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  Der Mantel der Studentin (überarbeitete Fassung)
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gag_coll
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  RE: Der Mantel der Studentin - Kapitel 7 - Der Gürtel - Teil Elf von Elf Datum:28.09.18 05:51 IP: gespeichert Moderator melden


Die Studentin
Kapitel 7 - Der Gürtel - Teil Elf von Elf
Autor: Karl Kollar

»Was wird er wohl sagen?« Julia zögerte immer noch.

»Dein Professor?« Frauke fragte sich, vor wem sie sonst so einen Respekt haben würde.

»Ja.« Ihre Stimme zitterte.

»Er wird stolz auf dich sein.« Frauke holte tief Luft. »Und auch, wenn ich mich wiederhole: Er kann berufliches und privates auch trennen.«

»Meinst du?« Julia war sich immer noch unsicher. »Wird er sich sich behalten, was er über mich weiß?«

»Warum sollte er es ausplaudern, und vor allem: wem gegenüber.« Frauke hoffte, dass es die richtigen Worten sein würden.

»Ich glaube, du hast recht.« Julia blickte immer noch ein wenig zweifelnd auf die drei Schränke.

»Natürlich. Und glaube mir, er wird stolz auf dich sein.« Frauke musste kurz an das denken, was sie selbst nicht geschafft hatte. »Du wirst nicht nur eine gute Studentin sein, sondern auch ein guter Engel.«

Julia war auf einen Schlag wieder nüchtern. »Was hat es eigentlich auf sich mit diesen Engeln?«

»Das werden sie noch früh genug erfahren.« Frau Hegel stand auf einmal im Raum. »Bitte entschuldigen sie, dass ich einfach so herein gekommen bin. Ich wollte schauen, wie weit sie sind.«

»Wir haben noch gar nicht angefangen.« Julia hatte das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen.

»Zu zweit geht es schneller.« Frau Hegel lächelte ein wenig verlegen. »Vorausgesetzt, sie haben nicht dagegen.«

»Können wir dann anfangen?« Julia konnte nicht verhindern, dass sie etwas ungeduldig klang. Sie blickte sich um. »Mit was fangen wir an?« Ihre Augen leuchteten voller Vorfreude auf das anstehende Abenteuer.

Frau Hegel freute sich insgeheim über den Ehrgeiz. Damit würden Julia später die eigentlichen Pflichten sehr viel leichter fallen. »Zuerst das Halskorsett.« Sie ging zum Schrank und holte etwas heraus. »Wir nehmen erst einmal ein kleines Korsett.«

Julia blickte verwundert auf das, was ihre Vermieterin in den Händen hielt. Trotz ihrer Anspannung musste sie lachen. »Wenn das ein Kleines ist, wie sehen denn dann die Großen aus?«

Frauke musste lächeln. »Glaube mir, das willst du nicht wissen.«

Frau Hegel räusperte sich. »Frau Wiesl, das war keine gute Antwort.«

»Ja, Frau Hegel.« Sie drehte sich zu Julia. »Entschuldige bitte. Es geht darum, wie viel des Gesichts vom Halskorsett bedeckt wird. Und dieses hier reicht nur bis zum Kinn.«

Julia war noch dabei, über den Satz nachzudenken.

»Und bevor sie fragen«, ergänzte Frau Hegel. »Sie können sonst das Perlennetz nicht tragen. Und das wollen sie ja auch.«

Julia nickte verlegen, denn sie fühlte sich ertappt.

»Das Halskorsett ist so gearbeitet, dass es bis an das große Korsett heran reichen wird.« Fraukes Stimme wurde etwas leiser.

»Wenn es denn fertig geworden ist«, ergänzte Frau Hegel.

»Ich bin dann ganz eingepackt?« Julias Stimme zitterte ein wenig.

»Ja, so könnte man das sehen.« Auch Frau Hegel war von der Vorstellung fasziniert.

»Hört sich gut an.« Julia keuchte ein wenig, als Frauke das Halskorsett vorsichtig um ihren Hals legte.

»Achten sie bitte darauf, dass sie es nicht zu fest zuschnüren.« Frau Hegel reichte Frauke die entsprechende Schnur. »Wenn sie erst einmal ihr eigenes Halskorsett bekommen hat, das ist das etwas anderes.«

Julia hörte fasziniert zu, während sich das Leder immer mehr um ihren Hals schmiegte. Sie spürte deutlich, wie sie immer mehr ihrer Bewegungsfreiheit verlor.



»Mit dem Handschuh sind sie ja schon vertraut.« Frau Hegel lächelte. »Aber werden sie wirklich eine halbe Stunde aushalten?« Sie lächelte, als sie sah, dass Julia ihre Arme schon auf den Rücken gelegt hatte.

»Wo ist das Problem?« Frauke blickte verwundert auf Frau Hegel. »Wenn es weh tut, öffnen wir einfach den Reißverschluss.«

»Stimmt, das ist ja der Trainingshandschuh.« Sie strich gedankenverloren über das Leder. »Damit ist das möglich.«

Julia erkannte erst später den eigentlichen Sinn dieses Satzes. Es würde Zeiten geben, in denen sie den Handschuh nicht mehr so einfach würde ablegen können. Doch noch musste sie sich damit nicht auseinandersetzen. Sie stöhnte leise, als sie das Leder auf ihren Armen spürte.



»Und die Stiefel wollen sie auch gleich tragen?« Frau Hegel hatte die beiden bis zum Knie reichenden Ballettstiefel in der Hand. »Sind sie sich wirklich sicher, dass sie damit schon gehen können?«

»Das ging gestern doch schon ganz gut.« Julia hatte ein wenig Angst, dass Frau Hegel ihr diesen besonderen Auftritt noch verbieten würde. »Es waren zwar nur wenige Schritte, aber ich habe sofort gemerkt, dass es mir leicht fällt.« Um ihre Worte zu unterstreichen, ging sie trotz ihrer auf dem Rücken festgehaltenen Arme ein paar Schritte auf den Zehenspitzen.

Frauke machte den Mund auf, denn sie wollte etwas erwidern.

Doch dann wurde sie von Frau Hegel mit einem schnellen Wink zurückgehalten. Neid oder Ärger über das eigene Unvermögen waren jetzt fehl am Platz.

»Ich habe nur etwas Respekt vor der Treppe, wenn ich mich nicht festhalten kann.« Julia lächelte leicht verlegen. Sie setzte sich auf das Bett und streckte ihren Beine aus.

