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  Viktoria und Tim
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Dark Shadow
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  Viktoria und Tim Datum:27.01.26 22:38 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum - zumindest was das Schreiben angeht. Viele Jahre war ich stiller Leser und habe eure Geschichten verschlungen. Jetzt habe ich mich endlich getraut, selbst etwas beizusteuern.

Diese Geschichte ist mein Erstlingswerk. Bin gespannt, wie sie euch gefällt und freue mich über Feedback! Ich werde sie kapitelweise veröffentlichen.

Disclaimer: Ich habe bei der Erstellung der Geschichte auf ein KI-Tool zurück gegriffen - natürlich mit manueller Überarbeitung. Ich habe den Thread im Diskussions-Forum verfolgt und bin hin und her gerissen, ob ich der Flut an KI-Stories im Netz eine weitere hinzufügen soll. Ich habe mich dafür entschieden, hoffe aber damit keinen der echten Authoren (die keine KI-Tools verwenden) hier zu verägern.

====

Kapitel 1: Die Begegnung

Das Café war fast leer an diesem Freitagnachmittag. Tim saß am Fenster, starrte auf sein Handy und tat so, als würde er arbeiten. In Wahrheit scrollte er ziellos durch Social Media, wie so oft in letzter Zeit. Das Wochenende lag vor ihm wie eine leere Fläche - keine Pläne, keine Verabredungen, nur die übliche Routine aus Netflix und Fertigpizza. Er nahm einen Schluck von seinem lauwarmen Kaffee und verzog das Gesicht.

"Der ist kalt, oder?"
Die Stimme kam von links. Tim drehte sich um und blinzelte überrascht.

Die Frau, die plötzlich neben seinem Tisch stand, war beeindruckend. Nicht auf eine offensichtliche Art - sie trug einen schlichten schwarzen Mantel, darunter eine dunkelblaue Bluse, ihr Haar zu einem lockeren Knoten gebunden. Sie war vielleicht Anfang bis Mitte 30, mit klaren Gesichtszügen und matter, makelloser Haut. Ihr dunkles Haar - kastanienbraun, fast schwarz - fiel in einzelnen Strähnen locker um ihr Gesicht. Sie trug dezentes Make-up, aber ihre Lippen waren dunkelrot, fast bordeaux. Nicht aufdringlich schön, aber fesselnd. Irgendetwas an ihr zog sofort die Aufmerksamkeit auf sich - vielleicht die Art, wie sie ihn ansah, direkt, ohne Verlegenheit, oder die subtile Andeutung eines Lächelns um ihre Lippen.

"Äh... ja, stimmt." Tim lächelte verlegen zurück. "Ich war wohl zu sehr... beschäftigt."
Sie warf einen kurzen Blick auf sein Handy, wo gerade ein Katzenvideo lief, und das Lächeln vertiefte sich. "Sehr wichtige Arbeit, wie ich sehe."
Tim spürte, wie ihm die Röte ins Gesicht stieg, und drehte das Handy hastig um. "Ich, äh... mache Pause."
"Darf ich?" Sie deutete auf den freien Stuhl gegenüber.

Tim nickte, noch immer perplex. *Normalerweise sprachen ihn keine fremden Frauen in Cafés an. Normalerweise passierte ihm überhaupt nicht viel.* Sie setzte sich mit einer geschmeidigen Bewegung, legte ihre Handtasche - teuer aussehend, wie ihm auffiel - auf den Tisch und streckte ihm die Hand entgegen.

"Viktoria."
"Tim." Ihre Hand war kühl, ihr Händedruck fest. Sie hielt seine Hand einen Moment länger als nötig.
"Tim," wiederholte sie, als würde sie den Namen kosten. "Das passt zu dir."
"Äh... danke?" Er wusste nicht genau, was er darauf sagen sollte.

Viktoria lehnte sich zurück und musterte ihn offen. "Du siehst aus wie jemand, der ein besseres Wochenende verdient hat als vor einem kalten Kaffee zu sitzen."
Tim lachte nervös. "So offensichtlich?"
"Ich erkenne die Anzeichen." Sie winkte der Kellnerin. "Zwei Espresso, bitte. Und bring ihm einen richtigen Cappuccino." Dann wieder zu Tim: "Du trinkst doch Cappuccino, oder?"
"Ja, schon. Woher-"
"Man sieht es dir an." Ihr Lächeln war rätselhaft. "Du bist jemand, der das Weiche dem Harten vorzieht. Nichts Falsches daran."

Irgendetwas an der Art, wie sie das sagte, ließ Tims Nackenhaare sich leicht aufstellen. Aber es war kein unangenehmes Gefühl - eher aufregend. Er versuchte, das Gespräch auf normalere Bahnen zu lenken.

"Und was machst du hier? Außer einsame Männer vor ihrem kalten Kaffee zu retten?"
Viktoria lachte - ein tiefes, kehlig-warmes Lachen. "Ich war gerade in der Buchhandlung nebenan. Habe ein Buch über Philosophie gesucht. Schopenhauer."
"Wow. Heavy stuff für einen Freitagnachmittag."
"Ich mag es... intensiv." Die Art, wie sie das Wort betonte, ließ Tim schlucken. "Oberflächlichkeit langweilt mich schnell. Ich suche immer nach tieferen Verbindungen, verstehst du?"
Tim nickte, obwohl er nicht ganz sicher war, was sie meinte.

Die Getränke kamen. Viktoria nahm ihren Espresso und trank ihn in einem Zug, ohne mit der Wimper zu zucken. Tim beobachtete fasziniert, wie sich ihre Kehle bewegte.

"Erzähl mir von dir, Tim." Sie stellte die leere Tasse ab und lehnte sich vor. "Was machst du? Außer Katzenvideos schauen?"
Er lachte verlegen. "IT-Support. Nichts Aufregendes. Und du?"
"Ich... manage Investments. Auch nicht besonders spannend im Gespräch." Sie winkte ab, als wäre es unwichtig. "Viel interessanter: Was machst du sonst? Hobbys? Leidenschaften?"
Tim überlegte. Seine Hobbys klangen selbst in seinen eigenen Ohren langweilig. "Gaming, ich lese gerne, manchmal Filme..."
"Beziehungen?"

Die direkte Frage überrumpelte ihn. "Äh... nein. Single. Schon eine Weile."
"Hm." Viktoria neigte den Kopf und studierte ihn. "Warum?"
"Ich... weiß nicht. Es hat sich einfach nicht ergeben."
"Oder du hast nicht gefunden, wonach du suchst." Ihre Augen hielten seine fest. Sie hatte ungewöhnlich dunkle Augen, stellte Tim fest, fast schwarz. "Manchmal wissen wir nicht, was wir wirklich wollen, bis jemand es uns zeigt."

Tims Herz klopfte schneller. *War das Flirten? Es fühlte sich an wie Flirten, aber irgendwie... intensiver.*

"Und... und du?" Seine Stimme klang etwas heiser. "Single?"
"Momentan." Ein geheimnisvolles Lächeln. "Ich bin wählerisch. Ich suche nach jemandem... Besonderem. Jemand, der bereit ist, sich fallen zu lassen. Vertrauen zu geben."
"Das klingt... schön."
"Es kann schön sein. Wenn man den richtigen Menschen findet." Sie griff nach seiner Hand über den Tisch. Ihre Finger waren noch immer kühl von der Espresso-Tasse. "Manchmal begegnet man jemandem und spürt sofort: Das könnte etwas sein. Spürst du das auch, Tim?"

Er nickte, unfähig zu sprechen. Sein Mund war trocken.

"Gut." Viktoria drückte seine Hand leicht. "Ich wohne nicht weit von hier. Ich habe exzellenten Wein zu Hause und würde mich gerne weiter mit dir unterhalten. In... privaterer Atmosphäre."

*Das ist verrückt*, dachte Tim. *Man geht nicht mit Fremden nach Hause. Man kennt diese Frau seit zehn Minuten.* Aber gleichzeitig - wann war ihm das letzte Mal etwas Aufregendes passiert? Wann hatte ihn das letzte Mal jemand so angesehen, als wäre er wichtig? Interessant?

"Ich..." Er zögerte.
"Keine Verpflichtung," sagte Viktoria sanft. "Nur ein Glas Wein. Ein Gespräch. Und wenn du dich unwohl fühlst, kannst du jederzeit gehen. Du hast die Kontrolle, Tim."

Das Wort "Kontrolle" beruhigte ihn irgendwie.

"Okay," hörte er sich sagen. "Warum nicht?"

Viktorias Lächeln wurde breiter, und für einen ganz kurzen Moment glaubte Tim, etwas Triumphierendes darin zu sehen. Aber dann war es verschwunden, und sie stand auf, hielt ihm ihren Arm hin. "Wunderbar. Komm."

Tim griff nach seinem Handy und seiner Jacke. Er folgte Viktoria zur Tür und spürte eine Mischung aus Aufregung und einer seltsamen, leisen Unruhe. Draußen war die Sonne bereits tiefer gesunken, die Straße lag im goldenen Licht des späten Nachmittags.

"Es ist nur ein kurzer Spaziergang," sagte Viktoria und hakte sich bei ihm unter. Ihre Nähe war berauschend - sie roch nach einem teuren Parfum, das er nicht identifizieren konnte. "Du wirst es mögen, versprochen."
"Ich bin sicher," murmelte Tim.

Sie gingen die Straße hinunter, und mit jedem Schritt fühlte sich Tim, als würde er weiter von seinem gewohnten Leben weggehen. In etwas Neues hinein. Etwas Unbekanntes.

