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  Als Anna fragte
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Figo
Story-Writer

Berlin


Figo89

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  RE: Als Anna fragte Datum:15.06.26 20:26 IP: gespeichert Moderator melden


Ich habe nur die ersten 2 Teile gelesen, da ich nicht auf Feminisierung stehe, daher ist meine Bewertung nicht vollumfänglich.

Erstmal finde ich dein Paceing richtig gut. Du lässt der Geschichte Zeit sich zu entwickeln. Das ganze sehr dialogbasierend zu gestalten, lä. Ich mag es auch, dass du es geschafft hast im ersten Part zu benennen worum es in der Geschichte gehen wird, weil sich auf Fetischebene doch vieles beißt.

Ja gut, das Ganze ist auf extrem hohen Niveau geschrieben.

Man soll ja was zur Verbesserung mitgeben: Mir ist so ein bisschen aufgefallen, dass jeder Moment in den ersten 2 Teilen exterem Blumig umschrieben ist. Für mich macht es Sinn, so ein paar Höhen und Tiefen drin zu haben. Also Lage und Situation in den Schlüsselmomenten (Zeigen des KG-Bildes, Übergabe der Schürze etc.) sehr ausufernd zu beschreiben und den Rest etwas weniger wie sag ich es an besten "schwafelig" zu machen. So bekommst du den Effekt, dass gerade etwas wichtiges passiert, viel besser hin. - Wie gesagt, hier handelt es sich aber auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
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Rainer123
Story-Writer

Rhein-Main-Gebiet


Man schließt manches weg, um anderes zu finden.

Beiträge: 189

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  RE: Als Anna fragte: Teil 4.2 Datum:16.07.26 16:46 IP: gespeichert Moderator melden


Teil 4.2

Der Weg zum Einkaufszentrum dauerte nur wenige Minuten, doch für Felix kam es ihm wie eine Reise in eine völlig fremde, beängstigende Welt vor. Er saß ungewöhnlich still auf dem Beifahrersitz. Die Einkaufstasche mit den Brustprothesen hielt er mit beiden Händen fest umklammert, als hätte er Angst, diese greifbare Verheißung könnte ihm jeden Moment wieder entrissen werden. Sein Blick wanderte ziellos aus dem Fenster, doch Anna spürte genau, dass er die vorbeiziehenden Straßen und Häuserreihen gar nicht wahrnahm. In seinem Kopf tobte zweifellos ein Sturm.

Sie warf ihm einen kurzen Seitenblick zu und bemerkte das feine, unaufhaltsame Zittern seiner Finger auf dem Plastik der Tasche. Ein warmes, unwillkürliches Gefühl breitete sich in ihrer Brust aus. Noch vor wenigen Wochen hätte sie gedacht, dass sie an einem Tag wie diesem vor allem Spaß daran haben würde, ihn zu necken, seine Verlegenheit auszukosten und ihn aus der Reserve zu locken. Doch die Dynamik zwischen ihnen hatte sich verändert. Felix vertraute ihr so bedingungslos und selbstverständlich, dass sie plötzlich das immense Gewicht der Verantwortung spürte, das dieses Vertrauen mit sich brachte. Er hatte sich ihr mit einer Seite offenbart, die er vermutlich jahrelang tief in sich vergraben und vor der Welt verborgen hatte. Und nun war sie es, die ihn an den Ort führte, vor dem er sich wahrscheinlich am meisten gefürchtet hatte.

Sie nahm für einen kurzen Moment die Hand vom Lenkrad und legte sie beruhigend auf seine zitternden Finger.

„Alles in Ordnung?“, fragte sie.

Felix schluckte schwer. „Ich glaube schon.“ Er machte eine kurze Pause und löste den Blick mühsam von der Fensterscheibe. „Ich habe nur solche Angst, dass mich jemand erkennt. Dass jemand merkt, was ich vorhabe.“

Anna lächelte ihm ruhig zu. Eine Sicherheit, die sie selbst erst aufbringen musste. „Das verstehe ich, Felix. Aber überleg mal: Für die Menschen da draußen bist du einfach nur ein Mann, der seine Freundin beim Samstags-Shopping begleitet. Niemand kennt deine Geschichte. Niemand achtet so genau auf dich, wie du in deiner eigenen Befürchtung glaubst. Du bist unsichtbar.“

Felix atmete langsam aus und das Zittern seiner Hand unter ihrer Handfläche ließ ein wenig nach. „Wahrscheinlich hast du recht.“

