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  Lukas und seine heimlichen Begierden
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housebutler
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  Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:02.01.26 15:19 IP: gespeichert Moderator melden


Ich schreibe schon länger und wollte hier mal was veröffentlichen, das schon lange schlummert.
Na schauen wir mal, ob es Anklang findet.

Viel Spaß!



Es begann alles an einem regnerischen Herbstabend im Oktober, vor gut einem Jahr.
Lukas war 29 Jahre alt, arbeitete als Grafikdesigner in einer kleinen Agentur und lebte ein Leben, das von außen völlig unauffällig wirkte. Er hatte Freunde, ging ab und zu aus, spielte Fußball am Wochenende. Doch nachts, wenn er allein in seiner Wohnung saß, öffnete er Tabs, die niemand je sehen durfte. Er las Forenbeiträge über Dominanz und Unterwerfung, schaute Videos, in denen Männer gefesselt und kontrolliert wurden, und spürte jedes Mal dieses tiefe, schmerzhafte Verlangen, das er nirgendwo anders ausleben konnte. Er hatte ein paar flüchtige Erfahrungen mit dominanten Frauen auf Dating-Apps gehabt, aber es war immer nur Spielerei geblieben – nichts Echtes, nichts Tiefes.
An jenem Abend surfte er wieder durch ein bekanntes deutsches BDSM-Forum. Er las einen Thread mit dem Titel „Erfahrungen mit langfristiger Keuschhaltung“. Die Beiträge waren intensiv, manche brutal offen. Und dann fiel sein Blick auf einen Kommentar von einer Userin mit dem Namen „V.“ – nur ein Buchstabe, kein Bild, kein Alter, nichts. Der Kommentar war kurz, aber präzise:
„Keuschhaltung funktioniert nur, wenn der Schlüssel wirklich weg ist. Und wenn die Person, die ihn hält, keine Gnade kennt. Alles andere ist Theater.“
Lukas starrte auf die Zeile. Etwas an der Kälte, an der Klarheit dieser Worte traf ihn direkt in den Magen. Er klickte auf das Profil. Leer. Keine Beiträge, keine Infos, nur dieser eine Kommentar aus dem Vorjahr. Aber darunter stand ein kleiner Hinweis: „Private Nachrichten möglich“.
Er zögerte fast eine Stunde. Dann schrieb er.
„Hallo V.,
dein Kommentar hat mich gerade sehr getroffen. Ich suche schon lange nach jemandem, der das ernst meint – nicht nur Spiel, sondern echte Kontrolle. Ich weiß nicht, ob du noch aktiv bist, aber falls ja… ich würde mich freuen, von dir zu hören.
Lukas“
Er schickte die Nachricht ab und rechnete mit nichts. Die meisten dominanten Frauen im Netz bekamen täglich Dutzende Anfragen und antworteten selten auf Fremde ohne Profilbild.
Doch schon am nächsten Morgen, als er im Büro seinen Kaffee holte, vibrierte sein Handy.
Eine neue Nachricht im Forum.
„Du schreibst gut. Keine Rechtschreibfehler, kein ‚Herrin‘ im ersten Satz. Das ist schon mal selten.
Erzähl mir, warum du wirklich Keuschhaltung willst. Nicht die Standardphantasie. Die Wahrheit.
Und schick mir kein Bild deines Sch****zes. Das interessiert mich nicht.
V.“
Lukas las die Nachricht dreimal. Sein Puls raste. Er wartete bis zur Mittagspause, setzte sich in einen Park in der Nähe des Büros und schrieb eine lange, ehrliche Antwort. Er erzählte von der Leere, die er spürte, wenn er allein war. Davon, wie er sich nach jemandem sehnte, der ihm die Kontrolle abnahm, weil er selbst sie nicht abgeben konnte. Dass er sich schämte für seine Fantasien, aber gleichzeitig wusste, dass sie ein Teil von ihm waren, den er nicht mehr verstecken wollte. Er schrieb, dass er keine Spielchen suchte, keine Sessions am Wochenende – sondern etwas Echtes, Langfristiges, vielleicht sogar Gefährliches.
Die Antwort kam abends.
„Gut. Das klingt nicht nach Wochenend-BDSM.
Du wirst mir beweisen, dass du es ernst meinst.
Regel 1: Ab jetzt schreibst du mir nur, wenn ich dir erlaube.
Regel 2: Du wirst mir jeden Abend um 22:00 Uhr schreiben, was du tagsüber gedacht und gefühlt hast. Keine Ausreden.
Regel 3: Du wirst dich nicht selbst befriedigen, bis ich es dir sage.
Wenn du das eine Woche durchhältst, reden wir weiter.
V.“
Lukas starrte auf die Nachricht. Es war erst der Anfang, und schon fühlte er sich ertappt, kontrolliert – und gleichzeitig unglaublich lebendig. Er antwortete nur mit einem Wort:
„Verstanden.“
Die Woche wurde zur Qual. Jeden Abend um 22:00 Uhr schrieb er ihr – manchmal nur ein paar Sätze, manchmal lange Texte über seine Gedanken, seine Scham, seine wachsende Erregung. Sie antwortete selten, aber wenn, dann präzise, fordernd, manchmal spöttisch. Nach sieben Tagen kam die nächste Nachricht:
„Du hast durchgehalten. Das machen die wenigsten.
Jetzt kaufst du dir einen Keuschheitsgürtel. Ich schicke dir ein Modell. Du bezahlst. Du legst ihn an. Du schickst mir ein Foto – nur vom Schloss, nicht mehr.
Danach reden wir persönlich.“
Lukas bestellte das Gerät noch am selben Abend. Als es ankam, zitterten seine Hände, als er es anlegte. Der Käfig war eng, der Harnröhrenplug fremd und schmerzhaft. Er machte das Foto, schickte es ab. Keine Antwort bis zum nächsten Morgen.
Dann: „Gut gemacht.
Samstag, 20 Uhr. Café am Marktplatz, Ecke Kirchstraße. Schwarzer Tisch draußen, auch wenn es kalt ist.
Du erkennst mich. Ich trage rote Handschuhe.
Komm pünktlich. Und bleib verschlossen.
V.“
Am Samstag saß Lukas eine Viertelstunde zu früh am Tisch, nervös, den Gürtel spürend bei jeder Bewegung. Es war kühl, er trug einen Mantel. Um 20:00 Uhr genau sah er sie kommen.
Sie war größer als erwartet, athletisch, mit langen schwarzen Haaren, die sie offen trug. Das Gesicht war schön, aber streng – hohe Wangenknochen, dunkle Augen, die sofort durch ihn hindurchzuschauen schienen. Sie trug einen schwarzen Mantel und tatsächlich rote Lederhandschuhe. Ohne ein Wort setzte sie sich ihm gegenüber, bestellte einen Espresso, musterte ihn lange.
„Du bist jünger, als ich dachte“, sagte sie schließlich. Ihre Stimme war tief, ruhig, autoritär. „Und nervös. Gut.“
Lukas brachte nur ein „Hallo“ heraus.
Sie lächelte leicht – nicht freundlich, sondern wissend. „Du hast den Gürtel an?“
Er nickte.
„Zeig mir den Schlüssel.“
Er holte ihn aus der Tasche, legte ihn vor sie auf den Tisch. Sie nahm ihn, steckte ihn ein, ohne ein weiteres Wort.
Dann begann sie zu reden. Nicht über BDSM, nicht über Sessions. Sie fragte ihn nach seinem Alltag, nach seiner Arbeit, nach seiner Kindheit. Sie hörte zu, unterbrach nie, aber ihre Fragen waren scharf, zielten auf Schwachstellen. Lukas redete, wie er noch nie mit jemandem geredet hatte. Nach eineinhalb Stunden stand sie auf.
„Du gefällst mir“, sagte sie. „Noch.
Der Schlüssel bleibt bei mir. Du wirst weiter schreiben. Jeden Abend.
In zwei Wochen sehen wir uns wieder. Dann entscheide ich, ob du es wert bist.“
Sie ging, ohne sich umzudrehen.
Lukas saß noch lange da, starrte auf den leeren Platz ihr gegenüber. Der Gürtel drückte, der Plug erinnerte ihn an sie. Und zum ersten Mal seit Jahren fühlte er sich nicht leer – sondern gesehen.
So begann es.
Aus einer einzigen Forum-Nachricht, aus Mut und Ehrlichkeit, aus der Übergabe eines Schlüssels an eine fremde Frau mit roten Handschuhen.


Fortsetzung folgt
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housebutler
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:02.01.26 15:31 IP: gespeichert Moderator melden


weiter gehts:


Victorias dunkle Vergangenheit
Victoria war nicht immer die selbstbewusste, unerschütterliche Dominante, die Lukas ein Jahr später im Café gegenüber saß.
Sie hieß eigentlich Viktoria mit „k“, geboren 1988 in einer kleinen Stadt in Sachsen, als Tochter eines strengen Militärvaters und einer stillen, unterwürfigen Mutter. Schon als Kind hatte sie gelernt, dass Macht immer bei denen lag, die keine Gefühle zeigten. Ihr Vater kommandierte das Haus wie eine Kaserne: pünktlich essen, pünktlich schlafen, keine Widerworte. Wer weinte, wurde ignoriert. Wer schrie, bekam Schläge. Viktoria lernte früh, dass Gefühle Schwäche waren – und dass sie sich nur dann sicher fühlte, wenn sie die Kontrolle hatte.
Mit 16 Jahren lief sie das erste Mal weg. Sie landete in Berlin, lebte eine Zeit lang auf der Straße, dann in besetzten Häusern. Dort traf sie auf die alternative Szene, auf Menschen, die mit Leder, Piercings und offener Sexualität spielten. In einem dunklen Kellerclub sah sie zum ersten Mal eine öffentliche BDSM-Szene: eine Frau in Lack, die einen Mann mit Peitsche und Worten völlig brach. Der Mann weinte, bettelte, und die Frau lächelte nur kalt. Viktoria stand stundenlang in der Ecke und schaute zu. Etwas in ihr erwachte. Sie erkannte sich in der Frau wieder – in der Ruhe, in der Kontrolle, in der Fähigkeit, andere leiden zu lassen, ohne selbst berührt zu werden.
Mit 19 begann sie selbst zu experimentieren. Erst als Submissive – weil sie dachte, sie müsse erst verstehen, was Unterwerfung bedeutet. Sie ließ sich fesseln, auspeitschen, demütigen. Es tat weh, körperlich und seelisch, aber es fühlte sich falsch an. Sie hasste es, hilflos zu sein. Sie hasste es, dass jemand anderes Macht über sie hatte. Nach einer Session, in der ihr damaliger Dom sie stundenlang ignorierte, während sie gefesselt dalag, brach etwas in ihr. Sie löste sich selbst, ging wortlos und wechselte die Seite.
Ab da war sie nur noch dominant.
Sie lernte schnell. Besuchte Workshops, las Bücher, übte an willigen Männern, die sie in Clubs fand. Sie war gut – präzise, kalt, gnadenlos. Sie entwickelte eine Vorliebe für langfristige Kontrolle: Keuschhaltung, mentale Manipulation, die langsame Zerstörung des Egos. Sie wollte nicht nur körperlichen Schmerz zufügen. Sie wollte, dass ihre Subs sich selbst hassten für ihre Begierde. Dass sie sich freiwillig hingaben, weil sie ohne sie nicht mehr leben konnten.
Mit 24 hatte sie ihren ersten 24/7-Sklaven. Einen älteren, wohlhabenden Mann, verheiratet, der alles für sie aufgab. Er trug ihren Keuschheitsgürtel, zahlte ihre Miete, ließ sich von ihr öffentlich demütigen. Es dauerte zwei Jahre. Dann brach er zusammen – psychisch, finanziell, körperlich. Er landete in einer Klinik. Viktoria besuchte ihn nie. Sie hatte bekommen, was sie wollte: die Bestätigung, dass sie absolute Macht haben konnte.
Danach wurde sie vorsichtiger. Sie wollte keine Wracks mehr hinterlassen, die auffielen. Sie suchte nach Männern, die stark genug waren, ihre Dunkelheit auszuhalten. Die nicht zerbrachen, sondern sich in der Unterwerfung neu fanden. Sie zog nach München, arbeitete tagsüber als Projektmanagerin in einer IT-Firma – unauffällig, kompetent, beliebt. Niemand ahnte, was nachts in ihrem Keller passierte.
Sie hatte mehrere Subs gleichzeitig, meist online gesteuert. Keuschhaltung über Monate. Tägliche Berichte. Langsame Eskalation. Manche hielt sie jahrelang, ohne sie je persönlich zu treffen. Andere traf sie, brach sie in Sessions, ließ sie dann gehen.
Doch tief in ihr blieb eine Leere. Sie hatte Macht, aber keine echte Verbindung. Sie hatte Kontrolle, aber niemand, der sie wirklich verstand – der ihre Dunkelheit sah und trotzdem blieb.
Bis sie eines Abends in einem Forum einen Kommentar las. Von einem User namens Lukas.
„Keuschhaltung funktioniert nur, wenn der Schlüssel wirklich weg ist. Und wenn die Person, die ihn hält, keine Gnade kennt.“
Sie lächelte, als sie es las. Jemand hatte ihre eigenen Worte zitiert.
Und dann schrieb er ihr.
In seiner ersten langen Nachricht spürte sie etwas, das sie lange nicht gefühlt hatte. Ehrlichkeit. Verletzlichkeit. Und eine Tiefe, die sie neugierig machte.
Sie antwortete.
Und zum ersten Mal seit Jahren dachte sie:
Vielleicht ist er der, der bleibt.
Vielleicht ist er stark genug für meine Dunkelheit.
Vielleicht verdient er sie.
So begann ihre Geschichte mit Lukas – nicht aus Zufall, sondern aus zwei Menschen, die beide aus ihrer eigenen Dunkelheit kamen und sich endlich gefunden hatten.



Ich habe hier schon vor längerer Zeit eine ganze Reihe zusammengeschrieben, die ich nach und nach posten werde. Mal mehr, mal weniger.
Ich hoffe, es gefällt
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housebutler
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:02.01.26 15:40 IP: gespeichert Moderator melden


und weiter gehts mit Einblicken in Lukas' Leben:


Lukas’ dunkle Kindheit
Lukas kam 1996 in einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen zur Welt, als einziges Kind eines Arztes und einer Lehrerin. Von außen betrachtet war alles perfekt: ein Reihenhaus mit Garten, gute Schule, Klavierunterricht, Urlaube an der Nordsee. Doch hinter der Fassade war die Familie kalt, distanziert und von unausgesprochenen Regeln durchzogen.
Sein Vater, ein angesehener Internist, war ein Mann der absoluten Ordnung. Emotionen galten als Störung, Schwäche als inakzeptabel. Er sprach selten laut, aber wenn er sprach, war jedes Wort ein Urteil. Lukas erinnerte sich noch genau an den Abend mit acht Jahren, als er beim Abendessen versehentlich ein Glas Milch umstieß. Die Milch lief über den Tisch, tropfte auf den Boden. Sein Vater sagte kein Wort, stand nur auf, holte einen Lappen und reichte ihn Lukas. „Sauber machen. Und dann geh auf dein Zimmer. Bis morgen früh kein Wort mehr.“ Lukas putzte, weinend, aber leise, weil lautes Weinen als „Theater“ galt. Am nächsten Tag wurde das Thema nie wieder erwähnt. Doch von da an hatte er panische Angst, etwas falsch zu machen.
Seine Mutter war das Gegenteil: sanft, zurückhaltend, fast unsichtbar. Sie liebte ihn, auf ihre Art, aber sie wagte es nie, dem Vater zu widersprechen. Wenn Lukas nachts Albträume hatte und zu ihr ins Zimmer kam, streichelte sie ihm über den Kopf und flüsterte: „Ist schon gut, geh wieder schlafen, Papa braucht seinen Schlaf.“ Zärtlichkeit gab es nur, wenn der Vater nicht da war – heimlich, schnell, als wäre sie verboten.
In der Schule war Lukas der Streber, der immer die Hand hob, der immer alles richtig machen wollte. Er hatte keine engen Freunde, weil er nie gelernt hatte, wie man sich öffnet. Stattdessen zog er sich in Bücher und später ins Internet zurück. Mit zwölf entdeckte er die ersten erotischen Geschichten – nicht die üblichen, sondern solche, in denen jemand kontrolliert wurde, bestraft, gedemütigt. Zuerst verstand er nicht, warum ihn das so erregte. Er schämte sich, löschte den Verlauf, fühlte sich krank.
Die Jahre darauf wurden zu einem Kreislauf aus Leistung, Angst vor Versagen und heimlicher Flucht in Fantasien. Er lernte, perfekt zu funktionieren – gute Abiturnote, Studium, erster Job. Aber innerlich blieb die Leere. Er hatte keine Beziehung, die länger als ein paar Monate hielt, weil er sich nie wirklich öffnete. Er konnte Nähe nicht ertragen, weil Nähe bedeutete, dass jemand seine Schwäche sehen könnte.
Mit 25 begann er, aktiv in Foren zu lesen. Erst nur lurken, dann die ersten anonymen Beiträge. Er schrieb über seine Sehnsucht nach Kontrolle, nach jemandem, der ihm die Verantwortung abnahm, der ihn zwang, sich fallen zu lassen. Er schrieb nie seinen echten Namen, nie ein Bild. Aber er schrieb ehrlich – und genau das war es, was Victoria eines Tages auf seinen Beitrag aufmerksam machte.
Lukas’ Kindheit hatte ihn zu einem Mann gemacht, der nach außen stark und kontrolliert wirkte, aber innerlich immer noch das kleine Kind war, das Angst hatte, ein Glas Milch umzustoßen. Er suchte nicht einfach Dominanz. Er suchte Erlösung von der ständigen Angst, nicht gut genug zu sein.
Und als Victoria ihm schrieb, als sie ihm den Keuschheitsgürtel schickte, als sie ihm den Schlüssel wegnahm, fühlte er zum ersten Mal seit seiner Kindheit etwas, das sich wie Frieden anfühlte.
Nicht, weil er gebrochen wurde.
Sondern weil er endlich jemandem erlaubte, ihn zu halten – auch in seiner Schwäche.
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housebutler
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Niederrhein




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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:02.01.26 15:51 IP: gespeichert Moderator melden