»So fair sind wir, nicht war Frau Wiesl?« Frau Hegel hatte Mühe, ihre Begeisterung über Julias Ehrgeiz zu verbergen. »Sie werden Julia die ganze Zeit zur Seite stehen und ihr bei allem helfen.«

»Das mache ich doch gern.« Frauke hatte genauso Probleme, ihre Freude nicht zu zeigen. Julia würde wirklich sehr hilflos sein. Doch dann wurde sie nachdenklich. War sie wirklich so hilflos? Sie konnte zwar ihre Arme nicht mehr bewegen und trug die Perle im Mund, doch sie war fest entschlossen, sich so bei ihrem Professor vorzustellen. Sie war eine starke Frau, die es gewohnt war, mit den Widrigkeiten des Alltags umzugehen. Wobei sie sich dieses Mal diese Widrigkeiten selbst zusammengestellt hatte.

Fasziniert beobachtete Julia, wie sich das stark glänzende Leder der Stiefel sich langsam um ihre Beine schmiegte und ihren Füßen eine ganz bestimme, sehr reizvolle Haltung aufzwang.



»Den Rock machen wir bitte auch ganz zu.« Julia grinste verschmitzt. »Dann fällt es nicht so auf, wenn ich wegen der Stiefel nur Trippelschritte mache.«

Frauke kam der Bitte sofort nach, als sie sah, dass Julia ihre Beine leichte aneinander presste. Danach erhob sie sich wieder.

»Sie sollten trotzdem auf den Rasen aufpassen, weil es dort die eine oder andere Unebenheit gibt.« Frau Hegel seufzte. »Er ist nicht so gepflegt, wie es das eigentlich bräuchte. Es wäre nicht gut, wenn sie deswegen stolpern würden.« Sie musste insgeheim grinsen. Ohne dass es Julia wirklich bewusst war, machte das Mädchen viel, um sich von dem eigentlich Neuen, dem Gürtel abzulenken. Und auch deswegen hatte Frau Hegel sich sofort hinter ihre diesbezüglichen Pläne gestellt. Doch da war noch etwas. Sie trat an Frauke heran und flüsterte. »Frau Wiesl, bitte geben sie gut auf Julia acht, wenn sie auf dem Rasen ist. Ich rechne sehr damit, dass sie kommen wird.«

Frauke braucht einen Moment, bis sie erkannt hatte, was Frau Hegel mit diesen Worten wirklich gemeint hatte. Die Nachfrage, ob sie sich sicher wäre, sparte sich Frauke, denn sie hatte Julias leuchtende Augen gesehen. Dazu kam noch das Adrenalin, wenn sie sich so vor ihrem Professor zeigen würde. Die Dienerin würde vorbereitet sein. Und ein wenig Eifersucht war auch dabei.



»Jetzt kommt noch das Perlennetz.« Julia strahlte jetzt schon über das ganze Gesicht. »Wie wird es es wohl finden? Und wie werde ich zurecht kommen?« Sie drehte sich langsam zu Frauke und öffnete ihren Mund.

Frauke lächelte. »Eigentlich legt es sich der vorbildliche Engel immer als Erstes an.«

Frau Hegel lächelte ebenfalls. »Aber wir wollten ihnen Gelegenheit geben, uns bis zuletzt Feedback geben zu können.«

Julia begriff es zunächst als großes Entgegenkommen. »Danke dafür. Aber es geht mir immer noch gut. Und eine halbe Stunde werde ich das sicher aushalten.« Erst später begriff sie den tieferen Sinn von Fraukes Aussage.

Die Dienerin schob zunächst die Perle in Julias Mund, dann begann sie die Riemen zu sortieren und dann festzuschnallen.

»Das Netz steht ihnen sehr gut.« Frau Hegel war von dem Anblick sehr angetan. »Sie haben das passende Gesicht dafür.«

Julia war sich nicht sicher, ob sie sich über diese außergewöhnliche Kompliment wirklich freuen durfte, denn eigentlich trug sie ja nur einen Ball im Mund, der von verschiedenen Riemen um ihren Kopf festgehalten wurde. Doch der stetige Druck des fest um ihren Kopf gespannte Riemengeschirr gefiel ihr gut, und so begann sie leise zu stöhnen. Nicht unbedingt schon lustvoll, eher war es der Ausdruck einer satten Zufriedenheit.

»Drehe dich mal zum Spiegel.« Frauke lächelte. »Du möchtest sicher wissen, wie du aussieht.« Sie hielt die Haarbürste in der Hand, die vor dem Spiegel bereit lag. »Damit können wir deine Haare noch ein wenig ordnen.«

Julia wollte Frauke dankbar ansehen, doch sie musste feststellen, dass sie auch dafür ihren ganzen Körper drehen musste. Fasziniert blickte sie in den Spiegel. Erst jetzt realisierte sie, dass sie wegen der Stiefel fast zehn Zentimeter größer war als sonst. Doch viel mehr war sie von ihrem riemenverzierten Gesicht fasziniert. Es fiel ihr regelrecht schwer, sich von dem Anblick loszureißen.



»Bitte halten sie sie fest. Der Rasen ist nicht so eben, wie es auf den ersten Blick aussieht.« Professor Hegel war sogar aufgestanden, als Julia in voller Rüstung und mit Trippelschritten auf die Terrasse kam. »Und machen sie ihr für den Anfang den Schrittreißverschluss auf. Wir wollen ihr es ja einfach machen.«

Julia blickte verwundert auf ihr Professor, doch sie traute sich nicht, ihre Lippen zu bewegen. Sie hätte wegen des Reißverschlusses gern widersprochen, doch dies traute sie sich gleich doppelt nicht. Erstes hatte ihr Professor diesen Vorschlag gemacht und dann wollte sie auch vermeiden, dass Speichel aus ihrem Mund laufen würde.

»Sie sehen wirklich schön aus mit dem Perlennetz, es steht ihnen gut.« Herr Hegel lächelte.

Julia nickte einmal.

»Trauen sie sich ruhig zu antworten. Sie brauchen sich wegen dem Speichel nicht zu schämen.« Frau Hegel mischte sich ein. »Je eher sie sich daran gewöhnt haben, desto besser.«

»Es hängt mit den Engeln zusammen.« Frauke kam ihr zu Hilfe. »Dort ist es gern gesehen.«

Julia war nun schon so oft auf die Engel gestoßen, dass sie gern gewusst hätte, um was es sich dabei wirklich handeln würde. Doch irgendwie ahnte sie, dass sie die Antwort dazu noch nicht bekommen würde. Innerlich seufzend drehte sie sich in Richtung der Stufen und machte sich auf den Weg, um ihre Pflichtrunde auf dem Rasen zu absolvieren.