„Nicht nur wahrscheinlich“, erwiderte sie, drückte seine Hand fest und legte sie dann wieder ans Lenkrad. „Ganz bestimmt.“

Er erwiderte den Händedruck nur ganz sachte, beinahe ehrfürchtig. „Danke, Anna.“

Dieses eine leise Wort hallte in ihr nach, als sie wenig später auf den belebten Parkplatz des Einkaufszentrums einbog. „Danke.“ Früher hatte sich Felix aus einer tief sitzenden Unsicherheit heraus für beinahe jede Kleinigkeit entschuldigt oder bedankt. Doch dieses „Danke“ klang anders. Es klang tiefer, persönlicher, und es war von aufrichtiger Erleichterung getragen. Anna spürte, dass sie ihm hier nicht bloß bei einem trivialen Einkauf half. Sie begleitete ihn über eine Schwelle, die er sich in seinen einsamsten Stunden vielleicht nur im Schutz der Dunkelheit zu erträumen gewagt hatte. Dieser Gedanke erfüllte sie mit einer unerwarteten, fast berauschenden Wärme. Es war nicht die bloße Befriedigung, Macht über ihn zu besitzen, sondern die Faszination, mitzuerleben, wie dieser schüchterne Mann durch sie den Mut fand, sich Schritt für Schritt aus seinem Kokon zu schälen.

Als sie den Motor abstellte, kehrte eine plötzliche Stille in den Wagen zurück. Sie drehte sich zu ihm um und fixierte ihn mit einem Blick, der keine Flucht zuließ.

„Bereit?“

Felix’ Lippen verzogen sich zu einem nervösen, beinah gequälten Lächeln. „Nein.“

Anna musste leise lachen. Ein warmes, lockeres Geräusch, das die drückende Anspannung im Auto durchbrach. „Ich ehrlich gesagt auch nicht.“

Überrascht und mit geweiteten Augen sah er sie an. „Wirklich nicht?“

„Natürlich nicht“, nickte Anna und zwinkerte ihm zu. „Ich habe schließlich auch noch nie einen Mann zu seinem ersten Einkauf für Damenkleidung begleitet. Das ist auch für mich Neuland.“

Einen Moment lang sahen sie sich einfach nur an – ein stummes Einverständnis lag zwischen ihren Blicken. Dann musste auch Felix lachen. Es war kein lauter Ausbruch, aber für einen kostbaren Moment schwand das angespannte Zittern aus seinen Zügen.

„Dann machen wir wohl beide heute etwas zum ersten Mal“, stellte er leise fest.

„Genau so ist es.“

Sie stiegen aus. Die kühle Luft des Parkdecks schlug ihnen entgegen. Als sie jedoch nebeneinander durch die Glasschiebetüren in das Einkaufszentrum traten, spürte Anna sofort, wie Felix instinktiv einen halben Schritt hinter sie zurückfiel. Es war eine Schutzhaltung, ein unbewusstes Signal, mit dem er sich ihrer Führung überließ. Es wirkte nicht unterwürfig, sondern so, als suche er in ihrer unmittelbaren Nähe die Sicherheit, die ihm sein eigener Körper gerade verweigerte. Ohne groß darüber nachzudenken, griff Anna nach seiner Hand und verschränkte ihre Finger mit seinen.

„Komm“, raunte sie.

Er zuckte kurz zusammen, blickte auf ihre verbundenen Hände und ließ dann sichtlich die Schultern sinken. Der helle, weitläufige Eingangsbereich empfing sie mit einer Reizflut: dem Duft von frisch gebackenen Waffeln, teurem Parfüm und dem geschäftigen Gemurmel des Wochenendverkehrs. Jugendliche lachten, Paare schlenderten an den Schaufenstern vorbei. Für Anna war es die absolute Normalität eines Samstags. Für Felix jedoch musste sich jeder einzelne Schritt anfühlen, als würde er eine unsichtbare, verbotene Grenze überschreiten.

Ohne zu zögern steuerte Anna auf die Wäscheabteilung eines großen Modegeschäfts zu. Sie führte ihn zielsicher an den Auslagen für Alltagskleidung vorbei und bog in das Reich der feinen Stoffe, der Spitze und der Seide hinein. Zwischen den langen, farblich sortierten Reihen aus BHs und Slips blieb sie stehen und begann, die Auswahl mit prüfendem Blick zu mustern.

