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  Die Schaufensterpuppe
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HeMaDo
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Nordhessen


Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  Die Schaufensterpuppe Datum:27.05.21 21:53 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo, zusammen,

wie ich bereits mehrmals angekündigt hatte, gibt es hier eine neue Geschichte von mir. Diese hat mit meinen bisherigen Geschichten nur wenig gemein und spielt auch in einem ganz anderen Bereich.

Kommentare sind jederzeit willkommen, Anregungen und Wünsche kann ich leider nicht entgegen nehmen, da diese Geschichte bereits komplett fertig geschrieben ist.

Die Geschichte besteht aus 15 Teilen, die ich immer Donnerstags hier einstellen möchte.

Ich wünsche den Lesern viel Spaß mit der Schaufensterpuppe.

HeMaDo

Meine Geschichten:
Neue Horizonte
Neue Horizonte 2
Schloss Fähenberg
Die Schaufensterpuppe

Kurzgeschichten:
Ihr Weg
Martha
Beute
Ostern
Straßencafé

Charaktere von "Neue Horizonte" und "Schloss Fähenberg"
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HeMaDo
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Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Die Schaufensterpuppe Teil 1 - Entstehung Datum:27.05.21 21:54 IP: gespeichert Moderator melden


»AUA!«
Das war das Erste, was mir durch den Kopf ging, als ich aufwachte. Mein ganzer Körper schmerzte fürchterlich.
Ich stöhnte leise auf und versuchte, mich nicht zu bewegen.
Wie durch Watte hörte ich eine Frauenstimme: »Sie wird langsam wach.«
»Sehr gut. Aber ich denke, Sie sollten ihr noch etwas gegen die Schmerzen geben. Und geben Sie ihr auch noch etwas zum Schlafen«, antwortete eine andere Frau.
»Ja, Frau Doktor.« Das war wieder die erste Stimme.

Schlafen? Nein, ich wollte nicht schlafen. Ich wollte aufwachen. Richtig aufwachen und sehen, was aus mir geworden war.
Ich versuchte, den Kopf zu schütteln und mich bemerkbar zu machen, doch das bereitete mir erneut Schmerzen und ließ mich abermals aufstöhnen.
Allmählich spürte ich, wie die Schmerzen nachließen. Und ich wurde müde.
Lange schaffte ich es nicht, mich gegen die immer stärker werdende Müdigkeit zu wehren und schlief irgendwann wieder ein.

-

»Guten Morgen, 463«, weckte mich eine fröhliche Stimme.
Ich öffnete langsam die Augen und sah in das freundlich lächelnde Gesicht einer Frau, kaum älter als ich selbst.
Wieso nennt sie mich 463, fragte ich mich. Langsam kehrten meine Erinnerungen zurück.
Schmerzen hatte ich keine mehr und ich fragte mich, wie lange ich seit dem letzten Aufwachen wohl geschlafen hatte.
Ich wollte mich aufrichten, wollte mich sehen, doch die Frau, anscheinend eine Schwester, drückte mich mit sanftem Nachdruck zurück ins Bett.
»Später«, sagte sie sanft. »Du musst erst mal richtig wach werden.«
Wahrscheinlich hatte sie recht und so ließ ich mich zurück in das Kissen sinken.

Eine Stunde später, oder waren es drei oder vier Stunden? Oder ein ganzer Tag oder vielleicht nur ein paar Minuten? Kam sie zurück.
»Hallo, 463. Na, wach genug zum Aufstehen?«, fragte sie überschwänglich.
Ich nickte schwach und versuchte, etwas unbeholfen, aufzustehen.
Sie kam zu mir und half mir dabei, mich auf die Bettkante zu setzten. Ihre Berührungen fühlten sich seltsam an, fand ich. Aber vielleicht lag das auch an den Nachwirkungen der Narkose.
Ich wollte mich bedanken, brachte aber außer einigen unartikulierten Lauten nichts hervor. Auch das fühlte sich seltsam an.
»Psst«, machte sie. »Du sollst nicht sprechen. Außerdem geht das jetzt nicht mehr.«
Was? Das geht nicht mehr? Fuhr es mir durch den Kopf und sah sie entsetzt an. So weit wollte ich doch gar nicht gehen.
»Komm, ich helfe dir, aufzustehen. Dann kannst du dich im Spiegel bewundern.«
Sie stellte sich neben mich, fasste meine Hand und zog mich sacht in eine stehende Position, wobei sie ihre Hand auf meine Hüfte legte, um mich zu halten. Auch diese Berührungen fühlten sich recht seltsam an.
Als ich endlich stand, zog sie mich sanft und ich setzte langsam einen Fuß vor den Anderen. Langsam folgte ich ihr durch eine Tür in ein geräumiges Badezimmer, wie es in Krankenhäusern üblich war. Vor einem großen Spiegel, der bis zum Boden reichte, ließ sie mich los und trat zur Seite.
Mir fiel auf, daß ich zwar die Augen bewegen konnte, jedoch nur etwas sah, wenn ich genau gerade aus schaute. Schaute ich nur ein Wenig zur Seite, sah ich alles nur sehr verschwommen und dunkel, so als ob ich durch ein winziges Loch schauen würde.

Was ich in dem Spiegel sah, ließ mir einen kalten Schauer durch den Körper laufen. Das, was ich im Spiegel sah, hatte zwar noch meine Gesichtszüge, sah aber überhaupt nicht mehr nach mir aus. Es sah nicht einmal mehr aus, wie ein Mensch.
Was ich sah, war eine Schaufensterpuppe.
Ich bewegte meine Glieder, um sicherzugehen, daß es auch wirklich ich war, dort in diesem Spiegel. Meine Bewegungen waren zwar noch etwas steif, aber eindeutig meine eigenen.

Meine Haut hatte am ganzen Körper eine Farbe, die man als sehr helle Hautfarbe bezeichnen würde, sie wies nicht die geringsten Abstufungen oder Schattierungen auf. Nur mein Gesicht sah aus, als wäre es geschminkt oder vielmehr aufgemalt. Zumindest Mund und Augen waren geschminkt, obwohl diese eher wie gemalt aussahen und sich nicht bewegten, wenn ich meine Augen bewegte.
Eigentlich machten die Augen den Eindruck, nur aufgemalt zu sein, so wie auch die Brauen. Nur meine Lippen waren in einem dunklen Rot geschminkt und hoben sich deutlich von meinem Gesicht ab.
Ich betrachtete mich nun genauer. An meinen Gelenken konnte ich sogar dünne, dunkle Linien erkennen, die sogar etwas tiefer lagen, als die restliche Oberfläche meiner Haut. Meine Brüste standen weit hervor, doch die Nippel waren nur noch angedeutet zu erkennen und selbst diese waren farblich nicht abgesetzt. Ich fasste sie an und spürte die Berührung. Doch sie richteten sich nicht auf, so wie sie es früher getan hätten.

Noch weiter unten sah ich mit entsetzen, daß dort, wo meine Vagina gewesen ist nun nichts mehr war. Es war nur glatte Haut, oder wie auch immer man es nennen wollte, dort vorhanden. Nicht einmal mein Schamhügel war zu erkennen, geschweige denn meine Schamlippen oder mein Kitzler. Nichteinmal ein Schlitz war dort zu sehen.
Ich fuhr ungläubig mit der Hand zwischen meine Beine und fühlte dort… nichts. Da war einfach nur glatte Haut und sonst gar nichts.
»Nein!«, wollte ich schreien, doch nur ein seltsames Keuchen verließ meine Kehle.

Ich fing an zu weinen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Mir war klar, daß es nicht ohne Veränderungen gehen würde, doch so eine extreme Veränderung hatte ich nicht dabei im Sinn gehabt.
Ich spürte, wie Tränen meine Augen verließen, doch bei der Puppe im Spiegel waren diese nicht zu sehen. Die aufgemalten Augen verzogen nicht einmal eine Miene. Sie verzog lediglich die dunkelroten Lippen, hinter denen ich sah, daß das Innere meines Mundes ebenfalls mit dem gleichen Material überzogen war, wie der Rest meiner Haut.
Ich spürte, wie der Boden unter mir anfing, sich zu bewegen und alles um mich herum sich drehte, dann wurde mir schwarz vor Augen.

-

Ich öffnete die Augen und sah nur weiß.
Nur langsam dämmerte es mir, daß ich wieder im Bett lag.
Was hatten sie mit mir nur gemacht, fragte ich mich.
Und auf was hatte ich mich hier nur eingelassen, mich gleich für zehn Jahre bei dieser Agentur anzumelden.
Ich stand auf Objektifizierung. Also dazu gezwungen zu werden, ein Objekt darzustellen. Wenn dabei auch noch mein Masochismus getriggert wurde, um so besser. Dafür war ich früher regelmäßig in einen SM-Club gegangen, wo man mich für einen Abend, einen Tag oder auch mal ein ganzes Wochenende zu einem Objekt gemacht hatte. Zu einem Tisch, einem Kleiderständer oder auch mal einem Stuhl oder einem Sessel oder auch einfach als Dekoobjekt. Dabei war ich nur gelegentlich gefesselt gewesen, sondern musste die teilweise recht unbequemen und auf Dauer auch gelegentlich schmerzhaften Positionen überwiegend selbst halten. Dabei durfte ich mich nicht beschweren oder gar sprechen. Selbst wenn die Gäste mich berührt hatten, oder mich, was gelegentlich vorgekommen war, es mit den Fingern oder Dildos und Vibratoren gemacht hatten, durfte ich meine Gefühle nicht zeigen, obwohl ich dabei das ein oder andere Mal nur zu gerne meine Lust aus mir heraus geschrien hätte.
In diesem Club war man immer sehr stark auf meine Wünsche eingegangen, was ich aber wirklich gewollt hatte, habe ich auch dort nicht bekommen. Auch wenn ich es immer wieder betont hatte, hatte ich dort immer ein Mitspracherecht und man war jedes Mal auf meine Wünsche eingegangen. Man hatte meinen Fetisch angesprochen und alle Aspekte meiner Phantasien berücksichtigt. Nur den Wunsch, eben nicht entscheiden zu können, hatte man mir dort nie wirklich erfüllt.

Dann hatte ich diese Anzeige in einem Magazin gelesen. Dort wurden Frauen gesucht, die sich für längere Zeit objektifizieren lassen wollten.
Ich hatte lange überlegt, ob ich mich dort melden sollte, doch schließlich haben meine Neugier und, zugegeben, auch meine Lust, gesiegt und ich habe die dort angegebene Nummer angerufen. Man hatte mich gleich zu einem Gespräch eingeladen und mir erklärt, daß es hier für mich eben keine Möglichkeit gibt, irgend etwas zu beeinflussen, sondern daß alleine die Vorstellungen der Agentur oder vielmehr der Kunden zählen würden.
Man hatte mir den Vertrag mit nach Hause gegeben und mir drei Wochen Bedenkzeit gegeben. Vorher durfte ich mich nicht melden, denn sonst hätten sie mich nicht unter Vertrag genommen, hatte man mir freundlich aber bestimmt erklärt. Nicht einmal für Rückfragen hatte ich mich vor Ablauf dieser drei Wochen melden dürfen.

Nun lag ich hier im Bett in einem ganz normalen Krankenhaus und sah aus, wie eine Schaufensterpuppe. Man hatte mir meine Identität genommen und mich auf meinen Körper reduziert. Eigentlich war es genau das, was ich mir gewünscht hatte, doch daß man mir auch noch meine Sexualität genommen hatte, machte mich fassungslos.
Mir war schon vorher klar gewesen, daß ich über diese nicht mehr hätte selbst bestimmen dürfen, doch sie mir ganz zu nehmen, damit hatte ich am allerwenigsten gerechnet. War doch im Grunde genommen genau diese es, die mich dazu bewogen hatte, diesen Vertrag zu unterschreiben.

Ich hob meine Hände und sah mir diese genauer an. Sie waren einfach makellos. Sie waren absolut gleichmäßig gefärbt und es waren kaum Beugefalten zu erkennen. Selbst meine Fingerabdrücke waren verschwunden unter einer Schicht aus etwas, das sich anfühlte, wie Plastik. Sogar die Poren meiner Haut waren verschwunden, überdeckt von diesem seltsamen Plastik.
Meine Nägel waren in einem blassen Rosa lackiert, das sich kaum von der Farbe dessen, was nun meine Haut war, unterschied.
An meinem linken Arm befand sich auch die einzige Stelle, an meinem ganzen Körper, der sich von dem künstlich aussehenden Rosa meiner Haut abhob. An der Innenseite meines Handgelenkes stand in schwarzer Blockschrift in zwei Zentimeter großen Zahlen »463«.
Ich war nur noch eine Nummer.
463. Also gab es noch 462 andere Frauen, die man zu Puppen gemacht hatte. Ich war nur noch eine Nummer unter vielen. Eine Schaufensterpuppe, wie viele andere.

-

Wie ich hier her gekommen bin, weiß ich nicht. Ich weiß nur noch, daß man mich aus einer großen Holzkiste geholt und dann hier aufgestellt hat. Das Einzige, was ich in der Lage war, zu bewegen, waren meine Augen. Doch wenn ich sie bewegte, konnte ich durch die winzige Öffnung nichts mehr sehen.
Wie lange ich hier schon stand, weiß ich nicht mehr, da ich jegliches Zeitgefühl verloren hatte.
Ich stand offenbar in einem Schaufenster. Zumindest erkannte ich vor mir eine Scheibe und dahinter sah ich einen kleinen Ausschnitt einer Fußgängerzone. Auf der anderen Straßenseite sah ich einen Imbiss und davor die Haltestelle einer Straßenbahn, die gelegentlich dort hielt. Rechts von dem Imbiss gab es einen Lebensmittelladen, doch von diesem konnte ich lediglich einen Teil des Schaufensters erkennen.
Was das für ein Geschäft war, in dem ich im Schaufenster stand, konnte ich nicht erkennen. Doch nachdem man mich aus dieser Kiste geholt hatte, hatte man mir irgend welche Kleidung angezogen, die ich nun deutlich auf dem, was nun meine Haut war, spürte, da diese offenbar etwas zu klein für mich war. Auch auf meinem Kopf spürte ich etwas ungewohntes, entweder einen Hut oder eine Perücke.

»Unglaublich. Sie ist tatsächlich eine lebendige Frau. Dabei sieht sie wirklich wie eine Schaufensterpuppe aus. Einfach perfekt«, hörte ich die Stimme einer Frau links hinter mir sagen.
Plötzlich spürte ich die Berührung einer Hand in meinem Rücken, die sich an meine Seite bewegte und mich dort streichelte oder besser wohl untersuchte.
Sie fuhr über meine Brust, knetete diese und drückte meinen Nippel fest zusammen, bis es schmerzhaft wurde. Ich versuchte, der Hand auszuweichen, doch dies war mir nicht möglich. Ich war tatsächlich vollkommen unfähig, mich zu bewegen.

»Ja, sie ist wirklich eine lebendige Frau«, sagte eine andere Frauenstimme rechts hinter mir. »Sie hat sich freiwillig dazu entschieden für die nächsten zehn Jahre eine echte Schaufensterpuppe zu sein.«
Freiwillig? Ja, ich hatte diesen Vertrag freiwillig unterschrieben. Was ich aber nicht bedacht hatte, war ein Absatz im Kleingedruckten. Dort stand, daß ich alle Rechte an mir an die Agentur abtrete. Dabei hatte ich an eventuelle Bilder gedacht, die man von mir machen würde und nicht an mich selbst. Doch genau das hatte ich unterschrieben. Diese Agentur hatte nun alle Rechte an meinem Körper und das die nächsten zehn Jahre lang.
Erst, nachdem ich den Vertrag unterschrieben hatte, hatte man mir das erklärt und mich anschließend in dieses Krankenhaus gebracht, wo man mir etwas zur Beruhigung gegeben hatte. Darauf hin war ich eingeschlafen und als lebendige Schaufensterpuppe aufgewacht.

Doch was hier gerade mit mir passierte, diese Berührungen und daß diese beiden Frauen über mich redeten, wie über einen Gegenstand, daß ich nichts dagegen tun konnte, all das löste etwas in mir aus, was mich wieder daran erinnerte, warum ich diesen Vertrag überhaupt unterschrieben hatte. All das erregte mich und ich spürte, wie es in meiner Scheide feucht wurde.
Doch wie konnte das sein, fragte ich mich verwundert. Meine Scheide war nicht mehr vorhanden. Wie konnte sie dann feucht werden?

