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pauli2004 Volljährigkeit geprüft
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:03.02.20 20:01 IP: gespeichert Moderator melden


Oh, es ist so wunderbar geschrieben, ich würde mich sehr freuen, wenn es bald eine Fortsetzung geben würde.
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:05.02.20 23:57 IP: gespeichert Moderator melden


@HeMaDo: Ich bin tatsächlich ziemlich stolz darauf, dass du zu meinen Lesern gehörst. Erstens hast du nämlich einmal verraten, dass du Geschichten aus diesem Bereich normalerweise nicht liest, und zweitens gehörst du zu den wenigen Lieblingsautoren, die ich hier im Board habe. Natürlich finde ich es – wie viele andere auch – schade, dass du im Moment nicht so viel Freude am Schreiben hast. Aber wenn man ehrlich ist, dann müsste ich jetzt schon mehrere Jahre am Stück durchschreiben, um auch nur in die Nähe deiner Textproduktion zu kommen. Vielleicht ist es ganz normal, dass man dieses Niveau nicht permanent durchhalten kann?
Was die Hintergründe der Geschichte betrifft… die werden bestimmt nach und nach sichtbar werden. Allerdings liegt mein Hauptinteresse im Moment noch sehr stark auf der ‚Innenseite‘ meiner Charaktere, also beispielsweise auf der Frage, wie sich die Charaktere in einer solchen Situation zurechtfinden, fühlen und verhalten, welche Beziehungen sie untereinander aufbauen usw. Das Ganze ist im Moment auch noch recht kleinschrittig, wobei ich die Erzählung etwas schneller fließen lassen möchte, sobald die Grundlagen einigermaßen klar sind.

@Jochen1979: Es würde mich sehr freuen, wenn du dich noch einmal durch die Geschichte lesen magst. Manchmal fällt einem dabei ja sogar auch Neues auf. Für die lange Unterbrechung muss ich mich entschuldigen. Mein Berufs- und Privatleben war in den letzten Jahren recht stressig, und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Aber ich hoffe, ich komme weiterhin dazu, hier zu schreiben.

@pauli2004: Vielen Dank für das Lob und dafür, dass du nach der langen Unterbrechung noch dabei bist! Ich hoffe, dir wird auch die weitere Geschichte gefallen.

(Weiterhin) Kapitel 2: Der erste Schultag (Teil 2)

Mariah griff Mia bei der Hand und führte sie zur Tür. Hier warteten sie kurz, bis sich die ganze Gruppe gesammelt hatte, dann schloss Denise auf und nun gingen alle Acht durch die Flure mit den fröhlichen Farben und kindlichen Bildern, die Mädchen an den Händen ihrer Erzieherinnen. Anders als am Vortag waren die Gänge diesmal nicht leer, als sie um die erste Ecke kamen, sah Mia in einigem Abstand eine ähnliche Gruppe geraden noch nach links abbiegen, und hinter sich meinte sie noch mehr Menschen zu hören. Sie selbst folgten der Gruppe vor ihnen den Gang hinunter bis vor eine Doppeltür auf der linken Seite. Als sie hindurchtraten, schlug ihnen der Duft von Kaffee und frischem Gebäck entgegen. Sie standen vor der Essensausgabe, die Mia schon vom Vortag kannte.

Das Grüppchen vor ihnen hatte sich schon fast wieder aufgelöst. Nur noch zwei Frauen standen an der Ausgabe und hatten ihnen den Rücken zugedreht. Im Gegenlicht aus der hellen Küche konnte Mia nicht viel von ihnen ausmachen, aber die größere in kurzer Hose und T-Shirt musste wohl eine Erzieherin sein. Jedenfalls trug das Mädchen neben ihr wie Mia selbst eine Schuluniform und war demnach wohl ein Zögling aus einer der anderen Gruppen.

Aber auch der Küchenraum war heute nicht länger nur von Robotern bevölkert. Während im Hintergrund eine Frau in weißer Küchenkleidung eine große Maschine aus glänzendem Edelstahl bediente, stellte ein dicklicher Mann in der weißen, zweireihigen Jacke eines Kochs gerade Speisen und Getränke auf die Tabletts der beiden Gäste. Er unterhielt sich dabei mit lauter und fröhlicher Stimme mit ihnen, und nach seinem süddeutschen Akzent zu urteilen musste er aus der Umgebung stammen. Er schient gerade fertig zu werden und verabschiedete die beiden Frauen vor ihm mit einem herzlichen „so, da lasst’s euch schmecken!“

Nachdem die beiden mit ihren Tabletts die Theke verlassen hatten, fiel sein Blick auf die Neuankömmlinge. „Ah, die Bienchen san’ auch aufgestanden! Na, dann kimmt mal her!“ Das ließen sich die ‚Bienchen‘ offenbar nicht zweimal sagen und setzten sich in Bewegung. Nur Mia war schüchterner, und so nahm sie es den anderen nicht übel, dass sie an ihr vorüberzogen. Mariah und sie reihten sich also ganz hinten in der Schlange ein.

„So, und ihr beide wollt heut’ nur a bissl’ Obst frühstücken? Wenn ihr davon man satt werdet.“ Plaudernd stellte der Koch Jana und Inis Schüsseln mit klein geschnittenen Früchten hin. Er mochte vielleicht um die 55 Jahre alt sein, hatte noch volles, aber grau meliertes, lockiges Haar, das unter seinem Papierschiffchen leicht hervorlugte, sowie ein rundliches Gesicht. „Und wenn’ nit reicht, dann holt ihr euch noch a Nachschlag!“ fügte er noch hinzu. „So, und da hab’ ich noch den großen Kaffee für die Jana, und das Fläschle für das Madel!“

Die beiden verabschiedeten sich, und Claudia trat an die Theke, kurz vor Denise. „Guten Morgen, zwei Kaffee bitte!“ begrüßte sie den Herrn. „Guten Morgen, schon richtig gute Laune, was? Aber das mit dem Kaffee kannste gleich mal vergessen, du kriegst a Kakao!“ Grinsend stellte er einen dampfenden Keramikbecher und einen Trinklernbecher aus Kunststoff auf zwei bereitliegende Tabletts. „Immerhin gibt’s für euch was Gescheites zum Frühstück,“ meinte er, während er Teller mit Brötchen, Aufschnitt und Rührei folgen ließ.

Als Nächstes kamen Anastasia und Angela an die Reihe. Der Mann lächelte breit und begann ein wenig sanfter als zuvor: „Na, kleines Schäfchen, haste gut geschlafen?“ Anastasias Antwort war so leise, dass Mia sie nicht verstand, aber offenbar hatte sie die Frage bejaht. „Na, das freut mich! Und das große Schäfchen hoffentlich auch!“ Damit war wohl Angela gemeint, die jedenfalls ähnlich leise wie ihr Schützling antwortete.

Der Koch hatte unterdessen zwei Schüsseln auf die Tabletts gestellt und erklärte: „Für dich habe ich heute Früchte durch den Quark gedreht, das lässt sich gut löffeln. Und a bissl’ Sahne hab’ ich auch reingetan, sollst ja nicht noch magerer werden. Und für die Große gibt’s das gleiche, aber nicht püriert.“ Er stellte Angela noch ein großes Glas Tee hin, und für Anastasia ein Nuckelfläschchen, in dem sich offenbar auch Tee befand. „Ist noch a bissl’ heiß, also Obacht, aber du gibst ihr das eh erst nach dem Essen, oder?“ Das galt Angela, die das nickend bestätigte. „Na, dann kimmt mal gut in den Tag.“ Damit wandte er sich Mia und Mariah zu.

„Ah, da isses ja, Mariahs Madel! Schauste fesch aus, biste denn gut angekommen?“ „Ja… danke,“ gab Mia unsicher zurück. „Na, da biste ja fast so schüchtern wie das Schäfchen“, kommentierte der Fremde ihre Antwort. „Sollst du denn etwa auch a Breichen bekimmen?“ Nun mischte sich Mariah ein: „Danke, damit kann Mia nichts anfangen. Magst du uns einfach ein paar Brötchen mit Belag geben? Und für mich einen Kaffee und für Mia einen Kakao?“ Sie sah bei den letzten Worten zu ihrem Schützling herüber, die ihr dankbar zunickte. „Ist schon recht,“ gab der Koch zurück, während er die Brötchen hervorholte.

„Du heißt also Mia, ja? Ich bin der Günther. Was magst denn drauf haben?“ „Marmelade vielleicht?“ fragte Mia. „Klar, und Nusscreme packe ich dir auch dazu. Für Mariah Käse und Wurst, die kenn ich ja schon. Und heute ist dein erster Schultag hier, was?“ Mia nickte. „Wie lang bleibste denn bei uns?“ Sie musste schlucken. „Zwei Jahre, wie es aussieht,“ gab sie zurück. „Oha, da musste ja ordentlich was ausgefressen haben, oder?“

Bevor Mia antworten oder Mariah eingreifen konnte, mischte sich die Frau ein, die mit ihm zusammen in der Küche stand. „Nun reicht es aber, Günther, merkste nicht, dass sie ihre Ruh’ haben will?“ Sie sprach in demselben Akzent wie er, einem späten Nachklang des Bayrischen. „Ist ja recht, war ja nit bös’ gemeint,“ gab er zurück. „Dann frühstückt erstmal, wir haben ja noch Zeit, uns zu unterhalten.“ Heilfroh verabschiedete sich Mia und folgte Mariah von der Essensausgabe zum Speisezimmer ihrer Gruppe.

Hier hatte das Frühstück bereits begonnen. Im Licht der Morgensonne, das durch die Glasfront zur Linken hereinfiel, saß Claudia in ihrem grasgrünen Hochstuhl. Anstelle ihres Blazers trug sie nun offenbar ein Oberteil in demselben kräftigen Farbton. Neben ihr, am Kopfende des Tischs, hatte Denise auf einem gewöhnlichen Stuhl Platz genommen, den sie offenbar von der hinteren Sitzgruppe hierher geholt hatte. Beide ließen sich ihre Brötchen schmecken.

Neben Claudia wurde Inis gerade von Jana in ihrem Hochstuhl festgeschnallt. Auch sie hatte das Oberteil ihrer Schuluniform offenbar gegen ein schlichtes und langärmeliges Kleidungsstück in dem Himmelblau vertauscht, das als ihre Leitfarbe diente. Den anderen beiden Mädchen gegenüber saß Anastasia mit dem Rücken in Richtung der Neuankömmlinge. Angela stellte gerade Anastasias Schüssel auf die kleine Tischfläche des Hochstuhls. Ihr eigenes Geschirr stand auf der Platte des großen Esstischs, und sie hatte sich so aufgestellt, dass sie bequem essen und sich gleichzeitig um ihre Kleine kümmern konnte.

„So, ich ziehe dir auch mal den Blazer aus, damit der nicht schmutzig wird“, sagte Mariah zu ihr, als sie zum Tisch gegangen und dort ihre Tabletts abgestellt hatten. Sie half Mia aus dem Jäckchen, brachte es zu einen Haken neben der Tür, wo schon die anderen beiden Oberteile hingen, und holte dann aus dem Küchenschrank ein lavendelfarbenes Bündel. Als sie es entfaltete, erkannte Mia, dass es sich um ein ähnliches, sonderbar geformtes Hemd handelte, wie Jana und Claudia es trugen. Es schien aus einem dicken Frottee zu bestehen, wie ein Handtuch oder vielleicht ein Waschlappen, und war lediglich mit der kleinen Biene ihrer Gruppe verziert. Es war das erste Kleidungsstück seit ihrer Ankunft, das Mia richtiggehend hässlich fand.