Die wenigen Stufen der Terrasse hinab stellten für Julia gar kein Problem dar. Es störte sie fast ein wenig, dass Frauke dabei festhielt. Doch sie wollte sich auch nicht von ihr lösen. Was natürlich zum größten Teil daran lag, dass sie in ihrer fast völligen Hilflosigkeit überhaupt keine Möglichkeiten mehr dazu hatte. Sie riskierte allenfalls, dass sie stolpern und hinfallen würde. Und das wollte sie auf jeden Fall vermeiden.

Als sie den Rasen betreten hatte, fühlte sie ein bisher nicht bekanntes Glücksgefühl. Sie wusste, dass sie fast alle Sachen von Carolin trug, inklusive des Gürtel und dieser seltsamen Stiefel, und sie wusste, dass ihr Professor sie beobachtete. Seit sie mit ihm mehrmals zur Uni gefahren war, hatte sich ein Gefühl von vorsichtiger Freundschaft entwickelt. Gerade das machte es jetzt doppelt schwierig, sich in Carolins Sachen würdevoll zu bewegen. Doch mit jedem Schritt spürte sie, wie sie immer sicherer wurde, und sie merkte, dass sie sich in die Geborgenheit der ledernen Umarmung fallen lassen konnte.

Sowohl Fraukes leichte Berührungen als auch die hoffnungsvollen Blicke des Ehepaars Hegels begleiteten sie, und sie fühlte sich zum Teil an ihren Traum erinnert. Sowohl ihr Professor als auch seine Frau schauten auf ihre Gestalt und schienen sich mit jedem Schritt mehr zu freuen.

Julia begann leise zu stöhnen, denn ihr Körper wurde von Glückshormonen überströmt. Sie trug fast alles, was auch für Hegels Tochter vorgesehen war, und ihr wurde mehrfach vermittelt, dass auch sie selbst auf dem besten Weg zu einem guten Engel war.

Langsam ließ ihre Anspannung nach, und sie fühle, wie sie sich wirklich in ihre Fesseln fallen lassen durfte. Sie spürte das Leder an ihren Armen und die Riemen in ihrem Gesicht. Fraukes Hände schienen sie langsam zu streicheln.

Immer lauter wurde ihr Stöhnen, und dass ihr einiger Speichel aus dem Mund lief, störte sie überhaupt nicht mehr, auch weil ihr versichert wurde, dass dies zu einem guten Engel dazu gehören würde.

Diese Engel. Sie fühlte, dass sie auf einem guten Weg unterwegs war, und dass ihr fast alles Spaß machte, erregte sie zusätzlich.

Erst als sie den Orgasmus in ihrem Körper spürte, blieb sie stehen und war über Fraukes einfühlsame Reaktion sehr dankbar. Sie hatte sie einfach in den Arm genommen und hielt sie fest. Sie kam erst wieder zu sich, als ihr Professor vor ihr stand.

»Ich bin sehr stolz auf sie.« Er streichelte ihr vorsichtig über die Wange. »Jetzt bin ich sicher, dass sie ein guter Engel werden.«

Julia betrat langsam wieder die Erde und genauso langsam realisierte sie das Lob, welches sie gerade von ihrem Professor bekommen hatte.

»Lass uns die Runde noch zu Ende gehen.« Auch Frauke war von dem Höhepunkt sehr beeindruckt, obwohl sie von Frau Hegel darauf vorbereitet war. Sie war tief in sich ein wenig neidisch, denn sie selbst hatte es nie geschafft, sich so weit fallen zu lassen. Über die Gründe dazu wollte sie in diesem Moment des Glückes aber nicht nachdenken.

»Wenn sie möchten, können sie sich dann zurück ziehen.« Der Professor begab sich wieder auf die Terrasse und setzte sich wieder auf seinen Liegestuhl.

Frau Hegel war extra aufgestanden. Als Julia langsam an ihr vorbei ging, streichelte sie ihr noch einmal sehr zärtlich, aber wortlos über den Kopf.

* * *

»Den Gute-Nacht-Kuss gibt es heute nicht mehr. Du hattest schon deinen Spaß.« Frauke versuchte, eine vorwurfsvollen Miene aufzusetzen. Eifersucht brauchte sie nicht mehr vorzuspielen, denn es wurmte sie wirklich, dass Julia ganz ohne ihr Zutun gekommen war.

Julia hatte ihre Freundin sofort durchschaut, doch sie war bereit, das Spiel mitzuspielen. »Sie müssen mir glauben, Herrin, das war keine Absicht.« Sie blickte noch einmal im Zimmer umher. Die Sachen vom Spaziergang waren alle wieder weggeräumt und sie selbst lag schon in dem strengen Nachthemd auf dem Bett. Kurz zuvor war Frau Hegel noch einmal bei ihr gewesen, um beim Abnehmen des Keuschheitsgürtel dabei zu sein und ihren Körper an den entsprechenden Stellen auf Druckstellen zu prüfen. Doch zu Julias Erleichterung gab es nichts zu beanstanden.

»So so?« Frauke strich noch einmal durch ihr Gesicht. »Hattest du den meine Erlaubnis dazu?«

»Nein!« Julia gab sich schuldbewusst. »Ich habe ohne ihre Erlaubnis gehandelt.«

»Nun, für die Ehrlichkeit will ich Gnade walten lassen.« Frauke gab sich Mühe, nach wie vor streng auszusehen. »Aber eine Strafe ist trotzdem fällig.«

»Bitte bestrafen sie mich, Herrin.« Julia war mehr als bereit, dass Spiel mitzuspielen. Außerdem hatte sie verpackt in dem strengen Nachthemd ohnehin keine Wahl. Sie wusste, dass sie für einen Einschlaf-Höhepunkt auf Frauke angewiesen war.

Frauke grinste teuflisch, als sie wie den Abend zuvor wieder zu Fernbedienung griff.


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  RE: Der Mantel der Studentin (überarbeitete Fassung) Datum:11.10.18 18:51 IP: gespeichert Moderator melden


huhu gag_coll
Wie auch bei Maria muss ich sagen, mir gefällt dein Schreibstil. Es macht echt Spaß, deine Geschichten zu lesen.

