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  Begriffsdefinition "SwitcherIn"
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M.J.
Stamm-Gast

Berlin


Lebe deinen Traum.

Beiträge: 769

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  Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 17:25 IP: gespeichert Moderator melden


Mir geht der Vorstellungs-Fred von meiner TexasTasha nach....

Da wurde so mir nix dir nix verkündet, wir würden switchen....

Sehe mich aber gar nicht als Switcher.....

In meiner Sturm- und Drang-Zeit bis 2006 hatte ich für alles, was ich ausprobieren wollte, jeweils eine Spielpartnerin/einen Spielpartner. Das war für mein jeweiliges Gegenüber einfacher und ebenso bei mir, in die Rolle zu finden/meistens richtiggehend zu plumpsen.

Also für jede Rolle andere Spielpartner. Da switche ich doch gar nicht.....

Mit TexasTasha und Patchwork-Family sind solche extrem zeitaufwendigen Leidenschaftsrealisierungen gar nicht möglich. Also machen wir es aus doppelt und dreifachen Gründen eben alles miteinander. Leben alle Facetten aus.
Kommen überhaupt gar nicht darauf, gleich zu jemand anderem zu greifen, sondern haben extrem viel Spaß daran, diese extreme Offenheit und Intimität zusammen zu genießen.

Ich sehe mich eher als Multi-Fetish-Player.....

Die anderen Faibles sind ja nicht verschwunden, sondern sind im Hintergrund da. Eben wie ein gut ausgestattetes SM-Studio....

Wie siehst Du das

Was ist für Dich "switchen"


Seit über 32 Jahren SM und Faible für ungewöhnliche Klamotten.Neben Dom bin ich nun auch Sub und Pet, gehöre TexasTasha.Das Leben ist zu kurz, um graue Maus zu sein und die verschiedenen Graustufen auszuleben.Ich mag es bunt, queer, trubelig und nach vorn gerichtet.Lasse mich in keine Schublade quetschen.
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Mike Orca
Story-Writer





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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 18:25 IP: gespeichert Moderator melden


Dein Statement "Neben Dom bin ich nun auch Sub" tritt ziemlich genau das, was ich unter einem Switcher versteht: Die Fähigkeit oder Bereitschaft, immer wieder zwischen der aktiven - dominanten - sadistischen Seite und der passiven - submissiven - masochistischen Seite zu wechseln und die momentane Rolle zu genießen. Ob dabei beide Seiten mit einem Partner ausgelebt werden (können) oder ob man z.B. in einer festen Beziehung Sub ist und die dominante Ader mit einem Spielpartner auslebt (oder auch mit vielen), halte ich für unwesentlich.
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Ihr_joe Volljährigkeit geprüft
Sklave

Baden-Württemberg


Die Welt ist eine Bühne. Nur... das Stück ist schlecht besetzt. Oscar Wilde

Beiträge: 1939

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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 19:52 IP: gespeichert Moderator melden


Ja, wo er recht hat, hat er recht, der Mike,

nichts anderes bedeutet schwitchen, dabei ist es unerheblich, ob der Wechsel für eine ganze Session gilt oder sogar innerhalb einer stattfindet. Es ist der Wechsel (Switch) vom Top zum Sub und umgekehrt.

Ihr_joe
Toleranz beginnt dort, wo das eigene Weltbild aufhört. (Amandra Kamandara)

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kedo
Sklave



sklave von Gillian (ex-Yaguar)

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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 20:19 IP: gespeichert Moderator melden


to switch = wechseln, schalten, tauschen …

sehe auch nicht die andersartigkeit bei euch.
beste grüße, kedo

________________________________________

"der kopf ist rund, damit das denken die richtung ändern kann" francis picabia
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M.J.
Stamm-Gast

Berlin


Lebe deinen Traum.

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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 20:48 IP: gespeichert Moderator melden


ok, danke für die Antworten!

Ihr habt mich überzeugt.

Ich leg halt gern einfach los.
Nur in Schubladen lasse ich mich nicht so gern stecken....
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kedo
Sklave



sklave von Gillian (ex-Yaguar)

Beiträge: 1523

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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 21:51 IP: gespeichert Moderator melden


ist ja auch egal wie man/ihr das nennt, hauptsache ihr/man ha/b/t spaß dabei.
beste grüße, kedo

________________________________________

"der kopf ist rund, damit das denken die richtung ändern kann" francis picabia
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Moira
Sklavenhalterin

im wilden Südwesten


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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 23:09 IP: gespeichert Moderator melden


klar, Bezeichnungen und Einschubladierungen
finde ich auch "Schall und Rauch",
aber da viele BDSMler Switchern
recht vorurteilsbehaftet und skeptisch
bis ablehnend begegnen,
kann eine sachliche Diskussion nur Vorteile
für alle Seiten bringen.

