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Jo_the_O
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Lebe Deine Träume und träume nicht Dein Leben...

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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:06.10.26 04:12 IP: gespeichert Moderator melden


© 2026 by Jo_the_O

Die Dienerin (Part 2, Kapitel 143 )

Sabine betrachtete Gerrit und lauschte ihren regelmäßigen tiefen Atemzügen. Sie begann, langsam und zärtlich mit ihren Fingerkuppen über ihre Schenkel zu gleiten.
Gerrit wurde wach und schnurrte.

"Guten Morgen, mein liebstes Kätzlein!" flüsterte Sabine.

Gerrit seufzte "Guten Morgen, Schatz!" und schnurrte weiter.

"Wie fühlst Du Dich?" fragte Sabine. "Fest umschlossen." flüsterte Gerrit. "Das ist schön, Liebes! Ich sorge dafür, dass das auch so bleibt." hauchte Sabine.

Sie wechselte von den Fingerkuppen auf die Fingernägel, aber ebenso sanft und zärtlich, Gerrit schnurrte wieder.



Alina staunte "Ich find das Schnurren bei Gerrit so faszinierend, das haben wir ja schon am ersten Wochenende erlebt. Ich weiß nicht, wie sie das macht. Ich hab's immer wieder versucht, entweder es krächzt oder es faucht, aber ein Schnurren hab ich noch nicht hinbekommen."

Miriam kicherte "Gäbs kein Bild, würde ich denken, es ist wirklich 'ne Katze."

Das Telefon klingelte, Natalie ging ran, hörte zu und meinte schließlich "Bis gleich."

"Das war Laura. Seit gestern Nachmittag sind mehrere hochrangige Delegationen für eine Tagung im Haus, samt Entourage. Offenbar haben die gestern Abend ausgelassen gefeiert und es gab Kollateralschäden an Schuhen und Stiefeln. Charly ist gefragt und wir können unseren Plan für heute vergessen. Laura kommt runter und erklärt Charly die Baustellenliste. Was machen wir mit den Beiden, ich muss gleich ins Seminar?" fragte Natalie.

Charly überlegte "Das hängt entscheidend von Miriams Planung ab, was steht bei Dir an?" fragte Charly.

Miriam entgegnete "Heute Nachmittag hab ich eine Sitzung im Personalrat, keine Ahnung, wie lange die dauert. Den Vormittag könnte ich mir freischaufeln. Was hast Du im Sinn?"

Charly resümierte "Wir könnten Gerrit die Gelegenheit geben, Sabine eine erste Einweisung ins Thema 'Body Keyboard' zu geben, da wäre Miriam unentbehrlich. Insofern kann das offenbar nur am Vormittag laufen. Später könnten Gerrit und Sabine einen Ausflug im Hotel machen. Anschließend kann Gerrit Alina unterrichten. Das wäre allerdings dann volles Programm."

Der Summer ertönte, Natalie ging und kam mit Laura zurück.

"Sorry, dass ich Euch die Planung verhageln muss. Habt Ihr schon eine Alternative" fragte Laura.

Charly erklärte den Stand der Diskussion.

Laura meinte "Wenn Miriam Zeit hat, wäre das eine gute Idee. Das solltet Ihr ihnen aber auch umgehend sagen, damit sie sich gar nicht erst komplett anziehen."

Alina schlug vor "Knappe und bequeme Zweiteiler wären für Gerrit und Sabine sinnvoll. Was ist mit Dir, Miriam?" fragte sie. "Nackt." antwortete Miriam trocken.

"Ich sag mal Bescheid." meinte Alina.

Laura erklärte Charly die anstehenden Aufgaben.



Gerrit war inzwischen, an der Spreizstange befestigt, von Sabine geduscht worden und saß wieder auf dem Duschhocker.

Alina kam rein, erklärte die Änderungen in der Tagesplanung, gab ihnen die Zweiteiler und nahm Gerrit die Augenpflaster ab.

"Wir haben noch reichlich übrig vom Frühstück, ich lasse die Tür offen, kommt rüber, wenn Ihr soweit seid." sagte Alina.