Hinter ihnen fiel die Tür des Cafés ins Schloss. Die Kellnerin sah ihnen nach und runzelte leicht die Stirn, als würde sie sich an etwas erinnern. Aber dann wandte sie sich ab und begann, den Tisch zu säubern. Tims kalter Cappuccino stand noch da, unberührt.
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Gutverpackt
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Beiträge: 69

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  RE: Viktoria und Tim Datum:28.01.26 06:55 IP: gespeichert Moderator melden


Ich mag den Anfang.
KI kann helfen.

Ich freue mich wenn es weiter geht
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Dark Shadow
Einsteiger





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  RE: Viktoria und Tim Datum:28.01.26 14:27 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel 2: Freitag Abend

Das Gebäude war beeindruckend - ein modernes Hochhaus aus Glas und Stahl in der besseren Gegend der Stadt. Viktoria führte ihn durch die geräumige Eingangshalle zum Fahrstuhl und zog eine Schlüsselkarte hervor, die sie an das Bedienfeld hielt. "Ohne die Karte kommt man nicht ins Penthouse," erklärte sie.

Der Fahrstuhl war geräumig, mit Spiegeln und Messingbeschlägen. Tim beobachtete ihr Spiegelbild, während sie nach oben fuhren. Viktoria stand entspannt da, eine Hand in der Manteltasche, und beobachtete die Etagenanzahl. "Ich mag die Aussicht," sagte sie. "Und die Privatsphäre."

Der Fahrstuhl hielt mit einem sanften Ruck und die Türen öffneten sich in einen kleinen, elegant gestalteten Vorflur. Nur eine Tür - schwarz, hochglänzend, mit einer diskreten Messingplakette. Viktoria schloss auf und trat zur Seite. "Nach dir."

Tim trat durch die Tür und blieb stehen. "Wow."

Es war keine gewöhnliche Wohnung. Der Raum war riesig, offen gestaltet, mit bodentiefen Fenstern, die einen Panoramablick über die Stadt boten. Die Einrichtung war minimalistisch, aber offensichtlich teuer - dunkle Ledersofas, ein gläserner Couchtisch, abstrakte Kunstwerke an den Wänden. Alles in Schwarz, Grau und tiefem Rot gehalten.

"Investment Management muss sich wirklich lohnen," murmelte Tim.
Viktoria lachte leise, während sie ihren Mantel ablegte. "Ich hatte Glück. Richtige Investments zur richtigen Zeit." Sie hängte den Mantel an einen Garderobenständer. "Komm, mach es dir bequem. Ich hole uns den Wein."

Tim zog seine Jacke aus und legte sie über die Armlehne des Sofas. Während Viktoria in der offenen Küche verschwand, ging er zum Fenster. Die Stadt erstreckte sich unter ihm, die Lichter begannen gerade im Dämmerlicht zu flackern. Seine Blicke wanderten durch den Raum. An einer Wand hing ein großes abstraktes Gemälde - rote und schwarze Streifen, die irgendwie an Seile erinnerten. Fesseln? Tim schüttelte den Kopf. *Er sah Dinge, die nicht da waren.* Sein Blick blieb an einer Reihe geschlossener Türen im Korridor hängen. Fünf, sechs Stück? Für eine einzelne Person schien die Wohnung riesig.

"Gefällt es dir?"
Viktoria war zurück, zwei große Weingläser in der Hand. Sie hatte die Bluse gegen einen weichen schwarzen Pullover getauscht, der ihre Figur betonte.
"Das Bild? Ja, es ist... interessant."
"Ein japanischer Künstler. Spezialisiert auf Shibari-Motive." Sie reichte ihm ein Glas. "Kennst du Shibari?"
Tim schüttelte den Kopf.
"Japanische Bondage-Kunst. Sehr ästhetisch, sehr... präzise." Sie nahm einen Schluck Wein. "Es geht um Kontrolle. Um Vertrauen. Um das Loslassen."
"Oh." Tim trank auch, mehr um etwas zu tun zu haben. Der Wein war hervorragend, vollmundig, teuer.

"Setz dich." Viktoria deutete auf das Sofa.
Tim ließ sich auf das weiche Leder sinken. Viktoria setzte sich neben ihn, nicht zu nah, aber nahe genug, dass er die Wärme ihres Körpers spüren konnte.
"Hast du Hunger?" fragte sie.
"Ja, schon."
"Gut. Ich habe vorhin im Fahrstuhl schon bestellt - ich hoffe, du magst italienisch?" Sie zog ihr Smartphone hervor und zeigte ihm den Bildschirm. "Sie kennen meine Präferenzen dort. Sollte in zwanzig Minuten da sein."
"Du hast im Fahrstuhl bestellt? Ich habe gar nicht..."
"Ich bin diskret." Ihr Lächeln war rätselhaft. "Und ich plane gerne voraus."

Sie tranken und sprachen. Viktoria stellte Fragen - über seine Familie, seine Vergangenheit, seine Beziehungen. Tim fand sich dabei wieder, mehr zu erzählen als er normalerweise würde. Sie war eine gute Zuhörerin, stellte die richtigen Fragen, beugte sich vor, berührte gelegentlich seinen Arm.

"Deine Eltern?"
"Wohnen in einer anderen Stadt. Wir telefonieren ab und zu, aber..." Tim zuckte mit den Schultern. "Nicht besonders eng."
"Geschwister?"
"Nein. Einzelkind."
"Enge Freunde?"
Tim dachte nach. "Ein paar Kollegen, mit denen ich manchmal etwas trinke. Aber niemand... wirklich Enges."
"Also verbringst du Wochenenden meistens für dich allein?" Es klang beiläufig, fast mitfühlend.
Tim nickte. "Ja, meistens schon."
"Mmh." Viktoria nippte an ihrem Wein, nachdenklich. "Wie schade. Du verdienst mehr als das."
Tim wusste nicht, was er darauf sagen sollte, also schwieg er.

Pünktlich, zwanzig Minuten später, läutete es an der Tür. Viktoria ging zur Gegensprechanlage und drückte einen Knopf. "Kommen Sie hoch." Sie öffnete die Wohnungstür und wartete. Einen Moment später erschien ein junger Mann in schwarzer Uniform mit einer großen Tasche und lächelte professionell.

"Guten Abend, Frau Viktoria."
"Danke, Marco." Sie nahm die Tasche entgegen und reichte ihm einen Schein. "Der Rest ist für Sie."
"Sehr großzügig. Einen schönen Abend noch." Der Lieferant warf einen kurzen Blick zu Tim, dann war er verschwunden.

Viktoria schloss die Tür ab - Tim hörte deutlich, wie sie zweimal umdrehte. Ein schwerer Riegel. "Sicherheit," sagte Viktoria, als sie seinen Blick bemerkte. "In dieser Gegend kann man nicht vorsichtig genug sein."

Sie trug die Tasche zum gläsernen Esstisch und begann auszupacken. Der Duft von Basilikum, Knoblauch und frischen Tomaten erfüllte den Raum. "Tagliatelle mit Trüffel für mich," sagte sie und stellte einen Teller hin. "Und für dich Ravioli mit Ricotta und Salbei. Dazu Bruschetta zum Teilen."
"Das sieht fantastisch aus."

Sie setzten sich. Viktoria zündete zwei Kerzen an, die auf dem Tisch standen, obwohl noch Licht durch die Fenster fiel. Die Atmosphäre wurde intimer, gedämpfter. Tim nahm den ersten Bissen. Die Ravioli waren perfekt - leicht, zart, die Füllung cremig.

"Gut?" Viktoria beobachtete ihn.
"Unglaublich gut."

Sie aßen schweigend für einen Moment. Dann sagte Viktoria: "Darf ich dich etwas Persönliches fragen?"
"Sicher."
"Bist du jemals... experimentell gewesen? In Beziehungen?"
Tim zögerte, die Gabel auf halbem Weg zum Mund. "Was meinst du?"
"Rollenspiele. Machtverhältnisse. Dominanz und Unterwerfung." Ihre Stimme war sachlich, als würde sie über das Wetter sprechen, während sie eine Bruschetta nahm. "Hast du dich jemals gefragt, wie es wäre, die Kontrolle abzugeben?"
Tim spürte, wie sein Puls sich beschleunigte. "Ich... habe darüber nachgedacht. Manchmal."
"Aber nie ausprobiert?"
"Nein. Meine früheren Beziehungen waren... konventionell."
"Langweilig?"
Er lachte verlegen. "Vielleicht."

Viktoria legte ihre Gabel ab und griff nach ihrem Weinglas. "Es ist nichts Falsches daran, Fantasien zu haben. Die meisten Menschen haben sie. Aber nur wenige haben den Mut, sie auszuleben."
"Und du?" Tim nahm einen Schluck Wein. "Hast du... Erfahrung damit?"
"Ja." Direkt, ohne zu zögern. "Ich weiß, was ich mag. Und ich bin gut darin, zu erkennen, was andere mögen - selbst wenn sie es selbst noch nicht wissen."
Tims Gesicht wurde warm. "Und was denkst du, mag ich?"

Viktoria lehnte sich zurück und musterte ihn mit diesem intensiven Blick. "Du möchtest, dass jemand die Entscheidungen trifft. Dass jemand die Führung übernimmt. Dein ganzes Leben besteht aus kleinen Entscheidungen, die niemanden interessieren. IT-Support - du löst Probleme anderer Leute, aber niemand dankt dir wirklich. Du bist unsichtbar." Sie machte eine Pause. "Aber hier, mit mir, bist du sichtbar. Wichtig. Und wenn du mir die Kontrolle gibst, musst du nicht mehr nachdenken. Nur fühlen."

Es war, als hätte sie direkt in seinen Kopf gesehen. Tim starrte sie an.

