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   BW

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Eine böse Überraschung
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Datum:07.04.26 19:06 IP: gespeichert
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Teil 1
Völlig erschöpft erklomm ich die Stufen zu meiner Wohnung. Es war ein fürchterlicher Tag im Büro gewesen. So gut wie alles war schiefgelaufen und zur Krönung hatte ich zusätzlich noch Überstunden schieben müssen, weil sich eine Kollegin krank gemeldet hatte. Jetzt war aber endlich Wochenende. Als ich im dritten Stock ankam, wartete dort eine Überraschung auf mich. Ein Paket stand vor meiner Wohnungstür. Merkwürdig, ich hatte doch gar nichts bestellt. Ich hob den Karton auf und warf einen Blick auf den Adressaufkleber. Pia Gerstlauer, das Paket war tatsächlich für mich. Absender war eine gewisse CatS GmbH, die mir gar nichts sagte. Hatte mir irgendjemand Tierfutter geschickt? Besonders schwer war der Karton nicht. Ich schüttelte ihn leicht, zu hören war jedoch nichts. Schulterzuckend benutzte ich meinen Wohnungsschlüssel und ging hinein. Nachdem ich den Mantel aufgehängt hatte, entledigte ich mich umgehend meiner Pumps. Ah, welch eine Wohltat!
Ja, es war keine gute Idee den ganzen Tag mit hohen Absätzen herumzulaufen. Aber ich wusste, dass Stefan auf solche Schuhe stand. Er war mein Chef und seit knapp vier Wochen auch mein Freund. Vor gut einem halben Jahr war Stefan aus der Zentrale in Hamburg gekommen, um unsere Abteilung zu übernehmen. Anfangs hatte ich seine unterkühlte norddeutsche Art nicht sonderlich gemocht. Denn er wirkte auf mich distanziert und abweisend. Mit der Zeit taute er jedoch immer mehr auf und ich stellte fest, dass er durchaus charmant sein konnte. Auf der Weihnachtsfeier letzten Monat hatte es zwischen uns gefunkt. Der Chef hatte etwas zu viel getrunken, wodurch er richtig redselig wurde. Aus einem harmlosen Gespräch entwickelte sich ein heftiger Flirt und am Ende landete ich irgendwie in seinem Schlafzimmer. Was total untypisch für mich war, denn normalerweise stieg ich am ersten Abend nie mit einem Mann ins Bett. Zudem hatte ich Beziehungen am Arbeitsplatz stets vermieden, da sie immer nur Ärger bedeuteten. Besonders dann, wenn der Partner auch noch dein Boss war. Alle Prinzipien hatte ich an diesem Tag über Bord geworfen. Was vermutlich meinem „leicht“ erhöhten Alkoholpegel geschuldet gewesen war.
» Vertrau mir! «, waren seine Worte gewesen, als er mit einer Krawatte meine Augen verband.
Sanft liebkosten seine zärtlichen Finger meinen Körper, während er mich Stück für Stück entblätterte. Meine anfängliche Angst verflog und seine Berührungen ließen mich regelrecht erschauern. Schwer atmend wurde ich nackt aufs Bett gelegt. Bevor ich mich versah, war ich auch schon an Armen und Beinen gefesselt. Ganz kurz wollte mein Hirn protestieren. Doch seine Streicheleinheiten erstickten jeden Widerstand bereits im Keim. Es war seltsam, das Gefühl der Hilflosigkeit turnte mich irgendwie an. Hauptsächlich waren jedoch seine Finger dafür verantwortlich, dass ich schon das erste Mal kam, bevor er auch nur die Hose ausgezogen hatte. Bei dem einen Höhepunkt sollte es nicht bleiben, denn danach rammelten wir wie die Karnickel. Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass ich bei Fesselspielen mitmachen würde. Und noch viel weniger, dass mir diese auch noch gefallen würden. In dieser Nacht bekamen wir beide wenig Schlaf ab. Weshalb wir am nächsten Tag auch vollkommen übermüdet im Büro aufschlugen. Ich erntete komische Blicke von den Kollegen, denen unsere Anbandelei auf der Weihnachtsfeier natürlich nicht entgangen war. Den ganzen Tag über hatte ich Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Woran der Schlafmangel nicht einmal den größten Anteil hatte. Denn mir spukte der vergangene Abend ständig im Kopf herum. Ich sagte zu mir selbst, dass das nur eine einmalige Angelegenheit gewesen sei. Obwohl ich zu mehr bereit war, sofern Stefan das ähnlich sah. Zwei Tage später hatten wir unser erstes richtiges Date, mit dem unsere Partnerschaft offiziell begann.