»Was muss ich denn beachten?« Das war wieder die erste Frau.
»Es ist eigentlich nicht all zu viel«, antwortete die zweite Frau. »Sie können sie genauso behandeln, wie jede andere Schaufensterpuppe auch. Das Einzige, was Sie wirklich beachten müssen ist, daß sie spätestens nach 24 Stunden an die Versorgungseinheit angeschlossen wird. Am besten, Sie machen das immer um die gleiche Uhrzeit. Die Versorgungseinheit muss nur alle paar Tage in die Basis. Sie können sie also auch ein paar Tage angeschlossen lassen, wenn Sie der Schlauch nicht stört. Die Einheit versorgt sie mit frischem Wasser und mit Nahrung. Außerdem entleert sie ihren Darm, in dem alle Ausscheidungen gesammelt werden.«
»Alle Ausscheidungen? Das klingt etwas eklig.«
»Ja, alle Ausscheidungen. Urin, Schweiß, Speichel und andere Flüssigkeiten werden durch winzige Kapillaren in der Beschichtung zu einer kleinen Pumpe geführt, die alles in den Darm pumpt. Deshalb muss dieser auch spätestens alle 24 Stunden entleert werden. Aber keine Sorge, das ist alles vollkommen hygienisch. Der Anschluss an ihrem After und der am Schlauch der Versorgungseinheit schließen absolut dicht ab. Da passiert überhaupt nichts.«
»Sie muss nichts essen oder trinken?«, fragte die erste Frau und wieder spürte ich eine Berührung an meiner Seite.
»Natürlich muss sie Flüssigkeit und Nahrung aufnehmen. Dazu hat sie unter dem Überzug mehrere Speicher an Stellen, wo diese nicht auffallen. Diese Speicher werden ebenfalls durch die Versorgungseinheit gefüllt. Das Nahrungskonzentrat muss regelmäßig aufgefüllt werden. Aber wenn sie ihr erlauben, sich zu bewegen, wie das geht, habe ich Ihnen ja bereits gezeigt, kann sie auch normal essen und trinken. Aber das muss nicht sein. Sie bekommt das Nahrungskonzentrat und Wasser in kleinen Mengen direkt in den Magen gepumpt. Die Schläuche dafür sind sehr dünn und unter dem Belag nicht mehr zu sehen.«

»Wie sieht es mit Bewegung aus?« Das war wieder die erste Frau. »Ich kann mir nicht vorstellen, daß es besonders gesund ist, wochenlang nur herum zu stehen.«
»Das ist auch kein Problem. Die Muskeln werden regelmäßig durch winzige Elektroden stimuliert. Das sieht wie ein schwaches Zittern aus, ist aber vollkommen unbedenklich. Das sind etwa zwei Stunden pro Tag und passiert normalerweise in den frühen Morgenstunden. Aber wenn Sie wollen, können Sie diese Zeit auch ändern.«

»Ich verstehe«, sagte die erste Frau wieder. Anscheinend war sie es, die mich gemietet hatte.
Ich sah, wie sich etwas in mein Blickfeld bewegte. Es war das Gesicht einer Frau, die mich eingehend zu mustern schien. Ich spürte eine Hand an meinem Kinn, die meinen Kiefer herunter zog und so meinen Mund öffnete. Ich spürte Finger in meinem Mund, die meine Zunge anfassten, heraus zogen und hin und her bewegten und schließlich wieder los ließen. Die Finger fuhren an der Innenseite meiner Wangen entlang und drückten auch gegen meine Zähne.
»Alles trocken, keine Spucke«, sagte die Frau leise und eher zu sich selbst.
»Ihr Mund und auch ihre Zunge sind komplett überzogen und überflüssiger Speichel wird durch die Kapillaren wegtransportiert. Der Überzug reicht bis in den Rachenraum hinein, ebenso wie der in ihrer Nase, damit besteht absolut keine Gefahr daß irgend welche Flüssigkeiten auslaufen.«
»Was ist mit den Zähnen?«, wollte die Frau wissen, während sie mit zwei Fingern über diese fuhr.
»Die wurden in der Vorbehandlung in einen absolut perfekten Zustand gebracht und mehrfach versiegelt, bevor sie mit dem Überzug abgedeckt worden sind. Sie wird zeitlebens keine Probleme mehr damit haben, es sein denn natürlich, der Überzug wird beschädigt. Aber über ihren Zähnen befindet sich eine Schiene auf dem Überzug, der dies verhindert.«

Die Frau vor mir sah nun anscheinend in meinen Mund, den sie mit einer Hand weit auf hielt. Sie steckte zwei Finger tief in meinem Rachen und zu meiner eigenen Verwunderung spürte ich keinen Würgereiz.
»Das ist gut, das gefällt mir. Kann ich ihr einen Knebel in den Mund stecken?«, fragte sie, ohne die Finger aus meinem Hals zu nehmen.
Knebel? Sie wollte mir einen Knebel einsetzen? In was für einem Laden war ich hier? Aber diese Behandlung und die Aussicht auf eben diesen Knebel erregte mich nur noch mehr.
»Sicher, das ist kein Problem«, war die Antwort.
»Und den kann ich auch aufpumpen oder ihr einen Dildo rein stecken?«
»Ja, auch das ist möglich. Das Atmen wird ihr in diesem Fall zwar etwas schwerer fallen, aber für den Notfall gibt es zwei dünne Schläuche, die durch ihren Rachen bis vor den Kehlkopf führen und ihr ermöglichen zu atmen. Sie müssen in diesem Fall nur darauf achten, daß sie wirklich noch atmet. Aber das können Sie mit der App feststellen.«

»Und ich muss ihnen nahe legen, das auch wirklich zu beachten. Wir überwachen zwar die Vitalparameter aller unserer Objekte, aber so schnell können wir natürlich nicht eingreifen. Sollte sie wegen so etwas ableben oder auch nur gesundheitliche Probleme bekommen, würde das als Totschlag oder schwere Körperverletzung gelten. So etwas würden wir natürlich sofort an die Behörden melden. Denn solche Vorfälle dürfen wir uns auf keinen Fall erlauben, wie Sie sich sicher denken können«, sagte die zweite Frau und hörte sich nun sehr ernst an.
»Das verstehe ich. Keine Sorge, ich werde gut auf sie aufpassen.« Sie sagte es zwar zu der Frau, sah dabei aber mich an und strich mir mit der Hand, deren Finger sie mittlerweile aus meinem Mund gezogen hatte, über die Wange.
Aus irgend einem Grund fasste ich in diesem Moment ein tiefes Vertrauen zu dieser Frau.

Sie blickte mir noch einmal direkt in die Augen, bevor sie nach unten aus meinem Blickfeld verschwand.
Ich spürte eine Berührung auf meinen Brüsten, die langsam über meinen Bauch herunter wanderte, bis zu der Stelle wo meine Vagina hätte sein sollen. Sie begann dort mit der Hand zu reiben, eine Berührung, die mich sofort noch mehr erregte, als ich es ohnehin bereits war.
»Was ist mit ihrer Scheide und ihrem Hintern?«, hörte ich sie von unten fragen.
»Vorne ist kein Problem. Sie können die Schale, die dort alles bedeckt leicht abnehmen und wieder aufsetzen. Hinten befindet sich allerdings der Anschluss für die Ver- und Entsorgung. Da geht leider nichts.«
Ich spürte eine neuerliche Berührung zwischen meinen Beinen und plötzlich spürte ich, wie sich ein Finger in meine Scheide schob, was aber nicht ohne einen gewissen Widerstand von statten ging.
»Ziemlich eng und feucht ist da auch nichts.«
»Natürlich nicht. Ihre Scheide ist innen komplett mit dem Überzug bedeckt, damit nichts auslaufen kann. Um die Anatomie einer Schaufensterpuppe zu bekommen, wurde ihr Kitzler in den Bauchraum verlegt. Sie wird zwar etwas spüren, das dürfte aber kaum reichen, um sie stärker zu erregen oder sie gar kommen zu lassen.«
»Sie kann nicht kommen?«, fragte die erste Frau nun eher erstaunt.
»Nicht auf herkömmliche weise. Aber natürlich kann sie, mit etwas Gleitmittel, ganz normal benutzt werden. Das gilt übrigens auch für ihren Mund, wenn sie sich bewegen kann.«
»Hmm, ein ziemlich tiefgreifender Eingriff, finde ich.«
»Nun ja, anders ist es nicht möglich, vorne alles glatt zu bekommen. Aber zusammen mit ihrem Kitzler wurden auch zwei winzige Vibratoren in ihren Bauchraum eingepflanzt. Mit diesem kann sie so erregt werden, daß sie auf jeden Fall kommen kann. Dagegen kann sie sich auch nicht wehren. Das geschieht alle paar Tage, wenn sie an der Versorgungseinheit angeschlossen ist. Das ist ein Zugeständnis daran, daß sie den Vertrag mit uns ja aus erotischen Überlegungen heraus unterschrieben hat und daran, daß sie das freiwillig tut. Immerhin bringt sie unserer Firma ja auch einiges an Miete ein.«
»Kann ich das irgendwie auslösen?«
»Theoretisch ja, aber diese Funktion ist für Sie gesperrt. Das müssten wir erst freischalten.«

Die Frau kam wieder in mein Sichtfeld und sah mich nun fast schon mitleidig an.
»Ich verstehe. Was passiert geistig mit ihr, wenn sie Tage oder Wochenlang unbeweglich irgendwo steht? Wird sie da keine Schäden davon tragen?«
»Natürlich ist das nicht gänzlich ausgeschlossen, vor allem, wenn sie nicht nur als Puppe benutzt wird. Aber die Medikamente, die sie und natürlich auch alle unsere anderen Puppen erhalten, sorgen dafür, daß sie sich die meiste Zeit über in einem Dämmerzustand oder vielmehr einer Art Trance befindet. Nur wenn sie irgendwie stimuliert wird, über Berührungen, Worte, Geräusche oder ungewöhnliche Bewegung in ihrem Blickfeld, wird sie wirklich wach werden.«
»Und sonst bekommt sie nichts mit?«
»Sie bekommt vermutlich alles in ihrer Umgebung mit. Aber sie hat kein Zeitgefühl und solange sie in diesem Dämmerzustand ist, werden ihr lange Zeiträume ohne Stimulus wie Minuten vorkommen. Ich vermute aber, im Moment bekommt sie alles mit, was um sie herum vorgeht. Ich habe es selbst einmal probiert, das gehört für uns Kundenberater mit zur Qualifikation. Von den sechs Wochen, in denen ich in einem abgedunkelten Raum gelegen habe, habe ich kaum etwas mit bekommen. Diese Zeit ist mir vorgekommen wie ein paar Tage. Aber so erholt wie in den Tagen danach war ich vorher noch nie gewesen.«
Die Frau verschwand wieder aus meinem Blickfeld und ich spürte noch einmal ihre Hand auf meiner Brust, wobei sie meinen Nippel erneut fest quetschte, so daß mir vor Schmerz die Tränen kamen.

»Wie funktioniert es, daß sie sich nicht bewegen kann?«, fragte sie nun wieder von hinten.
»Das kann ich leider nicht so genau erklären, dazu kenne ich mich mit der Physiologie nicht gut genug aus. Ich weiß nur soviel, daß es mit einer Art umgekehrter Muskelstimulation arbeitet.«

Die beiden Frauen unterhielten sich noch, entfernten sich aber von mir, so daß ich nicht mehr verstand, was sie sagten. Erst als die Kundenberaterin der Agentur sich verabschiedete, verstand ich sie wieder und war nun alleine mit meiner Mieterin. Doch diese kümmerte sich nun nicht mehr um mich und ließ mich einfach stehen, wie eine Schaufensterpuppe eben.

- - -

Ich stand den ganzen Tag in dem Schaufenster, doch viel bekam ich davon tatsächlich nicht mit. Nur wenn jemand stehen blieb und mich anschaute, erwachte ich aus meiner Trance und bemerkte die Reaktionen der Leute.
Wenn jemand das Geschäft betrat, hörte ich die altmodische Glocke an der Tür. Manchmal konnte ich Bruchstücke von Unterhaltungen hören, doch diese waren meist zu leise, als daß ich verstand, was gesagt wurde.
So verbrachte ich den ganzen Tag in Trance. Die Stunden schrumpften zu Minuten und die Minuten zu Sekunden. Erst als es draußen dunkel wurde, war ich wieder wach genug, um die Veränderung zu bemerken. Draußen und auch hier im Schaufenster gingen die Lichter an.
Durch das geänderte Licht konnte ich in der Scheibe eine Spiegelung erkennen, die um so deutlicher zu sehen war, je dunkler es draußen wurde. Es dauerte einen Moment, vielleicht waren es auch mehrere Minuten, bis ich erkannte, daß ich es war, die ich da in der Spiegelung sah.
Ich trug ein Bustier aus schwarzem Latex, in dem sich die einige Lampen spiegelten. Dort, wo meine Brüste waren, wies das Bustier Öffnungen auf, durch die meine Brüste weit hervor stehend heraus schauten.
Statt einem Rock trug ich einen Strumpfgürtel aus dem selben schwarzen Latex an dem mit mehreren Strumpfbändern schwarze, oberschenkellange Strümpfe befestigt waren. Meine Füße steckten in ebenfalls schwarzen Stiefeletten mit recht hohem Absatz und eine schwarze Perücke mit langen, glatten Haaren vervollständigte das Bild, welches ich abgab.

Während ich meinen eigenen Anblick bewunderte, machte sich ein Gefühl in meinem Bauch breit, welches ich seit dem ich ins Krankenhaus gebracht wurde, nicht mehr gespürt hatte. Ich spürte, daß ich allmählich auf die Toilette musste. Doch ich hatte keine Möglichkeit, mich irgendwie bemerkbar zu machen.
Dieses immer unangenehmer werdende Gefühl verhinderte, daß ich in den Dämmerzustand fiel, der mich die Zeit hatte vergessen lassen und so verging die Zeit nun quälend langsam für mich.
Nach einer Zeit, die mir wie Stunden vorgekommen war, bemerkte ich erneut eine Veränderung. Draußen waren immer weniger Menschen unterwegs und der Imbiss auf der anderen Straßenseite wurde geschlossen. Auch hier im Laden verabschiedete sich die letzte Kundin und ich hörte ein Geräusch, als ob eine Tür abgeschlossen wurde.

»So, dann kümmern wir uns mal um dich«. Sagte die Frau, die mich offenbar gemietet hatte. Sie streichelte mir von hinten über die Seite und ich konnte sie der Spiegelung in der Scheibe neben mir stehen sehen. Sie trug ein schickes, dunkles Kostüm mit langem Rock und einer Bluse mit weit aufgebauschten Ärmeln. Über dieser Bluse trug sie ein recht enges Korsett mit vielen metallenen Verzierungen, die im Licht glänzten.
Nun entfernte sie sich wieder von mir und kam kurz darauf zurück. Was es war, was sie da an einem Griff in der Hand hielt, konnte ich nicht erkennen, doch sie stellte diese Kiste hinter mir ab und hatte auf einmal einen Schlauch in der Hand. Was sie mit diesem anstellte, konnte ich nicht erkennen, doch auf einmal spürte ich eine Berührung an meinem Hintern. Ich spürte einen festen Druck und ein Klicken, dann wurde mir etwas komisch, fast so, wie wenn man etwas zu schnell aufsteht und kurz darauf verringerte sich der Druck in meinem Hintern. Der Schmerz meines überfüllten Darms verschwand vollständig und ich fühlte mich sehr erleichtert, als dieser entleert wurde.
»Ich wünsche dir eine angenehme Nacht«, sagte die Frau, strich mir mit der Hand über die Schulter und verschwand aus meinem Blickfeld.

Kurz darauf sah ich sie wieder, erkannte sie im ersten Moment allerdings nicht. Erst als die Frau mit dem weiten T-Shirt und den weiten Jeans vor dem Schaufenster stehen blieb und mich anschaute, erkannte ich, daß sie es war. Sie sah eine Weile zu mir und ging dann nach links davon.
Nun blieb mir nichts weiter, als auf die Straße zu sehen, in der nun keine Menschen mehr unterwegs waren. Auch die Straßenbahnen fuhren nun nicht mehr und die Hälfte der Straßenlampen erloschen.
Nun gab es für mich nichts mehr zu sehen und so driftete mein Bewusstsein allmählich wieder ab, bis ich irgendwann einschlief.

Ich wachte durch ein ziemlich seltsames Gefühl auf, welches meinen gesamten Körper erfasst hatte. Alle meine Muskeln schienen sich bewegen zu wollen. Zuerst etwas orientierungslos, erinnerte ich mich bald wieder daran, was geschehen war. Ich erinnerte mich auch an die Worte der Kundenberaterin, daß meine Muskeln in den frühen Morgenstunden irgendwie trainiert werden würden. Das musste gerade geschehen. Es fühlte sich sehr seltsam aber nicht wirklich unangenehm an.
Draußen wurde es langsam hell und ich konnte sehen, wie die gegenüberliegende Hauswand in einem immer heller werdenden Orange aufleuchtete. So hatte ich den Sonnenaufgang noch nie gesehen.
Die ersten Menschen kamen in die Fußgängerzone. Auch einige Lieferwagen fuhren nun die Straße entlang und mehrere Leute in orangen Anzügen kamen vorbei. Sie kehrten die Straße und leerten die Mülleimer. Auch der Imbiss gegenüber wurde nun beliefert und die Straßenlampen erloschen nun vollständig.
Irgendwann öffnete der Imbissbesitzer die Rollläden vor seinem Fenster und die ersten hungrigen Kunden kamen, um sich etwas zu Essen zu holen. Die Meisten nahmen ihr Essen mit, doch einige wenige aßen an den Stehtischen vor dem Laden.
Die erste Straßenbahn hielt an der Haltestelle und die Fahrgäste stiegen auf der mir abgewandten Seite aus.
Als die Bahn weiter fuhr, stand an einem der Tische des Imbisses eine Frau und frühstückte. Sie schaute immer wieder in meine Richtung und es dauerte etwas, bis ich die Ladenbesitzerin erkannte, die eine leichte Strickjacke über ihrer weiten Jeans trug.
Nachdem sie ihren Kaffee ausgetrunken hatte, kam sie in meine Richtung, blieb kurz vor dem Schaufenster stehen und sah mich an, bevor sie nach rechts aus meinem engen Blickfeld verschwand. Kurz darauf hörte ich Schritte hinter mir und spürte ein Ziehen an meinem Hintern. Das musste der Schlauch der Versorgungseinheit sein, den sie abgezogen hatte.