„Fangen wir mit dem Wichtigsten an“, sagte sie geschäftsmäßig, während ihre Augen über die Bügel glitten. „Ich möchte mich heute nicht allein auf den Hautkleber verlassen. Wenn wir die Brustformen später abnehmen oder neu positionieren wollen, ist ein gut sitzender BH einfach unverzichtbar. Er gibt der Silhouette den nötigen Halt.“

Felix nickte stumm. Seine Augen waren groß und wanderten fast ehrfürchtig über die zarten Stoffe um ihn herum.

„Welche Unterbrustweite hast du eigentlich?“, fragte sie beiläufig und drehte sich zu ihm um.

Sofort stieg Felix das Blut in die Wangen und seine Ohren verfärbten sich tiefrot. Er wich ihrem Blick aus. „Ähm ...“

„Felix?“, hakte sie mit einem amüsierten Unterton nach.

Er räusperte sich leise und senkte den Kopf noch tiefer. „Bisher ... hatte ich immer 90A.“ Es war kaum mehr als ein gehauchtes Flüstern und ging im Summen der Klimaanlage fast unter.

Ein weiches, zärtliches Lächeln stahl sich auf Annas Gesicht. Es war nicht der Spott, den er vielleicht befürchtet hatte, sondern reine Freude über seine rührende Ehrlichkeit. Mit jeder dieser intimen Wahrheiten lieferte er sich ihr ein Stückchen mehr aus. „Dann probieren wir heute eine 90C. Mit den Prothesen zusammen sollte das die perfekte, volle Form ergeben.“

Sie begann, mit geübten Griffen verschiedene Modelle von den Stangen zu nehmen. Es waren schlichte T-Shirt-BHs für den Alltag, aber auch verspieltere Stücke aus zarter Spitze. Dabei behielt sie Felix ununterbrochen im Augenwinkel im Blick. Zu Beginn wirkte er von der schieren Masse an Farben und Schnitten völlig erschlagen, fast so, als dürfe er diese Dinge nicht einmal ansehen. Doch je länger sie zwischen den Regalen standen, desto mehr siegte seine Neugier über die Scham. Seine Augen wurden ruhiger und fokussierter. Schließlich hob er zögernd eine Hand und ließ seine Fingerspitzen über den weichen Saum eines seidigen Stoffes gleiten. Er verharrte kurz, sog die Haptik förmlich auf und betrachtete fasziniert die feinen Muster.

Anna schwieg ganz bewusst. Sie wollte diesen intimen Moment des Entdeckens nicht durch ein falsches Wort stören. Es war atemberaubend zu sehen, wie die lähmende Angst in ihm langsam einer tiefen, fast kindlichen Faszination wich.

„Welcher gefällt dir am besten?“, fragte sie schließlich mit sanfter Stimme und hielt ihm zwei verschiedene Modelle hin: einen schlichten, hautfarbenen BH und ein edles, schwarzes Spitzenmodell.

Felix betrachtete beide Stücke lange und intensiv, als hinge von dieser Wahl sein Leben ab. „Der mit der Spitze“, flüsterte er schließlich und blickte sie schüchtern an.

Anna nickte zufrieden und ein Gefühl des Stolzes stieg in ihr auf. „Gute Wahl. Der wird fantastisch an dir aussehen.“ Sie legte den schwarzen Spitzen-BH in den Korb. Es war nur ein Stück Stoff, und doch fühlte es sich wie ein Meilenstein an.

Je tiefer sie in die Abteilung vordrangen, desto deutlicher wurde Felix’ Verwandlung. Während er ihr anfangs noch wie ein verschrecktes Kind folgte und jeden Blick der anderen Kunden panisch mied, vergaß er nun immer mehr die Welt um sich herum. Er blieb von sich aus stehen, strich über die feine Spitze eines passenden Slips und drehte ein dunkelblaues Set mit zartem Spitzenbesatz auf dem Bügel hin und her.

„Und?“, fragte Anna, die sich an eine der Säulen gelehnt hatte und ihn einfach nur beobachtete. „Gefällt dir das?“

Felix schreckte kurz aus seinen Gedanken auf, als wäre er ertappt worden. Dann nickte er zaghaft. „Das ... Das finde ich wirklich wunderschön.“

„Das passt tatsächlich perfekt zu dir“, sagte Anna ganz natürlich.