In diesem Sinn hoffe ich, es wird sich hier
auch noch der von mir sehr geschätzte private_lock
einbringen, von dem man im Übrigen mehrere
bemerkenswerte Ausführungen zur Thematik im Forum finden kann.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Moira am 03.01.18 um 23:13 geändert
FRAU und männchen verlassen gemeinsam das Haus. Sie: "Hast Du alles?" er - nimmt IHRE Hand - und sagt leise: "Jetzt - JA!"
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M.J.
Stamm-Gast

Berlin


Lebe deinen Traum.

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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 23:11 IP: gespeichert Moderator melden



"Spaß" ist untertrieben....

"Sehr tiefgehende, intensive Leidenschaft" trifft es eher.

Wir entdecken immer noch neue Facetten, die in uns schlummern und fördern sie.

Bisher hat sich noch nichts als Holzweg erwiesen, den wir nicht mehr weitergehen und weiterverfolgen....

Tolles Nebenprodukt ist die gegenseitige Achtsamkeit und Respekt vor der Persönlichkeit.
Das ist ein gutes Fundament für die Beziehung.

Nichts wird abgetan oder negativ gesehen. Sondern festgestellt: "Da ist was, was mich beschäftigt..." Schnell geht das nicht, die Förderung und Entwicklung einer neuen Facette.

Wir feilen normalerweise nicht an Begriffsdefinitionen.
Ich stoße immer wieder beim Lesen darauf und denke dann: "Irgendwie passt das nicht so richtig für mich". Ein subjektives Gefühl...



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Moira
Sklavenhalterin

im wilden Südwesten


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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 23:19 IP: gespeichert Moderator melden


vielleicht solltet Ihr einfach ein ganz neues Wort für das kreieren, was Ihr lebt, M.J. und TexasTasha,
wie wäre es mit "wir dazzlen" von engl. to dazzle = schillern *lach

Übrigens Dir, TexasTasha noch ein sehr herzliches Willkommen, eloquente Ladies mit "Hintergrund" kann dieses Forum hier gut brauchen *lächel

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Moira am 03.01.18 um 23:21 geändert
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Tron007 Volljährigkeit geprüft
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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:03.01.18 23:59 IP: gespeichert Moderator melden


Genau so was ist das was das Forum ausmacht.
Es gibt immer wieder was neues.
Wäre nicht schlecht wenn ihr auch die Spiele die ihr zusammen macht dann vorstellt. Ich bin neugierig auf euch geworden super Idee die Rollen mal zu tauschen.
Das Leben ist geil. Die Männer sind doch die schöneren Frauen. Ab heute Fan von M.J.
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Moira
Sklavenhalterin

im wilden Südwesten


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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:25.01.18 17:13 IP: gespeichert Moderator melden


Dies Thema war mir aufgrund anderer Prioritäten leider vorerst mental entschlüpft bzw. hatte ich es vorübergehend einfach verdrängt bzw. vergessen:

Ich persönlich finde, bei diversen Praktiken, kann man gar nicht unbedingt eindeutig definieren, wer der "aktive" (im Sinn von dominante) und wer der "passive" (im Sinne von submissive) Part ist.

Um es zu verdeutlichen: es muss nicht immer so sein, dass derjenige, der eine Handlung am anderen Menschen aktiv ausführt, in demselben Moment auch die
dominante "Rolle" innehat oder aber der, der eine Handlung an sich geschehen lässt, automatisch der "submissive Part" ist.

Um sich das klar zu machen, muss man ggf. nur mal ein ganz klein wenig gedanklich über diverse, einem bekannte "Praktiken" huschen und sich die mal "vorurteilsfrei" in der Vorstellung betrachten.

Alles eine Frage des vielleicht nicht gerade nur schnurgeraden Blickwinkels ...

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Moira am 25.01.18 um 17:15 geändert
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HeMaDo
Stamm-Gast

Kassel


Immer wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin froh darüber.

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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:25.01.18 17:55 IP: gespeichert Moderator melden


Ich sehe das so:

die ganzen Ausdrücke und "Fachbegriffe" sind doch nur dafür da, um sich mit anderen auszutauschen. Dafür braucht man eine gemeinsame "Fachsprache".

Und ohne irgend jemanden in Schubladen stecken zu wollen, der "Fachbegriff" eines Switchers ist so definiert, daß eine Person mal die dominante, mal die submissive Rolle übernimmt.
Ob das mit dem selben Partner geschieht oder mit jeweils anderen ist dabei egal.

Und wie man das für sich selbst und seine(n) Partner(n) definiert ist doch jedem selbst überlassen.