Nachdem sie den Laden geöffnet hatte, kamen bereits die ersten Kunden und der Tag verlief von nun an ähnlich wie der gestrige.
Ich fiel in diesen Dämmerzustand, in dem die Zeit für mich keine Rolle spielte und nur, wenn jemand direkt vor mir stehen blieb und mich ansah, bekam ich wieder etwas mehr von meiner Umgebung mit.
Am Abend spürte ich wieder, wie mein Darm anfing, zu schmerzen, doch bevor es wirklich unangenehm wurde, kam die Ladenbesitzerin und schloss den Schlauch an meinem Hintern an. Das unangenehme Gefühl blieb dieses Mal aus und kurz darauf sah ich sie wieder im T-Shirt vor dem Fenster stehen. Ich hatte den Eindruck, als würde sie mir zunicken, bevor sie aus meinem Blickfeld verschwand.

Am nächsten Morgen wiederholte sich alles so, wie gestern. Ich wachte auf, weil meine Muskeln trainiert wurden, dann kam sie mit der Straßenbahn angefahren, frühstückte im Imbiss, kam in den Laden und entfernte den Schlauch wieder.

Dies wiederholte sich von nun an jeden Tag.
Allmählich erkannte ich einige der Menschen, die jeden Tag vorbei kamen, wieder und ich bemerkte auch, daß im Imbiss gegenüber immer die selben Leute arbeiteten. Die Drei schienen sich damit abzuwechseln, zu unterschiedlichen Zeiten zu arbeiten. Ich bemerkte, wenn die Reklame auf den Straßenbahnen ausgewechselt wurden und daß es draußen allmählich wärmer wurde, als der Frühling in den Sommer überging.

Nur einmal wachte ich auf und wusste nicht, was passiert war. Es war viel zu früh für mein Muskeltraining und ich war etwas orientierungslos. Doch dann sah ich, was mich aufgeweckt hatte. Vor dem Schaufenster standen mehrere junge Männer und klopften an die Scheibe. Sie waren anscheinend betrunken und reichten eine Flasche herum. Dabei sahen sie zu mir, lachten und machten obszöne Gesten in meine Richtung. Immer wieder klopften sie an die Scheibe und ich bekam es mit der Angst zu tun. Ich spürte mein Herz rasen und bis zum Hals klopfen. Was, wenn sie die Scheibe einschlagen würden und mich umwarfen oder noch schlimmeres mit mir anstellten. Die wildesten Gedanken schossen mir durch den Kopf. Was, wenn sie mich mitnehmen und irgendwo liegen lassen würden? Oder wenn sie versuchten, mich auseinander zu nehmen, wie eine echte Schaufensterpuppe?
Meine Angst wuchs ins Unermessliche. Wenn sie die Scheibe einschlagen würden, wäre ich ihnen vollkommen wehrlos ausgeliefert. Ich begann, zu weinen und obwohl ich mich nicht bewegen konnte, spürte ich, wie ich anfing, zu zittern.

Wie lange diese Männer vor dem Fenster herum standen und immer wieder dagegen klopften, wusste ich nicht, doch ich war sehr erleichtert, als ich ein blaues Licht aufblitzen sah. Die Männer sahen in die Richtung, aus der dieses Licht kam, ließen die mittlerweile leere Flasche fallen und liefen in die entgegengesetzte Richtung davon. Einen Augenblick später kam ein Streifenwagen und hielt mit blinkendem Blaulicht vor dem Schaufenster. Zwei Beamte stiegen aus und kamen in meine Richtung. Sie schauten sich das Schaufenster an und einer der Beiden schrieb etwas auf einen Block, während der Andere in sein Funkgerät sprach.
Mein Herz schlug noch immer sehr schnell, als sie nun mich anschauten, sich unterhielten und gelegentlich auf mich zeigten. Sie schienen auf irgend etwas zu warten.

Kurz darauf kam die Ladenbesitzerin. Sie sah ziemlich verschlafen aus und ging direkt zu den beiden Polizisten. Sie sah aus, als hätte sie sich nur schnell einen Mantel übergezogen und redete mit den beiden Polizisten. Diese verabschiedeten sich kurz darauf von ihr und fuhren weiter.
Die Ladenbesitzerin sah kurz zu mir und verschwand nun ebenfalls aus meinem Blickfeld. Doch es dauerte nur einen Augenblick, bis sie vor mich trat. Sie sah sich kurz nach draußen um und zog einen schweren, schwarzen Vorhang vor das Fenster.
Dann stellte sie sich vor mich und sah mich an. »Ist alles in Ordnung mit dir?«, fragte sie. Ich war ziemlich überrascht, daß sie mich direkt ansprach, nachdem sie mich mehrere Wochen, oder waren es sogar Monate gewesen, kaum beachtet hatte.
Ich versuchte, zu nicken, was natürlich nicht funktionierte. Doch nun nahm sie ihr Handy und tippte etwas darauf herum. Nun trat sie auf mich zu und drückte mich etwas nach hinten. Sie drückte meine Beine so, daß sie etwas einknickten und ich hatte schon Angst, zu fallen, als mein Hintern auf irgend etwas stieß und ich in einer sitzenden Position blieb.
»Anscheinend funktioniert die Überwachung deines Zustandes ja ziemlich gut«, sagte sie und setzte sich auf den Boden vor mir. »Ich habe eine Nachricht bekommen, daß irgendwas mit dir nicht in Ordnung ist und kurz darauf auch noch einen Anruf vom Sicherheitsdienst, daß die Alarmanlage angesprungen ist. Diese Typen haben dich anscheinend ziemlich erschreckt.«
Wieder versuchte ich, zu nicken, was mir zu meinem Erstaunen auch gelang.
Sie stand wieder auf, kam ganz nah zu mir und legte den Arm um meine Schulter. Mit der anderen Hand streichelte sie meinen Arm. Ich genoss diese Berührungen und beruhigte mich nun allmählich wieder.
»Du scheinst dich ja wieder beruhigt zu haben«, sagte sie nach einem Blick auf ihr Handy.
Wieder nickte ich und sah sie dankbar an. Allerdings zweifelte ich daran, daß sie meinen Blick bemerkt hatte.
»Jetzt noch mal heim zu fahren, dazu ist es wohl schon zu spät. Aber ich wollte das Schaufenster sowieso mal umdekorieren«, sagte sie und ließ mich los. Ich wandte den Kopf in ihre Richtung, doch sie verschwand nun aus meinem Blickfeld.
Aber nach einer Weile kam sie mit einigen Kleidungsstücken zurück. »Komm, steh auf«, sagte sie.
Etwas ungelenk stand ich auf und ließ mich von ihr ausziehen, bis ich nackt vor ihr stand.
»Du siehst schön aus. Wenn du keine Schaufensterpuppe wärst, könne man sich ja glatt in dich vergucken«, sagte sie grinsend, während sie über meine Brüste strich und diese massierte. Eine Hand legte sie nun auf meine Wange und streichelte mich. Ich drückte ihr meine Wange entgegen und wollte, daß diese Berührung nie aufhörte.
Doch viel zu schnell ließ sie mich los und ich musste nacheinander die Beine anheben, um in einen Rock zu steigen, den sie mir anzog. Anschließend zog sie mir eine Art Korsett an, das sie ziemlich eng schnürte. Doch ich bekam noch immer gut Luft und so ließ ich es mit mir geschehen. Nun zog sie mir auch noch ein Paar lange Handschuhe an und ordnete meine Perücke.
Sie trat einen Schritt zurück und betrachtete mich eine Weile. »Sehr schick«, sagte sie anerkennend. »Jetzt noch die Deko.«
Sie verschwand wieder aus meinem Blickfeld und kam kurz darauf mit zwei großen, hölzernen Kerzenständern zurück, die sie rechts und links neben mich stellte. Anschließend nahm sie den Hocker weg, auf dem ich gerade gesessen hatte, um nach einigen Minuten mit einem Stuhl zurück zu kommen. Dieser hatte eine offene Lehne und sie schob mich auf diesen.
»So sieht das gut aus, denke ich. Ich hole mir jetzt einen Kaffee. Möchtest du auch einen?«, fragte sie.
Ich bewegte den Kopf in ihre Richtung und nickte. Einen Kaffee. Wie lange hatte ich nun schon keinen Kaffee mehr getrunken. Wie lange hatte ich überhaupt nichts mehr gegessen oder getrunken, fragte ich mich. Ich wusste, daß ich im Frühling hergekommen und mittlerweile Sommer war. Aber wie viele Wochen oder Tage das waren, wusste ich nicht.
Sie kam einige Minuten später mit zwei Tassen Kaffee und einer Tüte Milch zurück. Eine der beiden Tassen stellte sie auf den Boden und setzte sich auf den Hocker, der noch neben mir stand. In die andere Tasse gab sie viel Milch und gab sie mir.
Sie nahm die andere Tasse und setzte sich so auf den Hocker, daß sie mich direkt ansah.
»Es würde mich brennend interessieren, was so in die vorgeht. Stimmt es wirklich, daß du kaum was von der Zeit mitbekommst, die vergeht?«, fragte sie interessiert.
Ich nickte und nahm einen kleinen Schluck Kaffee. Der Geschmack durchfuhr mich nach dieser langen Zeit, in der ich nichts mehr geschmeckt oder gerochen hatte, wie ein Blitz und ich schloss die Augen und stöhnte leise auf.
Sie sah mich an und kicherte leise. »Übrigens, ich bin Gertrud«, sagte sie.
Ich sah sie an und zuckte mit den Schultern. Wie sollte ich ihr auch sagen, wie ich heiße? Mir fiel die Nummer auf der Innenseite meines Handgelenkes ein. Ich zeigte ihr dieses und tippte an die Stelle an der diese Nummer stand.
»Ich soll dich bei deiner Nummer nennen?«, fragte sie, worauf hin ich leicht nickte.
»Na dann. Hallo, 463, ich bin Gertrud.«
Wieder nickte ich und prostete ihr mit der Kaffeetasse zu.
Schweigend tranken wir unseren Kaffee. Als sie ihren ausgetrunken hatte, stand sie auf und brachte die Tasse und den Hocker weg.
Plötzlich spürte ich etwas, was ich noch nie gespürt hatte. Irgend etwas in mir fing an, zu vibrieren, und zwar genau an der Stelle, wo ich am empfindlichsten war. Ich erinnerte mich daran, daß mein Kitzler sich nun irgendwo in meinem Unterleib befand und direkt daran ein Vibrator, der mir gerade gar nicht so winzig vorkam, wie die Frau damals gesagt hatte. Diese Vibrationen erregten mich über alle Maßen und brachten mich innerhalb von Sekunden an den Rand eines Höhepunktes. Doch noch fehlte eine Kleinigkeit und ich schaffte es nicht, zu kommen.
»Ist alles in Ordnung?«, fragte Gertrud, die wieder neben mir stand.
Ich deutete auf die Stelle zwischen meinen Beinen und stöhnte leise auf.
Sie sah mich grinsend an und stellte sich dicht hinter mich. Sie legte ihre Hände auf meine Brüste und begann, diese zu massieren. Mit je zwei Fingern zwirbelte sie meine Nippel und drückte sie schmerzhaft zusammen. Doch genau diese Berührungen waren es, die noch gefehlt hatten. Ohne daß ich mich noch dagegen wehren konnte, überrollte mich ein heftiger Höhepunkt, der nur langsam wieder abklingen wollte. Doch der Vibrator lief noch immer und auch Gertrud hatte nicht aufgehört, mich zu streicheln. So kam ich kurz darauf ein zweites Mal und es dauerte nur einen Augenblick, bis ich ein weiteres Mal kam.
Ich spürte bereits einen weiteren Orgasmus auf mich zu kommen, doch gerade als dieser sich anbahnte, hörte der Vibrator plötzlich auf, zu laufen und ließ mich enttäuscht aufstöhnen.
Auch Gertrud ließ nun von mir ab, anscheinend hatte sie mitbekommen, daß der Vibrator nicht mehr lief.
Zitternd und schwer atmend lehnte ich mich bei ihr an und sie streichelte mich eine ganze Weile, bis ich mich wieder beruhigt hatte.

»Na, das kam ja gerade zur richtigen Zeit«, sagte sie amüsiert. »Jetzt müssen wir aber mal fertig werden.«
Sie schob den Stuhl, auf dem ich saß, etwas zurecht und bewegte mich etwas hin und her. Meine Beine und Arme drapierte sie etwas, bis ihr meine Pose gefiel, dann tippte sie auf ihr Handy und ich stellte fest, daß ich mich nicht mehr bewegen konnte. Mit nur wenig Mühe drehte sie meinen Kopf etwas herum und betrachtete mich eine ganze Weile. »Sieht klasse aus«, kommentierte sie ihr Werk und räumte auf. Die großen Kerzenständer stellte sie noch etwas um und zog schließlich den Vorhang wieder auf.


Wieder vergingen die Tage wie Stunden und die Stunden wie Minuten. Draußen wurde es allmählich wieder dunkler und der Herbst brach urplötzlich mit einem heftigen Sturm und starkem Regen herein. Der Sturm entwurzelte mehrere Bäume in der Fußgängerzone und aus einigen der Kanaldeckel quoll Wasser heraus, welches die Straße in einem wahren Sturzbach herunter lief.
Außer mir hatte das wohl niemand gesehen.
Leider konnte ich durch meine veränderte Position mein Spiegelbild nicht mehr in der Scheibe erkennen und auch den Imbiss konnte ich nun nicht mehr sehen. Statt dessen sah ich einen kleinen Kiosk, in dem immer die selbe Frau saß und die Kunden bediente.
Die einzige weitere Abwechslung war, daß sich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen früh morgens der Vibrator einschaltete und mir einen oder mehrere Höhepunkte bescherte. Ich versuchte, nachdem ich den ersten Höhepunkt zugelassen hatte, nicht noch einmal zu kommen, um die Erregung möglichst lange zu halten. Dadurch schaffte ich es, nahezu die ganze Zeit über in einem Zustand leichter Erregung zu verbringen, was es mir leichter machte, mich in den Dämmerzustand fallen zu lassen, durch den die Zeit immer mehr Bedeutung für mich verlor.

Die nächste Veränderung, die ich bemerkte, waren die leuchtenden Sterne, die an den Straßenlampen aufgehängt wurden. Es wurde Weihnachten.
Während dieser Zeit wurde ich etwas schwermütig, da mir meine alten Freunde und auch meine Familie etwas fehlten.

Es war Gertrud, die mir, vermutlich ohne es zu ahnen, aus diesem Zustand heraus half.
Kurz nachdem die erste Weihnachtsdekoration in der Straße aufgetaucht war, schloss sie, nach Ladenschluss, die Vorhänge des Schaufensters. Nachdem sie den Schlauch an meinem Hintern angeschlossen hatte, kam sie zu mir und tippte auf ihrem Handy herum.
»Eigentlich mag ich Weihnachten nicht sonderlich«, sagte sie. »Früher, als Kind habe ich mich immer darauf gefreut, aber jetzt ist es einfach nur noch Hektik und eine Verpflichtung.«
Sie streichelte meine Wange und sagte, daß ich aufstehen sollte.
Langsam und ungelenk stand ich auf und streckte meine Glieder. Als ich sicher stand, fing sie sofort an, mir die Kleider auszuziehen, die ich bereits seit mehreren Monaten trug.
Mir machte es natürlich nichts mehr aus, wenn ich die Sachen länger trug, aber es hatte sich bereits eine deutlich sichtbare Staubschicht auf den schwarzen Kleidern aber auch auf meiner Haut abgesetzt, die sie mir nun mit Hilfe eines feuchten Lappens weg wischte. Dabei berührte sie mich am ganzen Körper. Diese Berührungen genoss ich sehr, waren sie doch die ersten Berührungen seit mehreren Monaten.

Anschließend zog sie mir andere Sachen an und zog einen großen Spiegel auf die Empore des Schaufensters, in dem ich mich ansehen konnte. Nun wurde mir klar, warum es dieses Mal so lange gedauert hatte und warum es mir so schwierig erschienen war, mich anzuziehen. Was ich trug, war ein im Schritt offener Catsuit aus schwarzem Latex. An den Gelenken und auch auf Bauch und Rücken wurde dieses Schwarz von dunkelroten Linien unterbrochen, die auch meine freiliegenden Brüste und meine ebenfalls freiliegende Scham umrundeten. Auch am Halsansatz befand sich ein solcher, roter Streifen.
Nun kam sie mit einem weiteren Teil aus Latex und hielt es mir hin. Es war eine Kopfhaube, bei der nur meine Augen und mein Mund frei lagen. Es dauerte etwas, bis ich diese, mit Hilfe eines Sprays, welches sie ins Innere der Maske sprühte, angezogen hatte. Nun sah ich aus wie eine Gummipuppe, denn die Mundöffnung der Haube war von einem roten Ring umrandet, der wie ein geöffneter Mund aussah.

Während ich mich umgezogen hatte, hatte Gertrud sich mit mir unterhalten, wobei diese Unterhaltung natürlich recht einseitig war. So erfuhr ich, daß dieser Laden nicht nur ein Sexshop, sondern auch ein Dominastudio war und ihre beiden Angestellten, die ich allerdings noch nie zu Gesicht bekommen hatte, arbeiteten, so wie sie selbst, sowohl als Verkäuferinnen in dem Laden als auch in dem Studio. Ich erfuhr, daß die beiden Angestellten es waren, die während Gertrud im Urlaub gewesen war, die Versorgungseinheit angeschlossen und morgens wieder abgenommen hatten. Das erklärte auch die Periode während der Gertrud nicht, wie sonst, abends vor dem Schaufenster gestanden und mich angesehen hatte. Auch wurde mir nun klar, warum es keinen Tag in der Woche gab, an dem Gertrud nicht im Laden war.