Mariah hielt es ihr nun vor die Schultern und sah sie auffordernd an. Um was auch immer es sich bei dieser Scheußlichkeit handelte, offenbar wurde es von vorne angezogen und dann vermutlich mit den Bändchen, die daran herabbaumelten, hinter dem Rücken geschlossen. „Muss das sein?“ fragte Mia vorsichtig. Mariah lächelte. „Du trägst doch eine weiße Bluse, und die möchtest du doch nicht einferkeln, oder?“ Zumindest für den Moment senkte sie aber dieses seltsame Lätzchen mit Ärmeln wieder. „Aber ich schmier mich doch gar nicht ein“, gab Mia zurück. Nach kurzem Nachdenken fügte sie etwas leiser hinzu „Kannst du mir nicht einfach noch einmal ein Lätzchen wie gestern ummachen. Ich pass’ auch ganz doll auf, dass meine Ärmel sauber bleiben, versprochen!“

Mariah lächelte sie mitleidig an. „Ich weiß doch, dass du dich beherrschen kannst. Aber genau das sollst du jetzt ja gar nicht… die Idee ist, dass du dich fallenlässt, und das heißt auch, dass du dich vollschmieren darfst.“ Sie schien kurz zu überlegen. „Aber weißt du was? Ich finde das Ding auch nicht gerade hübsch. Also, was hältst du davon: Wir ziehen es dir heute Morgen einmal an, und bis morgen früh suchen wir uns ein anderes Teil aus, das hübscher ist. Und du darfst auch mitreden, welche Farbe es haben soll und so. Nur seinen Zweck muss es erfüllen, da kommen wir nicht dran vorbei.“

Mia nickte, wenn auch nicht sonderlich begeistert. Sie fand das Oberteil immer noch grässlich, aber einmal würde sie es schon tragen können. Außerdem hatte Mariah ihr gegenüber bisher immer Wort gehalten. Also hob sie die Arme und ließ sich den schweren Stoff überstreifen. An den Ärmelenden waren Gummizüge eingearbeitet, hier saß es recht eng und deckte die weiße Bluse vollständig ab. Nachdem Mariah ihr hinter dem Rücken Schleifen in die Bänder gebunden, folgte sie ihr zum Hochstuhl und sah ihr dann dabei zu, wie sie die Tischplatte abnahm.

Mia nahm auf dem Sitzpolster Platz und war fast dankbar, als Mariah den Schrittriemen zwischen ihren Beinen hochzog und das kleine Tischchen wieder an seinen Platz brachte. Immerhin verdeckte es nun einen Teil dieses doofen Hemdes. Während ihre Erzieherin ihr den Frühstücksteller und den Trinklernbecher mit Kakao hinstellte, sah sie verstohlen nach links zu Anastasia. Mit einer gewissen Genugtuung stellte sie fest, dass auch diese ein Ärmellätzchen angelegt bekommen hatte, erwartungsgemäß in orange.

„So, dann iss mal schön, und schmoll nicht, ja?“ Mariah lächelte sie an und streichelte ihr über die Wange, und Mia konnte das Lächeln erwidern. „Guten Appetit!“ Sie wollte tatsächlich nicht schmollen, immerhin hatte Mariah ihr ja versprochen, dass sie morgen ein anderes Lätzchen bekäme. Also griff sie nach dem Brötchen, nur um feststellen zu müssen, dass sie es ohne Messer schlecht schmieren konnte. Etwas hilflos sah sie ihrer Erzieherin nach, die zur anderen Sitzgruppe gegangen war, um sich von dort den zweiten Stuhl zu holen. Als sie zurück kam, fiel ihr Blick erst auf Mias Gesicht, dann auf ihren Teller, und dann entfuhr ihr ein unterdücktes Lachen. „Sorry, ich mach’ das!“, versicherte sie und beeilte sich, ihrem Mädchen die Brötchen zu schmieren.

Kurze Zeit später nahm Mariah an die rechte Stirnseite des Tisches Platz, und sie und Mia konnten endlich ihr Frühstück beginnen. Mia sah dabei wieder verstohlen zu Inis hinüber. Die Art, wie sie sich von Jana mit klein geschnittenem Obst füttern ließ, hatte etwas Faszinierendes. Es war nichts Kindliches daran, die Bewegungen wirkten grazil und wie eine Übung in Disziplin. Dazu trug auch die gerade Haltung bei, in der Inis in ihrem Sitz fixiert saß, ebenso wie der konzentrierte, aber nicht angespannte Ausdruck auf ihrem Gesicht unterhalb der verbundenen Augen.

Wenn Mia gelegentlich nach links schaute, konnte der Gegensatz kaum größer sein. Anastasia war nicht gefesselt und hatte die Arme direkt vor ihrer Brust auf ihr kleines Tischchen gelegt. Gleichmäßig und wie unterbewusst sperrte sie jedes Mal ihren zierlichen Mund auf, wenn Angela ihr den Löffel mit Früchtequark hinhielt, schloss die Lippen und wartete, bis ihre Erzieherin den abgelutschten Löffel wieder herauszog. Ein zufriedener Ausdruck lag auf ihren Zügen, und alles in allem wirkte sie ebenso naiv wie unschuldig.

Claudia dagegen hatte ganz normal gegessen, Wurst, Käse und sogar Rührei hatte sie sich auch ohne Hilfe auf ihre Brötchenhälften legen können. Weder sie noch sonst jemand im Raum dachte übrigens darüber nach, dass diese Produkte letztlich aus einer Genfabrik kamen, weil das für sie alle selbstverständlich war. Fleisch, dass direkt in einer Nährlösung wuchs, war im Jahr 2150 nicht nur billiger und hochwertiger als sein natürliches Vorbild. In einer Welt, in der viele bereits die Haltung von Haustieren aus moralischen Gründen ablehnten, war die Haltung oder gar Schlachtung von Nutztieren ein geradezu absurder Gedanke.

Claudia hatte als erste aufgegessen und musste sich dann, etwas missmutig, noch gedulden, bis auch ihre Aufpasserin ihr Frühstück beendet hatte. Anschließend wurde sie aus ihrem Hochstuhl befreit, und aus dem Raum geführt. Dabei vergaß Denise nicht, den Blazer mitzunehmen, nahm Claudia aber noch nicht ihr hässliches Lätzchen ab. Kurze Zeit später waren auch Mia und Mariah soweit. Die anderen beiden Pärchen hatten zwar vor ihnen angefangen, waren aber noch nicht ganz fertig, auch weil Jana und Angela gleichzeitig ihre Mädchen füttern und selbst etwas essen mussten. So verließ Mia vor ihnen an Mariahs Hand den Raum und wurde zurück in das Zimmer ihrer Gruppe geführt, wo sie sich neben Claudia an ihrem Waschbecken die Zähne putzen durfte.

Nachdem Mia sich den Mund ausgespült hatte, sah sie zu ihrer Zimmergenossin herüber. „Wo bleiben eigentlich die anderen beiden?“ wunderte sie sich. „Inis und Anastasia? Die kommen später, die werden doch noch gestillt!“ gab Claudia zurück, nahm einen Schluck Wasser und begann zu gurgeln. Mia starrte sie ungläubig an. Was bitte hatte Claudia mit dem Wort ‚gestillt‘ gemeint? Vor ihrem inneren Auge erschien Inis mit jenem andächtig-versunkenem Ausdruck, der vorhin auf ihren Zügen gelegen hatte, wie sie an einer großen Brust saugte.

Claudia spuckte das Wasser aus. „So, ich bin fertig, komm, wir gehen rüber!“ Mia folgte ihr, konnte sich jedoch nicht von dem Bild losreißen, das in ihrem Kopf entstanden war. Sie sah Jana mit ihrer strahlend weißen, jetzt weit aufgeknöpften Bluse vor sich, den Blick auf ihre Oberweite halb von Inis’ Kopf und Rücken verdeckt, die eng an ihre Erzieherin geschmiegt in deren Arm lag. So skurril die Vorstellung war, es lag etwas sehr Inniges über ihr, unschuldig und intim zugleich, das Mia faszinierte.

Auch als sie wieder in den Gruppenraum traten, konnte sie den Gedanken noch nicht ganz abschütteln. Ihre beiden Aufpasserinnen unterhielten sich vor Claudias Bett und schienen auf sie gewartet zu haben, aber Mariah hatte offenbar die Zeit genutzt, um sich umzuziehen. Statt des weit geschnittenen Pyjamas von heute Morgen trug sie nun wieder die eng anliegende Jeans und das körperbetonte Tanktop vom Vortag. Mias Blick wanderte unwillkürlich auf das Oberteil, und gegen ihren eigenen Willen stellte sie sich den Anblick der Brüste vor, die sich deutlich unter dem Stoff abzeichneten.

Fast wäre sie zusammengezuckt, als ihre Erzieherin auf sie zukam und sie ansprach. „Na, schön geputzt?“ fragte sie grinsend und fuhr fort, ohne eine Antwort abzuwarten: „Dreh dich mal um, dann nehm’ ich dir das Lätzchen ab. Und wenn du magst, suchen wir dir gleich ein neues aus.“ Sie unterstrich die Worte, indem sie den Finger nach unten richtete und eine kreisende Bewegung damit vollführte. Mia wandte sich gehorsam um und spürte, wie Mariah ihr die Bänder hinter dem Rücken löste. Ihr Blick fiel dabei auf eine Kleiderstange auf Rollen, die jetzt vor dem Fenster stand und an der eine große Zahl Kleidungsstücke hing. Mariah war ganz dicht hinter Mia getreten, und diese nahm erneut den zarten, aber sonderbar angenehmen Duft der Frau wahr, die ihr nun das Oberteil von den Schultern und Armen streifte.

„Komm!“ Mariah forderte sie mit einem ganz leichten Klapps auf ihren gepolsterten Hintern auf, ihr zum Kleiderständer zu folgen. Mia trat an das etwa zwei Meter lange Gestell auf Rollen heran und beäugte die Auswahl. Hier hingen einige Dutzend Stücke ordentlich auf Bügeln. Sie waren aus unterschiedlichen Materialien gefertigt und kamen in verschiedenen Schnitten, Farben und Mustern daher, aber es schien sich durchgängig um Ärmellätzchen zu handeln. Dass sie eines davon tragen würde, stand also nicht zur Diskussion, aber das hatte Mariah ja schon im Speisezimmer klargestellt. Immerhin durfte sie sich eines aussuchen, dass vielleicht weniger schlimm wäre.