"Ich... woher..."
"Ich lese Menschen gut." Viktoria stand auf und nahm ihren Teller - noch halb voll. "Bist du fertig?"
Tim nickte stumm, obwohl noch Ravioli übrig waren.

Sie räumte die Teller ab und stellte sie in der Küche ab. Dann kam sie zurück und blieb hinter seinem Stuhl stehen.

"Steh auf, Tim."

Es war kein Vorschlag. Es war eine Anweisung. Tim stand auf.

Viktorias Hände legten sich auf seine Schultern und begannen sanft zu massieren. "Du bist so verkrampft. So viel Anspannung." Ihre Finger fanden die Knoten in seinen Muskeln, drückten zu. Es tat weh, aber auf eine gute Art. Tim ließ den Kopf nach vorn sinken und gab nach. "Gut," sagte Viktoria leise. "Siehst du? Du kannst loslassen. Du willst es sogar."

Ihre Hände wanderten zu seinem Nacken, streichelten, dann wieder fester. Eine Hand legte sich leicht um seine Kehle - nicht drückend, nur eine Andeutung. Tims Atem stockte.

"Spürst du das?" Ihre Stimme war direkt an seinem Ohr. "Wie dein Körper darauf reagiert? Das ist keine Angst, Tim. Das ist Erregung."
Sie hatte recht. Sein Herz raste, aber nicht aus Furcht. Und sein Körper reagierte unmissverständlich.

Viktoria ließ los und trat um ihn herum, stellte sich vor ihn. Ihr Blick wanderte kurz nach unten, ein wissendes Lächeln umspielte ihre Lippen. "Ich möchte dir etwas zeigen. Aber nur, wenn du willst. Du kannst jederzeit nein sagen. Verstehst du?"
"Ja."
"Gut." Sie nahm seine Hand und führte ihn durch den Raum zu einem Korridor. Mehrere Türen, alle geschlossen bis auf eine am Ende.

Viktorias Schlafzimmer.

Es war groß, dunkel eingerichtet. Ein massives Bett dominierte den Raum. Aber was Tims Blick fing, waren die Details: die dicken Vorhänge an den Fenstern, die schweren Metallringe an allen vier Bettpfosten, eine Kommode mit mehreren verschlossenen Schubladen.

"Keine Sorge," sagte Viktoria, als sie seinen Blick bemerkte. "Wir fangen langsam an."

Sie öffnete die Kommode und nahm etwas heraus. Seide - schwarze, glänzende Seidentücher. Mehrere davon.

"Hast du jemals jemandem erlaubt, dich zu fesseln?" fragte sie.
Tim schüttelte den Kopf.
"Möchtest du es versuchen?"

*Er sollte nein sagen. Das war zu schnell, zu intensiv, zu...*

"Ja," hörte er sich sagen.

Viktorias Lächeln war warm, fast zärtlich. "Zieh dich aus."

Tim zögerte nur einen Moment, dann gehorchte er. Das Hemd zuerst, dann die Hose, die Socken. Er stand in Boxershorts vor ihr, unsicher, verletzlich.
"Alles," sagte Viktoria leise.
Tim schluckte und schob die Boxershorts herunter. Sein Herzschlag hämmerte in seinen Ohren.

"Gut." Viktoria trat näher und strich mit einer Hand über seine Brust. "Leg dich aufs Bett. Auf den Rücken."

Tim kletterte aufs Bett und legte sich hin. Das Laken war kühl gegen seine nackte Haut. Viktoria kniete sich neben ihn und nahm seine rechte Hand. "Entspann dich. Atme." Sie begann, das Seidentuch um sein rechtes Handgelenk zu wickeln - sanft, aber fest. Dann band sie es an den Bettpfosten.
"Zu fest?"
"Nein."

Sie wiederholte es mit der anderen Hand, dann mit seinen Knöcheln - ein Tuch um jeden, ausgestreckt zu den unteren Bettpfosten. Tim lag jetzt gefesselt da, die Gliedmaßen weit gespreizt. Völlig exponiert. Völlig hilflos.

Viktoria stand auf und betrachtete ihn. Ihr Blick wanderte langsam über seinen Körper, und Tim spürte, wie er darauf reagierte. "So schön," murmelte sie. "So verletzlich." Sie zog ihren Pullover aus, dann den Rock. Darunter trug sie einen schwarzen Spitzen-BH und passenden Slip. "Ich möchte dir etwas zeigen."

Sie ging zur Kommode und kam mit einem weiteren Seidentuch zurück - dieses dunkler, dicker.

"Vertraust du mir?" fragte sie.
"Ja."
"Dann schließ die Augen."

Tim gehorchte. Einen Moment später spürte er das Tuch über seinen Augen - weich, aber absolut lichtdicht. Viktoria band es hinter seinem Kopf fest.

Dunkelheit.

"Wie fühlst du dich?" Ihre Stimme kam von irgendwo rechts.
"Hilflos," flüsterte Tim.
"Gut." Schritte. Das Bett gab nach, als sie sich darauf kniete. "Wenn du etwas nicht siehst, fühlst du es umso intensiver."

Ihre Finger strichen über seine Brust, leicht wie Federn. Tim keuchte. Dann ihre Lippen - an seinem Hals, seiner Schulter, seiner Brust. Sie arbeitete sich nach unten. Tim zog an den Fesseln, aber sie hielten. Er war ihr völlig ausgeliefert.

"Geduld," murmelte Viktoria. Dann verschwand sie.

Tim hörte ihre Schritte, das Öffnen einer Tür - das Badezimmer? Wasser lief. Dann kam sie zurück. Etwas Kaltes berührte seine Brust und Tim zuckte zusammen, keuchte.

"Nur Eis," sagte Viktoria amüsiert. Sie ließ den Eiswürfel über seine Haut gleiten - über seine Brust, seinen Bauch, tiefer. Die Kälte war schockierend, fast schmerzhaft, aber gleichzeitig erregend. "Siehst du?" Ihre Stimme war direkt an seinem Ohr. "Dein Körper weiß, was er will."

Sie spielte mit ihm - Eis, dann ihre warmen Hände. Kalt, warm. Berührungen, dann nichts. Küsse, dann Kratzer mit ihren Nägeln. Tim verlor das Zeitgefühl. Alles war nur noch Empfindung. Irgendwann spürte er ihre Hand um seine Erektion und stöhnte laut.

"Shh." Ihre Bewegungen waren langsam, kontrolliert. "Nicht zu schnell." Sie brachte ihn an den Rand, nur um dann aufzuhören.
"Viktoria... bitte..."
"Noch nicht." Sie ließ los. "Wir haben noch viel Zeit."

Sie spielte weiter - Minuten? Eine Stunde? Tim wusste es nicht mehr. Sein Körper bebte, sein Atem ging schwer. Die Dunkelheit, die Fesseln, die Berührungen - alles verschmolz zu einer überwältigenden Erfahrung.

Schließlich hörte er, wie sie die Fesseln löste. Erst die Füße, dann die Hände. Die Augenbinde blieb.

"Bleib liegen," befahl sie sanft.

Tim gehorchte. Er hörte Rascheln - sie zog etwas aus? Dann gab das Bett nach. Viktorias Hand legte sich auf seine Brust.

"Du warst sehr brav, Tim."
"Danke," murmelte er, noch benommen.
"Aber jetzt," ihre Stimme wurde fester, "bist du dran."
"Was... was meinst du?"
"Ich habe dir Vergnügen gegeben. Jetzt gibst du mir welches." Sie nahm die Augenbinde ab.

Tim blinzelte ins gedämpfte Licht. Viktoria saß neben ihm auf dem Bett und lehnte sich gegen das Kopfteil. Sie hatte BH und Slip ausgezogen - völlig nackt. Ihre Beine waren ausgestreckt.

"Komm her," sagte sie. "Fang bei meinen Füßen an."

Tim setzte sich auf und kroch zu ihr. Sein Körper fühlte sich schwer an, noch zitternd von ihrem Spiel. Er kniete sich ans Fußende und nahm ihren rechten Fuß in die Hände. Begann zu massieren - die Ferse, das Fußgewölbe, die Zehen.

"Mmh, gut." Viktoria lehnte sich zurück und schloss die Augen. "Benutze deinen Mund."
Tim zögerte nur kurz. Dann beugte er sich vor und küsste ihren Fußrücken. Ihre Haut war warm, glatt, roch nach ihrem Parfum.
"Weiter."
Er küsste ihre Zehen, saugte sanft an ihnen. Viktorias Atem vertiefte sich.
"Gut. Jetzt das Bein hoch."

Tim arbeitete sich nach oben - Knöchel, Wade, Knie. Er küsste, leckte, knabberte sanft. Viktorias Hand legte sich auf seinen Kopf und strich durch sein Haar.

"Höher."

Ihre Oberschenkel. Tim spürte, wie seine Erregung zurückkehrte, stärker als zuvor. Er war so nah an ihrer Intimität, spürte ihre Hitze.

"Jetzt zeig mir, wie dankbar du bist," murmelte Viktoria. Ihre Beine öffneten sich.

Tim brauchte keine weitere Anweisung. Er positionierte sich zwischen ihren Schenkeln und senkte seinen Kopf. Seine Zunge fand sie - bereits feucht, bereit. Viktoria keuchte leise. Tim arbeitete vorsichtig am Anfang, unsicher. Aber Viktorias Hand in seinem Haar führte ihn, drückte ihn näher, lenkte ihn.

"Da... ja, genau da..."

Er leckte, saugte, erkundete sie mit seiner Zunge. Viktoria begann zu stöhnen - leise zuerst, dann lauter. Ihre Hüften bewegten sich gegen sein Gesicht.