Sie nahm ihm den Bügel aus der Hand und legte das dunkelblaue Set zu den anderen Sachen. „Dann gehört es bald dir.“

Der Korb füllte sich zusehends. Anna achtete penibel darauf, eine geschmackvolle Auswahl zu treffen. Keine schrillen, billig wirkenden Farben, keine Karikatur. Sie wollte, dass Felix sich schön, elegant und vor allem echt fühlte. Dieser Gedanke überraschte sie selbst am meisten. Sie ertappte sich dabei, wie sie sich bei jedem Teil fragte: „Wird er sich darin wohlfühlen? Schmeichelt das seiner Haut?”

Ihr ging es längst nicht mehr nur um ein provokantes Spiel. Sie wollte ihn glücklich sehen. Die Erkenntnis, wie wichtig ihm sein Wohlbefinden geworden war, schlug in ihrem eigenen Herzen tiefe Wurzeln.

Schließlich klopfte sie leicht gegen den Rand des Korbes. „Ich denke, für die erste Ausstattung haben wir eine wunderbare Auswahl.“

Felix blickte auf die feinen Stoffe hinab. „Das ist ... So viel mehr, als ich jemals zu träumen gewagt hätte, Anna.“ Seine Stimme zitterte leicht vor emotionaler Überforderung.

Anna trat einen Schritt näher an ihn heran und senkte die Stimme zu einem verheißungsvollen Flüstern. „Das ist erst der Anfang, Felix.“

Er sah sie verwirrt an. „Wie meinst du das?“

Mit einem feinen, geheimnisvollen Lächeln deutete sie mit dem Kinn in den hinteren, diskret abgeschirmten Bereich der Abteilung. „Ich möchte natürlich sofort sehen, ob wir mit den Größen richtigliegen. Wir probieren das jetzt an.“

Die alte Nervosität kehrte augenblicklich in Felix’ Augen zurück. Seine Schultern spannten sich an und er wich einen Schritt zurück.

„Wir müssen nichts erzwingen“, fügte Anna sofort mit sanftem, aber bestimmtem Ton hinzu. „Wenn es dir hier zu viel ist, bezahlen wir die Sachen, fahren nach Hause und du probierst sie in aller Ruhe in deiner Wohnung an. Du entscheidest.“ Sie ließ ihm bewusst die Zeit, die er brauchte, drängte ihn nicht, sondern überließ ihm die Kontrolle über seine eigenen Grenzen.

Felix starrte auf den Korb, dann zu den Kabinen und schließlich zurück in Annas warme, abwartende Augen. Er holte hörbar einmal tief Luft, als würde er all seinen verbliebenen Mut zusammenkratzen.

„Nein“, sagte er und seine Stimme klang überraschend fest. Ein kleines, entschlossenes Lächeln stahl sich auf seine Lippen. „Ich möchte es jetzt tun. Hier.“

Ein Gefühl des Stolzes durchflutete Anna. Nicht, weil er sich ihrem Willen gefügt hatte, sondern weil er über seinen eigenen Schatten gesprungen war und diese Entscheidung allein für sich getroffen hatte. „Gut, dann komm.“

Gemeinsam betraten sie den Bereich der Umkleidekabinen. Anna suchte eine der größeren Kabinen am Ende aus, schob Felix sanft hinein und zog den schweren, blickdichten Vorhang hinter sich zu. Mit einem Schlag war das laute Stimmengewirr des Einkaufszentrums gedämpft. Sie waren in ihrer eigenen, intimen Blase. Während Anna den Vorhang sicher verschloss, wurde ihr plötzlich bewusst, wie weit sie beide in dieser kurzen Zeit gegangen waren. Noch vor wenigen Wochen hätte sich Felix lieber im Erdboden versenken lassen, als auch nur einen Fuß in diese Abteilung zu setzen. Und nun stand er mit ihr auf engstem Raum hier, bereit, die letzte Hürde zu nehmen. Zu ihrer eigenen Überraschung klopfte ihr Herz mindestens genauso wild gegen ihre Rippen wie seines.

Sie traten eng zusammen, und die vertraute, prickelnde Dynamik zwischen ihnen war sofort wieder greifbar. Anna wartete nicht lange. Mit geschickten, ruhigen Handgriffen half sie Felix zuerst aus seiner Jacke und knöpfte dann langsam sein Hemd auf, bis er mit freiem Oberkörper vor ihr stand. Seine Haut war warm, und sie konnte das wilde Klopfen seines Herzens beinahe sehen.

Dann griff sie nach der Einkaufstasche und holte die kühlen, weichen Silikonprothesen hervor.

„Halt sie“, befahl sie mit einer leisen, rauen Stimme, in der nun wieder die gewohnte, sanfte Dominanz mitschwang.