Als erstes schob sie einige einfarbige Exemplare beiseite, die aus demselben Stoff wie jenes gemacht waren, aus dem sie gerade erst befreit worden war. Mariah hatte unterdessen auf Mias Bett Platz genommen und sah ihr von da aus zu. Als nächstes kam eine große Anzahl bunterer Lätzchen mit aufgedruckten Motiven und farblich abgesetzten Ärmeln. Auch bei ihnen bestand die äußere Lage aus Frottee, aber es handelte sich um eine viel dünnere und leichtere Qualität. Das Material erinnerte Mia an ihren Schlafanzug von letzter Nacht. Es war aber mit einer weichen und griffigen Kunststofffolie hinterfüttert, wie Mia feststellte, als sie das erste mitsamt seinem Bügel von der Stange nahm. Sie hielt es hoch und besah es sich von allen Seiten. Es konnte im Nacken mit einem Klettverschluss gesichert werden und bestand aus einem zartrosafarbenen Vorderteil mit roten Ärmeln, die in dünnen Gummizügen endeten. Auf dem eigentlichen Lätzchen war es mit Schafen im Bilderbuchstil bestreut, die schlafend, grasend oder springend dargestellt waren.

„An Anastasia würde das vielleicht wirklich niedlich wirken“, ging es ihr durch den Kopf. Wie sie darauf kam, wusste sie selbst nicht recht; aber immerhin hatte der Koch vorhin Anastasia als sein Schäfchen bezeichnet, vielleicht war die Assoziation so zustande gekommen. Mia guckte vorsichtig zur Mariah, die sie beobachtet hatte. Als ihr Blick auf das Lätzchen fiel, huschte kurz ein warmes Lächeln über ihr Gesicht, aber sie kommentierte es nicht. Stattdessen machte sie nach einem Moment eine auffordernde Geste mit beiden Händen in Richtung der Kleiderstange. Mia verstand und drehte sich wieder um, um sich auch den Rest der seltsamen Kollektion anzusehen. Unterdessen war Claudia zu ihnen gestoßen und schaute Mia aus einigem Abstand zu. Sie trug nun wieder ihren Blazer über der weißen Bluse.

Mia arbeitete sich weiter durch die Auswahl. Die übergroßen Kinderlätzchen waren in praktisch allen erdenklichen Farben verfügbar und mit Motiven verziert, die alle naiv, niedlich oder zumindest sehr verspielt wirkten. „Oh Gott, das ist großartig, das musst du nehmen!“ platzte es aus Claudia hervor, als Mia gerade ein weißes Stück mit grünen Comicfröschen und ebensolche Ärmeln hochhielt. Mia sah sie überrascht an, als Mariah das Wort ergriff. „Das ist lieb, Claudia, aber ich befürchte, Mia sucht etwas anderes, das nicht so kindlich wirkt. Und“, sie drehte sich zu Mia um, „sie soll sich ja eines aussuchen, das ihr auch gefällt.“

Claudia schien gerade noch etwas sagen zu wollen, als sich Denise einmischte. „Sag mal, musst du nicht los?“ Sie sah ihr Mädchen an und zeigte dabei auf ihre Armbanduhr. „Oh Mist, hab’ die Zeit ganz vergessen“, entfuhr es dieser. „Tschüss Mia, hab einen schönen ersten Schultag! Tschüss Mariah!“ „Kommst du gar nicht mit in die Schule?“ fragte Mia verwundert. „Nee“, gab diese mit einem amüsierten Lächeln zurück, „mit der Schule bin ich durch. Erklär’ ich dir später!“ Mia sah ihr verwundert nach, wie sie zur Tür ging, die von Denise bereits aufgeschlossen worden war. Dort verabschiedete sie sich mit einer kurzen Umarmung von ihrer Erzieherin und eilte dann aus dem Zimmer.

Mia dagegen wandte sich wieder der Kleiderstange zu. Irgendwann, während sie die restlichen Kleidungsstücke durchsah, wurden Inis und Anastasia von ihren Erzieherinnen zurückgebracht und sofort in das Badezimmer geleitet. Jana und Angela begannen dann ein Gespräch mit Denise, sodass Mia weiterhin in Ruhe aussuchen konnte. Hinter den bunt bedruckten Lätzchen kamen andere, die nicht so wirkten, als seien sie für Kinder gemacht. Ein Exemplar aus weißem, festem Baumwollstoff erinnerte sie an eine Kochjacke. Sogar die typischen, runden Knöpfe in Doppelreihe waren durch Stickereien angedeutet. Mia drehte sich mit zweifelndem Blick zu Mariah um. Die schüttelte nach kurzer Musterung leicht den Kopf. „Es sei denn, natürlich, du möchtest gerne Günther beeindrucken“, fügte sie grinsend hinzu. „Nee!“ Mia musste lachen. Günther war einer der Letzten, dem sie hier gefallen wollte.

Das nächste Stück war auch nicht viel besser. Es bestand aus kräftigem Segeltuch und konnte mit zahlreichen Schnallen gerafft und geschlossen werden. Es erinnerte Mia aber unangenehm an die Fesseln, in denen sie am Vortag hergebracht worden war, und so hängte sie es schnell wieder zurück. Den Abschluss bildeten dann mehrere Varianten aus dicker Latexfolie, von denen Mia den leisen Verdacht hegte, dass sie aufreizend wirken sollten. Es waren verschiedene Farben verfügbar, von Weiß über Schwarz bis hin zu durchsichtig Rosa und Klar. Mia konnte sich keines davon an sich selbst vorstellen, aber das Weiße ließ sie irgendwie an Inis denken. So sauber, wie es war, strahlte es etwas von der Selbstbeherrschung und Präzision aus, mit der sie sich von Jana hatte füttern lassen.

Als Mia am Ende des Wäscheständers angekommen war, sah sie sich zu Mariah um. „Und, hast du dich für eins entschieden?“ wollte diese mit sanfter Stimme wissen. Mia nickte stumm. Sie hatte tatsächlich eine Entscheidung getroffen, auch wenn sie den Gedanken dahinter noch nicht ganz erfasst hatte. Sie ging zurück zur Mitte der Stange und suchte kurz bei den dünnen Frotteeteilen, bis sie eines mit leuchtend purpurfarbenen Ärmeln wiedergefunden hatte. Sie zog es hervor, das Lätzchen selbst war weiß, aber mit abstrakt stilisierten Schmetterlingen in Farbtönen bedruckt, die alle zwischen Rot und Blau lagen. Sie hielt es vorsichtig vor ihre Brust und sah ihre Erzieherin erwartungsvoll an.

Deren Augen hatten sich vor Überraschung geweitet, und ihr entfuhr ein kurzer, verzückter Laut, als sie von der Matratze spang. Dann jedoch sah sie Mia freundlich, aber ernst an, und begann ihr im ruhigen Ton zu erklären: „Kleines, das ist unglaublich hübsch, und ich mag es total gern. Aber ich glaube, du hast das falsch verstanden. Du sollst nichts aussuchen, was ich süß finde, sondern etwas, das dir gefällt.“

„Das weiß ich ja“, begann Mia zögerlich. Sie versuchte, ihren Gedanken in Worte zu fassen. „Aber du musst auch verstehen, dass es mir nicht egal ist, wie du es findest. Ich selbst möchte am liebsten gar kein Lätzchen tragen; ich brauche keins und ich schäme mich damit. Aber das war mit den anderen Kindersachen auch so, die du mir bisher angezogen hast. Nur habe ich da irgendwie gespürt, dass du sie schön findest und dich freust, wenn ich sie trage, und dann konnte ich das ertragen. Aber bei dem Teil vorhin war das anders, und genau das war doof daran. Es hat sich dann albern und peinlich angefühlt.“ Mia hatte die Hand mit dem Lätzchen bei ihren Worten gesenkt, sodass es nun auf den Boden hing, und sah Mariah fragend an.

Die war unterdessen zu ihr gekommen und hatte ihr aufmerksam zugehört. Nun schien sie kurz zu überlegen, bevor sie antwortete: „Weißt du, natürlich wäre ich am glücklichsten damit, wenn du dich über die Sachen freuen könntest, die ich dir anziehen muss. Ich möchte gerne glauben, dass du dich darin klein und geborgen und beschützt fühlst. Ich weiß zwar, dass du nicht wirklich so empfindest, zumindest jetzt noch nicht, und das akzeptiere ich ja auch. Aber auf mich hat es eben genau diese Wirkung, wenn du Kinderkleidung trägst. Jedenfalls darfst du mir glauben, dass ich dich damit nicht demütigen will.“

Sie zeigte auf das Lätzchen. „Fällt es dir wirklich leichter, sowas zu tragen, wenn du weißt, dass ich das toll finde?“ Mia nickte wortlos. „Ich mag es nämlich wirklich richtig gern,“ gestand sie, während sie Mia den Bügel aus der Hand nahm. Sie hob ihn vor Mias Oberkörper und besah sich das Kleidungsstück darauf gründlich, offenbar stellte sie es sich an Mia vor. Sie lächelte nur ganz leicht, aber Mia konnte ihr die Begeisterung trotzdem deutlich ansehen. „Dann behalten wir’s?“ fragte sie ihre Erzieherin. „Gern“, gab diese zurück und nahm das Lätzchen vom Bügel. Sie klang sehr glücklich dabei. „Ich trage es schnell ins Haussystem ein, dann wird es mit der Biene und deinem Namen bestickt, und dann kannst du es heute Mittag schon tragen.“ Sie ging zu Mias Wickeltisch, legte es darauf ab und gab einige kurze Befehle über ein Terminal ein, das zur Kommode gehörte.

Mia sah ihr dabei zu und wunderte sich ein wenig darüber, dass sie selbst mit dem erreichten Kompromiss ganz zufrieden war. Wenigstens fand sie dieses Lätzchen aber erheblich hübscher als die anderen. Das Muster wirkte spielerisch und auch mädchenhaft, aber es sah nicht so aus, als sei es für Babys gemacht; da war das grüne, das Claudia gefallen hatte, schon wesentlich schlimmer, und auch das mit den Schäfchen… Plötzlich hatte Mia einen Einfall.

„Mariah?“ wandte sie sich an ihre Erzieherin, „bekommen die anderen in der Gruppe eigentlich auch neue… du weißt schon?“ Sie hatte das Wort nicht aussprechen wollen, aber sie zeigte auf die Kleiderstange. „Die mussten ja auch die hässlichen Dinger tragen.“ Mariah sah sie überrascht an. „Eigentlich nicht“, gab sie amüsiert zurück, „aber wenn du magst, darfst du ihnen welche aussuchen.“ „Geht das denn?“ wollte Mia wissen. „Ich meine, darf ich hier überhaupt auf mein Geld zugreifen oder so?“ „Nein, das darfst du nicht.“ Ihre Aufpasserin war unterdessen wieder zu ihr an die Kleiderstange zurückgekehrt. „Dein Bürgergeld wird mit dem Aufenthalt hier verrechnet, bis auf einen kleinen Sparbetrag, aber an dein Erspartes darfst du hier natürlich auch nicht rangehen. Technisch gesehen würden die anderen die Lätzchen also vom Institut bekommen, aber wir würden trotzdem sagen, dass sie von dir sind. So“, fügte sie noch hinzu, „funktioniert das hier.“

„Hast du denn welche ausgesucht, die du ihnen schenken möchtest?“ wollte Mariah wissen. „Vielleicht“, meinte Mia etwas unsicher, „aber ich weiß natürlich gar nicht, ob sie ihnen gefallen.“ Mariah grinste sie an. „Dann such sie schnell heraus! Ich lege sie beiseite, und dann frage ich nachher heimlich die anderen Erzieherinnen, was die davon halten. Wenn die sie gut finden, verschenken wir sie, ansonsten halt nicht. Dann musst du keine Angst haben, dass du dich vor den anderen Mädchen blamierst.“

Sie hatte recht schnell gesprochen und sich dabei zur Badezimmertür umgesehen. Mia begriff und suchte rasch die drei Teile heraus, die ihr aufgefallen waren. Sie gab sie Mariah, die sie in einer Klappe der Wickelkommode gerade noch rechtzeitig versteckte, bevor Inis und Anastasia aus dem Badezimmer zurückkehrten.