Werden wir je erfahren, was Frauke angestellt hat, um in diese Lage zu kommen?
Wird Julia wirklich ein Engel werden?
Werden Julia und Frauke vielleicht sogar ein Paar?

Fragen über Fragen...
Wir werden sehen, es bleibt spannend...

Gruß

Eure Kami
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gag_coll
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  RE: Der Mantel der Studentin (überarbeitete Fassung) Datum:12.10.18 15:45 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Kami,

Zitat
Wie auch bei Maria muss ich sagen, mir gefällt dein Schreibstil. Es macht echt Spaß, deine Geschichten zu lesen.
Danke, das freut mich sehr.
Zitat
Werden wir je erfahren, was Frauke angestellt hat, um in diese Lage zu kommen?
Ich denke, mit dem nächsten Kapitel wird das etwas deutlicher.
Zitat
Wird Julia wirklich ein Engel werden?
Gute Frage...
Zitat
Werden Julia und Frauke vielleicht sogar ein Paar?
Naja... Ich will nicht zuviel verraten, aber lies erst einmal Kapitel acht.

Viele Grüße
gag_coll


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gag_coll
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  RE: Der Mantel der Studentin - Kapitel 8 - Böses Erwachen - Teil Eins von Zehn Datum:12.10.18 15:53 IP: gespeichert Moderator melden


Die Studentin
Kapitel 8 - Böses Erwachen - Teil Eins von Zehn
Autor: Karl Kollar

»Willst du nicht langsam mal aufstehen?« Frauke stand an Julias Bett und blickte verliebt auf die hilflose Gestalt.

Die Studentin versuchte, sich in dem Nachthemd zu räkeln, doch wie schon in den Nächten zuvor unterband es zuverlässig jede ausufernde Bewegung.

»Haben sie gut geschlafen?« Frau Hegel trat ebenfalls an das Bett.

Julia blinzelte zunächst verwundert, weil sie nicht mit ihrer Vermieterin gerechnet hatte, doch dann erkannte sie die Gelegenheit. »Bitte, ich möchte unbedingt den Schlüssel für den Gürtel abgeben.«

Sowohl Frau Hegel als auch Frauke war sofort klar, dass ihre Mieterin offensichtlich wieder etwas Aufwühlendes geträumt haben musste. Die Dienerin äußerte diesbezüglich eine Frage.

»Nach dem Anlegen des Geschirrs wollte ich den Schlüssel nicht abgeben.« Julia keuchte beim Erzählen. »Und als ich dann die Kühe besucht habe, haben meine Brüder mir aufgelauert, und sie haben ihn mir weggenommen.«

»Haben sich ihre Brüder nicht gewundert, dass sie so seltsame Kleidung trugen?« Frau Hegel fand den Traum insgeheim sehr aufschlussreich und nützlich für ihre eigentlichen Pläne.

»Es war wohl eine schlechte Idee, sich in dem Stahlbikini sonnen zu wollen.« Julia lächelte verlegen. »Den Schlüssel dafür hatte ich um den Hals hängen, weil ich ihn nicht verlieren wollte.«

»Das mit dem Sonnenbad wäre übrigens auch im realen Leben keine sehr gute Idee.« Frau Hegel musste lächeln. »Das Metall würde sich sicher schnell aufheizen, glaube ich.«

Julia schreckte auf. »Oh, danke für den Hinweis.« Sie grinste. »Dann war der Traum ja gleich doppelt lehrreich.« Sie suchte den Blick von Frauke. »Wirst du bitte auf meinen Schlüssel aufpassen?« Sie hatte etwas Verliebtes im Blick. Nur zu gern dachte sie an die letzte Nacht zurück, in der Frauke noch sehr lange mit ihr und der Fernbedienung gespielt hatte. Immer noch glaubte sie, überall die zärtlichen Berührungen der Dienerin zu spüren.

»Jetzt stehen sie bitte erst einmal auf.« Frau Hegel zog die Bettdecke weg. »Das mit dem Schlüssel machen wir nach dem Frühstück und vor Zeugen.« Sie drehte sich zu der Dienerin. »Frauke, helfen sie Julia bitte mit dem Nachthemd?«

Frauke deutete einen übertriebenen Knicks an, dann trat sie an das Bett und griff zum Reißverschluss.

Während das leise Ratschen ertönte, erschauderte es Julia, denn sie hatte eben realisiert, was die Worte ihrer Vermieterin bezüglich der Zeugen bedeuteten. Ihr Professor würde der Zeuge dieser kleinen, aber offensichtlich sehr wichtigen Zeremonie sein. Sie hatte eigentlich nichts dagegen, sich Frauke auf diese Weise auszuliefern, doch dass ihr Professor dabei Zeuge sein sollte, an diesen Gedanken musste sie sich erst noch gewöhnen.

Auf einmal erschrak Julia, denn sie hatte realisiert, dass sie ja auch noch den Schmetterling an so prominenter Stelle trug. Die bislang so kraftvollen Batterien waren jetzt allerdings leer. Doch zu ihrer Erleichterung hatte Frau Hegel sich abgewandt und stand am Tisch, um den abgelegten Keuschheitsgürtel zu untersuchen. »Wie hat er gestern gepasst?«, fragte sie, ohne sich umzudrehen.

Julia war so angespannt, dass sie einige Zeit brauchte, bis sie zu einer Antwort fähig war. »Ich habe ihn eigentlich gar nicht gemerkt.« Das war zwar nicht ganz die Wahrheit, doch sie wollte ihre Vermieterin auch nicht unnötig enttäuschen.

Dank Frauke war sie jetzt in der Lage, sich von dem Schmetterling und dem Nachthemd zu befreien. Dankbar schlüpfte danach in den Bademantel, den Frauke ihr gereicht hatte.

»Und sie sind sich sicher, dass sie ihn heute in die Uni tragen wollen?« Noch hatte sie sich nicht vom Tisch weg gedreht.

Julia blickte verwundert auf. »Ich muss doch, oder?«

Frau Hegel bestätigte es etwas verlegen. »Aber es wäre uns schon lieber, wenn sie es nicht nur uns zu Liebe machen.« Sie blickte schaute kurz über ihre Schulter, und als sie Julia im Bademantel sah, drehte sie sich wieder zu ihr hin.