Felix nahm die täuschend echten Formen entgegen, als wären sie aus hauchdünnem Kristallglas. Seine Hände zitterten so stark, dass er sie kaum ruhig halten konnte, während er sie vor sich hielt. Anna lächelte schwach, griff nach dem schwarzen Spitzen-BH und trat hinter ihn. Ihre kühlen Fingerspitzen streiften wie zufällig die heiße, angespannte Haut seines Rückens, als sie den Verschluss schloss. Ein heftiger, unwillkürlicher Schauer durchlief seinen gesamten Körper. Anna registrierte es sofort im Spiegel und quittierte seine heftige Reaktion mit einem wissenden, dunklen Lächeln.

„Und jetzt platziere sie“, raunte sie ihm ins Ohr, während ihr warmer Atem seine Schläfe streifte, und trat einen Schritt zurück, um sein Spiegelbild im großen Glas zu beobachten.

Felix schluckte trocken. Er hob die schweren, weichen Prothesen und schob sie mit fast zärtlicher Vorsicht in die Körbchen des BHs unter den elastischen Stoff. Als er die Träger zurechtrückte, sich aufrichtete und den Blick langsam zum Spiegel hob, stockte ihm hörbar der Atem.

Im Spiegel blickte ihm nicht mehr nur der schüchterne, unscheinbare Mann entgegen, den er so gut zu verstecken gelernt hatte. Der BH in 90 C füllte seine maskuline Silhouette perfekt aus und formte eine weiche, verblüffend echte und harmonische weibliche Brust. Das filigrane, detailreiche Muster der schwarzen Spitze hob sich atemberaubend elegant von seiner hellen Haut ab. Es war ein Bild von vollkommener, fragiler Schönheit.

Anna trat von hinten ganz nah an ihn heran, bis sie seine Wärme spüren konnte. Sie legte ihre Hände flach auf seine Hüften und blickte über seine Schulter direkt in seine Augen im Spiegel. Ihr eigener Atem ging mittlerweile deutlich schneller, getrieben von einer mühsam gezügelten, berauschenden Faszination über diese Metamorphose.

„Siehst du das?“, flüsterte sie, und ihre Augen glänzten vor dunkler Hitze. „Das ist deine Basis, Felix. Das bist du. Und jetzt sorgen wir dafür, dass der Rest genauso perfekt wird.“

Nachdem sie sich auf die Größen geeinigt hatten, machten sie sich an die Slips. Anna achtete aus reiner Selbstverständlichkeit darauf, dass Felix die neuen Modelle aus hygienischen Gründen über dem eng anliegenden Slip anprobierte, den er auf ihren Wunsch hin heute bereits unter seiner Jeans trug.

„Zieh ihn einfach darüber an“, wies sie ihn mit ruhiger, beiläufiger Bestimmtheit an.

Felix nickte ertappt und schluckte schwer. Das Wissen, dass sie ihm dabei zusah, wie er den hauchdünnen, neuen Stoff mit leicht zitternden Fingern über seine Hüften zog, ließ seinen Atem noch schneller werden. Das Gefühl der feinen, ungetragenen Spitze, die sich eng über den vertrauten Stoff seiner eigenen Unterwäsche schmiegte, verstärkte die ohnehin schon dichte, aufgeladene Atmosphäre in der engen Kabine ins Unermessliche. Er stand völlig still, die Arme leicht erhoben, und überließ sich ganz ihrem prüfenden Blick im Spiegel.

Nachdem sie die anderen Sets nacheinander anprobiert, sie gemeinsam im Spiegel bewundert und für absolut passend befunden hatten, bezahlte Anna die exklusive Auswahl an der Kasse.

Felix trug die edle Papiertüte des Geschäfts, doch seine gesamte Haltung hatte sich grundlegend gewandelt. Das ängstliche Zittern war einer spürbaren, fast berauschten Nervosität gewichen. Er ging aufrechter, den Kopf erhoben, sichtlich bewegt und tief ergriffen von dem Bewusstsein, welchen Schatz er nun in den Händen hielt.
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torstenP Volljährigkeit geprüft
Sklave

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Beiträge: 79

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  RE: Als Anna fragte Datum:16.07.26 19:57 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Rainer,
endlich geht es weiter mit Deiner Geschichte. Die ganzen Tage, ohne etwas von Dir zu lesen, waren doch sehr eintönig.
Von daher ist es sehr schön, dass es jetzt weitergeht und Du beschreibst wieder sehr gefühlvoll was in Deinen beiden Protagonisten vorgeht. 
Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
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