Sabine freute sich "Jetzt kann ich das auch lernen, was Du mit mir da gemacht hast. Ich bin schon ganz aufgeregt."

"Geht mir genauso, das hab ich nun wirklich noch nie unterrichtet." entgegnete Gerrit.

Sabine half Gerrit beim Anziehen und setzte sie in den Rollstuhl.

Gerrit putzte sich die Zähne und machte sich die Haare.

Derweil duschte Sabine sich.

Als sie fertig und ebenfalls angezogen war, schob sie Gerrit in die Lounge.

Nur Alina und Miriam waren noch da.

"Das war ja ziemlich kurzfristig, ich hoffe, Ihr kommt damit klar." meinte Miriam.

Gerrit entgegnete "Ich hab mich schon ein wenig vorbereitet, ich hatte auch schon den Gedanken, es Sabine beizubringen." und nahm sich einen Kaffee.

Sabine schmunzelte "Hast Du geübt?" Gerrit lächelte "Ja, ich hab an meiner Technik gefeilt, aber das an Dich weiterzugeben, konnte ich nicht üben. Ich spring da gerade förmlich ins kalte Wasser. Allerdings hab ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich es angehen sollte."

"Wie übst Du eigentlich?" fragte Sabine. "Auf meinen Oberschenkeln, die sind verfügbar und dabei habe ich dann beide taktilen Empfindungen, die der Gebenden und die der Nehmenden. Ich schlage Tasten an und das spüre ich an meinen Fingern, mein späteres Keyboard fühle ich auf den Schenkeln. Und damit habe ich den Klang, der daraus entsteht und die Empfindungen auslöst, um die es geht." erklärte Gerrit.

Miriam fragte "Und, wie willst Du es angehen?"

Gerrit seufzte "Hab ich länger drüber nachgedacht, unterm Strich hab ich mich letztlich entschieden, nur ganz wenig Theorie zu machen. Theorie geht in den Kopf, das Spielen läuft aber aus dem Gefühl heraus. Wenn ich also die Theorie erkläre, muss die dann erstmal den Weg aus dem Kopf ins Gefühl, in die Intuition finden. Den Umweg möchte ich Sabine ersparen.

Außerdem: Um das wirklich zu lernen, muss man die Musik, bei der man es macht, verinnerlicht haben. Und das, was wir hier in der letzten Zeit häufig gehört haben, ist in den Tempi so schnell, vor Allem, wenn man im Percussions Bereich die Möglichkeiten ausschöpfen will, dass man die Anzahl der Berührungen in einer Sequenz kaum mitzählen kann.

Mir fehlt also schlicht die Grundlage, um das theoretisch weiterzugeben. Ich weiß bei vielen Passagen, die sich sowohl an den Fingern, als auch an den Schenkeln richtig anfühlen, nicht, wie viele Berührungen oder Schläge das sind, zumal jeder Finger einzeln zählt und sie im rhythmischen Versatz agieren."

Sabine staunte "Das ist komplizierter, als ich gedacht hatte. Welche Alternative hast Du Dir überlegt?" fragte sie.

Gerrit führte fort "Wir werden gleichzeitig auf Miriam spielen und wir werden uns das Spielfeld aufteilen. Miriam wird weit gespreizt fixiert sein und die Augenbinde tragen, damit sie sich ganz auf die Musik und die Berührungen konzentrieren kann. Du wirst die Standard-Position einnehmen, zwischen ihren Beinen kniend. Ich werde mich am Kopfteil des Bettes positionieren, meine Knie rechts und links neben ihrem Kopf. Dein Spielfeld wird aus ihren Schenkeln, Unterkörper und Bauch bestehen. Ich bespiele Oberarme, Schultern und den Brustbereich, die Spielfeldgrenze wird knapp unterhalb des Solar Plexus sein. Damit kommen wir uns nicht in die Quere und können jeweils frei aufspielen.

Wir spielen und beobachten uns gegenseitig. Wenn Du bei mir etwas siehst, was Du auf der anderen Oktave nachspielen möchtest, dann tue es. Ich werde es sehen und, falls notwendig, meine Sequenz solange wiederholen, bis es bei Dir sitzt. Dann gehe ich weiter und Du bekommst den nächsten Impuls.