"Nicht aufhören," keuchte sie. "Genau so..."

Tim steigerte das Tempo und konzentrierte sich auf die Stelle, die sie am meisten reagieren ließ. Seine Hände umfassten ihre Oberschenkel, hielten sie fest. Viktorias Atem wurde unregelmäßig. Ihre Hand in seinem Haar verkrampfte sich.

"Ja... ja... oh Gott..."

Ihr Körper spannte sich an, dann kam sie - mit einem lauten Stöhnen, das durch das Schlafzimmer hallte. Ihre Schenkel pressten sich gegen Tims Kopf. Sie bebte, Wellen der Lust durchliefen sie. Tim leckte weiter, sanfter jetzt, bis sie seine Haare zog.

"Genug," keuchte sie.

Tim hob den Kopf und wischte sich über den Mund. Sein Gesicht glänzte. Viktoria lag da, entspannt, ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen. "Sehr gut," murmelte sie. "Sehr, sehr gut." Sie öffnete die Augen und sah ihn an. "Komm her."

Tim kroch zu ihr nach oben. Sie zog ihn in einen Kuss - tief, langsam, ohne Eile.

"Du bleibst heute Nacht," sagte sie. Keine Frage.
"Ja," antwortete Tim.

Sie standen auf und zogen sich minimal an - Viktoria reichte Tim ein frisches T-Shirt aus ihrem Schrank, ein Männer-Shirt, wie er bemerkte, aber er fragte nicht. Sie selbst zog nur ein dünnes Nachthemd über. Tim behielt seine Boxershorts an.

Sie legten sich ins Bett. Viktoria schmiegte sich an ihn, eine Hand auf seiner Brust.

"Schlaf gut, Tim," murmelte sie. "Morgen wird... noch intensiver."

Tim lag im Dunkeln und spürte ihren Atem an seinem Hals. Die Stadt glitzerte draußen hinter den halb geöffneten Vorhängen. Er dachte an die Augenbinde. An die Eiswürfel. An den Geschmack von ihr. *Er sollte überwältigt sein. Vielleicht verängstigt. Stattdessen fühlte er nur eins: Er wollte mehr.*

Irgendwann schlief er ein, während Viktoria wach blieb und im Dunkeln lächelte.
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muensterpony
Fachmann

Münster


Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt zu leben.

Beiträge: 46

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  RE: Viktoria und Tim Datum:28.01.26 17:33 IP: gespeichert Moderator melden


Schöner Anfang, gefällt mir…
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ChasHH
KG-Träger

Hamburg


Keep it closed!

Beiträge: 480

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  RE: Viktoria und Tim Datum:28.01.26 19:45 IP: gespeichert Moderator melden


Das finde ich sehr ansprechend.
Aber was verbirgt sich hinter dem Lächeln der Viktoria?
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Gutverpackt
Fachmann





Beiträge: 69

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  RE: Viktoria und Tim Datum:28.01.26 20:02 IP: gespeichert Moderator melden


Schöner einfühlsamer Start, gerne in dem Tempo weiter
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Roi Danton
Freak

Ruhrgebiet


Korsetts sind geil

Beiträge: 88

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  RE: Viktoria und Tim Datum:28.01.26 21:42 IP: gespeichert Moderator melden


Deine Geschichte beginnt echt toll, bin sehr gespannt, wie es weiter geht.
Roi Danton
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Dark Shadow
Einsteiger





Beiträge: 3

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  RE: Viktoria und Tim Datum:31.01.26 10:26 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,
vielen Dank fürs Feedback. Ich kämpfe noch mit der richtigen Text-Formatierug für das Forum. Das Verhältnis von Zeilenbreite und Textgröße ist doch anders als in meinem Text-Editor. Daher experimentiere ich gerade noch.

===

Kapitel3: Der Samstag

Tim wachte von Sonnenlicht auf, das durch einen Spalt in den Vorhängen fiel. Einen Moment lang war er desorientiert - das war nicht sein Bett, nicht sein Zimmer. Dann erinnerte er sich. Viktoria. Er drehte den Kopf und sah sie neben sich liegen, wach, auf der Seite, den Kopf auf die Hand gestützt. Sie beobachtete ihn.
"Guten Morgen," sagte sie leise.
"Wie lange... schaust du mir schon zu?"
"Eine Weile. Du siehst friedlich aus im Schlaf." Sie strich mit einem Finger über seine Wange. "Ausgeruht?"
"Ja, eigentlich schon." Tim setzte sich auf, spürte das leicht verknitterte T-Shirt an seiner Haut. Die Realität des Morgens setzte ein - er hatte bei einer Fremden übernachtet und trug ihre Kleidung. "Ich sollte wahrscheinlich nach Hause," sagte er, mehr zu sich selbst als zu ihr. "Frische Kleidung holen, duschen, weißt du..."
"Muss das sein?" Viktoria setzte sich ebenfalls auf, das Laken fiel von ihren Schultern. Sie hatte das Nachthemd bereits ausgezogen und trug nur noch ihren schwarzen BH und Slip. "Wir hatten gerade erst angefangen, uns kennenzulernen. Bleib heute. Nur heute." Sie legte eine Hand auf seinen Arm. "Ich verspreche dir, es wird sich lohnen."

Tim zögerte. Ein Teil von ihm wollte gehen - zurück zu seiner sicheren, langweiligen Wohnung. Aber ein anderer Teil...
"Nur heute?" fragte er.
"Nur heute." Ihr Lächeln war warm, verführerisch. "Und dann kannst du gehen. Oder bleiben. Ganz wie du möchtest."
"Okay. Nur heute."
"Wunderbar." Viktoria stand auf und zog ihren Morgenmantel über. "Ich mache uns Frühstück. Du kannst so bleiben wie du bist - ganz gemütlich."

***

Das Frühstück stand bereits vorbereitet auf dem Tresen - frische Croissants, Kaffee, Orangensaft, Obst. Tim fragte sich kurz, wann sie das alles vorbereitet hatte, wenn sie neben ihm gelegen und ihn beobachtet hatte, aber er schob den Gedanken beiseite. Sie aßen auf dem Sofa, entspannt. Viktoria erzählte eine Geschichte über eine Geschäftsreise nach Tokio, amüsant und fesselnd, und Tim entspannte sich, die morgendliche Unruhe verflog.
"Ich sollte aufräumen," sagte Tim und stand auf, nahm seine Tasse.
"Lass das." Viktoria legte ihre Hand auf seine. "Ich mache das später."
"Aber—"
"Tim." Ihre Stimme war sanft, aber bestimmt. "Entspann dich. Genieß den Morgen."

Tim setzte sich wieder. Irgendetwas an ihrer Stimme ließ ihn gehorchen, ohne nachzudenken. Sie saßen eine Weile schweigend, während Viktoria ihn über den Rand ihrer Kaffeetasse beobachtete.
"Komm," sagte sie schließlich und stand auf. "Ich möchte was herausfinden."
"Was denn?"
Sie lächelte rätselhaft. "Du wirst sehen."

Tim folgte ihr durch den Flur ins Schlafzimmer. Die Morgensonne fiel durch die halb geöffneten Vorhänge und tauchte alles in warmes Licht. Viktoria schloss die Tür hinter ihnen, und das leise Klicken ließ Tims Herzschlag schneller werden.
"Gestern Abend," begann sie und trat näher, "hast du etwas für mich getan. Erinnerst du dich?"
Tim schluckte. "Ja."
"Und?" Ihre Finger spielten mit dem Saum seines T-Shirts. "Wie war es für dich?"
"Gut. Es war... gut."
"Nur gut?" Sie zog das Shirt nach oben, und Tim hob instinktiv die Arme, ließ sie es ausziehen. "Sei ehrlich."
"Es war... ich wollte es. Ich wollte dir gefallen."
"Mmh." Viktoria warf das Shirt auf den Stuhl. "Und willst du mir heute wieder gefallen?"
"Ja."

Ihr Lächeln wurde breiter. Sie ging zur Kommode und öffnete eine Schublade. "Heute möchte ich sehen, ob gestern nur ein glücklicher Zufall war. Oder ob du wirklich... talentiert bist." Sie holte Ledermanschetten heraus - nicht die weichen Seidentücher von gestern. Diesmal waren es richtige Manschetten, schwarz, weich gepolstert, aber robust mit schweren Metallschnallen. Tims Augen weiteten sich leicht.
"Keine Sorge," sagte Viktoria mit einem Lächeln. "Wir steigern uns. Schritt für Schritt." Sie strich mit dem Daumen über das Leder. "Gefällt dir das?"
Tim schluckte. "Ja, Viktoria."
"Leg dich aufs Bett."

Tim gehorchte. Das Laken war noch warm von der Nacht. Er lag auf dem Rücken und sah zu ihr auf, sein Herz klopfte schneller - eine Mischung aus Aufregung und Nervosität. Viktoria trat ans Bett und nahm sein rechtes Handgelenk. "Arme nach oben." Sie befestigte beide Handgelenke an den Bettpfosten mit den Ledermanschetten - fester als die Seidentücher gestern. Dann seine Knöchel. Tim lag ausgestreckt da, hilflos.
"Perfekt," murmelte Viktoria. Sie zog ihren Morgenmantel aus, dann BH und Slip, und stand nackt vor ihm, betrachtete ihn. "Heute kein langes Vorspiel. Ich will direkt sehen, ob du wirklich so gut bist, wie ich hoffe."