Lukas’ erste BDSM-Erfahrung
Es war im Frühjahr 2018. Lukas war 22 Jahre alt, gerade mit seinem Grafikdesign-Studium fertig und frisch in eine WG in Köln gezogen. Er hatte noch immer keine echte Beziehung gehabt, nur ein paar kurze, unsichere Dates mit Frauen, die ihm nett vorkamen, aber bei denen er sich nie wirklich fallen lassen konnte. Seine Fantasien waren jedoch schon lange da – dunkel, intensiv, immer mit dem Bild einer Frau, die ihn kontrollierte, die ihm befahl, die ihn bestrafte.
Eines Abends, nach zu viel Rotwein und zu viel Alleinsein, meldete er sich bei einer Dating-App an, die sich auf „besondere Vorlieben“ spezialisierte. Er hatte wochenlang nur Profile angeschaut, ohne zu schreiben. Bis er auf sie stieß: Sarah, 28, Profilbild in schwarzem Lederkorsett, Blick direkt in die Kamera, als würde sie durch das Display hindurchsehen. In ihrer Beschreibung stand nur ein Satz: „Ich suche jemanden, der wirklich gehorchen will. Kein Spiel, kein Wochenend-Ding.“
Lukas schrieb ihr nach drei Tagen Grübeln eine Nachricht – vorsichtig, fast entschuldigend. Er erzählte, dass er noch keine Erfahrung habe, dass er aber schon lange davon träume, sich hinzugeben. Dass er nicht wisse, ob er das aushalten könne, aber es unbedingt herausfinden wolle.
Sarah antwortete schnell und direkt.
„Keine Erfahrung ist kein Problem. Ehrlichkeit schon.
Wenn du dich meldest, dann nur, wenn du es ernst meinst.
Erste Regel: Du nennst mich Frau Sarah.
Zweite Regel: Du tust, was ich sage.
Dritte Regel: Du kannst jederzeit aufhören, aber nur mit dem Wort ‚Rot‘.
Treffen wir uns erst mal nur auf einen Kaffee. Danach entscheiden wir.“
Sie trafen sich in einem kleinen Café in Ehrenfeld. Sarah war kleiner als erwartet, schlank, mit kurzen dunklen Haaren und einem ruhigen, fast freundlichen Lächeln. Sie trug Jeans und ein normales Shirt – nichts Auffälliges. Sie redeten zwei Stunden. Über Alltag, Studium, Musik. Sie fragte ihn Dinge, die niemand zuvor gefragt hatte: Warum er sich so sehr nach Kontrolle sehnte. Ob er Angst vor Nähe habe. Ob er sich schäme für seine Fantasien. Lukas redete, wurde rot, stotterte, aber er redete. Und Sarah hörte nur zu, nickte, stellte Nachfragen. Am Ende sagte sie: „Du bist süß. Und du hast Potenzial. Wenn du willst, komm nächste Woche zu mir. Nur eine kleine Session. Nur zum Kennenlernen.“
Lukas sagte ja.
Eine Woche später stand er vor ihrer Wohnung in einem Altbau in der Südstadt. Er ging davon aus, dass es um Fesseln und leichte Schläge gehen würde. Nichts Extremes. Trotzdem war nervös, schwitzte und sein Herz raste.
Sarah öffnete die Tür in einem schwarzen Kleid, barfuß. Sie lächelte. „Komm rein. Zieh Schuhe und Jacke aus. Dann knie dich im Wohnzimmer hin.“
Das Wohnzimmer war normal – Sofa, Bücherregal, Kerzen. Nur in der Ecke stand ein niedriger Hocker mit Seilen darauf. Lukas kniete sich hin, wie befohlen. Sarah setzte sich aufs Sofa, sah ihn lange an.
„Du kannst jederzeit ‚Rot‘ sagen. Dann hören wir sofort auf. Verstanden?“
Er nickte.
Sie begann langsam. Zuerst nur Worte. Sie ließ ihn erzählen, warum er hier war, was er sich erhoffte. Sie korrigierte ihn, wenn er „du“ sagte statt „Sie“. Sie ließ ihn die Hände auf den Rücken legen, während sie sprach. Dann stand sie auf, ging um ihn herum, strich mit den Fingern über seinen Nacken. „Du zitterst. Gut.“
Sie fesselte seine Hände mit weichen Seilen – nicht zu fest, aber sicher. Dann verband sie ihm die Augen. Dunkelheit. Nur ihr Duft – ein leichtes Parfüm, gemischt mit Leder – und ihre Stimme.
„Du bist jetzt mein. Für die nächste Stunde gehörst du mir. Du sprichst nur, wenn ich es dir erlaube.“
Sie ließ ihn eine Weile so knien. Dann berührte sie ihn – erst sanft, über den Rücken, die Arme. Dann fester: Nägel, die über seine Haut kratzten. Ein Klaps auf den Hintern, nicht stark, aber überraschend. Lukas keuchte. Sie lachte leise. „Das war nur ein kleiner.“
Dann kam die Peitsche – eine weiche Lederpeitsche mit vielen Strängen. Sie schlug leicht, rhythmisch, auf seinen Rücken, seinen Hintern. Jeder Schlag ein Brennen, das sich in Wärme verwandelte. Lukas’ Atem wurde schneller, sein Körper reagierte, sein Sch****z wurde hart. Sarah bemerkte es, strich einmal kurz darüber, lachte wieder. „So schnell schon? Du bist wirklich gemacht dafür.“
Sie ließ ihn kommen – mit der Hand, langsam, quälend, während sie ihm ins Ohr flüsterte: „Du kommst nur, wenn ich es dir erlaube. Und du bedankst dich danach.“
Als es vorbei war, löste sie die Fesseln, nahm die Augenbinde ab, setzte sich neben ihn und hielt ihn einfach fest. Kein Wort. Nur ihr Arm um seine Schulter. Lukas weinte leise – nicht vor Schmerz, sondern vor Erleichterung. Zum ersten Mal hatte jemand seine Fantasie nicht belächelt, nicht weggeschoben. Jemand hatte sie ernst genommen.
Danach trafen sie sich noch dreimal. Sarah zeigte ihm mehr: Nippelklemmen, leichte Demütigung, längere Fesseln. Aber nach zwei Monaten sagte sie ihm, dass sie bald umziehe – nach Hamburg, Jobwechsel. Sie wollten keinen Fernkontakt. Sie verabschiedeten sich freundschaftlich.
Lukas war dankbar. Sarah hatte ihm gezeigt, dass seine Fantasien real sein konnten. Dass es Frauen gab, die das wollten. Dass er es aushalten konnte – und dass er mehr wollte.
Aber sie hatte ihm auch gezeigt, dass „normales“ BDSM ihm nicht reichte. Er wollte nicht nur Sessions. Er wollte die Kontrolle abgeben. Langfristig. Tief. Ohne Ausweg.
Deshalb suchte er weiter.
Und Jahre später fand er Victoria.
Die Frau, die ihm genau das geben würde, was Sarah nur hatte andeuten können:
die totale, gnadenlose Hingabe.
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housebutler
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Niederrhein




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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:02.01.26 15:56 IP: gespeichert Moderator melden


Zurück in die Gegenwart:

Lukas blieb noch lange sitzen, nachdem Victoria gegangen war. Der Tisch vor ihm war leer – ihre Espresso-Tasse stand da, mit einem roten Lippenstiftabdruck am Rand, als hätte sie ihn absichtlich hinterlassen, um ihn zu quälen. Das Café war belebt, Paare lachten, Kellner huschten vorbei, aber für Lukas war alles gedämpft, wie durch einen Filter. Er starrte auf die Stelle, wo sie gesessen hatte, und spürte, wie sein Herz immer noch pochte, ein langsamer, schwerer Rhythmus, der durch seinen ganzen Körper hallte.
Sie hat den Schlüssel genommen, dachte er zuerst. Der Gedanke war so simpel, so real, und doch fühlte er sich surreal an. Der kleine Metallgegenstand, der ihm wochenlang in der Tasche wie eine Last vorgekommen war, war nun weg. Bei ihr. Er konnte nicht mehr zurück. Kein schnelles Öffnen des Gürtels in einem schwachen Moment, kein heimliches Entkommen aus der Enthaltsamkeit. Der Keuschheitsgürtel drückte jetzt stärker als je zuvor – oder bildete er sich das nur ein? Das Metall biss in seine Haut, der Harnröhrenplug bohrte sich tiefer bei jeder Bewegung, als wollte er ihn bestrafen für die Aufregung, die durch seinen Körper strömte. Er saß da, die Beine leicht gespreizt, um den Druck zu lindern, aber es half nichts. Sein Sch****z pochte im Käfig, unfähig, sich zu entfalten, und das machte ihn wahnsinnig.
Wer ist sie wirklich?, fragte er sich. Im Chat war sie V. gewesen – anonym, kontrollierend, ihre Worte wie Befehle auf dem Bildschirm. Aber live? Sie war wunderschön gewesen, auf eine einschüchternde Weise. Diese Augen, die ihn durchbohrt hatten, als könnte sie jeden Gedanken lesen. Ihr Lächeln, das nie ganz die Augen erreichte, sondern immer ein Hauch von Spott darin lag. Sie hatte ihn nicht berührt, nicht ein Mal, und doch fühlte er sich, als hätte sie ihn schon in Fesseln gelegt. Ihre Fragen – so persönlich, so tiefgehend – hatten ihn entblößt, ohne dass er nackt sein musste. „Warum suchst du das?“, hatte sie gefragt. „Was fehlt dir in deinem Leben?“ Und er hatte geredet, hatte von der Leere gesprochen, von der ständigen Angst, nicht genug zu sein. Sie hatte nur genickt, als wüsste sie es schon.
Die Erinnerung an ihre Stimme ließ ihn erschaudern. Tief, ruhig, mit einem Unterton, der keine Widersprüche duldete. „Du gehörst jetzt mir“, hatte sie nicht gesagt, aber es fühlte sich so an. Der Schlüssel in ihrer Tasche war der Beweis. Er stellte sich vor, wie sie zu Hause ankam, den Schlüssel in eine Schublade legte, vielleicht an einer Kette um ihren Hals hängte. Und er? Er musste warten. Zwei Wochen, hatte sie gesagt. Zwei Wochen, in denen er verschlossen blieb, in denen er ihr jeden Abend schreiben musste, seine Gedanken, seine Gefühle. Was, wenn ich es nicht schaffe?, dachte er. Was, wenn ich bettle, und sie lacht nur? Der Gedanke erregte ihn, machte seinen Käfig enger, und er biss sich auf die Lippe, um nicht zu stöhnen.
Er dachte an die Zukunft, die er sich mit ihr ausmalte. Sessions, in denen sie ihn fesseln würde, melken, demütigen. Öffentlich vielleicht, vor anderen – das war eine seiner tiefsten Fantasien, die er ihr im Chat gestanden hatte. Wird sie das tun?, fragte er sich. Wird sie mich wirklich brechen? Die Vorstellung ließ seinen Puls rasen. Er wollte es. Er fürchtete es. Er brauchte es.
Schließlich stand er auf, bezahlte die Rechnung – ihre Tasse nahm er nicht mit, obwohl er es wollte. Draußen regnete es leicht, die Straßenlaternen spiegelten sich in den Pfützen. Er ging nach Hause, jeder Schritt ein Kampf gegen den Gürtel, der ihn erinnerte: Sie hat dich jetzt. In seiner Wohnung angekommen, zog er sich aus, starrte in den Spiegel auf das Gerät, das ihn gefangen hielt. Zwei Wochen, dachte er. Und dann?
Um 22:00 Uhr setzte er sich an den Computer, schrieb seine erste Nachricht nach dem Treffen. Er beschrieb alles – seine Nervosität, seine Erregung, seine Angst. Und als er abschickte, fühlte er eine seltsame Ruhe. Sie hatte den Schlüssel. Und damit ein Stück von ihm.
Lukas legte sich ins Bett, starrte an die Decke. Der Gürtel drückte, der Plug brannte leicht, aber er lächelte. Zum ersten Mal fühlte er sich nicht allein mit seiner Dunkelheit. Sie war jetzt bei ihm – in Form eines fehlenden Schlüssels und einer Frau, die ihn verstand. Oder zumindest so tat, als ob. Und das reichte ihm. Für den Moment.
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housebutler
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Niederrhein




