Restriktive Foren

Thema:
eröffnet von housebutler am 02.01.26 15:19
letzter Beitrag von housebutler am 07.01.26 21:50

1. Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 02.01.26 15:19

Ich schreibe schon länger und wollte hier mal was veröffentlichen, das schon lange schlummert.
Na schauen wir mal, ob es Anklang findet.

Viel Spaß!



Es begann alles an einem regnerischen Herbstabend im Oktober, vor gut einem Jahr.
Lukas war 29 Jahre alt, arbeitete als Grafikdesigner in einer kleinen Agentur und lebte ein Leben, das von außen völlig unauffällig wirkte. Er hatte Freunde, ging ab und zu aus, spielte Fußball am Wochenende. Doch nachts, wenn er allein in seiner Wohnung saß, öffnete er Tabs, die niemand je sehen durfte. Er las Forenbeiträge über Dominanz und Unterwerfung, schaute Videos, in denen Männer gefesselt und kontrolliert wurden, und spürte jedes Mal dieses tiefe, schmerzhafte Verlangen, das er nirgendwo anders ausleben konnte. Er hatte ein paar flüchtige Erfahrungen mit dominanten Frauen auf Dating-Apps gehabt, aber es war immer nur Spielerei geblieben – nichts Echtes, nichts Tiefes.
An jenem Abend surfte er wieder durch ein bekanntes deutsches BDSM-Forum. Er las einen Thread mit dem Titel „Erfahrungen mit langfristiger Keuschhaltung“. Die Beiträge waren intensiv, manche brutal offen. Und dann fiel sein Blick auf einen Kommentar von einer Userin mit dem Namen „V.“ – nur ein Buchstabe, kein Bild, kein Alter, nichts. Der Kommentar war kurz, aber präzise:
„Keuschhaltung funktioniert nur, wenn der Schlüssel wirklich weg ist. Und wenn die Person, die ihn hält, keine Gnade kennt. Alles andere ist Theater.“
Lukas starrte auf die Zeile. Etwas an der Kälte, an der Klarheit dieser Worte traf ihn direkt in den Magen. Er klickte auf das Profil. Leer. Keine Beiträge, keine Infos, nur dieser eine Kommentar aus dem Vorjahr. Aber darunter stand ein kleiner Hinweis: „Private Nachrichten möglich“.
Er zögerte fast eine Stunde. Dann schrieb er.
„Hallo V.,
dein Kommentar hat mich gerade sehr getroffen. Ich suche schon lange nach jemandem, der das ernst meint – nicht nur Spiel, sondern echte Kontrolle. Ich weiß nicht, ob du noch aktiv bist, aber falls ja… ich würde mich freuen, von dir zu hören.
Lukas“
Er schickte die Nachricht ab und rechnete mit nichts. Die meisten dominanten Frauen im Netz bekamen täglich Dutzende Anfragen und antworteten selten auf Fremde ohne Profilbild.
Doch schon am nächsten Morgen, als er im Büro seinen Kaffee holte, vibrierte sein Handy.
Eine neue Nachricht im Forum.
„Du schreibst gut. Keine Rechtschreibfehler, kein ‚Herrin‘ im ersten Satz. Das ist schon mal selten.
Erzähl mir, warum du wirklich Keuschhaltung willst. Nicht die Standardphantasie. Die Wahrheit.
Und schick mir kein Bild deines Schwanzes. Das interessiert mich nicht.
V.“
Lukas las die Nachricht dreimal. Sein Puls raste. Er wartete bis zur Mittagspause, setzte sich in einen Park in der Nähe des Büros und schrieb eine lange, ehrliche Antwort. Er erzählte von der Leere, die er spürte, wenn er allein war. Davon, wie er sich nach jemandem sehnte, der ihm die Kontrolle abnahm, weil er selbst sie nicht abgeben konnte. Dass er sich schämte für seine Fantasien, aber gleichzeitig wusste, dass sie ein Teil von ihm waren, den er nicht mehr verstecken wollte. Er schrieb, dass er keine Spielchen suchte, keine Sessions am Wochenende – sondern etwas Echtes, Langfristiges, vielleicht sogar Gefährliches.
Die Antwort kam abends.
„Gut. Das klingt nicht nach Wochenend-BDSM.
Du wirst mir beweisen, dass du es ernst meinst.
Regel 1: Ab jetzt schreibst du mir nur, wenn ich dir erlaube.
Regel 2: Du wirst mir jeden Abend um 22:00 Uhr schreiben, was du tagsüber gedacht und gefühlt hast. Keine Ausreden.
Regel 3: Du wirst dich nicht selbst befriedigen, bis ich es dir sage.
Wenn du das eine Woche durchhältst, reden wir weiter.
V.“
Lukas starrte auf die Nachricht. Es war erst der Anfang, und schon fühlte er sich ertappt, kontrolliert – und gleichzeitig unglaublich lebendig. Er antwortete nur mit einem Wort:
„Verstanden.“
Die Woche wurde zur Qual. Jeden Abend um 22:00 Uhr schrieb er ihr – manchmal nur ein paar Sätze, manchmal lange Texte über seine Gedanken, seine Scham, seine wachsende Erregung. Sie antwortete selten, aber wenn, dann präzise, fordernd, manchmal spöttisch. Nach sieben Tagen kam die nächste Nachricht:
„Du hast durchgehalten. Das machen die wenigsten.
Jetzt kaufst du dir einen Keuschheitsgürtel. Ich schicke dir ein Modell. Du bezahlst. Du legst ihn an. Du schickst mir ein Foto – nur vom Schloss, nicht mehr.
Danach reden wir persönlich.“
Lukas bestellte das Gerät noch am selben Abend. Als es ankam, zitterten seine Hände, als er es anlegte. Der Käfig war eng, der Harnröhrenplug fremd und schmerzhaft. Er machte das Foto, schickte es ab. Keine Antwort bis zum nächsten Morgen.
Dann: „Gut gemacht.
Samstag, 20 Uhr. Café am Marktplatz, Ecke Kirchstraße. Schwarzer Tisch draußen, auch wenn es kalt ist.
Du erkennst mich. Ich trage rote Handschuhe.
Komm pünktlich. Und bleib verschlossen.
V.“
Am Samstag saß Lukas eine Viertelstunde zu früh am Tisch, nervös, den Gürtel spürend bei jeder Bewegung. Es war kühl, er trug einen Mantel. Um 20:00 Uhr genau sah er sie kommen.
Sie war größer als erwartet, athletisch, mit langen schwarzen Haaren, die sie offen trug. Das Gesicht war schön, aber streng – hohe Wangenknochen, dunkle Augen, die sofort durch ihn hindurchzuschauen schienen. Sie trug einen schwarzen Mantel und tatsächlich rote Lederhandschuhe. Ohne ein Wort setzte sie sich ihm gegenüber, bestellte einen Espresso, musterte ihn lange.
„Du bist jünger, als ich dachte“, sagte sie schließlich. Ihre Stimme war tief, ruhig, autoritär. „Und nervös. Gut.“
Lukas brachte nur ein „Hallo“ heraus.
Sie lächelte leicht – nicht freundlich, sondern wissend. „Du hast den Gürtel an?“
Er nickte.
„Zeig mir den Schlüssel.“
Er holte ihn aus der Tasche, legte ihn vor sie auf den Tisch. Sie nahm ihn, steckte ihn ein, ohne ein weiteres Wort.
Dann begann sie zu reden. Nicht über BDSM, nicht über Sessions. Sie fragte ihn nach seinem Alltag, nach seiner Arbeit, nach seiner Kindheit. Sie hörte zu, unterbrach nie, aber ihre Fragen waren scharf, zielten auf Schwachstellen. Lukas redete, wie er noch nie mit jemandem geredet hatte. Nach eineinhalb Stunden stand sie auf.
„Du gefällst mir“, sagte sie. „Noch.
Der Schlüssel bleibt bei mir. Du wirst weiter schreiben. Jeden Abend.
In zwei Wochen sehen wir uns wieder. Dann entscheide ich, ob du es wert bist.“
Sie ging, ohne sich umzudrehen.
Lukas saß noch lange da, starrte auf den leeren Platz ihr gegenüber. Der Gürtel drückte, der Plug erinnerte ihn an sie. Und zum ersten Mal seit Jahren fühlte er sich nicht leer – sondern gesehen.
So begann es.
Aus einer einzigen Forum-Nachricht, aus Mut und Ehrlichkeit, aus der Übergabe eines Schlüssels an eine fremde Frau mit roten Handschuhen.


Fortsetzung folgt
2. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 02.01.26 15:31

weiter gehts:


Victorias dunkle Vergangenheit
Victoria war nicht immer die selbstbewusste, unerschütterliche Dominante, die Lukas ein Jahr später im Café gegenüber saß.
Sie hieß eigentlich Viktoria mit „k“, geboren 1988 in einer kleinen Stadt in Sachsen, als Tochter eines strengen Militärvaters und einer stillen, unterwürfigen Mutter. Schon als Kind hatte sie gelernt, dass Macht immer bei denen lag, die keine Gefühle zeigten. Ihr Vater kommandierte das Haus wie eine Kaserne: pünktlich essen, pünktlich schlafen, keine Widerworte. Wer weinte, wurde ignoriert. Wer schrie, bekam Schläge. Viktoria lernte früh, dass Gefühle Schwäche waren – und dass sie sich nur dann sicher fühlte, wenn sie die Kontrolle hatte.
Mit 16 Jahren lief sie das erste Mal weg. Sie landete in Berlin, lebte eine Zeit lang auf der Straße, dann in besetzten Häusern. Dort traf sie auf die alternative Szene, auf Menschen, die mit Leder, Piercings und offener Sexualität spielten. In einem dunklen Kellerclub sah sie zum ersten Mal eine öffentliche BDSM-Szene: eine Frau in Lack, die einen Mann mit Peitsche und Worten völlig brach. Der Mann weinte, bettelte, und die Frau lächelte nur kalt. Viktoria stand stundenlang in der Ecke und schaute zu. Etwas in ihr erwachte. Sie erkannte sich in der Frau wieder – in der Ruhe, in der Kontrolle, in der Fähigkeit, andere leiden zu lassen, ohne selbst berührt zu werden.
Mit 19 begann sie selbst zu experimentieren. Erst als Submissive – weil sie dachte, sie müsse erst verstehen, was Unterwerfung bedeutet. Sie ließ sich fesseln, auspeitschen, demütigen. Es tat weh, körperlich und seelisch, aber es fühlte sich falsch an. Sie hasste es, hilflos zu sein. Sie hasste es, dass jemand anderes Macht über sie hatte. Nach einer Session, in der ihr damaliger Dom sie stundenlang ignorierte, während sie gefesselt dalag, brach etwas in ihr. Sie löste sich selbst, ging wortlos und wechselte die Seite.
Ab da war sie nur noch dominant.
Sie lernte schnell. Besuchte Workshops, las Bücher, übte an willigen Männern, die sie in Clubs fand. Sie war gut – präzise, kalt, gnadenlos. Sie entwickelte eine Vorliebe für langfristige Kontrolle: Keuschhaltung, mentale Manipulation, die langsame Zerstörung des Egos. Sie wollte nicht nur körperlichen Schmerz zufügen. Sie wollte, dass ihre Subs sich selbst hassten für ihre Begierde. Dass sie sich freiwillig hingaben, weil sie ohne sie nicht mehr leben konnten.
Mit 24 hatte sie ihren ersten 24/7-Sklaven. Einen älteren, wohlhabenden Mann, verheiratet, der alles für sie aufgab. Er trug ihren Keuschheitsgürtel, zahlte ihre Miete, ließ sich von ihr öffentlich demütigen. Es dauerte zwei Jahre. Dann brach er zusammen – psychisch, finanziell, körperlich. Er landete in einer Klinik. Viktoria besuchte ihn nie. Sie hatte bekommen, was sie wollte: die Bestätigung, dass sie absolute Macht haben konnte.
Danach wurde sie vorsichtiger. Sie wollte keine Wracks mehr hinterlassen, die auffielen. Sie suchte nach Männern, die stark genug waren, ihre Dunkelheit auszuhalten. Die nicht zerbrachen, sondern sich in der Unterwerfung neu fanden. Sie zog nach München, arbeitete tagsüber als Projektmanagerin in einer IT-Firma – unauffällig, kompetent, beliebt. Niemand ahnte, was nachts in ihrem Keller passierte.
Sie hatte mehrere Subs gleichzeitig, meist online gesteuert. Keuschhaltung über Monate. Tägliche Berichte. Langsame Eskalation. Manche hielt sie jahrelang, ohne sie je persönlich zu treffen. Andere traf sie, brach sie in Sessions, ließ sie dann gehen.
Doch tief in ihr blieb eine Leere. Sie hatte Macht, aber keine echte Verbindung. Sie hatte Kontrolle, aber niemand, der sie wirklich verstand – der ihre Dunkelheit sah und trotzdem blieb.
Bis sie eines Abends in einem Forum einen Kommentar las. Von einem User namens Lukas.
„Keuschhaltung funktioniert nur, wenn der Schlüssel wirklich weg ist. Und wenn die Person, die ihn hält, keine Gnade kennt.“
Sie lächelte, als sie es las. Jemand hatte ihre eigenen Worte zitiert.
Und dann schrieb er ihr.
In seiner ersten langen Nachricht spürte sie etwas, das sie lange nicht gefühlt hatte. Ehrlichkeit. Verletzlichkeit. Und eine Tiefe, die sie neugierig machte.
Sie antwortete.
Und zum ersten Mal seit Jahren dachte sie:
Vielleicht ist er der, der bleibt.
Vielleicht ist er stark genug für meine Dunkelheit.
Vielleicht verdient er sie.
So begann ihre Geschichte mit Lukas – nicht aus Zufall, sondern aus zwei Menschen, die beide aus ihrer eigenen Dunkelheit kamen und sich endlich gefunden hatten.



Ich habe hier schon vor längerer Zeit eine ganze Reihe zusammengeschrieben, die ich nach und nach posten werde. Mal mehr, mal weniger.
Ich hoffe, es gefällt
3. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 02.01.26 15:40

und weiter gehts mit Einblicken in Lukas' Leben:


Lukas’ dunkle Kindheit
Lukas kam 1996 in einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen zur Welt, als einziges Kind eines Arztes und einer Lehrerin. Von außen betrachtet war alles perfekt: ein Reihenhaus mit Garten, gute Schule, Klavierunterricht, Urlaube an der Nordsee. Doch hinter der Fassade war die Familie kalt, distanziert und von unausgesprochenen Regeln durchzogen.
Sein Vater, ein angesehener Internist, war ein Mann der absoluten Ordnung. Emotionen galten als Störung, Schwäche als inakzeptabel. Er sprach selten laut, aber wenn er sprach, war jedes Wort ein Urteil. Lukas erinnerte sich noch genau an den Abend mit acht Jahren, als er beim Abendessen versehentlich ein Glas Milch umstieß. Die Milch lief über den Tisch, tropfte auf den Boden. Sein Vater sagte kein Wort, stand nur auf, holte einen Lappen und reichte ihn Lukas. „Sauber machen. Und dann geh auf dein Zimmer. Bis morgen früh kein Wort mehr.“ Lukas putzte, weinend, aber leise, weil lautes Weinen als „Theater“ galt. Am nächsten Tag wurde das Thema nie wieder erwähnt. Doch von da an hatte er panische Angst, etwas falsch zu machen.
Seine Mutter war das Gegenteil: sanft, zurückhaltend, fast unsichtbar. Sie liebte ihn, auf ihre Art, aber sie wagte es nie, dem Vater zu widersprechen. Wenn Lukas nachts Albträume hatte und zu ihr ins Zimmer kam, streichelte sie ihm über den Kopf und flüsterte: „Ist schon gut, geh wieder schlafen, Papa braucht seinen Schlaf.“ Zärtlichkeit gab es nur, wenn der Vater nicht da war – heimlich, schnell, als wäre sie verboten.
In der Schule war Lukas der Streber, der immer die Hand hob, der immer alles richtig machen wollte. Er hatte keine engen Freunde, weil er nie gelernt hatte, wie man sich öffnet. Stattdessen zog er sich in Bücher und später ins Internet zurück. Mit zwölf entdeckte er die ersten erotischen Geschichten – nicht die üblichen, sondern solche, in denen jemand kontrolliert wurde, bestraft, gedemütigt. Zuerst verstand er nicht, warum ihn das so erregte. Er schämte sich, löschte den Verlauf, fühlte sich krank.
Die Jahre darauf wurden zu einem Kreislauf aus Leistung, Angst vor Versagen und heimlicher Flucht in Fantasien. Er lernte, perfekt zu funktionieren – gute Abiturnote, Studium, erster Job. Aber innerlich blieb die Leere. Er hatte keine Beziehung, die länger als ein paar Monate hielt, weil er sich nie wirklich öffnete. Er konnte Nähe nicht ertragen, weil Nähe bedeutete, dass jemand seine Schwäche sehen könnte.
Mit 25 begann er, aktiv in Foren zu lesen. Erst nur lurken, dann die ersten anonymen Beiträge. Er schrieb über seine Sehnsucht nach Kontrolle, nach jemandem, der ihm die Verantwortung abnahm, der ihn zwang, sich fallen zu lassen. Er schrieb nie seinen echten Namen, nie ein Bild. Aber er schrieb ehrlich – und genau das war es, was Victoria eines Tages auf seinen Beitrag aufmerksam machte.
Lukas’ Kindheit hatte ihn zu einem Mann gemacht, der nach außen stark und kontrolliert wirkte, aber innerlich immer noch das kleine Kind war, das Angst hatte, ein Glas Milch umzustoßen. Er suchte nicht einfach Dominanz. Er suchte Erlösung von der ständigen Angst, nicht gut genug zu sein.
Und als Victoria ihm schrieb, als sie ihm den Keuschheitsgürtel schickte, als sie ihm den Schlüssel wegnahm, fühlte er zum ersten Mal seit seiner Kindheit etwas, das sich wie Frieden anfühlte.
Nicht, weil er gebrochen wurde.
Sondern weil er endlich jemandem erlaubte, ihn zu halten – auch in seiner Schwäche.
4. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 02.01.26 15:51

Lukas’ erste BDSM-Erfahrung
Es war im Frühjahr 2018. Lukas war 22 Jahre alt, gerade mit seinem Grafikdesign-Studium fertig und frisch in eine WG in Köln gezogen. Er hatte noch immer keine echte Beziehung gehabt, nur ein paar kurze, unsichere Dates mit Frauen, die ihm nett vorkamen, aber bei denen er sich nie wirklich fallen lassen konnte. Seine Fantasien waren jedoch schon lange da – dunkel, intensiv, immer mit dem Bild einer Frau, die ihn kontrollierte, die ihm befahl, die ihn bestrafte.
Eines Abends, nach zu viel Rotwein und zu viel Alleinsein, meldete er sich bei einer Dating-App an, die sich auf „besondere Vorlieben“ spezialisierte. Er hatte wochenlang nur Profile angeschaut, ohne zu schreiben. Bis er auf sie stieß: Sarah, 28, Profilbild in schwarzem Lederkorsett, Blick direkt in die Kamera, als würde sie durch das Display hindurchsehen. In ihrer Beschreibung stand nur ein Satz: „Ich suche jemanden, der wirklich gehorchen will. Kein Spiel, kein Wochenend-Ding.“
Lukas schrieb ihr nach drei Tagen Grübeln eine Nachricht – vorsichtig, fast entschuldigend. Er erzählte, dass er noch keine Erfahrung habe, dass er aber schon lange davon träume, sich hinzugeben. Dass er nicht wisse, ob er das aushalten könne, aber es unbedingt herausfinden wolle.
Sarah antwortete schnell und direkt.
„Keine Erfahrung ist kein Problem. Ehrlichkeit schon.
Wenn du dich meldest, dann nur, wenn du es ernst meinst.
Erste Regel: Du nennst mich Frau Sarah.
Zweite Regel: Du tust, was ich sage.
Dritte Regel: Du kannst jederzeit aufhören, aber nur mit dem Wort ‚Rot‘.
Treffen wir uns erst mal nur auf einen Kaffee. Danach entscheiden wir.“
Sie trafen sich in einem kleinen Café in Ehrenfeld. Sarah war kleiner als erwartet, schlank, mit kurzen dunklen Haaren und einem ruhigen, fast freundlichen Lächeln. Sie trug Jeans und ein normales Shirt – nichts Auffälliges. Sie redeten zwei Stunden. Über Alltag, Studium, Musik. Sie fragte ihn Dinge, die niemand zuvor gefragt hatte: Warum er sich so sehr nach Kontrolle sehnte. Ob er Angst vor Nähe habe. Ob er sich schäme für seine Fantasien. Lukas redete, wurde rot, stotterte, aber er redete. Und Sarah hörte nur zu, nickte, stellte Nachfragen. Am Ende sagte sie: „Du bist süß. Und du hast Potenzial. Wenn du willst, komm nächste Woche zu mir. Nur eine kleine Session. Nur zum Kennenlernen.“
Lukas sagte ja.
Eine Woche später stand er vor ihrer Wohnung in einem Altbau in der Südstadt. Er ging davon aus, dass es um Fesseln und leichte Schläge gehen würde. Nichts Extremes. Trotzdem war nervös, schwitzte und sein Herz raste.
Sarah öffnete die Tür in einem schwarzen Kleid, barfuß. Sie lächelte. „Komm rein. Zieh Schuhe und Jacke aus. Dann knie dich im Wohnzimmer hin.“
Das Wohnzimmer war normal – Sofa, Bücherregal, Kerzen. Nur in der Ecke stand ein niedriger Hocker mit Seilen darauf. Lukas kniete sich hin, wie befohlen. Sarah setzte sich aufs Sofa, sah ihn lange an.
„Du kannst jederzeit ‚Rot‘ sagen. Dann hören wir sofort auf. Verstanden?“
Er nickte.
Sie begann langsam. Zuerst nur Worte. Sie ließ ihn erzählen, warum er hier war, was er sich erhoffte. Sie korrigierte ihn, wenn er „du“ sagte statt „Sie“. Sie ließ ihn die Hände auf den Rücken legen, während sie sprach. Dann stand sie auf, ging um ihn herum, strich mit den Fingern über seinen Nacken. „Du zitterst. Gut.“
Sie fesselte seine Hände mit weichen Seilen – nicht zu fest, aber sicher. Dann verband sie ihm die Augen. Dunkelheit. Nur ihr Duft – ein leichtes Parfüm, gemischt mit Leder – und ihre Stimme.
„Du bist jetzt mein. Für die nächste Stunde gehörst du mir. Du sprichst nur, wenn ich es dir erlaube.“
Sie ließ ihn eine Weile so knien. Dann berührte sie ihn – erst sanft, über den Rücken, die Arme. Dann fester: Nägel, die über seine Haut kratzten. Ein Klaps auf den Hintern, nicht stark, aber überraschend. Lukas keuchte. Sie lachte leise. „Das war nur ein kleiner.“
Dann kam die Peitsche – eine weiche Lederpeitsche mit vielen Strängen. Sie schlug leicht, rhythmisch, auf seinen Rücken, seinen Hintern. Jeder Schlag ein Brennen, das sich in Wärme verwandelte. Lukas’ Atem wurde schneller, sein Körper reagierte, sein Schwanz wurde hart. Sarah bemerkte es, strich einmal kurz darüber, lachte wieder. „So schnell schon? Du bist wirklich gemacht dafür.“
Sie ließ ihn kommen – mit der Hand, langsam, quälend, während sie ihm ins Ohr flüsterte: „Du kommst nur, wenn ich es dir erlaube. Und du bedankst dich danach.“
Als es vorbei war, löste sie die Fesseln, nahm die Augenbinde ab, setzte sich neben ihn und hielt ihn einfach fest. Kein Wort. Nur ihr Arm um seine Schulter. Lukas weinte leise – nicht vor Schmerz, sondern vor Erleichterung. Zum ersten Mal hatte jemand seine Fantasie nicht belächelt, nicht weggeschoben. Jemand hatte sie ernst genommen.
Danach trafen sie sich noch dreimal. Sarah zeigte ihm mehr: Nippelklemmen, leichte Demütigung, längere Fesseln. Aber nach zwei Monaten sagte sie ihm, dass sie bald umziehe – nach Hamburg, Jobwechsel. Sie wollten keinen Fernkontakt. Sie verabschiedeten sich freundschaftlich.
Lukas war dankbar. Sarah hatte ihm gezeigt, dass seine Fantasien real sein konnten. Dass es Frauen gab, die das wollten. Dass er es aushalten konnte – und dass er mehr wollte.
Aber sie hatte ihm auch gezeigt, dass „normales“ BDSM ihm nicht reichte. Er wollte nicht nur Sessions. Er wollte die Kontrolle abgeben. Langfristig. Tief. Ohne Ausweg.
Deshalb suchte er weiter.
Und Jahre später fand er Victoria.
Die Frau, die ihm genau das geben würde, was Sarah nur hatte andeuten können:
die totale, gnadenlose Hingabe.
5. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 02.01.26 15:56