Sie kletterte aufs Bett, aber nicht zwischen seine Beine. Stattdessen bewegte sie sich nach oben und kniete sich über sein Gesicht. Tims Atem beschleunigte sich. Von dieser Position aus sah er nur sie - ihre Intimität direkt über ihm, nah, überwältigend.
"Zeig mir, was du kannst," befahl Viktoria. "Und wenn du gut bist - sehr gut - werde ich dich vielleicht später belohnen."

Sie senkte sich auf sein Gesicht. Tim hatte keine Wahl, keine Kontrolle. Seine Arme und Beine waren gefesselt, sie saß auf ihm und bestimmte Tempo und Druck. Er konnte nur tun, was sie verlangte. Seine Zunge fand sie, und er leckte, saugte, erkundete. Viktoria keuchte leise und begann ihre Hüften zu bewegen - langsam zuerst, dann fordernder.
"Ja... genau da..."
Tim konzentrierte sich auf die Stelle, die sie am meisten reagieren ließ. Seine Zunge arbeitete präzise, rhythmisch. Er erinnerte sich an gestern - was sie zum Stöhnen gebracht hatte - und intensivierte es. Viktorias Atem wurde schneller, ihre Hand griff nach dem Kopfteil und hielt sich fest.
"Oh Gott... ja..."
Sie rieb sich gegen sein Gesicht und nahm sich, was sie wollte. Tim leckte weiter, unermüdlich, hingebungsvoll. Sein Kiefer schmerzte bereits, aber er hörte nicht auf.
"Nicht... nicht aufhören... genau so..."

Viktoria begann zu zittern. Ihre Oberschenkel pressten gegen seine Wangen, ihr Atem kam in kurzen Stößen. Dann kam sie - hart, intensiv. Ihr Körper spannte sich an und ein lauter Schrei entfuhr ihr. Sie hielt sein Gesicht fest gegen sich gepresst, während Wellen der Lust durch sie liefen.
"Ja! Ja! Oh Gott, JA!"
Sie bebte, ihr ganzer Körper zuckte. Tim leckte weiter, sanfter jetzt, begleitete sie durch den Orgasmus. Schließlich hob sie sich von ihm und rutschte zur Seite. Ihr Gesicht war gerötet, ihr Atem schwer. Sie sah auf ihn herunter - sein Gesicht glänzte, seine Lippen geschwollen.
"Das war..." Sie lachte atemlos. "Das war außergewöhnlich."

Tim lag da, noch immer gefesselt, sein eigener Körper schmerzhaft erregt. Aber er wagte nicht zu bitten. Viktoria strich über seine Wange und leckte einen Tropfen von seinem Kinn.
"Du bist wirklich talentiert. Kein Zufall." Ihr Lächeln wurde breiter. "Ich glaube, ich habe etwas Besonderes gefunden."
Sie löste die Manschetten von seinen Knöcheln, dann von seinen Handgelenken. Tim rieb sich die Gelenke und spürte die leichten Abdrücke des Leders.
"Und du?" Viktoria deutete auf seine offensichtliche Erregung. "Möchtest du auch kommen?"
"Ja, Viktoria," keuchte Tim.
Sie lächelte, aber schüttelte den Kopf. "Noch nicht. Später vielleicht." Sie küsste ihn kurz. "Geduld ist eine Tugend."

Sie stand auf und zog ihren Morgenmantel wieder an. "Ruh dich aus. Ich mache uns Mittagessen." Tim lag auf dem Bett, noch immer erregt, unbefriedigt, aber seltsam erfüllt. *Er fühlte sich... gebraucht. Wichtig. Wie lange hatte ihn niemand mehr so gewollt? Sie hatte gesagt, er sei gut. Sie hatte gestöhnt wegen ihm. Für ihn.* Die Gedanken umkreisten ihn, während er zur Decke starrte. *Das war nicht nur Sex. Das war... etwas anderes. Etwas Tieferes.* Er berührte sein Handgelenk, wo die Manschetten gewesen waren. Die Haut war leicht gerötet, aber es tat nicht weh. Es fühlte sich an wie ein Zeichen. *Ihr Zeichen.*

***

Sie aßen zu Mittag - eine Suppe, die Viktoria aufgewärmt hatte, mit frischem Brot. Tim saß am Couchtisch, Viktoria auf dem Sofa. Er hatte sich instinktiv auf den Boden gesetzt, ohne dass sie es angeordnet hätte. Sie bemerkte es mit einem zufriedenen Lächeln.
"Ich sollte vielleicht duschen," sagte Tim nach dem Essen. Er fühlte sich verschwitzt, durcheinander.
"Gute Idee." Viktoria stand auf. "Handtücher sind im Schrank. Nimm dir, was du brauchst."

Tim ging ins Badezimmer und schloss die Tür. Der Raum war luxuriös - große Dusche aus Glas, eine freistehende Badewanne aus weißem Marmor, Marmorfliesen, perfekte Beleuchtung. Er öffnete den Schrank für ein Handtuch. Daneben, auf dem Regal, sah er es: Eine Zahnbürste, noch in der Verpackung, männlich, blau-schwarz. Und daneben ein Rasierer und eine kleine Tube Rasiergel, ebenfalls neu, noch verpackt. Tim hielt inne und starrte darauf. *Warum hat sie das? Extra für mich gekauft? Aber... wann? Oder... hatte sie das schon vorher?* Ein seltsames Gefühl kroch durch seinen Magen. *Für wen war das gedacht?*

Er schüttelte den Kopf. Vielleicht hatte sie oft Gäste. Sie hatte das gestern erwähnt, oder? Moment - hatte sie das erwähnt? Er konnte sich nicht erinnern. Tim stellte die Gedanken beiseite, öffnete die Zahnbürste und putzte seine Zähne. Rasierte sich. Das warme Wasser der Dusche spülte die Unruhe weg. *Sie ist vorbereitet. Das ist gut. Das bedeutet, sie will, dass ich mich wohlfühle.*

Als er aus der Dusche kam, ein Handtuch um die Hüften, hörte er Viktorias Stimme aus dem angrenzenden Arbeitszimmer. Die Tür stand einen Spalt offen.
"...ja, das Dossier über M-247. Wie schnell kannst du das erstellen?"
Tim hielt inne und lauschte.
"...vollständige Informationen. Adresse, Arbeitgeber, Familie, soziales Umfeld. Alles."
Pause.
"Perfekt. Bis heute Abend dann. Danke."
Das Gespräch endete. Tim runzelte die Stirn. *M-247? Was ist das? Ein Projekt? Ein Investment?*

Er ging ins Schlafzimmer. Frische Kleidung lag auf dem Bett - eine weiche Jogginghose, ein T-Shirt. Alles passte perfekt. Wieder. Während er sich anzog, klopfte es leise. Viktoria stand in der Tür.
"Alles okay?" fragte sie.
"Ja, nur..." Tim zögerte. "Ich habe dich gerade telefonieren gehört. M-247? Was bedeutet das?"
Viktoria lachte leicht und winkte ab. "Oh, ein Investment-Projekt. Langweilige Arbeitssache. Zahlen, Codes, du weißt schon." Sie trat näher. "Lass dich davon nicht stören."
"Und... die Zahnbürste im Bad. Der Rasierer." Tim sah sie an. "Hattest du das... für mich gekauft?"
"Natürlich." Ihr Lächeln war warm. "Ich will doch, dass du dich wohlfühlst. Ich habe gestern Abend noch schnell einen Botendienst beauftragt, nachdem du eingeschlafen warst. Sie liefern rund um die Uhr."
"Oh." Das ergab Sinn. "Das ist... sehr aufmerksam."
"Ich kümmere mich gerne um meine Gäste." Sie strich über seine Wange. "Komm. Ich möchte dir etwas zeigen."
*Ein kurzes Unbehagen. Aber ihre Erklärung klang plausibel. Und sie war so fürsorglich. Warum sollte er misstrauisch sein?*

Tim folgte ihr durch den Flur. Sie führte ihn zu einem der anderen Räume, in dem Tim noch nicht gewesen war. Als sie die Tür öffnete, stockte ihm der Atem. Es war ein Spielzimmer. Die Wände waren dunkelrot gestrichen. In der Mitte stand eine gepolsterte Bank mit Befestigungspunkten. An den Wänden hingen Peitschen, Paddel, Seile in verschiedenen Farben und Dicken. Ein großer Spiegel bedeckte eine ganze Wand.
"Willkommen," sagte Viktoria, "in meinem privaten Bereich."
"Das ist..."
"Überwältigend? Erschreckend?" Sie trat neben ihn. "Oder aufregend?"
"Alles davon."
"Gut. Angst und Erregung sind eng verwandt." Sie schloss die Tür hinter ihnen - Tim hörte wieder das schwere Klicken eines Schlosses. "Hier können wir ungestört sein. Schalldicht. Niemand hört uns."

Das sollte beunruhigend sein. War es auch. Aber Tim war bereits zu weit gegangen, um jetzt zurückzuweichen. *Das Schloss. Schalldicht. Niemand hört uns.* Die Gedanken flackerten durch Tims Kopf, aber sie wurden von etwas anderem übertönt - dem Verlangen, der Aufregung, dem Gefühl, endlich lebendig zu sein. *Das ist okay. Das ist nur ein Spiel.*
"Zieh dich aus," sagte Viktoria.
Tim gehorchte. Das T-Shirt, die Jogginghose, die Unterhose. Er stand nackt vor ihr, während sie vollständig bekleidet blieb.
"Warte hier," sagte Viktoria. "Ich bin gleich zurück." Sie verließ den Raum durch eine Seitentür.

