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  Auf dem Weg in meine Keuschhaltung nach 22Jahren
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fwwd
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Braunschweig




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  RE: Auf dem Weg in meine Keuschhaltung nach 22Jahren Datum:01.10.21 10:03 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat
Meine Ziele der Keuschhaltung
...
@fwwd:
Wie oder warum bist Du denn dann hier im Forum gelandet fwwd, weil Du so betontest, dass Du nicht verschlossen bist?

Grüße, Peter.


Ganz einfach, weil im Kopf was rumschwirrt, was man hinterfragt und sich z.B. hier erarbeitet; was du ja auch machst.
Bei mir ist halt auch ein Kink vorhanden, der weiter geht als du in deinen Grenzen aufgeschrieben hast, den die Frau (noch) nicht mitgeht.
Auch schließe ich für mich selbst einen KG im Selbstverschluss aus. Das macht m.E. nur Sinn, wenn in dem Spiel ein gewisses Dom/Sub Gefälle vorhanden ist. Ich kann mich schon längere Zeit beherrrschen mit dem abspritzen und mich regelmäßig bis kurz vor den Punkt "bearbeiten".

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Braunschweig


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  RE: Auf dem Weg in meine Keuschhaltung nach 22Jahren Datum:03.10.21 12:56 IP: gespeichert Moderator melden


Hi Peter

Zitat
dass Sie sich mir gegenüber schuldig fühlt


Sie sollte sich nicht schuldig fühlen. Dazu muss sie verstehen, dass der KG nicht nur den Orgasmus wegnimmt, sondern Dir gleichzeitig etwas zurück gibt. Da kann ich Ihr_Joe nur beipflichten: positives Feedback - Du zeigst, dass Du mit KG einfach glücklicher bist. Der KG mit ihrem Segen / Verschluss von ihren Gnaden verwandelt den tristen Selbstverschluss in eine Paar-Interaktion. Anstatt alleine an Dir oder mit dem KG rumzuspielen, wird der KG zu ihrem verlängerten Arm, ihre Faust in Deiner Unterhose, sie hat Dich im Griff, auch wenn sie gerade nicht anwesend sein kann, oder es gesellschaftlich nicht akzeptiert wäre, dass sie Dir vor anderen eine Hand in die Hose schiebt - trotzdem kann ein Blick zwischen Euch das Feuer entfachen. Allein schon das gemeinsame Wissen um das Geheimnis um Deinen verschlossenen Zustand macht Euch zu einem verschwörerischen Duo.

Zitat
Geht es eher nur über das eigene Handeln und die Vorteile aufzeigen


Warum muss der KG für die SH Vorteile bringen? Würde nicht ein Nullsummenspiel reichen? Wenn sie also sagen könnte: "Mir egal ob mit oder ohne!", dann wäre das ausschlaggebende Zünglein an der Waage: "Aber es ist sein Fetisch, also tu ich ihm den Gefallen, solange ich keine Nachteile davon habe."

Schwierig wird es erst, wenn sie eine aktive Abneigung gegen einen Aspekt am KG hat. Nicht, dass ich das klein reden will, aber letztendlich ist das eine Sache, die wesentlich in ihrem Kopf abgeht, weil sie ja physisch kaum in Kontakt mit dem KG kommen muss. Und nur sie selbst kann für sich bewerten, wie groß das Problem ist. Ob sich da z.B. ein regelrechter Ekel aufbaut, der mit jeder Konfrontation nur noch schlimmer wird, oder ob das eher eine Kleinigkeit ist, die man langfristig wegdiskutieren kann?

Für mich persönlich habe ich die Maxime, dass der KG für die Zeit ist, in der ich gerade nicht mit meiner Frau zusammen sein kann. Also durchaus in ihrer Gegenwart, aber eben gerade nicht intim im Bett. D.h. der KG sexualisiert den Alltag und begleitet mich auf Arbeit oder auch wenn ich im Forum auf eine erotische Geschichte stoße - er ist einfach als Grundzustand da, genauso selbstverständlich wie die Unterhose.