Zurück in die Gegenwart:

Lukas blieb noch lange sitzen, nachdem Victoria gegangen war. Der Tisch vor ihm war leer – ihre Espresso-Tasse stand da, mit einem roten Lippenstiftabdruck am Rand, als hätte sie ihn absichtlich hinterlassen, um ihn zu quälen. Das Café war belebt, Paare lachten, Kellner huschten vorbei, aber für Lukas war alles gedämpft, wie durch einen Filter. Er starrte auf die Stelle, wo sie gesessen hatte, und spürte, wie sein Herz immer noch pochte, ein langsamer, schwerer Rhythmus, der durch seinen ganzen Körper hallte.
Sie hat den Schlüssel genommen, dachte er zuerst. Der Gedanke war so simpel, so real, und doch fühlte er sich surreal an. Der kleine Metallgegenstand, der ihm wochenlang in der Tasche wie eine Last vorgekommen war, war nun weg. Bei ihr. Er konnte nicht mehr zurück. Kein schnelles Öffnen des Gürtels in einem schwachen Moment, kein heimliches Entkommen aus der Enthaltsamkeit. Der Keuschheitsgürtel drückte jetzt stärker als je zuvor – oder bildete er sich das nur ein? Das Metall biss in seine Haut, der Harnröhrenplug bohrte sich tiefer bei jeder Bewegung, als wollte er ihn bestrafen für die Aufregung, die durch seinen Körper strömte. Er saß da, die Beine leicht gespreizt, um den Druck zu lindern, aber es half nichts. Sein Schwanz pochte im Käfig, unfähig, sich zu entfalten, und das machte ihn wahnsinnig.
Wer ist sie wirklich?, fragte er sich. Im Chat war sie V. gewesen – anonym, kontrollierend, ihre Worte wie Befehle auf dem Bildschirm. Aber live? Sie war wunderschön gewesen, auf eine einschüchternde Weise. Diese Augen, die ihn durchbohrt hatten, als könnte sie jeden Gedanken lesen. Ihr Lächeln, das nie ganz die Augen erreichte, sondern immer ein Hauch von Spott darin lag. Sie hatte ihn nicht berührt, nicht ein Mal, und doch fühlte er sich, als hätte sie ihn schon in Fesseln gelegt. Ihre Fragen – so persönlich, so tiefgehend – hatten ihn entblößt, ohne dass er nackt sein musste. „Warum suchst du das?“, hatte sie gefragt. „Was fehlt dir in deinem Leben?“ Und er hatte geredet, hatte von der Leere gesprochen, von der ständigen Angst, nicht genug zu sein. Sie hatte nur genickt, als wüsste sie es schon.
Die Erinnerung an ihre Stimme ließ ihn erschaudern. Tief, ruhig, mit einem Unterton, der keine Widersprüche duldete. „Du gehörst jetzt mir“, hatte sie nicht gesagt, aber es fühlte sich so an. Der Schlüssel in ihrer Tasche war der Beweis. Er stellte sich vor, wie sie zu Hause ankam, den Schlüssel in eine Schublade legte, vielleicht an einer Kette um ihren Hals hängte. Und er? Er musste warten. Zwei Wochen, hatte sie gesagt. Zwei Wochen, in denen er verschlossen blieb, in denen er ihr jeden Abend schreiben musste, seine Gedanken, seine Gefühle. Was, wenn ich es nicht schaffe?, dachte er. Was, wenn ich bettle, und sie lacht nur? Der Gedanke erregte ihn, machte seinen Käfig enger, und er biss sich auf die Lippe, um nicht zu stöhnen.
Er dachte an die Zukunft, die er sich mit ihr ausmalte. Sessions, in denen sie ihn fesseln würde, melken, demütigen. Öffentlich vielleicht, vor anderen – das war eine seiner tiefsten Fantasien, die er ihr im Chat gestanden hatte. Wird sie das tun?, fragte er sich. Wird sie mich wirklich brechen? Die Vorstellung ließ seinen Puls rasen. Er wollte es. Er fürchtete es. Er brauchte es.
Schließlich stand er auf, bezahlte die Rechnung – ihre Tasse nahm er nicht mit, obwohl er es wollte. Draußen regnete es leicht, die Straßenlaternen spiegelten sich in den Pfützen. Er ging nach Hause, jeder Schritt ein Kampf gegen den Gürtel, der ihn erinnerte: Sie hat dich jetzt. In seiner Wohnung angekommen, zog er sich aus, starrte in den Spiegel auf das Gerät, das ihn gefangen hielt. Zwei Wochen, dachte er. Und dann?
Um 22:00 Uhr setzte er sich an den Computer, schrieb seine erste Nachricht nach dem Treffen. Er beschrieb alles – seine Nervosität, seine Erregung, seine Angst. Und als er abschickte, fühlte er eine seltsame Ruhe. Sie hatte den Schlüssel. Und damit ein Stück von ihm.
Lukas legte sich ins Bett, starrte an die Decke. Der Gürtel drückte, der Plug brannte leicht, aber er lächelte. Zum ersten Mal fühlte er sich nicht allein mit seiner Dunkelheit. Sie war jetzt bei ihm – in Form eines fehlenden Schlüssels und einer Frau, die ihn verstand. Oder zumindest so tat, als ob. Und das reichte ihm. Für den Moment.
6. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 02.01.26 16:01

Viktoria ging mit ruhigen, gemessenen Schritten durch die regnerischen Straßen. Der Mantel war eng um sie geschlungen, die roten Handschuhe noch an den Händen. Sie spürte den kleinen Schlüssel in ihrer Manteltasche – ein winziges Stück Metall, das jetzt eine ganze Welt bedeutete. Er war warm von ihrer Hand, als hätte er bereits ihre Energie aufgesogen.
Er hat ihn mir gegeben, dachte sie, und ein kaum merkliches Lächeln zog über ihre Lippen. Nicht triumphierend, nicht sadistisch – eher nachdenklich. Die meisten Männer hätten gezögert, Ausreden gesucht, den Schlüssel nur „zur Probe“ überreicht. Lukas hatte ihn einfach hingelegt, ohne ein Wort, ohne Blickkontakt, als wäre es das Natürlichste der Welt. Das hatte sie beeindruckt. Nicht die Unterwerfung an sich – die war sie gewohnt. Sondern die Stille dabei. Die absolute Akzeptanz.
Sie bog in eine Seitenstraße ein, weg vom Licht der Laternen. Der Regen wurde stärker, prasselte auf ihren Schirm. Sie dachte an sein Gesicht im Café. Jung, fast jungenhaft, aber mit diesem Ausdruck in den Augen – einer Mischung aus Angst und Sehnsucht, die sie sofort erkannt hatte. Sie kannte diesen Blick. Sie hatte ihn selbst einmal im Spiegel gesehen, vor sehr langer Zeit, bevor sie gelernt hatte, ihn zu verbergen.
Er ist nicht wie die anderen, überlegte sie. Die meisten, die ihr schrieben, wollten Spielchen. Sie sollte „streng“ sein, aber nur für eine Stunde, nur im Schlafzimmer, nur solange die Männer selbst die Kontrolle behielten. Sie wollten bestraft werden, aber nur so weit, dass sie danach wieder der starke Mann sein konnten. Lukas war anders. Er hatte von Leere gesprochen. Von Scham. Von dem Wunsch, dass jemand anderes die Verantwortung übernahm, weil er es selbst nicht mehr konnte. Das war keine Fantasie. Das war Bedürfnis.
Sie blieb kurz stehen, lehnte sich an eine Hauswand, schloss die Augen. Der Schlüssel lag schwer in ihrer Hand. Sie stellte sich vor, wie er jetzt nach Hause ging – den Gürtel spürend, den Plug, die Enge. Wie er versuchen würde, sich abzulenken, und doch an nichts anderes denken könnte als an sie. An den Schlüssel. An die zwei Wochen, die sie ihm gegeben hatte.
Zwei Wochen sind lang, dachte sie. Lang genug, dass er zweifeln würde. Lang genug, dass die Erregung zur Qual wurde. Lang genug, dass er anfing, sich wirklich zu fragen, ob er das aushalten konnte. Und genau das wollte sie sehen. Nicht, ob er gehorchte. Sondern ob er blieb, wenn es wehtat. Wenn es echt wurde.
Sie erinnerte sich an ihre eigenen Anfänge. An den Mann, der sie damals dominiert hatte – und wie sie sich geschworen hatte, nie wieder hilflos zu sein. Sie hatte gelernt, dass Macht nicht darin lag, laut zu sein oder brutal. Macht lag in der Stille. In der Geduld. Darin, dass der andere sich selbst hingab, weil er es nicht mehr aushielt, nicht zu gehorchen.
Lukas könnte das sein, dachte sie. Nicht ein weiteres Spielzeug. Nicht ein weiterer, der nach ein paar Monaten zerbrach. Sondern jemand, der ihre Dunkelheit verstand. Der sie aushielt.
Sie steckte den Schlüssel zurück in die Tasche, ging weiter. Zu Hause angekommen, zog sie den Mantel aus, legte den Schlüssel nicht in eine Schublade. Sie hängte ihn an eine dünne Kette, legte sie sich um den Hals. Er lag kalt zwischen ihren Brüsten.
Sie setzte sich an den Küchentisch, goss sich ein Glas Rotwein ein. Starrte auf ihr Handy. Keine Nachricht von ihm. Noch nicht. Es war erst 21:30 Uhr. Er würde um 22:00 schreiben, wie befohlen.
Sie lächelte – diesmal wirklich.
Mal sehen, was du mir heute Abend erzählst, Lukas.
Mal sehen, ob du es wert bist.
Und tief in ihr, ganz leise, keimte etwas auf, das sie lange nicht mehr gespürt hatte.
Neugier.
Vielleicht sogar ein bisschen Hoffnung.
7. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von goya am 02.01.26 18:09

Hallo housebutler,

das ist ja mal ein viel versprechender Start.

Vielen Dank.

Liebe Grüße

goya
8. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von windelfohlen am 02.01.26 20:19

Interessant Art zu schreiben mit Gedanken der jeweiligen Person.
Die kürze der einzelnen abschnitte finde ich angenehm.
Bin gespannt wie es weiter mit den beiden und was da noch alles auf beide zukommt.
9. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von Thömchen am 03.01.26 00:31

Mit der "Dunkelheit" ist das Gefühlschaos genau getroffen.
Danke for die einfühlsame Schilderung.
10. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 03.01.26 10:39

Die zwei Wochen nach dem ersten Treffen im Café wurden für Lukas zur langsamsten und intensivsten Zeit seines Lebens. Es war, als hätte Victoria nicht nur den Schlüssel mitgenommen, sondern auch die Kontrolle über seine Wahrnehmung von Zeit.

Am ersten Abend schrieb Lukas pünktlich um 22:00 Uhr seine Nachricht. Er beschrieb das Treffen minutiös: wie nervös er gewesen war, wie ihre Stimme geklungen hatte, wie der Schlüssel in ihrer Hand verschwand, wie er sich jetzt fühlte – erregt, verunsichert, aber auch seltsam ruhig. Victoria antwortete erst am nächsten Morgen, nur ein kurzer Satz: „Gut beobachtet. Schreib weiter.“
Die ersten drei Tage waren geprägt von einer fast euphorischen Erregung. Lukas ertappte sich dabei, dass er ständig an sie dachte. Beim Arbeiten, beim Einkaufen, beim Duschen. Der Keuschheitsgürtel war plötzlich nicht mehr nur ein Gerät – er war eine direkte Verbindung zu ihr. Jede Bewegung, jeder Druck des Plugs erinnerte ihn daran, dass sie den Schlüssel hatte. Dass sie entschied. Er schlief schlecht, wachte nachts auf, hart im Käfig, und konnte nicht mehr einschlafen. Morgens stand er mit einem Gefühl auf, das er nicht kannte: eine Mischung aus Demütigung und Geborgenheit.

Ab dem vierten Tag wurde es schwerer. Die anfängliche Hochphase wich einer leisen Verzweiflung. Der Gürtel begann zu scheuern, der Plug reizte ständig, und die Enthaltsamkeit wurde zur Qual. Lukas hatte bisher nie länger als ein paar Tage ohne Orgasmus ausgehalten. Jetzt war alles anders. Er träumte von ihr – intensive, erotische Träume, in denen sie ihn fesselte, melkte, demütigte. Er wachte schweißgebadet auf, der Käfig nass von Vorlust.
Am sechsten Abend schrieb er ehrlicher als je zuvor: dass er zweifle, dass er Angst habe, nicht stark genug zu sein. Dass er sich schäme, weil er schon jetzt betteln wolle. Victoria antwortete diesmal länger:
„Zweifel sind normal. Sie zeigen, dass es echt ist.
Du bettelst noch nicht. Du hältst durch.
Das macht dich interessant.
Noch.“
Diese Nachricht half ihm über die siebte Nacht. Er las sie immer wieder, spürte eine seltsame Wärme. Sie sah ihn. Sie ließ ihn nicht fallen.

In der zweiten Woche entwickelte sich eine Art Ritual. Lukas stand auf, duschte vorsichtig (der Gürtel machte alles komplizierter), ging zur Arbeit, wo er sich konzentrieren musste, um nicht ständig an sie zu denken. Abends kochte er, räumte auf, lenkte sich ab – und um 22:00 Uhr setzte er sich hin und schrieb. Manchmal nur ein paar Sätze, manchmal ganze Seiten. Er schrieb über seine Kindheit, über seine Scham, über seine Fantasien, die immer dunkler wurden. Er schrieb, dass er sich vorstellte, wie sie ihn vor anderen zur Schau stellte, wie sie ihn melkte, bis er weinte.
Victoria antwortete nicht jeden Tag, aber wenn, dann präzise. Mal ein Lob („Du wirst ehrlicher. Gut.“), mal eine Aufgabe („Heute Abend trägst du nur das Halsband, das ich dir schicken werde.“ – ein Paket kam zwei Tage später). Mal eine Frage, die ihn stundenlang beschäftigte („Was würdest du tun, wenn ich den Schlüssel wegwerfen würde?“).
Der Gürtel wurde zur zweiten Haut. Lukas gewöhnte sich an den Druck, an das ständige Bewusstsein. Er begann, es zu mögen – das Gefühl, nicht mehr selbst entscheiden zu müssen. Die Enthaltsamkeit wurde nicht leichter, aber erträglicher. Er lernte, die Erregung zu halten, ohne Erlösung zu brauchen.

Die letzten drei Tage waren die härtesten. Der Körper rebellierte. Nächtliche Erektionen im Käfig schmerzten, der Plug brannte, die Haut war wund. Lukas hatte Momente, in denen er fast schrieb: „Bitte, gib mir den Schlüssel zurück.“ Aber er tat es nicht. Stattdessen schrieb er ihr genau das – dass er kurz davor sei aufzugeben, aber nicht wolle. Dass er Angst habe, sie zu enttäuschen.
Am Abend des 14. Tags kam ihre Antwort:
„Du hast durchgehalten.
Samstag, 19 Uhr. Meine Wohnung.
Du bringst nichts mit außer dir selbst.
Und dem Gürtel.
V.“
Lukas las die Nachricht, und zum ersten Mal seit zwei Wochen weinte er – nicht aus Schmerz, sondern aus Erleichterung. Er hatte es geschafft. Er hatte sich bewiesen. Und vor allem: Sie wollte ihn wiedersehen.
Die zwei Wochen waren vorbei.
Aber er wusste schon jetzt:
Sie hatten gerade erst angefangen.
11. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 03.01.26 10:42

Für Viktoria waren diese zwei Wochen keine Qual, sondern eine langsame, präzise Beobachtung. Sie hatte schon viele Männer durch solche Phasen geführt, aber bei Lukas fühlte es sich von Anfang an anders an. Nicht, weil er etwas Besonderes tat, sondern weil er nichts tat, was sie erwartete.

Am ersten Abend las sie seine Nachricht um 22:03 Uhr. Sie saß in ihrem dunklen Wohnzimmer, nur eine kleine Stehlampe brannte, ein Glas Rotwein neben dem Laptop. Seine Worte waren lang, detailliert, fast poetisch in ihrer Ehrlichkeit. Er beschrieb nicht nur das Treffen, sondern auch, wie er sich jetzt fühlte: erregt, verunsichert, aber auch erleichtert. Sie las alles zweimal. Dann schloss sie den Laptop, ohne zu antworten.
Sie wartete bis zum Morgen. Erst dann schrieb sie den einen Satz: „Gut beobachtet. Schreib weiter.“
In diesen ersten Tagen war sie neugierig. Würde er übertreiben? Würde er betteln? Würde er versuchen, sie zu beeindrucken? Nein. Er schrieb einfach. Ehrlich. Manchmal zu viel, manchmal zu wenig. Aber immer pünktlich. Sie spürte, dass er sich wirklich Mühe gab, nicht zu spielen, sondern zu sein.
Der Schlüssel lag auf ihrem Nachttisch. Sie berührte ihn jeden Abend, bevor sie schlafen ging. Er war kalt, schwer. Ein Symbol. Sie dachte daran, wie leicht er ihn ihr gegeben hatte. Kein Drama. Kein Zögern. Das faszinierte sie.

Ab dem vierten Tag wurden seine Nachrichten intensiver. Er schrieb von der körperlichen Qual – wie der Gürtel scheuerte, wie der Plug brannte, wie er nachts wach lag. Er schrieb von Scham. Von Zweifeln. Am sechsten Abend kam die Nachricht, die sie wirklich traf:
„Ich habe Angst, dass ich nicht stark genug bin. Dass ich dich enttäusche. Und gleichzeitig will ich genau das nicht – dich enttäuschen. Ich weiß nicht, warum das so wichtig ist.“
Viktoria las das mehrmals. Sie saß am Küchentisch, rauchte eine seltene Zigarette (sie rauchte nur, wenn sie nachdachte). Die meisten Subs hätten in diesem Moment gebettelt oder versucht, sie zu manipulieren. Lukas nicht. Er legte seine Schwäche einfach hin. Nackt. Ohne Schutz.
Sie antwortete länger als sonst. Sie lobte ihn nicht übertrieben. Sie sagte nur die Wahrheit: dass Zweifel normal seien, dass sie genau das sehen wolle. Sie spürte, wie sich etwas in ihr veränderte. Nicht Mitleid. Nicht Zuneigung im klassischen Sinne. Sondern Respekt. Und eine leise Vorfreude darauf, was aus ihm werden könnte.

In der zweiten Woche wurde sie aktiver. Sie schickte ihm das Halsband – ein einfaches Lederband mit einem kleinen Ring. Sie schrieb: „Trag es abends, wenn du allein bist. Nur dann.“ Sie wollte sehen, ob er gehorchte, ohne dass sie es kontrollieren konnte. Er schrieb am nächsten Abend: „Ich trage es. Es fühlt sich richtig an.“
Sie begann, ihm Fragen zu stellen, die tiefer gingen. Über seine Kindheit. Über seine Ängste. Über seine dunkelsten Fantasien. Er antwortete immer. Manchmal brauchte er einen Tag länger, aber er antwortete. Sie las alles. Speicherte es. Nicht, um es später gegen ihn zu verwenden – noch nicht. Sondern um ihn zu verstehen.
Sie masturbierte in diesen Nächten öfter als sonst. Nicht, weil sie ihn begehrte (noch nicht). Sondern weil seine Hingabe sie anturnte. Die Macht. Die Kontrolle. Und die Tatsache, dass er es aushielt.

Die letzten Tage waren für sie die entscheidenden. Sie wusste, dass jetzt der Punkt kam, an dem die meisten aufgaben. Sie las seine Nachrichten mit wachsender Intensität. Er schrieb von Schmerz. Von Tränen. Von dem Wunsch, aufzugeben – und davon, dass er es nicht tat. Weil er nicht wollte, dass sie enttäuscht war.
Am Abend des 13. Tags saß sie lange am Fenster, den Schlüssel in der Hand. Sie dachte an ihre eigene Vergangenheit. An die Männer, die sie gebrochen hatte. An die, die sie verlassen hatten. An die Leere, die immer blieb.
Lukas war anders. Er brach nicht. Er beugte sich.
Am 14. Tag schrieb sie ihm die Einladung.
Sie wusste schon in dem Moment, als sie auf „Senden“ drückte, dass das hier nicht nur eine weitere Geschichte werden würde.
Dass er bleiben könnte.
Dass sie ihn vielleicht nicht mehr gehen lassen wollte.
Und dass das gefährlich war – für sie beide.
Aber genau das machte es spannend.
12. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 03.01.26 10:48

Das zweite Treffen
Es war Samstagabend, der 14. Tag seit dem Café-Treffen. Lukas stand um 18:52 Uhr vor der Tür eines unauffälligen Altbaus in München-Schwabing. Er trug nur Jeans, ein dunkles Hemd und Sneaker – genau wie sie es per Nachricht befohlen hatte. Keine Unterwäsche. Der Keuschheitsgürtel drückte bei jedem Schritt, der Harnröhrenplug brannte leicht, und das Lederhalsband, das sie ihm geschickt hatte, lag eng um seinen Hals. Er hatte den ganzen Tag kaum gegessen, vor Aufregung. Um 19:00 Uhr genau klingelte er.
Die Tür öffnete sich sofort. Victoria stand da in einem schlichten schwarzen Seidenkimono, der bis knapp über die Knie reichte, barfuß, Haare offen. Kein Make-up, kein Leder – nur sie. Ihr Blick war ruhig, aber durchdringend. „Pünktlich. Gut. Komm rein.“
Lukas trat ein. Die Wohnung war warm, indirekt beleuchtet, minimalistisch: dunkle Möbel, ein großer Spiegel an der Wand, Kerzen auf dem Sideboard. Es roch nach Sandelholz und einem Hauch von Rotwein. Sie schloss die Tür, drehte den Schlüssel um – ein leises Klicken, das Lukas durch Mark und Bein ging.
„Zieh dich aus. Alles. Hier im Flur“, sagte sie ruhig, ohne ihn anzusehen, während sie in die Küche ging. Lukas gehorchte. Hemd, Jeans, Socken, Schuhe – alles ordentlich auf einen kleinen Hocker. Nackt stand er da, der Gürtel glänzte im Licht, sein Körper zitterte leicht vor Kälte und Nervosität. Victoria kam zurück mit zwei Gläsern Wasser, stellte eines auf den Boden vor ihn. „Trink. Langsam.“
Er kniete sich hin, trank aus dem Glas auf dem Boden, ohne die Hände zu benutzen – instinktiv, weil es sich richtig anfühlte. Sie beobachtete ihn, sagte nichts. Als er fertig war, stellte sie ihr eigenes Glas ab und trat ganz nah an ihn heran. Ihre Fingerspitzen strichen über das Halsband, dann über den Gürtel. „Du hast ihn die ganzen zwei Wochen getragen. Kein Betrug?“
„Nein“, flüsterte er.
„Lauter.“
„Nein, Viktoria. Kein Betrug.“
Sie lächelte leicht – das erste echte Lächeln, das er sah. „Gut. Komm mit.“
Sie führte ihn ins Wohnzimmer. Auf dem Boden lag eine weiche Decke, daneben ein niedriger Hocker mit Seilen, Klemmen und einem kleinen Vibrator. Keine Melkmaschine, kein extremeres Spielzeug – noch nicht. Sie setzte sich auf das Sofa, schlug die Beine übereinander.
„Knie dich hin. Schau mich an.“
Lukas kniete sich vor sie, Hände auf den Oberschenkeln. Sie musterte ihn lange, sagte nichts. Die Stille war quälend. Minuten vergingen. Er spürte, wie sein Schwanz im Käfig zuckte, wie sein Gesicht heiß wurde.
„Erzähl mir, was die zwei Wochen mit dir gemacht haben. Mit deiner Stimme. Alles.“
Lukas sprach. Er erzählte von den Nächten, in denen er wach lag. Von den Zweifeln. Von der Scham. Von der Erleichterung, wenn ihre Antwort kam. Von dem Moment, in dem er fast aufgegeben hätte – und es doch nicht tat. Seine Stimme brach ein paar Mal. Er weinte nicht, aber seine Augen wurden feucht. Victoria unterbrach nie. Sie hörte nur zu, nickte ab und zu.
Als er fertig war, stand sie auf, ging langsam um ihn herum. „Du hast es gut gemacht. Besser als die meisten.“ Sie blieb hinter ihm stehen, strich mit den Fingern über seinen Rücken. „Jetzt zeige ich dir, was das bedeutet.“
Sie fesselte seine Hände auf dem Rücken – weiche Seile, aber straff. Dann verband sie ihm die Augen mit einem schwarzen Tuch. Dunkelheit. Nur ihr Duft, ihre Stimme, ihre Berührungen.
Sie begann langsam. Erst nur Streicheln – über Schultern, Brust, Bauch. Dann Nägel, die leicht kratzten. Ein Klaps auf den Hintern, nicht hart. Dann fester. Lukas keuchte. Sie lachte leise. „Du reagierst so schön.“
Sie setzte Nippelklemmen an – kleine, mit Kette. Ein Ziehen, ein Brennen. Er stöhnte. Sie zog leicht an der Kette, während sie ihm ins Ohr flüsterte: „Das ist erst der Anfang. Du gehörst mir. Dein Körper. Deine Gedanken. Dein Schmerz.“
Dann kam der Vibrator – klein, direkt auf den Käfig gedrückt. Die Vibration übertrug sich auf den Plug, auf seine Prostata. Lukas wand sich, stöhnte lauter. Sie ließ ihn eine gefühlte Ewigkeit so, brachte ihn an den Rand, zog weg. Wieder. Und wieder. Edgeplay pur. Kein Orgasmus. Nur Qual.
Nach einer Stunde löste sie die Augenbinde. Sie setzte sich wieder aufs Sofa, zog ihn an der Kette zu sich, sodass sein Kopf auf ihrem Schoß lag. Sie streichelte sein Haar – zärtlich, fast mütterlich. „Du hast es gut gemacht. Ich bin stolz auf dich.“
Lukas weinte jetzt wirklich – leise, erleichtert. Sie hielt ihn einfach fest, sagte nichts. Nach einer Weile löste sie die Fesseln, gab ihm Wasser, deckte ihn mit einer Decke zu. Sie saßen noch eine Stunde einfach da, redeten leise. Über Grenzen. Über Safewords („Rot“ und „Gelb“). Über das, was als Nächstes kommen könnte.
Um 23:30 Uhr stand sie auf. „Du darfst gehen. Oder du kannst hier schlafen – auf der Decke, mit dem Gürtel. Deine Entscheidung.“
Lukas schaute sie an. „Ich möchte bleiben.“
Sie lächelte – warm diesmal. „Gut.“
Sie brachte ihm eine Decke und ein Kissen, legte sich selbst ins Bett. Er schlief auf dem Boden neben dem Sofa, das Halsband noch um, der Gürtel eng. Zum ersten Mal seit Wochen schlief er tief und fest.
Als er am Morgen aufwachte, stand sie bereits angezogen da, mit einer Tasse Kaffee. Sie reichte ihm den Schlüssel – aber nur, um ihn vor seinen Augen wieder an ihre Kette zu hängen.
„Nächstes Wochenende wieder. Und dazwischen schreibst du weiter. Jeden Abend.“
Lukas nickte. „Ja, Viktoria.“
Sie beugte sich zu ihm herunter, küsste ihn auf die Stirn – das erste Mal, dass sie ihn küsste. „Du machst das sehr gut, Lukas.“
Er ging nach Hause, erschöpft, wund, aber glücklicher als je zuvor.
Das zweite Treffen war kein wildes Spektakel. Es war intim, langsam, tief.
Es war der Moment, in dem aus Interesse Vertrauen wurde.
Und in dem beide wussten: Das hier würde lange dauern.
13. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 03.01.26 10:55