»Machen sie sich diesbezüglich keine Sorgen.« Julia war erleichtert. »Er trägt sich gut. Ich bin zuversichtlich, dass ich den Tag gut überstehen werde.«

»Was ist, wenn sie einmal auf Toilette müssen?« Frau Hegel wollte die wirklich unangenehmen Sachen lieber sofort ansprechen.

»Ich bin vorbereitet.« Sie lächelte. »Ich habe mich mir der Spritze und auch mit dem Notfallset vertraut gemacht. Und ich werde einen Rock tragen.«

Mit der Antwort war Frau Hegel mehr als zufrieden. »Ich wollte sie noch einmal beglückwünschen für den gelungenen Auftritt gestern Abend.«

Julia blickte verwundert auf.

»Draußen, auf dem Rasen.« Frau Hegel lächelte. »Mit den schönen Stiefeln.«

»Ach so«, lächelte Julia. »Ja, am Anfang hatte ich ziemlich Angst, dass ich mit den Stiefeln stolpern würde. Doch dann habe ich gemerkt, dass ich doch gut mit ihnen zurecht komme.«

»Ich freue mich, dass zu hören. Das wird es ihnen in der Zukunft sehr viel einfacher machen.« Den Rest ihrer Gedanken sprach sie allerdings nicht aus. ‚Aber es bleibt schwer genug. Und sie müssen sich noch gegen die anderen Anwärterinnen durchsetzen.‘ Dass Julia die Aufnahme bestehen würde, davon war sie mittlerweile überzeugt.

»Also dann, gehen wir es an.« Julia drehte sich und ging zügig ins Bad.



Frau Hegel wartete, bis sich die Tür des Badezimmers geschlossen hatte. »Ich glaube, sie möchte ihnen den Schlüssel geben.« Sie sprach etwas leiser.

Frauke horchte auf, denn sie hörte einen gewissen Unterton. »Sind sie damit nicht einverstanden?«

»Nun ja, das hatten wir nicht erwartet.« Dieses Mal lief es ein wenig anders als die Male zuvor. »Aber wenn sie sich ihnen anvertrauen möchte, haben wir natürlich nichts dagegen.«

Frauke lächelte. »Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen.« Ob sie damit Julia oder Hegels meinte, ließ sie allerdings offen.

Frau Hegel ging zügig zu Tür. »Ich erwarte sie dann beim Frühstück. Sie auch, Frau Wiesl.«

»Sehr gern.« Frauke bedankte sich verwundert für die Einladung.



Julia kam etwas langsamer und voller Respekt aus dem Bad. »Jetzt ist es also soweit.« Sie blickte sich um und war erleichtert, als sie sah, dass sie jetzt mit Frauke allein war.

Frauke spürte Julias Gedanken. »Frau Hegel wartet mit dem Frühstück auf uns.«

Julia trat an den Tisch heran. »Fangen wir an.« Sie versuchte ihre Nervosität nicht zu zeigen, was ihr aber nur leidlich gelang. Sie nahm sich den Gürtel vom Tisch und hielt ihn kurz hoch.

»Was ist los?« Frauke versuchte ihrerseits ein wenig auf das Tempo zu drücken. Unbewusst wollte sie verhindern, dass es sich Julia noch einmal anders überlegen würde.

Doch zu ihrer Erleichterung legte sich Julia den Gürtel mit einer solchen Ruhe und Selbstverständlichkeit an, dass es ihr den Atem nahm. Sie kam nicht umhin, es zu bemerken. »Man könnte meinen, du trägst es schon ewig.«

»Danke.« Julia lächelte. »Ich habe die Handgriffe dazu extra geübt.« Sie blickte suchend umher. »Reichst du mir einmal das Schloss?« Auf dem Tisch lagen einige Schlösser, aber nur ein Schlüssel.

Frauke lächelte ebenfalls. »Aber gern.« Als sie sah, dass Julia den Gürtel mit beiden Händen festhielt, hatte sie auf einmal eine Idee. »Soll ich es gleich anbringen?«

»Das wäre nett.« Julia blickte fasziniert auf den Verschluss des Gürtels.

Frauke trat an Julia heran. Es machte ‚Klick‘. »Das war es schon.«

Julia wandte ihren Blick zum Schlüssel, dann wieder zum Schloss. »Jetzt bin ich eingesperrt.« Es lag eine gewisse Faszination in ihren Worten.

»Aber das war noch nicht alles.« Frauke ging wieder zum Tisch und nahm den Keuschheits-BH in die Hand. Sie lächelte subtil. »Willst du deine Lieblinge noch einmal streicheln?«

Julia griff den Gedanken lächelnd auf. »Aber Frau Wiesl!« Sie gab sich Mühe, um empört zu klingen. »So etwas würde ich doch nie machen.«

Frauke grinste breit. »Na, dann macht dir dieser BH bestimmt nichts aus.«

»Ich freue mich schon, wenn ich damit in die Uni gehe, ehrlich.« Julia blickte fasziniert auf die beiden Stahlhalbkugeln, die sich jetzt über ihre Brüste gelegt hatten. »Bitte ebenfalls verschließen.« Sie blickte Frauke mit glasigem Blick an.

»Aber natürlich.« Frauke griff zum nächsten Schloss, und gleich darauf machte es zum zweiten Mal ‚Klick‘. »Was möchtest du beim Frühstück zum Rock tragen?«

»Es darf ruhig etwas Feierliches sein. Eine weiße Bluse vielleicht?« Julia blickte verzaubert zum Schrank. Doch dann fiel ihr Blick auf den Tisch. »Da liegen noch zwei Ringe und einige Ketten. Sind wir noch nicht fertig?«

Frauke ging zum mittleren Schrank und griff hinein. Sie hielt eine Bluse hoch. »Diese hier?« Erst jetzt realisierte sie die Frage der Studentin. »Das sind die sogenannten Schenkelbänder.«

»Schenkelbänder?« Julia war verwundert. »Wofür sind die denn noch?«

Frauke reichte ihr die Bluse, dann legte sie ihr den Finger auf den Mund. »Du bist immer so neugierig.« Sie lächelte. »Du wirst es noch früh genug erfahren.«

Julia zog sich die Bluse an und griff danach zum Rock, den Frau Hegel schon bereit gelegt hatte. »Du machst es spannend.«

»Ach, diese Dinger sind einfach nur lästig.« Doch dann erinnerte sie sich an ihren eigentlichen Auftrag. »Nein, ‚lästig‘ ist das falsche Wort. Sie verhindern, dass du deine Beine spreizen kannst.«

Julia war gerade dabei, sich den inneren Reißverschluss des Rockes zu schließen. »Aber wenn ich diesen Rock trage, kann ich das doch auch nicht.« Sie war insgeheim immer noch sehr fasziniert davon, auf so eine raffinierte Weise einen Teil ihrer Bewegungsfreiheit zu verlieren, ohne dass es nach Außen auffiel.