Was man mit diesen Fachbegriffen so gut wie nie kommunizieren kann, ist das, was es für einen selbst bedeutet oder wie man sich fühlt. Da braucht man sowieso mehr Worte. Also ist es mir persönlich auch relativ egal, wie andere diese "Fachbegriffe" deuten, solange die eigentliche Bedeutung noch klar ist.


HeMaDo
Meine Geschichten:
Neue Horizonte
Neue Horizonte 2
Schloss Fähenberg

Kurzgeschichten:
Ihr Weg
Martha
Beute
Ostern

Charaktere von "Neue Horizonte" und "Schloss Fähenberg"
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Moira
Sklavenhalterin

im wilden Südwesten


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Beiträge: 807

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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:25.01.18 18:18 IP: gespeichert Moderator melden


jo, ist halt so, dass viele - ohne Rücksprache - unter "SwitcherIn" auch ggf. das derart "falsch" verstehen, dass derjenige/diejenige noch zwingend andere/n Partner außerhalb der Beziehung will/braucht ...

Der Begriff "Switcher/in" per se ist nunmal eben recht diskreditiert von wegen "wissen nicht, was sie wollen, sind weder Fisch noch Fleisch, wollen nur alles, aber nichts so richtig" usw.
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NathalyGummina
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Tv-Switcher

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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:25.01.18 18:50 IP: gespeichert Moderator melden


Sind wir denn nicht alle ein bisschen "Switcher"?
Meiner Meinung nach schlummert in jedem eine devote und eine dominante Ader,bei dem einen mehr,bei dem anderen weniger.
Ich wechsel auch gerne mal in die dominante Rolle und muss gestehen,es macht mir einen riesigen Spaß,aber tief in meinem Herzen bin ich immer auf der devoten Seite zu Hause.
Für mich ist ein Partner,der die andere Seite auch kennt der bessere "Dominante" weil er oder sie,sich viel besser in meine Lage versetzen können.
Ich liebe Latex,Plastik und Bondage
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Jedes Schloss ist ein Meta-Konsens!

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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:25.01.18 21:48 IP: gespeichert Moderator melden


@NathalyGummina

Danke!

@Moira

Zitat

Der Begriff \"Switcher/in\" per se ist nunmal eben recht diskreditiert


Ja, dieses Vorurteil ist mir früher häufiger begegnet. Der Switcher als "NotDom", der sich den Geschlechterverhältnissen und Mehrheitsverhältnissen anpasst und entgegen seiner vermeintlichen "Natur" so ein bisschen auf Dom macht.

Allein, die Welt ist nicht schwarz-weiß. Ab und an sieht man immer wieder diese Einstufungstests, bei denen so ein Diagramm raus kommt, mit einem langen oder auch einem kurzen Zeiger in den entsprechenden Quadraten. Meist sind es doch irgendwie Sterne, die in allen Quadranten kleine Ausschläge zeigen. Das reine V für Dominant-Sadistisch oder gar einen einzelnen Zeiger für nur Dominant oder nur Sadistisch habe ich noch nicht gesehen. Da müsste man vermutlich einige Durchläufe ausprobieren, bis man jede Frage und Antwortmöglichkeit perfekt ohne Ausreißer eingestuft hat. Das kann meines Erachtens nur rauskommen, wenn jemand vom Ergebnis her rückwärts rechnet, welche Antworten er dazu bräuchte.

Tja, was macht das Switchen nun an sich so interessant?

Vorweg: Ich weiß, dass eine Menge Leute nicht innerhalb einer Session switchen. Das ist vollkommen in Ordnung. Sollen sie es handhaben, wie es ihnen Spaß macht.

Für mich ist es der spannendste Moment überhaupt, wenn sich die Partner scheinbar auf Augenhöhe gegenüber stehen und doch klar ist, dass es am Ende einen Unterworfenen geben muss, aber beide bereit sind, dafür zu kämpfen.

Das Wort "kämpfen" muss man dabei etwas beleuchten: Natürlich sind Männer von der Natur mit Muskelkraft etwas besser bedacht worden. So könnte die Dame in einem Ringkampf z.B. den Kürzeren ziehen. Das wird in der Regel schon durch ein Taxieren der Figur klar. Da muss man gar nicht erst antreten, wenn man eh schon verloren hat. Aber die Wahl der Disziplin, in der man sich messen will gehört mit zum "Kampf". Wenn sie also einem Ringkampf zustimmt, dann vielleicht weil sie weiß, dass es dann eine schnelle Entscheidung gibt und sie sich heute der devoten Rolle hingeben kann. Morgen gibt es dann vielleicht Kirschkernweitspucken oder sie ruft aus dem zweiten Stock zu mir, der ich noch am Briefkasten stehe: "Wer zuerst oben ist!"