Auch sie wurden nun aus ihren Lätzchen befreit und Inis bekam von Jana wieder die Jacke ihrer Schuluniform angelegt. Anschließend mussten die Mädchen sich hintereinander aufstellen und wurden von ihren drei Erzieherinnen für den Weg zur ‚Schule‘ an die Hand genommen. Jana ging mit Inis voran und schloss die Tür des Gruppenzimmers auf.
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Jochen1979
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:06.02.20 16:50 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat


@Jochen1979: Es würde mich sehr freuen, wenn du dich noch einmal durch die Geschichte lesen magst. Manchmal fällt einem dabei ja sogar auch Neues auf.


Ich habe mich inzwischen von vorne nochmals durchgelesen, und wie du schreibst so manches gefunden auf das ich schon gespannt bin wie du das in weiteren Teile einbaust bezüglich der Häufigkeit kann ich nur sagen, Qualität vor Quantität. Las dir Zeit um das gut weiterzuentwickeln.

Aber insgeheim gilt: Bitte nicht wieder so lange zappeln lassen
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pauli2004 Volljährigkeit geprüft
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:06.02.20 18:09 IP: gespeichert Moderator melden


Klasse,
du schreibst ja genau so schön und einfühlsam weiter, ich freue mich schon auf die nächsten Teile.

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Leggingfan
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:09.02.20 01:36 IP: gespeichert Moderator melden


Mir gefällt die Geschichte richtig gut und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Jedoch vermisse ich, was mit dem Aufenthalt bezweckt werden soll. Zwar habe ich eine Ahnung (sollen vermutlich zu sehr devote Frauen werden), aber bin mir nicht sicher. Entweder ich habe es überlesen oder es ist wirklich nicht enthalten. Vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit, darauf ausführlich einzugehen.
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HeMaDo
Stamm-Gast

Nordhessen


Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:09.02.20 12:23 IP: gespeichert Moderator melden



Zitat

@HeMaDo: Ich bin tatsächlich ziemlich stolz darauf, dass du zu meinen Lesern gehörst. Erstens hast du nämlich einmal verraten, dass du Geschichten aus diesem Bereich normalerweise nicht liest, und zweitens gehörst du zu den wenigen Lieblingsautoren, die ich hier im Board habe. Natürlich finde ich es – wie viele andere auch – schade, dass du im Moment nicht so viel Freude am Schreiben hast. Aber wenn man ehrlich ist, dann müsste ich jetzt schon mehrere Jahre am Stück durchschreiben, um auch nur in die Nähe deiner Textproduktion zu kommen. Vielleicht ist es ganz normal, dass man dieses Niveau nicht permanent durchhalten kann?

Du hast etwas mit dieser Geschichte geschafft, was nicht viele bei mir schaffen. Das liegt aber nicht an der Art der Geschichte, sondern daran, wie du die Charaktere langsam aufbaust und an deinem Stil, der mir sehr gut gefällt und den ich gerne lese. So tief werde ich vermutlich nie ins Innere meiner Charaktere vordringen.

Mein großes Problem damit, wieder zum Schreiben zu kommen ist, daß ich es ohne den Druck, jede Woche einen neuen Teil abliefern zu wollen einfach nicht schaffe, dran zu bleiben, mich diesem aber nicht wieder aussetzen möchte.
Ohne diesen selbst auferlegten Druck, ist es mir einfach nicht möglich, dieses Schreibtempo zu halten.
Aber ich denke nicht, daß meine Textmengen wirklich besonders groß waren, wenn ich mir andere Autoren hier so betrachte, die wesentlich mehr Text veröffentlichen.





Zitat

Zwar habe ich eine Ahnung (sollen vermutlich zu sehr devote Frauen werden), aber bin mir nicht sicher.

Ich habe, gerade nach dem letzten Teil, auch eine vage Vermutung, warum Mia dort ist, was aber nur wenig damit zu tun hat, sie devot "zu machen". Aber lassen wir uns einfach überraschen.



Der Teil ist wieder einfach schön geschrieben. Nicht zu schnell sondern angenehm langsam und einfühlsam. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und ob meine Vermutung zum Ziel der Erziehung in diesem Institut zutrifft oder nicht und freue mich schon auf den nächsten Teil.

HeMaDo



Meine Geschichten:
Neue Horizonte
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:09.02.20 14:26 IP: gespeichert Moderator melden


@Jochen1979
Ich freue mich total darüber, dass du dir die Mühe gemacht hast, noch einmal anzufangen! Wenn du Lust hast, kannst du ja gerne Bescheid sagen, wenn dir etwas Bestimmtes auffällt. Das gilt übrigens auch, wenn ich irgendwo Fehler mache, z.B. mir selbst widerspreche. Das merkt man ja meist selbst nicht, und dann ist es schön, wenn einen jemand darauf hinweist. Übrigens bin ich schon wieder dabei, zu schreiben, auch wenn ich im Alltag immer nur hier und da ein paar Stunden dazu komme.

@pauli2004
Danke für das Lob! Es gibt tatsächlich einen Grund, warum ich mich so sehr für die Empfindungen der Charaktere interessiere. Die äußere Handlung der Geschichte ist ja bisher fast generisch und enthält all die Komponenten, die man auch in den anderen Geschichten über Institutionen hier findet. Was mich daran immer beschäftigt hat, ist der totalitäre Zug dieser Einrichtungen: Die Anstalten (Gefängnisse, Schulen, Kliniken etc.) erfassen in diesen Erzählungen rücksichtslos das gesamte Leben der Insassen, diktieren ihren Tätigkeit, ihren Tagesablauf, ihre Kleidung. Vom Individuum bleibt dabei nichts übrig, nicht einmal der Namen und die Kontrolle über die Körperfunktionen.

Wenn ich so etwas lese, habe ich oft das Gefühl, die Figuren der Geschichte müssten schon nach kurzer Zeit an den Umständen zerbrechen. Meist wird diese Seite aber nicht ausgeleuchtet, die Protagonisten gehen ohne erkennbare Folgen durch eine traumatisierende Erfahrung nach der anderen. Genau hier möchte ich das Thema variieren: Ich möchte die Innenseite, das Erleben der Situation durch meine Figuren erkunden. Vor allem möchte ich dabei die Möglichkeit einer Institution ausloten, deren totalitäre Zügen die Menschen, die ihr unterworfen sind, zwar nachhaltig beeinflussen, aber nicht brechen.

@Leggingfan
Ich freue mich natürlich sehr, dass dir die Geschichte gefällt. Übrigens hast du völlig Recht damit, dass der Zweck des Instituts bisher nirgends ausdrücklich genannt wird. Das hat mich etwas überrascht, weil ich über diesen Zweck vor dem Schreiben gründlich nachgedacht habe und ihn auch relativ genau benennen könnte.

Ich habe mich dann gefragt, warum er nirgends ausgesprochen wird, und ich glaube, das liegt an der Erzählperspektive. Die folgt ja sehr eng Mia und ihren Gedanken und Empfindungen, und Mia ist im Moment schon froh, wenn sie ihre unmittelbare Gegenwart bewältigen kann. Sie kommt noch gar nicht dazu, über den Sinn ihrer Strafe oder die Frage, was aus ihr wird, nachzudenken. Wahrscheinlich weicht sie diesen Gedanken sogar aktiv aus. Das letzte Mal hat sie sich auf der Fahrt zum Institut mit diesen Dingen beschäftigt, hatte da aber nicht den Mut, gründlich darüber nachzudenken.

Immerhin dürfte deutlich geworden sein, dass sie eine vage Hoffnung mit ihrem Aufenthalt verbindet. Wie genau diese aussieht und wie sie zu Mias Vorstellung von dem ‚Zweck des Instituts‘ passt, bleibt erst einmal offen. Aber wenigstens in dieser Hinsicht hat eine gewisse Entwicklung stattgefunden: Am Anfang dachte Mia, es ginge darum, sie zu demütigen, zu entmenschlichen und zu brechen. Diese Angst hat sie mittlerweile abgelegt, und ich hoffe, das kann man in der Geschichte auch nachvollziehen. Bisher hatte sie aber kaum Zeit, ein neues Verständnis des Instituts und ihrer Rolle darin zu entwickeln. Dafür muss sie erst einmal ganz angekommen sein, und dann wird sie schon die Gelegenheit zur Reflexion finden.

In dieser Weise möchte ich das Thema auch gerne weiter erkunden, also durch Mias Augen. Sie soll nach und nach eine Vorstellung davon entwickeln, was ihr ganz persönlicher Aufenthalt hier bewirken soll, und auch verstehen, zu welchem Zweck ihre drei Zimmergenossinnen und die vier Erzieherinnen hier sind – insbesondere natürlich Mariah. Das sind natürlich alles sehr individuelle Perspektiven, und die werden sich von dem offiziellen Ziel der Einrichtung (wie es vermutlich in einer Art von pädagogischem Konzept irgendwo festgehalten ist) deutlich unterscheiden bzw. nur Teilaspekte davon beleuchten.

Jedenfalls hat mich dein Kommentar zum Nachdenken angeregt, und dafür möchte ich mich herzlich bedanken!

@HeMaDo
Genau der Gedanke, dass du die Geschichte um ihrer selbst willen lesen kannst, ohne die spezielle Vorliebe in diesem Zusammenhang zu teilen, freut mich natürlich ganz besonders. Es ist zwar auch eine Fetischgeschichte, und ich würde lügen, wenn ich behaupten wollte, dass ich das Thema ohne Grund gewählt hätte. Aber sie soll eben mehr als das sein, und ich habe den Eindruck, dass du mit demselben Anspruch schreibst. Jedenfalls habe ich Neue Horizonte als eine vollwertige Erzählung gelesen, die BDSM-Motive in einer Weise aufgreift, der man zwar die Freude daran (und ein persönliches Verständnis dafür) anmerkt, die aber nie Selbstzweck ist.

Übrigens habe ich das Gefühl (ich kann mich da irren!), der Hauptunterschied zwischen unseren beiden Ansätzen ist, dass Neue Horizonte in einer dystopischen Welt spielt, während ich eine Utopie schreibe. Dystopien sind irgendwie dynamischer und geben mehr Raum für spannende Handlungsstränge, weil sie die Figuren mehr herausfordern, während Utopien ja tendenziell statisch sind und schon deshalb zur ‚Innenschau‘ neigen. Jedenfalls mag ich die Art, wie du erzählst, ausgesprochen gern.

Was den Zweck des Instituts betrifft, da werde ich inhaltlich einfach gar nichts vorwegnehmen! Jedenfalls habe ich (s.o.) mir jetzt ein paar Gedanken darüber gemacht, wie ich das Thema angehen möchte, und das ist immer nützlich.
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:09.02.20 22:10 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat

Genau der Gedanke, dass du die Geschichte um ihrer selbst willen lesen kannst, ohne die spezielle Vorliebe in diesem Zusammenhang zu teilen, freut mich natürlich ganz besonders


Eine Geschichte ohne Handlung finde ich einfach nicht schön. Wenn es nur um das "eine" geht, höre ich sehr schnell auf, zu lesen. (das "eine" kann auch einfach das Thema sein, weshalb eine Geschichte (hier in diesem Forum) in der entsprechenden Kategorie steht. Davon gibt es hier so einige.)