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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:02.01.26 16:01 IP: gespeichert Moderator melden


Viktoria ging mit ruhigen, gemessenen Schritten durch die regnerischen Straßen. Der Mantel war eng um sie geschlungen, die roten Handschuhe noch an den Händen. Sie spürte den kleinen Schlüssel in ihrer Manteltasche – ein winziges Stück Metall, das jetzt eine ganze Welt bedeutete. Er war warm von ihrer Hand, als hätte er bereits ihre Energie aufgesogen.
Er hat ihn mir gegeben, dachte sie, und ein kaum merkliches Lächeln zog über ihre Lippen. Nicht triumphierend, nicht sadistisch – eher nachdenklich. Die meisten Männer hätten gezögert, Ausreden gesucht, den Schlüssel nur „zur Probe“ überreicht. Lukas hatte ihn einfach hingelegt, ohne ein Wort, ohne Blickkontakt, als wäre es das Natürlichste der Welt. Das hatte sie beeindruckt. Nicht die Unterwerfung an sich – die war sie gewohnt. Sondern die Stille dabei. Die absolute Akzeptanz.
Sie bog in eine Seitenstraße ein, weg vom Licht der Laternen. Der Regen wurde stärker, prasselte auf ihren Schirm. Sie dachte an sein Gesicht im Café. Jung, fast jungenhaft, aber mit diesem Ausdruck in den Augen – einer Mischung aus Angst und Sehnsucht, die sie sofort erkannt hatte. Sie kannte diesen Blick. Sie hatte ihn selbst einmal im Spiegel gesehen, vor sehr langer Zeit, bevor sie gelernt hatte, ihn zu verbergen.
Er ist nicht wie die anderen, überlegte sie. Die meisten, die ihr schrieben, wollten Spielchen. Sie sollte „streng“ sein, aber nur für eine Stunde, nur im Schlafzimmer, nur solange die Männer selbst die Kontrolle behielten. Sie wollten bestraft werden, aber nur so weit, dass sie danach wieder der starke Mann sein konnten. Lukas war anders. Er hatte von Leere gesprochen. Von Scham. Von dem Wunsch, dass jemand anderes die Verantwortung übernahm, weil er es selbst nicht mehr konnte. Das war keine Fantasie. Das war Bedürfnis.
Sie blieb kurz stehen, lehnte sich an eine Hauswand, schloss die Augen. Der Schlüssel lag schwer in ihrer Hand. Sie stellte sich vor, wie er jetzt nach Hause ging – den Gürtel spürend, den Plug, die Enge. Wie er versuchen würde, sich abzulenken, und doch an nichts anderes denken könnte als an sie. An den Schlüssel. An die zwei Wochen, die sie ihm gegeben hatte.
Zwei Wochen sind lang, dachte sie. Lang genug, dass er zweifeln würde. Lang genug, dass die Erregung zur Qual wurde. Lang genug, dass er anfing, sich wirklich zu fragen, ob er das aushalten konnte. Und genau das wollte sie sehen. Nicht, ob er gehorchte. Sondern ob er blieb, wenn es wehtat. Wenn es echt wurde.
Sie erinnerte sich an ihre eigenen Anfänge. An den Mann, der sie damals dominiert hatte – und wie sie sich geschworen hatte, nie wieder hilflos zu sein. Sie hatte gelernt, dass Macht nicht darin lag, laut zu sein oder brutal. Macht lag in der Stille. In der Geduld. Darin, dass der andere sich selbst hingab, weil er es nicht mehr aushielt, nicht zu gehorchen.
Lukas könnte das sein, dachte sie. Nicht ein weiteres Spielzeug. Nicht ein weiterer, der nach ein paar Monaten zerbrach. Sondern jemand, der ihre Dunkelheit verstand. Der sie aushielt.
Sie steckte den Schlüssel zurück in die Tasche, ging weiter. Zu Hause angekommen, zog sie den Mantel aus, legte den Schlüssel nicht in eine Schublade. Sie hängte ihn an eine dünne Kette, legte sie sich um den Hals. Er lag kalt zwischen ihren Brüsten.
Sie setzte sich an den Küchentisch, goss sich ein Glas Rotwein ein. Starrte auf ihr Handy. Keine Nachricht von ihm. Noch nicht. Es war erst 21:30 Uhr. Er würde um 22:00 schreiben, wie befohlen.
Sie lächelte – diesmal wirklich.
Mal sehen, was du mir heute Abend erzählst, Lukas.
Mal sehen, ob du es wert bist.
Und tief in ihr, ganz leise, keimte etwas auf, das sie lange nicht mehr gespürt hatte.
Neugier.
Vielleicht sogar ein bisschen Hoffnung.
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goya
Stamm-Gast





Beiträge: 272

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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:02.01.26 18:09 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo housebutler,

das ist ja mal ein viel versprechender Start.

Vielen Dank.

Liebe Grüße

goya

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von goya am 02.01.26 um 18:10 geändert
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windelfohlen
Stamm-Gast





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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:02.01.26 20:19 IP: gespeichert Moderator melden


Interessant Art zu schreiben mit Gedanken der jeweiligen Person.
Die kürze der einzelnen abschnitte finde ich angenehm.
Bin gespannt wie es weiter mit den beiden und was da noch alles auf beide zukommt.
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Thömchen
Stamm-Gast

14195 Berlin


KG macht glücklich

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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:03.01.26 00:31 IP: gespeichert Moderator melden


Mit der "Dunkelheit" ist das Gefühlschaos genau getroffen.
Danke for die einfühlsame Schilderung.
Sklave, KG-Träger, DWT, Windelliebhaber
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housebutler
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:03.01.26 10:39 IP: gespeichert Moderator melden


Die zwei Wochen nach dem ersten Treffen im Café wurden für Lukas zur langsamsten und intensivsten Zeit seines Lebens. Es war, als hätte Victoria nicht nur den Schlüssel mitgenommen, sondern auch die Kontrolle über seine Wahrnehmung von Zeit.

Am ersten Abend schrieb Lukas pünktlich um 22:00 Uhr seine Nachricht. Er beschrieb das Treffen minutiös: wie nervös er gewesen war, wie ihre Stimme geklungen hatte, wie der Schlüssel in ihrer Hand verschwand, wie er sich jetzt fühlte – erregt, verunsichert, aber auch seltsam ruhig. Victoria antwortete erst am nächsten Morgen, nur ein kurzer Satz: „Gut beobachtet. Schreib weiter.“
Die ersten drei Tage waren geprägt von einer fast euphorischen Erregung. Lukas ertappte sich dabei, dass er ständig an sie dachte. Beim Arbeiten, beim Einkaufen, beim Duschen. Der Keuschheitsgürtel war plötzlich nicht mehr nur ein Gerät – er war eine direkte Verbindung zu ihr. Jede Bewegung, jeder Druck des Plugs erinnerte ihn daran, dass sie den Schlüssel hatte. Dass sie entschied. Er schlief schlecht, wachte nachts auf, hart im Käfig, und konnte nicht mehr einschlafen. Morgens stand er mit einem Gefühl auf, das er nicht kannte: eine Mischung aus Demütigung und Geborgenheit.

Ab dem vierten Tag wurde es schwerer. Die anfängliche Hochphase wich einer leisen Verzweiflung. Der Gürtel begann zu scheuern, der Plug reizte ständig, und die Enthaltsamkeit wurde zur Qual. Lukas hatte bisher nie länger als ein paar Tage ohne Orgasmus ausgehalten. Jetzt war alles anders. Er träumte von ihr – intensive, erotische Träume, in denen sie ihn fesselte, melkte, demütigte. Er wachte schweißgebadet auf, der Käfig nass von Vorlust.
Am sechsten Abend schrieb er ehrlicher als je zuvor: dass er zweifle, dass er Angst habe, nicht stark genug zu sein. Dass er sich schäme, weil er schon jetzt betteln wolle. Victoria antwortete diesmal länger:
„Zweifel sind normal. Sie zeigen, dass es echt ist.
Du bettelst noch nicht. Du hältst durch.
Das macht dich interessant.
Noch.“
Diese Nachricht half ihm über die siebte Nacht. Er las sie immer wieder, spürte eine seltsame Wärme. Sie sah ihn. Sie ließ ihn nicht fallen.

In der zweiten Woche entwickelte sich eine Art Ritual. Lukas stand auf, duschte vorsichtig (der Gürtel machte alles komplizierter), ging zur Arbeit, wo er sich konzentrieren musste, um nicht ständig an sie zu denken. Abends kochte er, räumte auf, lenkte sich ab – und um 22:00 Uhr setzte er sich hin und schrieb. Manchmal nur ein paar Sätze, manchmal ganze Seiten. Er schrieb über seine Kindheit, über seine Scham, über seine Fantasien, die immer dunkler wurden. Er schrieb, dass er sich vorstellte, wie sie ihn vor anderen zur Schau stellte, wie sie ihn melkte, bis er weinte.
Victoria antwortete nicht jeden Tag, aber wenn, dann präzise. Mal ein Lob („Du wirst ehrlicher. Gut.“), mal eine Aufgabe („Heute Abend trägst du nur das Halsband, das ich dir schicken werde.“ – ein Paket kam zwei Tage später). Mal eine Frage, die ihn stundenlang beschäftigte („Was würdest du tun, wenn ich den Schlüssel wegwerfen würde?“).
Der Gürtel wurde zur zweiten Haut. Lukas gewöhnte sich an den Druck, an das ständige Bewusstsein. Er begann, es zu mögen – das Gefühl, nicht mehr selbst entscheiden zu müssen. Die Enthaltsamkeit wurde nicht leichter, aber erträglicher. Er lernte, die Erregung zu halten, ohne Erlösung zu brauchen.