»Wie gefällst du dir?«, fragte sie, während ich mich im Spiegel betrachtete.
Ich wandte ihr den Kopf zu und zeigte ihr einen erhobenen Daumen, zum Zeichen daß mir dieses Outfit sehr gut gefiel.
»Das freut mich. Und weil balde Weihnachten ist, bekommst du auch noch ein Geschenk. Aber erst mal hab ich hier noch etwas für dich.« Sie trat aus meinem Sichtfeld und kam einen Augenblick später mit einer Tasse zurück, in der sich eine dampfende Flüssigkeit befand.
»Vorsicht, der ist noch ziemlich warm«, sagte sie und gab mir die Tasse. Ich führte sie langsam an meinen Mund und roch daran.
Nach der langen Zeit ohne daß ich etwas geschmeckt hatte, war das Aroma des heißen Weihnachtspunsches eine überwältigende Erfahrung für mich. Meine Beine fingen an, zu zittern und ich musste mich erst einmal setzen.
Sie sah mich breit grinsend an und kicherte leise, als ich den ersten, winzigen Schluck trank. »Da hab ich ja anscheinend genau das Richtige für dich erwischt. Keine Angst, das ist Kinderpunsch, ohne Alkohol«, sagte sie amüsiert, während sie mich dabei beobachtete, wie ich den Punsch trank.
Ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht hatte, die Tasse auszutrinken, doch es war bestimmt eine ganze Stunde gewesen. Vielleicht waren es auch nur ein paar Minuten, aber es kam mir wie eine Stunde vor, während der ich das Aroma aus Zimt, Fruchtsäften, Orangen und Nelken genoss und mehrmals leise genussvoll stöhnte.
Als die Tasse leer war, sah ich sie dankbar an. Natürlich konnte sie meine Augen nicht sehen, also formte ich einen Kussmund, um ihr meine Dankbarkeit zu zeigen.
Anscheinend hatte sie das allerdings falsch verstanden, denn sie beugte sich zu mir und drückte ihre Lippen auf meine. Eine Berührung, die ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gespürt hatte. Doch statt es bei einem kurzen Kuss auf die Lippen zu belassen, spürte ich plötzlich, wie ihre Zunge sich einen Weg zwischen meine Lippen suchte und in meinem Mund fuhr, meine Zunge suchte und diese umspielte.
Ich spürte, wie mein Herz anfing, schneller zu schlagen und sich ein seltsames Gefühl in meinem Bauch breit machte. Aber noch bevor ich reagieren konnte, zog sie ihre Zunge schon zurück und stellte sich wieder neben mich.
Mit offenem Mund sah ich sie an und wusste nicht, wie ich nun reagieren sollte.

Statt etwas zu sagen, fasste sie meine Hand und zog mich vom Stuhl, den sie, als ich stand, weg zog. Statt des Stuhles zog sie ein Gestell auf die Empore, welches ich erst auf den zweiten Blick als einen einfachen Strafbock erkannte. Sie schob mich etwas zur Seite und stellte diesen Bock in die Mitte der Empore. Sie richtete ihn noch etwas aus und fasste mich schließlich an der Schulter, um mich bäuchlings auf diesen Bock zu legen. Mein Bauch lag recht bequem auf der großen Lederbezogenen Fläche auf und meine Stirn berührte die ebenfalls gepolsterte mit weichem Leder überzogene Stange vor mir, so daß mein Blick in Richtung Boden ging.
Nun trat sie hinter mich und ich drehte den Kopf, um zu sehen, was sie tat.
»Hey, still halten, sonst sorge ich wieder dafür, daß du dich nicht mehr bewegen kannst«, sagte sie, wobei ich ein Grinsen in ihrem Blick erkannte. Schnell drehte ich meinen Kopf wieder so, wie sie ihn drapiert hatte.
Ich spürte, wie sie meine Beine weit auseinander zog und diese an die Beine des Bocks fesselte. Auch meine Arme fesselte sie nun so, daß ich diese nicht mehr bewegen konnte. Nun trat sie vor mich und hob meinen Kopf wieder an. Sie ging vor mir in die Knie und zeigte mir ein Gewirr aus Lederriemen. In diesem Gewirr sah ich eine Lederplatte auf der ein recht ansehnlicher, schwarzer Dildo prangte. Sie zeigte mir diesen und nahm ihn in den Mund. Langsam schob sie ihn sich selbst in den Mund, bis die Lederplatte direkt auf diesem auflag. Sie zog ihn mehrmals wieder heraus, um ihn gleich wieder tief in den Mund zu nehmen.
Als sie ihn schließlich ganz heraus zog, glänzte er feucht von ihrem Speichel. Sie hielt ihn mir nun vor das Gesicht und mir war klar, was ich zu tun hatte. Ich öffnete gehorsam den Mund und vorsichtiger als ich es erwartete, schob sie den recht weichen Dildo in diesen hinein. Erst nur ein Stück, dann langsam weiter bis er tief in meiner Kehle steckte und die Platte meine Lippen berührte. Ich spürte wieder keinen Würgereiz und obwohl es mir etwas schwerer fiel zu atmen, bekam ich noch gut Luft.
»Geht das so?«, fragte sie.
Ich hob meinen Daumen, die einzige Bewegung zu der ich mit meiner gefesselten Hand noch in der Lage war.
»Prima«, sagte sie, strich mir mit der Hand über die in Latex verpackte Wange und wand die Lederriemen um meinen Kopf. Sie drückte diesen wieder nach unten, bis meine Stirn an der Stange lag und trat hinter mich.
Ich spürte, wie sie die Abdeckung entfernte, die meine Scham verbarg und sich dort zu schaffen machte. Dann spürte ich, wie sie etwas in meine Scheide steckte und es tief in mich einführte.
Ich kam nicht umhin trotz des Dildos in meiner Kehle aufzustöhnen und mich zu winden.
»Still halten, hab ich gesagt«, sagte sie streng. Ich versuchte nun, still zu halten und leise zu sein, während sie das Etwas, ich vermutete, es war auch ein großer Dildo, in meine Scheide schob.

»Ich glaube, es reicht, wenn ich dir sage, daß du dich nicht bewegen darfst. Du solltest ja ziemlich bequem da liegen. Sollte ich mitbekommen, daß du dich trotzdem bewegst, wirst du es nicht mehr so bequem haben. Dann kommst du auf den spanischen Reiter.«
So, wie sie das sagte, war es keine Drohung, sondern lediglich eine Feststellung. Ich hob erneut den Daumen, um ihr zu zeigen, daß ich verstanden hatte. Ich war zwar ziemlich masochistisch, doch wochenlang auf dem spanischen Reiter, ich glaube nicht, daß ich das ausgehalten hätte. Wobei mir in diesem Falle wohl nichts anderes übrig geblieben wäre. Deshalb wollte ich gar nicht erst in diese Situation kommen.

»Für morgen wünsche ich dir viel Spaß mit deinem Geschenk«, sagte sie.
Ich fragte mich, was sie damit meinte. Eigentlich dachte ich, die beiden Dildos wären das Geschenk, doch so wie sie das sagte, war da sicher noch etwas.
Sie trat noch einmal zu mir, streichelte meinen Rücken und betrachtete mich eine Weile, bevor sie sich zum Gehen wandte.
»Halt, das habe ich ja ganz vergessen«, sagte sie und kam noch einmal zurück. Direkt unter mein Gesicht legte sie einen Spiegel auf den Boden, den sie mit Hilfe von etwas Klebeband so aufstellte, daß ich nach draußen sehen konnte. Eine Person, die vor dem Schaufenster stand, konnte auf diese Weise auch mein Gesicht und damit das Geschirr mit der Knebelplatte sehen.
Nun strich sie mir noch einmal über den Rücken und öffnete den Vorhang wieder, bevor sie nun den Laden verließ.
Sie kam, wie jeden Tag, am Schaufenster vorbei und sah mich eine Weile lang an. Dann machte sie einen Kussmund, lächelte und verließ mein, durch den Spiegel etwas weiteres Sichtfeld.

Auf der Straße war es mittlerweile dunkel und es waren kaum noch Menschen unterwegs. Ich versuchte vorsichtig, meine Bewegungsfreiheit auszutesten, doch die war, bis auf meine Hände, kaum vorhanden. Allerdings lag ich, auch dadurch, daß meine Muskeln nicht blockiert waren, sehr bequem. Durch meine gespreizten Beine spürte ich den Dildo in meiner Scheide sehr stark, was aber auch daran liegen konnte, daß er recht groß war. Vielleicht auch daran, daß ich durch diese Operationen etwas enger als vorher war, so genau konnte ich das nicht feststellen. Aber es erregte mich sehr und wenn ich meine Muskeln anspannte, konnte ich ihn in mir sogar etwas bewegen und mir auf diese Weise noch mehr Reizung verschaffen.
Der Dildo in meinem Rachen war dagegen etwas unangenehm, aber durchaus auszuhalten. Früher hätte ich das wohl so nicht länger ausgehalten, weil ich dabei sicher hätte würgen müssen. Und dadurch, daß ich jetzt noch recht gut Luft bekam, machte es mir nur wenig aus, ihn dauernd im Rachen zu haben.
So verschaffte auch dieser Dildo mir ein gewisses Maß an Erregung. Doch auch alles zusammen genommen, meine strenge Fesselung, die beiden Dildos und die Tatsache, daß jeder, der vorbei ging, mich so sehen konnte, verschaffte mir nicht einmal annähernd genug Reizung, als daß ich hätte kommen können.
Ziemlich erregt driftete ich allmählich wieder in einen Dämmerzustand und schlief irgendwann ein.

Wie jeden Morgen wachte ich durch das Muskeltraining auf. Es war noch dunkel aber es waren bereits einige Menschen unterwegs.
Schließlich kam Gertrud mit der Straßenbahn und holte sich am Imbiss gegenüber, den ich nun wieder sehen konnte, etwas zu Essen. Sie aß allerdings nicht an einem der Stehtische. Vermutlich war es dafür jetzt einfach zu kalt, sondern kam direkt in den Laden.
Es dauerte eine Weile, bis sie zu mir kam und den Schlauch von dem Anschluss an meinem Hintern abnahm. Dabei gab sie mir einen ziemlich festen Klaps auf den Hintern, dessen Wirkung ich noch ziemlich lange spürte. Hinter den Spiegel, gerade noch so in meinem Blickfeld, legte sie ein Stück Papier, bevor sie mich wieder alleine ließ.

Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, was das für ein Papier war. Es handelte sich um einen Ausriss aus einer Zeitung, auf dem ein Zahlenrätsel abgebildet war. Bei diesem Rätsel musste man in neun mal neun Feldern alle Zahlen von eins bis neun so einsetzen, daß in jeder Reihe und jeder Spalte jede Ziffer nur einmal vor kam. Es dauerte etwas, bis mir der Name dieser Art Rätsel wieder einfiel. Es nannte sich Sudoku und ich erinnerte mich daran, daß ich dabei früher mal ziemlich gut gewesen bin.
Ich versuchte, mich daran zu erinnern, wie man dieses Rätsel löst und schaffte es nach einer Weile sogar, einige der fehlenden Zahlen zu ergänzen. Doch anscheinend war mein Gedächtnis nicht gut genug, um mich an alle Zahlen zu erinnern. Ohne einen Stift, um die fehlenden Zahlen einzutragen war es für mich ziemlich schwer, dieses Rätsel zu lösen.
Erschwert wurde es für mich noch durch Gertruds Geschenk.
Dies bestand anscheinend darin, daß der Dildo in meiner Scheide einen Vibrator hatte, der immer dann sehr stark vibrierte, wenn ein Kunde den Laden betrat oder verließ. Zwar reichte auch das am Ende nicht, um mich kommen zu lassen, doch es brachte meine Erregung allmählich auf ein Niveau, bei dem ich durch diese recht stark abgelenkt wurde.

»Na, geschafft?«, fragte Gertrud am Abend und deutete auf das Rätsel.
Ich drehte, etwas mühsam, meine Hand und hielt meinen Daumen nach unten.
»Gut, dann lass ich es dir noch da«, sagte sie, während sie den Schlauch an meinen Hintern anschloss.
»Und mein Geschenk, gefällt es dir?«, fragte sie wie beiläufig. Mit erhobenem Daumen zeigte ich ihr, daß mir der Vibrator gut gefiel.
»Freut mich«, sagte sie, strich mir noch einmal über den Rücken und verließ den Laden. Sie blieb kurz vor dem Schaufenster stehen, machte einen Kussmund und ließ mich dann alleine.
Wieder passierte eine ganze Weile lang nichts Besonderes. Aber jeden Morgen fragte sie mich, ob ich es geschafft hatte, das Rätsel zu lösen. Als ich es schließlich geschafft hatte, nahm sie es weg und legte ein neues hin.

Nur daran, daß zwar nur wenige Leute in der Fußgängerzone unterwegs waren, diese aber recht hektisch schienen und die Läden schon Mittags schlossen, erkannte ich daß Weihnachten war. Die folgenden zwei Tage waren sehr langweilig, da kaum Menschen zu sehen waren. Auch die Straßenbahnen fuhren an diesen Tagen nach dem Sonntagsfahrplan und brachten mir somit kaum Abwechslung.
Auf Weihnachten folgte Silvester. An diesem Tag kam Gertrud zu mir und stellte den Spiegel um, so daß ich den dunklen Abendhimmel sehen konnte. Zuerst gefiel es mir nicht, nur noch das Schwarz des Himmels und die Dachrinnen der gegenüber liegenden Häuser zu sehen, doch um Mitternacht konnte ich das Feuerwerk dadurch sehr gut sehen. Dafür war ich Gertrud am Ende doch sehr dankbar.
Kurz vor Mitternacht spürte ich ein heftiges Vibrieren. Ich dachte erst, daß es von dem Dildo kam, doch schließlich stellte ich fest, daß es der Vibrator an meinem Kitzler war. Genau in dem Moment, an dem ich die ersten Sterne des Feuerwerks sah, explodierte ich in einem heftigen Orgasmus, der mehrere Minuten lang anhielt. Zusammen mit dem bunten Feuerwerk war das eine sehr intensive Erfahrung, an die ich heute noch gerne denke.

Die folgenden Wochen und Monate waren wieder sehr eintönig und ich fiel immer öfter in einen tiefen Dämmerzustand. Ich nahm kaum noch etwas wahr und irgendwann merkte ich nicht einmal mehr, wie Gertrud mich abends an die Versorgungseinheit anschloss oder daß sie das Rätsel austauschte.
Selbst von Ostern bekam ich kaum etwas mit und alles verschwamm irgendwie zu einem gleichmäßigen Fluss, in dem Zeit keine Bedeutung mehr für mich hatte.
Sogar daß Gertrud mich von dem Bock holte, mich umzog und an ein Andreaskreuz fesselte, bekam ich nur beiläufig mit. Sogar, daß sie den Dildo aus meiner Scheide nahm und mir statt dessen einen Ballknebel in den Mund steckte, bemerkte ich erst lange danach.


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ronn2321
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:28.05.21 07:49 IP: gespeichert Moderator melden


Sehr gute geschichte. Bin gespannt wie es weiter geht.
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Dreamer Volljährigkeit geprüft
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:28.05.21 09:21 IP: gespeichert Moderator melden


klasse Storie, freue mich auf die Fortsetzung.
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Keuschli_69
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:29.05.21 08:08 IP: gespeichert Moderator melden


Großartige Geschichte! Genau mein Ding. Freue mich wahnsinnig auf die Fortsetzungen!
Liebe Grüße und danke!
Max
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:29.05.21 08:54 IP: gespeichert Moderator melden


Toll geschrieben! Bitte schreib weiter
Gut Ding will keine langeweile haben !
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Klett-max
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:29.05.21 12:40 IP: gespeichert Moderator melden


Das ist ein interessanter Ansatz, wie ein Objekt geschaffen werden kann. Jetzt hat sich wohl die Routine breit gemacht. Wenn sie kaum noch mitbekommt, was so direkt um sie herum geschieht, dann könnte die Geschichte ja mit wenigen Sätzen (Ostern, Nikolaus, Weihnachten, O...) zu Ende sein. Aber ich bin mir sicher, daß jetzt irgendetwas passiert, was sie wieder aus dem Alltags-"Trott" heraus holt.

Wird sie in den Studiobetrieb integriert?
Wird sie die einzige Zeugin eines Verbrechens?
Wird sie zur Langzeit-Testerin für technische Geräte?
Oder eröffnet Gertrud noch eine Tattoo- und Piercing-Abteilung?


In jedem Fall bin ich gespannt, was unserer Heldin sonst noch so alles passiert und wo sie "drüber weg lebt".
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Erin
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:29.05.21 13:55 IP: gespeichert Moderator melden


Kann mich nur den Meinungen der anderen anschliesen und bin auf den Fortgang der Geschichte gespannt.
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HeMaDo
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:03.06.21 18:22 IP: gespeichert Moderator melden


Ich freue mich, daß diese Geschichte so gut ankommt.



Zitat

Das ist ein interessanter Ansatz, wie ein Objekt geschaffen werden kann. Jetzt hat sich wohl die Routine breit gemacht. Wenn sie kaum noch mitbekommt, was so direkt um sie herum geschieht, dann könnte die Geschichte ja mit wenigen Sätzen (Ostern, Nikolaus, Weihnachten, O...) zu Ende sein. Aber ich bin mir sicher, daß jetzt irgendetwas passiert, was sie wieder aus dem Alltags-\"Trott\" heraus holt.

Das wäre aber doch etwas langweilig. Mir ging es ja gerade darum was so eine Schaufensterpuppe so alles erleben kann, obwohl (oder vielleicht auch gerade weil) sie nur eine Puppe ist.
Deshalb gibt es auch 15 Kapitel und nicht nur drei.