Ob Stefan mir wohl dieses Paket geschickt hatte? Falls dem so war, dann befand sich darin bestimmt was Versautes. In Sachen Sex war er nahezu unersättlich. Vor allem steckte er aber voller verrückter Ideen, auf die ich selbst nie gekommen wäre. Und bisher hatte ich es noch nie bereut, mich auf seine ausgefallenen Fantasien einzulassen. Also ging ich mit diesem Paket in die Küche und suchte mir dort ein scharfes Messer. Ruck zuck war der Karton geöffnet. Obenauf lag ein Zettel mit der Überschrift:
SEX UP YOUR LIFE
» Du alter Lüstling! «, sagte ich grinsend.
Ich legte das Blatt Papier zur Seite und nahm mich dem Inhalt des Kartons an. Er war in eine schwarze undurchsichtige Folie verschweißt. Das Innere war irgendwie flexibel.
» Was ist das? «, rätselte ich.
Neugierig zerrte ich an der Folie, aber diese weigerte sich strikt nachzugeben. Also kam auch hier das Messer zum Einsatz. Jetzt hielt ich einen schwarzen Catsuit aus einem glänzenden feinstrumpfartigen Material in Händen. Auf den ersten Blick sah das Teil viel zu klein aus, als ob es für Kinder wäre. Doch vermutlich war das Gewebe extrem dehnbar. Als ich dann etwas genauer hinsah, fiel mir ein kleines schmutziges Detail auf.
» Stefan, du Ferkel! Glaub bloß nicht, dass ich dieses Ding im Büro trage! «
Der Schritt war sperrangelweit offen. Was beim Toilettengang bestimmt hilfreich war, allerdings war ich mir ziemlich sicher, dass bei Stefan da eine ganz andere Absicht dahintersteckte. Sex im Büro war für mich jedoch absolut tabu. Schließlich wollte ich nicht den Ruf der Büroschlampe haben. Einige der Kolleginnen schauten mich ohnehin schon so an, als versuchte ich mich nach oben zu schlafen. Worin ich den puren Neid vermutete, denn unser Boss war ein richtiges Sahneschnittchen.
Ich griff zum Handy um Stefan anzurufen, als mir plötzlich eine andere Idee kam. Er war heute Abend auf dem Junggesellenabschied von einem alten Kumpel, den es ebenfalls nach Stuttgart verschlagen hatte. Eigentlich war mir das nicht so recht, denn die Jungs zogen bestimmt durch die Stripclubs der Stadt. Allerdings war mir klar, dass Stefan bei dieser Veranstaltung nicht fehlen konnte. Die er ohne jeden Zweifel genießen würde. Damit sein Genuss aber nicht zu weit ging, würde ich ihm eine kleine Erinnerung schicken, dass nur zuhause gegessen wurde. Und zwar in Form eines Fotos, auf dem ich den neuen Catsuit trug. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich nur noch eine halbe Stunde Zeit hatte, bis sich die Jungs auf die Pirsch machten. Was eigentlich locker ausreichen sollte.