Die letzten drei Tage waren die härtesten. Der Körper rebellierte. Nächtliche Erektionen im Käfig schmerzten, der Plug brannte, die Haut war wund. Lukas hatte Momente, in denen er fast schrieb: „Bitte, gib mir den Schlüssel zurück.“ Aber er tat es nicht. Stattdessen schrieb er ihr genau das – dass er kurz davor sei aufzugeben, aber nicht wolle. Dass er Angst habe, sie zu enttäuschen.
Am Abend des 14. Tags kam ihre Antwort:
„Du hast durchgehalten.
Samstag, 19 Uhr. Meine Wohnung.
Du bringst nichts mit außer dir selbst.
Und dem Gürtel.
V.“
Lukas las die Nachricht, und zum ersten Mal seit zwei Wochen weinte er – nicht aus Schmerz, sondern aus Erleichterung. Er hatte es geschafft. Er hatte sich bewiesen. Und vor allem: Sie wollte ihn wiedersehen.
Die zwei Wochen waren vorbei.
Aber er wusste schon jetzt:
Sie hatten gerade erst angefangen.
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housebutler
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:03.01.26 10:42 IP: gespeichert Moderator melden


Für Viktoria waren diese zwei Wochen keine Qual, sondern eine langsame, präzise Beobachtung. Sie hatte schon viele Männer durch solche Phasen geführt, aber bei Lukas fühlte es sich von Anfang an anders an. Nicht, weil er etwas Besonderes tat, sondern weil er nichts tat, was sie erwartete.

Am ersten Abend las sie seine Nachricht um 22:03 Uhr. Sie saß in ihrem dunklen Wohnzimmer, nur eine kleine Stehlampe brannte, ein Glas Rotwein neben dem Laptop. Seine Worte waren lang, detailliert, fast poetisch in ihrer Ehrlichkeit. Er beschrieb nicht nur das Treffen, sondern auch, wie er sich jetzt fühlte: erregt, verunsichert, aber auch erleichtert. Sie las alles zweimal. Dann schloss sie den Laptop, ohne zu antworten.
Sie wartete bis zum Morgen. Erst dann schrieb sie den einen Satz: „Gut beobachtet. Schreib weiter.“
In diesen ersten Tagen war sie neugierig. Würde er übertreiben? Würde er betteln? Würde er versuchen, sie zu beeindrucken? Nein. Er schrieb einfach. Ehrlich. Manchmal zu viel, manchmal zu wenig. Aber immer pünktlich. Sie spürte, dass er sich wirklich Mühe gab, nicht zu spielen, sondern zu sein.
Der Schlüssel lag auf ihrem Nachttisch. Sie berührte ihn jeden Abend, bevor sie schlafen ging. Er war kalt, schwer. Ein Symbol. Sie dachte daran, wie leicht er ihn ihr gegeben hatte. Kein Drama. Kein Zögern. Das faszinierte sie.

Ab dem vierten Tag wurden seine Nachrichten intensiver. Er schrieb von der körperlichen Qual – wie der Gürtel scheuerte, wie der Plug brannte, wie er nachts wach lag. Er schrieb von Scham. Von Zweifeln. Am sechsten Abend kam die Nachricht, die sie wirklich traf:
„Ich habe Angst, dass ich nicht stark genug bin. Dass ich dich enttäusche. Und gleichzeitig will ich genau das nicht – dich enttäuschen. Ich weiß nicht, warum das so wichtig ist.“
Viktoria las das mehrmals. Sie saß am Küchentisch, rauchte eine seltene Zigarette (sie rauchte nur, wenn sie nachdachte). Die meisten Subs hätten in diesem Moment gebettelt oder versucht, sie zu manipulieren. Lukas nicht. Er legte seine Schwäche einfach hin. Nackt. Ohne Schutz.
Sie antwortete länger als sonst. Sie lobte ihn nicht übertrieben. Sie sagte nur die Wahrheit: dass Zweifel normal seien, dass sie genau das sehen wolle. Sie spürte, wie sich etwas in ihr veränderte. Nicht Mitleid. Nicht Zuneigung im klassischen Sinne. Sondern Respekt. Und eine leise Vorfreude darauf, was aus ihm werden könnte.

In der zweiten Woche wurde sie aktiver. Sie schickte ihm das Halsband – ein einfaches Lederband mit einem kleinen Ring. Sie schrieb: „Trag es abends, wenn du allein bist. Nur dann.“ Sie wollte sehen, ob er gehorchte, ohne dass sie es kontrollieren konnte. Er schrieb am nächsten Abend: „Ich trage es. Es fühlt sich richtig an.“
Sie begann, ihm Fragen zu stellen, die tiefer gingen. Über seine Kindheit. Über seine Ängste. Über seine dunkelsten Fantasien. Er antwortete immer. Manchmal brauchte er einen Tag länger, aber er antwortete. Sie las alles. Speicherte es. Nicht, um es später gegen ihn zu verwenden – noch nicht. Sondern um ihn zu verstehen.
Sie masturbierte in diesen Nächten öfter als sonst. Nicht, weil sie ihn begehrte (noch nicht). Sondern weil seine Hingabe sie anturnte. Die Macht. Die Kontrolle. Und die Tatsache, dass er es aushielt.

Die letzten Tage waren für sie die entscheidenden. Sie wusste, dass jetzt der Punkt kam, an dem die meisten aufgaben. Sie las seine Nachrichten mit wachsender Intensität. Er schrieb von Schmerz. Von Tränen. Von dem Wunsch, aufzugeben – und davon, dass er es nicht tat. Weil er nicht wollte, dass sie enttäuscht war.
Am Abend des 13. Tags saß sie lange am Fenster, den Schlüssel in der Hand. Sie dachte an ihre eigene Vergangenheit. An die Männer, die sie gebrochen hatte. An die, die sie verlassen hatten. An die Leere, die immer blieb.
Lukas war anders. Er brach nicht. Er beugte sich.
Am 14. Tag schrieb sie ihm die Einladung.
Sie wusste schon in dem Moment, als sie auf „Senden“ drückte, dass das hier nicht nur eine weitere Geschichte werden würde.
Dass er bleiben könnte.
Dass sie ihn vielleicht nicht mehr gehen lassen wollte.
Und dass das gefährlich war – für sie beide.
Aber genau das machte es spannend.
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housebutler
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:03.01.26 10:48 IP: gespeichert Moderator melden


Das zweite Treffen
Es war Samstagabend, der 14. Tag seit dem Café-Treffen. Lukas stand um 18:52 Uhr vor der Tür eines unauffälligen Altbaus in München-Schwabing. Er trug nur Jeans, ein dunkles Hemd und Sneaker – genau wie sie es per Nachricht befohlen hatte. Keine Unterwäsche. Der Keuschheitsgürtel drückte bei jedem Schritt, der Harnröhrenplug brannte leicht, und das Lederhalsband, das sie ihm geschickt hatte, lag eng um seinen Hals. Er hatte den ganzen Tag kaum gegessen, vor Aufregung. Um 19:00 Uhr genau klingelte er.
Die Tür öffnete sich sofort. Victoria stand da in einem schlichten schwarzen Seidenkimono, der bis knapp über die Knie reichte, barfuß, Haare offen. Kein Make-up, kein Leder – nur sie. Ihr Blick war ruhig, aber durchdringend. „Pünktlich. Gut. Komm rein.“
Lukas trat ein. Die Wohnung war warm, indirekt beleuchtet, minimalistisch: dunkle Möbel, ein großer Spiegel an der Wand, Kerzen auf dem Sideboard. Es roch nach Sandelholz und einem Hauch von Rotwein. Sie schloss die Tür, drehte den Schlüssel um – ein leises Klicken, das Lukas durch Mark und Bein ging.
„Zieh dich aus. Alles. Hier im Flur“, sagte sie ruhig, ohne ihn anzusehen, während sie in die Küche ging. Lukas gehorchte. Hemd, Jeans, Socken, Schuhe – alles ordentlich auf einen kleinen Hocker. Nackt stand er da, der Gürtel glänzte im Licht, sein Körper zitterte leicht vor Kälte und Nervosität. Victoria kam zurück mit zwei Gläsern Wasser, stellte eines auf den Boden vor ihn. „Trink. Langsam.“
Er kniete sich hin, trank aus dem Glas auf dem Boden, ohne die Hände zu benutzen – instinktiv, weil es sich richtig anfühlte. Sie beobachtete ihn, sagte nichts. Als er fertig war, stellte sie ihr eigenes Glas ab und trat ganz nah an ihn heran. Ihre Fingerspitzen strichen über das Halsband, dann über den Gürtel. „Du hast ihn die ganzen zwei Wochen getragen. Kein Betrug?“
„Nein“, flüsterte er.
„Lauter.“
„Nein, Viktoria. Kein Betrug.“
Sie lächelte leicht – das erste echte Lächeln, das er sah. „Gut. Komm mit.“
Sie führte ihn ins Wohnzimmer. Auf dem Boden lag eine weiche Decke, daneben ein niedriger Hocker mit Seilen, Klemmen und einem kleinen Vibrator. Keine Melkmaschine, kein extremeres Spielzeug – noch nicht. Sie setzte sich auf das Sofa, schlug die Beine übereinander.
„Knie dich hin. Schau mich an.“
Lukas kniete sich vor sie, Hände auf den Oberschenkeln. Sie musterte ihn lange, sagte nichts. Die Stille war quälend. Minuten vergingen. Er spürte, wie sein Sch****z im Käfig zuckte, wie sein Gesicht heiß wurde.
„Erzähl mir, was die zwei Wochen mit dir gemacht haben. Mit deiner Stimme. Alles.“
Lukas sprach. Er erzählte von den Nächten, in denen er wach lag. Von den Zweifeln. Von der Scham. Von der Erleichterung, wenn ihre Antwort kam. Von dem Moment, in dem er fast aufgegeben hätte – und es doch nicht tat. Seine Stimme brach ein paar Mal. Er weinte nicht, aber seine Augen wurden feucht. Victoria unterbrach nie. Sie hörte nur zu, nickte ab und zu.
Als er fertig war, stand sie auf, ging langsam um ihn herum. „Du hast es gut gemacht. Besser als die meisten.“ Sie blieb hinter ihm stehen, strich mit den Fingern über seinen Rücken. „Jetzt zeige ich dir, was das bedeutet.“
Sie fesselte seine Hände auf dem Rücken – weiche Seile, aber straff. Dann verband sie ihm die Augen mit einem schwarzen Tuch. Dunkelheit. Nur ihr Duft, ihre Stimme, ihre Berührungen.
Sie begann langsam. Erst nur Streicheln – über Schultern, Brust, Bauch. Dann Nägel, die leicht kratzten. Ein Klaps auf den Hintern, nicht hart. Dann fester. Lukas keuchte. Sie lachte leise. „Du reagierst so schön.“
Sie setzte Nippelklemmen an – kleine, mit Kette. Ein Ziehen, ein Brennen. Er stöhnte. Sie zog leicht an der Kette, während sie ihm ins Ohr flüsterte: „Das ist erst der Anfang. Du gehörst mir. Dein Körper. Deine Gedanken. Dein Schmerz.“
Dann kam der Vibrator – klein, direkt auf den Käfig gedrückt. Die Vibration übertrug sich auf den Plug, auf seine Prostata. Lukas wand sich, stöhnte lauter. Sie ließ ihn eine gefühlte Ewigkeit so, brachte ihn an den Rand, zog weg. Wieder. Und wieder. Edgeplay pur. Kein Orgasmus. Nur Qual.
Nach einer Stunde löste sie die Augenbinde. Sie setzte sich wieder aufs Sofa, zog ihn an der Kette zu sich, sodass sein Kopf auf ihrem Schoß lag. Sie streichelte sein Haar – zärtlich, fast mütterlich. „Du hast es gut gemacht. Ich bin stolz auf dich.“
Lukas weinte jetzt wirklich – leise, erleichtert. Sie hielt ihn einfach fest, sagte nichts. Nach einer Weile löste sie die Fesseln, gab ihm Wasser, deckte ihn mit einer Decke zu. Sie saßen noch eine Stunde einfach da, redeten leise. Über Grenzen. Über Safewords („Rot“ und „Gelb“). Über das, was als Nächstes kommen könnte.
Um 23:30 Uhr stand sie auf. „Du darfst gehen. Oder du kannst hier schlafen – auf der Decke, mit dem Gürtel. Deine Entscheidung.“
Lukas schaute sie an. „Ich möchte bleiben.“
Sie lächelte – warm diesmal. „Gut.“
Sie brachte ihm eine Decke und ein Kissen, legte sich selbst ins Bett. Er schlief auf dem Boden neben dem Sofa, das Halsband noch um, der Gürtel eng. Zum ersten Mal seit Wochen schlief er tief und fest.
Als er am Morgen aufwachte, stand sie bereits angezogen da, mit einer Tasse Kaffee. Sie reichte ihm den Schlüssel – aber nur, um ihn vor seinen Augen wieder an ihre Kette zu hängen.
„Nächstes Wochenende wieder. Und dazwischen schreibst du weiter. Jeden Abend.“
Lukas nickte. „Ja, Viktoria.“
Sie beugte sich zu ihm herunter, küsste ihn auf die Stirn – das erste Mal, dass sie ihn küsste. „Du machst das sehr gut, Lukas.“
Er ging nach Hause, erschöpft, wund, aber glücklicher als je zuvor.
Das zweite Treffen war kein wildes Spektakel. Es war intim, langsam, tief.
Es war der Moment, in dem aus Interesse Vertrauen wurde.
Und in dem beide wussten: Das hier würde lange dauern.
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housebutler
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:03.01.26 10:55 IP: gespeichert Moderator melden