Zitat

Wird sie in den Studiobetrieb integriert?
Wird sie die einzige Zeugin eines Verbrechens?
Wird sie zur Langzeit-Testerin für technische Geräte?
Oder eröffnet Gertrud noch eine Tattoo- und Piercing-Abteilung?

Da kann ich nur sagen: Lass dich überraschen.

Und jetzt viel Spaß beim nächsten Teil.

HeMaDo


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  RE: Die Schaufensterpuppe Teil 2 - Trauer Datum:03.06.21 18:23 IP: gespeichert Moderator melden


Als ich wieder bewusst etwas wahrnahm, war die ganze Fußgängerzone von einer dünnen Schicht Schnee bedeckt und die Stadtreinigung gerade dabei, diesen wieder von der Straße zu entfernen. Doch das war nicht der Grund, warum ich aus meinem Dämmerzustand erwachte. Da war irgendetwas, was meine Aufmerksamkeit auf sich zog.
Es dauerte einen Moment, bis ich erkannte, daß es das Klopfen an der Scheibe des Schaufensters war, das mich aus meinem Dämmerzustand geholt hatte. Ich öffnete die Augen und sah Gertrud, so hieß diese Frau, wie ich inzwischen erfahren hatte, vor dem Fenster stehen. Doch sie war nicht alleine. Neben ihr stand eine nackte, haarlose Frau um deren Hüfte sie ihren Arm geschlungen hatte.
Gertrud sah mich grinsend an und deutete auf diese Frau.
Eine nackte Frau mitten im Winter? Diese Erkenntnis holte mich nun endgültig in die Realität zurück. Ich sah mir diese Frau an und erkannte, daß es eine Schaufensterpuppe war. Eine echte Schaufensterpuppe, keine Frau, die wie eine solche aussah. Sie deutete zuerst auf die Puppe und dann auf mich.
Wollte sie mich durch eine Plastikpuppe ersetzen, schoss es mir durch den Kopf. Entsetzt sah ich sie an und fragte mich, was mit mir nun passieren würde. War ich ihr zu teuer oder war es ihr lästig geworden, mich jeden Abend an die Versorgungseinheit anzuschließen? Was sollte nun mit mir passieren? Sollte ich zurück in die Agentur und kam in einen anderen Laden?
Ich spürte, wie Tränen aus meinen Augen flossen. Ich hatte mich daran gewöhnt hier in diesem Schaufenster zu sein, in meinem Schaufenster. Und ich hatte mich, obwohl ich sie ja nur morgens und abends sah, an Gertrud gewöhnt. Ich wollte nicht hier weg.

Etwas später kam Gertrud zu mir und schloss die Vorhänge des Schaufensters.
»Hallo, 463. Das wird meine neue Schaufensterpuppe«, sagte sie und stellte diese Plastikpuppe direkt vor mir ab. Diese Plastikpuppe sollte mich ersetzen? Ich fing an, zu schluchzen, so gut es eben mit einem Spidergag im Mund ging und weinte unsichtbar unter meinem Überzug.
Meine Bewegungen waren wohl kaum zu sehen, da ich sehr fest und restriktiv auf einem Stuhl gefesselt war.
»Das Ordnungsamt hat mir mitgeteilt, daß sich einige Leute über meine anstößige Deko beschwert haben und ich die ändern soll«, erzählte sie beiläufig, während sie meine Fesseln löste.
»Deshalb musst du wohl aus dem Schaufenster raus. Ich denke, darüber wird sich wohl niemand aufregen.« Sie deutete auf die Plastikpuppe, die ein langes, schwarzes Abendkleid trug und in einer Hand eine aufgerollte Peitsche hielt.
Gertrud führte mich, nachdem sie die Fesseln gelöst und mir den Knebel abgenommen hatte, aus dem Schaufenster in den Laden. Es war tatsächlich das erste Mal, daß ich dieses Schaufenster, mein Schaufenster, verlasen habe. Und anscheinend war es auch das letzte Mal. Sie stellte mich einfach im Laden ab, so daß ich in das Schaufenster sehen konnte, wo sie diese Puppe auf meinen Stuhl setzte, der eher einer Art Thron glich.
Sie drapierte sie sorgfältig, schaute sich noch einmal um und öffnete die Vorhänge, so daß man von Außen nun diese verdammte Plastikpuppe sehen konnte statt mich.

»Was ist denn mit dir los?«, fragte Gertrud, als sie zu mir kam. »Weinst du etwa?«, fragte sie.
Ich wandte den Kopf in ihre Richtung und nickte. Noch immer schossen heiße Tränen aus meinen Augen und füllten allmählich den Zwischenraum zwischen diesen und dem Überzug.
»Warum denn?«, fragte sie scheinheilig. Ich war in diesem Moment einfach nur enttäuscht, daß sie mich einfach so durch ein Stück Plastik ersetzt hatte und deutete auf diese leblose Puppe.
»Weil ich diese Puppe ins Schaufenster gestellt habe?«, fragte sie, worauf hin ich erneut nickte.
Sie sah mich an, blickte zu der Puppe und dann wieder zu mir. »Denkst du etwa, ich würde dich zurück in die Agentur schicken?«, fragte sie erstaunt.
Was sollte sie denn sonst mit mir machen, wenn ich nicht mehr in dem Schaufenster stehen sollte? Ich nickte und wandte den Kopf von ihr ab.

Sie trat den Schritt, der uns noch trennte, auf mich zu und nahm mich in die Arme. Ich versuchte, mich aus ihrer Umarmung zu winden, doch sie hielt mich fest, so daß ich mich nicht weg drehen konnte. Ich hob meine Arme und wollte sie von mir weg drücken. Doch sie hielt mich immer noch fest und sagte: »Ich werde dich doch nicht zurück schicken. Du bist bei meinen Kunden doch eine echte Attraktion.« Dann murmelte sie leise etwas, was ich nicht verstand, obwohl mein Kopf sehr nah bei ihrem war.
Ich sollte eine Attraktion sein? Wie sollte das denn gehen? Ich war doch immer nur im Schaufenster gewesen. Ich weinte noch immer und schaffte es einfach nicht, mich zu beruhigen.

»Oje«, sagte sie, nachdem sie mich eine ganze Weile gehalten hatte. »Ich wollte dich nicht erschrecken, das tut mir wirklich leid. Komm, wir setzen uns erst mal«, sagte sie, löste die Umarmung, fasste meine Hand und zog mich mit sich.
Zum ersten Mal seit ich hier war, sah ich nun den Laden. Es war auf den ersten Blick ein ganz normaler Sexshop mit vielen Regalen und Tischen auf denen alle möglichen Spielzeuge, Filme, Zeitungen und Kleider standen, hingen und lagen. Aber es gab auch mehrere Nischen, in denen größere Spielzeuge und Möbel standen, die teilweise erst auf den zweiten Blick als Sexspielzeug zu erkennen waren.
Der Laden war sehr hell eingerichtet und an der Decke strahlten sehr viele kleine Lichter, die fast wie ein Sternenhimmel wirkten und der Boden war mit einem dunkelblauen Teppich belegt.
Sie führte mich zwischen den Regalen durch bis zu einer Tür auf der ein Schild mit der Aufschrift »Privat« prangte.
Sie zog mich durch diese Tür und einen kurzen Flur in einen kleinen Raum in dem mehrere Tische und eine kleine Küchenzeile standen. Dort nahm sie mir den Knebel ab und deutete auf einen der Stühle.
Ich setzte mich und beobachtete sie dabei, wie sie sich an einer Kaffeemaschine zu schaffen machte. Mit zwei Tassen in den Händen kam sie zu mir, stellte diese auf den Tisch und setzte sich neben mich.
»Hast du wirklich gedacht, ich würde dich zurück schicken?«
Ich sah stumm auf den Tisch und nickte. Langsam schaffte ich es, meine Tränen unter Kontrolle zu bekommen.
Sie legte den Arm um mich herum und zog mich zu sich. »Ganz bestimmt nicht, weil sich irgend welche Leute darüber aufregen, wie es in meinem Schaufenster aussieht«, sagte sie energisch. »Ich habe schon einen neuen Platz für dich. Da regt sich bestimmt niemand auf.« Sie strich über mein in rotes Latex verpacktes Bein »Ich habe extra schon versucht, aufzupassen, daß sich niemand belästigt fühlt. Aber anscheinend sind die Leute hier alle viel zu prüde. Und da, wo du jetzt hin kommst, gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, meine Waren angemessen zu präsentieren.«
Ich sah sie fragend an, doch ich erinnerte mich wieder daran, daß sie nur die aufgemalten Augen sehen konnte, also zuckte ich mit den Schultern.
»Lass dich überraschen«, sagte sie grinsend.
Wieder zuckte ich mit den Schultern und sie gab mir eine der beiden Tassen.
Ich trank einen Schluck und genoss den Kaffee, in den sie offenbar sehr viel Milch gegeben hatte.

Während wir schweigend unseren Kaffee tranken, öffnete sich die Tür und eine junge Frau kam herein. »Ach hier seid ihr«, sagte sie.
»Ja, ich habe 463 aus dem Schaufenster geholt. Ich werde sie gleich in den Laden bringen. Was hast du denn?«, fragte Gertrud.
»Herr Schäfer ist gerade eingetroffen. Er hat schon nach ihr gefragt«, sagte die Frau und deutete auf mich. Sie hatte schulterlange, blonde Haare und trug ein Outfit, an dem alles das Wort »Domina« schrie. Sie trug glänzend schwarze Highheels in denen wohl nur wenige Frauen würden laufen können, eine eng anliegende, schwarze Lackhose und eine ebenfalls schwarze Bluse aus Lackleder. Über dieser trug sie ein weinrotes Korsett mit vielen glänzenden Schnallen und Kettchen.
»Ich sage doch, du bist beliebt bei unseren Kunden. Da werd ich dich ganz sicher nicht zurück schicken«, sagte Gertrud zu mir.
»Er wird sie gleich wieder bewundern können, wenn sie im Laden ist«, sagte sie zu der Frau. »Aber du kannst mit ihm schon mal in das Zimmer gehen, es wird sicher noch eine halbe Stunde dauern.«
»Ok«, sagte die blonde Domina und verließ den Raum wieder.

»So, komm jetzt. Ich zeige dir deinen neuen Platz«, sagte Gertrud, nachdem ich den Kaffee getrunken und mich wieder beruhigt hatte.
Sie stand auf nahm meine Hand und zog mich mit sich. Wir gingen wieder in den Laden, wo sie mich in eine der Nischen führte. In dieser stand ein einfacher Strafbock, der aus einem Gestell mit einer Kniehohen Liegefläche bestand. An dem Gestell waren noch mehrere Polster befestigt, die ich im Moment noch nicht zuordnen konnte.
Hier sagte sie mir, ich solle mich schon mal ausziehen und verschwand darauf hin wieder.
Ich sah mich kurz um und begann damit, mich meiner Kleider zu entledigen. Gerade, als ich den ersten Strumpf ausgezogen hatte und mit dem Fuß auf der Liege, dabei war, den zweiten auszuziehen, hörte ich, wie die Glocke der Ladentür klingelte. Ich schaute zur Tür und sah, daß eine Kundin den Laden betreten hatte. Da ich nicht so recht wusste, wie ich mich verhalten sollte, blieb ich einfach bewegungslos stehen. Die Frau schien nichts Bestimmtes zu suchen, denn sie ging eher ziellos zwischen den Regalen entlang, wobei sie hier und da ein Teil aus diesen nahm, es betrachtete und wieder zurück legte.

Erst, als sie in den hinteren Teil des Ladens ging, von dem aus sie mich nicht sehen konnte, wage ich es wieder, mich zu bewegen und ich zog nun auch den zweiten Strumpf aus. Doch vorsichtshalber sah ich immer wieder zu dem Durchgang. Ich zog nun die Bluse aus und legte diese über eines der Polster. Dann zog ich mir die Handschuhe aus und gerade, als ich dabei war, die Hose aufzuknöpfen, kam die Frau wieder nach vorne. Wieder blieb ich einfach stehen und bewegte mich nicht.
Die Frau ging nun wieder zwischen den Regalen entlang und sah sich gelegentlich nach mir um. Nun kam sie direkt auf mich zu, blieb vor mir stehen und sah mich eingehend an. Sie runzelte die Stirn und wedelte mit einer Hand vor meinem Gesicht herum. Doch ich bleib weiterhin bewegungslos stehen.
Sie schüttelte scheinbar verwundert den Kopf und ging erneut in den hinteren Teil des Ladens. Ich hörte, wie sie sich dort mit Gertrud unterhielt und setzte mich auf die Liegefläche des Bocks, um mir die Hose auszuziehen.
Als ich das rechte Bein angehoben hatte, um aus dem zweiten Hosenbein zu schlüpfen, kamen zuerst Gertrud und hinter ihr diese Frau wieder nach vorne. Wieder hielt ich in meiner Bewegung inne und verharrte in dieser recht unbequemen Position.

»Seltsam«, sagte die Frau verwirrt und deutete auf mich. »Ich bin mir sicher, daß diese Puppe eben noch neben dem Bock stand und die Hose noch an hatte.«
Ich sah, wie Gertrud, die hinter der Frau stand, mir grinsend zu zwinkerte und auf ihrem Handy herum tippte. Nun hatte sie mir meine Bewegungsfreiheit wieder genommen und ich war bewegungsunfähig, wie eben eine Schaufensterpuppe.
»Hmm, ich bin mir ziemlich sicher, daß ich sie so da hin gesetzt habe«, sagte Gertrud zu der Frau. »Ich glaube kaum, daß sie sich von selbst bewegen kann, das ist ja schließlich nur eine Puppe.«
»Als ich das erste Mal an ihr vorbei gegangen bin, hat sie sich gerade die Strümpfe ausgezogen, beim zweiten Mal stand sie genau hier«, die Frau deutete auf die Stelle, an der ich eben noch gestanden hatte »und jetzt sitzt sie hier. Ich bin doch nicht verrückt«, sagte sie im Brustton der Überzeugung.
»Sehen sie her«, sagte Gertrud, kam zu mir und bewegte meinen Arm. »Das ist wirklich nur eine Puppe. Versuchen Sie es doch selbst einmal.«
Zögernd kam die Frau auf mich zu und bewegte meinen Arm. Dann fasste sie mir an den Kopf und drehte diesen hin und her und danach bewegte sie auch noch mein Bein auf und ab.
»Das verstehe ich nicht«, sagte sie. »Vielleicht bin ich auch einfach nur etwas überarbeitet.«
»In dem Fall sollten Sie das Teil mitnehmen, sich zu Hause ein heißes Bad einlassen und es benutzen. Das ist sehr entspannend, wie ich Ihnen aus eigener Erfahrung sagen kann«, sagte Gertrud zu der Frau.
»Ja, vielleicht haben Sie Recht. Ich glaube, ich nehme das Teil mit.«
Zusammen mit Gertrud ging die Frau zur Kasse, wobei Gertrud erneut auf ihrem Handy herum tippte. Ich musste mich sehr zusammen nehmen, um mich nicht zu bewegen, als Gertrud mir meine Bewegungsfreiheit wieder gegeben hatte. Erst als die Frau vor der Kasse stand und bezahlte, wagte ich es, mich wieder zu bewegen und setzte beide Füße auf den Boden. Den Kopf wandte ich direkt zu der Frau und hielt diese Position. Allmählich begann mir dieses Spiel Spaß zu machen.
Mit einem »Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend« verabschiedete Gertrud die Frau und brachte sie selbst zur Tür. Bevor sie den Laden verließ, sah die Frau noch einmal zu mir und erschrak, als sie dabei direkt in meine aufgemalten Augen blickte.
Als die Tür hinter ihr ins Schloss gefallen war, kam Gertrud lachend zu mir. »Das kannst du doch nicht machen. Die hat sich so erschrocken, daß sie garantiert nicht mehr wieder kommen wird«, sagte sie mehr belustigt als tadelnd. »Dafür hast du dir schon eine Strafe verdient.«
Ich sah sie entsetzt an. Das hatte ich doch nicht so gewollt. Es war doch nicht meine Schuld, daß diese Frau gerade herein gekommen ist, als ich mich ausgezogen habe. Und ich hatte doch nur Gertruds Anweisung, mich auszuziehen befolgt. Doch Gertruds grinsen zeigte mir, daß sie es mit der Strafe zwar ernst meinte, diese aber wohl nicht all zu schlimm ausfallen würde.

»Los, leg dich da drauf«, sagte sie, noch immer grinsend.
Ich legte mich auf die Liegefläche des Bocks und ließ mich von Gertrud in die Position schieben, in der sie mich offensichtlich haben wollte. Meine Arme und Beine legte sie auf die noch freien Polster, so daß ich mit weit erhobenen Armen und weit gespreizten Beinen auf dem Strafbock lag. Meinen Kopf legte sie in das entsprechende Polster und fesselte mich mit breiten Lederriemen, die an diesen Polstern angebracht waren, so daß ich mich nicht mehr bewegen konnte. Nur meinen Kopf fesselte sie nicht. Statt dessen holte sie aus dem hinteren Teil des Ladens ein weiteres Teil, welches sie zwischen meinen Beinen an dem Gestell des Bockes anbrachte.

Ich hob den Kopf, um zu sehen, was sie tat und erkannte, daß es eine F**kmaschine war, als sie den Penisförmigen Teil mit viel Gleitmittel in meine Scheide schob.
Sie hatte mich tatsächlich auf diesem Bock gefesselt und diese Maschine würde mich in den nächsten Wochen kontinuierlich bearbeiten, ohne, daß ich durch einen Höhepunkt von meiner, sich jetzt schon aufstauenden, Erregung erlöst werden würde.