Lukas trat aus Victorias Haustür in die kühle Münchner Nacht. Es war kurz nach Mitternacht, die Straßen von Schwabing lagen fast menschenleer da, nur das ferne Rauschen der Leopoldstraße und das leise Tropfen des Regens auf den Gehwegplatten. Er zog den Mantel enger um sich, spürte aber sofort wieder das vertraute, unnachgiebige Drücken des Keuschheitsgürtels und das leichte Brennen des Harnröhrenplugs bei jedem Schritt. Der Schmerz war nicht mehr quälend – er war inzwischen ein vertrauter Begleiter, fast ein Liebesbeweis.
Er ging langsam, bewusst langsam, als wollte er die Nacht festhalten. Jeder Meter, den er sich von ihrer Wohnung entfernte, fühlte sich an wie ein sanfter Abschied von etwas Heiligem. Sein Körper war erschöpft: die roten Striemen von den Seilen pochten noch an den Handgelenken, die Nippel brannten von den Klemmen, sein Schwanz pochte hilflos im Käfig, und die Prostata fühlte sich wund und überreizt an. Doch unter all dem körperlichen Chaos lag eine tiefe, warme Ruhe, die er noch nie gespürt hatte.
Sie ist vollkommen.
Der Gedanke kam ganz plötzlich, klar und überwältigend, während er an einer roten Ampel stehen blieb. Er wiederholte ihn im Kopf, als müsste er ihn testen.
Sie ist vollkommen.
Victoria war nicht nur schön – sie war makellos. Nicht äußerlich (obwohl sie das auch war), sondern in ihrer Art zu sein. Die Art, wie sie ihn angeschaut hatte, ohne zu urteilen. Die Art, wie sie ihn gefesselt hatte, ohne Hast, ohne Gier. Die Art, wie sie ihn an den Rand gebracht hatte, wieder und wieder, und dann einfach aufgehört hatte – nicht aus Mitleid, sondern weil sie wusste, dass er genau das brauchte. Sie hatte ihn nicht gebrochen, sie hatte ihn gehalten. In dem Moment, als sein Kopf auf ihrem Schoß lag und sie ihm übers Haar strich, hatte er sich zum ersten Mal in seinem Leben sicher gefühlt. Wirklich sicher.
Sie weiß genau, was ich brauche, bevor ich es selbst weiß.
Lukas ging weiter, die Hände in den Taschen, den Kopf leicht gesenkt. Der Regen fiel fein auf sein Gesicht, aber er bemerkte es kaum. Seine Gedanken kreisten nur um sie.

Sie ist streng, ohne grausam zu sein.
Sie ist zärtlich, ohne schwach zu sein.
Sie ist kalt, wenn es nötig ist, und warm, wenn ich es am meisten brauche.

Er dachte an die zwei Wochen, in denen sie ihn hatte warten lassen. An die kurzen, präzisen Nachrichten, die ihn durch die Nächte getragen hatten. An die Stille, die sie ihm gegeben hatte, als er fast zusammengebrochen war. Sie hatte ihn nicht getröstet wie eine Mutter. Sie hatte ihn geführt wie eine Herrin. Und genau das hatte er gebraucht.
Sie ist die Einzige, die mich wirklich sieht.
Nicht den netten Grafikdesigner. Nicht den netten Sohn. Nicht den netten Freund.

Sie sieht den Teil von mir, den ich immer versteckt habe. Und sie will ihn. Sie liebt ihn sogar.

Bei diesem Gedanken blieb er stehen, mitten auf dem Bürgersteig. Sein Atem ging schneller. Die Erregung im Käfig wurde fast unerträglich, aber diesmal war es keine bloße körperliche Qual – es war etwas Tieferes. Er spürte Tränen in den Augen aufsteigen.
Wenn sie vollkommen ist… warum sollte ich sie dann noch bremsen?
Der Gedanke kam wie ein Blitz. Er dachte an das Safeword, das sie ihm gegeben hatte. „Rot“ und „Gelb“. Er hatte es akzeptiert, weil es vernünftig war, weil es sicher war. Aber jetzt, in diesem Moment, fühlte es sich falsch an. Wie eine Barriere. Wie ein Schutzwall, den er eigentlich gar nicht mehr brauchte.
Wenn ich ihr wirklich vertraue… wenn sie wirklich vollkommen ist… dann brauche ich kein Safeword mehr.
Er stellte sich vor, wie er es ihr vorschlagen würde. Nächstes Wochenende. Bei ihr zu Hause. Er würde vor ihr knien, die Stirn auf dem Boden, und leise sagen:
„Viktoria… ich möchte, dass es kein Safeword gibt. Kein Rot. Kein Gelb. Nur du und ich. Vollkommene Hingabe. Ohne Ausweg. Weil ich weiß, dass du mich nicht zerstören wirst. Weil ich weiß, dass du genau weißt, wie weit du mich bringen kannst. Und weil ich genau das will.“
Der Gedanke ließ ihn zittern – vor Angst und vor Erregung zugleich. Er wusste, dass es gefährlich war. Er wusste, dass es verrückt war. Aber genau das machte es richtig. Er wollte sich ihr ausliefern, nicht nur für eine Session, nicht nur für ein Wochenende – sondern für immer. Er wollte, dass sie diejenige war, die entschied, wann es genug war. Nicht er. Nicht mehr.

Sie wird es verstehen.
Sie wird es nicht als Schwäche sehen.
Sie wird es als das größte Geschenk betrachten, das ich ihr geben kann.

Lukas ging weiter, jetzt etwas schneller. Die U-Bahn-Station kam in Sicht. Er lächelte, obwohl Tränen über seine Wangen liefen. Es war kein trauriges Weinen. Es war Erleichterung. Es war Liebe. Es war Hingabe.
Als er in den fast leeren Zug stieg und sich auf einen Sitz fallen ließ, spürte er den Gürtel, den Plug, das Halsband – und zum ersten Mal fühlten sie sich nicht wie Gefängnis an.
Sie fühlten sich wie Zuhause.
Ich werde es ihr sagen.
Nächstes Wochenende.
Kein Safeword mehr.
Nur sie.
Nur wir.
Und mit diesem Gedanken schloss er die Augen, ließ den Zug ihn nach Hause tragen und fühlte sich zum ersten Mal in seinem Leben wirklich frei.
14. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 03.01.26 10:57

Viktoria schloss die Tür hinter Lukas, drehte den Schlüssel um und lehnte sich einen Moment mit dem Rücken dagegen. Die Wohnung war plötzlich sehr still. Nur das leise Ticken der Küchenuhr und das ferne Rauschen der Stadt draußen. Sie spürte noch die Wärme seines Kopfes auf ihrem Schoß, das leichte Zittern seines Körpers, als er endlich geweint hatte. Sie roch noch seinen Duft – eine Mischung aus Schweiß, Erregung und dem leichten Parfüm, das er trug.
Sie ging ins Wohnzimmer, setzte sich auf das Sofa, genau an die Stelle, wo er gelegen hatte. Die Decke lag noch da, zerknittert, mit einer kleinen Vertiefung, wo sein Körper gewesen war. Sie strich mit der Hand darüber, langsam, als könnte sie die Erinnerung festhalten.
Er hat geweint, dachte sie. Nicht laut, nicht dramatisch. Nur leise, fast unhörbar. Und genau das hatte sie berührt. Nicht das Stöhnen während der Session, nicht das Zucken unter dem Vibrator, nicht die roten Striemen an seinen Handgelenken. Sondern dieses leise, ehrliche Weinen, als er sich endlich fallen ließ.
Sie goss sich ein Glas Rotwein ein, setzte sich ans Fenster und schaute in die Nacht hinaus. Der Regen hatte aufgehört, die Straßen glänzten nass. Sie dachte an seine Worte – wie er alles erzählt hatte, ohne sich zu verstecken. Die zwei Wochen. Die Nächte. Die Zweifel. Die Scham. Und wie er am Ende gesagt hatte: „Ich möchte bleiben.“ Einfach so. Kein Betteln. Keine Manipulation. Nur die Wahrheit.
Er ist nicht wie die anderen.
Das dachte sie nicht zum ersten Mal, aber heute Abend fühlte es sich endgültig an. Die meisten Subs wollten Grenzen überschreiten, aber nur so weit, wie sie es selbst kontrollieren konnten. Sie wollten Schmerz, aber mit Netz. Sie wollten Hingabe, aber mit Ausstiegsklausel. Lukas wollte mehr. Er wollte alles. Und er vertraute ihr genug, es sich einzugestehen.
Sie berührte den Schlüssel an ihrer Kette, der zwischen ihren Brüsten lag. Warm jetzt, von ihrer Haut. Sie dachte daran, wie er morgen aufwachen würde – wund, erschöpft, aber mit diesem neuen Glanz in den Augen. Wie er den Gürtel spüren würde, das Halsband, die Spuren. Und wie er trotzdem lächeln würde.
Er vertraut mir vollkommen.
Der Gedanke war gleichzeitig erregend und beunruhigend. Sie hatte schon viele gehabt, die ihr vertraut hatten. Manche zu sehr. Manche hatten sie am Ende gehasst. Weil sie sie zu weit getrieben hatte. Weil sie keine Gnade gekannt hatte. Sie hatte sich immer gesagt, dass das der Preis war. Dass echte Dominanz bedeutete, dass am Ende jemand zerbrach.
Aber bei Lukas wollte sie das nicht.
Sie wollte, dass er blieb.
Nicht als Wrack. Nicht als Opfer. Sondern als ihr Gegenstück. Als jemand, der ihre Dunkelheit aushielt – und sie vielleicht sogar verstand.
Sie trank einen Schluck Wein. Dachte an seine Worte: „Ich möchte bleiben.“ Und an die Art, wie er sie angesehen hatte, als sie ihm übers Haar strich. Nicht wie ein Sub, der nur gehorchen wollte. Sondern wie ein Mensch, der endlich angekommen war.
Was, wenn er wirklich der ist?
Der Gedanke kam leise, fast flüsternd. Sie hatte ihn sich nie erlaubt. Nicht bei den anderen. Bei ihnen war es immer Macht gewesen. Kontrolle. Spiel. Aber bei Lukas fühlte es sich an wie etwas Größeres.
Sie stand auf, ging ins Schlafzimmer. Der Schlüssel blieb an der Kette. Sie legte sich ins Bett, starrte an die Decke.
Er wird mir schreiben. Heute Abend noch. Um 22:00 Uhr.
Sie lächelte in die Dunkelheit.
Und ich werde antworten.
Weil ich ihn auch nicht mehr gehen lassen will.
Zum ersten Mal seit Jahren schlief Viktoria ein mit dem Gefühl, dass die Macht, die sie hatte, nicht nur zerstören konnte.
Sondern auch etwas Neues schaffen.
15. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 03.01.26 11:03

Es war ein warmer Freitagabend Anfang Juni, drei Wochen nach dem zweiten Treffen. Die Luft in München war schwer von Sommerduft, und Lukas’ Herz fühlte sich an, als würde es gegen den Keuschheitsgürtel schlagen, der ihn seit fast zwei Monaten begleitete. Er hatte in diesen Wochen gelernt, was es bedeutete, wirklich zu warten – nicht nur körperlich, sondern seelisch. Jede Nacht, wenn er seine Zeilen um 22:00 Uhr schrieb, hatte er ein Stück mehr von sich preisgegeben. Und jede Antwort von Victoria – manchmal nur ein Wort, manchmal ein ganzer Absatz – hatte sich wie eine Umarmung angefühlt, die gleichzeitig schmerzte und heilte.
Als er vor ihrer Tür stand, zitterten seine Hände so sehr, dass er kaum klingeln konnte. Er trug nur Jeans und ein dunkles Shirt, wie befohlen. Keine Unterwäsche. Das Halsband lag eng um seinen Hals, versteckt unter dem Kragen. Er fühlte sich nackt, noch bevor er nackt war.
Victoria öffnete. Sie trug ein enges, schwarzes Lederkleid, das ihre Kurven wie eine zweite Haut umschloss, hohe Stiefel und lange Lederhandschuhe. Ihre Haare waren streng zurückgebunden, ihr Blick ruhig, aber durchdringend. Kein Lächeln. Nur ein leichtes Nicken. „Komm rein.“
Lukas trat ein. Die Wohnung war dunkel, nur Kerzen brannten, warfen flackernde Schatten an die Wände. Es roch nach Sandelholz und nach ihr – ein Duft, der ihm inzwischen vertrauter war als sein eigener. Sie schloss die Tür, drehte den Schlüssel um. Das Klicken hallte in ihm wider wie ein Versprechen.
„Zieh dich aus. Hier im Flur. Langsam.“
Er gehorchte. Hemd, Jeans, Schuhe – alles fiel zu Boden. Nackt stand er da, der Gürtel glänzte im Kerzenlicht, sein Körper zitterte nicht nur vor Kälte. Victoria trat ganz nah an ihn heran, hob sein Kinn mit einem Finger. Ihre Augen bohrten sich in seine.
„Schau mich an.“
Er tat es. Und in diesem Moment brach etwas in ihm auf. Er sah nicht nur die dominante Frau, die er sich erträumt hatte. Er sah Viktoria – die Frau, die seine dunkelsten Gedanken gelesen und nicht weggeschaut hatte. Die Frau, die ihn zwei Monate lang geführt hatte, ohne ihn je zu berühren, und die jetzt vor ihm stand, bereit, ihn wirklich zu nehmen.
Seine Augen wurden feucht. „Ich… ich habe Angst“, flüsterte er. „Nicht vor dem Schmerz. Vor dem, was passiert, wenn ich mich wirklich fallen lasse.“
Victoria sagte nichts. Sie strich nur mit dem Daumen über seine Wange, wischte eine Träne weg, die er gar nicht bemerkt hatte. „Das ist gut“, sagte sie leise. „Angst bedeutet, dass es echt ist.“
Sie führte ihn ins Wohnzimmer. Der Bock stand da, schwarz und unnachgiebig. Daneben der Tisch mit den Werkzeugen – und der Melkmaschine. Lukas’ Magen zog sich zusammen, eine Mischung aus Panik und Sehnsucht.
„Leg dich hin.“
Er legte sich auf den Bock, Bauch nach unten, Arme und Beine gespreizt. Sie fesselte ihn – langsam, fast zärtlich. Jede Manschette schloss sich mit einem leisen Klicken. Als sie fertig war, beugte sie sich zu ihm herunter, ihre Lippen nah an seinem Ohr.
„Du bist jetzt mein. Ganz. Und ich werde dich nicht zerstören. Ich werde dich nur so weit bringen, wie du es brauchst.“
Sie begann mit dem Analplug – mittelgroß, vibrierend. Schmierte ihn ein, führte ihn langsam ein. Lukas keuchte, als er seine Prostata berührte. Die Vibration setzte ein – tief, pulsierend. Es war nicht nur körperlich. Es fühlte sich an, als würde sie direkt in seine Seele greifen.
Dann die Nippelklemmen. Sie setzte sie an, zog leicht an der Kette. Der Schmerz schoss durch ihn, aber diesmal war er willkommen. Er war Beweis. Beweis, dass er lebte. Dass er fühlte. Dass er ihr gehörte.
Schließlich die Melkmaschine. Sie entfernte den Käfig – das erste Mal seit fast zwei Monaten. Sein Schwanz sprang frei, hart, rot, tropfend. Sie schmierte Gleitgel auf, schob den Zylinder darüber. Das Summen begann. Das Saugen. Das Melken.
Lukas schrie auf – ein Schrei, der alles enthielt: Erleichterung, Schmerz, Hingabe, Liebe. Die Vibration im Arsch, das Saugen am Schwanz, die Klemmen an den Nippeln – alles verschmolz zu einem Sturm, der ihn überspülte.
Victoria stand neben ihm, eine Hand auf seinem Rücken, die andere an der Fernbedienung. Sie variierte die Geschwindigkeit – mal quälend langsam, mal hart und schnell. Zwischendurch schlug sie leicht mit einer kleinen Peitsche auf seinen Arsch – nicht um zu strafen, sondern um ihn zu erden. Jeder Schlag ein „Ich bin hier“.
Der erste Orgasmus kam wie eine Explosion. Sein Körper krampfte, Sperma schoss in den Zylinder, und er weinte laut – nicht vor Schmerz, sondern weil es zu viel war. Zu viel Gefühl. Zu viel Nähe.
Victoria hörte nicht auf. Sie ließ ihn kommen – wieder und wieder. Zweiter. Dritter. Beim vierten war es trocken, nur Krämpfe. Beim fünften schluchzte er: „Bitte… ich kann nicht mehr… aber hör nicht auf…“
Sie beugte sich zu ihm, küsste seine Stirn. „Ich weiß, mein Schatz. Ich weiß.“
Nach fast zwei Stunden schaltete sie die Maschine ab. Löste die Fesseln. Half ihm auf, hielt ihn, als seine Beine nachgaben. Sie setzte sich mit ihm auf den Boden, zog ihn in ihre Arme, seinen Kopf an ihre Brust. Er weinte – hemmungslos, befreit. Sie hielt ihn einfach fest, streichelte sein Haar, flüsterte: „Du hast es geschafft. Du hast dich mir gegeben. Und ich habe dich genommen. Ganz.“
Lukas konnte kaum sprechen. „Ich… ich liebe dich“, flüsterte er schließlich, ohne nachzudenken.
Victoria erstarrte einen Moment. Dann küsste sie ihn auf den Kopf. „Ich weiß“, sagte sie leise. „Und ich dich auch.“
Sie legte den Gürtel wieder an – sanft, fast zeremoniell. Schloss ab. Hängte den Schlüssel zurück an ihre Kette.
„Du schläfst heute bei mir. In meinen Armen.“
Sie trug ihn fast ins Schlafzimmer, legte ihn neben sich ins Bett. Hielt ihn die ganze Nacht, während er schlief – tief, erschöpft, aber endlich angekommen.
Das war die erste richtige Session.
Nicht nur körperlich.
Sondern die, in der beide ihre Mauern fallen ließen.
In der aus Macht und Hingabe Liebe wurde.
Und in der sie wussten:
Das hier war nicht mehr nur ein Spiel.
Das hier war ihr Leben.
16. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 03.01.26 11:05

So. Das reicht erstmal für diese Woche denke ich.

Mehr dann nächste Woche. Ich will ja nicht das ganze Oulver auf einmal verschießen

Danke für die netten Kommentare.
Das ist wirklich eine meiner wenigen Geschichten, die ich "veröffentlichenswürdig" finde.
17. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von Edwin Prosper am 04.01.26 13:58

Du erzählst auf außergewöhnlich hohem literarischem Niveau. Der Wechsel der Perspektiven, die Schilderung des Geschehens aus der jeweiligen Innenwelt der Protagonisten, gelingt dir mit einer Souveränität, die man nur sehr selten liest. Das ist eine Kunst für sich – ich habe mich selbst einmal daran versucht und weiß, wie enorm schwierig das ist.

Besonders beeindruckend ist die Entwicklung von Viktoria. Die feinen Andeutungen, wie sie zu der Frau geworden ist, die sie heute ist, ihre früheren Erfahrungen, Entscheidungen und Enttäuschungen zeichnest du mit großer psychologischer Tiefe und Zurückhaltung. Ihre Erfahrung von Macht, verbunden mit der schmerzhaften Erkenntnis, sich letztlich doch instrumentalisiert gefühlt zu haben, ist außergewöhnlich präzise, sensibel und zugleich schonungslos klar dargestellt.

Gleichzeitig gelingt dir mit Lukas eine ebenso berührende wie überzeugende Figur. Er ist ein Suchender, einer, der lange unterwegs war – nicht laut, nicht fordernd, sondern tastend, fragend, offen. In der Begegnung mit Viktoria entsteht erstmals die Erfahrung, wirklich gesehen und angenommen zu werden. Die Hoffnung, so geliebt zu werden, wie er ist: ohne Verstellung, mit nackter Ehrlichkeit, ohne Fassade. Diese leise, existenzielle Sehnsucht schreibst du mit großer Wahrhaftigkeit und Tiefe.

Für mich ist diese Geschichte weit mehr als eine Liebesgeschichte. Sie erzählt davon, wie zwei verlorene Seelen einander finden – nicht als Erlösung, sondern als Möglichkeit. Als Raum, in dem Wahrheit, Verletzlichkeit und Liebe zugleich existieren dürfen.

Gestatte mir meine absolute Anerkennung und Hochachtung auszusprechen.

18. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von ChasHH am 04.01.26 14:50

Dem schließe ich mich an.
Es ist keine dumpfe Keuschheitsgeschichte, sondern eine sanfte liebevolle Erzählung.
19. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 10:47

Wenn das hier so gut ankommt, ist mein eigener Anspruch vielleicht auch etwas zu hoch und ich hätte andere Geschichten vor dem Löschen vielleicht auch mal veröffentlichen sollen.

Vielen Dank für die Blumen. Ich befasse mich schon wirklich lange mit Rhetorik, lese aber selbst wenig Bücher und Geschichten, da ich meinen eigenen Stil behalten möchte.