Das ist auch der Grund, warum ich absolut keine P*rn*s anschaue. Da geht es nur um das Eine, ohne eine nennenswerte Storie.



Zitat

Übrigens habe ich das Gefühl (ich kann mich da irren!), der Hauptunterschied zwischen unseren beiden Ansätzen ist, dass Neue Horizonte in einer dystopischen Welt spielt, während ich eine Utopie schreibe

Oha...
Hältst du die Welt von NH wirklich für eine Dystropie?? So schlimm wollte ich die Welt eigentlich gar nicht erscheinen lassen. Eine Utopie sollte sie auch nie werden, sondern zwischen den beiden Extremen liegen, mit einer Tendenz zur Utopie.


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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:09.02.20 22:36 IP: gespeichert Moderator melden


@HeMaDo Naja, wie ich schon geschrieben habe, es war nur mein subjektiver Eindruck, noch dazu aus der Erinnerung heraus. Außerdem finde ich, dass Dystopie und Utopie ohnehin oft recht nahe aneinander liegen und nur die Wertung des Autors oder des Lesers den Unterschied macht.

Vielleicht sollte ich das einfach zum Anlass nehmen, um Neue Horizonte noch einmal zu lesen.
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:01.06.20 16:46 IP: gespeichert Moderator melden


m Schneckentempo kommt man auch voran Hier kommt also der neueste Teil von Mias Abenteuern im Institut für Tiefenerziehung. Wie ihr seht, habe ich mich einmal mehr an einer klassischen Szene des Genres versucht. Ich bin gespannt, wie euch meine Version davon gefällt!

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(Weiterhin) Kapitel 2: Der erste Schultag (Teil 3)

Denise verabschiedete sich auf dem Flur von ihnen und bog nach rechts ab, während die anderen links herum und dann ein Stück weit geradeaus gingen, bis sie vor einer ziemlich massiv wirkenden Tür mit einem kleinen Fenster in der Höhe des Gesichts hielten. Jana öffnete sie und führte die kleine Gruppe in eine Schleuse hinein bis vor eine zweite, identische Tür. Hier wartete sie kurz, bis Angela, die mit Anastasia das Schlusslicht bildete, den Eingang hinter sich zugezogen hatte. Erst dann schloss sie auf und trat ins Freie. Mia blinzelte in der Morgensonne, die zwischen den Wipfeln der Bäume stand, welche hier im Park einzeln und in kleinen Gruppen wuchsen. Ein Kiesweg schlängelte sich zwischen sanft ansteigenden Hügeln hindurch, dem die Mädchen und ihre Erzieherinnen nun folgten.

Jana war bisher vorangegangen und hatte Inis an der Hand geführt, aber nun gab sie diese frei und drehte sich zu Mia und Mariah um. „Du nimmst jetzt deine Zimmergefährtin bei der Hand“, wies sie Inis an, „und gehst mit ihr nach vorne, du kennst den Weg ja.“ Inis kam zu Mia und hielt ihr die Hand hin, wobei sie sie gutgelaunt und auffordernd ansah. Mia ergriff die Hand zwar, wagte aber nicht, auf der anderen Seite Mariah loszulassen. Stattdessen schaute sie sich nach ihrer Erzieherin um. „Schon gut, Kleines“, meinte diese und schickte sie mit einem leichten Klaps los. „Ihr beiden bleibt aber schön in Sichtweite“, ermahnte sie noch ohne Schärfe in der Stimme.

Ob das wirklich ihr oder eher Inis gegolten hatte, wusste Mia nicht. Sie wäre jedenfalls auch so nicht auf die Idee gekommen, wegzulaufen. Stattdessen konzentrierte sie sich auf ihren gleichmäßigen Schritt und den sanften Händedruck ihrer neuen Weggefährtin. Sie hatte seit dem vergangenen Abend mehr Körperkontakt gehabt, als in den gesamten letzten Monaten seit ihrer Verhaftung zusammen. Eigentlich war ihr Leben schon lange recht arm daran gewesen, wenn man von zwei flüchtigen, rein sexuellen Beziehungen absah. An Mariahs Berührungen hatte sie sich immerhin schon soweit gewöhnt, dass sie diese als beruhigend empfand. Bei Inis war das anders, von ihr angefasst zu werden, machte Mia fast schon nervös, wenn auch nicht auf eine unangenehme Weise. Irgendetwas Geheimnisvolles lag über diesem Mädchen, in ihrer ruhigen und beherrschten Art, sich zu bewegen, und in ihrem Lächeln.

„… das ist gar nicht schlimm, wir haben die Zeit einfach genutzt, um Mia ein neues Lätzchen auszusuchen“, hörte Mia gerade Mariah hinter sich erzählen. Sie hatte die Frage dazu gar nicht mitbekommen, aber offenbar unterhielt sich ihre Erzieherin mit Jana. Sie lief rot an und wollte sich gerade zu Mariah umdrehen, um zu protestieren. Was diese erzählt hatte, stimmte zwar, aber deswegen musste man es ja noch lange nicht laut aussprechen! Aber bevor Mia etwas sagen konnte, spürte sie, wie Inis ihre Hand kurz drückte, und drehte sich zu ihr um. „Keine Sorge, das geht uns allen so.“ Inis zwinkerte Mia amüsiert zu und sprach mit halblauter Stimme: „Aus irgendeinem Grund müssen Erzieherinnen immer genau das verraten, was einem gerade peinlich ist.“ „Da gewöhnst du dich noch dran“, fügte sie nach kurzer Pause hinzu.

Wie um ihr Recht zu geben, hatte unterdessen Jana zu berichten begonnen. „Das ist auch gut, wir wollen euch ja nicht warten lassen. Bei Claudia ist das ja kein Problem, die geht halt, wenn sie fertig ist. Aber Mia muss ja mit den anderen zur Schule. Und solange sie nicht auch das Fläschchen bekommt, wird sie vor Anastasia und Inis fertig sein.“ Die zuletzt Genannte hatte bei diesen Worten Mia angesehen und genervt die Augen verdreht. „Und seitdem ich Inis zum Trinken ins Stillzimmer bringe, brauche ich für sie fast so lange wie Angela für unser Nesthäkchen.“

Als Inis in gespielter Verzweiflung das Gesicht verzog, war es an Mia, ihr verständnisvoll zuzulächeln. Immerhin schämte sie sich nun nicht mehr für das, was Mariah erzählt hatte. Daneben war ihr aber noch etwas anderes aufgefallen. Jana hatte die Nuckelfläschchen erwähnt, und Claudia dürfte genau diese vorhin gemeint haben, als sie von ihren beiden Zimmergenossinnen gesagt hatte, diese würden noch gestillt. Mia kam sich jetzt etwas albern dafür vor, dass sie sich Inis an Janas Brust vorgestellt hatte.

Sie traten zwischen zwei Baumgruppen hervor und standen vor einem flachen und strahlend weißen Bungalow, nicht unähnlich dem, aus dem sie gekommen waren. So groß, wie er war, musste auch er einen oder mehrere Innenhöfe umschließen. Der Kiesweg endete genau in der Mitte des Gebäudes vor einem Portal mit vorgeschobenem Giebel und dorischen Marmorsäulen. Die Türen hier bestanden aus dickem Glas und glitten fast lautlos von selbst auf, als Jana vortrat und ihre Schlüsselkarte vor ein Lesegerät hielt. Auch hier führe ihr Weg in eine Schleuse, und erst, als alle im Vorraum standen und der Eingang sich hinter ihnen geschlossen hatten, öffnete sich die Tür vor ihnen.

Sie gab den Weg frei in einen Halle, die sich weit nach links und rechts erstreckte, aber etwa zehn Meter vor ihnen in einen Innenhof überging. Nur eine Säulenreihe trennte die beiden Bereiche und stütze das Dach, unter dem sie standen. Dahinter führten zwei flache Stufen hinab auf die Freifläche, die ein wenig unter dem Niveau des Marmorbodens der Halle lag. Hier waren sie nun nicht mehr allein, im Innen- wie im Außenbereich gingen und standen vereinzelt andere kleine Menschengruppen. Mia wurde sich schlagartig wieder der Tatsache bewusst, dass sie eine Windel trug. Sie hoffte inständig, dass deren Formen unter den weiten Falten ihres Rockes verborgen blieben. Wenigstens wirkte ihre Schuluniform einigermaßen erwachsen, und dafür war sie recht dankbar.

Inis hatte ihre Hand losgelassen und sah sie mit ganz leichtem Lächeln an. „Hab einen guten Start hier in der Schule!“, wünschte sie ihr, „wir sehen uns heute Mittag wieder.“ „Wo willst du denn hin?“, wollte Mia wissen. „Ganz einfach, in meine Klasse“, bekam sie zur Antwort, „und du solltest in deine gehen.“ Noch immer stand sie vor Mia und wirkte fast, als wartete sie auf etwas. Jana ermahnte schließlich Inis, sich zu beeilen, und nachdem sich beide rasch von den anderen verabschiedet hatten, verließen sie gemeinsam die Gruppe und folgten dem Verlauf der Halle nach links. Mia schaute ihnen unschlüssig nach. Irgendwie hatte sie das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Lange darüber nachdenken konnte sie jedoch nicht. Stattdessen nahm nun wieder Mariah sie bei der Hand und fragte sie, ob sie bereit sei. Mia nickte kurz, dann gingen sie zusammen mit Anastasia und Angela zwischen den Säulen hindurch auf den Hof. Mia stellte dabei erleichtert fest, dass viele der anderen Besucher ähnlich wie sie selbst gekleidet waren. Es waren anscheinend auch Insassen des Instituts, allesamt junge Frauen, und die wenigen anderen Personen in ihrer Begleitung waren demnach wahrscheinlich Erzieherinnen. Der Hof war rechteckig und durch sauber bepflanzte Beete und Rabatten gegliedert, doch befand sich in der Mitte ein Springbrunnen, umgeben von einer gepflasterten Fläche, von der aus kreuzförmig Wege zu den vier Gebäudeflügeln führten. Die Säulenhalle umgab das Areal auf allen Seiten. Der weiße Marmor und die schlichte, klassische Architektur gaben dem Ort etwas Feierliches.

Sie folgten dem Weg in Richtung des Flügels zu ihrer Rechten und traten dort wieder unter das Dach, um schließlich durch eine offenstehende Tür in eine Art Klassenzimmer zu gelangen. Links von ihnen fiel durch große Fenster das Tageslicht herein, während die rechte Wand fast vollständig von deckenhohen Regalen eingenommen wurde, in denen sich altertümliche Bücher aneinandereihten. Ein modernes Smartboard mit Hologrammfunktion dominierte die Stirnseite, vor der mittig ein Lehrerpult aus dunkler Eiche stand. Diesem zugewandt waren drei niedrigere Schülerpulte aus hellerem Holz im Halbrund angeordnet, zu denen auch Stühle gehörten. Etwas deplaziert wirkte ein Möbelstück in der Nähe des Lehrerpults, das einem Springbock ähnelte, wie man ihn aus dem Sportunterricht kannte. Es war allerdings weniger hoch, oben vielleicht etwas flacher und dabei mit einer weißen, kräftigen Folie bespannt.

