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Matze23
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Beiträge: 454

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User ist offline
  Die Schwesternschaft Datum:02.01.26 08:34 IP: gespeichert Moderator melden


„Die Schwesternschaft“ ist eine ruhige Geschichte; ohne Gewalt und (fast) ohne Sex. Und sie braucht etwas, bis sie richtig in Fahrt kommt. Also ein wenig Geduld und viel Spaß beim Lesen!

Grüße, Matze






Sisterhood of Holy Abstinence
Die Schwesternschaft der Heiligen Abstinenz


1.
Ich war ganz unten angekommen.

Vor ein paar Monaten hatte mich meine Firma rausgeworfen. Um Personalkosten zu sparen, hieß es. Doch was wollten sie bei meinem mickrigen Gehalt schon sparen? Hätten sie einen dieser überbezahlten Vorstände entlassen, hätten sie von dem Geld zwanzig Leute wie mich beschäftigen können. Aber eine fette Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus.

Und damit nicht genug; wenig später warf mich auch noch meine Freundin aus der gemeinsamen Wohnung. Mit einem arbeits- und mittellosen Loser wie mir wollte sie nicht länger zusammen sein. Später sah ich sie mal mit einem dieser schmierigen Typen: Sportwagen, das Gehirn gleichmäßig auf die beiden Oberarme verteilt, und eine dicke Beule im Schritt. Vermutlich verdiente der sein üppiges Geld mit irgendwelchen zwielichtigen Geschäften, aber das konnte mir jetzt auch egal sein. Was jedoch viel mehr weh tat: sie schien inzwischen wieder auf ‚echte‘ Kerle zu stehen. Dabei war sie es doch gerade, die mich darin bestärkt hatte, zu mir zu stehen, mich zu outen und mit der Hormontherapie anzufangen.

Um nicht auf der Straße zu sitzen, hatte ich ein Zimmer in einem dieser billigen Monteurhotels gemietet. Für den gebotenen Standard war das total überteuert, aber wie sollte ich, ohne Job, ohne Adresse, eine bezahlbare Wohnung finden? Noch dazu in der heutigen Zeit, wo selbst winzige Wohnklos mit Gold aufgewogen wurden? Dabei war ich in dem Hotel ständig auf der Hut, da es gerade für Menschen wie mich dort nicht ganz ungefährlich war. Frauen waren in solchen Etablissements eher selten und wurden häufig bedrängt. Und Frauen, die noch nicht mal ‚richtige‘ Frauen waren, mussten auch noch Spott und Verachtung über sich ergehen lassen. Zum Glück hatte ich mich inzwischen zu einer optisch durchaus attraktiven Frau entwickelt, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich ‚entdeckt‘ würde, relativ gering war, solange mir keiner an die Wäsche ging.

Meine finanzielle Lage war nicht gerade rosig, auch wenn ich noch Arbeitslosengeld bekam, das mir einigermaßen über die Runden half. Es deckte gerade meine Zimmermiete und ein bescheidenes Mittagessen. Aus der Zeit vor dem Rauswurf hatte ich noch genügend ordentliche Kleidung, so dass ich wenigstens nicht wie eine Obdachlose herumlaufen musste, auch wenn ich mir in diesem Umfeld ein wenig zu sexy vorkam. Ich schminkte mich sicherheitshalber nicht und band meine langen Haare meist zu einem Knoten zusammen, um nicht zu attraktiv zu wirken; doch alle meine Röcke waren recht kurz und die mir in den letzten Jahren durch die Hormone gewachsene Oberweite konnte ich nur schwer verbergen. Doch für andere Klamotten fehlte mir das Geld.