Wenn etwas nicht gut läuft, machen wir keine Pause und gehen in der Musik wieder einen Schritt zurück. Wir spielen einfach weiter, wir können später das gesamte Set wiederholen, kein Problem. Aber Unterbrechungen im Ablauf unterbrechen auch unseren Flow und das ist kontraproduktiv."

Sabine atmete tief durch "Lass uns anfangen, ich kann's kaum mehr erwarten."

Miriam stimmte zu "Das sehe ich genauso."

Alina begleitete die Drei ins Gefängnis, nahm Miriams Schlüsselkarte in Verwahrung und schloss die Tür.

Gerrit sagte "Sabine, mach Miriam mal parat, ich muss noch aufs WC und möchte mich noch etwas sammeln."

Sabine nickte "Mach ich, welche Halskorsage?" fragte sie.

"Mund frei." antwortete Gerrit.

Gerrit kam aus dem Bad zurück, Miriam war fixiert und Sabine wartete.

"Wir beginnen mit dem Set von Kölsch, das ist etwas sanfter als das von Markus Schulz. Da gibt es mehr melodische Parts und es bietet mehr Optionen, gut für den Einstieg." erklärte Gerrit und startete das Set.

Sie nahmen ihre Positionen ein.

Gerrit führte ein "Wir haben Aktionen, die auf Melodie laufen, zum Beispiel lang gezogene Bewegungen der Finger auf der Haut."
Sie begleitete die Singstimme mit ihren Fingern von den Oberarmen über die Schultern bis zu den Brüsten.

Gerrit setzte fort "Es gibt aber auch melodiebezogene Aktionen, die in Place über die Fingerspitzen laufen, wobei die Fingerspitzen die tonale Folge widerspiegeln. Sabine, mach mal mit den Fingern einen aufklappenden Fächer."

Sabine legte die Finger der rechten Hand zusammen und spreizte sie dann in einer Abwärtsbewegung.

Gerrit entgegnete "Genau, und jetzt bring das mal auf die Haut."

Sabine fächerte ihre Finger auf der Haut von Miriam auf, immer nur ein Finger mit Berührung.

"Sehr schön!" meinte Gerrit und ergänzte "Man kann auch Akkorde spielen, mehrere Finger gleichzeitig auf der Haut. Da ist dann die Position der Finger entscheidend, gleicher Ton, gleiche Position des entsprechenden Fingers. Auf der Basis lassen sich auch Akkord-Sequenzen modellieren.

Wechseln wir mal zum Rhythmus und der Percussion. Alle Fingerspitzen im Takt an der selben Stelle ist die einfachste Variante, rechts und links leicht versetzt, gibt einen Nachläufer, emotional beim Empfänger sehr wirkungsvoll. Schnelle Taps im Takt oder in Achtel, Sechzehntel oder anderen Teilungen mit unterschiedlichen Fingern auf der Haut sind die Kür. Alle Elemente sind miteinander kombinierbar. Let's Play!" rief Gerrit und legte los, Sabine folgte.

Gerrit orientierte sich an den melodischen Anteilen und fuhr mit den Fingerspitzen über Miriams Oberarme, Sabine nahm sich die Schenkel vor. Gerrits Finger glitten über die Schultern, an den Seiten entlang und umkreisten die Brüste. Sabine kreiste an den Lenden und erreichte das Dreieck. Gerrit wechselte auf Percussion und kam mit schnellen Finger-Taps an die Vorhöfe, die Daumen trafen die Brustwarzen. Miriam stöhnte. Sabine umtrommelte das Dreieck, ihre Daumen trafen zweimal auf den Punkt, Miriam seufzte anhaltend und flüsterte "Mehr!".

Sabine nahm einen Zeigefinger, setzte an und bewegte sich eine Weile um den G-Punkt herum, traf ihn schließlich mittig und rotierte den Finger auf ihm. Miriam zuckte und wurde laut. Gerrit grinste und stimulierte ihre Brustwarzen mit den Fingernägeln. Sabine schaute Gerrit zu und machte auf ihrem Spielfeld weiter. Miriam wurde noch lauter und die Vibrationen stärker, dann ein Schrei, ein Seufzer und sie begann sich zu entspannen. Gerrit und Sabine wechselten zum Streicheln.