»Deswegen sollst du die Schenkelbänder ja auch erst zur Uni anlegen.« Frauke war insgeheim von Julias Ehrgeiz fasziniert. »Und unter dem Rock sind sie für andere Leute unsichtbar.«

»Na dann ist es ja gut.« Julia grinste, dann zog sich den äußeren Reißverschluss zu.

»Können wir dann zum Frühstück gehen?« Frauke klang ein wenig ungeduldig. »Ich habe Hunger.«



»Sehr elegant zusammengestellt. Ich wünsche ihnen einen guten Morgen.« Der Professor begrüßte Julia beim Betreten des Esszimmers. »Wie geht es ihnen heute?«

»Gut, danke.« Julia sah, dass der Tisch heute für vier Personen gedeckt war. Erst jetzt realisierte sie, dass auch Frauke das Esszimmer betreten hatte. »Ihnen auch einen guten Morgen.« Sie nahm auf dem ihrem Stuhl Platz.

»Sie haben sich wegen des Schlüssels schon entschieden?« Er hatte sich Mühe gegeben, einen freundlichen Ton zu benutzen, obwohl ihn das Thema schon sehr interessierte.

Doch seine Frau ging sofort dazwischen. »Winfried, jetzt lass uns doch erst einmal frühstücken.«

Julia war insgeheim erleichtert, dass sie jetzt noch nicht antworten musste. Irgendwie reichte ihr schon der Gedanke, dass ihr Professor über ihre neue stählerne Unterwäsche Bescheid wusste. An dieser Stelle hätte sie sehr gern Privates von den Uni-Sachen getrennt gewusst. Doch darauf hatte sie in dieser Situation keinen Einfluss.

»Greifen sie zu und lassen sie es sich schmecken.« Frau Hegel begann, den Kaffee einzuschenken.

Julia versuchte, ihre Nervosität zu unterdrücken und das Frühstück zu genießen. Doch sie hatte sich die kleine Kette mit dem bewussten Schlüssel um den Hals gehängt, und diese Last wurde scheinbar immer schwerer.

Natürlich wusste sie, dass dies nur Einbildung war, doch es erinnerte sie die ganze Zeit daran, dass sie noch eine für sie sehr wichtige Entscheidung zu treffen hatte. Denn eines war ihr mittlerweile klar geworden – wenn sie den Schlüssel abgab, dann war sie die ganze Zeit in der Uni in ihre Stahlunterwäsche eingeschossen, ohne dass sie es ändern konnte. Sie fragte sich immer wieder, ob sie dazu wirklich schon bereit war.

Doch sie wusste von Hegels Zeitdruck, und wenn es wichtig war, dass sie diesen Gürtel und die anderen Teile tragen können musste, dann wollte sie sich diesem Ziel nicht in den Weg stellen.



Es war ein sehr gemütliches Frühstück gewesen, und Julia hatte die Zeit noch genutzt, um die eine oder andere Frage zu den Gürteln zu stellen. Doch schließlich spürte sie, dass sie das Unvermeidliche nicht mehr länger hinauszögern konnte. Vor allem aber wollte sie sich gegenüber ihrem Professor keine Blöße geben. »Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Beinringe anfühlen wird.« Sie benutzte mit Absicht die falsche Vokabel.

»Sie meinen die Schenkelbänder?« Frau Hegel schaute ihren Mann verwundert an.

Frauke stöhnte etwas. »Die Dinger sind einfach nur lästig.«

»Frau Wiesl, bitte.« Frau Hegel konnte nicht verbergen, dass sie etwas verärgert klang.

»Lassen sie nur, Frau Hegel. Ich glaube, ich habe das auch schon erkannt.« Julia erkannte sofort, um was es ihrer Vermieterin ging. »Trotzdem bin ich sehr gespannt darauf.«

»Worauf wartet ihr noch?« Herr Hegel blickte die drei Damen verwundert an. »Bitte wartet nicht auf mich.« Er wandte sich an seine Frau. »Sind die neuen Verbindungsstücke noch gekommen?«

»Marianne hat es mir gestern noch in die Hand gedrückt.« Sie drehte sich zu Julia, dann holte sie zwei seltsame kleine längliche Gegenstände vom Tisch und reichte sie der Studentin. »Wir haben hier noch eine Neuerung. Sie wollen ja bestimmt in der Uni nicht auffallen.«

Julia betrachtete sie ausführlich, doch sie konnte sich trotzdem keinen Reim darauf machen. »Was ist das?«

»Diese ‚Dinger‘ tragen sie zwischen den Beinen.« Frau Hegel lächelte ein wenig verlegen. »Es sieht zwar etwas seltsam aus, aber dafür wird es beim Gehen keine Geräusche machen.«

Erst als Julia den neidischen Blick von Frauke bemerkte, fiel ihr ein, dass bei der Dienerin oft ein leises metallisches Klirren zu hören war. Sie blickte auf. »Danke.«


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  RE: Der Mantel der Studentin - Kapitel 8 - Böses Erwachen - Teil Zwei von Zehn Datum:16.10.18 05:28 IP: gespeichert Moderator melden


Die Studentin
Kapitel 8 - Böses Erwachen - Teil Zwei von Zehn
Autor: Karl Kollar

»Du bist die Erste, die das Tragen darf. Es ist eine Neuentwicklung und befindet sich noch im Test.« Frauke schloss die Tür zu Julias Zimmer, nachdem sie beide eingetreten waren.

Julia verzichtete darauf zu fragen, vorher Frauke das wusste. »Danke, ich weiß die Ehre zu schätzen.« Es klang ein wenig pathetisch und sie tat sich deswegen auch schwer, ein Grinsen zu unterdrücken. Aber es half ihr, ihre zunehmende Nervosität in den Griff zu bekommen.

»Dann ziehe bitte deinen Rock aus.« Frauke ging zum Tisch. »Ich bereite inzwischen die beiden Bänder vor.«

»Ich bin schon sehr gespannt.« Julias stimme zitterte vor Anspannung.