Im Schlafzimmer entledigte ich mich zuerst meiner Kleidung. Danach stellte ich mich völlig nackt vor den Spiegel und hielt mir den Catsuit vor den Körper. Irgendwie bezweifelte ich noch immer, dass ich da wirklich reinpassen würde. Doch wie hieß es so schön, nur Versuch macht kluch. Ich setzte mich aufs Bett und schob mein erstes Bein langsam hinein. Dieses Teil war extrem eng und es kostete mich einige Mühe voranzukommen. Jedes Mal wenn ich das Gewebe ein Stück weiter zog knisterte es. Da musste viel Synthetik drinstecken, hoffentlich bekam ich davon keine Allergie. Normalerweise wusch ich neue Kleidung immer, bevor ich sie das erste Mal anzog. Diesmal fehlte mir dafür jedoch die Zeit. Nach etwa 10 Minuten steckte ich endlich komplett in dem Ding. Die Anstrengung war groß gewesen, doch der Aufwand hatte sich definitiv gelohnt. Wie eine zweite Haut schmiegte sich das transparente schwarze Gewebe fest an meinen Körper. Es fühlte sich so an, als würde ich unter Strom stehen, was eine Gänsehaut bei mir verursachte. In Sachen Tragekomfort war ich mir nicht so sicher, aber der Look war wirklich heiß. Eigentlich war ich ja fast vollständig verhüllt, trotzdem blieb dem Betrachter kaum etwas verborgen. Meine Nippel versuchten Löcher in das dünne Material zu bohren und im Kontrast zu dem schwarzen Catsuit war meine helle Pussy geradezu am Leuchten. Das wirkte beinahe so, als wollte ich speziell auf die intime Stelle hindeuten.
» Ganz schön nuttig! «, sagte ich zu mir selbst.
Aber genau das war ja auch die Intention des Geschenks. Um den Eindruck weiter abzurunden, holte ich mein höchstes Paar Schuhe aus dem Schrank. Die Dinger waren knallig rot und deren Absätze so hoch, dass ich kaum darauf laufen konnte. Stefan hatte sie FUCK ME PUMPS genannt. Eine durchaus zutreffende Bezeichnung, denn außerhalb der eigenen Wohnung hatte ich sie noch nie getragen. Ich stellte mich wieder vor den Spiegel und begutachtete meinen neuen Look. Die Stripperinnen konnten einpacken, dachte ich mir grinsend.
» Da fehlt jetzt nur noch ein passendes Makeup! «, konstatierte ich.
Unbeholfen stakste ich ins Badezimmer. Mein Gang in diesen Pumps wirkte bestimmt alles andere als sexy. Was jedoch unwichtig war, weil ich das Foto auf dem Bett liegend machen wollte. Die grellsten Farben aus dem Kosmetikkoffer waren gerade gut genug. Irgendwie hatte das was von Clown, aber in erster Linie sollte es ja auffällig sein. Und das war es ohne jeden Zweifel. Sehr schön, jetzt konnte das Shooting beginnen. Ich brachte mich in Position und lächelte lasziv in die Kamera.
KLICK!
» Nicht schlecht, aber das geht noch besser! «
Provozierend spreizte ich die Beine und schob einen Finger tief in meine klatschnasse Muschi. Mich aufreizend zu präsentieren, schien mich zu erregen. Komisch, denn dieser Gedanke war mir noch nie besonders reizvoll erschienen. Seit ich allerdings mit Stefan zusammen war, lernte ich ständig neue Dinge über mich selbst. Lüstern fuhr ich mir mit der Zunge über die Lippen.
KLICK!
» Oh Gott, dieses Foto sollte außer Stefan besser niemand zu Gesicht bekommen! «
Ich vertraute meinem Freund, dass er es nicht herumzeigen oder sogar weitergeben würde. Weshalb ich auch keine Bedenken hatte es ihm zu schicken. Wenn er jetzt noch an anderen Frauen interessiert war, dann war ihm nicht mehr zu helfen.
» Bleib anständig! «, schrieb ich als Text dazu.
Es dauerte keine Minute bis ich eine Antwort erhielt.
» Scharfes Teil, wow!!!!! «
» Catsuit oder Inhalt? «, textete ich zurück.
» Beides «
Eigentlich hatte ich ja keine Sorge, dass er mir untreu werden würde. Aber eine kleine Ablenkung von den leichtbekleideten Damen konnte natürlich auch nicht schaden. Mir fiel plötzlich auf, dass ich meine südlichen Regionen immer noch befingerte. Ich war extrem aufgegeilt und sehnte mich nach körperlicher Zuwendung. Doch ausgerechnet in dieser Nacht sollte ich alleine bleiben. So ein Mist! Also musste wohl leider der Ersatzfreund aus meiner Nachttischschublade herhalten. Während ich nach ihm suchte, klingelte mein Telefon. Freudig erregt Stefans Stimme zu hören, griff ich nach dem Handy.