Es geht auch gleich weiter
20. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 10:52

Lukas wachte langsam auf, als das erste sanfte Morgenlicht durch die halb zugezogenen Vorhänge fiel. Es war kurz nach sieben Uhr. Er lag auf der Seite, eng an Viktoria geschmiegt, ihren Arm um seine Taille, ihre Hand flach auf seinem Bauch. Ihr Atem ging ruhig und gleichmäßig an seinem Nacken. Der Duft ihrer Haut – warm, leicht nach Schlaf und dem Sandelholz von gestern – umhüllte ihn. Für einen Moment wusste er nicht, wo er war. Dann kam alles zurück: die Session, die Orgasmen, die Tränen, ihr „Ich dich auch“.
Er bewegte sich kaum, aus Angst, sie zu wecken. Der Keuschheitsgürtel war wieder da – sie hatte ihn gestern Nacht angelegt, sanft, fast liebevoll. Der Plug saß tief, sein Körper fühlte sich wund an, aber auf eine gute, erfüllte Weise. Die Striemen an den Handgelenken pochten leicht, die Nippel waren empfindlich. Alles erinnerte ihn daran, was passiert war. Und statt Scham spürte er nur tiefe Dankbarkeit.
Sie hält mich immer noch, dachte er. Selbst im Schlaf. Ihr Arm war nicht locker, sondern besitzergreifend. Er fühlte sich beschützt. Geliebt. Gewollt.
Viktoria regte sich, zog ihn instinktiv noch näher an sich. Ihre Hand glitt ein Stück tiefer, berührte den Gürtel, blieb dort liegen. Lukas hielt den Atem an. Sie war wach.
„Guten Morgen, mein Schatz“, murmelte sie verschlafen, ihre Stimme rau und warm zugleich. Sie küsste seinen Nacken, ganz leicht, fast zärtlich. „Wie fühlst du dich?“
Lukas drehte sich vorsichtig um, sodass er ihr ins Gesicht sehen konnte. Ihre Augen waren noch halb geschlossen, aber sie lächelte – ein echtes, weiches Lächeln, das er so noch nie bei ihr gesehen hatte. Keine Dominanz in diesem Moment. Nur Nähe.
„Ich… ich weiß nicht, wie ich es sagen soll“, flüsterte er. Seine Stimme brach. „Ich fühle mich… zu Hause. Bei dir. Nach gestern… ich habe keine Worte. Es war alles. Schmerz, Lust, Tränen… und dann du. Du hast mich gehalten. Ich habe mich noch nie so sicher gefühlt.“
Eine Träne lief über seine Wange. Viktoria wischte sie weg, genau wie gestern Abend. „Ich weiß“, sagte sie leise. „Mir geht es ähnlich. Ich habe gestern etwas gespürt, das ich lange nicht mehr zugelassen habe. Du hast dich mir gegeben – wirklich. Nicht nur deinen Körper. Dich. Und ich… ich habe dich genommen. Und ich will dich behalten.“
Sie zog ihn enger an sich, küsste ihn auf die Stirn, dann auf die Lippen – das erste Mal richtig. Ein sanfter, langer Kuss, voller Zärtlichkeit. Keine Dominanz. Nur sie beide.
Sie lagen eine Weile einfach so da, redeten leise. Lukas erzählte, wie er sich jetzt fühlte – wund, leer, aber gleichzeitig erfüllt wie nie zuvor. Dass er immer noch nachhallte von gestern. Dass er Angst hatte, dass es nur ein Traum gewesen sei. Viktoria hörte zu, streichelte ihn, küsste zwischendurch seine Tränen weg.
„Ich habe auch Angst“, gestand sie leise. „Ich habe schon viele gehabt. Aber bei dir ist es anders. Ich will dich nicht zerstören. Ich will dich… bei mir haben. Nicht nur in Sessions. Sondern richtig.“
Lukas nickte, schluchzte leise vor Glück. „Das will ich auch.“
Gegen acht Uhr stand Viktoria auf, zog ein weites Shirt über und ging in die Küche. Lukas durfte liegen bleiben. Er hörte sie hantieren – Kaffeemaschine, Pfanne, das Klirren von Tellern. Kurz darauf kam sie zurück mit einem Tablett: frische Brötchen, Marmelade, Obst, zwei Tassen Kaffee. Sie setzte sich ans Bett, fütterte ihn mit kleinen Stücken – erst ein Stück Brötchen, dann eine Erdbeere. Er aß aus ihrer Hand, schaute sie die ganze Zeit an. Es fühlte sich intim an, fast heiliger als die Session gestern.
„Du bleibst das ganze Wochenende“, sagte sie ruhig. Es war keine Frage. „Heute ruhst du dich aus. Wir reden. Wir kuscheln. Keine Session. Nur wir.“
Lukas nickte, Tränen wieder in den Augen. „Ja. Bitte.“
Sie legte das Tablett weg, zog ihn wieder in ihre Arme. Sie lagen den ganzen Vormittag im Bett – redeten über alles und nichts. Über ihre Kindheiten. Über Ängste. Über Träume. Sie lachten sogar einmal, als Lukas erzählte, wie er gestern fast gestolpert war, weil der Plug so intensiv vibriert hatte. Sie küsste ihn immer wieder, hielt ihn, als wäre er das Kostbarste, das sie je gehabt hatte.
Gegen Mittag duschten sie zusammen – sie wusch ihn vorsichtig, seifte die wunden Stellen ein, küsste jede Strieme. Er durfte sie auch berühren – ganz sanft, ehrfürchtig. Es war keine sexuelle Dusche. Es war Pflege. Nähe. Liebe.
Den Rest des Tages verbrachten sie auf dem Sofa – Lukas mit dem Kopf auf ihrem Schoß, sie mit den Fingern in seinem Haar. Sie schauten einen Film, redeten zwischendurch, schwiegen viel. Abends kochten sie zusammen, aßen am Tisch, hielten Händchen.
Als sie ins Bett gingen, zog sie ihn wieder eng an sich. „Du bist mein“, flüsterte sie. „Und ich bin deine.“
Lukas schlief ein mit dem Gefühl, dass gestern nicht das Ende einer Session war – sondern der Anfang von etwas Größerem.
Von ihnen.
Von Zuhause.
21. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 14:41

Lukas saß in der U-Bahn auf dem Heimweg, Sonntagabend kurz vor 21 Uhr. Der Wagen war fast leer, nur eine ältere Frau mit Einkaufstaschen und ein schlafender Student gegenüber. Er starrte aus dem Fenster in die vorbeiziehenden Tunnelwände, aber er sah sie nicht wirklich. Sein Körper war schwer, erschöpft, aber auf eine gute, tiefe Weise. Jede Bewegung erinnerte ihn an das Wochenende – die leichten Schmerzen an den Handgelenken von den Fesseln, das sanfte Brennen an den Nippeln, das dumpfe Pochen im Arsch vom Plug, der Gürtel, der wieder eng saß und ihn bei jedem Schaukeln der Bahn spüren ließ.
Aber das alles war nur Hintergrund. Im Vordergrund war etwas viel Größeres.
Ich war bei ihr. Das ganze Wochenende.
Der Gedanke kam immer wieder, wie ein Mantra. Er hatte bei ihr geschlafen – zwei Nächte hintereinander. In ihrem Bett. In ihren Armen. Er hatte ihren Duft eingeatmet, ihre Haut gespürt, ihren Herzschlag gehört. Sie hatte ihn gehalten, als wäre er das Kostbarste, was sie besaß. Sie hatte ihn gewaschen, gefüttert, gestreichelt. Sie hatte ihm übers Haar geflüstert: „Du bist mein Schatz.“ Und er hatte es geglaubt. Vollkommen.
Er schloss die Augen, lehnte den Kopf gegen die Scheibe. Die Erinnerungen kamen in Wellen.
Samstagmorgen – sie hat mich geweckt, indem sie mir einen Kuss auf die Stirn gegeben hat. Dann Kaffee ans Bett gebracht. Mich gefragt, wie ich geschlafen habe. Mich einfach angesehen, als wäre ich das Einzige auf der Welt.
Sie hat mich geduscht. Selbst eingeseift. Meine wunden Stellen geküsst. Mir gesagt, dass sie stolz auf mich ist.
Wir haben den ganzen Tag im Bett gelegen. Nur geredet. Gelacht. Sie hat mir von ihrer Kindheit erzählt – Dinge, die sie wahrscheinlich noch nie jemandem gesagt hat. Und ich habe ihr von meiner erzählt. Von der Kälte zu Hause. Von der Angst, nicht genug zu sein. Und sie hat nur genickt. Mich gehalten. Mir gesagt: „Du bist genug. Für mich bist du alles.“
Abends hat sie mir das Halsband wieder umgelegt. Mich geküsst. Mich in den Arm genommen. Und ich habe mich sicher gefühlt. Wirklich sicher.
Lukas öffnete die Augen, spürte, wie Tränen kamen. Nicht vor Traurigkeit. Vor Glück. Er wischte sie weg, bevor jemand es sehen konnte.
Ich will nie wieder weg von ihr.
Der Gedanke war klar, absolut. Er wollte nicht mehr in seine kleine Wohnung zurück. Er wollte bei ihr sein. Jeden Tag. Jeden Morgen aufwachen und sie sehen. Jeden Abend einschlafen in ihren Armen. Er wollte ihr gehören – nicht nur in Sessions. Sondern im Leben.
Sie hat mich nicht nur dominiert. Sie hat mich geliebt.
Er dachte an den Moment, als sie ihn am Sonntagabend zur Tür gebracht hatte. Sie hatte ihn lange geküsst, den Schlüssel an ihrer Kette berührt und gesagt: „Du bist mein. Und ich lasse dich nicht mehr gehen.“ Er hatte genickt, unfähig zu sprechen. Und jetzt, in der U-Bahn, fühlte er sich immer noch in ihren Armen.
Der Gürtel drückte, der Plug saß, aber es fühlte sich nicht wie Gefangenschaft an. Es fühlte sich wie Zugehörigkeit an.
Ich liebe sie.
Und sie liebt mich.
Auch wenn sie es noch nicht laut gesagt hat – ich spüre es.
Er stieg an seiner Station aus, ging die letzten Meter nach Hause. In seiner Wohnung zog er sich nicht aus. Er legte sich ins Bett, das Halsband noch um, und schrieb ihr um 22:00 Uhr:
„Ich bin zu Hause. Aber ich bin nicht wirklich zu Hause.
Mein Zuhause ist bei dir.
Ich vermisse dich schon jetzt so sehr, dass es wehtut.
Aber es ist ein guter Schmerz.
Danke für das Wochenende.
Danke, dass du mich hältst.
Ich liebe dich.
Dein Lukas.“
Er schickte die Nachricht ab, legte das Handy weg und schlief ein – mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Gefühl, dass alles, was kommen würde, richtig sein würde.
Weil er endlich angekommen war.
Bei ihr.
22. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 14:44

Viktoria blieb noch lange an der Tür stehen, nachdem Lukas gegangen war. Sie hatte ihn bis zur U-Bahn begleitet, ihn ein letztes Mal geküsst und ihm nachgeschaut, bis er um die Ecke verschwand. Jetzt war die Wohnung wieder still. Nur das leise Ticken der Uhr und das ferne Rauschen der Stadt. Sie schloss die Tür, lehnte sich mit dem Rücken dagegen und atmete tief durch.
Er war hier. Das ganze Wochenende.
Der Gedanke war einfach, aber er traf sie mit einer Wucht, die sie nicht erwartet hatte. Sie ging ins Wohnzimmer, setzte sich auf das Sofa, genau an die Stelle, wo sie gestern Abend noch eng umschlungen gelegen hatten. Die Decke lag noch da, zerknittert, mit seinem Duft daran. Sie zog sie an sich, vergrub das Gesicht darin und atmete ein. Er roch nach ihr, nach ihnen – nach Schweiß, nach Nähe, nach etwas Neuem.
Er hat sich mir völlig gegeben.
Und ich habe ihn gehalten.
Sie dachte an die Session am Samstag – wie er gezittert hatte, wie er gestöhnt hatte, wie er geweint hatte, als er kam. Nicht vor Schmerz. Sondern vor Erleichterung. Vor Hingabe. Sie hatte ihn an den Rand gebracht, wieder und wieder, und er hatte nicht „Rot“ gesagt. Nicht einmal „Gelb“. Er hatte sie nur angeschaut, mit diesen Augen voller Vertrauen, und gesagt: „Mehr.“
Und dann die Nachsorge. Wie er in ihren Armen gelegen hatte, wie er geschluchzt hatte, wie er „Ich liebe dich“ geflüstert hatte. Sie hatte es erwidert – ohne Zögern. Und es hatte sich richtig angefühlt. Nicht wie eine Lüge, die man Subs sagt, um sie zu halten. Sondern wie die Wahrheit.
Sie stand auf, ging ins Schlafzimmer. Das Bett war noch zerwühlt, sein Kissen lag quer, als hätte er es im Schlaf umarmt. Sie legte sich hinein, zog seine Seite der Decke über sich. Der Schlüssel an ihrer Kette lag kalt zwischen ihren Brüsten.

Was machst du mit mir, Lukas?

Sie dachte an die Momente, in denen sie schwach gewesen war. Als er ihr von seiner Kindheit erzählt hatte – von der Kälte, von der Angst, nicht genug zu sein. Und sie hatte ihm von ihrer erzählt. Von dem Vater, der nie gelobt hatte. Von der Mutter, die nie geschützt hatte. Von den Männern, die sie früher gebrochen hatte, weil sie dachte, das sei Macht. Sie hatte ihm Dinge erzählt, die sie noch nie jemandem erzählt hatte. Und er hatte nur zugehört. Hatte sie gehalten. Hatte gesagt: „Du bist genug.“
Sie spürte Tränen in den Augen. Nicht viele. Nur ein paar. Sie wischte sie weg, aber sie kamen wieder.

Ich habe Angst, dich zu verlieren.

Der Gedanke war neu. Sie hatte noch nie Angst gehabt, einen Sub zu verlieren. Sie hatte sie gehen lassen, wenn sie genug hatte. Oder wenn sie zerbrachen. Aber bei Lukas war es anders. Sie wollte ihn nicht verlieren. Sie wollte ihn behalten. Nicht nur als Sub. Sondern als Mensch. Als Partner. Als ihren.
Sie dachte an seine Worte am Sonntagmorgen: „Ich will nie wieder woanders sein.“ Und wie sie ihn geküsst hatte, weil sie dasselbe fühlte.

Er ist mein Zuhause.

Sie stand auf, ging ans Fenster, schaute in die Nacht. Der Regen hatte wieder eingesetzt, Tropfen liefen an der Scheibe herunter. Sie berührte den Schlüssel an ihrer Kette.

Er vertraut mir vollkommen.
Und ich vertraue ihm.

Sie lächelte – ein kleines, echtes Lächeln.

Ich lasse dich nicht gehen, Lukas.
Nie wieder.

Sie legte sich wieder ins Bett, zog seine Decke über sich. Schloss die Augen. Und schlief ein mit seinem Duft in der Nase und dem Gefühl, dass sie endlich jemanden gefunden hatte, der ihre Dunkelheit nicht nur aushielt – sondern sie liebte.
Genau so, wie sie war.
23. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 14:56

Viktoria konnte nicht schlafen.
In den Nächten nach der ersten richtigen Session lag sie wach, den Schlüssel an ihrer Kette zwischen den Fingern, und starrte an die Decke. Lukas’ Worte hallten in ihr nach – sein leises, gebrochenes „Ich liebe dich“, das er in der Session geflüstert hatte, als er völlig leer und weinend in ihren Armen lag. Es hatte sich so echt angefühlt. So tief. Und genau das machte ihr Angst.
Warum liebe ich ihn schon jetzt so sehr?
Sie hatte sich geschworen, das nie wieder zuzulassen. Liebe war Schwäche. Liebe bedeutete, dass man verlieren konnte. Dass man verletzt werden konnte. Ihre Vergangenheit war voller Männer, die sie angebetet hatten – bis sie die Tiefe ihrer Dunkelheit spürten. Dann hatten sie sie verlassen. Oder sie hatten sie gebeten, „sanfter“ zu sein. „Normaler.“ Und sie hatte sie gehen lassen. Oder zerbrochen.
Aber Lukas… Lukas blieb. Er weinte nicht aus Schwäche. Er weinte aus Hingabe. Er sagte „Ich liebe dich“, während er litt. Während er alles für sie opferte. Und das erschütterte sie bis ins Mark.
Wenn er mich wirklich liebt… warum fühlt es sich dann so unmöglich an?
Sie hatte Angst, dass es eine Illusion war. Dass er sie idealisierte. Dass er die echte Viktoria – die kalte, die fordernde, die gnadenlose – noch nicht gesehen hatte. Sie musste es wissen. Musste ihn testen. Musste ihn an den Rand bringen, bis er entweder blieb – oder ging.
Deshalb stellte sie ihm die Aufgaben. Nicht aus Grausamkeit. Sondern aus purer, verzweifelter Angst. Aufgaben, die nicht nur seinen Körper, sondern seine Seele zerreißen würden. Aufgaben, die ihn zwingen würden, seine Liebe zu beweisen – oder sie zu widerrufen.
„Wenn du alles schaffst“, schrieb sie ihm am Montagabend mit zitternden Fingern, „bekommst du ein Wochenende bei mir. Ein ganzes. Nur wir. Aber wenn du versagst… dann weiß ich, dass deine Liebe Grenzen hat. Und ich ertrage das nicht.“
Lukas las die Nachricht, und sein Herz brach. Er spürte ihre Angst – die gleiche Angst, die er selbst so gut kannte. Sie glaubt mir nicht. Sie denkt, ich werde sie verlassen, wenn es zu schwer wird. Aber ich liebe sie. Mehr als alles. Tränen liefen ihm über die Wangen. Er würde alles tun. Alles ertragen. Um ihr zu zeigen, dass seine Liebe keine Grenzen hatte.
Montag: Die Aufgabe der absoluten Offenbarung
Aufgabe: „Schreib mir einen Brief. Von Hand. 15 Seiten. Erzähl mir jede Scham deines Lebens. Jede geheime Angst. Jede dunkle Fantasie, die du dir selbst nie eingestanden hast. Schick mir Fotos von jeder Seite. Und dann verbrenne ihn vor der Kamera. Allein. Ohne Trost. Ohne dass ich dich halte.“
Lukas schrieb die ganze Nacht. Seine Hand krampfte, Tränen tropften auf das Papier und verschmierten die Tinte. Er schrieb von der Kindheit – von der ständigen Angst, nicht genug zu sein. Von der Scham, als er das erste Mal zu Dominanz-Fantasien gekommen war und sich danach gehasst hatte. Von der tiefen, schwarzen Leere, die er immer in sich getragen hatte. Von der Angst, dass niemand ihn je wirklich lieben würde, weil er „kaputt“ war. Er schrieb, dass er sie liebte – so sehr, dass es wehtat. Dass er für sie sterben würde, wenn sie es wollte.
Als er den Brief verbrannte, filmte er sich. Die Flammen fraßen seine Worte, und er schluchzte laut, fiel auf die Knie, flüsterte immer wieder ihren Namen. „Viktoria… ich liebe dich… bitte glaub mir…“
Er schickte alles. Viktoria las die Fotos Seite für Seite, sah das Video. Und brach zusammen. Sie weinte – hemmungslos, wie sie es seit Jahren nicht getan hatte. Er hat mir seine Seele gegeben. Und ich habe ihn allein gelassen, während sie brannte.
Dienstag: Die Aufgabe der endlosen Sehnsucht
Aufgabe: „Trage den großen Plug den ganzen Tag. Vibration auf hoch für vier Stunden verteilt. Gehe zur Arbeit. Halte alles durch. Schick mir alle 20 Minuten eine Sprachnachricht: Sag mir, wie sehr du mich liebst. Wie sehr du mich brauchst. Wie leer du dich ohne mich fühlst. Egal, wie du dich fühlst.“
Lukas litt körperlich – der Plug dehnte ihn bis an die Grenze, die Vibration ließ ihn zittern, schwitzen, fast kommen, ohne Erlösung. Aber schlimmer war die emotionale Qual. Jede Sprachnachricht war ein Geständnis aus der Tiefe: „Ich liebe dich so sehr, dass es wehtut… Ich brauche dich wie Luft… Ohne dich bin ich nichts… Bitte, Viktoria, glaub mir…“ Seine Stimme brach, er weinte in manchen Nachrichten, flüsterte in anderen. Er schickte über 30.
Viktoria hörte sie alle abends allein. Und mit jeder Nachricht zerbrach ihr Herz ein bisschen mehr. Er sagt es, während er leidet. Während ich ihn quäle. Und er liebt mich trotzdem.
Mittwoch: Die Aufgabe der öffentlichen Bloßstellung der Seele
Aufgabe: „Gehe in ein belebtes Café. Trage das Halsband sichtbar. Setz dich hin. Lies laut vor – aus einem Ausdruck deiner eigenen Liebesnachrichten an mich. Mindestens 10 Minuten. Film dich. Lass die Leute hören, wie sehr du mich liebst. Lass sie dich sehen.“
Lukas tat es. Das Café war voll. Er setzte sich, das Halsband glänzend am Hals, und las laut: „Du bist mein Alles… Ich würde alles für dich opfern… Ich liebe dich mehr als mein Leben…“ Leute starrten, einige lachten leise, eine Frau schüttelte den Kopf. Lukas’ Stimme zitterte, Tränen liefen ihm über die Wangen. Er fühlte sich nackter als je zuvor – nicht körperlich, sondern seelisch. Aber er las weiter. Für sie.
Viktoria sah das Video und konnte nicht atmen. Er hat sich für mich zur Schau gestellt. Seine Liebe. Vor Fremden. Und hat mich nicht verleugnet. Nicht ein Mal.
Donnerstag: Die Aufgabe der totalen Isolation
Aufgabe: „Kein Kontakt zu mir. Den ganzen Tag. Trage Plug und Gürtel. Gehe abends 3 Stunden spazieren. Allein. Denk nur an mich. An meine Zweifel. An deine Liebe. Schick mir am Ende ein 15-minütiges Video: Erzähl mir alles, was du gedacht hast. Und dass du mich liebst – auch wenn ich dich wegstoße. Auch wenn ich dir nicht glaube.“
Lukas litt unter der Stille mehr als unter jedem Schmerz. Keine Nachricht von ihr – das war die schlimmste Folter. Er ging spazieren, weinte auf Bänken, flüsterte ihren Namen in die Nacht. Das Video war ein Strom aus Worten: „Ich liebe dich so sehr, dass ich ohne dich nicht atmen kann… Deine Zweifel tun weh, aber ich verstehe sie… Ich werde dir beweisen, dass meine Liebe echt ist… Egal, wie lange es dauert… Egal, was du von mir verlangst…“ Er schluchzte, fiel auf die Knie, küsste den Boden, als wäre sie da.
Viktoria sah das Video und brach endgültig zusammen. Sie weinte stundenlang. Er liebt mich sogar in meiner Kälte. Sogar in meiner Angst.
Freitag: Die letzte Aufgabe – Der Eid der Seele
Aufgabe: „Schreib mir einen Eid. Von Hand. 20 Seiten. Schwöre mir deine ewige Liebe. Deine absolute Hingabe. Dass du alles ertragen wirst. Dass du mich liebst – trotz meiner Zweifel, trotz meiner Dunkelheit. Lies ihn laut vor, nackt, kniend, weinend. Film es. Und schick mir den Brief per Post.“
Lukas schrieb drei Nächte lang. Seine Hand blutete fast. Er schwor alles: seine Seele, sein Leben, seine Liebe. Er las den Eid vor der Kamera vor – nackt, kniend, Tränen strömend. „Ich liebe dich, Viktoria. Mehr als Worte sagen können. Mehr als Schmerz ertragen kann. Ich bin dein. Für immer. Egal, was kommt.“
Er schickte das Video und den Brief.
Viktoria sah das Video, las den Eid (der Brief kam am Samstag). Und endlich, endlich brach ihr letzter Zweifel.
Sie fiel auf die Knie. Weinend. Schluchzend.
Er liebt mich. Wirklich. Tiefer, als ich es je verdient habe. Tiefer, als ich es je geglaubt habe.
Sie schrieb ihm: „Du hast alles geschafft. Mehr als das. Du hast mir mein Herz zurückgegeben. Komm zu mir. Jetzt. Das Wochenende gehört uns. Und ich liebe dich. So sehr, dass es wehtut.“
Lukas las die Nachricht und fiel zusammen. Er weinte – vor Glück, vor Erleichterung, vor Liebe.
Das Wochenende wurde zu ihrer Heilung.
Zu Tränen. Zu Umarmungen. Zu Sessions, die nicht quälten, sondern heilten.
Zu dem Moment, in dem Viktoria endlich glaubte.
Und in dem sie beide wussten:
Ihre Liebe war echt.
Unzerbrechlich.
Für immer.
24. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 15:20