»Ach, es wird überschätzt.« Frauke versuchte, ironisch zu klingen. Auch sie war von dem Moment und der angekündigten Zeremonie der Schlüsselübergabe fasziniert. Sie verdrängte den Gedanken, dass sie sich schon sehr lange ebenfalls von diesen Bändern quälen lassen musste.

Beim normalen Gehen fielen die Schenkelbänder nicht auf, aber sobald sie an irgendwelche Stufen kam, zeigten ihr die Ringe sofort ihre Grenzen auf. Besonders unbeliebt waren Treppen. Doch sie wagte es nicht, Julia davon etwas zu sagen.



»Und wie geht das jetzt?« Julia stand vor Frauke und strahlte sie an. Sie hatte sich den Rock ausgezogen und trug auch schon die Bluse, die sie in der Uni tragen wollte.

Frauke seufzte, dann nahm sie den ersten der beiden Ringe in die Hand und bat Julia, ihr Bein anzuheben. »Wir müssen sie einmalig auf deine Größe einstellen.«



»Jetzt kannst du dir den Rock anziehen.« Frauke war von dem Arbeiten nahe an Julias magischem Dreieck sehr bewegt. Sie hatte es nicht geschafft, die weiche Haut nicht zu streicheln und hatte zugleich das Zittern der Studentin bemerkt, die sich der Nähe ebenfalls bewusst war.

»Von so etwas habe ich schon immer geträumt.« Julias Stimme war sehr leise. »Ich wusste aber weder, wie es aussieht, noch das es so etwas überhaupt gibt.« Sie griff zum Rock und begann mit dem Anziehen.

»Du siehst faszinierend aus.« Frauke hatte Mühe, Luft zu holen, so sehr hatte sie dieser Augenblick in den Bann gezogen.

»Jetzt kommt der interessante Teil.« Julia stand auf und ließ die Stoffbahnen des Rockes an sich herunter rutschen. »Man sieht wirklich nichts«, bemerkte sie nach einem kurzen Blick in den Spiegel.

»Wie sollte man auch...«, grinste Frauke. »Da müsstest du schon einen Minirock tragen.«

»Das wäre allerdings etwas verwegen.« Julia lächelte. »Im Grunde genommen sieht es so ähnlich aus wie Strumpfbänder.«

Frauke verschluckte sich, dann verdrehte sie die Augen. »So etwas kann auch nur dir einfallen.«

»Ich glaube, Hegels warten auf uns.« Jetzt war es an Julia, an das Ereignis zu erinnern, vor dem sie eigentlich Angst hatte.

Doch dann horchte sie in sich. War es wirklich Angst? Was war eigentlich so schlimm daran, dass ihr Vermieter – und diesmal dachte sie nicht an ihren Professor – über ihren Zustand Bescheid wusste? Im Gegenteil, wenn er es wusste, wann würde er eventuell einmal etwas geduldiger sein, wenn er auf sie würde warten müssen. Sie stand auf und ging zur Tür.

»Was hast du es denn auf einmal so eilig?« Frauke schüttelte den Kopf, dann ging sie ihr verwundert hinter her.



An der Treppe bemerkte Julia das erste Mal ihre neue eingeschränkte Freiheit. Sie konnte ihre Beine nicht mehr spreizen, wie sie es eigentlich wollte. Doch nach einigen wenigen Stufen hatte sie einen Weg gefunden, wie sie die Treppe trotzdem würdevoll meistern konnte.

»Ich dachte, sie wollten sie sich noch die Schenkelbänder anlegen?« Frau Hegel blickte verwundert auf ihre Mieterin, die gerade die Treppe verließ.

»Aber ich trage sie...« Julia war mehr als verwundert.

»Ich bin erstaunt, wie gut sie damit schon umgehen können. Es fällt überhaupt nicht auf.« Frau Hegel empfing Julia schon im Flur. »Kommen sie, mein Mann wartet im Wohnzimmer.«



»Wie geht es ihnen, Julia?« Herr Hegel war aufgestanden und wartete, bis seine Frau mit Frauke ebenfalls eingetreten war.

»Danke, gut.« Julia strahlte. »Ich bin bereit für die Uni.« ‚...und sonstige Schandtaten.‘ fügte sie in Gedanken noch dazu.

Frau Hegel räusperte sich. »Frau Sommer, Frau Wiesl, Winfried.« Sie blickte die angesprochenen Personen jeweils kurz an. »Jetzt kommt ein wichtiger Moment.«

»Nun mache es doch nicht so feierlich.« Herr Hegel fühlte sich sichtlich unwohl.

Doch seine Frau ließ diesen Einwand nicht gelten. »Julia, sie möchten den Schlüssel zu ihrer Unterwäsche abgeben?« Sie blickte ihre Mieterin fragend an.

Julia bestätigte es zögernd. Sie war von der feierlichen Stimmung ebenfalls überrumpelt.

Sie blickte zu Frauke. »Frau Wiesl! Sie sind bereit, auf diesen so wichtigen Schlüssel die nächste Zeit aufzupassen?«

Auch Frauke bestätigte es.

»Julia, dann überreichen sie Frau Wiesl bitte den Schlüssel.« Frau Hegel blickte Julia ermutigend an.

Julia blickte noch einmal an sich herunter, dann griff sie zu der Kette und nahm sie sich ab. Ihre Hand zitterte leicht, als sie Frauke den Schlüssel übergab.

Doch dann geschah etwas, was Julia erbleichen ließ.

Herr Hegel drehte sich zu Frauke. »Wir hatten etwas besprochen...«

Frauke blickte zu Boden, dann reichte sie dem Professor den Schlüssel, den sie gerade erst bekommen hatte.

»Warum denn das?« Julia war entsetzt und hatte sich entsprechend nicht unter Kontrolle.

Frauke hielt ihren Blick weiterhin gesenkt.

»Julia, lassen sie mich das erklären.« Frau Hegel hatte mit genau dieser Reaktion gerechnet. »Mein Mann ist heute die ganze Zeit in ihrer Nähe, und wenn sie mit irgendetwas Probleme haben sollten, können sie ihn sofort um den Schlüssel bitten und müssen nicht warten, bis sie wieder bei Frauke sind.«

Es hatte natürlich noch einen anderen Grund, den Frau Hegel in diesem Moment allerdings nicht äußern wollte. Wenn Julia etwas Negatives passieren sollte, dann sollte sie es möglichst einfach haben, sich von dem Gürtel zu befreien. Es sollten sich auf keinen Fall stärkere Abneigungen bilden können.