Lukas trat aus Victorias Haustür in die kühle Münchner Nacht. Es war kurz nach Mitternacht, die Straßen von Schwabing lagen fast menschenleer da, nur das ferne Rauschen der Leopoldstraße und das leise Tropfen des Regens auf den Gehwegplatten. Er zog den Mantel enger um sich, spürte aber sofort wieder das vertraute, unnachgiebige Drücken des Keuschheitsgürtels und das leichte Brennen des Harnröhrenplugs bei jedem Schritt. Der Schmerz war nicht mehr quälend – er war inzwischen ein vertrauter Begleiter, fast ein Liebesbeweis.
Er ging langsam, bewusst langsam, als wollte er die Nacht festhalten. Jeder Meter, den er sich von ihrer Wohnung entfernte, fühlte sich an wie ein sanfter Abschied von etwas Heiligem. Sein Körper war erschöpft: die roten Striemen von den Seilen pochten noch an den Handgelenken, die Nippel brannten von den Klemmen, sein Sch****z pochte hilflos im Käfig, und die Prostata fühlte sich wund und überreizt an. Doch unter all dem körperlichen Chaos lag eine tiefe, warme Ruhe, die er noch nie gespürt hatte.
Sie ist vollkommen.
Der Gedanke kam ganz plötzlich, klar und überwältigend, während er an einer roten Ampel stehen blieb. Er wiederholte ihn im Kopf, als müsste er ihn testen.
Sie ist vollkommen.
Victoria war nicht nur schön – sie war makellos. Nicht äußerlich (obwohl sie das auch war), sondern in ihrer Art zu sein. Die Art, wie sie ihn angeschaut hatte, ohne zu urteilen. Die Art, wie sie ihn gefesselt hatte, ohne Hast, ohne Gier. Die Art, wie sie ihn an den Rand gebracht hatte, wieder und wieder, und dann einfach aufgehört hatte – nicht aus Mitleid, sondern weil sie wusste, dass er genau das brauchte. Sie hatte ihn nicht gebrochen, sie hatte ihn gehalten. In dem Moment, als sein Kopf auf ihrem Schoß lag und sie ihm übers Haar strich, hatte er sich zum ersten Mal in seinem Leben sicher gefühlt. Wirklich sicher.
Sie weiß genau, was ich brauche, bevor ich es selbst weiß.
Lukas ging weiter, die Hände in den Taschen, den Kopf leicht gesenkt. Der Regen fiel fein auf sein Gesicht, aber er bemerkte es kaum. Seine Gedanken kreisten nur um sie.

Sie ist streng, ohne grausam zu sein.
Sie ist zärtlich, ohne schwach zu sein.
Sie ist kalt, wenn es nötig ist, und warm, wenn ich es am meisten brauche.

Er dachte an die zwei Wochen, in denen sie ihn hatte warten lassen. An die kurzen, präzisen Nachrichten, die ihn durch die Nächte getragen hatten. An die Stille, die sie ihm gegeben hatte, als er fast zusammengebrochen war. Sie hatte ihn nicht getröstet wie eine Mutter. Sie hatte ihn geführt wie eine Herrin. Und genau das hatte er gebraucht.
Sie ist die Einzige, die mich wirklich sieht.
Nicht den netten Grafikdesigner. Nicht den netten Sohn. Nicht den netten Freund.

Sie sieht den Teil von mir, den ich immer versteckt habe. Und sie will ihn. Sie liebt ihn sogar.

Bei diesem Gedanken blieb er stehen, mitten auf dem Bürgersteig. Sein Atem ging schneller. Die Erregung im Käfig wurde fast unerträglich, aber diesmal war es keine bloße körperliche Qual – es war etwas Tieferes. Er spürte Tränen in den Augen aufsteigen.
Wenn sie vollkommen ist… warum sollte ich sie dann noch bremsen?
Der Gedanke kam wie ein Blitz. Er dachte an das Safeword, das sie ihm gegeben hatte. „Rot“ und „Gelb“. Er hatte es akzeptiert, weil es vernünftig war, weil es sicher war. Aber jetzt, in diesem Moment, fühlte es sich falsch an. Wie eine Barriere. Wie ein Schutzwall, den er eigentlich gar nicht mehr brauchte.
Wenn ich ihr wirklich vertraue… wenn sie wirklich vollkommen ist… dann brauche ich kein Safeword mehr.
Er stellte sich vor, wie er es ihr vorschlagen würde. Nächstes Wochenende. Bei ihr zu Hause. Er würde vor ihr knien, die Stirn auf dem Boden, und leise sagen:
„Viktoria… ich möchte, dass es kein Safeword gibt. Kein Rot. Kein Gelb. Nur du und ich. Vollkommene Hingabe. Ohne Ausweg. Weil ich weiß, dass du mich nicht zerstören wirst. Weil ich weiß, dass du genau weißt, wie weit du mich bringen kannst. Und weil ich genau das will.“
Der Gedanke ließ ihn zittern – vor Angst und vor Erregung zugleich. Er wusste, dass es gefährlich war. Er wusste, dass es verrückt war. Aber genau das machte es richtig. Er wollte sich ihr ausliefern, nicht nur für eine Session, nicht nur für ein Wochenende – sondern für immer. Er wollte, dass sie diejenige war, die entschied, wann es genug war. Nicht er. Nicht mehr.

Sie wird es verstehen.
Sie wird es nicht als Schwäche sehen.
Sie wird es als das größte Geschenk betrachten, das ich ihr geben kann.

Lukas ging weiter, jetzt etwas schneller. Die U-Bahn-Station kam in Sicht. Er lächelte, obwohl Tränen über seine Wangen liefen. Es war kein trauriges Weinen. Es war Erleichterung. Es war Liebe. Es war Hingabe.
Als er in den fast leeren Zug stieg und sich auf einen Sitz fallen ließ, spürte er den Gürtel, den Plug, das Halsband – und zum ersten Mal fühlten sie sich nicht wie Gefängnis an.
Sie fühlten sich wie Zuhause.
Ich werde es ihr sagen.
Nächstes Wochenende.
Kein Safeword mehr.
Nur sie.
Nur wir.
Und mit diesem Gedanken schloss er die Augen, ließ den Zug ihn nach Hause tragen und fühlte sich zum ersten Mal in seinem Leben wirklich frei.
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housebutler
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:03.01.26 10:57 IP: gespeichert Moderator melden