Und so wie sich niemand wirklich an einem langweiligen Slip stört (OK möglicherweise abgesehen von modischen Erwägungen), könnte sie den KG auch als Unterwäsche-Normalität akzeptieren. Der wichtige Aspekt, den es hier herauszuarbeiten gilt: Sie kann Dir den KG jederzeit ausziehen, so wie sie Dir auch eine Unterhose abstreifen würde, wenn sie Sex will. Übertragen: Wird ein Auto weniger gefahren, nur weil es ein Zündschloss hat? Für denjenigen mit Zugriff auf den Schlüssel sollte es keinen praktischen Unterschied machen.

Kann der Mann immer? Zur Ehrlichkeit gehört auch, sich einzugestehen, dass es nicht immer geht. Und da der KGT eben auch nur ein Mann ist ... keine Erektion ist so hart wie die Realität. Doch im direkten Vergleich: "Wenn sie einem Unverschlossenen oder einem KGT an die stählerne Unterwäsche geht - wo ist ihre Chance größer?" Und da kann der KGT ins Feld führen, dass er erwiesenermaßen nicht kurz vorher noch einen Abgang hatte. Dieses nicht unerhebliche Timing-Problem beim normalen Mann, also die Konkurrenz zum Solo-Betrieb, entfällt. Statistisch dürfte sie den KGT darum häufiger in freudiger Erwartung vorfinden.

Zitat
und ich bin auch dabei ziemlich schnell gekommen, was Ihr aber sichtlich Freude bereitet hat


Wenn er (zu?) schnell kommt, weil er wirklich geladen ist, dann kann es entweder eine zweite Runde geben, oder aber es sei auch der Frau zugestanden, dass sie genießen kann, wenn er total geil ist und sie das beobachten möchte, ohne durch eigene Stimulation zu sehr abgelenkt zu sein. Das ist die Umkehrung des Reizes, den Männer empfinden, wenn sie den Orgasmus der Frau miterleben dürfen - für sich genommen eben auch eine Leistung in Empathie und keineswegs abzuwerten. Frau kann das auch umdeuten als: "Ich mache ihn so scharf, dass er sich nicht mehr beherrschen kann". Da ist der Schritt nicht mehr so furchtbar weit zu: "Ich beherrsche ihn!" und im Tandem: "Ich kann ihn auch scharf machen, ohne dass er am Ende zum Abschuss kommt!" Sie bekommt die Erfahrung, mit dem KG einen Hebel in Hand zu bekommen, mit dem sie in sein Sexualleben eingreifen kann. Jetzt muss sie nur noch lernen, wann sie wie stark an dem Hebel zieht und welche Wirkung sie damit auslöst.

Der KG stört also eigentlich nur das so oft hochgehaltene Ideal des gemeinsam zeitgleich Kommen. Aber wenn man sich von dem Zwang befreit, das J-E-D-E-S Mal abspulen zu müssen, dann fällt auf, dass es ohnehin meist nur erkauft wird, indem einer der Partner mit viel Willenskraft zurück hält, bis der andere so weit ist. Mir drängt sich da das Bild auf von einem Paar, dass sich die Schnürsenkel zusammengebunden hat, um im Gleichschritt zu marschieren. Das kann man machen, aber schneller rennen können sie eben jeder in eigener Schrittweite und Frequenz. Selbst wenn es beim Spazieren nicht auf Geschwindigkeit ankommt, wenn also der Weg das Ziel ist, so würden die zusammengefesselten Füße trotzdem eine künstliche Einschränkung bedeuten, die vom Genießen der Landschaft oder dem intensiven Gespräch ablenken, weil man ständig Aufmerksamkeit abzweigen muss, um nicht zu stürzen.

Ja ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, der KG erlaubt gezielte Ent-Synchronisierung beim Sex bis hin zu einer erzwungenen Schieflage im Verhältnis, so dass der KGT nur noch kommen darf, wenn die SH zuvor X Orgasmen hatte (wenn man denn das Zählen zum Fetisch erhebt). Jedenfalls kann individuell auf ein unterschiedliches Bedürfnis in der Häufigkeit eingegangen werden - unter der Voraussetzung, dass das Paar sich liebt und grundsätzlich bereit ist, die Intimität und ein Erleben des nackten Körpers des Partners auch dann zu zelebrieren, wenn man selbst nicht zum Orgasmus kommt. Bei Frau mag sich das z.B. anbieten, wenn sie wegen ihrer Tage eine Sauerei vermeiden möchte oder einfach empfindlich ist oder gar Schmerzen hat und vorzieht angezogen zu bleiben. Trotzdem kann sie mal für ne Viertelstunde das Handy weglegen und einen Aufschluss / Orgasmus für ihn bewilligen. Sie hat den Schlüssel, sie hat die Macht und damit die Entscheidung, das stattfinden zu lassen, oder ihn einfach auf später zu vertrösten. Oder sie befindet, dass sie bock auf den Vibrator hat, sich aber leider gerade nicht an die Kombination für den Schlüsselsafe erinnern kann. Er kann ihr ja die Hand halten und so das Solo in ein Doppel verwandeln.