Wenigstens sponsorte mir das Amt eine Monatskarte. Fast täglich schickte mich die Jobagentur zu irgendwelchen Bewerbungsgesprächen. Aber wer brauchte eine wie mich? Gut, ich hatte sogar studiert; hatte eine Bachelor, aber in Biologie. Hand aufs Herz, wer braucht eine Biologin B.Sc.? Hätte ich einen Doktor, gäbe es zumindest eine winzige Chance auf einen Job. Aber nur mit einem Bachelor? Und dann die herablassenden Blicke und bohrenden Fragen, warum in meiner Bewerbung ‚Simone‘ stand und ich im eleganten Rock und Bluse vor ihnen saß, wo doch in meinen Zeugnissen ‚Simon‘ stand? So tourte ich durch die Firmen der Region. Für die einen Jobs war ich überqualifiziert, für den Bau mit meiner schmächtigen Statur und natürlich als Frau zu schwächlich, für Bürojobs zu unerfahren, und so weiter. Es fand sich immer eine gute Ausrede, um mich wieder wegzuschicken.

Ich hatte es so satt… Ständig holte mich meine Vergangenheit ein. Für die einen war ich kein Mann mehr und für die anderen keine richtige Frau; je nach dem, aus welcher Sichtweise man für sich die größeren Vorteile schlagen konnte. Dabei war ich so glücklich, als Sandra, meine damalige Freundin, meine seelischen Nöte erkannte, meine Schmerzen und Dysphorie richtig deutete und mich ermutigte, endlich zu mir zu stehen. Ach wenn es damals hart war, mein Umfeld mit meinem neuen Äußeren vor den Kopf zu stoßen, war es dennoch eine der glücklichsten Phasen in meinem Leben.

Sandra stand an meiner Seite und beriet mich, als ich mir eine neue, durchgehend weibliche Garderobe zulegte. Ebenso, als ich die ersten Hormone nahm, meine Brüste langsam wuchsen und meine Stimmung Achterbahn fuhr. Als ich die schmerzhaften Prozeduren der dauerhaften Haarentfernung am Körper über mich ergehen ließ. Stets war sie bei mir. Bis nach meiner Kündigung, da war auf einmal alles vorbei. War alles nur Fassade und sie stand nur auf mein bisschen Geld? Oder wurde es ihr langsam peinlich mit mir und sie suchte nur einen Vorwand? Wollte sie ihren Freundinnen gegenüber nicht wie eine Lesbe dastehen? Letztendlich spielte es keine Rolle mehr. Ich stand jetzt hier. Alleine, ohne Freunde, ohne Job, ohne Partnerin, ohne vernünftiges Geld.

Das mit dem ALG wäre in ein paar Monaten auch Geschichte, und dann könnte ich noch hartzen und auf eine heruntergekommene Sozialwohnung vom Amt oder auf einem Platz im Obdachlosenheim hoffen. Was für eine Perspektive!

Das Highlight meiner traurigen Tage war immer das Mittagessen. Ein paar Straßen weiter gab es eine Suppenküche für Bedürftige. Das Essen war einfach, aber fast immer gut, und das Personal war sehr freundlich. Es schien ein Orden oder so etwas zu sein; an der Türe hatte ich ein kleines Schild mit ‚Sisterhood of Holy Abstinence‘ gesehen. Schwesternschaft der heiligen Abstinenz? War das eine Gemeinschaft von Alkoholgegnerinnen? Oder ehemaligen Trinkerinnen? Dazu würde passen, dass ich noch nie irgendwelchen Alkohol in diesen Räumlichkeiten gesehen hatte und es den meist alkoholkranken Gästen strikt verboten war, welchen mitzubringen.

Mittlerweile kannte ich einige der Frauen vom Sehen; die meisten waren etwas jünger, vielleicht in ihren mittleren Zwanzigern bis frühen Dreißigern, also etwa in meinem Alter. Sie trugen keine einheitliche Tracht, aber einfache, etwas altbackene Blusen, selbstgestrickte Pullunder oder Jacken sowie bodenlange, schlichte Faltenröcke in dunklen Farben. Vermutlich war diese Schwesternschaft Stammkunde in einem Second-Hand-Laden.