»Ja, das ist einzusehen.« Es fiel Julia zwar schwer, diese Gedanken zu akzeptieren, doch die Gründe dafür hatte sie sofort eingesehen. Zumal sie heute auch wirklich fast den ganzen Tag in der Nähe ihres Professors sein würde.

Doch es bewirkte auch noch etwas anderes. Dadurch, dass sie den Schlüssel in ihrer Nähe wissen würde, entwickelte sie schon jetzt einen gewissen Ehrgeiz, den Schlüssel auf keinen Fall benutzen zu wollen.

Frau Hegel schien ihre Gedanken erraten zu können. »Wir glauben es ja auch nicht, aber sollten sie unerwartet Probleme mit dem Gürtel haben, möchte ich sie eindringlich darum bitten, mit meinem Mann zu reden. Ihre Gesundheit ist uns wichtiger als die Engel.« Letzteres war etwas weit hergeholt, doch sie wusste, dass sie gegenüber Julia Druck in einer ganz bestimmten Richtung aufbauen musste.

»Ich danke ihnen.« Julia holte ganz tief Luft. »Und jetzt bin ich bereit für die Uni.«

Frauke wagte es langsam wieder, ihren Kopf zu heben. Trotzdem vermied sie den Blick zu Julia, denn sie fürchtete, sie verraten zu haben. Doch zu ihrer Erleichterung war Julia mit den Gedanken schon bei der Uni. Und in einem musste sie Frau Hegel recht geben – wenn Julia in der Uni war, denn nutzte ihr ein Schlüssel, der um ihren eigenen Hals hing, überhaupt nichts.

* * *

Zur Haltestelle war es nur ein kurzer Weg, trotzdem lag eine gewisse Spannung in der Luft. Herr Hegel hätte Julia gern etwas gefragt, doch er traute sich nicht, zu intim zu werden.

Julia erging es ähnlich. Sie war stolz darauf, endlich alles tragen zu dürfen, und sie hätte sich gern darüber mit jemanden austauschen, doch sie mochte sich ihrem Professor nicht anvertrauen.

»Tragen sie die Schenkelbänder jetzt doch nicht?« Er blieb stehen und wurde ein wenig rot. »Ich frage nur, weil ich nichts davon höre.«

Julia musste unwillkürlich lächeln. »Genau das hat ihre Frau angekündigt. Sie kennt sie sehr gut.« Jetzt wurde auch die Studentin rot. »Es ist ein neues Modell, wurde mir erklärt. Es sind keine Ketten zwischen den Beinen, sondern zwei mit Kunststoff ummantelte sehr flexible Schienen.«

»Ich bin verblüfft, muss ich gestehen.« Er war etwas verlegen. »Wissen sie, in dem Bund dürfen wir Männer nicht alles erfahren.«

Julia war überrascht, denn sie hörte ihren Professor das erste Mal über den Bund reden – bisher hatte er das Thema immer ausgespart.

»Entschuldigen sie bitte, meine Frau sagte mir, ich soll nicht über dieses Thema reden.« Er blickte zu Boden. »Also bitte verzeihen sie meine Neugier.«

Julia spürte das gegenseitige Vertrauen, und langsam begann sie zu begreifen, dass ihr Professor auch nur ein Mann war. Und sie erkannte auch, dass er mehr von den Engeln wusste, als er bisher einzugestehen bereit war. »Sie möchten wissen, was ich darunter trage, aber sie trauen sich nicht zu fragen?« Julia war sich nicht sicher, ob sie die Stimmung wirklich richtig deutete.

Er hielt den Blick weiter zu Boden gesenkt. »Ja und nein.«

Julia war verwundert über die Antwort.

Der Professor holte tief Luft. »Ja, ich würde es gern wissen, und nein, ich darf nicht danach fragen.«

»Wer verbietet es ihnen?« Julias Verwunderung nahm zu.

»Der Bund.« Er verdrehte die Augen. »Sie habe überall ganz strenge Regeln.«

»Seltsam.« Julia schüttelte den Kopf.

»Natürlich würde ich zuhören, wenn sie etwas davon erzählen.« Er blickte auf die Uhr. »Aber ich darf mich nicht aktiv danach erkundigen.«

»Das sind ja seltsame Regeln.« Es fiel Julia schwer, eine passende Antwort zu finden.

»Letztendlich sind alle diese Regeln zu ihrem Schutz.« Er wurde sichtlich nervöser. »Ihrem und all der anderen Mädchen.«

»Andere Mädchen?« Julia horchte auf.

»Können wir das Thema wechseln? Ich habe ihnen schon viel zu viel erzählt.« In diesem Moment kam die Straßenbahn, und sie mussten das Gespräch unterbrechen.



Obwohl es erst die vierte Station war, bekamen sie keinen Platz mehr und mussten stehen. »Bitte sagen sie meiner Frau nichts davon, dass ich mich nach ihrer Unterwäsche erkundigt habe. Wir bekommen sonst großen Ärger.«

Julia war erstaunt, doch sie versprach, über diese offensichtliche Schwäche ihres Professors zu schweigen. Insgeheim war sie erfreut, noch eine neue Seite ihres Professors kennengelernt zu haben.

Sie blickte sich um und fragte sich, ob jemand von ihrer besonderen Unterwäsche Notiz nehmen würde. Doch dann schalt sie sich einen Närrin, denn wenn selbst ihr Professor nichts von den Bändern bemerkte, wie sollten es dann die anderen Passagiere bemerken.

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  RE: Der Mantel der Studentin (überarbeitete Fassung) Datum:16.10.18 23:41 IP: gespeichert Moderator melden


Ich habe schon lange nichts mehr geschrieben, nicht weil mir die bisherigen Teile nicht gefallen hätten, sondern einfach, weil ich nicht dazu gekommen bin.
Dennoch freue ich mich jedes Mal, wenn ein neuer Teil kommt.

Ich bin ja wirklich gespannt darauf, was es mit den Engeln auf sich hat.

Aber der Titel dieses Kapitels macht mir doch etwas Angst, nicht daß Frauke auf einmal ins Gefängnis muss, wegen dieses Vorfalles auf der Terrasse...

Ich finde deinen Stil einfach klasse und lese wie schon geschrieben gerne, was da aus deiner Feder kommt.


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