» Unterdrückte Nummer? Seltsam! «
Normalerweise nahm ich solche Anrufe gar nicht erst an. Aber ich vermutete, dass es sich dabei um Stefan handelte. Vielleicht so eine Art Rollenspiel. Der anonyme Telefonsexanrufer?
» Hallo mein Süßer, was kann ich denn Schönes für dich tun? «, hauchte ich lasziv ins Handy.
Vor Schreck blieb mir fast das Herz stehen, als ich am anderen Ende eine Frau schallend lachen hörte. Mein Kopf lief so knallrot an, dass er mit dem kräftigen Makeup spielend hätte konkurrieren können. Wie peinlich!
» Ich … ich dachte es wäre jemand anderes! «, stotterte ich ins Telefon.
» Offensichtlich! Aber ich wusste ja schon immer, dass du nur eine kleine geile Schlampe bist! «
Moment mal, hatte sie mich gerade beleidigt? Prompt verdrängte aufkeimender Ärger mein Gefühl des peinlich berührt seins. Die Stimme dieser Frau kam mir aber nicht bekannt vor.
» Wer sind sie denn überhaupt? «, fragte ich angesäuert.
» Hier spricht Yvonne! «
» Yvonne? Ich kenne keine Yvonne! «
» Hast dir dein Hirn wohl schon komplett rausgevögelt, dass du dich nicht mehr erinnern kannst! «, sagte sie in verächtlichem Ton.
» Jetzt reicht’s mir aber du blöde Kuh! Ich leg jetzt auf! «
» Einen Moment noch. Du hast mir Stefan weggenommen und du sollst wissen, dass ich mir das nicht gefall… «, hörte ich sie noch sagen, bevor ich die Verbindung unterbrach.
Jetzt erinnerte ich mich doch an sie, wir hatten uns nur ein einziges Mal gesehen. Ich war mit Stefan in einem Restaurant gewesen und sie war irgendwann dort aufgetaucht. Sie legte eine Szene hin und beleidigte erst Stefan, dann mich und zu guter Letzt auch noch den Kellner, der sie hinaus begleitete. Hinterher hatte mir Stefan erklärt, dass er schon vor Monaten mit ihr Schluss gemacht hatte. Aber sie wollte das einfach nicht akzeptieren, weshalb sie ihn ständig mit Anrufen belästigte. Dehnte sie ihren Telefonterror jetzt auf mich aus? Und woher zum Teufel hatte sie eigentlich meine Nummer? Gegen diese Irre musste was unternommen werden. Ich würde das morgen mit Stefan besprechen, denn so konnte es nicht weitergehen.
Die erotische Stimmung war ein wenig zerstört, was mich aber nicht daran hinderte meinen Plan mit dem Schubladenfreund in die Tat umzusetzen. Es dauerte nicht lang, bis der dumme Anruf vergessen war und ich mich stöhnend der Lust hingab. Merkwürdig war dabei, dass der Catsuit irgendwie meine Empfindungen zu verstärken schien. Keine Ahnung wie das genau funktionierte, aber ich hatte das Gefühl einen Ganzkörperorgasmus zu erleben. Ich weiß das klingt ziemlich seltsam, aber eine bessere Beschreibung fällt mir für dieses außergewöhnliche Erlebnis nicht ein. Jedenfalls kam ich drei Mal am Stück, bis ich völlig erschöpft einschlief.
Gegen 3 Uhr wachte ich auf, weil ich unglaublich durstig war. Also schlurfte ich in die Küche, um mir ein Glas Wasser zu holen. Nachdem ich den Durst gelöscht hatte, entschied ich mich zum Aufräumen des leeren Kartons, welcher noch immer auf dem Tisch stand. Keine Ahnung warum ich mitten in der Nacht auf so eine Idee kam. Dabei fiel mir der Zettel in die Hände, der oben im Paket gelegen hatte. Fett gedruckt war darauf zu lesen.
Wichtige Hinweise:
• Catsuit niemals direktem Sonnenlicht aussetzen
• Catsuit nie länger als 4 Stunden am Stück tragen
Fortsetzung folgt! Meine Geschichten:
Das Konzert
Eva - Verschwunden aus dem Paradies
XYZ - Und was kommt danach?
Kreuzfahrt ins Glück?
Skandal um Lara
Eine böse Überraschung
Und zwei Gedichte von mir:
Party
My beautiful Queen
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