Diese Situation und das Wissen, daß ich nun bestimmt für eine sehr lange Zeit so hier liegen würde, erregten mich noch zusätzlich.
»Kopf nach hinten, sonst fessele ich den auch noch«, sagte sie mit einem süffisanten Grinsen und sah mich eine ganze Weile an.
»Ich weiß, daß Zeit für dich kaum von Bedeutung ist, meine Süße«, sagte sie. »Deshalb habe ich dafür gesorgt, daß der Vibrator da unten«, sie tippte auf die Stelle, an der früher einmal mein Schamhügel gewesen war »in den nächsten vier Wochen nicht angeht.
Vier Wochen? Ich keuchte leise. Vier Wochen waren für mich zwar keine all zu lange Zeit, doch alleine das Wissen darum trieb eine weitere Welle der Erregung durch meinen Körper.
Gertrud sah mich breit grinsend an und stellte sich neben meinen Kopf.
»Mund auf«, sagte sie.
Ich tat, was sie sagte und öffnete meinen Mund so weit es ging.
Sie beugte sich direkt über mich und machte einige seltsame Bewegungen mit dem Mund. Dann spitzte sie die Lippen und ließ eine größere Menge Speichel aus ihrem Mund heraus fließen. Der Speichel formte sich zu einem großen, zähen Tropfen und löste sich von ihren roten Lippen, um in meinen Mund zu fallen. Ich spürte, wie er auf meine Zunge traf und langsam in meine Kehle floss.
»Du darfst den Mund wieder zu machen«, sagte sie, streichelte mir über meine nackte Brust und ging zur Kasse, wo sie sich setzte und in einer Zeitschrift blätterte.
Ich spürte ihren Speichel in meiner Kehle und drückte ihn mit der Zunge wieder etwas nach vorne, so daß ich ihn nicht sofort schlucken musste, während Gertrud gelegentlich zu mir schaute.
Irgendwann musste ich ihn dennoch schlucken, doch ich versuchte, diesen Zeitpunkt so lange es ging, hinaus zu zögern.
Mir fiel ein, daß diese Geste auch Sklavenkuss genannt wird und die Unterwerfung der Sklavin unter ihre Herrschaft zeigt. Außerdem zeigt er, daß die Sklavin Eigentum der Herrschaft ist.
War Gertrud meine Herrin? War ich ihre Sklavin und war ich ihr Eigentum? Auf jeden Fall war ich ihr ausgeliefert und sie konnte mit mir tun und lassen, was, sie wollte. Immerhin konnte sie mir mit ihrem Handy jede Bewegungsfreiheit nehmen, wie es ihr gefiel und dann tatsächlich tun, was sie wollte. Doch brauchte sie dazu überhaupt ihr Handy? War es überhaupt nötig, daß sie mir die Möglichkeit mich zu bewegen, mich zu wehren, nahm? Oder war ich es nicht vielleicht schon selbst, die sich ihr unterworfen hatte und freiwillig tat, was sie verlangte?

Über diese Gedanken fiel ich wieder in einen tiefen Dämmerzustand in dem nur meine zunehmende Erregung und diese Fragen meine Gedanken bestimmten. Ich bemerkte nur beiläufig, wie gelegentlich Kunden den Laden betraten. Einige von ihnen blieben vor mir stehen und betrachteten mich, woran ich mich nur als kurze Momente erinnerte. Sie kauften etwas und verließen den Laden wieder. Doch Gertrud setzte sich immer wieder hinter die Kasse, blätterte in ihrer Zeitschrift und sah gelegentlich zu mir.
Erst am Abend, als sie den Laden schloss, kam sie wieder zu mir. Sie stellte sich neben mich und betrachtete mich. Zwar wachte ich nicht wirklich aus meinem Dämmerzustand auf, doch ich schaffte es, den Mund weit zu öffnen und sie anzusehen. Ich bemerkte ihren fragenden Blick, worauf hin ich den Mund kurz schloss und wieder weit öffnete. Ich sah ihr Gesicht über meinem, sah wie ein großer Tropfen ihres Speichels ihre Lippen verließ und spürte ihn in meinen Mund tropfen, doch ich hielt ihn dort und ließ meinen Mund weit geöffnet. Erneut sammelte sie eine große Menge ihres Speichels und ließ ihn in meinen Mund tropfen. Nun erst schloss ich meinen Mund und hielt ihren Speichel, ihr Geschenk auf meiner Zunge. So langsam es ging, ließ ich ihn in meine Kehle laufen und schluckte immer nur eine möglichst kleine Menge, um so viel davon wie möglich so lange wie möglich zu halten.
Sie nickte scheinbar zufrieden, bevor sie zwischen meine Beine trat, die Maschine ausschaltete, als der Dildo ganz tief in mir war und anschließend die Versorgungseinheit an den Anschluss an meinem Hintern anschloss. Sie streichelte mir noch einmal über meine nackten Brüste, kniff fest in meine Nippel und verließ, ohne etwas zu sagen, den Laden.
Am nächsten Morgen kam sie zu mir, löste den Schlauch der Versorgungseinheit, schaltete die Maschine an und ich öffnete den Mund so weit es ging. Sie schenkte mir erneut eine große Menge ihres Speichels und ich schloss zufrieden den Mund, um sofort wieder in einen tiefen Dämmerzustand zu fallen.

So ging es eine ganze Weile. Gertrud kam jeden Morgen und jeden Abend zu mir und gab mir einen Sklavenkuss, bevor sie mich für den Tag oder die Nacht fertig machte. Immer tiefer fiel ich in einen Zustand, in dem nichts mehr zählte und in dem die Zeit für mich vollkommen bedeutungslos wurde. Ich wünschte mir, sie würde mehr von mir nehmen als meine Bewegungen und mir mehr geben als diesen Kuss. Mal saß sie, wenn keine Kunden im Laden waren, hinter der Kasse und sah immer wieder zu mir, mal sah ich sie den ganzen Tag lang nicht, doch jeden Morgen und jeden Abend wiederholte sich das selbe Spiel und jedes Mal genoss ich es, diesen Kuss von ihr zu empfangen.

Unterbrochen wurde diese Routine nur dadurch, daß sie mich von dem Möbel auf dem ich lag, losband, mich mit neuen Accessoires ausstattete und auf einem anderen Spielzeug fesselte. Doch jedes Mal sorgte sie dafür, daß mein Mund so platziert war, daß sie mir ohne sich dabei verrenken zu müssen, den Sklavenkuss geben konnte. Entweder war ich dabei durch Fesseln bewegungsunfähig, so daß ich den Mund selbst öffnen konnte oder sie machte mich mit Hilfe ihres Handys bewegungsunfähig, wobei sie mich meinen Mund vorher öffnen ließ. Wenn sie mich knebelte, nahm sie den Knebel jeden Abend aus meinem Mund, um ihn am nächsten Morgen wieder einzusetzen. Besonders genoss ich es, wenn sie mir einen Dildo als Knebel einsetzte, denn mit diesem f***te sie meine Kehle jeden Morgen, wenn sie ihn mir einsetzte, wobei sie ihren Speichel als Gleitmittel verwendete.

*

Ganz in dieser für mich zeitlosen Routine gefangen, war ich erstaunt, als es eine für mich überraschende Änderung gab.Ich hing seit einer Weile, es mussten wohl bereits mehrere Tage sein, frei schwebend auf einer besonderen Liebesschaukel. Diese hatte eine Liegefläche für den Körper und getrennte Lederschlaufen für Arme, Beine und den Kopf. Ich war weder gefesselt noch hatte sie mir meine Bewegungsfreiheit genommen, sondern von mir verlangt, mich nicht zu bewegen. Dies stellte für mich keine besondere Herausforderung dar, sondern erhöhte den Reiz für mich eher noch.

Für mich sehr gemein war jedoch, daß in meiner Scheide und in meinem Mund jeweils große Dildos steckten, die an Stangen, welche auf schweren Platten auf dem Boden standen, befestigt waren. Je nachdem, wie ich mich bewegte, wäre einer der beiden Dildos tief in mich eingedrungen, während der Andere fast komplett aus mir heraus geglitten wäre. Doch Gertrud hatte mich so drapiert, daß beide Dildos gerade einmal zur Hälfte in mir steckten. Obwohl ich genau wusste, auf diese Weise keinen Höhepunkt erlangen zu können, wurde die Versuchung, es mir mit diesen beiden Dildos selbst zu machen, immer größer. Aber noch schaffte ich es erfolgreich, dieser Versuchung zu widerstehen.

Als ich mir selbst eingestehen musste, daß ich es wohl nicht mehr lange schaffen würde, der Versuchung zu widerstehen, gab es jedoch eine weitere Neuigkeit, dich mich mehr als nur überraschte. Eines Abends löste sie den Dildo, der in meinem Mund steckte, von der Stange und schob diese mitsamt Halterung bei Seite. Danach trat sie hinter mich und ich öffnete bereitwillig den Mund. Doch statt sich über mich zu beugen, zog sie ihren Rock aus und ließ ihn einfach fallen. Sie trat einen Schritt weiter vor. So daß ihre gespreizten Beine neben meinem Kopf standen. Die Höhe, in der ich hing, war genau passend, so daß sich ihre Vulva genau über meinem Mund befand. Mir war klar, was sie von mir erwartete, doch ich war zu überrascht, um zu reagieren.

Statt etwas zu sagen, oder die wenigen Zentimeter, die noch fehlten, in die Knie zu gehen, blieb sie einfach stehen. Ich konnte ihre Scham sehen und stellte fest, daß diese feucht glänzte. Auch ihren leicht herben Geruch nahm ich nun wahr. Ich sog ihn mit jedem Atemzug in mich auf und obwohl ich noch zu überrascht war, geschah etwas mit mir. Ich spürte, wie ihr Geruch und der Anblick ihrer erregten Scham mich selbst weiter erregten.
Langsam wich meine Überraschung und ich hob den Kopf das fehlende Stück an, bis meine Lippen ihre Schamlippen berührten. Ich leckte zurückhaltend mit der Zunge über diese und spürte, wie ihr Saft meine Zunge herunter in meine Kehle lief.
Obwohl ich bisher noch nie mit einer Frau Sex gehabt hatte, spornte mich ihr Stöhnen an, weiter zu machen. Ihr Stöhnen wurde etwas lauter und so ahnte ich, daß es ihr gefiel, was ich tat.

Nach einer Weile beugte sie sich ein Stück vor und sie fasste meine Brüste, um diese fest und fordernd zu massieren. Dabei geriet ich auf der Schaukel selbst in Bewegung und der Dildo, der noch immer in mir steckte, drang nun tiefer in mich ein.
Ich intensivierte meine Bemühungen und nun fasste sie meine Nippel mit jeweils zwei Fingern und drückte diese fest und schmerzhaft zusammen. Wie ein Blitz durchzuckte mich der Schmerz, der sich schnell in einen wohligen Lustschmerz wandelte und mich ermunterte, weiter zu machen.
Ich spürte, wie ihre Scheide zu zucken begann. Als sie endlich mit einem langgezogenen Stöhnen kam, kniff sie erneut fest in meine Nippel. Dies sandte eine weitere Welle Lustschmerz durch meinen Körper und ließ nun auch meine eigene Erregung explodieren. Während ich weiter machte, passierte es. Meine Lust entlud sich in einem Orgasmus, der mir die Sinne raubte und mir schwarz vor Augen werden ließ.

Als ich wieder zu mir kam, sah ich ihr Gesicht neben meinem. Sie sah mich mit einem tiefgründigen Lächeln an, während sie meine Wange streichelte.
»Na, wieder wach?«, fragte sie lächelnd. Ich nickte und schaute dabei direkt in ihre braunen Augen.
Irgendwann stand sie auf und beugte sich über mich. Wie gewohnt, öffnete ich den Mund um ihren Kuss zu empfangen. Doch statt dessen beugte sie sich weiter vor, bis ihre Lippen meine berührten und gab mir einen langen Kuss, bei dem ihre Zunge meine umrundete und die Innenseiten meiner Lippen umspielte.

Als sie den Kuss löste, sah sie mich mit einem Lächeln an und ließ mich dann alleine.
Während dieser Nacht fand ich kaum Schlaf und die folgenden Tage fühlten sich für mich an, wie Wochen. Gertrud verhielt sich während dieser Zeit genauso wie in den Wochen und Monaten zuvor. Mal saß sie hinter der Kasse und sah gelegentlich zu mir, wobei ich mir allerdings einbildete, sie des Öfteren dabei lächeln zu sehen, mal war sie einen oder mehrere Tage nur morgens und abends bei mir um mich für den Tag oder die Nacht vorzubereiten. Wie gewohnt, öffnete ich dabei meinen Mund um ihren Kuss zu empfangen und einige Male beugte sie sich nach diesem vor, um ihre Lippen auf meine zu legen und mit mir in einem jedes Mal länger andauernden Spiel unserer Zungen zu versinken. Ich genoss diese Küsse und allmählich machte sich ein warmes Gefühl in mir breit. Jedes Mal, wenn ich sie sah und wenn sie mich berührte, explodierte eine Wolke aus Schmetterlingen in meinem Bauch.
Ich dachte in dieser Zeit viel über meine Gefühle nach, dadurch versank ich nun kaum noch in einen Dämmerzustand und bekam auch mehr mit, was im Laden passierte. Ich sah die Kunden kommen und gehen, sah, wie Gertrud oder eine ihrer beiden Angestellten, sich mit diesen unterhielten und sie berieten. Ich sah, daß viele Kunden vor mir stehen blieben und mich betrachteten. Einige schüttelten verwundert den Kopf und andere sagten daß ich aussehen würde, als ob ich lebendig wäre. Dies amüsierte mich jedes Mal aufs Neue und ich war immer wieder versucht, mich ein kleines Stück zu bewegen, um ihnen zu zeigen, daß sie damit recht hatten.
Doch ich hielt mich zurück und ließ diese Leute in dem Glauben, nur eine sehr lebensecht aussehende Schaufensterpuppe vor sich zu haben, was in gewisser Weise ja sogar stimmte.

Während dieser Zeit fühlte ich mich sehr gut und eine bisher ungekannte Fröhlichkeit machte sich in mir breit. Ich genoss mein Dasein als lebende Schaufensterpuppe immer mehr und wünschte mir, daß die zehn Jahre, oder das, was von diesen noch übrig war, nie vorbei gehen würden.
Jedes Mal, wenn sie mich auf ein neues Möbel platzierte, benutzte Gertrud mich auf die selbe Weise wie auf der Liebesschaukel und oft überkam mich dabei selbst ein sehr intensiver Höhepunkt.

Besonders in Erinnerung ist mir dieses eine Mal geblieben, bei dem ich auf einer Kniebank hockte, die mit einem spanischen Reiter ausgestattet war. Dieser bereitete mir unablässig Schmerzen, da fast mein gesamtes Gewicht auf diesem ruhte. Ich musste mich sehr zusammen nehmen, um mein Gewicht nur langsam von meinen schmerzenden Beinen auf meine Vulva zu verlagern, die auf dem, zwar abgerundeten aber doch recht schmalen Holz ruhte. Und genauso langsam musste ich mein Gewicht von meiner Vulva auf meine Beine zurück verlagern, um dieser etwas Erholung zu verschaffen.
An einem Abend kam Gertrud zu mir und stellte sich vor mich. Sie beugte sich zu mir herunter und küsste mich, wobei das Kribbeln in meinem Bauch nahezu unerträglich wurde und Wellen der Erregung durch meinen Körper sandte. Nachdem sie diesen Kuss gelöst hatte, fragte sie mich, wie es mir ging. Ich hob den Daumen zum Zeichen daß es mir gut ging, darauf hin nahm sie zwei Klammern, die sie mit schnellen Griffen auf meine Nippel klemmte. Dies ließ mich leise aufstöhnen.
Gertrud sah mich mit einem grinsen an und stellte sich zwischen mich und die Ablage der Kniebank, ihre Vulva direkt vor meinem Gesicht. Ohne zu zögern, nahm ich den Kopf vor und begann damit, sie mit meinem Mund zu verwöhnen. Wieder machte sich dabei eine starke Erregung in mir breit und als sie dieses Mal sehr feucht kam, stützte sie sich mit den Händen auf meinen Schultern ab, so daß meine Vulva nun plötzlich mein ganzes und einen Großteil ihres Gewichtes trug. Der plötzliche, heftige Schmerz ließ mich so intensiv kommen, wie noch nie zuvor und wie auch nur sehr selten danach. Dabei spürte ich ihren Saft über mein Gesicht laufen, meinen Hals herab rinnen und über meine nackten Brüste fließen.
Und ich spürte, wie sich in meiner eigenen Scheide so viel Nässe bildete, daß diese mich begann auszufüllen und der Überzug über meiner Haut es nicht schaffte, diese weg zu transportieren.
Dieser Druck hielt auch noch an, nachdem Gertrud den spanischen Reiter herunter gelassen hatte, damit ich die Nacht über ausruhen konnte.
Erst als sie am nächsten Morgen wieder kam, war der Druck nicht mehr zu spüren, der mich die ganze Nacht über an diesen Moment erinnert hatte in dem Gertruds und meine Lust zusammen ihren Höhepunkt erreicht hatte.
»Du siehst ziemlich bekleckert aus«, sagte sie grinsend, nachdem sie den spanischen Reiter an diesem Morgen wieder hoch gestellt hatte. Sie kam, nachdem sie meine Versorgungseinheit weg gebracht hatte, mit einem feuchten Tuch zu mir und wischte damit sorgfältig über mein Gesicht, meine Brust und meinen Bauch.
An diesem Tag wünschte ich mir, sie könnte nicht nur meinen Mund, sondern auch meine Augen sehen, mit denen ich das Lächeln welches sie mir von der Kasse aus zuwarf, erwiderte.

