Karton, nahm stattdessen das Schreiben in die Hand und überflog die wenigen Zeilen.


Für eine neue Werbekampagne suchen wir eine junge, weibliche Person, die unsere Produkte auf Fotos präsentiert. Falls Sie Interesse an einem lukrativen Nebenjob haben, legen Sie sich bitte das beiliegende Halsband an und fertigen Sie ein Selfie an. Senden Sie das Foto anschließend zusammen mit einer kurzen Beschreibung Ihrer Person – beispielsweise Beruf, Hobbys und Alter – an die unten angegebene Telefonnummer. Unter allen Einsendungen wählen wir die am besten geeignete Kandidatin aus. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.


Etwas verunsichert las ich den Brief ein zweites Mal. Eine Werbekampagne? Für Halsbänder? – Gewöhnlich war das sicherlich nicht. Andererseits gab es Werbung für nahezu alles. Warum also nicht auch für extravaganten Schmuck? Vielleicht handelte es sich um einen Hersteller, der bewusst auf ein ungewöhnliches Konzept setzte.



Wenn ich ganz ehrlich bin, dann hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits beschlossen, das Ganze als harmlosen Zeitvertreib zu betrachten. Ein Selfie kostete schließlich nichts. Und falls sich hinter der seltsamen Werbekampagne tatsächlich ein kleiner Nebenverdienst verbarg, umso besser.

Ich nahm das Halsband erneut aus dem Karton und legte es mir um den Hals. Die beiden Enden führte ich vor meinem Kehlkopf zusammen, bis der Magnetverschluss abermals mit einem leisen Klack einrastete.

Die weiche Polsterung schmiegte sich angenehm an meinen Hals. Das Halsband war zwar deutlich schwerer als jede Halskette, die ich bisher getragen hatte, lag dabei aber sanft auf der Haut, ohne zu drücken. Ich empfand sein Gewicht keinesfalls als störend. Auch meine Bewegungsfreiheit wurde überhaupt nicht beeinträchtigt. Es saß locker genug, dass ich mühelos zwei Finger zwischen Hals und Polsterung schieben konnte. Genau genommen war es sogar ein klein wenig zu weit.

Neugierig griff ich nach dem Verschluss und zog die beiden Enden wieder auseinander. Nach einem kurzen Widerstand sprang er auf.

„Alles in Ordnung“, sagte ich zu mir selbst.

Ich schloss das Halsband ein weiteres Mal.

Klack.

Erst jetzt zog ich mein Smartphone aus der Hosentasche und schaltete die Frontkamera ein. Für einen Moment betrachtete ich mein Spiegelbild auf dem Display. Ich drehte den Kopf leicht nach links, dann nach rechts.

Das Halsband sah ungewohnt aus. Nicht protzig, nicht übertrieben auffällig, aber dennoch so markant, dass mein Blick immer wieder daran hängen blieb. Es war einfach sehr präsent. Aber es wirkte keineswegs lächerlich. Ich hätte es wohl am ehesten einer edlen Gothic- oder Designerkollektion zugeordnet. Es erinnerte vielleicht auch ein bisschen an die Art von Schmuck, die man gelegentlich in Reportagen über die BDSM-Szene sah.

„Gar nicht mal so schlecht“, murmelte ich schließlich.

Ich richtete eine lose Haarsträhne, hielt das Smartphone etwas höher, lächelte und machte das Foto.

Nachdem ich es kurz betrachtet hatte, entschied ich, dass es völlig ausreichte. Also öffnete ich die Nachrichten-App, fügte das Bild ein und schrieb ein paar Zeilen über mich: mein Alter, meinen Beruf und zwei oder drei meiner Hobbys. Mehr verlangte das Schreiben schließlich nicht.

Ein letzter Blick über den Text, dann drückte ich auf ‚Senden‘ und schickte damit alles an die in dem Schreiben angegebene Mobilfunknummer.

Kaum hatte ich den Finger vom Display genommen, vibrierte das Smartphone in meiner Hand.

Ich runzelte die Stirn. Auf dem Bildschirm erschien bereits die Antwort. Das ging schnell.


Unterlagen empfangen.

Bewerbung registriert.

Eignungswert: 17 %.


Mehr stand da nicht. Keine Anrede, keine Grußformel. Nicht einmal ein Firmenname. Oder überhaupt ein Name.

Ich wollte das Smartphone gerade wieder ausschalten und weglegen, als ich direkt unter meinem Kinn ein kaum hörbares, elektrisches Sssumm… Klick vernahm.

Fast gleichzeitig schmiegte sich die weiche Polsterung auf der Innenseite des Halsbandes etwas fester an meinen Hals. Es war keine unangenehme Veränderung. Es fühlte sich eher so an, als hätte jemand den Verschluss um einen einzigen Rastpunkt nachgestellt. Das Halsband saß plötzlich erstaunlich gut. Jetzt wackelte es nicht mehr und ließ sich auch nicht mehr verdrehen.

Im nächsten Augenblick vibrierte erneut mein Smartphone und eine weitere Nachricht erschien:


Einheit geschlossen.

Testphase begonnen.


Völlig entgeistert starrte ich auf den Bildschirm.

„Einheit? Welche Testphase? Und überhaupt: Was für ein Test soll das sein?“

Sofort versuchte ich, den Verschluss des Halsbands auseinanderzuziehen. Es gelang mir nicht. Ich bekam nicht einmal mehr einen Finger zwischen die Polsterung und meinen Hals, um besseren Halt zu finden. Immer wieder rutschten meine Fingerspitzen an dem glatten Edelstahl ab.

Ich tastete nach dem Verschluss. Oder besser gesagt: nach der Stelle vor meinem Kehlkopf, an der sich eben noch ein winziger Spalt im Metall befunden hatte. Die schmale Fuge war vollständig verschwunden.

--Fortsetzung folgt--

DarkO
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