Es entscheidet also nicht die Kraft oder Geschicklichkeit allein, sondern es ist eine komplizierte Interaktion der Partner, den jeweiligen Wunsch auf die Macht abzuwägen. Von anderen BDSMlern wird das als anstrengend empfunden. Sie wollen die Sklavin einmal unterwerfen und sich dann faul zurück lehnen. Der Switcher möchte aber gerade diesen Moment der Unterwerfung immer wieder aufs neue Auskosten. Nur wer sich echt bemüht, soll obsiegen. Und wer sich fallen lässt, der kann auch nicht glaubwürdig befehlen.

In dieser Beziehung ist durchaus Raum für Kuscheln, entweder nach der Session oder aber auch anstelle einer Session. Alles kann, nichts muss. Aber die Funken sprühen natürlich, wenn beide ernsthaft um die Macht ringen. Dabei gibt es viele Spielarten:

  • Ritze ein V hinten in ein Stückchen Schokolade, drehe alle wieder um und lege sie auf dem Tisch aus, so dass beide nicht wissen, welches Stückchen es ist ... und dann wird neben dem Fernsehen gegessen, immer so dass der andere vorab kontrolliert hat. Die Naschkatze mit dem größeren Heißhunger könnte hier leicht im Nachteil sein!
  • Beim Wocheneinkauf wird eine Bedingung an die Endsumme gestellt: Gerader Cent-Betrag - halbwegs einfach, da die meisten Preise auf ,99 enden. Man muss also nur eine gerade Anzahl Artikel im Wagen haben. Aber Vorsicht, Pfandflaschen mit ihren 0,25 bringen die Rechnung schnell durcheinander. Alternativ: Cent-Betrag größer 50. Ja, man könnte mitrechnen, aber wenn beide in den Wagen legen ist es ziemlich schnell völlig zufällig.
  • Ganz klassisch würfeln, gerade Augenzahl, die höhere Augenzahl, die meisten Sechser in Sechs Würfen ...
  • Ritueller Ringkamp in Zeitlupe oder mit Stop'N'Go Kommandos oder mit einem Arm oder auf einem Bein, als Kissenschlacht, in den Teppich einrollen, ... toben wie die Kinder
  • ...


All diesen Disziplinen ist gemein, dass sie gewissen Regeln unterliegen, vergleichbar dem Reizen beim Skat oder fast wie die Balz bzw. Revierkämpfe im Tierreich. Es soll keiner ernsthaft verletzt werden und doch muss ein Sieger des Tages ermittelt werden.

In der Fortgeschrittenen Variante kann man solche Wettkämpfe auch in der Session wieder aufflammen lassen. Gehen dem Dom die Ideen aus, bzw. kommt ihm die Entschlossenheit abhanden, wird gewechselt. Ideal bietet sich etwa an, auf die Haltbarkeit einer Seil-Fesslung zu wetten. Kommt der Gefesselte frei, dann wird geswitcht. Neben dem Spaß, die Fesslung wirklich zu prüfen, gibt es entweder den Lerneffekt, was man beim Fesseln alles falsch machen kann, oder den unheimlichen Rausch, wenn die Fesslung mehr aushält als man zunächst dachte. Dann hat man seine Klappe aufgerissen und muss hilflos auslöffeln, was man sich da eingebrockt hat. Zurecht wird man einiges an Häme einstecken müssen.

Ich glaube, gerade für SMer funktioniert der Switch nicht so gut, weil es selten ist, dass jemand die Gerte genauso gut auf dem eigenen Arsch findet, wie er sie gerne schwingt. Meist bilden sich bezüglich der bevorzugten Gerten-Enden recht eindeutige Pole, so dass ein Switch eher nur im Spielerischen durch die Luft sausen verbleibt, während das echte hinlangen immer eine gezielte Richtung hat. Vielleicht kommt daher auch ein Teil der Ablehnung von Switchern, weil ein Switch in der Welt des Prügel-SMler undenkbar ist? Ein Switch wird jedenfalls in den seltensten Fällen auf einen blau-rot verstriemten Arsch stehen, denn das kommt alles zu ihm zurück.

LG
private_lock
private_lock Les 3 côtés d'un SwItCh: TOP & sub

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Tron007 Volljährigkeit geprüft
Switcher





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  RE: Begriffsdefinition "SwitcherIn" Datum:25.01.18 23:58 IP: gespeichert Moderator melden


Gerade das macht den Reiz aus das switchen von Dom vs Sub und Sub vs Dom. Die kleine Rache des Subs die er fürchten muss.
Das Leben ist geil. Die Männer sind doch die schöneren Frauen. Ab heute Fan von M.J.
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