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich wieder in einen Dämmerzustand fiel und die Zeit keine Rolle mehr spielte. Diese Zeit wurde wieder nur dadurch unterbrochen, daß sie mich auf anderen Möbelstücken platzierte und sich einige Tage nach diesem Wechsel mit mir vergnügte.
Ich schaffte es nicht jedes Mal, dabei zum Höhepunkt zu kommen, und wenn dies nicht geschah, war ich danach sehr erregt und sehnte mich danach noch mehr als sonst, nach Gertruds Berührungen. Doch auch diesen Zustand konnte ich nach einiger Zeit genießen und versuchte, ihn möglichst lange zu halten. In diesen Momenten fühlte ich mich Gertrud noch mehr verbunden als sonst und ich war mir sicher, alles tun zu wollen, was sie mir abverlangte und alles auszuhalten, was sie mit mir tat.

*

Ich wusste nicht, wie lange ich bereits im Laden gewesen bin, weil ich jedes Gefühl für Zeit verloren hatte. Als ich im Schaufenster gewesen bin, hatte ich zumindest einige Anhaltspunkte gehabt, die es mir erlaubten, die Monate ungefähr abzuschätzen. Doch im Laden fehlten mir diese Eindrücke fast vollkommen. Zwar trugen die Kunden zu jeder Jahreszeit andere Kleidung, so daß ich ungefähr abschätzen konnte, ob gerade Frühling, Sommer, Herbst oder Winter war, doch es konnte natürlich auch passieren, daß ich an einem Tag im Frühling nur Leute zu sehen bekam die Regenmäntel trugen, wenn ich gerade einmal bewusst etwas wahrnahm. Dies war mir vollkommen bewusst und so wusste ich noch nicht einmal, wie viele Jahre ich bereits bei Gertrud war.

Doch irgendwann stellte sie mich wieder ins Schaufenster.
Dabei trug ich nur einen langen Ledermantel und musste neben der Puppe aus Plastik stehen und eine Hand auf ihre Schulter legen.
Draußen war es nasskalt und es nieselte nahezu ununterbrochen. Gertrud hatte mich so platziert, daß ich zwischen den Häusern hindurch in den Himmel blickte. Von den Menschen auf der Straße sah ich nur die Köpfe und die Schultern. Sie hatte mir meine Bewegungsfähigkeit genommen und so blieb mir nichts anderes übrig, als in den grauen Himmel zu blicken. Ich fragte mich, ob sie mit mir nicht zufrieden gewesen war und sie mich damit bestrafen wollte. Mit diesen Gedanken stand ich wie früher im Schaufenster und wurde traurig und trübselig.
Doch bereits wenige Tage, nachdem sie mich hier her gestellt hatte, wusste ich, warum sie das getan hatte. An diesem Tag waren kaum Leute auf der Straße unterwegs und es kamen auch kaum Kunden in den Laden. Gertrud schloss an diesem Tag bereits mittags und wünschte mir einen guten Rutsch, nachdem sie den Schlauch an meinen Hintern angeschlossen hatte.
Nun wurde mir klar, warum sie mich ins Schaufenster gestellt hatte. Sie wollte, daß ich das Feuerwerk sehen konnte.
Meine Laune wurde schlagartig besser und ich war ihr sehr dankbar dafür. So sah ich erwartungsvoll in den Himmel und versuchte, nicht einzuschlafen. Dies gelang mir zwar nicht, doch als ich ein immer stärker werdendes Vibrieren in meinem Unterleib spürte, wachte ich auf und kurz nachdem der Vibrator mir einen lang anhaltenden Höhepunkt beschert hatte, stiegen die ersten Raketen in den Himmel und versprühten glitzernde Sterne und Spuren in leuchtenden Farben am Himmel.
Ich genoss das Feuerwerk und als es langsam endete, schlief ich erschöpft und glücklich ein.

Am darauf folgenden Tag sah ich kaum Menschen und ich fragte mich, ob ich wirklich erst zwei Jahre hier war und dachte darüber nach, was in dieser Zeit trotz der Tatsache, daß ich nahezu andauernd vollkommen passiv und bewegungslos war, bereits erlebt hatte. Ich fragte mich, was das folgende Jahr wohl bringen und was ich noch erleben würde. Über diese Gedanken fiel ich wieder in einen leichten Dämmerzustand und ich erlebte diesen Tag nur als Abfolge von kurzen Momenten, in denen ich Menschen sah, die an mir vorbei gingen.
Doch dieser Zustand dauerte nur bis zum späten Nachmittag.

Aus einer Straßenbahn, die an diesem Feiertag nur selten fuhren, stieg ein Mann aus und kam direkt auf das Schaufenster zu. Er sah kurz zu mir und ging dann vor dem Schaufenster auf und ab, als ob er auf jemanden warten würde. Dabei sah er gelegentlich zu mir und blieb schließlich stehen, um mich genauer zu mustern.
Ich fragte mich gerade, auf wen er wohl warten würde, als er sich zur Seite drehte, etwas sagte und die Arme ausbreitete. Ich sah, wie eine Frau auf ihn zu kam und er sie in die Arme nahm. Als er die Umarmung löste, um die Frau mit Wangenküssen zu begrüßen, erkannte ich Gertrud.

Sie erwiderte die Küsse auf die selbe Weise und schien sich sehr zu freuen, ihn zu sehen. Es fühlte sich für mich an, wie ein Schlag in die Magengrube, als ich Gertrud mit diesem Mann sah. Mir schossen die Tränen in die Augen, als ich sah, wie die beiden Seite an Seite zur Ladentür gingen. Ich hörte, wie die Tür geöffnet wurde und die beiden eintraten. Sie unterhielten sich lachend und ich hörte wie der Mann sagte: »Soso, meine Gertrud betreibt also einen Sexshop.«
»Und ein Dominastudio auch noch. Komm ich zeige dir alles«, sagte sie lachend.
Ich hörte, wie sie diesen Mann im Laden herum führte und sie sich fröhlich unterhielten. Irgendwann verließen sie den Laden wieder und gingen, sich angeregt unterhaltend, an mir vorbei, wobei der Mann seinen Arm um ihre Hüfte gelegt hatte und sie sich bei ihm anschmiegte.

Sie waren schnell aus meinem ohnehin schon eingeschränkten Blickfeld verschwunden und meine Augen füllten sich mit Tränen. Der Überzug schaffte es nicht, diese weg zu schaffen und so dauerte es nicht lange, bis ich überhaupt nichts mehr sehen konnte.
Sie hat einen Freund, schoss es mir durch den Kopf und eine tiefe Verzweiflung machte sich in mir breit und alle möglichen Gedanken gingen mir durch den Kopf.

Ich hatte angenommen, ihr läge mehr an mir, hatte gedacht, sie würde ebenso fühlen, wie ich. Doch all das, was in der Vergangenheit passiert war, war anscheinend nicht mehr, als die Beziehung, die sie auch zu ihren Kunden hatte. Ich hatte gedacht, sie würde mehr für mich empfinden, doch das war wohl alles nur in meiner Einbildung gewesen.
Was hatte ich eigentlich für sie empfunden? Diese Frage ging mir immer wieder durch den Kopf und je länger ich darüber nachdachte, desto mehr kam ich zu dem Schluss, daß ich mich tatsächlich in sie verliebt hatte und gedacht, sie hätte sich auch in mich verliebt. Doch all diese kleinen Gesten, die vielen Sklavenküsse, die ich freudig empfangen hatte, waren wohl doch nicht mehr für sie als das, was sie mit ihren Kunden tat.

Wie konnte ich auch nur so dumm sein, anzunehmen, eine Frau wie Gertrud, könnte ausgerechnet für mich, eine Schaufensterpuppe, etwas empfinden? Ich war für sie genau das, eine Schaufensterpuppe, mit der sie machen konnte, was sie wollte und wann sie wollte, sich Befriedigung holen, wenn sie es gerade nötig hatte, ohne Rücksicht auf mich nehmen zu müssen.
Warum sollte sie auch ausgerechnet für eine Puppe etwas empfinden? Sie war eine schöne Frau, die sicher jeden Mann und wahrscheinlich auch die meisten Frauen, haben konnte. Wie dumm war ich nur, zu denken, daß sie ausgerechnet mich haben wollte?

Irgendwann versiegten meine Tränen und ich schlief über meine Gedanken ein.
Hatte ich, seit ich hier war, immer einen sehr ruhigen Schlaf gehabt, schreckte ich in dieser Nacht mehrmals auf, weil ich von Albträumen gequält wurde.
So war ich am nächsten Morgen sehr unausgeschlafen und wachte erst auf, als die Müllabfuhr die Mülleimer in der Straße leerte und die Überreste der Silvesternacht beseitigte. Doch ich war so müde, daß ich immer wieder kurz einschlief und so kaum mitbekam, was sich um mich herum abspielte.
Einmal wachte ich mit schnell klopfendem Herzen und erschrocken auf, weil ich wieder geträumt hatte. Ich hatte geträumt, daß Gertrud mich einfach zu den Mülltonnen gestellt hatte, damit ich von der Müllabfuhr mitgenommen werden würde. Dabei lachte sie höhnisch und sie und dieser Mann beobachteten, wie einer der Müllmänner mich einfach in den Müllwagen warf und die Presse einschaltete.

Wieder kamen mir die Tränen und ich fragte mich, wie es nun weiter gehen würde? Würde sie mich behalten und ich müsste immer wieder mit ansehen, wie sie und dieser Mann sich umarmten und küssten oder würde sie mich zurück zu der Agentur schicken, damit diese mich in einen anderen Laden bringen würde. Ich fragte mich, was wohl besser wäre, noch einmal sehen zu müssen, wie Gertrud und dieser Mann sich küssten oder sie nie wieder zu sehen. Wahrscheinlich wäre es das Beste, hier weg zu kommen, doch diese Entscheidung lag nicht bei mir. Es war einzig und alleine Gertrud, die diese treffen könnte.

Die folgenden Tage waren für mich sehr lang, da ich es nicht schaffte, in einen Dämmerzustand zu fallen und die Zeit zu vergessen, doch am Ende der Woche kam Gertrud abends zu mir ins Schaufenster, schloss die Vorhänge und gab mir meine Bewegungsfreiheit zurück. Sie sah mich lächelnd an und schob mich aus dem Schaufenster, wo sie der anderen Puppe eine neue Ausstattung verpasste und sie neu drapierte. Danach kam sie zu mir und gab mir einen Kuss. Dieser Kuss durchfuhr mich wie ein Blitz und sorgte dafür, daß mein Magen sich verkrampfte. Wieder schossen mir die Tränen in die Augen und ich blieb einfach bewegungslos stehen, als sie mich auch noch umarmte.
»Wie geht es dir denn?«, fragte sie.
Ich wollte schon den Daumen heben, wie ich es sonst immer tat, wenn sie mich das fragte, doch ich beschloss, einfach stehen zu bleiben und mich nicht zu bewegen.
»Was ist denn los?«, wollte sie wissen, doch ich blieb weiter reglos stehen. In diesem Moment war ich dankbar dafür, daß ich darin so viel Übung hatte.
»Komm, ich bringe dich wieder in den Laden«, sagte sie, fasste meine Hand und wollte mich mit sich ziehen.
»Hey, was ist denn los?«, fragte sie erstaunt, als ich mich nicht bewegte. Sollte sie sich doch selbst die Mühe machen, mich dahin zu bringen, wo sie mich haben wollte.
»Na, da ist wohl jemand wieder mal weggetreten«, sagte sie amüsiert grinsend und fasste mich an den Hüften. Ich war sicherlich nicht all zu schwer, doch ich erinnerte mich daran, daß ich das letzte Mal, als ich mich gewogen hatte, gute 60 Kilo auf die Waage brachte, doch sicher hatte ich seitdem ich eine Schaufensterpuppe war, auch etwas abgenommen. Gertrud war kräftiger, als ich vermutet hatte. Sie hob mich etwas an und zog mich durch den Laden in eine der Nischen in der eine einfache Liege stand, wie sie auch im Behandlungszimmer eines Arztes hätte stehen können, nur daß diese Liege noch einige zusätzliche Polster aufwies.
Sie stellte mich neben diese Liege und zog mich aus, was ich ihr dadurch erschwerte, daß ich ihren Bewegungen nicht folgte, sondern sie jedes meiner Glieder so bewegen musste, wie sie es haben wollte. Danach zog sie mir ein Nachthemd an, wie es sie auch in Krankenhäusern gab. Dieses in einem hellen Blau gehalten und musste im Rücken geknöpft werden.
Als sie mich angezogen hatte, wuchtete sie mich auf diese Liege und legte meine Arme gerade neben meinen Körper. Anschließend fesselte sie mich mit medizinischen Fesseln, so daß nur noch mein Kopf etwas Bewegungsfreiheit hatte.
Als sie damit fertig war, stellte sie sich neben mich und betrachtete mich eine ganze Weile, bevor sie mich sanft streichelte.
Anschließend steckte sie wieder die Versorgungseinheit an und trat dann neben meinen Kopf. Sie fasste mein Kinn und öffnete meinen Mund.
Jede ihrer Berührungen brannten wie Säure auf meiner Haut und hinterließen schmerzhafte Spuren. Nicht auf meinem Körper, sondern tief in meiner Seele.
Schließlich beugte sie sich über mich und machte mit dem Mund die Bewegungen, die sie immer machte, wenn sie ihren Speichel sammelte. Sie spitzte die Lippen und ich sah, wie ein großer Tropfen schaumigen Speichels aus ihren Lippen tropfte. Ich wollte nicht, daß sie dies je wieder tat, schloss den Mund und drehte den Kopf zur Seite, genau in dem Moment, in dem der zähe Tropfen ihre Lippen verließ. Ich spürte, wie er an meiner Wange herab lief, meinen Hals herunter rann und wohl auf die Liege floss.

»Was ist denn mit dir los?«, fragte sie und schien dieses Mal sogar etwas besorgt zu sein. »Willst du das nicht mehr?«
Ich blieb einfach liegen, ohne mich zu bewegen.
»Na gut, dann eben nicht.« Nun sah sie ein wenig enttäuscht aus und als sie ging, sah ich, daß sie sich noch einmal umdrehte, als sie durch die Tür in die Privaträume ging und enttäuscht zu mir sah, bevor sie diese schloss.

Am nächsten Morgen, ich hatte den Kopf wieder gerade gedreht und sah zur Decke, kam sie zu mir und wollte mich küssen, doch als sie ihre Lippen auf meine legen wollte, drehte ich den Kopf zur Seite.
Sie ging, ohne etwas zu sagen, zur Kasse und setzte sich. Wie so oft, schaute sie immer wieder zu mir, doch dieses Mal sah ich kein Lächeln in ihrem Gesicht, sondern Unsicherheit und glaubte sogar zu bemerken, daß sie traurig war.

So ging es mehrere Wochen lang und jedes Mal, wenn sie versuchte, mich zu küssen, drehte ich den Kopf einfach weg. Während dieser Zeit sah sie immer trauriger aus, wenn sie zu mir schaute. Ich meinte sogar, gelegentlich Tränen in ihren Augen zu sehen.
Doch das war mir egal. Sollte sie doch genauso traurig sein, wie ich es war. Sie hatte doch ihren Freund, zu dem sie abends gehen konnte, sollte sie sich doch bei ihm ausweinen. Sie hatte wenigstens jemanden, bei dem sie dies tun konnte.

Eines Tages, ich hatte Gertrud an diesem Tag nicht gesehen und eine ihrer Angestellten hatte mich für den Tag fertig gemacht, kam diese zu mir und löste meine Fesseln. Sie fasste meine Hände und zog mich in eine sitzende Position.
»So, jetzt will ich mal wissen, was das soll«, fuhr sie mich wütend an.
Ich wusste nicht, wie mir geschah und zuckte unschlüssig mit den Schultern.
»Du weißt nicht, was ich meine?«, fragte sie verärgert und ich nickte leicht.
»Was ich meine? Das kann ich dir genau sagen. Weißt du, warum Gertrud heute nicht hier war?«
Wieder zuckte ich mit den Schultern.
»Sie war nicht hier, weil sie dich nicht mehr sehen will«, sagte sie und ihr Tonfall ließ erkennen, daß sie ausgerechnet mir die Schuld dafür gab. »Sie will dich nicht mehr sehen, weil du dich die letzte Zeit über so abweisend ihr gegenüber verhältst. Ich weiß zwar nicht, wie ich mir das vorstellen soll, aber anscheinend hatte sie gedacht, daß du auch etwas für sie empfindest und daß du auch in sie verliebt wärst, aber anscheinend war das ja wohl nur einseitig.«
Einseitig? Ja, das war es wohl, aber wieso gab sie mir dafür die Schuld?
»Ich hab sie heute Morgen am Telefon kaum verstanden, weil sie dauernd geheult hat. Ich habe sie noch nie weinen sehen. Erst seit du dich ihr gegenüber so verhältst als wolltest du nichts mehr von ihr wissen, habe ich sie das erste Mal weinen sehen.«
Es dauerte einen langen Moment, bis ich verstand, was sie da gesagt hatte. Gertrud sollte in mich verliebt sein? Aber was war dann mit diesem Mann?
»Also, ich will jetzt wissen, was das soll und was du hier für ein mieses Spiel spielst!«, fuhr sie mich an, als ich nicht antwortete.
Ich drehte den Kopf zu ihr und sah sie ratlos an. Wie sollte ich ihr denn erklären, was am Neujahrstag passiert war? Ich versuchte es, indem ich einige Gesten machte und die Arme so bewegte, als ob ich jemanden umarmen und küssen würde.
»Was? Ich verstehe kein Wort«, sagte sie laut.
Ich machte erneut diese Geste und versuchte, nur mit meinen Händen und Armen zu erklären, was ich damals gesehen hatte.
»Warte hier, wehe du bewegst dich«, sagte sie laut und verschwand in der mit »Privat« gekennzeichneten Tür. Doch kurz darauf kam sie mit einem Block und einem Stift zu mir zurück.
»Du kannst zwar nicht reden, aber schreiben wirst du ja wohl können«, sagte sie und drückte mir beides in die Hände.

