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Bulli31
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Das Morgen gehört denen, die sich heute darauf vorbereiten
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:15.09.19 19:11 IP: gespeichert Moderator melden


Hysteria (2011)

Wie kann man so einen Film umschreiben, der zwischen Ernst und Komik hin und her tänzelt.

Dieser Film wurde bereits von Moira empfohlen.

Der Film handelt von Mortimer Granville, der aus reichem Hause stammt und sich die neueste Forschungsliteratur zum Thema Hygiene leisten und anscheinend im Original lesen kann. Darüber hinaus erkennt er das Potential des Themas, wenn nur ausreichende finanzielle Mittel für Personal und Verbrauchsmaterial zur Verfügung ständen.
Er arbeitete jedoch 1880 in einem Krankenhaus (Westminster Hospital) für eher arme Patienten, das nach etlichen guten Jahren durch die seit 1873 andauernde Gründerkrise vorsichtig mit den Finanzen sein muss. Unter anderem machen der Britischen Wirtschaft die Billigimportwaren aus Deutschland und Frankreich zu schaffen. Der Mediziner kann seine Hygiene-Ideen nicht durchsetzen und überwirft sich mit der Einrichtung.

Um sich bei Gleichgesinnten über die Erbsenzähler des Krankenhauses zu eschoffieren, besucht er seinen technikbesessenen Bruder in seinem mehrstöckigen prunkvollen Stadthaus.
Dieser bietet dem Mediziner 10.000 Pfund Stirling als eine Art Almosen, damit der Mediziner nicht mehr arbeiten muss. Ein Pfund Stirling entsprach zu der Zeit noch einem Guinee, obwohl der Guinee eigentlich abgeschafft war. Ein Guinee bestand aus einer 916,67er Goldlegierung mit einem Feingoldanteil von 8,35 Gramm. Die Beimengungen waren Silber, Kupfer usw. Die Summe von 10.000 Pfund entsprach also 83,5 Kilogramm Feingold. Heute liegt der Wert bei 3,61 Millionen Euro. Das kann der Bruder während einer Wirtschaftskrise locker machen.

Überzeugt auf eigenen Beinen stehen zu können, bewirbt sich der Mediziner bei einer standesgemäßen Privatpraxis des Dr. Robert Dalrymple F.R.C.M.P., die die Stimmungsschwankungen der unterbeschäftigten Ehefrauen unter 40 Jahren behandelt, wenn sie zu den 'Oberen Zehntausend' gehören. Zur Beruhigung wird im Wartezimmer Klaviermusik gespielt.

Frauen, die damals "mit dem Kopf durch die Wand" wollten, wurden als Hysterisch angesehen.

Nun, ja. Wenn ich weiter schreiben würde, würde ich zu viel spoilern.

Heutzutage sagt man solchen Frauen nach, dass sie nur einmal gut ge****t werden müssten.

Damals hatte man diese Idee vielleicht auch schon ... aber die Damen der Gesellschaft durften einerseits nicht fremdgehen, weil sie als lebendes Statussymbol den Luxus lebten, der sie vor einem Leben in der Gosse beschützte, und auf der anderen Seite waren sie mit Männern verheiratet, die sich hauptsächlich um ihren Betrieb und die Ausbeutung der Arbeiterschaft kümmerten.

Das Gehirn der Frauen gierte nach Beschäftigung in intellektueller wie auch animalischer Form.
Teegesellschaften waren reine Frauenvereine, wo beispielsweise massive Kritik an Vaterfiguren und Männer im allgemeinen aufbrandeten, was Schriftsteller wie Kafka, angestachelt durch Knebelverträge mit seinem Verlag, geschickt auszunutzen wussten.

Kritik an Männern hilft den Frauen sich erhabener zu fühlen, aber diese befriedigte nicht jede Sehnsucht.

Wo lag der Ausweg aus dieser Misere, wenn Frau nicht im Armenhaus landen wollte?

Auf der einen Seite gab es in der Zeit tolle technische Entwicklungen in Mechanik und Elektrik, auf der anderen Seite unbefriedigte Frauen mit viel Geld, die der offensichtlichen Keuschheit Königin Viktorias nacheiferten, und dazwischen stand ein Mediziner mit Zugang zu beiden Welten.