Viktoria schloss die Tür hinter Lukas, drehte den Schlüssel um und lehnte sich einen Moment mit dem Rücken dagegen. Die Wohnung war plötzlich sehr still. Nur das leise Ticken der Küchenuhr und das ferne Rauschen der Stadt draußen. Sie spürte noch die Wärme seines Kopfes auf ihrem Schoß, das leichte Zittern seines Körpers, als er endlich geweint hatte. Sie roch noch seinen Duft – eine Mischung aus Schweiß, Erregung und dem leichten Parfüm, das er trug.
Sie ging ins Wohnzimmer, setzte sich auf das Sofa, genau an die Stelle, wo er gelegen hatte. Die Decke lag noch da, zerknittert, mit einer kleinen Vertiefung, wo sein Körper gewesen war. Sie strich mit der Hand darüber, langsam, als könnte sie die Erinnerung festhalten.
Er hat geweint, dachte sie. Nicht laut, nicht dramatisch. Nur leise, fast unhörbar. Und genau das hatte sie berührt. Nicht das Stöhnen während der Session, nicht das Zucken unter dem Vibrator, nicht die roten Striemen an seinen Handgelenken. Sondern dieses leise, ehrliche Weinen, als er sich endlich fallen ließ.
Sie goss sich ein Glas Rotwein ein, setzte sich ans Fenster und schaute in die Nacht hinaus. Der Regen hatte aufgehört, die Straßen glänzten nass. Sie dachte an seine Worte – wie er alles erzählt hatte, ohne sich zu verstecken. Die zwei Wochen. Die Nächte. Die Zweifel. Die Scham. Und wie er am Ende gesagt hatte: „Ich möchte bleiben.“ Einfach so. Kein Betteln. Keine Manipulation. Nur die Wahrheit.
Er ist nicht wie die anderen.
Das dachte sie nicht zum ersten Mal, aber heute Abend fühlte es sich endgültig an. Die meisten Subs wollten Grenzen überschreiten, aber nur so weit, wie sie es selbst kontrollieren konnten. Sie wollten Schmerz, aber mit Netz. Sie wollten Hingabe, aber mit Ausstiegsklausel. Lukas wollte mehr. Er wollte alles. Und er vertraute ihr genug, es sich einzugestehen.
Sie berührte den Schlüssel an ihrer Kette, der zwischen ihren Brüsten lag. Warm jetzt, von ihrer Haut. Sie dachte daran, wie er morgen aufwachen würde – wund, erschöpft, aber mit diesem neuen Glanz in den Augen. Wie er den Gürtel spüren würde, das Halsband, die Spuren. Und wie er trotzdem lächeln würde.
Er vertraut mir vollkommen.
Der Gedanke war gleichzeitig erregend und beunruhigend. Sie hatte schon viele gehabt, die ihr vertraut hatten. Manche zu sehr. Manche hatten sie am Ende gehasst. Weil sie sie zu weit getrieben hatte. Weil sie keine Gnade gekannt hatte. Sie hatte sich immer gesagt, dass das der Preis war. Dass echte Dominanz bedeutete, dass am Ende jemand zerbrach.
Aber bei Lukas wollte sie das nicht.
Sie wollte, dass er blieb.
Nicht als Wrack. Nicht als Opfer. Sondern als ihr Gegenstück. Als jemand, der ihre Dunkelheit aushielt – und sie vielleicht sogar verstand.
Sie trank einen Schluck Wein. Dachte an seine Worte: „Ich möchte bleiben.“ Und an die Art, wie er sie angesehen hatte, als sie ihm übers Haar strich. Nicht wie ein Sub, der nur gehorchen wollte. Sondern wie ein Mensch, der endlich angekommen war.
Was, wenn er wirklich der ist?
Der Gedanke kam leise, fast flüsternd. Sie hatte ihn sich nie erlaubt. Nicht bei den anderen. Bei ihnen war es immer Macht gewesen. Kontrolle. Spiel. Aber bei Lukas fühlte es sich an wie etwas Größeres.
Sie stand auf, ging ins Schlafzimmer. Der Schlüssel blieb an der Kette. Sie legte sich ins Bett, starrte an die Decke.
Er wird mir schreiben. Heute Abend noch. Um 22:00 Uhr.
Sie lächelte in die Dunkelheit.
Und ich werde antworten.
Weil ich ihn auch nicht mehr gehen lassen will.
Zum ersten Mal seit Jahren schlief Viktoria ein mit dem Gefühl, dass die Macht, die sie hatte, nicht nur zerstören konnte.
Sondern auch etwas Neues schaffen.
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:03.01.26 11:03 IP: gespeichert Moderator melden


Es war ein warmer Freitagabend Anfang Juni, drei Wochen nach dem zweiten Treffen. Die Luft in München war schwer von Sommerduft, und Lukas’ Herz fühlte sich an, als würde es gegen den Keuschheitsgürtel schlagen, der ihn seit fast zwei Monaten begleitete. Er hatte in diesen Wochen gelernt, was es bedeutete, wirklich zu warten – nicht nur körperlich, sondern seelisch. Jede Nacht, wenn er seine Zeilen um 22:00 Uhr schrieb, hatte er ein Stück mehr von sich preisgegeben. Und jede Antwort von Victoria – manchmal nur ein Wort, manchmal ein ganzer Absatz – hatte sich wie eine Umarmung angefühlt, die gleichzeitig schmerzte und heilte.
Als er vor ihrer Tür stand, zitterten seine Hände so sehr, dass er kaum klingeln konnte. Er trug nur Jeans und ein dunkles Shirt, wie befohlen. Keine Unterwäsche. Das Halsband lag eng um seinen Hals, versteckt unter dem Kragen. Er fühlte sich nackt, noch bevor er nackt war.
Victoria öffnete. Sie trug ein enges, schwarzes Lederkleid, das ihre Kurven wie eine zweite Haut umschloss, hohe Stiefel und lange Lederhandschuhe. Ihre Haare waren streng zurückgebunden, ihr Blick ruhig, aber durchdringend. Kein Lächeln. Nur ein leichtes Nicken. „Komm rein.“
Lukas trat ein. Die Wohnung war dunkel, nur Kerzen brannten, warfen flackernde Schatten an die Wände. Es roch nach Sandelholz und nach ihr – ein Duft, der ihm inzwischen vertrauter war als sein eigener. Sie schloss die Tür, drehte den Schlüssel um. Das Klicken hallte in ihm wider wie ein Versprechen.
„Zieh dich aus. Hier im Flur. Langsam.“
Er gehorchte. Hemd, Jeans, Schuhe – alles fiel zu Boden. Nackt stand er da, der Gürtel glänzte im Kerzenlicht, sein Körper zitterte nicht nur vor Kälte. Victoria trat ganz nah an ihn heran, hob sein Kinn mit einem Finger. Ihre Augen bohrten sich in seine.
„Schau mich an.“
Er tat es. Und in diesem Moment brach etwas in ihm auf. Er sah nicht nur die dominante Frau, die er sich erträumt hatte. Er sah Viktoria – die Frau, die seine dunkelsten Gedanken gelesen und nicht weggeschaut hatte. Die Frau, die ihn zwei Monate lang geführt hatte, ohne ihn je zu berühren, und die jetzt vor ihm stand, bereit, ihn wirklich zu nehmen.
Seine Augen wurden feucht. „Ich… ich habe Angst“, flüsterte er. „Nicht vor dem Schmerz. Vor dem, was passiert, wenn ich mich wirklich fallen lasse.“
Victoria sagte nichts. Sie strich nur mit dem Daumen über seine Wange, wischte eine Träne weg, die er gar nicht bemerkt hatte. „Das ist gut“, sagte sie leise. „Angst bedeutet, dass es echt ist.“
Sie führte ihn ins Wohnzimmer. Der Bock stand da, schwarz und unnachgiebig. Daneben der Tisch mit den Werkzeugen – und der Melkmaschine. Lukas’ Magen zog sich zusammen, eine Mischung aus Panik und Sehnsucht.
„Leg dich hin.“
Er legte sich auf den Bock, Bauch nach unten, Arme und Beine gespreizt. Sie fesselte ihn – langsam, fast zärtlich. Jede Manschette schloss sich mit einem leisen Klicken. Als sie fertig war, beugte sie sich zu ihm herunter, ihre Lippen nah an seinem Ohr.
„Du bist jetzt mein. Ganz. Und ich werde dich nicht zerstören. Ich werde dich nur so weit bringen, wie du es brauchst.“
Sie begann mit dem Analplug – mittelgroß, vibrierend. Schmierte ihn ein, führte ihn langsam ein. Lukas keuchte, als er seine Prostata berührte. Die Vibration setzte ein – tief, pulsierend. Es war nicht nur körperlich. Es fühlte sich an, als würde sie direkt in seine Seele greifen.
Dann die Nippelklemmen. Sie setzte sie an, zog leicht an der Kette. Der Schmerz schoss durch ihn, aber diesmal war er willkommen. Er war Beweis. Beweis, dass er lebte. Dass er fühlte. Dass er ihr gehörte.
Schließlich die Melkmaschine. Sie entfernte den Käfig – das erste Mal seit fast zwei Monaten. Sein Sch****z sprang frei, hart, rot, tropfend. Sie schmierte Gleitgel auf, schob den Zylinder darüber. Das Summen begann. Das Saugen. Das Melken.
Lukas schrie auf – ein Schrei, der alles enthielt: Erleichterung, Schmerz, Hingabe, Liebe. Die Vibration im Arsch, das Saugen am Sch****z, die Klemmen an den Nippeln – alles verschmolz zu einem Sturm, der ihn überspülte.
Victoria stand neben ihm, eine Hand auf seinem Rücken, die andere an der Fernbedienung. Sie variierte die Geschwindigkeit – mal quälend langsam, mal hart und schnell. Zwischendurch schlug sie leicht mit einer kleinen Peitsche auf seinen Arsch – nicht um zu strafen, sondern um ihn zu erden. Jeder Schlag ein „Ich bin hier“.
Der erste Orgasmus kam wie eine Explosion. Sein Körper krampfte, Sperma schoss in den Zylinder, und er weinte laut – nicht vor Schmerz, sondern weil es zu viel war. Zu viel Gefühl. Zu viel Nähe.
Victoria hörte nicht auf. Sie ließ ihn kommen – wieder und wieder. Zweiter. Dritter. Beim vierten war es trocken, nur Krämpfe. Beim fünften schluchzte er: „Bitte… ich kann nicht mehr… aber hör nicht auf…“
Sie beugte sich zu ihm, küsste seine Stirn. „Ich weiß, mein Schatz. Ich weiß.“
Nach fast zwei Stunden schaltete sie die Maschine ab. Löste die Fesseln. Half ihm auf, hielt ihn, als seine Beine nachgaben. Sie setzte sich mit ihm auf den Boden, zog ihn in ihre Arme, seinen Kopf an ihre Brust. Er weinte – hemmungslos, befreit. Sie hielt ihn einfach fest, streichelte sein Haar, flüsterte: „Du hast es geschafft. Du hast dich mir gegeben. Und ich habe dich genommen. Ganz.“
Lukas konnte kaum sprechen. „Ich… ich liebe dich“, flüsterte er schließlich, ohne nachzudenken.
Victoria erstarrte einen Moment. Dann küsste sie ihn auf den Kopf. „Ich weiß“, sagte sie leise. „Und ich dich auch.“
Sie legte den Gürtel wieder an – sanft, fast zeremoniell. Schloss ab. Hängte den Schlüssel zurück an ihre Kette.
„Du schläfst heute bei mir. In meinen Armen.“
Sie trug ihn fast ins Schlafzimmer, legte ihn neben sich ins Bett. Hielt ihn die ganze Nacht, während er schlief – tief, erschöpft, aber endlich angekommen.
Das war die erste richtige Session.
Nicht nur körperlich.
Sondern die, in der beide ihre Mauern fallen ließen.
In der aus Macht und Hingabe Liebe wurde.
Und in der sie wussten:
Das hier war nicht mehr nur ein Spiel.
Das hier war ihr Leben.
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:03.01.26 11:05 IP: gespeichert Moderator melden


So. Das reicht erstmal für diese Woche denke ich.