»Sie ist in mich verliebt?«, schrieb ich sehr ungelenk. Es war schon lange her, seit ich das letzte Mal etwas geschrieben hatte und so sah meine Handschrift sehr krakelig aus und war kaum lesbar.
Sie las und fuhr mich dann an: »Ja, natürlich ist sie das. Hast du das denn überhaupt nicht gemerkt? Bist du genauso kalt und gefühllos, wie du aussiehst?«
Ich fühlte mich vor den Kopf gestoßen und sah sie ungläubig an, was sie natürlich nicht sehen konnte. Ich schüttelte langsam den Kopf. Ich mochte wohl wirklich ziemlich gefühllos aussehen, aber das war ich ganz bestimmt nicht.
»Du hast es nicht gemerkt?«, fragte sie etwas leiser als zuvor. Aber es klang nicht so, als ob sie nicht mehr so wütend war, sondern eher als ob sie einfach keine Lust mehr dazu hatte, laut zu reden.
Ich schüttelte erneut den Kopf, doch das konnte sie nur falsch verstehen, kam es mir in den Sinn, also schrieb ich: »Ich bin nicht gefühllos! Ich habe gehofft, daß sie das selbe fühlt, wie ich.«
Wieder las sie, was ihr sichtlich Mühe bereitete. »Und was sollte das dann, was du die letzten Wochen hier abgezogen hast? Hast du denn gar nicht gemerkt, wie sie sich dabei gefühlt hat?«
Natürlich hatte ich das gemerkt. Aber es war mir egal gewesen. Nein, nicht egal, ich habe es sogar mit einer gewissen Genugtuung gesehen, doch das wollte ich jetzt ganz sicher nicht schreiben. Also schrieb ich: »Warum hat sie dann diesen Mann umarmt und geküsst?« Dies zu schreiben fiel mir besonders schwer, weil dabei das Bild, wie sie diesen Mann geküsst hatte, wieder vor meinen Augen auftauchte.
Sie las und sah mich ungläubig an. »Sie hat einen Mann geküsst?«, fragte sie. »Gertrud soll einen Mann geküsst haben? Das kann nicht sein. Ganz sicher nicht Gertrud. Wann soll das denn gewesen sein?«
»Neujahr. Sie hat ihn vor dem Schaufenster geküsst und ihn umarmt und den Laden gezeigt. Und abends haben sie sich noch mal geküsst«, schrieb ich. Meine Schrift wurde immer zittriger, während ich mir diese Szenen in Erinnerung rief. Ich fing wieder an zu weinen und zeigte ihr mit zitternden Händen den Block.
»Gertrud?«, fragte sie ungläubig. »Das kann ich mir nicht denken. Sie mag Männer absolut nicht. Sie hat doch nicht mal Männer als Kunden. Bist du dir sicher, daß das Gertrud war?«
Ich sah auf, schaute sie an und nickte. Ich fragte, wie das zusammen passte. Ich war mir ganz sicher, daß es Gertrud gewesen war. Sie hatte ihm doch noch den Laden gezeigt und sie hatten gelacht und ganz offensichtlich hatten sie sich gefreut, sich zu sehen.

Sie sah mich an und schien zu überlegen. »Neujahr, sagst du?«
Ich nickte und fragte mich, worüber sie nachdachte.
Plötzlich schlug sie sich mit der flachen Hand vor die Stirn. »Roland«, sagte sie nur und sah mich stumm an.
Ich hatte keine Ahnung, was das zu bedeuten hatte und warf ihr einen fragenden Blick zu, nur um mich gleich darauf zu erinnern, daß sie das ja gar nicht sehen konnte.
Ihre Stimme veränderte sich schlagartig, als sie sagte: »Du hast gedacht, die Beiden sind ein Paar?«
Was sollten sie denn sonst sein, so wie sie sich umarmt hatten? Ich nickte fest.
»Oje, jetzt weiß ich, was mit dir los war«, sagte sie, kam zu mir und umarmte mich. »Ich kann mir gut vorstellen, wie es dir gegangen sein muss. Und ich glaube, dafür ist sie dir ganz bestimmt eine Entschuldigung schuldig. Aber du brauchst dir ganz bestimmt keine Sorgen zu machen. Roland ist Gertruds Bruder. Er wohnt in den Staaten und sie hat mir ja sogar noch gesagt, daß er Neujahr her kommt und sie besucht. Warum ist mir das nicht gleich eingefallen?«
Sie streichelte sanft meinen Rücken und sagte: »Nein, du brauchst dir ganz sicher keine Sorgen zu machen.«
Sie fasste meine Hand, zog mich von der Liege und führte mich in den Raum hinter der Tür, in dem ich vor langer Zeit schon einmal mit Gertrud gesessen hatte. Sie führte mich zu einem Stuhl und ließ mich auf diesem Platz nehmen. Nachdem ich mich gesetzt hatte, ging sie zur Kaffeemaschine und stellte eine Tasse darunter. Sie schaltete diese ein und machte eine Tasse Kaffee, den sie mir mit viel Milch vorsetzte.
»Übrigens, ich bin Heike«, sagte sie, nachdem sie sich selbst einen Kaffee gemacht und mir gegenüber Platz genommen hatte.
Ich nahm den Block und schrieb: »Ich bin Veronika.«
»Freut mich, dich kennenzulernen, Veronika.«
Ich nickte ihr zu und hob die Tasse um ihr damit zuzuprosten.
»Es tut mir leid, daß ich dich vorhin so angefahren habe. Wenn ich gewusst hätte, was los war, hätte ich das ganz bestimmt nicht gemacht. Aber ich war so wütend, daß Gertrud wegen dir so traurig war. Das hat mir so weh getan. Weißt du, ich und Ingrid verdanken Gertrud einfach alles. Sie hat uns vor ein paar Jahren von der Straße geholt. Wir sind damals auf den Strich gegangen. Es hätte wahrscheinlich nicht mehr viel gefehlt, bis wir angefangen hätten, Drogen zu nehmen und endgültig in der Gosse gelandet wären. Sie hat damals eigentlich nur eine schnelle Nummer gesucht, aber statt uns danach wieder weg zu schicken, hat sie angefangen, mit uns zu reden. Sie hat uns bei sich schlafen lassen und uns am anderen Tag gesagt, daß sie einen Laden hat und uns gefragt, ob wir hier arbeiten wollen. Wir haben sofort zugesagt und sie hat uns geholfen, eine Wohnung zu finden. Ohne sie wären wir ganz sicher nicht mehr hier«, sagte sie nachdenklich.

Mir wurde bewusst, daß ich von Gertrud so gut wie überhaupt nichts wusste und daß sie von mir genauso wenig wusste. Ich sah Heike an und hielt die Arme, als würde ich jemanden umarmen und machte einen Kussmund. Dann deutete ich zu ihr.
»Ingrid und ich?«, fragte sie und fing an, zu kichern. »Nein, wir sind kein Paar, wir sind Schwestern.«
Ich nickte kurz und sah sie nachdenklich an, während sie ihr Handy hervor holte und etwas tippte. Sie hielt es sich ans Ohr und wartete.

»Ich möchte, daß du sofort in den Laden kommst«, sagte sie in ihr Telefon.
Die Antwort darauf konnte ich nicht hören, doch sie dauerte eine ganze Weile.
»Doch, du kommst her. Sie hat dich mit Roland gesehen.«
Ich glaubte, ein langgezogenes »Was« zu hören und Heike hielt das Telefon etwas von ihrem Ohr weg. Was weiter gesagt wurde, konnte ich wieder nicht hören.
»Nein, du brauchst dich nicht fertig zu machen. Setz dich einfach in die nächste Bahn und komm hier her. Sie weiß bescheid, ich habe es ihr gesagt. Also beeil dich gefälligst.«
Sie nahm das Telefon vom Ohr, tippte kurz darauf und legte es auf den Tisch.

»So, jetzt muss ich wohl noch einiges erledigen. Mach dir noch einen Kaffee, wenn du magst«, sagte sie, stand auf und wollte den Raum verlassen.
Ich winkte ihr, noch zu bleiben, denn über die ganze Aufregung hatte ich kaum gemerkt, daß mein Unterleib langsam anfing zu schmerzen. Es wäre längst an der Zeit gewesen, mich an die Versorgungseinheit anzuschließen, doch da Heike das bis jetzt noch nicht getan hatte, meldete sich mein Darm. Ich musste wirklich dringend, stellte ich fest. Als sie zu mir sah, deutete ich auf meinen Hintern, drückte die Beine zusammen und machte ein gequältes Gesicht.
»Ach du Schande, das habe ich ganz vergessen«, sagte sie. Sie verließ dem Raum und kam gleich darauf mit der Versorgungseinheit zurück, deren Schlauch sie mir zwischen Sitz und Lehne des Stuhles hindurch an den Hintern anschloss. Sofort spürte ich erleichtert, wie mein Darm entleert wurde.
»Geht es jetzt?«, fragte sie.
Ich nickte und sie verschwand aus dem Raum.


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von HeMaDo am 03.06.21 um 18:23 geändert
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Klett-max
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:04.06.21 13:28 IP: gespeichert Moderator melden


HUI...!

Da kommt das Selbstwertgefühl von 463, ääh, Veronika aber heftig ins Wanken. Da hat Heike ja irgendwie einen guten "Riecher" für die Situation gehabt, als sie ihre Chefin "stante Pede" in den Laden zitiert hatte.

Da bin ich jetzt gespannt, wie Gertrud jetzt die Situation wieder "gerade biegen" kann. Aber ich vertraue ganz auf Heike und ihre Menschenkenntnis.

Auf jeden Fall bleibt es spannend und nur Sylvester scheint zur Konstante (erst Feuerwerk und dann Sterne sehen) zu werden.
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MartinII
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:04.06.21 15:28 IP: gespeichert Moderator melden


Wunderschön geschrieben - man hat das Gefühl, wirklich dabei zu sein. Danke!
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Boss Volljährigkeit geprüft
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Es wird alles gut, wenn es geil ist

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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:06.06.21 23:15 IP: gespeichert Moderator melden


ohhhh Wahnsinn ... ein toller start ... gerne mehr!
Prince Albert Ring - Tribal Dream Segmentring - 15,0 / 22mm und zwei Nippelringe 4 mm
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I'am Imposible
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:07.06.21 17:50 IP: gespeichert Moderator melden


Wirklich Wahnsinns Geschichte. Vielleicht kommt sie ja in den Genuss mehr mit einbezogen zu werden. Zwar bewegungslos zu sein aber mehr mit zu bekommen. Kunden die mit der Schaufensterpuppe zum Beispiel die Handhabung des Fixiersystems mit dem S probieren und lernen können. Kunden denen etwas an der Lebensechten Schaufensterpuppe demonstriert wird. Knebel, Dildos, Keuschheittsgürtel..... Gibt 1000 Dinge die möglich wären.

Bei der Puppe würde zwar die Zeit nicht so vorbei fliegen, aber sie hätte auch was davon 😀
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I'am Imposible
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:08.06.21 06:57 IP: gespeichert Moderator melden


Wirklich Wahnsinns Geschichte. Vielleicht kommt sie ja in den Genuss mehr mit einbezogen zu werden. Zwar bewegungslos zu sein aber mehr mit zu bekommen. Kunden die mit der Schaufensterpuppe zum Beispiel die Handhabung des Fixiersystems mit dem S probieren und lernen können. Kunden denen etwas an der Lebensechten Schaufensterpuppe demonstriert wird. Knebel, Dildos, Keuschheittsgürtel..... Gibt 1000 Dinge die möglich wären.

Bei der Puppe würde zwar die Zeit nicht so vorbei fliegen, aber sie hätte auch was davon 😀
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:08.06.21 19:03 IP: gespeichert Moderator melden


Dass du Texte mit lebhaften Figuren schreiben kannst, so dass es eine angenehme Reise wird, steht ohne Zweifel fest.

Ich weiß nur nicht, ob das Thema, das hier Objektifizierung ist, so glücklich gewählt ist, da du den Auswirkungen einer Solchen geschickt entfliehst. Deine Schaufensterpuppe ist hauptsächlich in einem Dämmerzustand, die Zeit wird dadurch gerafft, was der Geschichte dienlich ist, aber thematisch eben entfernt ist. Die Fetischanteile wurden ebenfalls gut eingearbeitet und eine zarte Liebesgeschichte zeichnet sich ab. Alles sehr schön gemacht, wenn nicht das Thema so stark umgebaut wäre. Damit hadere ich stark.

Liebe Grüße
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:08.06.21 19:57 IP: gespeichert Moderator melden


Zuerst einmal danke für das Lob und auch für die konstruktive Kritik.


Zitat

Ich weiß nur nicht, ob das Thema, das hier Objektifizierung ist, so glücklich gewählt ist, da du den Auswirkungen einer Solchen geschickt entfliehst. Deine Schaufensterpuppe ist hauptsächlich in einem Dämmerzustand, die Zeit wird dadurch gerafft, was der Geschichte dienlich ist, aber thematisch eben entfernt ist. Die Fetischanteile wurden ebenfalls gut eingearbeitet und eine zarte Liebesgeschichte zeichnet sich ab. Alles sehr schön gemacht, wenn nicht das Thema so stark umgebaut wäre. Damit hadere ich stark.


Das Thema Objektifizierung ist nur das Basisthema der Geschichte, steht aber tatsächlich nicht im Vordergrund.
Ja, ich hätte es besser einbauen können, da stimme ich dir zu. Aber auch eine objektifizierte Person hat Gefühle und um die soll es hier im Vordergrund gehen. Und darum, was so alles passieren kann.

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Keuschli_69
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:09.06.21 05:25 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Dass du Texte mit lebhaften Figuren schreiben kannst, so dass es eine angenehme Reise wird, steht ohne Zweifel fest.

Ich weiß nur nicht, ob das Thema, das hier Objektifizierung ist, so glücklich gewählt ist, da du den Auswirkungen einer Solchen geschickt entfliehst. Deine Schaufensterpuppe ist hauptsächlich in einem Dämmerzustand, die Zeit wird dadurch gerafft, was der Geschichte dienlich ist, aber thematisch eben entfernt ist. Die Fetischanteile wurden ebenfalls gut eingearbeitet und eine zarte Liebesgeschichte zeichnet sich ab. Alles sehr schön gemacht, wenn nicht das Thema so stark umgebaut wäre. Damit hadere ich stark.

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Vielleicht darf aber jeder auch seine Geschichte so erzählen, wie er sie gut findet?!
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Total
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:10.06.21 18:24 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Vielleicht darf aber jeder auch seine Geschichte so erzählen, wie er sie gut findet?!


Nicht nur vielleicht, sondern ganz gewiss, obliegt es mir, auch allen anderen, etwas zu einem Text zu sagen. Ich habe überlegt, ob ich hierauf überhaupt antworte und entschuldige mich ausschließlich bei HeMaDo, da ich nun statt auf seinen Text einzugehen, um den es in diesem Thread sehen sollte, nun auf einen beiläufigen und überflüssigen Beitrag eingehen werde.

Das, was du hier aussagst, ist, dass Kommentare unerwünscht sind. Und dabei greifst du dir einen Kommentar heraus, der keine Forderungen stellt, der keine Wünsche an den Autor formuliert, sondern der sich mit dem Thema befasst und auf das Thema des Textes bezieht. Du nimmst ausgerechnet den Kommentar, der ausschließlich einen Eindruck - meinen Eindruck zum Thema und Text - mitteilt. Unabhängig davon, dass konstruktive Kritik unbekannt zu sein scheint, stört mich vor allem die Inhaltsleere des Kommentars. Denn statt Konstruktivität zu erhalten, erhalte ich als Antwort eine Plattitüde. Herzlichen Dank für Nichts.

HeMaDo, du kannst diesen Beitrag gern löschen lassen, wenn er dich stört. Denn das bereichert weder dich noch deinen Text.
Reglos - sämtlich
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  RE: Die Schaufensterpuppe Datum:10.06.21 19:59 IP: gespeichert Moderator melden


Ich versuche mal, ohne Wertung auf die Kommentare einzugehen.


Zitat

Vielleicht darf aber jeder auch seine Geschichte so erzählen, wie er sie gut findet?!

Das sehe ich ähnlich. Würde ich die Geschichte so schreiben, daß sie mir nicht gefällt, würde sie vermutlich auch kaum einem Leser gefallen. Ganz einfach deshalb, weil jeder merken würde, daß ich beim Schreiben keinen Spaß hatte.

Aber der Kommentar von Total ist genau das, was konstruktive Kritik ausmacht: Ohne zu beleidigen oder anzugreifen teilt er seine Meinung mit und deutet auf etwas, was aus seiner Sicht nicht passt.

Aber nun wünsche ich Allen viel Spaß mit dem nächsten Teil

HeMaDo


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