Die ersten Wochen ihrer Beziehung waren eine Achterbahn aus intensiven Sessions, täglichen Nachrichten und Wochenenden, die Lukas bei Viktoria verbrachte. Sie kannten sich erst seit wenigen Wochen – die Zeit seit dem Café-Treffen war kurz, aber gefühlt wie ein ganzes Leben. Die Verbindung war sofort tief gewesen, fast erschreckend intensiv, und doch hatten sie beide gespürt, dass es echt war.
An diesem Sonntagabend, nach einem Wochenende voller Nähe, Gespräche und leichter, zärtlicher Sessions, stand Lukas angezogen im Flur. Er hatte seinen Mantel übergezogen, die Tasche geschultert. Es war kurz nach 21 Uhr, die U-Bahn würde ihn in 20 Minuten nach Hause bringen. Er drehte sich zu Viktoria um, die im Türrahmen zum Wohnzimmer stand, nur in ihrem schwarzen Seidenhemd, barfuß, die Arme verschränkt.
„Ich… ich fahre jetzt“, sagte er leise, mit einem kleinen, traurigen Lächeln. „Danke für das Wochenende. Es war… perfekt.“
Er machte einen Schritt zur Tür, doch Viktoria trat vor, legte eine Hand auf seine Brust – sanft, aber bestimmt. Ihre Augen waren dunkel, intensiv, voller Emotionen, die sie sonst so gut verbarg.
„Nein“, sagte sie ruhig, aber mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldete. „Du fährst nicht nach Hause. Du bleibst hier. Bei mir. Heute Nacht gehörst du mir. Ganz.“
Lukas erstarrte. Sein Herz setzte einen Schlag aus. Er schaute sie an, suchte in ihrem Gesicht nach einem Zeichen, dass sie es nicht ernst meinte – aber da war keins. Nur diese tiefe, warme Gewissheit. „Wirklich?“, flüsterte er.
„Wirklich“, antwortete sie und zog ihn an der Hand zurück ins Wohnzimmer. Sie schloss die Tür, drehte den Schlüssel um – das vertraute Klicken, das ihn immer durchfuhr. „Zieh dich wieder aus. Langsam.“
Lukas gehorchte. Hemd, Hose, alles fiel zu Boden. Nackt stand er da, der Gürtel noch immer geöffnet von der letzten Session, sein Körper wund, aber lebendig. Viktoria trat nah an ihn heran, strich mit den Fingerspitzen über seine Brust, seinen Bauch, hinunter zu seinem bereits hart werdenden Schwanz. Sie küsste ihn – tief, leidenschaftlich, ihre Zunge tanzte mit seiner.
Dann führte sie ihn ins Schlafzimmer. Die Kerzen brannten noch vom Nachmittag, warfen flackerndes Licht auf das Bett. Sie zog ihr Hemd aus, langsam, ließ es zu Boden gleiten. Ihr Körper war vor ihm – schön, stark, einladend. Sie legte sich aufs Bett, zog ihn zu sich.
„Heute werde ich dir etwas geben, das du dir immer gewünscht hast“, flüsterte sie, während sie ihn auf den Rücken legte und sich über ihn kniete. Ihre Hände strichen über seine Haut, ihre Lippen küssten seinen Hals, seine Brust. „Aber du erfährst es erst, wenn es soweit ist.“
Die Session war sinnlich, langsam, überwältigend intensiv. Keine Fesseln. Keine Peitsche. Nur sie beide. Sie küsste jeden Zentimeter seines Körpers, leckte über seine Nippel, die noch empfindlich waren, strich mit den Fingern über den Gürtelbereich, der wund war von der Woche. Sie brachte ihn an den Rand – mit der Hand, mit dem Mund, mit ihrem Körper, der sich an ihm rieb. Lukas stöhnte, wand sich, hielt sich zurück, wie sie es ihm beigebracht hatte.
Schließlich setzte sie sich auf ihn, nahm ihn in sich auf – ganz, tief, ohne Eile. Ihre Augen verschlossen sich mit seinen. Sie bewegte sich rhythmisch, leidenschaftlich, ihre Hände auf seiner Brust, seine auf ihren Hüften. Sie küssten sich ununterbrochen – tief, atemlos, als wollten sie sich ineinander auflösen.
Lukas spürte, wie die Welle kam – langsam, unaufhaltsam. Er hielt sich zurück, so lange er konnte, wollte den Moment auskosten. Viktoria spürte es, lächelte, beugte sich vor, ihre Lippen an seinem Ohr.
„Komm in mir“, flüsterte sie. „Füll mich. Als Beweis, dass ich dich liebe. Dass ich dich will.“
Lukas’ Augen weiteten sich vor Überraschung und Glück. Er hatte es nicht erwartet – nicht heute, nicht so bald. Die Worte trafen ihn wie ein Geschenk aus dem Himmel. Er kam – intensiv, lang, mit einem tiefen, befreiten Stöhnen, das aus seiner Seele kam. Sein Körper bebte, er hielt sie fest, als wollte er sie nie wieder loslassen. Sie blieb auf ihm sitzen, nahm alles in sich auf, ihre Stirn an seiner, ihre Augen geschlossen vor Glück und Erleichterung.
Dann öffnete sie die Augen. Schaute ihm direkt in die Seele – warm, liebevoll, aber mit diesem unnachgiebigen Glanz, den er so liebte.
„Das war eine sehr seltene Gelegenheit, mein Schatz“, sagte sie leise, aber bestimmt, während sie noch immer auf ihm saß, ihn in sich spürte. „Du hast mich gefüllt. Und jetzt hast du die Aufgabe, alles wieder restlos herauszuholen. Mit deiner Zunge. Weil du mir gehörst. Weil du alles für mich tust.“
Lukas schaute sie an. Keine Träne. Kein Zögern. Nur ein tiefes, stolzes Lächeln. Er nickte. „Ja, Viktoria. Alles für dich.“
Sie hob sich langsam von ihm ab, legte sich neben ihn, spreizte die Beine leicht. Er rutschte hinunter, küsste ihren Bauch, ihre Schenkel, und dann – sanft, ehrfürchtig, voller Liebe – leckte er sie sauber. Jeden Tropfen. Jede Spur von sich selbst. Er tat es nicht aus Zwang. Er tat es aus Stolz. Aus Dankbarkeit. Aus der tiefen Gewissheit, dass er ihr gehörte – und dass sie ihn wollte.
Viktoria schaute ihm zu, strich durch sein Haar. Sie spürte eine tiefe Erleichterung – als hätte sie ihm endlich etwas von ihrer Liebe gegeben, das sie sonst immer zurückgehalten hatte. Die Erlaubnis, in ihr zu kommen. Und gleichzeitig die Bestätigung, dass er blieb. Dass er alles annahm. Dass er sie liebte – in ihrer ganzen Komplexität.
Als er fertig war, zog sie ihn wieder hoch, küsste ihn – tief, leidenschaftlich, schmeckte sich selbst auf seiner Zunge. „Du bist perfekt“, flüsterte sie. „Mein perfekter Junge.“
Lukas lächelte – stolz, glücklich, ganz. „Und du bist mein Alles.“
Sie schliefen eng umschlungen ein. Der Gürtel blieb offen diese Nacht. Keine Fesseln. Nur sie beide.
Am Morgen würde alles wieder seinen geregelten Gang gehen.
Aber in dieser Nacht hatten sie einander bewiesen, was Worte nie könnten:
Ihre Liebe war echt.
25. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 15:46

Der Morgen kam zu schnell. Das erste Licht fiel durch die Jalousien, und Viktoria war wie immer früher wach. Sie lag da, Lukas’ Kopf auf ihrer Brust, und strich ihm durchs Haar. Sie spürte eine tiefe, warme Liebe – aber auch die alte Gewissheit, dass sie die Kontrolle nicht abgeben durfte. Nicht völlig. Nicht jetzt.
Als Lukas aufwachte, lächelte er sie an, küsste ihre Brust, ihre Schulter. „Guten Morgen, meine Viktoria.“
„Guten Morgen, mein Schatz.“ Sie küsste ihn auf die Stirn, hielt ihn noch einen Moment fest. Dann setzte sie sich auf, wurde ernst. „Es ist Montag. Du musst zur Arbeit. Und ich muss dich wieder in die Welt lassen.“
Lukas nickte, aber in seinen Augen lag ein Hauch von Traurigkeit. Er wollte bleiben. Immer bleiben.
Viktoria stand auf, nackt, ging zum Nachttisch und holte den Keuschheitsgürtel. Sie kniete sich vor ihn, schaute ihm in die Augen, während sie ihn langsam wieder anlegte – den Harnröhrenplug einführte, den Käfig schloss. Klick. Der Schlüssel wanderte zurück an ihre Kette.
„Gestern Abend“, sagte sie leise, aber mit fester Stimme, „als ich dich in mir kommen ließ… das war ein Geschenk. Ein Beweis meiner Liebe. Aber es war vorerst einmalig. Eine solche Gelegenheit wirst du dir von jetzt an schwer verdienen müssen. Mit Gehorsam. Mit Hingabe. Mit Geduld.“
Lukas schaute sie an, nickte langsam. Keine Enttäuschung. Nur Verständnis. Stolz. „Ja, Viktoria. Ich werde es mir verdienen.“
Sie lächelte – liebevoll, aber streng. „Gut. Diese Woche lasse ich dich erstmal mit dir selbst. Du wirst allein sein. Du wirst mich vermissen. Du wirst spüren, was es bedeutet, mir zu gehören, ohne dass ich dich halte. Wir sehen uns erst wieder am nächsten Wochenende. Freitagabend, 20 Uhr. Hier.“
Lukas schluckte, spürte schon jetzt die Leere. „Und… bis dahin?“
„Bis dahin hast du eine Aufgabe.“ Sie stand auf, ging zum Schrank und holte einen neuen Plug – größer als der vorige, schwarz, mit einem breiten Fuß und einer leichten Vibration, die sie per App steuern konnte. Sie schmierte ihn ein, drehte sich zu ihm um.
„Bevor du gehst, bekommst du das hier. Du trägst ihn bis zum nächsten Wochenende ununterbrochen. Du darfst ihn nur herausnehmen für Toilettengänge und Hygiene – und direkt danach wieder einführen. Keine Ausreden. Ich werde es wissen.“
Lukas kniete sich hin, ohne dass sie es befehlen musste. Sie trat hinter ihn, spreizte seine Backen, führte den Plug langsam ein. Er keuchte – das Dehnen war intensiv, der Plug füllte ihn vollständig. Als er saß, schaltete sie die Vibration kurz auf niedrig – nur um ihn spüren zu lassen, was kommen konnte. „Das ist dein ständiger Begleiter. Er erinnert dich an mich. An deine Hingabe.“
„Außerdem“, fuhr sie fort, „schreibst du mir täglich einen Bericht. Jeden Abend um 22:00 Uhr. Mindestens 1000 Wörter. Erzähl mir alles: was du gedacht hast, was du gefühlt hast, wie der Plug dich quält, wie sehr du mich vermisst, wie sehr du mich liebst. Sei ehrlich. Sei detailliert. Am nächsten Wochenende trägst du mir alle Berichte vor – laut, kniend, vor mir. Wort für Wort.“
Lukas nickte, die Augen glänzend vor Hingabe. „Ja, Viktoria. Ich werde alles tun.“
Sie zog ihn hoch, küsste ihn – tief, leidenschaftlich, fast verzweifelt. „Ich liebe dich“, flüsterte sie an seinen Lippen. „Und genau deswegen lasse ich dich jetzt gehen. Damit du spürst, was es bedeutet, mir wirklich zu gehören.“
Sie half ihm beim Anziehen, strich ihm das Hemd glatt, küsste ihn ein letztes Mal an der Tür. „Geh jetzt. Und denk an mich. Jede Sekunde.“
Lukas trat hinaus, der Plug pochte bei jedem Schritt, der Gürtel drückte, sein Herz war schwer vor Liebe und Sehnsucht. Er drehte sich noch einmal um. „Ich liebe dich. Bis Freitag.“
Viktoria lächelte – verliebt, aber streng. „Bis Freitag, mein Schatz. Und wehe, du enttäuschst mich.“
Die Tür schloss sich.
Lukas ging zur U-Bahn, allein, aber er fühlte sich nicht verlassen.
Er fühlte sich besessen.
Und das war alles, was er je gewollt hatte.
26. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 15:57

Es war Mittwochmittag, drei Tage nach dem intensiven Wochenende mit Lukas. Viktoria saß in ihrem Büro, starrte auf den Bildschirm, aber ihre Gedanken waren woanders. Sie hatte die ganze Woche kaum geschlafen – nicht vor Erschöpfung, sondern vor einem Gefühl, das sie nicht einordnen konnte. Eine Mischung aus Glück, Angst und dem dringenden Bedürfnis, mit jemandem zu reden.
Sie hatte noch nie jemandem von ihrer dunklen Seite erzählt. Nicht wirklich. Ihre Freundinnen kannten die „starke Viktoria“ – die erfolgreiche Projektmanagerin, die unabhängige Frau, die gerne mal einen One-Night-Stand hatte, aber nie bindungssüchtig war. Sie kannten nicht die Viktoria, die Männer kontrollierte, die Keuschheitsgürtel verschloss, die Sessions plante, die jemanden weinen ließ – vor Lust und Hingabe.
Aber jetzt war da Lukas. Und er veränderte alles.
Sie konnte es nicht mehr für sich behalten. Sie brauchte eine Außenperspektive. Jemanden, der sie kannte, bevor alles begann.
Anna war ihre älteste Freundin – sie kannten sich seit dem Studium, hatten zusammen Partys gefeiert, durch Trennungen geweint, Urlaube gemacht. Anna war verheiratet, hatte zwei Kinder, lebte ein „normales“ Leben. Sie wusste von Victorias Vorliebe für starke Männer, hatte mal gescherzt: „Du brauchst einen, der dich bändigt.“ Aber sie hatte keine Ahnung von der Wahrheit.
Viktoria schrieb ihr am Dienstagabend:
„Hey, hast du morgen Mittag Zeit für einen Kaffee? Ich muss dir was erzählen. Etwas Wichtiges.“
Anna antwortete sofort: „Klar! 12 Uhr im Café am Gärtnerplatz? Freu mich!“

Sie saß schon zehn Minuten zu früh an einem kleinen Tisch draußen, unter einem großen Sonnenschirm, der den Platz vor der prallen Sonne schützte. Der Gärtnerplatz war voll – Leute lachten, Hunde bellten, Kinder rannten um den Brunnen herum. Viktoria nippte an einem Espresso, der bitter und stark war, passend zu ihrer Stimmung. Ihre Hände waren feucht vor Nervosität, der Schlüssel an ihrer Kette lag schwer auf ihrer Brust. Sie trug ein einfaches weißes Blusenkleid, ihre Haare offen, ein Versuch, normal auszusehen – aber innerlich tobte ein Sturm.
Anna kam pünktlich, mit ihrer üblichen Energie. Sie war 35, eine quirlige Mutter mit kurzen blonden Haaren, Sommersprossen und einem Lächeln, das den ganzen Platz erhellte. Sie trug ein luftiges Sommerkleid mit Blumenmuster, eine große Tasche über der Schulter, in der wahrscheinlich Spielzeug für die Kinder steckte. „Viktoria! Da bist du ja!“, rief sie schon von Weitem, winkte enthusiastisch und umarmte sie fest, als sie ankam. „Mein Gott, wie lange ist das her? Drei Wochen? Du siehst super aus! Hast du neue Haare? Oder ist es das Wetter? Warte, ich hol mir schnell einen Latte Macchiato – oder nee, besser einen Iced Coffee, es ist ja so heiß heute! Willst du auch noch was? Dein Espresso sieht aus, als wäre er schon kalt. Ach, egal, ich besorg uns was!“
Viktoria lächelte schwach. „Nur einen Espresso, danke.“
Anna plapperte weiter, während sie zum Tresen ging und gleich zwei Getränke und ein Croissant bestellte. „Die Kids sind heute bei der Oma, stell dir vor, die Kleine hat gestern ihr erstes Wort gesagt! ‚Mama‘, natürlich, was auch sonst? Mein Mann ist total stolz, aber ich sag ihm immer, warte ab, bis sie ‚Papa‘ sagt, dann dreht er durch! Und du? Was gibt’s Neues? Du hast so geheimnisvoll geklungen in deiner Nachricht. Bist du schwanger? Nee, das passt nicht zu dir. Oder hast du den Job gewechselt? Erzähl schon!“
Sie setzte sich endlich, stellte die Getränke ab und biss herzhaft in das Croissant. „Mmm, das ist göttlich. Jetzt schieß los, ich bin ganz Ohr! Aber warte, ich muss schnell mal checken, ob die Oma eine Nachricht geschickt hat – ja, alles gut, die Kids spielen. So, jetzt bin ich da. Was ist los?“
Viktoria holte tief Luft. Ihr Herz pochte so laut, dass sie es in den Ohren hörte. „Anna… ich muss dir was erzählen. Etwas Persönliches. Etwas, das ich noch nie jemandem gesagt habe. Und ich hab Angst, dass du mich danach anders siehst.“
Anna wurde ernst, legte das Croissant beiseite und nahm Victorias Hand. „Hey, Süße, du machst mir Angst. Was ist denn? Bist du krank? Oder ist was mit deiner Familie? Warte, nein, das ist es nicht, oder? Du siehst nicht krank aus, im Gegenteil, du strahlst ja fast! Ist es ein Mann? Oh mein Gott, es ist ein Mann, oder? Erzähl! Wie heißt er? Wie sieht er aus? Wo habt ihr euch kennengelernt? Ist er süß? Hat er Kinder? Warte, nein, das passt nicht zu dir, du magst ja keine Kinder, oder? Na ja, meine sind ja auch süß, aber du weißt schon. Los, spuck’s aus!“
Viktoria lachte leise, trotz ihrer Nervosität. Annas Wortschwall war tröstlich, wie immer. Sie begann zu erzählen – langsam, stockend zuerst. Von ihrer Kindheit, der Kälte zu Hause, der Sehnsucht nach Kontrolle. Von Berlin, den ersten Erfahrungen in der Szene. Von ihrer Rolle als Dominante. Anna hörte zu, ihre Augen wurden immer größer, aber sie unterbrach nicht sofort. Stattdessen nickte sie, drückte Victorias Hand fester.
Als Viktoria zu Lukas kam – dem Forum, der ersten Nachricht, dem Café, den zwei Wochen, der ersten Session – platzte Anna heraus: „Warte, warte, warte! Ein Forum? BDSM? Du meinst, so mit Peitschen und Fesseln? Oh mein Gott, Viktoria, das ist ja wie in einem Film! Und er trägt so einen Gürtel? Den ganzen Tag? Und du hast den Schlüssel? Das ist… das ist Wahnsinn! Aber warte, er liebt das? Und du auch? Erzähl mehr! Wie fühlt sich das an? Tut das weh? Und die Session – was habt ihr gemacht? Warte, nein, das ist zu privat, oder? Aber du erzählst es mir ja, also erzähl! Ich meine, ich hab immer gedacht, du bist so die Starke, die Unabhängige, und nun das! Aber es passt zu dir, oder? Du hast immer alles unter Kontrolle gehabt. Und er? Ist er süß? Jung? Älter? Warte, du hast gesagt, er ist Grafikdesigner, das klingt kreativ, das passt zu dir! Oh Mann, ich freu mich so für dich! Endlich mal einer, der dich wirklich verdient! Aber warte, ist das nicht gefährlich? Psychisch, mein ich? Für ihn? Für dich? Ach, du weißt schon, was du tust, du bist ja die Kluge von uns. Erzähl weiter, ich will alles wissen!“
Viktoria lachte, trotz der Tränen in ihren Augen. Annas Redefluss war wie ein Strom aus Wärme – sie urteilte nicht, sie war einfach da, plapperte, fragte, freute sich. Viktoria erzählte weiter: von der Nacht, in der sie ihn in sich kommen ließ, von der Demütigung am Ende, von der Liebe, die sie fühlte. Anna hörte zu, nickte, unterbrach immer wieder mit „Oh mein Gott!“ oder „Das ist ja romantisches Zeug!“ oder „Ich freu mich so für dich, Süße!“
Als Viktoria fertig war, war Anna die Erste, die weinte. „Viktoria… das ist… das ist wunderschön! Ich meine, ich versteh nicht alles, ich bin ja die Langweilige mit Mann und Kindern, aber das klingt nach echter Liebe! Nach etwas, das du verdient hast! Du hast immer so allein gewirkt, so stark, aber allein. Und nun hast du jemanden, der dich so nimmt, wie du bist! Mit all dem… dem Leder und den Schlüsseln und dem! Ich freu mich so sehr für dich! Warte, ich hol uns noch Kuchen, wir feiern das! Und erzähl mir mehr von Lukas – ist er süß? Hat er Tattoos? Warte, nein, das ist unwichtig, wichtig ist, dass er dich glücklich macht! Und du ihn! Oh, Viktoria, das ist der Hammer! Ich umarme dich!“
Anna umarmte sie fest, lachte durch die Tränen. „Und wenn du mal jemanden brauchst, der babysittet oder so, damit ihr… na ja, Zeit habt… ich bin da! Ha, stell dir vor, ich passe auf eure Sessions auf – nee, Quatsch, aber ernsthaft, ich freu mich riesig! Du verdienst das!“
Viktoria weinte jetzt auch – vor Erleichterung, vor Freude. Sie hatte es erzählt. Und Anna war nicht geflohen. Sie freute sich. Sie plapperte. Sie war immer noch ihre Freundin.
Der Kaffee wurde zu einem dreistündigen Gespräch. Anna fragte alles Mögliche – neugierig, aber nie verurteilend. „Und der Gürtel, tut das weh? Warte, nee, das geht mich nichts an, aber ich stell mir das vor wie… wie ein Abenteuer! Und du bist die Heldin! Oh, Viktoria, ich bin so stolz auf dich!“
Als sie sich verabschiedeten, umarmten sie sich lange. Anna flüsterte: „Du bist die Beste. Und er hat Glück, dich zu haben.“
Viktoria ging nach Hause, das Herz leicht. Sie hatte es jemandem erzählt. Und die Welt war nicht untergegangen. Im Gegenteil – sie fühlte sich stärker. Bereit, Lukas alles zu geben. Weil sie endlich glaubte, dass sie es verdient hatte.
27. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von Chastityenterprise am 05.01.26 15:58

Oh! Schade! Schon wiederzu Ende! Verflixt noch mal...


Danke für diene Mühen und Geduld
28. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 16:49

Zitat
Oh! Schade! Schon wiederzu Ende! Verflixt noch mal...


Danke für diene Mühen und Geduld



Es geht noch weiter
29. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von devota2 am 05.01.26 17:28

Respekt
Das ist eines der besten Geschichten, die ich je gelesen habe. Dein Schreibstil ist unglaublich. Man kann sich richtig rein versetzen, als wäre man dabei.
Vielen lieben Dank dafür
Ich hoffe, dass es noch viele neue Kapitel geben wird
30. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von ChasHH am 05.01.26 19:06

Mit einem Wort: Traumhaft.
31. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 05.01.26 22:05

Die Woche, die Viktoria ihm auferlegt hatte – allein, mit dem großen Plug, dem verschlossenen Gürtel und den täglichen Berichten –, wurde für Lukas zu einer der emotional intensivsten Zeiten seines Lebens. Es war nicht nur körperliche Qual. Es war eine seelische Reise, in der er sich selbst und seine Liebe zu Viktoria tiefer kennenlernte als je zuvor.

Montag: Der erste Tag – Verlust und Dankbarkeit
Lukas kam in seiner Wohnung an, die plötzlich leer und fremd wirkte. Er zog sich aus, legte sich nackt ins Bett, das Halsband noch um. Der Plug pochte bei jeder Bewegung, ein ständiges, tiefes Ziehen. Er lag da, starrte an die Decke und spürte eine Welle von Traurigkeit – nicht weil sie ihn weggeschickt hatte, sondern weil er sie vermisste. Schon jetzt. Nach wenigen Stunden.
Sie ist nicht hier. Ihr Duft ist weg. Ihre Stimme. Ihre Berührung.
Tränen kamen. Er weinte leise in sein Kissen. Aber es waren keine Tränen der Verzweiflung. Es waren Tränen der Dankbarkeit. Sie hat mich gehen lassen, weil sie mich liebt. Weil sie weiß, dass ich das brauche – um zu spüren, wie sehr ich ihr gehöre.
Er dachte an die Nacht zurück – an den Moment, in dem er in ihr kommen durfte. An ihr Flüstern: „Komm in mir.“ An die Wärme, die Nähe, die absolute Vereinigung. Und dann an den Befehl danach – ihn sauber zu lecken. Er hatte es getan, ohne Zögern, und sich stolz gefühlt. Sie hat mir ihr Innerstes gegeben. Und ich habe es angenommen. Alles.
Um 22:00 Uhr schrieb er seinen ersten Bericht. Lange, detailliert. Von der Sehnsucht. Von der Liebe, die wehtat. Von der Gewissheit, dass er ihr gehörte. Er schickte ihn ab und schlief ein – mit ihrem Namen auf den Lippen.