Die Eingangstür, durch die sie den Raum betreten hatten, lag links, fast direkt an der Fensterfront. Deshalb fiel Mias Blick erst jetzt, als sie sich nach rechts wandte, auf einen durch Laufstallgitter abgegrenzten Bereich in der geschützten, hinteren Ecke des Raumes. An eines der Gitter gelehnt saß eine Person, die den Kopf nach ihnen umgedreht hatte und Mia anlächelte. „Hi, ich bin Jonas!“, rief er ihr zu, während er grüßend die Hand hob. Er klang fröhlich, vielleicht auch etwas aufgeregt. „Hallo Jonas“, begrüßte ihn als erstens Mariah, „schön, dich wiederzusehen. Wie du siehst, habe ich heute Mia dabei“, sagte sie und ging, ihr Mädchen an der Hand, in Richtung des Laufstalls.

Mia schaffte es, verlegen zurück zu winken, bekam aber keinen Ton heraus. Wie in Zeitlupe lief sie neben ihrer Erzieherin her und spürte, wie ihr die Schamesröte ins Gesicht stieg, während ihre Begleiterinnen Jonas begrüßten. Sie hatte damit gerechnet, nicht allein mit Anastasia in der Klasse zu sein, aber einen Jungen hatte sie nicht erwartet. Seitdem die Menschen angefangen hatten, sich mehr und mehr durch künstliche Befruchtung zu vermehren, war der Anteil der männlichen Bevölkerung kontinuierlich zurückgegangen. Mädchen galten als unkomplizierter und lernfähiger, und viele sprachen ihnen eine größere Befähigung zu, in einer hochzivilisierten Gesellschaft zu funktionieren. Mitte des 22. Jahrhunderts waren Männer in den älteren Generationen noch immer kein ungewöhnlicher Anblick, aber Mia hatte selten einen gleichaltrigen Jungen kennengelernt. Unter anderen Umständen wäre sie furchtbar neugierig auf Jonas gewesen. Aber warum, um alles in der Welt, musste sie ihm ausgerechnet hier begegnen?!

Erst als Mariah mit ihr direkt vor dem eingehegten Bereich stehen blieb und in die Knie ging, um ihr die Sandalen auszuziehen, kehrten ihre Sinne in die Gegenwart zurück. Jonas sah sie dabei gut gelaunt und mit kaum verhohlener Neugierde an. Er schien kaum älter als sie selbst zu sein und hatte ein bartloses und ebenmäßiges Gesicht, das Mia ausgesprochen hübsch fand. Besonders fielen ihr die großen, brauen Augen sowie das dichte, dunkel glänzende Haar auf, das ihm offen bis auf die Schultern herabfiel. Er nahm seine Augen auch nicht von ihr, als Mariah sich wieder aufrichtete und Mia aufforderte, in den Laufstall zu steigen. Sie achtete deshalb peinlich genau darauf, sich so zu bewegen, dass ihr Rock nicht den direkten Blick auf ihren Schritt freigab, während sie zugleich mit Anastasia über das Gitter kletterte. Wenigstens war es nicht höher als das im Gruppenraum, sodass es sich problemlos überwinden ließ. Es war allerdings aus Metall statt aus Holz gefertigt und fest im Boden verankert.

Der Bereich im Innern war auch hier mit einer weichen Matte mit griffiger Kunststoffoberfläche ausgelegt, und darauf lagen etwas unordentlich ziemlich viele Bücher, Notizblöcke, Tabletts und Schreibutensilien herum, ebenso wie vier große Sitzkissen, von denen Jonas eines belegte. Während Mia sich auf eines der anderen setzte, hörte sie hinter sich Mariah, die vor dem Gitter stehengeblieben war: „Soll ich dich losmachen? Wir bleiben ja hier, bis euer Lehrer kommt.“ „Ja, gerne“, antwortete Jonas, der offenbar gemeint gewesen war. Während nun Mariah um das Ställchen herum zu ihm hinging, hatte Mia die Gelegenheit, sich ihn etwas genauer anzusehen.

Er trug einen dunkelblauen Matrosenanzug mit langen Ärmeln, aber kurzen Hosen, die noch über dem Knie endeten. Seine Unterschenkel steckten in hohen, weißen, mit blauen Streifen abgesetzten Strickstrümpfen. Die Brusttaschen seines Anzugs waren weiß hervorgehoben, offenbar, damit der Namenszug lesbar war, der ebenfalls in Marineblau gehalten war. Darunter war eine Giraffe im Comicstil aufgestickt, die den Hals nach oben bis über das „S“ in „JONAS“ streckte. Weiß waren auch die Streifen, die sein breites Revers entlang bis über die Schultern liefen. Nicht recht ins Bild passten allerdings die breiten, schwarzen Bänder aus kräftigem Nylongewebe, die sich über Jonas’ Schulter und um seine Brust spannten. Er musste sich leicht vorbeugen, als sich Mariah an genau diesem Geschirr zu schaffen machte. Kurz darauf war ein deutliches Klicken zu vernehmen, und dann streifte sie ihm die Gurte von den Armen, die er dazu folgsam in die Höhe reckte. „Oh ja, viel besser!“, bedankte er sich artig.

„Wow, also, willkommen in unserer Klasse“, wandte er sich nun wieder Mia zu. Er strahlte dabei über seine glatten und leicht geröteten Wangen, und die offen gezeigte Fröhlichkeit gab ihm etwas Kindliches. Gewiss trug auch seine Kleidung zu diesem Eindruck bei, und vielleicht auch die Tatsache, dass er ein wenig dicklich war, auch wenn er sicherlich noch nicht als übergewichtig gelten musste. Nur wirkten seine Züge und Körperformen irgendwie weich. „Danke“, gab Mia zurück, „sind das denn nur wir drei?“ „Genau“, begann Jonas zu erklären, „und bis gestern waren wir noch zu zweit! Aber das Institut ist ja nicht so groß, und da fällt es natürlich schon schwer, überhaupt Klassen zu bilden.“ „Wie funktioniert das überhaupt?“, wollte Mia nun wissen, „studiert ihr dann auch Soziologie? Und fangt ihr auch gerade erst an, oder wie?“

Da Mia keinen Berufsabschluss hatte vorweisen können, war sie verpflichtet gewesen, sich entweder einzuschreiben oder eine Ausbildung zu beginnen. Das hatte die Institutsordnung so vorgesehen. Es war ihr aber in all der Aufregung der letzten Wochen als ein unbedeutender Nebenaspekt erschienen, und so hatte sie sich relativ spontan für ein Fach entschieden, das wenigstens keine besonderen mathematischen Kenntnisse oder Fremdsprachen erfordert hatte. Ein wenig hatte sie sich für das Thema sogar in der Schule interessiert. Viele Gedanken über ihr Studium hatte sie sich allerdings nicht gemacht.

„Nee, gar nicht“, beantwortete Jonas ihre Frage. „Anastasia studiert Philosophie, und ich werde Historiker.“ Mia sah ihn verständnislos an, sie konnte sich nicht vorstellen, wie das gehen sollte. „Das funktioniert über Projektarbeit“, brachte sich nun Anastasia ein. Sie hatte sich rittlings auf ein Kissen gesetzt. Ihre Windel zeichnete sich zwischen ihren leicht gespreizten Beinen unübersehbar durch den Stoff ihres Strampelanzugs ab, aber das schien ihr nicht das Geringste auszumachen. Mit leiser, aber fester Stimme fuhr sie fort: „Die Fächer liegen eng genug beieinander, um in einer kleinen Gruppe an einem gemeinsamen Thema zu arbeiten. Das erfordert natürlich eine gründliche Planung bei unseren Professoren, weil die überlegen müssen, was jeder von uns genau beitragen kann und wie das zum Studienplan passt. Aber bisher wurden Jonas und ich sehr gut unterstützt, und das Institut hat eine Vertrauensprofessorin an der Universität, die das organisiert.“

„Kommen unsere Professoren denn hierher?“, wollte Mia von ihr wissen. „Nein, normalerweise nicht. Formal gesehen sind wir alle als Fernstudierende an der Uni München eingeschrieben, aber da fahren wir nur zu seltenen Gelegenheiten hin, beispielsweise zu Prüfungen oder wenn wir unbedingt eine Sprechstunde besuchen müssen. Und hier werden wir von einem Lehrer beaufsichtigt, der sich mit unseren Profs. abspricht und sich in den Geisteswissenschaften im Allgemeinen ganz gut auskennt.“ Das klang alles recht kompliziert, dachte Mia. „Hoffentlich klappt es auch, wenn ich jetzt neu dazukommen soll.“ „Gerade du musst dir da gar keine Sorgen machen“, beruhigte Anastasia sie, „die Vertrauensprofessorin ist Soziologin und betreut dich im ersten Semester selbst.“

„Und in der Praxis läuft das ohnehin alles ganz einfach“, freute sich Jonas. „Anastasia schreibt hier ihre Doktorarbeit, und wir beide hängen uns da mit dran.“ „Wie weit bist du denn?“, fragte Mia. „Weit genug, dass Jonas manchmal glaubt, er könne sich einen lauen Lenz machen“, kam die Antwort unerwartet von der Eingangstür. Ein hochgewachsener Mann, vielleicht Anfang 40, in einem altmodischen Tweedanzug hatte den Raum betreten. „Das muss dann wohl unser Lehrer sein“, schoss es Mia durch den Kopf, während sie wie gebannt auf den Neuankömmling starrte, der mit zügigen Schritten auf das kleine Grüppchen im Laufstall zueilte. Seine Sohlen klackten dabei deutlich auf den Marmorfliesen des Bodens.

Am Gitter angekommen ging er in die Hocke, um sich die braunen Lederschuhe auszuziehen und diese dann akkurat nebeneinander an den Rand zu stellen. Die beiden Erzieherinnen, die während des Gesprächs der drei Schüler außerhalb des Ställchens gewartet hatten, nutzen die Gelegenheit, um sich von ihren Schützlingen zu verabschieden. Als Mariah Mias flehenden Blick bemerkte, hockte sie sich noch einmal hin und versprach ihr mit leiser Stimme, schon in zwei Stunden zur Pause wiederzukommen. Dann aber richtete sie sich auf und verließ mit Angela zusammen den Raum.

„Du bist also endlich zu uns gestoßen“, sprach ihr Lehrer sie an, während er ein Bein nach dem anderen über die Absperrung schwang. Er setzte sich auf das letzte freie Kissen und sah sie interessiert durch zwei ovale Brillengläser an. „Mein Name ist Arthur, willkommen in meiner Klasse“, stellte er sich vor. Den Namen hatte er englisch ausgesprochen, aber ein Akzent war in seiner Stimme nicht zu hören. Mia stellte sich schüchtern mit ihrem Namen vor und fügte noch „ich bin das Mädchen von Mariah“, hinzu.

„Das habe ich mir schon gedacht“, erwiderte Arthur. „Ich habe heute Morgen auch noch einmal mit deiner Professorin für das erste Semester gesprochen. Wir können dich problemlos in unser kleines Seminarprojekt hier einbinden, und ansonsten hat sie mir einen ziemlich langen Lektürekatalog mitgegeben.“ Er klang entschlossen und tatendurstig. Mia konnte sich unter dem, was er erzählte, allerdings kaum etwas vorstellen. Doch falls Arthur ihre Unsicherheit bemerkte, ging er nicht darauf ein.