Tim stand da, nackt, verletzlich. Das Spielzimmer um ihn herum - die Peitschen an der Wand, die gepolsterte Bank, der große Spiegel. Er sah sein Spiegelbild - nackt, allein, wartend. Etwas in ihm sagte, er sollte knien. Sie hatte es nicht befohlen, aber... es fühlte sich richtig an. Passend. Langsam ließ er sich auf die Knie sinken, senkte den Kopf, legte die Hände auf seine Oberschenkel. Wartete. Die Minuten dehnten sich, sein Herz klopfte. Was würde sie tragen, wenn sie zurückkam? Dann hörte er die Tür - Schritte, nicht das weiche Tapsen von vorher. Das Klacken von Absätzen auf dem Holzboden. Tim hielt den Kopf gesenkt und wagte nicht aufzuschauen. Die Schritte kamen näher, hielten direkt vor ihm.
"Sieh auf."

Tim hob den Kopf. Viktoria stand vor ihm in schwarzem Leder - ein eng anliegendes Korsett, das ihre Taille betonte, dazu eine kurze Shorts. An ihren Füßen hochhackige Stiefel, die bis zu den Knien reichten, glänzendes schwarzes Leder. Ihr Haar hatte sie streng zurückgebunden. In ihrer Hand hielt sie eine kurze Reitgerte. Sie sah aus wie eine Göttin - mächtig, unnahbar, absolut in Kontrolle.
"Gut," sagte sie leise. "Ich habe dir nicht befohlen zu knien. Aber du hast es trotzdem getan." Sie strich mit der Gerte unter sein Kinn und hob seinen Kopf an. Ihre Augen musterten ihn - nicht kalt, aber prüfend, als würde sie etwas suchen. "Du lernst schnell."
"Danke, Viktoria."
"Zur Bank."

Tim stand auf. Seine Beine zitterten leicht - Aufregung? Angst? Er wusste es selbst nicht. Die gepolsterte Bank in der Mitte des Raumes wartete. Viktoria folgte ihm und öffnete eine Schublade an der Wand. Die Ledermanschetten klimperten leise.
"Leg dich hin. Auf den Bauch."
Tim legte sich auf die Bank. Das Leder war kühl gegen seine Haut. Viktoria befestigte seine Handgelenke an der Vorderseite, seine Knöchel an der Rückseite. Er war vollständig exponiert, hilflos. Viktoria trat um die Bank herum, ihre Stiefel klackten auf dem Holzboden. Tim hörte, wie sie etwas von der Wand nahm.
"Hast du darüber nachgedacht," sagte sie, und ihre Stimme war näher als erwartet, direkt hinter ihm, "warum du hier bist?"
Tim schluckte. "Was meinst du?"
"Ich meine: Du hättest nein sagen können. Im Café. An der Wohnungstür. Gestern Abend. Heute Morgen." Ihre Hand legte sich auf seinen unteren Rücken - warm, ruhig. "Aber du hast ja gesagt. Jedes Mal."
"Ich..."
"Du musst nicht antworten. Ich will nur, dass du darüber nachdenkst. Während wir hier sind." Ihre Hand verschwand. "Ich werde jetzt anfangen. Wenn es zu viel wird, sagst du 'Rot'. Dann höre ich auf. Verstanden?"
"Ja, Viktoria."
"Gut."

Stille. Tim wartete, sein Herz hämmerte. Dann - das Geräusch von Leder, das durch die Luft schnitt. Und der erste Schlag.

***

Es war ein Paddel. Das verstand Tim erst im Nachhinein. Im Moment selbst war es nur: Aufprall. Wärme. Ein dumpfes, tiefes Brennen, das sich über seine rechte Gesäßhälfte ausbreitete. Er keuchte, mehr überrascht als verletzt.
"Zähl," sagte Viktoria.
"Eins," sagte Tim. Seine Stimme klang seltsam in seinen eigenen Ohren.
Der zweite Schlag, diesmal links. Das Brennen verteilte sich, wurde gleichmäßiger.
"Zwei."
*Okay. Das ist... auszuhalten. Das ist nicht so schlimm.*
Drei. Vier. Tim zählte, sein Atem wurde schneller. Das Brennen akkumulierte, schichtete sich, aber es war erträglich. Fast rhythmisch. Er fand einen Takt darin.

Fünf. Viktoria hielt inne. Tim lag da, atmend, wartend. Das Brennen pulsierte in seiner Haut, aber sie schlug nicht weiter. Stattdessen legte sich ihre Hand flach auf die erhitzte Stelle - nicht streichelnd, nur da.
"Du zitterst," sagte sie.
Tim nickte gegen das Leder der Bank.
"Aber du hast nicht 'Rot' gesagt."
"Nein."
"Warum nicht?"
Die Frage überraschte ihn. Er dachte nach. Warum nicht?
"Weil ich... weil ich es aushalten kann."
"Nur deshalb?"
Tim schwieg. Die Wahrheit lag tiefer, und er wusste nicht, ob er sie aussprechen wollte. Viktoria wartete, ihre Hand blieb auf seinem Rücken, warm und schwer.
"Weil ich es... will," sagte Tim schließlich. Das Wort kam schwer heraus. "Ich glaube, ich will es."
"Gut." Viktorias Stimme war weicher als zuvor. "Das Wollen ist wichtig. Merke es dir."
Ihre Hand verschwand. "Weiter. Fünf noch."

***

Sechs. Sieben. Acht. Die Schläge kamen härter jetzt. Tims Finger krallten sich ins Leder der Bank, sein Atem kam in kurzen Stößen. *Was machst du hier? Was zur Hölle machst du hier?* Die Stimme in seinem Kopf war noch da, aber leiser, als käme sie von weit weg.
Neun. *Du könntest aufhören. Du könntest "Rot" sagen. Sie würde aufhören. Du weißt, dass sie aufhören würde.*
Zehn. Tim stöhnte. Das Brennen war jetzt ein Feuer, gleichmäßig, durchdringend. Aber - und das war das Seltsame - nicht unerträglich. Es war, als hätte sein Körper einen Schalter umgelegt. Der Schmerz war noch da, aber er war nicht mehr nur Schmerz. Er war... etwas anderes. Etwas, das er nicht benennen konnte.

Viktoria legte das Paddel weg. Tim hörte es auf einer Oberfläche landen.
"Zehn," sagte sie. "Sehr gut."
Tim atmete. In. Aus. In. Aus.
"Wie fühlst du dich?"
Wie fühlte er sich? Tim suchte nach Worten. "Ich weiß nicht. Anders."
"Beschreib es."
"Warm. Überall warm. Und..." Er zögerte. "Leichter. Als hätte ich etwas losgelassen."
"Mmh." Er hörte das Lächeln in ihrer Stimme. "Das ist der Anfang."

Schritte. Sie ging wieder zur Wand, und etwas anderes wurde abgenommen.
"Das war das Paddel," sagte Viktoria. "Breit, dumpf, tiefgehend. Jetzt kommt der Flogger."
Sie kam zurück. Tim spürte etwas Weiches über seinen Rücken streifen - viele einzelne Riemen, wie Finger aus Leder.
"Der Flogger ist anders. Schneller, oberflächlicher, aber intensiver in der Masse. Zehn Schläge. Bereit?"
"Ja, Viktoria."

***

Der erste Schlag des Floggers war wie ein Schwarm. Die Riemen verteilten sich über seinen oberen Rücken - ein brennendes, prickelndes Gefühl, hundert kleine Punkte auf einmal. Tim keuchte.
"Eins."
Der zweite kam schneller als erwartet, dann der dritte. Viktoria hatte nicht gelogen - der Rhythmus war anders, drängender. Keine Pausen zum Nachdenken. Vier. Fünf. Sechs. Tim hörte auf zu denken. Das war das Seltsame. Irgendwo zwischen dem vierten und sechsten Schlag verschwand die Stimme in seinem Kopf. Verschwand das Analysieren. Verschwand das "Was machst du hier?" Es gab nur noch: Aufprall. Brennen. Atmen. Zählen. Sieben. Acht. Seine Welt schrumpfte. Die Wände des Zimmers verschwanden. Viktoria verschwand. Es gab nur noch seinen Körper, die Bank unter ihm, das Feuer auf seiner Haut.
Neun. "Mmmh..." Kein Wort mehr. Nur ein Laut.
"Zähl." Viktorias Stimme, von weit weg.
"N-neun..."
Zehn. Der letzte Schlag. Tims Körper sackte in sich zusammen. Er hatte nicht bemerkt, wie angespannt er gewesen war - jetzt, als es aufhörte, wurde er weich, schwer, als würde er in die Bank sinken.

Stille. Nur sein Atem - schnell, flach, allmählich langsamer werdend. Dann Viktorias Schritte. Sie kam näher und beugte sich zu seinem Kopf hinunter. Ihre Hand strich durch sein verschwitztes Haar.
"Da bist du," flüsterte sie. "Genau da wollte ich dich haben."
Tim öffnete die Augen. Die Welt war verschwommen, als würde er durch Wasser sehen.
"Was..." Seine Stimme war heiser. "Was war das?"
"Das nennt man 'Subspace'. Ein veränderter Bewusstseinszustand. Durch Schmerz und Endorphine." Sie streichelte weiter sein Haar. "Die meisten Menschen erreichen das nie. Sie kämpfen zu sehr dagegen an. Machen sich hart." Ihre Finger strichen über seine Stirn. "Du nicht. Du hast losgelassen."
Tim schloss die Augen wieder. Ihr Streicheln fühlte sich unglaublich an - intensiver als jede Berührung, die er je gefühlt hatte.
"Wir sind noch nicht fertig," sagte Viktoria sanft. "Noch eine Runde. Die letzte. Aber vorher möchte ich, dass du etwas verstehst."