Alina hatte gebannt zugeschaut, sah auf die Uhr und ging ins Gefängnis.

"Miriam, zieh Dich mal wieder an, Deine Sitzung fängt bald an und ich möchte mit Dir noch einen Kaffee trinken." sagte sie.

Gerrit und Sabine lösten Miriams Fesseln und die Augenbinde. Sie stand auf, kleidete sich an und folgte Alina.

"Und?" fragte Alina.

Miriam seufzte "Die Beiden haben mich sowas von gerockt. Wer künftig bei mir landen will, hat schlechte Karten. Gerrit und Sabine haben Maßstäbe gesetzt."

Alina kicherte "Ich glaub, Du brauchst vor Deiner Sitzung noch einen Spaziergang durch den Park. Kaffee bekommst Du auch bei der Sitzung."

"Da hast Du Recht, lass uns gehen!" entgegnete Miriam.

Die Beiden verließen die Wohnung.












[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Jo_the_O am 06.10.26 um 14:01 geändert
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Jo_the_O
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  RE: Geschichten von Alina und Natalie Datum:07.10.26 02:40 IP: gespeichert Moderator melden


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Die Dienerin (Part 2, Kapitel 144 )

Alina war wieder zurück, öffnete die Tür zum Gefängnis und wurde von lauter Musik empfangen.

Das Set von Markus Schulz lief, Gerrit und Sabine knieten voreinander auf dem Bett, ihre Finger wirbelten in atemberaubendem Tempo über ihre Schenkel. Sie beobachteten jeweils die Hände der anderen, Gerrit spielte vor, Sabine versuchte zu folgen, was ihr inzwischen auch bei den schnellen Abfolgen der Taps erstaunlich gut gelang.

Alina staunte über die Lernfortschritte von Sabine. Die beiden waren völlig in die Musik und in ihre Trainingssession eingetaucht.

Sie hatte etwa 20 Minuten zugeschaut, als Gerrit plötzlich stoppte und Lockerungsübungen in der Luft machte, Sabine tat es ihr gleich. Alina reduzierte die Lautstärke.

"Oh, wie lange bist Du denn schon hier?" fragte Gerrit erstaunt.

Sabine schmunzelte "Schon 'ne ganze Weile, lange genug jedenfalls, um zu sehen, dass die Trainingsmethode funktioniert. Ihr wart ja echt im Tunnel."

Gerrit nickte "Aber jetzt ist Schluss, meine Arme und Hände können nicht mehr."

Sabine legte den Kopf schief und meinte verschmitzt "Also, schnell zurück mit ihnen in die Orthesen, Liebes! Wir wollen doch nicht, dass Du Dich überanstrengst."

"Dann wird's wohl heute nichts mehr mit dem Unterricht für mich." meinte Alina enttäuscht.

"Vielleicht doch, nur nicht am Computer. Ich hab noch Einiges zu erzählen, was die Entstehungsgeschichte meiner Infrastruktur auf dem Server angeht. Das wird die praktische Auseinandersetzung damit erleichtern und Du kannst die VMs gleich besser einordnen." schlug Gerrit vor.

Alina freute sich "Die Idee gefällt mir. Dann machen wir gleich einen Ausflug und Du erklärst unterwegs oder im Café die Zusammenhänge. Übrigens, Sabine, ich hol gleich die Augenpflaster und zeige Dir, wie man sie richtig anbringt damit es mit den Wimpern keine Probleme gibt. Du kannst sie dann vor dem Duschen abnehmen und Gerrit beim Duschen auch gleich das Gesicht waschen. Nachdem die Orthesen wieder angelegt sind, klebst Du dann neue auf." erläuterte sie.

"Was sollen wir anziehen?" fragte Sabine. "Bring ich gleich mit, weite Hose und langärmliges dickeres Top, es ist kühler geworden." meinte Alina und ging rüber.