Zitat
dass nach den 3Wochen mit je >8h Verschluss da schon eine Anpassung des Körpers stattfindet oder bilde ich mir das jetzt ein


Eher letzteres. Der Körper wächst nicht plötzlich um den KG herum. Es gibt gewisse Mechanismen, etwa dass Blutgefäße gebildet werden, um die Sauerstoffversorgung auch unter einem abklemmenden Hüftband zu erreichen. Oder dass sich der Speck nicht mehr unter dem KG anlagert und somit der Bauch eher über dem KG wächst. Und auch die Haut selbst kann sich etwas anpassen, wenn durch viele kleine Verletzungen Narben entstehen und zu einer Hornhaut mit besserer Zähigkeit wird. Kurzfristig kann ich mir allenfalls vorstellen, dass die obere Hautschicht nicht mechanisch abgerubbelt wird und daher etwas aufgequollen aussieht, wenn man die Röhre abzieht.

Bezüglich der "Gewöhnung" des Körpers - da geht es meiner Meinung nach eher darum, dass der KGT lernt, die Signale aus dem KG zu interpretieren und mit entsprechenden Entlastungen, Haltungen, Cremen, ... kurz seine persönlichen "best practices" für den optimalen Umgang mit dem KG zu lernen. Es ist, als sei Dir ein drittes Bein gewachsen und Du müsstest es in den zweibeinigen Gang integrieren. Von einem Tennisspieler hab ich mal gehört, es dauert 90 Tage tägliches Üben, bis eine Feinheit beim Aufschlag richtig gelernt ist - wobei die meiste Zeit wohl das abgewöhnen der falschen Ausführung ist, so dass ein totaler Newbie unter richtiger Anleitung evtl. sogar einfacher zu dem perfekten Aufschlag kommen könnte - denn dort gibt es kein so starkes schlechtes altes Bewegungsmuster zu ersetzen. Gewohnheiten sind so stark, weil die unbewusst ausgeführt sind, bevor der Verstand überhaupt realisiert, dass man es schon wieder getan hat.

Das ist dann der Unterschied zwischen hinplumpsen lassen - Schmerz spüren - aufspringen oder dem bewusst langsamen hinsetzen. Allerdings geht nicht alles mit direktem Schmerz einher. Ganz gefährlich ist so ein unterschwelliges Brennen, wenn die Durchblutung im Gewebe behindert ist - das kann man mal für ne Stunde ignorieren, obwohl es ständig im Hintergrund da ist. Dann wackelt man mal am KG und hat wieder einen Schwall frisches Blut durchgelassen und erkauft sich einen Aufschub von 5 Minuten, bis das Brennen zurückkehrt. Und dann beim Aufschluss mag es noch harmlos bis rosig aussehen. Aber am nächsten Tag ohne KG findet sich aus heiterem Himmel ein Schorf an der Unterseite des Penis am Übergang zum Hodensack von einer Hautfalte, die die Sauerstoffzufuhr unterbunden hatte.