Sie richtete sich auf und ging um die Bank herum. Tim hörte sie, konnte aber den Kopf nicht heben. Wollte es nicht.
"Du hast mir erlaubt, dich zu fesseln. Du hast mich geleckt, als ich es verlangt habe. Du hast jetzt zwanzig Schläge genommen, ohne 'Rot' zu sagen." Ihre Stimme war ruhig, fast nachdenklich. "Warum?"
Tim schwieg. Die Frage war zu groß für seinen nebligen Verstand.
"Ich sage dir, warum," fuhr Viktoria fort. "Weil ein Teil von dir das hier braucht. Der Teil, der sich im Alltag versteckt. Der Teil, der Entscheidungen hasst, der Verantwortung hasst, der sich danach sehnt, dass jemand anderes die Kontrolle übernimmt." Sie machte eine Pause. "Dieser Teil ist nicht schwach, Tim. Er ist ehrlich."

Sie kam zurück und stand direkt neben seinem Kopf. Tim öffnete die Augen und sah ihre Stiefel, das Korsett, ihr Gesicht hoch über ihm.
"Sag mir, dass du mir gehörst."
Tims Herz stockte. *Sag es nicht. Wenn du es sagst, wird es wahr. Irgendwie wird es wahr.*
"Ich..."
Viktoria wartete. Kein Druck. Kein Befehl. Nur Warten. Die Sekunden dehnten sich. Tim spürte seinen Herzschlag in den Handgelenken, gegen die Manschetten. In seinem brennenden Rücken. In seiner Kehle, wo die Worte steckten. *Du könntest es nicht sagen. Du könntest schweigen. Sie würde wahrscheinlich weitermachen. Oder aufhören. Und dann wäre es vorbei. Und du könntest so tun, als wäre das hier nicht passiert. Ist es das, was du willst?*
"Ich gehöre dir."
Es war kaum mehr als ein Flüstern. Aber er hatte es gesagt. Die Worte hingen in der Luft zwischen ihnen. Und das Seltsame war - die Scham, die er erwartet hatte, kam nicht. Stattdessen: Erleichterung. Als hätte er etwas zugegeben, das schon immer wahr gewesen war. Als hätte er aufgehört zu lügen.
"Nochmal," sagte Viktoria. "Lauter."
"Ich gehöre dir, Viktoria."
Diesmal war seine Stimme fest. Viktoria lächelte - nicht triumphierend. Wärmer. Fast zärtlich.
"Ja," sagte sie leise. "Das tust du."

***

Sie ging zur Wand und nahm etwas ab. Als sie zurückkam, sah Tim es: die Reitgerte. Dünn, flexibel, mit einer kleinen Lederschlaufe am Ende.
"Die Gerte," sagte Viktoria. "Nicht zehn. Nur fünf. Aber intensiver als alles andere."
Tim schluckte.
"Nicht weil ich dich bestrafen will," fuhr sie fort. "Sondern weil ich sehen will, wie weit du gehen kannst. Wie viel du mir geben kannst." Sie strich mit der Gerte über seinen Rücken - sanft, fast liebkosend. "Fünf Schläge. Und danach bist du mein. Vollständig."
*Ich könnte Rot sagen. Jetzt. Bevor es anfängt.* Aber der Gedanke war schwach, weit weg. Er gehörte zu jemandem anderem.
"Ja, Viktoria."

Der erste Schlag. Die Gerte war anders. Das Paddel hatte gebrannt. Der Flogger hatte geprickelt. Die Gerte - die Gerte war wie eine Klinge. Ein dünner, präziser Streifen aus reinem Feuer, der sich über seinen Rücken zog. Tim schrie. Nicht "Eins". Nur ein Schrei. Roh, ungefiltert, von irgendwo tief aus seiner Brust.
"Zähl," sagte Viktoria. Geduldig.
"E-eins." Das Wort kam zwischen Schluchzern. Tränen schossen in seine Augen - reflexartig, unkontrollierbar.
Der zweite. Die Welt wurde weiß. Dann schwarz. Dann war da nur noch dieser Streifen Feuer auf seiner Haut und Viktorias Stimme, weit weg und gleichzeitig direkt in seinem Kopf.
"Zwei. Drei noch."
"Bitte..." Das Wort entkam ihm, bevor er es aufhalten konnte. "Bitte, Viktoria..."

Stille. Dann ihre Hand auf seinem Kopf, streichelnd.
"Bitte was?" Ihre Stimme war sanft. "Bitte aufhören?"
Tim zitterte. Tränen liefen über seine Wangen und tropften auf das Leder der Bank. Er suchte nach der Antwort. Die richtige Antwort. Was wollte er?
"Nein." Das Wort überraschte ihn selbst. "Bitte... weitermachen."
Stille. Dann Viktorias Atem - ein leises Ausatmen, als hätte sie eine Antwort bekommen, die sie nicht erwartet hatte.
"Oh, Tim." Ihre Stimme war seltsam. Weicher. "Du bist wirklich etwas Besonderes."

Der dritte Schlag. Tim schrie wieder. Aber diesmal war etwas anderes in dem Schrei. Nicht nur Schmerz. Etwas, das wie Befreiung klang.
"Drei," keuchte er. "Drei."
"Zwei noch. Du schaffst das. Ich weiß, dass du das schaffst."
Und das Verrückte war: Er glaubte ihr. Trotz des Feuers auf seinem Rücken. Trotz der Tränen. Trotz allem. Er glaubte ihr.
Der vierte. Tims Hände zerrten an den Manschetten, sein ganzer Körper spannte sich an. Aber er brach nicht ab. Er zählte.
"Vier."
"Einmal noch."
*Einmal noch. Nur einmal noch. Du kannst das. Du gehörst ihr. Du kannst ihr das geben.*

Der fünfte und letzte Schlag. Tim schrie - laut, lang, von tief innen. Alles, was in ihm war, kam in diesem Schrei heraus. Der Schmerz. Die Angst. Die Scham. Die Einsamkeit der letzten Jahre. Alles. Und dann: Stille. Leere. Eine seltsame, friedliche Leere.
"Fünf," flüsterte er.

Viktoria legte die Gerte beiseite. Dann war sie bei ihm, beugte sich über ihn, ihre Hände strichen über seinen Rücken - sanft jetzt, beruhigend. Über die brennenden Striemen, ohne zu drücken. Nur da.
"Du bist außergewöhnlich," flüsterte sie. "Die meisten Männer hätten längst aufgegeben. Hätten 'Rot' gesagt. Wären weggelaufen." Ihre Lippen berührten sein Ohr. "Aber du hast mir alles gegeben. Alles, was ich verlangt habe."
Tim lag da, zitternd, weinend, erschöpft. Aber auch friedlich. Leerer als er jemals gewesen war. Und voller als er jemals gewesen war.
"Du gehörst mir," sagte Viktoria. "Vollständig."
"Ja," flüsterte Tim. "Ja."
Und er meinte es.

***

Sie löste die Fesseln. "Dreh dich um. Auf den Rücken."
Tim drehte sich. Sein Rücken schmerzte gegen das Leder - jede Stelle, die sie getroffen hatte, brannte. Aber er sagte nichts, beschwerte sich nicht. Viktoria befestigte ihn wieder - Arme über dem Kopf, Beine gespreizt. Dann kniete sie sich zwischen seine Beine.
"Du bist so bereitwillig," sagte sie. Ihre Hand umfasste ihn - trotz allem war er erregt. "Dein Körper weiß, was er will. Sieh mich an."
Tim öffnete die Augen. Sein Blick war verschwommen von den Tränen, aber er sah sie. Ihr Gesicht. Ihre Augen. Dunkel und tief und... *Sie sieht mich. Wirklich sieht mich. Nicht durch mich hindurch. Nicht an mir vorbei. Mich.*
"Du hast mir heute etwas gegeben," sagte Viktoria. "Etwas Kostbares. Dein Vertrauen. Deine Kontrolle. Deinen Schmerz."

Tim war erregt - schmerzhaft, verzweifelt erregt. Die ganze Zeit über. Der Schmerz hatte es nicht vermindert. Im Gegenteil. Viktorias Finger schlossen sich um ihn. Sie brachte ihn an den Rand. Wieder und wieder. Ihre Hand, ihr Mund - mal sanft, mal fast schmerzhaft fest. Tim zerrte an den Fesseln und stöhnte. Sie brachte ihn an den Rand - er spürte es kommen, spürte wie sich alles in ihm zusammenzog - und dann ließ sie los.
Tim keuchte. "Viktoria..."
"Shh." Ihre Hand kehrte zurück, aber langsamer, sanfter. Hielt ihn in diesem Zustand der Spannung, ohne ihn über die Kante zu lassen.

Wieder und wieder. Tim verlor das Zeitgefühl. Vielleicht Minuten. Vielleicht eine Stunde. Die Welt bestand nur noch aus ihrer Hand, seinem Körper, diesem unerträglichen, wunderbaren Zustand zwischen Verlangen und Erfüllung.
"Bitte," hörte er sich sagen. Seine Stimme war heiser, gebrochen. "Bitte, Viktoria... ich kann nicht mehr..."
"Doch." Ihre Stimme war ruhig. "Du kannst noch viel mehr. Aber nicht heute."
Ihre Hand verschwand. Komplett. Tim keuchte auf - halb Erleichterung, halb Verzweiflung. Sein Körper schrie nach Erlösung, jeder Nerv gespannt, pochend, wartend. Aber nichts kam.
"Viktoria..." Seine Stimme war ein Wimmern. "Bitte... ich brauche..."
"Ich weiß, was du brauchst." Sie beugte sich über ihn, ihre Lippen streiften sein Ohr. "Aber du bekommst es nicht. Nicht heute Nacht."
"Warum?" Das Wort kam heraus wie ein Schluchzen.
"Weil ich es so will." Ihre Stimme war sanft, aber absolut. "Weil dein Körper mir gehört. Deine Lust gehört mir. Und ich entscheide, wann du Erlösung bekommst." Sie küsste seine Stirn - fast zärtlich. "Heute Nacht lernst du, dass mein 'Nein' genauso ein Geschenk ist wie mein 'Ja'."