Dienstag: Der Schmerz der Leere
Der Tag im Büro war eine Qual. Der Plug dehnte ihn ständig, das Gewicht des Gürtels zog, und jede Sitzung, jedes Meeting erinnerte ihn daran, dass er allein war. Er dachte ständig an sie – an ihre Stimme, an ihre Hände, an ihren Geruch. Er vermisste sie so sehr, dass es körperlich schmerzte.
Warum tut das so weh? Weil sie mein Zuhause ist. Weil ich ohne sie nur existiere, aber nicht lebe.
Abends schrieb er wieder – von der Leere in seiner Wohnung, von der Stille, die ihn erdrückte. Von der Angst, dass sie ihn vielleicht doch nicht so liebte, wie er sie. Aber dann von der Gewissheit: Nein. Sie liebt mich. Sie testet mich, weil sie es selbst nicht glauben kann. Und ich werde es ihr beweisen.
Er weinte beim Schreiben. Aber es war ein gutes Weinen. Ein Weinen der Hingabe.

Mittwoch: Die Erkenntnis der Stärke
Mittwoch wurde der Tag der Erkenntnis. Lukas wachte auf, spürte den Plug, den Gürtel, und lächelte. Er fühlte sich nicht schwach. Er fühlte sich stark. Stark, weil er das für sie tat. Stark, weil er ihre Liebe verdiente.
Ich bin nicht mehr der Junge aus meiner Kindheit, der Angst hatte, nicht genug zu sein. Ich bin ihr. Und das macht mich ganz.
Er ging zur Arbeit, hielt durch, trotz der ständigen Erinnerung. Abends schrieb er von dieser Stärke. Von der Liebe, die ihn trug. Von der Vorfreude auf das Wochenende. Er schrieb, dass er sie mehr liebte als je zuvor – gerade weil sie ihn allein ließ.

Donnerstag: Die Sehnsucht wird zur Ekstase
Donnerstag wurde die Sehnsucht fast unerträglich. Der Plug pochte, der Gürtel drückte, und Lukas’ Körper schrie nach Erlösung. Aber er dachte an sie – an ihre Worte: „Du wirst es dir schwer verdienen müssen.“ Und das machte ihn stolz.
Ich halte durch. Weil ich sie liebe. Weil ich ihr gehöre. Weil sie es wert ist.
Abends schrieb er seinen längsten Bericht bisher. Von der körperlichen Qual. Von der emotionalen Ekstase. Von der Liebe, die ihn durchtrug. Er schrieb, dass er sie anbetete. Dass er ohne sie verloren wäre. Dass er alles für sie tun würde.
Er schlief ein mit einem Lächeln. Der Schmerz war da. Aber die Liebe war größer.

Freitag: Der Tag der Vorfreude
Freitag war der Tag der Vorfreude. Lukas wachte auf und wusste: Heute Abend sehe ich sie wieder. Der Plug, der Gürtel, die Woche der Trennung – alles hatte ihn vorbereitet. Er fühlte sich gereinigt. Bereit. Ganz.
Er schrieb seinen letzten Bericht – voller Liebe, voller Dankbarkeit, voller Hingabe. Er schrieb, dass er sie mehr liebte als je zuvor. Dass er stolz war. Dass er ihr gehörte – für immer.
Als er die Nachricht abschickte, lächelte er. Tränen der Freude in den Augen.
Heute Abend bin ich wieder bei ihr.
Mein Zuhause.
Meine Liebe.
Meine Viktoria.
Er ging zur Arbeit, hielt durch, zählte die Stunden.
Und wusste: Die Woche der Trennung hatte ihn nicht geschwächt.
Sie hatte ihn stärker gemacht.
In seiner Liebe.
In seiner Hingabe.
In seinem Sein.
Er war bereit.
Für sie.
Für immer.
32. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 06.01.26 09:07

Lukas stand um 20:00 Uhr genau vor der Tür. Seine Hände zitterten, als er klingelte. Die Woche war eine einzige, endlose Qual der Sehnsucht gewesen – der Plug, der ihn ständig an sie erinnerte, der Gürtel, der seine Erregung in eine süße Folter verwandelt hatte, und vor allem die Berichte. Jeden Abend hatte er sich hingesetzt und seine Seele entblößt: wie sehr er sie vermisste, wie leer seine Wohnung ohne sie war, wie er nachts weinte, weil er ihren Duft nicht roch, ihre Stimme nicht hörte. Er hatte geschrieben, dass er sie liebte – nicht nur als Herrin, sondern als Mensch. Als seine Liebe. Als sein Zuhause.
Viktoria öffnete. Sie trug das schwarze Lederkorsett, das ihre Kurven umschloss wie eine zweite Haut, den kurzen Rock, die hohen Stiefel. Aber in ihren Augen lag etwas Neues – eine Mischung aus Strenge und tiefer, fast verletzlicher Zärtlichkeit. Als sie ihn ansah, spürte Lukas, wie sein Herz sich zusammenzog. Sie hat mich vermisst. Genau wie ich sie.
Sie zog ihn hinein, schloss die Tür und küsste ihn – nicht hart, sondern tief, verzweifelt, als hätte sie die ganze Woche nur auf diesen Moment gewarttet. Ihre Hände umfassten sein Gesicht, ihre Lippen verschmolzen mit seinen, und er spürte Tränen in ihren Augen. „Mein Schatz“, flüsterte sie an seinem Mund. „Du hast es geschafft. Du hast mir deine Seele gegeben. In jedem Bericht.“
Lukas’ Augen wurden feucht. „Ich liebe dich. So sehr, dass es wehtut. Die Woche ohne dich… sie hat mir gezeigt, wie sehr du mein Leben bist.“
Viktoria hielt ihn fest, ihre Stirn an seiner. „Ich weiß. Und ich liebe dich auch. Mehr, als ich je gedacht hätte.“
Sie ließ ihn sich ausziehen, knien. Aber ihre Berührungen waren zärtlich – sie strich über das Halsband, küsste seine Stirn, während er vor ihr kniete. „Bedien mich“, sagte sie leise. Er goss Wein ein, massierte ihre Füße, küsste ihre Stiefel – jede Berührung voller Liebe, voller Dankbarkeit. Er spürte, wie sie ihn ansah – nicht nur als Sub, sondern als ihren Mann. Als ihren Geliebten.
Dann die Erregung. Sie fesselte seine Hände hinter dem Rücken, entfernte den Gürtel. Ihr Blick war voller Verlangen, aber auch voller Fürsorge. Sie strich über ihn, pumpte ihn langsam, brachte ihn an den Rand – wieder und wieder. Lukas keuchte, sein Körper bebte, aber er weinte nicht aus Frustration. Er lächelte durch die Qual. „Für dich“, flüsterte er. „Alles für dich.“
Viktoria küsste ihn, Tränen in den Augen. „Du bist so stark. So mein.“
Samstag – Die intensivste Session: Körper und Seele verschmelzen
Der Samstag wurde zur Session, die Lukas’ Vorstellungskraft überstieg – nicht nur körperlich, sondern emotional. Viktoria weckte ihn mit Küssen, hielt ihn fest, flüsterte: „Heute gebe ich dir alles. Und nehme alles.“
Sie ließ ihn sie lecken – stundenlang. Er kniete zwischen ihren Beinen, seine Zunge erkundete sie, brachte sie zum Höhepunkt – wieder und wieder. Jedes Mal, wenn sie kam, hielt sie seinen Kopf fest, schaute ihm in die Augen, flüsterte: „Du machst mich so glücklich. Du bist mein.“ Lukas spürte Tränen – nicht vor Schmerz, sondern vor der Intensität der Nähe. Sie lässt mich sie berühren. Sie lässt mich sie lieben.
Dann der Flogger – leichte, rhythmische Schläge, die seine Haut rot werden ließen, seine Erregung steigerten. Jeder Schlag war ein „Ich liebe dich“. Dann der Strapon – sie nahm ihn langsam, tief, ihre Hände auf seinen Hüften, ihre Stimme in seinem Ohr: „Fühl mich. Fühl, wie ich dich nehme. Weil du mein bist.“ Lukas gab sich hin – nicht nur körperlich. Seine Seele öffnete sich vollständig. Er spürte keine Demütigung. Nur Liebe.
Die Nippelklemmen kamen – schwer, ziehend. Der Schmerz war scharf, aber er hielt ihn aus, schaute sie an, lächelte. „Für dich. Weil ich dich liebe.“
Der Höhepunkt war das Facesitting. Viktoria setzte sich auf sein Gesicht – ihre Schenkel um seinen Kopf, ihre Wärme, ihr Duft überall. Sie rieb sich an ihm, benutzte ihn zur eigenen Lust. Lukas gab alles – leckte, saugte, hielt die Luft an, so lange er konnte. Die Welt wurde eng, die Luft knapp, Panik mischte sich mit Ekstase. Ich gebe ihr alles. Auch meinen Atem. Das Zimmer wurde dunkel… und er verlor das Bewusstsein.
Als er wieder zu sich kam, keuchte er, blinzelte. Viktoria saß noch auf ihm, lächelte strahlend, selbstverständlich, ihre Augen voller Liebe. „Huch, da warst du wohl kurz weg“, sagte sie leichthin, aber mit einer Zärtlichkeit, die ihn durchflutete. Sie rutschte höher, fuhr fort – kam laut, zitternd, hielt ihn fest.
Lukas war nicht verängstigt. Er war erfüllt. Sie hat mich an den Rand gebracht. Und ich bin zurückgekommen. Für sie.
Der Gürtel blieb nur ab, wenn seine Hände gefesselt waren. Er kam nicht. Aber er fühlte sich nicht leer. Er fühlte sich ganz.
Sonntag – Der Videocall und der Abschied in Liebe
Sonntagmorgen kuschelten sie lange. Viktoria hielt ihn, flüsterte: „Du hast alles ausgehalten. Ich bin so stolz. So verliebt.“
Dann der Videocall. Sie fesselte ihn auf dem Bett – Arme und Beine gespreizt, nackt, der Gürtel an, Nippelklemmen mit Kette. Er lag da, hilflos, aber sein Blick war voller Stolz, voller Liebe. Viktoria rief Anna an, hielt das Handy so, dass alles sichtbar war.
„Anna, schau mal, wen ich dir zeige. Das ist Lukas. Mein Lukas.“
Anna quietschte vor Freude. „Oh mein Gott, Viktoria! Er ist ja wunderschön! Und… wow… das ist intensiv! Hallo Lukas! Du siehst glücklich aus! Viktoria hat mir alles erzählt – und ich freu mich so riesig für euch! Ihr seid das süßeste, verrückteste Paar ever! Lukas, du machst sie so glücklich, das sieht man! Und Viktoria, du strahlst ja wie ein Honigkuchenpferd!“
Lukas lächelte schüchtern, aber stolz. „Hallo Anna… danke. Sie macht mich glücklich. Mehr als alles.“
Anna plapperte weiter, lachte, freute sich. Viktoria strich über seine Brust, küsste ihn vor der Kamera. „Er ist perfekt.“
Der Call endete mit Lachen und Umarmungen durch die Kamera.
Der Rest des Sonntags war zärtlich – Kuscheln, Reden, leichte Berührungen.
Sonntagabend, kurz vor 21 Uhr. Das Wochenende neigte sich dem Ende zu – ein Wochenende, das Lukas’ Seele bis in die tiefsten Schichten geöffnet hatte. Sie hatten geredet, gelacht, geweint, sich geliebt und einander in einer Intensität gehalten, die beide verändert hatte. Nun saßen sie im Wohnzimmer, das Kerzenlicht flackerte sanft, die Luft schwer von ihrem Duft und der Nähe.
Viktoria saß auf dem Sofa, in einem schwarzen Seidenkimono, die Beine übereinandergeschlagen, ein Glas Rotwein in der Hand. Lukas kniete nackt vor ihr, wie sie es befohlen hatte – der Keuschheitsgürtel wieder verschlossen, der Plug noch in ihm, die Haut noch leicht gerötet von den Sessions. In seinen Händen hielt er einen Ordner – die ausgedruckten Berichte der vergangenen Woche, die er jeden Abend um 22:00 Uhr geschrieben hatte. Jede Seite war ein Stück seiner Seele, voller Liebe, Sehnsucht, Schmerz und Hingabe.
„Du weißt, was jetzt kommt“, sagte Viktoria leise, ihre Stimme warm, aber bestimmt. Ihre Augen ruhten auf ihm – voller Stolz, voller Liebe, voller tiefer Emotion. „Du trägst mir alles vor. Wort für Wort. Kniend. Nackt. Vor mir. Und du schaust mich an, während du sprichst.“
Lukas nickte. Seine Stimme zitterte leicht vor Ergriffenheit. „Ja, Viktoria.“ Er spürte keine Scham. Nur tiefe Dankbarkeit. Sie will meine Seele hören. Alles von mir.
Er öffnete den Ordner, begann mit dem ersten Bericht – Montagabend. Seine Stimme war ruhig, aber voller Gefühl. Er las langsam, Wort für Wort:
„Heute war der erste Tag ohne dich. Ich bin nach Hause gekommen, und die Wohnung fühlte sich leer an. Dein Duft war weg. Deine Stimme. Deine Berührung. Ich habe mich ins Bett gelegt, den Plug gespürt, den Gürtel, und geweint – nicht aus Schmerz, sondern weil ich dich so sehr vermisse. Du bist mein Zuhause. Ohne dich bin ich nur ein Schatten. Ich liebe dich mehr, als Worte sagen können…“
Er las weiter – jede Seite, jeden Tag. Seine Stimme brach manchmal, wenn er von der tiefsten Sehnsucht sprach, von den Nächten, in denen er wach lag und ihren Namen flüsterte, von der Liebe, die ihn durch die Qual trug. Er schaute sie an, während er las – direkt in ihre Augen. Kein Wegschauen. Kein Verstecken.
Viktoria hörte zu, ohne ihn zu unterbrechen. Ihre Augen wurden feucht, ihre Hand hielt das Weinglas fester. Sie spürte jede Emotion in seiner Stimme – die Verletzlichkeit, die Stärke, die absolute Hingabe. Mit jedem Wort fühlte sie, wie ihre Liebe zu ihm wuchs, wie sie sich sicherer wurde. Er liebt mich wirklich. Bis in die tiefste Seele. Und er gibt mir alles.
Als er beim letzten Bericht ankam – Freitagabend, voller Vorfreude und Dankbarkeit – brach seine Stimme. Er weinte nicht laut, nur Tränen liefen leise über seine Wangen. „…und ich weiß jetzt, dass ich dir gehöre. Für immer. Dass meine Liebe keine Grenzen hat. Dass ich alles für dich tun würde. Weil du mein Alles bist. Ich liebe dich, Viktoria. Mehr als mein Leben.“
Er schloss den Ordner, legte ihn vor sie auf den Boden, die Stirn auf ihre Füße. „Das war alles. Alles von mir.“
Viktoria stellte das Glas ab, zog ihn hoch in ihre Arme. Sie hielt ihn fest, weinte mit ihm – leise, befreit. „Du bist das Schönste, was mir je passiert ist“, flüsterte sie. „Deine Worte… deine Seele… du hast mir alles gegeben. Und ich liebe dich dafür. Mehr, als ich je jemanden geliebt habe.“
Sie küssten sich – tief, lang, voller Gefühl. Sie hielten einander, als wollten sie die Zeit anhalten.
Dann löste sie sich sanft, schaute ihm in die Augen – liebevoll, aber mit diesem strengen Glanz, den er so liebte.
„Du fährst jetzt nach Hause. Aber du weißt, dass du mir gehörst.“
Lukas nickte, lächelte durch die Tränen. „Ja, Viktoria.“
„Und du bekommst eine neue Aufgabe“, sagte sie, ihre Stimme wurde fester. „Diese Woche wirst du jeden Abend um 22:00 Uhr ein Foto von dir schicken – nackt, kniend, mit dem Plug und dem Gürtel. Und du schreibst mir einen Satz: ‚Ich gehöre Viktoria. Meine Liebe ist grenzenlos.‘ Jeden Tag. Am Wochenende trägst du mir die Sätze vor – und zeigst mir, wie du sie gelebt hast.“
Lukas spürte eine Welle von Liebe und Hingabe. „Ja, Viktoria. Ich werde es tun. Alles für dich.“
Sie half ihm beim Anziehen, küsste ihn ein letztes Mal an der Tür – zärtlich, leidenschaftlich. „Geh jetzt, mein Schatz. Und denk an mich. Jede Sekunde.“
Lukas trat hinaus, der Plug pochte, der Gürtel drückte, sein Herz war voll. Er weinte nicht aus Traurigkeit. Er lächelte – stolz, erfüllt, geliebt.
Sie hat meine Seele gehört. Und sie liebt mich dafür.
Er ging nach Hause – allein, aber nicht einsam.
Denn er trug sie in sich.
Für immer.
33. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 06.01.26 09:22

Viktoria saß allein in ihrer Wohnung, der Abend dämmerte, und das Licht der untergehenden Sonne warf lange Schatten durch die Fenster. Sie hatte Lukas gerade gehen lassen – sein Lächeln beim Abschied, seine Worte „Ich liebe dich“ hallten noch in ihr nach. Aber statt der Wärme, die sie spüren sollte, kroch eine kalte, vertraute Angst in ihr hoch. Sie goss sich ein Glas Wein ein, setzte sich auf das Sofa, wo sie ihn gestern noch gehalten hatte, und starrte ins Leere.
Warum habe ich ihn gehen lassen?, dachte sie. Weil ich Angst habe. Vor mir selbst. Vor dem, was ich ihm antue.
Ihre Ängste waren alt, tief verwurzelt, wie Wurzeln, die sich durch ihre Seele fraßen. Sie kamen aus ihrer Kindheit – aus den Nächten, in denen ihr Vater sie ignoriert hatte, weil sie „zu viel“ fühlte, zu viel wollte. Aus den Momenten, in denen ihre Mutter sie gewarnt hatte: „Sei nicht so fordernd, Kind. Sonst verlässt dich jeder.“ Und sie hatten sich verstärkt in ihrer Jugend, in Berlin, wo sie gelernt hatte, dass Macht der einzige Schutz vor Verletzung war. Jeder Mann, der sie geliebt hatte, war gegangen – weil sie zu hart war, zu dominant, zu ehrlich in ihrer Dunkelheit. Sie hatten sie „ungefährlich“ gewollt. Und sie hatte sie zerbrochen, bevor sie es tun konnten.
Bei Lukas war es anders. Er blieb. Er liebte sie – mit all ihrer Intensität. Und genau das machte die Angst größer. Was, wenn ich ihn zerbreche? Was, wenn meine Liebe zu ihm so stark ist, dass ich ihn zu weit treibe? Sie dachte an die Session, an den Moment, in dem sie ihn in sich hatte kommen lassen. Es war nicht nur Lust gewesen. Es war Verletzlichkeit. Ein Stück von sich, das sie ihm gegeben hatte. Und dann der Befehl, sie sauber zu lecken – ihre Art, die Kontrolle zurückzuerobern, weil die Nähe sie erschreckte.
Er weint nicht. Er ist stolz. Aber was, wenn er eines Tages weint – vor Schmerz, den ich ihm zugefügt habe? Die Angst saß tief – die Angst, dass sie nicht liebenswert war, wenn sie wirklich sie selbst war. Dass ihre Dunkelheit zu groß war, um geliebt zu werden. Dass Lukas eines Tages aufwachen würde und sah, was sie wirklich war: eine Frau, die Kontrolle brauchte, um nicht zu zerbrechen.
Sie nahm den Schlüssel in die Hand, der an ihrer Kette hing. Er hat mir alles gegeben. Und ich habe Angst, dass es nicht reicht. Dass ich nicht reiche. Tränen kamen – heiß, still, rollten über ihre Wangen. Sie weinte selten. Aber heute Nacht weinte sie für die kleine Viktoria, die nie geliebt worden war. Für die Frau, die nun liebte – und Angst hatte, diese Liebe zu verlieren.
Am nächsten Morgen wischte sie die Tränen weg, schaute in den Spiegel. Ich muss es wissen. Muss ihn testen. Weil ich ihn liebe. Weil ich ihn nicht verlieren will.
Sie machte einen Plan, die Angst blieb. Aber darunter wuchs die Hoffnung. Vielleicht ist er der, der bleibt. Der, der meine Dunkelheit liebt – weil sie seine ist.
Und so begann der nächste Schritt.

Es war Mittwoch. Lukas saß in der Kantine seiner Agentur, aß ein Sandwich und scrollte durch sein Handy – heimlich eine alte Nachricht von Viktoria lesend, um sich durch den Tag zu tragen. Der Gürtel saß wie immer, der Plug war heute ein kleinerer, aber vibrierender, den sie ihm am Wochenende eingesetzt hatte. Er lächelte bei dem Gedanken an sie, spürte die vertraute Mischung aus Sehnsucht und Stolz.
Plötzlich stand sie da.
Viktoria. In einem eleganten, aber unauffälligen Sommerkleid, Sonnenbrille in den Haaren, eine kleine Tasche über der Schulter. Sie lächelte – dieses Lächeln, das ihn immer schwach machte – und setzte sich ihm gegenüber, als wäre es das Normalste der Welt.
„Überraschung“, sagte sie leise, ihre Stimme warm, aber mit diesem Unterton, der ihn sofort in den Sub-Modus versetzte.
Lukas’ Augen weiteten sich. „Viktoria… was machst du hier?“ Er schaute sich um – Kollegen saßen in der Nähe, niemand achtete wirklich auf sie, aber er fühlte sich plötzlich nackt, obwohl er angezogen war.
„Ich wollte dich sehen“, sagte sie, nahm seine Hand unter dem Tisch. „Und mit dir reden. Über etwas Wichtiges.“
Sie bestellte sich einen Kaffee, plauderte erst ein bisschen über seinen Tag, seinen Job, das Wetter – ganz normal, fast wie ein Paar auf einem Date. Lukas entspannte sich, aber innerlich pochte sein Herz. Er wusste, dass sie nicht einfach so gekommen war.
Nach ein paar Minuten wurde ihr Blick ernst. Sie drückte seine Hand fester.
„Lukas… ich muss dich etwas fragen. Etwas, das mich schon lange beschäftigt.“
Er nickte, schluckte. „Alles. Frag mich alles.“
Sie schaute ihm tief in die Augen. „Du sagst immer, dass du alles für mich tun würdest. Dass deine Liebe keine Grenzen hat. Dass du mir gehörst – vollkommen.“
„Ja“, flüsterte er. „Und ich meine es. Mit jedem Teil von mir.“
Viktoria atmete tief ein. Ihre Stimme wurde leiser, intensiver. „Dann frag ich dich: Kannst du dir vorstellen, dass ich… andere Menschen in unsere Sessions einbeziehe? Dass ich dich vor anderen zur Schau stelle? Dass ich dich vielleicht sogar von anderen berühren lasse – unter meiner Kontrolle? Dass ich dich teile, um zu sehen, ob deine Liebe wirklich so stark ist, dass du das für mich erträgst?“
Lukas erstarrte. Sein Gesicht wurde blass, dann rot. Er spürte den Gürtel, den Plug, die Nähe der Kollegen – und die Tiefe ihrer Worte. Es war der ultimative Test. Der Beweis, den sie brauchte.
Viktoria fuhr fort, ihre Stimme zitterte leicht vor Emotion. „Weißt du, Lukas… all die Sessions, all die Aufgaben… sie sind nicht nur Spiel für mich. Sie sind mein Weg, deine Liebe zu spüren. Zu beweisen. Ich habe Angst – tiefe Angst –, dass deine Liebe irgendwann Grenzen hat. Dass du mich verlässt, wenn es zu viel wird. Wenn ich zu dunkel bin. Und deswegen teste ich dich. Immer wieder. Weil ich nur dann glauben kann, dass du wirklich bleibst. Dass du mich liebst – mit allem, was ich bin.“
Tränen standen in ihren Augen. Sie hielt seine Hand so fest, dass es wehtat.
„Ich brauche den ultimativen Liebesbeweis. Dass du alles für mich tust. Auch das, was dich am meisten kostet. Dass du dich mir hingibst – nicht nur mir allein, sondern meiner Kontrolle, egal wie sie aussieht.“
Lukas spürte, wie sein Herz brach – nicht aus Schmerz, sondern aus unendlicher Liebe. Er sah ihre Verletzlichkeit, ihre Angst, die sie sonst so gut verbarg. Er drückte ihre Hand zurück, seine Stimme war ruhig, aber voller Gefühl.
„Viktoria… ich liebe dich. Mehr als alles. Und ja. Ich kann es mir vorstellen. Ich will es sogar. Wenn es das ist, was du brauchst, um zu glauben. Wenn es das ist, was dich glücklich macht. Dann teile mich. Zeig mich. Lass andere mich berühren – unter deiner Kontrolle. Ich werde alles ertragen. Weil ich dir gehöre. Weil meine Liebe keine Grenzen hat. Weil du mein Alles bist.“
Tränen liefen über Victorias Wangen. Sie beugte sich vor, küsste ihn – kurz, aber tief, mitten in der Kantine, egal wer zusah.
„Du bist unglaublich“, flüsterte sie. „Mein perfekter Junge. Mein Alles.“
Sie wischte ihre Tränen weg, lächelte wieder – strahlend, erleichtert. „Dann bereite dich vor. Das nächste Wochenende wird anders. Es wird der ultimative Beweis. Und du wirst ihn bestehen. Weil ich es weiß.“
Lukas lächelte – stolz, erfüllt, voller Liebe. „Ja, Viktoria. Für dich. Immer.“
Sie verabschiedeten sich mit einem letzten Kuss. Viktoria ging, und Lukas saß da, das Herz voller Liebe und Vorfreude.
Er wusste: Er würde alles tun.
Weil sie es brauchte.
Und weil er sie liebte.
Unaufhaltsam.
Grenzenlos.
Für immer.
34. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von goya am 06.01.26 11:00

Hallo housebutler,

vielen Dank für die Fortsetzung...

Ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen...

Ein kleines Meisterwerk!

Vielen Dank für die Zeit die du für uns opfert...

Liebe Grüße

goya
35. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 06.01.26 12:22

Die Zeit ist schon längst geopfert. Ich stelle es hier nur in kleinen Teilen online, damit ihr auch länger was davon habt.

Danke für die Blumen!
36. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von Edwin Prosper am 06.01.26 17:23

Deine Sprache und dein Gespür für innere Zustände tragen die Geschichte nach wie vor mit großer Empathie. Man spürt in jeder Zeile, wie sehr du bei deinen Figuren bist und wie liebevoll du ihren gemeinsamen Raum ausleuchtest.

Gleichzeitig habe ich beim Lesen der letzten Fortsetzungen ein Gefühl, das mich an klassische Filmschlüsse erinnert: jenen Moment, in dem sich zwei Menschen gefunden haben, die Musik anschwillt – und der Zug in den Tunnel fährt. Nicht, weil danach nichts mehr käme, sondern weil das Kino traditionell genau dort aufhört.

An diesen Punkt befindest du dich gegenwärtig. Das Ankommen ist erzählt, das Glück ist da – aber dramaturgisch ist es ein Zustand, kein Geschehen. Und Zustände sind literarisch heikel: Sie sind schön, warm, richtig – und zugleich schwer in Bewegung zu halten, ohne sich zu wiederholen.

Ich sehe, dass du diesen Punkt nun nicht als Abschluss behandelst, sondern als Schwelle. Er soll jetzt also geteilt werden. Tja, jenseits des „Gefundenseins“ beginnt der andere, oft unbequemerer Raum: Reibung, Infragestellungen, Angst vor Verlust, das langsame Wiederauftauchen alter Muster.

Das ist dann weniger romantisch, aber erzählerisch radikaler. Bin gespannt, in welche erzählerische Bereiche du steigst.

37. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 14:12

Zitat
Das Ankommen ist erzählt, das Glück ist da – aber dramaturgisch ist es ein Zustand, kein Geschehen. Und Zustände sind literarisch heikel: Sie sind schön, warm, richtig – und zugleich schwer in Bewegung zu halten, ohne sich zu wiederholen.


Da sagst Du was. Bei fast jeder Geschichte, die ich bisher geschrieben habe, ist mir genau dies passiert. Dann denke ich manchmal, dass ich vielleicht doch lieber "einfache" Geschichten, ohne die Lesererwartung, dass nun etwas erotisches passiert, schreiben sollte.
Aber das ist mir dann auch meistens zu langweilig. Wir sind ja nicht ohne Grund in einem Forum wie diesem zusammengekommen. Tee trinken, Briefmarken sammeln und einfache Geschichten lesen... - das können dann die anderen machen.

Erneut: Vielen Dank für das Kompliment und gleich poste ich mal noch ein paar Teile, denke ich.
38. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 14:16

Lukas saß wieder an seinem Schreibtisch, die Uhr zeigte 13:45 Uhr, und die Mittagspause war gerade erst vorbei. Sein Sandwich lag unangerührt vor ihm, der Kaffee kalt geworden. Die Kollegen um ihn herum plauderten über das Wochenende, tippten auf Tastaturen, lachten über einen Witz – aber für Lukas war die Welt um ihn herum zu einem diffusen Rauschen geworden. Sein Körper pulsierte vor Erregung, der Keuschheitsgürtel fühlte sich enger an als je zuvor, und jeder Gedanke kreiste um sie. Um Viktoria. Um ihren Überraschungsbesuch, der ihn aus dem Nichts herausgerissen und in einen Strudel aus Geilheit und Spannung gestürzt hatte.
Gott, sie war einfach da, dachte er, während er blind auf den Bildschirm starrte, ohne ein Wort des E-Mails zu registrieren, die er eigentlich bearbeiten sollte. Ihr Duft hing noch in seiner Nase – dieser subtile Mix aus Leder, Parfüm und ihrer Haut, der ihn immer schwach machte. Sie hatte in ihrem Sommerkleid so unschuldig ausgesehen, so normal, als sie sich ihm gegenübersetzte, aber ihre Worte… ihre Worte hatten ihn innerlich explodieren lassen. „Kannst du dir vorstellen, dass ich andere Menschen in unsere Sessions einbeziehe? Dass ich dich vor anderen zur Schau stelle? Dass ich dich vielleicht sogar von anderen berühren lasse – unter meiner Kontrolle?“
Die Frage hallte in seinem Kopf nach, und mit jedem Nachhall wuchs die Erregung in ihm. Sein Schwanz drückte gegen den Käfig, pochte verzweifelt, unfähig, sich zu entfalten, und das machte ihn nur geiler. Sie will den ultimativen Beweis, dachte er, und der Gedanke ließ seinen Puls rasen. Er war gespannt – nein, mehr als das: er war fiebrig vor Vorfreude. Was würde sie sich ausdenken? Welche Grenzen würde sie überschreiten lassen? Er konnte sich nicht konzentrieren, seine Finger trommelten unruhig auf der Tastatur, während Phantasien durch seinen Kopf jagten, eine wilder als die andere.
In seiner Vorstellung sah er sie: Viktoria, die ihn in ein dunkles Zimmer führte, wo Schatten warteten – Fremde, Männer und Frauen, die sie ausgewählt hatte. Sie würde ihn fesseln, nackt, den Gürtel abnehmen, seinen Schwanz entblößen, und dann… Sie lässt mich von ihnen berühren, dachte er, und ein Schauer der Geilheit durchfuhr ihn. Hände auf seiner Haut, Finger, die ihn streichelten, quälten, während Viktoria zusah, ihre Augen glänzend vor Macht. Sie würde befehlen: „Lasst ihn leiden. Lasst ihn betteln.“ Und er würde betteln – nicht um Gnade, sondern um mehr. Um zu beweisen, dass seine Liebe keine Grenzen kannte. Sein Schwanz würde pochen, hart und tropfend, und sie würde die Melkmaschine ansetzen, während andere ihn hielten, ihn folterten. Sie würde mich von ihnen melken lassen, phantasierte er, und der Gedanke ließ ihn auf seinem Stuhl hin und her rutschen, die Erregung so stark, dass er leise keuchte. Die Kollegin am Schreibtisch nebenan schaute kurz auf, aber er lächelte nur abwesend, während in seinem Kopf die Szene weiterlief: Fremde Hände an seinen Nippeln, Klemmen, die zogen, während Viktoria flüsterte: „Das tust du für mich. Zeig ihnen, wie sehr du mich liebst.“
Der Nachmittag wurde zur Qual. Er versuchte, sich auf eine Präsentation zu konzentrieren – Farben auswählen, Layouts anpassen –, aber seine Gedanken schweiften immer wieder ab. Was, wenn sie Frauen einbezieht?, dachte er geil, die Spannung baute sich auf. Frauen, die ihn demütigten, die ihn leckten, während Viktoria zusah, ihre Stimme befehlend: „Lasst ihn leiden. Lasst ihn wollen.“ Er stellte sich vor, wie sie ihn an einen Stuhl fesselte, die Melkmaschine ansetzte, und andere ihn berührten – Finger in seinem Arsch, Hände an seinem Schwanz, während er nicht kommen durfte. Die Geilheit wurde unerträglich, sein Körper heiß, der Gürtel ein Gefängnis, das ihn nur noch mehr anturnte. Er musste auf die Toilette, um sich zu beruhigen, starrte in den Spiegel, sah seine geröteten Wangen, und flüsterte: „Für sie. Alles für sie.“
Bis zum Feierabend konnte er sich kaum konzentrieren. Meetings verschwammen, E-Mails blieben halb geschrieben. Seine Gedanken waren ein Wirbel aus Phantasien: Sie lädt Freunde ein – dominante Männer, die mich nehmen, während sie zusieht, ihre Augen voller Stolz. Oder Frauen, die mein Gesicht reiten, während sie mich melkt. Und ich… ich halte durch. Weil ich sie liebe. Weil ich ihr gehöre. Die Spannung baute sich auf, machte ihn unruhig, geil, gespannt wie eine Feder. Er konnte kaum sitzen, der Plug pochte bei jedem Gedanken, und er wusste: Bis Freitag würde er explodieren.
Am Donnerstag war es noch schlimmer. Im Büro tippte er falsche Zahlen ein, vergaß Termine, starrte aus dem Fenster. Seine Phantasien wurden detaillierter: Viktoria in einem Raum voller Leute. Sie fesselt mich, öffnet den Gürtel, lässt mich von Fremden berühren. Hände überall. Münder. Sie steht da, befehlt: ‚Macht ihn geil. Aber lasst ihn nicht kommen.‘ Und ich stöhne, bettle, aber nur für sie. Weil ich ihren Beweis brauche – dass sie mir vertraut. Dass sie meine Liebe glaubt. Die Geilheit war permanent, sein Schwanz drückte gegen den Käfig, und er musste mehrmals auf die Toilette, um sich zu beruhigen, die Hände zu Fäusten geballt, um nicht zu berühren.
Freitag war der Höhepunkt der Spannung. Er saß am Schreibtisch, unfähig, etwas zu tun. Seine Gedanken rasten: Was, wenn sie mich teilt? Wenn sie mich von anderen fi**en lässt, während sie mich melkt? Wenn sie mich demütigt, vor allen, und ich nur stolz bin, weil es für sie ist? Die Vorfreude machte ihn high – geil, gespannt, bereit. Er konnte kaum atmen, sein Körper kribbelte, und als die Uhr endlich 17 Uhr zeigte, rannte er fast aus dem Büro.
Er wusste: Das Wochenende würde kommen. Und mit ihm der Beweis. Seine Liebe. Ihre Liebe. Alles.
39. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 14:21

Viktoria saß in ihrer Wohnung, der Abend dämmerte, und die Sonne warf lange Schatten durch die hohen Fenster. Es war Donnerstag, der Tag nach ihrem überraschenden Besuch bei Lukas in der Mittagspause. Der Schlüssel an ihrer Kette lag schwer auf ihrer Brust, und sie drehte ihn gedankenverloren zwischen den Fingern. Die Wohnung war still – zu still –, und in dieser Stille krochen ihre Gedanken hoch, unerbittlich und widersprüchlich. Sie hatte das Gespräch mit Lukas geplant, um Klarheit zu schaffen, um den ultimativen Beweis zu fordern, aber nun, allein, fühlte sie sich zerrissen. Habe ich das Richtige getan? Ist es fair, ihn das alles zuzumuten?
Sie stand auf, ging in die Küche und goss sich ein Glas Rotwein ein – der dritte an diesem Abend. Der Wein war trocken, bitter, passend zu ihrem inneren Chaos. Sie dachte an Lukas’ Gesicht in der Kantine – seine Augen, die sich weiteten, als sie die Frage stellte: „Kannst du dir vorstellen, dass ich andere in unsere Sessions einbeziehe?“ Er hatte nicht gezögert. „Ja“, hatte er gesagt, mit einer Stimme voller Geilheit und Spannung. „Wenn es das ist, was du brauchst.“ Seine Erregung war spürbar gewesen, sein Körper hatte gezittert, und sie hatte gespürt, wie sehr er darauf brannte. Aber sie? Sie war innerlich zerrissen.
Er liebt mich. Wirklich. Und ich liebe ihn so sehr, dass es wehtut. Aber genau diese Liebe machte ihr Angst. Was, wenn sie zu weit ging? Was, wenn sie ihn verlor, weil sie ihre Dunkelheit nicht zügeln konnte? Die Vorbereitung auf das Wochenende begann in diesem Moment – nicht mit dem Aufräumen der Wohnung oder dem Herrichten der Werkzeuge, sondern mit der Entscheidung, wer dabei sein würde. Sie brauchte den Beweis. Den ultimativen Beweis, dass seine Liebe stark genug war, um alles zu ertragen. Dass er sie liebte – nicht trotz, sondern wegen ihrer Dunkelheit.
Sie setzte sich an den Laptop, die Finger zitterten leicht. Zuerst schrieb sie Anna. Ihre Freundin, die sie erst kürzlich in alles eingeweiht hatte. „Hey, Anna. Hast du am Wochenende Zeit? Ich brauche dich bei etwas… Persönlichem. Lukas wird da sein. Und ich möchte, dass du zusiehst. Vielleicht auch mitmachst – aber angezogen, nichts Sexuelles für dich. Es geht um Vertrauen. Um mich.“
Anna antwortete innerhalb von Minuten: „Oh mein Gott, Viktoria! Natürlich! Ich bin total neugierig und freu mich für euch! Wann und wo? Soll ich Kuchen mitbringen? Warte, nein, das passt nicht… Aber ich bin da! Für dich!“ Viktoria lächelte durch die Tränen. Anna war ihre Stütze – die Normalität in ihrer Welt.
Dann der Mann. Sie wählte sorgfältig. Nicht irgendeinen. Sondern Mark, einen alten Bekannten aus der Szene – dominant, aber respektvoll, ein Mann, der Sessions als Kunst sah. Sie hatte ihn vor Jahren in einem Club getroffen, sie hatten ein paar Mal zusammen gespielt, aber nie emotional. Er war perfekt – anonym genug für Lukas, vertraut genug für sie. Sie schrieb ihm: „Mark, ich brauche dich für eine Session am Wochenende. Zuschauen, mitmachen – unter meiner Kontrolle. Es geht um meinen Sub. Details per Call.“
Mark rief an. „Viktoria, lange nicht gehört. Klar, ich bin dabei. Erzähl.“
Sie erzählte – von Lukas, von ihrer Liebe, von dem Beweis. Mark hörte zu, fragte nach Grenzen. „Kein Safeword“, sagte sie. „Er hat es so gewollt. Aber ich passe auf ihn auf.“
Nach dem Call saß sie da, das Herz raste. Ist das fair? Ihm das zuzumuten? Ihn vor anderen zu entblößen? Ihn berühren zu lassen? Die Angst schnürte ihr die Kehle zu. Sie liebte ihn so sehr, dass es wehtat. Sie wollte ihn nicht verletzen. Aber sie musste wissen. Musste den ultimativen Beweis, dass seine Liebe so tief war wie ihre. Dass er blieb – egal was.
Sie weinte leise. Was, wenn ich ihn damit verliere? Was, wenn er mich danach hasst? Aber dann dachte sie an seine Worte: „Ja. Wenn es das ist, was du brauchst.“ Seine Geilheit, seine Spannung. Er wollte es. Er brauchte es vielleicht genauso wie sie.
Sie stand auf, ging ins Spielzimmer. Sie räumte auf, legte Werkzeuge bereit: den Bock, Fesseln, Klemmen, den Strapon, Gleitgel, die Melkmaschine. Sie putzte alles – akribisch, als könnte sie so ihre Ängste wegwischen. Sie stellte Sessel für Anna und Mark bereit – Anna würde zuschauen, vielleicht eine Hand auf Lukas’ Schulter legen, ihn streicheln, aber angezogen bleiben. Mark würde mitmachen – ihn berühren, ihn nehmen, unter ihrer Kontrolle. Lukas würde gemolken werden, gefoltert, benutzt – und sie würde sehen, ob seine Liebe hielt.
Die Vorbereitung war emotionaler als körperlich. Sie saß stundenlang da, schrieb Notizen: Grenzen, die sie einhalten würde, auch ohne Safeword. Zeichen, auf die sie achten würde. Ich liebe ihn zu sehr, um ihn zu zerstören. Aber die Angst blieb. Ist es fair? Ihm das zuzumuten? Ihn zu teilen, nur weil ich den Beweis brauche?
Am Freitagmorgen schickte sie ihm eine Nachricht: „Heute Abend. 20 Uhr. Sei bereit. Für alles.“
Sie war zerissen. Liebe und Angst kämpften in ihr. Aber sie wusste: Der Beweis würde kommen. Und dann… dann konnte sie endlich glauben. Dass sie liebenswert war. Dass er blieb. Für immer.
40. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 14:39

Lukas stapfte durch die abendlichen Straßen Münchens, die Luft schwer und schwül vom nahenden Gewitter, das sich am Horizont zusammenbraute. Sein Herz pochte wie ein Trommelwirbel in seiner Brust, ein chaotisches Durcheinander aus Aufregung, Angst und einer rohen, pulsierenden Geilheit, die ihn kaum atmen ließ. Jeder Schritt fühlte sich an wie ein Schritt in eine unbekannte Tiefe, und der Keuschheitsgürtel, der ihn seit Wochen einschloss, schmerzte bei jeder Bewegung. Der Plug, den er trug, verschob sich leicht, sandte Wellen der Stimulation durch seinen Körper, die seine Erektionen immer wieder aufkeimen ließen – nur um sie gnadenlos im Käfig zu ersticken. Der Schmerz war süß, quälend, ein ständiges Ziehen in seinen Lenden, das ihn geil machte, ohne Erlösung zu versprechen. Verdammt, das Ding wird immer enger, dachte er, und ein Schauer lief ihm über den Rücken, Gänsehaut breitete sich aus, als ob die Luft elektrisch geladen wäre.
Sein Kopf war ein Wirbelsturm. Was muss ich noch alles tun, um ihr zu beweisen, dass ich sie abgöttisch liebe? Die Frage bohrte sich in ihn, wie der Plug in seinen Arsch. Er hatte schon so viel gegeben – die Wochen der Enthaltsamkeit, die Berichte, in denen er seine Seele entblößt hatte, die Sessions, in denen er sich hingegeben hatte, ohne Safeword, ohne Grenze. Und doch spürte er ihre Zweifel, diese unsichtbare Mauer, die sie umgab. Sie braucht den ultimativen Beweis, dachte er, und die Vorstellung ließ seinen Schwanz erneut gegen den Käfig pressen, ein scharfer Stich der Geilheit, der ihn keuchen ließ. Was, wenn sie andere einbezieht? Wenn sie mich vor Fremden entblößt, mich berühren lässt, mich benutzen lässt – nur um zu sehen, ob ich bleibe?
Die Phantasien überschwemmten ihn, während er schneller ging, der Kloß in seinem Hals wurde dicker, machte das Schlucken schwer. Er stellte sich vor, wie sie ihn in einen dunklen Raum führte, Kerzen flackern, Schatten tanzen. Andere da – Männer, Frauen, ihre Augen hungrig. Viktoria würde befehlen: „Zeig ihnen, wie sehr du mich liebst.“ Sie würde den Gürtel öffnen, seinen harten Schwanz entblößen, und dann… Fremde Hände auf meiner Haut, dachte er, und die Geilheit explodierte in ihm, sein Käfig schmerzte, als eine weitere Erektion versuchte, sich durchzusetzen. Sie streicheln mich, quälen mich, während sie zusieht. Ein Mann, der mich nimmt, während sie mich melkt. Frauen, die mich reiten, meine Nippel foltern, und ich stöhne nur ihren Namen. Die Spannung baute sich auf, sein Atem ging schneller, Gänsehaut kroch über seine Arme, seinen Nacken. Wird sie mich teilen? Mich von anderen fi**en lassen, während sie flüstert: ‚Das tust du für mich?‘ Ja. Ja, ich würde es tun. Alles, um ihr zu zeigen, dass meine Liebe abgöttisch ist. Dass ich ihr gehöre – Körper, Seele, alles.
Der Kloß in seinem Hals wurde größer, machte das Atmen schwer, als ob die Emotionen ihn würgten. Was, wenn das nicht reicht? Was muss ich noch tun? Mich tätowieren lassen? Mich vor ihrer Freundin entblößen? Vor Fremden betteln? Die Gedanken machten ihn geiler, der Käfig wurde zur Folter, ein ständiges Ziehen, das ihn fast zum Keuchen brachte. Er stellte sich vor, wie sie ihn an einen Stuhl fesselte, die Melkmaschine ansetzte, und andere zusahen, ihn berührten, ihn demütigten. Sie würde sagen: ‚Beweis mir deine Liebe.‘ Und ich würde kommen – oder nicht kommen – nur für sie. Die Vorfreude war überwältigend, sein Körper kribbelte, Gänsehaut überall, als ob elektrische Ströme durch ihn jagten.
Endlich erreichte er ihr Haus. Die Treppen hoch, jeder Schritt ein Kampf gegen den Plug, der sich verschob und neue Wellen der Erregung sandte. Vor ihrer Tür blieb er stehen, der Kloß im Hals so dick, dass er schlucken musste. Seine Hände schwitzten, sein Schwanz pochte schmerzhaft im Käfig. Was wird passieren? Wird sie mich testen? Mich teilen? Mich brechen? Die Geilheit mischte sich mit Spannung, ein Knoten in seinem Bauch.
Er hob die Hand, drückte den Klingelknopf. Das Schrillen hallte durch den Flur – und durch sein Herz.
41. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 14:46

Anna saß am Donnerstagabend in ihrem Wohnzimmer, die Kinder schliefen endlich, ihr Mann war bei einem Kumpel zum Fußballschauen. Die Wohnung war ruhig, nur das leise Summen des Kühlschranks und das Ticken der Uhr. Sie hielt ihr Handy in der Hand, starrte auf Victorias letzte Nachricht vom Donnerstag:
„Freitagabend, 20 Uhr. Komm zu mir. Lukas wird da sein. Du schaust zu. Vielleicht machst du ein bisschen mit – aber nur angezogen, nichts Sexuelles für dich. Es ist wichtig für uns. Vertrau mir.“
Anna hatte sofort „Klar! Ich bin dabei!“ geschrieben, mit Herzchen und einem „Ich freu mich so für euch!“. Aber jetzt, einen Tag vor der Session, wurde sie doch nervös. Nicht ängstlich – eher aufgeregt, neugierig, mit einem kleinen Knoten im Bauch, den sie nicht ganz einordnen konnte.
Was erwarte ich eigentlich?
Sie goss sich ein Glas Rotwein ein, setzte sich auf das Sofa und ließ die Gedanken kommen.
Zuerst: pure Freude für Viktoria. Seit dem Kaffee-Geständnis vor ein paar Wochen strahlte ihre beste Freundin wie nie zuvor. Viktoria, die immer so stark, so unabhängig gewesen war, hatte plötzlich diesen weichen Glanz in den Augen, wenn sie von Lukas sprach. „Er liebt mich wirklich“, hatte sie gesagt, mit einer Stimme, die vor Staunen zitterte. Anna freute sich riesig. Endlich hat sie jemanden, der sie verdient. Der sie ganz nimmt – mit all ihrer Stärke und ihrer Dunkelheit. Sie wollte das sehen. Wollte sehen, wie glücklich Viktoria war.
Dann die Neugier. Anna hatte keine Erfahrung mit BDSM – außer Fifty-Shades-Filmen und ein paar scherzhaften Gesprächen mit Freundinnen. Sie stellte sich Fesseln vor, vielleicht Peitschen, aber eher „stylish“ und kontrolliert. Viktoria hatte betont: „Es ist intensiv, aber sicher. Und es ist Liebe.“ Anna erwartete etwas Erotisches, Aufregendes, vielleicht ein bisschen Schockierendes – aber vor allem Emotionales. Sie wollte sehen, wie Lukas Viktoria anschaute, während er gehorchte. Wie Viktoria ihn anschaute – mit dieser Mischung aus Macht und Zärtlichkeit, die sie in letzter Zeit an ihr entdeckt hatte.
Wird es komisch sein? dachte sie. Ich meine, ich schaue meiner besten Freundin zu, wie sie… na ja… Sex hat. Auf ihre Art. Sie wurde ein bisschen rot. Aber die Neugier überwog. „Es ist wie ein Theaterstück“, hatte Viktoria gesagt. „Nur echt.“ Anna erwartete, dass sie sich vielleicht erst ein bisschen unwohl fühlen würde – schließlich war das neu –, aber dann fasziniert sein. Dass sie die Tiefe der Verbindung spüren würde. Dass sie verstehen würde, warum Viktoria das brauchte.
Und mitmachen? Viktoria hatte „vielleicht“ gesagt. Anna stellte sich vor, dass sie vielleicht Lukas’ Schulter streicheln durfte, ihn beruhigen, wenn es intensiv wurde. Oder Viktoria helfen, etwas zu reichen. Nichts Sexuelles – sie war glücklich verheiratet, das war nicht ihr Ding. Aber sie wollte dabei sein. Wollte Viktoria unterstützen. Wollte Teil dieses Moments sein, in dem ihre Freundin endlich jemanden gefunden hatte, der sie liebte – mit all ihrer Dunkelheit.
Ich erwarte, dass ich stolz auf sie sein werde, dachte Anna. Dass ich sehe, wie glücklich sie ist. Und dass ich Lukas mag. Weil er sie so glücklich macht.
Sie trank einen Schluck Wein, lächelte. Sie war aufgeregt – wie vor einem wichtigen Event. Sie hatte sich extra ein schönes, aber unauffälliges Kleid ausgesucht, nichts zu Aufreizendes. Sie wollte nicht im Weg sein. Sie wollte einfach da sein.
Es wird intensiv, dachte sie. Aber es wird schön. Weil es echt ist. Weil es Liebe ist.
Sie schrieb Viktoria noch schnell: „Bin morgen pünktlich da! Hab dich lieb und freu mich riesig für euch! <3“
Dann ging sie ins Bett – mit klopfendem Herzen, einem Lächeln und der Gewissheit, dass sie morgen etwas sehen würde, das sie nie vergessen würde.
Die Liebe ihrer besten Freundin.
In ihrer ganzen, wilden, wahren Form.
42. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 15:03