Stattdessen wandte er sich nun an alle drei seiner Schüler. „Jedenfalls wünsche ich euch allen einen guten Morgen und hoffe, dass wir vier gut miteinander klarkommen werden. Jonas und Anastasia, ich denke, wir sollten uns heute die ersten beiden Stunden Zeit dafür nehmen, Mia zu erklären, woran ihr arbeitet. Dann bekommt sie auch eine Vorstellung davon, wie ihre eigene Aufgabe aussehen kann, und für euch ist es bestimmt auch gut, einmal zu reflektieren, was ihr hier macht.“ Jonas gefiel der Plan offenbar, er sah so aus, als wolle er sofort zu erzählen beginnen. Arthur hob jedoch noch kurz die Hand und ergänzte: „Anastasia, vielleicht fängst du an.“

„Gerne,“ begann diese. „Die Frage, der wir hier nachgehen, kommt eigentlich aus der Gegenwart. Du weißt bestimmt, dass seit etwa 50 Jahren sich immer mehr Menschen dagegen entscheiden, Kinder zu bekommen. Das große Bevölkerungswachstum ist ja schon viel früher, noch vor der Mitte des 21. Jahrhunderts zu Ende gegangen. Aber das hatte damit zu tun, dass Verhütung und Familienplanung allgemein verfügbar wurden. Was wir in den letzten Jahrzehnten erleben, ist dagegen etwas Neuartiges und es beruht letztlich auf der Überzeugung, dass es zu viele Menschen auf der Welt gebe und es moralisch besser sei, sich nicht mehr zu vermehren.“ Anastasia saß nun völlig entspannt und wirkte viel sicherer als sonst, offenbar war sie in ihrem Element. Sie hatte die Stimme ein wenig gehoben und die Begeisterung für das Thema war ihr deutlich anzuhören.

„Das hängt aber auch damit zusammen, dass die Lebenserwartung so sehr angestiegen ist“, mischte sich Jonas ein. „Ja“, stimmte Anastasia ihm zu, „wir können noch gar nicht absehen, wie alt die heute lebenden Menschen einmal werden… sie sind quasi schon unsterblich. Geburten werden unter diesen Umständen nicht mehr durch Sterbeziffern ausgeglichen und auch deshalb sehen manche Menschen in ihnen ein Problem. Egal aus welchem Grund, mittlerweile verzichtet der größte Teil der Bevölkerung ganz bewusst auf eigenen Nachwuchs. Aber das Bedürfnis, für ein Kind zu sorgen, verschwindet deshalb natürlich nicht einfach so. Und das hat in den letzten Jahrzehnten zu einer ganzen Reihe von interessanten Veränderungen geführt.“

„Und das ist mein Thema!“, platzte ihr wieder Jonas dazwischen. „Die Menschen suchen sich zum Ausgleich irgendeine gemeinnützige Tätigkeit, vor allem, wenn sie sich dabei um andere kümmern dürfen. Vielfach gibt es gar nicht so viel Bedarf an Fürsorge, wie es Freiwillige gibt!“ Er klang fast triumphierend, offenbar mochte er den Gedanken.

„Die Entwicklung überformt aber auch alle anderen menschlichen Beziehungen, etwa Ehen und Arbeitsverhältnisse, und sie hat auch ihre Schattenseiten“, übernahm wieder Anastasia. „Für jemanden sorgen, jemanden erziehen und Macht über jemanden ausüben gehen in der Praxis ja oft ineinander über. Und von einem bestimmten Standpunkt aus kann man sogar behaupten, dass alle drei Dinge in Wahrheit dasselbe sind.“

„Wir beschäftigen uns hier also mit dem Spannungsfeld aus Fürsorge, Machtausübung und Elternrolle“, fasste Arthur zusammen. Er hatte unterdessen sein Jackett abgelegt, trug aber immer noch eine Weste über dem Hemd. „Das Interesse daran kommt aus unserer Gegenwart, aber wie immer in den Geisteswissenschaften lässt es uns auch vergangene Zeiten in einem neuen Licht betrachten. Das macht Anastasia, und zwar unter philosophischem Blickwinkel für das alte Rom. Jonas versucht in seiner Arbeit, herauszufinden, wie sich die genannten Entwicklungen in den letzten 30 Jahren praktisch auf konkrete Institutionen ausgewirkt haben, genauer gesagt auf den Bereich des Strafvollzugs. Und du kannst dich zumindest im ersten Semester erst einmal in die soziologischen Schriften zu dem Thema einarbeiten. Dann können wir in einigen Monaten darüber nachdenken, in welche Richtung du weitermachen möchtest.“

„Ich hoffe, ich kann das“, meinte Mia zweifelnd. Das klang alles furchtbar kompliziert. „Das lernst du“, gab Arthur zurück. „Du liest einfach zunächst das, was ich dir gebe. Dann schreibst du auf, was du verstehst, und dann besprechen wir das zusammen und suchen neue Literatur aus. So arbeitest du dich nach und nach ein, und in vielen Dingen können dir auch deine Mitschüler weiterhelfen, die kennen sich mit dem Thema schon ganz gut aus.“

Arthur ließ nun Jonas das Thema seiner Arbeit genauer vorstellen, weil es, wie er meinte, für Mia leichter zugänglich sei als Anastasias Spezialgebiet. Ihr Mitschüler ließ sich nicht lange bitten und plauderte fröhlich drauflos. Zuvor war er unruhig auf seinem Sitzkissen hin- und hergerutscht, offenbar hatte er es kaum erwarten können, endlich zu erzählen. Einiges von dem, was er nun vortrug, erinnerte Mia allerdings schmerzhaft an ihre Erlebnisse der letzten Wochen. Offenbar hatte das Bedürfnis, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen, für die Heerscharen von Sozialarbeitern, Psychologen und Vertrauenspersonen im Strafvollzug gesorgt, denen sie seit ihrer Verhaftung begegnet war. Jonas wollte aber auch viele Erleichterungen und Abmilderungen für die Strafgefangenen auf diese Entwicklung zurückführen. Nur dunkel konnte Mia erahnen, was ihr wohl geblüht hätte, wenn sie einige Jahrzehnte früher geboren worden wäre.

Am wichtigsten schien Jonas ein Gedanke zu sein, den er „wohlwollende Deutung“ nannte. Er kam mehrfach darauf zurück, dennoch gewann Mia nur eine recht vage Vorstellung davon, was damit eigentlich gemeint war. Gelegentlich musste außerdem Arthur Jonas daran erinnern, dass er vieles von dem, was er hier behauptete, noch nicht recht beweisen konnte. Das konnte aber offenbar kaum Jonas’ Erzähldrang hemmen, und so brachte ihn erst ein sanfter Klingelton zum Verstummen. Arthur zog eine Taschenuhr aus seiner Westentasche und sah darauf. Beiläufig fiel Mia dabei seine drahtige Armmuskulatur auf. Sein ganzer Körper wirkte durchtrainiert und stand damit im eigenartigen Kontrast zu seinem altmodischen Kleidungsstil und dem distinguierten Verhalten.

„Wie schnell doch zwei Stunden umgehen“, sagte er mit leichter Verwunderung in der Stimme. „Das soll aber fürs Erste genügen, um Mia einen Einblick zu geben. Jetzt machen wir erst einmal Pause, und danach steht eine Lesephase an.“ Mit diesen Worten erhob er sich, und die anderen folgten seinem Beispiel. Als auch Mia sich regte, bemerkte sie einen gewissen Druck, der sich in ihrer Blase aufgebaut hatte. Noch war er gering, aber er würde unaufhaltsam wachsen, das war ihr klar. Und sie wusste natürlich ganz genau, dass sie niemals bis zum Abend durchhalten könnte. Dennoch stand sie auf, ohne sich etwas anmerken zu lassen, und strich rasch ihren Rock glatt.

Jonas war bereits an ihr vorbeigegangen und über die kleine Absperrung geklettert. „Komm, wir haben doch lange genug gesessen“, forderte er sie lächelnd auf, ihm zu folgen. Mia versuchte, zurückzulächeln, und stieg ebenfalls über das Gitter. „Dürfen wir denn in der Pause den Raum verlassen?“ „Klar“, meinte Jonas, der sich bereits hingehockt hatte, um sich seine Sandalen anzuziehen, die ihren eigenen nicht unähnlich waren. „Deine Erzieherin wartet bestimmt schon auf dich. Willst du mitkommen?“ Auch Mia schlüpfte wieder in ihr Schuhwerk. „Gerne… aber lass uns noch kurz auf Anastasia warten.“

Die verließ nun ebenfalls den Laufstall, und kurz darauf traten sie zu dritt aus dem Klassenraum in die offene Vorhalle. Sie waren nicht alleine, mehr als ein Dutzend Menschen hielten sich in dem Säulengang und in dem Innenhof auf, die meisten saßen auf den Stufen. „Hey, hier sind wir!“ Mia drehte den Kopf nach links und sah Mariah wenige Meter von sich entfernt stehen. Sie hatte sich offenbar umgezogen, denn sie trug nun ein frisches Top und eine erdfarbene Cargohose. Neben ihr stand eine zweite Frau, und Mia fiel erst auf den zweiten Blick auf, dass es nicht Angela war, weil auch die Fremde rote Haare hatte. Der Farbton war jedoch etwas weniger leuchtend als bei Angela, das Gesicht etwas rundlicher, die Haut eine Kleinigkeit dunkler und ohne Sommersprossen. Sie trug einen olivfarbenen Hoseneinteiler ohne Ärmel, und darunter, wie man an den Armen sehen konnte, ein rosafarben geblümtes Oberteils aus eng anliegendem Stoff. Es stach gegenüber dem praktischen und etwas derb wirkenden Overall deutlich hervor.

Beide Frauen trugen an breiten Riemen große Taschen über den Schultern, die ein wenig an überdimensionierte Laptoptaschen erinnerten. Mariahs war lavendelfarben, die der Fremden blau. Mit wenigen Schritten waren die beiden bei den Schülerinnen. „Mia, das ist Sonja, die Erzieherin von Jonas“, stellte Mariah die Neue vor. Diese winkte Mia zu und sagte: „Ich sehe, ihr habt euch schon bekannt gemacht, schön!“ Dann nahm sie Jonas in den Arm. „Angela hat heute ihren freien Vormittag“, erklärte Mariah kurz in Richtung von Anastasia und Mia, „also kümmere ich mich um euch beide.“

Jonas schien Sonja etwas ins Ohr zu flüstern, woraufhin diese sich zu den anderen umdrehte. „Bleibt ihr hier in der Nähe? Wir sind sofort wieder da!“ „Klar“, gab Mariah ihrer Kollegin zurück, die sich daraufhin ohne weitere Erklärung mit ihrem Schützling an der Hand entfernte. Mariah dagegen führte ihre beiden Mädchen zu den Treppenstufen, wo sich alle drei setzten. „War es denn schön heute? Hast du dich gut eingefunden?“ „Naja, es war schon interessant, und alle waren nett zu mir“, gab Mia zurück. „Aber bisher habe ich kaum etwas verstanden, und das ist schon alles ganz schön neu.“ Ihr fiel dabei selbst auf, dass sie ähnliche Dinge schon öfter seit ihrer Ankunft gesagt hatte. Diesmal ging es aber wenigstens um etwas ziemlich Normales, den Anfang ihres Studiums.