Jeden Tag warf ich fünf Euro in die Spendenbox, schließlich wollte ich nicht schmarotzen. Und noch konnte ich es mir leisten. Es war schließlich, neben dem bescheiden Frühstück im Hotel, meine einzige Mahlzeit des Tages. Und ebenfalls jeden Tag gönnte ich mir den Luxus einer Tasse Filterkaffee für 50 Cent als Nachtisch. Dazu blätterte ich in der Tageszeitung, die dort auslag, überflog die Nachrichten und studierte ausgiebig die Stellenanzeigen. Und erneut wurde keine Biologin gesucht…

* * *

Ich war so in mein Studium der Anzeigen vertieft, dass ich gar nicht bemerkt hatte, dass sich jemand an meinen Tisch gesetzt hatte.
„Hallo, ich bin Schwester Petra.“
Ich blickte auf. Mir gegenüber saß eine dieser jungen Schwestern, die ich vom Sehen her kannte.
„Und wer bist du?“ fragte sie mit einem freundlichen Lächeln.
„Ich… ich bin Simone.“
„Hallo Simone. Das ist ein schöner Name.“
„Äh… hallo, ja, finde ich auch.“ Ich war etwas verwirrt. Noch nie hatte ich gesehen, dass sich eine der Schwestern zu jemandem setzte. Sie waren immer freundlich und höflich, hielten aber stets eine professionelle Distanz.
„Du… ich darf doch ‚du‘ sagen?… du kommst jetzt schon seit Wochen hierher zum Essen.“
„Ja… ich habe nicht viel Geld. Und hier ist das Essen gut, es ist warm und ihr seid immer nett zu den Gästen.“

Sie lächelte mich an. „Das freut mich zu hören.“ Ihr Blick wurde wieder etwas ernster. „Du siehst nicht wie eine Obdachlose aus. Was ist dir passiert?“
Sie war der erste Mensch, der sich bislang überhaupt nach meinen Lebensumständen erkundigt hatte. Sollte ich ihr mein Herz ausschütten? Oder lieber etwas knapper bleiben? Ich entschied mich für letzteres.

„Nun, ich habe meinen Job verloren und finde keinen neuen. Und dazu hat mich meine Lebensgefährtin rausgeworfen. Jetzt lebe ich von Arbeitslosengeld und wohne in einem schäbigen Hotel.“
„Oh, da klingt nicht gut. Aber immerhin musst du nicht unter der Brücke schlafen.“
„Ja, bis jetzt. Aber in ein paar Monaten läuft die Stütze aus. Und dann muss ich sehen, wie es weitergeht.“

Schwester Petra machte Anstalten aufzustehen. „Ich muss in der Küche weitermachen. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Stellensuche. Wir sehen uns sicher noch.“
Ich bedankte mich für ihre Wünsche und las in der Zeitung weiter. Es fiel mir allerdings schwer, mich zu konzentrieren. Es war das erste Mal seit langem, dass ich ein persönliches Gespräch hatte, auch wenn es nur kurz und oberflächlich war. Schließlich trank ich den letzten Schluck des mittlerweile kalt gewordenen Kaffees aus, legte die Zeitung zurück und ging.

* * *

Am nächsten Tag freute ich mich noch mehr als sonst auf das Mittagessen. Schon beim Schlangestehen bemerkte ich, dass Schwester Petra heute nicht da war; stattdessen hatten zwei andere Schwestern Dienst. Irgendwie war ich ein wenig enttäuscht, aber was hatte ich erwartet? Nun, in meiner Situation ist man über jedes Bisschen an persönlicher Zuwendung dankbar, aber ich musste es nehmen, wie es kam. So aß ich wieder in Stille, gönnte mir den Kaffee und las dabei die Zeitung.

Erst am dritten Tag sah ich Schwester Petra wieder an der Essensausgabe. Sie begrüßte mich sogar persönlich.
„Hallo Simone, geht es dir gut?“
„Hallo, Schwester Petra. Na ja, es geht. Halt so wie immer.“
„Na, das klingt ja zumindest nicht ganz katastrophal. Ich wünsche dir einen guten Appetit. Und noch einen erfolgreichen Tag!“
„Danke!“
Damit war das Gespräch leider auch schon beendet. Aber immerhin besser als nichts.