Was mag in der Situation passiert sein?

Anmerkung:
Kelloggs in den USA setzte Menschen unter Strom, um animalische Anwandlungen zu behandeln, aber in diesem Film geht es um das alte Europa mit seinem Bestreben nach sicheren Behandlungsmethoden.

Hysteria (2011), 93 Min., Online bis 16.09.2019

Dem einen oder anderen möge die Darstellerin der Charlotte bekannt vorkommen. Sie spielte die weibliche Hauptrolle in "Secretary".

Die Historien-Komödie wurde gefunden und für gut befunden von Moira.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Bulli31 am 16.09.19 um 23:11 geändert
Viele Grüße
bulli

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Moira
Sklavenhalterin

im wilden Südwesten


♥ slave to love ♥

Beiträge: 944

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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:12.10.19 21:55 IP: gespeichert Moderator melden


leider gerade erst eben entdeckt:

HEUTE 23:00 Uhr auf 3-sat:

IM REICH DER SINNE ...

Übersicht
Ein Liebespaar verliert sich mit zunehmender Leidenschaft in seiner sexuellen Lust, die sämtliche Tabus überschreitet und schließlich auch vor Schmerz und Tod nicht mehr haltmacht.
Details
Kichizô ist der Besitzer eines Geisha-Hauses, in dem auch Sada als Dienerin arbeitet. Zwischen ihnen entwickelt sich eine Leidenschaft, die alle Tabus und Konventionen hinter sich lässt und zunehmend obsessiv wird. Die Außenwelt verliert für beide immer mehr an Bedeutung. Die anfänglich noch spürbare Eifersucht des Paares auf andere Personen verschwindet in der Bedingungslosigkeit, mit der sich beide in ihrer körperlichen Liebe immer wieder einander hingeben. Die Lust, die sie in ihrer Ekstase empfinden, wird durch den Schmerz gesteigert: Sada verlangt von Kichizô, dass er sie schlägt, während sie ihn wiederum beim Sex stranguliert. Schließlich lieben sie sich bis zur totalen Erschöpfung und überschreiten alle Grenzen.

Hinweis
Nagisa Oshimas Klassiker gehört in seiner Darstellung von Sexualität zu den radikalsten Werken der Filmgeschichte. Losgelöst von psychologischen Fragestellungen betont der Film die verstörende Nähe von Lust und Schmerz und lotet in Anlehnung an George Batailles Theorie des „Erotisme“ das Wesen der Sexualität bis in seine dunkelsten Tiefen aus. In streng komponierten Szenen werden die Begegnungen des Paares gezeigt. In Großaufnahmen und in aller Selbstverständlichkeit kommen Lust und Schmerz, die sich auf ihren Gesichtern zeigen, zum Ausdruck. Nagisa Oshima musste den in Japan gedrehten Film, der auf eine reale Begebenheit aus dem Jahr 1936 zurückgehen soll, in Frankreich fertigstellen, da er sonst der strengen japanischen Zensur zum Opfer gefallen wäre. Als sein Werk 1977 im Forum-Programm der Berlinale aufgeführt werden sollte, kam es zum Eklat: „Im Reich der Sinne“ wurde als „harte Pornografie“ beschlagnahmt, ein Jahr später aber für die Kinos ungekürzt freigegeben - und erhielt von der Filmbewertungsstelle sogar das Prädikat „besonders wertvoll“. In Japan wurde das kompromisslose Meisterwerk allerdings nur in einer stark gekürzten Fassung aufgeführt.
Personen
Schauspieler:
Rolle

Eiko Matsuda
Sada Abe
Tatsuya Fuji
Kichizô
Aoi Nakajima
Toku, Kichizôs Frau
Taiji Tonoyama
Bettler
Meika Seri
Magd
Regie: Nagisa Oshima
FRAU und männchen verlassen gemeinsam das Haus. Sie: "Hast Du alles?" er - nimmt IHRE Hand - und sagt leise: "Jetzt - JA!"
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