"Du weißt ja, dass ich die Netzwerktante bin. Insofern interessiert mich das auch, was Du da auf dem Server hast. Denk daran, wenn Ihr am Computer arbeitet. Wenn's nicht rein ums Programmieren geht, setz ich mich gern dazu." sagte Sabine. "Wird gemacht, Schatz." entgegnete Sabine.

Alina kam zurück und gab ihnen die Kleidung. Sabine und Gerrit zogen sich um. Sabine legte Gerrit die Armorthesen an, setzte sie in den Rollstuhl und fixierte sie.

"Fest umschlossen!" seufzte Gerrit. Sabine schmunzelte "Das wurde auch Zeit, und gleich wird's wieder dunkel."

Alina nahm zwei Augenpflaster und zeigte Sabine am linken Auge, wie sie richtig aufgeklebt werden, Sabine übernahm das rechte Auge, unter dem wachsamen Blick von Alina.

"Gut gemacht!" lobte Alina und fügte hinzu "Dann schieb sie mal raus, wir gehen in den Park."

Sie verließen die Wohnung.

Auf dem Rundweg begann Gerrit "Die Geschichte der virtuellen Maschinen hat seinen Ursprung in zwei physischen Computern, die den Kern der IT-Infrastruktur bei meiner Frau und mir bildeten. Einer stammte von mir und war in meiner Arbeitsumgebung zuvor schon als Server im Einsatz, der andere kam von ihr. Beide waren nicht mehr neu, funktionierten aber tadellos.

Meiner war mit Windows Server ausgestattet und übernahm die Rolle des Domänen-Controllers, auf ihrem hab ich auch Windows Server installiert, ihn in die Domäne integriert und die Router- und Reverse-Proxy-Software ISA von Microsoft installiert. Was bedeutet das konkret?"

Der Domänen-Controller, Primary Domain Controller, PDC, stellt die zentrale Rechner- und Benutzerdatenbank für die Domäne zur Verfügung. Zur Ausfall-Absicherung kann man auch noch Backup-Domänen-Controller, BDCs aufsetzen, die sich permanent mit dem PDC synchronisieren, haben wir aber nicht.

Client-Computer, die in die Domäne aufgenommen wurden, melden sich beim Hochfahren daran an und sind vom Domänen-Admin administrierbar. Normalerweise melden sich die Benutzer der Client-PCs über ihren Domänen-Account beim PDC an und können dann auf die für sie freigegebenen Ressourcen zugreifen, die ebenfalls vom Domänen-Admin verwaltet werden. Häufig sind die lokalen Administrator-Accounts deaktiviert, zumindest haben die normalen User die lokalen Anmeldedaten nicht.
Zentrale Computer- und Benutzerverwaltung ist das Konzept.

Der ISA, übrigens eine geniale Software, die Microsoft leider eingestellt hat, eine der vielen Fehlentscheidungen des Konzerns, hat zwei Aufgaben. Er fungiert als Router, übersetzt also Anfragen aus dem lokalen Netz per Network Address Translation, NAT, und leitet sie ins Internet weiter. Dabei ersetzt er die interne IP-Adresse durch die externe und schickt die Datenpakete weiter. Die Antworten der Server im Internet werden angenommen, den lokalen Client-Verbindungen zugeordnet und die IP-Adressen rückübersetzt. Das gleiche macht auch zum Beispiel ein DSL-Router. Der große Unterschied besteht in der Granularität. Beim ISA kann man für jedes Protokoll genau festlegen, welcher interne Computer mit welchem Internet-Server darüber kommunizieren darf und dabei auch zeitliche Beschränkungen vorgeben. Aktuelle Firewall-Software kann viel weniger.