Zitat
Sie soll Lust an der ganzen Sache gewinnen ... Im besten Fall wird Ihre Libido unersättlich


Hmm - in der Regel wertschätzen wir etwas, das selten ist, wie Diamanten oder Gold. Mit dem KG kommt jetzt die Ankündigung für die Dame: Nimm Dir soviel Du willst ... aus dem "Götterdreck" wird damit Sand am Meer. Wenn sie vorher also schon "zuviel" Sex hatte - oder zumindest mehr, als sie von sich aus am Buffet auf den Teller laden würde, dann entwertet der KG das evtl. sogar noch. Um es zu verknappen, müsste hier der KGT antizyklisch einen angebotenen Aufschluss ausschlagen, um Ihr einen Präzedenzfall zu setzen, dass entgegen der FLR-Propaganda eben doch nicht ein unendlicher Nachschub an Orgasmen bereit steht. Andere Paare weichen hier ab, indem sie sich wechselseitig verschließen. Aber beides kann man nicht pauschal empfehlen - da hilft einfach nur sich der Situation bewusst zu werden und dann darüber zu reden - gemeinsam auf Augenhöhe den Willen beider Partner sondieren und daraus einen Kompromiss erarbeiten - fast wie Koalitionsverhandlungen.

Der KG ist vordringlich Dein Fetisch und bereitet Dir Lust. Für sie ist es bislang nur ein Hindernis, eine zusätzliche Sache, die sie erst mal nicht versteht, und die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Akt abzieht. Ein Zugang könnte sein, wenn sie Deine Lust erkennt und miterlebt und darüber dem KG einen Wert beimisst. Das wäre quasi ein "erlernter" abgeleiteter Genuss aus zweiter Hand. Deine Wunschvorstellung zielt jedoch auf eine sadistische Ader bei ihr, so dass sie an dem Verschluss selbst gefallen findet. Der Zugang dazu könnte über den Spaß gelingen. Erstens muss konsequent jegliche negative Assoziation von "ungerecht" oder auch "das macht man nicht" angesprochen, ausdiskutiert und auf einer mentalen Ebene entschärft werden, so dass der Kopf frei und der Geist wach und offen ist. Parallel dazu sollte mit einem Lächeln und einer Leichtigkeit gespielt werden.

Beim Fesseln kann das z.B. harmlos anfangen mit: "Kratz dich mal an der Nase!" - ja wie denn, wenn die Hände hinterm Rücken festhängen. Man kann auch anfangen, sich ein wenig gegenseitig zu kitzeln. Es ist nicht wirklich schlimm, man lacht ja sogar die ganze Zeit. Aber trotzdem ist es eine milde Art der Folter. So lernt der Dominante spielerisch Macht über den Partner auszuüben. Das geht vermutlich leichter mit wechselnden Rollen, so dass beide Partner eigene Ideen einbringen können, ohne dass es zum Topping from the bottom kommt. Über die "Rache" kriegt man es beim nächsten Mal zurück. Somit wird ein Ausloten und Verschieben von Grenzen angestoßen. Es etabliert ein gemeinsames Verständnis von was noch so gerade OK ist und wie man den Partner zu lesen hat, wenn es ans Eingemachte geht. Man tastet sich allmählich an eine beziehungsverträgliche Version von "fies aber nicht zu gemein" heran.

Zum Abschluss vielleicht noch ein letzter Vergleich: Das Leben ist nicht nur Kuchen essen. Ja, süß und lecker. Aber wir brauchen die Abwechslung. Und ab und zu genießen wir es, uns mit Wasabi oder Chili zu quälen. Der KG kann also für den 08/15 Sex ein zusätzliches exotisches Gewürz sein, wenn man denn Mal auf den Geschmack gekommen ist. Der Einstieg gelingt aber nicht, wenn man sich mit Scovil-Zahl am aktuellen Rekord orientiert. Auch potentielle Hobby-Kicker würden sich frustriert vom Sport abwenden, wenn sie immer nur von einer Bundesliga Profi-Mannschaft vom Platz gefegt werden. Erfolg ist sexy - also lass sie gewinnen, aber nicht immer, so dass sie den Gewinn nicht als selbstverständlich begreift.

LG
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  RE: Auf dem Weg in meine Keuschhaltung nach 22Jahren Datum:03.10.21 14:50 IP: gespeichert Moderator melden


@ private_lock

Chapeau,

wirklich ein toller Post.

meine 2 Cent
xrowix
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Peter_2
KG-Träger





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  RE: Auf dem Weg in meine Keuschhaltung nach 22Jahren Datum:04.10.21 11:14 IP: gespeichert Moderator melden


Da möchte ich mich xrowix anschließen, Danke für den lesenswerten und inspirierenden Post @private_lock.

Grüße, Peter.
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