So ging das über die Wochen. Etwa alle drei bis vier Tage war Schwester Petra da. Jedes Mal begrüßte sie mich freundlich und mit Namen, fragte mich nach meinem Befinden oder ob ich schon Erfolg bei der Stellensuche hatte. Und so auch heute wieder. Und doch war es anders.

Als ich bei meinem Kaffee saß, kam Schwester Petra mit einer Tasse Kaffee in der Hand zu mir.
„Hallo Simone.“
„Hallo Schwester Petra.“
„Sag einfach ‚Petra‘ zu mir. Das ‚Schwester‘ klingt so förmlich.“
„Gerne, wie du möchtest.“

„Sag mal, Simone, was hast du eigentlich gemacht, bevor du arbeitslos wurdest?“
„Ich habe Biologie studiert, aber in meinem Fachgebiet nichts gefunden. Und so habe ich genommen, was ich gerade fand. Mein letzter Job war so ein schlecht bezahlter Bürojob. Eigentlich eher das Mädchen für alles. Akten sortieren, Kaffee für die hohen Herren kochen, der offiziellen Sekretärin den lästigen Kleinkram abnehmen, und so.“
„Klingt nicht sehr spannend.“
„War es auch nicht. Aber ich hatte wenigstens ein festes Einkommen, wenn auch wenig. Und ich musste nicht Taxi fahren.“

Petra musste grinsen. „Ich kann deinen Frust verstehen. Weißt du was? Ich halte mal die Ohren offen, vielleicht erfahre ich ja was. Kennst du dich mit Buchhaltung aus? Oder Schreibmaschine? Das würde deine Chancen erhöhen.“
„Tippen kann ich. Und Buchhaltung… Na ja, Biologen brauchen so etwas eher nicht. Aber das kann man sicher lernen.“
„Prima! Dann wünsche ich dir noch viel Erfolg und einen schönen Tag.“
„Danke, ich dir auch, Petra.“
Beim Aufstehen legte sie noch ihre Hand auf meine Schulter, drückte sie kurz, und schon war sie wieder verschwunden.

Das Gespräch hatte mich nachdenklich gemacht. Vielleicht müsste ich mehr an mir arbeiten, statt den Kopf in den Sand zu stecken. Nun, mit Zahlen jonglieren war jetzt nicht meine Leidenschaft, aber immerhin hatte ich Mathe bis zum Abi. Und mal sehen, ob es irgendwelche Selbststudien im Internet gab. Wenigstens hatte ich WLAN im Hotel und konnte somit ins Internet.

Ein paar Tage später kam Petra nach dem Essen wieder zu mir an den Tisch.
„Na, wie sieht’s aus?“, wollte Petra von mir wissen.
„Ich habe angefangen, mir selbst Buchhaltung beizubringen“, berichtete ich ihr stolz. „Danke für deinen Tipp!“
„Gerne.“ Petra strahlte. „Aber ich bin aus einem anderen Grund hier. Hast du heute Abend schon was vor?“
„Heute Abend? Willst du mit mir ausgehen?“

Petra lachte laut auf. „Nein! So etwas wie Ausgehen machen wir Schwestern nicht. Aber ich habe meinen Mitschwestern von dir erzählt. Sie würden gerne mit dir reden.“
„Mit mir?“
„Klar. Und, kannst du?“
„Natürlich!“
„Prima, dann komme heute Abend um 18 Uhr zu dieser Adresse.“ Petra schob mir eine Visitenkarte zu. „Sei pünktlich!“





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MrSteel69
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  RE: Die Schwesternschaft Datum:02.01.26 09:59 IP: gespeichert Moderator melden


Moin Matze und noch ein gutes neues Jahr,

schöner Schreibstil. Liest sich gut. Bin gespannt, wie es weitergeht.

VG
MrSteel

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  RE: Die Schwesternschaft Datum:02.01.26 12:57 IP: gespeichert Moderator melden


Auch ich bin gespannt,wie es weiter geht.
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