Mark war 38 Jahre alt, ein Mann, der in der BDSM-Szene als ruhiger, zuverlässiger Dom bekannt war. Er war 1,85 m groß, athletisch gebaut durch jahrelanges Krafttraining und Joggen, mit breiten Schultern, die von seiner Disziplin kündeten. Seine kurzen dunklen Haare waren immer perfekt geschnitten, sein Dreitagebart gepflegt, und seine grauen Augen hatten diesen durchdringenden Blick, der Menschen entweder beruhigte oder einschüchterte. Er kleidete sich unauffällig – schwarze Jeans, ein dunkles Hemd, Lederarmbänder, die subtil auf seine Vorlieben hindeuteten. Beruflich war er IT-Sicherheitsberater, ein Job, der ihm Freiheit gab: Er arbeitete remote, reiste viel und hatte Zeit für die Szene. Geschieden seit acht Jahren, hatte er keine feste Beziehung mehr – er bevorzugte Sessions ohne emotionale Bindung, weil er wusste, wie gefährlich Gefühle in dieser Welt werden konnten. Er war bisexuell, dominant, aber immer respektvoll: Seine Stärke lag in der psychologischen Kontrolle, nicht in Brutalität. Er liebte es, Grenzen zu erkunden, Vertrauen aufzubauen und Subs in einen Raum der Hingabe zu führen, wo sie sich selbst neu entdeckten.
Vor der Session, auf der Bahnfahrt von Berlin nach München, war Marks Gefühlswelt ein Wirbelsturm aus widersprüchlichen Emotionen. Er saß am Fenster, starrte in die vorbeiziehende Landschaft, die Tasche mit seinen wenigen Tools (weiche Flogger, Klemmen, Gleitgel) zu seinen Füßen. Sein Herz pochte schneller als üblich – nicht nur vor der Session, sondern wegen ihr. Viktoria.
Ich stehe auf sie. Seit dem ersten Mal.
Der Gedanke kam ungewollt, wie immer. Er hatte Viktoria vor Jahren in einem Berliner Club getroffen – sie war dominant gewesen, er auch, und sie hatten zusammen gespielt, mal switchend, mal kooperativ. Ihre Energie hatte ihn fasziniert: diese kühle Präzision, gepaart mit einer Tiefe, die er bei wenigen spürte. Er hatte sich in sie verliebt – leise, ohne es je zu sagen. Er hatte sie respektiert, hatte Abstand gehalten, als sie Sessions ablehnte, die zu persönlich wurden. Und nun rief sie ihn an – für ihren Sub. Für Lukas.
Es tut weh, dachte er, während der Zug durch die Felder raste. Weh, sie mit einem anderen zu sehen. Weh, zu wissen, dass sie jemanden gefunden hatte, der ihre Dunkelheit aushielt. Weh, weil er sie immer noch wollte – nicht nur für eine Session, sondern für mehr. Aber er wusste: Sie liebte Lukas. Und er respektierte das. Er war hier, um zu helfen. Um Viktoria zu unterstützen, weil sie es brauchte.
Seine Erwartungen an die Session waren gemischt. Er freute sich auf die Intensität – auf die Kunst des Dominierens, auf das Spiel mit Lukas’ Grenzen. Er erwartete einen Mann, der hingebungsvoll war, verletzlich, aber stark. Viktoria würde keinen Schwachen wählen, dachte er. Er war neugierig auf Lukas – auf den Mann, der ihr Herz gewonnen hatte. Auf die Dynamik zwischen ihnen. Er wollte sehen, wie Viktoria strahlte, wenn Lukas gehorchte. Wie sie ihn anschaute – mit dieser Liebe, von der sie am Telefon gesprochen hatte.
Aber tief drin war da Eifersucht. Eine sanfte, schmerzhafte Eifersucht. Warum nicht ich?, dachte er flüchtig, dann schob er es weg. Er war stolz auf sie. Stolz, dass sie jemanden gefunden hatte, der sie wirklich liebte. Und er war dankbar, dass sie ihn einbezog – dass sie ihm vertraute.
Die Session wird emotional werden, dachte er. Nicht nur für Lukas. Sondern für sie alle. Er würde Lukas nehmen, ihn berühren, ihn quälen – unter Victorias Kontrolle. Und er würde es mit Respekt tun. Mit Präzision. Weil er Viktoria liebte – auf seine Weise.
Als der Zug in München ankam, spürte er eine Mischung aus Aufregung und Melancholie. Das wird eine Nacht, die ich nie vergesse, dachte er. Und vielleicht die letzte, in der ich so nah an sie herankomme.
Er nahm ein Taxi zu ihrer Wohnung, bereit für die Session. Bereit, zu geben, was sie brauchte. Auch wenn es wehtat.
43. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 15:13

Viktoria war den ganzen Freitagnachmittag in einem Zustand innerer Unruhe. Die Wohnung war bereits vorbereitet – das Spielzimmer mit gedimmtem Licht, Kerzen, die einen warmen, flackernden Schein warfen, der Bock in der Mitte, der Tisch mit Werkzeugen: Flogger, Klemmen, Strapon, Gleitgel, die Melkmaschine. Sie hatte alles sterilisiert, die Fesseln geprüft, Weine und Wasser bereitgestellt. Aber es war nicht das Aufräumen, das sie beschäftigte. Es war der Konflikt in ihr. Ist das fair? Ihm das zuzumuten? Ihn vor anderen zu entblößen, ihn teilen zu lassen? Die Angst saß tief – die Angst, ihn zu verlieren, wenn es zu intensiv wurde. Die Angst, dass ihre Liebe zu ihm so groß war, dass sie ihn überforderte. Sie liebte ihn so sehr, dass es wehtat, und genau deswegen musste sie den Beweis. Den ultimativen Beweis, dass er blieb.
Sie hatte Mark angerufen, um die letzten Details zu besprechen. „Komm um 19 Uhr“, hatte sie gesagt. „Lukas kommt um 20. Anna auch. Du weißt, was ich brauche: Berührung, Eindringen, unter meiner Kontrolle. Aber pass auf ihn auf. Er ist… er ist mein Alles.“
Mark hatte ruhig geantwortet: „Ich bin da. Für dich.“
Um 19 Uhr klingelte es. Viktoria öffnete die Tür. Mark stand da – groß, athletisch, in schwarzer Jeans und Hemd, die Tasche über der Schulter. Seine grauen Augen musterten sie, und für einen Moment spürte sie die alte Verbindung – die Anziehung, die nie ganz weg gewesen war. Er umarmte sie kurz, küsste sie auf die Wange. „Lange nicht gesehen, Viktoria. Du siehst… glücklich aus.“
Sie lächelte schwach, führte ihn ins Wohnzimmer. „Ja. Weil ich ihn habe. Lukas.“ Sie setzten sich, tranken ein Glas Wein. Mark hörte zu, als sie von Lukas erzählte – von ihrer Liebe, von ihrer Angst. „Ich muss wissen, dass er bleibt. Dass er mich liebt – mit allem.“
Mark nickte. „Ich verstehe. Ich helfe dir. Aber… bist du sicher? Es könnte wehtun. Euch beiden.“
Viktoria schluckte. „Ja. Es muss sein.“
Sie bereiteten gemeinsam vor: Mark prüfte die Fesseln, stellte sicher, dass alles sicher war. Er berührte sie leicht am Arm, und sie spürte die alte Spannung – Er steht auf mich, dachte sie, und es schmerzte ein bisschen, weil sie wusste, dass es nie mehr sein würde. Aber sie brauchte ihn jetzt. Für Lukas. Für den Beweis.
Um 19:45 Uhr klingelte es wieder. Anna. Viktoria öffnete. Anna stand da, in einem schlichten Sommerkleid, eine Flasche Wein in der Hand, und plapperte sofort los: „Viktoria! Oh mein Gott, ich bin so aufgeregt! Ich hab den ganzen Tag an euch gedacht! Mein Mann hat auf die Kids aufgepasst, stell dir vor, er hat gesagt: ‚Geh nur, hab Spaß!‘ – als ob er wüsste, was das hier ist, ha! Warte, ich hab Wein mitgebracht, aber ist das okay? Oder ist das zu normal für… na ja, das hier? Oh, und du siehst toll aus! Das Kleid ist ja hammer! Und wer ist der Typ da drin? Warte, ist das Mark? Hallo Mark! Ich bin Anna, Victorias beste Freundin! Viktoria hat mir alles erzählt – na ja, fast alles –, und ich freu mich so riesig für euch! Lukas kommt gleich, oder? Ich kann’s kaum erwarten, ihn zu sehen! Er muss ja ein Traumtyp sein, wenn er dich so glücklich macht! Oh, und wie läuft das hier? Soll ich einfach zuschauen? Oder helfen? Warte, ich bin total nervös, aber positiv nervös! Lass uns reingehen, erzähl mir alles!“
Viktoria lachte, trotz ihrer Anspannung, umarmte Anna fest. „Komm rein. Und atme mal durch.“
Anna plapperte weiter, während sie ins Wohnzimmer gingen: „Mark, du siehst aus wie ein Filmstar! Bist du auch… na ja, in der Szene? Viktoria hat gesagt, du machst mit – cool! Ich bin total Neuling, aber ich freu mich! Wo ist Lukas? Oh, Wein, super! Lasst uns anstoßen – auf die Liebe! Auf euch! Auf das Leben!“
Viktoria lächelte, Mark schmunzelte, und die Anspannung löste sich ein bisschen. Anna war der Kontrast – die Normalität, die Freude, die sie brauchten.
Um 20 Uhr klingelte es. Lukas.
Das Wochenende begann.
44. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 15:38

Nachdem Lukas auf den Klingelknopf gedrückt hatte, hallte das Summen durch das Treppenhaus wie ein Gong, der die Nacht einläutete. Die Tür öffnete sich sofort, und der Duft traf ihn wie eine Welle: heißes Leder, Victorias Parfüm (dunkle Vanille, Moschus, ein Hauch von Pfeffer), vermischt mit dem schweren, animalischen Geruch ihrer Erregung, die bereits in der Luft lag. Die Wohnung war in tiefes, flackerndes Kerzenlicht getaucht – Dutzende Teelichter warfen tanzende Schatten an die Wände, warfen goldene Reflexe auf das glänzende Parkett.

Viktoria stand da. Das schwarze Lederkorsett saß wie eine zweite Haut, schnürte ihre Taille ein, hob ihre Brüste hoch, sodass die Nippel fast aus dem Rand lugten. Der kurze Rock endete knapp unter ihrem Hintern, die hohen Stiefel knirschten leise, als sie einen Schritt auf ihn zumachte. Ihre Augen waren schwarz vor Verlangen, ihre Lippen feucht, leicht geöffnet.

„Komm rein, mein Schatz“, flüsterte sie, ihre Stimme heiser, vibrierend. Sie zog ihn an sich, küsste ihn sofort – hart, gierig, ihre Zunge drang tief in seinen Mund, schmeckte nach Rotwein und purem Sex. Ihre Hände glitten unter sein Hemd, Nägel kratzten über seine Brustwarzen, kniffen zu, bis er aufstöhnte. Der Plug in seinem Arsch verschob sich bei der Bewegung, dehnte ihn brutal, sandte einen heißen Stromstoß direkt in seinen Schwanz, der im Käfig pochte, tropfte, schmerzte vor Geilheit.

„Zieh dich aus. Langsam. Lass mich jeden Zentimeter von dir sehen.“

Lukas gehorchte. Das Hemd fiel raschelnd zu Boden, die Jeans glitt herunter, seine Haut kribbelte unter ihrem Blick. Nackt stand er da – der Plug pochte, der Käfig glänzte feucht von Vorlust. Viktoria trat einen Schritt zurück, musterte ihn wie ein Kunstwerk. Ihre Zunge glitt über ihre Unterlippe.

„Perfekt.“

Sie führte ihn ins Spielzimmer. Die Luft war schwer von Wachs, Leder und Gleitgel. Mark saß in einem schwarzen Ledersessel, Beine breit, Hemd offen, seine grauen Augen fixierten Lukas mit ruhiger, aber hungriger Intensität. Anna saß daneben, in ihrem Sommerkleid, die Wangen schon rot vom Wein, die Augen groß vor Aufregung.

„Oh mein Gott, Viktoria, er ist hier! Hallo Lukas! Du bist ja noch süßer als auf den Fotos! Und… wow… das Ding da unten… das ist echt der Käfig? Der sieht ja brutal aus! Ich meine, geil brutal! Viktoria, ich bin so aufgeregt, ich weiß gar nicht, wo ich hinschauen soll!“

Viktoria lachte leise, küsste Anna auf die Wange. „Setz dich, Liebes. Und genieße die Show.“

Viktoria führte Lukas zum Bock. Die Lederpolster waren warm vom Kerzenlicht, rochen nach früheren Sessions. Sie fesselte ihn – langsam, genüsslich. Die Seile waren weich, aber unnachgiebig, schnitten leicht in die Haut, hinterließen sofort rote Spuren. Seine Arme gespreizt, Beine weit auseinander, Arsch erhöht, Schwanz und Hoden hingen frei, tropfend vor Geilheit.

Anna keuchte: „Oh Gott, er ist so… offen. Alles sieht man. Das ist… krass heiß!“

Mark stand auf, trat hinter Lukas, strich mit einer Hand über seinen Rücken – warm, fest, dominant. „Er ist bereit“, sagte er leise.

Viktoria lächelte. „Ja. Und du darfst ihn haben. Aber nur, weil ich es will.“

Sie entfernte den Käfig – das Klicken hallte durch den Raum wie ein Schuss. Lukas’ Schwanz sprang frei, dick, pulsierend, die Eichel glänzend, tropfend. Anna quietschte: „Herrje, der ist ja riesig! Viktoria, wie hältst du das aus?“

Viktoria lachte, setzte die Melkmaschine an. Das Summen begann – tief, vibrierend, die Hülle schloss sich um ihn, saugte, glitt feucht auf und ab. Lukas stöhnte laut, sein Körper bebte, Schweiß perlte sofort auf seiner Haut.

Anna bekam die Fernbedienung. „Ich? Echt?“ Ihre Augen leuchteten. Sie stellte höher – das Summen wurde lauter, das Saugen intensiver, die Hülle molk ihn gnadenlos. „Oh mein Gott, ich kann nicht fassen, was ich hier mache! Das ist so geil! Die Macht… ich könnte das stundenlang machen! Schau, wie er zuckt! Viktoria, das ist der Wahnsinn!“ Sie lachte, spielte mit den Einstellungen, brachte ihn an den Rand, zog zurück, wieder ran – pure Kontrolle, pure Freude.

Mark trat vor Lukas. „Mund auf.“ Lukas gehorchte. Mark öffnete seine Hose, sein Schwanz war hart, dick, pulsierend, die Eichel bereits feucht. Er drang ein – langsam, tief, füllte Lukas’ Mund vollständig. Der Geschmack war salzig, moschusartig, männlich. Lukas saugte, leckte, seine Zunge kreiste um die Eichel, nahm ihn tief in den Rachen. Mark stöhnte tief, hielt seinen Kopf fest, fickte seinen Mund rhythmisch, während die Maschine melkte.

„Gut so“, knurrte Mark. „Nimm mich. Für sie.“

Dann das Rimmen. Mark zog den Plug heraus – langsam, quälend, das Dehnen brennend. Er leckte über das offene Loch – die Zunge heiß, feucht, kreisend, drang ein, leckte tief, saugte. Lukas jaulte vor Lust, sein Körper bebte, die Melkmaschine saugte gnadenlos, Anna lachte vor Freude: „Ich mach ihn wahnsinnig! Schau, wie er zuckt!“

Schließlich das Eindringen. Mark schmierte Gleitgel – kühl, glitschig – und drang ein – langsam, dehnend, füllend. Lukas schrie vor Lust, der Schmerz mischte sich mit Ekstase, Marks Stöße tief, rhythmisch, seine Hände auf Lukas’ Hüften, sein Schwanz füllte ihn vollständig. Viktoria schaute zu, ihre Hand zwischen ihren Beinen, ihre Augen glänzend vor Erregung und Stolz.

„Für mich“, flüsterte sie. „Alles für mich.“

Anna bediente die Maschine, lachte, staunte: „Das ist das Geilste, was ich je gemacht habe! Die Kontrolle… ich bin total high davon!“

Der Höhepunkt: Viktoria setzte sich auf sein Gesicht – Facesitting, ihre Nässe heiß, glitschig, ihr Duft überwältigend. Sie rieb sich an ihm, benutzte seine Zunge, seine Nase, sein Kinn, während Mark ihn nahm. Die Luft wurde knapp, Lukas’ Lungen brannten, die Welt wurde dunkel… Ohnmacht.

Als er zu sich kam, Viktoria strahlend auf ihm: „Huch, da warst du wohl kurz weg.“ Sie kam – laut, zitternd, ihre Säfte auf seinem Gesicht.

Lukas war erfüllt – geil, stolz, liebend.
Viktoria erleichtert – der Beweis war da.
Ihre Liebe unzerbrechlich.
Für immer.
45. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 15:54

Lukas kam langsam zu sich. Sein Kopf fühlte sich schwer an, die Welt war für einen Sekundenbruchteil verschwommen, sein Atem ging stoßweise, als hätte er gerade einen Sprint hinter sich. Der Geschmack von Viktoria lag noch auf seiner Zunge – salzig, süß, intensiv –, ihr Duft umhüllte ihn wie eine warme Decke. Er spürte ihre Schenkel immer noch um seinen Kopf, ihre Nässe auf seinem Gesicht, warm und klebrig. Das Zimmer drehte sich leicht, aber dann fokussierte sich sein Blick – auf sie.
Viktoria saß noch immer auf seinem Gesicht, ihr Gewicht leicht, aber bestimmt. Ihre Augen strahlten, ihre Wangen gerötet, ihre Lippen zu einem breiten, selbstverständlichen Lächeln verzogen. Sie rutschte ein kleines Stück höher, ihre Schamlippen streiften noch einmal über seine Nase, und sie lachte leise – ein helles, befreites Lachen, das den Raum erfüllte.
„Das machst Du sehr gut mein Schatz“, sagte sie leichthin, nachdem sie germerkt hatte, dass er wieder aufnahmefähig war.
Ihre Stimme war warm, liebevoll, aber mit diesem Unterton von Dominanz, der Lukas immer durchfuhr. Sie strich ihm durch die nassen Haare, ihre Finger zärtlich, aber besitzergreifend. „Das war wunderschön. Du hast mir alles gegeben. Deinen Atem. Dein Bewusstsein. Deine Hingabe.“
Lukas keuchte, sog gierig Luft ein, sein Körper bebte noch von der Intensität. Sein Schwanz pochte schmerzhaft im Zylinder der Melkmaschine, er tropfte vor unbändiger Lust, seine Nippel brannten, sein Arsch fühlte sich wund und gefüllt an. Aber er lächelte – stolz, erfüllt, ohne eine Spur von Angst. Er schaute sie an, seine Augen voller Liebe. „Für dich“, flüsterte er heiser. „Alles für dich.“
Anna, die die ganze Zeit die Melkmaschine bedient hatte, ließ die Fernbedienung sinken und starrte mit offenem Mund. „Oh mein Gott, Viktoria… er war wirklich weg! Und du… du machst einfach weiter? Das ist… das ist der Wahnsinn!“ Sie lachte nervös, aber ihre Augen glänzten vor Faszination. „Ich hab die Maschine die ganze Zeit laufen lassen – schau, wie er zuckt! Das ist so geil, die Kontrolle… ich könnte das ewig machen!“ Sie stellte die Vibration wieder höher, das Summen wurde lauter, Lukas stöhnte tief, sein Körper bäumte sich leicht auf.
Mark, der hinter Lukas gekniet hatte und ihn hart genommen hatte, zog sich langsam zurück – das Gleitgel glitschig, warm, der Ausstieg ein letztes, quälendes Dehnen. Er strich über Lukas’ Rücken, eine feste, anerkennende Berührung. „Er ist stark“, sagte er leise zu Viktoria. „Er hat alles ausgehalten. Für dich.“
Viktoria nickte, ihre Hand immer noch in Lukas’ Haar. Sie rutschte von seinem Gesicht, ließ ihn Luft holen, aber nur, um sich sofort wieder über ihn zu beugen. Sie küsste ihn – tief, leidenschaftlich, schmeckte sich selbst auf seinen Lippen. „Du bist perfekt“, flüsterte sie. „Mein perfekter Junge.“
Sie richtete sich auf, schaute zu Anna und Mark. „Jetzt machen wir weiter. Anna, du bedienst die Maschine. - Aber er darf nicht kommen! Mark, du nimmst ihn wieder – tiefer diesmal. Ich will hören, wie er meinen Namen stöhnt.“
Anna quietschte vor Freude: „Ja! Oh Gott, das ist das Geilste, was ich je gemacht habe!“ Sie stellte die Melkmaschine auf einen pulsierenden Rhythmus – mal langsam, mal schnell –, Lukas’ Stöhnen wurde lauter, sein Körper bebte.
Mark schmierte erneut Gleitgel – kühl, glitschig – und drang wieder ein, tiefer, härter, seine Stöße rhythmisch, dominant. Lukas schrie vor Lust, sein Körper spannte sich an, die Klemmen an seinen Nippeln zogen bei jeder Bewegung.
Viktoria kniete sich vor ihn, hielt sein Gesicht in ihren Händen, schaute ihm in die Augen. „Sag es mir. Sag mir, dass du mich liebst. Dass du das alles für mich tust.“
Lukas keuchte, seine Stimme brach vor Erregung: „Ich liebe dich… Viktoria… mehr als alles… das tue ich für dich… alles… immer…“
Anna lachte: „Hör dir das an! Er ist total high auf dich!“
Die Session ging weiter – Stunden der Sinnesüberflutung. Viktoria ließ Mark ihn nehmen, blasen, rimmen. Anna bediente die Maschine, variierte die Geschwindigkeiten, lachte vor Freude über die Macht. Viktoria küsste Lukas, flüsterte ihm Liebesworte zu, hielt ihn fest, wenn es zu intensiv wurde.
Am Ende lagen sie alle erschöpft da – Lukas in Victorias Armen, Anna und Mark daneben, Wein trinkend, lachend. Lukas kam nicht – aber er fühlte sich erfüllt. Ganz.
Viktoria hielt ihn fest, flüsterte: „Du hast mir alles bewiesen. Ich liebe dich. Für immer.“
Das war der Beweis.
Ihre Liebe.
Unzerbrechlich.
Ewig.
46. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von ChasHH am 07.01.26 17:41

Hmm das wird etwas weird. Den Liebsten mit anderen zu teilen.
47. RE: Lukas und seine heimlichen Begierden

geschrieben von housebutler am 07.01.26 21:50

Zitat
Hmm das wird etwas weird. Den Liebsten mit anderen zu teilen.


Na das Viktoria sehr unkonventionelle Wege geht, um sich Lukas' Liebe beweisen zu lassen, sollten wir doch mittlerweile alle verstanden haben


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