Tim lag da, zitternd, sein Körper noch immer schmerzhaft erregt. Die Frustration war überwältigend - und gleichzeitig war da etwas anderes. Etwas, das er nicht benennen konnte. *Sie hat die Macht. Vollständig. Sogar über das hier.*
"Ja, Viktoria," flüsterte er.
Die Worte kamen automatisch. Und das Seltsame war - ein Teil von ihm meinte es. Ein Teil von ihm wollte ihr das geben. Sogar das. Sie löste die Fesseln an seinen Handgelenken, dann an seinen Knöcheln. Tim rührte sich nicht. Konnte sich nicht rühren.
"Genug für heute," sagte sie sanft. "Du warst perfekt."

Tim konnte kaum stehen. Sein Körper zitterte, sein Verstand war neblig. Viktoria musste ihn stützen, als sie zurück ins Schlafzimmer gingen. Tim sank aufs Bett, erschöpft. Jeder Muskel schmerzte, sein Rücken brannte noch von den Schlägen. *Die Worte "Du gehörst mir" hallten noch in seinem Kopf. Er hatte sie gesagt. Immer wieder. Und mit jedem Mal hatten sie sich wahrer angefühlt. Das war... intensiv. Zu intensiv? Nein. Nein, es war... perfekt. Sie hatte ihn gefordert. Und er hatte sich hingegeben. Vollständig. Aber ein kleiner Teil von ihm, ganz hinten, flüsterte: Das ist zu schnell. Zu viel. Du kennst sie kaum. Er ignorierte die Stimme. Sie verstand nicht. Niemand würde es verstehen.*

Viktoria ging ins Badezimmer, Wasser lief. Tim lag da und starrte zur Decke.

***

Nach einer Weile kam Viktoria zurück. Sie hatte sich umgezogen - bequeme Kleidung, fast normal.
"Komm," sagte sie sanft. "Ich mache uns etwas zu essen. Du musst bei Kräften bleiben."
Sie gingen ins Wohnzimmer. Viktoria bestellte Essen - Thai, diesmal. Sie tranken Wein und saßen auf dem Sofa. Tim war still, seine Gedanken kreisten.
"Alles okay?" fragte Viktoria nach einer Weile.
Tim zögerte. "Ja, nur... ich denke nach."
"Worüber?"
"Das alles." Er machte eine vage Geste. "Das Wochenende. Du. Wir."
Viktoria stellte ihr Glas ab und sah ihn an. "Und?"
"Es ist... viel. In sehr kurzer Zeit."
"Zu viel?"

Tim rieb sich übers Gesicht. "Ich weiß nicht. Vielleicht sollte ich... nach Hause. Nachdenken. Ein bisschen Abstand."
Viktoria schwieg einen Moment, dann nickte sie langsam. "Natürlich. Wenn du das möchtest."
"Es ist nicht, dass ich nicht..." Tim suchte nach Worten. "Du bist unglaublich. Das hier ist unglaublich. Aber es geht so schnell und ich... ich kenne dich kaum. Das war alles so intensiv und ich..."
"Du hast Angst," sagte Viktoria sanft.
"Vielleicht. Ja."
"Wovor?"
"Vor... dem, was ich fühle. Wie schnell das alles geht. Wie sehr ich..." Er hielt inne.
"Wie sehr du was?"
"Wie sehr ich es will. Das ist das Erschreckende. Ein Teil von mir will... einfach bleiben. Für immer." Er lachte nervös. "Verrückt, oder?"

Viktoria lächelte warm. "Nicht verrückt. Menschlich." Sie legte ihre Hand auf seine. "Tim, schau mich an."
Er sah sie an.
"Du hast Angst, weil du dich zum ersten Mal seit langem lebendig fühlst. Weil du etwas gefunden hast, das dich erfüllt. Das ist nicht verrückt. Das ist schön."
"Aber—"
"Aber es ist auch beängstigend. Ich verstehe das." Sie strich über seine Hand. "Niemand mag Kontrollverlust. Auch wenn es sich gut anfühlt."
Tim schluckte.
"Weißt du, was ich denke?" Viktoria lehnte sich näher. "Ich denke, du willst nicht wirklich gehen. Du willst nur, dass ich dir sage, dass es okay ist zu bleiben. Dass du keine Angst haben musst."
"Vielleicht."
"Es ist spät," sagte sie. "Du bist erschöpft. Du hast Wein getrunken. Und morgen ist Sonntag - du hast keine Verpflichtungen." Sie strich über seine Wange. "Bleib noch eine Nacht. Nur eine. Morgen früh, mit klarem Kopf, kannst du gehen. Oder bleiben. Aber gib uns noch einen Morgen."

Tim zögerte. Es ergab Sinn. Es war spät. Er war müde. *Und du willst nicht gehen. Nicht wirklich.*
"Okay," sagte er leise. "Noch eine Nacht."

***

Im Schlafzimmer legten sie sich ins Bett. Tim trug noch das T-Shirt und die Boxershorts, und Viktoria kuschelte sich an ihn, ihre Hand auf seiner Brust.
"Danke, dass du geblieben bist," murmelte sie.
Tim wollte antworten, aber er war so müde. Der intensive Tag, die Emotionen, der Wein, die Erschöpfung - alles zusammen zog ihn hinunter. Seine Augen fielen zu, die Gedanken zerflossen, wurden zu Nebel. Tims Atem wurde langsamer, tiefer.

Viktoria spürte den Moment, als er einschlief. Sie wartete noch fünf Minuten, bewegungslos, dann löste sie sich vorsichtig von ihm. Tim rührte sich nicht. Sie verließ das Schlafzimmer und ließ die Tür einen Spalt offen.

In ihrem Arbeitszimmer - einem der Räume, die Tim nie gesehen hatte - setzte sie sich an ihren Schreibtisch. Auf dem großen Monitor flackerten mehrere Kameraaufnahmen: das Schlafzimmer, wo Tim friedlich schlafend lag; das Spielzimmer; das Badezimmer; das Wohnzimmer. Alle Winkel abgedeckt. Alles aufgezeichnet. Alles dokumentiert. Sie öffnete ihren Laptop und rief eine verschlüsselte Email ab. Betreff: "Dossier M-247". *Perfekt. Schneller als erwartet.*

Sie öffnete das angehängte PDF. Fünfzehn Seiten. Vollständiger Name, Geburtsdatum, Adresse. Arbeitgeber, Position, Gehalt. Eltern - Namen, Adressen, Kontakthäufigkeit. Keine Geschwister. Keine engen Freunde. Keine aktuelle Beziehung. Gesundheitszustand: Körperlich und psychisch gut. Keine chronischen Erkrankungen. Keine verschreibungspflichtigen Medikamente. Keine Therapie in den letzten 5 Jahren. Keine Allergien dokumentiert. Soziales Profil: Isoliert. Wenig Kontakte. Keine regelmäßigen Verpflichtungen außer Arbeit. Finanzielle Situation: Durchschnittlich. Keine Schulden, aber auch kein Vermögen. Wohnt zur Miete. Online-Aktivität: Minimal. Selten Social Media, keine Dating-Apps seit drei Monaten.
*Perfekt. Absolut perfekt.*

Viktoria lehnte sich zurück und nahm einen Schluck Wein. Ihr echtes Geschäft war nicht Investment Management. Das war nur eine Fassade. Ihr echtes Geschäft war viel spezialisierter. Viel exklusiver. Und Tim war ihre neueste Erwerbung. Sie checkte die Uhrzeit: 22:34 Uhr. Genug Zeit für die letzten Vorbereitungen. Sie öffnete einen verschlüsselten Chat und tippte:
"Ein Subjekt, männlich, Mitte 20, vollständig konditioniert, kooperativ. Eventuell Durchführung von Standard-Extraktion und -Transition. Haltet euch bitte bereit und wartet auf mein Zeichen."
Die Antwort kam nach wenigen Sekunden: "Bestätigt. Das Team hält sich bereit."

Viktoria schloss den Laptop. Alles war arrangiert. Alles lief nach Plan. Sie stand auf und ging zurück ins Schlafzimmer. Tim lag noch immer da, tief schlafend. Sie betrachtete ihn einen Moment. *So friedlich. So ahnungslos.* Morgen würde alles anders sein. Viktoria zog sich um und legte sich neben ihn. Aber sie schlief noch nicht. Sie lag wach im Dunkeln und lächelte.

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Gutverpackt
Fachmann





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  RE: Viktoria und Tim Datum:31.01.26 10:56 IP: gespeichert Moderator melden


Dunkler SM Krimi mit Cliffhanger.
Weiter, bitte.
Bin angefixt
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SissySabrina
Einsteiger





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  RE: Viktoria und Tim Datum:31.01.26 13:44 IP: gespeichert Moderator melden


Toll geschrieben und lesenswert. Hoffe es geht spannend weiter

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ChasHH
KG-Träger

Hamburg


Keep it closed!

Beiträge: 480

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  RE: Viktoria und Tim Datum:31.01.26 18:18 IP: gespeichert Moderator melden


Das Lächeln von Victoria zu Beginn - jetzt kommt wohl raus, was wirklich dahinter steckt. Ist sie eine Art Köder für SM-Opfer?
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