Mehr dann nächste Woche. Ich will ja nicht das ganze Oulver auf einmal verschießen

Danke für die netten Kommentare.
Das ist wirklich eine meiner wenigen Geschichten, die ich "veröffentlichenswürdig" finde.
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Edwin Prosper Volljährigkeit geprüft
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:04.01.26 13:58 IP: gespeichert Moderator melden


Du erzählst auf außergewöhnlich hohem literarischem Niveau. Der Wechsel der Perspektiven, die Schilderung des Geschehens aus der jeweiligen Innenwelt der Protagonisten, gelingt dir mit einer Souveränität, die man nur sehr selten liest. Das ist eine Kunst für sich – ich habe mich selbst einmal daran versucht und weiß, wie enorm schwierig das ist.

Besonders beeindruckend ist die Entwicklung von Viktoria. Die feinen Andeutungen, wie sie zu der Frau geworden ist, die sie heute ist, ihre früheren Erfahrungen, Entscheidungen und Enttäuschungen zeichnest du mit großer psychologischer Tiefe und Zurückhaltung. Ihre Erfahrung von Macht, verbunden mit der schmerzhaften Erkenntnis, sich letztlich doch instrumentalisiert gefühlt zu haben, ist außergewöhnlich präzise, sensibel und zugleich schonungslos klar dargestellt.

Gleichzeitig gelingt dir mit Lukas eine ebenso berührende wie überzeugende Figur. Er ist ein Suchender, einer, der lange unterwegs war – nicht laut, nicht fordernd, sondern tastend, fragend, offen. In der Begegnung mit Viktoria entsteht erstmals die Erfahrung, wirklich gesehen und angenommen zu werden. Die Hoffnung, so geliebt zu werden, wie er ist: ohne Verstellung, mit nackter Ehrlichkeit, ohne Fassade. Diese leise, existenzielle Sehnsucht schreibst du mit großer Wahrhaftigkeit und Tiefe.

Für mich ist diese Geschichte weit mehr als eine Liebesgeschichte. Sie erzählt davon, wie zwei verlorene Seelen einander finden – nicht als Erlösung, sondern als Möglichkeit. Als Raum, in dem Wahrheit, Verletzlichkeit und Liebe zugleich existieren dürfen.

Gestatte mir meine absolute Anerkennung und Hochachtung auszusprechen.


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ChasHH
KG-Träger

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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:04.01.26 14:50 IP: gespeichert Moderator melden


Dem schließe ich mich an.
Es ist keine dumpfe Keuschheitsgeschichte, sondern eine sanfte liebevolle Erzählung.
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housebutler
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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:05.01.26 10:47 IP: gespeichert Moderator melden


Wenn das hier so gut ankommt, ist mein eigener Anspruch vielleicht auch etwas zu hoch und ich hätte andere Geschichten vor dem Löschen vielleicht auch mal veröffentlichen sollen.

Vielen Dank für die Blumen. Ich befasse mich schon wirklich lange mit Rhetorik, lese aber selbst wenig Bücher und Geschichten, da ich meinen eigenen Stil behalten möchte.

Es geht auch gleich weiter
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housebutler
Erfahrener

Niederrhein




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  RE: Lukas und seine heimlichen Begierden Datum:05.01.26 10:52 IP: gespeichert Moderator melden


Lukas wachte langsam auf, als das erste sanfte Morgenlicht durch die halb zugezogenen Vorhänge fiel. Es war kurz nach sieben Uhr. Er lag auf der Seite, eng an Viktoria geschmiegt, ihren Arm um seine Taille, ihre Hand flach auf seinem Bauch. Ihr Atem ging ruhig und gleichmäßig an seinem Nacken. Der Duft ihrer Haut – warm, leicht nach Schlaf und dem Sandelholz von gestern – umhüllte ihn. Für einen Moment wusste er nicht, wo er war. Dann kam alles zurück: die Session, die Orgasmen, die Tränen, ihr „Ich dich auch“.
Er bewegte sich kaum, aus Angst, sie zu wecken. Der Keuschheitsgürtel war wieder da – sie hatte ihn gestern Nacht angelegt, sanft, fast liebevoll. Der Plug saß tief, sein Körper fühlte sich wund an, aber auf eine gute, erfüllte Weise. Die Striemen an den Handgelenken pochten leicht, die Nippel waren empfindlich. Alles erinnerte ihn daran, was passiert war. Und statt Scham spürte er nur tiefe Dankbarkeit.
Sie hält mich immer noch, dachte er. Selbst im Schlaf. Ihr Arm war nicht locker, sondern besitzergreifend. Er fühlte sich beschützt. Geliebt. Gewollt.
Viktoria regte sich, zog ihn instinktiv noch näher an sich. Ihre Hand glitt ein Stück tiefer, berührte den Gürtel, blieb dort liegen. Lukas hielt den Atem an. Sie war wach.
„Guten Morgen, mein Schatz“, murmelte sie verschlafen, ihre Stimme rau und warm zugleich. Sie küsste seinen Nacken, ganz leicht, fast zärtlich. „Wie fühlst du dich?“
Lukas drehte sich vorsichtig um, sodass er ihr ins Gesicht sehen konnte. Ihre Augen waren noch halb geschlossen, aber sie lächelte – ein echtes, weiches Lächeln, das er so noch nie bei ihr gesehen hatte. Keine Dominanz in diesem Moment. Nur Nähe.
„Ich… ich weiß nicht, wie ich es sagen soll“, flüsterte er. Seine Stimme brach. „Ich fühle mich… zu Hause. Bei dir. Nach gestern… ich habe keine Worte. Es war alles. Schmerz, Lust, Tränen… und dann du. Du hast mich gehalten. Ich habe mich noch nie so sicher gefühlt.“
Eine Träne lief über seine Wange. Viktoria wischte sie weg, genau wie gestern Abend. „Ich weiß“, sagte sie leise. „Mir geht es ähnlich. Ich habe gestern etwas gespürt, das ich lange nicht mehr zugelassen habe. Du hast dich mir gegeben – wirklich. Nicht nur deinen Körper. Dich. Und ich… ich habe dich genommen. Und ich will dich behalten.“
Sie zog ihn enger an sich, küsste ihn auf die Stirn, dann auf die Lippen – das erste Mal richtig. Ein sanfter, langer Kuss, voller Zärtlichkeit. Keine Dominanz. Nur sie beide.
Sie lagen eine Weile einfach so da, redeten leise. Lukas erzählte, wie er sich jetzt fühlte – wund, leer, aber gleichzeitig erfüllt wie nie zuvor. Dass er immer noch nachhallte von gestern. Dass er Angst hatte, dass es nur ein Traum gewesen sei. Viktoria hörte zu, streichelte ihn, küsste zwischendurch seine Tränen weg.
„Ich habe auch Angst“, gestand sie leise. „Ich habe schon viele gehabt. Aber bei dir ist es anders. Ich will dich nicht zerstören. Ich will dich… bei mir haben. Nicht nur in Sessions. Sondern richtig.“
Lukas nickte, schluchzte leise vor Glück. „Das will ich auch.“
Gegen acht Uhr stand Viktoria auf, zog ein weites Shirt über und ging in die Küche. Lukas durfte liegen bleiben. Er hörte sie hantieren – Kaffeemaschine, Pfanne, das Klirren von Tellern. Kurz darauf kam sie zurück mit einem Tablett: frische Brötchen, Marmelade, Obst, zwei Tassen Kaffee. Sie setzte sich ans Bett, fütterte ihn mit kleinen Stücken – erst ein Stück Brötchen, dann eine Erdbeere. Er aß aus ihrer Hand, schaute sie die ganze Zeit an. Es fühlte sich intim an, fast heiliger als die Session gestern.
„Du bleibst das ganze Wochenende“, sagte sie ruhig. Es war keine Frage. „Heute ruhst du dich aus. Wir reden. Wir kuscheln. Keine Session. Nur wir.“
Lukas nickte, Tränen wieder in den Augen. „Ja. Bitte.“
Sie legte das Tablett weg, zog ihn wieder in ihre Arme. Sie lagen den ganzen Vormittag im Bett – redeten über alles und nichts. Über ihre Kindheiten. Über Ängste. Über Träume. Sie lachten sogar einmal, als Lukas erzählte, wie er gestern fast gestolpert war, weil der Plug so intensiv vibriert hatte. Sie küsste ihn immer wieder, hielt ihn, als wäre er das Kostbarste, das sie je gehabt hatte.
Gegen Mittag duschten sie zusammen – sie wusch ihn vorsichtig, seifte die wunden Stellen ein, küsste jede Strieme. Er durfte sie auch berühren – ganz sanft, ehrfürchtig. Es war keine sexuelle Dusche. Es war Pflege. Nähe. Liebe.
Den Rest des Tages verbrachten sie auf dem Sofa – Lukas mit dem Kopf auf ihrem Schoß, sie mit den Fingern in seinem Haar. Sie schauten einen Film, redeten zwischendurch, schwiegen viel. Abends kochten sie zusammen, aßen am Tisch, hielten Händchen.
Als sie ins Bett gingen, zog sie ihn wieder eng an sich. „Du bist mein“, flüsterte sie. „Und ich bin deine.“
Lukas schlief ein mit dem Gefühl, dass gestern nicht das Ende einer Session war – sondern der Anfang von etwas Größerem.
Von ihnen.
Von Zuhause.
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