„Ich bin mir sicher, da wirst du nach und nach reinfinden“, beruhigte Mariah sie. „Hauptsache, du warst artig und hast schön aufgepasst!“ „Das hat sie“, sprang nun Anastasia ungewöhnlich forsch ihrer Mitschülerin bei. „Übrigens ist es ganz normal, wenn du noch nicht wirklich etwas verstehst.“ Das galt offenbar Mia selbst. „Man muss sich halt in jedes Thema einarbeiten, aber das kommt nach und nach.“ Mariah hatte überrascht zu Anastasia gesehen, offenbar hatte auch sie nicht damit gerechnet, dass diese sich einmischen würde. „Das weiß ich doch, ich wollte Mia nur ein bisschen necken. Natürlich hat sie gut aufgepasst, davon bin ich ausgegangen!“

Mia fand das nicht so selbstverständlich, eigentlich wunderte sie sich über sich selbst. Sie hatte sich in der Klasse tatsächlich recht gut benommen, aber sie war auch die ganze Zeit unter Aufsicht gewesen. Außerdem war ihr das Thema irgendwie bedeutend vorgekommen, vielleicht weil sie selbst davon betroffen war. „Ich habe uns jedenfalls einen kleinen Snack mitgebracht“, leitete nun Mariah zu etwas anderem über. Sie öffnete ein Außenfach ihrer großen Tasche und förderte eine Plastikdose, eine Isolierflasche aus Metall, einen normalen Becher und einen Trinklernbecher hervor. Zuletzt folgte eine gepolsterte Rolle, die, nachdem Mariah einen Reißverschluss geöffnet und den Deckel aufgeklappt hatte, ein Babyfläschchen mit einer weißen, undurchsichtigen Flüssigkeit freigab. Sehr zu Mias Erleichterung reichte ihre Erzieherin diese Flasche an Anastasia weiter.

„Mia, magst du dir und mir Tee einschenken?“, fragte sie, während sie den Deckel der Dose öffnete und das kleingeschnittene Obst darin freigab. Sofort stieg Mia der süße Duft davon in die Nase. „Gerne“, antwortete sie und hantierte an der Thermosflasche herum, um dann Tee in die beiden Becher zu füllen. „Du kannst auch gerne schon zugreifen“, erlaubte ihr die Erzieherin. Anastasia hatte unterdessen ihr Fläschchen geöffnet und die kleine Plastikscheibe entfernt, die es auf dem Transportweg abgedichtet hatte. Sie war gerade dabei, es wieder zuzuschrauben, als Mariah sie noch einmal ansprach: „Wenn du magst, kannst du dich auf meinen Schoß legen.“ Sie benutzte dabei dieselbe sanfte Stimmlage, in der sie gestern Abend und heute Morgen auch immer wieder mit Mia gesprochen hatte, besonders wenn diese ängstlich oder unsicher gewesen war.

Anastasia nickte dankbar, drehte sich mit dem Rücken zu Mariah und lehnte sich zurück, bis sie halb auf den Oberschenkeln und halb auf dem Unterleib der anderen Frau ruhte; ihren Kopf legte sie dabei in Mariahs Armbeuge. Dabei ließ sie sich das Fläschchen von der Erzieherin aus der Hand nehmen und an ihren Mund führen. Sie schloss die Augen, legte die Lippen um den gelblichen Gummisauger und begann, in langsamen und gleichmäßigen Zügen zu trinken. Mia beobachtete wie hypnotisiert, wie die Wangen ihrer Mitschülerin sich in einem ruhigen Rhythmus zusammenzogen und entspannten, wie diese in regelmäßigen Abständen schluckte, wie der Flüssigkeit in der durchsichtigen Flasche langsam weniger wurde und kleine Blasen in ihr aufstiegen.

Anastasia wirkte losgelöst und glücklich, und die gesamte Szenerie war von einer Aura der Ruhe und Unschuld umgeben, die Mia fast den Atem verschlug. Und doch stieg ein Gefühl der Empörung in ihr auf, dass sie sich nicht recht erklären konnte. Sie selbst hätte sich niemals das Fläschchen geben lassen, und sie hatte bisher wachsam darauf geachtet, von Mariah ja nicht wie ein Kleinkind behandelt zu werden. Sie hatte nur wenige Ausnahmen akzeptiert, und umgekehrt hatte Mariah ihre Grenzen sorgfältig beachtet. Jetzt mit anzusehen, wie Anastasia genau die Art von Zuwendung genoss, die sie selbst zurückwies, war überraschend schmerzhaft.

„Hey, da sind wir wieder“, riss Jonas sie aus ihren Gedanken. „Oh, hi“, antwortete sie und drehte sich nach ihm und Sonja um. Dankbar für die Ablenkung, sah sie den beide dabei zu, wie sie sich setzten und Sonja einen ähnlichen Imbiss auspackte, wie Mariah ihn für sie und sich selbst mitgebracht hatte. Als alles bereitlag, begannen die beiden zu essen, und auch Mia nahm sich nun ein Stück Apfel aus der Dose, die noch immer zwischen ihr und Mariah stand. Diese hatte unterdessen die leere Nuckelflasche aus der Hand gelegt, und bedeutete nun Anastasia, die immer noch auf ihrem Schoß lag, sich aufzurichten, indem sie sie sanft mit der einen Hand am Bauch fasste und mit der anderen unter der Schulter nach oben drückte. Das Mädchen setzte sich langsam auf und wirkte noch etwas entrückt, drehte sich aber zu den anderen.

Auch Mariah aß jetzt etwas, und für den Moment entspannte sich Mia und genoss so etwas wie ein ganz normales Picknick. Dass sie ihren Pfefferminztee aus einem Kinderbecher trank, nahm sie dabei nicht einmal mehr als peinlich war. Ihr Blick fiel einmal mehr auf Jonas’ Brusttasche mit der Giraffe. Dasselbe Motiv hatte sie gestern an einer der Türen im Institut gesehen. Ob das zu bedeuten hatte, dass Jonas genauso behandelt wurde wie sie, schoss es ihr durch den Kopf. „Wohnst du… auch im Institut?“, fragte sie ihn und zeigte unsicher auf die kleine Verzierung. „Na klar“, antwortete dieser gut gelaunt, „wir sind doch insgesamt vier Gruppen! Hast du denn bisher nur die Bienchen kennengelernt?“

„Ja, aber ich bin auch erst seit gestern hier“, gab Mia zurück. „Aber vielleicht können unsere Gruppen bald mal etwas zusammen machen?“, fragte Jonas begeistert, eher an Mariah und Sonja als an Mia gerichtet. „Vielleicht am Wochenende“, überlegte Mariah. „Heute und morgen haben wir in der Bienchengruppe schon etwas vor, und ihr habt bestimmt auch schon Pläne gemacht.“ „Das ist auch richtig so, denke ich“, mischte sich nun Sonja ein. „Mia muss erst einmal die Mädchen in ihrer Gruppe richtig kennenlernen, und dann können wir immer noch etwas mit ihr zusammen machen.“ Die letzten Worte schienen Jonas gegolten zu haben, der nun ein wenig enttäuscht wirkte.

„Jetzt sollten wir aber erst einmal sehen, dass wir euch zurück ins Klassenzimmer bekommen“, meinte Mariah, während sie sich in der Vorhalle und dem Hof umsah. Tatsächlich waren die meisten anderen Schülerinnen und Erzieherinnen bereits gegangen. „Mia, trinkst du bitte eben noch aus?“, forderte sie ihr Mädchen auf. Diese hatte bisher nur schluckweise getrunken, obwohl sie durchaus durstig gewesen war. Sie hatte aber den leichten Druck auf ihrer Blase die ganze Zeit über wahrgenommen, ja, er schien während der Pause sogar noch ein wenig stärker geworden zu sein. Unschlüssig sah sie auf ihren Becher, der immer noch zu mehr als der Hälfte gefüllt war. Am liebsten hätte sie ihn stehen lassen, aber sie mochte Mariah auch nicht widersprechen, schon weil sie das Thema gewiss nicht vor den anderen diskutieren wollte. Resignierend nahm Mia den Becher auf, steckte sich die Tülle in den Mund und begann zu trinken.

Erst als der Becher fast leer war, setzte sie ihn ab und sah unauffällig zu ihrer Erzieherin hinüber. Diese hatte ihr offenbar zugeschaut, nickte nun aber zufrieden und fing an, die Reste des Picknicks einzupacken. „Sollen wir euch noch helfen?“, wollte Mia wissen. „Nein, ihr sollt machen, dass ihr zurück in die Klasse kommt!“, kam die Antwort, „wir holen euch zur Mittagszeit ab.“ Anastasia und Jonas waren bereits aufgestanden, und Letzterer hielt Mia auffordernd die Hände hin. Sie ergriff diese und ließ sich hochhelfen, dann ging sie mit ihren beiden Mitschülern zurück in das Klassenzimmer.

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Das war’s fürs heute, ich hoffe, es hat euch gefallen! Wie gesagt würde mich sehr interessieren, was ihr von meinem Versuch einer Klassenraumszene haltet.

Ach ja, ich suche übrigens einen freiwilligen Korrekturleser (oder mehrere davon), gerne auch auf Gegenseitigkeit (du liest meine Texte, ich lese dafür deine). Der Aufwand wird sich in Grenzen halten, weil ich ja nicht so viel schreibe, und dafür bekommst du nicht nur die Gelegenheit, neue Teile vor der Veröffentlichung zu lesen, sondern kannst auch mit Rückmeldungen ggf. den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Wenn du darauf Lust hast, kannst du dich gerne hier oder per PM melden, ich freue mich darauf!

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Klett-max
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  RE: Institut für Tiefenerziehung Datum:01.06.20 18:59 IP: gespeichert Moderator melden


Wieder ein schöner Teil der Geschichte.

Der Erzählstil ist zwar kindLICH, aber nicht kindISCH. Er ist eher vorsichtig und einfühlsam als forsch und hastig. Das gibt der Geschichte einen besonderen Reiz. Auch die Gefühle unserer "Heldin" Mia sind schön wiedergegeben. Sie ist (noch) hin und her gerissen zwischen ihrem kalendarischen Alter und ihrem Rollenalter. Gerade dieser innere Zwist gibt der Geschichte ihren besonderen Reiz. Auch Mias innere Spannung zwischen den eigenen Tabus und dem Neid auf das Gesehene ist toll heraus gearbeitet.

Die Situarion in der Klasse ist toll eingefangen worden. Hier kommt der ganze Kontrast an Rollenalter, Kalenderalter und Bildungsalter zum tragen. Selbst solche (scheinbar nebensächlichen) Dinge wie eine volle Blase erzeugen trotzdem eine Spannung, die sich erst aufbaut und dann irgendwann abgelassen werden muss. Das Thema des Workshops ist toll an die Gesamtsituation im Institut angepasst. Da wird Mia zuerst das wissenschaftliche Arbeiten lernen müssen, um dann (im Prinziep) über ihre Situation reflektieren zu können. Das ist auch eine geschickte Art, die "Welt" zu erklären, in der die Geschichte spielt.


Einfach nur großes Lob!

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Klett-max am 01.06.20 um 20:42 geändert
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