Andererseits fungiert der ISA als Reverse-Proxy, er kann also Anfragen aus dem Internet entgegen nehmen und nach fein granulierten Kriterien an bestimmte lokale Server weiterleiten. Zu den Kriterien zählt auch der DNS-Name, der in der Anfrage verwendet wird und sogar das konkrete virtuelle Verzeichnis. Man kann also hinter einer IP eine Reihe unterschiedlicher lokaler Server betreiben, die von außen über die Namen differenziert angesprochen werden können. Und auch hier ist NAT im Spiel, für die lokalen Server ist immer der ISA der Anfragende. Genauere Informationen über die Anfragen kann man im ISA-Ereignislog finden, das sehr detailliert ist.
Die Portweiterleitung in normalen DSL-Routern ist dagegen nur ein magerer Abklatsch des ISA."

Sabine staunte "Schatz, du kennst Dich wirklich gut aus, auch wenn sich das wohl nur auf IPv4 bezieht. Reverse-Proxys gibt es übrigens für Linux auch, aber ich nehme an, Du fühlst Dich auf Windows eher zuhause."

Gerrit seufzte "Du hast Recht, Liebes, ich bin mit IPv6 noch nicht warm geworden. Was Linux angeht, hast Du ebenfalls Recht, deswegen sind für mich auch die Raspberry Pi-Computer so wichtig. Da läuft eben Linux und ich kann nicht mal eben ein Windows aufspielen, wie auf einem x86 oder x64-System. Da muss ich eben mit Linux klarkommen und ich hab inzwischen auch schon viel dazu gelernt, seitdem ich die faszinierenden kleinen Dinger verwende."

Alina resümierte "Also, wir wissen jetzt, dass Du für Euch zwei Server eingerichtet hast, die die zentrale Verwaltung von Benutzern und Computern ermöglichten. Die Arbeitscomputer werden diese dann wohl jeweils genutzt haben, liefen die Server rund um die Uhr?"

Gerrit nickte "Da auf dem PDC auch noch ein Mailserver und ein Webserver liefen, mussten die beiden aus dem Internet immer erreichbar sein, damit waren sie auch fürs LAN durchgehend verfügbar."

Alina fragte "Was mir jetzt noch nicht klar ist, was haben diese beiden Rechner mit Deiner Infrastruktur auf dem Server im Rechenzentrum zu tun?"

Gerrit kicherte "Sie laufen immer noch, allerdings als virtuelle Maschinen auf dem Server und sie haben noch dieselben Aufgaben. Allerdings gibt es statt dem Provider-Router, der damals hinter dem ISA hing, eine VM mit einem Linux basierten Router-Betriebssystem, das die Schnittstelle zum öffentlichen Internet bildet, doppelte Sicherheit. Wenn wir eine VPN-Verbindung zum Server herstellen, leitet die Router-VM zum ISA durch, der Domänen-Controller authentifiziert die Anmeldedaten und der ISA hängt uns ins interne LAN auf dem Server. Auch der physische Server hat eine virtuelle Netzwerkkarte mit einer internen IP. Wir können dann auf ihn und auf alle virtuellen Maschinen dort zugreifen, als ständen sie wirklich bei uns in der Wohnung."

"Wow, jetzt hab ich's verstanden. Der Server beherbergt ein LAN, das gegenüber dem Internet abgeschottet ist, aber die Router-VM ermöglich von Außen über VPN den Zugriff. Und wenn die Verbindung besteht, sind unsere Computer Teil dieses LANs. Was ist dann mit unserem LAN hier?" fragte Alina.

Gerrit entgegnete "Darauf können wir immer noch ohne Einschränkungen zugreifen."

Alina warf ein "Das war sehr aufschlussreich, aber inzwischen ist es spät geworden. Wir sollten nachhause gehen, ich schätze, Natalie ist schon wieder da, Charly vielleicht auch und wir wollen ja noch zusammen zu Abend essen. Außerdem gibt's viel zu erzählen. Aber eine Frage sollten wir in den nächsten Tagen noch besprechen: Wie sind die beiden physischen Server von Dir und Deiner Frau schließlich zu virtuellen Maschinen geworden?"

Gerrit nickte "Das werden wir. Gehen wir, Äh, Sorry fahren wir, auch falsch. Ihr geht, ich werde gefahren."

Sabine lachte "Jetzt ist da Beides, Du hast ein Seminar gehalten, bist Dir aber auch noch bewusst, dass Du hilflos bist. So soll es sein!"







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